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In dieser Predigt analysiert Christopher Kramp die tiefgründige Rede Jesu im Johannesevangelium, Kapitel 5, Vers 19-26. Er beleuchtet die Anklagen gegen Jesus – die Sabbatverletzung und die Behauptung, Gott gleich zu sein – und erklärt, wie Jesus diese Vorwürfe entkräftet, indem er seine untrennbare Einheit mit dem Vater offenbart. Die Ausführungen zeigen Jesu Göttlichkeit durch seine Fähigkeit, Leben zu geben, seine Rolle als Richter und die absolute Übereinstimmung seines Wortes mit dem des Vaters.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar, "Der Ersehnte". Schön, dass ihr heute Abend hergekommen seid und schön, dass ihr live zuschaut auf www.joelmedia.de. Wir sind heute mittendrin in Johannes 5 und werden in der 47. Folge gleich beginnen, uns die lange Rede von Jesus im Sanhedrin anzuschauen. Aber bevor wir beginnen, wir haben etliches heute zu studieren, wollen wir mit einem Gebet starten und ich lade euch dazu ein, wo es möglich ist, niederzuknien.

[0:58] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für diesen Abend, wir danken dir für die Gelegenheit, zu dir zu kommen und jetzt Worte zu lesen, die wirklich tiefgehend sind, die tiefgründig sind. Diese Worte von Jesus sollen uns ganz tief berühren. Wir möchten dich bitten, dass du deinem Heiligen Geist uns diese Wahrheiten so vermittelst, dass wir sie verstehen können und dass wir die Schönheit deines Charakters und deines Wesens darin erkennen können. Sprich du jetzt zu uns durch dein Wort und hab Dank dafür, Jesus. Amen.

[1:35] Johannes Kapitel 5, wir haben das letzte Mal gesehen, dass die Heilung von dem Mann am Teich Bethesda durch Jesus auf große Kritik gestoßen ist. Sie war am Sabbat erfolgt und Jesus hatte überdies den Mann auch noch aufgefordert, seine Matte zu tragen. Und so wurde er vor den obersten Gerichtshof, vor den Sanhedrin gestellt und dort hat er in seiner Verteidigung dann sich selbst mit Gott verglichen. Er hat gesagt, Gott arbeitet auch am Sabbat, nämlich in der Heilung von Menschen und ich wirke auch. Und jetzt war die Anklage eine doppelte: Jesus bricht den Sabbat, so behauptete man, und Jesus stellt sich dem Vater gleich, er behauptet, dass er Gott ist. Woran erinnert euch diese Anklage, von der wir jetzt gleich die Antwort hören werden? Diese Anklage, Jesus bricht den Sabbat und Jesus macht sich zu Gott. Woran erinnert diese Anklage? Oder ist die zum ersten Mal in dieser Form formuliert worden?

[3:00] Wir werden jetzt in den nächsten Wochen diese lange Verteidigungsrede von Jesus analysieren, aber bevor wir das tun, müssen wir verstehen, was steckt eigentlich hinter dieser Anklage? Also, wie gesagt, es waren zwei Punkte: der Sabbat und die Frage, ist er Gott? Warum hat man sich so aufgeregt, dass er den Sabbat angeblich gebrochen hat? Was war daran so schlimm? Wir wiederholen ja nur kurz, bevor wir weitergehen. Was wäre so schlimm daran gewesen, wenn er den Sabbat wirklich gebrochen hätte? Er ist Jude gewesen, ja, aber der Sabbat ist nicht nur für die Juden, das ist das Gesetz Gottes. Das heißt, die eine Anklage ist: Jesus hält sich nicht an das Gesetz, richtig? Und die zweite Anklage ist die: Jesus nimmt sich ein Recht heraus oder er nimmt sich eine Position heraus, die ihm nicht zusteht. Er ist nur ein Mensch, er macht sich zu Gott. Jesus hält nicht das Gesetz, sein eigenes Gesetz hält er nicht. Jesus nimmt sich eine Position ein oder nimmt sich eine Position heraus, die höher ist als das, was er verdient hat. Woher kommt die Anklage? Das ist exakt dieselbe Anklage von Satan, die er im Himmel formuliert hat. Gott hält sich nicht an sein Gesetz und Jesus ist auf eine Position gehoben worden, wo er nicht hingehört. Wenn Jesus Gott ist, dann bin ich auch Gott. Das war sein Argument. Die Worte sind natürlich ein bisschen anders, die Situation ist eine andere, aber der Geist Satans ist derselbe. Jesus steht in Johannes 5 jetzt auf der Anklagebank oder sitzt auf der Anklagebank.

[5:00] Wenn wir jetzt die nächsten Verse lesen, es sind viele berühmte Verse dabei, Verse, die wir sonst in der Evangelisation herausgreifen, um den Zustand der Toten zu beweisen oder etwas über die Lehre vom Gericht oder dies oder jenes, müssen wir verstehen, dass Jesus diese Sätze, die er jetzt sagen wird, so formuliert, als ob es die Antwort auf die Anklage Satans ist. Das heißt, Johannes 5 ist in gewisser Weise die Antwort von Jesus im großen Kampf. So müssen wir das mitdenken. Also fangen wir mal an und schauen uns jetzt diese Rede von Jesus an.

[5:35] Johannes 5, Vers 19. Wir waren bis Vers 18 gekommen. Also die Rede ist ja sehr lang, das werden wir jetzt in drei Folgen abarbeiten. Fangen wir mit dem Vers 19 an. Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht. Denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.

[6:00] Also fangen wir mal an damit. Warum sagt Jesus wahrlich, wahrlich? Was steckt hinter diesem wahrlich, wahrlich? Es ist wichtig, hat er das schon mal gesagt? Wo? In Johannes 3 und zwar dort dreimal. In Johannes 3, Vers 3, in Vers 5 und in Vers 11. Und dann hat er das vor schon mal gesagt in Johannes, Kapitel 1, ein paar Wochen her, dass wir das studiert haben. Johannes 1 und dort Vers 51. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ihr werdet die Engel Gottes auf den Sohn des Menschen herabsteigen und so weiter. Das heißt, wir haben jetzt das fünfte Mal, dass Jesus sagt, wahrlich, wahrlich. Er hat es einmal zu seinen Jüngern gesagt, zu Nathanael, als seine Jünger zusammen kamen und dann dreimal zu Nikodemus. Und der Nikodemus, der war ja hier übrigens mit dabei, der war ein Mitglied des Sanhedrin, der wird sich erinnert haben. Kommen wir gleich noch drauf zu. Was heißt wahrlich, wahrlich nochmal eigentlich wörtlich? Weißt du das? Amen, Amen. Also eine Bestätigung und wenn es doppeltes Amen ist, dann ist es sozusagen doppelt sicher. Wir haben damals gesagt, das kommt von diesem Wort für Fundament, erinnert euch, ein festes Fundament. Jesus sagt, was ich jetzt sage, darauf könnt ihr euch verlassen. Das ist so wichtig, wie ihr müsst von neuem geboren werden. Ja, ganz entscheidender Satz.

[7:27] Ich sage euch, wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht. Das ist ein ganz interessanter Satz und ein Satz, den man leicht missverstehen kann. Was meint ihr, wie könnte man, also welche Optionen hat man, wie man diesen Satz verstehen könnte? Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht, denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. Wohin könnte ein Missverständnis hier bestehen? Oder anders gemacht, wie versteht ihr den Satz?

