In dieser Predigt aus der Serie „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp die Lehren Jesu aus der Bergpredigt über Ehe und Schwören. Er erklärt, wie Jesus die alttestamentlichen Gebote im Kontext des neuen Bundes neu interpretiert und die tiefere Bedeutung hinter den Worten offenbart. Die Ausführungen betonen die Unauflöslichkeit der Ehe, die Bedeutung der Wahrheit und die Unterscheidung zwischen dem alten und neuen Bund.
Der Ersehnte: 76. „Ja, ja! Nein, nein!“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:30] Hallo und herzlich willkommen! Schön, dass ihr eingeschaltet habt zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr da seid, dass wir gemeinsam jetzt weiter studieren dürfen in der Bergpredigt. Es kommen jetzt einige interessante Abschnitte. Alle Abschnitte waren schon sehr interessant. Es kommen jetzt allerdings einige Abschnitte, über die man vielleicht mal weniger hört und die auch mal nicht so klar sind und über die wir jetzt einiges lernen wollen. Bevor wir beginnen, möchten wir die Knie für ein Anfangsgebet und dann starten wir.
[1:00] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir jetzt aus deinem Wort lernen dürfen. Wir danken dir, dass wir dein Wort immer noch für uns haben, dass es nach all den Jahrhunderten und Jahrtausenden noch ganz rein erhalten bei uns angekommen ist, dass wir diese Worte, die Jesus damals auf diesem Berg gesprochen hat, heute noch verstehen dürfen, lesen dürfen und in unserem Leben erfahren dürfen. Bitte schenk du uns Weisheit, gib, dass wir sie richtig verstehen und dass wir das Wesen deines Königreiches noch viel besser erfahren und ein Licht sein können dieser Welt, so wie du es in der Bergpredigt ja auch dir gewünscht hast. All das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:48] Gut, wir haben das letzte Mal gesprochen über das Gebot, du sollst nicht Ehe brechen. Da kann ich daran erinnern und wir haben gesehen, dass Jesus deutlich gemacht hat, dass es Dinge gibt, die uns verführen können und was uns verführen kann, damit sollten wir nicht spielen. Er hat das unter dem Bild des Auges und dem Bild der Hand beschrieben, aber es ging eigentlich darum, dass die niederen Triebe, das sündige Fleisch zu kreuzigen. Das bedeutet, seinen Willen ganz auf die Seite Gottes zu bringen und dieses Thema ist ein sehr, sehr wichtiges. Wir haben das letztes Mal angesprochen. Jesus hat also das sechste Gebot illustriert, was wirklich damit gemeint ist. Er hat das siebte Gebot illustriert und deutlich gemacht, das geht nicht nur um den Ehebruch als Akt, als solchen, sondern der Ehebruch fängt schon im Herzen an, genauso wie der Mord im Herzen anfängt mit schlechten Gedanken über jemanden. Und im Grunde genommen hätte Jesus das für alle zehn Gebote so durch exerzieren können, aber der Punkt war eigentlich deutlich. Dieses Prinzip, dass die Gebote schon dann übertreten sind, wenn man die entsprechenden Gedanken hat. Das kann beim Stehlen genauso sein. Das könnte man jetzt also weiterführen. In dem Moment, wo ich mir wünsche, etwas dem anderen wegzunehmen, habe ich das Gebot schon übertreten. Oder in dem Moment, wo ich in meinen Gedanken ungehorsam bin, meinen Eltern gegenüber und gegen sie rebelliere, habe ich das schon übertreten. Und das ist übrigens auch eine interessante Idee bezüglich des Sabbats. Der Sabbat wird nicht nur übertreten, wenn ich am Sabbat arbeite, sondern wenn ich am Sabbat Gedanken habe, die am Sabbat nicht hingehören. Und also allein unter dieser Maßgabe wird es sich lohnen, alle zehn Gebote mal gründlich zu studieren. Das zweite Gebot wird nicht nur übertreten, wenn ich einen Götzen bei mir zu Hause habe, sondern fängt ebenfalls auf der gedanklichen Ebene an.
[3:56] Aber da dieser Punkt jetzt von Jesus sehr deutlich ist, geht er jetzt zum nächsten Thema. Er bleibt bei der Frage des Gesetzes, aber geht jetzt von den zehn Geboten weg zu anderen Gesetzen. Denn in der Bibel, im Alten Testament gab es ja nicht nur die zehn Gebote, es gab eine ganze Reihe von anderen Satzungen. Und für die Juden war da gar nicht viel groß Unterschied. Für sie war alles fast gleich. Aber in der Bibel sehen wir natürlich sehr deutlich, das werden wir heute lernen, dass hier Jesus interessante Dinge sagt, die wir gut verstehen müssen. Fangen wir mal in Vers 31 an. Vers 31, es ist auch gesagt, wer sich von seiner Frau scheidet, der gebe ihr einen Scheidebrief. Das kommt auch aus dem Alten Testament, steht nicht in den zehn Geboten, aber in der Torah. In den fünf Büchern Mose. Weiß jemand von euch, wo das steht mit dem Scheidebrief? Fünfte Mose 24, lasst euren Finger an Matthäus, wir kommen natürlich immer wieder hier zurück. Schauen wir mal, was in fünfte Mose 24 dort steht. Das gehört zu den vielen verschiedenen Verordnungen, die wir in dritte Mose, vierte Mose, fünfte Mose finden, zweite Mose auch schon. Und wir lesen hier mal, es sind im Grunde genommen eigentlich vier Verse in fünfte Mose 24. Lesen wir mal Vers 1.
[5:19] Wenn jemand eine Frau nimmt und sie heiratet und sie findet nicht Gnade vor seinen Augen, weil er etwas Schändliches an ihr gefunden hat und er ihr einen Scheidebrief schreibt und ihn ihr in die Hand gibt und sie aus seinem Haus entlässt und sie verlässt dann sein Haus und geht hin und wird die Ehefrau eines anderen Mannes und der andere Mann verschmäht sie und schreibt ihr auch einen Scheidebrief und gibt ihn ihr in die Hand oder entlässt sie aus seinem Haus oder wenn der andere Mann stirbt, der sie sich zur Frau genommen hatte, so kann ihr erster Mann, der sie entlassen hat, sie nicht nochmals zur Frau nehmen, nachdem sie verunreinigt worden ist, denn das wäre ein Gräuel vor dem Herrn und du sollst das Land nicht mit Sünde beflecken, dass dir der Herr dein Gott zum Erbe gibt. Also klarer Fall, Gott sagt, wenn du dich scheiden lässt von einer Frau und sie wird eines anderen Mannes, kannst du sie später nicht wieder zurückholen, das ist das Gebot. Jetzt, welcher von den vier Versen ist das eigentliche Gebot? Also in welchem der vier Verse finden wir das eigentliche Gebot hier? Ist Vers 1 das Gebot, Vers 2, Vers 3 oder Vers 4? Welcher der vier Verse beinhaltet das eigentliche Gebot oder Verbot?
