In dieser 13. und letzten Lektion der Cannstatt Study Hour zur Apostelgeschichte erleben wir den Höhepunkt: die dramatische Reise nach Rom. Olaf Schröer führt uns durch die Ereignisse und zeigt auf, wie wir von der Hingabe und Einsatzbereitschaft der Urgemeinde lernen können, um das Evangelium auch heute zu verkündigen.
Die Apostelgeschichte (CSH 2018 Q3): 13. Die Reise nach Rom
Olaf Schröer · Cannstatt Study Hour 2018 Q3: Die Apostelgeschichte ·Themen: Apostelgeschichte, Bibel, Bibelstudium, Neues Testament, RömerPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Cannstatt Study Hour
Wir laden verschiedene Sprecher ein um mit uns gemeinsam die Studienhefte der Sabbat Schule des aktuellen Quartals zu studieren. Neue Folgen wöchentlich!
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
- Cannstatt Study Hour 2017 Q4: Der Römerbrief (Reformations-Spezial)
- Cannstatt Study Hour 2018 Q1: Haushalterschaft – Motive des Herzens
- Cannstatt Study Hour 2018 Q3: Die Apostelgeschichte
- Cannstatt Study Hour 2018 Q4: Einheit in Christus
- Cannstatt Study Hour 2019 Q1: Die Offenbarung
- Cannstatt Study Hour 2019 Q2: Familien Zeiten
- Cannstatt Study Hour - Spezial 2019 Q4: Esra & Nehemia
- Cannstatt Study Hour 2020 Q2: Wie legen wir die Bibel aus?
Weitere Aufnahmen
Serie: Cannstatt Study Hour 2018 Q3: Die Apostelgeschichte
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Transkript
[1:00] Herzlich willkommen zu unserem 13. Thema der Serie Die Apostelgeschichte. Es ist ein Teil der Cannstatt Study Hour und wir haben dieses Viertel, ja, Die Apostelgeschichte durchgenommen, ganze 13 Wochen lang hindurch. Und heute haben wir das letzte Thema, den Höhepunkt, Lektion Nummer 13, die Reise nach Rom. Ich kann übrigens auch empfehlen, um dieses Thema noch mal ein bisschen zu vertiefen, gerade dieses ganze Viertel haben wir ja sehr viel besprochen über die Apostel, über die Urgemeinde und so weiter. Es gibt ein Buch, was ich sehr empfehlen kann, das lautet Gute Nachricht für Alle. Dieses Buch hieß früher Das Wirken der Apostel von Ellen White und es ist eine Beschreibung der Hintergründe und sehr ausführlich beschrieben und auch gerade so auch übertragen auf unsere heutige Zeit. Es ist immer sehr interessant und auch sehr wichtig. Also dieses Buch kann ich nur empfehlen, das noch mal zu lesen, so als Begleitung für die Lektion in diesem Viertel.
[2:07] Aber bevor wir jetzt starten, lade ich euch ein, zusammen mit mir zu beten. Himmelscher Vater, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir dieses Viertel, die Urgemeinde studieren durften. Was du damals vor langer Zeit gewirkt hast, was du für mächtige Taten getan hast und wie deine Gemeinde in den ersten Jahrzehnten stark gewachsen ist und wie du den Anfang so wunderbar gemacht hast. Wir bitten dich auch, dass du auch den Abschluss deines Werkes auf diese Erde genauso wunderbar führen möchtest, dass du auch den Heiligen Geist wieder ausgießt und dass wir von der Urgemeinde lernen können, über die Hingabe und über die Einsatzbereitschaft dein Evangelium zu verkündigen. Sag es uns mitten unter uns, wenn wir dein Wort studieren. Öffne unser Herz mit deinem Heiligen Geist. In Jesu Namen. Amen.
[2:58] Ja, wir haben, wie gesagt, jetzt das letzte Thema dieses Viertels und ich frage dich, was hast du so in diesem Viertel so gelernt? Was war dir wichtig? Also ich denke, es war unglaublich wichtig zu sehen, wie Gott, was Gott getan hat. Eigentlich sind das nicht die Taten der Apostel oder die Geschichte der Apostel, sondern eigentlich sind das die Taten Gottes. Wie der Heilige Geist ausgegossen worden ist, was er getan hat, wie er die Menschen motiviert hat, wie er Schwierigkeiten überwunden hat, ob das Verfolgung von außen war, ob das Streit innerlich innerhalb der Gemeinde war, wie Gott immer wieder Auswege gefunden hat. Entscheidend ist, dass wir uns an Gott wenden und dass wir mit Gott zusammenarbeiten und dass Gott das Werk führt, dass Gott das Werk in die Hand nimmt. Es kommt nicht so darauf an, was wir für Methoden haben und für Organisationen haben, sondern es kommt darauf an, wie wir von Gott abhängig sind, dass wir von unserem Gott führen lassen. Und das ist auch in der heutigen Lektion wieder drin, wie Paulus sich hat von Gott führen lassen in seinem Dienst, in seinem Wirken. Er, denke ich, war ein großes Vorbild für die Gemeinde und heute haben wir jetzt seine Reise nach Rom, die wir uns anschauen wollen.
