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In dieser Predigt aus der Serie „Der Ersehnte“ untersucht Christopher Kramp die verschiedenen Zeugnisse, die Jesus für seine Identität anführt. Er beleuchtet die Rolle von Johannes dem Täufer, die Bedeutung von Jesu eigenen Werken und die Zeugnisse des Vaters. Dabei wird deutlich, dass Jesus nicht auf menschliche Bestätigung angewiesen ist, sondern dass seine Werke und die göttlichen Zeugnisse für sich sprechen. Die Predigt betont die Wichtigkeit, das Evangelium als Kernbotschaft zu erkennen und die prophetische Botschaft als Dringlichkeit für die Annahme Jesu zu verstehen.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[5:00] Zeugen, die bestätigen, dass das, was Jesus sagt, richtig ist und das, was er tut, dass man das so tun muss. Gehen wir weiter in Johannes 5. Schauen wir also an, was er an Zeugen anführt. Er sagt, wenn ich nur mich selbst als Zeuge habe, das wäre nicht wahr. Das heißt eigentlich, dass das Wort glaubwürdig im Original ist. Das heißt wahr, es wäre nicht wahr.

[5:30] Johannes 5, Vers 32 und 33. Er sagt, ein anderer ist es, der von mir Zeugnis ablegt und ich weiß, dass das Zeugnis glaubwürdig ist, das er von mir bezeugt hat. Mal bis dahin. Das ist ein bisschen nebulös erstmal. Er sagt, ich lege nicht selbst von mir Zeugnis ab, ein anderer legt Zeugnis von mir ab und sein Zeugnis ist wahr. Wer ist dieser andere, von dem er hier spricht? Wer ist dieser andere? Johannes der Täufer wäre eine Möglichkeit, oder? Gibt es noch eine andere Möglichkeit? Gott selbst.

[6:03] Dieser Vers ist auf zwei Weisen interpretiert worden. Einige sagen, es ist Johannes der Täufer, weil Johannes der Täufer hat Zeugnis abgelegt. Andere sagen, es ist Gott. Was würdet ihr sagen? Meint er Johannes den Täufer oder Gott? Also beide haben Zeugnis abgelegt, aber wen von den beiden meint er hier?

[6:24] Okay, ja, man könnte auch sagen, das ist jetzt die Erklärung. Er hat gesagt, er ist ein anderer und jetzt spezifiziert er das noch genau. Aber ich weiß schon ungefähr, was zu sagen. Weiter unten wird dann deutlich, dass er Gott meint, aber es gibt einen Hinweis schon in Vers 33. Schaut mal, Vers 32. Ein anderer ist es, der von mir Zeugnis ablegt. Welche Zeitform ist das? Präsens. Vers 33. Ihr habt Johannes gesandt und er hat der Wahrheit Zeugnis gegeben. Vergangenheit.

[7:18] Vers 35. Jener war die brennende und scheinende Leuchte, in ihr aber wolltet ihr euch nur eine Stunde an ihrem Schein erfreuen. Und das ist jetzt der Grund, warum wir den Exkurs gemacht haben. Hier in Johannes 5 spricht Jesus plötzlich, wenn man jetzt nur Johannes liest, fast unvermittelt davon, als ob das Zeugnis von Johannes in der Vergangenheit liegt. Er legt kein Zeugnis mehr ab, weil er sitzt in der Burg und kann nichts mehr sagen. Das heißt, zu diesem Zeitpunkt, wo Jesus jetzt spricht, scheint es so zu sein, mit Vorsicht, aber es scheint so zu sein, dass Johannes sein Zeugnis bereits beendet hat, weil er schon gefangen genommen worden ist. Wie gesagt, man weiß nicht genau, wann das passiert ist, aber höchstwahrscheinlich aufgrund dieser Verse kurz vor Johannes 5. Und demzufolge muss der andere, der immer noch Zeugnis ablegt, Gott sein. Also das dazu.

[8:14] Schauen wir mal in Vers 33. Ihr habt zu Johannes gesandt und er hat der Wahrheit Zeugnis gegeben. Auf welches Ereignis bezieht sich Jesus hier, wenn er sagt, ihr habt zu Johannes gesandt? Gibt es da irgendein Ereignis, das in den Evangelien berichtet wird, auf das sich Jesus hier konkret bezieht? Und wenn ja, welches?

[8:52] Ja, so ähnlich. Sie haben Leute zu ihm geschickt. Schaut mal, weiß jemand noch, wo das stand? Relativ Anfang im Johannesevangelium in Johannes 1 und dort Vers 19. Schaut mal, da werden sogar interessante Worte verwendet. Johannes 1, Vers 19. Und dies ist das Zeugnis, dass Johannes als die Juden von Jerusalem Priester und Leviten sandten, um ihn zu fragen: Wer bist du? Das war damals, als sie ihn gefragt haben: Hey, die ganze Welt rennt dir hinterher, alle lassen sich taufen, wer bist du eigentlich? Und als er dann sagt: Ich bin nicht der Messias, ich bin nicht der Christus, ich bin so und so weiter, dann fragen sie ihn: Warum tust du das dann? Welche Autorität? Und was ist das Zeugnis, das Johannes dann gibt? Was bezeugt er dann? Worin besteht sein Zeugnis? Das ist sehr wichtig, weil Jesus bezieht sich darauf.