[6:47] Vers 4, was ist Vers 1 bis 3? Ist Vers 1 bis 3 ein Gebot oder Verbot?
[7:00] Vers 1 bis 3 sagt nur, wenn das eintritt, in diesem Fall, dann sollst du Vers 4 das machen. Wenn also eine Scheidung eintritt und das und jenes und so, ist es dir verboten, die geschiedene Frau wieder neu zurückzuholen. Das heißt, es gibt eigentlich kein echtes Gebot, du sollst einen Scheidebrief geben. Könnt ihr das sehen? Da steht eher eigentlich sowas wie, wenn du heiratest und sie dich dann scheiden lassen willst und ihr einen Scheidebrief gibst, also wenn du das machst unter der Voraussetzung, gilt dann später Vers 4. Das heißt, die erste Beobachtung ist, dieses Gebot in 5. Mose 24 beschreibt eher sozusagen eine Situation, auf die dann das Gesetz reagiert. Seht ihr das? Dort steht nicht, wenn eine Frau dir nicht gefällt, sollst du ihr einen Scheidebrief geben. Das steht dort nicht, sondern es steht, wenn du dich scheiden lassen willst und ihr einen Scheidebrief gibst, dann sollst du wissen, du kannst später nicht wieder zurückkommen. Das ist die Idee. Also 5. Mose 24 beschreibt eher, wie man in einer bestimmten Situation vorgehen soll, statt einen Idealzustand. Das ist der erste Punkt.
[8:22] Jetzt, das war also etwas, das tatsächlich auch im Alten Testament immer wieder vorgekommen ist. Schauen wir mal in Jeremia 3, Vers 1. Jeremia 3 und dort Vers 1. Da bezieht sich das auf den gleichen Zusammenhang. Und er spricht, wenn ein Mann seine Frau verstößt und sie ihn verlässt und einem anderen Mann zu eigen wird, darf er wieder zu ihr zurückkehren. Also dieser Fall von 5. Mose 24 kam öfter vor. Jetzt gehen wir zurück zu 5. Mose 24. Unter welchen Bedingungen haben die Juden einen Scheidebrief ausgestellt? Unter welcher Bedingung hier steht, wenn sie heiratet und unter welcher Bedingung haben die Juden einen Scheidebrief ausgestellt? Etwas Schändliches. Jetzt definiert man mal Schändliches. Was ist schändlich? Wisst ihr, wie die Juden das definiert haben? Zur Zeit von Jesus hat man gesagt, also wenn ich nach Hause komme, nach meinem langen Arbeitstag und meine Frau hat das Essen schlecht gekocht und es hat mir nicht geschmeckt, dann ist das schändlich. Warum hat sie nicht ihre Zeit genutzt, um das Essen gut zu kochen und weil sie so schlecht gekocht hat, lasst sie mich scheiden. Deswegen fragen später die Pharisäer Jesus, ist es erlaubt, sich wegen jeder Sache von der Frau zu scheiden? Weil man hat dieses 5. Mose 24 so weit aufgeblasen, dass man alles, was man nicht am anderen mochte, in dieses Schändliche hinein interpretiert hat. Sie sieht nicht mehr schön aus, schändlich. Sie kocht nicht gut, schändlich. Sie wäscht die Wäsche nicht so, wie ich möchte, schändlich. Man hat wegen jeder möglichen Kleinigkeit, was plötzlich erlaubt, die Ehe zu scheiden und wie Ellen White kommentiert, das hat zu viel Sünde geführt, weil jetzt, denkt dran, es geht immer noch im Kontext auch noch um das Gebot des Ehebruchs, weil jetzt konnte man sozusagen dem Ehebruch frönen, ohne dass man die Ehe brach, weil wenn man jemanden besser fand als den Ehepartner, konnte man sagen, mir gefällt dein Essen nicht, konnte sich scheiden lassen, einen Neuen heiraten. Bis man den nicht mehr mochte, konnte sagen, hey, deine Nase gefällt mir nicht mehr, schändlich, ja jetzt heirate ich wieder jemanden anders. So ging es hin und her und das ganze Ehegebot war durchlöchert sozusagen durch diese Missinterpretation dieses Verses.
[10:48] Jetzt, was macht Jesus in dieser Situation? Gehen wir zurück zu Matthäus 5, Vers 32. Er sagt also, nicht wahr, das ist euch gesagt worden, so steht es in 5. Mose 24, Vers 32, ich aber sage euch, das hat er auch bei den zehn Geboten immer gesagt, nicht wahr, ihr habt gehört, dass es zu den Alten gesagt ist, du sollst dich töten, ich sage euch, so ist es wirklich gemeint, du hast gehört, ihr habt gehört, du sollst nicht Ehe brechen, ich sage euch. Er sagt uns jetzt also, was eigentlich wirklich gemeint ist, Vers 32. Wer sich von seiner Frau scheidet, ausgenommen, wegen Unzucht, der macht, dass sie die Ehe bricht und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe. Heißt also auf deutsch, mit einer Ausnahme, Unzucht, abgesehen davon, gibt es keine Scheidung bei Jesus. Und das ist natürlich jetzt ziemlich drastisch, weil man sagen würde, bei Mose gibt es doch und später fragen ihn auch die Pharisäer, warum hat uns dann Mose das erlaubt? Lesen wir vielleicht mal direkt das nach, weil das gibt uns die Erklärung, warum Jesus das macht, was er macht.
[11:57] 5. Mose 19 und dort Vers 7 und 8. Ihr wisst ja, Jesus argumentiert von der Schöpfung her. Er sagt, am Anfang war es wie viele Männer? Ein Mann und wie viele Frauen? Eine Frau und die wurden ein Fleisch. Jetzt schaut mal in 5. Mose, in Matthäus 19, da heißt es in Vers 7, da sprachen sie zu ihm, warum hat denn Mose befohlen, ihr einen Scheidebrief zu geben und sie so zu entlassen? Nun, Mose hatte das zwar nicht so wirklich befohlen, sondern nur gesagt, wenn das geschieht, nicht wenn man ihr einen Scheidebrief gibt, aber Mose hat es zugelassen, ohne Frage. Vers 8, er sprach zu ihnen, Mose hat euch wegen der Härtigkeit eures Herzens erlaubt, eure Frauen zu entlassen. Von Anfang an aber ist es nicht so gewesen.
