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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt aus der Serie „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp einen zentralen Abschnitt der Bergpredigt Jesu. Er erklärt, wie die traditionelle Auslegung des Gebots, den Nächsten zu lieben und den Feind zu hassen, von den Pharisäern pervertiert wurde. Jesus korrigiert diese Fehlinterpretation und betont die radikale Feindesliebe als Kennzeichen wahrer Gotteskindschaft und als Weg zur Vollkommenheit. Die Predigt unterstreicht die Notwendigkeit des Heiligen Geistes, um diese göttliche Liebe im eigenen Leben umzusetzen und so dem Wesen Gottes, der die Liebe ist, näherzukommen.

In dieser Predigt aus der Serie „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp einen zentralen Abschnitt der Bergpredigt Jesu. Er erklärt, wie Jesus das Gebot der Nächstenliebe aus dem Alten Testament neu auslegt und die traditionellen Einschränkungen der Pharisäer aufhebt. Im Fokus steht die radikale Aufforderung zur Feindesliebe als Kennzeichen wahrer Gotteskindschaft und als Weg zur Vollkommenheit, die in der Barmherzigkeit Gottes wurzelt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserer Serie "Der Ersehnte". Auch im Jahre 2018 wollen wir uns mit dem Leben von Jesus beschäftigen und chronologisch all die Geschichten, Gleichnisse und Predigten betrachten. Wir sind gerade mittendrin in der Bergpredigt. Da wollen wir heute weitermachen mit einem der wichtigsten Abschnitte überhaupt. Also gut, dass ihr da seid, die heute hier sind, und gut, dass ihr eingeschaltet habt, und alle, die ihr jetzt auf www.joelmedia.de später das auch noch anschauen werdet.

[1:07] Bevor wir beginnen, würde ich vorschlagen, dass wir mit einem Gebet starten und dazu niederknien. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir jetzt dein Wort studieren können. Danke für die Gelegenheit, daraus all das herausziehen zu können, was du hineingelegt hast für unsere Belehrung, für unsere Überführung, dass wir zurechtgewiesen werden, dass wir erzogen werden in der Gerechtigkeit. Wir möchten dich bitten, dass dieses Wort, das wir jetzt studieren werden, wirklich ein Licht auf unserem Weg ist, dass es uns ermutigt, stärkt und dass wir die Worte, die Jesus damals in der Bergpredigt ausgesprochen hat, zu unserem Maßstab machen. Und wir danken dir, dass du verheißen hast, dass das nicht nur Worte sind, sondern dass in den Worten die Kraft ist, die uns befähigt, diese Worte auch umzusetzen. So möchten wir dich bitten, dass du jetzt mitten unter uns bist. Du hast verheißen, wo zwei oder drei in deinem Namen versammelt sind, da bist du mitten unter ihnen und dass die Kraft deines Wortes zu uns sprechen wird. Im Namen Jesu, Amen.

