In dieser Predigt wird das Vaterunser detailliert ausgelegt, wobei der Fokus auf den Bitten „Dein Reich komme“ und „Dein Wille geschehe“ liegt. Christopher Kramp erklärt, was das Reich Gottes bedeutet, sowohl im inneren als auch im äußeren Sinne, und wie wir Gottes Willen erkennen und danach handeln können. Er betont die Bedeutung von Dankbarkeit, Heiligung und guten Taten als Ausdruck von Gottes Willen im Leben eines Gläubigen. Die Predigt beleuchtet auch die Parallelen zwischen dem Dienst der Engel im Himmel und dem Leben der Gläubigen auf Erden.
Der Ersehnte: 82. „Dein Wille geschehe“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr jetzt live zugeschaltet seid auf www.joelmedia.de. Heute geht es weiter mit dem Vaterunser. Wir haben das letzte Mal nur den ersten Satz, den ersten Vers angeschaut: "Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name." Und wir wollen heute ein bisschen weiterkommen. Dieses so berühmte Gebet, das Jesus als Beispiel gegeben hat, wie wir beten sollen, ein bisschen besser verstehen, weil das wird uns helfen in unserem Gebetsleben mit Jesus ganz ungemein.
[1:10] Bevor wir anfangen, wollen wir tatsächlich auch das tun, was wir sagen und beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir die Gelegenheit haben, über dein Wort zu lesen und zu studieren und danke für die Gelegenheit, dass du heute jetzt zu uns sprechen möchtest. Danke für diese wunderbare Bergpredigt, die uns so praktisch zeigt, was es heißt, Christ zu sein und Jesus nachzufolgen. Wenn wir jetzt das Vaterunser studieren, das wir so gut kennen, dass wir es oft auswendig sagen, bitten wir dich, dass du durch deinen Heiligen Geist uns die Schätze deines Wortes zeigst, die du dort hineingelegt hast, damit wir davon profitieren für unser persönliches Leben und unsere Beziehung zu dir. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.
[2:01] Matthäus Kapitel 6, wir lesen noch mal Vers 9 zum Zusammenhangs willen. "Deshalb solltet ihr auf diese Weise beten", sagt Jesus. "Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name." Könnt ihr euch noch erinnern, was wir gesagt haben? Was bedeutet es, dass Gottes Name geheiligt wird? Nur, dass wir ganz kurz dann noch mal den Zusammenhang haben, bevor wir jetzt weitergehen. Was bedeutet es, wenn wir sagen: "Geheiligt werde dein Name"? Ja, das stimmt auch, aber wir hatten was ganz Besonderes rausgefunden. Ich hatte jetzt vor kurzem ein Telefonat, eine fremde Frau rief mich an und sie hat nicht verraten, von welcher Kirche sie ist, aber es wurde nach drei Sätzen ganz deutlich, als sie mich fragte, was ich denn denken würde über diesen Satz: "Geheiligt werde dein Name", ob es nicht wichtig wäre, dass man genau den richtigen Namen Gottes ausspricht.
[3:01] Genau, und dann habe ich ihr erklärt, was ich euch das letzte Mal erklärt habe, was ihr jetzt hoffentlich noch in Erinnerung habt, nämlich: "Geheiligt werde dein Name" ist nicht, dass wir den Namen Gottes heiligen, das ist passiv, nicht wir heiligen deinen Namen, sondern "geheiligt werde dein Name". Wer heiligt Gottes Namen? Gott selbst. Das haben wir in Hesekiel 36 gelernt, dass Gott seinen Namen heiligt, den wir entheiligt haben durch unsere Sünden. Haben wir den Namen Gottes entheiligt, aber er heiligt ihn. Und wodurch heiligt er seinen Namen? Wenn ich an Hesekiel 36 erinnere, wo er sagt: "Ich werde meinen Namen heilig machen." Wodurch heiligt er seinen Namen? Ja, also er heiligt seinen Namen in dem Fall in Hesekiel 36, indem er das Volk aus der Gefangenschaft befreit, wieder zu sich bringt, das Volk erlöst, dem Volk, den Gläubigen ein neues Herz gibt, seinen Geist auf sie gießt, sein Gesetz in sich hineinlegt und bewirkt, dass sie in seinen Gesetzen wandeln. Dadurch heiligt er seinen Namen vor den Völkern.
[4:04] Wenn wir also beten: "Geheiligt werde dein Name", sagen wir, beten wir: Herr, ich erlaube dir, mich aus der Gefangenschaft der Sünde zu befreien. Ich erlaube dir, deinen Geist auf mich zu gießen. Ich erlaube dir, die Götter aus meinem Leben zu nehmen. Ich erlaube dir, dass du mir ein neues Herz schenkst, ein fleischendes Herz. Ich erlaube dir, dass du dein Gesetz in mein Herz schreibst, weil dadurch wird dein Name geheiligt. Dein Name werde geheiligt, indem Gott uns rettet und uns verändert, wird sein Name gepriesen vor aller Welt.
[4:38] Jetzt schauen wir mal in Vers 10, also auf diese Idee, dass es uns nicht um uns geht, sondern um Gott, dass er einen guten Ruf hat. Was nützt es, wenn wir sagen, wir glauben an Gott, aber durch unser Leben hat Gott einen schlechten Ruf bei den Menschen, weil die Leute sagen: "Schaut mal, wie die Christen sind." Was wir eigentlich sagen damit ist, wir wollen ein Leben leben, dass Gott einen guten Ruf hat in der ganzen Welt, dass sein Charakter, sein Wesen verstanden wird. Und dann geht es gleich weiter in Vers 10: "Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden." Fangen wir mal mit "Dein Reich komme". Was heißt denn das, dass wir beten sollen: "Dein Reich komme"? Was würdet ihr darunter verstehen?
[5:28] Okay, andere Gedanken, "Dein Reich komme".
