[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.tv.de. Ein herzliches Willkommen gilt auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries zur 10. Folge unseres Reformationsspezials zum Römerbrief. Wir wollen diesen gigantischen Brief des Paulus Vers für Vers chronologisch lesen und entsprechend biblisch kommentieren und analysieren und feststellen, was diese Botschaft gewesen ist, die auch den Martin Luther so fasziniert hat und die Reformation in Gang gesetzt hat.
[0:52] Das letzte Mal haben wir den zweiten Teil von Römer 10 und den ersten von Römer 11 angeschaut. Wir haben festgestellt, dass das Evangelium gepredigt werden muss, dass wir mit unserem Mund das Evangelium des Glaubens bekennen sollen und dass schon im Alten Testament dieses Evangelium in alle Welt gepredigt worden ist durch die Schöpfung und es hätte auch durch Israel geschehen sollen, aber Israel hat das nicht getan. Paulus stellt dann die große wichtige Frage: Ist Israel dann jetzt verworfen? Und er führt eine wichtige Idee ein, dass nämlich die Übrigen, diejenigen, die die Gnade Gottes in Christus angenommen haben, dass sie jetzt das Rest-Israel bilden, während die Anderen, die das Evangelium abgelehnt haben, als Gefäße der Unehre jetzt ausgebrochen sind. Er verwendet dieses Bild von einem Ölbaum, aus dem einige Zweige abgebrochen sind und dafür andere, stellvertretend für die Heiden, jetzt eingepfropft werden. Das heißt, Israel selbst als das Volk Gottes, das auf den Verheißungen an Abraham, auf dem Glauben an den Messias basiert, ist nicht verworfen worden, aber ein Großteil der Mitglieder Israels ist sozusagen ausgesondert worden, nur die Übrigen sind übrig geblieben und die Heiden werden jetzt eingepfropft. Und an der Stelle wollen wir heute weitermachen und weiter studieren, was der Paulus uns zu sagen hat.
[2:19] Aber wie wir es gewohnt sind, möchten wir natürlich mit einem kurzen Gebet beginnen. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen für den Römerbrief und für die Gelegenheit, ihn so gründlich zu lesen und zu studieren und daraus so wichtige Lektionen entnehmen zu können für unser Leben. Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig bist, dass wir dein Wort so verstehen, wie du es gemeint hast und dass wir das Evangelium in seiner Schönheit, in seiner Klarheit, in seiner Kraft erkennen und vor allem in unserem eigenen Leben anwenden. Bitte schenk du jetzt uns die Weisheit, die du verheißen hast, damit wir dein Wort in unserem Herzen aufnehmen können und danach leben können nach deiner Verheißung. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.
[3:07] Römer Kapitel 11, Vers 21: "Denn wenn Gott die natürlichen Zweige nicht verschont hat, könnte es sonst geschehen, dass er auch dich nicht verschont." Paulus macht hier einen gewichtigen Punkt. Die ethnischen Juden, die natürlichen Zweige, sind trotz ihrer vielen Privilegien am Ende aufgrund ihres Unglaubens, die wir in Römer 9 gesehen haben, nicht mehr zum Volk Gottes jetzt zugehörig. Wenn das bei den Juden mit ihren großen Privilegien geschehen kann, wie viel mehr erst dann bei den Heidenchristen? Das heißt, dieser Vers ist eigentlich die Begründung für die Ermahnung zur Demut, die wir in den Versen vorher, Vers 18 bis 20, gehabt haben. Und dieses "nicht verschont" kennen wir aus Römer 8, Vers 32, wo der Sohn Gottes nicht verschont worden ist, sondern wirklich die volle Strafe für die Sünde getragen hat, in seinem Fall natürlich ohne eigene Schuld. Also da ist eine tatsächliche, echte Trennung von Gott hier involviert. Gott sagt im Alten Testament, wenn er Jerusalem straft, wird er mit Sicherheit auch die Heiden strafen, wenn die dieselben Vergehen begehen.
[4:20] Und genau an der Stelle wollen wir weiterlesen, Vers 22: "So sieh nun die Güte und die Stränge Gottes, die Stränge gegen die, welche gefallen sind, die Güte aber gegen dich, sofern du bei der Güte bleibst, sonst wirst auch du abgehauen werden." Auch hier haben wir die ähnliche Idee noch einmal. Ganz offensichtlich ist Paulus nicht ein Vertreter der Idee, dass wenn man einmal gerettet ist, man immer gerettet ist, sondern man kann aus der Gnade fallen. Das wird aus Vers 21 deutlich und auch aus Vers 22. Hier in Vers 22 werden jetzt zwei Eigenschaften Gottes beschrieben: Einmal seine Konsequenz, das heißt die Stränge gegen die, welche nicht mit ihm leben möchten, und dann die Güte für alle, die ihn annehmen. Wir müssen bei Gottes Güte bleiben, ansonsten erleben wir ebenfalls seine Stränge. Und diese beiden Eigenschaften hängen nicht von irgendwelchen ethnischen, genetischen oder sonstigen Voraussetzungen ab. Das Wort für "Stränge" übrigens kommt von dem griechischen Wort für "Abschneiden". Und das erinnert uns an Matthäus 3, Vers 9 und 10, wo der Baum, der keine guten Früchte bringt, abgehauen wird, auch wenn in dem Fall die Gene von Abraham her stammen.
[5:33] Übrigens schließen sich Güte und Stränge nicht aus. Auch die gefallenen Israeliten haben sehr viel Güte erlebt, sie allerdings abgelehnt und das hat dann am Ende zur Stränge geführt. Gott hat Geduld auch mit den Rebellen, wie wir in Römer 9 gesehen haben, und hat auch für sie Güte bereit. In der Güte bleiben bedeutet mit Ausdauer das Gute wollen und tun, wie wir in Römer 2, Vers 7 ja schon gelesen haben. Wir müssen mit Geduld das Fruchtbringen, wir müssen im Wort Jesu bleiben, sagt die Bibel. Trotz der Schwierigkeiten im Glauben bleiben, sagt Apostelgeschichte 14. Und Paulus sagt in 1. Korinther 15: Wenn wir nicht im Glauben bleiben, war der vorherige Glaube umsonst. Wir sollen im Gutes tun nicht müde werden, Galater 6, Vers 9. Und im Herrn feststehen, 1. Thessalonicher 3. Wir haben Anteil an Christus, so sagt es Hebräer 3, Vers 14, wenn wir an der anfänglichen Zuversicht bis ans Ende festhalten. Hesekiel 18 sagt uns, wenn wir Gerechtigkeit getan haben und uns von der Gerechtigkeit wieder abwenden, müssen wir trotzdem sterben. Dieses Abhauen erinnert natürlich auch an Lukas 13, Vers 7, wo der Feigenbaum, der keine Frucht brachte, abgehauen wurde.
