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In dieser Folge von „Der Ersehnte“ wird die Berufung der Jünger am See Genezareth thematisiert. Christopher Kramp beleuchtet die tiefgreifende Begegnung von Petrus mit Jesus nach einem unerwarteten Fischfang, die zu einer Erkenntnis der eigenen Sündhaftigkeit und einer tiefen Ehrfurcht führt. Die Predigt vergleicht den biblischen Menschenfang mit dem Fischfang und betont die Bedeutung von Jesu Führung und der Bereitschaft, alles für seinen Ruf zurückzulassen.

In dieser 57. Folge von „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp die Berufung der Jünger durch Jesus am See Genezareth. Er erklärt, wie die überwältigende Begegnung mit Jesu Macht Petrus zu einer tiefen Selbsterkenntnis führt und wie diese Erkenntnis die Grundlage für den Missionsauftrag bildet. Die Lektion betont die Bedeutung des Vertrauens auf Jesus, auch wenn die eigenen Fähigkeiten begrenzt erscheinen, und wie die Nachfolge Jesu zu einem Leben als „Menschenfischer“ führt.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Herzliches Willkommen für alle, die ihr hier seid, und auch alle, die jetzt live zugeschaltet sind auf www.joelmedia.tv.de zur 57. Folge. Wir wollen heute die Berufung der Jünger am See weiter studieren. Wir haben letzte Woche angefangen und geschaut, wie Jesus sie so Schritt für Schritt darauf vorbereitet hat auf diesen so gewichtigen Schritt. Und bevor wir weitermachen dort an Lukas 5, wollen wir gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet. Lieber Vater im Himmel, wir kommen jetzt an diesem Abend zu dir in dem Bewusstsein, dass wir deine Gnade und deinen Heiligen Geist brauchen, um dein Wort zu verstehen. Wir danken dir für all das, was du heute für uns getan hast und möchten dich bitten, dass du uns auf besondere Weise zeigst, was die Worte, die wir lesen werden, die Verse, die wir studieren werden, uns heute bedeuten, was wir daraus lernen können für unseren praktischen Alltag. Wir wollen auch Jesus folgen. Wir möchten dich bitten, dass du uns zeigst, welche Schritte wir heute zu entscheiden haben, welche Schritte du uns führen möchtest. Halte du alle Störende fern und sei mit deinem Heiligen Geist in besonderer Weise gegenwärtig. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.

[1:54] Wir haben das letzte Mal uns angeschaut, wie Jesus am See Genezareth entlang ging am frühen Morgen, als der Morgen noch anbrach. Die Jünger waren noch auf dem See in der Hoffnung, doch noch Fische zu fangen. Sie waren frustriert, enttäuscht, nichts hat funktioniert und Jesus hat an jenem Morgen sie schon gesehen, dass er sie heute berufen würde. Sie ahnten nicht, welcher lebensverändernder Tag das werden würde. Als dann etwas mehr Sonnenlicht den See kräuselte, waren die Menschenmengen gekommen. Jesus war ans Ufer gedrängt worden und dann hatte er das Boot von Petrus sich erbeten, der eigentlich etwas teilnahmslos da war und sein Netz gewaschen hatte, ohne richtig zu bemerken, dass er gebraucht wurde. Und Jesus hat dann vom Boot aus gepredigt und hat dann, wir haben das letzte Mal angeschaut, sich eingemischt in den Beruf des Petrus. Fahr hinaus, wirf dein Netz aus. Und der hat zwar gesagt, dass das keinen Sinn macht, dass das gegen alle Regeln der Fischerkunst ist, aber er war bereit, Jesus bestimmen zu lassen. Er hat gesagt: "Auf dein Wort hin." Und wir haben die Geschichte angeschaut, sie haben das Netz hineingeworfen und dann kaum wieder reingekriegt. So viele Fische waren drin, sie mussten ihre Kollegen zur Hilfe rufen und selbst mit zwei Booten war das fast lebensgefährlich, diese Fische einzuziehen, weil die beinahe gesunken sind. An der Stelle haben wir aufgehört und jetzt kommt ja eigentlich das, worum es geht. Schauen wir mal gemeinsam in Lukas 5 ab Vers 8.

[3:37] Also das große Aufregung, nicht wahr? Man kämpft mit den Fischen, sie alle ins Boot zu bekommen und trotzdem noch am Leben zu bleiben. Lukas 5 und dort Vers 8. Lukas 5, Vers 8. "Als aber Simon Petrus das sah, fiel er zu den Knien Jesu nieder und sprach: Herr, gehe von mir hinweg, denn ich bin ein sündiger Mensch." Als Petrus sieht, was um ihn herum passiert, als er seine Freunde sieht, wie die mit diesen Fischen da aus dem Meer ziehen und es werden immer mehr Fische und mehr Fische, da hört er vor einem Moment auf zu arbeiten, weil er merkt, hier geschieht etwas Außergewöhnliches. Er lässt die anderen weiterarbeiten und er fällt nieder. Könnt ihr mir sagen, warum ist Petrus wohl niedergefallen? Das ist ja eine nicht alltägliche Geste, nicht wahr? Er fällt nieder. Was meint ihr, was verbirgt sich denn da, warum hat er das getan? Ja, das Niederfallen ist normalerweise eine Form der Anbetung. Kennt ihr andere Stellen, wo es heißt, dass jemand niedergefallen ist, um anzubeten? Könnt ihr da Bibelstellen spontan einfallen? Jemand fällt nieder, um anzubeten. In der Offenbarung fällt der Johannes nieder, heißt es, er fiel nieder, um den Engel anzubeten. Er sagt: "Tu es nicht." Genau, dies zum Beispiel. Fällt euch noch eine Stelle ein? Sie fielen nieder, um anzubeten. Eine aus den Evangelien zum Beispiel noch. Matthäus Kapitel 2, Vers 11. Weiß jemand aus dem Kopf, was Matthäus 2, Vers 11, wer da wohl anbetet? Die Weisen aus dem Morgenland, die kommen und da heißt es in Matthäus 2, Vers 11: "Sie gingen in das Haus hinein und fanden das Kind mit Maria, seiner Mutter, da fielen sie nieder und beteten es an." Noch ein Beispiel, Apostelgeschichte 10 und dort Vers 25 und 26. "Als nun Petrus gerade hineinkam, ging ihm Kornelius entgegen und fiel ihm zu Füßen und huldigte ihm." Also dieses Niederfallen zu den Füßen hat eine Beziehung zum Anbeten. Und auch wenn jetzt in Lukas 5 nicht explizit steht, dass Petrus Jesus angebetet hat, ist das doch eine Szene, die relativ nahe daran ist. Er fällt nieder, er ist sich bewusst, das ist nicht einfach nur ein Rabbi. Das kann ein normaler Rabbi nicht. Das ist eines der Momente, wo die Menschen realisieren um Jesus herum: Hier ist übernatürliche Kraft, hier ist die Gottheit direkt vor uns.

