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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt aus der Serie „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung der Entscheidung zwischen Gott und Mammon. Anhand von biblischen Beispielen wie Elia, Josua und Paulus wird die Unmöglichkeit, zwei Herren zu dienen, verdeutlicht. Kramp ermutigt dazu, sich nicht von den Sorgen des Lebens erdrücken zu lassen, sondern auf Gottes Fürsorge zu vertrauen, wie sie sich in der Schönheit der Natur, den Vögeln und den Lilien zeigt. Die Botschaft ist eine klare Aufforderung zur völligen Nachfolge Jesu und zum Vertrauen auf Gottes Versorgung, die immer zur rechten Zeit kommt.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte" hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr live zugeschaltet habt oder später das Video anschaut. Wir wollen heute weiter studieren in der Bergpredigt. Wir haben interessante Verse vor uns, die wirklich wichtig sind für unser praktisches Glaubensleben, unser Leben mit Jesus. Und bevor wir beginnen, möchten wir, wie wir es gewohnt sind, mit einem Gebet starten. Dazu niederknien.

[0:58] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für diesen Tag und für die Gelegenheit, aus deinem Wort zu lernen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Wir möchten dir wirklich dafür danken, dass du zu uns sprichst, durch deinen Heiligen Geist, durch das Wort, und dass du uns die Gabe schenkst, das auch verstehen zu können und die Kraft gibst, das auch anwenden zu können. So möchten wir dich jetzt bitten, dass du zu uns sprichst, dass du alle Störenden fernhältst und dass wir erkennen, welche Entscheidung wir heute zu fällen haben, um dir nachzufolgen. Im Namen Jesu, Amen.

[1:30] Also schlagen wir auf Matthäus 6. Wir haben uns das letzte Mal die Verse 19 bis 23 angeschaut. Da ging es um die Frage mit den Schätzen. Könnt ihr euch erinnern? Der Schatz auf Erden und der Schatz im Himmel. Und wir haben dann gesehen, dass es darauf ankommt, wo unser Schatz ist, da ist auch unser Herz. Und wir können sammeln. Wir können Schätze sammeln auf Erden oder wir können Schätze sammeln im Himmel. Je nachdem, wo unsere Priorität ist, dort werden wir einen Schatz haben. Das Problem ist nur, die Schätze sind sehr unterschiedlich. Der Schatz auf der Erde, der wird geklaut, der wird gestohlen und am Ende ist alles weg. Ja, wie wir in der Offenbarung sehen, Offenbarung 18, alles ist weg. Der Schatz im Himmel dagegen, der bleibt, der ist unvergänglich und ein ewiger Schatz, der uns gegeben wird. Nun, der einzige Unterschied, der weitere Unterschied ist: Der Schatz auf Erden, den können wir jetzt sofort haben, oder der Schatz im Himmel, auf den müssen wir warten, da müssen wir glauben. Ja, das ist also die Frage: Möchte ich glauben oder möchte ich jetzt schon den Schatz auf Erden haben, der allerdings nicht bleibend ist.

[2:41] Dann haben wir gesehen, dass es um das Auge ging. Ja, das Auge als die Leuchte des Leibes. Ja, dort, wohin ich blicke. Ja, ist mein Auge neidisch? Sucht es nach den Schätzen? Ist es verdorben oder ist es lauter? Könnt ihr euch erinnern? Es ist einfältig. Einmal gefaltet, nicht wahr, hat es einen einfachen Blick auf den Himmel und diesen kindlichen Glauben. Und in diesem Zusammenhang, nachdem also Jesus sagt, nicht wahr, wenn das Auge lauter ist, wenn es einfältig, wenn es einfach ist, wenn es auf den Himmel gerichtet ist, und dann das verdorbene Auge in Vers 22 und 23. Jetzt kommt er zu Vers 24 und das ist ein entscheidender Vers.

[3:17] In Matthäus 6, Vers 24 geht es jetzt eigentlich sozusagen um den Aufruf. Dort sagt Jesus in Vers 24: Niemand kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Nun, Mammon ist das aramäische Wort für Besitz, Reichtum. Also es geht immer noch um die Frage, wer hat, wo ist meine Priorität? Schatz im Himmel, Schatz auf der Erde. Und Jesus sagt hier: Niemand kann zwei Herren dienen.

[4:02] Kennt ihr andere Menschen in der Bibel, die etwas ganz ähnliches gesagt haben? Die gesagt haben, ihr müsst euch entscheiden. Ihr könnt nicht beiden Parteien dienen? Elia hat das gesagt. Wo hat Elia das gesagt? Den Berg Karmel. Wo steht das? Sammeln wir kurz ein bisschen. Vers 24, das ist nicht zweite Könige, das ist erste Könige. Erste Könige Kapitel 18 ist die große Geschichte von Elia auf dem Berg Karmel. Erste Könige 18 und dort sagt er in Vers 21 die berühmten Worte: Da trat Elia vor das ganze Volk und sprach: Wie lange wollt ihr auf beiden Seiten hinken? Also von einer Seite und zur anderen. Auf beiden Seiten, ein bisschen zu Gott gehören und ein bisschen zu Baal, ein bisschen bei Jesus, ein bisschen in der Welt. Das Volk wollte beides haben und Elia sagt ihnen hier nach dreieinhalb Jahren Dürre: Ihr müsst euch entscheiden. Ihr könnt nicht ewig hin und her wanken, denn in Wirklichkeit seid ihr ja eingegriffen auf der Seite Baals. Ihr müsst euch entscheiden.

[5:18] Okay, haben wir noch Beispiele? Elia ist ein fantastisches Beispiel für diese Idee, man kann nicht gleichzeitig beiden dienen, Gott und Satan. Haben wir noch andere Beispiele? Joshua, noch so ein vortreffliches Beispiel. Wo sagt Joshua das? Was sagt er denn? Richtig, ich und mein Haus wollen dem Herrn dienen. Wo sagt er das? Am Anfang oder am Ende des Buches? Am Ende. Am Ende des Buches und das Buch Joshua hat nicht allzu viele Kapitel, ein paar schon. Schauen wir mal in Joshua, genau, Joshua 24. Joshua 24 und dort sagt er, er ruft hier ganz am Ende seines Lebens alle Stämme zusammen und lässt sie antreten und er gibt ihnen dann so seine letzten Worte mit. Und in Joshua 24 und dort Vers 15, da sagt er: Wenn es euch aber nicht gefällt, dem Herrn zu dienen, so erfüllt euch heute, er will euch heute, wem ihr dienen wollt, den Göttern, denen eure Väter jenseits des Stromes gedient haben, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen. Also er sagt nicht nur, ich und mein Haus, wir wollen das tun, er sagt auch, ihr könnt wählen, entweder der Herr oder die anderen Götter. Ja, aber ihr müsst euch entscheiden, ihr könnt nicht beides. Und er sagt, ich habe meine Entscheidung gefällt, ich will Gott dienen, genauso wie auch Elia.