[10:00] Ja, er sagt, ich bin die Erfüllung von Jesaja 40, Vers 1 folgenden, die Stimme eines Rufenden in der Wüste, ebnet die Pfade Gottes. Das ist das eine, aber sein Zeugnis, das ist seine Identifikation. Er sagt, das ist die Erfüllung, aber was ist sein Zeugnis, was bezeugt er? Welcher Vers?

[10:20] Ja, genau, also das ist eigentlich quasi, dass er bezeugt, dass es nicht ist, also er distanziert sich quasi von der öffentlichen Meinung, aber das ist nicht sein Zeugnis. Was ist das Zeugnis, das er gibt? Ja, er sagt, ich taufe mit Wasser, aber unter euch steht einer, ihr kennt ihn noch nicht, aber er war, ehe ich gewesen bin. Er bezeugt die Gegenwart des Messias, er bezeugt denjenigen fest. Er sagt, ich bin nicht würdig, ihm den Schuhriemen zu lösen. Dann am nächsten Tag ruft er aus: Siehe das Lamm Gottes.

[10:59] Das heißt, was Jesus sagt, hier ist: Schaut mal, ihr lieben Pharisäer, vor über einem Jahr habt ihr eine offizielle Delegation an den Jordan gesandt und habt Johannes den Täufer gefragt, den bekanntesten Massenprediger, den bekanntesten Propheten, alle kennen Johannes den Täufer und vor tausenden von Menschen hat Johannes der Täufer eurer Delegation gesagt: Unter euch steht der Messias. Also Jesus sagt damit an: Ihr habt davon schon gehört.

[11:32] Schaut man Johannes 1, immer und immer wieder betont das Johannesevangelium diese Funktion von Johannes, Zeugnis zu geben. Schaut man Vers 7, Vers 6 und 7. Es war ein Mensch, Johannes 1, Vers 6 und 7. Es war ein Mensch von Gott gesandt, sein Name war Johannes. Dieser kam zum Zeugnis, um von dem Licht Zeugnis zu geben, damit alle durch ihn glaubten. Nicht er war das Licht, Vers 8, sondern er sollte Zeugnis geben von dem Licht. Schaut man Vers 15. Johannes legte Zeugnis ab von ihm, rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte, der nach mir kommt, ist vor mir gewesen, denn er war er als ich.

[12:14] Vers 19. Und dies ist das Zeugnis des Johannes. Also immer und immer wieder sagt die Bibel, Johannes kam, um Zeugnis abzulegen. Zeugnis von dem Licht, Zeugnis von dem, der vor ihm gewesen ist, Zeugnis von dem, der im Schoß des Vaters war. Zeugnis, Zeugnis, Zeugnis. Das ist der rote Faden.

[12:30] Dann in Johannes 3, Vers 26. Und sie kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Rabbi, der welcher bei dir war, jenseits des Jordan, für den du Zeugnis abgelegt hast. Also das war allgegenwärtig. Johannes hatte, wann immer er die Gelegenheit hatte, Zeugnis abgelegt über den einen, der dort kommt.

[12:50] Selbst in Matthäus und in Lukas, wo berichtet wird über seine Predigten, wird gesagt, dass er immer gesagt hat: Ich taufe euch nur mit Wasser, aber nach mir kommt einer, der tauft euch mit dem Heiligen Geist, mit Feuer. Das war allgegenwärtig. Der ganze Sinn der Predigt von Johannes war ja: Da kommt noch einer. Und Jesus sagt: Schaut mal, das ganze Volk hat gewusst, dass es die Wahrheit ist, was Johannes predigt. Wenn ihr Johannes, den Täufer, wenn ihr ihm glaubt, dann müsstet ihr doch jemanden erwarten. Er hat bezeugt.

[13:24] Nun zurück zu Johannes 5. Und ich meine, damit wird sehr deutlich. Jesus sagt damit mit anderen Worten: Ich bin der Messias. Er sagt zwar nicht buchstäblich: Ich bin der Messias, aber er sagt: Johannes hat Zeugnis von mir.

[13:47] Vers 34. Das ist jetzt interessant. Ich habe da einige Zeit drüber nachgedacht. Er sagt: Ich aber nehme das Zeugnis nicht von einem Menschen an. Das ist interessant, oder? Ich aber nehme das Zeugnis nicht von einem Menschen an, sondern ich sage das, damit ihr gerettet werdet. Jesus steht vor Gericht und erinnert seine Richter daran, dass der größte Prophet, der je gelebt hat, Johannes der Täufer, Tag und Nacht von Jesus gesprochen hat und Jesus identifiziert hat.