[2:17] Gut, ihr Lieben, heute haben wir ein Paradestück der Bergpredigt, eines der wichtigsten Abschnitte überhaupt. Wir haben begonnen mit der Bergpredigt, mit den Seligpreisungen. Jesus hat das Wesen des Evangeliums erklärt, die Rechtfertigung, die Heiligung. Dann hat er deutlich gemacht, dass alle, die ihm nachfolgen, Salz und Licht sind und dass keineswegs die Botschaft von Jesus das Alte Testament ersetzt. Er hat deutlich gemacht: "Ich bin nicht gekommen, das Gesetz und die Propheten aufzulösen, sondern zu erfüllen." Und die ganze Bergpredigt zeigt, dass die Botschaft von Jesus das ist, was eigentlich schon im Alten Testament stand. Wir haben das bei den Seligpreisungen gesehen, all die Seligpreisungen sind alttestamentlich in ihrem Charakter. Und wir haben dann gesehen, dass Jesus Schritt für Schritt erst über die Zehn Gebote spricht, über das Gesetz und deutlich macht, wie das eigentlich wirklich gemeint war, schon im Alten Testament, schon am Berg Sinai. Und dann, wie er über verschiedene andere Gesetze gesprochen hat, mit dem Schwören zum Beispiel, mit der Ehescheidung. Und das letzte Mal haben wir gesprochen über dieses Prinzip "Auge um Auge, Zahn um Zahn". Das, was viele einfach nur als mosaisches Gesetz abtun, ist in Wirklichkeit ein fundamentales Prinzip. Und wir haben gesehen, wie das wirklich gemeint war. Jesus erklärt in der Bergpredigt, die Botschaft des Alten Testaments ist so, dass man sie jetzt wirklich nicht mehr missverstehen kann. Und im Zusammenhang mit dieser Botschaft von "Auge um Auge, Zahn um Zahn", wo Jesus also deutlich macht, dass es im Grunde genommen ja darum geht, dass wir bereit sind, die extra Meile für jemanden zu gehen. Ja, wenn wir aufgefordert sind, eine Meile mit jemandem zu gehen, noch eine weitere Meile zu gehen, wo es also darum geht, Opfer zu bringen. Ja, da fügt Jesus jetzt vielleicht einen der wichtigsten Abschnitte der ganzen Bergpredigt an. Wir fangen mal in Matthäus 5, Vers 43 an. Und diese Verse von Vers 43 bis 48 sind fast wie das Herz der Bergpredigt. Hier schlägt das Herz Gottes. Und das ist keine Übertreibung. Vers 43: "Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen." Also abgeleitet von diesem Prinzip: Wenn dich jemand schlägt, halt ihm die andere Wange hin. Wenn dich jemand zwingt, eine Meile zu gehen, geh noch eine weitere mit ihm. Jesus geht jetzt noch einen Schritt weiter und sagt, wir sollen nicht einfach nur Opfer bringen, wir sollen nicht einfach nur Gutes, also das Böse mit Gutem vergelten, sondern er bezieht sich jetzt auf einen entscheidenden Vers und erklärt ihn. "Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen." Frage an euch: Aus welcher Bibelstelle kommt dieses Zitat? Was würdet ihr sagen? Aus welcher Bibelstelle kommt dieses Zitat? Woher zitiert Jesus, wenn er sagt: "Ihr habt gehört, dass gesagt ist?" Schauen wir mal in 3. Mose 19, Vers 18. Dort heißt es: "Du sollst nicht Rache üben, noch Groll behalten gegen die Kinder deines Volkes." Das war ja das, was wir besprochen hatten. Wenn dich jemand schlägt, sollst du nicht zurückschlagen, sollst bereit sein, lieber Unrecht zu erdulden, als dich selbst zu verteidigen. "Du sollst nicht Rache üben, noch Groll behalten gegen die Kinder deines Volkes, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der Herr." Also ihr könnt ja sehen, wie das Prinzip von "Ich soll mich nicht selbst rächen", was er vorher in der Bergpredigt erzählt hat, gepredigt hat, jetzt mit der Nächstenliebe verknüpft ist. "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Aber hatte Jesus nicht etwas anderes zitiert? Schaut doch mal zurück in Matthäus 5. In Matthäus 5, Vers 43 sagt Jesus: "Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen." Woher kommt denn das "und deinen Feind hassen"? Welcher Bibeltext sagt: "Du sollst deinen Feind hassen?" Hier kommt die spektakuläre Antwort: Diesen Text gibt es nicht. Mit anderen Worten, zuerst hat Jesus in der Bergpredigt die Zehn Gebote analysiert und gesagt: "Nicht wahr, so ist es wirklich gemeint." Dann hat er andere biblische Gebote besprochen und jetzt kommt er zu einem Gebot, das es gar nicht in der Bibel gibt, nämlich: "Du sollst deinen Feind hassen." Von wem haben das denn die Juden gehört: "Du sollst deinen Feind hassen?" Wer hat das wohl gesagt: "Du sollst deinen Feind hassen?" Die Pharisäer. Jetzt spricht er über die Aussagen der Pharisäer, die gar nicht biblisch sind, weil Jesus wusste, im Denken der Juden gab es die Zehn Gebote, es gab die anderen biblischen Zeremonialgesetze und dann gab es auch noch die ganzen Zusatzregeln der Pharisäer, die gesagt haben: "Du musst das machen, das machen, das machen, das machen, das machen." Und was die Pharisäer gemacht haben, sie haben einen Bibelvers genommen, wie zum Beispiel: "Du sollst deinen Nächsten lieben" und haben ihre eigene Zusatzregel drangesetzt und gesagt: "Du sollst deinen Nächsten lieben, aber deinen Feind sollst du hassen." Frage: War das die Intention von 3. Mose 19, 18? Wenn es heißt: "Du sollst deinen Nächsten lieben", war damit gemeint: "Du sollst deinen Nächsten lieben, aber deinen Feind sollst du hassen?" War das die Intention Gottes? Nein, die Pharisäer hatten einen entscheidenden Bibelvers umgedreht in der Bedeutung, sie haben ihn pervertiert. War dieses Gebot in 3. Mose 19, 18: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst", war das ein wichtiges oder ein unwichtiges Gebot? Sehr wichtig. Wie wichtig war das Gebot? Ja, das stimmt, alle Gebote von Gott sind wichtig. Ja, es ist so wichtig, dass Jesus mehrmals gesagt hat, dieses Gebot ist neben dem Gebot: "Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt" und das andere ist ihm vergleichbar: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Das ist die Zusammenfassung des gesamten Gesetzes Gottes. Das heißt, was Jesus jetzt macht, er zeigt: Schaut mal, hier gibt es ein Zitat, ein Bibelvers, den er gut kennt: "Du sollst deinen Nächsten lieben", aber ihr kennt ihn immer mit der Zusatz, mit dem Zusatz der Pharisäer: "und deinen Feind hassen." Was macht dieser Zusatz zu diesem biblischen Gebot? Also, was war die Intention Gottes, wenn er gesagt hat: "Du sollst deinen Nächsten lieben?" Was wollte er? Welches Prinzip wollte er damit ausdrücken? Gottes Prinzip? Genau, die Liebe Gottes sollte eigentlich in den Vordergrund gerückt werden, aber durch diesen Zusatz: "Du sollst deinen Feind hassen", ist das ganz schön eingeschränkt worden, oder? Weil, welche Frage müsste man sich jetzt stellen, wenn das stimmt, was die Pharisäer sagen: "Du sollst deinen Nächsten lieben, aber deinen Feind sollst du hassen." Welche Frage kommt automatisch aus diesem Zusatz heraus? Wer ist mein Feind? Oder anders ausgedrückt: Wer ist mein Nächster? Wer ist mein Nächster? Denn wenn ich meinen Nächsten lieben soll, aber meinen Feind hassen soll, muss ich die Frage stellen: Naja, wer ist mein Nächster, oder? Weil, wenn es stimmen würde, konjunktiv, dass ich die einen lieben soll, meine Nächsten, aber die Feinde soll ich hassen. Die Pharisäer haben gesagt: "Die Römer sind unsere Feinde, die hassen wir, und die Samariter sind unsere Feinde, die hassen wir, und alle anderen Ausländer sind auch unsere Feinde, die hassen wir." Und wenn ich ein Pharisäer bin, sind die Sadduzäer meine Feinde, die hasse ich, und alle, die nicht so leben wie ich, sind meine Feinde, die hasse ich. Und plötzlich bleibt kaum noch jemand übrig, der mein Nächster ist. Kennt ihr jemand in der Bibel, der gefragt hat: "Wer ist mein Nächster?" Genau, schaut mal in Lukas 10. Das ist der Grund, warum der gefragt hat. Man fragt sich ja, was für eine komische Frage: "Wer ist mein Nächster?" Schaut mal in Lukas 10, Lukas 10, Vers 29, ganz bekannte Geschichte. Lukas 10, Vers 29: "Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Und wer ist mein Nächster?" Als Gott das Gebot gab in 3. Mose 19: "Du sollst deine Nächsten lieben." Welche Menschen hat er gemeint? Alle, richtig? Aber durch diesen Zusatz, die Juden haben gesagt: "Na, mit Nächster ist nicht alle gemeint, sondern nur bestimmte." Und nur, wenn man denkt, mit Nächster sind bestimmte gemeint, dann muss man die Frage stellen: "Ja, wer ist mein Nächster?" Deswegen, im Kontext, hatte ja jemand gefragt: "Was muss ich tun, um ewiges Leben zu bekommen?" Und Jesus sagt: "Was liest du im Gesetz?" "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzer Seele, von ganzem Herzen, von ganzer Kraft und so weiter, und deine Nächsten wie dich selbst." Und er sagt: "Ja, ja, ja, meine Nächsten wie mich selbst, aber ich muss ja meine Feinde hassen. Also, wer ist mein Nächster?" Und dann kommt die berühmte Gleichnisform oder die Geschichte vom barmherzigen Samariter. Die Samariter waren, bezüglich der Juden, was für eine? Freunde oder Feinde? Feinde. Deswegen nimmt Jesus bewusst eine Geschichte von Feinden und zeigt das Prinzip der Liebe anhand der Feinde. Und das ist jetzt genau das, was er in der Bergpredigt auch macht. Er sagt: "Ihr habt gehört, du sollst deine Nächsten lieben, aber deine Feinde hassen. Ich aber sage euch..." Was macht Jesus in der Bergpredigt? Er bestätigt die Zehn Gebote, erklärt, wie sie wirklich gemeint sind. Er bestätigt die anderen biblischen Gebote, erklärt, wie sie wirklich gemeint sind. Er vertieft sie bei der Ehescheidung, und die Pharisäerzusätze streicht er weg damit, weil die verhindern den Blick auf das Reich Gottes. Also, schauen wir mal zu in Matthäus 5, was Jesus sagt stattdessen. "Ich aber sage euch..." Dieser Zusatz der Pharisäer, der ist interessanterweise ja, auch wenn ihr das lest, der ist nicht in Anführungsstrichen, oder? Weil vorher, wenn es heißt: "Ihr habt gehört, wie zu den Alten gesagt ist", Anführungsstriche oben, "du sollst nicht töten", Anführungsstriche unten, oder "du sollst nicht Ehe brechen". Aber dieser Zusatz ist nicht in Anführungsstrichen, weil Jesus wusste, das kommt nicht aus der Bibel, das ist nur Tradition. Also, in der Bergpredigt bestätigt Jesus das Gesetz Gottes, er bestätigt das Alte Testament und er verwirft die Tradition, die sich auf das Gebot Gottes gelegt hat. "Ja, du sollst deinen Nächsten lieben, aber deinen Feind hassen." Jesus sagt: "Ich aber sage euch, Vers 44: Liebt eure Feinde, segnet die, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen." Also viermal dieselbe Idee. Wenn du einen Feind hast, liebst du ihn. Wenn du jemanden hast, der dich flucht, segne ihn. Wenn dich jemand hasst, tu ihm wohl. Wenn dich jemand beleidigt und verfolgt, bitte für ihn. Viermal hintereinander dieselbe Idee: Feindesliebe.