[4:10] Der Merktext lautet Apostelgeschichte 27, Vers 24 nach der Starte der Übersetzung. Fürchte dich nicht, Paulus, du musst vor den Kaiser treten. Das hat Gott ihm gesagt, als er in großer Gefahr war, als er in Lebensgefahr war. Und das war eine Zusicherung, dass er sagt, du wirst vor den Kaiser treten, du musst vor den Kaiser treten, weil ich dich dazu berufen habe, dass du dort ein Zeugnis geben sollst. Also wusste Paulus, dass er in all diesen ganzen Kämpfen, in den ganzen Schiffsbrüchen, was er alles erlebt hat, dass er in all diesen Dingen, dass er bewahrt werden wird von Gott und dass er das Ziel erreichen wird, nach Rom zu kommen. Er hat einen schon länger gehabt, nach Rom zu gehen, aber jetzt ist sein Traum, den er schon länger hatte, in Erfüllung gegangen. Natürlich wollte er eigentlich Rom besuchen ohne die Ketten, aber manchmal kommt es anders, als man es denkt.
[4:59] Die Reise nach Rom ist unser Thema. Wir haben wieder fünf Teile, wieder jeden Tag einen Bereich. Erstens, Reise nach Rom. Zweitens, das Schiffswrack. Drittens, in Malta. Viertens, Paulus endlich in Rom. Und fünftens, der Sieg des Evangeliums. Und ich werde jedes Mal auch wieder die Bibeltexte angeben, die dazu passen. Es sind wieder recht lange Texte, deswegen lade ich euch ein, dass ihr die Texte selber lest. Das heißt, wenn ich den nächsten Punkt aufrufe und den Text nenne, dann könnt ihr das Video kurz anhalten, könnt den Text lesen in der Bibel und dann das Video weiter anschauen.
[5:41] Zum ersten Punkt, die Reise nach Rom. Der Text ist Apostelgeschichte, Gebüttel 27, Verse 1 bis 26. Interessant ist, dass wir auf einmal hier einen Wechsel haben. Der Bericht geht jetzt in Wir-Form über. Und zwar, der Autor ist ja Lukas, der Autor der Apostelgeschichte. Und wir wissen auf jeden Fall, dass er hier dabei war. Und zwar, Lukas und Aristarchus waren zwei Mitarbeiter von Paulus, die bei dieser Reise ihn begleitet haben. Ob sie bei anderen Reisen auch dabei waren, wissen wir nicht genau. Aber auf jeden Fall, bei dieser Reise steht extra explizit dabei, dass sie ihn begleitet haben. Und der Hauptmann Julius hatte die Verantwortung für den Gefangentransport. Es war ja so, wir hatten am letzten Mal gesehen, dass Paulus sich auf den Kaiser berufen hatte. Der Festus hatte angedeutet, dass er Paulus vielleicht überstellen wollte nach Jerusalem für die Juden und dass sie dann über ihn verfügen könnten. Und das war natürlich für Paulus das Todesurteil eigentlich. Und deswegen hat Paulus sich auf den Kaiser berufen und hat gehofft, dass er dadurch jetzt dem Tod entgehen könnte. Und das war auch so. Aber natürlich musste er jetzt die lange, beschwerliche Reise nach Rom antreten, in Ketten. Das hat sich nach einiges hinausgezögert, weil erst muss man auf einen Gefangentransport warten und auch auf eine günstige Gelegenheit. Und auch einige weitere Gefangene sollten mittransportiert werden. Dann muss man erst noch die Gerichtsverhandlungen abwarten. Und das hat sich noch ein bisschen hinausgezögert.
[7:13] Aber schließlich war es soweit, dass Hauptmann Julius, wie viele es dabei waren, wissen wir nicht, wie viele andere Gefangene. Aber sie sind dann mit verschiedenen Schiffen gefahren, so einer Küste entlang und kamen schließlich bei Guthafen auf Kreta an. Das war auch schon mit ein bisschen Schwierigkeiten verbunden, dass sie auch verzögert ankamen. Und das war dann schon Spätsommer. Das war dann schon so ungefähr Oktober gewesen. Die Fastenzeit war dann schon vorüber. Das war die Zeit vom Jom Kippur, vom Versöhnungstag. Und das war so Mitte bis Ende Oktober. Und ab November wurde es auf dem Mittelmeer sehr schwierig für die Schifffahrt. Sie haben kaum mehr Schifffahrten angesetzt, weil dann Stürme waren und es wurde kalt und das war zu gefährlich. Also hat man die Schifffahrt nur bis Ende Oktober durchgeführt.
[7:59] Und als sie jetzt in Guthafen war, war die Überlegung, die Frage, fahren wir weiter oder bleiben wir hier? Paulus hat vor der Weiterfahrt gewarnt. Er hat gesagt, wir sollten hierbleiben, weil das kein gutes Ende nehmen wird. Warum er das wusste, weiß ich nicht. Wahrscheinlich hat Gott ihm das offenbart. Er hat Gott ihm gezeigt, dass wenn man weiterfährt, dass es Schwierigkeiten geben wird. Aber das Problem war auf Guthafen, dass das kein guter Ort war, um zu überwintern. Das heißt, sie hätten Schwierigkeiten gehabt mit ihrem Schiff. Deswegen haben sie gedacht, wir wollen ein Stückchen weiterfahren, nur auf der Insel Kreta, zu einem nächsten Hafen, zu einer nächsten Stadt und dort können wir überwintern. Aber das war ein Verhängnis, dieser Gedanke.
[8:48] Nämlich als sie losgefahren sind, sie haben extra einen guten Wind ausgesucht, wo sie so ein bisschen Südwind hatten. Also sie waren an der Südküste von Kreta, dass sie dann auch da an der Küste entlangfahren konnten. Auf einmal, als sie dann auf dem Wasser waren, sie waren nicht so weit von der Küste entfernt, hat der Wind gedreht. Es kam ein scharfer Nordwind, ein Nordostwind. Dann hat das Schiff von der Küste weggetrieben und sie haben versucht, schräg gegen den Wind zu steuern. Aber es hat nicht funktioniert. Der Wind war so stark, dass sie weggetrieben worden sind von der Insel und aufs Meer hinaus. Und das war dann sehr problematisch. Das heißt, sie haben nicht auf ihn gehört, auf den Paulus. Sie haben getan, was sie dachten, weil sie waren natürlich die erfahrenen Seeleute und der Hauptmann Julius hat natürlich den Seeleuten geglaubt und nicht den Paulus, denn Paulus war ein Theologe. Was versteht er schon vom Wetter? Deswegen haben sie dann das nicht drauf gehört.