[14:24] Und dann sagt Jesus: Wisst ihr was, das ist eigentlich gar kein Zeuge. Das nehme ich eigentlich gar nicht an. Das ist noch nicht mal beweiskräftig. Das sage ich jetzt nur für euch. Wir glauben manchmal, dass wir mit unserem Zeugnis für Jesus etwas ganz Großes bewirken. Wir sind aufgerufen, Zeugnis zu geben. Dieses Evangelium vom Reich soll gepredigt werden in der ganzen Welt zum Zeugnis. Und dann denken wir, wenn ich Zeugnis gebe, dadurch wird Gott gerechtfertigt, dadurch wird Gott recht gegeben, oder? Schon oft gehört. Und ja, da ist ein bisschen Wahrheit drin, aber Jesus sagt hier über das Zeugnis des größten Propheten: Wenn es um mich geht, ich bräuchte das eigentlich gar nicht. Ich bräuchte sein Zeugnis nicht.

[15:18] Interessanterweise, Vers 33 und 34 sind so ein Gegensatz. Im Griechischen ist das ein bisschen deutlicher, da sagt er: Ihr habt zu Johannes gesandt, aber ich nehme sein Zeugnis gar nicht an. Sie wollten irgendwie menschliche Worte hören, sie wollten irgendwie eine menschliche Autorität haben, aber er sagt: Ich brauche das gar nicht. Im Gegensatz zu euch nehme ich das Zeugnis eines Menschen gar nicht an, sondern ich sage das, damit ihr gerettet werdet.

[15:48] Jesus war niemals abhängig in seinem Dienst von Johannes dem Täufer und wenn Jesus nicht von Johannes dem Täufer abhängig war, dann ist er mit Sicherheit nicht abhängig von mir und von dir, oder? Dann wird er seinen Dienst ausführen, ganz egal, ob ich Zeugnis gebe oder nicht. Jetzt könnte man sagen, dann ist es ja umsonst, oder? Das ist ja egal, ob ich Zeugnis gebe, aber Jesus macht deutlich, worin die Wichtigkeit des Zeugnisses von Johannes bestand. Er sagt nämlich: Das sage ich, damit ihr gerettet werdet.

[16:21] Das, was wir tun, unsere Worte als Menschen, wenn wir über Jesus reden, das führt nicht dazu, dass plötzlich aufgrund unserer Worte das Universum merkt: Oh, Jesus ist doch gerecht. Solange die Menschen es nicht gesagt haben, haben wir es nicht glauben wollen, aber jetzt durch die Worte der Menschen, jetzt können wir es glauben. Nein, nein, nein. Unsere Worte verändern nichts wirklich im großen Kampf, im Gerichtsurteil über Gott, aber unsere Worte machen einen großen Unterschied, wenn es darum geht, Ungläubige zu retten. Wir werden gleich sehen, warum.

[16:53] Aber eins ist sicher, Jesus will seine Ankläger retten. Sie wollen ihn töten, er will sie retten. Er sagt: Ich sage jetzt etwas, das bräuchte ich gar nicht für mich, aber ich sage es für euch, um euch zu retten. Schaut mal Lukas 19, Vers 10. Lukas 19 und dort Vers 10.

[17:20] Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. Wir beziehen das immer auf die Obdachlosen und die Zöllner und die Huren und die Sünder, aber Jesus kam auch, um verlorene Pharisäer zu retten. Er kam, um verlorene Gemeindeleiter zu retten, Richter am Sanhedrin. Das war seine Mission und egal, was sie mit ihm gemacht haben, er wollte sie retten.

[17:55] Die Frage, die wir von Jesus lernen können, ist hier: Wie sehr ist der Wunsch, andere zu retten, Teil unserer Identität? Wie stark ist dieser Wunsch in uns drin? Ich will andere retten, so sehr, dass selbst wenn andere mich angreifen, attackieren, mich verleumden, mich vor Gericht stellen, ich sie trotzdem noch retten will und nach Wegen suche, irgendwie etwas zu sagen, was ihnen hilft. Das kann man von Jesus lernen.

[18:24] Lukas 13, Vers 34, bekannter Satz, aber vielleicht hat Jesus, als er diesen Satz hier gesagt hat in Lukas 13, Vers 34, auch an die Szene in Johannes 5 gedacht. Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind. Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt.

[19:04] Die Pharisäer und die Sadduzeer sehen sich selbst als die Richter über diesen Jesus von Nazareth. Jesus sieht sich im selben Moment wie eine Henne und sieht sie als die Küken, die weglaufen. Er will sie retten, kommt zu mir, kommt zu mir. Ich bin euer Richter, ich kann euch das Leben geben. Wenn ihr mir glaubt, dann habt ihr ewiges Leben. Kommt doch zu mir. Sie wollten nicht, aber selbst im Gericht, im Sanhedrin, hat er sie eingeladen.

[19:41] Wir können was Interessantes von Jesus lernen. Schaut mal, Römer 12, Vers 21. Etwas, was uns so schwerfällt als Menschen. Zumindest dann, wenn der Sabbatgottesdienst vorbei ist, so unter der Woche. Römer 12, Vers 21. Das steht: Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute. Und da war das geballte Böse in Konzentration. Die wollten ihn alle umbringen. Und er wollte sie retten.

[20:16] Wie viele Menschen will Gott retten? Wie viele Menschen will Gott retten? Alle. Ich glaube, es lohnt sich darüber nachzudenken, wie wir durch den Tag gehen. Gehen wir so durch den Tag, dass deutlich wird, dass Gott jeden Menschen retten will.

