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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird die Bergpredigt Jesu fortgesetzt und der Fokus auf das Thema Schätze im Himmel und auf Erden gelegt. Christopher Kramp erklärt, warum materieller Reichtum vergänglich ist und wie man stattdessen einen unvergänglichen Schatz im Himmel aufbauen kann. Er betont die Wichtigkeit, das Herz auf das Ewige auszurichten und wie dies unser gesamtes Leben beeinflusst.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu uns im Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr heute Abend da seid und schön, dass ihr live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.tv.de oder später euch das Video anschaut. Wir wollen heute weiter studieren in der Bergpredigt. Und wir haben heute einen längeren Abschnitt vor uns, einige Verse, die wir betrachten wollen, die, glaube ich, recht praktisch sind und auch in gewisser Weise anknüpfen an das, was wir heute im Offenbarungsseminar studiert haben. Und bevor wir beginnen, wollen wir natürlich gerne noch einmal beten und dazu niederknien, wenn es möglich ist.

[1:01] Lieber Vater im Himmel, wir kommen jetzt zu dir und wir möchten, dass du unser Lehrer bist. Wir möchten zittern vor deinem Wort, wie es der Prophet sagt, und wir möchten aus deinem Wort leben, so wie du es selbst uns gezeigt hast in den Evangelien. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch deinen Heiligen Geist zu uns sprichst und dass wir erkennen, was diese Passage in der Bergpredigt uns zu sagen hat und dass wir sehen, wie wir das in unserem Leben anwenden können. Halte alle Störende fern und sprich du zu unserem Herzen im Namen Jesu. Amen. Matthäus 6 und dort ab Vers 19.

[1:54] Wir haben ja bisher in Matthäus 6 gesehen, dass Jesus, nachdem er über das Evangelium und das Gesetz Gottes gesprochen hat, in Kapitel 5, in Kapitel 6 über die praktischen Dinge des Christenlebens gesprochen hat, wie das Almosengeben, das Beten, das Fasten. Also vom Evangelium über die Auslegung des Gesetzes, was das Gesetz bedeutet, hin zu den praktischen Dingen des Christentums. Und jetzt geht es noch einen Schritt weiter, nämlich, wie verhält sich der Christ in den alltäglichen Dingen? Das ist jetzt das, was uns in den restlichen Versen von Kapitel 6 und so weiter dann beschäftigen wird. Und in Vers 19 bis 24 geht es um die Frage des Reichtums und des Besitzes.

[2:43] Schaut mal in Vers 19: "Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo Diebe nachgraben und stehlen." Wir haben ja gerade im Offenbarungsseminar gesehen, dass die, die sich Reichtum erwerben in der Endzeit durch ungerechten Gewinn, werden am Ende enttäuscht werden.

[3:07] Schauen wir mal ein bisschen in der Bibel. Gibt es schon im Alten Testament so Hinweise darauf, dass man sich nicht auf Gold und Silber verlassen soll? Was denkt ihr? Ja oder nein? Mehr als genug. Schauen wir uns mal ein paar einzelne Textstellen an. Fangen wir mal in Hiob an. Hiob 31 und dort Vers 24. Wir suchen ein bisschen diese alttestamentliche Grundlage, auf die Jesus aufbaut. Wir sollen uns nicht Schätze sammeln auf dieser Erde.

[3:34] Hiob 31 und dort Vers 24. Der Hiob, der berichtet hier, er geht quasi zurück in Gedanken und berichtet über sein Leben und er sagt, dass er bestimmte Dinge nicht getan hat. Und er formuliert das so in Vers 24: "Habe ich mein Vertrauen je auf Gold gesetzt und zum Feingold gesagt: Sei du meine Zuversicht?" Das ist eine lange Auflistung mit rhetorischen Fragen, auf die die Antwort immer nein ist. Er sagt, ich habe nicht. Damit sagt er, ich bin nicht auf Gold, ich bin nicht auf feines Gold, auf geläutetes Gold, mein Vertrauen gesetzt und nicht gesagt zum Gold: Du bist meine Zuversicht. Viele Menschen sagen zu ihrem Bankkonto: Du bist meine Zuversicht. Wenn das Bankkonto voll ist, dann habe ich ausgesorgt, dann bin ich sicher, dann habe ich eine finanzielle Sicherheit. Und Hiob sagt, das habe ich nie gesagt. Und in dem gleichen Kontext sagt er noch andere Dinge, wie zum Beispiel, dass er niemals den Mond und die Sonne angebetet hat. Also für ihn wäre sein Vertrauen auf Reichtum ersetzen genauso wie, oder in der gleichen Kategorie wie Götzendienst.

[4:41] Schauen wir mal weiter in Sprüche 11. Entschuldigung, erst Psalm 62. Psalm 62. Kein Wunder, gerade in der Weisheitsliteratur, das heißt in Hiob, Psalms, Sprüche, finden wir viel Weisheit auch im Umgang mit Geld. Psalm 62 und dort Vers 11. Und das ist interessant, weil es zeigt uns eine durchaus differenzierte und realitätsnahe Sicht der Bibel über das Geld.