[6:53] Vers 23: "Jene dagegen, wenn sie nicht im Unglauben verharren, werden wieder eingepfropft werden, denn Gott vermag sie wohl wieder einzupfropfen." Hier ist ein sehr wichtiger Punkt, den wir nicht missen wollen. Das Volk Israel ist nicht so abgeschnitten, dass es für sie keine Gnade mehr gäbe. Es ist keine unwiderrufliche Sache. Wenn sich ihre Herzenseinstellung ändert, wenn sie statt Unglauben jetzt Glauben haben und den im Alten Testament verheißenen Messias Jesus Christus annehmen, werden sie genauso wieder eingepfropft. 2. Korinther 3, Vers 16 sagt: Wenn sich Israel zum Herrn bekehrt, kann es dann auch die Evangeliumsbotschaft im Alten Testament richtig verstehen.
[7:35] Vers 24: "Denn wenn du aus dem von Natur wilden Ölbaum herausgeschnitten und gegen die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, wieviel eher können diese, die natürlichen Zweige, wieder in ihren eigenen Ölbaum eingepfropft werden?" Das ist im Grunde genommen die Begründung für Vers 23. Wenn Gott sogar Heiden zu Gläubigen machen kann, die ja vorher vom Evangelium nichts wussten, die von diesem wilden Ölbaum kommen, wieviel mehr kann er dann diejenigen zu Gläubigen machen, die schon das Wort Gottes kennen und das Evangelium zumindest in seinen Symbolen und Bildern vom Alten Testament erkennen. Die können also den eigenen Ölbaum schnell wieder eingepflanzt werden. Und so erklärt sich natürlich auch, dass Paulus im Römer 1, Vers 16 sagt, dass das Evangelium für alle gilt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen. Die Juden haben keinen Nachteil bei der Akzeptanz des Evangeliums, ganz im Gegenteil.
[8:30] Vers 25: "Denn ich will nicht, meine Brüder, dass euch dieses Geheimnis unbekannt bleibt, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet. Israel ist zum Teil verstockend widerfahren, bis die Vollzahl der Heiden eingegangen ist." Nun, es geht um ein Geheimnis, das die Heiden vor dem Stolz bewahren soll. Nun, die Frage ist, was meint der Paulus hier? Genau, er scheint sich auf Vers 7 ja schon zu beziehen, wo er deutlich gemacht hat, dass nicht alle Israeliten das Evangelium angenommen haben, sondern nur diejenigen, die er als die Übrigen bezeichnet. Die anderen sind verstockt worden, die nicht zu den Übrigen zählen. Also der Punkt ist folgender: Man könnte das so paraphrasieren: Glaubt ja nicht, dass Gott ganz Israel verworfen hat und stattdessen euch Heiden als besseres Volk erwählt hat. Wenn das der Fall gewesen wäre, hätten die Heiden ja Grund zum Stolz gehabt. Ja, wir sind besser als die Juden, aber Paulus sagt: Nein, nein, nein. Sondern Israel ist nur zum Teil verstockt, ein Überrest, die Übrigen glauben sehr wohl an den Messias und bilden damit die Grundlage der Gemeinde. Und alle Heiden werden bis ans Ende nicht ein eigenes Volk, unabhängig von Israel sein, sondern sie werden immer in diesen alttestamentlichen Ölbaum des Evangeliums des Alten Testamentes hineingepfropft. Das heißt, die Heiden, die sich bekehren, ergänzen das Israel, das durch den Fall der meisten Israeliten stark geschrumpft worden ist. Israel war mal ein großes Ganzes. Durch den Abfall der meisten, durch die Kreuzigung und Verwerfung Jesu, ist Israel sehr geschrumpft auf einen kleinen Teil, die Übrigen. Und jetzt kommen die Heiden dazu, sodass aus dem Teil wieder eine Vollzahl wird.
[10:19] Diese Formulierung: "Ich will nicht, dass dieses Geheimnis unbekannt euch bleibt", ist eine typische Formulierung von Paulus. Und er warnt uns natürlich hier auch, dass wir die Heiden nicht für weise halten sollen. Da gibt es einige Sprüche, Texte und auch Jesaja 5 sagt: Wehe denen, die sich selbst für weise halten. Die Vollzahl der Heiden, Psalm 22, Vers 28: Aus allen Geschlechtern der Heiden werden sich Menschen zu Gott bekehren. Die Heiden werden den kommenden König glücklich preisen, Psalm 72, Vers 17. Die Heiden werden zum Berg Zion kommen, Micha 4. Und in Offenbarung 7, Vers 9, sah Johannes die Erlösten aus allen Sprachen und Nationen.
[11:06] Vers 26: "Und so, wie gerade beschrieben in Vers 25, wird ganz Israel errettet werden. Wie geschrieben steht: Aus Zion wird der Erlöser kommen und die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden." Auf die eben gerade beschriebene Art und Weise, durch das Hinzukommen der Heiden, wird ganz Israel, das geistliche Israel, errettet werden. Die Ungläubigen sind ausgebrochen oder ausgeschnitten worden. Dadurch blieb nur ein Überrest übrig. Die Sichtung hat Israel dezimiert. Aber die Heidenmission füllt jetzt quasi die leeren Plätze wieder auf. Also das ganze Geschehen am Kreuz und drumherum ist wie eine Sichtung für Israel gewesen. Die meisten haben quasi das Volk verlassen, sind zwar ethnisch noch Israeliten, aber bezüglich des Alten Testamentes, des Glaubens Abrams, keine Israeliten mehr. Nur ein Überrest ist übrig geblieben. Und dieser Überrest, der durch die Sichtung übrig geblieben ist, wird jetzt beauftragt mit der Mission und viele Heiden, die vorher nicht Teil des Volkes waren, nehmen jetzt ihre Plätze ein. Und so wird ganz Israel errettet werden.
[12:20] Und das hat natürlich gewaltige Parallelen auch zur Sichtung in der Endzeit. Wenn über die Hälfte des Volkes Gottes die Gemeinde verlassen wird, ein Überrest übrig bleiben wird, der dann in dem abschließenden Werk die Botschaft so vollmächtig unter dem Heiligen Rest verkündigen wird, dass viele die Plätze der Abgefallenen einnehmen werden, sodass dann ganz Israel ebenfalls errettet wird. Das ist also hier dieselbe Idee.
[12:53] Paulus zitiert erneut das Alte Testament, in dem Fall Jesaja 59, Vers 20: "Der Erlöser ist nämlich für Israel." Und jeder, der den Erlöser annimmt, ist demzufolge ein Israelit. Jesus hat ja sein Volk von den Sünden erlöst, Matthäus 1, Vers 27. Das Zitat geht noch weiter: "Und das ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde." Tatsächlich ist Jesaja 5, 21 der nächste Vers nach dem gerade zitierten Jesaja 5, 20. Das spricht ja auch von dem Bund. Allerdings scheint Paulus bei dem Rest des Verses wohl eher an Jeremia 31, Vers 31, 34 gedacht zu haben, wo jetzt die Sündenvergebung besonders betont wird. Der Bund mit Israel ist die Vergebung der Sünden. Demzufolge sind alle, die die Vergebung der Sünden erfahren haben, weil sie an Jesus geglaubt haben, wie wir in Römer 3 gelesen haben, sie sind Israel. Und alle, die nicht die Vergebung der Sünden erfahren haben, denn die Rituale der Tieropfer reichen dafür nicht aus, die gehören nicht zu Israel.
