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In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die biblische Geschichte von Zacharias und Elisabeth, den Eltern von Johannes dem Täufer. Anhand von Lukas 1,16-25 wird beleuchtet, wie Gott auch in scheinbar unmöglichen Situationen eingreift und seine Verheißungen erfüllt. Die Predigt ermutigt dazu, auf Gottes Zeitplan zu vertrauen und an seinen Wundern festzuhalten.

In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Ankündigung der Geburt von Johannes dem Täufer und die Rolle von Zacharias. Es wird die Bedeutung von Johannes‘ Botschaft der Buße und Umkehr beleuchtet, sowie seine Rolle als Vorläufer Jesu, vergleichbar mit Elija. Die Predigt erklärt auch die göttliche Botschaft durch den Engel Gabriel an Zacharias und die Konsequenzen seines Unglaubens.

Abschließend wird die Bedeutung des Glaubens und die Rolle von Gottes Handeln in unserem Leben thematisiert, insbesondere im Hinblick auf die Vorbereitung auf die Wiederkunft Jesu.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[5:00] Was war denn die Hauptbotschaft von Johannes dem Täufer während seines öffentlichen Dienstes? Buße tun. Genau, was heißt denn Buße? Umkehr, nicht wahr? Das ist die Gesinnungänderung, Metanoia, nicht wahr? Ja, genau, so wird es ausgesprochen. Die Umkehr, die Sinnesänderung, dass das Denken von einer Richtung in eine andere Richtung gelenkt wird. Ellenweitz sagt, seine Aufgabe bestand darin, die Gedanken der Menschen in eine neue Richtung zu lenken. Und das ist keine so einfache Aufgabe. Stellt euch vor, also ich meine, vergleicht es mal, man kann Menschen unterhalten, man kann ihnen vielleicht sogar Angst einjagen, man kann sie begeistern, aber dafür sorgen, dass Menschen neu denken, das ist wirklich eine Herausforderung. Und ihr wisst, da kommen wir gleich noch dazu, dass Johannes der Täufer ein Vorläufer ist auch für uns. Johannes der Täufer war der Vorläufer für Jesu erste Ankunft. Und wir sind die Vorläufer auf die zweite Ankunft Jesu. Und die Hauptaufgabe des Johannes war nicht einfach nur ein Beispiel zu sein, seine Aufgabe war es, die Gedanken der Menschen eine neue Richtung zu lenken. Tut Buße war seine ständige Predigt, nicht wahr? Genau, also die neue Richtung war nicht irgendwie frei, sondern die neue Richtung der Gedanken sollte auf Gott gerichtet sein, zu ihrem Herrn, ihrem Gott.

[6:50] Jetzt schauen wir mal Vers 17 an. Da heißt es, und er wird vor ihm hergehen, im Geist und in der Kraft Elias, um die Herzen der Väter umzuwenden zu den Kindern und die Ungehorsamen zur Gesinnung der Gerechten, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten. Jetzt, wenn ihr Zacharias gewesen wärt und ihr hört diese Worte, woran hat der wohl gedacht in dem Moment? An Maleachi 3. Und das schlagen wir mal kurz auf, weil da lohnt es sich mal kurz hier hineinzuschauen. Maleachi Kapitel 3. Was ist das Besondere an Maleachi? Ein kleiner Prophet, aber das ist nicht besonders. Da gibt es noch elf andere, nicht wahr? Genau, er war zwar nicht das letzte Buch im hebräischen Alten Testament. Das letzte Buch im hebräischen Alten Testament ist Chronik, aber er war der letzte Schreiber des Alten Testaments, der am spätesten gelebt hat von allen. Also seine Botschaft ist chronologisch gesehen die letzte Botschaft, die Gott zum Volk Israel gesprochen hat. Nach Maleachi beginnt ein langes Schweigen von vielen Jahrhunderten. Keine Propheten, keine Botschaften, keine biblischen Bücher. Und das erste Mal, dass Gott sozusagen nach Maleachi wieder direkt kommuniziert zu den Menschen ist hier in Lukas 1. Und Maleachi endet seine letzte Botschaft mit den letzten beiden Versen. Maleachi 3 und dort Vers 23. Dort sagt er: "Siehe, ich sende euch den Propheten Elija, ehe der große und furchtbare Tag des Herrn kommt. Und er wird das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen das Land nicht mit dem Bann schlagen muss." Also mit anderen Worten, da haben wir das Alte Testament und das geht bis Maleachi. Und das letzte in Maleachi ist diese Erwähnung von dem kommenden Elija. Damit hört es auf und dann ist eine lange Pause. Keine Prophezeiung, keine Propheten, keine Visionen, nichts. Und dann Jahrhunderte später spricht Gott zum ersten Mal wieder hier in Lukas 1 und greift sozusagen direkt auf diese Prophezeiung zurück und sagt, der, der jetzt geboren wird, ist die Erfüllung von dem Elija. Damit ist also Lukas 1 sozusagen, da docken das Alte und das Neue Testament aneinander, quasi so. Ja, eine direkte Verbindung. Der Elija soll kommen.

[9:42] Nun, war denn Johannes der Täufer dieser verheißene Elija? Schaut mal mit mir in Matthäus 17. Lasst euren Finger noch in Maleachi. Wir kommen da gleich drauf zurück. Matthäus 17 und dort ab Vers 10. Matthäus 17 ab Vers 10. Seine Jünger fragten ihn und sprachen: "Warum sagen denn die Schriftgelehrten, dass zuvor Elija kommen müsse?" Also war das allgemein bekannt, dass vor dem Messias der Elija kommt? Ja oder nein? Das war allgemeines theologisches Wissen. Alle wussten, bevor der Messias kommt, kommt Elija. Und jetzt sagt Jesus in Vers 11: "Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Elija kommt fürwahr zuvor und wird alles wiederherstellen. Ich sage euch aber, dass Elija schon gekommen ist und sie haben ihn nicht anerkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Sohn des Menschen von ihnen leiden müssen." Da verstanden die Jünger, dass er zu ihnen von Johannes dem Täufer redete. Jetzt der Vers oder der Abschnitt ist sehr interessant. Er sagt nämlich, dass Johannes der Täufer wirklich die Erfüllung von Maleachi war. Aber was sagt uns der Abschnitt noch? Es gibt noch einen Elija, noch einer, der in der Zukunft liegt, oder? Jesus sagt, Elija kommt noch, er wird alles wiederherstellen und dann sagt er, Elija ist schon da gewesen. Das heißt, diese Prophezeiung von Maleachi war natürlich nicht die Ankündigung des buchstäblichen Elija, obwohl der theoretisch hätte kommen können. Er ist ja im Himmel, er hätte vom Himmel kommen können. Aber das war nicht gemeint. Und übrigens, in Matthäus 17 war ja sogar der buchstäbliche Elija vom Himmel gekommen. Kennt ihr die Geschichte? Matthäus 17, die Verherrlichung von Jesus, da kommt der buchstäbliche Elija vom Himmel. Aber das war nicht die Erfüllung von Maleachi, sondern die Erfüllung von Maleachi war zuerst einmal Johannes der Täufer und wird dann noch einmal sein. Wer genau ist jetzt die Erfüllung? Diejenigen, die auf die Wiederkunft Jesu vorbereiten, das Adventvolk, ganz genau. Also übrigens, was hat Johannes gesagt, als er gefragt worden ist, bist du der Elija? Wisst ihr das? Was hat er gesagt? Schaut mal in Johannes 17, Johannes 1, Entschuldigung. Johannes 1 und dort Vers 21. Und sie fragten ihn: "Was denn? Bist du Elija?" Und was sagt er? "Ich bin es nicht." Und zwar aus zwei Gründen. Erstens, haben sie wirklich ja das buchstäbliche Kommen des Elija erwartet und er war nicht der Elija, der buchstäbliche Elija. Zweitens, war er ja deswegen Elija, weil er eine Botschaft hatte. Aber weil sie diese Botschaft oder viele diese Botschaft ablehnten, war er für sie nicht der Elija. Die Kraft und der Geist des Elija offenbaren sich nur dem, der die Botschaft auch annimmt. Aber da kommen wir dann dazu, wenn wir mal Johannes 1 an der Stelle weiter studieren werden.

