In dieser Predigt wird das Evangelium vom Reich Gottes beleuchtet, wie es Jesus Christus selbst verkündet hat. Christopher Kramp erklärt die Bedeutung von Jesu Rückkehr nach Galiläa und die vier zentralen Aspekte seiner Botschaft: die erfüllte Zeit, die Nähe des Reiches Gottes, die Notwendigkeit der Buße und der Glaube an das Evangelium. Es wird aufgezeigt, wie diese Botschaft mit prophetischen Zeitangaben aus dem Buch Daniel verbunden ist und wie sie sich in der dreifachen Engelsbotschaft der Offenbarung widerspiegelt. Die Predigt betont die Kraft des Heiligen Geistes als Grundlage für die Verkündigung des Evangeliums und ermutigt die Zuhörer, Jesu Beispiel zu folgen.
Der Ersehnte: 52. „Das Evangelium vom Reich Gottes“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusWeitere Aufnahmen
Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:00] Passa ist vorbei. Jesus stand vor dem Sanhedrin, nachdem er am Teich Bethesda diesen kranken Mann geheilt hat. Und er hat sich dort verantwortet, hat seine Mission, seine Identität offenbart. Und die Juden, statt mit ihm zu kooperieren, statt seine Botschaft zu verkündigen, wollen ihn töten.
[3:49] Im Leben Jesu wird uns sogar gesagt, dass Gott eigentlich den Plan gehabt hatte, dass die führenden Männer Israels, das heißt die Mitglieder des Sanhedrin, Pharisäer, Sadduzäer, Schriftgelehrte, dass aus ihren Reihen die zwölf Apostel genommen werden könnten oder sollten. So lesen wir hier im Leben Jesu, Seite 215 und 216. Hätten die führenden Männer Israels Christus angenommen, dann würde er sie dadurch geehrt haben, dass sie als seine Boten das Evangelium in die Welt hinaustragen sollten. Ihnen wurde die erste Gelegenheit gegeben, Herolde des Reiches und der Gnade Gottes zu werden. Das Volk aber erkannte nicht die Zeit, in der es heimgesucht wurde. Der Neid und das Misstrauen der jüdischen Führer wuchs zu offenem Hass und die Herzen des Volkes wandten sich von Jesus ab. Der Hohe Rat wies Jesu Botschaft zurück und war fest entschlossen, ihn zu töten.
[5:00] Deshalb verließ Jesus Jerusalem, die Priester, den Tempel, die religiösen Führer und all die Leute, die im Gesetz unterwiesen waren und wandte sich anderen Menschen zu. Ihnen, diesen anderen, wollte er seine Botschaft verkündigen und aus ihnen jene aussondern, die sein Evangelium zu allen Völkern tragen sollten. Der ursprüngliche Plan war nicht, dass Petrus und Johannes und Jakobus die Evangelisten des Evangeliums werden würden, die zwölf Apostel, sondern Menschen aus dem Sanhedrin, fähige Theologen, die die Bibel auswendig kannten, die alle Voraussetzungen mitbrachten, das Evangelium in die Welt zu tragen. Aber sie brachten eben eine Voraussetzung nicht mit, nämlich die Bereitschaft, sich von Gott belehren zu lassen und einfach ihm zu glauben.
[5:48] Jesus beginnt also jetzt seinen Dienst in Galiläa. Er verlässt Judäa und geht nach Galiläa. Der erste Text, der das sehr deutlich offenbart, diesen Übergang, der ist in Matthäus Kapitel 4 Vers 12. Die drei Abschnitte, die wir heute studieren wollen, sind Matthäus 4 Vers 12, Markus 1 Vers 14 und 15 und Lukas 4 Vers 14 und 15. Diese drei Abschnitte, alle recht kurz, markieren diesen Übergang. Matthäus 4 als erstes heute und dort Vers 12. Wenn man das Matthäusevangelium als ganzes liest, könnte man denken, dass das sobald nach der Taufe und der Versuchung gewesen ist. Aber wie wir jetzt wissen, ist über ein Jahr in der Zwischenzeit vergangen. Die Geschichten finden sich in den ersten Johannes-Evangelium-Kapiteln. Matthäus Kapitel 4 Vers 12: Als aber Jesus hörte, dass Johannes gefangengesetzt worden war, zog er weg nach Galiläa.
[6:48] Also da gab es eine mündliche Nachricht, da gab es diese Information, die auch zu Jesus drang. Die Gefangennahme von Johannes war offensichtlich etwas eher Geheimes, etwas, das der Herodes nicht so gern öffentlich publik machen wollte. Jesus kam nach Galiläa. Das war ja seine eigentliche Heimat, wie wir ja schon lange herausgearbeitet haben. Und er ist immer wieder auch dort gewesen, auch während seiner Zeit, als er in Judäa gewirkt hat. Wir hatten gesehen, dass er mehrmals nach Galiläa zurückkehrte. Nach seiner Taufe war er für kurze Zeit in Galiläa. Und dann später, nach dem vielen Taufen am Jordan, ging er mit seinen Jüngern wieder nach Galiläa. Auf dem Weg kam dann die Geschichte mit der Frau am Jakobsbrunnen. Aber während das eher kurzzeitige Besuche waren, würde er jetzt auf Dauer in Galiläa bleiben.
