[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr live jetzt eingeschaltet habt oder später euch das Video anschaut auf www.joelmedia.tv. Wir wollen heute weiter studieren in der Bergpredigt. Wir haben Kapitel 5 in Matthäus abgeschlossen letztes Mal und wollen heute uns in Kapitel 6 hineinbegeben. Da gibt es einige praktische und sehr wichtige Instruktionen für jeden Gläubigen. Bevor wir beginnen, wollen wir niederknien für ein Anfangsgebet und dazu lade ich euch ganz herzlich ein.
[1:09] Lieber Vater im Himmel, wir bitten dich jetzt erneut, dass du zu uns sprichst durch dein Wort, durch deinen Heiligen Geist, der uns in alle Wahrheit führen möchte. Bitte gib, dass die Dinge, die wir jetzt in der Bergpredigt lesen, uns so klar werden, dass wir ihre Bedeutung für unser Leben verstehen und durch deine Kraft und mit deiner Hilfe in unserem Leben auch wirklich umsetzen. Gib, dass wir es zulassen, dass dein Geist unsere Herzen erforscht, dass wir erkennen, was diese Texte mit uns persönlich zu tun haben und dass wir uns selbst hinterfragen und dich wirken lassen, sodass dein Wesen und dein Charakter in uns sichtbar wird. Das bitten wir im Namen unseres Erlösers, Jesus Christus. Amen.
[2:15] Gut, fangen wir an in Matthäus Kapitel 6. Das letzte Mal haben wir gesprochen über Matthäus, die letzten Verse von Kapitel 5. Da ging es um die Feindesliebe. Könnt ihr euch daran erinnern, dass Jesus gesagt hat, dass es nicht ausreicht, nur, also Jesus hat erklärt, dass der Satz, du sollst deine Nächsten lieben, nicht bedeutet, dass man die gerne hat, die einen gern haben und die Feinde hasst, sondern auf die Frage, wer ist mein Nächster, hat Jesus geantwortet: Alle sind deine Nächsten. Ein echter Christ liebt jeden, weil er ein Kind Gottes ist und Gott liebt jeden. Er sendet seinen Sonne und seinen Regen und seinen Sonnenschein auf die Gerechten und die Ungerechten. Jesus ist für alle gestorben und nur wer diese Liebe im Herzen hat, durch den Heiligen Geist, ist ein wahres Kind Gottes. Und dann sagt er in dem Zusammenhang: Ihr sollt vollkommen sein, euer Vater im Himmel vollkommen ist. Diese vollkommene Liebe ermöglicht ein vollkommenes Leben. Man kann kein vollkommenes Leben leben, man kann die Gebote Gottes nicht vollkommen halten, ohne die vollkommene Liebe, denn das Gesetz ist das Gesetz der Liebe. Und wir haben gelernt, dass hier quasi Jesus zum Herz der Sache vordringt. In der Bergpredigt will er ja das Wesen Gottes, das Wesen der Regierung Gottes, der zehn Gebote deutlich machen und das Wesen Gottes ist seine Liebe. Und deswegen ist das Studieren der Liebe Gottes nichts Oberflächliches, sondern das Studieren der Liebe Gottes, der wahren Liebe Gottes führt zu dem, was das Höchste ist, das ein Christ erreichen kann, nämlich die Vollkommenheit in Christus. Das ist die Liebe und die Liebe führt zur Vollkommenheit.
[4:06] An der Stelle beginnen jetzt einige praktische Themen, die sich direkt aber anschließen und wie wir sehen, verbunden sind mit dem, was vorher war. Fangen wir mal an in Matthäus 6, Vers 1. Habt acht. Warum sagt Jesus: Habt acht? Was drückt es aus, wenn jemand sagt: Habt acht? Warnung. Kennt ihr noch andere Aufsagen von Jesus, wo er sagt: Habt acht? Genau, auf die Frage, wann wird das sein, wann ist das Ende der Welt und was ist das Zeichen deiner Wiederkunft? Matthäus 24 sagt Jesus: Habt acht, dass euch niemand verführt. Wir werden aufgefordert in Hebräer 2, Vers 1, dass wir acht haben sollen, dass wir nicht abgeleitet vom Weg. Also das ist ein wichtiges Thema: Habt acht. Und deswegen wollen wir uns das heute nicht nur studieren und sagen: Ja, das ist richtig und gut, sondern wir wollen auf uns selbst acht haben, nachdenken, wie das uns, wie das mich persönlich betrifft, die wir hier sitzen, die wir zuschauen später. Habt acht. Habt acht, dass ihr eure Almosen nicht vor den Leuten gebt, um von ihnen gesehen zu werden, sonst habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel.
[5:20] Halten wir fest, es geht also um das Thema Almosen. Das griechische Wort hier, Kapitel 6, Vers 1, das griechische Wort für Almosen ist eigentlich praktizierte Freundlichkeit, praktiziertes Mitleid. Also es geht nicht nur zwangsläufig um Geldalmosen, obwohl das natürlich oft dann das naheliegendste ist. Aber das Wort ist eigentlich mehr als Geldstücke. Das Wort ist Freundlichkeit und Barmherzigkeit, die sich praktisch ausdrückt. Also alles, was irgendwie damit zu tun hat, dass wir jemanden sehen, der bedürftig ist, und wir wollen ihm etwas Gutes tun, das ist mit Almosen gemeint. Und dieses Almosengeben hat etwas zu tun, das schauen wir uns direkt mal an, schauen wir in Psalm 112, und dort Vers 9. Dieses Almosengeben ist nicht einfach nur ein Nebenthema.
