Veröffentlicht am
1.045 Klicks

In dieser Predigt wird die biblische Geschichte von Jesus, der einen Mann mit einer verdorrten Hand am Sabbat heilt, detailliert beleuchtet. Der Sprecher, Christopher Kramp, analysiert die Motive der Pharisäer, die nach Fehlern suchen, und vergleicht die Situation mit biblischen Beispielen wie Jerobeam. Er erklärt die tiefere Bedeutung von Jesu Zorn und die Botschaft der Heilung, die sowohl für den Mann als auch für die Pharisäer bestimmt ist. Die Predigt betont die Wichtigkeit, den Wert des Menschen zu erkennen und sich nicht von negativen Einflüssen einschüchtern zu lassen.

In dieser Predigt wird die biblische Geschichte von Jesus und dem Mann mit der verdorrten Hand beleuchtet. Christopher Kramp erklärt die Hintergründe, die Parallelen zu Jerobeam und die tiefere Bedeutung des Sabbatgebotes. Die Predigt thematisiert die Haltung der Pharisäer, die Suche nach Fehlern und die wahre Natur von Gottes Zorn, der aus tiefem Mitgefühl und Trauer über die Verstocktheit der Herzen entspringt. Es wird gezeigt, wie Jesus durch seine Heilung nicht nur den Mann, sondern auch die Anwesenden herausfordert und wie wichtig es ist, sich nicht einschüchtern zu lassen und den Wert jedes Menschen zu erkennen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar „Der Ersehnte“ bei hochsommerlichen Temperaturen aus Stuttgart. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr live jetzt dazugeschaltet seid oder später das Video anschaut auf www.joelmedia.tv.de. Heute mit einer weiteren Folge. Heute geht es um den Mann mit der verdorrten Hand. Eine interessante Geschichte, gar nicht so oft vielleicht studiert, aber mit etlichen interessanten Dingen, die wir heute herausfinden wollen. Und bevor wir beginnen, würde ich vorschlagen, dass wir gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet. Lieber Vater im Himmel, dankbar kommen wir zu dir auch an diesem Tag und möchten dich bitten, dass du jetzt gegenwärtig bist durch deinen Heiligen Geist und dass die Geschichte, die wir lesen, uns etwas ganz Praktisches vermittelt von deinem Wesen, von deinem Charakter, dass wir etwas auch über uns lernen und über das, was du uns heute zu sagen hast. Wir möchten dich bitten, dass du zu unserem Herzen sprichst, dass du es uns klar und deutlich machst und dass wir etwas mitnehmen können, was wir wirklich in unseren Alltag übertragen können. Sei du bei uns und segne uns nach deiner Verheißung. Im Namen Jesu, Amen.

[1:51] Letztes Mal haben wir uns eine Geschichte angeschaut, die vergleichsweise bekannt war. Weiß jemand noch von euch, welche Geschichte wir letztes Mal angeschaut haben? Da ging es um einen Spaziergang, den Jesus mit seinen Jüngern gemacht hat und sie haben Ähren geraubt. Es ging die Frage um den Sabbat. Darf man am Sabbat, auf dem Weg von einer Synagoge zur nächsten, darf man dort Ähren abstreifen und malen und essen? Und daraus entstand dann eine Diskussion über den Sinn und Inhalt des Sabbats. Und wir haben gesehen, dass es beim Sabbat einen eigentlichen Zweck gibt und der sollte nie aus den Augen verloren werden. Jesus hat dann gesagt, der Sabbat wurde um des Menschen willen gemacht, nicht der Mensch um des Sabbat willen. Die Geschichte, die wir heute anschauen wollen, kommt in allen drei Evangelien, Matthäus, Markus und Lukas, direkt danach und ist im Grunde genommen sozusagen wie eine weiterführende Behandlung des Themas, wie ihr gleich sehen werdet. Unser Text ist heute in Markus 3, Vers 1 bis 6. Das ist quasi unser Grundtext. Wir folgen dem Markus-Evangelium jetzt hier in diesem Abschnitt vom Leben Jesu. Dann parallel dazu Lukas 6, Vers 6 bis 11 und dann noch Matthäus, der bringt dann noch ein paar interessante Neuigkeiten dazu, Matthäus 12, Vers 9 bis 14. Aber wie gesagt, in allen drei Fällen schließt diese Geschichte an die Geschichte mit den Jüngern im Kornfeld an und ihr werdet noch sehen, warum. Also fangen wir mal an in Markus Kapitel 3 und dort Vers 1. Ich bin mir sicher, die Geschichte habt ihr schon mal gelesen, aber sie ist jetzt vielleicht nicht so oft Gegenstand von Predigten oder so. Markus 3, Vers 1: „Und er ging wiederum in die Synagoge.“ Also wir haben Jesus oft in der Synagoge, ja, eigentlich relativ viele Geschichten spielen in der Synagoge oder im Zusammenhang mit der Synagoge und es heißt hier: „Und es war dort ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand.“

[4:22] Erste Frage an euch: Kennt ihr noch einen Menschen in der Bibel, der eine verdorrte Hand hatte? Neben dem hier, schon gehört? Jerobeam hatte nicht sein Leben lang eine verdorrte Hand, sondern nur für gefühlte fünf Minuten oder so. Wo ist die Geschichte zu finden? Erste Könige, genau Erste Könige. Gehen wir ganz kurz dahin, wir werden die Geschichte noch ein bisschen im Hinterkopf behalten müssen. Das ist nämlich, da gibt es interessante Parallelen nachher. Erste Könige 13. Ihr kennt vielleicht sicherlich den Hintergrund, und nach Salomo ist das Volk in den Abfall geraten. Gott hat dann gesagt, das Königreich soll geteilt werden in ein Nordreich und ein Südreich und Jerobeam ist der König des Nordreiches und hat dann irgendwann Angst, dass seine ganzen Untertanen doch beim ständigen dreimaligen Gang nach Jerusalem pro Jahr dem Südreich sich anschließen würden und so empfindet er, dass es eine weise Idee wäre, einen eigenen Gottesdienst im Nordreich zu machen. Und er baut dann zwei goldene Kälber, als ob nicht eins schon schlimm genug wäre am Berg Sinai. Zwei goldene Kälber, eins im Süden des Nordreiches, eins im Norden und dann kommt ein Mann. Den nennt die Bibel einfach einen Mann Gottes, namenloses aus dem Süden und weißagt gegen diesen Götzenaltar und gegen diesen König. Und dann heißt es in Vers 4, Erste Könige 13, Vers 4: „Und es geschah, als der König das Wort des Mannes Gottes hörte, der gegen den Altar von Bethel rief, da streckte Jerobeam seine Hand aus vom Altar herab und sprach: Er greift ihn.“ Merkt euch diese Formulierung: „Er streckt seine Hand aus.“ Mit welchem Ziel? Was ist sein Begehren? Den Mann Gottes zu ergreifen und zwar nicht, um ihn zu ehren, nicht um ihm einen Preis zu geben, sondern wahrscheinlich, um ihn gefangen zu setzen oder zu töten. Er greift ihn und dann heißt es: „Da verdorrte seine Hand, die er gegen ihn ausgestreckt hatte, sodass er sie nicht wieder zu sich ziehen konnte.“

