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In dieser Predigt beginnt Christopher Kramp eine chronologische Betrachtung des Lebens Jesu mit der Bergpredigt, einer der zentralsten Botschaften des Evangeliums. Er beleuchtet die Umstände, die zur Bergpredigt führten, die Auswahl der Apostel und die Bedeutung des Ortes. Dabei wird die Verbindung zwischen Wort und Heilung sowie die tiefere Bedeutung der ersten Seligpreisungen „Glückselig sind die geistlich Armen“ und „Glückselig sind die Leidtragenden“ erläutert.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.de. Schön, dass ihr da seid. Wir wollen mit dieser Folge einen neuen Abschnitt beginnen. Wir sind ja mitten im Leben von Jesus, gehen so chronologisch hindurch und wir werden uns heute und das nächste Mal und das übernächste Mal und das überübernächste Mal und noch eine ganze Reihe von Wochen jetzt mit einem der großen Kernereignisse beschäftigen, nämlich mit einer der wichtigsten Predigten, die Jesus überhaupt gehalten hat, die im Zentrum eigentlich fast des ganzen Evangeliums steht, nämlich mit der Bergpredigt. Geht's heute los und ihr wisst, die hat einige Kapitel. Da werden wir uns also jetzt die nächsten Wochen so Stück für Stück durcharbeiten und das wird sehr, sehr spannend werden. Und bevor wir beginnen, wollen wir mit einem Gebet starten und ich lade euch ein, niederzuknien.

[1:29] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für diesen Tag. Wir danken dir, dass du auch heute mit deiner Gnade und mit deiner Liebe uns führst und leitest und bei uns gewesen bist. Und wir danken dir für dein Wort, das wir jetzt lesen wollen. Wir danken dir für das Evangelium und für diese kostbaren Dinge, die Jesus damals gesagt hat, die aufgeschrieben worden sind für uns. Wir möchten dich bitten, dass auch heute diese Worte, die seit 2000 Jahren Menschen so sehr bewegt haben, auch uns berühren, unser Denken beschäftigen und unseren Charakter verändern. Und wir bitten all das im Namen Jesu. Amen.

[2:16] Gute Lieben, wir haben das letzte Mal uns angeschaut, was direkt davor passiert ist. Geht mal mit mir zu Lukas 6, Vers 17. Also Lukas 6. Wir haben das letzte Mal in den Versen 12 bis 16 die Erwählung der zwölf Apostel behandelt. Könnt ihr euch erinnern, wir sind alle zwölf Namen durchgegangen, haben uns angeschaut, wer die waren, wo die herkamen, was ihre Charakteristiken waren und wie Jesus sie interessanterweise auch zu Paaren so zusammengeordnet hat. Könnt ihr euch noch erinnern, was Jesus getan hatte, bevor er die zwölf Apostel bestimmt hat? Er ging auf den Berg, hat gebetet. Wie lange hat er gebetet? Die ganze Nacht durch. Jesus war, ist früher sonst auch aufgestanden, früher, aber hier hat er jetzt die ganze Nacht durch gebetet, auf den Berg. Und als dann der Morgen graute, was hat er dann gemacht? Er hat die Jünger zu sich gerufen, auf den Berg und auf dem Berg hat er dann aus der großen Menge der Jünger, das waren wohl weitaus mehr als zwölf, hat er zwölf bestimmt, die, wie wir gelesen haben, auch bei Markus, die bei ihm sein sollten und die sein Wort verkündigen sollten und mit seiner Autorität auch heilen und Dämonen austreiben sollten. Mit anderen Worten, die bei ihm waren, die das sagen sollten, was er sagte und das tun, was er tat und somit sozusagen war das der erste Schritt in der Organisation der Gemeinde. Jesus war an dem Punkt angekommen, wo zu viele Leute gleichzeitig was von ihm wollten und er war nur ein Mensch und jetzt begann diese Organisation.

[4:13] An dieser Stelle führt jetzt Lukas die Geschichte weiter in Vers 17. Also sie sind am frühen Morgen auf dem Berg, zwölf Apostel werden benannt. Apostel haben wir gesagt, sind ein anderes Wort für Gesandte oder Delegierte, genau Botschafter. Und dann heißt es hier in Lukas 6, Vers 17, und das ist sehr interessant, weil wenn man an die Bergpredigt denkt, denkt man immer daran, dass sie auf den Berg gestiegen sind, ja? Aber schaut mal, wie es hier heißt in Lukas 6, Vers 17: "Und er stieg mit ihnen hinab." Also Jesus ist schon auf dem Berg, er ruft die Jünger zu sich, er erwählt zwölf, ordiniert sie und dann steigt er mit ihnen und den restlichen Jüngern vom Berg runter. Er stieg vom Berg hinab und heißt es weiter: "und stellte sich auf einen ebenen Platz mit einer Menge seiner Jünger und einer großen Menge Volkes aus ganz Judäa und von Jerusalem und von der Meeresküste von Tyrus und Sidon, die gekommen waren, um ihn zu hören und geheilt zu werden von ihren Krankheiten." Könnt ihr euch noch erinnern, wo, in welcher geografischen Nähe war denn dieser Berg, von dem er jetzt herabgestiegen ist? Was war denn zu den Füßen des Berges? Der See Genezareth. Ja, das hatten wir gesehen. Wenn ihr euren Finger hier drin lasst, in Markus 3. Schaut mal, Markus 3, da in Markus 3 wird ja auch die Erwählung der zwölf Jünger beschrieben. Ab Vers 13 haben wir letzte Woche auch angeschaut und in den Versen vorher hatten wir gesehen, wie diese gewaltige Menge Jesus nachgefolgt ist und in Vers 7 heißt es dort: "Aber Jesus zog sich mit seinen Jüngern an den See zurück. Eine große Menge aus Galiläa folgte ihm nach, auch aus Judäa." Und wir haben ja gemutmaßt, dass unter anderem auch die Tatsache, dass so viele ihm dort gefolgt sind, ein Grund war, dass Jesus jetzt gesagt hat, ich muss die Gemeinde formal strukturieren, ich brauche zwölf Apostel. Also sie waren an dem See, dieser ebene Platz, wo er jetzt mit seinen zwölf Aposteln dort predigt, war am See Genezareth. Und dieselbe, übrigens, habt ihr das gelesen in Lukas? Es heißt hier, er war mit seinen Aposteln. Also wir hatten Jesus, dann war er mit seinen Aposteln und dann war da die Menge der Jünger und dann war die noch größere Menge des Volkes. Das sind so quasi wie vier Kreise: Jesus im Zentrum, seine zwölf Apostel um ihn herum, dann noch mehr Jünger, die ihm nachfolgten und dann die riesige Menge des Volkes, die alle von ihm hören wollten, standen sie da am See Genezareth. Und wenn ihr das hier lest, auch in Vers 8 von Markus 3, das ist dieselbe Gruppe, die auch natürlich vor der Erwählung der zwölf Jünger, der zwölf Apostel waren. "Vers 8: Und von Jerusalem und von Idumea und von jenseits des Jordan, die aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen, in großen Scharen zu ihm, weil sie gehört hatten, wie viel er tat." Die waren am Tag vorher da gewesen, kommen am Tag danach wieder. Für die war ja nichts Bedeutendes passiert. Aber es war was Bedeutendes passiert, denn am Tag vorher war es ein Prediger, jetzt war es, wenn auch ganz klein, die Keimzelle der christlichen Kirche: Jesus und zwölf Apostel. Aber das hat die Menge erstmal natürlich nicht so realisiert.