[6:44] Fällt euch noch jemand ein, der so von einer Entscheidung gesprochen hat? Ihr müsst euch entscheiden. Paulus sagt in den zweiten Korinther, ihr könnt, was hat das Licht gemeinsam mit der Finsternis? Was hat Christus gemeinsam mit Belial? Ihr könnt nicht das miteinander vermischen. Ganz genau, das ist derselbe Gedanke. Also wir haben Paulus im Korintherbrief, wir haben Elia auf dem Berg Karmel, wir haben Joshua am Ende seines Lebens.

[7:20] Schlagen wir noch 1. Samuel auf. Das ist so ein ganz typisches Thema in der Bibel, ein Aufruf zur Entscheidung, zur völligen Nachfolge, nicht nur halbherzig. 1. Samuel 7 und dort Vers 3. Dort sagte Samuel, in 1. Samuel 7, Vers 3: Samuel aber redete zu dem ganzen Haus Israel und sprach: Wenn ihr von ganzem Herzen zu dem Herrn zurückkehren wollt, dann tut die fremden Götter und Astarte aus eurer Mitte und richtet euer Herz zu wem? Zu dem Herrn und dient ihm. Schlüsselwort: Dient ihm allein. So wird er euch aus der Hand der Philister erretten. Denn die Israeliten haben ja meistens, wenn sie den Baalen und den Astarte nachgefolgt sind, immer auch ein bisschen noch dem Gott geopfert, also dem Herrn geopfert. Aber was der Samuel hier sagt, ist, wenn ihr wirklich Gottes Hilfe haben wollt, müsst ihr euch ganz viel entscheiden.

[8:34] Das heißt, ihr könnt nicht gleichzeitig Gott anbeten und Baal. Ihr müsst euch entscheiden. Und diese Idee, die greift das Neue Testament mehrmals auf. Jakobus zeigt das auch sehr deutlich in Jakobus Kapitel 4, Vers 4. Da wird Paulus auch schon erwähnt. Gehen wir zu Jakobus 4, Vers 4. Und hier sagt der Jakobus uns sehr deutlich, dass es keine graue Zone gibt in dieser Sache. Es gibt nicht so eine Überschneidung, eine Überlappung zwischen Satans Reich und Gottes Reich. In Jakobus 4 und dort Vers 4, da heißt es: Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft der Welt mit der Weltfeindschaft gegen Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes.

[9:33] Das heißt, Jakobus sagt uns, eigentlich kann man gar nicht auf beiden Seiten gleichzeitig sein, sondern wer ein Freund der Welt ist, ist automatisch ein Feind Gottes. Übrigens heißt es auch im Umkehrschluss: Wer ein Freund Gottes ist, ist ein Feind der Welt. Kennt ihr jemanden, der Freund Gottes genannt wurde? Abram wurde als Freund Gottes genannt. Die Welt war für ihn gestorben.

[9:53] Jetzt, das ist interessant, weil Jesus sagt hier in Vers 24, wie fängt Vers 24 nochmal an? Ihr sollt nicht zwei Herren dienen. Steht das da? Sagt er, ihr sollt nicht zwei Herren dienen? Er sagt nicht, niemand soll oder niemand muss, sondern er sagt: Niemand kann. Was Jesus damit deutlich macht, ist, wir glauben zwar oft, dass Menschen auf beiden Seiten hinken, aber in Wirklichkeit gibt es das gar nicht. Denn er sagt, man kann gar nicht beiden gleichzeitig dienen. Wenn man der Welt dient, kann man sich zwar einreden, dass man Gott auch dient, das passiert auch ganz oft, Stichwort Laodizea, aber de facto dient man nur dem Mammon oder dem Satan.

[10:51] Interessant ist, was Ellen White zu sagen hat. Sie sagt: Christus sagt nicht, dass der Mensch nicht zwei Meistern dienen wird oder soll, sondern er kann es nicht. Die Interessen Gottes und die Interessen des Mammons haben keine Verbindung oder Sympathie. Und dann gibt es ein interessantes Bild, genau an dem Moment, wo das Gewissen den Christen warnt, sich selbst zu verleugnen, zu stoppen. Also in anderen Worten, der Christ geht sein Leben so entlang und plötzlich sagt das Gewissen: Geh keinen Schritt weiter. Kennt ihr so eine Situation, wo das Gewissen sagt: Geh jetzt nicht weiter, übertritt diese Linie nicht. Und sie sagt, genau dort, wo das Gewissen den Christen warnt: Stopp, genau hier, da geht der Weltling einfach über die Linie drüber. Der Weltling springt über die Linie und dann sagt sie: Auf der einen Seite der Linie ist der selbstverleugnende Nachfolger Christi, auf der anderen Seite der Linie ist der Weltliebhaber, der sich für die Mode und die Frivolität und das verbotene Vergnügen interessiert. Auf diese Seite der Linie kann der Christ nicht gehen.

[12:08] Das heißt, sie beschreibt eigentlich, es ist eine Linie und man kann nicht gleichzeitig links von der Linie sein und rechts von der Linie sein. Wenn man die Linie übertreten hat, ist man ein vollständiger Übertreter. Das fand ich sehr interessant. Und an anderer Stelle sagt sie: Menschen, die behaupten, Soldaten von Christus zu sein und sich mit der Konföderation des Satans einlassen und ihm helfen, beweisen, dass sie die Feinde Christi sind. Sie verraten heilige Verantwortung. Sie formen eine Verbindung zwischen Satan und den wahren Soldaten Christi, sodass durch sie der Feind ständig die Herzen der Soldaten Christi stehlen kann.