[14:02] Und so wird ganz Israel errettet werden, nämlich alle, die die Vergebung der Sünden durch den Glauben an den Messias erlebt haben. Ganz Israel ist errettet, wenn das Evangelium von Christus in alle Welt gegangen ist und jeder Aufrichtige sich für das Evangelium entschieden hat. Gott will unsere Übertretung austilgen. Er vergibt so, dass die Sünden unauffindbar werden. Und Johannes 1, Vers 29 sagt: Jesus nahm die Sünden der Welt hinweg.
[14:30] Vers 28: "Hinsichtlich des Evangeliums sind sie zwar Feinde um euretwillen, hinsichtlich der Auserwählung aber Geliebte um der Väter willen." Also bezogen auf das Evangelium selbst sind die jetzt ausgebrochenen Israeliten Feinde, da sie Jesus nicht glauben und die Erlösung nicht annehmen und sie stehen damit im großen Kampf auf der falschen Seite. Wie wir gesehen haben, in Vers 11 hat natürlich ihr Fall dennoch Gutes bewirkt. Sie sind zwar ein Gefäß der Unehre, aber sie sind ein Gefäß. Und Gott konnte auch das noch benutzen, sodass das Evangelium zu den Heiden ging. Und für die Feindschaft der Juden zur Zeit von Paulus gegen das Evangelium haben wir in der Bibel viele Beispiele. Apostelgeschichte ist voll davon.
[15:18] Und in 1. Thessalonicher 2, Verse 15 und 16 lesen wir, dass sie nicht nur die Propheten und dann auch Jesus dem Tod überliefert haben, sondern auch die Ausbreitung des Evangeliums verhindert haben. Dennoch sind sie Geliebte, und die Begründung dafür erschließt sich vor allem aus den nächsten Versen. Wir wollen das jetzt erstmal hier nur kurz andeuten. Sie sind Geliebte um der Außerwählung willen oder hinsichtlich der Außerwählung. Die Außerwählung, die haben wir in Vers 4 dieses Kapitels kennengelernt. Das ist die Gnadenwahl. Jeder kann sich für die Gnade Gottes entscheiden. Diese Gnade Gottes kann uns retten. Gott liebt ja auch seine Feinde. Das ist die entscheidende Lektion, die man jetzt hier nicht vergessen darf. In Römer 5, Verse 8 und 10 ist die Gnade Gottes ein Geschenk, der aus Liebe auch seinen Feinden macht. Das heißt, in diesem Sinne sind auch seine Feinde Geliebte, weil er nämlich verheißen hat, dass er allen die Erlösung anbieten möchte.
[16:15] Die Verheißung an die Väter schließen also alle Menschen ein, auch die abgefallenen Israeliten. Sie sind nicht für immer unerreichbar, sondern bezüglich der Verheißungen Gottes, die er im Alten Testament gab und die für alle gelten, sind sie Geliebte, denn Gott liebt sie trotz ihrer Sünde und will ihnen gerne Gnade geben. Paulus versucht hier zwei Dinge deutlich zu machen: Einmal, dass die genetischen Israeliten seiner Zeit nicht mehr das von Gott beauftragte Volk Gottes sind, das Evangelium in die Welt zu tragen, aber dass sie gleichzeitig nicht verworfen sind, nicht für immer verloren sind, sondern dass sie genauso Geliebte sind in dem Sinne, dass die Verheißungen des Evangeliums, die es seit dem Alten Testament gibt, für sie genauso gelten. Hinsichtlich der Väter, denn diese Väter haben ja diese Verheißungen bekommen. Gott liebt uns mit ewiger Liebe seit jeher und zieht uns zu, Jeremia 31, Vers 3. Und dass Gott die Sünden vergibt und besiegt, ist die Erfüllung der alten Verheißungen an die Väter, so sagt es Micha 7, Verse 18 bis 20. Schon die Erwählung kann uns, ob lag letztendlich oder basierte auf der Tatsache nicht, dass die Israeliten so gerecht waren, sondern dass Gott zu seinen Zusagen zu den Vätern stand.
[17:27] Vers 29: "Denn Gottes Gnadengaben und Berufung können ihn nicht reuen." Niemand ist so abgefallen, das ist jetzt der Punkt hier, niemand ist so abgefallen, dass er grundsätzlich außerhalb des Gnadenangebotes steht, wie es in 5. Mose heißt: "Und wenn du bis an das Ende des Himmels zerstreut wärst, würde Gott dich auch von dort wiederholen." Durch seine Gnade, die Israeliten sind nicht unwiederbringlich verworfen. Die Berufung steht jedem frei. Die Berufung ist ja Römer 8, Vers 28, dass wir Gott lieben. Und Gottes Verheißungen, die er den Vätern gab, sind für niemanden versperrt, denn Gott ist kein Mensch, dass er lügt oder wie ein Mensch bereut. Was er sagt, das tut er und Gott ändert sich nicht.
[18:16] Also was Paulus sagt ist, auch wenn die Israeliten sich von Gott getrennt haben, die ethischen Israeliten, die meisten von ihnen, weil sie Jesus abgelehnt haben, ändert Gott sich nicht und die Verheißung durch Jesus steht ihnen nach wie vor offen. Hinsichtlich der Verheißung, hinsichtlich der Erwählung sind sie immer noch Geliebte. Sie können das annehmen, aber hinsichtlich des Evangeliums, dessen, was jetzt gepredigt wird, sind sie Feinde, weil sie es abgelehnt haben und dagegen ankämpfen.
[18:44] Vers 30 und 31 machen jetzt diesen Punkt nochmal sehr deutlich, sodass man es nicht missverstehen muss. Es heißt hier: "Denn gleich wie auch ihr einst Gott nicht geglaubt habt, jetzt aber Barmherzigkeit erfahren habt, um ihres Unglaubens willen." Also Paulus wird jetzt hier in Vers 30, 31 die Juden und die Heiden vergleichen. Er fängt mit den Heiden an und sagt: Schaut mal, ihr wart einst ohne Glauben und Gott hat euch durch seine Gnadenwahl, seine Barmherzigkeit gegeben. Paulus erinnert immer wieder auch die Christen daran, dass sie früher Heiden waren. So in 1. Korinther 6, Verse 9-11 zum Beispiel, auch Kolosser 3, Vers 7, 1. Petrus 2, Vers 10: Die nicht ein Volk waren, haben die Barmherzigkeit Gottes erlangt. Und das gleiche sagt Paulus, gilt auch für die Israeliten selbst.