[7:45] Gehen wir zurück zu Lukas 6 und schaut mal, warum die gekommen sind. In Lukas 6 und dort Vers 17. Warum sind sie gekommen, von nah und fern, auch an diesem Tag? Sie kamen, um geheilt zu werden und um ihn zu hören. Könnt ihr das sehen? Da ist es am Ende: "um ihn zu hören", also das Wort, "und die Heilung". Und das ist interessant, weil das ist so wie die Erfüllung eines alttestamentlichen Textes in den Psalmen. Schaut mal in die Psalmen und dort 107, Psalmen 107 und dort Vers 17 bis 20. Schaut mal, da heißt es: "Die Toren litten wegen ihres sündigen Wandels und um ihrer Ungerechtigkeit willen. Ihre Seele verabscheute alle Nahrung und sie gelangten bis an die Pforten des Todes. Da schrien sie zum Herrn in ihrer Not und er rettete sie aus ihren Ängsten. Jetzt schon Vers 20: Er sandte sein Wort und..." Wie geht es weiter? "Er sandte sein Wort und in Vers 20, Psalm 107, Vers 20: Er sandte sein Wort und machte sie gesund und ließ sie aus ihren Gräbern entkommen." Also hier seht ihr auch in Psalm 107 diese selbe Kombination, Vers 20, zwischen dem Wort und der Heilung. Er sagt in Psalm 107, Gott sendet sein Wort und sie wurden gesund. Und in Lukas lesen wir, sie kamen, um ihn zu hören, sein Wort zu hören und sie kamen, um geheilt zu werden.

[10:11] Zurück zu Lukas. Übrigens, das kommt bei Lukas häufiger vor, wenn ihr das noch so im Vorbeigehen anschauen wollt. In Lukas 5 und dort Vers 15, haben wir das auch schon mal gelesen, da heißt es Lukas 5, Vers 15: "Aber die Nachricht von ihm breitete sich desto mehr aus und große Volksmengen kamen zusammen, um ihn zu hören und durch ihn von ihren Krankheiten geheilt zu werden." Immer wieder diese Kombination: Sie wollten sein Wort hören, sie wollten geheilt werden. Jesus hat es immer miteinander verknüpft: die Predigt des Wortes und die praktische Illustration des Wortes durch die Heilung der Menschen.

[10:54] Lukas 6, Vers 18. Also wir haben gesehen, die kommen, um geheilt zu werden, sie kommen, um das Wort Gottes zu hören und es heißt in Vers 18: "Auch die, welche von unreinen Geistern geplagt waren, und sie wurden geheilt." Ja, das ist etwas, was immer wieder, immer auftrat, wenn Jesus kam und gepredigt hat. Die Leute haben all ihre Dämonenbesessenen gebracht, die geplagt worden sind. Und Lukas schreibt hier übrigens wieder ganz mit medizinischer Sprache, dieses "geplagt" ist eigentlich so ein Wort, das oft auch von Medizinern verwendet wurde im alten Griechenland.

[11:35] Vers 19: "Und die ganze Volksmenge suchte ihn anzurühren." Jetzt könnt ihr, warum? "Denn Kraft ging von ihm aus und heilte alle." Das ist eine ziemlich erstaunliche Aussage. Hier steht, dass wer immer auch Jesus auch nur anrührte, wurde geheilt. Könnt ihr das sehen? Kennt ihr eine Geschichte, eine berühmte Geschichte, wo jemand tatsächlich einfach nur Jesus berührt hat und wurde sofort geheilt? Die Frau mit dem Blutfluss. Da kennen wir die Geschichte so ein bisschen, aber das ist hunderte Male vorgekommen. Die Menschen haben einfach Jesus angerührt, sie mussten sich nicht erst vorstellen und sagen, ich heiße so und so, das ist meine Krankheit, könntest du bitte eventuell mich heilen? Warum hat Jesus das zugelassen, dass Menschen ohne weitere Erklärungen, ohne irgendwie sich erstmal vor ihn niederzuwerfen, durch simple Berührung sofort geheilt wurden? Das ist interessant, oder? Das hat er auch nicht immer und grundsätzlich überall gemacht, aber es gibt so Zeiten wie hier zum Beispiel, wo er so viel geheilt hat, so viel Kraft gegenwärtig, dass die Menschen ihn einfach nur berühren mussten und sie wurden geheilt. Warum? Warum hat er das gemacht? Warum hat er das so geschehen lassen?

[12:59] Also es illustriert auf jeden Fall die Tatsache, dass man bei Jesus Heilung finden kann allein durch den Glauben, ohne selbst was getan zu haben. Man muss sich einfach nur zu Jesus ausstrecken. Kennt ihr eine Geschichte, wo jemand gesund wurde im Alten Testament? Allein durch Berührung von jemand anders. Also wo deutlich wird, der berührt jemand anderes und indem er ihn berührt, wird er wieder gesund? Ja, Elisa. Elisa ist ein ganz interessantes Stichwort. Ich dachte eigentlich noch an eine andere Geschichte, nämlich schaut mal, der zweite König 13. Ich habe euch ein bisschen irre geführt, weil der, der da jetzt gesund wird, wird eigentlich nicht wirklich gesund, er wird wieder lebendig. Und zwar durch simple Berührung. Im zweiten König 13, Vers 21. Der Elisa war ja wirklich ein interessanter Prophet. Ihr kennt vielleicht ein bisschen die Geschichte. Da gab es erst den Elija und dann gab es den Elisa. Und der Elisa hatte die doppelte Portion des Heiligen Geistes. Und es gibt sehr viele Geschichten von Elisa, wie zum Beispiel, dass er da 100 Mann versorgt hat oder viele Wunder getan hat zum Wohle der Menschen. Und er hatte einen Vorläufer, den Elija. Das ist alleine schon so ein bisschen eine Parallele zu Jesus, der auch einen Vorläufer hatte, Johannes den Täufer, genannt der zweite Elija. Und Jesus hat auch all diese Wunder getan. Und dann, als Elisa stirbt, schaut mal in Kapitel 13, Vers 21, da heißt es: "Und es geschah, als man einen Mann begrub. Da sahen sie plötzlich die Streifschar kommen und sie warfen den Mann in das Grab Elisas. Und sobald der Mann hinabkam und die Gebeine Elisas berührte, wurde er lebendig und stellte sich aufrecht auf seine Füße." Das ist also eine interessante Geschichte, wo allein die Berührung eine gigantische Wirkung hatte. Interessanterweise die Berührung des toten Elisa. Und der Elisa war ja eine Vorschattung auf Jesus. Die Idee hier ist, also was quasi damit ausgedrückt werden sollte, dass der Tod des Erlösers, der Tod Jesu, eine solche Kraft hat, dass allein durch die Berührung sozusagen, durch den simplen Glauben, man wieder lebendig wird. Das sollte durch dieses natürlich sehr drastische Bild eigentlich ausgedrückt werden.