[6:46] Schaut mal, Psalm 112, Vers 9. Er hat ausgestreut, er hat den Armen gegeben, das ist also Almosengeben, den Armen etwas weitergeben. Und wie geht das weiter, der Vers? Er hat ausgestreut, er hat den Armen gegeben, seine? Seine Heilung, okay, hat jemand eine andere Setzung? Seine Gerechtigkeit. Seine Gerechtigkeit, und wie geht es dann weiter? Seine Gerechtigkeit besteht in Ewigkeit. Ein Horn ist emporgerum, genau, wird emporragen in Ehren. In der Bibel ist das Geben von Almosen nicht einfach nur karitativ, im Sinne von, naja, jeden Tag eine gute Tat. In der Bibel wird das Geben von Almosen, also mit anderen Worten praktizierte Freundlichkeit, gleichgesetzt mit Gerechtigkeit. Das sieht man auch sehr schön in einem Kapitel bei Daniel.
[7:44] Schaut mal, in Daniel Kapitel 4. Daniel Kapitel 4, weiß jemand von euch, in Daniel Kapitel 4, worum es da geht? Nebukadnezar, da geht es um den Traum, nicht wahr, den Baum, den Baum im Traum. Und der Daniel gibt ihm dann einen Rat in Vers 24. Wenn du den Rat genau liest, seht ihr die Verbindung von Almosen und Gerechtigkeit.
[8:18] Schaut mal in Daniel 4 Vers 24. Darum, o König, lass dir meinen Rat gefallen und brich mit deinen Sünden durch was? Durch Gerechtigkeit, steht da. Brich mit deinen Sünden durch Gerechtigkeit und mit deinen Missetaten durch Barmherzigkeit gegenüber Armen oder Elenden, Barmherzigkeit gegen Elenden. Das heißt, er sagt, brich mit deinen Sünden durch Gerechtigkeit, mit deinen Missetaten durch Barmherzigkeit. Der Parallelismus macht deutlich: Almosen werden, also praktizierte Freundlichkeit ist Gerechtigkeit.
[9:14] Jetzt, wenn wir das heute nicht gelesen hätten und ich euch die Frage gestellt hätte: Was ist Gerechtigkeit? Was hättet ihr geantwortet? Was ist Gerechtigkeit? Ganz genau, Gehorsam gegenüber dem Gesetz Gottes. Jetzt bei Gehorsam gegenüber dem Gesetz würden wir denken: Naja, ich habe das nicht getan, ich habe das nicht getan, ich habe das nicht getan, ich habe das nicht getan, ich bin gehorsam. Aber Gehorsam gegenüber dem Gesetz ist nicht nur eine negative Sache im Sinne von, ich habe das nicht getan, das nicht getan und das nicht getan, sondern Gehorsam gegenüber dem Gesetz der Liebe Gottes ist aktiv praktizierte Freundlichkeit. Das ist also mit anderen Worten, das ist jetzt die Weiterführung eigentlich von dem Gedanken, dass wir die Liebe Gottes vollkommen widerspiegeln sollen. Wie spiegle ich die wieder? Indem ich anderen praktisch etwas weitergebe. Also grundsätzlich sind Almosen also kein Nebenthema, sondern praktizierte Gerechtigkeit.
[10:10] Warum haben dann die Pharisäer so darauf Wert gelegt, dass sie gesehen werden beim Almosengeben? Wenn es hier eigentlich um das Thema Gerechtigkeit geht. Warum haben die Pharisäer so Wert darauf gelegt, dass sie gesehen werden, wenn sie Almosen geben? Ja, sie wollten sehen, was ihre Werke sind. Warum wollten, warum wollten sie, dass ihre Werke gesehen werden? Ja, sie wollten ihre eigene Gerechtigkeit präsentieren.
[10:56] Schaut, in der ganzen Bergpredigt geht es um das Gesetz Gottes. Es geht um das Evangelium und das Gesetz Gottes. Und hier zeigt Jesus, es ist möglich, eine äußere Gerechtigkeit zu haben, die nur zur Schau gestellt ist, die nur nach außen hin gezeigt wird. Man würde ja denken, naja, warum waren die Pharisäer so wild darauf, Geld den Armen zu geben? Sie wussten aus dem Studium des Alten Testamentes: Almosengeben ist das praktische, sichtbare Gerechtsein. Um also zu demonstrieren, wie heilig sie sind, wollten sie zeigen, was sie alles Richtiges tun.
[11:44] Jetzt ist das Almosengeben nicht das Einzige, was mit Gerechtigkeit zu tun hat. Gerechtigkeit besteht ja nicht nur im Almosengeben. Das heißt, im Grunde genommen könnte man fast alles einsetzen. Jesus führt ja später auch das Gebet ein, das Almosengebet, man könnte Bibelstudium, Predigen, alles Mögliche einsetzen. Wann immer ich Dinge tue, die die Bibel als Gerechtigkeit definiert, mit der Intention, dass andere Menschen mich sehen, damit sie sehen, wie gerecht ich bin, gibt es ja ein Problem.