[19:30] Vers 31: "So haben auch sie jetzt nicht geglaubt, um der euch erwiesenen Barmherzigkeit willen, damit auch sie Barmherzigkeit erfahren sollen." Für sie gilt dasselbe. Es gibt also keinen Grund für die Heiden, sich über die Israeliten zu erheben. Die Israeliten leben nun ebenfalls im Unglauben durch die Ablehnung. Sie sind jetzt de facto auf derselben Stufe wie die Heiden vor ihrer Bekehrung. Es ist ein und dasselbe. Sie sind nicht tiefer gefallen als die Heiden. Sie stehen auch nicht mehr höher als die Heiden. Sie sind auf derselben Stufe wie alle anderen ethnischen Völker dieser Welt. Das ist die biblische Lehre über den Stand Israels nach dem Jahre 34 nach Christus, gemäß Römer 11 und dem ganzen Kontext.
[20:18] Das heißt, im Grunde genommen schließt sich hier die ganze Argumentation von Paulus. Zu Beginn des Briefes hat er ja von der Sündhaftigkeit der Heiden gesprochen, Kapitel 1. Dann von der Sündhaftigkeit der Juden, Kapitel 2. Und dann in Römer 3, Vers 9 zusammengefasst, dass sie alle unter der Sünde sind. Das ist jetzt genau das, was er hier sagt. Also der Paulus, der kommt immer wieder zu diesem Hauptpunkt zurück und bohrt sich immer tiefer hinein, immer dieselben Punkte vertieft. Und so wie alle Heiden und Juden Sünder sind, sind auch alle potenzielle Empfänger der Gnade Gottes. Sie können sie sich frei in Anspruch nehmen, wie Römer 3, Vers 22 gesagt hat. Ähnlich finden wir es auch in Galater 3, Vers 22, wo die Schrift alle unter der Sünde verschlossen hat.
[21:07] So steht es jetzt auch in Römer 11, Vers 32: "Denn Gott hat alle miteinander in den Unglauben verschlossen, damit er sich über alle erbarme." Also hier ist Paulus wieder an demselben Punkt angelangt, wie er schon in Römer 3 war, nur indem er jetzt sehr viel mehr erklärt hat, um das Ganze nochmal deutlich zu machen. Juden und Heiden sind beide Sünder. Juden und Heiden können beide das Evangelium annehmen durch Jesus Christus. Und dieses Wort "alle" hier, das ist eigentlich wörtlich die "allen". Das ist die Totalität der Menschen. Jesus zieht alle Menschen zu sich, Johannes 12, Vers 32. Und Gott wünscht sich, 1. Timotheus 2, Vers 4, dass alle Menschen gerettet werden.
[21:48] Und als der Paulus so dieses ganze Evangelium, diesen unglaublichen Erlösungsplan so beschreibt und jetzt wieder so quasi an den Ausgangspunkt zurückgekehrt ist und den Bogen ganz geschossen hat, da bricht er jetzt aus, inspiriert vom Heiligen Geist in diesen Aufruf, diesen Ausruf, angesichts dieser unglaublichen Tiefe des Evangeliums, Vers 33: "Oh, welche Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Gerichte und wie unausforschlich seine Wege!" Dieser ganze Blick in den Erlösungsplan, den wir jetzt von Römer 1, Vers 16 bis hier Römer 11, 32 vollzogen haben, der zeigt, es gibt dort Dimensionen, Tiefen, die der menschliche Verstand gar nicht erfassen kann. Gottes Wege und Pläne sind, die können gar nicht systematisch erklärt werden. Und der Paulus versucht gar nicht im Römerbrief jetzt alles systematisch, theologisch aufzulösen. Er versucht es nur immer besser zu verstehen und geht immer tiefer und stellt fest, je tiefer er gräbt, desto steht er ja immer erst noch vor einem unendlichen Ozean. Man kann das nicht vollumfänglich erfassen, man kann aber so viel sehen, dass man vor lauter Ehrfurcht und Begeisterung Gott einfach glaubt, weil es so überwältigend klar ist, was er sagt und von uns möchte.
[23:07] In der Bibel findet viele ähnliche Gedanken: Gottes Wunder und Pläne sind so zahlreich, dass man die nicht aufzählen kann. Gottes Werke sind groß, seine Gedanken sind sehr tief, Psalm 92, Vers 6. Gottes Werk kann von einem Menschen nicht von Anfang bis Ende ergründet werden, Prediger 3, Vers 11. Und trotzdem können wir durch die Liebe und Beziehung zu Gott so viel wie nur möglich von dieser unermesslichen Tiefe der Gedanken Gottes erfassen. Ja, wir sollen sogar, sagt Epheser 3, Vers 10, den himmlischen Welten etwas von der tiefen Weisheit Gottes demonstrieren. Und deswegen ist der Römerbrief so wichtig. Und dieser Reichtum, von dem es hier spricht, den haben wir ja schon in Römer 2, Vers 7 gesehen: Der Reichtum der Güte und Geduld, der Reichtum seiner Herrlichkeit in Römer 9, Vers 23. Und dieser Reichtum seiner Gnade ist die Basis der Erlösung. Die Bibel spricht auch von den unerforschlichen Reichtümern Christi. Und dieser Reichtum seiner Herrlichkeit bewirkt innere Stärkung durch den Heiligen Geist. Und in Christus sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen.
[24:07] Vers 34: Paulus begründet den folgenden Vers mit einer rhetorischen Frage. Gottes Denken kann nicht voll erfasst werden. Niemand hat ihn beraten, weil das würde bedeuten, dass jemand klüger ist als er selbst. Und im Grunde genommen ist das ein Zitat hier aus Jesaja 40, Vers 13, wo es im Kontext um die Verkündigung des Evangeliums geht, dass Gott zu seinem Volk kommt und alles Fleisch für die Herrlichkeit Gottes sehen. Und Gott wird wie ein Hirte sein Volk führen. Alles das führt natürlich zu Johannes 1 und Johannes 10, Vers 35.
[24:49] Eine weitere rhetorische Frage: "Oder wer hat ihm etwas zu vorgegeben, dass es ihm wieder vergolten werde?" Diesmal zitiert Paulus aus Hiob 41, Vers 3. Das ist Gott, der dort selbst spricht. Paulus zitiert übrigens hier mal nicht aus der griechischen Übersetzung, die etwas anders übersetzt, sondern aus dem Aramäischen. Gott ist von niemandem in irgendeiner Weise abhängig. Und das bedeutet, dass er Güte erweisen kann, wem er möchte, Matthäus 20, Vers 15.
[25:19] Und dann kommt der Schlusssatz unter diesen kolossalen Gedankengang, den wir jetzt seit etlichen Wochen hier nachzuvollziehen suchen. Vers 36: "Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge. Ihm sei die Ehre in Ewigkeit." Man fühlt sich ja nicht an Kolosser 1, Verse 15, 17, wo dasselbe über Christus gesagt wird, der alles geschaffen hat, dem alles gehört und für den alles gemacht ist. Und alles besteht durch ihn. Das alles ist durch das Wort des Herrn gemacht, sagt Psalm 33, Vers 6. Gott hat alles für sich gemacht, Sprüche 16, Vers 4. Er besitzt das Königreich und die Kraft in Ewigkeit. In Gott haben wir unsere Existenz. Gott ist das A und O, Offenbarung 21, Vers 6. Alles kommt von Gott, von Jesus Christus. Und deswegen gebührt ihm die Ehre. Und das endet an Offenbarung 14, Verse 6 und 7, wo das ewige Evangelium darin besteht, dass wir Gott fürchten und ihm die Ehre geben.