[14:43] Ganz genau. Jetzt, war diese Idee der Feindesliebe etwas Neues, das Jesus erfunden hat, oder gab es das schon im Alten Testament? Muss sein, ja, genau. Schauen wir mal zwei Beispiele an. In 2. Mose 23. 2. Mose 23 ist eines meiner Lieblingsbeispiele, kann man gar nicht oft genug erwähnen. 2. Mose 23, Vers 4: "Wenn du das Rind deines Feindes oder seinen Esel angetroffen hast, der sich verlaufen hat, so sollst du ihm denselben auf jeden Fall wiederbringen." Siehst du den Esel deines Feindes unter seiner Last erliegen? Könntest du es unterlassen, ihm zu helfen? "Du sollst ihm samt jenem unbedingt aufhelfen." Also Gott sagt, wenn du einen Feind hast und er hat einen Schaden, weil sein Esel zusammenbricht oder das Rind, der Ochse sich irgendwo verläuft, tu Gutes deinem Feind. Hilf ihm. Sag nicht: "Wie wunderbar, mein Feind hat ein Problem." Hilf ihm. Das heißt, das Alte Testament, direkt nach den Zehn Geboten, macht deutlich: Du sollst deinen Feind lieben. Die Pharisäer haben mit ihrem Zusatz direkt gegen die Bibel gehandelt, und das macht Jesus deutlich. Jesus bestätigt, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, in der Bergpredigt bestätigt Jesus das Alte Testament gegen die Pharisäer. Das ist eigentlich, worum es in der Bergpredigt geht. Jetzt ein anderes Beispiel. Schaut mal in 2. Könige 6. 2. Könige 6 und dort Vers 22. Ihr kennt vielleicht die Geschichte, wie die Aramäer kommen und Elisa, der ist auf diesem Hügel und dann öffnet Gott die Augen seinem Diener. Dann sieht er die ganze Armee, die göttliche Armee und dann werden die Aramäer mit Blindheit geschlagen und lassen sich ohne weiteres nach Samaria führen. Dann schaut man Vers 21: "Und als der König von Israel sie sah, sprach er zu Elisa: Mein Vater, soll ich sie schlagen? Soll ich sie schlagen?" Der König von Samaria, der sagt jetzt, der König von Israel: "Meine Feinde, die Aramäer, die gekommen sind, um mich anzugreifen, die sind in meiner Hand, kann ich sie vernichten?" Und was sagt Elisa? Er sprach: "Du sollst sie nicht schlagen. Würdest du die schlagen, welche du mit deinem Schwert und mit deinem Bogen gefangen nimmst? Setze ihnen Brot und Wasser vor, dass sie essen und trinken und zu ihrem Herrn ziehen." Prinzip der Feindesliebe. Ganz deutlich wird das in Sprüche 25. Sprüche 25 und dort Vers 21 und 22. Sprüche 25, Vers 21 und 22: "Hat dein Feind Hunger, was soll es zu tun? So speise ihn mit Brot. Hat er Durst, so gib ihm Wasser zu trinken." Man könnte hinzufügen, im Sinne der Bergpredigt: "Und wenn dein Feind, sprich Römer, dich zwingt, eine Meile zu gehen, geh eine weitere." Jesus predigt, was im Alten Testament steht, denn damit sammelst du feurige Kohlen auf sein Haupt, und der Herr wird es dir vergelten. Dann ist die Sache in Gottes Hand, und du sammelst feurige Kohlen auf sein Haupt. Übrigens, die feurigen Kohlen im Hebräischen, das hat eine Verbindung zum Hohelied 8, Vers 6, wo die Liebe Gottes, auch dieses Feuer Gottes, diese feurigen Kohlen erwähnt werden. Diese Feuerglut, die Feuerglut Gottes. Die Liebe, du sammelst die feurigen Kohlen, die Liebe auf das Haupt deines Feindes. Du überschüttest ihn mit der Liebe Gottes, und die Liebe Gottes, die wird wie ein verzehrendes Feuer an seiner Feindschaft zehren. Das ist die Idee. Übrigens, im Neuen Testament wird es ja dann oft aufgegriffen. Der Paulus sagt, im Römerbrief haben wir jetzt vor kurzem erst studiert: "Auch segnet ihr euch verfolgen. Ja, segnet und flucht nicht." Und schauen wir mal in Lukas. In Lukas haben wir auch den Bericht von der Bergpredigt sehr gekürzt, und da sehen wir, was in Matthäus nicht ganz so deutlich wird, dass das, was wir das letzte Mal studiert haben, mit "Auge um Auge, Zahn um Zahn" und nicht wahr, wenn der Nächste dich schlägt, halt ihm die Wange hin, dass das direkt mit der Feindesliebe verknüpft ist. Schaut mal in Lukas 6, Vers 27 bis 30. Da seht ihr, wie das eigentlich von Jesus als ein großer Gedanke formuliert worden ist. Lukas 6 und dort Vers 27: "Euch aber, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen, segnet ihr euch fluchen und betet für die, welche euch beleidigen. Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, biete auch die andere dar, und dem, der dir den Mantel nimmt, verweigere auch das Hemd nicht. Gib aber jedem, der dich bittet, und von dem, der dir das Deine nimmt, fordere es nicht zurück." Das heißt, ihr seht hier, wie Jesus diese Dinge zusammennimmt. In Matthäus haben wir erst das Ganze mit der Wange und mit dem Mantel, und dann haben wir die Feindesliebe, und in Lukas ist es genau andersrum. Da kommt erst: "Liebt eure Feinde", und wenn dir jemand auf die Wange schlägt, dann halte sie hin. Also, das ist einfach nur umgedreht und zeigt, dass das beides zusammen gehört. Man kann es nicht voneinander trennen. Die Feindesliebe.