[7:04] Es gibt in der Bibel zwei Menschen mit einer verdorrten Hand. Jerobeam, der seine Hand ausstreckt, um den Mann Gottes ergreifen zu wollen und dann diesen anderen Mann. Wenn wir gleich noch sehen, was das zu bedeuten hat. Übrigens, was heißt das, eine verdorrte Hand? Verdorrt ist ja jetzt nicht das geläufigste Umgangsdeutsch. Was heißt das? Ja, es heißt tatsächlich vertrocknet. Dieses Wort wird auch benutzt, wenn zum Beispiel dann bei den vier Böden, da die Sonne dann scheint und die Pflanzen vertrocknen. Wenn da Pflanzen nicht mehr genügend Saft haben und dann vertrocknen, ist eine verdorrte Hand. Was jetzt die genaue medizinische Bezeichnung dafür ist, weiß ich nicht. Aber eine Hand, die nicht mehr funktionsfähig war, die quasi wie abgeschnitten war vom restlichen Körper.

[8:08] Lukas erwähnt noch ein paar extra Details zu dieser Situation. Schauen wir mal in Lukas Kapitel 6 und dort Vers 6. Lukas 6 und dort Vers 6. Und jetzt werdet ihr auch an diesem Vers sehen, warum diese Geschichte quasi zu der vorigen gehört. „Es geschah aber auch an einem anderen Sabbat, dass er in eine Synagoge ging und lehrte.“ Also wir kennen das schon aus Lukas 4. Jesus ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge. Viele Geschichten in den Synagogen sind Sabbat-Geschichten, so auch diese. Und wir werden gleich sehen, dass diese Geschichte, diese Heilung dieses Mannes mit der verdorrten Hand im Zusammenhang steht mit der Geschichte vorher, wo die Pharisäer die Frage gestellt haben: Ist es überhaupt erlaubt, dass man am Sabbat hier das tut? Also eine weitere Geschichte über die Bedeutung des Sabbats. Jesus ist am Sabbat in der Synagoge und es heißt hier: „Und dort war ein Mensch, dessen rechte Hand verdorrt ist.“ Von allen dreien ist Lukas der einzige, der sagt, welche Hand es war. Was meint ihr? Stellt das irgendeine Bedeutung, dass der Lukas das hier sagt, welche Hand es war, dass es die rechte war, nicht die linke? Er war halt Arzt, nicht wahr? Der Arzt in ihm wollte sozusagen eine richtige Anamnese machen, nicht wahr? Eine richtige Diagnose. Es war die rechte Hand. Dem Markus und dem Matthäus war das egal, Hauptsache sie war verdorrt und ist wieder heil geworden. Lukas war Arzt, wie wir schon oft gesehen haben. Was noch, was könnte das noch bedeuten oder welche Rolle könnte das spielen, dass es die rechte Hand war? Macht das noch irgendeinen Unterschied für die Geschichte?

[9:48] Ja, wenn er nicht gerade ein Linkshänder gewesen wäre, was in der Bibel dann meistens verzeichnet wird, wie ein Richter, dann war das vermutlich seine Hand, mit der er das meiste getan hat. Also ich weiß nicht, wie es euch geht, wenn ihr normale Rechtshänder seid und ihr wählen müsstet, welche Hand soll verdorren, die rechte oder die linke? Dann würdet ihr schon die linke wählen, oder? Also schlimm ist es in jedem Fall, aber die rechte ist halt noch ein bisschen dramatischer, ist weitaus eingeschränkter dadurch. Also es gibt auch eine ganz praktische Idee hier, dass dieser Mann wirklich, der war nicht zu beneiden. Genau, der konnte seine Hand nicht mehr bewegen.

[10:33] Jetzt schauen wir mal zurück zu Markus und schauen, was passiert. Markus 3, Vers 2: „Und sie lauerten ihm auf, ob er ihn am Sabbat heilen würde, damit sie ihn verklagen könnten.“ Sie lauern ihm auf. Was für eine Geisteshaltung ist das? Wie könnte man das mit euren eigenen Worten beschreiben? Bösartig ist erstmal so allgemein richtig, aber vielleicht noch ein bisschen spezifischer. Was für eine bestimmte Charaktereigenschaft kommt euch zum Tragen, wenn jemand auflauert, um etwas zu finden, um den anderen zu verklagen?

[11:28] Hinterhältig, ja. Diese Pharisäer offenbaren etwas, was auch viele, viele Christen, viele Geschwister, wir alle hin und wieder leider offenbaren, nämlich sie suchen nach Fehlern. Das englische Wort „fault-finding“, den gibt es im Deutschen nicht so richtig, das „fault-finding“, wenn man nach Fehlern sucht, wenn man darauf sucht und achtet, wo der andere vielleicht einen Fehler macht, dass man ihn entweder verklagen kann oder zumindest sich besser fühlen kann als er. Sie haben nach Fehlern gesucht und interessanterweise, dieses griechische Verb, das ist ein zusammengesetztes Verb, das bedeutet eigentlich so viel wie jemandem auf der Ferse bleiben, also quasi immer an seiner Seite sein, um etwas zu finden. Der Wycliffe hat auch übersetzt: „spionieren“, also nicht einfach nur so nebenbei mal so gucken, sondern so ganz so den ganzen Fokus darauf richten, immer jeden Schritt verfolgen. Was macht er jetzt? Wie kann ich das für meine Zwecke benutzen? Sie lauerten ihm auf. Genau, sie haben etwas Negatives gesucht.

[12:43] Und die Frage ist ja auch für uns persönlich, wir wollen ja was daraus lernen: Wie oft geschieht uns das, dass wir nach dem Negativen suchen? Dass sie tatsächlich danach gesucht haben, dass sie etwas finden wollten, denn wer was finden will, der sucht. Das wird aus dem Lukas, aus dem Parallelbericht deutlich. Schaut mal in Lukas, lasst euren Finger in Markus, in Lukas 6, da verwendet der Lukas noch ein Wort, das das richtig deutlich macht, in Lukas 6 Vers 7: „Da heißt es aber: Die Schriftgelehrten und Pharisäer lauerten ihm auf, ob er am Sabbat heilen würde, um einen Grund zur Anklage gegen ihn zu finden.“ Sie wollen etwas finden und wer etwas finden will, der sucht. Sie haben nicht das Offensichtliche zur Kenntnis genommen, sie haben gesucht, nach Fehlern gesucht. Und das war natürlich ein äußerst hoffnungsloses Unterfangen.