[5:10] Psalm 62 Vers 11: "Verlasst euch nicht auf was für ein Gut, auf erpresstes Gut und setzt nicht trügerische Hoffnung auf Raub." Das heißt, es geht nicht darum, dass man nichts haben darf, es geht nur darum, dass man nicht mit unlauteren Mitteln Gewinn erwirbt. Ja, wenn Gott einen segnet, wie er den Abram gesegnet hat, wenn Gott einen segnet, wie er andere Männer der Bibel gesegnet hat, dann ist das nicht per se verboten. Gott fordert nicht von einem Christen, dass er unter der Existenzgrundlage lebt.

[5:50] Aber wir sollten niemals den Besitz eine Priorität einräumen, die dazu führen würde, dass wir Gottes Gesetz an irgendeiner Stelle brechen, um mehr Gewinn zu machen. Und was mache ich jetzt also, wenn ich, trotz dass ich Gott ganz treu bin, mehr Geld habe als andere, wenn der Gewinn sich mehrt? Schauen wir mal den Rest des Verses an. Was steht dort? "Wenn der Reichtum sich mehrt" – also wenn trotz Treue zu Gott man trotzdem reicher wird, was soll man tun? "Hängt euer Herz nicht daran." Ja, das heißt, die Bereitschaft, es gerne auch wieder abzugeben, so sich eine Gelegenheit gibt. Und das ist natürlich die berühmte Geschichte von dem reichen Jüngling, der sein Herz an den Reichtum gehängt hatte. Und Jesus sagt ja später in der Bergpredigt auch: "Wo dein Schatz ist, da ist dein Herz." Okay, da kommen wir gleich noch zu, ganz genau.

[6:43] Sprüche 11, jetzt sind wir in Sprüche 11, Vers 4. Sprüche 11, Vers 4 und hier bekommen wir die Begründung, warum der Reichtum, so verführerisch er sein mag und so viel Sicherheit er auch scheinbar bieten mag, im Grunde genommen eigentlich eine Luftblase ist.

[6:56] Sprüche 11, Vers 4: "Reichtum hilft nicht am Tag des Zorns." Und was ist der Tag des Zorns? Gebt mir ein anderes Wort für Tag des Zorns. Tag des Gerichts, der Tag des Herrn, die Wiederkunft, die Plagenzeit. Das, was wir in Offenbarung 18 gelesen haben, und da haben wir es eindeutig gesehen: Der Reichtum hilft nicht. All das, was ich mir an Sicherheit aufbaue, ist in Wirklichkeit dann nichts wert. Aber was hilft am Tag des Zorns? Was ist das, wo wir investieren sollten?

[7:23] Gerechtigkeit. Da heißt es nämlich: "Aber Gerechtigkeit errettet vom Tod." Das ist ein interessanter Punkt. Jeder muss sterben, und ich kann noch so viel Geld auf dem Bankkonto haben, wenn ich sterben muss, kann das Geld mich nicht retten. Aber Gerechtigkeit kann mich vom Tod retten, denn durch die Gerechtigkeit Jesu, die in mein Leben kommt, kann ich durch Jesu Gnade, durch seine Kraft den Tod am Ende überwinden, oder?

[7:57] Ganz genau. Das ist, wo Jesus dann später noch mal in Lukas, auf diese Gedanken der Werkpredigt, darauf Bezug nimmt und wo auch den gleichen Satz letztendlich sagt, der ihm auch zum reichen Jüngling gesagt, nicht wahr? "Verkaufe alles, was du hast und gib es den Armen." Sei bereit, alles abzugeben, auf den Altar zu legen, so wie Gott es fordert. Guter Parallelvers. Ja, der reiche Jüngling wollte das leider nicht. Da sieht man die enorme Kraft, die das Herz haben kann, wenn es an der falschen Stelle ist.

[8:49] Sprüche 16, Sprüche 16 und dort Vers 16. Einer dieser vielen Verse zum Thema. Sprüche 16, Vers 16. Dort sagt die Bibel: "Wie viel besser ist es, Weisheit zu erwerben als Gold, und Einsicht zu erwerben ist begehrenswerter als Silber." Und wir haben das schon öfter angeschaut. Paulus sagt in 1. Timotheus: "Die Geldliebe ist eine Wurzel des Bösen." Und schauen wir mal in Jakobus 5.

[9:24] Jakobus ist ganz interessant. Wer hat Jakobus geschrieben? Wer hat Jakobus geschrieben? Genau, Jakobus, der Bruder von Jesus, ist das, genau. Wisst ihr, was das Besondere an Jakobus ist? Wisst ihr irgendwas über das Buch Jakobus, was da irgendwie besonders dran ist? Okay, das ist über den Autor, aber das ist über das Buch selbst, über den Inhalt des Buches. Was ist besonders an dem Inhalt des Buches? Es geht sehr viel um Glaube und Werke, ganz genau. Sehr gut. Gibt es noch irgendwas, was besonders ist an Jakobus? Außer, dass es um Glaube und Werke geht. Das ist ganz im Vordergrund.

[10:00] Warnungen, ja, ja, ja, ja. Wir lesen mal einen kurzen Abschnitt. Schaut mal mit mir in Jakobus 5, Vers 1 und 3 und dann sagt mir, was euch vielleicht auffällt.