[8:10] Ja, es klingt so, als könnte er nichts. Also lasst uns mal versuchen zu verstehen, warum er sagt, der Sohn kann nichts von sich selbst aus. Was meint ihr, was ist der Gedanke dahinter oder was will Jesus damit ausdrücken?

[8:36] Ja, also er will ausdrücken, dass er von Gott abhängig ist, absolut. Er will nicht seine eigenen Wünsche und Ziele verwirklichen. Noch ein Gedanke? Okay, Jesus sagt auch, ohne mich könnt ihr nichts tun. Also bedeutet das jetzt, dass genauso hilflos, wie wir ohne Jesus sind, auch Jesus ohne Gott ist?

[9:12] Also schaut mal, der Satz könnte ja auch anders heißen. Er könnte ja auch heißen sowas wie, der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, deswegen tut alles der Vater für ihn. Stellt euch mal vor, Jesus hätte das gesagt. Jesus hätte gesagt, der Sohn kann nichts aus sich selbst tun, deswegen tut alles der Vater für ihn. Das steht aber nicht. Da steht, der Sohn kann nichts aus sich selbst tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht.

[9:52] Das heißt, Jesus sieht etwas. Was sieht er? Er sieht den Vater und die Werke des Vaters. Und nachdem er die Werke des Vaters sieht, was macht er? Tut er sie auch. Das heißt, die Idee ist nicht, dass Jesus nichts tun kann, sondern dass er nichts tun kann, was nicht der Vater auch tut.

[10:24] Schaut mal, interessanterweise in Johannes 7, Vers 28, ich schaue mir ein paar Bibeltexte an. Johannes 7, Vers 28. Moment, den meine ich nicht. Ich meine, ich meine, Johannes 16, Vers 13. Genau, das ist ein ähnlicher Vers. Der zeigt übrigens, dass hier Jesus genau dasselbe vor sich sagt, was er dann auch vom Heiligen Geist sagt.

[11:30] Johannes 16, Vers 13. Also warum steht hier, der Heilige Geist wird nicht aus sich selbst reden? Heißt das, dass er nicht reden kann? Nein, sondern was heißt das?

[12:00] Er bildet eine Einheit mit Gott. Alles, was er sagt, ist quasi abgestimmt mit Gott. Nicht, weil er ohne Gott nicht reden könnte, sondern weil er ohne Gott nicht reden will. Versteht ihr den Unterschied? Er kann nicht aus sich selbst herausreden, weil er Gott ist und Gott ist die Liebe und Liebe ist eine Einheit. Genauso kann Jesus nicht aus sich selbst heraus handeln, in dem Sinne, dass er egoistisch etwas tut, was Gott nicht tut. Nicht, weil er nicht kräftig genug dazu ist, sondern weil er nicht egoistisch ist. Was ihn hindert, ist nicht seine fehlende Kraft, sondern sein fehlender Egoismus.

[12:50] Und damit ist schon der erste Satz, den Jesus sagt, also er nimmt den Angriff und dreht ihn um. Denn der Egoismus kommt von wem? Satan war derjenige, der gesagt hat, ich kann aus mir selbst heraus etwas tun. Ich kann etwas tun, was ich nicht beim Vater gesehen habe. Beim Vater habe ich niemals gesehen, bei Gott dem Vater, dass man das Gesetz Gottes bricht, dass man lügt, dass man betrügt. Er hat etwas getan, was er nie beim Vater gesehen hat. Und Jesus dreht es also um. Man muss es also richtig verstehen, es geht nicht darum, dass Jesus in seiner Göttlichkeit, in seiner Kraft begrenzt ist, sondern er macht deutlich, dass weil er Gott ist, er niemals eigenständig handeln würde.

[13:33] Und das Interessante ist, dass bis heute Christen diesen Satz missverstehen und das als Schwäche auslegen, was in Wirklichkeit seine Göttlichkeit beweist. Seine Göttlichkeit wird nicht bewiesen durch seine Muskeln, sondern dadurch, dass er sich immer unterordnet, dass das Wesen Gott ist. Also sie sagen, du behauptest, dass du Gott bist. Er sagt, ja, ich bin Gott, weil ich nämlich nie aus mir selbst handel. So ist Gott. Gott denkt nicht anders, die Liebe denkt nicht anders ihre, sagt Johannes 1. Korinther 13. Sie bläht sich nicht auf und sie denkt nicht anders ihre. Und weil Gott die Liebe ist, kann Jesus das von sich behaupten. Das, was wir als Schwäche auslegen würden, ist in Wirklichkeit der Beweis seiner Gottheit. Also er beginnt den Beweis seiner Gottheit unter Anklage mit der Tatsache, dass er nie eigenständig handelt, sondern dass alles, was er tut, mit Gott abgestimmt ist.

[14:28] Gib mir mal ein paar Beispiele, wo er mit Gott kooperiert hat. In der Schöpfung vielleicht das klassische Beispiel, wo noch. Bei der Versuchung in der Wüste hat er mit Gott kooperiert. Ganz einfaches Beispiel. Gerade eben, als er den Mann geheilt hat, war Kooperation mit Gott. Was er tut, ist mit Gott sozusagen verbunden.

[15:19] Jetzt schaut mal, man könnte vielleicht eine Idee hier anfügen. Erinnert euch an das Heiligtum. Was hatte Gott über das Heiligtum dem Mose gesagt, als das Heiligtum, die Stiftung, aufgebaut werden soll? Macht man ein Heiligtum? Wie sollte das Heiligtum gebaut werden? Schauen wir mal auf 2. Mose. Er sollte etwas sehen.

[15:47] 2. Mose 25 und dort Vers 9. Genauso, wie ich dir das Vorbild der Wohnung und das Vorbild aller ihrer Geräte zeigen werde, so solltet ihr es machen. Also mit anderen Worten, man könnte sagen, Mose konnte nichts aus sich selbst heraus tun. Damit ist nicht gesagt, dass er nicht bauen konnte. Natürlich konnten die bauen, aber er konnte nichts aus sich selbst heraus tun, solange er mit Gott verbunden ist, denn er musste alles so machen, wie Gott es ihm gezeigt hatte. Da geht es also um Einheit und nicht um Unfähigkeit. Und das ist die Idee hinter Johannes 5, Vers 19. Jesus betont die Einheit mit Gott. Er tut dasselbe, weil er gleicher Natur ist.

[16:36] Also gehen wir zurück zu Johannes 5 und schauen mal weiter. Er sagt ja dann am Ende von Vers 19: Denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn und zwar auf dieselbe Art und Weise, weil sie beide Gott sind. Er hat ja in Vers 17 gesagt: Mein Vater wirkt bis jetzt und ich wirke auch.

[16:56] Jetzt schaut man Johannes 5, Vers 20. Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut, und er wird ihm noch größere Werke zeigen als diese, sodass ihr euch verwundern werdet.

[17:15] Jetzt, was bedeutet das, wenn es heißt, denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles? Was wollte Jesus jetzt damit ausdrücken? Vers 19 haben wir jetzt verstanden. Was will uns Vers 20 sagen?