[20:34] Zurück zu Johannes 5. Jesus ist noch nicht fertig. Er verweist sie auf Johannes, an den sie gesandt haben. Und er sagt: Ich nehme das nicht an, aber ich sage das jetzt, damit ihr gerettet werdet, weil durch einige der anderen Zeugen, die Jesus anführt als echte Zeugen, die sind viel zu hoch für die Pharisäer. Die verstehen das gar nicht. Aber die Worte von Johannes, das waren menschliche Worte, das konnte man als Mensch verstehen, selbst als sündiger Mensch. Und so war das eine Brücke für sie.

[21:14] Vers 35. Jener war die brennende und scheinende Leuchte, ihr aber wolltet euch nur eine Stunde an ihrem Schein erfreuen. Jetzt vergleicht man diesen Vers mit Johannes 1. Das ist ganz interessant. Johannes 1, Vers 7 und 8. Haben wir schon gelesen? Dieser kam zum Zeugnis, um von dem Licht Zeugnis zu geben, damit alle durch ihn glaubten. Und jetzt heißt es im Vers 8: Nicht er war das Licht, sondern er sollte Zeugnis geben von dem Licht. Frage: War Johannes ein Licht, ja oder nein? Ja oder nein? War er ein Licht, ja oder nein?

[21:48] Johannes 1 sagt, er war nicht das Licht. Und Jesus sagt, Johannes 5, er war eine brennende und scheinende Leuchte. Also war er ein Licht, ja oder nein? Ja. Er war ein kleines Licht, er war nicht das Licht, aber er war ein Licht. Das ist ein feiner Unterschied, aber der sehr wichtig ist für uns. Es heißt ja nicht, er war das Licht. Wer ist das Licht? Jesus. Jesus ist das große Licht.

[22:19] An der Stelle möchte ich gleich mit einem weit verbreiteten Mythos aufräumen. Jesus ist das große Licht und Johannes ist was? Er ist ein Licht, eine kleine brennende, scheinende Leuchte, aber sie vergeht. Ja, eine kleine Leuchte, die zündet an und irgendwann ist das Öl weg und dann ist sie aus. Johannes der Täufer ist irgendwann angezündet worden durch den Heiligen Geist, aber irgendwann war er tot, dann war das Licht aus. Er war ein kleines Licht. Das einzige Licht, das immer leuchtet, das nicht an- und ausgeht, ist Jesus. Johannes war das kleine Licht. Johannes war ein Prophet und Jesus sagt, dieser Prophet war das kleine Licht.

[23:12] Kennt ihr noch einen Propheten, der von sich sagt, dass er ein kleines Licht ist? Ellen White. Und wir sagen immer: Naja, Ellen White ist das kleine Licht und die Bibel ist das große Licht. Ja, und deswegen ist die Bibel wichtig und Ellen White ist ein bisschen wichtig, weil die Bibel ist das große Licht und Ellen White ist das kleine Licht. Aber wenn wir Jesus und Johannes studieren, stellen wir fest: Nicht Johannes war das kleine Licht und die Bibel war das große Licht, sondern wer war das große Licht? Jesus ist das große Licht. Ihr werdet erstaunt sein, aber Jesaja, das steht zwar nicht explizit in der Bibel, aber bei Implikationen, Jesaja war ein kleines Licht und Daniel war ein kleines Licht. Sie waren alles kleine Lichter, weil die alle wiesen sie auf das große Licht.

[24:02] Wenn Ellen White meint, dass sie ein kleines Licht ist, dann stellt sie sich nicht unter die Bibel, im Sinne, dass sie weniger inspiriert wird als die Bibel, sie stellt sich unter Jesus. Ein sehr wichtiger Gedanke. Das heißt nicht, dass wir Ellen White Schriften jetzt als Zusatz zur Bibel jetzt in die Bibel einführen, das meine ich überhaupt gar nicht. Ich meine damit nur, dass es nicht unterschiedliche Inspirationsgrade gibt, so große Lichtinspiration, das ist die Bibelinspiration und dann die Inspiration, die kleine Lichtinspiration, wo es halt nicht ganz so klar ist oder so. Nein, nein, nein, nein, es ist alles gleich inspiriert. Alles weist auf Jesus, aber Jesus ist die Wahrheit, von der all die anderen kleinen Lichter ihr Licht bekommen.

[24:42] Johannes war ein kleines Licht. Also wenn Johannes ein kleines Licht war und meint ihr, jemand könnte aufgrund der Aussage sagen: Naja, wenn Johannes nur ein kleines Licht ist, dann braucht man ihn nicht unbedingt, oder? Er ist nur ein kleines Licht. Das war sehr fatal, wenn man Johannes abgelehnt hat. Also wenn der Geist der Weissagung sagt, wenn Ellen White sagt, es ist ein kleines Licht, dann ist die Betonung nicht auf klein, sondern auf Licht. Dann ist es Jesus, der durch sie scheint.

[25:14] Aber zurück zu Johannes. Worin besteht dieses Licht? Schaut mal in 2. Petrus 1. 2. Petrus 1. Dieses scheinende kleine Licht. Der Petrus, der war auch ein kleines Licht und im Gegensatz zu Johannes hat er sogar ein Buch in der Bibel geschrieben, weswegen er ein kanonisches kleines Licht ist, während Johannes der Täufer ein nicht-kanonisches kleines Licht war.