[10:10] Jakobus 5, Vers 1 und 3: "Wohlan nun, ihr Reichen, weint und heult über das Elend, das über euch kommt. Euer Reichtum ist verfault und eure Kleider sind zum Mottenfraß geworden. Euer Gold und Silber ist verrostet, und ihr Rost wird gegen euch Zeugnis ablegen und euer Fleisch fressen wie Feuer. Ihr habt Schätze gesammelt in den letzten Tagen."

[10:30] Woran erinnern euch diese Formulierungen? Motten, ja. Woran erinnert euch das? Matthäus, ja. Das ist nicht die einzige Stelle. Zum Beispiel haben wir damals studiert. Schaut mal nur ganz kurz in Jakobus 5, Vers 12, wo es heißt: "Vor allem aber, meine Brüder, schwört nicht, weder bei dem Himmel, noch bei der Erde, noch bei irgendeinem anderen Eid; euer Ja sei ein Ja und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht unter dem Gericht fallt." Zitat aus oder Paraphrase aus, wo sagt Jesus was Ähnliches? Matthäus, in der Bergpredigt.

[11:04] Also Jakobus ist ganz oft ein Kommentar zur Bergpredigt. Es gibt ganz viele Parallelen zwischen der Bergpredigt und Jakobus. Das ist sehr interessant, weil Jakobus vermutlich höchstwahrscheinlich geschrieben worden ist von dem Bruder Jesu, der Jesu sehr gut kannte und der vermutlich diese Bergpredigt auch miterlebt hat und der jetzt in seinem Brief immer wieder so auf Gedanken von der Bergpredigt darauf eingeht. Und das sieht man hier in Jakobus 5, Vers 1-3 sehr schön, mit diesem Mottenfraß, nicht wahr, mit dem Schätze sammeln.

[11:41] Und hier wird sehr deutlich, in welcher Zeit hat das besondere Bedeutung, dieses Schätze sammeln, das wir nicht tun sollen? In den letzten Tagen, in der Endzeit. Also hier wird deutlich, dass dieser Satz in der Bergpredigt: "Ihr sollt euch Schätze sammeln", besonders für die Endzeit eine große Rolle spielt. Übrigens, warum sagt Jesus, jetzt mal zurück zu Matthäus, warum sagt Jesus, dass auf der Erde die Diebe nachgraben? Habt ihr euch das mal gefragt?

[12:06] Schaut mal in Matthäus 6, da heißt es ja: "Auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo Diebe nachgraben und stehlen." Vielleicht, weil es im Erdreich vergraben ist, ja, das könnte sein. Die Tatsache ist, wisst ihr, aus welchem Stoff, aus welchem Werkmaterial orientalische Häuser gemacht worden sind, damals in Syrien, in Palästina? Haben die so Betonhäuser gehabt?

[12:30] Lehm, genau. Lehm. Und wenn man jetzt so ein Lehmhaus hat und man ist ein Einbrecher, was kann man tun? Kannst einfach durchgraben, ja. Das ist ganz interessant, das griechische Wort für Einbrecher ist sogar "Wandgräber". Jemand, der durch die Wand sich hindurch gräbt. Ja, das ist eigentlich die Idee, ja. Da sind Leute, die wissen, das Geld, der Besitzer ist nicht zu Hause und dann graben die so ein Loch in die Wand und holen es raus. Also das ist dieses Nachgraben.

[13:09] Interessant ist auch, für wen sollen wir die Schätze sammeln? Für wen sollen wir die Schätze sammeln? Ja, ja, wo im Himmel, aber für wen? Ja, genau. Wie steht es in Vers 19? "Ihr sollt..." Ja, genau. Vers 20 heißt dann: "Sammelt euch viel mehr Schätze." Seid das bewusst? Der Fokus ist darauf, dass wir uns Schätze sammeln. Das heißt, ich kann mir selbst einen Schatz sammeln. Der Schatz ist für mich, aber die Frage ist: Wo ist der Schatz? Ist er auf Erden oder ist er im Himmel? Ja, Jesus sagt nicht: Arbeite, damit dein Anderer einen Schatz hat. Er sagt: Du kannst einen Schatz haben, du kannst dir einen Schatz ansammeln, aber du musst dir den richtigen Schatz wählen. Denn der Schatz, den wir bekommen im Himmel, der ist für uns.

[14:06] Es ist ganz interessant, es ist mit anderen Worten, diesen Schatz zu sammeln, ist in unserem eigensten Interesse, den echten Schatz zu sammeln. Ja. Lies mal vor.

[14:23] "In Christus sind alle Schätze."

[14:53] Wir müssen uns die Frage stellen, was ist dieser wahre Schatz, den wir für uns sammeln? Oder jetzt Matthäus 6, Vers 20 heißt es ja: "Sammelt euch viel mehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und sie stehlen." Im Himmel sind die goldenen Kronen nicht in Lehmhäusern. Es gibt doch keine Diebe da. Aber was ist jetzt eigentlich der wirkliche Schatz? Also wenn ich jemanden fragen würde auf der Straße: Du bist Christ, du und du sagst, ja, ich habe einen Schatz im Himmel. Was würdest du sagen, was ist dieser Schatz? So mit ein, zwei Wörtern.