[17:27] Ja, es ist grenzenlos und es ist die Liebe, die sie verbindet. Übrigens ist es hier, ihr wisst wahrscheinlich, im Griechischen gibt es Agape-Liebe und es gibt Phileo-Liebe. Und hier ist es übrigens nicht Agape-Liebe, sondern einfach diese brüderlich warme freundschaftliche Phileo-Liebe, die so ein bisschen mehr emotional ist als verstandesmäßig. Johannes, es gibt auch andere Stellen, wo es heißt, Gott liebt Jesus mit Agape-Liebe, nicht wahr, aus Prinzip und überhaupt. Aber sie haben auch ein ganz freundschaftliches, emotionales Verhältnis, das wird hier deutlich.

[18:06] Was soll das noch ausdrücken? Jesus, Gott der Vater, liebt den Sohn und hat ihm alles gezeigt oder zeigt ihm alles. Sie haben keine Geheimnisse voneinander. Gibt es noch anderen Vers in Johannes, wo das auch deutlich wird, dass Jesus alles über den Vater weiß? Das ist ja auch ein Punkt, nicht wahr, über die Gottheit. Der erste Beweis für seine Gottheit ist seine Unterordnung. Der zweite ist seine Allwissenheit. Er sagt, ich weiß alles. Welche Beispiele in Johannes Wissen haben wir, dass Jesus alles weiß? Johannes 17? Ja, in welcher Hinsicht?

[19:00] Bist du mal kurz vor. Ja, auch dieses Gedanke der Ewigkeit. Noch Ideen, wo im Johannes-Evangelium deutlich wird, dass Jesus alles wusste und alles weiß.

[19:28] Okay, zu dem Vers kommen wir gleich. Ich parke den Vers, der ist ein wichtiger Gedanke. Aber diese Idee, dass Jesus alles weiß, haben wir doch in Johannes ganz oft gesehen, oder? Mit dem Mann Bethesda, von dem, dass er gesündigt hat. Mit Philippus und Nathanael und Simon, Sohn des Jona, du wirst Käfer heißen und Nikodemus. Jesus hat in einer Geschichte, in der anderen, bewiesen, dass er alles weiß.

[20:02] Johannes 1, Vers 18 sagt, der im Schoß des Vaters war, hat ihn bekannt gemacht. Jetzt kommen wir zu Johannes 3, Vers 35. Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. Das ist ein interessanter Vers, oder? Warum sagt es, dass der Vater alles in seine Hand gegeben hat? Also, wenn ich sage, ich gebe dir zehn Euro, was bedeutet das? Ein Geschenk. Du hast vorher diese zehn Euro nicht gehabt, oder? Ich gebe sie dir jetzt. Aber wenn es heißt, dass Gott, der Vater, alles Jesus gibt, heißt das, dass er es vorher nicht gehabt hat? Wir kommen später in Johannes 5 nochmal drauf. Das ist ein ganz interessanter Gedanke. Es heißt hier, Gott, der Vater, gibt alles Jesus. Das sieht ja so aus, als ob Jesus erst nichts hatte. Er stand einfach leer da und Gott, der Vater, hatte alles und jetzt hat er alles, was er hat, hat er Jesus gegeben. So denken die meisten. Aber hatte Jesus vorher nichts?

[21:14] Okay, also gib mir mal ein Beispiel von dem, was Gott, der Vater, dem Jesus gegeben hat.

[21:25] Also genau, er hat das Erlösungswerk gegeben. Was hat er ihm gegeben? Er hat ihm die Menschen gegeben, oder? Die Erde, all das gegeben. Wer hat die Erde geschaffen? Wer erhält sie? Wer hat die Menschen geschaffen? Wer erhält sie? Das heißt, dieses Wort geben an dieser Stelle kann nicht bedeuten, er hat es vorher nicht gehabt. Sondern was bedeutet es?

[22:07] Heute ist es sehr philosophisch, ich weiß. Aber es ist wichtig, wichtig, wichtig, wichtig. Ihr werdet jetzt sehen, warum es so wichtig ist. Wenn Jesus schon der Schöpfer der Welt ist und der Schöpfer der Menschheit und die Welt erkauft hat und die Welt erlöst hat, warum sagt es dann, Gott, der Vater, hat es ihm gegeben?

[22:40] Was bedeutet dieses Wort geben?

[22:42] Du hast die Macht, darüber zu entscheiden. Er hat sozusagen das Privileg, das Vorrecht, die Autorität darüber. Gott überlässt es ihm sozusagen. Er erlaubt es ihm. Es ist ihm gegeben, nicht im Sinn, dass er es vorher nicht gehabt hat, sondern dass er alles besitzen darf sozusagen. Haltet das mal im Hinterkopf, wenn wir nachher in Johannes 15, im anderen Vers kommen. Dieses Wort geben bedeutet in der Bibel oft mehr, als wir im Deutschen das so verwenden.

[23:36] Ja, Verantwortung auch, genau. Nochmal zurück zu Johannes 3, Vers 35. Der Vater liebt den Sohn, hat alles in seine Hand gegeben. Wir haben damals, als wir den Vers studiert haben, vor einigen Wochen, haben wir eine interessante Parallele damals festgestellt. Könnt ihr euch daran erinnern, die ihr da wart?

[23:52] Das auch, aber eine in Johannes 3 selbst. In Johannes 3 selbst haben wir eine interessante Parallele gesehen. Nicht nur liebt Gott den Sohn und gibt die Welt in die Hand des Sohnes, sondern Gott liebt auch die Welt und hat seinen Sohn gegeben. Johannes 3, Vers 16 sagt: Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen Sohn gegeben hat, was ja da auch nicht bedeutet, dass der Sohn vorher für die Welt nicht da gewesen ist. Die Welt ist ja schon geschaffen worden, aber da ist sozusagen eine besondere Verantwortung übergeben worden. Und genauso, so wie Gott die Welt liebt und seinen Sohn gegeben hat, so hat er auch seinen Sohn geliebt und hat ihm die Welt gegeben. Er hat sozusagen Sohn und Welt miteinander verheiratet. Er hat sie einander zugeführt, sozusagen. Aber da können wir noch mehr dazu sagen.

[24:59] Gehen wir zurück zu Johannes 5. Nicht nur hat er ihm alles gegeben, er zeigt ihm auch alles. Lesen wir in Vers 20: Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles. Übrigens, kennt ihr Personen in der Bibel, die besonders viel von Gott gesehen haben, außer mal Jesus, die eine besondere Weise Offenbarung von Gott bekommen haben, wo irgendwo das Wort Liebe auch eine Rolle spielt? Was heißt hier, Jesus war geliebt, deswegen hat er alles gesehen. Gibt es andere Personen in der Bibel, die etwas von Gott gesehen haben und die in irgendeiner Weise mit dem Wort Liebe bezeichnet werden? Daniel, Daniel wird genannt, du bist ein viel Geliebter, aber es war alles nicht von Gott gesehen. Und der andere Daniel und im Neuen Testament? Johannes, war der Jünger, den Jesus liebte und er sieht dann die ganzen Offenbarungen Gottes.

[26:05] Also das sind interessante Beispiele dafür, wie die Liebe, die Gott zu uns hat, auch etwas mit der Erkenntnis zu tun hat, was Gott uns offenbart. Liebe und Offenbarung hängen ganz eng zusammen. Übrigens, wenn ihr jetzt das mal zusammenfasst bis hierhin: Gott liebt Jesus, deswegen zeigt er ihm alles. Was macht Jesus deswegen? Er imitiert die Werke Gottes. Wenn Gott uns liebt, was tut er dann? Er zeigt uns etwas, er zeigt uns seine Lehre, die Prophetie, er offenbart seinen Charakter mit der Erwartung, dass wir seine Werke imitieren. Da sieht man den Charakter Gottes, die Liebe, die Lehre und den Gehorsam, wie sie zusammenhängen.