[25:40] 2. Petrus 1, Vers 19. 2. Petrus 1, Vers 19. Jetzt achtet darauf. Und so halten wir nun fest an dem was? An dem völlig gewissen prophetischen Wort. Und ihr tut gut daran, darauf zu achten, als auf ein was? Auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint. Ein scheinendes Licht. Und jetzt ist es so schön, wie das formuliert ist. Bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.

[26:18] Also er sagt, es gibt ein Licht. Ein Licht, das nennt sich die Prophetie. Wie lange leuchtet das Licht? Bis der Morgenstern aufkommt. Dieses Licht hat eine hinweisende Funktion.

[26:35] Genau, also das heißt nicht sozusagen, dass Licht unbedeutend ist, aber der Punkt hier ist, es weist auf ein größeres Licht. So wie die kleine Lampe leuchtet, bis der Tag anbricht, das große Licht kommt oder bis der Morgenstern aufgeht in unseren Herzen. Und wer ist der Morgenstern? Jesus.

[26:50] Johannes der Täufer war ein kleines Licht. Er hatte diese prophetische Botschaft. Er war ein Prophet und er hat gepredigt, bis der Tag anbrach, bis Jesus kam, bis der Morgenstern in den Menschenherzen empfohlen kam. Das heißt, das Licht, insbesondere von dem Jesus spricht, wenn er sagt, er war eine brennende und scheinende Leuchte, das bezieht sich auf seine prophetische Botschaft. Es bezieht sich, natürlich ist Johannes in vielerlei Hinsicht ein Vorbild in der Kleidungsreform, der Gesundheitsreform. Sicherlich war er auch ein machtvoller Sprecher, die Rhetorik war vielleicht auch gar nicht schlecht, aber das, was ihn wirklich hat leuchten lassen, insbesondere war seine prophetische Botschaft.

[27:44] Und wenn wir ein Licht sein, was sagt Jesus? Ihr seid das Licht der Welt und wir sollen, und wenn die Menschen unsere guten Werke sehen, dann werden sie den Vater im Himmel preisen, als das Licht, das zu Gott hinweist. Aber wir sind nur dann das Licht der Welt, wenn wir eine prophetische Botschaft tragen. Und die prophetische Botschaft ist das Licht in einem dunklen Ort. Johannes war der Prophet. Was hat denn Johannes prophetisch gepredigt? Mal ganz kurz gefragt. Was war denn seine prophetische Botschaft, die wie ein Licht leuchtete auf Jesus hin?

[28:21] Umzukehren, ja. Das ist allgemein, Evangelium kehrt um. Das war seine Kernbotschaft, aber sie basierte auf einem prophetischen Verständnis. Was war die prophetische Aussage? Bereitet mir an den Weg. Ja, ganz genau. Also welche Prophezeiungen lag der Botschaft von Johannes zugrunde? Wenn Johannes eine von den vielen Prophezeiungen des Alten Testaments hätte auswählen können und sagen können, das ist sozusagen die Grundlage meiner Botschaft, welche Prophezeiung wäre das gewesen? Daniel, noch genauer. Welche Prophezeiung weist auf das erste Kommen des Messias? Nicht Daniel 7, nicht Daniel 8, nicht Daniel 2, sondern Daniel 9. Das war seine prophetische Botschaft. Das war auch die, die Jesus hatte. Die Zeit ist erfüllt. 483 Jahre sind vorbei seit dem Erlass von Attaxerxes, das Jahr 27, die Taufe. Das war die prophetische Botschaft.

[29:39] Deswegen, jetzt versteht ihr auch warum Jesus sagt, ihr habt euch ein bisschen in seinem Licht erfreut. Denn die Botschaft war auch für Pharisäerohren nicht unangenehm.

[29:57] Ja genau, siehe das Namen Gottes. Das heißt, diese Idee, dass das Opfer, das einzige Opfer jetzt gebracht wird. Und das haben wir in Daniel 9, ist genau diese Idee. Aber Daniel 9 ist auch die Idee, dass das das Kommen des Messias, des Gesalbten ist. Darauf haben sie ja gewartet. Und der Messias wird oft angekündigt im Alten Testament, aber es gibt nur eine Stelle, wo sein Kommen quasi auf das Jahr hin festgelegt ist. Also als Johannes jetzt irgendwann im Jahre 27 anfängt zu predigen und sagt, der Messias kommt, der Messias kommt vielleicht noch in diesem Jahr. Könnt ihr verstehen, warum die Pharisäer und Sadduzier das gern gehört haben?

[30:31] Das Problem war ja nicht, dass sie nicht glaubten, dass der Messias kommt. Ihr Problem war, sie glaubten an einen anderen Messias. Sie glaubten an einen König, der die Römer vertreibt. Die prophetische Botschaft hat ihnen gefallen. Was ihnen nicht gefallen hat, war, dass diese prophetische Botschaft im Kern das Evangelium war. Johannes hat die prophetische Botschaft gepredigt, aber die prophetische Botschaft war quasi das Auto, der Motor war das Evangelium. Und als sie festgestellt haben, wohin dieses Auto fährt, hat sie nicht mehr gefallen.