[12:50] Das heißt also, wenn wir hier echte Christen haben, von ganzem Herzen bekehrte Christen und dann einen Christen, der äußerlich sich zu Christus bekennt, aber innerlich dem Satan dient, dann ist dieser heuchlerische Christ ein Verbindungslink, wodurch der Satan durch ihn die echten Christen angreifen kann. Weil die echten Christen ja glauben, dass auch der ein echter Christ ist und seine Verhaltensweisen möglicherweise dann nicht so verurteilen, wie sie es bei einem bekennenden Weltling verurteilen. Das ist ein ganz interessanter Gedanke.

[13:27] Und dann sagt sie noch: Die stärkste Festung des Lasters in dieser Welt ist nicht das gottlose Leben des verworfenen Sünders oder des Hinausgestoßenen. Es ist das Leben, das anderweitig tugendhaft, ehrbar und edel erscheint, aber in dem eine Sünde begünstigt, also gefördert wird und ein Laster ständig, wie soll man sagen, also in Deutsch, also dem Laster immer wieder nachgegeben wird. Für die Seele, die kämpft im Geheimen gegen eine große Versuchung, die zitternd vor dem Abgrund steht, ist solch ein Beispiel die größte Verlockung zur Sünde. Mit anderen Worten, sie sagt, wenn ein Mensch ganz nobel, ganz edel, ganz christlich erscheint, aber eine Sünde ganz offen auslebt oder überhaupt nicht ganz fest daran hält und da ist ein anderer, der kurz davor steht zu sündigen und in Versuchung ist und zittert und nicht weiß, was er tun soll und er sieht jetzt diesen so noblen, edlen Christen und sieht, wie der sich an dieser einen Sünde so unglaublich freut, dann ist es eines der stärksten Verlockung und Versuchung für den aufrichtigen Kämpfenden auch zu sündigen, weil er sich denkt: Meine Güte, das ist so ein nobler, echter, bekennender Christ und der macht das auch, dann kann ich das ja auch tun.

[14:54] Genau. Und dann sagt sie sogar: Genie, Talent, Sympathie, sogar wohltätige und freundliche Taten können Satans Werkzeuge werden, um andere Seelen über diesen Abgrund zu locken. Und das ist sehr interessant. Deswegen sagt Jesus, man kann nicht beidem gleichzeitig dienen. Es ist unmöglich. Man kann Jesus nur dann dienen, wenn man sich entschieden hat. Ich stehe ganz auf der Seite Jesu und möchte nichts mit dem Mammon, das heißt mit dieser Habsucht zum Beispiel nach den weltlichen Dingen zu tun haben. Und das fand ich ziemlich bemerkenswert.

[15:56] Übrigens, schauen wir noch ein anderes Beispiel an. Galater 1, Vers 10. Der Paulus sagt ja viel auch über diese Sache, wie wir schon gesagt haben. Galater 1, Vers 10, da sagt der Paulus: Rede ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe, oder suche ich Menschen zu gefallen? Und dann sagt er: Wenn ich allerdings den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich nicht ein Knecht des Christus.

[16:28] Also, wir können uns entscheiden. Entweder wir wollen Menschen gefallen oder wir wollen Jesus gefallen. Man kann nicht leben in dem Versuch, dass ein anderer mich gut findet, ein anderer Mensch, mein Leben danach ausrichten, dass Menschen mich gut finden und gleichzeitig so leben, dass Gott mich gut findet. Nun, das heißt nicht, dass ich danach suchen muss, möglichst abstoßend zu wirken, aber unser Leben sollte so sein, dass Gott uns gut finden kann, dass wir Gott wohl gefallen und dann wird es auch Menschen geben, denen das gefällt, aber das ist dann sozusagen das Begleitprodukt, das ist nicht unser Fokus. Unser Fokus ist nicht, dass wir Menschen gefallen wollen, unser Fokus ist, dass wir Gott gefallen sollen, selbst wenn das bedeuten würde, dass uns dann niemand mehr mag. Es werden uns sicherlich einige Leute mögen, aber das ist nicht der Fokus.

[17:16] Ja, ganz genau. Aber die Tatsache, dass Jesus sagt, ich will euch ausspeien aus meinem Mund, wenn Laodizea sagt, ihr seid nicht heiß und nicht warm, zeigt ja, dass obwohl sie auf beiden Seiten versuchen zu hinken, sie im Grunde genommen eigentlich nicht auf seiner Seite stehen. Ich habe jetzt heute gerade ein Zitat von ihr gefunden, wo sie sagt, mit Bezug auf Laodizea, wo sie sagt: Der halbherzige Christ ist der Schlimmste, den es geben kann. Er ist weder ein guter Weltmensch, noch ein guter Christ, denn der Weltmensch, der zeigt seine wahren Fahnen, aber der halbherzige Christ, der verführt beide Seiten.

[17:58] Nun, hat Jesus auch zu diesem Thema an anderer Stelle Stellung genommen, dass er gesagt hat, man soll nur Gott dienen und niemandem sonst? In der Versuchung, genau. Das war an der Stelle gar nicht mehr in der Wüste, aber auf dem Berg. Genau, nach den 40 Tagen in der Wüste und der ersten Versuchung in der Wüste, dann die letzte Versuchung auf dem Berg. Ganz genau, in Matthäus 4, Vers 10. Da haben wir die Extremsituation, weil ist Jesus dort mit Mammonen verführt worden, ja oder nein? Mit wie vielen Mammonen? Mit allen Mammonen, die es gibt, ja. Also das war die Extremsituation von dem, was wir gerade ansprechen, ja, weil wie viel hat Satan ihm angeboten? Alle Königreiche der Erde und all ihre Schätze und all ihren Reichtum, alles, was es jemals an weltlicher Größe gab, alles, wonach Menschen jemals gestrebt haben, wonach ein Cäsar oder ein Stalin oder Napoleon oder ein Alexander der Große, wonach Menschen jemals gestrebt haben, alles hat er ihm angeboten.

[19:01] Und Jesus sagt in Matthäus 4, Vers 10, da spricht Jesus zu ihm: Weiche, Satan! Denn es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen. Was mit anderen Worten heißt: Jesus hat verstanden, wenn ich jetzt das annehme, selbst wenn ich dann weiterhin mich als Gottessohn sehe, selbst wenn ich weiterhin zu Gott bete und auch weiterhin den Sabbat halte, wenn ich Satans Angebot hier annehme, kann ich nicht wirklich auf der Seite Gottes stehen. Dann habe ich ihn nicht mehr allein gewinnt. Ganz genau, dann wären wir verloren gewesen.