[15:23] Jesus Christus ist unser Schatz, okay. Du sagst, unser Charakter ist unser Schatz, okay. Die Gerechtigkeit Jesu ist unser Schatz. Wird ja auch als Gewand beschrieben, ja, als schönes Gewand.

[15:35] Gibt mir noch eine Idee, was ist der Schatz, den wir sammeln können im Himmel? Ja, alles wichtige Dinge. Wenn man jetzt einen Schatz sammelt, kann man ja auch wenig und viel sammeln, oder? Man kann einen kleinen Schatz haben, man kann auch einen großen Schatz haben.

[15:47] Jetzt schauen wir mal ein paar Dinge an, die mit diesem Schatz zu tun haben. Erstmal Jesaja 6, Vers 20. Wir suchen den Schatz, biblische Schatzsucher. Jesaja 6, Vers 20. Nein, das stimmt nicht. Moment, falscher Text. Moment, Moment, Moment. Ich habe den falschen Text aufgeschrieben. Das gibt es gar nicht. Wie geht es noch weiter? Ich suche den gleich noch, dass wir ihn noch finden.

[16:25] In Lukas 12 Vers 33. Gehen wir erstmal dahin. Lukas 12 Vers 33. Das hast du schon angedeutet, nicht wahr? "Verkauft eure Habe und gebt Almosen. Macht euch Beutel, die nicht vergehen. Einen Schatz, der nicht vergeht im Himmel, wo kein Dieb hinkommt."

[16:48] Das heißt, dieser Schatz hat etwas zu tun, wird hier beschrieben mit einem Beutel, der nicht veraltet. Irgendetwas, das dauerhaft bestehen bleibt. Ja, ein Schatz, der nicht vergeht.

[16:56] In Lukas 18 und dort Vers 22. Da haben wir schon einen ersten konkreten Hinweis darauf, was dieser Schatz ist. Ich suche mal den anderen Vers noch, weil ich glaube, der war ganz interessant. Lukas 18 und dort Vers 22. Und dort steht: "Als Jesus dies hörte, sprach er zu ihm: Eins fehlt dir noch, verkaufe alles, was du hast und verteile es an die Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben und komm und folge mir nach."

[17:35] Also worunter steht der Schatz, den er im Himmel haben wird jetzt, wenn er das Geld an die Armen spendet? Worunter steht dein Schatz? Was würdet ihr sagen? Was ist ein Schatz?

[17:59] Ja, das ist eine Konsequenz. Was ist ein Schatz, wenn er in den Himmel kommt? Er muss irgendetwas sein, was im Himmel ist. Er kommt in den Himmel. Was ist der Schatz, den er findet im Himmel? Die Nachfolge hat er schon auf der Erde. Menschen, seine Almosen sind, wenn sie richtig eingesetzt werden, das Mittel, dass irgendwie irgendjemand für den Glauben mit beeinflusst worden ist und am Ende im Himmel ist. Oder?

[18:27] Jetzt haben wir mehrere Verse in die gleiche Idee. Genau. Hier schauen wir mal. Jesaja 33 war es. Jesaja 33 und dort Vers 6. Da haben wir einen Schatz, wie ihr auch schon angekündigt habt. Jesaja 33 und dort Vers 6.

[18:42] Jesaja 33 Vers 6: "Und du wirst sichere Zeiten haben, eine Fülle von Heil, Weisheit und Erkenntnis. Die Furcht des Herrn, die wird sie uns Schatz sein." Also was ist der Schatz, den das Volk Gottes bekommt? Furcht des Herrn, was noch? Erkenntnis, Weisheit, Heil. Sicherheit, sichere Zeiten, oder? Sicherheit, Weisheit, Erkenntnis, Heil.

[19:26] Und wenn dieser Schatz im Himmel ist, dann geht es um die Weisheit, die wir im Himmel bekommen. Dann geht es um das Heil im Himmel, dann geht es um die Sicherheit im Himmel, um das Leben, das wir im Himmel führen dürfen. Glaubt ihr, es lohnt sich da hinein zu investieren? Das himmlische Leben?

[19:38] Noch ein interessanter Vers. Schaut mal mit mir in 1. Thessalonicher 2 und da kommen wir nochmal auf diese Idee mit den anderen Menschen. 1. Thessalonicher 2 und dort Vers 19 und 20.

[19:51] 1. Thessalonicher 2, Vers 19 und 20. Er sagt: "Wenn Jesus wiederkommt, werde ich eine Krone bekommen."

[20:47] Aber die eigentliche Krone, die echte Krone, auf die es mir ankommt, die seid ihr. Wie hat Paulus einen Schatz angelegt? Er hat Menschen zu Jesus geführt, und wenn er in den Himmel kommt, wird er diese Menschen wieder treffen.

[21:04] Kann man jetzt einen kleinen und einen großen Schatz haben im Himmel? Übrigens, habt ihr mal gelesen, dass Ellen White sagt, dass nicht alle gleich viele Sterne in ihren Kronen haben werden? Also eine Krone aus Gold mit Sternen drin ist ja sowas wie ein Schatz, oder? Also wenn man irgendwie ins Museum geht und es ist die Krone vom Deutschen Reich oder vom Papst ausgestellt, das ist ja ein Schatz.

