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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge von „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp die systematische Arbeitsweise Jesu Christi. Anhand biblischer Verse aus Matthäus und Lukas wird gezeigt, wie Jesus lehrte, predigte und heilte, und wie er dabei gezielt verschiedene Städte und Dörfer aufsuchte. Die Bedeutung der Jüngerschaft und die Rolle von Frauen im Dienst Jesu werden ebenso thematisiert wie die tiefe Dankbarkeit Maria Magdalenas, die durch Jesu Wirken von sieben Dämonen befreit wurde. Die Botschaft unterstreicht die Notwendigkeit, Jesu Methode der aktiven Verbreitung des Evangeliums nachzuahmen und sich als Nachfolger Jesu einzusetzen.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr jetzt live eingeschaltet habt auf joelmedia.de zur 99. Folge. Wir wollen das Leben Jesu weiter studieren und heute einige wenige Verse anschauen, die aber aus meiner Sicht sehr interessant sind, weil sie auch einen Aspekt beleuchten, der nicht so oft im Zentrum steht, aber von dem ich glaube, wir alle was lernen können. Bevor wir beginnen, möchten wir gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen für das Leben Jesus, das uns ein Vorbild ist und uns zeigt für alle Lebenslagen, wie wir dir wohlgefällig leben können. Er ist unser Lehrer, er ist unser Vorbild, er ist unser Erlöser. Je mehr wir ihn studieren und sein Wirken, desto mehr werden wir verwandelt in sein Ebenbild. Darum bitten wir dich auch heute Abend, wenn wir etwas lernen über ihn und seine Nachfolger und bitten dich, dass wir selbst zu echten Nachfolgern werden, jeden Tag mehr und in seinen Fußstapfen durch das Leben gehen. Das bitten wir in seinem Namen. Amen.

[1:38] Liebe Leute, letzte Woche haben wir uns die Geschichte von dem römischen Hauptmann zu Ende angeschaut und damit endet der, also traditionell teilt man das Wirken oder die Rundreisen Jesu in Galiläa in drei Teile ein. Man spricht manchmal sogar im adventistischen Bibelkommentar von der ersten, der zweiten und der dritten Reise durch Galiläa. Also ihr wisst ja, nachdem er vom Sanhedrin verworfen worden ist in Johannes 5, ist er nach Galiläa gegangen, hat dort zunächst einmal in welcher Stadt sein Lager aufgeschlagen am Anfang seines Dienstes in Galiläa? Das war in der Stadt Kapernaum, nicht wahr? Er war dann auch mal in Nazareth, ist da verworfen worden, hat in Kapernaum eine Zeit lang gewirkt und dann hat er gesagt, ich kann nicht nur in Kapernaum bleiben, sondern dann hat er begonnen zu reisen, nicht wahr? Und dieser erste große Abschnitt, den wir sozusagen jetzt in der Rückschau betrachten können, dachte ich mir, vielleicht ist es noch mal ganz gut, so die wesentlichen Ereignisse dieses ersten Abschnittes noch mal vor Augen zu haben, weil man viele Geschichten zwar kennt, aber nicht so wirklich chronologisch im Zusammenhang. Also die Hauptereignisse dieser ersten Tour, die uns geschildert werden in den Evangelien, sind die Heilung des Aussätzigen, ja diese berühmte Geschichte, wo er dann zum ersten Mal den Aussätzigen heilt, dann ist das die Geschichte von dem Gelähmten durch das Dach, ja auch beliebte Geschichte, die haben wir alle ja behandelt durch das Dach, dann haben wir als drittes die Berufung von Levi Matthäus, Berufung von Levi, die Stifte geben den Geist auf, dann die Sabbatfrage, als die Jünger durch das Kornfeld gehen, ja das ist auch in dieser ersten Reise, dann der Mann mit der verdorrten Hand, ich schreibe hier noch ein paar Stichworte auf, der Mann mit der verdorrten Hand, dann die Erwählung der zwölf Apostel, das ist so die Zeit, wo Jesus enorm populär ist, wo sie aus allen Ländern zu ihm kommen, ja und was kommt nach der Erwählung der zwölf Apostel? Was ist das nächste Ereignis? Die Bergpredigt, ja mit der haben wir uns ein ganzes Jahr lang beschäftigt, deswegen haben wir die anderen Sachen schon alle wie vergessen, nein und nach der Bergpredigt haben wir noch eine wichtige Geschichte, nämlich letzte Woche und vorletzte Woche, der römische Hauptmann, ja der römische Hauptmann, genau das ist so, das ist so, Jesus hat natürlich, wie wir wissen aus dem Johannesevangelium, viel mehr gemacht, Johannes sagt, wenn alle Wunder aufgeschrieben würden und alle seine Predigten, die Welt könnte die Bücher nicht fassen, aber Matthäus, Markus, Lukas erzählen doch mal dieselben Geschichten, ja und sie erzählen sie manchmal ein bisschen unterschiedlich in der Reihenfolge, aber wenn wir das alles so zusammen puzzeln, dann sind das die Dinge so, die quasi seit dem Moment, wo er sagt in Kapernaum, ich muss in andere Städte ziehen, das sind so die Hauptereignisse, die uns berichtet werden bis zur Bergpredigt, wo dann die zwölf Apostel gewählt werden, das ist ein richtiger Einschnitt, weil ab dem Moment hatte nicht nur Jünger, die ihm immer hinterher folgen und mitschreiben und zuhören, sondern hat jetzt zwölf Repräsentanten, die dann irgendwann auch selbst gehen sollen, das werden wir heute gleich noch anschauen und das einzige Ereignis, was noch direkt dazu kommt, ist dieser römische Hauptmann, weil er dort zum ersten Mal schon den Blick seiner Jünger weitet, dass das Evangelium möglicherweise nicht nur zu den verhassten Samaritern, sondern sogar zu den Römern gehen könnte, ja das war völlig außerhalb dessen, was sich vorstellen konnte, das hat noch Jahre gedauert, bis selbst der Petrus das begriffen hat, aber das ist so der erste Abschnitt und dann beginnt der zweite Abschnitt, der dadurch gekennzeichnet ist, dass jetzt zwölf seiner Jünger die Apostel sind, die jetzt wieder mit ihm gehen und durch die ganzen Städte und Dörfer laufen und bestimmte Geschichten fallen jetzt in diese Zeit, die wir uns jetzt in den nächsten Wochen und Monaten anschauen wollen.