[6:45] Es ist sehr interessant, wie er zu Jesus spricht. Er sagt zu ihm: "Herr, was soll Jesus tun? Herr, gehe weg von mir, gehe von mir weg." Vielleicht etwas ungewöhnlich, oder? Warum sagt er Petrus: "Gehe weg von mir?" Er hat seine Sündhaftigkeit erkannt, das wird ganz deutlich, wenn er sagt: "Denn ich bin ein sündiger Mensch." Ja, er hat gespürt, dass seine eigene Unwürdigkeit, seine Sünde, dass das mit der Reinheit und Heiligkeit Jesu irgendwie nicht kompatibel war. Interessanterweise war das ja jetzt erst für ihn so sichtbar, als Jesus seine Göttlichkeit gezeigt hat. Vorher hat er kein Problem gehabt, mit Jesus zusammen zu sein. Erst als er Jesus richtig verstanden hat, als er ihn besser kennengelernt hat, hat er plötzlich gemerkt, wie groß der Unterschied ist. Das ist ja etwas, was uns auch eigentlich passiert. Wenn man unbekehrt ist, redet man über Jesus, als wäre es einfach nur ein Religionsstifter. Selbst wenn man sich dann bekehrt, je mehr man Jesus kennenlernt, ihn wirklich kennenlernt, desto mehr sieht man seine Unwürdigkeit. Wie oft ist man vielleicht sogar früher relativ auch als Christ lapidar mit Jesus umgegangen, weil man halt gar nicht so eine richtige Vorstellung hatte, was er alles kann. Das sehen wir hier bei Petrus.

[8:16] Kennt ihr andere Stellen in der Bibel, wo Menschen plötzlich gemerkt haben, dass sie Gott begegnet sind und sie vor Scheu niederfallen oder sagen: "Oh nein, jetzt müssen wir sterben. Wir haben Gott gesehen." Paulus, als er das Licht gesehen hat. Andere Stellen, wo Menschen sagen: "Oh nein, wir haben Gott gesehen. Das ist zu viel. Wir müssen sterben. Wehe uns." Es folgt Israel wann? Genau, noch im selben Kapitel. Schaut mal in 2. Mose 20. Direkt bei den zehn Geboten, als auch die Herrlichkeit Gottes sich gezeigt hat. Ja, dieses Feuer vom Himmel kommen, der Berg erbebt und die Stimme Gottes zu hören ist. Sie haben vorher gewusst, dass es Gott gibt, aber als sie wirklich gesehen haben, wie heilig er ist, da sehen wir in Vers 19, 2. Mose 20, Vers 19, direkt nach den zehn Geboten: "Und das Volk sprach zu Mose: Rede du mit uns, und wir wollen hören, aber Gott soll nicht mit uns reden, sonst müssen wir sterben." Ja, die wollten gar nicht mehr, was mit Gott zu tun haben. Ja, und ihr wisst ja dann, dadurch ist dieser alte Bund entstanden.

[9:38] Andere Stellen noch, die vielleicht ganz interessant sind. Nehmen wir mal ein paar noch hier dazu. Richter, Kapitel 13. Richter 13 und dort Vers 22. Richter 13, Vers 22. Das ist die Geschichte von den Eltern von Simson, Manoach und seine Frau. Ja, die treffen da diesen Fremden und reden mit ihm, bis sie dann realisieren, wer das wirklich ist. Schaut mal dritte in Richter 13, Vers 22: "Und Manoach sprach zu seiner Frau: Wir müssen sicherlich sterben, weil wir Gott gesehen haben." Also immer wieder sieht man das und das sind jetzt nur zwei Beispiele. Wenn Menschen plötzlich realisieren, wie nahe Gott ihnen ist und sie ihre eigene Unwürdigkeit sehen, dann sehen sie, dass sie eigentlich des Todes sind.

[10:34] Aber es gibt eine Stelle vielleicht im Alten Testament, die ganz bekannt ist, wo jemand eine Vision von Gott hat und dann seine eigene Unwürdigkeit so richtig sieht, wie er sie vorher nicht gesehen hat, obwohl er vorher schon ein gläubiger Mann gewesen ist. Jesaja, genau. Welches Kapitel ist das? Wisst ihr das vielleicht zufällig? Jesaja, Kapitel 6. Lass uns das mal ein bisschen genauer anschauen, weil wir hier eine interessante, wichtige Parallele dann auch zu Petrus haben. Jesaja, Kapitel 6 und schaut mal ab Vers 1.

[11:13] Jesaja 6, Vers 1. "Im Todesjahr des Königs Usia sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron, und seine Säume erfüllten den Tempel. Seraphim standen über ihm, jeder von ihnen hatte sechs Flügel, mit zweien bedeckten sie ihr Angesicht, mit zweien bedeckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie. Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Herrscher, und die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit." Da beten die Pfosten der Schwellen von der Stimme des Rufenden und das Haus wurde mit Rauch erfüllt. Das ist ja mein Hinweis, wenn das Haus mit Rauch erfüllt war, war das ein Hinweis auf die Herrlichkeit Gottes, die Gegenwart Gottes. Und als jetzt dieser Jesaja, der war ja nicht vorher ungekehrt, der hat auch vorher schon Botschaften übermittelt, der hat auch schon an Gott geglaubt, aber als er plötzlich die Herrlichkeit Gottes sieht in ihrer Fülle, schaut man, was er sagt in Vers 5.

[12:04] Da sprach ich: "Weh mir, ich vergehe, denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und wohne unter einem Volk, das unreine Lippen hat." Er sagt nicht mal zuerst das Volk, sondern er sieht, dass zuallererst er selbst ein Problem hat. "Denn meine Augen haben den König, den Herrn, den Herrscher gesehen." Und das ist genau das, was der Petrus gefühlt hat, als er plötzlich realisiert: Unser Theologielehrer, der hat Kontrolle über die Fische. Das muss, das muss der Schöpfer sein.

[12:44] Warum ist diese Parallele zu Petrus so interessant? Schaut mal hier, was danach passiert. Vers 6 und 7 kennt ihr wahrscheinlich, da kommt dann einer von den Engeln, einer von den Seraphim mit einer glühenden Kohle, berührt seine Lippen. Seine Lippen waren ein Problem, nicht wahr? Dass wir gesprochen haben. Das ist übrigens auch eine interessante Parallele zu Petrus, der hat auch mit seinen Lippen ein Problem gehabt. Und als ihm dann vergeben wird, seine Schuld wird gesühnt, symbolisch. Schaut mal, was in Vers 8 gesagt wird.

[13:15] "Und ich hörte die Stimme des Herrn fragen: Wen soll ich senden und wer wird für uns gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich." Beide Geschichten haben zwei entscheidende Parallelen. In beiden Geschichten gibt es zuerst Sündenerkenntnis aufgrund der offensichtlichen Manifestation von Göttlichkeit und dann gibt es einen Missionsauftrag. Sieht fast so aus, als ob man den Auftrag Gottes erst richtig annehmen kann, wenn man sich seiner eigenen Sündhaftigkeit bewusst ist. Gerade dann, wenn man sich seiner eigenen Unwürdigkeit bewusst ist, kann man die größten Aufträge von Gott bekommen. Siehe Mose, siehe Daniel, seine letzte große Vision, als er Jesus sieht, der fällt auch auf die Erde und sagt: "Es ist keine Kraft mehr in mir." All seine Kraft war dahin. Die eigene Unwürdigkeit.