[21:28] Menschen werden unterschiedlich großen Schatz haben im Himmel, je nachdem, was sie investiert haben in die Rettung anderer Menschen, anderer Seelen, anderer Menschen.

[21:44] Und das ist, glaube ich, ein interessanter Gedanke, weil wenn Jesus sagt: "Sammelt euch Schätze", sagt er nicht nur: Mach nicht zu viel kapitalistische Geschäfte zu deiner eigenen Bereicherung. Das ist nur die eine Seite. Er sagt: Hüte dich davor, Schätze zu sammeln auf Erden, aber er fordert uns auch auf, etwas zu tun. Das ist nicht nur defensiv, das ist nicht nur: Mach das nicht, und ja, okay, ich mach das nicht, dann bin ich okay.

[22:06] Nein, es ist auch offensiv, nämlich: Investiere, arbeite, gib aus, um einen Schatz zu sammeln, der daran besteht, dass Menschen am Ende durch dich gerettet sind. Und die Frage ist natürlich, wie groß darf dein Schatz im Himmel sein? Willst du gerne einen kleinen Schatz haben oder einen größeren Schatz?

[22:25] Unser Leben auf dieser Erde als Gläubige offenbart Gott, wie groß unser Schatz sein möchte. Ja, da gibt es Menschen, die sagen: Ach, naja, so ein bisschen mach ich was, und dann sagt Gott: Okay, du kriegst deinen kleinen Schatz nicht. Und dann gibt es Menschen, die sagen: Ich möchte einen großen Schatz haben. Ich möchte so viele Menschen wie möglich gewinnen, und entsprechend wird ihre Krone schwer beladen sein. Das ist, glaube ich, eine interessante Idee, je nachdem, wie viel wir investieren.

[22:47] Unser Konzept ist nicht, dass wir sagen, ich kriege mal 2,16, aber da fehlt noch ein Wort dazu. Indem wir das selbe Konzept hatten, nur zum Ruhm auf dem Tag wissen, dass ich nicht vergeblich, aber auch noch vergeblich gearbeitet habe. Also wir sagten ja, ich werde euch sehen, aber nicht wie ihr, als ich ist.

[23:01] Ja, genau.

[23:08] Ganz genau. Es gibt keine Garantie für jeden einzelnen Menschen, aber es gibt, das ist das, was wir wissen dürfen: Jeder bekehrte Mensch, der ernsthaft Jesus weitersagen möchte, wird entdecken, dass auf irgendeine Art und Weise sein Einfluss zur Rettung geführt hat. Es ist niemand, der sich bemüht und mit Gottes Gnade vorausgeht und am Ende niemanden hat. Das gibt es nicht. Und das ist das, was Gott uns verheißt.

[23:30] Gott weiß alles, was wir haben, was wir denken, was wir tun. Wir kennen das nicht, weil er weiß besser, wie wir sind. Darum muss man immer auf diese Richtung gehen, zu Gott. Nicht, was wir denken, was wir machen. Wir machen immer ein Gefühl, das ist nicht so gut. Darum muss man immer beten zu Gott, dass er uns führt in unserem Leben, dass er uns hilft. Ich bete jeden Tag, nicht ich, sondern er. Er soll mir helfen. Er soll gucken, wo soll ich, ob ich etwas machen soll. Das ist wichtig.

[24:20] Warum? Das ist wichtig. Ich kann von mir aus nicht.

[24:47] Paulus schreibt zu den Hebräern: "In euch selbst gewiss seid, dass ihr ein besseres und bleibendes Gut, wo? Im Himmel besitzt."

[25:17] Also jemand, der nicht das nur sagt, sondern wirklich glaubt. Der Test, ob das stimmt, ist dann, wenn etwas genommen wird. Also wenn ich alles besitze und alles habe und mir geht es gut und alles ist wunderbar, dann kann ich leicht sagen: Keine Schätze im Himmel, keine Schätze auf Erden. Ich will mir Schätze im Himmel sammeln. Aber ob das auch wirklich in meinem Herzen ist, wird sichtbar, wenn ich etwas verliere.

[25:46] Kennt ihr eine Geschichte in der Bibel, wo das ganz sichtbar wurde? Jemand, der alles verloren hat und sein Schatz war trotzdem im Himmel? Hiob. Der hat alles verloren und sein Schatz war trotzdem im Himmel. Er wusste: "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt."

[25:57] Und das ist genau diese praktische Anwendung. Das heißt, in der Endzeit, wir haben ja gerade bei Jakobus gesehen, dieser Ratschlag: "Sammelt euch keine Schätze auf Erden", hat besonders zu tun mit der Endzeit. Denn in der Endzeit wird das genau getestet werden, oder?

[26:08] In der Endzeit wird die Wurzel des Bösen angepackt werden. Die Wurzel des Bösen, sagt der Paulus, ist die Geldliebe. Deswegen wird aus Geldliebe, Wirtschaftskraft, das ganze Malzeichen des Tieres wird mit der Wirtschaft zusammenhängen. Und die, die Gott treu sind, werden alles verlieren.