[14:00] Schaut man ein paar Bibeltexte aus dem Alten Testament an, die genau diese Situation beschreiben, aus den Psalmen zum Beispiel. Psalm 37 und dort Vers 32: „Der Gottlose lauert auf den Gerechten und sucht ihn zu töten.“ Das ist ziemlich genau das, was in dem Moment passiert ist, oder? Jesus, der Gerechte, die Pharisäer, im Grunde genommen Gottlose, lauern auf, um ihn zu töten. Kann man auch Psalm 38 dazunehmen, Vers 13. Das ist jetzt quasi aus der Ich-Perspektive eigentlich von David geschrieben. Psalm 38, Vers 13: „Die mir nach dem Leben trachten, legen mir Schlingen und die mein Unglück suchen, besprechen meinen Untergang. Sie ersinnen Lügen den ganzen Tag.“ Also der David hatte es mit Feinden zu tun, die nicht ab und zu mal ihm Böses wollten, sondern die systematisch seinen Untergang wollten. Jesus hatte es mit Feinden zu tun, die systematisch seinen Untergang wollten.

[15:20] Frage: Haben wir es auch mit Feinden zu tun, die systematisch unseren Untergang wollen? Und wenn es nicht Gemeindegeschwister sind, hoffentlich nicht. Und wenn es nicht Menschen sind, sind es doch mindestens Dämonen, die nichts weiter tun, als Tag und Nacht darüber nachdenken, wie kann ich ihn oder sie zu Fall bringen. Die die ganze Zeit darüber sprechen, wie sie die Gläubigen in den Untergang führen. Und es ist ja nicht umsonst in der Bibel berichtet, dass es der Satan in Offenbarung 12 ist, der der Ankläger der Brüder, der etwas finden will, um sie bei Gott anzuklagen.

[16:00] Übrigens, kennt ihr noch mehr Menschen im Alten Testament, die erlebt haben, wie es ist, wenn andere nach einem Fehler suchen bei ihnen? Gibt es mehrere im Alten Testament, mehrere bekannte Persönlichkeiten, die erlebt haben, dass, obwohl sie vergleichsweise relativ unschuldig waren, andere nach ihrem nach Fehlern gesucht haben. Daniel, ganz bekannte Geschichte, in Daniel Kapitel, in einer Geschichte ist besonders deutlich, fast sechs, nicht wahr, Daniel in der Löwengrube, wo die wirklich alles auf den Kopf gestellt haben, um irgendetwas zu finden, was er verkehrt gemacht hat. Und da haben sie nichts gefunden, dann haben sie quasi das Verbrechen selbst kreiert. Und das ist er dann, da haben sie ihn dann vermeintlich fangen können, aber auch damit nicht. Daniel ist ein Beispiel. Kennt ihr noch mehr Beispiele von Personen, die das erlebt haben, dass man ihnen aufgelauert hat? Hiob, in einer gewissen Art und Weise, ja, da war er auch unschuldig und seine Freunde haben alles umgedreht in seinem Leben und haben nach diesem Fehler gesucht. Und da gibt es noch ein interessantes Beispiel, das hat man vielleicht nicht gleich so direkt vor Augen. Schaut mal Jeremia 20, Jeremia 20 Vers 10. Jeremia 20 Vers 10: „Denn ich habe die Verleumdung vieler gehört, Schrecken ringsum: Zeigt ihn an und wir wollen ihn anzeigen! Alle Leute, mit denen ich in Frieden lebte, lauern auf meinen Fall und sprechen: „Vielleicht lässt er sich überreden, und wir können ihn überwältigen und uns an ihm rächen.“ Also vielleicht sogar von den Formulierungen her fast die direkteste Parallele zu Jesus.

[17:49] Also als Jesus in der Situation war, das war sicherlich keine einfache Situation zu wissen, hier sind lauter Menschen, die nicht dumm sind, die nur danach suchen, dass sie einen Fehler machen, die einen Fehler sich wünschen. Für ihn, glaube ich, war das nicht unwichtig zu wissen, dass es schon in der Bibel Geschichten gibt von Menschen, die das erlebt haben, an denen er sich trösten und aufrichten konnte. Naja, wir haben schon gesehen oder gesagt, dieses Anklagen ist eine Eigenschaft Satans. Eigentlich haben hier die Pharisäer mal wieder sich auf die Seite Satans gestellt.

[18:22] Interessanterweise war Jesus ja schon einmal offiziell angeklagt worden vor dem höchsten Gericht, einige Monate zuvor. In welcher Geschichte haben wir das gelesen? Welches Kapitel spricht von der ersten großen Anklage gegen Jesus, weswegen er ja dann sich nach Norden begeben hat, nach Galiläa, weil er gemerkt hat, dass er im Süden schon gegen eine Wand gelaufen ist und dann vor Gericht gestellt worden ist. Und dann hat er sich mit einer fantastischen Rede, hat er erst mal alles zerstreut, aber er ist dann in den Norden gegangen. Welche Geschichte war das? Schon ein bisschen her. Ja, er hat sich da als quasi als Sohn Gottes, letztlich als Gott geäußert und zwar wem gegenüber? Vor seinen Jüngern stand er nicht vor Gericht. Wo stand er vor Gericht? Vor dem Sanhedrin, vor der großen Versammlung, das war in Johannes 5. Johannes 5 ist diese lange große Rede von Jesus vor dem Sanhedrin, wo er angeklagt worden war, ganz formal, wegen einer Tat.

[19:38] Nämlich was hat er dort getan in Johannes 5? Könnt ihr mal nachschauen, wenn es nicht aus dem Kopf ist. Johannes 5 markiert quasi so einen Wendepunkt, wo sein früher Dienst in Judäa dann aufhört und er dann in den Norden geht. Und das, was dieses Gerichtsverfahren ausgelöst hat, war ein Heilungswunder, nämlich der Gelähmte, genau. Aber das Problem war nicht, dass der Mann gelähmt war. Was war das Problem aus Sicht? Er hat sein Bett getragen, aber das war auch noch nicht das Problem, sondern was war das Problem? Dass es am Sabbat war. Es war ein Heilungswunder am Sabbat. Können wir noch mal nachlesen, wenn wir das nicht im Kopf haben? Johannes 5 und dort Vers 16: „Und deshalb verfolgten die Juden Jesus und suchten ihn zu töten, weil er dies am Sabbat getan hatte.“ Also Jesus wusste, er hatte schon am eigenen Leib erlebt, das Thema ist ernst. Als er am Sabbat einen Menschen geheilt hatte, am Teich Bethesda, war er vor den Sanhedrin gestellt worden. Und wenn es nach den Pharisäern gegangen wäre, wäre er da schon umgebracht worden. Gott hat andere Pläne gehabt und er konnte dann gehen. Er hat deswegen seinen Dienst in Jerusalem erstmal beendet und ist dann nach Galiläa gegangen. Und jetzt kommt dort dasselbe Thema subtil wieder auf. Jesus weiß, wenn ich jetzt heile, dann könnte das Gleiche wieder von vorne losgehen. Es ist eine Sache, das Richtige zu tun. Es ist eine andere Sache, das Richtige zu tun, wenn man weiß, das bringt mich ins Gefängnis. Dann überlegt man sich zweimal und denkt, naja, ich kann ja auch morgen ihn heilen oder warten wir bis Sonnenuntergang. Das sind noch vielleicht ein paar Stunden.

