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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt von Christopher Kramp wird die chronologische Einordnung von biblischen Ereignissen beleuchtet, insbesondere im Hinblick auf die Bergpredigt Jesu. Es wird analysiert, wie Matthäus sein Evangelium thematisch und nicht streng chronologisch ordnet und warum dies für das Verständnis der biblischen Botschaft wichtig ist. Ein zentraler Fokus liegt auf der Geschichte des römischen Hauptmanns und seinem außergewöhnlichen Glauben, der als Vorbild für die Endzeit dient.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

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[18:42] Und wenn das Wort Gottes gepredigt wird, ihr kennt vielleicht den Vers, ist nicht mein Wort ein Feuer, sagt Gott in Jeremia, wie ein Hammer, das Felsen zerschmettert. Wenn Gottes Wort gepredigt wird und wenn Gottes Wort mit Vollmacht gepredigt wird, wie bei Jesus, dann zerschmettert es die stärksten Felsen des Unglaubens. Und schon mit zwölf hat er sie dupiert.

[19:13] Die Bibel sagt uns auch, wie haben denn die Pharisäer gepredigt? Wir können sagen, nicht wie Jesus. Aber wie stellt ihr euch eine Pharisäer-Predigt vor? Ein Vers, viele Gedanken. Klingt ja fast wie viele moderne Predigten. Haben die Pharisäer mit der Bibel gepredigt? Oh ja, Jesus sagt sogar, ihr forscht in den Schriften, war nicht nur oberflächlich, ihr forscht in den Schriften, weil er meint, in ihnen ewiges Leben zu haben. Und sie sind es, die von mehr Zeugen. Das heißt, sie kannten die Bibel, sie kannten sie zum Teil auswendig. Sie waren sogar zu Hause echte Bibelstudenten. In dem Sinne haben sie sich nach viel Information gesucht. Aber sie haben sich nicht für die Kraft des Wortes Gottes und schon gar nicht für die Gnade interessiert. Das mit der Gnade war ihnen fremd. Sie waren mehr für Stolz und Nationalismus. Aber das mit der Gnade, das mit dem Evangelium, das hat eigentlich die Kraft der Predigt von Jesus gegeben.

[20:17] Gehen wir zu Kapitel 8. Wir sind in Matthäus 7. Und jetzt helft mir mal. Wenn ihr das jetzt so lest hier, Matthäus 5, 6, 7 und jetzt kommt Kapitel 8. Was ist die nächste Geschichte, direkt nachdem Jesus vom Berg runter geht? Genau, das würde man denken. Aber wenn ihr gut aufgepasst habt in den letzten Jahren und jetzt diese Geschichte lest in Vers 1 bis 4, fällt euch irgendwas auf? Wenn ihr treue Zuschauer dieser Serie seid, vielleicht auch euch, die ja im Internet zuschaut. Was fällt euch auf an dieser Geschichte? In Matthäus 8, 1, 2, 3 und 4. Fällt euch irgendwas auf?

[20:59] Also Jesus geht vom Berg herab, eine große Volksmenge folgt ihm. Und ab Vers 2 wird die Geschichte berichtet von dem Aussätzigen. Okay, ich stelle komische Fragen, ich weiß. Die Geschichte hatten wir schon. Die Geschichte fand schon vorher statt. Das könnt ihr sehr deutlich sehen. Sowohl Markus, als auch Lukas, als auch Ellen White reihen die Geschichte weitaus früher ein, lange vor der Bergpredigt. Schaut mal in Markus 1, Vers 40. Da habt ihr nämlich die Geschichte von dem Aussätzigen. Und dann kommt die Heilung des Gelähmten und dann kommt erst die Berufung von Matthäus. Also die Geschichte findet statt, lange bevor alle zwölf Apostel da waren. Oder in Lukas haben wir die gleiche Reihenfolge. Ihr wisst ja, Markus und Lukas sind eigentlich chronologischer als Matthäus. Lukas, Kapitel 5. Heilung des Aussätzigen in Vers 12. Dann kommt später erst die Berufung des Matthäus und dann Kapitel 6 erst die Wahl der zwölf Apostel und die Bergpredigt. Und also sowohl Markus als auch Lukas, alle sagen, die Geschichte findet lange vorher statt. Das ist die Frage jetzt.