[2:05] Nun, warum sollen wir unsere Feinde lieben? Schaut zurück zu Matthäus 5 und dort Vers 45. Matthäus 5 und dort Vers 45. Warum sollen wir die Feinde lieben? Warum? "Damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid, denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte." Der Grund, warum wir unsere Feinde lieben sollen, ist: Gott hat eine Liebe, die nicht unterscheidet zwischen Freund und Feind. Manche Dinge tut Gott für jeden, egal wie sehr der gegen ihn kämpft. Was tut Gott alles für seine Feinde? Hier, er lässt die Sonne aufgehen. Was noch? Er lässt die Sonne aufgehen. Was tut er noch für seine Feinde? Er lässt es regnen. Frage an euch: Was tut er denn noch für seine Feinde? Also, er lässt es regnen, er lässt die Sonne scheinen. Was tut er noch für seine Feinde? Man würde ja sagen, na okay, das ist ja schon okay, aber tut er noch mehr für seine Feinde? Jesus ist für alle Menschen gestorben, und schaut mal in den Römerbrief, da steht das ganz deutlich. Jesus ist für uns gestorben, als wir noch seine Feinde waren. In Römer 5 und dort Vers 10: "Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren." Und vorher in Vers 8: "Gott erweist eine Liebe zu uns, dass Christus von uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren." Das heißt, die Feindesliebe Gottes ist nicht eine Liebe, wo sagt: "Na ja, ich liebe eigentlich die, die mir gehorsam sind, aber die, die gegen mich sind, denen gebe ich zumindest ein bisschen Sonnenschein, ein bisschen Regen." Sondern er ist bereit, wie viel hat er gegeben, als er seinen Sohn gegeben hat? Alles. Er war bereit, alles zu geben für jeden Feind. Und jetzt sagt: "Wenn ihr Kinder Gottes sein wollt, dann braucht ihr diese Liebe, denn der Gott, den ihr dann Vater nennt, der hat euch geliebt, obwohl ihr seine Feinde gewesen seid." Also früher, dann müsst ihr auch diejenigen lieben, die jetzt noch eure Feinde sind. Die Feindesliebe ist das Kennzeichen wahrer Gotteskindschaft. Absolut.

[2:41] Ganz genau. Jetzt Jesus sagt: "Ihr sollt eure Feinde lieben, damit ihr Söhne eures Vaters seid." Wo hat er in der Bergpredigt schon mal gesagt, dass wir Söhne Gottes sein werden? Wo kommt in der Bergpredigt, in den Versen vorher schon mal diese Idee von Gottes Söhne und Gottes Kindern vor? "Selig sind die Friedfertigen, denn sie sollen Söhne Gottes oder Kinder Gottes heißen." Und wir haben damals gelernt, die Friedfertigen, das Wort "friedfertig" könnte noch besser übersetzt werden, nicht die Friedfertigen, sondern die Friedensstifter, die den Frieden stiften. Und jetzt sehen wir die Lösung. Wie kann man Frieden stiften? Indem man nämlich nicht sagt: "Hey, du warst böse zu mir, jetzt zeige ich dir, wo der Hase langgeht. Jetzt zeige ich dir, dass ich auch Ellbogen ausfahren kann." Sondern Friedensstifter sind diejenigen, die, wenn sie angegriffen werden, sagen: "Hey, ich hab dich trotzdem gerne." Die Böses mit Gutem vergelten, so kann Frieden entstehen. Wenn man immer nur auf sein eigenes Recht pocht und sagt: "Der hat mich geschlagen, jetzt werde ich auch dafür sorgen, dass es ihm weh tut", entsteht kein Frieden. Wenn Gott so gehandelt hätte, hätte es niemals Frieden zwischen irgendeiner Seele und Gott gegeben. Aber wir haben Frieden mit Gott. Warum? Weil er Feindesliebe hat. Nur aufgrund der Feindesliebe können Menschen Frieden mit Gott haben. Und nur, wenn wir unsere Feinde lieben, können wir Frieden stiften. Und das ist ja das, was wir, wenn wir selbst, ihr erinnert euch an die acht Seligpreisungen, die ersten vier sind unser Weg zu Gott, die anderen vier sind unser Weg mit Gott. Wenn wir auf Gottes Seite sind, wenn wir mit Gerechtigkeit gesättigt sind und voll gemacht worden sind, dann sollen wir bei Herzlichkeit üben, wir sollen ein reines Herz bekommen und wir sollen Frieden stiften, so wie Jesus es gemacht hat. Feindesliebe.

[2:28] Nun, also die, die ihre Feinde lieben, das sind die Kinder Gottes. Das sind die Friedensstifter, die wir gesehen haben. Was ist das Kennzeichen aller Kinder Gottes? Woran erkennt man ein Kind Gottes? Außer daran, dass sie ihre Feinde lieben und dass sie Frieden stiften. Kennt ihr noch eine Stelle in der Bibel, wo gesagt wird: "Wenn das und das zutrifft, das sind Kinder Gottes?" Also, wir haben jetzt gelernt: Wer seine Feinde liebt, ist ein Kind Gottes. Wer, was ja das Gleiche ist, wer Frieden stiftet, ist ein Kind Gottes. Kennt ihr noch eine Stelle? Genau, wer sagt das? Oder weißt du, wo es steht? Das ist der Römerbrief, nicht wahr? "Alle, die vom Heiligen Geist geleitet sind." Alle, die vom Heiligen Geist geleitet sind, die sind Söhne Gottes, nicht wahr? Schau mal in Römer 8, Vers 14: "Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes." Das heißt, jetzt kommt der entscheidende Punkt: Wenn wir unsere Feinde lieben sollen, damit wir Kinder Gottes sind, wenn wir Friedensstifter sein sollen, damit wir Söhne Gottes genannt werden, brauchen wir was? Wir brauchen den Heiligen Geist, denn nur durch den Heiligen Geist können wir unsere Feinde lieben und uns Frieden stiften. Wenn wir den Heiligen Geist nicht haben, werden wir Texte wie 3. Mose 19, 18 lesen, wo steht: "Du sollst deinen Nächsten lieben" und sagen: "Ohne den Heiligen Geist liest man den Vers und sagt: Naja, das kann ja nicht auf alle Menschen zutreffen, dann muss ich überlegen, wer ist mein Nächster", so wie der Pharisäer sich selbst rechtfertigen wollte. Nur mit dem Heiligen Geist kann ich den Satz: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" so verstehen, wie er wirklich gemeint ist, dass, wie Jesus dann beim barmherzigen Samariter zeigt, jeder mein Nächster ist, dass ich jeden Menschen lieben solle, nicht weil er zu einem engeren Kreis gehört, sondern weil jeder Mensch mein Nächster ist. Das ist die Idee.