[21:33] Jetzt schaut mal in Matthäus. Matthäus fängt an dieser Stelle an, etwas einzufügen, was Markus und Lukas beide nicht in der Geschichte anzeigen. Matthäus 12, Vers 10 bis 12. Hier gibt es quasi noch einen Einschub, den nur Matthäus berichtet, der aber für den Gesamtverlauf der Geschichte ganz wichtig ist. Matthäus 12, Vers 10 bis 12: „Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand, und sie fragten ihn und sprachen: Darf man am Sabbat heilen, damit sie ihn verklagen könnten?“ Sie haben also nicht nur da gestanden und sozusagen abgewartet, was passiert. Sie haben ihm direkt diese Fangfrage gestellt. Interessanterweise, das kann man im Deutschen und auch im Englischen gar nicht richtig wiedergeben. Das Griechische hat noch ein Wort davor, vor dieser Frage, das die Frage so zögerlich macht, so unentschlossen. Man müsste das eigentlich wiedergeben mit, so jetzt ein bisschen übertrieben: „Es tut mir leid, wir hätten gerne gewusst, ob du uns sagen könntest, ob man eventuell am Sabbat heilen darf.“ Also nicht eine Frage wie: Darf man am Sabbat heilen, ja oder nein, sondern mehr so zögerlich, so schmeichlerisch, so ja etwas diffus: „Könntest du uns vielleicht sagen, ob eventuell ist das eigentlich erlaubt?“ Behalten wir das mal im Hinterkopf. Darf man am Sabbat heilen? Aber im Hintergrund haben sie natürlich nicht, sie sind ja nicht eigentlich so höflich, dass sie sich nicht trauen, den großen Meister anzusprechen, sondern da verbergen sie nur das Gift der Schlange, das sagt: Wir kriegen dich, wir bringen dich um.

[23:31] Jetzt schaut mal in Vers 11: „Er aber sprach zu ihnen: Welcher Mensch ist unter euch, der ein Schaf hat und wenn es am Sabbat in eine Grube fällt, es nicht ergreift und herauszieht?“ Quasi eine rhetorische Frage, ja, niemand widerspricht. Jeder von den Pharisäern würde sein Schaf aus der Grube ziehen. Warum eigentlich? Warum würde jeder Pharisäer, jeder Schriftgelehrte selbstverständlich, wenn sein Schaf am Sabbat in eine Grube fällt, ihn, dieses Schaf am Sabbat rausziehen?

[24:04] Genau, was bekommt dann vom Schaf? Was bekommt er vom Schaf?

[24:19] Wolle zum Beispiel, damals auch noch Fleisch. Also ein Schaf hat etwas, was wertvoll ist und das war sein Besitz und selbstverständlich wusste er, wenn das im Sabbat in die Grube fällt und ich lasse es da und dann hat sich vielleicht ein Bein gebrochen oder weiß nicht, er kriegt nichts zu essen, nichts zu trinken und ich warte erst noch 24 Stunden, der weiß, ob es am Ende noch lebt. Ich muss es gleich retten, ansonsten verliere ich ja etwas, sonst habe ich ja einen Schaden wirtschaftlich gesehen und es war vollkommen klar, natürlich muss ich am Sabbat auch dafür sorgen, dass ich jetzt keinen Schaden erleide. Und jetzt sagt Jesus folgendes: „Wie viel mehr nun ist ein Mensch wert als ein Schaf?“

[25:07] Die selben Pharisäer, jetzt lassen wir mal kurz darüber nachdenken, die selben Pharisäer, die ohne weiteres ein Schaf gerettet hätten, waren davon überzeugt, dass man am Sabbat keinen Menschen helfen darf. Was ist die logische Schlussfolgerung daraus? Ein Schaf ist mehr wert als ein Mensch, aber das hat nicht damit zu tun, dass die Pharisäer Schafe angebetet haben, oder? Sondern was ist die Schlussfolgerung daraus? Wenn es nicht eine Erhöhung des Schafes ist, was ist dann? Es ist eine Erniedrigung des Menschen.

[25:42] Ellenwald kommentiert: „Jede falsche Religion fördert die Erniedrigung des Menschen.“ Da muss man darüber nachdenken, aber das ist tatsächlich so. In jeder falschen Religion werden Menschen unter ihrem Wert behandelt, egal ob das in den östlichen Religionen sind, wo es da dieses Kastensystem gibt, egal ob es in der islamischen Welt ist, wo dann die Ungläubigen weniger wert sind als die Gläubigen, egal ob es in abgefallenen christlichen Systemen ist. Die Religion Jesu, die biblische Religion, legt einen enorm hohen Wert auf den Menschen. Da ist nämlich der Mensch ein Geschöpf Gottes, erschaffen von ihm, für ihn, erkauft durch sein Blut. Jede Wahrheit der Bibel tendiert dazu, den Menschen zu, nicht erhöhen im Sinne von Egoismus, aber den Menschen seinen Wert als Ebenbild Gottes wiederzugeben. Sei es die Gesundheitsbotschaft, sei es die Erlösungsbotschaft, alles, was die Bibel sagt, tendiert dazu, dass der Mensch seinen Wert als Geschöpf Gottes hat. Und falsche Religionen, obwohl sie immer den Anspruch erhebt: Ihr werdet sein wie Gott, ihr werdet noch höher steigen, erniedrigt eigentlich den Menschen. Das ist das Kuriose. So auch gesetzliches Pharisäertum. Das war auch eine falsche Religion und sie hat dazu geführt, dass ganz praktisch ein Menschenleben weniger galt als ein Schaf.

[27:30] Ja, ganz genau, mit anderen Worten, was hier verloren geht bei einer falschen Religion, ist die richtige Perspektive, die Perspektive Gottes. Ein Mensch, der wirklich erfüllt ist vom Heiligen Geist, wird in jedem Menschen etwas Wertvolles sehen und wird ihn auch dementsprechend behandeln. Aber in einer falschen Religion, auch zum Beispiel in so einer fanatischen Pharisäer-Religion, wo es nur darum geht, Recht zu haben, geht es nur darum: Hauptsache ich habe Recht und was mit dir ist, ist mir egal. Hauptsache ich habe Recht. Da hat man keine Empathie, keine Sympathie für den anderen. Und naja, das glaube ich, ist ein entscheidender Punkt, den man hier wieder deutlich machen muss.

[28:21] Erinnert euch daran, in der Geschichte, letzte Woche haben wir gelernt: Jesus sagt, der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht worden. Alles, was Gott sagt, ist für den Menschen, nicht gegen den Menschen. Die Gebote Gottes sind für den Menschen, nicht gegen den Menschen. Schaut mal, 5. Mose 6, das ist ganz allgemein sogar gültig. 5. Mose 6 und dort 5. Mose 6 und dort Vers 33. 5. Mose 6, nee 24, Entschuldigung, 24. „Und der Herr hat uns geboten, alle diese Satzungen zu halten, dass wir den Herrn, unseren Gott fürchten und es uns gut geht, alle Tage und er uns am Leben erhält, wie es heute der Fall ist.“ Das heißt, die Gebote sind dazu da, dass es dem Menschen gut geht. Was Gott sagt, soll den Menschen erhöhen und ihm den Wert geben, den Gott ihm beimisst.