[7:51] Galiläa kommt von dem Hebräischen Hagalil, der Kreis oder Bezirk. Wir werden da noch in einer nächsten Woche genauer darauf eingehen, woher das kommt. Es war schon im Alten Testament so ein Bezirk, so ein Gebietskreis, wo vor allem viele Heiden auch lebten. Das heißt, ein Gebiet, das durchmischt war, stärker als in Judäa, von Juden und Nichtjuden, von Heiden. Interessant ist, dass man vielleicht auf den ersten Blick die Idee bekommen könnte, dass Jesus aufgrund der Gefangennahme des Johannes irgendwie flieht. Dass er irgendwie ein sicheres Plätzchen sucht. Aber floh Jesus vor dem, der Johannes den Täufer gefangen gesetzt hat? Wenn das seine Intention gewesen wäre, dann hätte er sich den schlechtesten Zufluchtsort ausgesucht. Denn Herodes Antipas, der den Johannes gefangen gesetzt hatte, was wörtlich übersetzt heißt, eigentlich übergeben hatte. Ein Wort, das eigentlich im Griechischen auch bedeutet, wenn man eine Stadt, die umzingelt wird, an den Feind übergibt. Dahinter steckt die Idee, dass Herodes, der eigentlich den Johannes gerne mochte und ihm gerne zuhörte, sich hat weichklopfen lassen von seiner Ehefrau. Er hat diesen unschuldigen Johannes dem Gefängnis übergeben.
[9:24] Dass dieser Herodes Antipas, der Johannes gefangen gesetzt hat, dass der in Galiläa regierte und in Perea, was ein Gebiet östlich des Jordans ist, wo dann Johannes der Täufer gefangen genommen worden ist und auch gefangen gesetzt worden ist. Herodes war nicht zuständig für Judäa. Wenn also Jesus Angst gehabt hätte vor den Repressalien des Herodes, hätte er schön in Judäa bleiben können. Aber er ging ganz bewusst nach Galiläa, wo Herodes regierte. Offensichtlich war die Tyrannei der Obrigkeit für ihn ein geringeres Problem als die Widerspenstigkeit des eigenen Volkes. Und als er die Wahl hatte zwischen Judäa, wo die Führer seines Volkes gegen ihn Widerstand leisteten und Galiläa, wo viel mehr Heiden lebten und wo derjenige regierte, der Johannes den Täufer gefangen gesetzt hatte, entschied er sich für Galiläa.
[10:30] Johannes der Täufer war nicht mehr aktiv. Johannes der Täufer war vermutlich bis zu dieser Zeit eigentlich als der führende Prophet gegolten. Wahrscheinlich haben die meisten Juden zu der Zeit Jesus immer noch als den Zweiten gesehen, den Nachahmer von Johannes dem Täufer. Aber das würde sich jetzt sehr bald, sehr schnell ändern. Interessant ist, wie dieser Zeitabschnitt bei Markus dargestellt wird, von dem wir in diesem Seminar noch nicht allzu viel studiert haben, weil er, wie gesagt, kürzer als die anderen ist und nur sehr kurz auf die Taufe und die Versuchung eingeht. In Markus 1 und dort Vers 14 und 15 sehen wir diesen Zeitabschnitt beschrieben. Nachdem aber Johannes gefangen genommen worden war, kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist nahe, tut Buße und glaubt an das Evangelium.
[11:37] Jesus kommt nach Galiläa und er beginnt mit der Verkündigung des Evangeliums auch hier. Die Tatsache, dass er das Evangelium verkündigt, ist kein Zufall, sondern die Erfüllung einer Prophetie. Evangelium heißt gute Nachricht und in Jesaja 61 wird uns gesagt, dass der Gesalbte, der mit dem Heiligen Geist getaufte, eine gute Nachricht zu predigen hat. Jesaja 61 und dort Vers 1, da heißt es: Der Geist des Herrn, des Herrschers ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat. Das heißt, hier sehen wir dieses Bild von dem Heiligen Geist, der auf Jesus ausgegossen wird, weswegen er der Gesalbte, der Messias genannt wurde. Und dann heißt es hier: Der Geist des Herrn, des Herrschers ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden. Er hat mich gesandt zu verbinden, die zu erbrochenen Herzen sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen. Der Messias sollte eine gute Botschaft, eine frohe Botschaft predigen. Und Jesus kam und predigte eine gute Botschaft, ein Evangelium.
[12:54] Und dieses Evangelium wird genauer spezifiziert. Es heißt nämlich, er predigte das Evangelium vom Reich Gottes. Wie bemächtigt er deutlich in Galater 1 und dort Vers 6 und 7, dass es durchaus andere Evangelien gibt, die den Anspruch eines Evangeliums haben, aber doch kein echtes Evangelium sind. Da heißt es nämlich: Mich wundert, dass ihr euch so schnell abwenden lasst von dem, der euch durch die Gnade des Christus berufen hat, zu einem anderen Evangelium, während es doch kein anderes gibt, nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium von Christus verdrehen wollen. Es gibt kein anderes Evangelium. Das eine Evangelium, das ewige Evangelium, ist das Evangelium, das Jesus predigte, das Evangelium vom Reich Gottes.