[19:48] Also, übrigens, wer hat dieses Angebot vom Satan dann angenommen? Jesus hat es abgelehnt, hat gesagt, man soll Gott allein dienen. Ich möchte nicht den Mammon gleichzeitig dienen und Gott. Judas hat das Angebot angenommen, nicht wahr? Ihr erinnert euch, er hat dann für Geld Jesus verkauft. Wer hat dieses Angebot, speziell dieses Angebot, die Welt zu erhalten, angenommen? Ja, genau, die Kirche. Da, wo Jesus gesagt hat, als die Welt ihm angeboten worden ist, die Weltreiche, die Weltherrschaft, hat Jesus gesagt: Nein, ich will Gott alleine dienen. Aber die Kirche hat dann gesagt, zur Zeit von Konstantin: Vielleicht können wir Gott dienen und dem Römischen Reich. Vielleicht können wir Gott wohlgefällig sein und den Kaisern. Vielleicht können wir irgendwie eine Mischung anstreben. Und das Ergebnis war das finstere Mittelalter, das zwar christlich aussah, aber in Wirklichkeit hat die Kirche nicht Gott gedient, sondern dem Mammon. Kann man sich die Kirchen anschauen, ja, Gold und Silber und Kirchenschatz.

[20:44] Gideon, gutes Beispiel auch, der dem Mammon gedient hat und selbst als Gott ihn dann quasi gegen seinen Willen benutzt hat, wollte er am Ende dann doch dem Mammon dienen. Also er hat es ganz deutlich gemacht.

[20:56] Interessant ist, dass wenn es hier heißt, schaut mal mit mir in Matthäus 6, wo es heißt hier: Er wird den einen hassen und den anderen lieben. Das Wort "andere" ist sehr interessant, weil das Wort "andere" ist das Wort "heterais". Ihr kennt vielleicht auch "hetero". "Heterais" ist eines von zwei griechischen Worten für "andere". Es gibt noch ein anderes und das ist im Deutschen kann man das nicht so wiedergeben, aber das ist gar nicht so unwichtig. Das andere Wort für "andere" ist "allos" und die beiden haben zwei verschiedene Bedeutungen. "Allos" bedeutet, dass die beiden Sachen eigentlich ähnlich sind. Zum Beispiel kann ich sagen, wenn Jesus sagt, wenn dich einer auf die Wange schlägt, dann biete ihm auch die andere da. Aber die andere Wange ist eigentlich genauso eine Wange, wie die eine Wange ist, oder? Das ist kein Unterschied zwischen den Wangen. Das ist dieselbe, nur noch mal. Ich kann sagen, das ist ein Stuhl und das ist ein anderer Stuhl. Das ein Stuhl ist ein anderer Stuhl, aber es sind beide gleich. Aber in der Pfingstgeschichte heißt es, sie sprachen alle, als der Geist auf sie kam, in anderen Sprachen. Jetzt, das waren tatsächlich vom Wesen her andere Sprachen. Das war ein anderer Inhalt, das war eine andere Struktur. Die haben vorher Aramäisch und Griechisch gesprochen, jetzt sprachen die plötzlich Arabisch und Elamitisch und ich weiß nicht was. Das heißt, hier bei "heterais" geht es um eine andere Qualität, wie in anderen Sprachen. Hier ist es dieselbe Qualität, wie die andere Wange.

[22:31] Welches Wort steht hier in Vers 24? "Heterais" oder "Allos"? "Heterais". Der eine Meister und der andere hat eine völlig andere Qualität. Also zwischen Christus und dem Mammon, das ist nicht wie eine Wange und noch eine Wange, sondern das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Das ist sehr interessant. Also schon im Griechischen sieht man, die beiden haben eine völlig andere Lebensqualität, auch die sich damit verbindet, wenn man sich für sie entscheidet.

[23:02] Nun, jetzt kommt der nächste Vers und das ist interessant. Wie geht der nächste Vers weiter? Was jetzt kommt, ist relativ bekannt. Da geht es um die ganze Sache, dass man sich nicht sorgen soll. Sorgt euch nicht um euer Essen, sorgt euch nicht um die Kleidung. Wir werden das gleich alles lesen und meistens behandelt man die so für sich genommen, wo man sagt: Trachtet zuerst auf das Reich Gottes, nicht mal betrachtet die Linien, betrachtet die Vögel. Aber der ganze Abschnitt jetzt, der kommt mit den Sorgen des Lebens, beginnt mit dem Wort "darum". Und wenn etwas "darum" heißt, dann ist das letztendlich, oder deshalb, wäre gut. Darum, deshalb, genau das ist dasselbe. Darum, deshalb, daher. Was soll das bedeuten? Was jetzt kommt, wenn ich sage darum, deshalb? Ja, was jetzt kommt, ist die logische Folge aus dem, was da gesagt worden ist. Darum.

[24:10] Jesus sagt, ihr könnt nicht zwei Herren dienen, deswegen sollt ihr euch nicht darum sorgen. Darum sollt ihr euch nicht über große Gedanken machen. Das heißt, das gesamte Thema, was wir gleich lesen werden, mit den Sorgen über Kleidung und Nahrung, hängt zusammen mit Vers 24. Ihr könnt nicht zwei Herren dienen. Also, was jetzt kommt, ist nicht einfach nur, naja, als Christ muss man nicht so viel Gedanken machen. So lesen wir das oft, so nach dem Motto: Als Christ muss man sich nicht Gedanken machen, weil Gott sich um alles kümmert, ist ja wunderbar. Aber das ist nicht der eigentliche Sinn. Der eigentliche Sinn ist, wenn du dir Gedanken machst, also in dem Sinne, wie wir es gleich studieren werden. Wenn du dir übermäßig Gedanken machst, dann zeigt das eigentlich, dass dein Herz sich an den Mammon hängt.

[25:01] Jetzt lassen wir uns das mal genauer anschauen. Das heißt, lesen wir Vers 25: Darum sage ich euch, sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Mal ganz ehrlich. Ja, genau.

[25:35] Wir kommen gleich noch zur genauen Qualität der Sorgen, weil Sorgen zu haben ist nicht mal das Problem, sondern die Bibel erklärt ganz genau, was für eine Art von Sorgen das ist. Aber würdet ihr sagen, dass diese Sorgen, die hier beschrieben sind, sind das eher die Sorgen von Armen oder Reichen? Die Sorgen, die hier beschrieben werden: Sorgt euch um, was ihr essen sollt, was ihr anziehen sollt, sind das die Sorgen von Armen oder Reichen? Eher von Armen, oder? Man würde ja denken, jemand, der alles hat, der macht sich nicht groß Sorgen, aber arme Menschen machen sich Sorgen, was soll ich essen, was soll ich anziehen, oder?