[26:31] Gehen wir noch ganz kurz einen Schritt weiter. Denn 1. Petrus 5, Vers 4, wird jetzt genau beschrieben, was dieses Erbe ist. 1. Petrus 1, Vers 4.

[26:37] 1. Petrus 1, Vers 4: "...zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwüstlichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns."

[26:59] Mit anderen Worten, der Schatz, der existiert schon. Ist nicht etwas, was Gott dann irgendwann aus dem Hut zaubern wird, sondern da ist schon ein Schatz. Da ist schon, auch ganz praktisch, es sind nicht nur die geretteten Menschen. Wir werden auch tatsächlich goldene Kronen haben. Wir werden in goldenen Häusern leben. Wir werden auf goldenen Straßen wandeln. All das, was kein König auf dieser Welt jemals gehabt hat.

[27:21] Wenn das einige Könige nach den tausend Jahren von außerhalb der Stadt betrachten, die werden vor Neid ablassen. Die werden sich fragen: Warum habe ich mein ganzes Leben lang für genau das gearbeitet, mit falschen Mitteln, und jetzt habe ich nichts? Während die, die treu gewartet haben im Vertrauen auf Gott, die bekommen das alles geschenkt. Ein unvergängliches Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns.

[27:48] Wie oft, das ist eine praktische Frage zum Nachdenken, wie oft denken wir eigentlich über dieses himmlische Erbe nach? Wie oft sind unsere Gedanken auf den Himmel gerichtet und auf das, was im Himmel auf uns wartet und was Gott uns alles bereiten möchte. Ich glaube, wenn wir öfter darüber nachdenken würden, würden viele Probleme, die wir hier sehen, viele Sorgen und Nöte, würden an Bedeutung verlieren. Und dass wir so oft über irdische Dinge uns so den Kopf zerbrechen, hat unter anderem vielleicht damit zu tun, dass wir so oft den Blick auf den himmlischen Schatz nicht vor Augen haben.

[28:18] Das ist so wie Abraham, der auf die himmlische Stadt wartete, wie Mose, von dem es heißt, er wollte die Schmach Christi erleiden, statt die Schätze Ägyptens, weil er auf die Belohnung sah. Er wusste, es gibt zwar Leid für einen Christen auf dieser Welt, aber dafür gibt es eine unendliche Freude. Und das kann man nur im Glauben annehmen.

[28:50] Da zeigt sich letztendlich, wer glaubt und wer nicht. Gehen wir noch einen Schritt weiter. Matthäus 6, Vers 21. Jesus gibt jetzt ein ganz, ganz fundamentales Prinzip.

[28:56] Matthäus 6, Vers 21: "Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein."

[29:09] Jetzt, warum ist es so wichtig zu wissen, wo unser Herz ist? Warum ist es so wichtig? Achtet darauf, wo euer Schatz ist, denn wo euer Schatz ist, da ist euer Herz. Wo immer meine Priorität ist, da ist mein Herz. Aber warum ist es so wichtig, überhaupt zu wissen, wo das Herz ist? Ist es nicht egal, wo das Herz geht?

[29:30] Was sagt die Bibel? "Mehr als alles andere behüte dein Herz, denn von ihm geht das Leben aus."

[29:42] Das gesamte Leben hängt am Herz. Und wenn das Herz in die falsche Richtung schaut, ist das gesamte Leben falsch ausgerichtet. Wenn das Herz in die richtige Richtung schaut, ist das gesamte Leben richtig ausgerichtet. Aber jetzt sagt Jesus, dieses Herz, das entweder in die richtige Richtung schauen kann oder in die falsche Richtung schauen kann, dieses Herz ist wie ein Magnet. Es orientiert sich an etwas anderem.

[30:12] Dieses Herz orientiert sich woran? Es orientiert sich an dem, Matthäus 6, 21, an dem Schatz. Je nachdem, wo mein Schatz ist, ist mein Herz. Deswegen ist diese Frage, wo mein Schatz ist, auf Erden oder im Himmel, so entscheidend, denn je nachdem, wo mein Schatz ist, da ist mein Herz und wo mein Herz ist, da wird mein Leben sein. Entweder ist mein Leben auf dieser Erde und das war alles, oder ich ziele auf ein Leben im Himmel, wobei Jesus mir verspricht, wenn ich ein Leben im Himmel abziele, werde ich schon auf dieser Erde ein erfülltes Leben haben.

[30:44] Das Herz muss bewahrt werden. Und deswegen ist dieses Thema nicht einfach nur ein Nebenthema im christlichen Leben, sondern die große Frage ist: Wo investiere ich das meiste hinein? Wo ist mein Schatz? Was ist mir am wertvollsten? Was ist mir am wichtigsten? Was möchte ich gerne bewahren?

[31:05] Wenn jemand einen Schatz hat, dann muss man dafür Sorge tragen, dass ihn niemand klaut. Man muss vielleicht eine Burg bauen, man muss ihn vergraben, man muss irgendwie Wächter aufstellen. Wenn mir etwas wirklich wichtig ist, dann verteidige ich das. Dann ist es mir nicht egal, was damit passiert in meinem Leben, dann hat das für mich hohe Priorität.