[29:19] Zurück zu Lukas, Lukas 6, Vers 8. Lukas 6 und dort Vers 8. „Er aber kannte ihre Gedanken.“ Das ist ehrlich gesagt etwas, was mir über die letzten Monate mir selbst so deutlich geworden ist, wie lange vorher nicht, dass so oft in den Evangelien dieser Punkt rauskommt, dass Jesus die Gedanken liest, immer wieder, immer wieder, immer wieder und damit eigentlich ein ganz entscheidender Punkt immer wieder betont wird, dass Jesus nämlich Gott ist. Propheten konnten nämlich nicht Gedanken lesen, Engel konnten auch nicht Gedanken lesen, aber Jesus kann Gedanken lesen, immer und immer wieder und wir haben jetzt nicht die Zeit, die Texte anzustellen, aber ihr kennt es ja auch, in denen gesagt wird, dass Gott die Gedanken erforscht, dass Gott das Herz erforscht. Jesus kannte auch diesmal ihre Gedanken und das heißt hier: „Er aber kannte ihre Gedanken und sprach zu dem Menschen: Steh auf und stelle dich in die Mitte.“ Da stand er auf und stellte sich dorthin.

[30:30] Was können wir von Jesus lernen jetzt aus diesem Vers, angesichts der Gesamtsituation? Wir wollen ja von Jesus lernen. Als Christen wollen wir Christus nachfolgen. Was für eine praktische Lektion können wir aus diesem Vers für uns ableiten?

[31:10] Ja, er lässt sich nicht einschüchtern. Könnt ihr das sehen? An wen erinnert euch das? Altes Testament. Ja, Elia hat sich mal auch einschüchtern lassen, dann später, aber gerade im Kontext dieser: Sie sucht nach Fehlern und er hat es trotzdem immer getan. Daniel, der nicht gesagt hat: Naja, okay, für die für die Tage jetzt, wo das verboten ist, dann bete ich halt heimlich, wo mich keiner sieht, mein stilles Kämmerlein. Er hat das trotzdem immer so gemacht, wie immer. Jesus hätte sagen können: Weißt du was, kommst du nachher nach Sonnenuntergang zu mir, dann kriegen wir das schon hin mit der verdorbenen Hand. Er stellt ihn in die Mitte, also quasi macht er das jetzt bewusst zu einem zentralen Thema. Er lässt sich nicht einschüchtern.

[32:07] Interessanterweise gibt es einen Text, eine Prophezeiung auf Jesus in Jesaja 42. Jesaja 42 und dort Vers 4: „Er, das ist der Messias, wird nicht ermüden und nicht zusammenbrechen, bis er auf Erden das Recht gegründet hat, und die Inseln werden auf seine Lehre warten.“ Dieses Wort „zusammenbrechen“ heißt eigentlich wörtlich „knicken“. Er wird nicht knicken und da ist im Prinzip auch diese Idee mit drin: Er wird nicht einknicken. Im Englischen ist er: „He will not be discouraged“, er wird nicht entmutigt werden, sich quasi von den anderen einschüchtern lassen. Er wird stehen bleiben, egal was auf ihn an Druck und an Versuchungen und auch an Aggressivität, an Schlingen gelegt wird. Er wird nicht einknicken.

[33:18] Was wir hier von ihm lernen können ist, diese Standhaftigkeit ist keine Borniertheit, die sagt: Ich habe Recht, lass mich in Ruhe. Diese Standhaftigkeit ist ja für einen anderen. Er knickt nicht ein, um einem anderen zu helfen, statt nur sich selbst zu verteidigen. Manchmal haben wir dieses Bild von Kompromisslosigkeit, hat was damit zu tun, dass ich mich selbst verteidige. Ich bin kompromisslos für die Wahrheit. Aber wenn ich kompromisslos für die Wahrheit bin und nicht anderen was Gutes tun will, dann ist das schnell Rechthaberei. Aber Jesus war kompromisslos, weil er wusste, er muss den anderen helfen.

[34:05] Ganz genau, dafür ist er gekommen. Interessanterweise sagt natürlich das Neue Testament, dass wir Jesus hier nachfolgen sollen. Schaut mal 1. Korinther 15 und dort Vers 58: „Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, wörtlich: unbeweglich, lasst euch nicht wegbewegen aus eurem Glauben heraus. Nehmt immer zu im Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn.“ Von Jesus kann man lernen, fest zu bleiben, nicht einzuknicken, selbst wenn man befürchten muss, dass, wenn man das Richtige tut, man dadurch massive Probleme bekommt.

[35:01] Noch ein Vers, der in die Richtung geht, in Philipper. Ganz interessant, Philipper 1 und dort Vers 27 und 28: „Nur führt euer Leben würdig des Evangeliums von Christus, damit ich, ob ich komme und euch sehe oder abwesend bin, höre, dass ihr feststeht in einem Geist und einmütig miteinander kämpft für den Glauben des Evangeliums und euch in keiner Weise einschüchtern lasst von den Widersachern, was für sie ein Zeichen des Verderbens, für euch aber der Errettung ist und zwar von Gott.“ Also es gibt eine ganz klare, eindeutige biblische Lehre, dass wir uns nicht einschüchtern lassen sollen von Menschen oder auch von Dämonen oder wem auch immer, die uns vom Weg abbringen wollen.

[35:57] Und jetzt dreht Jesus den Spieß um. Sie haben ihnen eine Frage gestellt, erinnert euch? „Könntest du uns vielleicht eventuell sagen, darf man uns etwas teilen?“ Jetzt schaut die Frage an, die Jesus ihnen zurückstellt in Markus 3, Vers 4: „Und er spricht zu ihnen: Darf man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun, das Leben retten oder töten?“ Was haben die Juden gefragt? Was war die Frage der Juden gewesen? Matthäus 12, Vers 10: „Darf man am Sabbat heilen?“ Und Jesus stellt fast die gleiche Frage zurück: „Darf man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun?“ Nur es kommt leider im Deutschen gar nicht raus. Im Griechischen fehlt eine Sache. Könnt ihr raten, was da fehlt? Dieses kleine kurze Wort am Anfang der Frage, das die Frage so zögerlich macht. Das ist bei den Juden da. So quasi so mit: „Könntest du uns vielleicht sagen?“ Bei Jesus nicht. Er geht direkt, er fragt ganz direkt: „Darf man oder darf man nicht?“ Er stellt dieselbe Frage, aber ohne unnötige, verführerische, heuchlerische Höflichkeitsformel. Direkt auf den Punkt: „Darf man?“

[37:28] Jetzt erklärt mir mal diese Frage, die er eigentlich stellt. Sie ist ein bisschen interessant, oder? „Darf man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun? Das Leben retten oder töten?“ Warum stellt Jesus diese Frage genau so? Da stecken zwei wesentliche Gedanken daran. Was meint ihr? Warum stellt Jesus die Frage so?