[26:51] Es gibt ja Leute, die sagen, oh ich möchte gar nicht viel von Gott wissen, weil je mehr ich von Gott weiß, desto mehr muss ich gehorsam sein. Hast du mal die Idee gehört? Und wenn Jesus das gesagt hätte, dann wäre er der am meisten gehasste Mensch gewesen von Gott, weil er hat alles gewusst. Aber Jesus sagt nicht, das ist deswegen, weil Gott mich besonders prüfen möchte. Er sagt, das ist deswegen, weil Gott mich besonders liebt. Viel Offenbarung ist also nicht primär ein Hindernis, das es mir besonders schwer macht, sondern viel zu wissen von Gott ist ein besonderes Zeichen seiner Liebe. Wenn ihr da mal nachdenkt, dann ist die letzte Gemeinde nicht einfach nur die, die halt viel weiß, sondern die, für die Gott auch eine besondere Liebe empfindet. Deswegen hat er hier so viel offenbart und deswegen ist sie auch gerufen, besonders gehorsam zu sein. Offenbarung 14 Vers 12. Das wäre noch mal ein anderes Thema für sich, aber wir gehen weiter.

[27:52] Übrigens in Johannes 5 Vers 20, da ist das sogar richtig betont. Er sagt hier: Und er wird ihm noch größere Werke zeigen als diese, sodass ihr euch verwundern werdet. Und da spielt es natürlich jetzt auf den nächsten Vers an, und zwar Vers 21.

[28:05] Johannes 5 Vers 21. Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. Warum sagt Jesus vorher, wenn das passiert, ihr werdet euch verwundern? Er schaut auf seine Ankläger dort im Sanhedrin und sagt: Ich erzähle euch jetzt was, ihr werdet euch wundern. Die Toten werden auferstehen. Warum sagt er das? Einige von denen, die Sadduzäer, haben gedacht, es gibt gar keine Totenauferstehung. Die anderen waren die Pharisäer, die wussten, dass es Totenauferstehung gibt, aber einige von denen glaubten nicht mal an Totenauferstehung.

[28:44] Jetzt schaut man mit mir in 5. Mose 32. Jesus beweist ja hier seine Göttlichkeit. Der erste Punkt war wie gesagt, seine totale Unterordnung unter Gott, den Vater, was Teil seiner Liebe ist, die Einheit Gottes. Der zweite Punkt, seine Allwissenheit.

[29:05] 5. Mose 32, jetzt Vers 39. 5. Mose 32, Vers 39. Seht nun, dass ich, ich allein bin und kein Gott neben mir ist. Ich bin es, der tötet und lebendig macht. Ich zerschlage und ich heile, und niemand kann aus meiner Hand erretten. Das heißt, die Bibel sagt uns, ein Kennzeichen der Gottheit Jesu ist nicht nur seine Einheit in der Liebe und Unterordnung, nicht nur seine Allwissenheit, sondern seine Fähigkeit Leben zu geben. Das ist ja der Grund, warum Gott dann am Ende, ihr wisst es, bei den tausend Jahren, den Satan auf der Erde lässt, um zu zeigen, er kann kein Leben geben. Und Jesus sagt: Schaut mal, der Vater gibt Leben, er kann Tote auferwecken und ich werde das auch tun.

[30:16] Schaut mal mit mir in 2. König 5, jetzt können wir überspringen, das brauchen wir nicht. Also dieses Zeichen wird öfter genannt. Ihr kennt die Geschichte von Elisa, der den Naaman heilt, aber bevor der Naaman zu Elisa kommt, kommt er zu wem? Zum König. Was sagt der König, als er den Brief liest? Bin ich denn Gott, dass ich heilen könnte, dass ich Leben geben könnte? Das war selbst dem ungläubigen König klar, dass Gott alleine Leben geben kann.

[30:51] Jetzt, wenn Jesus sagt, dass er Tote auferwecken kann und dass er Toten das Leben geben kann, was hat er damit gemeint? Er ist der Schöpfer. Also es gibt ja zwei Möglichkeiten, dieses Leben zu geben, zu interpretieren. Die eine wäre buchstäblich, dass tatsächlich physisch Tote auferstehen und das hat Jesus getan, oder? Was wäre die zweite Option? Du könntest da noch eine zweite Bedeutungsebene dazugeben.

[31:22] Ich bin Gott, ja. Das ewige Leben gibt er, genau, ja.

[31:35] Schaut mal mit mir in Epheser 2 und dort Vers 1. Den kennt ihr bestimmt. Da spricht der Paulus zu den Ephesern und sagt zu ihnen: Auch euch, die ihr was wart, die ihr tot wart, genau, und dann aufgeweckt seid, logisch, aber die ihr tot wart durch Übertretung und Sünden. Das heißt, dieses Leben geben hat einmal eine buchstäbliche Funktion. Jesus ist Gott, weil er Tote auferwecken wird und Jesus ist auch Gott, weil er Menschen, wie du richtig gesagt hast, ewiges Leben geben kann, weil er Sünden vergeben kann.

[32:44] Übrigens in Johannes 5 ist beides angedeutet, obwohl noch nicht so explizit. Der Mann war ja nicht tot, aber er war halb tot. Er hat 98 Jahre gelitten. Es war schon eine Vorschattung dessen, was Jesus später tun würde, wenn er Tote auferweckt, aber er hat auch dem Mann nicht nur gesagt, steh auf und geh, sondern auch, was hat er zu ihm gesagt? Ja, genau, er hebt die Matte auf, aber was hat er dann später im Tempel zu ihm gesagt? Sündige hinfort nicht mehr. Da gab es auch die Verbindung zwischen der buchstäblichen Heilung und der geistlichen Heilung. Also Jesus gibt hier einen Hinweis, warum er später auch Sünden vergeben kann.

[33:20] Schauen wir mal in Johannes 5 zurück. Johannes 5 und dort Vers 22. Und jetzt wird es richtig interessant. Jesus dreht den Spieß völlig um. Er sagt: Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben.

[33:50] Warum hat Jesus das an dieser Stelle gesagt? Versucht euch mal in die Lage hineinzuversetzen. Warum sagt Jesus just in dieser Situation, alles Gericht hat der Vater dem Sohn übergeben? Gibt ja immer einen Grund, warum Jesus was sagt, oder? Er sagt die Sachen ja nicht einfach so, damit irgendwann mal Leute Bibelfälsche auswendig sagen können.

[34:17] Was war der Grund, warum er das jetzt in der Situation sagt?

[34:22] Genau und warum sagt er denen, dass sie irgendwann gerichtet werden?

[34:37] Er dreht so um, er sagt, ihr richtet jetzt mich, aber wisst, ich werde euch richten. Sehr simpel. Ihr richtet mich, weil ich einen Menschen am Sabbat heile und weil ich sage, dass ich Gott bin, aber wisst, ich werde euch richten.