[12:51] Jetzt macht Jesus etwas sehr deutliches. Er sagt, es gibt einen Zustand, eine Idee von Anfang an. Das ist eigentlich das Ideal der Ehe, wie wir es aus 1. Mose 2 und 1 kennen. Aber dann sagt er, es gab zur Zeit von Mose, als Mose das Gesetz den Israeliten gab, wie war der Zustand der Israeliten, wie war der Zustand ihres Herzens? Hart. Anderes Wort für hart. Unbekehrt. Sie hatten harte Herzen. Mit anderen Worten, sie waren nicht wirklich vom Heiligen Geist erfüllt. Sie waren zwar das Volk Gottes, aber sie lebten nicht in dem eigentlichen Ideal, dem eigentlichen Evangelium.
[13:51] Woran konnte man sehen, dass die Israeliten nicht bereit waren für Gottes eigentliches Ideal? Woran konnte man sehen, zur Zeit von Mose, dass sie nicht dafür bereit waren für Gottes Ideal? Ja, das kam dann zum Teil. Zur Zeit von Mose, als das Volk Israel hinter Mose, also hinter Gott hinterher durch die Wüste gewandert ist, woran konnte man sehen, dass Gott zwar ihnen das Ideal geben wollte, sie aber noch nicht dafür bereit waren? Sie haben immer gemoht, ja, das war die Konsequenz davon. Fleisch essen, ja, ja, ja. Wo wollte Gott ihnen das Original zeigen? Amsinei, wie wollte ihnen das Original zeigen? Ja, was hat er mit ihnen geredet? Die zehn Gebote, sein Gesetz. Richtig? Und als er sein Gesetz sagte, seine zehn Gebote, sein Gesetz der Liebe, wo es auch um die Ehe geht, nicht, weil du sollst nicht Ehe brechen, was haben sie gesagt? Ja, das haben sie später gesagt. Was haben sie erst gesagt? Was haben sie erst gesagt? Hör auf zu reden, richtig? Sie haben gesagt, hör auf zu reden, schreibe es auf, schreibe uns das auf Regeln auf, ja, schreibe es auf weiß, dann können wir die Regeln befolgen. Sie waren herzenshart, sie waren nicht bereit für das eigentliche Ideal. Könnt ihr euch daran erinnern, wir haben das vor ein paar Wochen studiert, hoffentlich habt ihr es nicht vergessen. Gott wollte eigentlich seine zehn Gebote noch im Herzen haben, er wollte ihnen noch mehr darüber sagen, aber sie waren nicht bereit und weil sie nicht bereit waren, deswegen gab Gott ihnen den sogenannten alten Bund. Der alte Bund ist Amsina gegeben worden, wegen ihrer Herzensfertigkeit, denn das hier ist der neue Bund. Beim neuen Bund gibt es nur eine Ehe, aber sie waren nicht bereit und was Jesus jetzt macht in der Bergpredigt, er geht zuerst durch die zehn Gebote. Bei den zehn Geboten, sagt er, die zehn Gebote sind schriftlich, ja, schriftlich, im neuen Bund sollten die zehn Gebote wo sein? Im Herzen. Im alten Bund sind sie dagegen wo? Auf den Tafeln und jetzt sagt Jesus im Anfang der Bergpredigt oder dann, was wir in den letzten Wochen studiert haben, ihr kennt die zehn Gebote hier, euch ist gesagt worden, du sollst nicht töten. Ich aber sage euch, vom alten Bund zum neuen Bund, euch ist gesagt worden, das steht, ist nicht wahr, siebentes Gebot, du sollst nicht Ehe brechen. Alter Bund, steht mir schwarz auf weiß da. Solange ich nicht Ehe breche, bin ich gut. Ich aber sage euch, vom alten Bund in den neuen Bund.
[17:06] Jetzt genauso mit diesem Gebot, dieses Gebot von Moses war genauso Teil des alten Bundes. Wir sehen also in der Bergpredigt, wie Jesus mit dem alten Bund umgeht und von dem alten Bund in den neuen Bund führt. Das bedeutet im Fall von 5. Mose 24, es war ein Entgegenkommen zu den Menschen. Gott war bereit, von seinem Ideal Abstand zu nehmen, um den unbekehrten Israeliten erstmal grundsätzlich ein paar Prinzipien mitzugeben. Aber im Reich Gottes reicht der alte Bund nicht aus. Deswegen sagt er, ich aber sage euch, wenn ihr wirklich bekehrt seid, wenn ihr geistlich arm seid, nach der Gerechtigkeit hungert und dürstet, nicht wahr, Seligpreisung, dann habt ihr nicht mehr harte Herzen, dann müsst ihr zum Original zurück. Das heißt, man kann die, wir haben es schon oft gesagt, die Bergpredigt ist nicht altes Testament, jetzt kommt Jesus sagt was Neues, sondern der Bergpredigt bringt Jesus eigentlich das Original des neuen Bundes zurück. Darum geht es in der Bergpredigt. Das war der alte Bund, so kennt ihr es durch eure Schriftgelehrten. Ich sage euch, was der neue Bund ist. Der neue Bund ist, Ehescheidung ist nicht gut. Und wie gesagt, Jesus argumentiert von der Schöpfungsordnung her.
[18:30] Schaut mal Malachi 2, diese Idee ist ja auch nicht neu, steht ja schon im alten Testament. Malachi ist, wie ihr alle wisst, altes Testament, richtig? Der letzte Prophet, Malachi Kapitel 2, Vers 16. Was sagt Gott über die Ehescheidung? Malachi 2, Vers 16. Was sagt Gott? Ich hasse die Ehescheidung, sprich der Herr, der Gott Israels und dass man sein Gewand mit Frevel bedeckt. Also, wenn die wirklich das alte Testament richtig gelesen hätten, hätten sie sagen können, oh ja, tatsächlich, wenn ich mich scheiden lasse und einen Scheidebrief gebe, dann gilt das und das Gesetz. Aber Gott hasst die Ehescheidung. Schon im alten Testament wird deutlich, das war nicht Gottes Ideal, 5. Mose 24. Das war nur sein Entgegenkommen. Das war nicht sein Ideal, er hasst es.