[12:18] Jetzt schauen wir mal, jetzt schauen wir mal an, warum das, kennt ihr jemand in der Bibel, im Alten Testament, der in seinem Eifer für Gott gerne gesehen werden wollte, im Alten Testament, der gesagt hat: Schau mich an, schau mich an, wie toll ich für Gott diene, schaut mich an, wie ich für Gott diene. Ja, einer, der so eifrig war auf seinem Wagen und gesagt hat: Seht, schau meinen Eifer für den Herrn. Wer war das? Ein König, der König, genau, der König, der König, der, der Saul war demütig, aber der König, der sich in den Kopf gesetzt hatte, das Haus Ahabs auszurotten und er wollte, dass alle Menschen sehen, wie eifrig er für den Herrn ist. Jehu, König Jehu, steht in der Bibel, könnt ihr nachlesen, wo er sagt: Seht, seht meinen Eifer für den Herrn. Es war also nicht nur ein Problem der Pharisäer zur Zeit von Jesus.
[13:10] Ellen White sagt, habe ich heute gelesen, fand ich ganz interessant, sie sagt: Der Geist des Pharisäertums ist der Geist der Menschheit. Die Pharisäer waren nicht besonders heuchlerisch, sondern so wie die Pharisäer sind eigentlich normale Menschen, alle Menschen, wenn sie nicht vom Heiligen Geist erfüllt sind.
[13:45] Nun, was ist also das Problem, wenn ich von anderen Menschen gesehen werden will? Schaut mal mit mir in Johannes 5 und dort Vers 44. Johannes 5 und dort Vers 44. Johannes 5 und dort Vers 44.
[14:16] Johannes 5, Vers 44, das ist Jesus vor dem Sanhedrin, erinnert euch, den haben wir vor vieler, vor langer Zeit mal studiert. Hier, das ist, als er am Sabbat den Mann am Teich Bethesda geheilt hat und dann heißt es hier in Vers 44: Wie könnt ihr, was ist das nächste Wort, glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre von dem alleinigen Gott nicht sucht? Was ist die Implikation, die Jesus hier sagt, was ist das Problem, wenn man die Ehre von anderen Menschen sucht? Was ist das Problem, wenn man die Ehre von anderen Menschen sucht?
[14:49] Ja, man sucht die Ehre nicht mehr von Gott. Das Problem Nummer eins, ganz genau, wenn ich bei anderen Menschen angesehen sein will, mache ich mir mehr Gedanken, was andere Menschen über mich denken, als was Gott über mich denkt. Was ist das zweite Problem? Ja, die tun alles für Menschen, genau, aber schaut den Vers nochmal genau an, was ist das Problem, wenn ich von anderen Menschen die Ehre nehme, was ist das Problem? Jesus formuliert ein ganz präzises Problem.
[15:35] Ja, ja genau, nicht mehr den Menschen, sondern nicht mehr Gott, sondern Menschen, aber das ist das eine Problem, aber es gibt ein anderes Problem, gleich am Anfang, er sagt: Wie könnt ihr glauben? Er sagt, wenn ihr die Ehre von Menschen nehmt, wie könnt ihr dann noch an Gott glauben, wie könnt ihr noch echten Glauben haben? Das heißt, was Jesus sagt, das ist ziemlich gigant, also ziemlich weitreichend, er sagt, in dem Moment, wenn ich Ehre von Menschen suche, wenn ich bei Menschen wohl angesehen sein will, hat das eine Konsequenz, die Konsequenz ist, dass ich nicht mehr glauben kann.
[16:10] Jesus sagt: Wie könnt ihr glauben, die ihr die Ehre von Menschen sucht? Das heißt, in dem Moment, wo mir das Ansehen bei anderen Menschen wichtiger ist, als das Urteil Gottes, habe ich keine Grundlage mehr, Gott wirklich zu glauben und das ist das Gefährliche an der Sache, denn ohne Glauben ist es unmöglich, Gott wohl zu gefallen. Glauben ist die einzige Bedingung, um gerettet zu werden, denn wenn so sei Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ein ewiges Leben haben. Das Problem ist nicht, dass das so schwer ist, sondern dass die Menschen lieber sich Gedanken machen, was denkt der andere über mich, statt was denkt Gott von mir, denn wenn ich denke, was denkt Gott von mir, dann ist mein Denken auf ihn gerichtet, ich glaube ihm, ich vertraue ihm. Wenn es aber nicht der Fall ist, kann ich nicht mehr wirklich glauben. Die Pharisäer haben zwar gedacht, dass sie geglaubt haben, aber sie haben nicht wirklich geglaubt, ihnen fehlte der rettende Glaube und deswegen spricht Jesus über dieses Thema, weil Gerechtigkeit kommt, wodurch? Durch den Glauben. Es ist ja Gerechtigkeit durch den Glauben und eine Gerechtigkeit, die nach außen hin ist, hat keinen Wert, weil sie ohne Glauben ist.
[17:25] Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre von Menschen nehmt? Übrigens, wer war der Erste, der überhaupt auf die Idee kam, was denken die anderen von mir? Die sollten besser von mir denken als... Wer war der Erste, der sich mehr darüber Gedanken gemacht hat, was Wesen über ihn denken, als was Gott über ihn denkt? Luzifer. Luzifer war der Erste. Gut, es war nicht Ehre von Menschen, sondern Ehre von Engeln in dem Fall. Er hat die Ehre der Engel gesucht und die Ehre Gottes war ihm nicht mehr wichtig und die Konsequenz war, er konnte nicht mehr glauben, dass Gottes Gesetz gut und richtig ist. Und damit seht ihr, wie sehr das Ganze zusammenhängt mit dem großen Kampf und mit dem Gesetz Gottes.
