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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um das Thema Fasten im christlichen Leben, basierend auf Matthäus 6. Er erklärt, dass wahres Fasten nicht dazu dient, von Menschen gesehen zu werden, sondern eine innere Haltung der Hingabe an Gott ist. Die Predigt beleuchtet biblische Beispiele und zeigt, wie Fasten als Ausdruck von Selbstlosigkeit und Prioritätensetzung für Gott verstanden werden kann, anstatt als bloßes Ritual.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

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[2:00] Damit es von den Leuten bemerkt wird, dass sie fasten. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn schon empfangen. Du aber, wenn du fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht, damit es nicht von den Leuten bemerkt wird, dass du fastest, sondern von deinem Vater, der im Verborgenen ist, und deinem Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.

[2:22] Frage Nummer eins: Beim ersten, höheren ersten Lesen, woran erinnern euch diese drei Verse? Ah, kommt bald gleich Jesaja, nicht wahr? Jesaja 58, werden wir auf jeden Fall gleich noch drauf eingehen. Woran erinnern euch diese drei Verse noch? An Vers 6, genau. Nur Vers 6? Und 5 war auch, oder? Und welcher Vers noch? Und 7, genau. Ja, 5 und 6 vor allem. Genau, ab Vers 1, oder? Vers 1 bis 6. Wir haben in Vers 1 bis 4 und dann 5, 6 jeweils dieselbe Idee gehabt, oder? Und jetzt 16 bis 18. In allen drei Abschnitten, einmal geht es, in Vers 1 bis 4 geht es um das Almosengeben, in Vers 5 und 6 geht es um das Gebet und jetzt geht es um das 16, 18 geht es um das Fasten.

[3:41] Was ist in allen drei Abschnitten der Hauptpunkt, die Hauptlehre in allen drei Abschnitten? Es geht in allen drei Punkten darum, dass man das nicht tut, um von den Menschen gesehen zu werden. Man soll Almosen geben, sodass man selbst kaum merkt, dass man Almosen gegeben hat, man soll beten, ohne dass es jemand sieht, also man kann schon öffentlich beten, aber es geht beim Beten nicht darum, dass andere das sehen und jetzt beim Fasten geht es auch wieder darum, dass man fastet und nicht dabei darauf achtet, dass andere merken, dass ich faste. Also alle drei haben eigentlich eine Hauptaussage, nämlich, wenn du als Christ lebst, ist es vollkommen egal, ob andere merken, dass du christlich lebst. Okay, lass mich das anders formulieren. Ich habe das etwas schlecht formuliert. Was ich sagen will, ist, selbst wenn es niemand merkt, dass du christlich lebst, aber Gott es merkt, ist es ausreichend. Was ich damit sagen will, ist, wir sollten nicht extra Bemühungen machen, damit andere merken, wie wir diese Dinge ausführen. Das ist der Punkt. Weil natürlich wissen wir, wenn wir glaube ich leben, wird es immer eine Ausführung haben, sonst nicht der Welt, ohne Frage. Aber wir machen das nicht für Menschen. Wenn wir für Gott leben, dann machen wir es nicht für Menschen.

[5:04] Ganz genau, ganz genau, ganz genau. Jetzt interessant an der Sache ist, dass offensichtlich, das ist ja gemerkt anhand der Sprache, diese drei Abschnitte zusammengehören. Das ist eigentlich so die Hauptlinie dieses ganzen Kapitels. Und mittendrin ist das Vaterunser. Jetzt ist Vaterunser aus vielen Gründen, ist natürlich ein wesentliches Kernelement der Bergpredigt. Aber von der Abfolge der Predigt ist es eigentlich eher ein Einschub. Es ist fast so, als wenn Jesus sagt, ich habe jetzt einen wichtigen Punkt zu machen. Nämlich mein Punkt ist, wenn du als Christ lebst, tu es für Gott und nicht für Menschen. Beispiel Nummer eins, Almosen. Beispiel Nummer zwei, Gebet. Übrigens, Klammer auf, wo ich gerade schon beim Gebet bin, hier ist ein Modellgebet, Vaterunser, Klammer zu. Punkt drei, Fasten. Das heißt, in der Predigtstruktur der Bergpredigt ist das Vaterunser eigentlich mehr so ein Einschub, eine Klammer. Worum es eigentlich im großen Kontext geht, ist um diesen Punkt hier. Das christliche Leben, die Aktivitäten eines Christen sind zuallererst für Gott und nicht zur Selbstdarstellung. Das ist, glaube ich, sehr interessant, weil man bei der vielen Begeisterung für das Vaterunser manchmal diese umliegenden Versen so ein bisschen vernachlässigt.

[6:36] Jetzt fangen wir mal anders ein bisschen genauer anzuschauen. Das Fasten. Wo in der Bibel finden wir denn Menschen, die fasten? Welche biblischen Personen sind euch geläufig, die gefastet haben oder wo da berichtet wird, dass sie gefastet haben? Daniel. Wo hat Daniel gefastet? Daniel 9, genau. Das ist ein klassisches Beispiel. Daniel 9 und dort Vers, am Anfang genau. Daniel 9, Vers 3, oder? Und ich wandte mein Angesicht zu Gott, dem Herrn, um ihn zu suchen, mit Gebet und Flehen, mit Fasten im Sacktuch in der Asche. Also Daniel hat gebetet, gefastet. Okay, ich schreibe ein paar Leute auf, einfach, dass wir die ein bisschen mal vor Augen haben. Wen haben wir noch? Jesus hast du gesagt. Jesus hat wo gefastet? Wann hat Jesus gefastet? In der Wüste. Ja, wie lange? 40 Tage, okay. Wie sah deine Haus? Völlig fertig. 40 Tagen Fasten, war er fast tot. Ja, also das, das ist eine der Stellen, wo die Bibel dann prophetisch spricht. Und ihr sah ja, er war verachtet. Wir hatten keine Gefallen an seiner Gestalt.