[3:05] Schaut mal in Matthäus 5, Vers 45, wo er sagt: "Damit ihr Söhne eures Vaters seid." Jesus hat in der Bergpredigt das Bild von Gott unglaublich schön offenbart. In den meisten Religionen ist Gott irgendjemand, den man besänftigen muss, da muss man was tun, damit er einen liebt. Aber hier sagt er: Unser Gott ist ein Vater, und er liebt nicht, weil man ihm was Gutes tut, sondern er liebt, weil er Vater ist. Er liebt, weil er Vater ist. Und wenn ihr seine Söhne sein wollt, dann liebt ihr, weil ihr Söhne des Vaters seid, nicht weil man euch was Gutes getan hat, nicht weil man euch nett behandelt hat, nicht weil man euch applaudiert, sondern weil ihr Söhne des Vaters seid. Und das befähigt einen dann, die Feinde zu lieben, weil egal, wie sehr die Feinde einen angreifen, egal, wie komisch sie einem kommen, egal, wie schlecht sie einen behandeln, sie können nicht verhindern, dass ich Sohn des Vaters bin. Und solange ich Sohn des Vaters bin, kann ich lieben. Wenn ich nicht Sohn des Vaters bin, weil ich nicht vom Heiligen Geist geleitet werde, dann kann ich den Text nicht mehr verstehen, dann fange ich an, wie die Pharisäer, Zusätze hinzuzufügen, sagen: "Naja, die Nächsten soll ich lieben, aber den Feind darf ich hassen, soll ich sogar hassen." Absolut. Und deswegen will ja Jesus, dass diese Tradition rauskommt aus dem Denken der Menschen. Deswegen hat er die Bergpredigt gehalten, um zu sagen: "Schau her, das habe ich wirklich gemeint mit 5. Mose 19, 18. Nicht, was ihr daraus gemacht habt, sondern so ist es eigentlich gemeint." Schaut mal in Psalm 145, Vers 9. Psalm 145 und dort Vers 9. Und da sieht man wieder, dass diese Ideen, und ich werde nicht müde, es zu betonen, alle aus dem Alten Testament kommen. Es ist, Jesus predigt das Wort Gottes, das zu seiner Zeit schriftlich in den Synagogen zur Verfügung stand. Psalm 145, Vers 9: "Der Herr ist gütig gegen wie viele? Gegen alle. Und seine Barmherzigkeit waltet über allen seinen Werken." Und zu allen seinen Werken gehören nicht nur die Berge und die Seen und die Tiere, sondern zu allen seinen Werken gehören auch alle seine Menschen. Seine Barmherzigkeit waltet über allen Menschen. Wenn wir Söhne Gottes sein wollen, wenn wir Kinder Gottes sein wollen, brauchen wir diese Einstellung, dass egal, was uns begegnet, egal, wer uns begegnet, wir gütig gegen alle sind. Barmherzig gegen alle. Ganz genau. Absolut.

[4:44] Deswegen brauchen wir einen Heiligen Geist, der uns diese Sünde aufdeckt und sagt: "Schau, diese Sünde hindert dich daran, deinen Feind zu lieben, weil diese Sünde führt dazu, dass du dich selbst erhöhst und durch die Selbsterhöhung nimmst du jetzt den Angriff eines Feindes persönlich, fühlst dich angegriffen und igelst dich ein, kämpfst zurück, was auch immer." Was ist das Geheimnis? Wenn der Heilige Geist in unserem Leben ist, was tut der Heilige Geist? Was tut der Heilige Geist? Der Heilige Geist, sagt die Liebe, tötet die Taten des Fleisches. Was ist das Fleisch? Das Fleisch ist Streit, Eifersucht, das Ich, die Augenlust, die Fleischlust. Der Heilige Geist tötet das, und wenn das getötet ist vom Heiligen Geist, was ist dann? Dann ist es tot. Das ist, was Paulus sagt: "Ich bin mit Christus gekreuzigt." Weil, wenn mein Ich tot ist, ihr kennt vielleicht das Bild: Wenn man eine Leiche anspuckt, wie laut wird sich die Leiche beschweren? Wenn man auf sie tritt, wenn man sie anschreit, was macht die Leiche? Wenn das eigene Ich tot ist, weil es mit Christus gekreuzigt ist, dann kann Offenbarung 13 über uns hinwegrollen, wir werden nicht einmal uns beschweren, weil der Heilige Geist die Taten des Fleisches tötet. Und das ist eigentlich ihr Problem, weil, wenn der Heilige Geist nicht aktiv sein kann, dann lesen wir den Text: "Du sollst deinen Nächsten lieben", aber erfüllen ihn immer nur partiell, immer nur teilweise, so wie die Pharisäer, die gesagt haben: "Naja, ich liebe meine netten Nachbarn und ich liebe meine Freunde und meine netten Verwandten, und das sind meine Nächsten, und die Rest sind meine Feinde und die darf ich hassen." Und übrigens, diese Idee: "Ich liebe einige und die anderen hasse ich", das ist ja quasi das, was in allen Religionen vorhanden ist, oder? Man liebt die, die zur gleichen Religion gehören, die, die zur gleichen Nation gehören. Alle Menschen denken so. Es gibt niemanden, der alle hasst. Alle lieben ein paar und den Rest hassen sie. Und deswegen waren die Pharisäer im Grunde genommen eigentlich gar nicht anders als der Rest der Welt, obwohl sie dachten: "Wir sind so besonders, weil wir haben die Bibel, wir haben sie, wir sind so anders." Und hier ist der Punkt: Wenn wir in unserem Leben denken: "Hey, wir sind so tolle Christen, weil ich komme mit mindestens 25 Personen gut aus, ja, oder wenn ich mit 75 und ich habe 50 Freunde auf Facebook, mit denen ich mich nie gestritten habe", dann ist das eigentlich nicht der Rede wert, ist nichts Besonderes. Der Christ ist Christ, ein Kind Gottes, wenn aufgrund des Heiligen Geistes er in der Lage ist, Frieden zu stiften, weil er seine Feinde liebt.