[14:03] Interessanterweise, wenn wir diese Textstelle hier lesen, dann in Vers 15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe, tut Buße und glaubt an das Evangelium, stellen wir fest, dass diese Botschaft, diese Predigt dieselbe Botschaft war, die auch schon Johannes der Täufer gepredigt hatte. Matthäus 3 und dort Vers 2, Matthäus 3 Vers 2, da heißt es von Johannes dem Täufer und spricht: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen. Jesus kommt als Messias und er predigt genau dasselbe, was sein Vorläufer schon gepredigt hat. Sicherlich hätte er neue Wahrheiten offenbaren können, er hätte über Turmphysik sprechen können, aber Jesus begnügte sich damit, die prophetische Botschaft seines Vorläufers zu bestätigen und zu predigen. Jesus predigte keine andere Botschaft als die seines prophetischen Herolds.
[15:02] Interessanterweise ist das die Botschaft, die das ganze Volk hätte predigen sollen. Matthäus 21 Vers 43 deutet das an, Matthäus 21 und dort Vers 43: Darum sage ich euch, sagt Jesus, das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, dessen Früchte es bringt. Römer 3 Vers 1 und 2 sagt uns, dass dem Volk Gottes die Aussprüche Gottes übermittelt worden sind, gegeben worden sind, das heißt die Botschaft Gottes vom Reich. Das ganze Volk hatte den Auftrag, das Evangelium vom Reich Gottes zu predigen. Als also Jesus kam nach Galiläa und er das Evangelium vom Reich predigte, predigte er nichts Neues, er predigte das, was sein Vorgänger Johannes der Täufer gepredigt hatte, er predigte das, was das ganze Volk bereits als Botschaft eigentlich hätte predigen sollen.
[15:57] Jesus wurde also angefeindet, weil er eine Botschaft predigte, die dem Volk Gottes gegeben war. Er wurde von den Führern seines Volkes angefeindet, weil er die Botschaft predigte, die das Volk eigentlich hätte predigen sollen. Aber davon waren sie abgewichen, sie hatten ihre eigenen Ideen eingeführt und als er jetzt kam und das predigte, was prophetisch vorhergesagt war, da bekämpften sie ihn. Wir verstehen uns als Adventvolk als die prophetischen Heralde, die Herolde des Kommens Jesu. Wenn also Jesus buchstäblich auf dieser Erde jetzt sein würde und predigen würde, ich bin davon überzeugt, er würde nichts anderes predigen als die prophetische Wahrheit, die Gott der Adventbewegung gegeben hat.
[16:50] Was ist diese Botschaft vom Reich Gottes? Das Wort Reich Gottes meint Königreich, das griechische Basilea meint ein Königreich. Und der Thron Gottes, so zeigt uns schon das Heiligtum, ist im Allerheiligsten, die sogenannte Bundeslade. Und diese Bundeslade enthält das Gesetz Gottes, die Liebe Gottes. Und das ist es, worum es geht. Jesus kam, um über die Regierung Gottes zu sprechen, über die Art und Weise, wie Gott mit seinen Geschöpfen umgeht. Hier sind wir Psalm 89 und dort Vers 15. Psalm 89 und dort Vers 15: Recht und Gerechtigkeit sind die Grundfeste deines Thrones. Gnade und Wahrheit gehen vor deinem Angesicht her. Es war die Aufgabe des ganzen Volkes, der Welt zu offenbaren, wie Gott regiert und dass die immerwährende Liebe Gottes, die Gesetzmäßigkeit Gottes die Grundlage allen seines Handelns und seines Wirkens ist. Die Botschaft, wie Gottes Reich wirklich funktioniert. Eine Botschaft, die so brisant ist, seit Luzifer im Himmel zu Satan wurde und die Herrschaft Gottes angriff. Nur im Kontext des großen Kampfes kann man sehen, wie brisant diese Botschaft vom Reich Gottes ist.
[18:45] Interessanterweise ist diese Botschaft auch unsere Aufgabe. Matthäus 24 Vers 14 sagt, dass auch am Ende der Zeit genau dasselbe Evangelium gepredigt werden wird. Matthäus 24 und dort Vers 14: Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker und dann wird das Ende kommen. Die Bibel sagt, Jesus kommt wieder, wenn dieses Evangelium in der ganzen Welt verkündigt werden wird zu einem Zeugnis. Wir sollten also, wenn wir wirklich uns danach sehen, dass Jesus bald wieder kommt, dann sollten wir genauer studieren, was ist dieses Evangelium vom Reich und wie hat Jesus es gepredigt. Er war der größte Evangelist aller Zeiten. Von ihm wollen wir lernen. Die Apostel lernten von ihm. Wir können sehen in der Apostelgeschichte, zum Beispiel Apostelgeschichte 20 und dort Vers 25, dass Paulus vom Reich Gottes gepredigt hatte. Es heißt hier: Und nun siehe, ich weiß, dass ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet. Ich, ihr alle, bei denen ich umhergezogen bin und das Reich Gottes verkündigt habe. Paulus tat das, was Jesus getan hatte, was schon Johannes der Täufer getan hatte, was das Volk Gottes schon immer hätte tun sollen, nämlich über die Herrschaft Gottes, über das Reich Gottes, über das Gesetz Gottes zu sprechen.