[8:18] Andere Personen, die gebetet haben, gefastet haben. Wo hat David gefastet? David hat gefastet, als der Sohn von der, der erst, also sein erster Sohn von der Bathsheba gestorben ist. David, es gibt noch eine Stelle, wo David gefastet hat. Es gibt mehrere wahrscheinlich, aber schaut mal in Psalm 69. Psalm 69 und dort Vers 11. Als meine Seele fastete und weinte, wurde ich deshalb beschimpft. Und als ich mich mit Sacktuch bekleidete, haben sie mich zum Sprichwort gemacht. Also hier sagt David, ich habe gefastet. Und was hat er währenddessen gemacht, als er gefastet hat? Was hat er gemacht? Er hat geweint und er hat sich in Sacktuch gekleidet. Sacktuch ist, warum Sacktuch? Warum hat Daniel auch in Sacktuch gefastet? Ja, Sacktuch ist jetzt kein besonders wertvoller Stoff, oder? Kein König dieser Welt ist jemals in Sacktuch gegangen, um seine Macht zu präsentieren. Sacktuch ist so ziemlich das Niedrigste.

[9:46] Okay, wer hat noch gefastet? Ja, wobei man da einschränkend sagen muss, es war nicht wie bei Jesus, der 40 Tage einfach gefastet hat, sondern er ist 40 Tage lang durch die Gegenwart Gottes ernährt worden. Der hat keinen Hunger gehabt nach den 40 Tagen. Ja genau, was hat er nämlich? Er hat kein Wasser getrunken, hast du gesagt. Ja genau, das hätte er sonst physisch nicht überlebt. Ja, ich meine, Jesus hat tatsächlich also richtig gefastet und nach 40 Tagen die körperlichen Folgen des Fastens gespürt. Mosel nicht, nein. Definitiv nicht. Kann ich dir vielleicht später nochmal ausführlicher begründen, aber ja. Also die Kurzbegründung ist die, er war in der Gegenwart Gottes. Mosel hat zwar gebetet, aber er war nicht in der direkten Gegenwart, der lebendigen Gegenwart Gottes und Mosel war das. Er hat ja direkt 40 Tage lang mit Gott gesprochen, hat 40 Tage lang, das habe ich schon erklärt bekommen. Also Paulus hat gefastet nach seiner Bekehrung, ja. Esther hat gefastet. In welcher Situation? Vor dem Haman, ja, das Volk Israel kurz vor der Auslöschung stand, hat die Esther gefastet. Ja, das ganze Volk hat gefastet. Nehemiah hat gefastet, wo hat Nehemiah gefastet?

[11:40] Schaut mal Nehemiah 1, Vers 4. Und es geschah, als ich diese Worte hörte, da setzte ich mich hin und weinte und trug Leid etliche Tage lang und ich fastete und betete vor dem Tag, vor dem Gott des Himmels. Ja, hat gefastet und was hat er neben dem Fasten gemacht? Er hat geweint. Okay, wen haben wir noch? Cornelius hat gefastet, ja. Nadine, du hast noch jemanden? Genau, ich schreibe mal Apostelgeschichte 13, ja. Also als sie eine wichtige Entscheidung getroffen haben, ja, haben sie gefastet und es hat der Heilige Geist sie ausgesondert. Ja, genau, da gibt es in dem Bericht die Aussage von Jesus in Bezug auf die Dämonenaustreibung auch. Es gibt noch eine Person, die ganz interessant ist, über die man wahrscheinlich nicht so schnell nachdenkt, das ist der Ahab. Kennt ihr die Geschichte, wo der Ahab fastet und trauert und Gott dann zu Elija sagt, siehst du, schau der Ahab, der geht bußfertig einher. Ahab, jetzt von all diesen, wir können noch mehr wahrscheinlich aufzählen, in den meisten dieser Fälle, ja, wenn man jetzt diese Leute anschaut, in der Mehrzahl der Fälle, welche Emotionen hatten die beim Fasten? Die haben fast alle geweint, oder? Haben die auch äußerlich irgendwie das zum Ausdruck gebracht? Viele waren im Sacktuch, oder? Waren entweder im Sacktuch oder haben geweint oder haben irgendwie mit Asche. Das ist interessant, oder? Weil haben die jetzt alle gegen das verstoßen, was Jesus ihr gesagt hat? Also mit anderen Worten, fast jedes Mal, wenn wir in der Bibel lesen vom Fasten, dass Leute gefastet haben, heißt es, sie haben im Sacktuch und Asche gefastet, sie haben über längere Zeit bestimmte Dinge sich enthalten, ja, und Jesus sagt in der Werkpredigt, wenn du fastest, salbe dich und lass es niemand wissen.

[14:38] Aber es gibt ja, also ich verstehe schon, was du sagen willst, und es hat durchaus, macht schon Sinn, aber manche von denen haben ja durchaus ja auch, also ich meine beim Fall von Esther, ja, und dann auch das Mordechai, die haben ja zum Teil ja als ganzes Volk gefastet, ja, die haben ja, also, ja?