[4:46] Jetzt zurück zu Matthäus 5 und dort Vers 46 und 47, was ich gerade meinte, das sagt Jesus jetzt hier mit ziemlich deutlichen Worten. Er sagt: "Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr für einen Lohn? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Machen es nicht auch die Zöllner ebenso?" Okay, wisst ihr, was hier steht? Das ist eigentlich ein radikaler Gedanke. Solange ein Christ Menschen in seinem Leben hat, die er als Feinde sieht und ihren Untergang wünscht oder zumindest sich wünscht, dass es ihm nicht gut geht, solange ist er eigentlich gar kein Christ. Solange ist er eigentlich praktisch in seinem Tun genauso wie jemand, der völlig außerhalb der Gemeinde ist, weil die Menschen außerhalb der Gemeinde handeln genau so. Sie lieben von dem, von dem sie geliebt werden. Schaut, die Pharisäer, für die war das natürlich jetzt harter Tobak, weil Zöllner, was für ein Bild hatten die Pharisäer von den Zöllnern? Jetzt versucht man die Lage hineinzuversetzen. Das sind Sünder, genau. Aber nicht nur das, sie sind Sünder, das ist ja schon schlimm genug. Sie sind Sünder, aber was ist noch schlimmer an diesen Zöllnern? Also im Gegensatz zu Ehebrechern oder anderen Sündern, was ist besonders schlimm an diesen Zöllnern? Also, sie sind Sünder, das stimmt, aber was ist noch schlimmer an ihnen? Sie arbeiten mit dem Feind zusammen, das sind die Verräter. Das ist das Schlimmste, was es gibt, oder? Also stell dir vor, du bist in einem Volk und da sind deine Feinde, ja, Feinde sind schon schlimm genug, aber am schlimmsten sind die aus deinem eigenen Volk, die mit den Feinden kooperieren. Das ist ja quasi der Feind im eigenen Haus. Vor denen muss man am meisten sich fürchten, oder? Die muss man am meisten verachten, so denkt das menschliche Herz. Und jetzt sagt Jesus: "Hey, ihr Pharisäer mit eurer tollen Auslegung von 3. Mose 19, 18, ihr seid wie die Zöllner." Also er holt sie von ihrem ganz hohen geistlichen Ross, nicht ein bisschen runter, sondern sagt: "Ihr seid ja ganz unten." Wenn ihr wirklich, wenn ihr ernsthaft 3. Mose 19, 18 so auslegt: "Du sollst deinen Feind hassen", dann bist du wie ein Zöllner, dann bist du quasi auf der untersten moralischen Stufe, die es überhaupt gibt. Und das ist ein ziemlich harter Tobak. Und das bedeutet, wenn wir Verse wie 3. Mose 19, 18 in den Mund nehmen: "Du sollst deinen Nächsten lieben" und uns aber gleichzeitig rechtfertigen, wie wir gegen andere Menschen kämpfen, vielleicht Intrigen machen, nicht wahr, sie verleumden, ihnen Schmerzen zufügen, dann können wir noch so viel von der Bibel wissen, noch so fromm am Sabbat uns benehmen. In Gottes Augen sind wir dann quasi auf der untersten moralischen Schublade. Und das zeigt, worum es eigentlich wirklich geht. Es geht bei der Bergpredigt darum, ob ich echte Liebe habe. Denn die Bergpredigt ist die Erläuterung von was? Von den Zehn Geboten, von dem Gesetz. Deswegen ist er auf den Berg gestiegen, erinnert euch, nicht wahr? Wir haben das damals studiert. Jesus stand damals auf dem Berg, hat die Zehn Gebote gegeben dem Volk Israel, aber dann hat das Volk gesagt: "Hör auf zu reden, wir wollen nicht weiter reden." Und Gott hat gesagt: "Okay, alles klar, alter Bund, nicht wahr? Fernbeziehung, alles okay. Aber irgendwann kommt ein Prophet, der wird euch all das sagen, was ich euch noch sagen wollte." Ja, und jetzt steht er da auf dem Berg, das Volk wird zu seinen Füßen und erklärt die zehn, erklärt das Gesetz Gottes. Das Gesetz Gottes ist ein Transkript, ist eine Wiedergabe seines Charakters. Was ist Gottes Charakter? Gott ist die Liebe. Und deswegen ist das Herzstück eigentlich, hier schlägt das Herz Gottes in diesen Versen, in denen Jesus jetzt Stück für Stück von den Zehn Geboten sich immer weiter durchpredigt bis zu dem eigentlichen wichtigsten Gebot, 3. Mose 19, 18, was alles zusammenfasst: "Du sollst deine Nächsten lieben wie dich selbst." Das fasst die Zehn Gebote zusammen, das fasst die anderen biblischen Gebote zusammen mit dem "Ich war im Augenzahn und Zahn" und so weiter. Und genau das ist das Problem, weil dieses Gebot, dieses Kerngebot mit einem menschlichen Zusatz entstellt worden war, und Jesus muss diesen Zusatz wegreißen und sagen: "Das ist die Liebe, die Gott hat. Er liebt dich, obwohl du gegen ihn kämpfst." Und wenn Gott dich liebt, obwohl du gegen ihn kämpfst oder gekämpft hast und du jetzt auf seiner Seite bist, das ist das Kennzeichen Gottes. Das Kennzeichen Gottes ist nicht per se die Bibel, denn die Bibel gab es schon, bevor es die Bibel gab. Das Kennzeichen Gottes ist auch nicht der Sabbat, denn Gott gab es, bevor es den Sabbat gab. Aber es gibt eine Sache, die ist so eng mit Gott verknüpft, das gab es schon immer, seit es Gott gab, und das ist die echte Liebe. Manche Sachen kamen später dazu als Ausdruck dieser Liebe, wie die Schöpfung, der Sabbat, die Zehn Gebote schriftlich auf Steintafeln, die Bibel, Propheten, all das kam später. Aber das ist das, wenn man das nicht hat, kann man nicht auf der Seite Gottes sein. Das ist das Wesen Gottes, das ist die Grundlage seiner Regierung, und deswegen sagt Jesus: "Wenn ihr im Reich Gottes sein wollt", er predigt immer von: "Selig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich Gottes. Selig sind die verfolgt werden, denn ihr ist das Reich Gottes." Wenn ihr im Reich Gottes sein wollt, müsst ihr das haben, was die Grundlage der Regierung Gottes ist, was in der Bundeslade unter dem Thron ist: das Gesetz Gottes. Gott ist die Liebe.

[4:46] Ganz genau. Ganz kurz in Lukas 6, Vers 32, 35, dieselbe Idee jetzt mit anderen Worten ausgedrückt hier in Lukas 6, Vers 32 bis 35: "Und wenn ihr die liebt, die euch lieben, was für einen Dank erwartet ihr dafür? Denn auch die Sünder lieben die, welche sie lieben. Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, was für einen Dank erwartet ihr dafür? Denn auch die Sünder tun dasselbe. Und wenn ihr denen leiht, von welchen ihr wieder zu empfangen hofft, was für einen Dank empfangt ihr dafür? Auch die Sünder leihen den Sündern, um das gleiche wieder zu empfangen." Das hat wieder diesen praktischen Aspekt hier. "Vielmehr liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen, und so wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein und erstgültig gegen die Undankbaren und Bösen." Also das mit der Nächstenliebe ist nicht nur theoretisch in den Wolken, das hat was damit zu tun, selbst in den praktischen Dingen, wie ich leihe dir etwas, und selbst wenn du es mir nicht wiedergibst, habe ich es trotzdem lieb.