[26:01] Frage: Vers 24, die wir gerade vorher gelesen haben, wo es heißt: Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Würdet ihr vom Gefühl her sagen, der bezieht sich mehr auf Reiche oder auf Arme? Auf Reiche, oder? Vers 24 würden wir vom Bauch aus sagen, der bezieht sich auf Reiche, aber Vers 25 würden wir ganz klar auf Arme beziehen. Aber Jesus sagt den einen Satz und dann sagt er: Darum sollt ihr das nicht tun. Das heißt, bei dem Mammon geht es nicht nur darum, dass ich reich bin und dass das eine Gefahr ist, es geht darum, ich kann auch arm sein und dem Mammon dienen. Nicht nur der, der viel hat, kann dem Mammon dienen, sondern auch der, der gar nichts hat, aber dessen ganzer Lebensinhalt darauf gerichtet ist, vielleicht etwas davon zu bekommen.

[26:49] Jetzt wollen wir mal genau anschauen, was das hier mit diesem Vers bedeutet. Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise und Leib mehr als die Kleidung? Schaut mal den Parallelvers in Lukas 12, Vers 29. Da sagt Jesus ein bisschen genauer, was er meint. Lukas 12, Vers 29, da heißt es: Und ihr sollt auch nicht danach trachten, was ihr essen und was ihr trinken sollt und, wie geht es weiter? Und beunruhigt euch nicht. Also da geht es um eine Unruhe, dass ich nicht mehr Ruhe habe, sondern dass ich vor lauter Sorge unruhig bin, dass ich den inneren Frieden verliere, weil ich mir solche Gedanken mache, wie wird es weitergehen mit mir.

[27:37] Wie du richtig gesagt hast, sollen wir unsere Sorgen zu Gott bringen. Schaut mal in Kolosser 4, Vers 6. Kolosser 4, Vers 6. Kolosser Kapitel 4, Vers 6. Nein, das stimmt schon wieder nicht. Das ist auch ein guter Vers, aber das Vers, den ich meinte. Lassen wir den erst mal. Ich suche gleich den anderen. Psalm 55, Entschuldigung. Psalm 55 und dort Vers 23. Psalm 55 und dort Vers 23. Dort heißt es, in Psalm 55, Vers 23: Wirf dein Anliegen auf den Herrn und er wird was tun? Er wird für dich sorgen. Da gibt es einen ähnlichen Vers bei Petrus, der sagt nämlich: Werft eure, alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch. Übrigens, da in 1. Petrus 5 heißt, da gibt es zwei Worte für Sorgen, das ist nur nebenbei. Da gibt es einmal diese unruhige Sorge, alle eure unruhige Sorge werft auf ihn und dann das heißt, denn er sorgt für euch, steht ein anderes Wort für Sorge. Dort steht ein Wort für väterliche Fürsorge. Also wenn Petrus sagt: All eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch, dann müsste man eigentlich übersetzen: All eure unbegründete, unruhige Sorge werft auf ihn, denn er sorgt sich fürsorglich, väterlich um euch. Das ist genau das, was hier auch gemeint ist. Wirf dein Anliegen auf den Herrn und er wird für dich sorgen.

[29:37] Warum sind die Sorgen so gefährlich? Wenn man sie nicht auf den Herrn wirft, wenn man sie bei sich lässt und wenn man die Sorgen so wuchern lässt und wachsen lässt, was machen die Sorgen? Genau, die Gedanken drehen drum und wo dein Schatz ist, ist dein Herz. Es macht krank, ja? Ja, genau, man kann ja eh nichts tun.

[30:09] Schauen wir mal in Lukas 8, Vers 14, ganz genau. In Lukas 8, Vers 14, da heißt es: Das Gleichnis kennt ihr. Was aber unter die Dornen fiel, das sind die, welche es gehört haben, aber sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum, Mammon und Vergnügung des Lebens erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife. Was passiert, wenn man die Sorgen wachsen lässt und nicht abgibt? Was passiert? Das Wort Gottes, das christliche Leben wird buchstäblich erstickt. Man hat zwar dann angefangen, Christ zu werden, aber der christliche Charakter kommt nicht zur Reife. Die Frucht des Geistes wird nicht vollendet, weil die Sorgen alles für sich beanspruchen und das Wachstum des Christen behindert.

[31:08] Deswegen sagt Jesus, wenn ihr praktisch, die Bergpredigt ist ja praktisch, wenn ihr leben wollt mit mir, dürft ihr euch nicht ständig sorgen, sondern die Sorgen, die bei euch aufkommen, ja, wenn sie aufkommen, werft sie auf mich, gebt sie ab an mich. Ich sorge für euch, weil wenn ihr selbst euch sorgt, dann schneidet ihr euch.

[31:27] Jetzt wartet mal ganz kurz noch, oder kommt mal mit mir zu 2. Timotheus 2, Vers 4. Der Paulus gibt noch einen guten Grund, warum wir uns nicht übermäßig sorgen sollen. 2. Timotheus 2 und dort Vers 4. 2. Timotheus 2, Vers 4.

[31:58] Da heißt es: Wer Kriegsdienst tut, verstrickt sich nicht in Geschäfte des Lebensunterhalts. Warum? Damit er dem gefällt, der ihn im Dienst gestellt hat. Also der Paulus sagt, wenn du ein Soldat bist, wenn die Soldaten in den Krieg ziehen, stehen die jeden Morgen auf und denken sich: Woher werden wir Essen bekommen? Fangen das die Soldaten? Nein, die Soldaten gehen davon aus, dass sie Essen bekommen werden. Warum? Weil sie jemand angestellt hat und sie haben ein Recht darauf versorgt zu werden. Sie kämpfen nämlich für jemanden. Sie sind nicht auf sich allein gestellt, sondern sie haben ja einen General, einen Meister, der dafür sorgt, dass sie genügend zu essen haben, weil kein General der Welt lässt seine Soldaten verhungern, weil er braucht sie ja. Kein Soldat lässt seine Soldaten verhungern, weil er will ja mit ihnen Krieg führen. Und deswegen kann ein Soldat, der einen Bund geschlossen hat, der einen Vertrag unterzeichnet hat, der gesagt hat, ich kämpfe in dieser Armee, der muss sich jetzt nicht mehr darum kümmern, wo kriege ich meine Kleidung her. Er bekommt seine Kleidung von der Armee. Die Armee sorgt für ihn mit Panzer und mit Rüstung und mit allem. Sie sorgt für das nötige Brot und das Wasser. Sie sorgt für das nötige Zelt. Ich meine, es wird für einen Soldaten meistens kein Luxuspalast geben, aber er hat alles, was er zum Leben braucht.