[31:26] Und die Frage, die wir uns stellen müssen ist: Was hat in meinem Leben die höchste Priorität? Was verteidige ich? Woran denke ich automatisch, wenn ich nicht gerade meine Gedanken wohin zwingen muss? Also, wenn ich meine Gedanken einfach mal loslasse, wohin tendieren sie? Tendieren sie zur Erde oder tendieren sie zum Himmel?

[31:50] Ja, die Menge am Auge, wie gesagt, der ganz kleine, große Leib. Wie gesagt, der Licht, der Phoresin, ob das was Drohendes ist, bin ich mir auch nicht sicher, aber es ist ein großes Herz.

[32:21] Es geht um den Schatz, nicht wahr? Und jetzt, was haben die Augen mit dem Schatz zu tun? Was ist die Verbindung zwischen Schatz, Herz und Auge?

[32:29] Genau, mit den Augen schaue ich, also das, womit meine Augen sich beschäftigen, das ist mein Schatz. Wenn mein Schatz die Unterhaltung ist, dann schauen meine Augen auf den Fernseher. Wenn mein Schatz das Himmelreich ist, schauen meine Augen auf die Bibel.

[32:45] Jetzt sagt ja Jesus: "Wenn dein Auge lauter ist." Lauter klingt jetzt, kann man sich schwer drunter was vorstellen. Jetzt hört mal gut zu, das ist interessant. Das griechische Wort für lauter ist "haplos", das ist jetzt noch nicht so interessant, aber das ist dasselbe wie das lateinische "simplex". Kennt ihr ein deutsches Wort, das so ähnlich ist wie simplex? Wenn es simpel...

[33:10] Simpel, schon mal gehört, wenn etwas simpelt ist? Was ist ein anderes Wort für simpel? Einfach.

[33:19] Die Idee in dem griechischen Wort ist, wir alle haben ja schon mal irgendetwas zusammengefaltet, oder? Wenn man Bettlaken hat zum Beispiel oder irgendwelche Handtücher. Wie oft faltet man das, wenn man so ein richtig guter Hausmann, eine gute Hausfrau ist?

[33:36] Es klingt nach Großes. Es klingt nach Großes, das stimmt, genau. Aber die allermeisten Sachen faltet man schon mehrmals, oder? Stellt euch vor, jemand faltet eine Sache nur einmal. Das wäre doch recht simpel, oder? Das wäre sehr einfach, ja.

[33:50] Das ist genau die Idee von dem Wort "haplos". Man faltet es nur einmal. Also nicht mehrmals, nicht kompliziert, nicht irgendwie, sondern so simpel wie möglich. Es gibt ein deutsches Wort, das ist ein Synonym für einfach. Das habt ihr vielleicht schon mal gehört, aber noch nie verstanden, warum das so heißt. Das hat auch mit dem Falten zu tun.

[34:11] Ein deutsches Wort, wo dieses Falten mit drin ist, ist das Wort einfältig. Schon mal gehört, einfältig? Er ist ein bisschen einfältig, ein bisschen einfach. Er ist einfältig, er ist nur einmal gefaltet.

[34:24] Genau, einfältig, einmal gefaltet. Mit anderen Worten, unsere Augen sollten simpel sein, einfach sein. Nicht hochtrabend, nicht mit doppeltem Boden, nicht hier und da, sondern ganz simpel auf das Einfache, auf das Klare, auf das Richtige gerichtet. Selbst wenn das andere als zu simpel betrachtet.

[34:49] Wenn dein Auge allein nur einfach gefaltet, auf eine Sache gerichtet ist, nämlich auf den Schatz im Himmel. Nicht mehrfach gefaltet, hier und da und noch woanders her, sondern einfach. Der Himmel, das ist das, was mir wichtig ist. Alles andere ist mir egal.

[35:04] Also jetzt im übertriebenen Sinne. Das ist interessant, das Auge, dann in Vers 23 ist das Auge verdorben. Was könnte in dem Zusammenhang mit dem Schatz ein verdorbenes Auge sein? Wie stellt ihr euch einen verdorbenen Blick vor, wenn ihr jetzt an dieses Ding mit dem Schatz denkt? Schatz im Himmel, Schatz auf Erden. Was wäre so ein verdorbenes Auge?

[35:42] Vielleicht das Gewissen. Hier ist auch interessant, das griechische Wort kommt doch an einer anderen Stelle vor und das hilft uns, das ein bisschen besser zu verstehen. Schaut mal in Matthäus 20, Vers 18.

[35:53] Matthäus 20, Vers 18. Stimmt das?

[36:03] Warte.

[36:05] Nein, das stimmt nicht.

[36:07] Warte, warte, warte. Dann ist es aber auf jeden Fall. Hier, ja genau. Hier ist es auf jeden Fall. Markus 7, Vers 22. Aus irgendeinem Grund habe ich heute wieder falsche Verse. Aber Markus 7, Vers 22 stimmt.

[36:15] Markus 7, Vers 22. Ah, ich weiß, es war Matthäus 20, Vers 15. Aber ist egal.