[20:10] Über die immerwährende Liebe, die immer gleich ist unter allen Umständen und die wie eine Gesetzmäßigkeit verlässlich ist. Nun, was genau ist dieses Evangelium? Was ist der Inhalt? Und Markus gibt uns so eine wunderbare Zusammenfassung, wie Jesus dieses Evangelium vom Reich gepredigt hat, von der wir so viel lernen können, wenn es um uns geht und unsere Verkündigung des Reiches Gottes. Zunächst einmal können wir festhalten, dass es hier heißt in Markus 1 und dort Vers 14 und Vers 15 dann: Und sprach: Die Zeit ist erfüllt.
[21:04] Es sind vier Aspekte, die dieses Evangelium ausmachen, das Jesus gepredigt hat. Und der erste Aspekt ist: Die Zeit ist erfüllt. Damit begann Jesus seine Predigt. Die Zeit ist erfüllt. Natürlich fällt uns zunächst einmal Galater 4 Vers 4 ein, wo es heißt: Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan. Aber damit ist mehr gemeint als nur die Idee, naja, es wurde langsam Zeit, dass der Retter kommen würde. Nein, die Zeit war eine festgesetzte Zeit, Griechisch Kairos, eine bestimmte Zeit, die jetzt abgelaufen war, die erfüllt war. Gemeint ist eine sehr konkrete Prophezeiung im Buch Daniel, Daniel Kapitel 9 und dort Vers 25. So wisse und verstehe vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, dem Messias, dem Fürsten, der gesalbt ist vom Herrn, um den Armen frohe Botschaft, das heißt, das Evangelium zu predigen. Die Zeit des Gesalbten bis zum Fürsten vergehen 7 Wochen und 62 Wochen. 7 und 62 Wochen sind 463, äh, Verzeihung, sind 69 Wochen und 69 Wochen sind 483 Tage.
[22:22] Ein Tag in der biblischen Prophetie nach Ezekiel 4 Vers 6 und 4. Mose 14 Vers 34 ist ein Jahr. 483 Jahre sollte es dauern, von dem Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems angerechnet. Dieser Erlass, so zeigt uns die biblische Geschichte, er ging im siebten Jahr des Königs Artaxerxes, Großkönig des medopersischen Achämenidenreiches, im Jahre 457 vor Christus. Und wenn man dann bedenkt, dass es sowohl vor Christus volle Jahre als auch nach Christus volle Jahre gibt, dann kommt man zu dem Schluss, dass 483 Jahre später uns in das Jahr 27 nach Christus bringt. Und in diesem Jahr, wie wir das schon an anderer Stelle hier in diesem Seminar ausführlich studiert haben, wurde Jesus getauft mit dem Heiligen Geist und mit Wasser. Er wurde gesalbt für den Dienst.
[23:25] Und Jesus begann also seine Predigt als der Gesalbte, als der Messias mit dem prophetischen Beweis der Erfüllung einer Zeitprophezeiung, dass er wirklich der Messias ist. Jesus kam nicht einfach und sagt, ich habe etwas Gutes zu erzählen, sondern er begann damit mit der biblischen Prophetie und zwar nicht nur allgemein irgendwie ausgelegt, sondern ganz konkret eine Zeitprophezeiung in den Vordergrund stellend, dass diese Bewegung, die er anführte, die vorhergesagte Bewegung der Prophetie ist, dass er der Fürst, der Gesalbte ist, von dem in Vers 24 schon steht, dass wenn er kommen wird, die Sünde abgetan wird, die Missetat gesühnt wird, ewige Gerechtigkeit herbeigeführt wird, Eigenschaften, die mit dem Reich Gottes zu tun haben. Jesus begann mit der Prophetie.
[24:26] Wenn Jesus predigte, dann predigte er über Zeitprophezeiungen aus dem Buch Daniel. Jeder, der das wahre Evangelium predigt, sollte das im Hinterkopf behalten. Ist es nicht ein integraler Bestandteil des ewigen Evangeliums aus Offenbarung 14, dass eine Zeitprophezeiung aus dem Buch Daniel sich erfüllt hat? Sind nicht die 2300 Abende und Morgen aus Daniel 8 Vers 14 ganz eng mit den 70 Wochen aus Daniel 9 verknüpft? Ist es nicht im Grunde genommen eine und dieselbe Prophezeiung? Als Jesus auf der Erde war, das Evangelium vom Reich predigte, bezog er sich auf einen bestimmten Abschnitt dieser gewaltigen Prophezeiung. In Offenbarung 14, wenn es dort in Vers 6 heißt: Und ich sah einen anderen Engel am Himmel fliegen, der das ewige Evangelium zu verkündigen hatte, jeder Sprache, Nation, dem Volkstamm, jeder Sprache. Und dann in Vers 7 heißt: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Dann bezieht sich das ebenfalls auf eine Erfüllung einer konkreten Zeitprophezeiung, die 1844 zu Ende ging.