[14:16] Dem Petrus war das plötzlich ganz bewusst und mir gefällt, wie die Ellen G. White sagt, sie sagt: "Er fiel und das unterscheidet ihn vom Volk Israel am Berg Sinai. Er fiel zu den Füßen nieder, ich sagte: 'Geh von mir!' und hielt ihn fest an den Knien, um zu sagen: 'Ich weiß, dass ich nicht mit dir zusammen sein kann, aber ich lasse dich nicht los, es sei denn, du segnest mich', so wie Jakob."

[14:48] Und gehen wir zurück zu Lukas und schauen mal, wie sich das jetzt hier entwickelt. In Lukas und dort Kapitel 5 und dort dann Vers 10. Lukas 5 und dort Vers 9: "Denn ein Schrecken überkam ihn und alle, die bei ihm waren, wegen des Fischzuges, den sie gemacht hatten." Man könnte das eigentlich auch übersetzen: "Erstaunen umgab sie oder umgab ihn." Das ist also nicht so ein Schrecken, also kein Horrorgefühl, das er gehabt hat. Ein Schrecken überkam ihn, das war jetzt nicht irgendwie ein Geist, der neben vorbei gezogen ist und die Nackenhaare hochgezogen. Es war eher, er war so völlig überwältigt vor Erstaunen, was Jesus tun kann. Ich weiß nicht, ob ihr das mal erlebt habt, dass ihr so völlig erstaunt wart, was Jesus Unglaubliches tut. Man lebt man so vor sich hin und ist dankbar, dass Gott einen führt und leidet, aber es gibt Situationen, da merkt man, Gott hat etwas Unbegreifliches, etwas völlig Unrealistisches für mich getan. Ich habe ihm vertraut und er hat es mehr als wieder zurückbezahlt dieses Vertrauen. Er war völlig außer sich.

[16:05] Vers 10: "Gleicherweise auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedeus, die Simons Teilhaber waren." Allesamt waren völlig erstaunt. Ich glaube, was uns manchmal fehlt, ist so wie ihnen das Bewusstsein, dass Gott wirklich Großes tun kann. Sie kannten ja Jesus, sie haben auch Jesus gerne Predigen hören, saßen gerne neben ihm im Boot, haben für ihn gearbeitet, haben Fische für ihn gefangen, damit er was zu essen hatte und waren sich sicher, dass er der beste Lehrer ist, den es gibt. Und vielleicht geht uns das manchmal auch so, dass wir sagen: "Ja, wir mögen Jesus, immer wenn wir da die Bibel lesen, geht es uns gut und wir sind in der Kirche, wo wir die beste biblische Lehre bekommen und wir arbeiten so und am Tag, damit wir dann nicht wahr die Kirche unterstützen können und so geht das christliche Leben vor sich." Aber wie oft ist uns das bewusst, dass Jesus wirklich Gewaltiges, Großes, Außergewöhnliches tun kann? Er konnte das nur tun, weil sie ihm geglaubt haben. Ihr kennt vielleicht diesen Spruch von dem Missionar: "Erwarte Großes von Gott und nimm dir Großes vor für Gott."

[17:21] Naja, also Jakobus, Johannes, die Söhne des Zebedeus, Simons Teilhaber, das heißt eigentlich die besonderen Gefährten, die Freunde, die waren auch alle dabei. Und jetzt schaut man fest, und Jesus sprach zu Simon: "Fürchte dich nicht, von nun an sollst du Menschen fangen." Was fällt euch an diesem zweiten Teil des Verses auf? Jesus sprach zu Simon: "Fürchte dich nicht, von nun an sollst du Menschen fangen." Was fällt euch auf? Irgendetwas, was euch bemerkenswert erscheint hier in diesem zweiten Teil des Verses. Er hat offensichtlich auch Angst gehabt. Jesus musste ihm sagen: "Fürchte dich nicht."

[18:20] Das ist interessant. Vielleicht bleiben wir kurz dabei. Sind das eher ungewöhnliche Worte oder häufig zuhörende Worte, dieses "Fürchte dich nicht"? Kommt oft vor in der Bibel, oder? "Fürchte dich nicht." Jemand hat mal gesagt, das sind 365 Mal in der Bibel. Ich habe das noch nie gefunden, dass das wirklich stimmt. Aber jedenfalls, es kommt genügend oft vor. Weiß jemand von euch, wo es zum allerersten Mal vorkommt? "Fürchte dich nicht." In der ganzen Bibel. Welchem Buch, welche Geschichte zum ersten Mal, wo Gott sagt: "Fürchte dich nicht"? Ich gebe euch einen Tipp. Das ist ziemlich weit am Anfang.

[19:06] Ja, das stimmt. Er hat ihm da die Angst genommen. Da steht zwar nicht "Fürchte dich nicht", aber von der Idee her ist er schon richtig. Genau. Zum ersten Mal "Fürchte dich nicht" steht ein bisschen später. Und zwar in 1. Mose 15. 1. Mose 15 und dort Vers 1. Es ist gerade, nachdem der Abram diesen Krieg geführt hat, gegen die Koalition des Kedorlaomer und er sich ein bisschen Gedanken gemacht hat, was wird jetzt aus ihm? Schaut mal in 1. Mose 15, Vers 1.

[19:51] Und ein sehr großer Lohn. Ja, und ihr kennt die Geschichte, wo dann die Tiere geteilt werden, wo Gott einen Bund macht mit dem Abram. Diesen Bund, auf dem dann quasi die ganze Bibel basiert. Das ganze Evangelium, der Bund Gottes. "Fürchte dich nicht." Damit geht es los.

[20:05] Weiß jemand, wo zum letzten Mal in der Bibel "Fürchte dich nicht" steht? Das letzte Mal "Fürchte dich nicht". Ich gebe euch einen Tipp. Es ist ziemlich weit am Ende. "Fürchte dich nicht." Also keine Angst, wenn ich alle Stellen dazwischen anschaue, aber wenigstens mal von vorne bis hinten. Das "Fürchte dich nicht". Das letzte Mal im letzten Buch der Bibel. Und zwar, ich kann euch ein bisschen helfen, in Offenbarung 1. Offenbarung 1 und dort Vers 17. Das ist auch so eine Stelle, die ganz ähnlich ist wie die von Jesaja und von Daniel und letztlich auch von Petrus.