[18:11] Ganz genau. Evangelium fürchtet Gott und gibt ihm die Ehre, denn die Stunde ist gekommen, hat alles damit zu tun. Jetzt, wir sehen, dass das immer wieder auftaucht, zum Beispiel auch im Galaterbrief, den wir jetzt ja schon fast Sende studiert haben.
[18:31] In Galater Kapitel 6, da sagt der Paulus in Vers 12, in Galater 6 und dort Vers 12, was war das Hauptproblem der Irrlehrer? Alle, die im Fleisch wohl angesehen sein wollen, nötigen euch, dass ihr euch beschneiden lasst, nur damit sie nicht um das Kreuz des Christus willen verfolgt werden. Was war das Problem der Irrlehrer? Sie wollten gern von Menschen wohl angesehen sein und deswegen haben sie eine Lehre vertreten.
[19:08] Und jetzt Achtung, gut mitdenken, gut mitdenken, ihr Lieben. Wenn man die Ehre von Menschen nimmt, dann fehlt es einem woran? Okay, ihr habt nicht mitgedacht, ihr müsst gut mitdenken, das ist jetzt wirklich wichtig. Wenn man die Ehre von Menschen nimmt, was kann man nicht mehr haben? Glauben. Die Irrlehrer in Galatien wollten die Ehre von Menschen haben. Welche Lehre haben sie bekämpft? Im Galaterbrief, also Paulus schreibt dagegen. Welche Idee haben sie bekämpft? Welche Idee haben die Irrlehrer bekämpft?
[19:49] Die, die von Menschen die Ehre haben wollten. Okay, nochmal. Ein Mensch, der von anderen Menschen die Ehre nimmt, der kann nicht mehr was haben? Glauben. Okay, die Irrlehrer in Galatien wollten die Ehre von anderen Menschen haben. Welche Lehre haben sie jetzt bekämpft? Sie haben die Lehre bekämpft, dass der Mensch durch Glauben gerettet wird, richtig? Haben stattdessen gesagt, man muss beschnitten werden, man muss dies und jenes, ja. Deswegen schreibt Paulus den Galaterbrief und sagt: Nein, es geht um den Glauben.
[20:20] Könnt ihr sehen, diese Verbindung? Wenn ein Mensch sich Gedanken macht, mehr was andere über ihn denken, als was Gott über ihn denkt, wird er immer, entweder durch Wort oder Tat oder Beispiel oder Gedanken, gegen den wahren Glauben kämpfen. Und das ist ein ganz entscheidendes Thema. Da geht es nicht nur einfach nur um, wie viele Almosen soll ich geben, ja. Denn beim Glauben geht es um alles. Da geht es um unsere Erlösung.
[20:48] Jetzt gehen wir zurück zu Matthäus 6, Vers 1. Habt Acht, dass ihr eure Almosen nicht vor den Leuten gebt, um von ihnen gesehen zu geben, also Ellen White sagt an der Stelle sehr passend: Jesus sagt ja nicht, dass wir nur Geheimalmosen geben dürfen. Paulus hatte öffentlich Almosen gesammelt. Er hat auch davon geschrieben, nicht wahr, dass die Brüder in Mazedonien so wunderbar gesammelt haben. Der Schlüssel ist hier der Satz: um von ihnen gesehen zu werden.
[21:15] Und jetzt Achtung, sonst habt ihr keinen Lohn wo? Bei eurem Vater im Himmel. Frage, wo haben wir in der Bergpredigt gerade zum letzten Mal das Wort Vater gehört? Im Himmel. Ein Vers davor. Ja, ich meine, es ist getrennt durch Kapitel und durch Überschrift, aber eigentlich geht das eins weiter. Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. Habt Acht, dass ihr eure Almosen nicht vor den Leuten gebt, um von ihnen gesehen zu werden. Sonst habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel.
[21:53] Könnt ihr sehen, dass eigentlich es ein Gedankengang ist? Geht weiter. Wir sollen vollkommen sein, wie unser Vater im Himmel und deswegen uns Gedanken machen, wie Gott über uns denkt. Unser Vater im Himmel und nicht wie andere Menschen. Sonst haben wir keinen Lohn bei ihm.
[22:15] Übrigens, kennt ihr Menschen in der Bibel, von denen es heißt, dass sie sich auf den Lohn gefreut haben, dass sie auf den Lohn Gottes geschaut haben. Der Lohn, der Gott ist. Menschen in der Bibel, von denen es heißt, dass sie auf den Lohn Gottes gewartet haben, auf den Lohn Gottes geschaut haben. Mose, der die Schmach des Christus für größeren Reichtum hielt, als die Schätze Ägyptens. Denn er sah die Belohnung an. Hebräer 11 zum Beispiel. Das zeigt uns also, es gibt einen Lohn und entscheidend ist, welchen Lohn wollen wir haben. Wollen wir den Lohn haben, der bei dem Vater ist. Also die Idee ist, bei dem Vater ist ein Lohn, der ist momentan neben dem Vater, der ist im Himmel. Ein himmlischer Lohn, der himmlische Schatz, von dem Jesus später sprechen wird.
[23:07] Jetzt schauen wir mal Vers 2 an. Jetzt wird es praktisch. Vers 2. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her posaunen lassen, wie es die Heuchler in Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gepriesen zu werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn schon empfangen.