[13:12] Also jetzt habt ihr euren Finger noch in Maleachi. Wenn ihr Maleachi Vers 24 vergleicht mit Lukas 1, was fällt euch auf? Ist nur ein Teil genannt. Was fehlt denn? Also was wird genannt? Was ist in beiden Fällen gleich? Genau. Gut, in Maleachi steht das Herz der Väter zu den Kindern. Aber wir denken mal, das ist jetzt eher unentscheidend. Nicht überhaupt nur Herz oder Herzen. Aber das Herz der... Wir haben in Maleachi haben wir das Herz... Also wir haben Väter zu Kindern. Und dann in Maleachi haben wir auch die Kinder zu den... Na gut, also Lukas addiert da noch was dazu sozusagen. Also Vater zu Kindern haben wir bei Lukas auch. Haben wir die Kinder zu den... Schaut mal genau hin, Lukas. Was haben wir denn stattdessen? Und Lukas haben wir Vater zu den Kindern. Und? Schaut mal genau hin. Wir haben die Ungehorsamen zu den... Zu wem? Ja, die Ungehorsamen zu dem, der... Genau, zur Gesinnung der Gerechten. Also zur Gesinnung. Da geht es um was bei der Gesinnung? Genau, da geht es ums Denken, oder? Was war die Aufgabe von Johannes? Dem Denken der Leute eine neue Richtung zu geben. Aber schaut mal genau hin und bleibt mal nicht in Vers 17, sondern schaut mal um Vers 17 herum. Gibt es doch irgendwo Kinder und Väter oder so ähnliche Idee wie Kinder und Väter, dass die Kinder... Ja, genau wo? In Vers 16, da haben wir die Söhne Israels oder manche übersetzen auch die Kinder Israels. Zu wem? Zu Gott, zu ihrem Vater. Also Vers 16 hat den Gedanken auch. Er hat das nur so ein bisschen anders formuliert. Er sagt die Kinder... Vielleicht habt ihr mal eine Predigt über Maleachi gehört. Meistens wird Maleachi so ausgelegt, dass es da um die Familie geht. Bevor Jesus wiederkommt, werden die Generationen miteinander wieder harmonisch sein. Die Eltern werden sich den Kindern zuwenden und die Kinder den Eltern. Das ist natürlich eine gute Sache, eine feine Sache. Nichts dagegen. Gabriel zeigt, es geht eigentlich um eine geistliche Sache. Es geht nicht nur um Ehe und Familie. Es geht darum, dass die Ungehorsamen sich zu der Gesinnung der Gerechten zuwenden, dass die Kinder Israels sich wieder zu ihrem wahren Vater, nämlich Gott, hinwenden.

[16:34] Nun, was war denn die Kraft? Übrigens, es heißt, und er wird vor ihm hergehen. Wer ist denn vor ihm? Wer ist ihm? Nach Vers 16, wer ist ihm? Also Vers 16 sagt: "Und viele von den Kindern Israels wird er zu dem Herrn, ihrem Gott, zurückführen und er, Johannes, wird vor Gott." Das ist wieder so ein schöner Beweis dafür, dass Jesus Gott sein muss, oder? Also ich sammle mittlerweile diese Beweise, weil es immer wieder Leute gibt, die das irgendwie nicht verstehen wollen und überall, auch da, wo es jetzt gar nicht das eigentliche Thema ist, findet man diese Hinweise: Jesus ist Gott. Johannes soll vor Gott einhergehen und dann haben wir viele andere Stellen der Bibel, die deutlich machen, Jesus ging vor Jesus her. Er sagt an einer Stelle zum Beispiel über Jesus: "Das ist der, der nach mir kommen soll." Jetzt, wenn jemand nach mir kommen soll, was war dann meine Aufgabe? Ich bin vor ihm gegangen und er kommt nach mir. Ja, genau, die Könige hatten eine Vorhut und diese Vorhut sollte alles begradigen, die Hügel platt machen und die Täler aufschütten. Die hätten hier bei uns im Schwabenland viel zu tun gehabt. Aber die Idee ist, da kommt jemand, der macht den Weg, der bereitet den Weg. Das war die ganze Idee von Jesaja 40. Da kommen wir dann ein andermal zu. Ganz genau, in Johannes 1, 2, 6 hatten wir schon diese Idee gehabt, als wir mit der Einleitung von Johannes gesprochen haben, wo er sagt: "Es war ein Mensch von Gott gesandt. Sein Name war Johannes und er kam zum Zeugnis, um Zeugnis zu geben von dem Licht, dass die Menschen an ihn glauben sollten." Ganz genau.