[26:17] An der Stelle macht Paulus einen Punkt. Dieses "Amen" ist an dieser Stelle so ein Punkt, nachdem diese gigantische Darstellung des Evangeliums jetzt erstmal ein Ende gekommen ist. Und Paulus beginnt jetzt für den Rest des Briefes eine praktische Übersetzung in den Gemeindealltag vorzunehmen. Was bedeutet diese tiefe theologische Wahrheit? Was bedeutet dieser Erlösungsplan für uns Gläubige praktisch? Nach dieser langen theologischen Erläuterung über das Evangelium, das Volk Gottes, geht es jetzt um die Frage, was kann der Gläubige tun angesichts dieser überwältigenden Liebe, dieser überwältigenden Weisheit und dieser überwältigenden Gnade Gottes.
[27:08] Und so spricht Paulus jetzt die Gläubigen direkt an. Römer 12, Vers 1: "Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, gottwohlgefälliges Opfer. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst." Nur das Wort "vernünftiger Gottesdienst" heißt eigentlich "logikos". Das könnte man sagen, dem Wort gemäß, und deswegen ist es richtig, wenn Leute auch auslegen, dass hier der Gottesdienst auf dem Wort basieren sollte. Aber das Wort "logikos" heißt eigentlich wörtlich übersetzt "folgerichtig", "logisch". Was also Paulus sagt ist, das, was hier steht, wäre die logische Konsequenz. Es wäre die logische Art und Weise, Gott zu dienen, angesichts dessen, was wir gerade in Römer 1, 16 bis 11, 36 studiert haben. Wir sollen uns selbst geben. Die richtige Antwort auf Gottes große Güte und Geduld ist, dass wir unser Leben eben weihen als ein lebendiges Opfer.
[28:07] Dieses "Ich ermahne euch" ist eine typische Paulus-Phrase, die man auch oft kennt. Angesichts der Barmherzigkeit, wenn wir uns bewusst ist, wie viel uns vergeben worden ist, dann werden wir auch viel lieben. Und Paulus hat selbst geschrieben, dass er Christus durch seinen Leib repräsentieren wollte und preisen wollte. Besser gesagt, Philipper 1, Vers 20. Was ist dieses heilige, gottwohlgefällige, lebendige Opfer? Schon im Alten Testament lesen wir, dass Gott loben und ihm danken Gott mehr gefällt als ein geopfertes Tier, das stirbt. Hosea 14, Vers 2 wird das Sündenbekenntnis als ein geistliches Opfer dargestellt. Gutes tun und vor allem Gott danken sind geistliche Opfer. Wir sollen geistliche Opfer bringen, sagt 1. Petrus 2, Vers 5. Unser Reden und Denken soll Gott wohlgefällig sein. Das heißt, die Idee ist, das alttestamentliche Israel hatte einen speziellen Gottesdienst, in dem die Opfer getötet worden sind. Dieser Gottesdienst war ja auch in Römer 9, Vers 3 dargestellt worden. Und jetzt gibt es immer noch ein Volk Gottes, das den Glauben des Alten Testamentes hat, aber der Messias ist gekommen. Und Paulus sagt, die logische Schlussfolgerung ist deswegen, dass wir jetzt geistliche Opfer bringen, lebendige Opfer und zwar uns selbst. Das ist die logische Schlussfolgerung des Evangeliums. Die Opfer sind nicht abgeschafft, die Opfer sind geistlich. Und wir selbst sollen die Opfer bringen, sollen ein Opfer sein, unser ganzes Leben.
[29:34] Vers 2: "Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist." Paulus erklärt jetzt, der gläubige Christ wird nicht mehr leben wie die Welt. Sein Denken muss völlig umgewandelt werden. Nur dieser erneuerte Sinn kann überhaupt erkennen, was Gottes Wille ist. Wie viele Menschen fragen sich, wie viele Christen: Was ist Gottes Wille? Hier ist die Lösung: Wir müssen einen erneuerten Sinn haben. Wir dürfen nicht der Menge zum Bösen folgen, sagt schon 2. Mose 32. Die Israeliten wurden immer wieder darauf hingewiesen, nicht die Praktiken der Kanaaniter zu imitieren. Jesus sagt, die Welt hasst ihn. Die Gläubigen, so sagt Jesus, sollen nicht von der Welt sein, obwohl sie in der Welt sind. Die Weisheit der Welt ist Torheit bei Gott, 1. Korinther 3, Vers 19. Die gegenwärtige Welt ist böse, Galater 1, Vers 4. Der Lauf dieser Welt wird von Satan bestimmt, Epheser 2, Vers 2. Die Religion besteht darin, sagt Jakobus 1, 27, dass wir uns von der Welt unbefleckt halten. Freundschaft mit der Welt ist Feindschaft mit Gott, sagt Jakobus 4, Vers 4. In der Welt ist Begierde, in der Welt ist Augenlust, Fleischlust und Hochmut. Deswegen sagt Paulus, wir dürfen als Christen dem nicht mehr folgen.
[30:42] Unser Herz muss neu geschaffen werden, wie Psalm 51, Vers 12 sagt. So wie Hesekiel 36, Vers 26 sagt, dass uns ein neues Herz gegeben werden soll, dass wir Gottes Geist bekommen. In Christus sind wir eine neue Kreatur, 2. Korinther 5, Vers 17. Und durch die Wiedergeburt wird uns der Heilige Geist neu gegeben.
[31:01] Was ist dieser gute Wille Gottes? Erinnern wir uns, Paulus hat in Römer 7, Vers 12 gesagt, dass das Gesetz, das Alte Testament, die Bibel und das Gebot im Besonderen, die 10 Gebote, heilig, gerecht und gut sind. Sie sind Gottes Wille. Nur wer wiedergeboren ist, nur wer den Heiligen Geist in seinem Leben hat, nur wer ein neues Denken hat, wird überhaupt erst erkennen können, was die wahre Bedeutung der 10 Gebote, was die Bedeutung der Bibel im Allgemeinen für sein Leben ist. Nur der Wiedergeborene erkennt darin Gottes eigentlichen Willen. Und Gottes Wille ist unsere Heiligung, so sagt es 1. Thessalonicher 4, Vers 3. Und wir sollen vollkommen und fest im Willen Gottes stehen, 1. Korinther 4, Vers 12. Dass Gottes Gesetz gut ist, wird auch in Psalm 19 zum Beispiel deutlich gesagt, Vers 3.