[25:33] Das wahre Evangelium beginnt mit Prophetie. So war es bei Jesus, so ist es bei dem ewigen Evangelium der dreifachen Engelsbotschaft. Wer das Evangelium predigen möchte ohne Prophetie, wer Zeitprophezeiung als unwichtig beiseiteschiebt, der predigt nicht das Evangelium, wie Jesus es gepredigt hat.
[26:00] Weiter, als zweiten Aspekt, neben der Prophetie, die hier eine ganz besondere Rolle spielt, finden wir in Markus 1, Vers 15, den nächsten Aspekt. Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist nahe. Interessanterweise sagt Jesus nicht, dass die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist jetzt da. Er sagt, das Reich Gottes ist immer noch nahe. Das hatte schon Johannes gesagt. Man hätte ja vermuten können, dass wenn Jesus auftritt, wenn er gesalbt ist, dass er damit sagen kann, jetzt ist das Reich Gottes da. Aber Jesus sagt nicht, das Reich Gottes ist schon da. Er sagt, das Reich Gottes ist nahe.
[26:36] Und das hat damit zu tun, dass das Reich Gottes in der Bibel zwar seit Jahrhunderten und Jahrtausenden vorhergesagt worden war, aber seit dem Sündenfall über Jahrtausende keinen konkreten legalen Grundsatz oder kein legales Fundament hatte auf der Erde. Dieses grundsätzliche Fundament wurde an einem ganz bestimmten Tag, zu einem bestimmten Zeitpunkt gelegt. Die Offenbarung spricht davon, ab welchem Zeitpunkt man davon sprechen kann, dass das Reich Gottes auf dieser Erde tatsächlich eingepflanzt worden ist. Offenbarung 12 und dort Vers 10. Wir lesen dort.
[27:43] Das ist nach der Zeit des Alten Testamentes. Denn da hatte der Satan noch Zugang zum Himmel. Aber es ist vor der Wiederkunft. Denn wir lesen in Vers 12. Das heißt, wann war dieser Zeitpunkt, dass man sagen konnte im Himmel: Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Christus. Es war am Kreuz.
[28:16] Als Jesus am Kreuz starb, dann war das Heil nicht nur verheißen durch Versprechen und Typologien und Prophezeiungen, sondern dann war das Heil legal verfügbar, juristisch unanfechtbar. Das Reich Gottes beginnt mit der Kreuzigung. Und es ist kein Zufall, dass Jesus eine Krone trug. Es ist kein Zufall, dass er der König der Juden genannt wurde. Das Reich Gottes ist die Herrschaft Gottes. Und die Herrschaft Gottes basiert auf dem Gesetz Gottes. Und das Gesetz Gottes ist die Tatsache, dass Gott unter allen Umständen immer die Liebe ist. Und genau das offenbart das Kreuz. Das Kreuz offenbart, dass Gott unter allen Umständen die Liebe ist.
[29:21] In Philipper 2 und dort ab Vers 5 sehen wir die Regierungserklärung des Reiches Gottes, die so anders ist als das, was wir unter Herrschaft verstehen. Philipper 2 ab Vers 5: Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen. Und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum Tod am Kreuz. Sagte nicht Jesus, dass wer der Oberste sein will, sei aller Diener? Am Kreuz zeigt sich, dass das Prinzip des Dienstes, das Prinzip der Unterordnung, das Prinzip der selbst aufopfernden Liebe die Grundlage der Regierung Gottes ist.
[30:27] Am Kreuz ist das Reich Gottes auf diese Erde aufgepflanzt worden, nachdem es durch den Sündenfall zunächst einmal vertrieben worden war. Und am Kreuz ist diese Offenbarung so deutlich gewesen, dass seitdem kein Engel im Himmel, kein ungefallenes Wesen, auch nur irgendeinen Zweifel oder irgendeine Frage hat, ob Gott immer die Liebe ist. Für sie ist eindeutig, man kann keine bessere Regierung haben als die Regierung Gottes. Und deswegen hat der Satan keinen Zutritt mehr zum Himmel. Lediglich die Menschen müssen davon noch überzeugt werden, und das ist die Geschichte der nächsten weiteren 2000 Jahre, bis dann die Wiederkunft kommt und Jesus seine Untertanen, seine Mitkönige, die Bewohner des Reiches Gottes mit sich nimmt in den Himmel, bevor er dann nach den 1000 Jahren auch diese Erde wieder als sein Reich in Anspruch nimmt.
[31:34] Das Reich Gottes ist nahe. Jesus predigte damit etwas, was im Grunde genommen gar nicht so weit weg war von dem, was die Juden erwarteten, zumindestens dem Worte nach. Auch sie lasen Daniel 9 und auch sie hatten die Zeit einigermaßen kalkuliert und hatten herausgefunden, dass es nicht mehr lange sein kann, bis das Reich Gottes komme. Aber in ihrem Herzen, wo Stolz und Prunksucht und Selbstdarstellung regierten, war kein Platz für dieses Reich Gottes. Es reicht der Selbstaufopferung und der uneingeschränkten Liebe zum Nächsten. In ihrem Herzen war eher Platz für ein Reich Gottes, wo die feindlichen Römer vertrieben werden. Jesus predigte eine Botschaft, die dem Volk gar nicht so unvertraut war, deren geistliche Bedeutung aber kaum verstanden worden ist.