[5:48] Okay, ja, also Jesus sagt auch an einer Stelle: "Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten kann, sondern es ist mitten unter euch." Also, wer hat denn gepredigt von dem Reich Gottes, dass das Reich Gottes nahe herbeigekommen ist? Johannes der Täufer hat gesagt: "Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen." Wer hat das gleich auch noch gepredigt? Jesus selbst hat gesagt: "Tut Buße, denn das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen." Das heißt, dass "Dein Reich komme", es geht um das Reich Gottes und Reich Gottes meint immer Königreich, das Königreich Gottes. Woher kennen wir diese Idee, dass das Königreich Gottes kommen soll? Aus dem Alten Testament, wo? Wo wird explizit gesagt, dass Gott ein Reich, sein Reich aufrichten wird auf diese Erde? Daniel 2, nicht wahr? Und wodurch wird das dargestellt, dass das Reich Gottes kommen soll? Durch den Stein.
[6:41] Das heißt, ja, es stimmt, das Reich Gottes, also beim Reich Gottes gibt es eigentlich, das Reich Gottes hat zwei Medaillen sozusagen. Die eine ist die, wie soll ich das jetzt beschreiben, die äußerliche sozusagen und dann gibt es das innerlich Geistliche. Gott wird am Ende in Daniel 2 wird das ganz deutlich beschrieben, wird Jesus als König wiederkommen, oder? Offenbarung schreibt das. Er wird als König der Könige wiederkommen, mit Kronen auf seinem Haupt und das Reich Gottes wird dann bedeuten, dass das nach den tausend Jahren auf dieser Erde Jesus herrschen wird. "Dein Reich komme."
[7:30] Aber es gibt auch einen geistlichen Aspekt vom Reich Gottes, nämlich, also was ist eigentlich das Reich Gottes? Mal fangen wir mal so an. Ganz simpel definiert. Was ist das Reich Gottes? Okay, genau. Woher wissen wir, dass es ein Gesetz gibt in diesem Königreich? Genau, die Zehn Gebote. Woher wissen wir, dass das mit dem Reich Gottes was zu tun hatte? Die Bundeslade. Und die Bundeslade steht wo? Die steht eben im Allerheiligsten. Und die Bundeslade selbst ist nicht nur die Bundeslade, sondern zur Bundeslade gehört noch was? Der Thron Gottes. Genau, das heißt, der Thron Gottes ist quasi auf der Bundeslade und in der Bundeslade sind die Zehn Gebote. Was heißt also, die Zehn Gebote sind die Grundlage, sind das Fundament seines Thrones, sind also das Fundament seiner Regierung. Wann immer wir also von dem Reich Gottes sprechen, sprechen wir auch von seinem Gesetz, weil das ist die Grundlage seiner Regierung, das Fundament.
[8:22] Okay, also das Gesetz Gottes ist sehr wichtig. Aber was ist das Reich Gottes? Ja, in gewisser Weise schon. Das Gesetz ist ein Charakter. Ah, sehr gut. Also, kennt den alle, sonst schlagt ihr mal auf. Römer 14, Vers 17. Das Reich Gottes hat drei Kennzeichen, nämlich, was ist das erste? Gerechtigkeit, ja, Friede und Freude im Heiligen Geist. Genau, da könnte man viel zu sagen, machen wir jetzt aber nicht. Aber der Punkt ist, wo diese drei Dinge zusammenkommen: Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist, da ist das Reich Gottes. Im Himmel, an Gottes Thron, ist da Gerechtigkeit? Ist da Friede? Ist da Freude? Okay, auf der neuen Erde, wenn Jesus wiedergekommen ist und dann die neue Erde geschaffen hat, wird da Gerechtigkeit sein? Friede und Freude? Jetzt der Punkt, auf dieser Welt, die so finster, so ungerecht, ja, so kriegerisch und so freudlos, kann ein Mensch trotzdem persönlich Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist erleben, in seinem Herzen. Und das ist das innerliche Reich Gottes. Das sind also nicht zwei verschiedene Dinge, sondern eigentlich genau dasselbe. Nur einmal ist es erstmal nur persönlich in meinem eigenen Herzen, weil ich mit Gott im Frieden bin, weil ich Gerechtigkeit Gottes erlebe und weil ich eine innere Freude habe, trotz der Freudlosigkeit drumherum. Und dann das äußerliche Reich Gottes ist lediglich die Tatsache, dass es jetzt über alles, ja, und dass es keinen Konflikt mehr gibt zwischen dem Reich Gottes und dem Reich Satans.
[10:00] Durch was ist das innerliche Reich Gottes gekommen? Durch Jesus, durch das Kreuz, ja. Deswegen ist es kein Zufall, dass Jesus am Kreuz der König der Juden ist. Er ist der König, das Reich Gottes. Da zeigt sich das Wesen Gottes, ja, am Kreuz zeigt sich die Liebe. Und damit zeigt sich seine Regierung, sein Reich. So ist er. Aber obwohl es stimmt, dass das Reich Gottes innerlich in uns schon sein kann, durch Jesus, ist das doch immer nur die, ist es noch nicht vollständig, wenn es nicht auch äußerlich ist. Mit anderen Worten, das eine führt zum anderen, ja. Das Kreuz führt zur Krone. Jesus, er rettet uns, damit wir einmal in einer sündlosen Welt mit ihm sein können. Das heißt, man kann nicht sagen: "Mir reicht das Reich Gottes, das will ich nicht, ich mache nur das." Das gibt es heute ganz oft in der Christenheit, dass man sagt: "Wir bauen das Reich Gottes hier auf diese Erde. Wir sind alle einfach ganz lieb zueinander", und dann ist das das Reich Gottes. Aber das ist der Weg dazu, dass Gott einmal auf dieser Erde regieren wird. Und wenn wir beten: "Dein Reich komme", beten wir nicht nur: "Ich wünsche mir Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist für mein Leben." Wir beten eigentlich, wir hoffen und wünschen, dass es irgendwann auf dieser Erde Gerechtigkeit und Friede und heilige Freude gibt, überall.