[9:43] Sie kamen an einen gewaltigen Sturm und der Sturm war so stark und so lange anhaltend, dass sie nach einer Weile ihre Ladung über Bord geworfen haben. Dann haben sie alle Geräte über Bord geworfen, um das Schiff zu erleichtern und schließlich gaben sie alle Hoffnung auf Rettung auf. Sie meinten, sie haben sich verloren gegeben und haben nur noch darauf gewartet, dass sie untergehen würden. Das Schiff ist mehr und mehr voll Wasser gelaufen. Sie haben natürlich rausgepumpt, aber es war sehr problematisch. Und da hat Paulus sie ermutigt. Er hat gesagt, Gott hat mir gezeigt, dass keiner von uns allen sterben wird, dass alle gerettet werden würden. Er hat gesagt, in der Nacht ist ein Engel gewesen. Ein Engel hat mir gezeigt, dass wir alle überleben würden. Er hat gesagt, das Schiff wird verloren gehen. Das Schiff wird irgendwann kaputt sein, aber alle Mitfahrer werden überleben, werden gerettet.
[10:34] Das hat sie natürlich ermutigt, aber natürlich wussten sie nicht, ob Paulus recht hat, denn sie kannten ihn ja nicht. Aber weil der Soldat Festus, der Hauptmann Festus, Julius, eben schon eine ganze Zeit lang mit ihm zusammen war, hat er Vertrauen zu ihm gefasst. Diese Ermutigung hat ihnen aber gut getan generell, weil sie hatten ja die Hoffnung aufgegeben. Und der Julius hat dann schon mehr an Paulus vertraut, weil er merkte, das ist ein Mann Gottes und was er sagt, war bis jetzt immer richtig.
[11:12] Zweitens das Schiffswrack. Der Text zum Lesen ist Apostelgeschichte 27, Verse 27 bis 44. Schließlich sind sie eben umhergetrieben. Nach seiner Ermutigung waren es noch 14 Tage, die sie noch weiter umhergetrieben sind. Und dann kamen sie an eine Insel. Sie wussten nicht, was für eine Insel das ist. Keiner kannte die Insel. Auf jeden Fall von ihren früheren Schiffsfahrten. Das war ihnen vollkommen unbekannt. Und jetzt wollten die Schiffsleute fliehen und sie wollten sich im Beiboot absetzen. Der Sturm war vorüber. Es gab natürlich immer noch ein bisschen höhere Wellen, aber sie wollten jetzt fliehen.
[11:50] Und Paulus hat zum Julius gesagt, wenn die jetzt fliehen, dann können wir nicht alle überleben. Dass wir alle überleben, geht nur, wenn die auf dem Schiff bleiben. Weil wenn die Leute, die sich mit dem Schiff auskennen, das Schiff verlassen, dann ist der Rest aufgeschmissen. Die Soldaten haben dann die Taue von dem Nebenboot gekappt, dass das Boot ins Wasser gefallen ist. Und dann konnten die Schiffsleute nicht mehr fliehen mit dem Beiboot. Und so hat Paulus wieder verhindert, dass die Sache schiefgegangen ist.
[12:40] Und jetzt hat Paulus gesagt, lass uns etwas essen. Denn sie hatten schon länger Zeit nichts gegessen wegen dem Sturm und wegen den ganzen Umständen. Und er hat gesagt, wenn wir jetzt überleben wollen, wenn wir uns der Insel nähern und wir wollen alle überleben, dann müssen wir uns stärken, damit wir auch, wenn wir alles ins Wasser nachher geworfen werden, dass wir auch dann bis zum Ufer schwimmen können, dass wir auch Kraft haben. Und er hat selbst gegessen und hat ermutigt, die anderen zu essen. Und die haben auch gegessen. Und das hat ihnen auch wieder gut getan, hat ihnen neuen Kraft, neuen Mut gegeben, dass sie gesagt haben, lasst uns hier auch dem folgen.
[13:14] So sehen wir das auf einmal in Situationen, wo es eine Krise gab. Es gab mehrere Krisen hier. Aber dass in dieser Krise auf einmal Paulus die Initiative übernommen hat. Gott hat ihm gesagt, was er machen soll, was richtig ist. Er hat ihm einen Engel geschickt, der hat ihm gesagt, was sein wird. Er hat Mutigung gegeben oder Aufträge gegeben. Und hier sehen wir, wenn Gott uns führt, dann kann es sein, dass wir auch mit unseren Mitstreitern, mit unseren Mitmenschen zusammen in Krisen kommen. Aber wenn Gott uns Weisheit gibt, wenn Gott uns führt, dann kann es sein, dass Gott durch uns auch die anderen segnet. Denn die Menschen, die alle da gerettet worden sind, waren alle gerettet worden wegen Paulus, unseren Mitarbeitern. Das heißt, dass manchmal die anderen durch uns auch den Segen Gottes erleben dürfen.