[32:05] Diese Erneuerung des Sinnes betrifft vor allem die eigene Selbsteinschätzung. Der un-bekehrte Mensch denkt immer höher von sich, als er es denken sollte. Das hat mit Luzifer angefangen im Himmel. Er zu Satan wurde und deswegen mahnt er Paulus zur Bescheidenheit. Er sagt das aufgrund der ihm gegebenen Gnade, ein Hinweis auf sein Apostelamt, wie wir aus Römer 1, Vers 5 wissen. Diese Gnade erbekommen, um das Evangelium den Heiden zu predigen, Epheser 3, Verse 7 und 8. Nun, diese Ermahnung zur Bescheidenheit knüpft natürlich an Römer 11 an, wo Paulus ja auch schon den Heiden gesagt hat, dass sie sich nicht für weise halten sollen. Denn Hochmut kommt vor dem Fall, sagt die Bibel. Der Pharisäer, der sagt: Ich bin besser als der Sünder, ist das Negativbeispiel. Alles, was wir haben, haben wir von Gott. Es gibt keinen Grund, sich zu rühmen. Wer sich selbst überschätzt, der betrügt sich selbst, Galater 6, Vers 3. Und Gott widersteht dem Stolzen, aber gibt dem Demütigen Gnade.
[33:00] Und was ist dieses Maß des Glaubens? Paulus leitet hier jetzt den Gedanken der nächsten Verse ein. Es geht darum, dass jeder in der Gemeinde verschiedene Dienste hat und jedes Glied im geistlichen Körper ein bestimmtes Maß an Leistungsfähigkeit, wie wir jetzt sehen werden und wie Epheser 4, Vers 16 sagt.
[33:19] Vers 4: "Denn gleich wie wir an einem Leib viele Glieder besitzen, nicht alle Glieder aber dieselbe Tätigkeit haben, also..." Paulus wendet jetzt diese Idee auf die praktische Gemeindearbeit an und führt dazu ein Gleichnis an. Der Körper hat verschiedene Körperteile. Nicht alle haben dieselbe Tätigkeit. Ein Bild, das er oft verwendet, auch in 1. Korinther 12, in Epheser 4 usw. Jetzt kommt die geistliche Anwendung dieses Gleichnisses in Vers 5: "So sind auch wir, die vielen, ein Leib in Christus und alle einzelne untereinander Glieder." Gemäß der Analogie haben also nicht alle Gläubigen dieselbe Aufgabe und Funktion. Deswegen ist es nämlich leicht möglich, dass sich einige über die anderen erheben, weil sie manche Dinge gut können, die andere nicht gut können und sie deswegen denken, dass sie die besseren Christen sind. Was aber nicht der Fall ist, wenn man weiß, dass jeder einzelne Gläubige seine bestimmte Aufgabe und Funktion hat, die eben anders ist als die meine. Die Gemeinde ist der Leib Christi, Epheser 1. Christus ist das Haupt der Gemeinde und durch das Haupt sind alle Glieder mit dem Kopf...
[34:21] Alle Glieder sollen mit dem Kopf verbunden sein. Kolosser 2, Vers 19. Durch die Taufe gehören wir zu dem Leib. Es gibt nur einen Leib, sagt die Bibel, in 1. Korinther 12. Und wenn wir alle Glieder an einem Leib sind, werden wir anders miteinander umgehen, wenn uns das bewusst ist.
[34:38] Vers 6: "Wir haben aber verschiedene Gnadengaben gemäß der uns verliehenen Gnade. Wenn wir Weisheit haben, so sei sie in Übereinstimmung mit dem Glauben." Übrigens, die Geistesgaben, sagt die Bibel sehr deutlich, in 1. Korinther 10, 1, Verse 5-7, sind bis zur Wiederkunft Jesu gegenwärtig. Die Glieder haben verschiedene Geistesgaben und Paulus zählt jetzt einige auf. Er fängt an mit der Gabe der Weissagung, die mit dem Glauben übereinstimmen soll und also geprüft werden muss. Übrigens, sagt die Bibel auch, dass ohne die Liebe all die Gnadengaben nichts nützen und wir diese Gaben zur Ehre Gottes einsetzen sollen, 1. Petrus 4, Verse 10 und 11. Wenn wir verstehen, dass unsere Fähigkeiten Gnadengaben sind, dann werden wir uns auch nicht mehr erheben. Wir müssen verstehen, dass das alles Gnade Gottes ist, was wir in der Gemeinde tun können. Die Gabe der Weissagung ist eine wichtige Gnadengabe. Jesus hat ja schon weitere Propheten angekündigt. Wir finden etliche dann im Neuen Testament: Agabus, die Prophetin Antiochia, Judas, Silas, die vier Töchter der Prophetinnen. Die Gabe der Weissagung wird als besondere Gabe herausgestellt. In 1. Korinther 14, sie muss geprüft werden, sie dient zur Lehre und zur Ermahnung. 1. Thessalonicher 5, Vers 20 sagt, die Gabe der Prophetin soll nicht verachtet werden. Und in der Endzeit, steht nicht im Sendemanuskript, aber wissen wir vermutlich, in der Endzeit, Offenbarung 12, Vers 17, spielt die Gabe der Prophetin, die Gabe der Weissagung, gemäß Offenbarung 19, Vers 10, eine entscheidende Rolle und ist ein Kennzeichen der Gemeinde Gottes.
[36:14] Vers 7: Werden zwei weitere Gnadengaben hier erwähnt. "Wenn wir einen Dienst haben, so geschehe er im Dienen, wer lehrt, der diene in der Lehre." Also es geht um den Dienst, wörtlich die Diakonie und auch um die Lehre. Da lesen wir zum Beispiel, dass die Leviten im Alten Testament die Lehrer waren. Samuel blieb ein Lehrer, auch nachdem er sein offizielles Amt als Richter abgeben musste. Das Lehren, so sagt Psalm 51, Vers 15, hat das Ziel, dass sich Sünder bekehren. Der Missionsauftrag in Matthäus 28 beinhaltet, dass Lehrer unterstützt werden sollen und die Fähigkeit zu lehren gehört zu den Qualifikationen eines Gemeindeleiters.
[36:57] Weitere Gaben finden wir in Vers 8: "Wer ermahnt, diene in der Ermahnung. Wer gibt, der gebe in Einfalt. Wer vorsteht, tue es mit Eifer. Wer Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit." Der Punkt ist also hier nicht, Paulus gibt hier nicht eine Liste von Wahlämtern, sondern manche dieser Dinge sind scheinbar verantwortungsvolle Positionen, die durch die Gemeinde gewählt werden müssen. Andere sind ganz simple Dinge. Er will also damit zeigen, ganz egal, was du machst, ob du ein Vorsteher bist, ein Leiter oder ob deine Gabe darin besteht, dass du gibst oder dass du Barmherzigkeit übst. Das ist alles wichtig, gehört alles zum Körper. Ganz egal, ob du auf einer Gemeindewahlliste stehst oder ob du einfach nur jemanden unterstützt. All das ist Gnadengabe. Alles gehört zum Leib und alles ist wichtig. Und vom Geben lesen wir im Alten Testament: Wir sollen gerne geben, denn es wird immer Bedürftige geben. Und das Ermahnen war übrigens ganz üblich im Gottesdienst der Synagoge, wie wir aus Apostelgeschichte 13 lernen. Vorsteher sind vom Heiligen Geist eingesetzt, Apostelgeschichte 20, Vers 28, und sollen die Gemeinde hüten. Sie sollen wertgeschätzt werden, 1. Thessalonicher 5, sollen ihrer eigenen Familie gut vorstehen, 1. Timotheus 3. Sie haben die Aufgabe, insbesondere das Wort Gottes zu verkündigen und sollen nicht nur dabei auch Vorbilder sein, müssen dann Rechenschaft abgeben für die Gemeindeglieder unter ihrer Verantwortung. So alles in Hebräer 13, Verse 7 und 17. Und dann auch soll das mit Eifer geschehen. Wir sollen nämlich, so sagt uns Prediger 9, Vers 10, die vor uns liegenden Aufgaben auch anpacken.