[22:19] Schaut mal nochmal zu Matthäus. Erstmal ist es wichtig zu beobachten, dass Vers 1 und 2 nicht unbedingt zusammengehören. Vers 1 gehört noch eigentlich zur Bergpredigt. Als er aber von dem Berg herab stieg, folgte ihm eine große Volksmenge nach. Und dann der nächste Vers und sieher ein Aussätziger kam, muss nicht am gleichen Tag passiert sein. Das ist eine neue Geschichte. Also erste wichtige Sache. Eigentlich müsste die Kapiteleinteilung zwischen Kapitel 8, Vers 1 und 2 sein. Vers 1 gehört noch unbedingt zur Bergpredigt. Und schaut mal an, warum. Das ist jetzt sehr interessant.

[23:00] In Kapitel 8, Vers 1, da lesen wir, was hat Jesus gemacht? Er ist vom Berg herab gestiegen und eine große Volksmenge folgte ihm nach. Wo war der Vers, dass Jesus auf den Berg hinauf gestiegen ist? Wo war der Vers mit dem Hinaufsteigen? Schaut mal zurück in der Bergpredigt. Welches war der Vers, wo Jesus auf den Berg hinauf gestiegen ist? Kapitel 5, Vers 1. Okay, jetzt schaut mal, das ist sehr interessant. Wir haben also Kapitel 5, Vers 1 und 8, Vers 1. In beiden Fällen haben wir den Berg und wir haben die Volksmenge. Könnt ihr das sehen? Kapitel 8 heißt es, als er die Volksmenge sah, stieg er auf den Berg. Kapitel 8, Vers 1, er stieg vom Berg hinab, eine große Volksmenge folgte ihm. Was ist der Vers danach? Kapitel 5, Vers 2. Er lehrte sie. Was ist in dem Vers vor 8, Vers 1? Das heißt in 7, Vers 29. Er lehrte sie.

[24:19] Okay, was will ich zeigen? Das ist ein Rahmen. Zu Beginn der Bergpredigt heißt es, die Volksmenge geht mit Jesus. Jesus stieg auf den Berg mit der Volksmenge und er lehrte sie. Dann kommt die Bergpredigt, dann heißt es am Ende, er lehrte sie und er stieg vom Berg herab mit der Volksmenge. Das heißt, das gehört alles zusammen. Das ist der große Rahmen. Das heißt, 8, Vers 1 gehört noch zur Bergpredigt und nicht zur nächsten Geschichte. Das hat wahrscheinlich der, der die Kapiteleinteilung gemerkt hat, der hat das nicht gemerkt. Der hat nicht so großen Blick gehabt. Der hat einfach gedacht, naja, viel könnte man schon teilen. Aber das ist ein richtiger Rahmen. Man merkt, wie der Matthäus sozusagen sagen möchte, jetzt kommt diese Predigt und hier wird die Predigt quasi beendet. Und wir werden gleich sehen, es gibt eine andere Geschichte, die direkt danach kommt, weil, wie gesagt, die Geschichte mit dem Aussätzigen war schon vorher passiert.

[25:07] Jetzt ist die Frage, warum schreibt sie Matthäus aber trotzdem dahin? Wenn die Geschichte schon längst passiert ist, also was ich sagen will ist, die Matthäus ist nicht chronologisch. Die Geschichte, die in Matthäus 8 jetzt kommt, ist eigentlich schon früher geschehen. Die Frage ist, warum schreibt sie Matthäus jetzt auf? Warum nimmt er eine Geschichte, die schon vor der Bergpredigt passiert ist und erzählt sie nach der Bergpredigt? Warum könnte er das tun? Aus welchem Grund?