[5:18] Zum Schluss, in Matthäus 5 kommt jetzt der große Satz, der so oft eine Bombe ist in der Theologie. Matthäus 5, Vers 48: "Darum sollt ihr was sein? Vollkommen." Darum sollt ihr vollkommen sein. Übrigens, dieser Vers ist damit offensichtlich die Schlussfolgerung von dem Vorigen, oder? "Darum." Das heißt, diese Idee von der Feindesliebe, von dem Heiligen Geist, führt zu dieser Idee von der Vollkommenheit. Sollen wir vollkommen sein? Ja oder nein? Offensichtlich. Die Bibel kennt eine klare, präzise Lehre: Wir sollen vollkommen sein. Wie sollen wir vollkommen sein? Naja, Vollkommenheit bedeutet ja nichts weiter, als dass es einem einigermaßen gut geht, oder? Nein. Wie vollkommen sollen wir sein? "Wie euer Vater im Himmel vollkommen ist." Jetzt, worin zeigt sich die Vollkommenheit des Vaters? Meint das die Allwissenheit Gottes? Nein. Meint es die Allmacht Gottes? Meint es die Allgegenwart Gottes? Nein, nein, nein. All das könnten wir nie machen. Aber es meint die Feindesliebe. Ja, es meint alle Liebe, aber nur, wenn die Feindesliebe zu der Liebe dazugehört, ist sie die vollkommene Liebe. Wenn wir sagen, Gott ist die Liebe, stimmt das, ist ja genau der biblische Punkt, aber es ist die vollkommene Liebe Gottes, die nicht unterscheidet zwischen denen, die nett zu mir sind und nicht nett zu mir sind. Zwischen denen, die artig benommen haben und denen, die rebellisch sind. Gott liebt alle, und zwar nicht nur ein bisschen. Er lässt nicht nur die Sonne scheinen, nicht nur Regen regnen, sondern er hat für alle seinen Sohn gegeben. Jesus ist für alle gestorben. Seine Liebe ist die vollkommene Liebe. Und wer, das ist der entscheidende Punkt, wer diese Liebe hat, hält das Gesetz. Denn wer solch eine Liebe hat, wird mit keinem der Zehn Gebote in Konflikt geraten und wird deswegen alle Zehn Gebote vollkommen halten. Heutzutage gibt es in der Gemeinde immer wieder Diskussionen und Debatten, ich verstehe die gar nicht. Da gibt es Leute, die sagen: "Wir müssen vollkommen sein und sündlos." Nein, nein, nein, nein, nein, wir müssen einfach nur die Menschen lieben. Das ist die Vollkommenheit. Nein, nein, nein, wir müssen sündlos sein, wir müssen die Zehn Gebote halten, wir müssen die Sünde entfernen, wir müssen sündlos leben. Nein, nein, nein, du verstehst das falsch, wir sollen ja nur die Feinde lieben. Dabei sind das ein und die beiden Ideen sind ein und dasselbe. Denn was ist Sündlosigkeit? Sündlosigkeit ist Vollkommenheit, ist Übereinstimmung mit dem Gesetz Gottes, welches die Feindesliebe ist. Und deswegen alle diejenigen, die sagen: "Ja, ich bin jetzt einfach, ich werde jetzt sündlos, indem ich nicht mehr Kaffee trinke und indem ich meine Röcke immer genau bis dahin gehe, wo Ellenwald gezeigt hat, und indem ich, weiß das ich was, alle Bücher von Ellenwald rückwärts auswendig kann", wenn das die Sündlosigkeit ist, aber ich trotzdem weiter bitte in der Gemeinde gegen die schimpfe, die nicht so denken wie ich, hat das damit gar nichts zu tun. Und wenn ich damit sage: "Ach, na ja, das heißt einfach nur, dass ich, ich habe so ein Herz für die Menschen und ich interessiere mich nicht für das, was die Bibel sagt über die einzelnen Standards, ich bin halt einfach so liebevoll zu allen, aber wehe, da kommt so einer mit der Bibel, da kann ich mal richtig ausrasten, da soll man nicht so gesetzlich sein", hat das auch nichts damit zu tun. Sondern die Vollkommenheit, die Gott hat, ist, dass er bereit war, selbst für die, von denen er wusste, dass sie sich nicht bekehren werden, trotzdem das höchste Opfer gebracht hat. Und wenn wir das bringen, in unserem Leben, also natürlich als Abglanz, für die, von denen wir vielleicht sogar wissen, dass sie, oder wir können es ja nicht wissen, aber von denen wir keinerlei Hinweis haben, dass sie jemals sich zu Gott bekehren werden, trotzdem für sie das Beste geben, dann sind wir vollkommen und mit dem Gesetz in Einstimmung, ja.

[5:58] Das ist auch die Idee, die Johannes 12, 24, die in der Bibel steht. Genau. Sag mal, Lukas.

[6:02] Also, Johannes 12, 24, wahrscheinlich: "Ich sage euch, wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, so bleibt es allein. Wenn es aber erstirbt, so bringt es viel Frucht." Und aus einem Weizenkorn kann nur ein weiteres Weizenkorn, das genau so ist, wie es ursprünglich war, werden. Und aus einem guten Baum kommen keine schlechten Früchte, und aus einem Dornenbusch kommen keine feinen Früchte.

[6:27] Ganz genau. Schaut mal, dieser Vers wird in Lukas auch zitiert und Lukas macht das sehr deutlich, was diese Vollkommenheit ist. In Lukas 6, Vers 36, da haben wir den Parallelbericht. Lukas 6, Vers 36, da heißt es: "Darum seid was?" "Darum seid..." eben nicht vollkommen, das steht hier, sondern: "Darum seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist." Die Vollkommenheit, der Gehorsam dem Gesetz gegenüber und die Barmherzigkeit sind letztendlich ein und dasselbe. Denn die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes. Und der Heilige Geist kommt in unsere Herzen und schreibt das Gesetz Gottes, die Liebe Gottes. Das ist ein und dasselbe. Die vollkommenen Menschen, das ist so kurios, die Konservativen, die wollen immer sündlos werden, und die Liberalen, die wollen immer liebevoll zu den Menschen sein. Eigentlich ist das ein und dasselbe. Es geht eigentlich um ein und dieselbe Idee. Aber da man immer die Medaille nur von einer Seite betrachtet und die andere nicht haben will, kriegt man die Medaille nicht. Die Medaille ist beides. Denn die Barmherzigkeit führt zum totalen Gehorsam gegenüber Gottes Gesetz, und wer wirklich aus Liebe zu Gott vollen Gehorsam leistet, der wird immer barmherzig sein, weil das ist das Wesen Gottes.

[7:42] Jetzt, gab es Menschen, die vollkommen waren? Jesus war vollkommen, sein ganzes Leben. Aber gab es auch Menschen, die ohne Gerechtigkeit der Tatsache, dass sie natürlich Sünder waren, aber von Gott Vergebung bekommen haben, dann als vollkommen bezeichnet werden konnten? Gab es Menschen, von denen die Bibel sagt, sie waren vollkommen? Ja, von denen heißt es: "Er wandelte mit Gott, er muss vollkommen gewesen sein, er wurde in den Himmel entrückt." Aber es steht nicht expliziter. Gibt es einen Menschen, von dem es heißt, er war vollkommen? Hiob. Hiob 1: "Untadelig, er fürchtete Gott, er war vollkommen." Das hebräische Wort sagt: "Er war ganz, vollständig, ja ganz." Da fehlte nichts. Nicht, weil er allwissend war oder allmächtig war, sondern weil er so barmherzig war. Könnt ihr lesen in Hiob 29, wenn er beschreibt, was er getan hat. Seine Vollkommenheit wird dort ausführlich beschrieben. Er war für andere Menschen da, hat sich nicht um sich selbst gekümmert, hat für andere gebetet, für andere Dienste getan, nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch. Das war seine Vollkommenheit.