[33:18] Und der Soldat macht sich nicht Sorgen, weil er weiß, ich bin Teil einer Armee. Jemand sorgt für mich und ich habe eine andere Aufgabe. Was ist die Aufgabe der Soldaten? Krieg führen. Er kann sich ganz auf seine Aufgabe konzentrieren, weil er weiß, jemand anders hat mich angestellt und kümmert sich um den Rest.

[33:37] Das ist das interessante Beispiel, weil sind wir auch Soldaten? Wir sind auch Soldaten. Nur manchmal ist uns das im Leben nicht so bewusst, dass Gott uns in seine Armee gerufen hat. Und wenn der Paulus sagt, kein Soldat macht sich übermäßige Sorgen, was er essen und trinken wird, warum machen wir uns oft so viel Sorgen über unser zukünftiges Leben, wenn wir doch angeblich glauben, dass wir Soldaten in einer Armee sind, in die Gott uns berufen hat für eine Aufgabe? Wird Gott seine Soldaten verhungern lassen oder hat Gott Interesse an einer schlagkräftigen Armee, die gesund ist? Wird Gott sich darum sorgen, dass wir alles Nötige haben, um unseren Auftrag erfüllen zu können?

[34:15] Das ist die ganze Kernidee. Wenn ich mich ganz auf die Seite Gottes stelle, ganz in seiner Armee, kann ich mir sicher sein, dass mir alles anderen zugefügt wird. Das ist später, wenn er sagt, er trachtet zuerst auf das Reich Gottes und auf seine Gerechtigkeit und alles andere wird euch zugefügt, wenn euer Fokus ist, für Gott da zu sein.

[34:47] Ja, genau. Das ist das, was er wiederum sagt mit dem Mammon. Ihr könnt nicht zwei Herren dienen, denn wer sich Sorgen macht und den Anschein nach außen erweckt, dass Gott sich nicht um ihn kümmert, der dient eigentlich dem Mammon und nicht Gott.

[34:59] Jetzt gehen wir mal weiter in Matthäus 6 und dort in Vers 26 und das ist jetzt Jesus, wie man ihn kennt. Er sitzt ja da auf dem Berg. Wir sind immer noch in der Bergpredigt, nicht wahr? Das ist immer noch eine Predigt, obwohl es jetzt schon ein halbes Jahr fast geht. Er sitzt da auf diesem Berg und predigt und der blaue Himmel, nicht wahr, und da ist das Wasserplätschern da unten am See, und da fliegen Vögel vorbei und die picken da so vor sich hin und die tausende Menschen hören Jesus zu und er versucht ihm das beizubringen und die gucken ihn alle so mit halb klarem Blick an und denken: Ja, was meinst du das? Und dann sagt Jesus in Vers 26: Seht die Vögel des Himmels. Ja, und tausende Menschen, tausende Menschen und schauen auf die Vögel, als ob sie noch nie einen Vogel gesehen haben. Und dabei fliegen die Vögel schon ihr ganzes Leben lang über ihren Köpfen und die Vögel haben eine Botschaft, die sie bisher nie bedacht haben. Denn was Jesus jetzt ihnen sagt, da hätten sie auch fast alleine drauf kommen können, oder?

[35:54] Seht die Vögel des Himmels an. Sie sehen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Jedes Mal, wenn man einen Vogel sieht, könnte man eigentlich darüber nachdenken, wer sorgt dafür, dass es diesem Vogel gut geht. Der Vogel hat nicht die Kapazität, einen Acker zu bebauen, oder? Der Vogel hat keine Dreschmaschinen. Der Vogel ist in einem größeren Maße abhängig von Gott, als wir es vielleicht sind. Also vergleichsweise. Und doch versorgt Gott ihn ganz selbstverständlich. Wenn Gott ihn versorgt, und Jesus sagt sehr deutlich, wir sind mehr wert als der Vogel. Warum? Wir sind im Bilde Gottes geschaffen. Dann wird Gott uns doch umso mehr versorgen.

[36:50] Schaut mal mit mir in ganz wunderbaren Psalmvers, Psalm 104, Vers 27 und 28. In Psalm 104, Vers 27 und 28. Psalm 104, da beschreibt der Psalmist die Schöpfung. Und in verschiedenen Details gibt er poetisch einen Einblick in das, was Gott geschaffen hat. Und dann Psalm 104, Vers 27 und 28 heißt es: Sie alle warten auf dich, dass du ihnen ihre Speise gibst zu seiner Zeit. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie. Wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt. Gott gibt nicht einfach nur irgendwas, dass sie gerade zu überleben, sondern er sättigt alle, alle Kreatur, alle Tiere, alle Menschen sättigt er mit Gutem.

[37:50] Und übrigens, wisst ihr, welches Buch mit diesem Gedanken anfängt? Diesem Psalmvers, obwohl glaube ich in der Variante aus Psalm 100 noch was. Welches Buch fängt mit diesem Psalmvers an? Das Buch "Schritte zu Jesus" fängt genau mit diesem Psalmvers an. Es beschreibt, wo sie sagt, die Liebe Gottes ist sowohl in der, sowohl die Bibel als auch die Natur bezeugen die Liebe Gottes. Dann zitiert sie diesen Gedanken aus den Psalmen in den wunderbaren Worten des Psalmisten: Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt. Gott ist für alle da und wenn Gott sich um die ganze Natur kümmert, wird er sich nicht selbstverständlich auch um uns kümmern.