[25:37] Genau, bei Matthäus merkt man, dass er sein Evangelium thematisch anordnet. Da gibt es Kapitel 5, 6, 7, das ist die Bergpredigt. Dann kommt Kapitel 8 und 9, das sind die ganzen Wunde und die ganzen Heilungen. Erinnert euch, dass Jesus lehrte, predigte und heilte. Also 5, 6, 7, Kapitel 5, 6, 7 symbolisiert das Predigen und das Lehren und 8, 9 symbolisiert das Heilen. Das wird so nebeneinander gestellt. Wenn ihr mal schaut in Matthäus 8 und 9, da gibt es mehrere Geschichten, die alle vor der Bergpredigt stattfinden. Zum Beispiel die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, das ist vor der Bergpredigt. Oder die Berufung des Matthäus. Würdet ihr auch zustimmen, dass die Berufung des Matthäus vor der Bergpredigt sein muss? Ganz offensichtlich, weil die Bergpredigt ist erst nach der Wahl der zwölf Apostel und Matthäus war einer der zwölf Apostel. Das heißt offensichtlich ist Matthäus hier nicht chronologisch und da wir ja chronologisch hier vorgehen, lassen wir jetzt die Geschichte hier links liegen, weil wir sie schon behandelt haben mit dem Aussätzigen.

[26:37] Aber vielleicht ganz kurz nur, was ist eigentlich so die Kernidee bei der Geschichte von dem Aussätzigen, wenn ihr euch kurz erinnert, damit wir vielleicht noch verstehen, warum Matthäus diese Geschichte hier reinwirft. Was ist so die Hauptlehre von der Geschichte von dem Aussätzigen? Es gibt vielleicht mehrere Dinge, aber was ist so eine der wichtigsten Punkte? Ihr kennt vielleicht die Geschichte, der Aussätzige kommt zu Jesus, das war das erste Mal, dass ein Aussätziger geheilt wurde. Was war so die wichtigste Lektion? Der Aussätzige kommt zu ihm, könnt ihr nochmal nachschauen, wenn ihr es vergessen habt. Der Aussätzige kommt zu ihm und sagt, was sagt er zu ihm? Wenn du willst, kannst du mich reinigen. Es geht nicht darum, ob Jesus kann, es geht darum, ob er will. Was sagt Jesus? Ich will, sei gereinigt. Das ist eine Geschichte, die nicht so sehr fokussiert, was Jesus kann, sondern vor allem, dass er will, dass er uns unbedingt retten will. Der Aussatz ist ein Symbol der Sünde, da kommt diese ganze Geschichte mit dem Opfer, bei den Leviten usw. haben wir damals alles ausführlich studiert. Ganz interessante Geschichte, sie illustriert, dass der Mann, der mit Vollmacht predigt, auch mit Vollmacht heilen kann, und der hier sagt, dass man seine Gebote halten kann, dann im nächsten Aussatz zum Aussätzigen sei rein. Mit dieser Macht sagt er, wer diese meine Worte hört und tut.

[28:07] Aber was ist die eigentliche Geschichte? Die mit dem Aussätzigen war schon längst geschehen. Jetzt gucken wir in Lukas, und in Lukas finden wir, dass es tatsächlich jetzt eine Geschichte gibt, die nach der Bibel direkt nach der Bergpredigt passiert ist. Und das ist auch interessant. Schaut mal in Kapitel 7, Vers 1. Lukas, Kapitel 7, und dort Vers 1. Lukas 7, Vers 1. Nachdem er aber vor den Ohren des Volkes alle seine Reden beendet hatte, das ist nämlich die Bergpredigt, was hat er gemacht? Er ging hinein nach Kapernaum. Also nach der Bergpredigt geht er nach Kapernaum. Was wisst ihr über Kapernaum? Warum ist er nach Kapernaum gegangen? Das war sein Wohnort eigentlich. Matthäus sagt, er ließ sich in Kapernaum nieder. Das war seine Basis, von der er seine Missionsreisen gemacht hat. Er ging erstmal wieder nach Hause. Und ein Knecht eines Hauptmanns, den jener schätzte, lag krank und war im Sterben. Ihr kennt wahrscheinlich schon die Geschichte, oder? Es ist die Geschichte vom römischen Hauptmann. Es ist die nächste Geschichte nach der Bergpredigt. Das ist nicht ohne Grund.

