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Manuskript zur Sendung >>> CSH_03_2018_Lektion_3

In dieser Cannstatt Study Hour-Episode taucht Ronny Schreiber tief in das Leben der frühen Christengemeinde ein, basierend auf der Apostelgeschichte. Er beleuchtet die Gemeinschaft, die beständige Lehre der Apostel und die gegenseitige Unterstützung, die diese Gemeinschaft auszeichnete. Anhand von Beispielen wie Barnabas und der Heilung des Gelähmten zeigt Schreiber auf, wie Glaube, Liebe und das Zeugnis Jesu Christi das Fundament dieser ersten Christen bildeten. Die Lektion betont die Bedeutung dieser Prinzipien auch für heutige Gemeinden und bereitet auf die Kraft des Spätregens vor, die in der Endzeit wirken wird.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2018 Q3: Die Apostelgeschichte

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Transkript

[0:00] Ein herzliches Willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir sind momentan hier in der Apostelgeschichte und arbeiten uns gerade so Kapitel für Kapitel dadurch und schauen uns zurzeit die erste Gemeinde an. Heute wollen wir gemeinsam uns das Leben in der ersten Gemeinde betrachten. Also, was war das Besondere an dieser Gemeinde und was können wir daran erkennen auch für unsere Zeit heute?

[0:39] Unser Merkvers, den finden wir in Apostelgeschichte 2, Vers 46 und 47. Da heißt es: „Und jeden Tag waren sie beständig und einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen Speise mit Frohlocken und in Einfall des Herzens. Sie lobten Gott und waren angesehen beim ganzen Volk. Und Gott tat täglich hinzu diejenigen, die gerettet werden.“

[1:11] Nun, es war gewaltig, was wir da gesehen haben. Die Apostel, die waren sozusagen die Leiter, die Hirten der Gemeinde, und die Gemeinde, die tat genau das, was die Apostel sagten. Sie blieben genau in dieser Lehre und sie freuten sich. Sie waren so wie ein Herz und eine Seele, eine wundervolle Gemeinschaft, wenn wir uns angucken am Anfang. Und sie trafen sich untereinander ständig, sie hatten ganz viel Zeit miteinander, sie erbauten einander, sie waren füreinander da. Und jeden Tag hat Gott Leute hinzugetan, weil sie dieses Zeugnis gesehen haben, dieses gewaltige Zeugnis dieser ersten Gemeinde in der Zeit des Frühregens.

[1:49] Nun, wir wollen uns gleich diese Geschichte mal angucken und uns mal anschauen, wie hat diese Gemeinde eigentlich gelebt. Bevor wir die Bibel öffnen, lasst uns gemeinsam Gott bitten, dass er unser Führer durch die Bibel ist. Unser lieber Vater im Himmel, hab Dank dafür, dass wir studieren dürfen, dass wir dein Wort aufschlagen dürfen. Und Herr, wenn wir diese Zeilen lesen, diese heiligen Verse, die du uns übergeben hast, möchten wir dich bitten, dass dein Heiliger Geist uns leitet, uns führt und unser Lehrer ist. Und hab Dank dafür. Im Namen Jesu. Amen.

[2:25] Nun schlagen wir mal den Vers auf. In Apostelgeschichte 2 beginnen wir zu lesen. Und hier kommen auch gleich unsere Merkverse mit dran. Wir lesen aber noch ein paar Verse vorher und beginnen Apostelgeschichte 2 in Vers 42. Lesen jetzt Vers 42 bis 47. Hier heißt es: „Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten. Es kam aber Furcht über alle Seelen, und viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel. Alle Gläubigen waren aber beisammen und hatten alle Dinge gemeinsam. Sie verkauften die Güter und Besitztümer und verteilten sie unter alle, je nachdem einer bedürftig war. Und jeden Tag waren sie beständig und einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speisen mit Frohlocken und den Einfall des Herzens. Sie lobten Gott und waren angesehen bei dem ganzen Volk. Der Herr erbetete täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.“

[3:31] Die erste Gemeinde verbrachte unglaublich viel Zeit zusammen. Jeden Tag waren sie im Tempel, wo sie sich trafen, wo sie miteinander Rat hielten, wo sie sich besprachen, wo sie sich austauschten und vor allem blieben sie beständig in der Lehre der Apostel. Das heißt, sie sind davon nicht abgewichen. Das überlieferte Evangelium war ihr Leben. Sie versuchten nicht Kompromisse zu machen oder nach links und rechts abzuirren. Und sie achteten aufeinander. Wie eine große Familie waren sie zusammen. Wenn einem etwas mangelte, dann haben andere dafür gesorgt, dass diesem Mangel ausgeholfen wurde. Sie verkauften Dinge von Wert und das Geld legten sie in die Gemeinde ein, damit davon anderen geholfen wurde.