[18:30] Nun, genau, danke schön. Jetzt kommen wir mal dazu. Was war denn der Geist und was war die Kraft von Elija? Was hat denn Elija als Propheten so ausgezeichnet? Er stand treu zu Gott und hat eine klare Botschaft. Was waren so Botschaften von Elija? An welche Botschaften könnt ihr euch erinnern? Am Kamel, was war seine Botschaft? Er stand ganz alleine vor dem Volk, vor den Baalspriestern, hat für Gott gekämpft. Was war seine Botschaft? Ja, sein Gebet, in Jakobus wird das gesagt. Nicht wahr, dass er so so inständig gebetet hat. Ja, das heißt, er war ein Mann von gleicher Gemütsverfassung wie wir, aber er betete und es hat dreieinhalb Jahre lang nicht geregnet und er betete wieder und es regnete. Gott hat ihn ernährt, ja, genau, hat ihn geführt und was auch für uns zutrifft. Genau, seine Botschaft war, die Elija-Botschaft, die klassische Elija-Botschaft auf dem Kamel war: "Wie lange hinkt ihr noch auf beiden Seiten? Entweder Baal, dann betet ihn an, oder Jahwe, der Heeresgott, betet ihn an. Entscheidet euch." Das heißt, Elija war ein Entscheidungsprophet, er hat gesagt, entscheidet euch, so wie damals Josua gesagt hat, nicht wahr: "Wählt euch heute, wem ihr dienen wollt." Übrigens, wie hat sich Elija dem König gegenüber verhalten? Respektvoll, aber was ist die allererste Botschaft, die wir von Elija kennen? Erste Könige 17 Vers 1, da kommt er zum König und sagt, erste Könige 17, erste Könige 17 Vers 1, damit geht die Geschichte von Elija los. Der kommt zum Ahab und sagt: "So wahr der Herr, der Gott Israels lebt, vor dessen Angesicht ich stehe, es soll in diesen Jahren weder Tau noch Regen fallen, es sei denn, dass ich es sage." Sagt es, geht, Ende aus der Diskussion. Stellt sich vor den König und sagt, es wird nicht regnen und geht. Ja, als der König dann später ihn findet, als er sich dann dem König zeigt nach den dreieinhalb Jahren und der König ihm sagt: "Bist du es, der Israel ins Unglück stürzt?", was sagt Elija dann? Schaut mal in die erste Könige 18 Vers 18, das Ahab ihm vorwirft: "Du bist der, der Israel ins Unglück stürzt." Da sagt Elija: "Nicht ich bringe Israel ins Unglück, sondern du und das Haus deines Vaters." Elija, eines der Kennzeichen von Elija war, er war unglaublich furchtlos. Er war nicht unhöflich, aber er war furchtlos. Er war klar, deutlich, kompromisslos. Er hat dem König ins Auge geschaut und gesagt, nicht gesagt, naja, du hast schon recht, ich habe auch mein Teil jetzt hier dazu beigetragen und lass uns irgendwie einen Kompromiss führen. Er hat gesagt, nicht ich bin schuld, du bist schuld.

[21:50] Gut, ich meine, er war ein Prophet, er hat Gottes Botschaft weitergegeben, aber der Punkt ist der. Gibt es eine Geschichte im Leben von Johannes dem Täufer, die ganz ähnlich ist, wo sich dieser selbe Geist, diese selbe Kraft offenbart? Herodes, was hat er dem Herodes gesagt? Genau, er hat sich genauso vor den König Herodes gestellt, so wie Elija damals vor Ahab und hat gesagt: "Das, was du tust, ist Sünde." Er hat nicht gesagt, naja, da müssen wir irgendwann mal was reformieren. Er hat gesagt, er hat die Sünde beim Namen genannt, egal wer es war. Er hat kein Ansehen der Person gehabt. Das ist sicherlich ein wesentlicher Teil von dieser Kraft und diesem Geist von Elias. Hat Elija auch zur Umkehr aufgerufen, zur Buße? Definitiv. Übrigens, hat Johannes der Täufer auch nur innerlich den Elija wiedergespiegelt? Äußerlich, wie sah denn der Elija aus? Genau, schaut mal mit mir in 2. Könige, 2. Könige. Man konnte den Elija schon am Äußeren erkennen. In 2. Könige, Kapitel 1, Vers 7 und 8. 2. Könige 1, Vers 7 und 8, da sprach er zu ihnen: "Wie sah der Mann aus, der euch begegnete und dies zu euch sagte?" Sie sprachen zu ihm: "Der Mann trug einen Mantel aus Ziegenhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden." Er versprach, es ist Elija, der auf Deutsch. Was steht bei dir? Okay, ja, vielleicht, das ist Luther, ne? Ja, hat Luther über das lange Haar. Aber Elberfelder sagt, glaube ich, auch Ziegenhaare oder so ähnlich. Ja, ja, also ich denke, das ist die wahrscheinlich korrekte Übersetzung. Der Punkt ist, es gab dort wohl nicht viele Menschen zu der Zeit, die so einfach gekleidet waren. Man konnte ihn allein an dieser Beschreibung identifizieren. Jetzt hat Johannes der Täufer genau dasselbe an. Nee, nicht ganz dasselbe. Er hatte keine Ziegenhaare, sondern es war aus Kamelhaar, genau. Die Idee dahinter ist natürlich die, er hat ihn nicht exakt imitiert, sondern es geht um das Prinzip. Das ist ein wichtiges Detail übrigens. Es geht nicht darum, dass man immer alles exakt imitiert. Das ist kein Wert darin, ob es jetzt Kamelhaar oder Ziegenhaar ist, sozusagen. Es gibt ja Leute, die wollen alles exakt genau so machen, bis ins letzte Detail, wie unsere Pioniere zum Beispiel. Es geht um das Prinzip. Johannes der Täufer wusste, das Prinzip war einfache Kleidung, eine Botschaft der Kleidungsreform. Das war sehr interessant.

[24:58] Ja, absolut. Jetzt schaut, das ist interessant. Das Äußere offenbart auch etwas von dem Inneren. Mit anderen Worten, wenn jemand den Geist und die Kraft Elias hat, dann wird er irgendwann auch die äußere Erscheinungsform von Elias haben. Oder anders ausgedrückt, das, was ich glaube, drückt sich auch selbst in meiner Kleiderwahl aus. Es ist übrigens nicht andersrum. Es ist nicht dadurch, dass ich durch das Anziehen von Kamelhaar den Geist Elias bekomme. Aber jemand, der den Geist Elias hat, der wird auch in den äußeren Dingen des Lebens und Kleidung, Ernährung und so weiter Gottes Geist versuchen zu repräsentieren. Und das ist sehr, sehr wichtig, weil das wird manchmal immer so an den Rand gedrängt als unwichtig. Aber es ist gar nicht unwichtig. Und ich glaube, wenn wir sagen, wir sind der antitypische Elija, wir sind die letzte Bewegung, dann sollten wir das ernst nehmen, sehr ernst nehmen. Auch dieses Prinzip, dass das, was wir in uns haben, das, was wir von außen sichtbar machen, dass das Konkurrenz sein muss.