[5:22] Jesus hat also die meiste Zeit seines Dienstes in Galiläa gereist, er ist nicht an einem Ort geblieben und hat dort immer nur seine Predigten gehalten, sondern ist immer wieder von Dorf zu Dorf gezogen. Wir schlagen mal den ersten Vers heute auf in Matthäus 9 und dort Vers 35, relativ bekannter Vers, Matthäus 9 Vers 35, da heißt es: "Und Jesus durchzog alle Städte und Dörfer, lehrt in ihren Synagogen, verkündigt das Evangelium von dem Reich und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen im Volk." Der Vers ist so beliebt, weil er quasi die Methode Jesu, das System Jesu ein bisschen illustriert. Wie würdet ihr diese Methode Jesu, dieses System von Jesus beschreiben, was waren die wesentlichen Punkte seines Dienstes? Er hat gelehrt, er hat geheilt und er hat gepredigt, verkündigt. Also heilen ist klar, aber wo ist der Unterschied zwischen lehren und verkündigen? Gibt es da einen Unterschied oder ist es dasselbe? Vergleichsweise relativ ähnlich zueinander, aber gibt es vielleicht einen Unterschied? Also quasi im Sinne von trainieren, im Sinne von ausbilden, ganz genau, ja genau. Also unter lehren fällt auch vieles wie 1 zu 1 Bibelstunden, einfach jemanden etwas erklären, während verkündigen ist mehr so dieses typische Predigen, wie in der Bergpredigt, wo er steht und dann so mit rhetorischen Mitteln auch seine Wahrheit weiterbringt. Aber es gibt noch mehr, also das sind diese drei typischen Inhalte, er lehrte, er predigte, er heilte. Übrigens statistisch, was hat er am meisten von den drei Dingen gemacht? Am meisten geheilt, sagt uns Ellen White. Wir sollen natürlich alle drei machen, aber das heilen ist nicht nur so ein Nebenpunkt, das körperliche Wohlbefinden der Menschen, das seelische Wohlbefinden der Menschen ist enorm wichtig auch. Aber es steckt da noch mehr drin in der Methode, außer nur, dass er gelehrt, geheilt und gepredigt hat. Ja, Jesus war systematisch. Jesus hat nicht einfach nur gesagt, naja, ich bin ein Lehrer, ich bin ein Prediger, ich bin ein Heiler. Jesus hat sich überlegt, wo bin ich noch nicht gewesen? Lasst uns mal diesen Gedanken durchdenken. Ich weiß nicht, wie oft du als Christ diesen Gedanken hast, wo bin ich noch nicht gewesen? Wo ist mein Zeugnis noch nicht gewesen? Das ist nicht so unbedingt auf unserem Schirm, wir sind ja froh, wenn wir überhaupt Zeugnis geben, da wo wir sind. Aber Jesus hat diesen systematischen Ansatz, er hat gesagt, ich habe ja ein Gebiet, ja, ich meine, Jesus ist nicht einfach nach China gezogen, Jesus war jetzt in Galiläa, aber in diesem Gebiet, wo Gott ihn hingestellt hatte, hat er sich gefragt, was könnte ich noch tun? Statt immer nur zu denselben Leuten zu predigen und immer nur dasselbe noch mal zu sagen, wollte er auch die erreichen, die noch nicht erreicht worden sind. Und das ist so eine Krankheit, die wir alle haben, sei es in Deutschland oder ganz woanders im Feld. Wir erreichen gerne die, wo es uns so komfortabel ist. Also ich war jetzt vor kurzem in Malaysia und wir haben Adventgemeinden in Malaysia, in Kambodscha, in Thailand, also auf der Karte würde man sagen, Land erreicht. Aber schaust du genau hin, in Thailand, die Buddhisten in Thailand, die echten Thai sind gar nicht erreicht. Die Malaien in Malaysia, gar nicht erreicht. Ja und dann die Buddhisten in Kambodscha, gar nicht erreicht. Kein einziger von ihnen ist Adventist. Und da gibt es also ganze Gruppen von Völkern, die quasi unberührt sind, weil sich natürlich die Chinesen in Malaysia sagen, wir bleiben unter uns. Und dieses Denken ist glaube ich, das hat was gar nicht mit Kultur zu tun, das ist was, was menschlich ist in uns, nicht wahr, dass wir irgendwie so ein bisschen in unserer Komfortzone bleiben.

[9:02] Ja, interessanterweise sagt aber sogar Ellen White, dass er am Anfang seines Dienstes sehr deutlich gesprochen hat, ohne Gleichnisse, im ersten Jahr, als er noch in Judäa war, zu denen, die die Bibel kannten. Als er nach Galiläa kam, wo die Leute viel weniger von der Bibel wussten, hat er mehr in Gleichnissen gesprochen. Das heißt, was beide Punkte sagen, ist letztendlich, Jesus war auch in der Lage, sich anzupassen an sozusagen das Level seiner Zuhörer. Leute, die viel von der Bibel wussten, konnte anders sprechen, als Leute, die er zum ersten Mal getroffen hat. Und wenn er dann schon oft gepredigt hat, konnte er wieder deutlicher werden. Also Jesus hat nicht einfach nur so auf einem Kanal immer alles losgelassen, sondern er wusste, wen er vor sich hat und hat seine Lehren entweder etwas mehr verpackt oder sehr deutlich auf den Punkt gemacht, je nachdem nach den Umständen. Auch das sollten wir lernen. Es ist eine wichtige Lektion, dass wir die Wahrheit angemessen verpacken auf die Situation, dass wir uns an die Leute richten. Ganz genau, sehr wichtiger Punkt.