[14:05] Deswegen sollten wir niemals, auch in schwierigen Situationen, auch in Krisen, nicht einfach entmutigt sein und uns die Flinte ins Korn werfen, sondern uns überlegen, wie kann ich immer noch in jeder Situation Gott zur Ehre leben. Denn manchmal, gerade in einer Krisensituation, zeigt sich der Charakter eines Menschen. Ob wir dann sagen, naja, sowieso alles egal. Oder ob ich Vertrauen habe in Gott und im Vertrauen zu Gott dann auch mein Leben führe und mich von Gott auch in der Krise führen lasse. Und dass ich nicht den Kopf verliere. So war Paulus auch in dieser Krise. Immer wieder jemand, der Initiative ergriffen hat, der gesagt hat, was man tun soll. Und es war immer richtig.
[14:47] Und schließlich wollten sie das Schiff jetzt, sie haben gesehen eine Bucht, haben sie dann, je näher sie kamen zur Insel, haben sie eine Bucht gesehen. Und da wollten sie das Schiff auf die Bucht hin lenken. Das haben sie auch gemacht. Aber da war eine Sandbank davor. Und so ist das Schiff dann auf die Sandbank aufgelaufen. Das vordere Schiff steckte in der Sandbank fest und das hintere Stück des Schiffes ist dann von den Wellen, von der Macht der Wellen zerbrochen. Und dann sind sie dann natürlich ins Wasser, mussten ins Wasser springen.
[15:11] Und jetzt wollten die Soldaten die Gefangenen töten, alle Gefangenen töten, damit sie nicht fliehen konnten. Warum war das wichtig? Wenn damals ein Gefangentransport war, irgendwo hin, oder auch Gefangene im Gefängnis aufbewahrt wurden. Wenn die Gefangenen fliehen konnten, dann wurden die Bewacher, die Soldaten, wurden dafür persönlich haftbar gemacht, wenn sie geflohen sind. Deswegen wollte auch der Kerkermeister zu Filippi, als das Erdbeben war und alle Türen offen waren, wollte er sich ins Schwert stürzen, weil er glaubte, die Gefangenen wären alle weg. Und weil er denn von den Römern dafür die Todesstrafe erlitten hätte, wenn er eben nicht aufgepasst hätte, dass sie sicher verwahrt waren. Und als Paulus dann sagte, und Silas, wir sind noch alle da, es ist keiner geflohen, haben sie damit eben das Leben gerettet.
[16:09] Und so war es hier auch. Sie haben gedacht, wenn wir jetzt alle ins Wasser springen und zum Ufer schwimmen, dann könnte es sein, dass einige von den Gefangenen diese Situation nutzen und schnell fliehen. Und wenn die geflohen sind, dann sind wir schuld, dass die weg sind. Wenn wir sie aber umbringen, können wir dann immer noch sagen vor dem Kaiser, ja, das war eine Situation und die sind umgekommen und umkommen ist besser, als wenn sie fliehen würden. Aber weil der Hauptmann eben wusste, dass Paulus, der wichtigste Gefangene, mit der Garantie war, dass sie gerettet worden sind und dass er für Paulus Sympathien hatte, hat er das verhindert. Das heißt, der Hauptmann Julius verhinderte das, um Paulus zu retten. Er wollte Paulus retten und etwas Gutes tun.
[16:56] Und so wurden schließlich alle 276 Personen gerettet, die schwimmen konnten, sind direkt zum Ufer geschwommen. Die anderen haben sich an Holz oder an Teilen, die vom Schiff herum schwammen, haben sich dann festgeklammert und sind dann mit den Wellen zum Ufer geschwemmt worden. Und alle Personen sind gerettet worden. So kann Gott Gnade geben, dass er durch uns auch andere retten kann, auch wenn es erst mal nur die irdische Rettung ist. Aber das kann natürlich auch sein. Vertrauen kann dadurch wachsen und dadurch kann auch eine Rettung, auch das ewige Leben nachher geschehen.
[17:31] Punkt 3 in Malta. Wir lesen dazu Apostelgeschichte, Gebüttel 28, Verse 1 bis 10. Und zwar jetzt, als sie dann auf der Insel angekommen sind, haben sie erfahren, dass die Insel Malta heißt. Das ist eine Insel südlich von Sizilien. Und die Menschen dort waren sehr freundlich. Sie hatten seit Guthafen, wo sie ja losgefahren sind, 175 Seemeilen zurückgelegt. Eigentlich wollten sie ja nur ein Stückchen auf Kreta weiter fahren. Aber hier haben wir mal so eine Karte, wo man sehen kann, sie sind also in Caesarea losgefahren nach Sidon und sind von Sidon dann nach Myra, ein kleines Asien, gefahren mit dem Schiff, dann von Myra nach Guthafen. Hier haben wir auf Englisch die Bezeichnungen. Und dann wollten sie innerhalb von Kreta, nur ein bisschen weiter westlich, nach Phönix fahren, um dort zu überwintern. Aber das hat nicht geklappt. Und dann kam dieser Sturm, hat sie dann quer über das Mittelmeer getrieben bis nach Malta, dort südlich von Sizilien. 175 Seemeilen sind sie da getrieben worden.
[18:39] Ja, Gott hat es so geführt, aber er hat sie bewahrt. Gott hat diese Krise benutzt, um auch hier wieder zu zeigen, dass er der Herr der Lage ist. Auch wenn es Situationen gibt, die uns bedrängen, die unser Leben bedrohen, wenn wir uns Gott anvertrauen. Gott wird immer in Gottes Hand und niemals in der Hand der Feinde oder in der Hand der Naturgewalten.