[26:24] Nun, wofür sollte das Volk eigentlich vorbereitet werden? Das heißt doch, damit er dem Volk ein zugerüstetes, damit der Gott ein zugerüstetes Volk bereitet oder zurüstet. Wozu eigentlich sollte das vorbereitet sein oder zugerüstet sein? Ja, das war, das war ja seine Aufgabe. Aber wozu soll das Volk vorbereitet werden? Wozu soll es zugerüstet werden? Den Messias zu begrüßen, ja. Darauf vorzubereiten, dass der Messias kommt. Könnt ihr euch noch irgendwas vorstellen, wozu sie noch vorbereitet werden? Ja, ja, das war das Mittel. Aber was war, warum sollte das Volk vorbereitet werden? Einmal, um den Messias anzuerkennen. Aber gab es dann auch mehr, was das Volk eigentlich tun sollte? Ja, das ist das Mittel. Was war Gottes Ziel mit dem Volk Israel? Ein Licht für die anderen. Sie sollten vorbereitet sein, den Messias selbst anzunehmen, um dann seine Jünger und Apostel zu sein in die ganze Welt. Das ist uns bewusst nicht, weil das Gottes Plan war, dass die Juden, die Israeliten eigentlich die Aufgabe hätten übernehmen sollen, die dann später die Jünger und die Apostel und dann die Urchristen gehabt haben. Das war Gottes Idee. Das war schon immer das Ziel, aber bis dahin waren sie ja selbst noch die Wartenden auf den Messias. Angenommen, sie wären treu gewesen und jetzt wäre der Messias gekommen, mit all den Jahrhunderten an Prophezeiungen und an Erfahrungen im Werk Gottes. Wenn sie den Messias angenommen hätten, was meint ihr, was für kraftvolle Missionare sie gewesen wären? Das Heiligtumsdenken war ja so tief in ihnen drin, ganz anders als die griechischen Heiden, denen man erst mal das alles so von Grund auf an erklären musste, die dann natürlich das Beste getan haben, was sie konnten. Aber Gott hätte mit ihnen so viel erreichen können. Sie sollten vorbereitet sein für den Dienst. Nicht nur, um den Messias anzunehmen und sagen, hallo, du bist der Messias, sondern vorbereitet sein, für den Messias zu dienen in der ganzen Welt.

[29:03] Absolut, ganz genau. Jetzt schaut mal in Lukas 1 und jetzt kommt der große Höhepunkt der Geschichte. Also wir haben diesen Zacharias, sein Name bedeutet Gott gedenkt. Er steht in dem Tempel, der an jeder Stelle, an allen Seiten ein Symbol ist für den kommenden Messias. Er sieht einen Engel vor sich, der Vers für Vers, entweder Bibelverse zitiert oder darauf anspielt. Und die ganzen Geschichten aus dem Alten Testament von Hanna und von Sarah und von der Frau von Manoa sind alle im Hintergrund. Er kennt die Geschichten alle. Und mit all dem, was er verbal und sichtbar, all das hört und sieht und weiß, stellt er jetzt folgende Frage. Er sagt: "Woran soll ich das erkennen?" Mit anderen Worten, mein Name heißt zwar Gott gedenkt und alles, was du sagst, steht in der Bibel und das kenne ich auch vorwärts, rückwärts. Aber kannst du mir irgendwas geben, woran ich das, also irgendein Zeichen, dass ich das auch weiß, dass es stimmt? Er schwimmt quasi in Beweisen und sieht sie nicht. Und das ist natürlich äußerst spannend. Übrigens, was ist seine Antwort hier? Denn ich bin ein was? Ein alter Mann und meine Frau ist in fortgeschrittenem Alter. Jetzt, das ist fast wörtlich ein Zitat von wem? Abraham. Jetzt kannte er die Stelle. Natürlich, mit anderen Worten, er weiß, ich bin derselben Situation wie Abraham. Ich weiß, was Gott getan hat. Ich sehe einen Engel vor mir und sage jetzt, so wie Abraham bevor er geglaubt hat, das geht nicht. Und das als Lehrer Israels. Und zwar der gläubigste aller Lehrer Israels. Wir haben gesagt, er war schon, nicht wahr? Das zeigt, dass Leute, selbst die unglaublich weit gekommen sind in ihrem Leben mit Gott, nicht davor gefeit sind, selbst bei guten Botschaften, es war nicht mal irgendwie eine Drangsal, es war keine Versuchung, es war nicht der Satan, der hinter mir war. Selbst bei einer guten Botschaft in der Gegenwart Gottes, in der Gefahr stehen, ihren Glauben zu verlieren, weil sie auf ihre eigene Schwachheit schauen und nicht auf Gottes Weisung. Der Luzifer hat seine, seinen Glauben verloren, als er auf sich selbst geschaut hat, statt auf Gott. Und das ist immer gefährlich.

[31:46] Nun, in Vers, übrigens, wie alt war der Zacharias? Könnt ihr schätzen? Vielleicht 80, ja? Also Menschen, die, also wenn es heißt fortgeschrittenes Alter oder ein alter Mann, die Formulierung, die verwendet wird, wird sonst verwendet für Leute, die so 70 sind, wie David, 90, wie Sarah. Also, also wenn wir sagen, er war 70, dann ist das eine gute Schätzung, vielleicht war er ein bisschen älter, ja? Und natürlich, menschlich gesehen, sagen wir, das ist aussichtslos. Aber an der Stelle, wo es um den, wo der, einer der wahrscheinlich gläubigste Priester im ganzen Volk sagt, mit all den Beweisen vor ihm, sichtbar, hörbar, um ihn herum, er selbst mit seinem Namen ein Beweis, er sagt, ich kann es nicht glauben. Jetzt zieht der Engel alle Register. Ist euch aufgefallen, dass der Engel sich bis dahin gar nicht identifiziert hat, ja? Er war gar nicht dazu gekommen, zu sagen, wer er ist oder wo er herkommt, weil der, der Zacharias war so erschrocken, dass er gleich gesagt hat: "Fürchte dich nicht, ist alles gut, dein Gebet ist erhört", er geht gleich in die Botschaft über. Aber jetzt sagt er: "Schau mal her, du hast wohl, dir ist wohl nicht bewusst, mit wem du redest. Ich bin Gabriel." Und spätestens an dem Moment muss es den wirklich aus den Socken gehauen haben, denn Gabriel kommt in der Bibel, im Alten Testament, nur in einem Buch vor. In welchem Buch? Daniel. Und zwar mit Namen, nur in zwei Kapiteln. In Daniel, Kapitel 8 und, in Daniel 8 kommt er, da wird ihm, da hört der Daniel, dass jemand gesagt bekommt: "Gabriel, lege diesem das Gesicht aus." Dann kommt der Gabriel, erklärt ihm alles, nicht wahr, mit dem Widder und dem Ziegenbock und dem kleinen Horn, aber erklärt ihm nicht alles. Und dann in Daniel, Kapitel, also erklärt ihm nicht alles, in Daniel 8 und deswegen kommt er nochmal zurück in Daniel, Kapitel 9. Genau, da sagt: "Ich sah den Mann Gabriel, der vor zu mir gesprochen hat, wie er schnell kam, als ich, als Daniel gebetet hat." Und dann sagt der Daniel, sagt der Gabriel: "Du bist ein vielgeliebter Herr." Und dann erklärt er ihm das. Und es stimmt, in Daniel 10 kommt er dann nochmal vor, aber nicht als Gabriel erwähnt, einfach nur noch als der Engel. Und damit ist er verknüpft mit der Weissagung, Daniel 9 ist die Weissagung auf den, die Weissagung auf den, wer wird da geweissagt, also auf wen, auf den Messias. Das, worüber er die ganze Zeit gebetet hat, ja. Er sagt: "Ich bin Gabriel, der, der damals zu Daniel gekommen ist und die Prophezeiung gegeben hat. Ich bin gekommen, um das Ende der Prophezeiung anzukündigen."