[8:45] Die Bibel sagt, wir sollen heilig sein, wie Gott heilig ist. Steht in 3. Mose, steht in Petrus, ist dieselbe Idee. Gottes Heiligkeit und seine Liebe, das hängt miteinander zusammen. Und schaut mal in 2. Chronik 7, Vers 1. 2. Chronik 7, Vers 1. Drei letzte Verse noch, dann sind wir am Ende. Ganz kurz, 2. Chronik 7, Vers 1. 2. Chronik 7, Vers 1. "Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte." Übrigens, im Kontext geht es darum, wo Gott sagt: "Ihr sollt meine Söhne und meine Töchter sein, spricht der Allmächtige." "Weil wir nun diese Verheißungen haben, dass wir Kinder Gottes sind, das heißt, die Feinde lieben können, dass wir Friedensstifter sind, dass der Heilige Geist in unserem Leben ist. Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottes Furcht." Der Paulus sagt, aufgrund der Verheißungen Gottes, dass wir Kinder Gottes sein dürfen, sollen wir danach streben, dass wir wirklich vollkommen werden und uns reinigen von all dem, was uns befleckt.

[9:52] Vorletzter Vers, Kolosser 1, Vers 28. Kolosser 1, Vers 28. Vers 27 ist der berühmte Vers, wo es um das Geheimnis Gottes geht: "Christus und euch, die Hoffnung der Herrlichkeit." Und dann heißt es in Kolosser 1, Vers 28: "Ihn, Christus, verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen lehren in aller Weisheit." Was ist das Ziel? Alle Ermahnungen, alle Lehre, alle Weisheit, alles, was der Paulus so anbringt in seinen Briefen, hat was für ein Ziel? "Um jeden Menschen vollkommen in Christus Jesus darzustellen." Soll nur die letzte Generation vollkommen sein? Nein. Die Bibel kennt nicht die Idee, dass tausende Jahre lang die Menschen so halb gerettet werden und die letzte Generation muss dann besser sein als die anderen. Nein. Vollkommenheit war schon immer das Ideal Gottes für Abraham. Er sagt dem Abraham: "Wandle mit mir und sei vollkommen." Bei Henoch und bei Hiob und in der Bergpredigt. Und der letzte Vers sagt in Jakobus 1, Vers 4. Jakobus 1, Vers 4. Was bewirkt Vollkommenheit? Vers 4: "Das standhafte Ausharren. Aber soll ein vollkommenes Werk haben." Mit anderen Worten, wir sollen vollkommen ausharren, damit ihr was seid? "Vollkommen und vollständig seid und es euch an nichts mangelt." Was bewirkt also Vollkommenheit? Das standhafte Ausharren. Wer standhaft ausharrt, wird vollkommen. Oh, da kennt ihr vielleicht ein Vers, oder? Hier sind die, die standhaft ausharren der Heiligen. Hier sind die, die erhalten die Gebote Gottes und haben den Glauben Jesu. Wenn Offenbarung 13 losbricht und alles in der Welt drunter und drüber geht, wenn die Welt voller Feinde sein wird, die mit Gesetzen versuchen, das Gesetz Gottes aufzulösen, dann werden wir nicht gegen sie schimpfen und nicht auf den Barrikaden stehen und sagen: "Wir sind gegen das Sonntagsgesetz." Nein, wir werden sie lieben, auch wenn sie uns hassen. Wir werden sie lieben, auch wenn sie uns ins Gefängnis stecken. Wir werden sie lieben, auch wenn sie uns anpöbeln und selbst wenn sie uns töten. Und das wird der Beweis der Vollkommenheit sein. Damit ist die Ernte gereift und Jesus wird wiederkommen. Die Feindesliebe. Deswegen ist die Feindesliebe in die Freude über die Verfolgung auch die letzte der acht Seligpreisungen. Und hier der große Abschluss, dieses Predigtabschnitt über die Zehn Gebote, die anderen Gebote und jetzt über die Liebe. Nächstes Mal werden wir dann den nächsten großen Abschnitt anschauen. Aber für heute, man könnte noch so viel mehr dazu sagen, aber eins ist so dringend nötig im Leben. Das muss ich mir sagen, das müssen wir uns alle sagen. Wir müssen Gott bitten, dass er uns den Heiligen Geist schenkt, jeden Tag aufs Neue. Dass wir seine Liebe in unser Herz bekommen. Die Liebe Gottes ist ausgegossen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist, in unsere Herzen. Denn die Liebe Gottes ist das, was wir brauchen. Die Liebe Gottes macht uns vollkommen. Die Liebe Gottes macht uns zu Friedensstiftern, zu Kindern Gottes. Wir werden dann barmherzig sein, wie Gott barmherzig ist. Und dann kann die Endzeit losbrechen. Dann werden wir vollkommen sein. Das ist das ganze Ziel der Bergpredigt. Die Bergpredigt ist gehalten, damit Menschen verstehen, wie das Alte Testament lehrt, dass wir durch Gottes Liebe, durch den Heiligen Geist vollkommen sein können. Da schlägt das Herz der Bergpredigt.

[5:31] Ihr Lieben, wollen wir uns vornehmen, Gott jeden Tag zu bitten, dass er uns mit seinem Heiligen Geist erfüllt. Jeder von uns braucht diese Liebe, damit wir echte Christen sind in dieser Welt. Wollen wir davon Gott bitten? Lass uns doch gemeinsam auf die Knie.

[5:42] Lieber Vater im Himmel, was für großartige Worte, was für großartige Themen. Wir können mit Paulus sagen: "Oh, welche Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Wege und so unergründlich seine Gerichte." Herr, wir danken dir, dass wir sehen können, wie in dieser Bergpredigt all die verschiedenen Themen, die wir kennen aus dem Neuen Testament, dem Alten Testament, der Offenbarung, der Endzeit, wie das alles zusammenkommt und so viel Sinn macht und so klar und deutlich ist. Herr, dass wir doch mehr Zeit hätten und uns öfter Zeit nehmen würden, über diese Dinge wirklich nachzudenken, bis unser Herz wie ein Schwamm das alles aufsaugen würde und wir immer mehr so werden würden wie du. Herr, ich bitte dich von ganzem Herzen, dass diese Dinge in unserem Leben, in unseren Gemeinden, so durchdringend uns verändern, dass du wirklich wiederkommen kannst. Herr, schenke uns deinen Heiligen Geist und schenke uns deine Liebe. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.


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