[18:56] Die Menschen dort waren sehr freundlich. Sie haben für sie gesorgt. Sie haben ein Feuer angemacht für sie, denn es war dort um diese Zeit, es war ja ungefähr November schon gewesen, und dort war es ungefähr nur 10 Grad kalt. Es hat geregnet und es war kalt und nass. So haben sie ein Feuer gemacht. Die Menschen waren ja alle nass gewesen, von ihrem Schwimmen vom Schiff zum Ufer. Und so haben sie ein Feuer gemacht, damit sie sich trocknen konnten und auch sich wärmen konnten. Und natürlich hat Paulus auch wieder mitgeholfen und er hat dann ein bisschen Reisig zusammengerafft und hat dann dort, um das auch ins Feuer zu legen, auf einmal kam eine Schlange. Und diese Schlange hat Paulus gebissen. Das war eine giftige Schlange. Die kam eben von der Hitze aus dem Reisig dort rausgeschossen und hat sie an seiner Hand verbissen. Und er hat dann die Schlange ins Feuer geschleudert.
[19:44] Und jetzt glaubten die Menschen, sowohl die Mitreisenden als auch die Leute von Malta, glaubten jetzt, dass Paulus sterben müsste, weil das eine giftige Schlange war. Eine sehr, sehr giftige Schlange. Und jetzt sagten die Leute von Malta schon, ja, das muss ein Mörder sein oder ein schlimmer Mensch sein, dass jetzt die Göttin der Rache ihn zwar gerettet hat vor dem Wassertod und vor dem Tod auf dem Meer, aber jetzt hat ihm die Schlange erwischt. Das heißt also, die Göttin der Rache ist ihm hinterhergegangen und hat ihn jetzt noch zu Tode gebracht. Aber als es ihm gut ging und als nichts passierte, da verehrten sie ihn auf einmal als Gott. Da sagten sie, das kann doch nicht sein. Er muss jetzt Krämpfe kriegen und sterben und gelebt werden und sterben. Aber als nichts passierte, merkten sie, dass eine übernatürliche Kraft hier wirkte. Und dann sagten sie, er ist ein Gott.
[20:42] Also manchmal kann man schon sehen, wie auf einmal das schwankt. Vorher totale Ablehnung, er muss ein Mörder sein, ein schlechter Mensch sein, weil ihm sowas widerfährt. Und jetzt auf einmal sagten sie, er muss ein Gott sein, weil er hier über diesen Naturgesetzen steht. Natürlich hat Paulus das genutzt und hat gleich mit seinen Bekannten zusammen, mit seinen Mitreisenden, mit dem Lukas, hat er dann das Evangelium dort verkündigt. Er hat gesagt, naja, an was er glaubt und was sein Gott ist und wie das alles zusammenhängt. Und das hat die Menschen beeindruckt. Und so hat er, denke ich, auch wieder Zeugnis geben können.
[21:21] Das heißt, Paulus hat überall, wo er war, wo er hingekommen ist, hat er Zeugnisse gegeben von Gott. Hat dann eben von Jesus Christus erzählt als dem Retter und hat jede Gelegenheit genutzt. Und dahin geht es uns auch zu denken geben, dass wir auch, wenn Gott uns eine Situation hineinschickt, die wir vielleicht gar nicht geplant haben, dass wir trotzdem die Gelegenheit nutzen, Zeugnis zu geben. Wir wissen nicht, was dieses Zeugnis bei den anderen Menschen bewirken kann.
[21:45] Dann, weil die Menschen sehr freundlich waren, konnte Paulus drei Tage bei Publius wohnen. Publius war wahrscheinlich der Leiter, der Stadthalter oder auch der König oder wer auch immer von dieser Insel. Und da hat er drei Tage bei ihm wohnen können. Und als er dort war, hat er den Vater von dem Publius geheilt. Und als das die Menschen gemerkt haben, gesehen haben, dass der Paulus die Menschen heilen kann, haben sie alle ihre Krankheiten von der ganzen Insel über, sind sie gekommen und haben alle zum Paulus, sie gebracht und Paulus hat sie alle geheilt. So hat Paulus also viele Kranke geheilt.
[22:21] Und deswegen, durch den Paulus waren die Einwohner von Malta, der ganzen Reisegruppe, allen 276 Leute, die dabei waren, alle sehr wohlgesonnen. Sie haben sie versorgt mit Essen. Die Sache war jetzt die, sie sind ja im November angekommen dort und sie mussten jetzt drei Monate warten, bis sie weiterreisen konnten. Das war eine Insel, sie mussten mit dem nächsten Schiff dann wieder weiterfahren. Und diese drei Monate mussten sie halt versorgt werden. Und die Inselbewohner haben sie versorgt, gerne versorgt und vor allen Dingen auch mit Liebe versorgt, weil sie durch den Paulus selbst einen Vorteil davon hatten, den Segen Gottes und die Heilung der Kranken und so weiter. Und als sie jetzt wieder gehen mussten, nach den drei Monaten, haben sie ihnen sogar alles Sachen noch mitgegeben für ihre weitere Reise und haben sie also noch für ihren weiteren Weg dann noch sehr für sie geschaut. Nach drei Monaten sind sie auf Malta geblieben und haben dann dort gewartet, bis der Winter vorüber war.
[23:19] Punkt Nummer vier, Paulus ist endlich in Rom. Der Text dazu, Apostelgeschichte, Gebürtel 28, Verse 11 bis 22. Jetzt sind sie also dann im Februar, März ungefähr, sind sie aufgebrochen und sind dann Richtung Rom gefahren mit dem Schiff. Und als sie dann schon ans italienische Festland kamen, sind sie dann immer von Stadt zu Stadt auch erst mal noch um ein Schiff gefahren und sind Rom immer näher gekommen. Und da hat die Gemeinde in Rom schon davon gehört, dass Paulus auf dem Weg ist zu ihnen. Und sie kannten Paulus schon, der ist nicht vom Sehen, sondern er hatte einen Brief an sie geschrieben gehabt, den hatte er vorher geschrieben. Also vom Brief her kannten sie ihn und sie hat natürlich von ihm gehört, dass er der große Missionar ist, der überall in der ganzen Welt umherreist und neue Gemeinden gründet.