[10:14] Ganz genau. Gibt es jetzt eigentlich im Matthäusevangelium noch irgendeine Stelle, die ganz ähnlich klingt, wie dieser Vers? Das ist ein Punkt, den ich, glaube ich, wahrscheinlich schon öfter mal erklärt habe, aber immer wieder gerne wiederhole, weil man nicht genug betonen kann. Gibt es noch einen Vers im Matthäusevangelium, der fast so ähnlich klingt, wie der hier in Kapitel 9, Vers 35? Ja, das kommt später noch, aber es gibt einen Vers, der quasi genauso klingt, wo er zieht euch alle in Städte und Dörfer und Synagogen und verkündigt das Evangelium, lehrt und heilt. Lehren, heilen, predigen, alles drei in einem Vers auch vorkommt. Okay, ich helfe euch. In Kapitel 4, Vers 23. Geht mal da hinten. Kapitel 4, Vers 23. Da heißt es: "Und Jesus durchzog ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und verkündigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Kranken und alle Gebrechen im Volk." Könnt ihr sehen, das ist dieselbe Idee, oder? Er durchzieht das ganze Galiläa, heilt, lehrt und predigt. Das ist Matthäus 4, 23. Und dann in Matthäus 9, 35 heißt es: "Er zog durch alle Städte und durch alle Dörfer und er lehrte, heilte und predigte." Jetzt wird man sich denken, hat Matthäus irgendwie, war da ein bisschen Platz noch auf dem Pergament, auf dem Papyrus, musste irgendwie noch ein Vers schreiben, hat das einfach nochmal wiederholt. Oder warum schreibt er das doppelt? Warum schreibt er das in Matthäus 4, 23 und dann nochmal in Matthäus 9, 35? Ist das einfach nur, weil dem nichts einfiel, oder warum steht sowas dann doppelt? Also ist wichtig, okay. Alles klar, ist wichtig. Was könnte das, also ist es wichtig, was könnte das außer seiner Wichtigkeit noch irgendwie vielleicht anzeigen, wenn das da steht und wenn das da steht? Vielleicht ein anderer Kontext, okay, ja.

[11:58] Jetzt, das muss man sich schon überlegen, dass nach der Bergpredigt die Verkündigung vom Reich Gottes schon noch eine andere Perspektive hat. Ja, also wenn Jesus am Anfang seines Dienstes sagt, das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen, haben seine Jünger noch ganz was anderes gehört, als nach der Bergpredigt. Denn in der Bergpredigt hat er sie ganz schön geschockt. Ja, ihr erinnert euch jetzt, also hoffentlich ein bisschen an die Bergpredigt. Vieles Dinges, was er in der Bergpredigt sagt, war für die Jünger, geschweige denn für die Menge, total neu. Und wenn er jetzt gesagt hat, ich verkündige euch das Evangelium vom Reich, dann haben sie zwar noch nicht alles verstanden, aber sie wussten schon, das geht eigentlich mehr so im Sinne der Bergpredigt. Ja, also die Bergpredigt hat sicherlich den Kontext schon auch ein bisschen verändert, also und dadurch etwas klarer gemacht. Ja, die Wunder, die er getan hat, waren jetzt schon deutlicher verknüpft mit seiner Lehre, sozusagen. Also es waren es immer schon, aber man hat es jetzt besser verstanden, nicht wahr? Okay, gibt es noch einen Grund? Könnte sein, aber eigentlich ist er jetzt gut, ja, er hat jetzt den römischen Hauptmann, ja, das also, das könnte auch sein, dass das vielleicht noch eine Rolle spielt. Nun, ihr wisst ja, es war schon eigentlich auch alles noch Galiläa, wir sind immer noch in Galiläa. Also ja, also vielleicht ist er in anderen Dörfern noch gewesen, aber es war eigentlich so immer noch dieselbe Provinz quasi.

[13:12] Also ihr wisst ja vielleicht, dass das Matthäus-Evangelium ein bestimmtes Merkmal hat. Was ist das Matthäus-Evangelium nicht? Es ist nicht chronologisch, ja, also Markus und Lukas sind relativ chronologisch, Matthäus ist nicht chronologisch. Ja, wenn es nicht chronologisch ist, was ist es dann? Einfach nur ein wilder Mix. Matthäus ordnet sein Evangelium vor allem an vielen Punkten thematisch. Jetzt machen wir das gleich noch mal. Also Matthäus 4, 23, Jesus lehrte, predigte und heilte. Matthäus 9, Vers 35, Jesus lehrte, predigte und heilte. Frage, was befindet sich zwischen Matthäus 4, 23 und 9, 35? Also da befindet sich auf deutsch Matthäus 5, 6, 7, 8, 9, richtig? Was ist Matthäus 5, 6, 7? Die Bergpredigt und die Bergpredigt repräsentiert dann das Predigen und das Lehren vor allem. Und was befindet sich in Kapitel 8 und 9? Schauen wir mal in Kapitel 8 und 9. Also man kann sich mal lesen und die Überschriften lesen. Heilung eines Aussätzigen, Hauptmann von Kapernaum, Heilung der Schwiegermutter des Petrus und ein anderer Kranker. Dann Jesus stillt den Sturm, Heilung von zwei Besessenen, Heilung eines Gelähmten, Berufung des Matthäus vom Fasten, Heilung einer blutflüssigen Frau, Auferweckung des Tochter Jairus, Heilung von zwei Blinden, Heilung eines Besessenen. Es geht um Heilung und Wunder. Könnt ihr das sehen? Wie wir letztes Mal gesehen haben, die sind nicht chronologisch angeordnet. Zum Beispiel beschreibt er in Kapitel 9 die Berufung von Matthäus, aber Matthäus war längst ein Apostel, als die Bergpredigt begonnen hat. Denn die Bergpredigt beginnt, nachdem die zwölf Apostel ordiniert sind und das ist schon Matthäus 5. Also chronologisch macht es keinen Sinn, erst in Kapitel 9 die Berufung des Matthäus zu erzählen oder der Gelähmte durch das Dach oder so, was alles vorher stattfindet. Aber Matthäus denkt anders. Er denkt, okay, die Botschaft, die ich in den nächsten Kapitel drüber bringen will, ist, Jesus lehrte, predigte, heilte. Er lehrte, predigte, heilte. Also um das zu illustrieren, er lehrte, predigte, heilte. Ich zeige euch jetzt mal, wie er gelehrt hat. Jetzt gibt er die ganze Bergpredigt. Übrigens ist Matthäus der Einzige, der die ganze Bergpredigt in Vollheit, in Fülle zeigt. Und dann sagt er, okay, jetzt habt ihr das gesehen, jetzt zeige ich euch, wie hat er geheilt, was hat er für Wunder getan. Zack, zack, zack, zack, zack, zack. Beispiele, ja, wie ein Beispiel. Ohne die Reihenfolge zu beachten, gibt er all die Beispiele. Warum macht er das? Und dann macht er am Ende wieder denselben Vers und sagt, das ist die Klammer. Er lehrte, heilte, predigte. Predigen, heilen. Lernen. Er lehrte, predigte, heilte. Das ist die große Klammer. Das ist das Werk Jesu.