[4:16] Und hier der Staat, der war natürlich sehr angesehen, auch bei der Gemeinde und nicht nur in der Gemeinde, sondern eben auch beim ganzen Volk. Denn das Volk außen sah, was dort passierte und sie staunten über diese Herzen der Menschen, dass sie so verändert waren. Menschen, die sich vorher noch fremd waren, kamen plötzlich zusammen. Einer sorgte mehr um den Nächsten als um sein eigenes Leben. Und das war ein gewaltiges Zeugnis. Denn Christus hatte seinen Jüngern vorher schon verheißen, woran man sie erkennen wird. Und Christus sagte: „An der Liebe untereinander werden sie euch erkennen.“ Das heißt, wenn die Jünger in Liebe zusammen sind, wird das Volk außen herum erkennen, dass sie die Gemeinde Jesu sind.

[4:59] Das ist heute bei uns genauso. Die Leute erkennen uns nicht daran, dass wir so gute Lehre haben. Wenn wir zum Beispiel über die Offenbarung sprechen, da kennen wir uns gut aus, oder das Buch Daniel. Wenn wir vielleicht über den Dekalog sprechen, wenn wir uns angucken, was mit Mose passiert, wenn wir das Heiligtum studieren, wenn wir uns vielleicht die ganzen Symbole in der Bibel angucken oder die Festzeiten oder wenn wir versuchen, den Tempel von Hesekiel auszulegen. Das sind alles große Dinge, aber daran wird uns das Volk nicht erkennen, dass wir zu Christus gehören, sondern sie werden uns daran erkennen, dass wir Liebe untereinander haben, dass wir den anderen mehr schätzen als uns selbst, dass wir uns selbst aufopfern für den anderen, so wie Christus das für seine Jünger tat. Wenn wir das auch tun für andere, dann wird die Welt das erkennen. Das ist nicht von dieser Welt, das ist was Besonderes. Woher kommt das? „Wir folgen nur Christus“, wäre dann das Zeugnis.

[5:56] Und wir wollen uns mal etwas angucken, das Zeugnis hier zum Beispiel von dem Joses. Dafür gehen wir mal in Apostelgeschichte 4 und lesen Vers 34 bis 37. Hier heißt es: „Es litt auch niemand unter ihnen Mangel, denn die, welche Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Erlös des Verkauften und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Und man teilte jedem aus, so wie jemand bedürftig war. Joses aber, der von den Aposteln den Beinamen Barnabas erhalten hatte, das heißt übersetzt Sohn des Trostes, ein Levit aus Zypern gebürtig, besaß einen Acker und verkaufte ihn, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.“

[6:37] Nun, Joses hier, also der auch Barnabas genannt wurde, er war ein Levit, also jemand, der sozusagen im alten Bund besonders herausgehoben wurde von Gott als Diener für seine Mitmenschen. Er sollte dafür sorgen, dass das Volk alles hatte, also dass das Volk geistig bereichert wurde, gelehrt wurde. Er sollte darauf achten, dass mit dem Heiligtum immer alles gut war, dass es sauber war, dass es vernünftig gebracht wurde, getragen wurde in der Zeit der Wüstenwanderung. Und er hatte besondere Aufgaben von Gott, er war ein Diener Gottes. Und der jetzt sah, dass andere Leute in der Gemeinde Not litten. Und er diente ihnen jetzt wieder, im neuen Bund. Das, was er persönlich hatte, sein eigener Besitz, in dem Fall ein Acker für einen Leviten, er besaß einen Acker, diesen Acker nun verkaufte er und gab das Geld in die Gemeinde. Er hat nicht selbst bestimmt, wem er das gibt, sondern er hat es in die Gemeinde gegeben und die Gemeinde hat angefangen, es zu verteilen, je nachdem, wie einer bedürftig war.