[24:09] So sind sie ihm entgegengelaufen. Eigentlich haben sie gehofft, Paulus zu sehen ohne Fesseln, aber als sie ihn als Gefangenen gesehen haben, waren sie umso mehr, haben sie Mitleid gehabt mit ihm. Sie sind ihm entgegengelaufen, eine ganze Gruppe von Gläubigen, um ihn zu empfangen. Und dieser Empfang war für Paulus so gut, hat ihm so gut getan. Das hat ihm getröstet, das hat ihm Kraft gegeben. So eine lange Reise ist ja auch entmutigend. Er war fünf Jahre als Gefangener insgesamt gewesen. Sowohl die Jahre in Caesarea im Gefängnis, als auch in der Zwischenzeit noch, bis er losgefahren ist und auch die Reise selbst. Und das hat ihn durchaus schon mitgenommen. Das ist schon auch nicht einfach für einen Menschen. Aber diese Liebe von den Geschwistern in Rom hat ihm so wieder aufgebaut, hat ihm Kraft gegeben. Und zu sehen, das ist gut, dass ich jetzt diesen Weg gehe, Gott möchte das. Und er ist dann mit neuer Kraft nach Rom gegangen, um dort auch das zu tun, was Gott ihn beauftragt hat.
[25:20] Als sie in Rom ankamen, wurde es Paulus erlaubt, privat zu wohnen. Er wurde nicht ins Gefängnis gesteckt, sondern weil sie eigentlich keine richtige Anklage gegen ihn hatten. Ein Soldat war immer bei ihm, er war an einen Soldat gefesselt. Und das war als Sicherheit, dass er nicht weglaufen konnte. Aber er durfte privat bei Freundin wohnen und in einem Haus. Und das war eigentlich eine sehr große Erleichterung für Paulus, dass er doch einigermaßen ein bequemes Leben führen konnte.
[25:51] Als er angekommen ist, hat Paulus nach drei Tagen die Angesehensten der Juden zu sich gerufen. Und zwar normalerweise war Paulus ja immer dabei, wenn er eine neue Stadt besucht hat, dass er die Synagoge besucht hat und dort gepredigt hat. Denn er war ja Jude und er hat den Juden zuerst gepredigt, dass sie das Evangelium annehmen konnten. Und wenn er jetzt aber als Gefangener nicht selbst hingehen konnte, hat er die Juden halt zu sich gerufen und hat dann mit ihnen eine Versammlung gehabt und erzählte ihnen, warum er als Gefangener zu ihnen gekommen ist. Also er hat ihnen erzählt von seiner Verkündigung, von seiner Bekehrung und auch von dem Widerstand der Juden in Jerusalem und dass er sich deswegen jetzt auf den Kaiser berufen hat und dass er jetzt nach Rom gekommen ist. Und hat ihnen die ganze Geschichte erzählt, warum er jetzt als Gefangener hergekommen ist.
[26:39] Er wollte damit eine Atmosphäre des Vertrauens schaffen. Denn er wusste, wenn jetzt die Juden, die jetzt in Rom sind, von den anderen Juden aus Asien oder auch von Jerusalem die Berichte hören und angesteckt werden von diesen Vorurteilen, dann kann es sein, dass sie sie auch gegen ihn wenden und dass es dann wieder Schwierigkeiten gibt. Aber als er ihnen erzählte, sagten sie, nein, sagten sie, wir haben aus Jerusalem keine Nachricht erhalten. Wir wissen von gar nichts. Wir kennen weder Paulus noch etwas anderes. Die Juden von Jerusalem kamen er später an. Sie haben auch eine Abhandlung geschickt und haben dort dann auch Paulus natürlich auch dann verklagt. Aber jetzt hatte Paulus einen Zeitvorsprung. Das heißt, er konnte jetzt schon mit den Obersten der Juden in Rom sprechen und konnte ihr Vertrauen gewinnen.
[27:26] Und natürlich hat er ihnen auch erzählt von Jesus, genau wie er auch vor Sonstes erzählt hat. Er hat erzählt, wie er früher als Pharisäer gehandelt hat, wie er die Gläubigen verfolgt hat, wie er sie bekehrt hat, wie Jesus ihm begegnet ist und wie er jetzt von Gott berufen ist, als Apostel für die ganze Welt, für die Juden und auch für die Heiden zu arbeiten. Und sie waren interessiert, von Paulus über diese Sekte zu erfahren. Also sie kannten bereits die Christen und die Christen hießen damals die Sekte, weil sie ja eine Sekte heißt eine Abspaltung, waren von der jüdischen Gemeinde. Sie wurde erst mal als eine jüdische Sekte angesehen und sie kannten kaum was von dieser jüdischen Sekte, von diesen Christen. Natürlich gab es auch in Rom eine christliche Gemeinde, aber da hatten sie nicht so viel Kontakt mit zu. Und Paulus hat ihnen jetzt natürlich erzählt vom Evangelium und von der Erlösung.
[28:20] Und jetzt kommen wir zum letzten Punkt, Punkt Nummer 5, der Sieg des Evangeliums. Der Text, den haben wir in Apostelgeschichte 5, Entschuldigung, Apostelgeschichte 28, Verset 23 bis 31. Das sind die letzten Verse der Apostelgeschichte. Paulus hat jetzt einer großen jüdischen Zuhörerschaft gepredigt von Jesus. Zuerst hat er nur die Obersten zusammengerufen und als die sagten, ja wir möchten mehr davon hören, auch von dem Evangelium, von dem was er als Christen glaubt, haben sie eine große Versammlung zusammengerufen und dann hat Paulus vor der großen Versammlung gepredigt. Und einige, wie es immer so ist, einige glaubten und einige nicht.