[11:22] Und jetzt die Frage, wie kommt das? Was muss geschehen, damit das passiert? Also was muss passieren, damit Jesus wiederkommt? Ah, was für ein Evangelium! Matthäus 24, Vers 14, das Evangelium vom Reich. Mit anderen Worten, nur derjenige, der selbst ein Interesse daran hat und auch aktiv ist, das Evangelium vom Reich zu verbreiten, der kann wirklich ernsthaft beten: "Dein Reich komme." Also wenn ich bete: "Dein Reich komme" und die Bibel sagt eindeutig, das Reich kommt, wenn alle von dem Reich erfahren haben und ich mache nichts, dann bete ich zwar die Worte, aber ich bete nicht das Gebet. Und das passiert, glaube ich, zu Millionen Malen, dass Leute dieses Gebet beten und nichts dafür unternehmen, dass das Reich Gottes Realität wird.
[12:21] Genau, da kommen wir gleich zu. Also wie gesagt, wir finden in der Bibel sowohl viele Verse über das Königreich im Herzen, nicht wahr, dass durch Jesus, durch die Erlösung, Kolosser 1, Vers 13 zum Beispiel und vielleicht nehmen wir ein Vers noch in Offenbarung 12, Vers 10. Offenbarung 12 und dort Vers 10. Das ist, als Jesus am Kreuz gestorben ist, da heißt es hier in Offenbarung 12, Vers 10: "Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus. Denn hinabgestürzt wurde der Verkläger unserer Brüder, der sie vor unserem Gott verklagte, Tag und Nacht." Jesus hat am Kreuz das Reich Gottes bekräftigt, ja, aber der Satan ist nach dem Kreuz noch nicht vernichtet gewesen. Sein Reich ist noch nicht aufgelöst und deswegen warten wir auf die Wiederkunft und dann auf das Millennium und dann auf die Auslöschung der Sünde.
[13:30] "Dein Reich komme." Und das bedeutet, wie wir gerade gesagt haben, Aktivität. Man kann das nicht beten, wenn man nicht auch bereit ist, etwas dafür zu tun. Also nur der, der sagt: "Hier bin ich, sende mich", kann auch ernsthaft sagen: "Herr, dein Reich komme."
[13:49] Jetzt geht es weiter: "Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden." Also ihr merkt schon, bei diesem Gebet geht es nicht darum: Herr, ich brauche das, ich brauche das, ich würde so gerne das haben, mach doch mal das. Es geht darum: "Dein Name werde geheiligt. Unser Vater, du bist im Himmel, dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, dein Wille geschehe." Das heißt, was Jesus hier sagt, ist: Die Top-Priorität in unseren Gebeten sollte eigentlich sein: Wie kann Gottes Ruf verbessert werden? Wie kann Gottes Reich schneller auf dieser Erde Realität werden? Und wie kann Gottes Wille geschehen?
[14:22] Jetzt, unsere Gebete sind meistens anders, ja, sie haben eher so unsere Wünsche als Priorität. So: "Herr, wenn du möchtest, tu das. Wenn du möchtest, tu das, tu das, tu das, ja, hoffentlich ist das dein Wille, aber wir wünschen uns das und das und das." Aber Jesus lehrt uns zu beten, dass wir Gottes Willen und seinen Ruf an vorderste Stelle stellen.
[14:45] Jetzt, was ist eigentlich Gottes Wille? Also wir sagen: "Dein Wille geschehe." Okay, was soll denn geschehen? Also Gottes Wille ist, dass alle Menschen gerettet werden, ja, und schon sind wir beim selben Thema, weil wenn ich bete: "Herr, rette die Menschen", merke ich ganz schnell, naja, wem hat er denn die Aufgabe? Durch wen wird er wirken? Er wird wirken durch, durch wen wird er wirken? Durch mich, ja. Wenn ich sage: "Herr, bitte rette meinen Freund, meinen Nachbarn, meinen Arbeitskollegen", dann wird er sagen: "Ja, das tue ich gerne, ich sende dich." Ja, also dein Wille, also das ist ein Teil des Willens Gottes, ja.
[15:20] Was gehört noch zum Willen Gottes? Was ist Gottes Wille? Unsere Heiligung. Das steht in 1. Thessalonicher 4, lasst uns mal nachlesen. 1. Thessalonicher 4, Vers 3: "Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, dass ihr euch der Unzucht enthaltet." Wenn ich also sage: "Herr, dein Wille geschehe", sage ich mit anderen Worten: Ich lese ja, du willst, dass ich heilig lebe, also wünsche ich mir, dass du mich heiligst, dass du mich heilig machst, dass ich mich Dinge enthalte, die meinen Körper und mein geistliches Leben schaden. Ich gebe Gott also die Erlaubnis, in meinem Leben zu wirken. "Dein Wille geschehe."
[15:56] Was ist noch Gottes Wille? Also wir haben jetzt die Rettung von Menschen, unsere Heiligung. Was ist noch Gottes Wille? Ja, also, wo sagt die Bibel, das ist Gottes Wille? Also Gottes Wille, unsere Heiligung, oder Gott möchte, dass niemand verloren geht. Ja, das steht ganz eindeutig. Könnt ihr noch stellen? Ja, das ist das ewige Leben, dass sie dich, genau. Schaut mal in, ganz interessant, in 1. Thessalonicher, ja genau, genau, das ist ja dasselbe. Ja, wir wünschen uns, Gott wünscht sich, dass die Menschen gerettet werden und umkehren, musst du tun.
[16:37] Schaut mal, 1. Thessalonicher 5, da kommt man von alleine nicht drauf. 1. Thessalonicher 5, Vers 18, ganz interessanter Text. 1. Thessalonicher 5, Vers 18: "Seid in allem dankbar, denn das ist der Wille Gottes und Christus Jesus vor euch." Also Gottes Wille ist es nicht nur, dass wir, dass Menschen gerettet werden, nicht nur, dass wir heilig sind, sondern dass wir auch dankbar sind und zwar immer. Also, wenn man Gott fragen würde: "Hey Gott, was wünschst du dir?", dann würde ich sagen: "Was ich mir so richtig wünschen würde, ist, dass die, die sich Christen nennen und mir nachfolgen, in die Gemeinde gehen, dass sie einfach immer dankbar sind. Das würde ich mir wünschen." So und wenn wir jetzt bitten: "Dein Wille geschehe" und dann die ganze Zeit undankbar sind, dann haben wir zwar Worte gebetet, aber nicht das, was Gott eigentlich will. Das heißt, wir beten dadurch her: "Wir möchten dir erlauben, dass du uns so veränderst, dass wir immer dankbar sind. Wir wünschen uns auch, dass wir immer dankbar sind." Das können wir zwar alleine nicht erzeugen, aber nicht wahr? "Dein Wille geschehe."