[34:55] Und jetzt gibt es da einige interessante Dinge, die wir beachten wollen. Gibt es irgendwas an dem Vers, das euch auffällt, was ein bisschen merkwürdig ist oder vielleicht nicht ganz gewöhnlich von der Formulierung her? Gibt es irgendwas in dem Vers, wo ihr sagt, so habe ich das noch nicht gelesen, was euch auffällt?

[35:25] Wir benutzen den Vers ja meistens, um zu sagen, wenn wir über 1844 predigen, nicht wahr, Jesus ist der Mittler, nicht wahr, und dann kommt die Überraschung und er ist auch Richter. Und dann sagen wir, halleluja, preis den Herrn. Wunderbar, gute Nachricht. Jesus ist nicht nur Fürsprecher, er ist auch der Richter. Aber es gibt etwas, was mir aufgefallen ist in dem Vers. Schaut mal in Vers 22: Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben. Ist euch das aufgefallen? Alles Gericht? Wie viele Gerichte gibt es denn? Weil alles ist ja so wie so eine Sammlung, so kollektiv, oder? Meistens bei Gericht denken wir immer nur 1844, das Gericht. Aber hier steht alles Gericht. Was gehört denn alles zu diesem Alles Gericht?

[36:17] Also die Idee ist, mit anderen Worten, egal was es für ein Gericht gibt, es führt immer Jesus aus. Welche Arten von Gericht gibt es denn? Also Untersuchungsgericht, okay, 1844. Was gibt es denn noch für Varianten vom Gericht? Okay, ja, also das wäre dann die Ausführung, ja, die Vollstreckung, also Plagen und Wiederkunft, das ergibt sich ja dann daraus, okay. Die Wiederkunft macht auch Jesus, oder? Jesus kommt wieder. Okay, was noch?

[36:54] Genau, also zwischendurch noch, dann haben wir das Millennium, oder? Wer richtet im Millennium? Wem wird das Gericht übergeben? Den Menschen und sie werden regieren mit, was sagt Offenbarung 20 Vers 4, sie werden regieren mit? Mit Jesus, genau, Jesus. Also es ist Jesus, der den Gläubigen dann erklärt, was mit den Leuten passiert ist. Okay, wo findet das her? Gibt es ein Gericht schon zu der Zeit? Gericht, Gericht, Gericht, jetzt ergeht ein Gericht, sagt Jesus, über wen? Über Satan. Und wann war das Gericht über den Satan? Am Kreuz. Wer hat denn das Gericht über den Satan vollstreckt? Jesus am Kreuz. Das heißt, wenn hier steht, alles Gericht ist ihm übergeben, ist das nicht nur ausschließlich ein Hinweis auf 1844, sondern es sagt, wann immer Gott irgendwo, irgendwann Gericht hält, ist wer das Gericht hält? Jesus. Das heißt, alle Gerichte im Alten Testament, jeder babylonische Feldzug, das war Jesus. Sintflut kam von Jesus. Alles Gericht ist ihm übergeben und das hat natürlich bis in die letzte Konten, bis nachher die Auslöschung der Sünde nach den tausend Jahren, das wird wieder Jesus sein, der dort gekrönt wird. Alles Gericht ist ihm übergeben. Das heißt, es ist ein weiterer Grund, warum er Gott ist. Er ist der Richter in jedem einzelnen Fall.

[38:53] Und hier ist wieder diese Idee, alles ist ihm übergeben. Das bedeutet wiederum nicht, dass er es nie behauptet hat, sondern wie mit der Welt. Es ist ihm die Autorität, es zu tun. Der Vater überlässt ihm das. Die Idee ist also mehr, der Vater könnte es auch tun, Jesus kann es tun, der Vater könnte es tun, aber der Vater sagt nur noch du.

[39:11] Gehen wir weiter. Johannes 5, Vers 23. Dort heißt es: Damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Das ist interessant. Also wir haben Vers 22 gelesen, Jesus ist alles Gericht übergeben worden, oder? Und dann der nächste Teilsatz sagt, warum? Was ist der Grund? Damit alle ihn ehren, wie sie den Vater ehren. Also das heißt, wir haben hier eine Verbindung zwischen Gericht und Gottes Ehre.

[40:02] Wo in aller Welt finden wir eine Verbindung in der Bibel zwischen dem Gericht Gottes und der Ehre Gottes? Dreifache Engelsbotschaft. Und übrigens, wer soll Gott hier ehren? Wer in Vers 23? Alle! Und wie ist es in der Dreifache Engelsbotschaft? Wenn das Evangelium ausgeht, fürchtet Gott und gibt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. An wen geht das? An alle Nationen, alle Völker und alle Stämme und alle Sprachen. Das heißt, die Dreifache Engelsbotschaft bezieht sich auf diese Aussage von Jesus. Anders ausgedrückt, er bezieht sich hier auf das ewige Evangelium. Es ist eine Aussage als Antwort auf die Anklage im großen Kampf. Schlussfolgerung: Dreifache Engelsbotschaft ist eine Aussage als Antwort auf die Anklage des großen Kampfes. Das Gericht hat etwas mit der Ehre Gottes zu tun.

[40:58] Jetzt gehen wir weiter. Damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren, Vers 23 weiter. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Das ist ein interessanter Satz, eigentlich gar nicht so schwer zu verstehen. Was bedeutet das praktisch? Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Was bedeutet das praktisch?

[41:25] Ohne Sohn kein Vater, ja. Was bedeutet praktisch auf Deutsch für die Menschen, für uns?

[41:37] Ja. Genau, mit anderen Worten, er sagt seinen Anklägern: Ihr kämpft gerade gegen Gott. Wenn ihr mich nicht ehrt, wenn ihr mich anklagt, klagt ihr auch Gott an, denn ihr klagt mich an, etwas getan zu haben, wozu Gott mich gesandt hat. Und wenn man Jesus anklagt, klagt man auch Gott an. Das heißt, der Luzifer im Himmel, als er gegen Michael gekämpft hat, hat er natürlich gleichzeitig auch gegen Gott gekämpft. Und man kann also sozusagen nicht sagen, ich glaube, ein höchstes Wesen, ich glaube an den Gott, an den Schöpfergott, wenn man nicht den Jesus, wie er auf dieser Erde gelebt hat und gewandelt ist und gesprochen hat, wenn man den nicht annimmt. Das ist sozusagen der Punkt, weil es gibt viele Menschen, die würden schon gerne an einen Gott glauben. Viele Religionen haben ja auch den einen Schöpfergott, den Allah, das oberste Prinzip, den obersten Architekt. Irgendjemand, der da oben die Fäden zusammenhält, aber der ist nicht genauso wie Jesus, nicht wie der Jesus der Bibel, jedenfalls nicht. Aber darum geht es, Jesus.

[42:59] Jetzt gehen wir ein Stück weiter. Johannes 5, Vers 4. Ach, übrigens, wenn es heißt hier, der ihn gesandt hat, dann ist es interessanterweise eine Parallele zu Johannes 4, Vers 34. Können wir kurz lesen.

[43:13] Johannes 4, Vers 34. Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat und sein Werk vollbringt. Das ist etwas, was im Johannes-Evangelium ganz oft auftaucht. Jesus sagt, ich bin gesandt worden.

[43:29] Jetzt Johannes 5, Vers 24. Da kommt es wieder.