[23:24] Also halten wir mal fest, Almosen geben ist wichtig, ja oder nein? Schauen wir uns mal ein, zwei wichtige Verse an. Sprüche 19, Vers 17. Wer sich über den Armen erbarmt, der leiht wem? Der leiht dem Herrn. Gerechtigkeit, ja. Also Almosen geben ist nicht nur eine Sache zwischen mir und dem Bedürftigen, sondern Jesus sagt: Was ihr meinem Geringsten, meinen Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan.
[23:44] Noch ein Text, Jesaja 58. Und dort Vers 7. Das Fasten, ja, das war auch so eine Sache. Gott spricht hier zu den Israeliten und sagt: Glaubt, es ist ein Fasten, wenn ihr einfach nur grimmig reinschaut und sagt: Oh, ich faste, mir geht es heute so schlecht, ich habe nicht gegessen, ich leide für den Herrn, ich faste, faste, faste. Gott sagt: Nein, nein, nein, das wahre Fasten in Vers 7 besteht es nicht darin, dass du dem Hungrigen deinen Brotkragen brichst und Arme verfolgt in dein Haus führst, dass wenn du einen Nackten siehst, du ihn bekleidest und nicht deinem eigenen Fleisch nicht entziehst. Das ist nach der Definition alles Almosen, das ist alles praktische Freundlichkeit.
[24:51] Was passiert, wenn ein Mensch so lebt, wenn ein Mensch diese Art von praktizierter Freundlichkeit gerne tut? Schaut mal in Vers 8. Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte und deine Heilung wird rasche Fortschritte machen und Achtung, deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen und die Herrlichkeit des Herrn, das ist sein Charakter, sein Wesen, wird deine Nachhut sein und so weiter und so fort. Also ihr seht, das ist in der Bibel ganz eng miteinander verknüpft, die Gerechtigkeit, die Jesus in der Bergpredigt ist nicht ein: Ich habe das nicht getan, das nicht getan, das nicht getan, das nicht getan, sondern ein Herz, das überfließt von Liebe und das sich Gedanken macht, was braucht der andere, ich bin praktisch für ihn da.
[25:36] Nun, in der Apostelgeschichte finden wir eine ganze Reihe von Leuten, die Almosen geben, ohne dass wir jetzt alles nachschlagen, fallen euch Personen ein in der Apostelgeschichte, die Almosen gegeben haben? Apostelgeschichte, Personen, die Almosen gegeben haben.
[26:08] Also ich meine, ja, einfach zu zeigen, dass das ein Thema ist, das sowohl im Alten Testament, als auch im Neuen Testament unter dem Wirken des Heiligen Geistes, ja. Tabitha, von Tabitha heißt es, dass sie Almosen gegeben hat. Tabitha, wer noch? Cornelius, oder? Deine Almosen ist gedacht worden. Paulus selbst, der das Geld sammelt in den Gemeinden Griechenlands und dann nach Jerusalem bringt, also es war eine Selbstverständlichkeit auch in der neutestamentlichen Gemeinde, wo immer es möglich war, praktisch zu dienen.
[26:41] Der Paulus sagt im Galaterbrief, dass als er beim Apostelkonzil war und die Frage diskutiert worden ist mit der Beschneidung, da haben sie gesagt: Paulus, du kannst das predigen, was du immer gepredigt hast, aber eine Sache solltest du noch machen, die hast du bisher ein bisschen vernachlässigt, eine Sache darfst du nicht vergessen, nämlich du sollst der Armen Gedenken, Almosen bringen. Das war ja, das war der Grund, warum der Paulus gesagt hat: Okay, ich muss das Geld sammeln, nach Jerusalem bringen, ja. Das heißt, das war eine wichtige Sache. Ja, natürlich, klar.
[27:19] Also, wie gesagt, alles, was in irgendeiner Form dem anderen praktisch hilft, fällt unter dieses Konzept. Und Paulus sagt in 1. Timotheus 6, wir sollen reich sein an guten Werken. Er sagt sogar, wir sollen arbeiten, damit wir Almosen geben können. Vielleicht gibt es ja jemand, der sagt: Naja, ich bin arbeitslos, ich habe auch keine Lust zu arbeiten, deswegen kann ich keine Almosen geben. Aber Ellen White sagt, sehr interessant: Wir sind nicht nur verantwortlich für das Geld, das wir haben, sondern auch für die Arbeitskraft, die wir haben, mit der wir Geld verdienen könnten.
[27:59] Ja, wenn jemand todkrank ist und kein Geld verdient, keine Frage. Aber wenn jemand faul ist und arbeiten könnte, dann wird Gott zu ihm sagen: Warum hast du keine Almosen gegeben? Denn du hättest arbeiten können, dich selbst versorgen können und von dem Überschuss, erst in Zehnten zahlen können natürlich, und auch Almosen geben können. Also, sehr Gedanke.
[28:22] Schaut mal in Hebräer 13, Vers 16.
[28:35] Hebräer 13, Vers 16. Dort werden wir ermahnt. Hebräer 13, Vers 16. Wohl zu tun und mitzuteilen, vergesst nicht, denn solche Opfer gefallen Gott wohl. Also, es ist ein Opfer, Almosen geben und Gott hat gefallen daran, wenn es in der richtigen Weise geschieht. Aber jetzt sagt der Jesus in Matthäus 6, dass die Menschen seiner Zeit vor sich her Posaunen lassen und deutlich machen: Hört alle zu, ich gebe jetzt Almosen.