[17:49] Also noch ein Vers. Also ihr seht schon, das ist sehr praktisch, dieses Gebet. 1. Petrus 2, 15. 1. Petrus 2, 15. Das ist auch noch interessant. Also wir haben jetzt: Der Wille Gottes ist, dass Menschen gerettet werden, der Wille Gottes ist unsere Heiligung, der Wille Gottes ist, dass wir immer dankbar sind in allen Situationen. Und 1. Petrus 2, Vers 15 sagt: "Denn das ist der Wille Gottes, dass wir was tun sollen, dass ihr durch rechtes Tun oder Gutes tun die Unwissenheit der unverständlichen Menschen zum Schweigen bringt." Interessant, oder? Also Gott wünscht sich, dass die Gläubigen nicht nur reden und vielleicht Flyer verteilen, sondern dass sie durch ihre guten Taten ein Zeugnis geben über Gottes Wesen. Gottes Wille ist, dass die Gläubigen gute Taten tun. Es gibt ja heutzutage immer wieder so ein, wie soll man sagen, gute Werke werden so halb negativ gesehen. Die Werke haben ja nichts mit unserer Erlösung zu tun. Gute Werke werden fast ein bisschen negativ gesehen, aber Gott wünscht sich gute Werke explizit. Er sagt, das ist mein Wunsch, das ist mein Wille. Und wenn wir sagen: "Dein Wille geschehe", sagen wir: "Okay Gott, hiermit bete ich, ich wünsche mir, dass ich heilig werde, dass ich immer dankbar bin und dass ich Gutes tue, sodass die unverständlichen Menschen nichts mehr zum Lästeren haben, weil sie merken: 'Auch wenn ich anders denke, bin ich wirklich ein guter Mensch.'"
[19:20] Ja, aber wenn Gott weiß, oder wir wirklich lieben ihn, oder nicht, oder wir nur so sprechen. Das wäre das Wichtigste sein. Und wie werden wir zwischen uns aussehen? Macht man uns immer, oder nur so sprechen. Und Gott weiß genau uns. Wir können nicht schweigen, das ist nicht möglich. Er weiß, oder wir lieben uns und Gott liebt uns für alles. Und das ist das, was Gott will. Wir lieben, ohne lieben, das andere ist nichts. Ganz genau, absolut, absolut.
[20:02] Ganz genau, wir sollen doch seinen Willen beten. Ja, ganz genau, das ist das Gebet: "Dein Wille geschehe." Jetzt frage ich euch, jetzt wissen wir, was Gottes Wille ist, also das kommt noch mehr dazu, wir haben jetzt einige Ideen. Wie komme ich jetzt aber dazu, dass ich diesen Willen Gottes auch tun will? Also, dass ich mich wirklich für den Willen Gottes interessiere? Das eine ist, dass ich ja erkenne, Gottes Wille ist, dass ich heilig bin, aber wie wird das mein Wille? Wenn ich sage, Gottes Wille ist, dass ich immer dankbar sein will, ja, das kann ich verstehen, aber wie komme ich jetzt dazu, dass ich wirklich diesen Willen Gottes auch begehre, dass ich ihn gern haben möchte?
[20:49] Schauen wir uns mal zwei Textstellen an, in Römer 12. Mit dem Gotteswort seid ihr schon ganz, ganz gut dran. Römer 12 und dort Vers 2, da steht jetzt was sehr Interessantes und sehr Wichtiges über den Willen Gottes. Römer 12, Vers 2, da sagt er: "Und passt euch nicht diesem Weltlauf an", mit anderen Worten, macht nicht alles so, wie die Menschen das machen, passt euch nicht an an die Welt, "sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes", das heißt, mit anderen Worten, Bekehrung. Das heißt, dass wir Gott erlauben, dass wir andere Gedanken bekommen, "damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist." Mit anderen Worten, wenn man nicht eine Sinnesänderung von Gott bekommt, kann man zwar lesen, was Gottes Wille ist, man kann es aber gar nicht wirklich verstehen. Das heißt, dieses Gebet: "Dein Wille geschehe", kann eigentlich nur Realität werden, wenn wir wirklich bereit sind, dass Gott uns neue Gedanken schenkt, neue Motive, neue Absichten, neue Pläne, dass wir eben nicht mehr denken: "Was machen meine Freunde? Was machen meine Arbeitskollegen? Was machen meine Nachbarn? Ich will so sein wie sie." Solange ich das denke, solange ich versuche, möglichst so zu sein wie der Rest der Welt, kann ich Gottes Willen gar nicht richtig verstehen, nicht richtig prüfen. Das ist ein entscheidender Punkt. Dann kann ich zwar lesen, ich soll immer dankbar sein, aber ich verstehe gar nicht, was das bedeutet. Das heißt, diese Bekehrung, diese Antwort des Gläubigen auf das Evangelium, dass er sein Leben als Opfer hingibt und sagt: "Herr, hier bin ich, nimm mich, nimm mich ganz, nimm mein Denken, mein Fühlen, veränder du mich, erneuer du mich, schenk mir deinen Heiligen Geist." Das bewirkt, dass ich Gottes Willen erkennen kann. Und das wird auch sehr deutlich in Psalm 40.
[22:35] Psalm 40, Psalm 40 und dort Vers 9. Jesus ist uns da natürlich das perfekte Vorbild. Psalm 40 und dort Vers 9. Psalm 40, Vers 9, da sagt er: "Deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich und dein Gesetz ist in meinem Herzen."