[43:36] Johannes 5, Vers 24. Wahrlich, wahrlich. Amen, Amen. Nächste große Aussage. Die erste war: Ich bin Gott, weil ich kann nichts selbst aus mir tun. Wenn du Gott bist, bist du doch allmächtig. Ja, aber ich kann nichts aus mir selbst daraus tun. Ich tue nur das, was der Vater tut. Ich bin Gott, weil ich so demütig bin und ich bin Gott, weil ich allwissend bin. Was immer der Vater mir zeigt und ich kann Leben geben und ich bin der Richter. Das ist, was er zwischen den Zeilen die ganze Zeit sagt. Jetzt kommt die nächste große Aussage.

[44:13] Johannes 5, Vers 24. Wahrlich, wahrlich. Ich sage euch, wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. Das ist ein ganz berühmter und gar nicht so einfach zu verstehen der Vers. Fangen wir mal an mit, wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat. Das ist eine ganz interessante Formulierung. Fällt euch irgendwas auf hier in dieser Formulierung? Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat. Durch Hören glaubt man. Ja, woher wissen wir das? Das stimmt, aber das steht in dem Vers noch nicht mal so drin. Es sind ja erst mal zwei verschiedene Dinge in diesem Vers. Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat. Sind das zwei Bedingungen oder eine Bedingung? Könnt ihr sehen, dass man ohne weiteres theologisches Verständnis das auch als zwei Bedingungen sehen könnte? Also sind es zwei oder eine? Sind es zwei oder eine?

[45:30] Zwei, eine, anderthalb, drei? Okay, stellen wir mal die einfache Frage. Was ist Glaube?

[45:37] Wunderbar, sehr schön. Glaube ist Leben aus jedem Wort. Woher kommt diese Definition? Woher weiß man das? Das stimmt. Ein bisschen genauer. Genau, Matthäus 4 Vers 4. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Und was war der andere Vers? Römer 1 Vers 17. Der Gerechte wird aus seinem Glauben leben.

[46:19] Also Römer 1 Vers 17. Der Gerechte lebt aus Glauben. Matthäus 4 Vers 4. Der Mensch lebt aus dem Wort Gottes. Glaube und Wort Gottes sind letztlich untrennbar. Der Glaube kommt aus dem Wort Gottes, sagt auch Römer 10 Vers 17.

[46:48] Jetzt was ist nach Johannes? Okay, also lassen wir das ganz kurz hier erstmal sacken. Glaube ist Leben aus dem Wort Gottes. Gibt es einen anderen Vers, der uns sagt, welche Bedingungen wir erfüllen müssen, um ewiges Leben zu haben im Johannes Evangelium? Wer den Sohn hat, hat das Leben. Das ist auch Johannes, aber Johannesbrief, 1. Johannesbrief 5, aber auch gut. Wer den Sohn hat, genau. Gibt sogar einen Vers, wo eine Bedingung genannt wird, wo auch das Wort Glaube drin vorkommt. Johannes, Glaube, ewiges Leben.

[47:19] Johannes 3,16, da steht nämlich: Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er einen eingeborenen Sohn gab, auf dass jener, der an ihn glaubt, ewiges Leben hat.

[47:36] Was steht hier? Johannes 5,24. Wahrlich, ich sage euch, wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat. Wie viele Bedingungen gab es in Johannes 3,16? Eine, oder? Was war die Bedingung in Johannes 3,16? Glauben an wen? An Jesus, dass jeder, der an ihn glaubt. Also Johannes 3,16 sagt uns, Johannes 3,16 sagt, jeder, der an Jesus glaubt, hat ewiges Leben, oder? Und jetzt sagt Johannes 5,24, was sagt Jesus? Jeder, der mein Wort, das ist also das Wort Jesu, und was tut? Der, wer ist das? Der Vater. An den Vater glauben, ewiges Leben.

[48:55] So, aber jetzt ist die entscheidende Frage: Glauben ist was? Leben aus jedem Wort. Wenn also in Johannes 3,16, wenn es darum geht, dass an Jesus Glauben zum ewigen Leben wird und in Johannes 5,24 das ewige Leben zwei Ausdrücke hat, nämlich mein Wort, Jesu Wort, und an den Vater glauben, was kann man dann über das Wort des Vaters und das Wort von Jesus sagen? Es muss dasselbe Wort sein, oder? Könnt ihr das sehen? Es muss dasselbe Wort sein, weil ansonsten würde Johannes 3,16 unvollständig sein. Das Wort von Jesus muss das Wort vom Vater sein. Das heißt, wer Jesus hört, der hört den Vater, und in der Hinsicht ist es dann letztlich nur eine Bedingung. Es sind zwar zwei Personen, die sprechen, aber da sie dasselbe sagen, du kannst gar nicht Jesus folgen und nicht dem Vater folgen. Du kannst nicht auf den Vater hören und nicht auf Jesus hören. Das ist unmöglich, weil sie beide dasselbe sagen, und das ist jetzt natürlich enorm wichtig für die Frage, ob Jesus Gott ist oder ob er nur ein geschaffenes Wesen ist, denn für einen Engel gilt das nicht. Das Wort eines Engel und das Wort Gottes sind nicht absolut identisch.

[50:37] Versteht ihr, was ich meine? Man könnte hier nicht einfach einen Engel substituieren und sagen, naja, wer an den Engel glaubt, der wird gerettet.

[50:43] Okay, gehen wir kurz einen Schritt weiter. Johannes 5,24. Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben, jetzt kommt noch so eine interessante Formulierung, und kommt nicht ins Gericht. Ich dachte, alle kommen ins Gericht. Müssen wir alle ins Gericht oder können einige drumherum? Müssen alle ins Gericht? Werden alle gerichtet? Bibelfers? Wo wissen wir, dass alle gerichtet werden? Nennen wir einen, es gibt viele Bibelfers, nennen wir einen, nur dass wir das nicht einfach jetzt aus dem Bauch heraus sagen oder wir gar nicht wissen, ob es stimmt. Ein Bibelfers, der sagt, dass wir alle gerichtet werden.

[51:45] Wenn ihr nicht wisst, wo es steht, aber vielleicht wisst ihr, wie es geht, das würde schon reichen. Du meinst, Zweite Korinther 5, wo es heißt, dass wir alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden müssen, oder Prediger 12, wo es heißt, dass jedes Werk in ein Gericht kommen wird, oder Apostelgeschichte 17,31, dass Gott den ganzen Erdkreis richten wird und einen Tag festgesetzt hat, eine Person bestimmt hat. Also es gibt viele Verse.

[52:08] Was bedeutet das denn hier, wenn es heißt, jemand, der an den Vater glaubt und das Wort Jesu hört, dass er nicht ins Gericht kommt? Was will Jesus damit sagen?

[52:20] Genau, vergleicht das mal mit Johannes 3, und dort Vers 18. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet, wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat. Das heißt, hier geht es nicht um 1844, weil das war zu dem Zeitpunkt noch gar nicht, man konnte nicht durch das Untersuchungsgericht gerichtet sein. Es geht um die Verdammung.

[53:05] Schaut mal in Johannes 3, Vers 36, da wird es jetzt ziemlich deutlich. Johannes 3, Vers 36, wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben, wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. Das heißt, das Wort Gericht an der Stelle ist synonym mit welchem anderen Wort? Zorn Gottes. Und dieser Zorn Gottes, Römer 1, ist das, was sich über die ganze Welt ergießt, weil die Menschen die Wahrheit in Ungerechtigkeit aufhalten und entsprechend undankbar sind und so weiter und so fort. Das ist die Strafe für die Sünde, die Folge der Sünde. Und Jesus sagt, dass das natürlich für einen Gläubigen dann nicht mehr der Fall sein wird.