[29:09] Jetzt, man ist sich ein bisschen unsicher, ob die Menschen damals tatsächlich buchstäbliche Posaunen verwendet haben. Da gibt es keinen richtigen Hinweis, aber das könnte trotzdem so gewesen sein, auch wenn wir jetzt keinen Beweis mehr dafür haben. Es ist aber auch möglich, dass Jesus einfach das quasi als Metapher verwendet, ja, wie ich, wenn ich sage, der hat das raus posaunt. Ja, also es gibt auch die Theorie tatsächlich, dass die Schatztruhe im Tempel, die hatte diese großen, so ein großes Loch und das war oben breit und wurde dann unten schmal, wie eine Trompete. Ja, deswegen sagen manche auch, dass es damit zu tun hat. Ich denke vermutlich haben sie echte Posaunen verwendet, aber wie auch immer.
[29:54] Ja, vielleicht. Ja, das Thema hier aber an der Stelle ist nicht so sehr, wie viel man gibt, sondern das Thema ist hier, dass man etwas gibt, um gesehen zu werden. Und jetzt schau mal mit mir in Sprüche. Da gibt es einen interessanten Vers.
[30:43] In Sprüche 20 und dort Vers 6. Das ist vielleicht ein interessanter Vers. Sprüche 20 und dort Vers 6. Die meisten Menschen rühmen ihre eigene Güte. Das ist doch interessant, oder? Das heißt, was der Salomo hier sagt, ist, für die allermeisten Menschen gilt, wenn die über ihre eigene Güte, über eigene Barmherzigkeit nachdenken und sagen: Ich bin ein relativ freundlicher Mensch, ich bin auch sehr gütig, sehr barmherzig und die allermeisten Menschen sind darauf bedacht, dass andere wissen, wie gütig sie sind. Ich würde fast behaupten, die meisten Christen sind darauf bedacht, dass andere Christen wissen, wie viel sie beten, wie viel sie Missionen gemacht haben, dass andere in der Gemeinde wissen, wo man gepredigt hat, dass andere in der Gemeinde wissen, wie viel Bibelstunden man gegeben hat, dass andere in der Gemeinde hören, was man für den Herrn getan hat oder wie viel Bibelstellen man auswendig gelernt hat, weil das irgendwie gut tut, wenn die anderen wissen, was man für den Herrn gemacht hat.
[31:35] Und Jesus sagt, damit sind all die guten Werke, all das, was eigentlich richtig und gut wäre, auf einem falschen Fundament. Und das ist etwas, das uns alle betreffen kann, oder? Das hat ja nichts damit zu tun, dass man irgendwie bösartig sein will, Menschen schaden will. Man will ja einfach nur zeigen, dass ich etwas Gutes für den Herrn gemacht habe, damit ihr seht, ich bin für den Herrn. Habt ihr es gesehen? Ich habe etwas für den Herrn gemacht. Und das geht sehr tief in das Herz, in die Motive, in die Gedanken, das geht ganz tief in unsere Intention.
[32:54] Schaut mal mit mir, kennt ihr die Geschichte von Saul? Als Saul warten soll mit dem Opfer und der Samuel kommt sieben Tage nicht und dann fängt er an zu opfern. Könnt ihr euch daran erinnern an die Geschichte? Der fängt an zu opfern und dann kommt Samuel zu ihm und sagt: Warum hast du nicht gewartet? Und, ne Moment, erzähl ich die richtige Geschichte, wartet. Es gibt die Geschichte, aber es gibt auch die andere. Mir geht es um einen Aspekt an der Geschichte, wartet, sonst muss ich mich gleich korrigieren. Ne, genau, es ist nämlich nicht die Geschichte mit dem Warten, sondern es ist die Geschichte, als er von den Amalekitern zurückkommt. Ja, er kommt von den Amalekitern zurück, nicht wahr? Und sollte alle umbringen, hat aber nicht alle umgebracht. Aber der entscheidende Punkt ist jetzt, der Samuel kommt zu ihm und sagt: Du wirst nicht mehr König sein. Und dann sagt Saul etwas Interessantes, in 1. Samuel 15, Vers 30, er sagt: Komm trotzdem mit mir und ehre mich vor den Großen des Volkes, ehre mich vor dem Volk, damit wenigstens vor dem Volk noch irgendwie deutlich wird, dass ich nicht so verkehrt bin. Das heißt, ihm war es wichtiger, dem Saul, dass das Volk denkt, dass er noch gut ist, als dass Gott auf ihn gut schaut.
[33:56] Schaut mal in Johannes 5, Vers 41. Wir haben ja vorhin gesehen, die Menschen, die Ehre von anderen Menschen nehmen, haben keinen echten Glauben. Schaut in Johannes 5, und dort Vers 41. Wenige Verse vor, sagt Jesus was Interessantes. Er sagt in Vers 41: Ich nehme nicht Ehre von Menschen. Das ist erstmal merkwürdig, wenn man denkt: Moment mal, sagt Jesus nicht: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre? Also nimmt Jesus jetzt Ehre von Menschen? Ja oder nein? Der Punkt ist, wenn Menschen ihn ehren, stößt er sie weg? Nein, natürlich nicht. Gott freut sich, wenn wir ihn ehren, aber Jesus ist nicht abhängig davon, dass Menschen ihn ehren.