[32:34] Interessanterweise glauben auch wir, dass das Reich Gottes jetzt nahe herbeigekommen ist. Nicht in dem Sinne, dass das Reich am Kreuz sich gezeigt hat, sondern in dem Sinne, dass Jesus als König der Könige wiederkommen wird. Das Reich Gottes ist wie eine Medaille, es hat zwei Seiten. Da ist die Seite des Kreuzes und das die Seite des Triumphes. Da ist die Selbstaufopferung und da ist der Sieg, wenn Jesus mit den Heeren des Himmels wiederkommen wird, um seine treuen Nachfolger zu sich zu holen. Beides gehört dazu. Diese beiden Brennpunkte machen die Idee des Reiches Gottes aus. Und so wie Jesus auf das baldig kommende Reich Gottes hinwies, auf die baldige Kreuzigung, so weisen wir in unserer Verkündigung in der letzten Zeit auf die baldige Wiederkunft Jesu. In den Wolken des Himmels als König der Könige. Auch wir sagen, das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen.
[33:41] Deswegen braucht es einen dritten Aspekt in der Botschaft, die Jesus hier verkündigt. In Markus 1 und dort Vers 15 heißt es nicht nur: Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Es heißt dann auch: Tut Buße.
[34:00] Die praktische Anwendung ist die Metanoia, wie es griechisch heißt, die Änderung des Denkens. Dass wenn man sich auf dem Weg befindet und plötzlich feststellt, es ist der falsche Weg, dass man bereit ist, umzukehren. Einen neuen Weg einzuschlagen. Nicht nur mit den Taten, das kann ein Mensch vielleicht ja noch gerade selbst bewerkstelligen, sondern sogar im Denken. Neue Gedanken zu denken. Neue Gedankenmuster aufzubauen und das kann kein Mensch aus sich alleine. Die Bibel sagt, dass echte Buße ein Geschenk Gottes ist. Apostelgeschichte 5 und dort Vers 31. Dort heißt es: Diesen hat Gott, gemeint ist Jesus, diesen hat Gott zum Fürsten und Retter zu seiner Rechten erhöht, um Israel Buße und Vergebung der Sünden zu gewähren. Nicht nur die Vergebung ist ein Geschenk, sondern die Buße auch. Viele Christen glauben, sie müssten erst einmal Buße tun, damit Gott ihnen dann vergeben kann. Und ja, Buße ist absolut notwendig, aber Buße ist kein Hindernis auf dem Weg zu Gott. Der Luther wäre beinahe darüber gestrauchelt, bis er entdeckte, dass sowohl die Buße als auch die Vergebung, als auch all das, was Gott von uns verlangt, ein Geschenk von ihm ist. Dass wenn wir mit ihm kooperieren, wir von ihm bekommen können.
[35:28] Tut Buße. Denke neu. Lass dir von Gott neue Gedanken schenken. Und dann als letztes: Glaubt an das Evangelium. Und da klingen schon die Worte des Paulus an, der in dem Evangelium diese gewaltige Kraft Gottes gesehen hat. In Römer 1, Vers 16 und 17 ist es nicht aufgrund dieser Worte von Jesus unter anderem, dass Paulus schreiben kann: Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht. Denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt. Zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen. Denn es wird darin offenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben.
[36:19] Jesus predigte: Glaube an das Evangelium. Glaube, dass wenn Gott dir neue Gedanken schenkt, wenn Gott dich davon überzeugt, dass du auf dem Holzweg gewesen bist, wenn Gott dich von einer Sünde überführt, glaube, dass Gott die Kraft hat, dir zu vergeben und dein Leben zu ändern und dir Gehorsam zu schenken. Glaube, dass Gott die Kraft hat, dich zu retten. Das Evangelium ist nicht nur eine gute Nachricht, es ist die Kraft Gottes. Und Gott ist kein Schwächling. Gott hat Kraft. Das Evangelium ist diese Kraft. Jesus predigte Glauben. Er predigte Buße. Er predigte das Evangelium. Er predigte Prophetie. Und er predigte vom Reich Gottes.
[37:08] Das sollten eigentlich die Inhalte unserer Predigt sein. Wenn wir das Evangelium predigen, sollten wir Prophetie predigen. Und zwar nicht nur allgemein, wie bei Nostradamus, dass irgendwann irgendwie was passieren könnte, sondern sehr spezifisch biblische Prophetie mit ihren Zeitprophezeiungen sollten Teil der Verkündigung sein. Auch wir sollten vom Reich Gottes predigen, von den großen Themen des großen Kampfes, von seinem Gesetz, von seiner Liebe, von seinem Charakter, von der Art und Weise, wie er mit der Menschheit, mit dem Universum umgeht. Auch wir sollten Buße predigen. Nicht nur hohe Theologie, sondern den Menschen zeigen, wo sie in ihrem persönlichen Leben und auch wir in unserem persönlichen Leben umkehren müssen. In unserem Lebensstil, in unseren Worten, in unseren Taten, in unseren Gedanken.