[20:43] Offenbarung 1, Vers 17. Johannes sagt hier: "Und als ich ihn sah, wer ist ihn? Jesus, fiel ich zu seinen Füßen nieder wie tot." Und ihr wisst, der Johannes ist zu dem Zeitpunkt kein Unbekannter. Der ist jahrzehntelang führendes Mitglied der weltweiten Kirche Christi gewesen. Einer der Pioniere. Und als er Jesus sieht, noch im hohen Alter, nach Jahrzehnten, nach mehr als einem halben Jahrhundert intensivste Erfüllung mit dem Heiligen Geist, nach mehr als einem halben Jahrhundert Missionsdienst an der Front, nach mehr als einem halben Jahrhundert Leben mit Christus, wie kein anderer Apostel war er in das Ehebild Christi verwandelt worden. Und als er Jesus trifft in seiner Gottheit, sagt er: "Ich wurde wie tot." Das ist ein schönes Bild dafür, dass man nicht, also man könnte ja sagen, der Petrus, der war halt noch unbekehrt. Nein, je näher man Jesus kommt, daran ändert sich nichts. In der Nähe Gottes fühlen wir uns immer unwürdig.

[21:55] Und was sagt Jesus zu ihm? "Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht. Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebende. Ich war tot und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit." Also von 1. Mose bis Offenbarung sehen wir, Gott sagt zu den Menschen: "Fürchte dich nicht." In den Evangelien haben wir auch einige bekannte Stellen, wo Gott sagt: "Fürchte dich nicht." Erinnert euch an Zacharias im Tempel, der steht da und da kommt der Engel und dann sagt Gott, sagt der Engel: "Fürchte dich nicht, Zacharias." Und dann kommt der Engel zu Maria und die ist auch außer sich. Und was sagt der Engel? "Fürchte dich nicht." Und dann sagt der Engel sogar später zu Josef: "Fürchte dich nicht, die Maria zur Frau zu nehmen." Und dann, als das Kind geboren wird, dann singen die Engel und sie sagen zu den Hirten: "Fürchtet euch nicht." Also das zieht sich durch die ganze Bibel. "Fürchte dich nicht."

[23:01] Der Petrus hat hier eine Erfahrung wie viele vor ihm und viele nach ihm. Er sieht seine Unwürdigkeit, aber er sieht auch, dass obwohl er so unwürdig ist, Gott ihm das nicht vorhält. Gott sagt nicht: "Siehste, das wollte ich dir schon immer sagen, jetzt hast du es endlich verstanden." Gott sagt: "Fürchte dich nicht." Obwohl er versteht, wie schlimm um ihn steht, obwohl er versteht, wie unwürdig, wie sündig er ist, sagt Gott: "Fürchte dich nicht." Und das ist auch wichtig, weil es manchmal passiert, dass wir in das andere Extrem abdriften, dass wir unsere Unwürdigkeit sehen und zu Tode verzweifeln und nicht mehr glauben, dass uns geholfen werden kann. Derselbe Gott, der sich in seiner Herrlichkeit zeigt und uns unsere Unwürdigkeit offenbart, ist derselbe Gott, der die Schulter uns anfasst und sagt: "Fürchte dich nicht."

[23:56] Jetzt gehen wir zurück zu Lukas und schauen wir noch mal, was noch interessant ist an diesem Vers, in Lukas 5. Gibt es nämlich noch mehr. Also "Fürchte dich nicht", das ist schon mal sehr interessant. Was noch? In Lukas 5, Vers 10, dort im zweiten Teil. Was fällt euch noch auf an diesem Vers? "Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht, von nun an sollst du Menschen fangen." Er beruft ihn zum Menschenfänger, Menschenfischer sagt es dann später in Matthäus.

[24:28] Kennt ihr die Geschichte aus Matthäus? Wenn man Matthäus 4 liest, da sieht man nur die Gruppe an Jüngern, die dann gerufen wird. Aber was hier bemerkenswert ist, dass es heißt: "Und er sprach zu Simon." Das heißt, Jesus hat die Jünger einzeln berufen, nicht in einer Gruppe, nicht zu zweit, nicht zu viert, sondern einzeln. Jede Entscheidung für Jesus ist immer eine individuelle Entscheidung. Jesus beruft nie zwei Menschen einfach kollektiv so als Gruppe. Er hat zwar dann vier an dem Tag berufen, aber er hat zuerst den Simon gerufen, dann den nächsten sozusagen. Der Ruf Jesu in den Vollzeitdienst war ein individueller Ruf. Das haben wir auch bei den Jüngern am Anfang gesehen. Es sind auch einzeln zu ihm gekommen.

[25:26] Und dann noch etwas, wie ihr es schon gesagt habt, er ruft ihn jetzt in den Dienst für ihn: "Du sollst Menschen fangen." Interessant ist, dass Jesus, obwohl ja jetzt nicht für Petrus das Leben total ändern wird, den Beruf aufgeben, finanzielle Unsicherheit, verwendet Jesus eine Sprache, die es ihm möglichst einfach macht. Er verwendet eine Sprache, die dem Petrus bekannt ist. Du hast Fische gefangen, jetzt sollst du Menschen fangen. Gar nicht so viel anders. Also dieser radikale Schnitt wird von Jesus ein bisschen geglättet, damit es nicht zu radikal dem Petrus erscheint. Das ist auch etwas, was man von Jesus lernen kann. Er hat zwar zu radikalen Schritten herausgefordert, aber hat es den Menschen auch versucht, so einfach wie möglich zu machen. Er hat nicht noch extra Barrieren aufgebaut. Das finde ich interessant, auch in der Art und Weise, wie wir mit Menschen reden sollten.

[26:22] Also was offensichtlich ist, ist, dass der Fischfang was zu tun hat mit dem Menschenfang. Übrigens, das Wort für Menschen fangen an der Stelle ist das griechische Wort für "lebendig fangen". Also da ist nicht die Idee, dass man die Fische tot fängt oder dann gleich tötet, sondern dass man sie einfach nur herausholt, aber sie lebendig bleiben. Aus dem Meer heraus, aus einer Umgebung eine andere quasi holt. Das heißt also, man kann nicht jedes Detail der Fischerei übertragen hierauf. Wir sollen die Menschen nicht erschlagen, sondern wir sollen sie lebendig fangen. Das nur so nebenbei.

[27:10] Gehen wir mal ganz kurz nochmal durch. Der Menschenfang, die Mission, wird ja von Jesus hier ganz offensichtlich verglichen mit dem Fischfang. Gehen wir ganz kurz nochmal durch, was waren die Schritte, die die Jünger erlebt haben bei dem eigentlichen Fischfang, dem buchstäblichen Fischfang. Was haben sie zuerst getan an diesem Tag und dieser Geschichte, die wir seit letzter Woche studiert haben? Genau, sie haben es schon getan. Sie waren erfolglos, sie haben erfolglos gefischt, sie haben alles getan, wie man es tun muss, haben sich die besten menschlichen Methoden ausgesagt, hat nichts funktioniert, deswegen sind sie frustriert. Das gibt es ja in der Mission auch. Man weiß, wie man eigentlich Missionen zu machen hat. Da gibt es so bestimmte Handbücher, da gibt es bestimmte Konzepte, die macht man und strengt sich an und es funktioniert gar nicht. Keiner beißt an und dann ist man frustriert. Dann denkt man: "Ach, was soll's, funktioniert nicht."