[15:50] Was sind die nächsten Verse in Matthäus 9? Da werden wir in den anderen Mal zu kommen. Was ist das Nächste, was er sagt in Matthäus? Schaut mal in Matthäus 9 Vers 36. Er sagt, es sind so viele, sie sind wie Schafe ohne Hirten und sie haben keine, es sind keine, woran fehlt es? Es fehlt an Arbeitern, die was machen? Die was machen? Die lehren, predigen, heilen. Jesus lehrt, predigt, heiligt. Wie macht er das? Er predigt, ja, die ganzen Lehren und Predigten. Wie heilt er? Matthäus 8 und 9. Und jetzt kommt noch mal das gleiche Statement, um das quasi wie in einem Bogen zusammenzufassen. Ein großer Bogen und dann heißt es, Jesus braucht Mitarbeiter. Was betet er dann? Was sagt er den Jüngern? Er sagt, bittet um Mitarbeiter. Die beten her, sende Mitarbeiter in den Dienst, sende Mitarbeiter in den Dienst. Was geht das nächste Kapitel? Worum geht es im nächsten Kapitel? Jesus sagt, okay, ihr habt gebetet, ihr seid die Gebetserhöhung. Ihr geht es. Kapitel 10 ist dann die Aussendung der Jünger, um was zu tun? Zu predigen, lehren, heilen. Das sagt er ihnen sogar explizit. Ja, da werden wir später mal darauf kommen. Nur, dass ihr mal seht, wie eigentlich, ich glaube, das ist manchmal wichtig zu sehen, dass die Evangelien oder überhaupt die biblischen Bücher, die haben auch durchaus eine Struktur. Ja, das macht Sinn, warum da was aufeinander kommt. Ja, das ist nicht einfach nur so aneinander geklatschte Geschichten, sondern der Matthäus überlegt sich das, um zu sagen, so arbeitet Jesus und ich wünsche, oder Jesus wünscht sich, dass all seine Nachfolger genauso arbeiten wie er.

[17:26] Das würde auch implizieren, dass seine Nachfolger bereit sind, von Stadt zu Stadt und Dorf zu Dorf zu gehen, oder? Weil das ist Teil des Systems. Das war Matthäus 4, 23 Teil des Systems. Das ist in Matthäus 9, 35 Teil des Systems. Das gehört zu diesem Paket, von dem dann Jesus sagt, genau dafür brauche ich mehr Arbeiter. Ich glaube, jeder von uns hat wahrscheinlich irgendwie eine besondere natürliche Begabung. Der eine mag gerne erklären, der andere mag vielleicht gerne predigen, der nächste mag gerne vielleicht Gesundheitsarbeit machen oder irgendwas, nicht wahr? Der nächste mag vielleicht gerne den nächsten Missionseinsatz in der neuen Stadt organisieren. Ja, jeder hat Gaben und Fähigkeiten, aber letztendlich muss all das zusammenkommen. Nur wenn es zusammenkommt, ist es die Methode Jesu. Nun, aber das werden wir dann ein andermal noch ausführlicher besprechen.

[18:12] Achso, den Vers wollt ich euch noch anschauen. Apostelgeschichte 10, Vers 38. Petrus, der war ja da dabei, nicht wahr? Das war ja gerade die Zeit jetzt, wo er dann Apostel geworden ist und das nochmal viel systematischer behandelt hat oder beobachtet hat. Der schreibt, der sagt später dem Cornelius, als er dann nach vielen Jahren endlich begriffen hat, dass die Heiden auch gerettet werden dürfen. Das sagt er in Apostelgeschichte 10, Vers 38. Einen interessanten Satz, den zitieren wir immer in der Evangelisation im Daniel 9 Vortrag, um zu beweisen, dass Jesus der Messias ist, dass er bei der Taufe gesalbt worden ist. Aber da gibt es noch einen anderen Satz in diesem Vers, der sehr interessant ist. Apostelgeschichte 10, Vers 38. Da heißt es: "Wie Gott Jesus von Nazareth mit heiligem Geist und Kraft gesalbt hat." Nicht wahr? Das ist bei der Taufe gewesen. Könnt ihr euch erinnern? Nicht wahr? Deswegen ist Jesus der Messias. Und wie geht es weiter? "Und wie dieser umherzog und gutes tat und alle heilte, die von Gott überwältigt waren."