[38:01] Ja, könnte sein. Es gab im jüdischen Denken ein Grundprinzip und das kennt ihr aus anderer Stelle. Das jüdische Denken sagt: Wenn du eine Gelegenheit hast, etwas Gutes zu tun, kannst Gutes tun. Das ist eine Gelegenheit. Jetzt hast du genau zwei Optionen. Was sind die beiden Optionen? Entweder du tust es und tust es nicht. Wenn du es tust, dann hast du etwas Gutes getan. Wenn du das nicht tust, in unserem europäischen Denken, was würden wir dann sagen? Man hat nichts getan, oder? Man hat nichts getan, man hat einfach die Chance verpasst. Nicht so im jüdischen, hebräischen Denken. Im hebräischen Denken ist das Nichttun einer guten Tat, obwohl man die Gelegenheit dazu hatte, böse. Im hebräischen Denken kannst du nur wählen, wenn du eine Gelegenheit hast, etwas Gutes zu tun, entweder gut oder böse. Gut ist, du tust es. Es nicht zu tun, gilt schon formal als böses Tun. Das ist übrigens, das kennt ihr von einem anderen Zusammenhang. Woher kennt ihr das? Aus dem Alten Testament. Da gibt es nämlich ein Problem, dass viele Leute im Alten Testament haben, wenn sie das lesen über Gott. Genau, er verstockte das Herz des Pharao. Er hatte ja die Möglichkeit, das Nicht zu tun. Er hatte ja die Möglichkeit, etwas Gutes ihm zu tun, aber er hat es nicht getan. Wenn Gott es zugelassen hat, obwohl er hätte eingreifen können, dann wird das formuliert, als ob er etwas Böses getan hat. Das ist natürlich dann in dem Fall immer noch ein bisschen was anderes, weil Gott immer noch einen übertrumpfenden Grund hat, warum er nicht eingreift. Aber das hebräische Denken kennt nur diese zwei Optionen. Es kennt nicht die Option: Er hat nichts getan, er war neutral. Das heißt, ein Mensch musste jetzt in dieser Situation entscheiden: Entweder er tut etwas Gutes, er heilt ihn, oder er tut etwas Böses, er lässt die Gelegenheit verstreichen, weil es Sabbat ist. Und deswegen greift Jesus jetzt dieses jüdische Denken auf. Er greift quasi die Maxime der Pharisäer auf und sagt: Okay, ich nehme mal jetzt euer Denken, so wie ihr grundsätzlich redet, und wende das mal praktisch an. Sagt ihr mir, ist es erlaubt, am Sabbat dann etwas Böses zu tun, wenn ich ihn nicht heile? Ist der Sabbat dazu da, dass man Böses tut, oder ist er dazu, dass man Gutes tut?

[41:16] Und jetzt versteht ihr auch, warum es dann heißt, sie schwiegen, weil darauf kann man nicht antworten. Weil egal, was sie sagen, es ist entweder, sie geben zu, dass sie falsch liegen, oder sie geben zu, dass sie verkehrt sind. Eigentlich eine ziemlich brillante Frage von Jesus. Er hat sie in ihrem eigenen Denken gefasst.

[41:33] Aber da gibt es noch einen Punkt. Nicht nur ist diese Frage auf ihn gemünzt, wo er sagt: Sagt ihr mir, soll ich jetzt Gutes tun oder Böses tun? Weil wenn ich ihn nicht heile, dann sagt er ja auch, dass es Böses ist. Gab es denn an diesem Tag, an diesem Ort, jemanden, der tatsächlich inhaltlich etwas Böses vorhatte? Die Pharisäer, was haben sie vor? Ja genau, wozu? Um ihn zu töten. Da steht Jesus also und sagt: Mensch, ich würde gerne diesem Menschen das Leben wiedergeben. Und die Pharisäer sagen: Hey, es ist Sabbat. Und während sie sagen, es ist Sabbat und den Sabbat verteidigen wollen, planen sie einen Mord. Und Jesus stellt die Frage: Hey, ist es erlaubt, Böses zu tun oder Gutes zu tun? Sagt ihr mir. Also was er damit, ohne das anzustellen, er kennt ja ihre Gedanken, er entblößt sie nicht. Er sagt nicht: Ich weiß, dass ihr mich umbringen wollt. Das sagt er an dieser Stelle nicht. Aber er stellt ihm die Frage: Ist es erlaubt, am Sabbat Böses zu tun? Ist es für euch erlaubt, am Sabbat meinen Tod zu planen? Jesus macht das so unglaublich taktvoll.

[42:55] Und naja, eigentlich haben die Juden in heftigster Weise den Sabbat betreten, oder? Nur das hat keiner gemerkt, weil es innerlich im Herzen war. Jesus hat es gemerkt und er hält ihnen den Spiegel vor. Naja, übrigens, wenn es hier heißt, das Leben zu retten, bei Lukas heißt es im Griechischen eventuell auch ein Leben zu retten. Da geht es also nicht grundsätzlich, sondern um die Person, die gerade da ist. Aber das ist jetzt nicht so wichtig.

[43:20] Schauen wir mal in Markus 3, Vers 5. Und das ist jetzt eine ganz interessante Stelle. Da kann man wirklich einiges lernen draus. Vers 5: „Und indem er sie ringsumher mit Zorn ansah.“ Also er hat die Frage gestellt: Sagt ihr mir, ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Böses zu tun? Und sie wissen schon, sie können darauf nicht antworten, weil erstens, bezogen auf Jesus, hat er sie in der Hand. Bezüglich auf sie selbst, auf sie selbst bezogen, sind sie ertappt und sie schweigen. Und sie geben auch nicht zu, was sie vorhaben. Sie geben auch nicht zu, dass sie verkehrt sind. Sie sagen einfach nichts. Und jetzt schaut Jesus sie alle an. Mit welcher Eigenschaft schaut er sie an? Mit Zorn. Der gemeine Christ hat das Wort Zorn im Alten Testament vergraben. Da ist der Gott zornig und im Neuen Testament ist Gott liebevoll. Aber hier haben wir Jesus, den barmherzigen Jesus. Am Sabbat schaut er zornig. Jetzt haben wir doch mal eine Gelegenheit zu verstehen, was Zorn wirklich ist. Jetzt schauen wir mal das an, was der Zorn bedeutet. „Indem er sie ringsumher mit Zorn ansah.“ Jetzt wird erklärt, was der Zorn ist: „betrübt wegen der Verstocktheit ihres Herzens.“ Das ist eine der schönsten Stellen in der Bibel, die beschreiben, was der Zorn Gottes ist. Er schaut sie an und er fragt sich: Warum sind die so verstockt? Warum können die nicht einfach zugeben, dass sie verkehrt sind? Warum sehen sie nicht einen Menschen höher an als ihr eigenes Schaf?