[19:23] Schaut mal mit mir in 1. Korinther 7, Vers 4. 1. Korinther 7, Vers 4. Lernen wir mehr über dieses Prinzip der Unauflöslichkeit der Ehe. 1. Korinther 7, Vers 4. Das sind ziemlich weitreichende Verse hier. Die Frau verfügt nicht selbst über ihren Leib, sondern der Mann. Gleicherweise verfügt aber auch der Mann nicht selbst über sein Leib, sondern die Frau. Das geht zurück auf die Schöpfungsordnung, denn Gott sagt, Mann und Frau sollen werden ein Fleisch. Das heißt, die Ehe in Gottes Plan ist so ein enger Bund, dass man sie nicht so leicht auflösen kann, dass man sie gar nicht auflösen kann, bis auf die eine Ausnahme. Und was im alten Bund halt gewesen ist, der alte Bund hatte unbekehrte Herzen. Im alten Bund steht, du sollst nicht Ehe brechen, aber die Gedanken des Ehebuchs sind halt immer noch da, weil die können nur entfernt werden durch den neuen Bund. Und die Gesetze des alten Bundes, die zäunen quasi das unbekehrte Herz nur ein wenig ein, damit nicht total Schaden entsteht. Aber solange das Herz nicht bekehrt ist, kann dieser Vers nicht Realität werden. Solange das Herz nicht bekehrt ist, will das Herz immer selbst bestimmen. Und solange das Herz selbst bestimmen will, ist es nicht bereit, sich völlig an einen Partner auszuliefern. Das ist der ganze Grund bei der Ehescheidung. Bei der Ehescheidung geht es nämlich darum, dass ich sage, ich will jetzt das und nicht mehr dich.
[21:29] Erste Kunde 7 Vers 4. Jetzt schauen wir mal in Vers 10 und 11. Paulus zeigt jetzt, was die Bergpredigt praktisch bedeutet. Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, dass eine Frau sich nicht scheiden soll von dem Mann. Wenn sie aber schon geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit dem Mann. Da könnte man jetzt viel zu sagen, wird so wenig darüber gesprochen, aber wir haben die Zeit jetzt nicht. Aber der Punkt ist ja, die Bibel hat eine deutliche, deutliche Lehre, die leider oft umgangen wird. Man sagt, naja, in meinem Fall ist das anders und ja, hier besondere Umstände und so weiter. Wenn sie aber schon geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet und versöhne sich mit dem Mann und dass der Mann die Frau nicht entlassen soll. Also Jesus sagt das ja deutlich und Paulus macht das noch sehr explizit und zeigt, was dann der Notfallplan ist, wenn eine Scheidung passiert ist.
[22:34] Jetzt gibt es aber eine Ausnahme. Was ist die eine Ausnahme, bei der Gott sagt, ich kenne den Menschen und ich weiß, wenn das passiert ist, dann ist das Vertrauensverhältnis so sehr zerbrochen, dass die Ehe rechtmäßig geschieden werden kann. Was ist die eine Ausnahme? Unzucht. Und das griechische Wort an der Stelle ist Pornäa und jetzt gibt es eine Debatte darüber, was ist Unzucht? Ist Unzucht, wenn der Mann oder auch die Frau beim Spazierengehen sich erwischen lassen, da auf ein Werbeplakat zu schauen? Ist das ein Scheidungsgrund? Also ich meine ein Werbeplakat mit einer leicht bekleideten Person. Ist das ein Scheidungsgrund? Also die Frage ist, es gibt heute die Tendenz, ähnlich wie es zur Zeit von Jesus gab, diesen Begriff Unzucht so weit auszudehnen, dass alles, was irgendwie auf der gedanklichen, wörtlichen Ebene ist, als Unzucht ausgelegt werden könnte, sodass man sich eigentlich quasi wieder fast immer scheiden lassen könnte. Der Punkt ist, wenn Unzucht in der Bibel beschrieben wird, wir lesen ein paar Stellen, dann geht es oft um die tatsächlich ausgeführte Tat. Das ist ein wichtiger Punkt.
[23:57] Schau mal in Johannes 8, Vers 41. Johannes 8, Vers 41. Ihr tut die Werke eures Vaters, da sprachen sie zu ihm, wir sind nicht unehrlich geboren. Wörtlich steht hier eigentlich im Griechischen, wir sind nicht durch Unzucht, durch Pornäa geboren. Also hier steht Pornäa für etwas, das zu einer Geburt führt. Das ist kein Gedanke, kein Wort, sondern eine tatsächliche Tat. Noch ein Beispiel, 1. Korinther 5, Vers 1. Überhaupt hört man von Unzucht unter euch und zwar von einer solchen Unzucht, die selbst unter den Heiden unterhört ist. Das ist nämlich eine, die die Frau seines Vaters hat. Auch hier ist es eine tatsächliche Tat. Schauen wir noch in Kapitel 6, Vers 18. 1. Korinther 6, Vers 18. Auch hier geht es um Tat, nicht um Wort oder um Gedanken. Nun, nicht, dass wir uns missverstehen, die Bibel macht deutlich, schon der Gedanke ist Ehebruch im Sinne, wie Jesus die zehn Gebote auslegt. Und auch falsche Worte sind schon Ehebruch, das ist gar keine Frage. Nur die Frage ist, sind schon falsche Gedanken oder falsche Worte ein Scheidungsgrund? Und weil das wäre so ein bisschen wieder die Idee mit dem Schändlichen, ja das kann man auslegen bis ins Unendliche. Leute sagen ja, ich habe Leute sagen hören, mein Ehepartner hat mehr Zeit mit jemand anders verbracht als mit mir, ich habe das als Unzucht empfunden, als Ehebruch. Aber wenn ich die Bibel richtig verstehe, lasst mich gerne korrigieren, dann ist Unzucht hier in diesem Fall immer eine tatsächliche Tat, die das Vertrauen so sehr bricht, dass man es von dem Ehepartner, der betrogen worden ist, nicht erwarten kann.
[26:04] Übrigens, die Bibel sagt nicht, dass dann eine Scheidung sein muss. Sie erlaubt die Scheidung, aber sie gebietet sie nicht. Und das ist sicherlich ein sehr großes und weites Thema. Gott erlaubt Scheidung bei tatsächlich begangenem Ehebruch, bei tatsächlich begangener Unzucht, aber er gebietet sie nicht. Die Möglichkeit der Vergebung und der Gnade ist immer da.
[26:31] Nun der Punkt ist also, Jesus möchte zeigen, dass die Ehe im Grunde genommen bis auf menschlich nicht ertragbare Ausnahmen, also Unzucht, die Ehe eigentlich unauflöslich ist. Das ist ein Grund, denn die Ehe ist ein Symbol für die Beziehung zwischen Gott und Mensch.
[26:46] Schauen wir uns noch ganz kurze Beispiele an. Epheser 5, Vers 24 bis 28, das kennt ihr, oder? Epheser 5, Vers 24 bis 28, wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allen. Ihr Männer liebt eure Frauen, gleich wie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat, damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort, damit er sie sich selbst darstellt als eine Gemeinde, die herrlich sei, so dass sie weder Flecken noch Runzen noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei. Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. Also Paulus vergleicht die Ehe mit der Verbindung zwischen Christus und seiner Gemeinde, das hat der Paulus aber auch wiederum aus dem Alten Testament. Als Jesus die Ehe hier stärkt in der Bergpredigt, hätten das seine Jünger auch wissen können.