[29:02] Er hat ja aus dem Alten Testament gezeigt und bewiesen, dass Jesus Christus der Messias ist und alle Voraussagen erfüllt hat, die der Messias erfüllen sollte. Einige glaubten, einige nicht. Und so hat Paulus Jesaja Kapitel 6, Vers 9 und 10 zitiert. Ich lese mal davon aus der Bibel, und zwar aus dem Zitat von Paulus aus der Apostelgeschichte Kapitel 28. Dort heißt es, mit Recht hat der Heilige Geist, ich lese ab Vers 25, mit Recht hat der Heilige Geist durch den Propheten Jesaja zu euren Vätern gesprochen, Jesaja 6, 9 und 10, geh hin zu diesem Volk und sprich, mit den Ohren werdet ihr es hören und nicht verstehen und mit den Augen werdet ihr es sehen und nicht erkennen. Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt und ihre Ohren hören schwer und ihre Augen sind geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören, mit dem Herzen bestehen und sie bekehren und ich ihnen helfe.
[30:01] Ja, das hat Paulus jetzt zitiert. Und zwar, er hat damit gezeigt, dass auch selbst das, was sie jetzt erleben, dass eben einige das Evangelium annehmen und einige ablehnen, dass selbst das eine Voraussage im Alten Testament hat. Und natürlich auch, dass die obersten Juden in Joselem das abgelehnt haben, hat auch eine Voraussage hier gehabt, dass Gott eben, dass ihr Herz verstockt ist und dass sie das nicht erkannt haben, nicht erkennen wollten.
[30:23] Und dann sagt er im nächsten Vers, so sei euch nun kundgetan, dass den Heiden dies Heil Gottes gesandt ist und sie werden es hören. Das heißt also, Paulus hat angekündigt, dass das Evangelium jetzt den Heiden gepredigt werden wird. Das war natürlich für manche Juden, war das gerade diejenigen, die skeptisch waren, war das noch ein Punkt obendrauf, wo sie gesagt haben, dann lehnen wir das Recht ab, weil Juden ja so von sich selbst eingenommen waren, dass die Heiden für sie ja nicht irgendwie das Heil erkennen durften.
[31:00] sollten. Die Juden haben immer gesagt, nur wir. Das halte ich ausschließlich nur für die Juden gedacht. Sie wollten das nicht teilen mit anderen. Aber es gab eben auch einige, die haben zugestimmt, sie haben sich bekehrt und haben sich der Gemeinde angeschlossen. Das heißt, Paulus hat überall, wo er war, gepredigt und hat Menschen für Jesus gewonnen und in die Gemeinde hinzugefügt.
[31:18] Und dann steht hier, ich lese noch die letzten beiden Verse, Paulus überblieb zwei volle Jahre in seiner eigenen Wohnung und nahm alle auf, die zu ihm kamen, predigte das Reich Gottes und lehrte von dem Herrn Jesus Christus mit allem Freimut ungehindert. Das sind die letzten Verse. Das heißt, Paulus hat noch zwei Jahre gepredigt in seinem Haus und er hatte Freiheit gehabt. Und dann kam irgendwie danach erst die Gerichtsverhandlung. Warum bricht es hier mittendrin ab?
[31:51] Die Apostelgeschichte bricht mitten in diesem Bericht ab. Eigentlich geht es ja noch weiter. Wir warten jetzt darauf, dass er jetzt die Verhandlung vor dem Kaiser haben müsste. Die kam ja auch, diese Verhandlung. Und wir wissen aus der Geschichte, dass Paulus freigesprochen worden ist, dass er wieder freigekommen ist. Auch in einigen anderen Briefen, die er geschrieben hat, kann man daraus ableiten, dass er danach wieder freigekommen ist und wieder weggereist ist. Und dann kam er ein zweites Mal nach Rom, wo er noch mal vor den Kaiser gestellt worden ist und wo er dann später unter Nero dann verurteilt worden ist, Märtyrer tot. Aber hier haben wir mitten einen Abbruch, mitten im Bericht. Es gibt kein echtes Ende. Das heißt, es ist eigentlich ein offenes Ende, kann man sagen hier.
[32:32] Das soll zeigen, die Verkündigung des Evangeliums endet hier nicht. Wenn hier steht, Paulus hat das jetzt verkündigt und überall ungehindert mit Freimut verkündigt, dann ist das etwas, was mitten aus dem Leben auf einmal aufhört. Und das heißt, die Verkündigung des Evangeliums soll weitergehen. Auch die Wochen, Monate, Jahre danach, auch die Jahrzehnte danach, auch die Jahrhunderte danach, das hört nie auf. Und auch wir heute sind gefordert, den Auftrag Jesu, den er den Aposteln damals ergeben hat, die ganze Welt zu erreichen mit dem Evangelium, dass wir auch diesem Auftrag nachkommen, dass wir ihn ausführen. Das heißt, dass es wichtig ist, dass wir einfach die Apostelschichte weiterschreiben, dass wir Kapitel 29, Kapitel 30, Kapitel 31, dass wenn wir Gottes Wort verkündigen, dass wir dann auch Erfahrungen machen, die einfach dann auch Gottes Werk beschreiben, wie es weitergeht. Gott möchte sein Werk nicht einfach so sagen, jetzt hört es auf und jetzt haben wir eine Geschichte, die ist abgeschlossen. Nein, die Geschichte ist erst abgeschlossen, wenn Jesus wiederkommt in den Wolken des Himmels. Erst dann kann man einen Schlussstrich ziehen, dann ist ein Ende erreicht.