[53:58] Gehen wir ganz schnell noch weiter und schauen noch in Johannes 5, Vers 24. Da heißt es nämlich, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. Übrigens heißt es im Griechischen, er ist aus dem Tod ins Leben gekommen. Also das ist nicht nur einfach, ich stehe neben dem Tod, ich bin da jetzt gerade in der Nähe, sondern ich bin im Tod drin, aus dem Tod heraus.

[54:32] Woher weiß man eigentlich, frage ich an euch, woher weiß man, dass man vom Tod zum Leben durchgedrungen ist? Woher weiß man das?

[54:42] Okay, wenn man auferstanden ist, am Auferstehungsmorgen, dann weiß man es ganz sicher. Aber kann man es ja schon wissen, ob ich vom Leben? Ja, okay. Woher wusste er das? Achso, ich weiß, dass meine Erlöse lebt, ja. Aber kann ich auch sagen oder kann ich wissen, ob ich vom Tod zum Leben hindurchgedrungen bin?

[55:05] Jetzt werden wir vor allem die symbolische Ebene nehmen, ja. Wir sind tot in unseren Sünden. Ja, 1.Johannes 1, Vers 9 meinst du? Genau, das ist also die Basis, das ist ein Wort, auf das wir uns verlassen können.

[55:36] Es gibt noch einen Vers, der interessant ist in dem Zusammenhang. Schaut mal, 1.Johannes 3 und dort Vers 14. 1.Johannes 3 und dort Vers 14, da steht nämlich genau das, was das Kennzeichen ist. Wir wissen, dass wir aus dem Tod zum Leben gelangt sind. Warum? Ja, nur anders formuliert, denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, bleibt im Tod. Das ist interessant, oder? Warum erwähne ich das? Jesus befindet sich gerade wo? Er wird von seinen Brüdern angeklagt, sie möchten ihn töten und sie spielen sich als Richter auf, aber er sagt, ich bin der Richter und ich bin eigentlich nicht einmal gekommen, um zu richten, das ist nicht mal mein Hauptziel, mein Ziel ist es, dass alle das Leben haben, aber nur wer den Bruder liebt, der ist vom Tod zum Leben durchgedrungen. Das heißt mit anderen Worten, da sie ihn nicht lieben, bleibt der Zorn Gottes auf ihnen und sie kommen wirklich ins Gericht, in dieses Verurteilungsgericht.

[56:55] Zurück zu Johannes 5, gleich sind wir soweit. Johannes 5 und dort Vers 25, noch einmal wahrlich, wahrlich, jetzt schon das siebte Mal im Johannes-Evangelium, wahrlich, wahrlich, ich sage euch, die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden und diese hören werden leben.

[57:18] Frage, wo haben wir schon mal diese Aussage gehört, die Stunde kommt und ist schon da, die Stunde kommt, Zukunft und ist schon da, Gegenwart. Wo haben wir das schon mal gelesen?

[57:42] Noch nicht allzu lange her, ein bisschen später, nicht Nikodemus, nicht Johannes, bei der Samariterin, Johannes 4, Vers 23, als es um die Frage ging, wo sollen wir anbeten, Bergarizim, Berg Zion, da sagt Jesus im Vers 23: Aber die Stunde kommt und ist schon da, da geht es um die wahre Anbetung. Also seht, Jesus verwendet immer wieder auch ähnliche Formulierungen, um die Dinge miteinander zu verknüpfen.

[58:12] Warum ist die Auferstehung der Toten so wichtig? Warum erwähnt er es hier noch mal, die Stunde kommt, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden und diese hören werden leben?

[58:28] Ja, also das ist auf der rein physischen Ebene der Beweis seiner Gottheit, dass er Leben geben kann und es ist auch der Beweis, dass er wirklich Sünden vergeben kann, dieses Element.

[58:53] In Johannes 5, Vers 24 haben wir, wer an das Wort Gottes glaubt, wer das Wort Jesu hört, ja, also wenn ich das Wort Jesus höre als Mensch, dann habe ich Leben. Wenn ich das Wort Gottes als Toter höre, dann habe ich Leben. So wie ein physisch Toter, egal ob er gläubig oder ungläubig ist, ein physisch Toter, wenn er das Wort Gottes hört, wird er physisch lebendig. Das kommt später deutlich, es gibt Auferstehung der Gerechten, Auferstehung der Ungerechten. Aber ein physisch Toter wird immer lebendig, wenn er das physische Wort Gottes hört und ein geistlich Toter wird immer geistlich lebendig, wenn er dasselbe Wort Jesu hört. Das ist sozusagen die Idee.

[59:43] Genauso sicher wie die Toten auferstehen, wenn Jesus sie ruft, genauso sicher rät er uns aus den Sünden. Das ist deswegen interessant, weil wir oft als Adventgemeinde vielleicht völlig selbstverständlich davon ausgehen, dass Jesus die Toten auferstehen kann, aber uns manchmal nicht so sicher sind, ob er uns unsere Sünden vergeben kann. Aber die beiden Dinge hier in der Rede von Jesus werden direkt nebeneinander gelegt. Er sagt: Schaut, wer mein Wort hört, der ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. Er kommt nicht ins Gericht, er wird nicht verurteilt. Er hat das ewige Leben. Und wer physisch tot ist und mein Wort hört, was müssen die physisch Toten tun, wenn Jesus sie ruft?

[1:00:21] Was musste Lazarus tun, als er von Jesus gerufen worden ist? Er musste dann auch kommen. Er musste dann aus dem Grab gehen, aber nicht aus eigener Kraft, sondern aus der Kraft, die bereits dann Gott ihm gegeben hatte. Er musste dann aus dem Grab herausgehen. Genauso ist das mit uns auch. Es ist das Wort Jesu, das uns lebendig macht, aber wir müssen dann auch kommen. Wir müssen dann auch die Kraft in Anspruch nehmen. Wir müssen auch aus dem Grab, dem geistlichen Grab herausgehen.

[1:01:02] Und deswegen sagt er, die Stunde ist jetzt schon da. Während ich hier stehe, könnten die Toten aufstehen. Und denkt mal daran, einer hat all diese Ideen schon gehört. Das war nämlich wer? Wer von all den, die ihm zuhören, hat diese Ideen schon alle gehört? Nikodemus hatte schon mal gehört, dass wer an den Sohn glaubt, wird ewiges Leben haben. Er wird nicht verloren, geht nicht wahr. Wer zum Licht kommt und so weiter. All die Ideen hatten Johannes 3, hat er schon mal gehört. Auch nur mit malig, malig, malig. Also Jesus predigt wahrscheinlich mit einem Auge immer auf Nikodemus.

[1:01:32] Letzter Vers, Johannes 5, Vers 26. Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn verliehen, das Leben in sich selbst zu haben. Hat jemand von euch noch eine andere Übersetzung von dem Vers?

[1:02:03] Gegeben. Es hat ihn gegeben. Jetzt das ist vielleicht der Standardvers von Menschen, die sagen, Jesus ist nicht Gott, weil er hat das Leben nicht selbst, sondern Gott hat ihm das Leben gegeben. Steht doch da, oder?