[38:36] Nun beginnt Paulus ab Vers 9 eine ganze Reihe von praktischen, kurzen Hinweisen zum christlichen Leben, die so kurz sind, dass man das fast gar nicht gewohnt ist von Paulus, der vorher in den anderen Kapiteln so lange komplizierte Sätze geschrieben hat. Aber hier sieht man, Paulus kann auf den Punkt praktisch simpel schreiben, sodass jeder es verstehen kann. Lesen wir in Vers 9: "Geheuchelte Bruderliebe finden wir bei Joab, der Amasa küsste und dann tötete." Hesekiel 33, Vers 31. All das zeigt, es gibt geheuchelte Liebe. Aber das Ziel des Gebots Gottes ist Liebe aus reinem Herzen, 1. Timotheus 1, Vers 5. Echte Liebe entsteht, wenn wir durch den Heiligen Geist der Wahrheit gehorchen, 1. Petrus 1, Vers 22. Und Johannes sagt uns in 1. Johannes 3, Vers 18, dass wir nicht mit Worten, sondern mit Tat und Wahrheit lieben sollen. Das Böse hassen, wörtlich heißt hier das Böse verabscheuen. Das ist die Definition der Gottesfurcht, in Sprüche 8, Vers 13. Der Hass, das Böse, Psalm 97, Vers 10. Jesus hat Gerechtigkeit geliebt und Ungerechtigkeit, Gottlosigkeit, gehasst. Und wir sollen festhalten, alle Zeiten nach dem guten Trachten, so sagt Paulus in 1. Thessalonicher 5, Vers 15.
[40:03] Vers 10: "Eintracht und Einheit der Geschwister ist kostbar." Psalm 133, Vers 1. Jesus hat uns geboten, dass wir uns als Geschwister lieben. Die Urgemeinde war ein Herz und eine Seele, lesen wir in Apostelgeschichte 4, Vers 32. Wir sollen einander in der Liebe dienen, Galater 5. Es ist etwas, das Gott uns selbst lehrt. In 1. Thessalonicher 4, Vers 19. Wir sollen an der brüderlichen Liebe festhalten. Wir sollen mit reinem Herz einander dienen, 1. Petrus 1. 1. Johannes 2. Wer seinen Bruder hasst, der ist noch in der Finsternis. Wer Gott liebt, liebt auch seinen Bruder. Ansonsten lügt er, 1. Johannes 4, Vers 21.
[40:50] Ehrerbietung. Kennen wir von Abraham, der dem Lot den Vortritt ließ. Es zeigt sich auch darin, dass die Leiter dienen sollen, so wie Jesus das in Matthäus 20, Vers 26 sagt. Lukas 14, Vers 10. Wir sollen anderen die besten Plätze anbieten, Philipper 2, Vers 3. Den anderen höher achten als sich selbst, einander unterordnen, 1. Petrus 5, Vers 11.
[41:13] Im Eifer lasst nicht nach. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn. Dieses "brennend im Geist" ist vielleicht ganz interessant. Römer 5, Vers 5. Der Heilige Geist bringt uns die Liebe Gottes ins Herz. Die Liebe Gottes ist ein Feuer, so sagt es Hohelied 8, Vers 6. Apollos war brennend im Geist, Apostelgeschichte 18, Vers 25. Leider verlor die Urgemeinde später ihre erste Liebe. Nur durch Gottes Gnade können wir ihm mit Ehrfurcht dienen.
[41:44] Vers 12: "Seid fröhlich in Hoffnung. In Bedrängnis haltet Stand. Seid beharrlich im Gebet." Die Hoffnung der Gerechten ist Freude. Wir können uns freuen in dem Herrn, unsere Erlösung. Selbst in der Verfolgung dürfen wir uns freuen. Wir dürfen uns freuen, dass unser Name im Buch des Lebens steht. Wir sollen uns im Herrn freuen. Die Hoffnung der Erlösung ist unser Helm. Apollos sagt in 1. Thessalonicher 5, Vers 16: "Freut euch allezeit." Und diese Freude, diese Hoffnung. Freut euch allezeit. Und diese Freude sollen wir bis ans Ende festhalten.
[41:19] Beharrlich im Gebet. Auch da finden wir viele Stellen in der Bibel. Psalm 55. Wir sollen regelmäßig mit Gott im Gebet ringen. Jesus hat ein Gleichnis gegeben von dem unablässigen Beten in Lukas 18. Die Urgemeinde, sagt Apostelgeschichte 2, war ständig im Gebet. Die Apostel beteten ständig. Und so auch dann für den Gefangenen Petrus in Apostelgeschichte 12. Apollos sagt: Betet ohne Unterlass. Und wir können mit allen unseren Angelegenheiten zu Jesus kommen. Jesus selbst hat intensiv gebetet. Und wir sollten das tun. Gerade angesichts des Endes.
[42:54] 1. Petrus 4, Vers 13: "Nehmt Anteil an den Nöten der Heiligen. Übt willig Gastfreundschaft." Das war die Praxis der Urgemeinde, wie wir lesen. Und Galater 6, Vers 10 sagt, wo wir Gelegenheit Gutes tun sollen, besonders an unseren Glaubensgeschwistern. Und wer sich einem Bruder verschließt, hat nicht die Liebe Gottes im Herzen, so sagt es 1. Johannes 3, Vers 17. Für die Gastfreundschaft kennen wir natürlich die Geschichten von Abraham und Lot. Hebräer 13, Vers 2 sagt, dass einige unwissentlich Engel unterhalten haben. Und das gehört unter anderem auch zu den besonderen Aufgaben der Leiter, der Gemeindeleiter, gastfrei zu sein.
[43:29] Vers 14: "Segnet die euch Verfolgen. Segnet und flucht nicht." Paulus macht das sehr deutlich. Christen sollten ihre Feinde und Verfolger lieben, so wie Gott, der ja auch seine Feinde geliebt hat. Siehe Römer 5, Verse 8 und 10. Sie sollen nicht fluchen, sondern segnen. Jesus sagte in Matthäus 5, Vers 44, dass wir unsere Feinde lieben sollen. Jesus selbst bat am Kreuz für seine Peiniger. Genauso wie Stephanus in Apostelgeschichte 7. 1. Thessalonicher 5, Vers 15 sagt, wir sollen Böses nicht mit Bösem vergelten. So auch 1. Petrus 3, Vers 9.