[33:43] So ist es unsere Aufgabe, das Werk weiterzuführen. Unsere Aufgabe ist es, vorwärts zu gehen, im Glauben, in der Kraft Gottes, die Fackel, die damals hochgehalten worden ist, zu übernehmen und weiterzugeben, bis Jesus wiederkommt. Denn erst wenn er kommt, wird sein Werk beendet sein.
[34:02] Ich habe noch zwei Zitate von Ellen White, die auch in der Lektion ganz am Ende abgedruckt sind. Die fand ich so gut, dass ich denke, die müsste man unbedingt noch mal erwähnen. In dem Buch, gute Nachricht für alle, was ich euch am Anfang empfohlen habe, Seite 450 sagt sie, Christus hat seiner Gemeinde einen heiligen Auftrag erteilt. Jedes Gemeindeglied sollte ein lebendiger Kanal sein, durch den Gott der Welt die Schätze seiner Gnade, den unermesslichen Reichtum Christi zufließen lassen kann. Es ist der größte Wunsch von Jesus, dass seine Mitarbeiter durch ihr Leben der Welt seinen Geist und seinen Charakter bezeugen. Nichts benötigt die Welt so sehr wie die Manifestation der Liebe Christi durch gläubige Menschen. Der ganze Himmel wartet auf Männer und Frauen, durch die Gott der Welt seine Macht des christlichen Glaubens offenbaren kann.
[34:51] Das Zitat ist ganz, ganz wichtig. Warum? Es geht nicht darum, dass wir so tolle Menschen sind, dass wir das Evangelium mit unserer Kraft verkündigen. Es geht darum, dass wir das Evangelium weitersagen und dass Gottes Kraft, Gottes Geist, Gottes Liebe in uns und durch uns sichtbar wird, dass Gott sich durch uns offenbart. Das kann er nur, wenn wir auch uns zur Verfügung stellen. Das geht nur, wenn wir auch aktiv sind in der Mission und wenn wir auch uns von Gott verändern lassen, wenn wir jeden Tag Zeit finden, uns von Gottes Liebe erfüllen zu lassen und wenn wir Gottes Gnade in unserem Herzen haben, dass wir auch der Welt das weitergeben können, der heiligen Geist, den Gott uns gegeben hat.
[35:28] Zweite Zitat, gute Nachricht für alle, Seite 85. Lange schon wartet Gott darauf, dass der Geist des Dienens die ganze Gemeinde erfasst und jeder seine Fähigkeit entsprechend für ihn arbeitet. Wenn die Glieder der Gemeinde Gottes den ihnen gegebenen Auftrag zur Evangeliumsverkündigung durch ihren aktiven Einsatz erfüllen, in unbearbeiteten Gebieten, in der Heimat, wie auch im Ausland, wird bald die ganze Welt informiert und gewarnt sein. Dann wird Jesus Christus mit Macht und großer Herrlichkeit auf diese Erde zurückkehren.
[36:05] Ich denke, das sind gute Worte, dass wir mit diesem Zitat dieses ganze Vierteljahr abschließen. Wir sehen, wie das Werk begonnen hat, wie der Frühling ausgegossen worden ist. Wir sehen, wie es weiter gegangen ist und wir sehen, wie es heute läuft, dass Gott heute seine Gemeinde führt und dass, wenn wir uns Gott zur Verfügung stellen, wenn der Geist des Dienens die ganze Gemeinde erfasst, dass wir dann den heiligen Geist bekommen, um das Werk zu beenden. Und wenn jeder davon gehört hat, jeder Mensch auf der ganzen Welt, dann wird Jesus mit Macht und großer Herrlichkeit auf diese Erde zurückkehren. Und dafür arbeiten wir, dafür beten wir und dann glauben wir. Und wir bitten, dass Jesus bald kommen möchte.
[36:51] Lasst uns beten. Herr Jesus, wir danken dir für diesen wunderbaren Ausblick. Du hast damals den Paulus geführt, auch durch den Schiffbruch hindurch und durch die Gefangenschaft hindurch und die beschwerliche Reise und durch all die ganzen Unannehmlichkeiten. Wir danken dir, dass wir diesen Bericht haben dürfen, dass Paulus trotzdem vorwärtsgegangen ist, dass er überall, wo er war, Zeugnisse gegeben hat und dass er dadurch auch durch seine Gefangenschaft in fernen Ländern das Evangelium verbreiten konnte. Hier hilft, dass wir auch diesen gleichen Geist des Dienens haben, dass wir bereit sind, auch uns selbst, auch unser Leben einzusetzen für dich, für dein Werk. Hier, dass wir das Evangelium weitersagen an die Menschen und dass du den heiligen Geist ausgießen möchtest, dass du in uns Gestalt gewinnst, dass wir mehr und mehr dein Bild widerspiegeln, dass die Menschen dich in uns erkennen können, dass bald jeder Mensch von dir gehört hat, dass du bald kommen kannst, Herr Jesus. Und darauf warten wir und darum bitten wir, Herr Jesus, komm doch bald, dass wir bald nach Hause gehen dürfen in die ewige Heimat, in dein Reich. In deinem Namen, Herr Jesus. Amen.
[38:05] Ja, das war dieses Viertel über die Apostelgeschichte. Herzliche Einladung, dass wir das nächste Viertel in Anspruch, in Angriff nehmen. Das Thema lautet Einheit in Christus. Ich wünsche uns auch Gottes Segen für diese neue Lektion, diese neue Herausforderung.
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