[15:09] Ich stelle es jetzt ja so, dass die Schriftgelehrten damals, die haben es so zur Schau gestellt, damit die Leute denken, dass sie so wie ich glauben können, und damals haben sie es aber nicht aus der Motivation rausgemacht, dass nicht die Leute sehen, sondern sie haben einfach gesagt, denen sie ok, halten wir mal fest, es ist nichts verkehrt damit, dass Daniel in Sack und Asche geweint hat, oder? Weil wenn der Engel kommt, sagt er, du bist ein vielgeliebter, das war keine Heuchelei vom Daniel, beim David auch nicht, ja, beim Paulus auch nicht. Warum haben die geweint, warum hat Daniel geweint? Ja, weil er traurig war, oder? Daniel war wirklich innerlich traurig, und deswegen hat er geweint. Der Paulus war traurig über seine Sünden, der Ahab war wirklich traurig über seine Sünden, und er hat geweint. Esther und Mordechai, die hatten wirklich Angst, ja, die waren wirklich traurig, dass sie jetzt vielleicht alle verloren gehen, also vernichtet werden. Nehemiah war traurig über den Zustand. Das heißt, die Bibel ist nicht gegen Traurigkeit, wenn es einen Grund für Traurigkeit gibt. Jesus hat geweint, sogar öffentlich, als er Jerusalem sah, und es gab einen Grund dafür. Das heißt, wir müssen uns genauer anschauen, was jetzt eigentlich hier gemeint ist in Matthäus 6. Gehen wir nochmal dahin. Das ist interessant beschrieben im Griechischen. Es heißt bei der Schlachte, wenn ihr aber fastet, sollt ihr nicht finster drein sehen. Der Luther übersetzt mit sauer gucken im Alten, ihr sollt nicht sauer gucken, ja, und diese Formulierung, finster drein sehen, die gibt es eigentlich sonst im Griechischen hier im Neuen Testament so gut wie gar nicht. Die steht eigentlich für eine Emotion, wo man sich bereits sicher ist, dass alles verloren ist und man quasi so in so einer depressiven Traurigkeit einfach nur nach unten schaut. Also so fast ein bisschen extrem. Also wenn jemand wirklich traurig ist und in Gefahr ist, dann ist er zwar traurig, aber er hat Hoffnung, oder er bittet ja, dass Gott irgendwie was ändert. Aber diese Traurigkeit ist eher wie jemand, kennt ihr so Menschen, die so extrem negativ sind, die auch keine Hoffnung mehr haben, sondern die einfach nur, bei denen alles negativ ist und negativ, negativ, negativ, negativ. Und im klassischen Griechisch ist dieses Wort für finster dreinschauen sogar verwendet für, wenn jemand sich so traurig stellt, wenn er so quasi Schauspielert, wenn er den Eindruck erweckt, wenn ein Schauspieler jetzt so besonders griechisch-grimmig dreinschaut. Und dann, interessanterweise heißt es ja, sie verstellen ihr Angesicht. Und das Wort verstellen, und das ist jetzt fast ein bisschen witzig, heißt eigentlich wörtlich, sie verhüllen ihr Angesicht. Mit anderen Worten, sie bedecken sich. Sie bedecken sich. Warum ist das ein bisschen witzig? Lest du den Satz mal dann so. Denn sie verhüllen ihr Angesicht. Wie geht es weiter? Damit es von den Leuten bemerkt werden. Sie wollen unbedingt gesehen werden, aber verhüllen ihr Angesicht. Sie verstecken sich, um durch ihr Verstecken gesehen zu werden. Und das ist ein Wortspiel im Griechischen. Sie wollen den Eindruck erwecken, besonders demütig zu sein. Aus dem einfachen Grund, um dafür Lob zu erhalten. Und es gibt wenig, wenig Verführung, die, wie soll ich sagen, wenig Verführung, die perfider ist, als die Verführung zu falscher Demut. Denn falsche Demut wirkt so demütig, dass nur wenig Menschen sie erkennen und sich darauf aufmerksam machen können. Wenn du, wenn du, wenn du stolz bist, erkennen das relativ viele Menschen. Also so offensichtlich stolz, ja, dann kommt ein Bruder, eine Schwester und sagt, hey, du bist ein bisschen stolz. Und wenn du ein bisschen impulsiv bist, kommt ein Bruder, eine Schwester und sagt, hey, du bist ein bisschen impulsiv. Aber wenn du falsch demütig bist, wirkt das so demütig, dass die meisten Menschen glauben, du bist ernsthaft demütig. Und das ist das Problem mit den Pharisäern. Das heißt, es geht hier nicht darum, um Leute, die wirklich traurig sind, ein Gebetsanliegen haben und dann weinen und im Sack und Asche fasten. Es geht um Menschen, die gesehen werden möchten und sich dann überlegen, okay, wie könnte ich noch mehr Ruhm erlangen. Oh, wenn ich einfach so faste, dann ist das nicht so ruhmreich, als wenn ich wirklich den Eindruck erwerbe, dass die Probleme groß sind in meinem Leben. Mit anderen Worten, diese Leute vergrößern ihre Probleme, um geistlich Anerkennung zu bekommen. Interessant. Könnte das uns auch passieren, dass wir unsere Probleme vergrößern, um geistlich Anerkennung zu bekommen?