[28:20] Dann, das nächste ist, sie kommen an Land und waschen ihre Netze. Waschen die Netze, das heißt, das ist so wie bei uns. Man macht Mission, man fängt kaum jemanden, aber dann wird lange evaluiert. Ja, was war jetzt gut, was war schlecht, was muss man besser machen? Da wird viel Zeit investiert, die Methode zu feilen und man hätte das noch machen können und hier ein bisschen mehr Werbung und das und jenes. Und während er die Netze wäscht, merkt er nicht, dass dort unglaublich viele Menschen das Wort Gottes hören wollen. Die stehen da und hören und die waschen immer noch an ihren Netzen.

[29:08] Das heißt, der nächste Schritt ist dann, was ist der nächste Schritt, nachdem sie ihre Netze waschen in dem Fischfang, dem aktuellen, also dem eigentlichen Fischfang, was war der nächste Schritt? Jesus kommt ins Boot und das macht den Unterschied. Jetzt ist Jesus im Boot und mit Jesus wird der Fischfang ganz anders. Selbes Boot, die selben Fische, die ihn vorher immer ums Boot herum geschwommen sind und nicht ins Netz gehen wollten, mit demselben Boot, mit demselben Menschen, auf demselben Wasser, mit Jesus, totaler Erfolg, ohne Jesus kein Erfolg. Die Frage ist also, wenn wir Missionen machen, ist Jesus mit im Boot oder machen wir und Jesus kümmert sich da hinten um, wir haben Jesus noch in Sichtweite. Ist Jesus mit im Boot oder ist er nur in Sichtweite? Das ist ein entscheidender Punkt in der Mission.

[30:09] Jetzt, der nächste Schritt war, das ist jetzt der entscheidende, was war der nächste Schritt? Jesus war im Boot und jetzt? Er hat gepredigt, genau, und dann im Bezug auf den Fischfang? Jesus gibt jetzt Anweisungen, sagt: "Ihr macht das jetzt so und so." Und diese Anweisungen sind nicht ganz so kompatibel mit der menschlichen Erfahrung und an der Stelle, das ist immer dasselbe in der Bibel, an der Stelle zeigt sich, ob die Mission erfolgreich ist. Als der Joshua von Jesus die Anweisung bekommt: "Geh siebenmal da jeden Tag da einmal um diese Stadt herum", dann konnte der vorher wissen, das wird der Stadt nichts tun. Und manchmal, wenn wir so die Missionsmethoden anschauen, die Jesus durch den Geist der Weissagung uns sagt, kann man vielleicht sagen, das ist vielleicht ein bisschen uneffektiv, das könnte man doch irgendwie besser machen, aber der entscheidende Punkt ist nicht, dass wir die beste menschliche Methode haben, der entscheidende Punkt ist, tun wir das, was Jesus uns sagt, die Botschaft, die er uns aufgetragen hat und nicht die Botschaft, die vielleicht effektiver wäre.

[31:29] Jesus gibt die Anweisung und dann, weil sie dem glauben, auf sein Wort hin, fangen sie plötzlich Fische, wo es vorher nicht möglich war und zwar so viele, dass es reißt und dass sie jetzt mit mehreren Booten das auffangen. Mit anderen Worten, wenn man tatsächlich Jesus im Boot hat und seinen Anweisungen folgt, dann plötzlich wird die Gemeinde vor Menschen platzen. Man muss dann schon zwei Gemeinden haben, zwei Gemeinden fast untergehen vor Menschen. Ich verstehe das Bild. Jesus macht ihn also deutlich, anhand des Fischfanges, was er eigentlich möchte, ist, er möchte sie auf den Menschenfang vorbereiten, der genau so funktioniert. Genauso ist es, man will Menschen fangen, man ist frustriert, man wäscht die Netze, aber vergisst, dass Jesus im Boot sein muss, denn wenn er im Boot ist, kann man, wenn man seinen Anweisungen folgt, eine große Ernte, einen großen Fang machen.

[32:37] Aber der entscheidende Schritt, um von da nach da zu kommen, war natürlich die Sündenerkenntnis. Das war der entscheidende Punkt natürlich. Übrigens, was noch wichtig ist, dieser Fang, wie wir gesehen haben, dieser Fang musste ja aufgeteilt werden, das heißt, die verschiedenen Boote mussten jetzt alle zusammenarbeiten. Das ist schön, nicht wahr? Das heißt, wenn man eine Mission macht, die Gott es möchte, dann hat man plötzlich so viel zu tun, so viele Gäste, dass die Geschwister notgedrungen zusammenkommen müssen, notgedrungen zusammenarbeiten müssen, weil sonst die Arbeit gar nicht zu schaffen ist. Und das fand ich auch ganz interessant.

[33:28] Jetzt lassen wir den Finger hier drin und gehen zu Matthäus 4, Vers 19. Dort haben wir nämlich jetzt denselben Moment festgehalten aus der Sicht oder im Bericht von Matthäus. Dort ist ja jetzt die gesamte, in Matthäus' Weise, wie wir gesehen haben, die ganze Geschichte mit dem Fischfang, alles ausgespart. Matthäus gleich zum Kern vorstößt, um die ganze Geschichte zu erzählen. Vers 19 heißt es: "Und er spricht zu ihnen," also jetzt haben wir nicht nur den Simon, sondern den Andreas gleich noch dazu, "folgt mir nach, und ich will euch zu Menschenfischern machen."

[34:03] Das ist ein wichtiger Vers, also der Vers hat in meinem Leben eine große Rolle gespielt. Das war der Vers, den Gott mir gezeigt hat, als ich mein Studium aufgegeben habe. Also wenn ich mir nämlich diesen Vers lese, erinnere ich mich an diesen einen Moment, wo ich gewusst habe, Gott möchte, dass ich meine Netze, meine Dirigiernetze dort lasse und Menschenfischer werde. Aber wenn ihr den Vers genau anschaut, gibt es da Dinge, die euch auffallen an diesem Vers, in Vers 19 hier. "Er spricht zu ihnen: Folgt mir nach, und ich will euch zu Menschenfischern machen." Gibt es Dinge, die euch auffallen, die wir noch nicht gesagt haben, die bei diesem Vers noch drin sind?

[34:49] Genau, Bedingungen, Verheißung, wie so oft in der Bibel, er sagt: "Ihr folgt mir nach, dann kann ich euch zu Menschenfischern machen." Okay, noch mehr Punkte, die man da entdecken kann, die ganz ähnlich sind vielleicht an dem, was du gesagt hast, aber noch ein bisschen, noch andere Aspekte vielleicht. Ja, genau, Jesus sagt, er macht es so wie ich. Er sagt sogar: "Ich will euch zu Menschenfischern machen." Er sagt nicht: "Folgt mir nach, ihr seid das jetzt oder seid es jetzt oder lernt es." Er sagt: "Ich mache euch zu Menschenfischern." Jesus leitet die Ausbildung. Andersrum, wer Jesus nachfolgt, kann gar nicht als nicht Menschenfischer zu werden. Das ist fast eine Selbstverständlichkeit. Wer Jesus nachfolgt, wird zum Menschenfischer.