[35:11] Jesus' Gerechtigkeit hängt nicht davon ab, dass wir, hoffentlich sehen die Menschen, ansonsten, ich hoffe, dass irgendjemand mich sieht. Jesus war in seiner Gerechtigkeit und in dem, was er Gutes getan hat, so mit dem Vater verbunden, dass es für ihn keine Rolle spielte, ob das jemand sieht oder nicht. Für seine eigene Gerechtigkeit, versteht ihr, was ich meine? Deswegen, als er nach dem Sieg über den Satan, als er 40 Tage lang in der Wüste versucht worden ist und den Satan besiegt hatte. Ich meine, wenn wir 40 Tage lang krank waren und eine große Herausforderung hatten, eine Versuchung hatten und wir haben einen Sieg errungen, da können wir es kaum warten, am Sabbat nach vorne zu kommen und zu erzählen: Gefährlich. Und ich habe den Sieg errungen mit dem Herrn. Ich habe den Sieg errungen mit dem Herrn und wir wollen gerne zeigen, was Tolles wir erlebt haben mit dem Herrn. Jesus hat keinen Mucks gemacht. Der hat nicht einmal, als er zurückkam aus der Wüste, gesagt: Hey, übrigens, ich wollte auch noch was erzählen. Ich habe mit dem Satan gekämpft, ich habe ihn besiegt. Er hat gar nichts gesagt. Und wenn nicht Johannes der Täufer gesagt hätte: Seht, dass das Lamm Gottes ist, das die Sünde der Welt trägt, kein Mensch hätte gewusst, dass Jesus überhaupt da ist, weil es ihm nicht wichtig war, was die anderen Menschen über ihn dachten.
[36:30] Es war ihm wichtig, wie Gott von ihm dachte und weil es ihm wichtig war, wie Gott von ihm dachte, hat Gott dann dafür gesorgt, dass all das, was die Menschen wissen mussten, auch sie wussten. Ja, weil dann andere Leute, wie Johannes der Täufer gesagt haben: Schau mal, das ist nicht wahr. Und also die Gerechtigkeit Jesu, die schien so aus ihm raus, die konnte gar nicht verborgen sein, aber er hat nicht das Rampenlicht gesucht. Und das ist, glaube ich, ein ganz entscheidender Punkt.
[36:57] Ja, ganz genau. Diese Phrase kommt öfter mal vorher, dass Johannes der Täufer, ganz genau. Schaut mal noch ganz kurz in Römer 4, gibt es einen wichtigen Gedanken im Römerbrief, in Römer 4 und dort Vers 1 und 2.
[37:32] Was wollen wir denn sagen, dass Abraham, unser Vater nach dem Fleisch, erlangt hat? Wenn nämlich Abraham aus Werken gerechtfertigt worden ist, hat er zwar Ruhm, aber nicht vor Gott. Die Idee ist, wenn Abraham darauf vertraut hätte, was er an menschlichen Werken getan hätte. Also Paulus stellt die Frage: Wäre Abraham berühmt geworden? Und die Antwort ist ja. Er hat einige Dinge getan. Er hat die Schlacht nach der Schlacht der neun Könige, hat er da die Armeen besiegt, er hat verschiedene Abenteuer erlebt. Ja, er war in Ägypten gewesen, er war ein großer Fürst. Also als Mensch hat er einiges getan, wenn man seine menschlichen Werke betrachten würde, kann man sagen, er wäre ein berühmter Mann geworden. Aber Paulus sagt, er hätte keinen Ruhm vor Gott. Er hätte keinen Ruhm vor Gott, wenn er sich auf seine eigenen Werke hätte verlassen sollen.
[38:24] Und ist es nicht interessant, dass die ganze Weltgeschichte aus Leuten besteht, die immer nach Ruhm gesucht haben, immer berühmt werden wollten. Heute so, aber schon damals. Ja, Cäsar, Alexander der Große, die wollten unbedingt berühmt werden. Nur das Problem ist ein ganz simples. Der Ruhm von Menschen nützt nicht viel. Warum? Wenn ich tot bin, können die Menschen, die mich verehren, mich nicht retten. Aber Jesus, bei dem ich Ruhm habe, der kann mich von den Toten auferwecken. Deswegen ist ja das Paradoxe, die Leute wollen berühmt werden und sterben dann alle und sie sind dann tot, sind noch berühmt, aber sie sind tot. Und die Leute, die sich später noch berühmt finden, können ihnen das Leben nicht geben. Deswegen ist alles Streben nach menschlichem Ruhm nutzlos. Das ist ja, was die Bibel ständig sagt. Es ist nutzlos.
[39:26] Absolut, absolut. Schauen wir noch ganz zum Schluss. In Matthäus 6, Vers 3 und 4, ganz schnell. Also Jesus sagt, das ist sicherlich eine Metapher. Wenn du aber Almosen gibst, so soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut. Also heißt also, es soll nicht eine Besonderheit sein, dass du sagst: Oh, ich habe eine Almosen gegeben. Ich sollte schnell davon erzählen, damit auch meine Geschwister gehört haben, ich habe Almosen gegeben. Und wenn niemand davon jemals erfährt, dass ich etwas Großes für jemand anders getan habe, vollkommen egal. Sollte es zufällig rauskommen, aber es sollte keine Besonderheit sein.