[21:24] Könnte uns das passieren?

[21:54] Man hält es nicht aus, einfach auf Gott zu begleiten. Auf Englisch heißt das Instant Gratification. Man ist sofortige Befriedigung. Genau. Man kann es nicht diesen Befriedigungsaufschub vermuten. Und das ist eigentlich kein Thema, was ganz viele begleitet. Es ist nicht nur etwas Öffentliches, sondern auch ganz viel anderes.

[22:21] Schaut, die Sache ist die, jeder Mensch ist mal traurig, oder? Das ist eine gute Sache. Also lasst es mich mal so illustrieren. Nehmen wir mal an, mein Verwandter von mir hat Krebs. Und ich bin wirklich traurig. Und ich möchte fasten. Dann darf ich auch in der Gemeinde traurig sitzen, oder? Ich bin echt traurig. Und ich faste und ich kann auch gerne sagen, ich faste dafür. So wie Daniel, Esther und Jesus. Jetzt kann es aber auch sein, das ist jetzt der andere Fall, der Pharisäerfall, dass ich gerne in der Gemeinde gesehen werden möchte. Ich möchte gerne geistliche Anerkennung bekommen. Und ich möchte gerne fasten. Und ich möchte gerne vielleicht länger fasten als die anderen. Oder wie die Pharisäer, zweimal in der Woche. Aber wenn ich jetzt nur faste, dann merken die Leute nicht, dass ich faste. Also komme ich am Sabbat nach vorne und mache irgendein kleines Problem so groß. Und erzähle, wie wichtig es ist. Und ich faste dafür. Und das ist so schlimm. Nicht, weil es für mich so schlimm ist, sondern weil ich hoffe, dass je größer ich das Problem mache, ich mehr Mitleid von den Leuten bekomme. Und mehr Aufmerksamkeit. Das ist der Punkt. Mit anderen Worten, der Lackmustest dafür ist, wie würde ich mich verhalten, wenn niemand in der Gemeinde wäre? Wenn mein Verwandter Krebs hat und niemand ist in der Gemeinde, würde ich genauso mit dem gleichen Gesicht in der Gemeinde sein, oder? Aber im zweiten Beispiel würde ich vielleicht gar nicht so ernst reinschauen, weil es ja niemand sieht. Und das ist der Punkt. Manchmal sind wir religiös einfach nur, genauso wie beim Almosengeben oder beim Bieten. Wir sind nur religiös oder tun religiöse Dinge, um gesehen zu werden. Und Jesus sagt, das hat keinen Wert. Weil alles, was du dann bekommst, ist die Aufmerksamkeit der Leute. Und die schauen dich mal an und sagen, ach der Arme. Das tut dann so gut, weil die sagen, ach der Arme. Aber das war es dann.

[24:39] Das heißt, wenn man fastet, wenn man selber ein Problem hat, wie zum Beispiel bei mir, was hat an sich mein Onkel, der Krebs hat, mit meinem Papa zu tun? Also wenn ich Krebs habe und faste, okay, aber mein Onkel? Das ist ein bisschen die Idee zum Beispiel, hier der Nehemiah, dem ging es gut, aber in Jerusalem war die Katastrophe, das Werk ging nicht voran, da gab es ein Problem, also fastet er. Das bedeutet nicht, dass durch sein Fasten die Mauer von alleine aufgebaut ist. Durch mein Fasten wird die Person nicht automatisch geheilt. Aber das Fasten ist einfach ein Ausdruck, dass man dem Gebet für die Person eine besondere Wichtigkeit vermitteln möchte. Dass man eine gewisse Priorität gibt. Was man durch das Fasten letztendlich sagt, ich verzichte auf das Essen, um mehr Zeit fürs Beten zu haben. Man fastet nicht, um durch das Fasten irgendwie magisch Gott jetzt zu bewegen. Gott sagt nicht, oh er fastet, ich muss was tun. Nein, nein, sondern ich faste, um mehr Zeit fürs Beten zu haben. Das könnte auch bedeuten, dass ich vielleicht auf andere Dinge verzichte. Man könnte auch zum Beispiel vom Computer fasten. Statt jetzt den Abend bei Facebook zu verbringen, faste ich und bete zwei Stunden. Das ist so die Idee. Das bedeutet aber nicht, dass durch den Akt des Fastens automatisch im Leben eines anderen etwas bewirkt wird. Und es ist nicht auf irgendeine Tätigkeit beschränkt, Also, du kannst meinen Namen fasten. Ja, genau. Fasten bedeutet erstmal... Ja, ob einer Krebs hat oder ob ich ein Problem habe oder so. Ja, ganz genau.

[26:35] Ich weiß nicht, wenn ich so was schieße. Das Fasten per se bedeutet nichts weiter, als ich enthalte mich einer Sache, um dafür etwas anderes mit Priorität vor Gott zu bringen. Ich frage mich jetzt, warum Jesus gesagt hat, was ich schon gesagt habe, dass es nur eine sehr schwierige Sache ist. Warum hat Jesus diese Art gebraucht, die nicht wirklich umgeweht worden ist. Warum sagt Jesus, es reicht nicht mehr? Aber es gibt Situationen, in denen man fastet. Ja, wie ich gerade gesagt habe, die Stelle werden wir mal anschauen, wenn sie rankommt, aber das Fasten bedeutet eine Intensivierung des Gebets. Genau, es ist einfach...