[35:47] Interessant ist auch, dass Jesus nicht sagt, er gibt keinen Befehl oder er sagt nicht: "Geht in die Stadt, haltet eine Predigt, macht drei Leute gesund, macht dies oder jenes oder solches", sagt: "Folgt mir nach." Jesus beruft seine Jünger nicht durch Befehle, sondern durch eine Einladung, es ihm nachzutun. Das ist übrigens auch das beste Mittel, wenn man Menschen gewinnen will in der Gemeindearbeit, statt ihnen zu befehlen: "Mach das, wir haben dich dafür gewählt, jetzt sieh zu", wenn man ihnen ein Vorbild ist, sie mitmachen lässt und dass die Menschen quasi nachfolgen können, imitieren können.

[36:31] Jesus hat seine Jünger, das ist interessant, er hat sie nicht auf eine Rabbischule geschickt, die hat es ja gegeben, oder? Er hat nicht gesagt: "Okay, jetzt wollt ihr dann also Prediger werden, dann geht man erst mal drei Jahre auf eine Schule zu den Rabbis, da lernt ihr erst mal so richtig die Bibel und dann kommt er wieder, dann kann ich euch noch was beibringen." Er hat gesagt: "Folgt mir einfach nach."

[36:51] Wie viel Lohn haben sie eigentlich bekommen, was war ihr Gehalt? Essen und Kleidung, so wie Gott dafür gesorgt hat. Das ist auch interessant, Jesus hat sie aufgefordert, ihre materielle Sicherheit hinten anzustellen und jetzt ihm zu vertrauen und das, glaube ich, ist auch ein entscheidender Punkt, wenn man Vollzeit für Gott arbeitet, wird man es immer wieder merken, dass man nicht die menschliche Sicherheit haben kann, wie wenn man jetzt einen weltlichen Beruf hat. Nun, nicht alle sind aufgerufen von Gott, in seinem Werk Vollzeit zu arbeiten, aber ich denke, das ist auch ein wichtiger Punkt anzusprechen.

[37:40] Jetzt schaut man Vers 20, Matthäus 4, Vers 20: "Da verließen sie sogleich die Netze und folgten ihm nach." Welches Wort fällt euch auf? Welches Wort ist hier besonders? "Sogleich!" Keine lange Überlegung, keine: "Oh, da werden wir mal drüber nachdenken, nächste Woche kriegst du eine Antwort." "Sogleich", was also deutlich macht, sie mussten Jesus auch schon vorgekannt haben. Sie wussten, wohin das führt, sie wussten ganz genau, was es bedeutet.

[38:17] Wenn Jesus uns vor eine Entscheidung stellt, dann nur vor eine Entscheidung, die wir auch wirklich in dem Moment fällen können. Wenn du das Gefühl hast, dass du von Gott aufgefordert wirst, eine Entscheidung zu fällen, die noch so groß ist, dass du gar nicht genau weißt, wie du dich entscheiden sollst, dann ist diese Entscheidung wahrscheinlich von Gott. Gott stellt uns vor Entscheidungen, die wir mit dem, was wir wissen und erfahren haben, auch wirklich entscheiden können und zwar sogleich.

[38:48] Lass mal dein Finger drin und komm mal mit mir zu Psalm 119. Psalm 119 und dort Vers 60. Da gibt es diesen Aspekt von "sogleich", von Geschwindigkeit. Da heißt es nämlich: "Ich eile und säume nicht, deine Gebote zu befolgen." Ich eile, sie haben sich beeilt, dem Ruf Jesu zu folgen, sie haben nicht lange gewartet, sofort sich entschieden.

[39:27] Und ein Beispiel, was man noch dazu anführen kann, ist der Paulus. Wenn wir noch zu Galater gehen wollen, Galater 1, Vers 16, da haben wir ja vor kurzem die Predigt dazu gehabt, nächsten Sabbat, der nächste Teil übrigens, herzlich eingeladen, auch im Livestream zuzuschauen. Galater 1, Vers 16, Vers 15 und 16. Ihr wisst ja, als der Saulus auf dem Weg nach Damaskus war, das Licht erscheint und Jesus ihm sich offenbart, da bekehrt er sich dann und dann heißt es hier in Vers 15 und 16: "Als aber Gott, der mich vom Mutterleib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat, wohlgefiel, seinen Sohn in mir zu offenbaren, damit ich ihn durch das Evangelium unter den Heiden verkündigte, ging ich sogleich nicht mit Fleisch und Blut zurate." Hatte ich jetzt gesagt: "Okay, dann muss ich mich erst mal absichern, ich muss noch mal nachfragen, wie das genau geht." Es ist Jesus gefolgt. Der Simon und der Andreas haben dich nicht noch mal zu Hause rückversichert, die haben eine Entscheidung für Jesus gefällt, egal was Menschen jetzt sagen würden. Und das ist ein wesentliches Kennzeichen, eine echte Entscheidung für Jesus, wenn man sie nicht von Menschen abhängig macht.

[40:49] Aber wenn man den Parallelbericht von Matthäus anschaut, fällt noch was Interessantes auf. Wenn ihr noch mal zu Matthäus zurückgeht, Matthäus 4 und dort Vers 20 und das jetzt mal vergleicht mit Markus 1, der Parallelbericht, Markus 1 Vers 18 ist fast identisch, aber eben nur fast und der kleine Unterschied zwischen Matthäus 4 Vers 20 und Markus 1 Vers 18, dieser kleine Unterschied, der gibt uns noch eine zusätzliche Information. Was ist der Unterschied zwischen Matthäus 4 Vers 20 und Markus 1 Vers 18?

[41:39] Habt ihr Elberfelder? Luther? Tatsächlich, Luther ist genau gleich, also die Schlachter hat es minimal unterschiedlich, da heißt es nämlich in Vers 20: "Da verließen sie sogleich die Netze und folgten ihm nach." Und in Markus heißt es: "Da verließen sie sogleich ihre Netze." Habt ihr das nicht? Steht nicht? Schlecht übersetzt? Elberfelder auch nicht? "Ihre Netze"? Die Netze, aber Russisch hat auch "ihre", "ihre", gut, russische Übersetzung ist gut. Also, dann konntet ihr das nicht rauskriegen, tut mir leid. Markus 1 Vers 18 sagt: "Da verließen sie ihre Netze."

[42:25] Was, nur ein kleines Detail noch mal, was sagt uns das? Matthäus sagt, sie verließen die Netze, aber Markus sagt, sie verließen ihre Netze. Ja, aber das wäre auch bei den Netze drin gewesen, weil die Netze waren, damit haben sie ja Lebensunterhalt verdient. Es war ihr Eigentum. Es ist eine Sache, wenn ich mein Arbeitsgerät zurücklasse, so eine andere Sache, wenn das Arbeitsgerät mir gehört und ich viel Geld dafür bezahlt habe. Es ist eine Sache, das ist schon eine schwere Sache, den Beruf aufzugeben, aber dann auch quasi noch das Eigentum, das damit verbunden ist, zurückzulassen. Sie haben nicht nur die Netze, mit denen sie halt gearbeitet haben, sondern sie haben ihre Netze zurückgelassen. Sie hätten auch sagen können, die nehmen wir noch mit, verkaufen zum guten Preis und haben dann gleich schon mal Brot für die nächsten drei Wochen oder so. Was weiß ich, sie ließen ihre Netze zurück.