[38:28] Und Jesus geht weiter in Matthäus 6 und sagt dann in Vers 27, ganz interessant: Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzusetzen? Übrigens, hat jemand eine andere Übersetzung, außer der, die ich gerade vorgelesen habe in Vers 27? Also Schlachter sagt: Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge. Hat jemand eine andere Übersetzung? Einige übersetzen auch zu seiner Körpergröße, weil das Wort heißt eigentlich hier nur Länge und es könnte sich auch auf die Körpergröße beziehen. Also Jesus hat vermutlich gesagt: Wer von euch kann sich eine Elle größer machen. Oder aber vielleicht im übertragenen Sinne, wer kann dem Leben noch ein bisschen was dranhängen. Also wie man es nimmt, ob es jetzt zeitlich übertragen oder körperlich, buchstäblich. Wir können an unserem Leben so gut wie nichts von alleine ändern. Wir können uns nicht größer machen, als wir sind. Wir können zwar einen früheren Tod verhindern, nicht wahr, durch gesunde Lebensweise. Die Bibel sagt ja auch, warum willst du vor der Zeit sterben. Also wir können unser Leben auch verkürzen durch Ungesundheit, aber wir können nicht länger leben, als Gott es vorgesehen hat.

[40:13] Ja, ganz genau. Und es ist auch so ähnlich, auch in der Bergpredigt, Kapitel 5 hat er gesagt: Kann jemand von euch sein schwarzes Haar weiß machen, sein weißes Haar schwarz machen? In anderen Worten, es gibt viele Dinge, da können wir eh nichts machen. Wir sind da Grenzen gesetzt und wir können nur darauf vertrauen, dass Gott es gut mit uns meint. Eine andere Möglichkeit haben wir gar nicht.

[40:32] Ganz genau. Übrigens, ist es dann verkehrt, wenn man eine Sorge um Brot hat? Was soll man machen, wenn Brot fehlt? Darf man um Brot beten? Er hat nur wenige Pferde vorher gesagt: Vater unser, du bist im Himmel und so weiter, unser tägliches Brot. Wir dürfen also sehr wohl um Brot beten. Das Problem, das er anspricht, ist nicht, dass wir Gott wissen, dass wir Brot brauchen, dass wir Gott um Brot bitten, sondern dass wir aus eigener Kraft unser Leben kontrollieren wollen. Und deswegen, wenn ein Mensch aus eigener Kraft sein Leben kontrollieren will, wird er unruhig. Weil er ja realisiert, ganz tief in seinem Herzen, ich habe es nicht unter Kontrolle. Und wenn man das dann merkt, dann will man versuchen, vielleicht sogar durch Tricks oder durch Gewalt oder durch irgendwas die Kontrolle zu bekommen. Das Leben gleitet einem aus den Fugen. Wenn ich aber von vornherein weiß, ich habe es eh nicht unter Kontrolle, es gibt aber jemand, der hat es unter Kontrolle und dem vertraue ich, dann kann ich auch ein friedliches Leben leben und kann Tag für Tag bitten: Herr, gib mir mein tägliches Brot. Das ist also die Sorge, von der er meint. Wir dürfen also durchaus mal besorgt sein, wenn es auch Grund zur Sorge gibt. Wenn wir sagen, ein Mensch, den ich gut kannte, der geht auf irre Wege, ja, ich sorge mich um ihn. Das ist nicht das Thema. Sorgen, sondern es geht um diese selbstsüchtige Sorge, dieser Blick auf den Mammon, ein Leben ohne Gott zu leben letztendlich.

[42:44] Er liebt uns, ganz genau. Wir dürfen ihn lieben, genau.

[42:46] Schauen wir mal in Vers 28, Matthäus 6, Vers 28. Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Und jetzt wendet er ihren Blick von dem Himmel, wo die Vögel zwitschern und sagt: Schaut mal hier, nach links, da, die Blumen. Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen. Sie mühen sich nicht und spinnen nicht. Ich sage euch aber, dass auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist, wie eine von ihnen.

[43:06] Schaut auf die Lilien. Wie viele Lilien haben die Menschen vorher schon gesehen, als Selbstverständlichkeit genommen. Jede Lilie, sagt Ellen White, auf jedes Blatt einer Lilie ist die Botschaft Gottes geschrieben. Jede Blume, jeder blühende Baum, jedes Blatt, jedes Tier, das unseren Weg kreuzt, ist eine Botschaft von Gott. Aber wie selten lesen wir die Botschaft? Wie selten hören wir sie? Und das zeigt uns eigentlich, wie sehr Gott uns mit seiner Liebe umhüllt. Jeder Sonnenstrahl, jeder Regentropfen ist voll der Botschaft Gottes.

[44:06] Übrigens, diese Idee, dass wir uns nicht um die Kleidung sorgen sollen, die hat auch schon Johannes der Täufer angesprochen. Schaut mal in Lukas 3, Vers 11. Da kommen ja Leute zu Johannes dem Täufer damals und haben ihn ja gefragt: Was sollen wir tun, um getauft zu werden? Wir wollen getauft werden. Und dann gibt Johannes ihnen ein paar praktische Dinge an die Hand, woran sie erkennen können, wenn sie das gerne tun, dass sie wirklich ein bekehrtes Herz haben. In Lukas 3 und dort Vers 11. Und er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, gebe dem, der keins hat. Also ganz praktisch, jemand hat zwei oder drei Hemden. Aus welchem Grund würde er vielleicht die nicht gerne weggeben wollen? Sein zweites Hemd oder sein drittes Hemd. Genau, er könnte sich ja sorgen und sagen: Wer weiß, wie lange mein anderes noch hält. Vielleicht wird es geklaut, vielleicht geht es kaputt. Ich brauche lieber ein bisschen Sicherheit, oder? Das wäre ein verdorbenes Auge nach Matthäus 6. Das würde bedeuten, dem Mammon zu dienen. Der Test, ob jemand bekehrt ist, dass er bereit ist, vielleicht auch auf weltliche Sicherheit zu verzichten, weil er vertraut, dass Gott zur richtigen Zeit ihm wieder ein Kleid geben wird. Also das ist so diese Idee hier.

[45:29] Haben das die Jünger auch in der Praxis umgesetzt, als Jesus sie losgeschickt hat? Wie hat er sie losgeschickt? Ja, genau. Jesus hat gesagt: Nehmt nichts mit. Gott wird sich um euch sorgen. Wie war das bei den 40 Jahren Wüstenwanderung? 40 Jahre lang kein Schuhladen und trotzdem haben die Schuhe gehalten. 40 Jahre lang keine Schneiderei, Sachen waren alle wunderbar. Wenn es also notwendig ist, kann Gott große Wunder tun. Er kann sich um uns kümmern, er kann sich um uns sorgen und wir brauchen in dieser Hinsicht keine Panik vor der Endzeit haben. Wir sollten uns ernste Gedanken machen im Hinblick auf die Endzeit, aber nicht in Bezug auf was wir essen, was wir trinken sollen, was wir anziehen werden, sondern wie unser Charakter mit Jesus jetzt ist. Weil das ist da, wo Gott nicht ohne unser Wissen und Einwilligung eingreifen kann. Alles andere kann er sich kümmern, aber ob wir mit ihm sind, ob wir ihm folgen, das ist unsere Entscheidung.