[27:30] Der Punkt ist ja der, wenn ich auf etwas verzichte, zugunsten etwas, ist mir die Sache wertvoller. Also, ich gebe mal ein Beispiel. Wenn ich zur Missionsschule gegangen bin und dafür auf mein Studium verzichtet habe, ist die Missionsschule mir wertvoller gewesen, als manche andere, die vielleicht auf der Missionsschule waren und kein Geld dafür bezahlt haben, weil ihnen jetzt jemand hinterher geschoben hat und sie wussten nicht, was sie sonst machen sollen. Ja, wenn ich auf etwas verzichte, wird mir die Sache, für die ich verzichtet habe, wertvoller. Das ist einfach eine Sache der Priorität und genau darum geht es. Aber jetzt lasst uns mal weitergehen, weil das kommt aus dem alten Testament, diese Idee. Schauen wir mal in Jesaja 58, und das ist schon gerade angesprochen worden. Jesaja 58.

[28:17] Problem gab es schon im alten Testament. Also, es gab im alten Testament Leute, die haben tatsächlich aus echter Traurigkeit gefastet, auch in Sacktuch und Asche. Aber schaut mal in Jesaja 58 und dort ab Vers 3. Ach, wir lesen mal ab Vers 1. Jesaja 58, Vers 1, ein ganz faszinierendes Kapitel. Wer das noch nie studiert hat, es gibt, glaube ich, sogar eine Predigt auf YouMedia über das Kapitel, müsst ihr mal suchen. Jesaja 58, Vers 1, Rufe aus voller Kehle, schone nicht, erhebe deine Stimme wie ein Schoferhorn, verkündige meinem Volk seine Übertretung und dem Haus Jakob seine Sünde. Jetzt Achtung, Vers 2. Sie suchen mich, wie oft? Tag für Tag, und begehren meine Wege zu kennen, wie ein Volk, das Gerechtigkeit geübt und das Recht seines Gottes nicht gelassen hat. Sie verlangen von mir gerechte Urteile, begehren die Nähe Gottes. Also hier ist Gottes Volk, und sie suchen Tag für Tag Gott, und zwar als ein Volk, das für sich in Anspruch nimmt, gerecht zu sein. Jetzt schaut mal Vers 3. Warum fasten wir und du siehst es nicht, warum kasteien wir unsere Seelen und du beachtest es nicht. Also haben sie gefastet? Ja, sie haben sich sogar wirklich kasteit. Und was sagt Gott? Seht, an eurem Fastentag geht ihr in euren Geschäften nach und treibt alle eure Arbeit an. Siehe, ihr fastet, um zu zanken und zu streiten und drein zu schlagen mit gottloser Faust. Ihr fastet gegenwärtig nicht so, dass euer Schrein in der Höhe Erhöhung finden könnte. Also wir haben im Alten Testament, zur Zeit von Jesaja, Leute, die Tag für Tag in den Tempel kommen und zu Gott beten, die zu bestimmten Zeiten intensive Fastenzeiten haben und sich wundern, dass nichts passiert. Warum passiert nichts? Ihr Fasten ist total äußerlich, obwohl der Magen wirklich leer ist. Der ist total leer, es tut sogar weh, aber es nützt ihnen nichts, weil ihr Charakter völlig dem widerspricht. Und das ist übrigens das Gleiche auch beim Gebet und beim Almosen. Hier sind also Leute, die haben kein wirkliches Interesse an Gottes Charakter, aber sie haben großes Interesse an der Zeremonie. Und dann Vers 5. Meint ihr, dass mir ein solches Fasten gefällt, wenn der Mensch sich selbst einen Tag lang quält und seinen Kopf hängen lässt wie ein Schilfhalm und sich in Sacktuch und Asche bettet. Wie sieht ein Schilfhalm aus? Gott fragt, scheinbar haben die Israeliten wirklich gedacht, dass Gott sich freut, wenn die Gläubigen so gehen. Oh, wir armen Sünder, wir armen Sünder. Und je tiefer sie gebeugt sind, so haben sie gedacht, desto mehr liebt Gott sie. Und Gott sagt, habt ihr so ein Bild von mir? Glaubt ihr, dass ich euch deswegen erhöre, weil ihr euch quält? In welcher Religion ist diese Idee nochmal ganz populär geworden? Genau. In der katholischen Kirche, bei den Mönchen. Je mehr wir uns kasteien, je mehr wir uns entsagen, je schwieriger unser Leben ist, desto mehr hat Gott uns lieb, oder? Je heiliger sind wir. Und Gott fragt schon im alten Testament, glaubt ihr wirklich, dass mich das beeindruckt?

[31:55] Du meinst die hier? Ja.

[32:35] Was hier angesprochen ist, ist das Hauptproblem der Religion. Nämlich, dass man denkt, man kann etwas bei Gott bewirken durch ein Ritual, ohne tatsächliche Lebensänderung. Und das zieht sich durch alle Religionen, durch alle Lebensbereiche. Es gibt nämlich eigentlich nur zwei religiöse Grundideen. Die eine ist, die von Jesus, folge mir nach, nicht wahr? Und ich werde dich verändern. Und die andere ist, ich muss irgendetwas tun und kann so bleiben, wie ich bin. Und das haben die gemacht. Hier, die haben einfach gedacht, übrigens, das gibt es heute auch noch. Das passiert jedes Mal, wenn am Sabbatmorgen der Familienvater vielleicht die Kinder anbrüllt und sagt, seid ruhig! Und dann eine halbe Stunde später in die Gemeinde kommt und sagt, ah, gesegneten Sabbat. Und dann alle denken, oh, er sagt gesegneten Sabbat, er ist pünktlich da, er hält die Sabbatschule. Wunderbar. Aber wenn er seine Kinder zu Hause anbrüllt und dann, also ich gebe dir nur ein Beispiel von vielen möglichen, nicht wahr? Dann haben wir vielleicht den Eindruck, dass wir ein Ritual befriedigt haben, aber in Wirklichkeit sagt Gott das. Und das zeigt auch, dass Gott vielleicht mit vielen Dingen, die wir so für besonders religiös halten, überhaupt gar nichts anfangen kann.