[27:48] Schaut mal, Kettestellen im Alten Testament, wo Gott sagt, ich bin mit euch verheiratet zum Volk, wo Gott im Alten Testament sagt, dass er eine Ehe hat. Hosea sagt, ich will mich euch wieder neu verloben. Schauen wir mal zwei Stellen in Jesaja an. Jesaja 54 Vers 5.
[28:21] Das heißt es, denn dein Schöpfer ist dein Ehemann. Herr der Herrscher ist sein Name und dein Erlöser ist der heilige Israel. Er wird Gott der ganzen Erde genannt. Also schon im Alten Testament sagt Gott, obwohl er quasi in 5. Mose 24 hier diese Ehescheidung erlaubt für die Hartherzigen, sagt er, ich Gott bin wie ein Ehemann. Und je nachdem, wie die Ehe gehandhabt wird, wirft sie ein Licht auf Gott. Wenn der Ehemann 5. Mose 24 missbraucht, um bei jeglichem Missfallen die Frau loszuwerden, dann überträgt sich dieses Denken auf Gott. Denn es ist Gott jemand, der schnellstmöglich uns loswerden will, der im Grunde genommen eigentlich untreu ist.
[29:22] Die Unauflöslichkeit der Ehe, de facto, soll die tatsächliche Unauflöslichkeit des Bundes Gottes mit uns zeigen, also zumindest was Gottes Seite angeht. Von Gottes Seite aus gesehen gibt es keinen Grund, die Ehe mit uns zu kündigen, es sei denn, wir wollen unbedingt nicht mit ihm zusammenleben. Gott schickt uns niemals weg, weil er unsere Nase nicht mag oder weil er irgendwie unzufrieden ist mit uns, sondern wir laufen weg von ihm. Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Deswegen ist dieses Thema von der Ehe so wichtig.
[30:06] Also, zweites Beispiel in der Bergpredigt. Matthäus, Kapitel 5 zurück. Das war also das Beispiel von der Ehescheidung. Schauen wir uns noch kurz das zweite an und zwar über das Schwören. Da wird nun wirklich wenig darüber gesprochen, aber das ist sehr interessant. Schaut mal, Matthäus 5, Vers 33. Wiederum habt ihr gehört, dass zu den Alten gesagt ist, du sollst nicht falsch schwören, du sollst aber dem Herrn deine Schwüre halten. Auch das kommt beides aus der Tora, aus den fünf Büchern Mose. Der erste Teil kommt aus 3. Mose 19, Vers 12 und das andere basiert auf 5. Mose 23, Vers 24. Ist ein bisschen paraphasiert, aber im Grunde genommen derselbe Inhalt. Also, die Juden wussten, Gott hatte gesagt, du sollst nicht falsch schwören.
[30:59] Auf welchem der zehn Gebote basiert diese Angabe über das Schwören? Welches Gebot wird damit genauer erklärt? Das dritte Gebot. Das dritte Gebot sagt, du sollst den Namen deines Herrn Gottes nicht missbrauchen. Und so haben die Juden also gesagt, okay, wir dürfen nicht bei Gott schwören. Wenn ich also lügen will, kann ich nicht im Namen Gottes schwören, weil dann geht es mir schlecht. Weil das Gebot sagt, du sollst den Namen Gottes deines Herrn nicht missbrauchen. Für das, was jetzt gleich kommt, ist es wichtig zu wissen, was das eigentliche Problem war, wie die Juden damit umgegangen sind.
[31:52] Schaut mal, Matthäus 23 und dort Vers 16. Wir wollen jetzt erst mal verstehen, mit welchem Problem oder welches Problem Jesus eigentlich quasi anspricht. Und dann wird vieles sehr viel deutlicher. Vers 16. Wer euch ihr blinden Führer, die ihr sagt, wer beim Tempel schwört, das gilt nichts. Wer aber beim Gold des Tempels schwört, der ist gebunden. Oder Vers 18. Und wer beim Brandopferaltar schwört, das gilt nichts. Wer aber beim Opfer schwört, das darauf liegt, der ist gebunden. Also was war das Problem? Das Problem war, die Juden wollten gerne die Unwahrheit sagen. Also nicht die Juden im Ganzen, aber unter den Juden gab es jemand, der wollte gerne die Unwahrheit sagen. Er wollte gerne betrügen. Er hat sich aber nicht getraut zu sagen, so wahr Gott lebt. Also geben wir mal ein Beispiel. Nehmen wir mal an, jemand möchte, einer wollte dem anderen was verkaufen. Nehmen wir mal an, jemand wollte dem anderen eine Kuh verkaufen. Und er weiß, meine Kuh ist krank. Aber das will er nicht sagen, weil er möchte viel Geld bekommen. Also fragt der andere, ist deine Kuh auch wirklich gesund? Und er weiß in seinem Herzen, sie ist nicht wirklich gesund, aber ich muss sie ja mir jetzt bekunden. Und damit er mir glaubt, muss ich schwören, dass sie gesund ist. Aber ich kann nicht bei Gott schwören, weil wenn ich bei Gott schwöre und etwas Falsches sage, habe ich ein Problem. Weil das Gebot sagt ja, du sollst den Namen Gottes nicht missbrauchen. Also schwöre ich beim Tempel. Ich schwöre beim Tempel, dass diese Kuh gesund ist. Okay, alles klar. Das ist ja ein gewaltiger Schwur. Ich war beim Tempel, dann haben wir einen Vertrag unterschrieben, dann hat man die Kuh verkauft. Jetzt merkt der Käufer, die Kuh ist krank und sagt, hey, du hast betrogen, du hast geschworen beim Tempel, dass die Kuh gesund ist. Und jetzt hat er gesagt, das Kleingedruckte hättest du lesen müssen, denn nach der pharisäischen Auslegung gilt ein Schwur beim Tempel nicht. Hätte ich beim Gold des Tempels geschwört, dann hätte der Vertrag bestanden. Aber so gilt er gar nicht. Der Vertrag gilt nicht, weil ich habe nur beim Tempel geschworen, nicht beim Gold des Tempels. Oder er hätte beim Altar schwören können und dann hätte der Pharisäer, der wäre ja zum Gericht gekommen, dann hätte der Richter gesagt, der Pharisäer, dieser Vertrag ist null und nichtig, weil er hat nur beim Tempel geschworen und nicht beim Gold des Tempels.