[15:51] Jesus gibt immer wieder auch ähnliche Illustrationen, wenn er zum Beispiel sagt, dass die durch das bloße Anschauen der bronzenen Schlange geheilt worden sind. Also durch die einfachsten Mittel möchte Jesus immer wieder deutlich machen: Wer zu ihm kommt, wird geheilt. Das ist keine lange Schlange, wo erstmal aussortiert wird, du ja, du vielleicht, du auf jeden Fall nicht, sondern wer zu Jesus kommt, wird geheilt. Und wir haben das ja schon hundertmal gesagt, aber es lohnt sich, das immer wieder im Kopf zu behalten. Die physische Heilung war ja vor allem da, um den Menschen deutlich zu machen, wie das Herz geheilt wird. Wer zu Jesus kommt mit seinem sündigen Herz, wer sich zu Jesus wendet und ihn einfach berührt, sozusagen, der wird gesund, der wird, dem wird vergeben. Und das ist, glaube ich, ein ganz entscheidender Punkt. Also die Einfachheit eigentlich des Evangeliums, die war illustriert worden durch diese Geschichte.

[16:59] Zurück zu Lukas 6. Schaut mal Lukas 6 und dort Vers 19, immer noch. Jetzt, das hat sich natürlich relativ schnell gezeigt, dass wer immer Jesus berührt, wird geheilt. Und was war offensichtlich die Reaktion der Menschen, wie es hier steht? Es heißt hier, Vers 19: "Und die ganze Volksmenge suchte ihn anzurühren." Wollten alle ihn berühren. Und was meint ihr, da muss man jetzt kein Theologe sein, um herauszufinden, was die Folge davon war. Was ist wohl passiert, wenn all die Menschen ihn berühren wollten? Es wurde eng, es wurde äußerst eng um Jesus, weil sich alle gedrängt haben. Und das war ja schon einen Tag zuvor passiert. Wenn ihr euch erinnern könnt, in Markus 3, da war auch so ein riesen Gedränge. Was war damals die Lösung gewesen? Was hatte Jesus gesagt, als sie alle ihn gedrängt haben, weil sie ihn berühren wollten und geheilt werden wollten? Er ist auf ein Boot gegangen, hat sich auf ein Boot bringen lassen und hat dann von dort zu den Leuten gepredigt. Aber einen Tag später, nachdem er auf dem Berg war, dort auf dem Berg gebetet hat, auf dem Berg die zwölf Apostel ordiniert hat, wieder unten am Ufer jetzt predigt. Einen Tag später setzte er sich nicht in ein Boot. Er hat eine andere Idee. Und das bildet eigentlich jetzt die Einleitung und die Überleitung zu dieser Predigt.

[18:26] Ich habe noch vergessen zu sagen, wenn es hier heißt, in Lukas 6, Vers 19, "sie sucht ihn anzurühren", dann heißt es im Griechischen beständig, fortwährend, andauernd. Sie wollten, weil er ständig heilt ist, ständig Kraft aus ihm heraus. Das war also nicht nur eine momentane Sache, das ging die ganze Zeit so. Und als es dann zu viel wurde, sie sich kaum noch bewegen konnten, hat Jesus entschieden, sie gehen auf den Berg wieder hinauf.

[18:58] Schaut mal jetzt in Matthäus 5, Vers 1. Interessant, in Lukas steht nur, dass sie den Berg hinabgegangen sind und in Matthäus steht nur, dass sie den Berg hinaufgegangen sind. Deswegen manche Kommentatoren sagen, die stimmen nicht überein. Aber wenn man es genau liest, stellt man fest, sie waren auf dem Berg, sie sind runtergegangen, haben gepredigt, wurde zu voll. Jesus führt sie wieder hinauf auf den Berg, um damit das besser organisieren zu können.

[19:28] Matthäus 5 und dort Vers 1. Das heißt also, das hat eine Vorgeschichte, diese Predigt, die wir jetzt angeschaut haben. Matthäus 5, Vers 1: "Als er aber die Volksmenge sah, stieg er auf den Berg und als er sich setzte, traten seine Jünger zu ihm." Also halten wir fest, erstmal, er geht auf den Berg, jetzt seine Jünger und seine Apostel folgen ihm. Woran haben die wohl in dem Moment gedacht, als sie direkt wieder auf den Berg hinaufgehen? Woran haben sie sich geändert? Das, was vorher passiert ist. Sie haben sich daran erinnert, dass gerade in dieser Stelle sie ordiniert worden waren für den Dienst der Predigt und der Heilung. Das, was sie gerade unten gesehen haben bei Jesus, was sie noch nicht so richtig selbst auspraktizieren, aber was sie ja jetzt praktizieren müssen. Und Jesus führt sie also bewusst daran. Das heißt, diese Bergpredigt ist nicht einfach eine Predigt an alle Menschen, wie man manchmal vielleicht denkt, was sie natürlich auch ist, aber sie ist vor allem auch eine Predigt an diejenigen, die Jesus berufen hat, in die Welt zu gehen, bei ihm zu sein und dann seine Botschaft zu verkündigen und seine Werke zu tun. Das war den Jüngern sofort klar. Er führt sie an denselben Ort, da waren diese Erinnerungen, er hatte dort an diesem Ort für sie gebetet, während sie geschlafen haben und all das müssen wir jetzt im Hinterkopf behalten, wenn man an diese Predigt denkt.

[20:58] Wir haben ja gesagt, Jesus hat die zwölf berufen, um damit den ersten Schritt für die Organisation der Gemeinde zu gehen. Er wusste Jesus genau, was er wollte mit seiner Gemeinde, oder? Aber damit er jetzt Verantwortung übergeben kann, musste er sicherstellen, dass auch seine Apostel besser verstehen, worum es eigentlich geht bei seiner Königsherschaft. Sie hat immer gepredigt, das Reich Gottes kommt, das Reich Gottes kommt, aber was ist denn das Reich Gottes? Und so ist eigentlich jetzt die Predigt, die er hält, sozusagen wie eine, er erklärt quasi die Agenda seiner Bewegung. In der Bergpredigt erklärt er eigentlich, was ist der Inhalt seiner Botschaft und was ist die Natur seines Reiches? Vor allem, wie kommt man dort hinein?