[34:28] Übrigens, wisst ihr, was Gabriel übersetzt heißt? Gabriel heißt übersetzt Mann Gottes. Und zwar Mann hier, in einem Sinn, wie im Umgangssprachlichen. Stellt euch vor, ihr habt einen, einen Plan und ihr findet jemanden, der ganz gut geeignet dafür ist. Dann sagt ihr doch zum, kann man, sagt man manchmal so, du bist mein Mann. Ja, so ein Mann, der was kann, der so richtig, also ein Mann der Stärke. In dem Sinne ist es der Mann Gottes. Ja, Gott sagt also, dich kann ich gebrauchen für diese Aufgabe. Er steht vor Gott.

[35:05] Was heißt das? Seine Position? Gut formuliert, das war nicht korrekt formuliert. Er hat die Position von Luzifer eingenommen. Er steht vor Gott, er steht am Thron Gottes.

[35:27] Woher wissen wir, dass Gabriel tatsächlich der höchste aller guten Engel ist? Kennt ihr eine Bibelstelle, die es belegt, dass es niemanden gibt, der mehr Kraft hat von den Engeln als Gabriel? Daniel, ganz genau, schaut mal, Daniel 10, Daniel 10 und dort Vers 21, da sagt der Gabriel: "Doch will ich dir verkünden, was in dem Buch der Wahrheit aufgezeichnet ist und kein einziger steht mir mutig bei gegen jene als nur euer Fürst Michael." Also ihr kennt die Geschichte in Daniel 10, wo der Gabriel mit den Engeln kämpft von dem König von Medien und Persien und da diese Auseinandersetzung gibt und er sagt: "Drei Wochen lang habe ich gekämpft und dann kam Michael und dann gab es den Sieg." Nur Michael kann mir helfen, alle anderen sind, also nicht wahr, ich brauche keinen von anderen rufen, weil wenn ich so nicht schaffe, dann schaffen sie andere Engel auch nicht. Nur Michael und wer ist Michael? Michael ist Jesus. Das heißt, der höchste, der stärkste geschaffene Engel im Himmel ist Gabriel.

[36:38] Also ihr wisst, es gibt viele Engel in der Bibel und öfter kommen sie und manchmal ist schon ein kleinerer Engel oder so, erregt großes Aufsehen, aber wenn der höchste und wichtigste und größte Engel des Universums gesandt wird zur Erde, dann zeigt das etwas, welche Wichtigkeit diese Botschaft hat.

[37:00] Nun, er schaut sich, gehen wir noch zu Lukas, Lukas 1 und dort Vers 19 haben wir gerade gelesen. Er sagt: "Ich bin Gabriel, der vor Gott steht und bin gesandt, zu dir zu reden und dir diese Botschaft, diese Vorbotschaft, anderes Wort für Vorbotschaft, Evangelium." Übrigens, Gabriel ist später dann der Engel, der auch zu Johannes kommt, auf die Offenbarung, bei der Offenbarung, auf Patmos, zur Offenbarung. Er ist der Engel, der das, der zu Jesus ruft: "Komm hervor", nicht wahr? Genau, er wird zweimal geprüft in der Bibel, in der Offenbarung wegen der Anbetung, weil sein Vorgänger als oberster Engel, der Luzifer, war an der Stelle gefallen und er bleibt treu, ist ein ganz, ganz interessanter Engel, genau, aber das ist so eine Nebengeschichte der Bibel. Also, aber da hört Gabriel nicht auf, er sagt: "Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, der König, also vor dem König, nicht wahr?" Und dann Vers 20: "Und siehe, du wirst stumm sein und nicht reden können bis zu dem Tag, an dem dies geschehen wird, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die erfüllt werden sollen zu ihrer Zeit." Also warum wird der Zacharias jetzt stumm? Ja, also schaut mal, hat nicht Abraham denselben Fehler gemacht, hat nicht, aber warum ist Abraham nicht stumm geworden?

[38:53] Das ist ein ganz, ganz, ganz, ganz wichtiger Punkt, den darf man nicht unterschätzen. Es gibt so oft diese Momente, wo wir sagen, das stimmt ja auch, wir sagen, auch wir sind so froh, dass in der Bibel auch die großen Helden gefallen sind, dass sie gesündigt haben, weil dann können wir sehen, dass auch, weil sie Errettung bekommen haben, können auch wir hoffen, nicht wahr und natürlich, die Bibel zeichnet das Bild, um zu zeigen, auch die größten Glaubenshelden waren schwache Menschen, ja, aber es gibt einen Unterschied, ob ich eine Sünde zum ersten Mal tue oder eine Schwäche zeige, ohne dass ich mir ganz bewusst bin, was Gott tun kann oder ob ich bereits den Beweis seiner Kraft in den Händen halte, weil ich es vielleicht sogar für andere darüber gepredigt habe und dann trotzdem nicht glaube. Also, nun, der Zacharias war ja nicht gleich verloren, ja, das ist ja nicht gleich, dass er von Gott abgeschnitten war, aber Gott macht schon einen Unterschied in der Bewertung von derselben Tat, je nachdem, was wir von ihm gewusst haben und was nicht, ja, und das ist interessant, das ist eine sehr schöne Geschichte, um das zu zeigen.