[23:19] Durch die Sinnesänderung. Gott möchte nicht nur, dass wir nicht wie die Welt denken, sondern dass wir so denken, wie es sein Gesetz sagt. Also Welt raus, Gesetz rein. Und dann wissen wir nicht nur, was Gottes Wille ist, sondern wir haben Freude an Gottes Willen. Das ist der entscheidende Punkt. Man kann nämlich schnell verstehen: Gott will, dass ich heilig bin, Gott will, dass ich die Menschen rette, Gott will, dass ich Gutes tue. Aber wenn ich dazu keine Freude habe, dann ist es nicht wirklich das, was Gott sich wünscht, weil Gott wünscht sich, dass ich diese Dinge gerne tue, freiwillig, so wie Jesus gesagt hat: "Deinen Willen zu tun begehre ich." Ich sehne mich danach, heilig zu sein. Ich sehne mich danach, immer dankbar zu sein. Ich sehne mich danach, Gutes zu tun.
[24:03] Jetzt kommt Gottes Wille immer uneingeschränkt in unserem Leben zur Geltung, oder gibt es da vielleicht eine andere Kraft, die mit Gottes Willen konkurriert? Also mit konkurriert, also nicht im Sinne von unterschiedlich, konkurriert, also im Sinne von
[24:51] Ja, also die ganzen Sünden um uns oder auch in unserem Leben können uns entmutigen, vielleicht auch, ja?
[25:04] Okay, was ist die eigentliche, ja?
[25:23] Sagt?
[25:47] Okay, also mit anderen Worten, anders gefragt: Wenn der Satan heute Abend einen Herzinfarkt bekommt, wird dann Gottes Wille auf der Welt immer geschehen? Nein. Okay, wenn alle Dämonen auch einen Herzinfarkt bekommen, wird dann Gottes Wille immer geschehen? Nein. Okay, also wir haben Gottes Willen, der versucht sich Bahn zu brechen. Jetzt gibt es aber eine andere Kraft, die mein Wille. Okay, also ich habe Gottes Willen und dann habe ich meinen Willen, weil in einer sündigen Welt, das ist jetzt der entscheidende Punkt, in der sündigen Welt gibt es ja mehr Optionen als nur Gottes Optionen, ja? Gott sagt: "Das ist das Beste für dich." Aber solange es Sünde gibt, irgendwo im Universum gibt es auch die Wahl zwischen Gottes Weg und einem anderen Weg. Und mein Wille kann potenziell jetzt etwas anderes wollen als Gottes Wille. Und das ist sogar, wem passiert? Sogar Jesus passiert. Jesus hat nie gesündigt, aber Jesus kannte diesen Konflikt zwischen: Das ist Gottes Wille, dass ich jetzt für die Menschheit sterbe, aber wenn ich ganz ehrlich, also wenn ich jetzt über Jesus reden würde, wenn er da gerade ein Dämon war, hat er sich gedacht: "Also ganz ehrlich, ich würde mir wünschen, es gibt einen anderen Weg." Er sagt: "Wenn es möglich ist, so gehe diese Kerlchen an mir vorüber."
[27:24] Der Wille Jesu und der Wille Gottes waren plötzlich im Konflikt. Und jetzt kommt der entscheidende Moment. Was hat Jesus gesagt in dieser Situation? "Nicht mein Wille, sondern dein Wille."
[27:38] Wenn der Wille Gottes und der Wille des Menschen sich kreuzen, muss einer sterben. Wenn der Wille des Menschen und der Wille Gottes sich kreuzen, muss einer sterben. Und das ist der Grund, warum Jesus am Kreuz gestorben ist. Weil unser Wille und Gottes Wille sich gekreuzt haben.
[28:03] Und deswegen sagt der Paulus, wenn wir unser Leben Gott geben, wenn wir sagen: "Nicht mein Wille geschieht, sondern dein Wille", dann ist das, als ob wir mit Christus gekreuzigt sind. Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Und das muss man sich bewusst machen. Das christliche Leben hängt im Wesentlichen davon ab, dass man in den Momenten, wo man nicht gerade sich danach fühlt, aus Glauben, nicht aus Gefühl, sondern aus Glauben sagt: "Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe." Das ist eigentlich die Quintessenz des christlichen Lebens.
[28:31] Weil nur dann kann Gottes Wille geschehen, weil Gott wird uns, also in meinem Leben zumindest, weil Gott wird mir niemals gegen meinen Willen etwas aufdrücken, weil das gegen die Liebe wäre. Er kann mich nur bitten, ihm zu vertrauen, dass es jetzt das Beste ist für mich.
[28:49] Schauen wir mal noch in Hebräer 13. Das ist ein ganz toller Vers noch. Hebräer 13 und dort Vers 21.
[29:03] Hebräer 13 und Vers 21. Ganz schöner Vers. Hebräer 13, Vers 21: "Er, gemeint ist Gott, rüste euch völlig aus zu jedem guten Werk, damit ihr seinen Willen tut."
[29:21] Also wie können wir Gottes Willen tun? Indem Gott uns ausrüstet. Und wie geht es weiter? Seid ihr da?
[29:33] "Er rüste euch völlig aus zu jedem guten Werk, damit ihr seinen Willen tut, indem er in euch das wirkt, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus." Ganz toller Vers.
[29:43] Also mit anderen Worten, Gott tut durch Jesus in mir das, was vor ihm wohlgefällig ist. So kann ich Gottes Willen tun. Mit anderen Worten, jedes Mal, wenn wir beten: "Dein Wille geschehe", sagen wir: "Gott, ich erlaube dir, dass du in meinem Leben wirkst durch Jesus."
[30:05] Weil der Wille Gottes geschieht nicht dadurch, dass Gott sagt: "Also ich wünsche mir das, das ist meine Wunschliste" und wir sagen: "Okay, alles klar Gott, hier ist die Wunschliste, wir tun das für dich." So geht das nicht. Wir können nicht Gott bedienen. Wir können nur sagen: "Herr, ich kann nicht alleine. Du musst in mir das wirken. Ich gebe dir die Erlaubnis, ich will mit dir kooperieren. Ich gebe dir die Erlaubnis, dass du in mir das bewirken kannst, was ich alleine nicht tun kann." Und das ist dieser Vers.