[19:09] Jetzt geht es. Warum? Was ist der Grund? Denn Gott war mit ihm. Jesus ist mit dem heiligen Geist erfüllt. Was tut er, als er mit dem heiligen Geist erfüllt worden ist? Er geht umher. Um was zu tun? Um den Menschen zu dienen, um Gutes zu tun. Er geht umher. Was ist die Begründung? Warum geht er? Denn Gott war mit ihm. Gibt es irgendeinen anderen Vers in der Bibel, der was irgendwie damit zu tun hat mit gehen, irgendwo anders hingehen und der Idee, dass Gott mit uns ist. Genau, auch bekannt als der Missionsbefehl. Nicht wahr? Denn da heißt es: "Geht hin." Man könnte auch sagen, geht umher. Bewegt euch. Geht in verschiedene Städte, Dörfer, Gegenden. Geht hin und macht zu Jüngern und tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes, des heiligen Geistes und lehrt sie alles zu halten, was ich euch befohlen habe. Denn ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." Könnt ihr sehen, dass eine direkte Parallele eigentlich zu dem Vers ist? So wie Jesus umherzog und Gutes tat und Gott der Vater war mit ihm, so sollen wir umherziehen und Gutes tun, denn Jesus ist mit uns. Er war vom heiligen Geist erfüllt, wir sollen vom heiligen Geist erfüllt sein. Er war das Licht der Welt, wir sollen das Licht der Welt sein. Das heißt, das ist nicht einfach nur dazu da, dass wir sagen, oh toll, Jesus war ein toller Prediger. Das ist eigentlich der Blueprint. Das ist das, was wir imitieren sollen. Ich glaube, jeder Mensch, der Jesus liebt, wird auch gerne diese Methode anwenden und es bedeutet letztendlich irgendwo immer Aktivität. Man muss irgendwie auch was tun. Man kann nicht einfach als Christ auf seinem Stuhl kleben bleiben und nichts machen. Und ob das jetzt bedeutet, dass ich zu meinem nächsten Nachbar gehe oder ob ich in die nächste Stadt gehe oder ob ich in ein fremdes, unerreichtes Land gehe oder eine neue technische Möglichkeit ausprobiere und dort mich hineinbegebe. Ich muss neuen Boden, neuen Grund sozusagen, wie sagt man? Groundbreaking, also neuen Grund brechen sozusagen. Nicht nur das, ja neuen Grund bearbeiten, ganz genau. Vorwärts gehen. Das Evangelium ist vorwärts gehen und ich glaube, das ist ein bisschen verloren gegangen bei den ganzen innergemeindlichen Streitigkeiten und dies und jenes, was man immer so hat und in der großen Adventgemeinde und die Zwistigkeiten und dies und jenes. Missionare gehen vorwärts. Und das birgt natürlich auch Probleme und Gefahren und Sonstiges, aber das war die Methode Jesu. Es gibt keine bessere.

[21:53] Und auch Jesus wusste, dass er nicht überall gleichzeitig sein kann. Deswegen hat er ja nicht nur einfach das gemacht, das müssen wir noch erwähnen, er hat Leute mit sich genommen. Und das werden wir uns jetzt noch ein bisschen anschauen in Lukas 8. Das sind noch drei Verse, die wir heute kurz betrachten wollen.

[22:08] Lukas 8 und dort ab Vers 1, das ist ganz interessant. Lukas 8 ab Vers 1. "Und es geschah danach, dass er von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf zog, wobei er das Evangelium vom Reich Gottes verkündigte und die Zwölf waren mit ihm." Jetzt, einfache Frage, wer sind die Zwölf? Die Apostel, okay. Warum hat Jesus zwölf Apostel erwählt? Typologisch, theologisch, mit zwölf Stämmen Israel, okay. Aber jetzt mal ganz praktisch, Gemeindeaufbau, missionarisch, technisch. Warum hat er nicht zu allen Menschen gleich viel gepredigt? Warum hat er sich zwölf Menschen genommen und gesagt, mit euch verbringe ich mehr Zeit. Ist das nicht ein bisschen ungerecht? Jetzt bin ich eine Frage an euch. Nicht falsch verstehen, aber wer sind eure Jünger? Also nicht in dem Sinne von, dass sie euch nachfolgen, aber es wird ja gesagt, geht hin und macht zu Jüngern. Wir sollen also nicht einfach nur das Evangelium predigen, sondern wir sollen auch Jünger machen. Das heißt, wir sollen mit derselben Methode Jesu mit einigen Menschen besonders viel Zeit verbringen. Natürlich mit dem Ziel, dass sie Jesus in mir kennenlernen, an Jesus dann festhalten und dann wieder Multiplikatoren sind. Die Frage ist, hast du solche Jünger, Menschen, mit denen du besonders viel Zeit investierst, um ihnen etwas von dem beizubringen, was du weißt? Das ist die Methode Jesu. Heutzutage ist das ganz modern mit den Jüngerschaftskreisen. Da wird dann organisiert, wir machen einen Jüngerschaftskreis, wir nutzen Material und dann treffen uns einmal die Woche vielleicht und machen da irgendwie ein Programm, 20 Minuten das und 30 Minuten das, alles ganz wunderbar. Aber irgendwie bringt es noch nicht richtig die Jüngerschaft. Jesus hat nicht einfach gesagt, wir machen einmal die Woche Jüngerschaftskreis, wir treffen uns, essen was, lesen ein bisschen die Bibel, beten und dann gehen wir wieder. Jesus hat sie im ganzen Alltag am Sabbat und unter der Woche bei sich gehabt, wann immer es möglich war und hat sie unterrichtet, hat ihnen gezeigt, warum mache ich das, warum habe ich jetzt das gesagt, warum habe ich das nicht gesagt. Ich habe in meinem Leben erlebt, was für ein Segen es war, dass es ein paar Leute gab, die Zeit in mich investiert haben, die bei mir waren und die mit mir über Dinge gesprochen haben, außerhalb ihrer sozusagen berufsmäßigen Notwendigkeit. Und ich glaube, jeder von uns ist aufgerufen, wenn er eine Beziehung zu Jesus hat und Erfahrung mit Gott gemacht hat, etwas in der Bibel kennengelernt hat, also wir sollen natürlich allen Menschen das Evangelium predigen, wie Jesus auch, aber Jesus wusste, er ist der Messias und er wird nicht alle erreichen. Ich meine, Jesus wusste das, oder? Er wusste, ich habe dreieinhalb Jahre, dann ist es aus. Ich muss eine Schule gründen und zwar Leute, die so ausgebildet sind, dass sie dann wieder andere ausbilden, die wieder andere ausbilden durch die Multiplikation. Das in der Theorie wissen wir das Theorie sowieso alle nicht, wir sind Adventisten, wir wissen alles in der Theorie, nur die Frage ist, praktizieren wir das, haben wir Leute, in die wir mehr Zeit investieren als in anderen. Nicht, weil wir sie mehr mögen als die anderen oder weil die mehr wert sind, sondern weil wir sehen, da sind Menschen, mit denen ich Kontakt habe, die ich ausbilden kann für die Jüngerschaft.