[44:03] Vers 15: "Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden." Der Christ, der im Herzen bekehrt ist, wird sich emotional in die Lage seiner Mitmenschen hineinversetzen. Er wird Empathie haben, mit ihnen sympathisieren. Darum geht es auch beim christlichen Leben. Wenn ein Glied leidet, leiden alle, sagt 1. Korinther 12, Vers 26. Jeremia war traurig, als er den Zustand Jerusalems erfuhr. David trauerte mit den Kranken, sagt er selbst in Psalm 35, Verse 13, 14. Jeremia weinte für und um das Volk.
[44:41] Vers 16: "Seid gleichgesinnt gegeneinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen." Oder auch zu dem Niedrigen, je nach Übersetzung. Haltet euch nicht selbst für klug. Paulus fordert die Römer auf, eines Sinnes zu sein. Und schon in Jeremia 32 hat Gott verheißen, dass er seinem Volk ein Herz und einen Wandel geben möchte. Die Urgemeinde war einig, wie wir gesehen haben. In der Apostelgeschichte 4, 1. Korinther 1, Vers 10, Paulus ermahnt die Gläubigen, dass alle mit einer Stimme reden sollten, damit keine Spaltung ist. Wir sollten als Gläubige gleichgesinnt sein, Philipper 2, Verse 2 und 3, indem wir einer den anderen höher achten als uns selbst. Petrus ruft uns auch dazu auf, einen Sinn zu haben, in 1. Petrus 3, Vers 8.
[45:30] Wenn das heißt, haltet euch zu den Niedrigen oder zu dem Niedrigen, dann meint das Griechische eigentlich, dass das Niedrige oder die Niedrigen solch eine Anziehungskraft haben für Christen, dass sie sich nicht abgestoßen fühlen. Der un-bekehrte Mensch fühlt sich von dem Niedrigen abgestoßen. Er will lieber besser darstehen. Er ist sich zu schade, um mit dem Niedrigen etwas zu tun zu haben. Aber der Christ wird aufgrund der Erfahrung, dass Gott den Sünder nicht für zu niedrig gehalten hat, sondern sich nicht zu schade war, für uns dieses gigantische Opfer zu bringen, deswegen wird der Christ auch kein Problem haben, demütig zu leben und mit den Niedrigsten der Niedrigsten Gemeinschaft zu haben. Alles, was irgendwie nach Kaste und nach sozialen Schichten aussieht, ist dem Christen inakzeptabel.
[46:26] Trachtet nicht nach hohen Dingen. In Jeremia 45, Vers 5 wird dem Baruch gesagt, dass er nicht Großes begehren sollte. Die Jünger wollten unbedingt wissen, wer ist der Größte im Reich Gottes und wurden dann belehrt. Und Leiter sollten nicht wie Herrscher sein.
[46:44] Vers 17, letzter Vers für heute: Wiederum macht Paulus diesen Punkt deutlich, dass der Christ nicht Böses zurückschlägt, wenn ihm Böses widerfährt. Das Leben eines Christen sollte so sein, dass sogar die Nichtchristen, wenn sie denn ehrlich und objektiv sind, zugeben müssen, dass der Christ wirklich das Gute will und das Gute tut. Das Böse nicht vergelten, Sprüche 20, Vers 22, sagt: Vergelte nicht das Böse, warte auf Gott, der wird dich retten. Jesus sagt, wir sollen lieber die andere Wange hinhalten. Und auf das bedacht sein, was vor den Menschen, nicht nur vor Gott, sondern vor den Menschen recht ist, das sagt uns Paulus in 2. Korinther 8, Verse 20 und 21. Wir sollen auch gegenüber den Weltmenschen weise sein und deswegen auch zum Beispiel unsere Mitgläubigen nicht vor Gericht bringen. Wir sollen den Anschein des Bösen vermeiden, 1. Thessalonicher 5, Vers 22, und so leben, dass das Wort Gottes nicht verlästert wird, so dass selbst wenn man uns verleumdet, unsere guten Werke ein Zeugnis dafür ablegen, dass irgendwann später diese Heiden feststellen: Ja, was wir verleumdet haben, war tatsächlich falsch, so sagt es Petrus in 1. Petrus 2, Verse 12 und 3, Vers 16.
[48:03] Halten wir fest: Paulus gibt hier jetzt in diesem Abschnitt sehr einfach zu verstehende, sehr klare, sehr praktische Anweisungen für das christliche Leben. Und was vielleicht so interessant ist, ist, dass so viele Christen sich über die genaue Bedeutung mancher kontroverser Passagen in Römer 5 und Römer 7 und Römer 11 und Römer 9 streiten und gleichzeitig dieses Offensichtliche nicht tun. Wahrscheinlich wäre das Christentum und wäre auch unsere Gemeinde gut beraten, einfach das, was hier so unmissverständlich steht, einfach eins zu eins umzusetzen, dann würde es wahrscheinlich auch mit mancher schwierigen Passage in den ersten Römer Kapiteln gut klappen. Es ist nicht kurios, dass so viele seit so vielen Jahrhunderten versuchen, die erste Hälfte des Römerbriefes genauestens theologisch zu durchdringen und dann wird aber die Umsetzung dessen, wie hier in Römer 12 es steht, einfach vernachlässigt. Was nützt es, wenn wir das Griechische richtig genau verstehen, aber das, was hier steht, nicht tun?
[49:09] Paulus hat zwar gezeigt, dass er das Evangelium in die tiefsten Tiefen ausloten kann, ein bisschen zeigen kann, wie tief es ist. Das war ja unfassbar, aber gleichzeitig zeigt er, dass er sehr wohl in der Lage ist, uns unmissverständliche, klare, simple, fast einfache Anweisungen für das christliche Leben zu geben. Niemand wird am Ende sagen können, der Paulus war zu kompliziert. Es ist so einfach und die Herausforderung heute für uns ist, nicht nur dieses Evangelium in seiner Komplexität zu betrachten in den ersten Kapiteln, sondern dann auch zur Praxis überzugehen. Das umzusetzen, das anzuwenden, unser Leben angesichts dieser Liebe Gottes, dieser Barmherzigkeit als ein Opfer zu geben und nicht mehr hoch von uns selbst zu denken, sondern zu verstehen, dass wir alle von Gott begnadigt sind, dass wir alles von ihm erhalten haben, dass wir für ihn geschaffen sind, durch ihn geschaffen sind und dass wir jetzt diese einfachen Prinzipien des christlichen Lebens durch seinen Heiligen Geist umsetzen können. Gott segne dich dabei, ein Licht zu sein, ein echter Christ zu sein im Sinne des Römerbriefes, nicht nur theologisch, sondern praktisch. Und ich freue mich, wenn wir uns nächste Woche wiedersehen, um dann hier an dieser Stelle weiter zu studieren, noch mehr praktische Anwendungen des Paulus kennenzulernen. Bis dahin Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.