[30:31] Und wie wird er uns ausrüsten? Wird er uns das Nötigste geben? Wird er uns ein Anfangsset geben und den Rest müssen wir selbst uns zusammen basteln? Wie wird er uns ausrüsten nach dem Vers? Völlig. Mit anderen Worten, Gott ist in der Lage, uns alles zu geben, was wir brauchen. Das ist übrigens, was der Petrus sagt in 2. Petrus 1, wo er sagt, dass alles, was zum Leben in der Gottesfurcht dient, Gott uns gegeben hat, durch seine Verheißung. Wir müssen sie in Anspruch nehmen, wir müssen sie anwenden, aber es ist alles da.
[30:59] Gottes Wille ist nicht etwas, wo wir uns erst lange anstrengen müssen, sondern Gottes Wille geschieht immer dann, wenn wir bereit sind, unseren Willen fallen zu lassen. Das ist der Kampf. Der Kampf besagt nicht, Gottes Wille ist so schwer, sondern der Kampf ist, es geht gegen meinen Willen, den aufzugeben. Der größte Kampf, der jemals gekämpft worden ist, ist der Kampf gegen das eigene Ich. Nicht gegen den Teufel, nicht gegen die Sünde, nicht darum, Gottes Willen zu schaffen, sondern den eigenen Willen zu lassen. Das ist der Kampf.
[31:30] Ganz genau.
[31:40] Genau.
[31:42] Ich muss beten: "Dein Wille geschehe." Und zwar nicht, "Dein Wille geschehe", sondern mit dem Verständnis, was wir gerade studiert haben. Ich verstehe, Gottes Wille ist der beste, denn denen, die Gott lieben, dienen alle Dinge zum Besten. Und ich wünsche mir wirklich, dass Gottes Wille geschieht. Und zwar jetzt kommt es: "Wie im Himmel, so auf Erden."
[32:07] Wie oft geschieht im Himmel Gottes Wille? Ständig. Und durch wen? Durch die Engel. Schaut mal in Psalm 103. Wir beten das, wir machen uns keinen Reim darauf, was wir eigentlich beten. Psalm 103 und dort ab Vers 19. Und jetzt schaut mal, das ist interessant. Psalm 103, Vers 19 bis 21. Da bekommen wir einen Eindruck, wie im Himmel Gottes Wille ausgeführt wird. Übrigens ist im Himmel, ah, lesen wir erst.
[32:43] Psalm 103, Vers 19: "Der Herr hat seinen Thron im Himmel gegründet und seine Königsherrschaft regiert über alles." Jetzt Achtung. "Lobt den Herrn, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seinen Befehl ausführt, gehorsam der Stimme seines Wortes. Lobt den Herrn, alle seine Herrscher, seine Diener, die ihr seinen Willen tut." Das heißt, wir haben die Engel, die Boten, die werden gleichzeitig genannt: starke Helden und Diener.
[33:14] Jetzt in menschlichen Augen sind das zwei sehr weit entfernte Ideen, oder? Der starke Held, der macht, was er will, und der Diener, der hat zu nichts Macht und der ist einfach nur so der Diener halt. Aber Gott ist ganz anders. Diejenigen, die dienen, sind die starken Helden und die starken Helden dienen, weil der größte Held ist Jesus und er hat am meisten gedient.
[33:36] Das heißt, wie geschieht Gottes Wille im Himmel? Durch starke Helden, die ihre größte Freude daran haben, anderen zu dienen. Und warum geschieht Gottes Wille so selten auf Erden? Weil dort die Menschen denken, sie sind die größten Helden, wenn alles immer so läuft, wie sie es wollen. Und wenn sie genügend Macht haben und wenn es ihr Wille ist. Deswegen geschieht Gottes, selbst in der Gemeinde, der Wille Gottes so selten, weil wir ihn nicht so ausführen wie im Himmel.
[34:05] Übrigens, im Himmel ist eine unglaubliche Ordnung. Ihr habt ja mal gelesen, dass die Engel in Herrscharen zusammengeordnet sind. Da ist nicht jeder Rentner für sich los, sondern da ist Ordnung, Struktur. Wenn also Gottes Wille auf Erden geschehen soll, dann würde das bedeuten, dass wir versuchen, so gut wie möglich, diese Struktur des Himmels auf der Erde abzubilden. Dass wir gemeinschaftlich, organisiert, strukturiert vorangehen und nicht jeder so für sich ein bisschen und jeder macht so, was er denkt und denkt, er ist irgendwie klüger als der andere.
[34:37] Übrigens, was meint ihr? Im Himmel sind die da ziemlich verängstigt, die Engel? Haben die Angst vor Gott, dass sie mal einen Fehler machen? Sind die alle so gesetzlich, wir müssen immer Gottes Willen tun, wir müssen gehorsam sein? Nein. Wenn immer Leute darüber sprechen, dass man Gottes Gebote halten soll, Gottes Gesetz halten soll, das ist gesetzlich, dann verliert man die Freude am Glauben. Nirgendwo im Himmel, nirgendwo im Universum ist mehr Freude, als wo Gott ist und wo sein Wille ständig geschieht. Und zwar, weil die ständig im Gehorsam sind.
[35:15] Ich habe einen Satz bei Ellen White gefunden, den fand ich total interessant. Da sagt sie: "Aber im Himmel wird der Dienst nicht im Geist der Gesetzlichkeit getan." Als Satan, jetzt hört mal gut zu, als Satan gegen das Gesetz Jehovas rebellierte, war der Gedanke, dass es überhaupt ein Gesetz gibt, für die meisten Engel wie ein Erwachen zu einem Gedanken, den sie noch nie gedacht hatten. Mit anderen Worten, die waren immer gehorsam, es war für sie das Selbstverständliche auf der Welt. Und als jetzt der Satan anfing zu sagen, das Gesetz Gottes ein bisschen strikt haben sie: "Hey, stimmt, es muss ja wahrscheinlich so etwas wie ein Gesetz geben." Denen war das nicht mal bewusst, dass das, was sie ständig taten, ein Gesetz ist. Die haben nicht ständig gesagt: "Wir müssen gehorsam sein, Gott verlangt das alles von uns und wenn wir das getan haben, sind wir gut." Nein, nein, nein. Die haben aus lauter Liebe das getan. Das ist eigentlich das, was Jesus sagt: "Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten."