[25:39] Übrigens, Jesus war wirklich in der Hinsicht, man könnte sagen, ungerecht. Ich war von den zwölf Jüngern, hat er alle zwölf gleich behandelt? Mit wem hat er mehr Zeit verbracht? Herr Petrus, Johannes und Petrus. Und von den drei, mit wem hat er noch mehr Zeit verbracht? Johannes hat am meisten Zeit mit ihm verbracht, nicht wahr? Das heißt aber nicht, dass Johannes der bessere Christ war als die anderen, aber Jesus wusste, Menschen haben eine unterschiedliche Aufnahmefähigkeit und dort, wo mehr Aufnahmefähigkeit war, wo mehr Interesse war, hat er auch mehr hinein investiert, weil er wusste, der Johannes wird am Ende mal das Johannesevangelium schreiben. Der Johannes hätte, vielleicht merkt ihr das mal beim Lesen, dass das Johannesevangelium eine Tiefe hat, die fast von den anderen Evangelien nicht so erreicht wird. Nicht, weil die jetzt schlechter sind, aber weil einfach bei Johannes noch so eine Tiefe da rein kommt, wo man merkt, er hat extra viel Zeit an Johannes investiert. Das hätte der so nicht geschrieben, wenn er nicht besonders viel Zeit mit Jesus verbracht hätte. Ja, ganz genau.

[26:39] Aber wichtig ist jetzt, Jesus ist heute nicht mehr da auf der Erde. Menschen können nicht einfach wie Johannes zu Jesus gehen und sagen, hey, wir würden gerne Zeit mit dir verbringen. Was hat Jesus gesagt? Er hat ihn nach Hause eingeladen. Es braucht heute Menschen, die Jesus kennen, die quasi sozusagen Jesus wirken lassen, so wie damals. Dass Jesus durch sie sagen kann: "Kommt und seht." Ist nicht das, was die Offenbarung sagt, dass die Braut sprechen wird und der Geist kommt? Nicht, dass sie mich kennenlernen so sehr, ich weiß auch nicht verkehrt, aber dass sie vor allem Jesus kennenlernen durch unseren Dienst. Ich glaube, das ist eine ganz wichtige Sache, die man sich als Christ merken soll. Jetzt kann man nicht vom Zaun brechen. Man kann nicht sagen, her, jetzt werde ich mir Jünger machen, wenn ich bei drei auf den Bäumen bin. Aber dass man sich von Gott führen lässt, dass man betet, her, sende mir ein paar Menschen. Übrigens ist es ein Wundermittel für die Gemeindearbeit. Menschen, die in echter Jüngerschaft mit Jesus miteinander verbunden sind, die sind nicht so schnell unzufrieden. Die fangen auch nicht so schnell an, irgendwie jetzt zu repellieren oder ich weiß nicht was, zu kritisieren.

[27:53] Genau und alle anderen ihren. Aber jetzt geht der Vers noch weiter. Zu den Geschichten kommen wir noch. Maria, zu den Geschichten kommen wir noch. Machen wir heute nicht. Ganz wichtige Geschichte, da kommen wir aber noch. Wir bleiben noch in Lukas 8 und schauen Vers 2. "Und auch etliche Frauen, die von bösen Geistern und Krankheiten geheilt worden waren, Maria, genannt Magdalena, von der sieben Dämonen ausgefahren waren, und Johanna, die Frau des Kusas, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihm dienten mit ihrer Habe."

[28:17] Jetzt, wir reden von den zwölf Aposteln. Wann reden wir eigentlich von den ganzen Jüngerinnen? Da gab es eine ganze Reihe von Frauen, die waren nicht einfach nur emotional berührt von Jesus Predigten, sondern die folgten ihm Vollzeit nach. Der einzige Unterschied war, sie waren keine Apostel. Ihnen wurden nicht die Hände aufgelegt in Ordination. Fußnote, nicht wahr? Aber sie waren genauso Vollzeit-Nachfolger Jesu, wie die Männer. Übrigens, einige von ihnen waren etwas teurer als die Männer. Am Kreuz, als die Männer voller Angst geflohen sind und mit weichen Knien in Entfernung standen, haben die, jetzt hätte ich beinahe gesagt, die Frauen haben ihren Mann gestanden, das kann man nicht sagen. Die Frauen standen am Kreuz, nicht wahr? Und wer waren die Ersten, die Jesus als Auferstandene gesehen haben? Das waren Frauen. Das war die Maria Magdalena. Die haben die Botschaft der Auferstehung als Erste gepredigt. Das heißt, in Jesu Augen waren die Frauen genauso als Predigerin, als Verkündigerin, als Lehrerin, als Heilerin berufen, wie auch die Männer. Nur mit dem einen Unterschied, dass die Männer, die als Organisatoren, sozusagen als leitende Älteste, als ordinierte Älteste sozusagen der entstehenden Gemeinde das zu leiten hatten. Aber ich möchte ganz kurz über diese Frauen noch etwas mehr sagen. Es sind drei Frauen, die interessant sind. Die erste, fangen wir hinten an, die Susanna. Wie oft kommt die Susanna noch in der Bibel vor? Wisst ihr das? Nur hier. Kommt nur hier. Ihr Name heißt eine Lilie. Und was haben diese Frauen eigentlich alle gemacht? Also wie haben sie Jesus gedient, gemäß dieses Verses? Mit ihrer Habe. Sie haben also etwas eingesetzt. Sie haben Jesus, übrigens, ganz ketzerisch gefragt, hat Jesus vom Zehnten gelebt? Er hat nicht vom Zehnten gelebt, sondern von Spenden gelebt. Und hat Jesus sein ganzes Leben lang von Spenden gelebt? Jesus hat auch selbst gearbeitet. Aber es scheint sozusagen diesen Weg zu geben, dass man kann arbeiten, man kann aber auch, wenn man berufen ist als Missionar, man kann von Spenden allein leben. Das war dieses Modell Jesu. Weil als Nicht-Lilie durfte er gar keine Zehnten geben. Es gab also Menschen, die haben den Jesus unterstützt. Der hatte wahrscheinlich keine Spendenaufrufe gemacht oder hat keine Newsletter ausgesendet. Bitte unterstützt mich. Warum haben die ihn unterstützt mit ihren finanziellen Gaben? Die haben gesehen, was passiert. Alle von denen, die ihn unterstützt haben, sind, warum ihm nachgefolgt, wenn ihr Festweiher anschaut? Warum sind sie nachgefolgt? Er hat sie befreit von Krankheiten, von Dämonen. Sie haben erlebt, dass die Botschaft Jesu befreiend ist. Und deswegen haben sie unterstützt. Sie haben ihn unterstützt, indem sie mit dem, was sie hatten, seine Mission möglich gemacht haben. Und das ist ein wichtiges Thema auch für uns als Gemeindeglieder. Jeder von uns hat irgendetwas. Der eine hat vielleicht besonderen Intellekt, der andere hat besonders viel Geld, der nächste hat besonders soziale Fähigkeiten. Jeder hat irgendetwas. Jeder hat vielleicht ein Haus. Was weiß ich? Jeder hat etwas. Und die Frage ist, was setze ich ein, damit die Mission Jesu möglich ist? Kann es von mir gesagt werden, dass ich Jesus nachfolge und dass ich seine Mission unterstütze? Also wenn ein Buch über unsere Adventgemeinde geschrieben werden würde, würde der Lukas auch schreiben, sie unterstützen Jesus mit ihrer Habe oder mit ihren Gaben, mit ihren Fähigkeiten.