[37:54] Und dann als die Krönung von allem sollten wir die Kraft des Evangeliums predigen, die nicht durch eigene Anstrengung und verkrampftes Halten von menschlichen Regeln seine Wirkung entfaltet, sondern durch den Glauben, dass Gott das in uns tun kann. Dort, wo diese Dinge zusammenkommen, der Glaube an das Evangelium, die Predigt echter Herzensreue und Buße, die Verkündigung der biblischen Prophetie mit ihren Zeitweissagungen und dann natürlich die Predigt von dem Reich Gottes und seinem Charakter und seinem Wesen, wo das zusammenkommt, da ist das wahre Evangelium, so wie Jesus es gepredigt hat, als er auf Erden war und er der Messias, der Gesalbte war.
[38:40] Und ist es ein Wunder, dass die dreifache Engelsbotschaft genau diese Elemente enthält? Ist da nicht eine konkrete Zeitprophezeiung enthalten, wenn es heißt, dass die Stunde seines Gerichts gekommen ist? Geht es nicht um das Reich Gottes, um seinen Charakter, um sein Gesetz? Wenn wir ausrufen: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, betet den an, der gemacht hat, Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen. Rufen wir nicht zur Buße auf, wenn wir sagen: Babylon ist gefallen, ist gefallen. Wenn wir die Menschen warnen vor dem Tier und seinen Malzeichen. Und ist die dreifache Engelsbotschaft nicht eine Botschaft über den Glauben, über die Gerechtigkeit aus Glauben? Wenn dort steht in Offenbarung 14, Vers 12: Hier ist die Geduld der Heiligen, hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Hier sind die, die erhalten die Gebote Gottes und haben den Glauben Jesu. Das ewige Evangelium. All die Elemente von Markus 1, Vers 14 und 15, mit denen jetzt Jesus begann, dort in Galiläa seinen neuen Dienst auszuführen. All diese Elemente von diesem Reich, dieser Botschaft, diesem Evangelium des Reiches, all die finden sich auch in Offenbarung 14, Vers 6 bis 12.
[40:04] Es ist dasselbe Evangelium. Ja, die Worte sind etwas anders. Ja, die Umstände sind etwas anders. Aber die Prinzipien des Evangeliums sind absolut dieselben. Wir können, wir sollen, wir müssen von Jesus lernen.
[40:21] Noch ein letzter Abschnitt aus dieser Zeit. Lukas 4, Vers 14 und 15 berichtet parallel davon. Lukas 4, Vers 14 und 15: Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes zurück nach Galiläa. Auch hier natürlich zwischen Vers 13 und 14 ein langes Loch von über einem Jahr, so wie auch bei Markus und Matthäus. Jesus tat all das. Er predigte die Prophetie, den Glauben, die Buße und das Reich Gottes. Nicht durch menschliche Weisheit, obwohl er ein vollkommener Mensch war, im vollsten Sinne, so wie wir auch. Jesus tat das in der Kraft des Heiligen Geistes. Denn der Heilige Geist hat Kraft. Und deswegen sagt dann der Paulus: Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist Gottes Kraft.
[41:16] Wenn wir also das Evangelium predigen wollen, das Jesus nachtun wollen, wenn wir ihm nachfolgen wollen in der Methode und dem Inhalt, dann dürfen wir nicht einfach nur dieselben Worte sagen in derselben Reihenfolge, sondern wir brauchen, so wie Jesus, die Kraft des Geistes für jeden einzelnen Schritt, für jedes einzelne Teil. Zahlen an einem prophetischen Strahl nützen nichts, wenn nicht die Kraft des Geistes dabei ist. Eine Erklärung des Charakters Gottes nützt nichts, wenn nicht die Kraft des Geistes dabei ist. Eine Aufzählung von Sünden nützt nichts, wenn nicht die Kraft des Geistes dabei ist. Und die Aufforderung, dem Evangelium zu glauben, nützt nichts, wenn nicht Gottes Geist in Kraft wirkt. Jesus benötigte die Kraft des Geistes für seinen Verkündigungsdienst. Wir benötigen das heute ganz genauso.
[42:12] Und Jesus war ja erfüllt vom Heiligen Geist, so sagt es dann schon Lukas 4, Vers 1: Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde vom Geist in die Wüste geführt. Und dann in Lukas 4, Vers 14 heißt es: Und das Gerücht von ihm verbreitete sich durch die ganze umliegende Gegend. Das Wort Gerücht ist eigentlich gar nicht mal besonders gut übersetzt. Feme, griechisch, heißt vielmehr Ruhm oder Bericht. Interessanterweise kommt von Feme tatsächlich das englische Hall of Fame, sagt man zum Beispiel. Also eine Ruhmeshalle, der Ruhm und die Berühmtheit werden damit ausgedrückt. Jesus wurde jetzt berühmt, so wie Johannes der Täufer vorberühmt war. Ja, noch mehr, wurde er jetzt der berühmte Prediger in Palästina.