[36:34] Dieb, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit. Jetzt kommt das Wort. Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. Dieses Wort ist dasselbe Wort wie für verdorben. Das heißt, man könnte auch übersetzen: "Wenn dein Auge neidisch ist."

[36:52] Also entweder dein Auge ist simpel. Es ist einfach. Es will keinen ungerechten Gewinn. Es will einfach nur den Himmel. Es will nur das Himmelreich erwerben. Oder dein Auge ist neidisch. Es ist nicht zufrieden mit dem, was es hat.

[37:04] Wer war der erste, der ein neidisches Auge hatte? Wer war der Erste, der ein neidisches Auge hatte?

[37:19] Der Erste, der ein neidisches Auge hatte? Luzifer im Himmel. Sagte: Warum hat Jesus, warum hat Michael so eine höhere Stellung als ich? Warum ist sein Thron höher als meiner? Er war nicht einfach gefaltet mehr. Er war nicht simpel. Er war nicht einfach nur, sein Schatz war nicht da, sondern er war, er hatte ein verdorbenes Auge. Sein Auge hat gesagt: Ich will etwas haben, was ich nicht habe.

[37:39] Das ist die Kernidee. Zurück zu Matthäus 6. Matthäus 6 und dort Vers, wie wir 23 gesehen haben.

[37:48] Wenn also das Auge verdorben ist, dann ist irgendwann, was passiert mit dem Leib? Komplett. Das heißt, wenn meine Priorität falsch ist, werde ich am Ende verloren gehen. Das ist, was Jesus sagt. Weil wenn das Auge falsch ist, dann wird mein Schatz an der falschen Stelle sein. Und wenn mein Schatz an der falschen Stelle ist, dann wird automatisch mein Herz an der falschen Stelle sein. Weil wo dein Schatz ist, da ist dein Herz.

[38:11] Und deswegen müssen wir uns die Frage stellen: Wohin blicke ich? Wo ist meine Priorität?

[38:22] Und deswegen sagt Jesus in Vers 24: "Niemand kann zwei Herren dienen." Er sagt nicht: Niemand wird zwei Herren dienen. Niemand soll zwei Herren dienen. Er sagt: Niemand kann zwei Herren dienen. Weil sie sind getrennt, Himmel und Erde. Und das Herz kann nur gleichzeitig an einer Stelle sein. Entweder ist es da, oder es ist da. Es kann nicht gleichzeitig an beiden Stellen sein.

[38:46] Entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

[38:56] Jetzt haben wir keine Zeit mehr dazu. Nächste Woche, wenn wir den Fest nochmal genauer anschauen und dann weitergehen. Aber eins ist sicher: Wir müssen uns Tag für Tag in unserem Leben neu die Frage stellen.

[39:08] Wo ist mein Schatz? Wohin blicke ich? Wohin blickt mein Auge? Bin ich einfältig? Einfach? Einfach gestrickt? Einfach gefaltet? Habe ich einfach den Wunsch, bei Jesus zu sein? Oder blickt mein Auge neidisch auf andere Dinge?

[39:24] Wenn das so ist, wird mein Schatz dort sein. Wird mein Herz dort sein. Dann werde ich am Ende ganz finster sein. Dann werde ich mit jeder weiteren Sünde immer tiefer hinein geraten, bis Gott nicht mehr zu mir hindurch kommt. Und deswegen spricht Jesus hier von dieser ganz entscheidenden Sache. Man kann nicht ein halber Christ sein. Entweder ist der Schatz da, oder er ist da. Aber dieser Schatz ist nicht geteilt.

[39:48] Und deswegen haben wir die Verantwortung, unseren Blick zu Jesus zu wenden und uns bewusst zu machen, was für einen großen Schatz wir haben. Und je mehr wir uns mit der Bibel beschäftigen, je mehr wir über den Schatz nachdenken, desto stärker wird unser Verlangen sein, dort unsere Priorität zu haben.

[40:06] Sollen wir noch gemeinsam beten und Gott bitten, dass er uns hilft, diese Priorität Tag für Tag zu sehen?

[40:12] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir in der Bibel lesen durften, dass es nur zwei Pole gibt: Nur den Schatz im Himmel und den Schatz auf Erden. Und dass jeder Mensch sich entscheiden muss, wohin er blicken möchte. Und dass unser ganzes Leben davon abhängt, wo unser Schatz ist. Und dass alles, was wir tun, letztendlich eine Folge dessen ist, wo unsere Priorität ist.

[40:44] Herr, ich möchte dich bitten für mich und für jeden Einzelnen, dass du uns täglich zeigst, wo unsere Prioritäten sind und wo sie sein sollten. Und dass du uns hilfst, im Glauben fest daran zu vertrauen, dass du einen großen Schatz für uns hast. Und dass es unserem besten eigenen Interesse ist, in den Himmel zu investieren, jetzt schon hier auf der Erde. Und wir danken dir, dass du verheißen hast, dass du einen so wunderbaren, großen Schatz für uns hast. Eine Freude, die alles übersteigt, was wir heute in Worte fassen können. Und darauf freuen wir uns und danken dir von ganzem Herzen. Amen.

[41:35] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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