[31:43] Ja, da komme ich jetzt drauf. Die zweite Frau, also rückwärts gedacht, ist die Johanna, die Frau des Kusas. Die ist ganz interessant, die wird nochmal erwähnt dann am Ende bei der Auferstehung. Und Kusas ist der Verwalter von Herodes. Das ist welcher Herodes? Das ist der, woher kennen wir diesen Herodes? Ja, das ist der Herodes Antipas, das ist der, der den Johannes ins Gefängnis gelegt hat. Zu der Zeit ist Johannes noch lebendig. Der liegt im Gefängnis da irgendwo am Totenmeer. Jesus hatte keine gute Meinung von Herodes. Er nennt ihn an einer Stelle den Fuchs und das ist nicht verniedlichend, sondern böse, also im Sinne von, er hat einen schlechten Charakter. Jetzt, das Amt des Verwalters bedeutete, dass er über das Privatvermögen und den Privathaushalt von Herodes gesetzt war. Das war also jemand, der hatte Einblick in die Privatgeschäfte, in die Familiengeschäfte von Herodes Antipas. Und seine Frau, also ihr wisst, ich weiß nicht, wie es bei euch zu Hause ist, aber Mann und Frau erzählen sich schon manche Geheimnisse, nicht wahr? Also der Kusas, der wusste ganz genau, wo das Geld alles ist, der kannte die korrupten Geschäfte, nicht wahr? Und seine Frau ist jetzt Vollzeitnachfolgerin von Jesus. Glaubt ihr, der Jesus hatte vielleicht versteckte Informationen über dubiose Geschäfte im Regierungshaus? Könnte vielleicht möglich sein, ein bisschen Spekulation, nicht wahr? Aber hätte er Möglichkeiten gehabt, da ranzukommen? Relativ einfach. Wie viel Intention seht ihr bei Jesus, sich für solche Dinge zu interessieren? Warum haben wir so viel Interesse an solchen geheimen Dingen der Regierung und an Verschwörungstheorien und an solchen Dingen? Der Jesus hat in seinem ganzen Leben nicht einmal über unbewiesene Verschwörungstheorien gepredigt. Es war nicht sein Job. Obwohl er, wie wir sehen, sogar über geheime Möglichkeiten vermutlich verfügt hätte, weil eine seiner Jungen hätte sagen können, hey, der Herodes, der hat den Johannes ins Gefängnis gebracht. Wir sollten ihn mal ein bisschen an den Pranger stellen, oder? Und ich hätte mit ihm, mit ihrem Mann ein bisschen gesprochen. Du schau mal ein bisschen genauer, nicht wahr? In dem Finanzbericht nach. Hat er nicht gemacht. Jesus kann sowieso Gedanken lesen, stimmt, ja. Aber ich will den Punkt deutlich machen. Also wenn er das gesagt hätte, hätte er mit dieser Verbindung eine deutliche Quelle gehabt. Das wäre auch bei denen, sage ich mal, bei denen, die ihn nicht als Gott anerkannt hätten, das wäre belegbar gewesen, oder? Er hätte sagen können, er hätte seine PowerPoint-Präsentation mit Quellen versehen können. Hat er nicht gemacht. Und ich glaube, das ist ein Punkt, an dem wir alle ein bisschen auch unseren Kopf wieder ein bisschen gerade rücken müssen. Das Evangelium ist eine gute Nachricht und wir sollten uns nicht nur auf das Schlechte konzentrieren und das irgendwie versuchen herzuholen.