[31:04] Und schaut, das ist jetzt für uns eine enorm wichtige Lektion, weil heute viele Menschen, viele Christen, ich wage zu behaupten viele Adventisten, sich an der prophetischen Botschaft freuen, im Lichte der prophetischen Botschaft sich freuen und doch Jesus ablehnen. Die begeistert sind, wenn man wieder was über Amerika und den Papst hört. Das ist irgendwie spektakulär, das hört man sich gerne an, da schaltet man gerne das Internet ein. Aber wenn man dann merkt, dass diese Botschaft bedeutet, Jesus kommt bald wieder und ich müsste meine Sünden aufgeben. Wenn es eigentlich um das Evangelium geht, um den Kern der Sache, dann zieht man sich wieder zurück.

[31:55] Wie viele freuen sich heute im Scheine des kleinen Lichtes an einer prophetischen Botschaft und lehnen Jesus ab, genauso wie die Pharisäer. Jesus sagt, in seinem Licht habt ihr euch eine Stunde erfreut. Interessant, was er sagt. Das Einzige, was ich mochten war, als er gesagt hat: Tut Buße, beklagt euch. Wie viele lieben prophetische Botschaften und wollen nicht Buße tun, umkehren, sich ändern, neue Gedanken denken, neue Taten tun, aufhören mit schlechten Gewohnheiten durch die Kraft Jesu, sich umdrehen. Und plötzlich bedeutet die prophetische Botschaft ist nicht einfach nur Geschichte im Voraus, sie ist quasi, sie gibt dem Evangelium nur die Dringlichkeit. Es ging schon immer um das Evangelium.

[32:47] Die prophetische Botschaft macht nur die Dringlichkeit, damit wir endlich das Evangelium ernst nehmen. Ansonsten würden wir denken, das dauert ja noch ewig, wir schieben es auf die lange Bank. Die Prophetie zeigt uns: Entscheide dich jetzt. Das Evangelium sagt: Entscheide dich. Die Prophetie sagt: Entscheide dich jetzt. Zeit ist knapp. Und das macht die Wichtigkeit der Prophetie aus, aber es ist kein Selbstzweck. Und man kann an Johannes dem Täufer und der Reaktion der Pharisäer deutlich sehen, wie Jesus es sagt, dass man sogar in der Gegenwart der gegenwärtigen Wahrheit sein kann und den Punkt verpassen kann und sogar den dann anklagen kann, der in Wirklichkeit der Inhalt der prophetischen Botschaft war.

[33:31] Na ja, zurück zu Johannes 5. Es gibt, bevor wir zu Johannes 5 gehen, ganz schnell, Hesekiel 33, es gibt so einen schönen, interessanten Vers. Schön ist eigentlich nicht, ist ziemlich traurig, der an dieser Stelle vielleicht gut passt. Hesekiel 33, schaut mal, Vers 31 und 32. Und als jemand, der Vorträge hält und Predigten hält, ist der Vers ziemlich ernüchternd, ehrlich gesagt. Und ich frage mich, wie oft das eigentlich vorkommt, was hier steht.

[33:59] Schau mal hier, Hesekiel 33, Vers 31 und 32. Und sie werden zu dir kommen, wie das Volk zusammenkommt und werden als mein Volk vor dir sitzen und deine Worte hören, aber nicht danach handeln. Denn wenn sie auch mit dem Mund ihre Liebe bekunden, so läuft ihr Herz doch hinter dem Gewinn her. Und siehe, du bist für sie wie ein liebliches Lied, wie einer, der eine schöne Stimme hat und gut die Seiten spielen kann, sie werden deine Worte hören, aber sie nicht tun.

[34:29] Was Gott im Hesekiel sagt, ist das, was viele Propheten erlebt haben, dass die Menschen ihnen gerne zugehört haben. Selbst Herodes Antipas, der den Johannes hat einsperren lassen, von ihm heißt es, er hört ihnen gerne zu. Er ließ ihn öfter mal aus dem Gefängnis kommen und sagt: Predige mir was, predige mal über Daniel 9, das ist so spannend. Aber jedes Mal, wenn er dann gesagt hat: Übrigens Herodes, ich möchte ja nicht unhöflich sein, aber du darfst sie nicht heiraten. Ich über Weltgeschichte predigen. Ich muss dir mal sagen, was dich betrifft. Du darfst das nicht.

[35:03] Dann hat der Herodes gesagt: Ab mit dir ins Gefängnis wieder. Wie oft hören wir Predigten, weil wir begeistert sind von der Art und Weise, wie gepredigt wird. Von den äußeren Fakten und von der Recherche des Predigers vielleicht. Oder wie auch immer, vielleicht weil er so emotional ist, weil vielleicht das musikalische Programm drumherum toll war. Und wir hören das an fast, als ob es andere gehen ins Kino und schauen sich die neuesten Filme an, andere hören sich die neuesten Musik, die neuesten Lieder in den Charts an und manche hören sich die neuesten Predigten an. Aber sie tun nicht, was dort gepredigt wird.