[43:06] Vers 15: Und er lehrte in ihren Synagogen, griechisch wörtlich: Und er selbst lehrte dort. Das heißt mit anderen Worten, die Botschaft von ihm, sein Ruhm ging durch alle Landen, durch die ganze Gegend. Aber er blieb nicht an einem Ort und ließ alle zu sich kommen. Nein, er ging von Ort zu Ort und predigte überall selbst. Das Gerücht, die Botschaft ging ihm voraus, die Nachricht von seinem Ruhm. Aber er ging überall selbst hin, um durch seine eigenen Worte diese Nachrichten zu bestätigen. Jesus glaubte nicht daran, sich an einem Ort niederzulassen und dort einfach ein bisschen zu wirken. Nein, er glaubte an einen systematischen Dienst, von Ort zu Ort zu gehen, zu reisen und zu predigen.
[43:53] Und dann heißt es hier: Und wurde von allen gepriesen. Das griechische Wort für gepriesen kommt von doxa, was bedeutet ehren oder verherrlichen. Jesus wurde geehrt, er wurde verherrlicht. Sagt nicht die Dreiverengelsbotschaft: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre. Wenn wir in der Kraft des Geistes predigen, dann wird sich auch die Botschaft verbreiten. Sagt nicht sogar Daniel 11, dass Gerüchte vom Osten und Norden, ein Hinweis auf die Dreiverengelsbotschaft, sich in der Welt verbreiten werden, so sehr, dass sogar die antichristliche Macht, das Papsttum, der König des Nordens erschrecken wird und dann die letzten Ereignisse von Offenbarung 13 inklusive des Todesbefehls eintreten werden.
[44:50] Die Bibel sagt uns, dass die ganze Erde erleuchtet werden wird mit der Herrlichkeit Gottes. Dadurch, dass Männer und Frauen, Alte und Junge, das wahre Evangelium, das Evangelium vom Reich, predigen werden, nicht einfach nur als Wort, sondern als Zeugnis, erfüllt vom Heiligen Geist, in der Kraft des Heiligen Geistes, mit dem bestätigenden Beweis der biblischen Zeitprophezeiung, mit den Wahrheiten über Gottes Reich, mit einer schneidenden Botschaft der Buße und einer heilenden Botschaft über den Glauben und das Evangelium, die gute Nachricht. Wenn das geschieht, wird sich noch einmal das Gerücht verbreiten und noch einmal werden Menschen Gott preisen. Sagt nicht Jesus, dass wir unser Licht leuchten lassen sollten vor den Menschen, damit sie unsere guten Werke sehen und den Vater im Himmel preisen. Jesus wurde gepriesen, als er in ihren Synagogen den Zusammenkünften so wörtlich lehrte.
[46:04] Für heute wollen wir uns vornehmen, dieses simple, einfache und doch so tiefgehende Evangelium, das Jesus gepredigt hat, hier auf Erden zum Vorbild zu nehmen für unsere Predigt. Lasst uns nichts anderes predigen, als das, was er getan hat. Lasst uns erkennen, dass die Dreiverengelsbotschaft das genaue Endzeitpendant ist zu dem, was Jesus in seiner Zeit gepredigt hat. Lasst uns es in der Kraft des Geistes verkündigen und Jesus wird sehr bald wiederkommen. Das Reich Gottes ist für wahr sehr nahe. Gott segne dich.
[46:41] Wir wollen gemeinsam noch mit einem Gebet dieses Studium beenden. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du uns durch dein Wort geführt und geleitet hast, dass wir sehen konnten, dass in diesen wenigen, eigentlich recht gut bekannten Versen, so viel drinsteckt, dass wir für unser persönliches Leben gebrauchen können. Wir sehen, dass die Adventbewegung nicht irgendein Evangelium predigt, sondern das, was genau dem entspricht, was Jesus selbst auf dieser Erde gepredigt hat. Mögen wir inspiriert sein und beeindruckt, genau das zu tun, was Jesus auch getan hat. Wenn eine Tür sich schließt, nicht einfach frustriert zurückzubleiben, sondern die nächste geöffnete Tür zu suchen und das Evangelium dort zu predigen, wo es auf fruchtbaren Boden fällt. Herr, bitte erfülle uns doch mit deinem Heiligen Geist und bitte schenke uns die Kraft des Geistes, damit dein Evangelium sich in der ganzen Welt verbreitet, damit du geehrt wirst. All das bitten wir im kostbaren und teuren Namen Jesu. Amen.
[47:48] Nächste Woche werden wir dann wieder in gewohnter Umgebung Dienstagabend gemeinsam die nächsten Geschichten studieren, die jetzt sich entfalten in diesem Dienst in Galiläa, den Jesus dort begonnen hat. Wir werden sehen, wie all die Geschichten, all die Wunder, all die Gleichnisse eine Entfaltung dieses Prinzipes des Evangeliums vom Reich Gottes sind. Das wird sehr spannend. Schaltet dann wieder ein, am besten live oder dann auch die Aufnahme auf joelmedia.tv. Gott segne euch, viel Freude im Studium seines Wortes.
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