[40:02] Übrigens, kennt ihr noch eine Person in der Bibel, von der es heißt, dass sie stumm gemacht worden ist, im Alten Testament? Schlagt mal mit mir auf Hesekiel, das ist relativ unbekannt, aber der Zacharias hat das ganz, ganz, ganz sicher gewusst, er war ja ein Priester, ein Lehrer des Gesetzes und Hesekiel hatte übrigens welchen Beruf? Er war ein Prophet und er war auch ein, eigentlich ein, wenn er nicht in Babylon gewesen wäre als Prophet, sondern in Jerusalem hätte bleiben können, dann wäre er ein, wisst ihr das? Ein Priester gewesen, genau. Also, als Priester hat der Zacharias bestimmt auch eine besondere Affinität für Propheten wie Jeremia und Hesekiel gehabt, die Priester waren. Hesekiel 3 und dort Vers 26. Hesekiel 3 und dort Vers 26, dort heißt es: "Und ich will deine Zunge an deinem Gaumen kleben lassen, sodass du verstummst und sie nicht mehr zurechtweisen kannst, denn sie sind was? Ein widerspenstiges Volk." Das heißt, die Stummheit des Propheten war ein Zeichen für den Unglauben des Volkes. Das heißt, mit anderen Worten, es sieht so aus, als ob diese Geschichte von Zacharias nicht nur Zacharias selbst betrifft, sondern ausgewählt worden ist auch als ein Beispiel für den generellen Unglauben des Volkes, denn der Priester war immer auch ein Repräsentant des Volkes. Wir werden das nächste Mal sehen, welche Bedeutung das hat. Übrigens, wisst ihr, wann die Zunge von Hesekiel gelöst worden ist? Schaut mal in Hesekiel Kapitel 24, Hesekiel 24 und dort Vers 27. Und zwar heißt es: "An jenem Tag wird dein Mund vor dem Entflohenen aufgetan werden, dass du reden und nicht mehr stumm sein wirst und du wirst für sie ein Zeichen sein und sie werden erkennen, dass ich der Herr bin." Gott hatte zu ihm gesagt, wenn das eintrifft, wenn die Prophezeiung sich erfüllt, dann wird deine Stimme wieder gelöst werden. Wann sollte die Stimme von Zacharias gelöst werden? Wenn die Prophezeiung sich erfüllt. Also auch hier eine Parallele, in dem Fall jetzt zum alttestamentlichen Propheten Hesekiel.

[42:40] Übrigens kennt ihr noch andere Personen im Alten Testament, deren Unglaube, obwohl sie wirklich viel, viel, viel, viel, viel, viel Gutes getan haben und glaubensmäßig wahrscheinlich mit die Helden des Alten Testamentes waren, deren Unglaube doch gleich sofort oder ziemlich deutlich bestraft worden ist. Mose, das ist ein ganz großes Beispiel. Das zeigt übrigens auch, dass die Idee, dass Mose, der Führer des Volkes war, für eine relativ kleine Sünde relativ deutlich bestraft worden ist, während das Volk, das zum Teil viel schlimmere Sünden getan hat, mehr verschont worden ist. Gott macht nicht nur einen Unterschied in der Beurteilung, wie viel wir wissen, er macht auch einen Unterschied in der Beurteilung, welche Verantwortung wir haben. Dieselbe Sünde ist im Leben eines Verantwortlichen noch schlimmer vor Gott, als in einem, der vielleicht einfach nur in Anzugsstrichen normales Glied ist.

[43:36] Oh, natürlich, er hat ihn ja gleich auferweckt. Moment mal, bist du schon mal gefragt worden, dein Kind zu opfern? Ellenweitz sagt, es war der härteste Test, den jemals ein Mensch erlebt hat. Was der die drei Tage erlebt hat, war wahrscheinlich Strafe genug für seine Sünde. Also, ich verstehe, wie du meinst, aber Ellenweitz sagt uns übrigens, dass hätte er gleich sofort Gott gehorcht, hätte diese Geschichte in der Form 1. Mose 22 nie stattgefunden. Das heißt, der Verlust oder der Glaubensmangel, der ist durch eine schwierige Situation, muss der dann gelernt werden, also der Glaube. Dass die Idee, wenn wir in einfachen Situationen das nicht lernen, was wir lernen sollen, müssen wir es unter schwierigen Situationen lernen. Das ist an der Endzeit ein großes Thema.

[44:43] Schauen wir noch ganz kurz, bevor wir zum Ende kommen, Lukas 1 an. Lukas 1 und dort Vers 21. Das ging wohl relativ lange vor sich, dieses Gespräch da mit dem Engel. Und es heißt in Vers 21: "Und das Volk wartete auf Zacharias und sie verwunderten sich, dass er so lange im Tempel blieb." Die jüdischen Traditionen sagen uns, dass die Priester relativ kurz im Tempel sein sollten. Weiß jemand, warum? Warum die nicht so lange sich aufhalten sollten? Ja, gut, Gottes Gegenwart war ja nicht mehr sichtbar dort im Allerheiligsten. Die Cherubim waren nicht mehr da. Aber gibt es noch vielleicht einen anderen Grund. Aber trotzdem hat Gott sich offenbart, immer wieder mal auch. Der Grund war einfach ähnlich damit verbunden, dass wenn er zu lange drin blieb, hat das Volk angefangen zu befürchten, dass der Priester dort umgekommen ist. Weil dort konnte ja sonst niemand so einfach rein. Manche, es gibt ja diese Tradition, dass manche da mit diesem Seil dann reingegangen sind, dass wenn er dann stirbt, weil er eine Sünde, eine unvergebene Sünde hat, dass man ihn rausziehen kann sozusagen. Und deswegen, solange, wenn da jemand in dem Tempel blieb, länger als normal, dann hat man angefangen, sich Sorgen zu machen. Ist er vielleicht umgekommen? Hat Gott ihn vielleicht mit einem Gericht bestraft? Was ist passiert? Und so heißt es hier, sie warteten und warteten. Im Griechischen heißt es, es zog sich hin. Ja, es wurde, sie haben lange gewartet. Worauf haben sie denn eigentlich gewartet? Dass er rauskommt. Aber was haben sie davon gehabt, dass er rauskommt? Warum sind sie nicht einfach so gegangen? Sie haben auf den Segen gewartet. Der Gottesdienst war nicht zu Ende ohne den Segen von dem herauskommenden Zacharias. In dem Fall war er jetzt mal der Ersehnte sozusagen. Sie haben auf ihn gewartet, auf den Segen. Und naja, dann heißt es in Vers 22: "Als er aber herauskam, konnte er nicht zu ihnen reden."