[43:35] Und dann, das ist noch interessant, gibt es noch ein Detail und zwar aus Lukas 5 Vers 11. Wenn man die drei zusammennimmt, dann ergibt man ein schönes Gesamtbild. Matthäus sagt, sie verließen die Netze, Lukas ihre Netze, Lukas 5 Vers 11: "Und sie brachten die Schiffe ans Land, verließen alles und folgten ihm nach." Die Netze, ihre Netze, alles. Das war jetzt ein radikaler Schnitt. Sie verließen alles.

[44:11] Übrigens, der Petrus hat das nicht vergessen. Schaut mal in Matthäus 19 Vers 57. Ja genau, du weißt schon, Matthäus 19 Vers 27. Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: "Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was wird uns dafür zuteil?" Noch lange Zeit später, was für ein gigantisches Opfer das war. Sie haben alles zurückgelassen. Das hat Jesus nicht gleich von ihnen verlangt. Er hatte ja am Anfang verschiedene Jünger dies und jenes, die ihn kennenlernen durften. Aber in ihnen, in Simon und in Andreas, hat er etwas gesehen. Elmholtz sagt, er hat besondere Fähigkeiten und Gaben gesehen, obwohl sie so ungelehrt waren. Er hätte das nicht mit jedem Fischer gemacht. Aber in ihnen hat er was gesehen. Wenn er sie ein paar Jahre ausbilden würde, dann würden sie die wichtigste Aufgabe, die jemals jemand in der Welt zugeteilt bekommen hat, gut ausführen können. Aber dafür mussten die alles verlassen.

[45:25] Manchmal ist das so, dass je größer der Segen ist, den Gott uns geben möchte, desto größer das Opfer, das von uns gefordert wird. Der Abraham hat wirklich ein großes Opfer gegeben. Was für einen gewaltigen Segen hat er dadurch gehabt. Man kann in der Bibel oft sehen, wenn Leute bereit waren, große Dinge für Gott zu opfern, sind sie oft auch besonders gesegnet worden. Das liegt nicht zuletzt daran, weil Gott das größte Opfer gebracht hat. Je mehr man bereit ist, für Gott zu opfern, desto mehr zeigt man, wie sehr man das Opfer versteht, das Gott für einen gegeben hat. Auch wenn man das natürlich nie aufwiegen kann.

[45:58] Der Paulus hat das verstanden. Schaut man Philippa 3, der war dann noch einen Schritt weiter als Petrus, jetzt Matthäus 19. Philippa 3, da sagt er dann nicht mehr: "Was kriegen wir dafür?" Philippa 3, das ist auch ein Vers, der mir damals in der Zeit sehr geholfen hat. Philippa 3, Vers 7 und 8.

[46:18] Philippa 3, Vers 7 und 8. "Aber was mir Gewinn war, das habe ich um des Christus willen für Schaden geachtet. Ja, wahrlich, ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessen Willen ich alles eingebüßt habe und ich achte es jetzt bitte sogar ziemlich deutlich für Dreck, damit ich Christus gewinne." Also der Paulus, als er dann alles aufgegeben hat, der sagt nicht: "Mensch, war das schön, na ja, hoffentlich kriege ich auch eine große Krone dafür", sondern er sieht plötzlich, dass schon in diesem Leben Christus zu haben und mit Christus zusammenzuarbeiten ist so ein großer Gewinn. Wenn er jetzt nicht entscheiden kann zwischen ständig gesteinigt werden und im kalten Meer gerade so überleben, um irgendwo feindlichen Menschen das Evangelium zu predigen oder ein angesehener Rabbi zu sein. Ich war von allen begeistert, angeschaut zu werden und gelobt zu werden und in prächtigen Kleidung andere Leute zu beurteilen. Nur das, nur mit Jesus Arbeit, das andere interessiert mich nicht, das ist Dreck. Das kann ein Nichts so erfüllen, wie die Arbeit mit Jesus zusammen und das ist, glaube ich, ein großes Zeugnis, das er hier gibt und das dann die Jünger auch nach und nach gelernt haben.

[47:37] Die Geschichte ist noch nicht ganz zu Ende, gehen wir ganz kurz noch zu Matthäus 4 zurück und schauen den letzten Abschnitt an. Matthäus 4, Jesus hat jetzt den Simon berufen, er hat den Andreas berufen, der in seinem Boot war. Sie sind ans Ufer gekommen, die beiden verlassen ihre Netze, das Boot, kehren den Rücken und gehen mit Jesus. Und als sie so am Ufer entlang gingen, nur ein bisschen weiter, stoßen sie auf das andere Boot, das ihnen geholfen hat. Und dort in Matthäus 4, Vers 21 heißt es: "Und als er von dort weiterging, sah er an einem Schiff zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedeus, und dessen Bruder Johannes mit ihrem Vater Zebedeus ihre Netze flicken und er berief sie." Er hatte fast den Eindruck, dass sie vielleicht nach diesem gewaltigen Fischfang erstmal die Netze wieder reparieren müssen, obwohl das nicht ganz klar ist. Das kann auch einfach bedeuten, das Wort, dass man die Netze wieder fertig macht und einfach wieder vorbereitet für den nächsten Fang. Und er berief sie auch.

[48:37] Und hier wird es jetzt interessant, dass sie nicht nur ihre Boote verlassen, sondern schaut mal in Vers 22: "Da verließen sie sogleich das Schiff und was kommt dazu? Und ihren Vater und folgten ihm nach." Also sie haben ihren Beruf verlassen, sie haben ihr Eigentum verlassen, sie haben alles verlassen, was sie hatten und sie waren sogar bereit, sich von den Eltern weitestgehend zu trennen. Fällt euch ein Wort von Jesus dazu ein? "Wer die Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig." Die Jünger wussten ganz genau, wovon er spricht.

[49:24] Übrigens, wusstet ihr, dass es im Alten Testament Menschen gab, die genau dasselbe getan haben? Die Gott und sein Werk über die sonst natürlichen Beziehungen zu den Eltern gestellt haben? Abraham hat sein Vaterhaus verlassen müssen, Gott hat mich gerufen. Jakob, ja und zwar schaut mal, das ist nicht gleich sofort so offensichtlich, aber schaut mal mit mir in 5. Mose 32. Das fand ich total interessant. In 5. Mose 32,