[46:28] Und ist es nicht interessant, dass diese Lilien, er sagt, schaut euch die Lilien an, wie schön sie sind. Ist es nicht interessant, dass bei Gott die Blumen alle so zahlreich unterschiedliche Farben haben, so wunderbar sind. Die kommen aus dieser dreckigen, dunklen Erde. Die Erde ist jetzt nicht so schön anzuschauen, wenn die da so rauskommen. Und dann entfalten die ihre Schönheit. Und das ist eigentlich ein Bild auch für das Evangelium. Jesus spricht auch davon in Jesaja, dass die Gerechtigkeit aufsprossen soll aus dem Erdreich. Und dass am Anfang vielleicht hässlich, gewöhnlich, ohne große Form aussieht, wird plötzlich zu einem ganz wunderschönen.

[47:07] Übrigens, wie herrlich war denn Salomo gekleidet? Haben wir da irgendeinen Bericht davon? Lesen wir einen Bericht davon in der 2. Chronik 9. Es gibt mehrere, aber 2. Chronik 9. 2. Chronik 9, Vers 20 bis 22. 2. Chronik 9, 2. Chronik 9, Vers 20 bis 22, da heißt es: Und auch alle Trinkgefäße des Königs Salomos waren aus Gold und alle Geräte im Haus des Libanonwaldes waren aus feinem Gold, denn zur Salomoszeit wurde das Silber für nichts geachtet. Stell dir das mal vor, da gab es so viel Gold, alles war aus Gold, dass man gesagt hat, Silber, Silber, da können wir ja das WC mit auskleiden. Aber Silber, was ist denn Silber? Gold ist das Einzige, was überhaupt noch zählt. Vers 21: Denn die Schiffe des Königs fuhren nach Tarsis mit den Knechten Hurams. Diese Tarsischiffe brachten alle drei Jahre einmal und brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen. So war der König Salomo größer an Reichtum und Weisheit als alle Könige auf Erden. Niemand war so weise, niemand war so reich, niemand hat so große, herrliche Gebäude gehabt. Als die Königin von Saba kommt, war sie erstaunt, nicht nur über den Salomo selbst, sondern sogar über seine Knechte, wie die aussahen, wie die gekleidet waren, wie die sich benommen haben, wie das zeremoniell war. Die Königin von Saba war völlig außer sich, unglaublich, das habe ich noch nie gesehen.

[48:28] Und Jesus sagt jetzt, wie lange hat es den Salomo gebraucht, um all das so zusammenzusammeln? Schon einige Jahre, oder? Hat jahrelang, hat viel Geld gekostet, das alles, sein ganzes Reichtum anzuhäufen. Und Jesus sagt jetzt etwas ganz Spektakuläres. Er sagt, diese Lilie da auf dem Feld, die ist noch schöner als Salomo. Hat kein Geld bezahlt, hat sich nicht abgemüht, hat nicht einen Vertrag mit einem anderen König gemacht, hat nicht Federnholz von sonst wo bringen lassen, hat nicht die Schiffe ausgesandt in alle Weltmeere. Gott kümmert sich um die Lilie so sehr, dass das Endergebnis noch schöner ist, als all das, was ein Mensch überhaupt erreichen kann.

[49:16] Und wenn am Ende die Lilie schöner ist, als all das, was der Salomo mit seiner ganzen Weisheit, mit seiner ganzen Klugheit erwerben konnte, dann ist die Frage, ja, warum soll ich jetzt mal ganz rein volkswirtschaftlich gedacht, warum soll ich all mein Geld in den Mammon investieren, wenn ich stattdessen doch alles Gott geben kann und er sich sowieso um mich kümmert und ich am Ende noch viel schöner bin, als wenn ich mein Geld in den Mammon investiere. Und genau das ist das, was Jesus sagen möchte.

[49:45] Wenn er sagt, dient nicht dem Mammon, dann nicht, weil er möchte, dass wir hässlich sind und weil es uns schlecht geht, sondern er will uns zeigen, es gibt einen sehr viel einfacheren Weg, echtes Lebensglück zu haben. Und das ist eine vollständige, unzweideutige, absolute Entscheidung für Jesus, Tag für Tag auf seiner Seite stehen. Und dazu ruft er uns auf, so wie die Bibel uns an jeder Stelle aufruft, nicht auf beiden Seiten zu hinken, sondern ihm ganz nachzufolgen und zu wissen, selbst wenn wir nicht immer alles verstehen, er sorgt sich. Und ich weiß aus meinem Leben, er sorgt sich und er kümmert sich und er kommt immer zur richtigen Zeit. Es ist nicht bemerkenswert, Gott hat die Lösung und die Segnung nicht nur einfach wunderbar, sondern immer noch zur richtigen Zeit, immer dann, wenn man ihn am meisten braucht und es lohnt sich wirklich ihm zu vertrauen. Ganz genau.

[50:34] Sollen wir noch gemeinsam beten und Gott danken dafür? Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass du mehr für uns tust, als wir überhaupt es realisieren. Dass du uns so sehr liebst und mit so viel Gutem überschüttest, was wir oft für selbstverständlich erachten, aber es ist gar nicht ist. Und Herr, wir möchten lernen in der Natur, in den Blumen, in den Pflanzen, bei den Tieren und all dem, was du uns gegeben hast, die Botschaften zu lesen, die du dort hineingeschrieben hast. Nämlich, dass du dich kümmerst, dass man sich auf dich verlassen kann, dass du ein Gott bist, der Schönheit und Ordnung und Vielfalt liebt. Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass wir dieses Vertrauen zu dir haben können. Diesem Glauben, dass du das Beste für uns willst, dass du uns mit der größten Liebe liebst, die man sich nur vorstellen kann. Und dass wir aufhören aus eigener Kraft leben zu wollen, dass wir aufhören unsere eigene Pläne zu machen und dass wir deine Führung annehmen und darauf vertrauen, dass es immer das Beste ist, was wir uns so vorstellen können. Dank dafür von ganzem Herzen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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