[36:08] Das fand ich sehr schön, weil in ihrem Dienst dienen die Engel nicht als Diener so sehr oder als Knechte, sondern als Söhne. Es ist eine vollkommene Einheit zwischen ihnen und ihrem Schöpfer und Gehorsam ist nicht einfach nur so Pflichterfüllung. Die Liebe zu Gott macht ihren Dienst zu einer Freude.
[36:33] Übrigens, was ist denn die Hauptaufgabe der Engel? Gott zu loben. Gott zu loben, okay, sie ist die Lohngott. Schauen wir mal, Hebräer 1, weil wenn wir beten: "Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden", dann heißt das ja, dass wir auch quasi so handeln wollen wie die Engel, oder? Weil wer soll sonst Gottes Willen ausführen, wenn nicht die Gläubigen?
[36:56] Hebräer 1, jetzt schauen wir mal, was die Engel so machen. Hebräer 1 und dort Vers 14. "Sind sie nicht alle, was? Dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst und derer Willen, welche das Erbe erben sollen." Wer sind die, die es Erbe erben sollen? Wer sind das? Das sind wir, das sind die Gläubigen, Gläubigen Menschen. Wem dienen die Engel? Den Menschen.
[37:25] Wer steht denn höher in der Schöpfungsordnung? Engel oder Menschen? Wer ist größer, stärker und klüger? Engel. Und die Engel haben noch nie gesündigt. Glaubt ihr, das macht so viel Freude, ständig in diese dunkle Welt zu fliegen und ständig Gläubigen Menschen, die die Bibel tausendmal gehört haben, immer wieder vor denselben Dingen zu warnen, immer wieder sie aus demselben Schlamm rauszuholen, immer wieder dieselben Streitigkeiten zu schlichten, die schon so lange eigentlich offensichtlich sind? Und die machen es trotzdem mit Freude. Ich glaube, wir würden schon, wenn wir Engel wären, würden wir sagen: "Das bringt überhaupt nichts. Wir wechseln jetzt die Position, wir gehen wieder zurück in den Chor und singen einfach." Ja, 24 Stunden im Himmel, das ist viel schöner. Was soll man da ständig auf die Erde, weil die raffen es ja sowieso nicht. Tausendmal bin ich bei dem gewesen und der macht immer wieder dasselbe.
[38:24] Ja, genau. Und jedes Mal, wenn ein Mensch sich wirklich bekehrt, ist Freude. Aber jetzt mal ganz ehrlich, was meint ihr? Singen die Engel häufiger vor Freude oder sind sie eher traurig? Also wenn man jetzt so, was stehe ich meine? Mit anderen Worten, wenn ich jetzt übertrage und sage: "Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden."
[38:42] Jetzt die Frage, okay, wenn ich das wirklich ernst meine, ich bin auch ein Engel, zu wem sendet mich Gott und wie schnell gebe ich auf, wenn es nicht so geht, wie ich denke, dass es gehen sollte? Mit wie viel Geduld bleibe ich an den Menschen dran, zu denen Gott mich sendet? Nicht um ihnen alles nur zu erklären, was sie falsch machen, sondern um ihnen zu dienen. Die Engel dienen ja den Menschen so sehr, dass die Menschen nicht mal meistens merken, dass Engel da waren. Oder? Es ist ja nicht so, dass die Engel mal sagen: "Hier habe ich dir geholfen und hast du gesehen." Die sind so im Hintergrund, dass man sie nicht einmal sieht. Weil sie gar nicht erst wollen, dass die Menschen groß die Engel verehren. Weil ich glaube, wenn die Engel sichtbar wären, wenn jeden Sabbat die Engel auftreten würden und sagen: "Letzte Woche habe ich dem Bruder so und so geholfen und letzte Woche habe ich der Schwester so und so geholfen", da würden wir alle wahrscheinlich vor den Engeln niederfallen. Ich weiß nicht, so glänzend wie die sind.
[39:38] Die Engel tun Gottes Willen, aber sie sind so unscheinbar, dass man sie fast gar nicht merkt. Und sie sind nicht mal böse deswegen und sagen: "Unser Dienst wird nicht genügend geschätzt, man sollte mehr über die Engel reden, was tun wir nicht alles." Und das machen sie übrigens schon seit tausenden von Jahren. Unscheinbaren Dienst für niedere Kreaturen, die noch so undankbar sind und nicht mal an sie denken. Und es macht ihnen trotzdem Freude. Und sie sind nicht irgendwie bitter oder so.
[40:04] Und wenn wir beten: "Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden", beten wir eigentlich her: "Ich möchte werden wie ein Engel." Das ist, was wir beten. Das fällt uns so meistens nicht ein, weil wir das ständig so durchbeten. Aber das ist, was wir beten. Und deswegen glaube ich, lohnt es sich, dieses Vaterunser zu studieren, weil man plötzlich merkt, dieses Gebet ist eigentlich eine Bombe.
[40:26] Die Ellen White sagt mal, wenn man die Bergpredigt allein hätte, also Matthäus 5, 6, 7, hätte man schon mehr als genug, um gerettet zu werden. Mit anderen Worten, da ist alles drin, was überhaupt für ein christliches Leben notwendig ist. Dieses Gebet allein ist eigentlich schon das ganze Evangelium. Wenn man sich darüber nachdenkt, dann verändert das einen.
[40:45] Jetzt ganz schnell noch, gehen wir wenigstens noch zu Vers 11. Da ist nämlich ein Satz nur. Matthäus 6, Vers 11: "Gib uns heute unser tägliches Brot."
[40:57] Also ihr merkt, jetzt, nachdem wir gebetet haben: "Geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden." Jetzt ist es dran, zu bitten. Wir brauchen auch Brot. Die ganze erste Hälfte des Vaterunser ist um Gott. Sein Name, sein Ruf, sein Wille. Und dann die Bitte um das Notwendige. Das gibt uns, glaube ich, auch einen guten Hinweis. Auch rein statistisch, wie das so aufgebaut ist, welche Prioritäten wir setzen sollten.