[29:30] Jetzt ein bisschen was zu diesem Hauptmann. Was wisst ihr über den Hauptmann? Und ein Knecht eines Hauptmanns, den jener schätzte, lag krank und war am Sterben. Der Hauptmann. Was wisst ihr über den Hauptmann? Die werden gleich sagen, er liebt unser Volk. Er hat eine Synagoge für uns gebaut. Er war beliebt beim Volk, was ja bei römischen Soldaten nicht so oft vorkam. Er war beliebt beim Volk. Muss also offensichtlich auch eine Ellen White sagt. Er hatte erkannt, dass die jüdische Religion der römischen Soldaten, die jüdischen Soldaten, erkannt, dass die jüdische Religion der römischen überlegen ist. Wie viele Soldaten hat ein Hauptmann befähigt? Das wird ja gleich noch wichtig für die Geschichte. Wisst ihr das zufällig? Also der Hauptmann im lateinischen in der Armee, in der römischen Armee, ist ein sogenannter Centurio. Da steckt Englisch, kommt Century daher und meint, wie viele Leute? 100. Der hat 100 Soldaten unter sich. Schon verantwortungsvoll, wenn man für 100 Menschen die Verantwortung hat. Aber er war nicht der General. So ein Centurio, da gab es 6 von denen, bilden 6 mal Centurio und seine Leute bilden dann eine Kohorte und 10 Kohorten waren dann eine Legion. 6000 Mann. Also er war so mittendrin. Da gibt es die Legion, die wird aufgeteilt in 10 Kohorten. Eine Kohorte, 6 Abteilungen und über so eine Abteilung hat so ein Centurio 100 Mann regiert.

[31:23] Nun, er bittet für seinen Knecht. Hier steht einfach nur, der lag krank und war im Sterben. In Matthäus 8, ab Vers 5 haben wir dieselbe Geschichte. Welche Krankheit hat er gehabt? Matthäus 8, Vers 6. Er ist gelähmt. Er kann nicht laufen. Er ist schwer verletzt. Denn Lukas sagt als Arzt, er lag im Sterben. Er war kurz davor zu sterben. Furchtbar geplagt. Große Schmerzen. Und man merkt, es geht langsam aufs Ende zu. Der kommt noch. Nicht so schnell. In Matthäus 8 steht, dass er nicht gleich persönlich kam. Er hat sich erst durch eine Delegation vorgestellt. Aber dazu gleich mehr.

[32:42] Knechte und Herren. Kennt ihr Geschichten in der Bibel, wo ein Herr und ein Knecht ein gutes Verhältnis zueinander hatten? Naaman und die Magd. Zur Zeit von Elisa. Naaman und die Magd. Der Knecht und der Herr. Potiphar und Josef. Gutes Verhältnis. Abraham. Wie hieß sein Knecht? Elisa von Damaskus. So ein gutes Verhältnis. Die Amme von Rebekah. Sie wurde in einem Vers erwähnt. Es gibt mehrere Geschichten, wo der Herr und der Knecht ein gutes Verhältnis hatten. Die Römer hatten zu ihren Sklaven einen Schlafen behandelt. Nach römischem Recht war es so, wenn ich einen Sklaven habe und ich töte den Sklaven von einem anderen, dann komme ich vor Gericht, aber ich werde nicht des Mordes angeklagt, sondern dass ich einen Gegenstand kaputt gemacht habe. Im römischen Recht waren Sklaven nicht Menschen, sondern Gegenstände. Der Sklave galt fast nicht so rechtlich. Es ist relativ interessant, dass dieser Hauptmann, da war ein Römer, im Militär groß geworden. Dass der sich so für seinen Sklaven interessiert, er sagt im griechischen Reich, er hielt ihn für sehr wertvoll.