[7:47] Und natürlich, das ist kein einzelnes Zeugnis, sowas gab es öfter. Ellen White schreibt davon, dass einige Menschen in der damaligen Gemeinde solche Dinge gemacht haben. Also viele Menschen haben Besitz verkauft, um damit anderen Gemeindegliedern zu helfen. Sie haben Geld eingebracht für die anderen. Sie tauschten irdische Güter gegen himmlische Schätze. Und es war ein besonderes Kennzeichen dieser ersten Gemeinde. Jeder kümmerte sich um den anderen. Niemand musste Not leiden oder Mangel leiden, zumindest in dieser Zeit, da sie alle noch aus den Heidenvölkern kamen und sie ihren Besitz mitbrachten und sie so verteilten, dass es den Menschen dort gut ging.

[8:27] Die Gemeinde hatte einen guten Ruf beim Volk und das war interessant. Und das wünsche ich mir so, dass wir das heute auch haben. Dass wir nicht Leute verurteilen oder als Fanatisten abgestempelt werden. Dass wir nicht in religiöse Ekstase geraten, sondern dass wir auf die Menschen achten. Christus sagte sogar, wir sollen unsere Feinde lieben, sogar die Menschen, die gegen uns sind. Als Gemeinde, wir sollen uns sozusagen aufopfern für die Geschwister, aber eben auch Gutes tun, den Menschen außerhalb. Wenn wir das tun, wird es ein Kennzeichen sein, dass wir zur Gemeinde Jesu gehören.

[9:05] Nun, heute können wir solche Dinge auch umsetzen. Besonders innerhalb der Gemeinde. Wenn wir zum Beispiel Geschwister haben, die eigene Geschäfte haben, eigene Praxen oder irgendein Gewerbe betreiben, können wir die natürlich daran unterstützen. Also indem wir zum Beispiel die Waren bei ihnen kaufen, anstatt woanders. Indem wir unser Geld dort hineinlegen, anstatt es woanders hinzubringen. Wenn wir also wissen, da sind Geschwister und die bauen zum Beispiel ihre eigenen Dinge auf, dass wir versuchen, die zu stützen. Denn das Geld, das da angesammelt wird, wird ja zu einem Teil wieder in die Gemeinde zurückfließen und kann dort auch anderen Menschen auch außerhalb zum Segen werden. Das heißt, allein mit dem Gedanken, ich unterstütze das Werk des Bruders oder der Schwester, weiß ich, dass, wenn es zum Beispiel ein Werk ist, das Finanzen generiert, dass von diesen Finanzen viele in das Werk des Herrn zurückfließen und dort natürlich ausgeteilt werden zu den Menschen. Nicht nur in der Gemeinde, sondern auch für die Missionsarbeit außerhalb, zur Versorgung der Pastoren und ich weiß nicht was alles.

[10:07] Also es ist ein guter Gedanke zu sagen, ich möchte, selbst wenn ich einkaufen gehe, selbst wenn ich in die Arztpraxis gehe, selbst wenn ich in ein Restaurant gehe, möchte ich die Geschwister unterstützen, weil ich weiß, von dem, was ich jetzt mache, wird ein Teil, ein Segen für einen Außenstehenden sein. Denn davon werden Gelder, die ich jetzt hineingebe, über diese Praxis, über das Restaurant, wie auch immer, zurückgeführt in die Gemeinde und von dort zu den Geschwistern oder nach außen. Der Gedanke ist gut. Wenn ihr also so etwas habt, wenn ihr Menschen habt in eurer Nähe, die eigene Geschäfte haben, eigene Betriebe, unterstützt sie.

[10:46] Ihr könnt auf verschiedene Art und Weisen helfen. Natürlich könnt ihr durch eure Weisheit den Menschen helfen, die mir ihnen hilft, wie sind die nächsten Schritte, was macht man richtig, wo kann ich unterstützen. Ihr könnt für die Menschen beten, ihr könnt eure Arbeitskraft mit einbringen, ob in der Gemeinde oder außerhalb der Gemeinde und diesen Menschen helfen. Ganz oft, ob es Renovierungsarbeiten sind, ob es Fahrdienste sind, ob es Gartenarbeit sind, ob was auch immer, es gibt so viel. Wenn ihr einen gesunden Körper habt, könnt ihr diese Arbeit gut machen. Wenn ihr einen kranken Körper habt, ist es gar nicht so schlecht, ein bisschen zu arbeiten für eure Genesung und den anderen zum Segen. Ihr könnt auch Geld einbringen, entweder den Geschwistern helfen oder es in die Gemeinde einlegen, so wie auch damals Joses das getan hatte, damit es anderen zum Segen wurde.