[34:46] Das heißt, was sie gemacht haben, sie haben quasi ein System geschaffen, wo man legal betrügen konnte, wo man ja sagen konnte und nein meinen konnte, aber alles war sozusagen innerhalb des Gesetzes, weil die Pharisäer gesagt haben, ja, dabei kannst du schwören und es macht nichts, aber wenn du dabei schwörst und es ist falsch, dann hast du ein Problem. Das war das Problem. Sie wollten, deswegen haben sie nie den Namen Gottes genommen, weil sie wussten, wenn ich den Namen Gottes nehme, das ist schon verboten. Aber über alles andere sagt die Bibel ja nichts. Die Bibel sagt ja nicht, du sollst den Namen des Tempels nicht missbrauchen. Ganz genau, sie haben es bei Vater und Mutter genauso gemacht, wo sie gesagt haben, wer das und das macht, der braucht seinen Eltern nicht mehr gehorsam sein und so weiter. Sie haben also diese extra Tricks und Regeln gemacht, um irgendwie so drumherum zu kommen und das muss man also sozusagen im Hinterkopf haben, worum es geht.
[35:46] Jetzt schauen wir mal, in was Jesus dazu sagt. Matthäus 5 Vers 34 und 35. Er sagt, ich aber sage euch, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs. Also was Jesus jetzt macht, ist sehr simpel. Er sagt, okay, ihr traut euch nicht, bei Gott zu schwören, weil ihr Angst habt wegen dem dritten Gebot. Ihr wollt, wegen der Herzensherdigkeit, unbekehrt, nicht wahr, wie sie sind, ihr wollt gerne betrügen, aber ihr habt Angst davor, bei Gott zu schwören. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt. Manchmal ist man böse im Herzen, aber man hat irgendwie so ein bisschen, man hat so ein bisschen Skrupel, so weit zu gehen, dass man es im Namen Gottes macht, das Böse. Also selbst der Unbekehrte hat oftmals noch so ein bisschen Achtung, so vor dem ganz offensichtlich Geistlichen.
[36:46] Aber jetzt sagt Jesus, hey, wenn ihr beim Himmel schwört, wer gehört denn der Himmel? Es ist Gottes Thron, und wenn er bei der Erde schwört, ist er der Schemel seiner Füße. Das übrigens ist ein Zitat, auch aus dem Alten Testament, ganz kurz. Lasst mal euren Finger hier drin. Hier sah ja 66, da seht ihr dann jetzt wieder, dass Jesus die Bergpredigt, das ist fast alles aus dem Alten Testament. Hier sah ja 66, und dort Vers 1, so spricht der Herr, der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel für meine Füße. Was für ein Haus wollt ihr mir denn bauen, oder wo ist der Ort, an dem ich ruhen soll? Also es geht ja auch um den Tempel dann. Also der Punkt ist, Gott ist im Himmel, Gott ist auf der Erde, Gott ist in Jerusalem. Das war jetzt, was er gesagt hat, schwört nicht bei Jerusalem, denn sie ist des großen Königs Stadt. Woher kommt diese Idee, des großen Königs Stadt? Schon mal gehört? Jerusalem, die Stadt des großen Königs?
[37:45] Psalmen, wo Psalmen? Das kann man mal sehen, wie sehr die Hörer von Jesus das alles gekonnt haben mussten, weil Jesus zitiert das alles, so als ob sie es kennen. Das ist aus den Psalmen. Schaut mal, Psalm 48. Also ihr kennt ja schon jetzt diesen Hauptpunkt von mir, nicht wahr? Die Bergpredigt ist eine Predigt aus dem Alten Testament. Psalm 48, Vers 2 und 3. Groß ist der Herr und hoch zu loben in der Stadt unseres Gottes, auf seinem heiligen Berg. Schön erhebt sich die Freude der ganzen Erde, der Berg Zion auf der Seite des Nordens, die Stadt des großen Königs. Könnt ihr das sehen? Das ist genau das, was Jesus zitiert. Jerusalem ist die Stadt des großen Königs. Wem gehört Jerusalem? Gott. Er sagt also, hey, wenn ihr beim Tempel schwört, schwört ihr eigentlich bei Gott. Wenn ihr bei Jerusalem schwört, schwört ihr bei Gott. Wenn ihr beim Himmel schwört, schwört ihr bei Gott. Ihr kommt um das dritte Gebot nicht drumherum. Das ist der Punkt. Sie wollten um das dritte Gebot drumherum kommen. Sie haben gedacht, wir sagen ja nicht Gott. Wir schwören halt beim Tempel. Er sagt, der Tempel gehört Gott. Gott wohnt im Tempel. Ihr schwört bei Jerusalem, aber Jerusalem gehört Gott. Das heißt, ihr habt zwar nicht den Namen Gott gesagt, übertretet aber trotzdem das dritte Gebot. Das ist der Punkt.
[39:17] Was Jesus also zeigt ist, im alten Bund, das ist ja das Problem beim alten Bund. Der alte Bund hat zwar das Gesetz schriftlich, aber alles, was dort nicht schriftlich steht, scheint erlaubt zu sein. So interpretiert das das unbekehrte Herz. Ist ja nicht verboten. Kann ich ja machen. Aber der neue Bund zeigt, es geht um das Prinzip. Jetzt geht noch weiter. Also beim Himmel kann man nicht schwören, weil Gott wohnt da. Auch bei der Erde kann man nicht schwören, denn Gott hat seine Füße auf der Erde. Er ist der Schemel seiner Füße. Bei Jerusalem kann man nicht schwören, denn es ist die Stadt des großen Königs, die Stadt Gottes. Jetzt geht es weiter in Matthäus 5. Da sagt der Vers 36, auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören, denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen. Warum darf ich nicht bei meinem eigenen Haar schwören? Weil es auch Gott gehört. Es gehört auch Gott. Warum gehört mein Haar Gott? Er hat mich geschaffen und erlöst. Ellen White sagt, alles was wir sind und haben, alles was um uns herum ist, hat einen doppelten Stempel. Den Stempel geschaffen bei Gott und erlöst von Gott. Erlöst durch Jesus. Und deswegen, egal bei was ich schwöre, ich schwöre letztendlich immer bei dem was Gott gehört. Ich kann also niemals nichts finden, wo ich sage, hier kann ich eine Unwahrheit sagen und das schwore, ohne dass ich was befürchten muss, weil ich bin ja mit dem dritten Gebot in Übereinstimmung. Das gibt es nicht. Das ist der Punkt von Jesus.
[40:52] Übrigens, konnten die damals ihre Haare nicht färben. Warum sagt er, du kannst dein Haar nicht weiß oder schwarz machen? Hatten die damals schon Haarfärberei? Konnten die damals ihre Haare färben? Oder ist Jesus Wort jetzt nicht mehr gültig, weil heute kann man ja weiße Haare schwarz machen, oder? Sollte ich vielleicht auch mal anfangen. Geht das noch?