[34:47] Zurück zu Lukas. Er sendete Juden, Vers 3, als er aber von Jesus hörte, sandte er Älteste der Juden zu ihm mit der Bitte, er möge kommen und seinen Knecht retten. Das ist eine interessante Situation, weil die Juden normalerweise, welches Verhältnis zu den römischen Generälen und Offizieren hatten? Das sind die Leiter der Besatzungsarmee. Aber dieser Mann war offensichtlich speziell, weil die Juden den Auftrag machen, was sie wollen. Manchmal führt man den Auftrag aus, weil man muss, aber man hat kein Interesse daran. Aber hier wird deutlich, die Juden hatten ein echtes Interesse daran, dass diesem Hauptmann geholfen wird. Warum? Sie sprachen, er ist es wert, dass du ihm dies gewährst, denn er hat unser Volk lieb und er hat uns die Synagoge erbaut. Was ist das Verständnis der Juden? Wie denken die über das Evangelium? Er ist es wert, denn er hat das und das und das. Er hat sich qualifiziert, jetzt kann er auch die Gunst Gottes bekommen. Hier haben wir ein Beispiel dafür, wie die Pharisäer gedacht haben. Wenn du gut genug bist, bist du es wert.

[36:11] Da ging Jesus mit ihnen hin. Und als er schon nicht mehr fern vor dem Haus war, schickte der Hauptmann Freunde zu ihm und ließ ihm sagen, Herr, bemühe dich nicht, denn ich bin nicht wert. Das ist doch interessant, oder? Hier haben wir die Juden. Welche religiösen Vorteile hatten die Juden? Was haben die Juden für Vorteile gehabt? Sie hatten das Gesetz, sie hatten das alte Testament, sie hatten die Verheißung, sie hatten den Gottesdienst, sie hatten die Väter, sie hatten unglaublich viel. Und trotzdem ist alles, was sie gelernt haben über das Evangelium, wenn du gute Taten tust, kann Gott dich möglicherweise segnen. Und jetzt kommen wir zu diesem Hauptmann, der hat sein Leben lang nichts weiter gehört als Jupiter und hat die Götter, die alten Legenden, der ist im Militär groß geworden. Das heißt, moralisch wird man denken, total abgestumpft. Und trotzdem hat er ein besseres Verständnis von geistlichen Dingen als die jüdischen Ältesten. Weil er sagt, ich bin es, ich bin nicht wert, dass Jesus zu mir kommt. Er sieht seinen eigenen Zustand vor Gott. Übrigens ist es gut, wenn man sich selbst schlechter sieht als die Leute um ihn herum. Es soll ja auch vorkommen, dass man sich für besser hält als die Leute um ihn herum. Und dass man vielleicht das Lob der anderen dann auch dazu nimmt, sich noch besser zu fühlen. Aber dieser Mann sagt, auch wenn die sagen, ich bin es wert, ich bin es nicht wert. Herr, bemühe dich nicht, denn ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach kommst.

[37:59] Das ist ein bisschen ähnlich an Simon Petrus. Wo er die Fische fängt und sagt, geh von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch. Er hält ihn fest aber nicht mehr. Das kommt öfter in der Bibel vor. Auch bei Jakob, nicht weil er seine Unmütigkeit erkennt. Schaut mal in Jakobus 4. Und dort Vers 6. Jakobus 4 und dort Vers 6. Umso reicher ist die Gnade, die er gibt, darum spricht er, Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade. Vers 10. Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen. Diese Juden, von denen wissen wir nicht viel, aber von dem Hauptmann haben noch seit 2000 Jahren Menschen die Gnade gegeben. Wir werden das nächste Mal lesen, dass er einen größeren Glauben hatte, als jeder Israelit, den Jesus getroffen hatte. Und er hatte schon einige getroffen. Inklusive seiner 12 Apostel, der wahrhaftige Israelit. Dieser Mann hatte einen größeren Glauben. Der berühmte Satz in Lukas 7. Und dort Vers 7. Da sagt er, darum hielt ich auch mich selbst nicht für würdig. Ellen White sagt, nachdem er erst die Ältesten gesandt hat und dann seine Freunde, das steht im Text hier nicht so explizit, aber sie sagt, dann kam er schlussendlich auch noch selbst. Und diese Worte hier in Vers 7 sind dann seine eigenen Worte. Darum hielt ich auch mich selbst nicht für würdig, zu dir zu kommen, sondern Strich nur ein Wort, so wird mein Knecht sein. So wird mein Knecht gesund.