[21:41] Interessant ist, weiß nicht, ob das aufgefallen ist, in Vers 1, was macht er, als er auf den Berg hinaufkommt? Er setzt sich. Das haben wir schon mal in einer anderen Geschichte studiert, oder? Was heißt das? Er setzt sich. Genau, die Rabbis haben sitzend gepredigt. Das haben wir gesehen damals in Lukas 4, als er da am Sabbat in der Synagoge in Nazareth ist und da heißt es dann, er hat vorgelesen, hat die Rolle zurückgegeben und dann heißt es: "Und er setzte sich und alle Augen waren auf ihn gerichtet." Das heißt nicht, er hat sich wieder auf den Stuhl gesetzt, sondern es heißt, er hat sich vorne hingesetzt, um jetzt eine Predigt zu halten. Das heißt, indem er sich jetzt setzte, das war nicht im Sinne von, ach, ist gemütlicher, ich stand schon so lange, sondern er hat jetzt gesagt, schau her, ich werde jetzt eine Rede halten. Ja, das ist so, das können wir mal einführen, ich bin auch dafür, so nach dem Motto. So, jetzt macht es euch bequem, ich werde euch jetzt eine Rede halten. Also diese Idee, naja, wie auch immer. Er setzte sich und dann schaut auch in Vers 1, es heißt explizit: "Da traten seine Jünger zu ihm." Das heißt, wir haben von Anfang an den Hinweis, dass die Bergpredigt insbesondere für die Apostel und die Jünger gewesen ist. Das wird auch sehr deutlich, wenn er später sagt: "Ihr seid das Licht der Welt, ihr seid das Salz der Erde." Das war eigentlich weniger eine evangelistische Predigt im Sinne von, da kommt jemand aus Tyrus und der muss erstmal die ersten Details hören. Es war eigentlich eher eine Predigt an die Apostel und die Jünger, aber, und das ist interessant, Jesus hat trotzdem ohne weiteres erlaubt, dass alle zuhören durften. Jesus hat nicht gesagt, ich habe jetzt was Wichtiges euch zu sagen, kommt mal hier ganz geheim und es darf keiner hören. Also obwohl es zwar sozusagen einen inneren Zirkel gibt, ist er immer transparent. Auch ein Fremdling aus Edom, ein Fremdling aus Phönizien kann dort stehen und hören. Jesus hat nichts zu verbergen, auch wenn er vielleicht noch nicht alles versteht, was hier drin steht. Jesus hat nie Leute ausgeschlossen und gesagt, das ist nicht für dich, gehen wir. Die Predigt.

[23:51] Und das wird auch in Lukas deutlich, wenn wir, lassen wir mal den Finger an Matthäus, dann gehen wir zu Lukas nochmal. In Lukas 6, bevor dort die Seligpreisungen ausgerufen werden, heißt es in Lukas 6, Vers 20: "Und er hob seine Augen auf über seine Jünger und sprach." Und dann kommt: "Glückselig." Also da wird es dann überdeutlich. Er schaut auf seine Jünger, die sich besonders eng um ihn gescharrt haben. Ellenberg sagt, trotz allem Drücken und Drängen sind seine Apostel nicht von seiner Seite gewichen. Sie wussten, sie können es sich nicht leisten, zu viele Menschen zwischen sich und Jesus zu bekommen. Wer ein Jünger Jesu ist, muss aufpassen, dass es ihm nicht passiert, dass zu viele Menschen zwischen ihm und Jesus kommen, sozusagen, um im Bild zu bleiben. Und es war immer nah an seiner Seite. Er schaut über sie, über seine Jünger und dann hält er diese Rede.

[24:49] Und das bringt uns jetzt zur eigentlichen Bergpredigt. Wie viel Evangelisten von den vier Berichten von der Bergpredigt? Nicht ganz, nicht alle. Es sind im Wesentlichen eigentlich nur zwei. Johannes hat ja sowieso nachher eine andere Agenda. Der füllt nur Details aus, die die anderen drei ausgelassen haben. Aber von den drei, die eigentlich relativ so die gleiche Geschichte erzählen, Matthäus, Markus, Lukas, erzählt Matthäus die gesamte Geschichte, also die gesamte Predigt von A bis Z, ziemlich ausführlich. Aber Matthäus baut sie nicht irgendwie jetzt in die fortlaufende Geschichte ein. Es kommt einfach so Bergpredigt. Und vorher sind Details, Geschichten erwähnt, die lange vorher stattfanden. Weil Matthäus ist derjenige, der Jesus als den Lehrer darstellt. Bei Jesus finden sich all diese langen Predigten: die Bergpredigt und die Predigt am See und die Endzeitpredigt und die Missionspredigt, all diese langen Predigten. Lukas erwähnt ganze Teile der Predigt, relativ ausführlich, wenn auch längst nicht so ausführlich wie Matthäus. Aber er baut sie direkt so chronologisch ein. Deswegen wissen wir, wann die Bergpredigt stattfand, weil wir wissen von Lukas, dass sie nach der Ordination gewesen ist. Das hätten wir bei Matthäus nie herausgefunden. Bei Matthäus kommt die Ordination, wird die viel später erwähnt, der zwölf Jünger. Und Markus erwähnt die Predigt einfach gar nicht. Markus ist so praktisch, Markus ist so immer auf die Taten von Jesus fokussiert, dass so lange Reden nicht seine Sache sind. Deswegen auch das kürzeste Evangelium. Und so haben wir also vor allem Matthäus als die Grundlage unseres Studiums und wir werden immer wieder mal auch auf Lukas dann zu sprechen kommen, wo Lukas auch Dinge erwähnt.

[26:52] Also gehen wir mal zurück zu Matthäus und gucken da ein bisschen genauer hin. Ellenberg sagt übrigens, die Menschen haben bemerkt, dass etwas Besonderes in der Luft lag. Die wussten immer, wenn Jesus predigt, ist es toll. Aber die ganze Art und Weise, jetzt sind wir zwölf Aposteln und Jesus setzt sich da auf den Berg, hat ihnen gesagt, irgendetwas Besonderes kommt jetzt. Manchmal hat man das im Gefühl, da liegt etwas in der Luft. Vielleicht hat Jesus auch so Andeutungen gemacht, dass jetzt vielleicht etwas sagen wird über sein Königreich. Er hat immer gepredigt: "Tut Buße, denn das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen." Und jetzt hat er zwölf Leute erwählt. Sind das vielleicht schon seine Minister? Das haben die Jungen auch gedacht. Wir werden zur Rechten und zur Linken sitzen. Und Ellenberg beschreibt, wie die Leute gedacht haben, jetzt ist es soweit. Jetzt wird er sich bald zum König krönen lassen. Und es ist interessant, mit welchen falschen Ideen man auch in eine Predigt gehen kann. Und das erklärt auch nachher, warum man die Predigt so anfängt, wie sie anfängt. Aber da kommen wir noch zu.

[27:53] Vers 2 ist auch interessant. Lukas 5 und dort Vers 2. Und das macht Matthäus wirklich brillant hier. Es heißt hier: "Und er tat seinen Mund auf zu einer Lehre, zu einer Rede, lehrte sie und sprach." Klingt wie eine langweilige Einleitung, oder? Kann man überspringen, oder? Nein. Fällt euch irgendetwas ein oder auf bei diesem Satz? "Und er tat seinen Mund auf zu einer Rede, lehrte sie und sprach." Was fällt euch denn auf bei diesem Satz? Genau, dreimal dasselbe, oder? Er tat seinen Mund auf, er lehrte, er sprach. Also dreimal wird wiederholt, dass er etwas gesagt hat. Kennt ihr noch eine Stelle in der Bibel, wo es von jemandem heißt, dass er in einem Satz, dreimal es heißt, dass er etwas gesagt hat? Bingo! Und Gott redete alle diese Worte und sprach. Der Matthäus verwendet so ein ganz ähnliches Idiom. Offensichtlich wollte der Matthäus, der jetzt die ganze Predigt als komplettes Ding und Star bietet, von Anfang an, dass wir beim Lesen der Bergpredigt an die zehn Gebote denken. Also wir haben Sinai und wir haben diesen nicht näher benannten Berg, der Bergpredigt. In beiden Fällen geht das ganz ähnlich los.