[35:42] Dann ist es im Prinzip sowas wie fromme Unterhaltung, frommes Entertainment. Und das passierte zur Zeit von Hesekiel und das passierte zur Zeit von Johannes dem Täufer. Und wenn Menschen in der Lage sind, die Predigt von Johannes dem Täufer als frommes Entertainment zu nutzen, dann können sie jede Predigt dazu benutzen. Also ich weiß nicht, ob man schärfer und geisterfüllter predigen kann als der größte Prophet aller Zeiten. Und doch gab es Menschen, die konnten da drin sitzen und konnten das einfach als frommes Entertainment genießen, ohne sich zu ändern.

[36:23] Das zeigt, egal wie vollmächtig der Prediger predigt, wenn nicht der Mensch selbst eine Entscheidung trifft, nützt alles Predigen nichts. Und dann nützt es auch nicht, dass ich alle Predigten der bedeutendsten Prediger gehört habe. Das ist dann quasi nur eine Sammlung. Übrigens noch ein kleiner Punkt, das ist nur am Rande.

[36:42] In Johannes 5, Johannes 5, Vers 35. Jener war die brennende und scheinende Leuchte. Ihr aber wolltet euch eine Stunde an ihrem Schein erfreuen. Ist das damit genau gemeint, eine buchstäbliche Stunde? Ist eine symbolische Stunde gemeint? Genau, 15 Tage. Nein, das ist ein Beispiel dafür, dass der Begriff eine Stunde für einen kurzen Zeitraum stehen kann. Deswegen wichtig, weil man später in Offenbarung 18 auch das hat. Das heißt, die Plagen kommen in einer Stunde. Manche versuchen das dann auszurechnen, 15 Tage Plagen und so weiter. Aber das ist ein Beispiel für: Es kann bedeuten, einfach nur kurze Zeit.

[37:28] Jetzt, Johannes 5, Vers 36. Nachdem Jesus über den Zeugen gesprochen hat, den er selbst gar nicht gebraucht hätte, kommt er zum eigentlichen Zeugnis. Er sagt: Ich aber habe ein Zeugnis, Vers 36, das größer ist als das des Johannes. Denn die Werke, die mir der Vater gab, dass ich sie vollbringe, eben die Werke, die ich tue, geben Zeugnis von mir, dass der Vater mich gesandt hat.

[37:51] Also versucht diese Logik zu verstehen. Jesus sagt: Schaut, ich rede nicht aus mir selbst heraus, weil das wäre nicht wahr. Ihr wisst, dass Johannes gepredigt hat. Das sage ich jetzt für euch, weil das wisst ihr, den kennt ihr, kennt seine Botschaft, aber eigentlich brauche ich sein Zeugnis nicht. Das eigentliche Zeugnis, das meine Sache bestätigt, ist das, was ich tue. Das ist nicht ohne Ironie. Warum steht er vor Gericht? Wegen seinen Werken. Mit anderen Worten, er sagt: Der Sabbatheilung, wegen der ihr mich vor Gericht stellt, die beweist meine Unschuld. Der Anklagepunkt, den sie machen, ist in Wirklichkeit der Beweis seiner Göttlichkeit. Und das ist natürlich kurios, weil Jesus damit genau die Sache auf den Kopf stellt.

[38:34] Schaut mal mit mir in 1. Johannes 5. Diese Idee von dem größeren Zeugnis wird dort von Johannes nochmal ausgeführt. 1. Johannes 5 und dort Vers 9 und dann Vers 11 und 12. 1. Johannes 5, da sagt er hier, 1. Johannes 5, Vers 9.

[39:02] Wenn wir das Zeugnis der Menschen annehmen, so ist das Zeugnis Gottes größer. Denn das ist das Zeugnis Gottes, das er von seinem Sohn abgelegt hat. Wer an den Sohn Gottes glaubt, Vers 11 dann, und darin besteht das Zeugnis, das Gott uns ewiges Leben gegeben hat. Und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben. Wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.

[39:26] Jesus sagt: Schaut, die Werke, die ich tue, die sind das Zeugnis. Ich stehe vor euch. Ich kann Leben geben. Er hat ja gesagt, alle werden auferstehen. Ich werde allen das Leben geben. Das Leben ist in mir. Der Vater hat dem Sohn gegeben, in sich Leben zu haben. Aber dann weiß er auch, die verstehen es gar nicht. Sie sehen zwar das Zeugnis, aber sie verstehen es nicht. Sie glauben, es ist falsch.

[39:51] Deswegen sagt er: Schaut mal zu Johannes. Johannes könntet ihr vielleicht verstehen. Das ist ein Beispiel dafür, dass es oft passiert, dass Menschen die offensichtlichsten Beweise für die Wahrheit gar nicht begreifen können und falsch interpretieren. Und Jesus dann bereit war, einen weniger aussagekräftigen Beweis anzuführen, um ihnen eine Brücke zu bauen. Er versteht den Gedanken, das ist für die Mission sehr wichtig. Er hat festgestellt, dass das offensichtliche Zeugnis seiner Gottessohnschaft von ihnen nicht erkannt wird. Er hätte die ganze Zeit nur über Heilungen und über sein Leben in sich selbst reden können. Aber er hat deswegen über Johannes gesprochen, weil die Pharisäer das eigentliche Zeugnis gar nicht begreifen konnten in ihrem verfinsterten Zustand.