[1:02:23] Genau, also halten wir erst mal fest, warum sagt Jesus das? Er sagt diesen Vers in einer Rede. Worum geht es bei der Rede? Bei der Gesamtrede geht es worum? Was war die Anklage nochmal? Am Anfang das besprochen, was war die Anklage? Er bricht das Gesetz und er macht sich zu Gott. Also wenn Jesus mit diesem Vers sagen wollte, ich bin nicht ganz Gott, dann hat er die Anklage unterstützt. Das ist Punkt Nummer 1. Wenn man den Vers benutzt, um zu sagen, Jesus ist nicht wirklich Gott, dann stellt man sich auf die Seite des Satans, obwohl man einen Bibelfers zitiert.

[1:03:08] Zweitens haben wir vorhin schon gesehen, dieses Wort geben im griechischen Didomi ist ein sehr breites Wort. Wir haben gesehen, der Vater hat dem Sohn alles übergeben, aber wir wissen auch, dass der Sohn schon alles erschaffen hat und alles am Leben hält. Das heißt, wenn es heißt, der Vater hat dem Sohn alles gegeben, heißt das nicht, dass der Sohn das vorher nicht gehabt hat. Seht ihr? Wir haben gesehen, der Sohn hatte schon alles, weil er alles geschaffen hat und alles am Leben hält und trotzdem kann die Bibel sagen, Gott hat ihm alles gegeben. Die Tatsache, dass Gott ihm die Welt gegeben hat, bedeutet nicht, dass er die Welt vorher nicht gehabt hat. Klingt ein bisschen philosophisch, ich weiß. Das ist, was die Bibel sagt. Wenn also die Bibel sagt, dass Gott ihm gegeben oder verliehen hat, ewiges Leben zu haben, bedeutet das nicht automatisch, dass er vorher kein ewiges Leben gehabt hat. Ansonsten würde es auch bedeuten, müssen wir auch sagen, dass am Anfang Jesus von der Welt nichts gehabt hat und das wäre ein direkter Widerspruch.

[1:04:16] Also fangen wir ganz kurz mal an zu überlegen, welche Bibelstellen sagen uns, dass Jesus ewig ist und Gott ist mal, bevor wir die noch ganz kurz anschauen. Kennt ihr die Bibelstellen, die explizit sagen, Gott ist, Jesus ist ewig, er ist Gott? Ihr müsst nicht wissen, wo es steht, Hauptsache ihr wisst ungefähr, wie es geht.

[1:04:41] Ja, das ist das Bild Gottes, das heißt auch, ihr könnt euch mitschreiben, berühmte Stellen, Johannes 1, Vers 1: Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Hebräer 1, Vers 8: Von dem Sohn spricht Gott: Dein Thron, o Gott, wird von Ewigkeit zu Ewigkeit.

[1:05:13] Und dann gibt es eine interessante Stelle und die solltet ihr wirklich, übrigens, als der Samariterin begegnet, da sagt er: Ich gebe dir von dem Wasser des Lebens, ja, bei ihm ist dieser Brunnen des Lebens.

[1:05:29] Jetzt schaut mal erst Johannes 1, Vers 2, das bin ich jetzt gerade drüber gestolpert, den habe ich vorher noch nie so richtig mir da angeschaut. Erst Johannes 1, Vers 2, der ist total toll, also die anderen sind ja schon so offensichtlich, dass man es gar nicht missverstehen kann, aber der, der tut so richtig einen Haken dahinter. Erst Johannes 1, Vers 2, schaut mal, und das Leben ist erschienen. Wer ist das Leben? Hier, Jesus, richtig? Und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben, jetzt achtet auf den nächsten Satz, das bei dem Vater war, also bevor Jesus auf der Welt war, wie hieß er? Das ewige Leben. Wenn Jesus schon vor seiner Menschwerdung das ewige Leben war, dann muss er per Definition was sein? Ewig. Wenn er einen Anfang gehabt hätte, hätte man ihn nicht vor seiner Menschwerdung das ewige Leben genannt. Er war das ewige Leben schon seit der Zeit, wo er beim Vater war. Er war das ewige Leben.

[1:06:58] Jetzt, warum heißt es also, dass der Vater ihm verliehen hat, ewiges Leben in sich zu haben? Schaut mit mir zurück zu Johannes 5, Vers 26, denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat. Jetzt schaut mal, wir müssen den Vers genau lesen, dort steht nicht, der Vater hat das Leben in sich selbst und er hat auch dem Sohn das Leben gegeben. Da steht nichts, sondern steht: Denn wie, was heißt das, denn wie, was bedeutet wie? Das ist ein Vergleich, wie, so. Wie der Vater Leben in sich selbst hat, wie hat denn der Vater Leben in sich selbst? Er hat, er sagt, ich bin, er sagt nicht, ich wurde, hat mir gegeben, er sagt, ich bin und so wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat auch der Sohn Leben in sich selbst. Der Punkt hier ist erstmal nicht das Wort geben, der Punkt ist, dass er genauso wie der Vater Leben in sich selbst hat und das Wort geben, wie ich vorhin gesagt habe, hat ein sehr breites Übersetzungsspektrum. Es könnte genauso gut übersetzt werden mit, er hat es ihm gelassen, er hat ihn gelassen, dass er ewiges Leben hat. Er hat dann nicht eingegriffen und ihn quasi reduziert oder so, er hat es ihm erlaubt oder wie auch immer. Er hat quasi diese Koexistenz geduldet oder wie auch immer.

[1:08:23] Jesus macht hier also einige der deutlichsten Aussagen über seine Gottheit. Ellenweit sagt, er hat an dieser Stelle, sagt sie wörtlich, er hat an dieser Stelle den Mantel der Sünde und Scham beiseite geworfen und er wuchs über die Menschheit hinaus, sagt sie und die haben mit offenen Mündern da gestanden, als er diese Sachen gesagt hat. Er hat explizit, eindeutig bewiesen, dass er Gott ist und zwar in allen den verschiedenen Aspekten, die Gott ausmachen.

[1:08:57] Das nächste Mal werden wir dann weitergehen und schauen, wie diese Rede weitergeht, aber wir können hier nach diesem Studium sicher sagen, Jesus ist wahrer Gott und weil er das ist, können wir uns ihm ganz abvertrauen. Er, der die Toten auferweckt mit seinem Wort, weckt auch die geistlich Toten auf mit demselben Wort und wenn wir uns gerade geistlich tot wähnen, dann müssen wir nichts tun, als sein Wort zu hören und zu glauben und dann werden wir vom Tod zum Leben hindurchdringen und dann werden wir, das werden wir merken, dass wir plötzlich Liebe für andere Menschen haben, so wie Jesus Liebe zu uns hat. Und noch gemeinsam beten? Lassen wir uns dazu niederknien.

[1:09:45] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für das Studium dieser Verse und wir danken dir, dass wir sehen können, dass die Bibel uns ein klares und deutliches und offensichtliches Bild zeigt, wer Jesus wirklich ist. Wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass genauso sicher wie Tote auferstehen, auch geistlich Tote gerettet werden können, dass dein Wort so eine gewaltige und überwältigende Kraft hat. Wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, in unserem Alltag aus dieser Kraft zu leben und Tag für Tag an deine Hand zu gehen. Bitte hilf uns dabei. Amen.

[1:10:39] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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