[11:32] Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das einzusetzen, was wir bekommen haben, aber in der ersten Gemeinde machten sie es auf eine ganz interessante Art und Weise, nämlich so, dass niemand Mangel hatte. Sie unterstützten sich gegenseitig. Wer viel hatte, wurde denen zum Segen, die weniger hatten. Wenn ich kein Geld habe, kann ich immer noch anderen durch ein gutes Wort, durch das Gebet, durch die Arbeitskraft unterstützen und das ist manchmal sogar noch mehr wert. Also ich kann mich nicht daraus nehmen und sagen, nur weil ich arm bin, kann ich kein Segen in der Gemeinde sein. Das ist nicht wahr. Auch du hast Gaben und Fähigkeiten, um anderen zum Segen zu werden. Wenn wir alle zusammenarbeiten, dann muss dieses Licht leuchten. Das müssen die Menschen sehen.

[12:13] Es gab viele große Vorbilder damals, so wie Joses, aber es gab eben auch andere. Die gucken wir uns nachher mal an. Zunächst gehen wir noch einmal zurück in der Apostelgeschichte Kapitel 3 und schauen uns mal diese Geschichte an, als Petrus und Johannes in den Tempel ging und dort diesen Gelähmten geheilt haben. Nun, wir lesen Apostelgeschichte 3, Vers 1 und wir fangen in Vers 12 an. Wir überspringen das und fangen direkt in Vers 12 an.

[12:42] Gelähmte waren nun geheilt und der Zeit wegen springen wir in Vers 12. Als Petrus das sah, wandte er sich an das Volk. „Ihr Männer von Israel, weshalb verwundert ihr euch darüber oder weshalb blickt ihr auf uns, als hätten wir durch eigene Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, dass dieser umhergeht?“ Also Petrus nutzte jetzt die Gunst der Stunde. Gerade eben, als Johannes zusammen in den Tempel ging, wie es üblich war, dort saß ein Gelähmter. Jetzt sagen sie: „Geld haben wir nicht, aber was wir haben, geben wir dir. Steh auf und geh!“ Nun, dieser Gelähmte springt auf und er rennt umher und das war natürlich ein Staunen in der Menge. Und als der Gelähmte sich jetzt zu Petrus und Johannes hielt und sie zu dritt in den Tempel hineingehen und die Leute staunen nicht schlecht, denn dieser Mann war ungefähr 40 Jahre alt, der da geheilt wurde, also die Menschen kannten ihn, was denn mit dem passiert und warum ist er bei Johannes und Petrus? Und dann ging es schon um, die haben ihn geheilt, die haben ihn geheilt, wurde gesagt, ein Wunder ist passiert.

[13:43] Nun, Petrus nutzt die Gunst der Stunde, als das Volk jetzt versammelt war um ihn rum und alle gestaunt haben über diesen 40-jährigen Mann, der daneben ihm stand, der vorher noch gelähmt war. Und jetzt sagt er: „Was blickt ihr uns an, warum wundert ihr euch darüber? Wir haben das doch nicht aus eigener Kraft oder Frömmigkeit getan.“ Das ist interessant, dass er das sagt, denn das Volk schaut schon, sind die beiden was Besonderes? Er sagt: „Moment, das lag weder an unserer Kraft, noch lag es an unserer Frömmigkeit.“ Und das ist übrigens ganz wichtig für uns: Diese Wundertaten geschehen nicht nur dann, wenn dein Leben besonders fromm ist oder aus deiner eigenen Kraft, wie wir das manchmal versuchen. Es muss meine Kraft sein, ich muss besonders gut sein in all den Dingen und dann können Wunder passieren. Gott kann ein Wunder sogar an einem Esel bewirken, sogar ein Esel kann er sprechen lassen. Es lag nicht an der Kraft der Jünger.

[14:35] Aber diese Heilung ist ja geschehen, wenn es nicht an der Kraft oder an der Frömmigkeit der Jünger lag, ja, woran lag es denn dann? Schaut mal in Vers 16. Petrus spricht jetzt weiter und sagt in Vers 16: „Und auf den Glauben an seinen Namen, also an den Namen Jesu, an seinen Namen hin, hat sein Name diesen hier stark gemacht, den ihr seht und kennt. Der durch ihn gewirkte Glaube hat ihm diese volle Gesundheit gegeben vor euch allen.“ Petrus sagt, es war der Glaube des Mannes, deswegen ist er gesund geworden. Und das ist nun besonders interessant, denn derjenige, hier wird nicht geschrieben, ob er Christus kannte schon vorher oder nicht. Er saß da am Tempel und er war gelähmt und er suchte Hilfe. Und Petrus und Johannes kommen jetzt zu ihm und sagen: „Ich stehe auf.“ Er glaubt an den Namen Jesu und er steht auf. Das Wunder also, das in ihm passierte, war auch durch seinen Glauben ausgelöst.