[29:39] Was war denn die Gefahr, das nochmal zu wiederholen? Also ich schreibe jetzt mal diese ähnliche Formulierung am Anfang. Was fand denn unmittelbar vor der Bergpredigt statt? Was haben wir gerade gesagt? Also es hat gepredigt und davor hat er seine Zwölfer Apostel benannt, der erste Schritt in der Organisation seiner Gemeinde. Was fand denn unmittelbar vor dem Sinai statt? Also in 2. Mose 20 haben wir die zehn Gebote, in 2. Mose 19 kommen sie am Sinai an und in 2. Mose 18. Schaut mal nach, 2. Mose 18, da bekommt Mose Besuch, nämlich von Jethro und Jethro sagt: "Zu viele Leute, Einleiter, es sind zu viele für dich und deswegen Organisation, erster Schritt in der Organisation." Die Organisation war damals noch nicht vollständig, das war der erste Schritt in der Organisation. Das heißt, wir haben in beiden Fällen diese Idee: Beginn der Organisation des Volkes und dann diese Rede. Fast so, man könnte fast denken, dass die zehn Gebote und dann die folgenden Gesetze am Sinai unter anderem auch dazu da waren, dass jetzt auch die anderen Leiter von Israel wissen, nach welchen Gesetzen eigentlich man das Volk leiten soll. Mose kannte das schon, oder? Mose brauchte die zehn Gebote nochmal hören, für Mose war das klar, für viele andere eben nicht. Und Jesus brauchte die Bergpredigt nicht, aber seine Jünger brauchten die Bergpredigt.

[31:44] Ganz interessante Idee übrigens, wer hat denn auf dem Sinai gesprochen? Jesus. Das war im Grunde genommen, könnte man sagen, das war die Bergpredigt des Alten Testamentes. Da hat er gesprochen und zwar auch über das Evangelium: "Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt habe." Das Evangelium war genauso da, sicherlich andere Worte, andere Formulierungen, andere Kultur, aber derselbe Jesus predigt auf dem Berg. Und man kann garantiert davon ausgehen, dass Jesus nicht ohne Grund auf einen Berg gegangen ist. Er hätte ja theoretisch die ganze Predigt auch vom Boot aushalten können, dann würden wir sie heute als die Bootpredigt kennen. Wäre auch ganz schön, da würden alle sagen, die Gemeinde ist ein Boot, würde man auch viele Predigten darüber hören, aber es war eine Bergpredigt.

[32:37] Übrigens, was hat das Volk gemacht, dass hier Jesus zugehört hat? Was haben die gemacht wohl während der Zeit? In welcher Position haben sie ihm zugehört? Die haben wahrscheinlich ihm zu Füßen gesessen, oder? Jetzt schaut man in 5. Mose 33 und dort Vers 2 und 3, da wird auch das Geschehen am Sinai beschrieben. 5. Mose 33, Vers 2 und 3. Es heißt: "Und er sprach: Der Herr kam vom Sinai und er leuchtete ihn auf von Seir her. Leuchtend erschien er vom Bergland Paran und kam von heiligen Zehntausenden her. Auf seiner Rechten ging ein feuriges Gesetz für sie." Also Sinai, Gott auf dem Sinai. Jetzt schaut man in Vers 3. Also als der Mose am Ende der Reise nochmal über den Sinai reflektiert, sagt er, das war symbolisch so, als ob das Volk zu den Füßen Gottes sich gelagert hat und vom Wort Gottes empfangen hat. Und hier auf dem Berg sehen wir das Volk tatsächlich zu den Füßen Jesu und sie empfangen von seinen Worten.

[33:58] Übrigens, beim Sinai geht es um das Gesetz Gottes, oder? Geht es bei der Bergpredigt auch um das Gesetz Gottes? Werden wir sehen, die ganze Zeit nachher: "Ihr habt gehört und so weiter." Die Bergpredigt ist im Grunde genommen Jesu eigene Interpretation seines Gesetzes, das er am Sinai gegeben hat. Wer also sich wirklich für die zehn Gebote und für das Sinai-Erlebnis an sich interessiert, was Jesus da wirklich gemeint hat am Sinai, fern von Gesetzlichkeit, der muss die Bergpredigt lesen. Und wer die Bergpredigt liest, darf niemals glauben, dass die zehn Gebote unwichtig sind, weil dann ist auch die Bergpredigt unwichtig. Denn die Bergpredigt ist die Erklärung genau dieser zehn Gebote. Und das macht sie natürlich so spannend für uns, die wir uns anschicken, als letzte Generation vor der Wiederkunft Jesu, den Glauben Jesu und die Gebote Gottes zu halten. Dann sollten wir tatsächlich die Gebote so verstehen, wie Jesus sie verstanden hat, wie er sie erklärt hat am Sinai. Es reicht ja nicht nur aus, die zehn Gebote auswendig zu kennen im Wortlaut. Es geht darum, sie zu verstehen, wie Jesus sie gemeint hat.

[35:26] Und übrigens noch eine Idee. Die zehn Gebote, wo sind die dann platziert worden, nachdem sie gegeben worden sind? In die Bundeslade. Und die Bundeslade diente wem? Also wer war in der Bundeslade ständig? An der Bundeslade? Der Hohepriester war da nur einmal im Jahr, aber ständig war da nur jemand. Mose öfter als der Hohepriester. Aber einer war immer da: Gott. Die Herrlichkeit Gottes. Es war nämlich sein Thron. Wer braucht einen Thron? Wer hat einen Thron? Gott hat einen Thron. Ein Thron gehört zu einem König. Gott ist ein König und er sitzt auf einem Thron und das Fundament seines Thrones, man könnte sagen, das Fundament seiner Regierung sind die zehn Gebote.

[36:15] Jesus sagt: "Tut Buße, denn das Reich der Himmel, das Königreich der Himmel ist nah herbeigekommen." Alle Leute sagen: "Das Königreich der Himmel, das Königreich der Himmel. Jesus ist ein König. Er wird die Römer vertreiben." Jetzt sagt Jesus: "Kommt auf den Berg. Ich will euch erklären, auf welchem Thron ich sitze. Ich will euch erklären, was ist das Fundament meines Königreiches? Ich will, dass ihr versteht, was die zehn Gebote wirklich bedeuten. Das geistliche Königreich."