[33:59] Ganz genau.

[34:01] Was ist ein wahres Fasten? Schaut mal in Gesaja 58, Vers 6. Ist nicht das ein Fasten, an dem ich gefallen habe? Dass sie ungerechte Fesseln losmacht, dass sie die Knoten des Joches löst, dass sie bedrückend freilasst und jegliches Joch zerbrecht? Besteht es nicht darin, dass du dem Hungrigen dein Brot brichst und Arme verfolgte in dein Haus führst, dass wenn du einen entblößen siehst, du ihn bekleidest und dich deinem eigenen Fleisch nicht entziehst? Stammgefasst, was ist das wahre Fasten? Selbstlosigkeit. Ich verzichte auf etwas, nicht als Ritual, sondern ich verzichte auf etwas, um anderen zu helfen. Weil auch das, was hier steht, hat mit Verzicht zu tun, oder? Wenn ich einem anderen helfe, muss ich Zeit, Energie, Ressourcen, was auch immer einsetzen. Also auch ein Beispiel von Jesus. Er hat ja nicht nur eine Kotte, die er geschafft hat, er hat ja auch, er hat, also ich weiß, also nehmen wir Jesu irgendwohin, aber er hat sein letztes Brot, obwohl er schon so hungrig war, weil er nichts mehr hatte, aber er hat einen mega Korte nicht ertragen, dass er diese Kotte nicht hat, und er hat sein letztes Brot, obwohl er nichts hatte, sondern er hat Jesus den Sohn gegeben. Und so hat es auch Jesus gefastet, also öfters. Ja, das zeigt also, es gibt das Fasten, das wirklich den Charakter Gottes widerspiegelt, und es gibt das Fasten, das einfach nur ein Ritual ist, das abgespult wird, um Eindruck zu schinden.

[35:31] Übrigens, schaut mal mit mir in Sakhaja. Ah, hier, klar.

[35:42] Warum schnaust du so düster rein? Ja. Also, er will auch düster rein, sondern er braucht einfach, dass wir in der Ruhe auch ein bisschen, es braucht nichts von Regenwärmen aufgeben, denn er sagt ja auch, wenn du so düster reinschnaust, dann ist es in der Nacht. Ja.

[36:02] Schaut, ihr Lieben, das christliche Leben ist in der großen Mehrheit ein fröhliches Leben. Haben Christen auch Trauer? Ja, haben Christen auch mal Probleme? Ja, aber wenn das christliche Leben nur aus einer ununterbrochenen Folge von Problemen besteht, und man immer nur traurig ist, wer will dann gerne Christ werden? Und, wir zitieren Hiob und solche Leute, aber wenn man sich das Leben von Hiob anschaut, der war jahrzehntelang glücklich, dann war er vielleicht ein Jahr lang tief betrübt, und dann war er wieder 140 Jahre lang glücklich. Ja, also, verstehe ich mir nicht falsch, wir alle haben unsere Probleme, unsere Sorgen, unsere Nöte, aber als Christen dürfen wir eigentlich grundsätzlich im Prinzip fröhlich sein, glücklich sein, zufrieden sein.

[37:02] Ja, dass du, du meinst, dass du dich deinem eigenen Fleisch nicht entziehst? Eigenes Fleisch bedeutet hier nicht, dass das Fleisch, das unter meiner Haut ist, sondern mein eigenes Fleisch sind meine Kinder, meine Verwandten, also die die von mir kommen, ja, meine Verwandten quasi. Dass du nicht sozusagen deinen religiösen Pflichten nachkommst und dich nicht für deine eigenen Verwandten interessierst.

[37:26] Übrigens, jetzt, was ist die Folge, wenn man richtig fastet, nach Jesaja 58, Vers 8? Dann wird ein Licht hervorbrechen, wie die Morgenröte, und deine Heilung wird rasche Fortschritte machen, deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des Herrn wird deine Nachhut sein. Dann, plötzlich, lösen sich Probleme, über die man jahrelang gebrütet hat. Vers 9, dann wirst du rufen, und der Herr wird antworten, du wirst schreien, und er wird sagen, hier bin ich. Das heißt, der Segen kommt dann, nicht, wenn man deutlich macht, oh, ich faste, und es ist so anstrengend, und oh, schwierig, aber ich werde es durchhalten. Nein, wenn man sich überlegt, wie kann ich anderen helfen? Selbst wenn keiner sieht.