[40:33] Das heißt, das wahre Zeugnis sind nicht die Worte eines Menschen. Das wahre Zeugnis ist das, was Jesus tut. Und das hat auch Konsequenzen für unsere Mission. Wenn wir ein Zeugnis geben wollen, das wirklich Menschen zu Jesus führt, dann sind es nicht die Worte des Menschen, sondern das, was Jesus tut. Seine Werke geben Zeugnis, unter anderem auch seine Werke in uns.

[41:06] Denn wenn die Menschen die guten Werke sehen, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir in ihnen wandeln sollen, dann werden sie den himmlischen Vater preisen. Zurück zu Johannes 5. Übrigens, wo sehen wir zum ersten Mal die Werke Gottes in der Bibel? In der Schöpfung. Und das ist wieder ein Hinweis darauf, dass die Schöpfung durchaus als Beweisstück geplant war. Die Werke sind ein Zeugnis, dass Gott gut ist. Gott ist auf der Anklagebank im Universum und er nimmt nicht das Zeugnis von Menschen oder wahrscheinlich auch nicht von Engeln, aber durch seine eigenen Werke bezeugt er: Ich bin gut.

[41:49] So, dann auch auf der Erde hier. Johannes 5, zurück gleich zum Ende hier, Vers 37. Und dann geht es noch weiter. Also er hat jetzt die Werke, dann Vers 37. Und der Vater, der mich gesandt hat, hat selbst von mir Zeugnis gegeben. Ihr habt weder seine Stimme jemals gehört noch seine Gestalt gesehen. Frage. Also wir hatten jetzt Johannes quasi als eigentlich nicht notwendiges Zeugnis, aber das, was den Menschen hilft, den überhaupt zu verstehen. Dann die Werke Jesu, das, was er tut, seine Kraft. Dann hatten wir den, jetzt haben wir den Vater. Wann hat der Vater über Jesus Zeugnis abgegeben? Bei der Taufe, als er, das kennen wir, haben wir gelesen, als er gesagt hat: Dies ist mein geliebter Sohn. Aber die Pharisäer waren wahrscheinlich gar nicht dabei.

[42:42] Es kommt mir mal vor, dass wir Dinge über Gott wissen, die der andere nicht wissen kann. Und wir wissen, dass es wahr ist. Aber sie war nicht, deswegen sagt Jesus: Ihr habt seine Stimme nie gehört, ihr habt seine Gestalt nie gesehen. Ich weiß Dinge über Gott, die kann ich euch gar nicht richtig vermitteln, aber trotzdem sind sie wahr. Der Vater, den ich gesandt habe, hat selbst von mir Zeugnis gegeben.

[43:06] Schaut mal in Johannes 1, Vers 18, das haben wir gelesen. Niemand hat Gott je gesehen, der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss über ihn gegeben. Wir haben bis hierhin, hat Jesus jetzt drei Zeugnisse vorgestellt: Johannes, die Werke, der Vater. Übrigens alle Stimmen vollkommen überein. Es kommt noch ein viertes Zeugnis, das soll uns dann nächste Woche beschäftigen. Ab Vers 38. Und das ist dann das Wort. Und da verwendet er am meisten Zeit darauf. Offensichtlich ist das für ihn das wichtigste Argument.

[43:44] Ihr wisst ja, wenn man vor Gericht ist, ein Plädoyer hält, dann fängt man mit den weniger gewichtigsten Beweisen an und dann steigert man sich und das beste Argument kommt zum Schluss. Und so fängt er an. Erstmal mit Johannes im Täufer, das sage ich nur für euch. Eigentlich bräuchte ich das gar nicht, aber so als Zusatz für euch. Und dann zu dem, was die Werke, die Gott ihm gegeben hat. Dann der Vater und dann gibt es ein Argument, was offensichtlich noch schlagkräftiger ist, als die Worte, die der Vater vom Himmel gesprochen hat. Und das ist das Wort in der Bibel. Aber dazu kommen wir nächste Woche und wir werden uns das dann genau anschauen.

[44:21] Bis dahin lasst uns von Jesus lernen, unter aller Anfechtung das Böse mit dem Guten zu überwinden und nichts vergessen, dass Gott jeden Menschen retten will. Wenn wir Jesus nachfolgen, werden wir bereit sein, für jeden die Hand auszustrecken und ihm auch die Erlösung anzubieten. Amen. Dann lasst uns auch gemeinsam niederknien für ein Abschlussgebet.

[44:53] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast, dass wir es verstehen konnten und dass wir wieder etliche Lektionen lernen konnten, die uns helfen, dir ähnlicher zu werden. Wir möchten dich bitten, dass das nicht einfach nur fromme Unterhaltung für uns ist, sondern dass die Worte wirklich unser Leben verändern, dass wir Entscheidungen treffen, anders zu leben durch deine Kraft. Danke, Herr Jesus, was du alles tun kannst und was du tust. Wir möchten von dir lernen, auch denen ein Segen zu sein, die uns übel mitspielen. Bitte hilf uns dabei. Wir danken dir, dass du es tun wirst. Amen.

[45:37] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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