[15:44] Das heißt, egal ob Johannes oder Petrus nun besonders fromme Menschen waren oder irgendeine Kraft hatten, es spielte gar keine Rolle, denn die Heilung geschah durch den Glauben des Gelähmten. Und das war für uns ganz wichtig im Missionsfeld, wenn wir sagen, oh, ich bin ja weder Petrus, noch bin ich Johannes, noch bin ich Paulus, ich kann doch nicht einfach für Heilung sorgen oder um Heilung beten. Ich muss dem Menschen, den ich heilen möchte, von Christus erzählen. Sagen: „Wenn du an Christus glaubst, kannst du gesund werden. Christus kann dich wieder ganz gesund machen. Möchtest du das annehmen? Lass uns zusammen beten.“ Und wenn derjenige das wirklich annimmt und das möchte und sagt: „Ich glaube Christus, ich habe von ihm gehört, ich habe das Evangelium gehört, ich glaube ihm“, dann kann der Mensch geheilt werden.

[16:34] Und wenn das passiert, und das habe ich in den Missionsfällen erlebt, wenn diese Kranken geheilt werden, dann sind die oft ein Riesenzeugnis für all die anderen im Dorf. Und plötzlich war da einer, ich habe mal erzählt von einem Blinden, der konnte sieben Jahre lang nichts sehen und er wurde geheilt. Er konnte wieder gucken wie in seiner Jugend. Und die Menschen, die ihn kannten, die haben sich gewundert, was ist passiert. Und wenn man ihnen das Evangelium bringt und sagt: „Nicht wir haben ihn geheilt, Christus hat das gemacht“, dann ist es ein riesiges Zeugnis für die Menschen. „Christus hat den Mann geheilt? Wie hat er das gemacht?“ „Christus hat es getan, weil der Mann geglaubt hat. Und weil der Mann ihnen geglaubt hat, hat Christus ihnen geheilt.“

[17:16] Denn wir werden noch größere Dinge sehen, als nur Wunderheilung. Sogar Auferstehung werden wir sehen können, wie Menschen aus den Toten wieder zurückkommen. Dinge, die Gott macht, um das Evangelium voranzubringen. Um anderen Menschen zum Segen zu sein. Wenn sich einer verlässt, ein Kranker, auf Christus, seinen Glauben auf Christus baut und Christus ihn heilt, ist er ein Zeugnis für alle anderen. Wenn ich bete, dass Christus jemanden zum Leben zurückbringen soll und Christus macht das, dann dafür, dass derjenige ein Zeugnis für die anderen ist. Also die Wunderzeichen sind immer zusammen mit dem Dienst in der Gemeinde oder mehr noch unter den Heiden.

[18:06] Und das hier auch. Petrus hat das gemacht und der Mann war geheilt. Und er nutzt es jetzt. Der Mann war bei ihm. Alle staunten, was denn hier passiert. Und jetzt bringt er ihnen das Evangelium. Und er macht das auf eine so gute Art und Weise. Schaut mal in Vers 17, der nächste Vers. Er sagt hier: „Und nun, ihr Brüder, ich weiß, dass ihr in Unwissenheit gehandelt habt, wie auch eure Obersten.“ Also anstatt diesen Menschen zu tadeln und zu sagen: „Ihr habt Christus umgebracht“, sagt er: „Ich weiß, ihr habt in Unwissenheit gehandelt, wie auch eure Obersten. Seid nicht zu bekümmert deswegen. Seid nicht zu traurig. Denn was ihr getan habt, das habt ihr getan, weil ihr es nicht besser wusstet. Aber ändert euer Leben jetzt.“

[18:52] Und das ist ein gutes Beispiel hier, was wir hier sehen. Zunächst, er geht ganz liebevoll und ganz milde auf diese Menschen zu. Und das sollten wir auch tun, wenn wir sehen, dass Menschen völlig verrückte Dinge machen, vielleicht sogar okkulte Dinge oder was auch immer. Dass wir sagen: „In eurer Unwissenheit tut ihr das. Ich bin dir nicht böse. Ich kann dir doch nicht böse sein, wenn du Dinge tust, weil du es nicht besser weißt.“ Und ob wir das nun sagen oder es nicht sagen, aber wir sollten die Leute erkennen lassen, dass wir ihnen nicht böse sind für das, was sie tun. Wir wollen ihnen ja Hilfe bringen. Wir wollen ihnen ja Heilung bringen. Wir wollen ihnen ja ein Segen sein und sie nicht tadeln.