[46:59] Was impliziert das, wenn es heißt, er konnte nicht zu ihnen reden? Sehen kann er sie schon. Also was impliziert das, wenn es heißt, er kam heraus und er konnte nicht reden? Sie haben sich erfüllt, ja klar. Also ich weiß nicht, ob ich das mir nur reinlese, aber ich habe den Eindruck, er hat es versucht, oder? Er konnte nicht, ja. Mit anderen Worten, er kommt heraus, vielleicht hat er seine Hände gehoben und vielleicht doch versucht. Er konnte nicht. Übrigens, Ellenweitz sagt uns, dass die Aufgabe des Priesters bestand, im Tempel ja für das Volk zu beten. Für die Sünden des, also die nationalen Sünden und für die Ankunft des Messias. Und sie sagt, nach diesem Gespräch konnte er dieses Gebet nicht mehr beten. Er sollte ja dort niederknien im Tempel und für das Volk beten. Und er konnte nicht beten, weil er konnte nicht mehr sprechen. Er konnte im Herzen zwar noch beten, aber es konnte nicht mehr ausgesprochen werden. Er konnte nicht. Und naja, da war deutlich, das war wirklich Gabriel. Und dann die Frage ist, war das nicht kontraproduktiv für Gott? Er hat doch seinen höchsten Engel in die Hauptstadt seines Volkes geschickt, in den Tempel, der gerade neu renoviert, also neu ausgebaut war, das Highlight des römischen Reiches. Tausende von Menschen dort. Das hat doch Gott bestimmt gemacht, um sozusagen so vielen Menschen wie möglich anzukündigen, jetzt geht es weiter mit der Prophetie, jetzt kommt er. Gott wollte doch, dass so viele das erreichen. Das war doch kontraproduktiv, wenn er gar nicht reden konnte. Es war ein Wunder, ja. Genau. Stellt euch vor, da kommen die Leute nach Hause und sagen: "Stell dir vor, was mir passiert ist. Ich war beim Morgengebet und ich war da und wir haben gewartet und gewartet und gewartet und dann kam der Priester heraus." Und in der Bibel heißt es ja, sie merkten, dass er eine Erscheinung gesehen hatte. Woran haben sie das gemerkt? Seine Fröhlichkeit, also seine Fröhlichkeit war wahrscheinlich gemischt. Genau, es war nicht mehr die Zeichensprache, die kam erst danach, sondern er hat so wie Mose die Herrlichkeit Gottes wieder gespiegelt. Und dann haben sie wahrscheinlich zu Hause erzählt: "Stell dir vor, der Priester kam heraus und so wie es in der Bibel steht, so wie vor 1500 Jahren, der Mose, so hat er geleuchtet." Und dann hat er so Zeichensprache gemacht und mit der Zeichensprache hat er uns erklärt, dass sein Engel war. Vielleicht hat er was aufgeschrieben noch, so in Aramäisch und hat geschrieben, das war Gabriel. Stell dir vor, Gabriel ist da gewesen, ja. Also das muss in Windeseile durch die ganze Stadt sich verbreitet haben, durchs ganze Land. Und damit hat Gott, obwohl er seinen Sprecher Zacharias bestraft, trotzdem sein Ziel erreicht. Das ist, wie toll Gott ist. Er verbindet das alles miteinander.

[50:25] Schaut mal, Vers 23 und das ist wirklich außergewöhnlich. Also das Vers, übrigens wisst ihr, was der Segen, wie der Segen geht, den das Volk erwartet hatte? Der aaronitische Segen, 4. Mose 6. "Der Herr, segne und behüte dich. Der Herr, lasse sein Angesicht leuchten über dir." Das heißt, die stehen da draußen, diese Israeliten, tausend Israeliten, die haben das ein Jahr aus, Tag ein Tag aus, immer wieder das Gleiche, wie im Gottesdienst. Es gibt manche Dinge, die sind immer wieder das Gleiche, ja. Man kann, es geht man schon hier rein und da raus, weil es immer dieselben Formulierungen sind, ja. Und sie kommen und warten und warten und warten und kommt raus und sie sagen, naja, sie denken in ihrem Kopf wahrscheinlich, jetzt heißt es gleich wieder: "Der Herr, segne und behüte dich. Der Herr, lasse sein Angesicht leuchten über dich." Und dann kann er nicht reden. Aber dann denken sie wahrscheinlich im Kopf, ja, das müsste er doch jetzt eigentlich sagen. Aber während sie es nicht hören, sehen sie den Segen, ja. Sie sehen das Angesicht Gottes, das leuchtet über ihnen, ja, durch, wieder gespiegelt von Zacharias. Naja, aber was mich wirklich umgehauen hat, ist Vers 23. Meistens hört die Geschichte ja hier auf, oder? In den Kinderbibeln hört die Geschichte da auf. Aber schaut mal, was Vers 23 steht: "Und es geschah, als die Tage seines Dienstes vollendet waren." Frage, wenn ihr 70 seid, jetzt muss ich mal an die Männer sprechen. Und ihr seid 70, ja, und ihr seid im Tempel und habt gerade mit dem Engel Gabriel gesprochen, mit dem vorher nur Daniel gesprochen hat in Jahrtausenden von Menschheitsgeschichte, ja. Und er sagt euch, dass ihr die Aufgabe habt, den Vorläufer des Messias zu zeugen, den verheißenen Propheten Elija. Und ihr wisst, ihr seid 70 Jahre alt. Was hättet ihr wohl gemacht? Ich glaube, wir hätten wohl alle gesagt: "Wisst ihr was, liebe, ich habe mein Dienst ja schon, ich bin ja schon mal da gewesen im Tempel, ich habe meine Dienst voll, ich habe was Wichtiges zu tun, oder?" Und was sagt er? "Er blieb die Tage, bis sein Dienst vollendet war." Die Tradition sagt uns, der Dienst wurde immer am Sabbat gewechselt. Ja, Sabbatvormittag war noch die alte Garde und Sabbatabend dann die neue Garde dran, ja. Und er hat wohl mehrere Tage dann noch am Tempel ausgehabt, obwohl er selbst nicht mehr in den Tempel hineingegangen ist, das waren jetzt andere, die ausgelost worden sind, ja. Aber er hat andere Aufgaben gehabt, Dienstaufgaben, kleine Aufgaben, ja. Und das ist eine wichtige Lektion. Egal wie wichtig die Aufgabe ist, die wir haben, es muss immer ordentlich geschehen.

[53:06] Ja, das stimmt. Ja, das stimmt, er hat, der Punkt bei Daniel war ja, er hat etwas nicht verstanden, der Inhalt hat ihn so mitgenommen, diese 2300 Jahre, aber das war ja hier, das war eine frohe Botschaft, das war nichts schwer Verdauliches eigentlich, ja. Aber er wartet, bis der Dienst zu Ende gegangen ist. Übrigens, die Jünger, als die von Jesus berufen worden sind, haben auch die Boote erst ans Ufer gebracht, nicht wahr. Erst die eine Aufgabe zu Ende gebracht und dann das neue angefangen, so wichtig es auch war, ja. Aber nichts überstürzt, nichts fanatisch, nichts einfach so, so quer fällt ein, ja. Interessant. Naja, dann ging er heim, wahrscheinlich hat er nicht lange Umwege genommen und dann heißt es in Vers 24, interessanterweise: "Aber nach diesen Tagen wurde seine Frau Elisabeth schwanger." Und sie verbarg sich fünf Monate und sprach, Vers 25: "So hat der Herr an mir gehandelt, in den Tagen, da er mich angesehen hat, um meine Schmach unter den Menschen hinwegzunehmen."