[34:30] Aber jetzt muss ich zum Ende kommen. Ich möchte mich noch einen Satz oder ein paar Sätze über die Maria Magdalena sagen. Die ist natürlich die bekannteste. Maria heißt eigentlich auf Hebräisch, heißt das jemand? Miriam. Alle Marias der Bibel heißt eigentlich Miriam. Sie kommt aus Magdala. Das ist Hebräisch Mikdal, der Turm. Und sie wird öfter nur im Neuen Testament erwähnt. Ihr wisst, sie erscheint Jesus, erscheint als erstes. Aber habt ihr mal darüber nachgedacht, was es heißt, dass ihr sieben Dämonen ausgetrieben worden sind? Das ist eine der bewegendsten Geschichten der Bibel. Ellen White kommentiert das, als sie dann über die Maria spricht, als sie Jesus die Füße salbt. Und ich will es ganz kurz nur anreißen, weil das mir mal schon in frühen Zeiten sehr viel geholfen hat. Sie sagt, Maria wurde als große Sünderin angesehen, aber Jesus kannte die Umstände, die ihr Leben geformt haben. Er hätte jeden Hoffnungsschimmer in ihrer Seele vernichten können, aber das tat er nicht. Er war es, der sie aus der Verzweiflung und dem Ruin emporgehoben hat. Jetzt kommt der Satz. Siebenmal hatte sie seinen Tadel an die Dämonen gehört, die ihr Herzen und ihr Denken kontrollierten. Das heißt auf deutsch, es waren nicht sieben Dämonen zugleich, die in ihr waren, denn dann hätte nicht Jesus siebenmal das gemacht. Wie oft braucht Jesus, um Dämonen auszutreiben? Einmal. Einmal kommt er zu einem Mann, der hat tausende Millionen, der sagt, wir sind Legionen. Und hat Jesus tausendmal gesagt, komm raus, komm raus, komm raus. Wie oft hat er das gesagt? Einmal und alle waren draußen. Das heißt, wenn Jesus siebenmal das gesagt hat, was heißt das? Der Dämon war drinnen und draußen. Und drinnen und draußen. Und drinnen und draußen. Und wieder da. Spätestens jetzt würde der Mensch anfangen zu sagen, das ist hoffnungslos oder? Und wieder draußen. Und wieder da. Diese Geschichte ist wahrscheinlich eine der ermutigendsten, wenn wir Sünden mit Sünden kämpfen, die wir immer und immer wieder tun und jedes Mal Befreiung erleben und dann wieder zurückfallen und vielleicht dann irgendwann dem Satan auf den Leim gehen und denken, es hat keinen Sinn. Jesus hat nicht gesagt, ich habe dich schon dreimal von diesem Dämon befreit, jetzt musst du mal selbst aufpassen. Jesus hat immer und immer wieder diesen Dämon ausgetrieben. Siebenmal. Und ihr wisst, in der Sieben steckt auch eine Symbolkraft. Das ist nicht ohne Grund, dass sie auch diese Geschichte, das ist extra mehrfach erwähnt. Das wird hier erwähnt, das wird am Ende der Evangelien erwähnt. Er hat siebenmal den Dämon, siebenmal das gerufen. Er hat wirklich um sie gekämpft. Und wenn es irgendetwas gibt in unserem Leben, wo wir denken, meine Güte, das kann ich nicht überwinden. Ich bin zwar frei geworden davon, aber ich falle immer wieder zurück. Das habe ich überwunden und dann falle ich wieder zurück. Dann ist diese Geschichte eine enorme Mutmachung, dass Jesus um uns kämpft. Und was meint ihr, warum die Maria Magdalena so dankbar war? Weil sie wusste, jeder andere hätte sie längst aufgegeben. Und kaum einer hat das begriffen, aber sie wusste, was Jesus für sie getan hat. Deswegen küsst sie ihm dann die Füße und wäscht ihm die Füße und alles mögliche.

[38:12] Aber in dem Vers heißt es explizit, es sind sieben Dämonen, sieben Dämonen aus ihr ausgefahren. Lass uns noch einen Satz zu Ende lesen und dann enden wir. "Sie hatte, jetzt hört mal zu, sie hatte seine starken Schreie zum Vater für sie gehört." Sie hat gehört, wie sehr Jesus zum Vater geschrien hat für sie. Und dann sagt sie, sie wusste, wie ekelhaft die Sünde für seine Reinheit war. Und in seiner Kraft hat sie überwunden. Wie hat sie überwunden? Sie hat irgendwann erkannt, wie sehr Sünde ihm verhasst ist. Und dann gibt es diesen berühmten Satz von Jesus, der hat mich auch sehr bewegt vor einigen Monaten. In dem, obwohl er Sünde mit vollkommenem Hass hasste, hat Jesus doch die Sünden der ganzen Welt auf seine Seele genommen. Ich weiß nicht, was du am meisten hasst. Jesus hasst nicht so sehr wie Sünde. Wir sagen so leicht, Jesus nahm die Sünde der Welt auf sich. Er hat sie gehasst, die Sünde. Er hasst sie mit einem vollkommenen Hass. Und trotzdem nahm er die Sünde, die er so sehr hasste, die ihm stank war. Er konnte sie nicht riechen. Es war ihm ekelhaft, die Sünde. Und trotzdem nahm er sie auf sich. Und die Maria Magdalena, die hat das begriffen, die hat verstanden, obwohl er die Sünde so hasst, will er mich davon befreien, indem er sie auf sich nimmt. Und das hat ihr den Kraft gegeben. Und es waren nur sieben Dämonen nicht mehr. Es hat aufgehört und sie war frei. Und sie war nachher eine Evangelistin für den Herrn. Und ich wünsche mir, dass wir alle diese Erfahrung machen, wie sehr Jesus um uns kämpft. Dass er uns frei macht, mit seinem Heiligen Geist erfüllt. Und egal, ob wir Mann, Frau, Jung, Alt sind, wir können alle fleißige Mitarbeiter und Nachfolger Jesu sein. Wollen wir uns das vornehmen im Namen Jesu? Dann wollen wir noch gemeinsam beten.

[40:12] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du diese Geschichten hast aufschreiben lassen, um uns zu ermutigen. Danke, dass wir sehen können, dass es kein Problem gibt, das für dich zu schwer ist. Und dass du die Geduld mit uns nicht verlierst. Und dass deine Liebe stärker ist und größer ist und tiefgehender ist als alles, was Menschen sich denken können. Du sagst, dass deine Gedanken nicht so sind, wie unsere Gedanken. Vergib uns, dass wir zu oft dich behandeln, als würdest du so denken, wie wir Menschen. Aber deine Gedanken sind höher, viel höher, so wie der Himmel weitaus höher ist als die Erde. Und Herr, das habe ich in meinem Leben erlebt. Und ich denke, viele von uns haben das in ihrem Leben deutlich erlebt. Schenk du uns jeden Tag aufs Neue die Gewissheit deiner Liebe und der Kraft deines Wortes, dass wir aus dankbarem Herzen dir nachfolgen. Mit dem, was wir haben, sei es viel oder wenig. Deine Mission unterstützen und die gute Nachricht vom Evangelium verbreiten. Wir möchten einmal bei dir sein. Und wir freuen uns schon jetzt auf diesen Tag. Hab Dank, dass du uns mit deinem Geist erfüllst. In deinem Namen, Herr Jesus, beten wir. Amen.

[41:23] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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