[41:27] Schaut, kann ein Mensch sein weißes Haar schwarz machen? Nein, er kann es schwarz anmalen, aber es bleibt ein weißes Haar. Der Punkt ist, was Jesus hier sagt, es gab damals schon Haarfärberei. Schon zur Zeit der Römer, ganz interessant. Das war gerade im Nahen Osten sehr beliebt, sich die Haare zu färben. Das war gut bekannt. Aber die Genetik selbst eines Haares, klein und unbedeutend, wie es scheinen mag. Gott hat es geschaffen und kein Mensch verfügt über sein Haar, ob es weiß oder schwarz oder sonst was ist. Wir können zwar was damit machen, wir können es anmalen, wir können es einfärben, aber das Haar selbst bleibt Gottes Haar. Der Punkt ist also, wir haben alles von Gott.
[42:29] Jetzt habe ich eine Frage an euch. Gemäß dessen, was wir jetzt studiert haben, darf man vor Gericht schwören, ja oder nein? Gemäß dessen, was wir gerade studiert haben, darf man vor Gericht schwören, ja oder nein? Wenn ihr also vor Gericht kommt, also hoffentlich nicht als Angeklagte, sondern als Zeugen, also wenn ihr in Stuttgart oder so vor das Gericht geladen seid, weil ihr einen Unfall gesehen habt oder einen Überfall oder was und ihr werdet gebeten zu schwören, dass ihr die Wahrheit sagt, dürfte man das als Christ tun, ja oder nein? Die Amerikaner schwören auf die Bibel, ja? Also was meint ihr?
[43:10] Okay, wer ist unser Vorbild in dieser Frage? Wer wäre unser bestes Vorbild? Jesus. Stand Jesus mal vor Gericht? Wurde er gebeten unter Eid auszusagen? Schauen wir mal in Matthäus 26. Matthäus 26 Vers 63. Wichtiger Punkt, weil manche haben darüber ein bisschen so Frage, soll ich, soll ich nicht, darf ich, darf ich nicht, ja? Interessant, in der Bibel gibt es hier klare Auskunft. Matthäus 26 Vers 63, Jesus aber schwieg und der Hohepriester begann und sprach zu ihm, ich beschwöre dich. Das heißt in anderen Worten, ich frage dich jetzt unter Eid, bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes. Der Hohepriester sagt jetzt vor dem Sanhedrin, das ist jetzt die Frage der Fragen unter Eid. Kannst du vor Gott schwören? Jetzt musst du die Wahrheit bekennen. Bist du der Messias, ja oder nein? Jesus sagt zu ihm, ich darf nicht schwören, deswegen kann ich dir nicht antworten. Sagt er das? Nein. Hätte er aber sagen müssen, wenn er bei der Bergpredigt gemeint hätte, dass man niemals schwören darf. Ja, also wenn die Bergpredigt meint, dass man niemals schwören darf, hätte er jetzt sagen müssen, ich darf darauf nicht antworten. Das ist übrigens, was Ellen White sagt, aber er sagt es nicht. Er sagt, du hast es gesagt, er sagt unter Eid, ich bin der Messias. Warum? Das ist die Wahrheit und wie Ellen White mal so schön sagt, unter allen Menschen gibt es niemanden, der so qualifiziert dafür ist, unter Eid vor Gericht auszusagen wie Christen, weil niemand sollte so wahrhaftig sein wie Christen.
[44:58] Wie ich versucht habe zu erklären, bei der Bergpredigt hier geht es nicht um das Schwören vor Gericht. Es geht nicht darum, wenn ich jetzt die Wahrheit sagen will und ich habe die Wahrheit im Herzen, darf ich das, darf ich sagen, so wahr Gott lebt, Gott ist mein Zeuge. Paulus sagt das übrigens ganz oft. Er sagt, Gott ist mein Zeuge, ich lüge nicht. Gott ruft oft, Paulus ruft oft Gott zu seinem Zeugen an und sagt, ich schwöre bei Gott, ich wollte zu euch kommen. Ich schwöre bei Gott, ich habe es mir schon oft vorgenommen, Gott ist mein Zeuge. Ein Christ kann das machen, weil ein Christ sollte immer unter dem Bewusstsein leben, dass Gott gegenwärtig ist und ein Christ sollte immer die Wahrheit sagen. Darum geht es aber bei der Bergpredigt nicht. Bei der Bergpredigt geht es um dieses Schwören der Juden. Könnt ihr euch daran erinnern? Die Idee ist, die wollten gerne die Unwahrheit sagen, aber nicht mit dem Gebot in Konflikt kommen. Darum geht es. Der unbekehrte Jude im Volk Gottes dachte, ich will gerne betrügen, aber ich will nicht mit Gottes Gebot in Übertretung sein. Deswegen schwöre ich beim Tempel und wir machen nicht wahr die extra Regel, wenn ich bei dem Goldes Tempel schwöre, dann gilt es was, aber beim Tempel nicht. Und zu dieser Praxis sagt Jesus, hört ganz damit auf. Egal wie du schwörst, wenn es nicht die Wahrheit ist, ist es egal, ob du beim Tempel schwörst oder bei Gott oder bei deinem eigenen Haar, es ist immer falsch, denn du verfügst über diese ganzen Sachen nicht. Es ist immer bei Gott. Der Punkt ist also, schwöre gar nicht erst, wenn du nicht bei Gott schwören kannst. Das ist der Punkt.
[46:38] Und jetzt wird auch deutlich, dass sehr deutlich, wenn man im nächsten Vers liest, in Vers 37. Letzter Text heute, Vers 37. Dort heißt es, es sei aber eure Rede, ja, ja, nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Bösen. Jetzt, das ist auch ein bisschen missverständlich, oder? Soll man jetzt jedes Jahr wiederholen? Ja, ja, nein, nein. Der Vers wird am besten erklärt durch Jakobus. Schaut mal Jakobus, lasst mal euren Finger drin. Jakobus 5, da werdet ihr sehen, wie das alles zusammenpasst. Jakobus 5 und dort Vers 12. Das heißt es, Jakobus 5, Vers 12, ihr seht den direkten Zusammenhang hier, vor allem aber, meine Brüder, schwört nicht, weder bei dem Himmel, noch bei der Erde, noch bei irgendeinem anderen Eid. Ihr seht, das ist wie eine Bergpredigt, ja? Euer Ja soll ein Ja sein und euer Nein soll ein Nein sein, damit ihr nicht unter ein Gericht fallt.