[41:37] Warum sollten wir täglich um Brot beten? Warum können wir nicht beten: "Herr, gib uns einmal Brot, dass es für die nächsten 30 Jahre reicht." Warum sollen wir immer wieder um unser tägliches Brot beten?
[41:51] Okay, aber Gott hätte ja auch Brot machen können, dass wir essen es einmal und wir sind dann zwei Wochen lang satt. Das wäre doch auch möglich gewesen, oder? Warum fiel das Manna jeden Tag aufs Neue?
[42:06] Als Erinnerung? Als Erwachsung? Wir sind abhängig von ihm. Wir sind immer abhängig von ihm. Tag für Tag. Wir kommen niemals zu dem Punkt, wo wir sagen können: "Ich habe genügend, ich brauche Gott nicht." Ich habe das Brot für heute, aber auch morgen brauche ich wieder Brot. Und von wem kommt es? Es kommt von Gott.
[42:32] Ja, ganz genau. Schaut mal mit mir in Sprüche 30, Vers 8. Diese Idee, dass wir um das Notwendige beten, Sprüche 30, Vers 8, die kommt auch im Alten Testament schon vor. Sprüche 30, Vers 8. "Falschheit und Lügenwort entferne von mir, Armut und Reichtum gib mir nicht, nähre mich mit dem mir beschiedenen Brot." Das ist eigentlich genau das Gleiche. Unser tägliches Brot geben wir uns heute. Wie wir immer sehen, Jesus nimmt das Alte Testament und predigt es im Wesentlichen. Auch im Neuen Testament haben wir die gleiche Idee.
[43:19] 1. Timotheus 6, Vers 8. Es ist also absolut richtig und notwendig, dass wir um die Dinge bitten, die wir brauchen. Aber wir sollten um die Dinge bitten, die wir wirklich brauchen. Nicht um Dinge, die völlig nutzlos sind. 1. Timotheus 6 und dort Vers 8. Das sind Vers für uns Westeuropäer. "Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen." Das ist interessant, oder? Bevor wir zum Schluss kommen.
[44:06] Ah, übrigens.
[44:08] Ja, Entschuldigung.
[44:18] Es gibt definitiv einen geistlichen Aspekt von unserem täglichen Brot. Jesus sagt selbst in Matthäus 4, Vers 4: "Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das aus dem Mund Gottes hervorkommt." Diesen Aspekt gibt es natürlich auch. Obwohl es natürlich auch um das tatsächliche Brot geht. Aber geistlich natürlich ganz genau. Genauso sind wir übrigens auch geistlich von ihm abhängig Tag für Tag. Das heißt, die Predigt, die ich am Sabbat gehört habe, die ist für Sabbat. Aber ich muss mich am Sonntag neu von ihm ernähren. Ich kann nie sagen: "Jetzt habe ich erstmal so viel Geistliches angesammelt, das reicht jetzt mal für die nächsten zwei Wochen. Ich brauche jetzt nicht mit Gott leben." Das ist, glaube ich, der Grund, warum wir täglich um Brot bitten, um uns diese geistliche Abhängigkeit bewusst zu machen.
[45:02] Und übrigens, warum sagt Jesus nicht: "Gib mir", sondern "Gib uns unser täglich Brot"? Für bitte. Das heißt, wir beten dieses Gebet nicht nur für mich selbst, sondern auch für andere. Und damit ist natürlich sofort die Idee mit involviert. Wenn ich jetzt für andere bitte, dass sie auch genügend Brot haben, kann ich nicht Reichtümer ansammeln und andere gleichzeitig leiden sehen. Weil dann kann ich nicht beten: "Gib uns unser täglich Brot." Das heißt, was wir da wieder sehen ist, das Entscheidende macht zwar Gott, aber ich habe einen Anteil daran. Ich kann dieses Gebet nur ernsthaft bitten, wenn ich das in meiner Macht stehende tue, dass Menschen, die Mangel haben, auch, dass ihnen geholfen wird. Dass ich auch bereit bin, weiterzugeben. Das heißt, Wohltätigkeit ist in diesem Gebet mit eingeschlossen.
[45:51] Nächste Woche werden wir dann hoffentlich zu Ende kommen. Da werden wir dann Vers 12 und 13 machen. Ihr seht schon, dieses Gebet ist kurz, aber intensiv. Da steckt unglaublich viel drin. Und was ich mir wirklich wünschen würde, ist, wir werden ja immer wieder mal dieses Gebet beten und darüber stolpern, dass wir das nächste Mal, wenn wir das beten, nicht einfach nur so durchleiern, sondern dass wir dann wirklich mal diese Gedanken, die wir jetzt studiert haben, uns im Hinterkopf haben und uns daran erinnern, was es heißt: "Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden." Dass wir wirklich uns Gedanken machen, was es heißt: "Dein Reich komme, gib uns unser täglich Brot" und dass wir, auch wenn wir nicht die Worte verwenden, diese Ideen täglich im Gebet zu Gott bringen.
[46:37] Ganz genau.
[46:46] Und noch gemeinsam wieder knien und beten. Lieber Vater im Himmel, danke so sehr für dieses wunderbare Gebet und danke für diese Gedanken, die in deinem Wort zu finden sind. Herr, vergib uns, wenn wir manchmal einfach so vor uns hin beten, ohne uns eigentlich Gedanken zu machen, was wir sagen. Und hilf uns, dass wir wirklich mit Verständnis um das bitten, was wir brauchen und was deinen Namen verherrlicht. Und wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass du nur allzu gern bereit bist, uns das Beste zu geben, was du uns nur geben kannst. Und so danken wir dir, dass wir wie kleine Kinder voll Vertrauen auf dich schauen dürfen und dass du all unsere Nöte und Sorgen kennst und uns führst und leitest und uns alles gibst, was wir brauchen. Hab Dank dafür von ganzem Herzen. Amen.
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