[54:26] Was fällt euch auf an diesem Wort, an diesen Versen 24 und 25? Man geht sehr, sehr genau auf die Geschichte. Sonst, wenn wir die Geschichte erzählen, lassen wir sie meistens weg, nicht wahr. Mir scheint so, dass sie wahrscheinlich mehr Glauben gehabt hat in der Geschichte als er. Ja, denn sie muss auch Glauben gehabt haben, ja. Die Bibel sagt auch, dass Sarah durch Glauben bekommen hat, ja. Warum hat sie sich wohl fünf Monate verborgen? Vielleicht Schutz, ja. Das Kind sollte ja möglichst unbeschadet von weltlichen Einflüssen aufwachsen und ihr wisst, die Erziehung eines Kindes beginnt eigentlich ab dem Zeitpunkt, wo es gezeugt wird. Schon in der Schwangerschaft gibt es so viele Eindrücke, nicht wahr, und sie hat sich wohl zurückgezogen. Das wäre auf jeden Fall eine Erklärung. Habt ihr noch eine andere Idee, warum sie sich verborgen hat? Vielleicht wäre das ein Grund zur Freude gewesen. Sie haben jahrzehntelang dafür gebetet und es war ja im Judentum eine Schmach, kein Kind zu haben. Und jetzt, kurz vor Lebensende, doch noch. Deswegen sagt es ja, der Herr hat an mir gehandelt, er hat mich angesehen, er hat meine Schmach von mir genommen. Sie hätte ja sagen können: "Schaut her, endlich ist meine Schmach von mir genommen." Habt ihr noch eine Idee, warum sie sich verborgen hat? Fünf Monate heißt das, ja? Nicht neun Monate, fünf Monate sich verborgen. Zu schützen. Du hast etwas Interessantes gesagt, die ersten vier Monate nicht so viel. Das heißt, sie hat relativ schnell gemerkt, dass sie schwanger ist, aber sie ist nicht in der Gegend umhergelaufen und hat gesagt: "Ich bin schwanger, ich bin schwanger." Sondern sie hat gewartet, bis zu dem Zeitpunkt, wo es offen sichtbar ist und damit Gott sozusagen, also dass wirklich deutlich wird, Gott hat das von ihr genommen, diese Schmach. Mit anderen Worten, sie hat die Aufmerksamkeit so ein bisschen von sich weggelenkt, einfach gewartet. Na ja, wenn es soweit ist, wenn es sichtbar ist, dann werden es die Menschen ohnehin merken. Ich muss ihnen jetzt nicht sagen: "Schaut, was Gott getan hat." Das finde ich sehr interessant. Vielleicht hat sie sich auch deswegen zurückgezogen, dass sie nicht ständig erklären muss, warum ihr Mann schweigt. Aber auf jeden Fall die Verbindung hier von Vers 24, 25 macht deutlich, dass es wohl Gottes Handeln ist, dass Gott an ihr gehandelt hat, dass sie dazu bewogen hat. Und na ja, ein Grund ist auf jeden Fall auch, dass es wahrscheinlich eine Brücke bildet. Diese fünf Monate werden erwähnt, weil es dann die nächste Geschichte beginnt im sechsten Monat. Also jetzt vergehen fünf Monate von hier, wo sie sich zurückzieht, betet, sich vorbereitet, dass das Kind wird bald geboren werden. Und dann ein halbes Jahr später geht die Geschichte weiter. Der Gabriel war in den Himmel wieder zurückgegangen. Der wusste nicht, was passieren würde, als Gott ihn gesandt hat. Gott hat ihm nur gesandt, gesagt: "Geh hin und berichte dem Zacharias, der Vorläufer wird geboren." Ich kann mir vorstellen, wie der Gabriel in den Himmel gekommen ist und gesagt hat: "Weißt du was, da war der treueste und bestinformierteste und gläubigste Priester im ganzen Land und der hat mir nicht geglaubt. Also wenn der nicht glaubt, wer soll überhaupt glauben?" Und dann sagt Gott: "Weißt du was, in einem halben Jahr sende ich dich nochmal. Aber nicht zu einem Priester. Und nicht nach Israel, also nicht nach Jerusalem. Und dann wirst du sehen, was Glaube ist." Aber das werden wir uns nächstes Mal anschauen.

[58:06] Nächste Woche die Verse 26 bis 38. Der Gabriel kommt ein halbes Jahr später wieder. Und wenn ihr schon mal ein bisschen vorlest, dann werdet ihr sehen, da gibt es interessante Bezüge von der jetzt folgenden Geschichte zu der, die wir gerade angeschaut haben. Halten wir fest, Gott hat wirklich sehr deutlich zu Beginn des Evangeliums in der Hauptstadt mit dem höchsten Engel, den es gab, dem im Tempel die ganze Sache angekündigt. Aber Unglaube war das eigentliche Hindernis. Und von Anfang an beginnt die Geschichte damit, dass Gott alles tut, was man nur tun kann, aber der Unglaube so ein Hindernis ist, was Leute daran hindern kann, das anzunehmen. Und das wird sich natürlich jetzt in der ganzen Evangeliumsgeschichte immer wieder zeigen. Rauf und runter. Wollen wir noch gemeinsam beten? Zum Abschluss, lasst uns dazu niederknien.

[59:02] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort lesen konnten, dass wir es studieren konnten und dass wir sehen konnten, wie wichtig es ist, deinem Wort zu glauben. Und manchmal passiert uns das auch, dass wir überschüttet sind mit Beweisen deiner Liebe und deiner Gnade und auch biblischen Verheißungen, von denen wir sagen, dass wir sie glauben und dann wir doch daran zweifeln, ob sie für unser Leben auch gelten. Bitte vergib uns und hilf uns, dass wir deinem Wort vertrauen, weil es solche Vollmacht hat, damit wir ein Zeugnis geben können und nicht stumm sind, so wie Zacharias. Und bitte bereite du uns vor für unsere Mission, die du uns gegeben hast, die genauso wie Johannes der Täufer diejenige ist, Menschen vorzubereiten auf die Wiederkunft. So möchten wir dich bitten, dass wir sowohl was unsere geistliche Verfassung als auch unsere äußerliche körperliche Verfassung darauf von dir vorbereitet werden und ein wirklich echtes Zeugnis sind für deine Reform und deine umwandelnde Liebe. Im Namen Jesu beten wir dir. Amen.


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