[38:04] Jetzt aber, lasst uns schnell zu Sahaja gehen, wir müssen uns beeilen. Sahaja, Kapitel 7, das ist total interessant, weil hier wird jetzt ein schöner Punkt deutlich. Jesaja war vor dem babylonischen Exil, oder nach dem babylonischen Exil? Davor. Jetzt, Sahaja ist davor, oder danach? Danach, genau. Okay, sehr gut. Sahaja 7, Vers 2. Und, äh, folgende. Seid ihr da? Sahaja 7, Vers 2, folgende. Damals sandte Bethel den Saritzer und Regem-Melech samt seinen Leuten, um das Angesicht des Herrn zu besänftigen. Indem sie die Priester im Haus des Herrn der Herrschern und die Propheten fragten, soll ich auch weiterhin im fünften Monat weinen und mich enthalten, wie ich es nun so viele Tage getan habe? Hintergrund war, als Jerusalem zerstört worden ist, haben die überlebenden Juden gedacht, wir müssen einen Gedenktag einrichten. Das ist ein bisschen wie nach 9-11, gab es einen Gedenktag, jeden 11. September wird an 9-11 gedacht. Und so haben die dann jedes Jahr im fünften Monat so Gedenktage gehabt. Die Zerstörung von Jerusalem, die Zerstörung des Tempels. Das war ihr Fastentag, ihr Gedenktag. Jahrzehntelang haben sie immer dann gefastet und gebetet. Das war ihre Tradition. Und jetzt, nachdem sie im Land zurück sind, fragen sie, sollen wir das weitermachen? Sollen wir weiter diese Gedenktage einhalten? Sollen wir fasten und weinen?

[39:26] Jetzt Vers 4. Da erging das Wort des Herrn, der Herr stand an mich folgendermaßen. Rede zu dem ganzen Volk des Landes und zu den Priestern und sprich, wenn ihr jeweils im fünften und siebten Monat gefastet und geklagt habt, und zwar schon wie lange? 70 Jahre. Habt ihr denn da für mich gefastet? Das Volk Israel hat 70 Jahre lang eine Tradition durchgezogen und die haben das wirklich ganz ernst gemeint und gedacht, sie tun Wunder was. Und Gott sagt, also für mich habt ihr das nicht gemacht. Ihr habt da gefastet und geweint und in Sacktuch und ernste Reden gehalten. Für mich war das nicht. Vers 6. Und wenn ihr esst und wenn ihr trinkt, esst und trinkt ihr dann nichts für euch? Vers 7. Sind nicht dies die Worte, welche der Herr durch die früheren Propheten verkünden ließ, als Jerusalem noch bewohnt war und Frieden hatte samt den umliegenden Städten und als auch der Negev und die Schäfler noch bewohnt waren? Also, Zacharias sagt, hey, was ich euch jetzt gerade gesagt habe, das haben doch die Propheten früher schon gesagt, oder? Welchen Propheten könnte er da anspielen? Jesaja. Jesaja hat schon über das Fasten gesprochen und gesagt, fastet nicht, indem ihr finstert reinschaut, sondern fastet, indem ihr Gutes tut. Ja, und was haben die Israeliten gemacht? Nicht viel Gutes getan, aber ganz sicher immer im 5. und 7. Monat den Fastentag eingehalten. Und gedacht, dass sie dadurch Großes erreichen können bei Gott. Und Gott sagt, hey, überleg mal, die haben 70 Jahre lang eine Tradition durchgezogen, ohne dass es irgendwas bei Gott gebracht hat.

[41:06] Ja, ganz genau. Und dann auch mit der Idee, nicht wahr, dass sobald es dann abends vorbei ist, dann wird es... Aber das ist genau das Beispiel für den eigentlichen Geist dahinter.

[41:20] Und jetzt schaut man Malachi 3. Malachi 3, Vers 14 und 15. Und jetzt, nachdem Jesaja das sagt, hat das trotzdem nicht gefurchtet, sondern die machen immer weiter. Und ihr seht jetzt das Resultat. Malachi 3, Vers 14 und 15. Ihr habt gesagt, es ist umsonst, dass man Gott dient. Und was nützt es uns, seine Ordnung zu halten und vor dem Herrn der Herrschern in Trauer einherzugehen? Und nun preisen wir die Übermitteln glücklich, denn die, welche Gesetzlosigkeit verüben, stehen aufrecht und die, welche Gott versucht haben, kommen davon. Und was ist das Resultat, dass sie nicht auf Jesaja und nicht auf Sahaja gehört haben, sondern stattdessen weiter ihre religiösen Feste gemacht haben und alle so finster wie möglich reingeschaut haben? Was war das Resultat? Irgendwann merken sie, Gott antwortet nicht darauf. Und bei wem suchen sie die Schuld? Das ist das Wesen des Sünders, nicht wahr? Ich mache einen Fehler, wer ist schuld? Gott. Gott sagt ihnen jahrzehntelang, jahrhundertelang, fastet so wie ich es möchte, sie fasten so wie sie wollen und dann bringt es nichts und sie beschweren sich bei Gott. Könnte es auch mal sein, dass wir Gott die Schuld für Dinge in unserem Leben geben, obwohl er schon lange, lange, lange vorher gesagt hat, was wir eigentlich tun sollten und wir den Eindruck haben, Gott schuldet uns was, weil wir das und das und das und jenes gemacht haben, aber das hat er gar nicht gefordert.

[43:00] Ganz genau.

[43:16] Ja.

[43:30] Das ist gut.

[43:32] Schaut mal, Markus 2, Vers 18, dieses Thema, von der Wichtigkeit des, oder der vermeintlichen Wichtigkeit des Fastens, zieht sich durch bis ins Neue Testament, natürlich die Pharisäer, die haben wie oft fasten? Zweimal die Woche. Ich war ganz stolz darauf, das sagt der Pharisäer in Lukas 18. Ich bin, danke dir, dass ich nicht so bin wie der Zöllner da.