[45:05] Übrigens, das Wort hier, dieses Wort „betrübt“ ist total interessant. Ich mache mal zwei Minuten, eine Minute Griechisch für alle. Das heißt „Syllopoumenos“. Ungefähr so geschrieben. Und das sieht man jetzt hier aus der Grammatik nicht, aber eigentlich dieses kommt von der Präposition „Syn“. Und „Syn“ kennt ihr vielleicht von Synergie. Wenn etwas zusammenkommt, das eigentlich ein Miteinander gedacht. Die Idee in dem Wort ist, Jesus trauert mit ihnen, nicht über sie, sondern mit ihnen. Es gibt ein anderes Wort im Lateinischen, vielleicht kennt ihr das, das ist die Kondolenz. Das ist das Gleiche quasi auf Latein. Wenn jemand gestorben ist und man möchte seine Trauer ausdrücken für die andere, das kommt vom Lateinischen: „Kondolere“, mit jemand trauern. Also Jesus schaut sie an und sagt: Meine Güte, sind die dumm. Sondern er trauert mit ihnen, dass sie ihn nicht verstehen. Er trauert mit ihnen, aber sie trauern nicht mit ihm. Er hat eine Trauer, die so ist, dass er sie nicht richten will, sondern dass er eigentlich mit ihnen sein möchte. Nur das nützt ihnen nichts, weil sie nicht mit ihm sein wollen, weil sie ihn töten wollen. Aber seine Trauer ist eigentlich für sie, mit ihnen. Und wenn man das verstanden hat, dann versteht man auch dann viele andere Stellen.

[46:54] Offenbarung 6 Vers 16 zum Beispiel. Da wird dann dasselbe noch einmal passieren. Offenbarung 6 Vers 16. Kennt ihr vielleicht? Sechstes Siegel, Wiederkunft Jesu. Der Himmel rollt zusammen wie eine Buchrolle und sie sprachen zu den Bergen und zu den Felsen: „Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes.“ Jesus wird genau so auf die Menschen bei der Wiederkunft schauen, wie er auf diese Pharisäer geschaut hat. Er wird Mitleid haben, weil sie so verstockt gewesen sind, weil ihre eigenen Gesetze, zum Beispiel das Sonntagsgesetz, ihnen wichtiger waren als Menschenleben. Übrigens ein Zeichen wie der falsche Religion, dass man Menschen hat umbringen wollen, um die eigenen Gesetze, die selbstgemachten Traditionen zu erhöhen. Genau dasselbe wird dann geschehen.

[47:48] Übrigens, es heißt, er war betrübt und diese Betrübnis kommt schon in der Bibel ganz früh vor. Schaut mal 1. Mose 6. Das ist eine ganz bekannte Stelle. 1. Mose 6. Das ist genau das Gleiche. Wenn man das einmal verstanden hat, dann zieht sich das durch die Bibel durch wie ein roter Faden. 1. Mose 6 ist die Geschichte von der Sintflut. 1. Mose 6, Vers 6: „Da reute es den Herrn, dass er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es betrübte ihn in sein Herz.“ Genau das Gleiche. Er hat sich umgeschaut und gesagt: Meine Güte, er hatte Mitleid mit ihnen, aber die wollten nicht mit ihm sein. Und da war wieder genau das Gleiche. Ellenwald sagt: „Zu jener Zeit war Menschenleben irgendwann nicht mehr viel wert.“ Immer dieselbe Grundidee.

[48:43] Absolut.

[48:51] Jetzt, was ist diese Verstocktheit? Es heißt, er war betrübt wegen der Verstocktheit ihres Herzens. Auch hier ist ein Blick ins Griechische ganz interessant. Das griechische Wort meint etwas, was in der Medizin vorkommt. Wer von euch hat schon mal einen Knochenbruch gehabt? Knochenbruch, wenn ein Knochen bricht. Das habt ihr vielleicht schon mal gemerkt oder bei anderen gesehen oder gehört, dass, wenn Knochen wieder zusammenwachsen, dass sie an der Stelle, wo sie gebrochen sind, härter werden. Da gibt es so eine Schicht, der sogenannte Kallus, der sich darüber legt und der das jetzt ganz hart macht. Und genau dieses Wort im Griechischen wird dort verwendet. Jesus möchte eigentlich, dass ihr Herz gebrochen ist, aber stattdessen bringen sie es wieder zusammen und machen es fester als je zuvor. Dicker und härter als es original gewesen ist. Und das ist ein anschauliches Bild für Herzensverstocktheit. Wenn man sich gegen Gott stellt, wird das Herz härter als es gewesen ist, als man Gott noch gar nicht kannte.

[50:26] Schauen wir mal jetzt in Markus 3, Vers 6 und gleich am Ende dieser Geschichte. Es gibt noch ein interessantes Detail. Vers 5, Entschuldigung, Vers 5 noch: „Und indem er sie ringsumher mit Zorn ansah, betrübt wegen der Verstocktheit ihres Herzens, sprach er zu dem Menschen: Ich strecke deine Hand aus.“

[50:57] Was um alles in der Welt hat Jesus dazu gebracht, ihn genau so zu heilen? Er hätte auch sagen können: Heb deine Hand. Er hätte auch sagen können: Gib mir deine Hand. Er hätte auch einfach seine Hand berühren können. Er hätte sagen können: Nimm deine Hand und fass sie an den Kopf. Aus welchem Grund sagt er jetzt ausgerechnet: „Strecke deine Hand aus?“

[51:28] Vielleicht war sie nicht gerade. Also das Ausstrecken ist ja quasi das Ausstrecken des Arms. Er streckt die Hand quasi nach vorne. Gibt es vielleicht auch einen Grund, der euch einfallen könnte? Jetzt drücken wir noch mal ins Zentrum. Was man dann plötzlich sah, war ein Mann mit einer ausgestreckten Hand, die verdorrt war. Wo haben wir das heute schon mal gesehen? Eine ausgestreckte Hand, die verdorrt war.

[52:03] Jerobeam hatte sogar bewusst seine Hand ausgestreckt. Jetzt Jerobeam hat durch das Ausstrecken die Verdorrtheit bekommen, während bei Jesus jetzt durch das Ausstrecken die Verdorrtheit umgedreht wird. Aber eins ist ganz deutlich: Hier kamen zwei Dinge zusammen, nämlich verdorrte Hand und strecke die Hand aus. Glaubt ihr, die Pharisäer kannten die Geschichte von Jerobeam? Und als sie jetzt diesen Mann mit der verdorrten Hand sehen, haben sie wahrscheinlich gedacht: Das ist bestimmt so ein schlimmer Sünder wie Jerobeam. Und als Jesus jetzt noch sagt: „Strecke deine Hand aus“, ist die Beziehung zu Jerobeam eindeutig.

[52:46] Die Frage jetzt noch mal: Was hatte Jerobeam vorgehabt, als er die Hand ausgestreckt hat? Er wollte den Mann Gottes ergreifen. Was haben die Pharisäer vor? Sie wollen den Mann Gottes ergreifen, indem Jesus sagt: „Strecke deine Hand aus.“ Er spricht zwar zu dem Kranken, aber in Wirklichkeit spricht er zu den ganzen Pharisäern und sagt: Hey, merkt ihr was? Verdorrte Hand, strecke deine Hand aus. Kennt ihr die Geschichte von Jerobeam? Ihr habt in Wirklichkeit die verdorrte Hand. Ihr seid diese Jerobeams, die mich ergreifen wollen. Jerobeam wollte einen namenlosen, unberühmten Mann Gottes aus dem Süden ergreifen, der in den Norden gekommen war. Jesus war dieser namenlose, unbekannte, nicht studierte Mann Gottes, der aus dem Süden in den Norden gekommen war, um dort den Gottesdienst der Pharisäer zu kritisieren. Und sie wollen ihn ergreifen.