[39:53] Und die Geschichte ist ganz interessant, weil es gibt eine andere Geschichte, wo auch ein hoher Offizier oder ein hoher Beamter zu Jesus kommt und sagt, mein Sohn liegt im Sterben. Tu was, könnt ihr euch daran erinnern? In Johannes 4. Das war kein römischer Hauptmann, das war ein jüdischer königlicher Beamter. Der kommt zu Jesus und sagt, mein Sohn liegt im Sterben. Und dann sagt er was? Jesus sagt, wenn ihr nicht Zeichen seht, so werdet ihr nicht glauben. Der königliche Beamte, ein Jude, der in der Hierarchie ist ähnlich wie der Centurio, der will ein Zeichen sehen. Aber dieser Hauptmann sagt, mir reicht ein Wort, du musst nicht mal kommen.

[40:44] Die Begründung ist interessant. Vers 8, denn auch ich bin ein Mensch, der unter Vorgesetzten steht und habe Kriegsknechte unter mir. Und wenn ich zu diesem sage, geh hin, so geht er. Und zu einem anderen, komm her, so kommt er. Zu einem Knecht, tu das, so tu das. Er sagt, ich repräsentiere die Macht Rom. Ich bin im Militär. Wenn ich zu meinem untergegebenen Soldaten sage, hol Wasser, dann wird die Krankheit gehen. Wenn du der Krankheit sagst, geh, dann wird die Krankheit gehen. Warum geht der Soldat, wenn der Centurio ruft? Warum geht der Soldat, wenn der Hauptmann es ihm befiehlt? Weil der Hauptmann über ihm steht in Autorität. Wenn der Chef der Legion, wenn der Hauptmann zu dem Legionschef geht und sagt, hol mir das, was wird der Legionschef sagen? Du hast mir nichts zu sagen, du bist unter mir. Das heißt, er sagt, ich kenne das Prinzip von Autorität. Ich kann es, etwas geschieht nur, wenn einer, der in höherer Autorität ist, es befehlt. Und wenn er sagt, so bist auch du, sagt er, du bist der Herr. Du bist über, nicht nur über Menschen, sondern auch über die Natur. Denn so wie meine Soldaten mir gehorchen müssen, so muss die Natur dir gehorchen. Das heißt, du bist Gott.

[42:17] Er sagt, du bist kein Mensch. Das wird ganz deutlich, wenn man Vers 8 anders liest. Der Vers sagt, denn auch ich bin ein Mensch. Aber im Griechischen ist die Wortstellung anders. Im Griechischen ist die Wortstellung, denn auch ich ein Mensch bin. Die Wortstellung ist im Griechischen variabel. Man kann das Bin hier vorbeziehen, aber man kann auch denken, denn auch ich, ein Mensch, bin unter Autorität. Was er auch sagen könnte, auch ich, der ich nur ein Mensch bin im Gegensatz zu dir, kenne das Prinzip von Autorität. Das sieht so aus, als ob der Centurio tatsächlich sagt, ich sehe, du bist Gott. Zumindest in göttlicher Natur, was für die Juden bis dahin noch nicht sichtbar war. Der Mann hatte großen Glauben, weil er ein einfaches Prinzip verstanden hat. Jesus ist Herr. Wenn er etwas sagt, dann geschieht es auch. Wenn wir diesen Glauben haben, dann sind wir fit für die Endzeit.

[43:44] Wollen wir dafür beten, dass Gott uns diesen Glauben schenkt, den dieser Hauptmann gehabt hat? Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Herr, schenke uns diesen Glauben, den dieser römische Hauptmann gehabt hat, der verstanden hat, dass du nicht körperlich anwesend sein musst, dass du nicht irgendwelche Wunder tun musst, sondern dass dein Wort allein genügt und dich heil machen kann, von aller Sünde reinigen kann, durch die Kraft des Blutes Jesu. Herr, schenke uns echtes Vertrauen und echten Glauben in dein Wort. Gib, dass wir in unserem Leben erkennen, wie sehr dein Wort Kraft hat, uns frei zu machen von allem, was uns hindert, dir ganz nachzufolgen. So bitten wir dich, dass wir diese Dinge in unserem Alltag erleben Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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