[50:03] 5. Mose 32, das ist der Prophet, Verzeihung 33, das ist der prophetische Segen. 5. Mose 33, Vers 9 und 10. "Der von seinem Vater und von seiner Mutter sagt: Ich habe sie nicht gesehen, und seine Brüder nicht kennt und von seinen Söhnen nichts weiß, denn sie haben dein Wort befolgt und deinen Bund bewahrt." Also hier ist jemand und hier sind Menschen, also symbolisch, die sich von ihrer Familie distanzieren, um Gottes Wort zu tun. Vers 10: "Sie werden Jakob deine Rechtsbestimmung lehren und Israel dein Gesetz. Sie werden Räucherwerk vor dein Altar bringen und Ganzopfer auf deinen Altar." Eine bestimmte Gruppe von Israeliten sollte mehr sich von der eigenen Familie distanzieren, als das normalerweise üblich war. Von welcher Gruppe ist hier die Rede? Könnt ihr ahnen oder vorher lesen, von welcher Gruppe wird hier gesprochen? Welche Gruppe von Israeliten, auf welche Gruppe trifft das zu? Das sind die Leviten. Das ist in Vers 8. "Von Levi aber sagte er" und dann kommt das in Vers 8: "Der von seinem Vater und von seiner Mutter sagt: Ich habe sie nicht gesehen. Sie werden Jakob deine Rechtsbestimmung lehren und Israel dein Gesetz." Diejenigen, die von Gott auserwählt wurden, Vollzeit am Heiligtum zu dienen, die Israeliten hatten ja dann keinen eigenen Acker, keinen eigenen Weinberg, sie wurden unterstützt von den anderen, von dem Zehnten, den die anderen erwirtschaften. Die Vollzeitmitarbeiter Gottes mussten nach dem fünften Buch Mose auch eine größere Distanz zur Familie haben und das ist ein interessanter Parallel zu den Jüngern, die jetzt auch ihre Elternhäuser verlassen für das Werk Gottes.

[51:49] Nun heißt das, dass sie mit ihren Eltern nichts mehr zu tun haben konnten, natürlich nicht. Wir wissen später, der Petrus, da kommen sie mal zur Schwiegermutter, die ist krank. Die Schwiegermutter, die haben ihre Eltern schon noch besucht, aber dieser Schritt, Vollzeit für Gott zu arbeiten, bedeutet so eine Zeitinvestition, dass man hier Prioritäten setzen muss.

[52:26] Ihr wisst ja wahrscheinlich, dass die Bibel grundsätzlich diese Idee kennt, dass man Prioritäten setzen muss. Es gibt so viele gute Dinge, aber öfter mal prallt etwas Gutes mit etwas anderes Gutem aufeinander und dann muss man das Wichtigste tun. Es ist gut, Gott zu gehorchen, es ist auch gut, dem Staat zu gehorchen, aber wenn die beide aufeinander prallen, dann muss ich Gott gehorchen. Und so gibt es das auch. Es ist gut, den Eltern zu gehorchen, es ist gut, dem Ehepartner, mit dem Ehepartner zusammen zu sein. Wenn es aufeinander prallt, wer gewinnt dann? Der Ehepartner, der Ehepartner gewinnt immer vor dem, das ist das, was der erste Mosel 2 sagt. Und so gibt es immer wieder Situationen, wo zwei verschiedene Interessensgebiete aufeinander prallen. Für beides könnte man sagen, das ist wichtig, aber wenn es zum Konflikt kommt, ist immer die höhere, also die Wichtige wichtig, sozusagen, gemäß des Wortes Gottes.

[53:20] Und in dem Fall, wenn sozusagen der Konflikt ist zwischen Arbeit für Gott und der Familie, dann gibt die Bibel hier interessanten Ratschlag. Jetzt zum Schluss schauen wir den Parallelbericht bei Markus, was denn der Vater, was den Vater von den beiden betrifft, den Zebedeus, ist der jetzt Ruin, ist jetzt Bankrott gegangen aufgrund dessen. Schaut mal in Markus 1 und dort Vers 19 und 20.

[53:55] "Und als er von dort ein wenig weiter ging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedeus, und seinen Bruder Johannes, die auch im Schiff waren und die Netze pflegten, und sogleich berief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedeus samt den Tagelöhnern im Schiff und folgten ihm nach." Jesus beruft Menschen, ohne dass dadurch die Betroffenen in den Ruinen gekommen sind. Der Vater war nicht abhängig nur von seinen beiden Söhnen, er hatte noch genügend andere Arbeiter. Gott beruft nie so, dass wir uns fragen müssen: "Wenn ich jetzt Gottes Ruf folge, dann wird es meinen Eltern so schlecht gehen, dann ich muss sie eigentlich unterstützen." Wenn Gott ruft, hat er genügend Puffer, er hat vorgesorgt. Gott beruft nie so, dass andere daran zugrunde gehen. Wenn wir Entscheidungen vermeintlich für Gott treffen und andere gehen daran zugrunde, dann war das wahrscheinlich nicht Gottes Wille.

[54:51] Wenn Gott beruft, beruft er so, dass auch die, die vielleicht in Anführungsstrichen einen Nachteil davon haben, immer noch ein vernünftiges, gutes Leben haben können. Und ich glaube, das zeigt auch bei aller Radikalität, wie vernünftig Jesus ist. Jesus ist zwar manchmal radikal, aber er ist nie unvernünftig, nie sinnlos oder fanatisch. Es ist immer intensiv, aber doch vernünftig.

[55:17] Die Frage ist natürlich für uns, was hat Jesus in unserem Leben vor? Was kann ich aus der Geschichte lernen, wenn ich nicht zum Vollzeitdienst berufen bin? Ich glaube, eine ganze Menge, denn an der einen oder anderen Stelle ruft uns alle Jesus auf, Dinge zurückzulassen oder Dinge zurückzugeben, Dinge nicht mehr so wichtig zu nehmen, Dinge vielleicht ganz sein zu lassen. Beschäftigung, Hobby, Besitz, bestimmte Familienbanden, in der Priorität etwas zurückzusetzen, damit Gottes Wille geschehen kann. Was auch immer das ist, ich glaube, was wir tun müssen, ist, Jesus nachzufolgen, ihm zu imitieren. Denn wenn wir ihn imitieren, dann kann er uns zeigen, wie das geht und dann werden wir zu Menschenfischern. Ich möchte jedenfalls ein Menschenfischer sein. Ich möchte Menschen lebendig fangen für Jesus. Ihr auch?

[56:19] Dann lasst uns auch gemeinsam in die Knie und beten. Lieber Vater im Himmel, was für ein Vorrecht ist es, dass du uns gerufen hast, Mitarbeiter von dir zu sein. Wir haben gesehen, was wir lernen können aus den Erfahrungen der Jünger. Wir möchten dich bitten, dass du uns auch zu Menschenfischern machst, dass du uns lehrst, dass wir in der Begegnung mit dir, obwohl wir unsere Unwürdigkeit immer mehr erkennen werden, sehen werden, dass wir uns nicht fürchten brauchen in deiner Nähe, sondern dass du uns zu vielleicht radikalen Schritten einlädst, aber nie so, dass dann die Welt untergeht, sondern dass wir endlich das tun können, wozu du uns eigentlich sowieso geschaffen hast. Wir möchten dich bitten, dass du jedem Einzelnen von uns genau zeigst, was dein Plan für unser Leben ist und wie wir mit deiner Hilfe ihn immer besser ausführen können. Und so möchten wir unser Leben dir in die Hände geben. All das zurücklassen, was uns hindert, deinen Plan in unserem Leben zu erfüllen. Und ich bitte, dass du uns wirklich zu Menschenfischern machst. Im Namen Jesu. Amen.


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