[43:58] Lukas 2, Vers 18, schaut mal, Markus 2, Vers 18 und dort heißt es und die Jünger des Johannes und die der Pharisäer pflegten zu fasten und sie kamen zu ihm und fragten, warum fasten die Jünger des Johannes und der Pharisäer deine Jünger fasten nicht? Welcher Johannes ist hier gemeint? Der Täufer. Selbst die Jünger von Johannes im Täufer haben diese Fasten ganz stringent durchgehalten, aber die von Jesus nicht. Und da haben sogar die Jünger von Johannes gedacht, hey, Petrus, Johannes, Jakobus, ihr seid viel zu liberal. Ihr faltet die Fastentage nicht ein. Ja, und die Fastentage, die seit Jahrhunderten etabliert sind, ja. Und Jesus hat ihnen immer gesagt, lest mal Jesaja, lest Zacharja, lest mal Jari.

[45:02] Schaut mal in Joel 2, letztes Vers für heute, Joel 2, Vers 13. Was Gott sich wirklich wünscht. Joel 2, Vers 13. Vers 12 und 13. Das zeigt nämlich, wie sehr das zusammenkommt. Man kann nämlich durchaus fasten mit weinen und mit klagen, gar kein Problem. Aber schaut, worauf es Gott ankommt. Joel 2, Vers 12 und 13. Doch auch jetzt noch, spricht der Herr, kehrt um zu mir von ganzem Herzen. Mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen, zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider. Warum würde jemand seine Kleider zerreißen? Um zu zeigen. Ich faste, oder? Aber wir sollen nicht unsere Kleider zerreißen, wir sollen unsere Herzen zerreißen. Und kehrt um zu dem Herrn, eurem Gott, denn er ist gnädig und am Herzen sich langmütig und von großer Gnade.

[46:08] Und Jesus geht so weit in der Bergpredigt und sagt, um dieser Versuchung zu widerstehen, mach das Gegenteil, salbe dich. Warum salben? Salben war eigentlich so, wenn man trauerte, hat man sich nicht gesalbt. Das steht bei Daniel, das steht bei vielen anderen. Wer sich gefreut hat, hat sich gesalbt. Und ein schöner Satz von Ellen White, derjenige, der in echter Traurigkeit für Sünde fastet, wird niemals zur Schaustellung blieben. Wer wirklich traurig ist über die Sünde, ist traurig über die Sünde und hat keine Zeit, darüber nachzudenken, wie andere gerade über ihn denken. Versteht ihr, was ich meine? Wer Zeit hat, darüber nachzudenken, ob er auch im besten Licht dasteht, ist nicht wirklich traurig über seine eigene Sünde, weil er sündigt gerade. Und das ist eigentlich das, was Gott sich wünscht und was Jesus in der Bergpredigt hier deutlich macht. Wenn du fastest, faste so, dass es vor Gott angenehm ist. Christus möchte, dass sein Dienst attraktiv ist und so attraktiv erscheint, wie er auch wirklich ist. Wir sollen die Selbstverleugnung und die geheimen Schwierigkeiten des Herzens einem mitfühlenden Erlöser offenbaren.

[47:44] Jetzt Achtung! Dann können wir die Bürden am Fuß des Kreuzes zurücklassen und auf unserem Weg freudig gehen in seiner Liebe, der uns zuerst geliebt hat. Menschen mögen niemals wissen, was zwischen deiner Seele und Gott vor sich geht. Aber das Resultat des Heiligen Geistes auf deinem Herzen wird für alle sichtbar sein. Heißt auf Deutsch, mit meinen Problemen kann ich direkt zu Jesus kommen und er löst sie. Und die Freude, die kann ich mit allen Menschen teilen. Das ist interessant, oder? Und das ist eigentlich das, wo wir als Christen streben und woran Jesus uns in der Bergpredigt ermutigt. Wenn wir uns das vornehmen, in unserem Herzen wirklich echte Traurigkeit für Sünde zu haben und für Gott zu leben, ganz egal, wie andere Menschen um uns herum denken und auch gemeinsam beten und niederklingeln dazu.

[48:56] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir in der Bergpredigt sehen, wie ein echtes christliches Leben funktioniert, wie du es gedacht hast. Danke, dass du uns praktisch zeigst, wie wir mit dir leben können. Und Herr, vergib uns, wenn wir in unserem Leben religiös gewirkt haben oder Wirkung erzielen wollten, einfach nur, um von anderen gesehen zu werden. Aber Herr, du kennst unsere Motive, du kennst unsere Einstellung und wir möchten dich bitten um ein aufrichtiges, ehrliches Herz, das dich ganz oben anstellt und das dich als die oberste Priorität hat. Und Herr, wir möchten nicht Religion spielen, wir möchten nicht einfach nur religiös wirken vor anderen Menschen. Wir möchten eine Erfahrung haben, die genau so intensiv ist, dass wenn niemand anders in der Gemeinde ist, weil nur so wirst du uns auch durch das Ende tragen können. Und wir danken dir von ganzem Herzen, dass du verheißen hast, dass all das, was wir gelesen haben, dieses wahre Fasten, dass du das in unserem Leben bewirken kannst und uns dieses Herz schenken möchtest. Im Namen Jesu, Amen.

[50:20] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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