[36:52] Jetzt Matthäus 5, Matthäus 5. Sie hatten ja alle auf eine prächtige Erklärung der Freiheit Israels, der Souveränität Jerusalems gehofft und dann sagt Ellenberg, der erste Satz von Jesus war so merkwürdig, dass sie nichts in dieser Form erwartet hatten und völlig überrascht waren. Sie sagt, dieser erste Satz war so seltsam, dass sie so etwas noch überhaupt gar nicht in ihren Ohren jemals gehört hatten. "Glückselig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel." Da seht ihr also schon von Anfang an geht es um das Königreich Gottes, das Reich der Himmel. Aber interessant ist, wie Jesus mit dieser Predigt anfängt, nämlich mit einem Wort, dass die Israeliten eigentlich gut kannten, nämlich glückselig. Im Alten Testament kommt das auch vor. Eigentlich dasselbe Wort wird meistens im Deutschen, aber anders übersetzt und zwar als "wohl dem". Das selbe Wort. An welchem, woher kennt ihr das vielleicht? So wohl dem. Psalm 1: "Wohl dem, der nicht wandelt..." und so weiter im Rat der Gottlosen und sitzt auf dem uns..." Ich gebe nur ein paar Beispiele. Gehen wir mal in die Psalmen, da könnt ihr mal sehen, wie häufig das ist. Also Psalm 1, Vers 1 natürlich: "Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünde, noch sitzt, wo die Spötter sitzen." Dann Psalm 2, Vers 12 am Ende, letzter Satz: "Wohl allen, die sich bergen bei ihm", das heißt bei einem Sohn. Dann besonders schön Psalm 32, Vers 1 und 2: "Wohl dem, dessen Übertretung vergeben, dessen Sünde zugedeckt sind. Wohl dem Menschen, dem der Herr keine Schuld anrechnet." Ich gebe noch ein paar Beispiele. Psalm 41, Vers 1: "Wohl dem, der sich des Armen annimmt. Der Herr wird ihn erretten zur bösen Zeit." Psalm 84, Vers 13: "Oh Herr, der Herrschan, wohl dem Menschen, der auf dich vertraut." Man könnte sagen: Glückselig ist, glückselig ist, glückselig ist. Psalm 119, ich nehme nur ein paar raus hier, Psalm 119, Vers 1 und 2, auch der längste Psalm, das längste Kapitel der Bibel, fängt an mit den Worten: "Wohl denen, die im Weg untadelig sind, die wandeln nach dem Gesetz des Herrn. Wohl denen, die seine Zeugnisse bewahren, die ihn von ganzem Herzen suchen." Das heißt, dieser Anfang, glückselig, war nicht besonders neu. Jesus hat eigentlich angefangen mit einer Sprache, die die Menschen gut verstanden, die sie immer gesungen haben: glückselig ist, wohl denen.

[40:49] Ein Interesse außerhalb der Psalmen findet sich auch häufiger. Schaut mal in Jesaja 30, Jesaja 30 und dort Vers 18, das ist auch ein schöner Vers. Jesaja 30, Vers 18. Jesaja 30, Vers 18: "Darum wartet der Herr, damit er euch begnadigen kann und darum ist er hoch erhaben, damit er sich über euch erbarmen kann, denn der Herr ist ein Gott des Rechts. Wohl allen, die auf ihn hahnen, wohl allen." Das heißt, Jesus bezieht sich eigentlich auf eine ganz alttestamentliche Idee: glückselig ist, wohl denen. Er hat eigentlich nichts Neues erfunden und die Art und Weise, wie er es spricht, zeigt eigentlich, er führt eine neue Seligpreisung einfach ein oder neue Seligpreisung, ähnlich wie die schon im alten Testament. Wahrscheinlich haben sich die Menschen nicht an dem "glückselig" gestoßen, oder? Sie haben sich eher gewundert, nicht an dem "glückselig", sondern an dem "glückselig sind, die geistlich arm sind". Die im Geist armen, heißt es eigentlich wörtlich und das ist noch interessant. Es heißt also, die im Geist arm sind.

[41:08] Jetzt, was bedeutet das? Weil das ist wahrscheinlich einer der wichtigsten Punkte überhaupt erstmal, um den Anfang der Bergpredigt zu verstehen. Schaut mal mit mir in Jesaja 61. Wir haben ja gesehen, dass Jesaja 61, der Anfang von Jesaja 61, ein absoluter Schlüsselfers war im Dienst von Jesus. Den hat er zitiert. Wir haben auch gesehen, wie das immer wieder quasi durch die Berichte im Neuen Testament sich hindurchzieht. Das war eine der Prophezeiungen, die eigentlich ständig präsent waren, die gegenwärtige Wahrheit für die Zeit von Jesus. Und schaut mal genau in Jesaja 61 und dort Vers 1. "Der Geist des Herrn, des Herrschers ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat, den, den, er hat mich gesalbt hat, den, den Elenden, sagt die, genau die, sagt die, den Elenden oder den Armen..." Botschaft zu verkündigen. Habt ihr das auch vielleicht? Armen? In Vers 1? Den Elenden? Sagt, habt ihr Elberfelder? Oder du hast Luther, oder was hast du? Luther, du hast? Elberfelder sagt auch Elend. Genau. Wenn wir gleich, also die Idee ist, bei diesem Armen, bei diesem Wort ist nicht finanziell arm, denn Jesus ist nicht nur gekommen, um zu den finanziell Armen zu sprechen. Er hat auch zu Nikodemus gesprochen, der war reich. Er ist gekommen, um zu den geistig Armen zu sprechen.

[42:49] Jetzt Achtung, der Dienst Jesu richtet sich nur an eine Gruppe, nämlich an die geistig Armen. Warum? Nur die, nur wer selbst versteht, dass er arm ist, kann vom Evangelium profitieren. Die Haltung der Jünger, die Haltung der Juden generell lässt sich eher so darstellen. Schaut mal in Lukas 18, Lukas 18, da hat man einen guten Eindruck, wieso die Juden so von sich dachten zur Zeit von Jesus. In Lukas 18 und dort Vers 11, da heißt es, Lukas 18 Vers 11 kennt ihr, der Pharisäer stellte sich hin und betete bei sich selbst so: "Oh Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie die übrigen Menschen, Räuber, ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner da." Ein geistlich reicher. Naja, zumindest in seinen eigenen Augen, oder? Im Geist hat er sich als reich gesehen. Ja, für offen, für jemand, der eigentlich, für jemand, der erkennt, wie er wirklich ist. So wie der Mann, der zwei Verse weiter beschrieben ist in Vers 13: "Und der Zöllner stand von ferne, wagte es nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug an seine Brust und sprach: Oh Gott, sei mir Sünder gnädig." Und dann sagt Jesus, der ging gerechtfertigt nach Hause, der das Evangelium empfangen und der andere nicht.

[44:14] Jesus beginnt die Bergpredigt mit einer fundamentalen Idee, nämlich du kannst von Jesus und seiner Lehre von dem Evangelium überhaupt nur profitieren, wenn du eingestehst, dass du Hilfe brauchst. Egal wie viel man weiß, egal wie viele guten Taten man getan hat, egal wie scheinbar makellos das Leben gewesen ist, das Evangelium nützt nichts. Und das macht an der Stelle schon die Bergpredigt so aktuell, denn Jesus sagt in Offenbarung 3 der Gemeinde Laodicea: "Du sagst, ich bin reich und habe Überfluss und mir mangelt es nach nichts und erkennst nicht, dass du elend und erbärmlich, arm, blind und bloß bist." Das heißt, Laodicea stolpert schon an dem allerersten Vers der Bergpredigt. Das ist der Grund, warum Jesus sagt: "Ich stehe vor der Tür." Nicht, weil Jesus sich von der Gemeinde distanziert, nein, weil er gar nicht richtig reinkommt, weil die Grundbedingung, um im Reich Gottes sein zu können, ist, dass man etwas, dass man versteht, ich brauche etwas.