[40:13] Vers 4, damit dein Almosen im Verborgenen ist. Und jetzt Achtung. Und dein Vater, der ins Verborgene sieht, der wird es dir wie vergelten? Öffentlich. Das ist jetzt interessant. Da gibt es zwei Gruppen von Menschen. Das eine sind die Pharisäer und damit alle Menschen. Das andere sind die Gläubigen, die wahrhaften Gläubigen. Die einen machen es öffentlich, die anderen verborgen. Aber der Lohn ist für beide öffentlich.
[40:48] Was ist der öffentliche Lohn der Pharisäer? Was ist der Lohn der Pharisäer, wenn sie Trompeten lassen? Jetzt komme ich und gebe hier ein paar Denare. Was ist ihr Lohn? Welchen Lohn bekommen sie? Der Lohn ist, dass die Leute sagen: Was für ein frommer Mann und so reich. Gamaliel, der Große oder was auch immer. Sie sind berühmt. Das Problem ist, menschliche Berühmtheit ist sehr vage. Weil mal ist man berühmt und dann zehn Tage später mögen die Leute nicht mehr. Das ist die ganze Ruhm. Jesus sagt, sie haben ihren Lohn schon und zwar voll. Sie bekommen nicht mehr als das. Wenn du dich auf Menschen verlässt, bekommst du von Menschen ein bisschen Applaus. Und irgendwann sind die Menschen tot und du auch. Aber wer sich auf Gott verlässt, der bekommt was anderes. Nämlich, wann wird Gott uns vergelten? Wann gibt Gott demjenigen, der im Verborgenen gibt? Am Tag des Gerichts, wenn Jesus wiederkommt mit Pauken und Trompeten, dann wird jeder sehen, dass der Lohn bei Gott würdig ist.
[41:54] Das heißt, jetzt stelle ich mir die Frage: Wie soll ich leben? Soll ich so leben, dass die anderen mich sehen und mich toll finden und sagen: Ja, ich würde auch gerne ein so toller Christ sein, ein so toller, was weiß ich was, nicht wahr? Ja, das finde ich wunderbar. Oder, ganz genau, es bringt nichts, weil die gleichen, die applaudieren später, sagen: Den mag ich doch nicht. Oder ob ich mir nichts daraus mache, was andere über mich denken. Und meine einzige Frage ist: Wie denkt Gott über mich?
[42:30] Ja, natürlich, selbstverständlich. Wie gesagt, hier geht es nicht darum, dass es alles verborgen sein muss. Paulus zum Beispiel, wie gesagt, Paulus wollte nicht angesehen sein, aber er schreibt den Leuten in Achaia, in Mazedonien haben sie schon viel Geld gesammelt, ja, ich sage es euch schon mal, um sie zu motivieren. Das ist was anderes. Der Paulus wollte nicht: Ich bin der große Geldsammler, ja. Es geht um das Motiv und damit zeigt Jesus erneut, es geht immer um das Herz. Gott kennt das Herz genau, er kennt unsere Motive genau. Wir Menschen können das nicht beurteilen, oder? Wir können das nicht bis ins Letzte sehen, aber wie gesagt, es gibt nichts, was verborgen ist, das nicht offenbar wird. Und egal, wie geheim die Sachen sind, die wir gemacht haben, Gott wird sie vergelten. Und der Lohn der Auferstehung, der Lohn der Gerechten, den haben wir bei der Auferstehung. Und dann bei der Auferstehung, dann werden sich alle, die meinten, es wäre so wichtig, bei den Menschen angesehen zu sein, furchtbar nicht ärgern, ist fast ein zu schwaches Wort. Denn was nützt der Menschenruhm nach den Tausenden Jahren? Dann nützt es nur, wenn ich Ruhm bei Gott habe. Und in dem Sinne wollen wir nächstes Mal dann über, haben wir heute nicht mehr geschafft, über das Gebet sprechen, da geht es genau um das Gleiche und dann werden wir uns auf das Vaterunser zu bewegen. Aber halten wir fest, in allem, was wir tun, nicht nur im Geben, auch in unserem Predigen, Bibelstunden geben, als wir uns Hauskreise leiten, singen, beten, Bibel studieren, alles Mögliche, ist die Frage: Reicht es mir, wenn Gott weiß, was ich tue? Und wenn mir das reicht, habe ich wahren Glauben. Wenn es mir nicht reicht, dann ist da kein echter Glaube.
[44:07] Also ihr Lieben, wollen wir noch gemeinsam beten? Lass uns die Niederknien.
[44:42] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir in der Bergpredigt so wertvolle Dinge finden, die unser persönliches Leben betreffen. Herr, du kennst unser Herz am allerbesten, noch besser als wir selbst. Wir möchten dich um Vergebung bitten, wo immer in unserem Leben wir vielleicht gute Dinge getan haben, nicht um dir zu gefallen, sondern um bei anderen gut dazustehen. Herr, durchforsche unsere Herzen und schenke uns eine aufrichtige Liebe zu dir, die so stark ist, dass es uns egal ist, ob Menschen das gut finden oder schlecht finden, was wir tun, sondern dass unser Auge allein auf deine Ehre gerichtet ist. Dass wir dir allein vertrauen und unseren Vertrauen nicht darauf legen, was andere Menschen von uns halten. So bitten wir dich von ganzem Herzen, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst und danken wir, dass du es tun wirst nach deiner Verheißung. Amen.
[46:05] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!