[47:43] Also Jakobus sagt das Gleiche, aber er sagt, ja, ja, ist eigentlich nicht, wie soll ich sagen, es ist nicht so ein Ja, ja, so Aufzählung, sondern was Jesus sagt ist, ein Ja ist ein Ja. Nicht Ja, kleingedrucktes Komma, nein. Ja soll bedeuten Ja und wenn ich sage Nein, soll es was bedeuten? Nein. Was Jesus möchte, ist, dass wir die Wahrheit sagen. Wenn es aber ist, wenn mein Nein ist, wenn ich sage Nein, aber ich meine Nein, aber im Falle habe ich eine Hintertür, dann heißt es eigentlich doch Ja. Das ist vom Bösen. Ja, ja heißt, ein Ja ist ein Ja und ein Nein ist ein Nein und was Ellen White weiterhin sagt, ist sehr schön, sie sagt, eigentlich bräuchte man gar nicht schwören, wenn man die Wahrheit sagt und dann ist nur noch der Fall vor Gericht, ja, wenn man vor Gericht vielleicht mal vorgeladen wird, ja und dann sozusagen, dann kann man das ohne weiteres tun, aber man muss immer die Wahrheit sagen, ohne Kompromisse, ohne Falschheit, ohne den Anschein von Betrug und das ist ein, glaube ich, sehr wichtiges Thema, wenn wie oft sagen wir vielleicht tatsächlich, meine ich mal, ja, ja, meinen aber eigentlich Nein, vielleicht aus falsch verstandener Höflichkeit. Das ist Lüge, ohne Frage, ja, aber wie oft kommt es vor, dass wir Ja sagen und dann merken, dass wir uns damit selbst einen Schaden zufügen und wir sagen plötzlich, ah, das habe ich gar nicht so gemeint.
[49:53] In dem Psalm heißt es, die Frage, wer darf bei Gott sein, die, die zu ihrem eigenen Schaden schwören, die also etwas schwören oder sozusagen etwas sagen und selbst dann dazu stehen, wenn sie merken, das schadet mir. Ich habe das gesagt, ich habe das versprochen, dass, wenn ich jetzt einen Nachteil dadurch habe, es bleibt dabei, ich versuche nicht drumherum zu kommen. Ja, ganz genau, ein ganz ganz wichtiger Punkt, als der Pharisäer sagt, ich kann es unter Eid aussagen, da wusste er, wenn ich jetzt Ja sage und Ja meine, bin ich tot. Er hätte sagen können, weißt du, nicht in dem Sinne, wie du meinst oder so, er hätte Nein sagen können und Ja meinen vielleicht, ja, und wir hätten gesagt, oh, klug, nein, nein, nein, Ja meint Ja und Nein meint, wenn ich also Nein meine, sollte ich auch Nein sagen. Immer höflich, wie die Bibel sagt, immer mit Gnade, eure Worte immer in Gnade, ja, mit Salzgewürz, aber Nein soll Nein sein und Ja soll Ja sein und das ist sehr wichtig.
[50:59] Schaut mal in Offenbarung 14, Offenbarung 14 Vers 5 und ich glaube, das hat eine praktischere Bedeutung, als wir noch mal glauben. Die 144.000 werden explizit erkannt, unter anderem daran in Offenbarung 14 Vers 5 und in ihrem Mund ist kein Betrug gefunden worden, denn sie sind unstrittig vor dem Thron Gottes. Die Bergpredigt hat was mit der Vorbereitung auf das Ende zu tun. In der Bergpredigt wird deutlich, wenn ich Ja meine, soll ich auch Ja sagen, wenn ich Nein meine, sollte ich auch Nein sagen. Jede Art von Betrug ist eigentlich Selbstbetrug. Wenn ich denke, na ja, ich habe es jetzt betrogen, aber ich bin mit Gott im Reinen, weil ich habe nicht bei Gott geschworen, dann ist das ein Selbstbetrug, denn egal wen ich jetzt betrogen habe, ich habe Gott angegriffen, weil alles gehört Gott, Himmel, Erde, Tempel, selbst mein Haar, egal ob schwarz oder grau ist und in der Hinsicht, was also Jesus wieder tut, er führt von dem alten Bund, wo das Herz umgekehrt ist und man sagt, ich habe ja nicht das dritte Gebot übertreten, hin zum neuen Bund, wo man wirklich dem Sinn nach, nach dem Gesetz lebt, die man mit Jesus zusammen lebt.
[52:18] Schaut mal, was Ellen White sagt, letztes Zitat hier, sie sagt, alles, was Christen tun, sollte so transparent sein wie das Sonnenlicht. Das ist interessant. Alles, was Christen tun, sollte so transparent sein wie das Sonnenlicht. Wahrheit ist von Gott, Verführung in all ihren tausenden Formen ist vom Satan. Jeder, der in irgendeiner Weise von der geraden Linie der Wahrheit abweicht, betrügt sich selbst in die Macht des Bösen. Es ist keine leichte Sache oder kein Kavaliersdelikt, wenn man nicht die exakte Wahrheit sagt. Also sehr, sehr deutlich, wir sollten die Wahrheit lieben und Jesus sagt, alles andere, wenn nicht ja, ja ist, sondern ja Sternchen und Plus und Minus und Kleingedrucktes, das ist vom Bösen. Ganz genau, so hat der Satan im Himmel begonnen, der hat gesagt, ja, Fußnote, ich liebe Gott, ja, Fußnote. Deswegen sagt er, alles andere ist vom Bösen. Der Satan ist der Erfinder, ist der Vater der Lüge, Johannes 8, Vers 44. Die Bergpredigt fordert uns auf, die Wahrheit zu sagen und niemanden zu betrügen.
[54:02] Wollen wir das uns vornehmen durch Gottes Hilfe, dass er das in unserem Leben bewirkt, dass wir auch einmal ohne falsch sein können? Vers 144. Amen. Lass uns noch gemeinsam beten.
[54:21] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen für das Studium heute Abend, dass wir aus deinem Wort haben konnten. Wir danken dir, dass wir diese Bergpredigt immer besser verstehen können. Viele Texte, die oft erwähnt werden, manchmal ohne, dass sie richtig verstanden werden, werden so viel klarer, wenn wir sie im Licht deines Wortes studieren und wir danken dir, dass du uns zeigst, Stück für Stück, dass es in der Bergpredigt immer darum geht, dass wir von einer theoretischen Religion zu einer praktischen Erfahrung mit dir kommen, vom alten Bund zum neuen Bund, dass wir lernen, was dein Wort uns wirklich zu sagen hat. Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass wir, so wie wir verheiratet sind, die Ehe hoch achten und halten als ein Sinnbild deiner Beziehung zu uns. Wir möchten dich bitten, dass du uns die Gnade schenkst, dass wir immer bewusst werden, wenn wir in der Gefahr stehen, nicht die ganze Wahrheit zu sagen, dass wir von dir lernen und niemals verführen oder betrügen, sondern immer die Wahrheit sagen. Immer in Liebe, immer mit Gnade, immer beim Herzig und taktvoll, aber niemals, um Menschen in die Irre zu führen. Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns so ein aufrichtiges und reines Herz schenkst, das nur durch das Blut von Jesus Christus möglich ist. In seinem Namen bieten wir. Amen.
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