[45:32] Jesus sagt quasi zu den Menschen hier, die alle sagen: "Wir wollen ins Reich Gottes, wir wollen ins Reich Gottes. Wir wollen in Jerusalem auf Ministerposten stehen, wir wollen die Römer vertreiben." Jesus sagt: "Pass auf, ich sage euch jetzt nicht, wie das Reich Gottes sein wird, das könntet ihr nicht verkraften, aber ich sage euch schon mal, wie ihr reinkommt." Und Ellenberg sagt, indem er nur darüber sprach, wie man sich für das Reich Gottes qualifiziert, hat er seinen Hörern überlassen, selbst zu überlegen, wie wohl das Reich Gottes dann aussieht. Eine ganz kluge Taktik. Nur die kommen rein, die verstehen, dass sie geistlich arm sind.

[46:01] Schaut mal in Jesaja 57, da passt jetzt auch dieses Elend eigentlich sehr schön. Das ist so das, was der Paulus sagt: "Ich elende Mensch." Oder? Wer an dem Punkt ist, muss eigentlich nicht verzweifeln, weil er erstmal die Tür aufgestoßen hat für das Evangelium. Jesaja 57 und dort Vers 15. Auch ein sehr schöner Vers. Jesaja 57, Vers 15: "Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wurde, dessen Name der Heilige ist. In der Höhe und dem Heiligtum wohne ich und bei dem der zerschlagenen und gedemütigten Geist es ist." Ob man jetzt sagt, Elend im Geist oder arm im Geist oder zerbrochen im Geist, ist alles quasi mit verschiedenen Worten dieselbe Idee. "Damit ich den Geist der Gedemütigten belebe und das Herz der Zerschlagenen erquicke." Da ist Gott, da ist das Reich, dieses Himmelreich, von dem er schreibt, ist das Reich seiner Gnade, seiner Liebe, seiner Gerechtigkeit und der allererste Schritt, mit dem Jesus zu Beginn ist, ist: Bist du bewusst, dass du alleine im Geist arm bist? Mit anderen Worten, bevor Jesus vergibt, bevor er dann all das tut in dem Evangelium, muss er erst einmal Reue in uns geben. Und wer ist es eigentlich, der die Reue in uns bewirkt? Das ist Gott, das ist der Heilige Geist, der an den Herzen wirkt, der von Sünde und Gerechtigkeit und Gericht überführt. Wenn der Heilige Geist an mir wirkt, habe ich zwei Möglichkeiten. Ich kann sagen, ich bin ganz gut, oder ich kann das zulassen, den Gedanken, dass ich arm bin. Und dieser erste Schritt, dieses zulassen, ich bin arm, was eigentlich die Überwindung des eigenen Ichs ist. Das führt dazu, dass Jesus mir jetzt helfen kann.

[47:54] Übrigens, und das ist sehr interessant, nur so als die geistlich Armen, hat Jesus offensichtlich im Zuge der Bergpredigt auch über die tatsächlich Armen gesprochen. Das kann man zumindest ein bisschen ableiten aus Lukas 6. In Lukas 6 zumindest steht da nicht "geistlich Armen". Er sagt in Lukas 6, Vers 20: "Und er hob seine Augen auf über seine Jünger und sprach: Glückselig seid ihr Armen, denn das Reich Gottes ist euer." Später spricht er dann über die Reichen und Ellenberg zitiert diesen Vers und spricht dann auch über die tatsächliche materielle Armut und sagt, Arme haben nur ein Hundertstel der Versuchungen wie Reiche. Also es ist nicht der Hauptsinn, aber in einem Nebensinne sind auch die, die wenig haben, durchaus gesegnet, weil es ihnen leichter fällt eigentlich Gott zu folgen.

[48:58] Schauen wir uns noch eine Seligpreisung an, bevor wir dann für heute hier einen Schlussstrich ziehen. In Matthäus 5, die nächste ist, weil die direkt daran schließt sozusagen an dieses geistlich Arm sein, da heißt es jetzt in der zweiten Seligpreisung: "Geistlich selig sind die Leidtragenden oder die Trauernden." Und dieser Vers wird natürlich mit, nicht ohne Unrecht, auch zu Beerdigungen zitiert, auf Trauerkarten und so weiter, hat seine Berechtigung. Aber Jesus spricht hier eigentlich jetzt nicht über den Zustand der Toten und über den Trost, den er uns gibt, wenn ein Mensch gestorben ist. Das ist nicht der eigentliche Punkt, sondern die Trauer, die er hier beschreibt, ist das eine Trauer, wenn man jetzt vom Kontext her geht. Genau, hier im Schritt eins erkenne ich, Mensch, mir fehlt was. Genau. Ich stelle fest, ich bin getrennt von Gott, mir fehlt etwas, ich brauche Hilfe. Und je mehr dann der Heilige Geist an mir wirkt, ist das nicht nur ein Faktum, sondern es verändert auch meine ganze Emotion. Hier ist quasi erstmal mein Denken angesprochen, mein Wissen, oh mir fehlt etwas. Aber hier ist eine Trauer über Sünde.

[50:08] Schaut mal in Sacharja 12, da gibt es einen schönen Vers. Sacharja 12 und dort Vers 10. "Aber über das Haus David und über die Einwohner von Jerusalem will ich den Geist der Gnade und des Gebets ausgießen, der Heilige Geist. Und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben. Ja, sie werden um ihn klagen, wie man klagt um den Eingeborenen und sie werden bitterlich über ihn Leid tragen, wie man bitterlich Leid trägt über den Erstgeborenen." Wodurch wird man in diesem Sinne traurig? Schaut den Vers genau an. Was bewirkt diese Traurigkeit? Genau, der Blick auf das Kreuz, auf den durchbohrten Eingeborenen und zwar nicht der Blick eines Pharisäers oder eines römischen Soldaten, sondern der Blick eines, der vom Geist der Gnade und vom Geist des Gebets bewegt wird. Also wenn der Heilige Geist mir das Kreuzesgeschehen offenbart. Ja, man kann ja ein Kreuz sehen mit Jesus am Kreuz hängend, man kann durch die bayerischen Alpen wandern oder sieht man Kruzifixus, macht gar nichts mit einem. Aber man kann vom Heiligen Geist die Augen geöffnet bekommen, was am Kreuz passiert ist und dann ist der Trauer.

[51:58] Wo Jesus das sagt? Ah ja, genau in Hesekiel 9, wo sie trauern auch über die Sünde, die geschieht im Tempel. Genau, dann das sind die, die versiegelt werden, die Trauernden, die über die Sünde trauern und seufzen. Ganz genau.