[53:51] Und er nutzt diese Gelegenheit mit der verdorrten Hand, nicht nur, um den Mann zu heilen und nicht nur, um zu zeigen, dass der Sabbat, wie der Sabbat gemeint ist. Ganz subtil zeigt er auch: Hey, ihr seid wie Jerobeam. Ganz groß war beides Gottesdienst. Einmal Taner, Synagoge, also ganz offensichtliche Parallele.

[54:13] Jetzt kommt die interessante Nachricht. Was ist denn mit Jerobeam passiert, der die verdorrte Hand hatte? Der wurde geheilt. Der Mann Gottes hat für Jerobeam gebeten und obwohl der Jerobeam vorher Götzendienst begangen hat und auch später Götzendienst begangen hat, hat Gott ihn doch in diesem Moment geheilt. Was wollte damit Jesus den Leuten sagen? Er wollte ihnen damit sagen: Dieser Mann hat zwar eine verdorrte Hand, aber ihr habt die wirklich verdorrte Hand. Das, was ihr tut, ist Tod. Es sind tote Taten, gesetzlose Werke, aber ich kann euch heilen. So wie ich diesen Mann geheilt habe, so wie ich den Jerobeam geheilt habe, nur das Tragische: Anders als Jerobeam haben sie ihn nicht einmal gebeten. Jerobeam hatte die verdorrte Hand gesehen und gesagt: Oh nein, ich hätte dich nicht ergreifen wollen, sollen, hilf mir. Aber bei diesen Pharisäern verdorrt die Hand nicht buchstäblich und es ist nur ein verdorrtes Herz quasi und sie bitten Jesus nicht um Vergebung und sie gehen davon, ohne auch nur ein Prozent vom Evangelium irgendwie angenommen zu haben. Ganz krasse Geschichte eigentlich.

[55:32] Das heißt ja, es geht um die Heilung des Mannes natürlich, aber eigentlich geht es hier auch um die Pharisäer, die eigentlich auch hätte heilen wollen. Der Mann musste natürlich was tun und das ist bei allen Heilungswundern fast immer der Punkt: Was muss er tun? Er musste im Glauben vorangehen. Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Er hat seine Hand ausgestreckt und die Hand wurde gesund.

[55:56] Schauen wir Psalm 107, Vers 20. Auch hier gilt wie immer: Es gibt ein Mittel, das uns gesund macht, körperlich und geistlich. Psalm 107, Vers 20: „Und er sandte sein Wort und machte sie gesund und ließ sie aus ihren Gräbern entkommen.“ Jesus sagt: „Streck deine Hand aus“, er streckt sie aus, die Hand ist gesund. Und das, die rechte Hand, das, womit der Mensch arbeitet, sein Tun, ist wieder lebendig, wieder an den restlichen Körper quasi angeschlossen.

[56:45] Jetzt ganz zum Schluss, letzter Vers, Lukas 6, Vers 11. Ja genau, der vorletzte Vers, Lukas 6, Vers 11 und dann, komm noch, Markus 3, Vers 6, danke, haben wir vergessen. Aber Lukas 6, Vers 11 müssen wir erst lesen. Da heißt es nämlich so schön oder so tragisch: „Sie aber wurden mit Unverstand erfüllt.“ Ich weiß nicht, ob ihr mit Unverstand erfüllt werden wollt, das ist das Schlimmste, was es gibt. Das griechische „Kanon“ bedeutet Dummheit, also Torheit, das Gegenteil von logischem Denken. Wenn man sich gegen Gott entscheidet, dann wird man wirklich mit Unverstand erfüllt. Sie besprachen sich miteinander, was sie Jesus antun könnten.

[57:30] Und jetzt kommt dazu natürlich Markus 3, Vers 6, das allerletzte Text, der das bestätigt. Da heißt es: „Da gingen die Pharisäer hinaus und hielten sogleich mit den Herodianern Rat gegen ihn, wie sie ihn umbringen könnten.“ Und das ist jetzt ein ziemlich krasser Schritt, denn die Herodianer, das wisst ihr vielleicht, waren die Anhänger, das war auch eine Partei, es gab die Pharisäer und die Sadduzäer und die Herodianer, das waren die, die dem König oder dem Tetrarchen Herodes Antipas, wie er dann später genannt wurde, dem Herodes nachfolgen. Das war quasi die Partei des Herrschers. Die Pharisäer hatten ihre Partei und die Sadduzäer, aber die Herodianer waren die, die direkten Kontakt mit dem Herrscher hatten, der Herodes, der ja auch Johannes den Täufer schon im Kerker hatte. Und mit dieser Partei haben sie jetzt gemeinsame Sache gemacht und haben versucht, jetzt ganz konkret Jesus eins auszuwischen.

[58:25] Also, zusammenfassend können wir sagen: Jesus zeigt auch hier, der Sabbat gilt, er geht am Sabbat in die Synagoge, aber er zeigt, der Sabbat ist dazu da, Gutes zu tun. Und er zeigt nach wie vor, auch in dieser Geschichte, was der Sabbat eigentlich beinhaltet und was passiert, wenn man menschliche Traditionen über das Wort Gottes stellt. Aber mehr noch, er heilt nicht nur einen Menschen, er gibt auch den Pharisäern die Gelegenheit, geheilt zu werden, das sie aber nicht anerkennen. Und ich denke, es gibt eine ganze Menge von praktischen Dingen für uns zu lernen. Am meisten vielleicht auch das, dass wir gar nicht erst anfangen, solche Dinge unserem Herzen zuzulassen, Fehler bei anderen finden zu wollen, sondern so wie Jesus selbst unseren Feinden noch das Gute anzubieten, wie er das hier versucht hat.

[59:17] Wollen wir noch gemeinsam mit deinem Gebet schließen? Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir wieder einiges lernen konnten aus dem Evangelium. Und auch wir sind oft in unserem Leben in einer Situation, dass unsere Hand eigentlich verdorrt ist, dass das, was wir tun, dir nicht wohl gefallen kann und wie tot ist. Und du möchtest uns heilen. Du hast sogar den Jerobeam geheilt von einer verdorrten Hand. Egal wer wir sind, egal was wir verkehrt gemacht haben, du kannst jeden von uns heilen durch dein Wort. Gib, dass wir das glauben und dem Glauben dir gehorchen und erleben, dass du für jeden Einzelnen von uns der Heiland bist. Wir danken dir von ganzem Herzen auch für das, was wir heute lernen durften und möchten dich bitten, dass du durch deinen Heiligen Geist es mit unserem Leben umsetzt. Amen.

[1:00:25] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


Lizenz

Copyright ©2017 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.