[52:13] Noch mal zurück zu Jesaja 61. Diese kleine Prophezeiung hier ist in Wirklichkeit gigantisch. Je mehr man das Leben Jesu studiert, desto mehr ist Jesaja 61 eigentlich wirklich. Wir haben ja gerade gesehen, dass er den Armen Frohe Botschaft verkündigen soll. Ja, der Geist des Herrn sagt, er ist auf mir, um den armen Frohe Botschaft zu verkündigen. Schaut mal in Vers 2: "Um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn, den Tag der Rache unseres Gottes, um zu trösten alle..." Vers 2: "...alle Trauernden." Also es ist, Jesus steht nicht nur in Nazareth auf und sagt: "Diese Schrift hat sich heute erfüllt." Er beginnt die Bergpredigt mit einigen entscheidenden Elementen aus Jesaja 61. Die geistlich Armen, zu denen er das Evangelium predigen möchte, die Trauernden, die er trösten möchte. Wir sehen, das kommt dann noch häufiger vor.

[53:17] Dieser Jesaja 61 ist vielleicht eine der meist unterschätzten Prophezeiungen, wenn es um die Bibel geht. Das war Jesus, das war quasi was für uns die drei Engelsbotschaften unserer Zeit, das war Jesaja 61, was ihn bewegt hat. Und dann sagt er ja natürlich: "Selig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden." Und das ist auch eine Idee, die man im Alten Testament oft findet. Schaut mal Jesaja 40, wo wir schon in Jesaja sind. Jesaja 40, das ist so, da beginnt dieser ganze große Abschnitt dieser Evangeliumspassage in Jesaja. Da geht es gleich los mit: "Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott." Dann kommt später die Stimme eines Rufenden in der Wüste: "Seht da, Gott kommt." Und die Frohe Botschaft, die auf dem Berg Zion verkündigt werden soll. Alles beginnt mit dieser Botschaft: Tröstet, tröstet. Also der Trost, den Gott anbietet, das muss dieses Evangelium sein.

[54:11] Sie sollen getröstet werden. Jesaja 51, ich gebe ein paar Beispiele hier. Jesaja 51, Vers 11 und 12: "So werden die Erlösten des Herrn zurückkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen und ewige Freude wird über ihrem Haupt sein. Freude und Wunde werden sie erlangen, aber Kummer und Seufzer wird entfliehen. Ich, ich bin es, der euch tröstet." Ja, das ist diese Idee, dass er wegwischen wird, alle Tränen. Kommt auch aus dem Jesaja eigentlich. Und bevor wir das, wir nennen noch zwei, drei Verse.

[54:48] Jesaja 57, das ist auch ein schöner. Jesaja 57, Vers 18. Das ist eigentlich Vers, den Jesus irgendwo im Hinterkopf wahrscheinlich gehabt hat, als er sagt: "Ich war selig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden." Jesaja 57, Vers 18: "Wo Gott sagt: Seine Wege habe ich gesehen, spricht über Israel. Dennoch will ich es heilen und es leiden und ihm und seinen Trauernden mit Tröstungen vergelten." Und das Israel zur Zeit von Jesus war auch nicht viel besser als das Israel zur Zeit von Jesaja. Wir haben keine Götzen mehr angebetet, aber weit von Gott waren sie trotzdem entfernt. Und es ist fast so, als ob Jesus hier diesen Vers im Hinterkopf sagt und sagt: "Ich rede zu ihnen und sage: Selig sind die Trauernden, denn dann kann ich euch trösten. Wenn ihr traurig seid über die Sünde, ich kann die Sünde wegnehmen. Ich kann, wie es in Jesaja heißt, da ist eine Quelle für alle Sünde, die offen ist, wo man sich reinigen kann. Aber die Bedingung ist, man muss, man muss ja wollen. Wenn ich nicht traurig bin über meine Sünde, werde ich sie auch nie Jesus übergeben." Selig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden.

[56:03] Letzter in Jeremia 31. Und dort Vers 13: "Dann wird die Jungfrau sich mit reinem Tanz freuen, auch junge Männer und Greise miteinander und ich will ihre Trauer in Freude verwandeln und sie trösten und erfreuen nach ihrem Schmerz." Also das ist eine Idee, die im Alten Testament und auch im Neuen Testament ganz, ganz oft wiederkehrt. Und wir sehen hier sozusagen zu Beginn der Bergpredigt zwei entscheidende Schritte. Der Geist Gottes, der durch die Worte Jesu spricht, will zunächst einmal zeigen, dass wir ihn brauchen und dass wir geistlich verstehen, was wir brauchen und dass uns das zu einer Trauer über uns selbst führt. Eine Betrübnis, wie der Paulus sagt im Korintherbrief, die man nicht bereuen muss. Nicht wie die Betrübnis der Welt, sondern eine Betrübnis, die etwas bewirkt, die das Leben verändert. Eine Betrübnis, die uns zu dem Trost bringt, den nur Gott geben kann.

[57:09] Nächstes Mal werden wir an der Stelle weitermachen und uns dann die anderen Seligpreisungen im Detail anschauen und sehen, wie die so aufeinander aufbauen und quasi Jesus hier in wenigen Schritten sein ganzes Königreich offenbart. Bis dann, lasst uns festhalten, dass Jesus in der Bergpredigt eigentlich entscheidende Dinge sagt für unsere Zeit und dass wir, wenn wir von Jesu Botschaft profitieren wollen, uns vom Heiligen Geist zeigen lassen müssen, dass wir Jesus brauchen. Dass uns der Heilige Geist überführen kann und zeigen kann anhand des Kreuzes, wie schlimm die Sünde ist, dass wir über sie trauern. Wenn wir Gott darum bitten, dass er uns das jeden Tag aufs Neue zeigt, dann lasst uns auch niederknien und beten.

[57:50] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für diese wundervollen Verse, die so voller Inhalt sind und so voller Ermutigung und in dem wir das Evangelium so klar verstehen können. Wir danken dir, dass wir keine Sonderprüfung erst bestehen müssen, um zu dir kommen zu können, sondern dass unsere Hilflosigkeit, unsere Hoffnungslosigkeit, unsere Unzulänglichkeit allein schon genug ist und dass du uns gerne rettest, dass du uns gerne hilfst, dass du uns gerne ermutigst, gerne tröstest, gerne heilst, ganz egal wie wir zu dir kommen, immer wieder aufs Neue. Wir danken dir, dass wir jetzt diese Bergpredigt Stück für Stück anschauen können und Schritt für Schritt das Evangelium besser verstehen können, auch in unserem persönlichen Leben. Wir möchten dich bitten, dass du uns auch mit diesem Geist der Gnade und des Gebets ausstattest, wie wir in Sacharja gelesen haben, dass auch wir mit dem Blick auf das Kreuz eine echte Trauer für die Sünde bekommen und auch wir eine Trauer bekommen über Sünde, die in der Gemeinde geschieht und dass wir bereit sind, uns trösten zu lassen von dir mit dem Trost, den du allein schenken kannst. Wir bitten all dies im Namen Jesu. Amen.


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