[19:29] Nun im nächsten Vers 18 bis 21, in den nächsten Versen 18 bis 21, macht Petrus was Besonderes. „Gott aber hat das, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verkündigte, das nämlich der Christus leiden müsse, auf diese Weise erfüllt. So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen. Und er den sendet, der euch zuvor verkündigt wurde, Jesus Christus, der den Himmel aufnehmen muss bis zu den Zeiten der Wiederherstellung all dessen, wovon Gott durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von all das her geredet hat.“

[20:09] Nun Petrus benutzt nun die Chance und macht einen Aufruf, nachdem er sagt: „Schaut, der Mensch ist geheilt worden. Und der Mensch ist geheilt worden, weil er an Christus geglaubt hat. Und so nun auch ihr, euch trifft keine Schuld. Geht nicht zu hart mit euch ins Gericht. Ihr macht falsche Dinge, weil ihr es nicht besser wisst. Aber nun, jetzt wo ihr es gesehen habt, tut Buße, ändert euer Leben, kommt zu Christus.“ Dann wird euch auch diese Gnadengabe verliehen, wie der Geist in ihm gewirkt hat und hat ihn wieder gesund gemacht, so kann der Geist auch euer krankes Herz wieder gesund machen.

[20:48] Und das ist das, was wir den Menschen sagen wollen. In Liebe, das Evangelium in Liebe. Hast du nicht Lust, dein Leben zu verändern? Hast du nicht Lust, Christus anzunehmen? Ist es nicht das, was du dir eigentlich in deinem Herzen wünschst, aber vielleicht sind da Dinge, die dich hindern? Tu Buße. Und Gott wird dir die Kraft geben, die du brauchst, um einen neuen Weg zu gehen. Und das ist ein mächtiges Zeugnis. Petrus stellt das hier vor. Im Frühregen hat er das zu den Menschen gesagt und die Menschen wurden verändert.

[21:19] Was Petrus dann macht, ist interessant. Bei den nächsten Versen gibt er ihnen eine Bibelstunde. Wenn wir Apostelgeschichte 3, Vers 22 bis 26 lesen, dann sagt er hier: „Denn Mose hat zu den Vätern gesagt: Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern. Auf ihn sollt ihr hören in allem, was er zu euch reden wird. Und es wird geschehen, jede Seele, die nicht auf diesen Propheten hören wird, soll vertilgt werden aus dem Volk. Und alle Propheten von Samuel an und den folgenden, so viele geredet haben, sie haben auch diese Tage im Voraus angekündigt. Ihr seid Söhne der Propheten und des Bundes, den Gott mit euren Vätern schloss, als er zu Abraham sprach. Und in diesem Samen sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde. Euch zuerst hat Gott, als er seinen Knecht Jesus erweckte, ihn gesandt, um euch zu segnen, indem ein jeder von euch sich von seiner Bosheit bekehrt.“

[22:13] Nun, nachdem Petrus diesen Aufruf gemacht hat und gesagt hat: „Tut Buße“, fängt er jetzt an bei den Propheten. Da gibt es eine Bibelstunde und sagt: „Schaut mal zurück. Hat nicht Gott immer schon versucht, hat er nicht durch seine Propheten geredet. Und jetzt unterrichtet er sie, jetzt gibt er ihnen Lehre. Schaut mal, vergleicht das mal. War es nicht so?“ Und die Menschen können sich überlegen kommen. Und dann sagt er noch einmal: „Tut nun Buße.“ Mit anderen Worten, ändert doch euer Leben. Nimm doch Christus an, so würden wir es heute sagen. Tu Buße. Lass dein altes Leben und beginn ein neues Leben. Das meint es ja, wenn wir sagen, tu Buße.

[22:54] Und diese Vorgehensweise, die Petrus hier an den Tag legt, ist ein Vorbild für uns, die wir jetzt kurz vor der Zeit des Spätregens leben. Auch wir sollten so ein Vorgehen haben. Wir sollten die Dinge benutzen, die Gott uns gibt, als Zeugnis für die Welt und sollten dann mit den Menschen auf die Art und Weise ins Gespräch kommen, dass wir ganz liebevoll mit ihnen reden, aber sie so ein bisschen aufrufen: „Willst du dein Leben nicht ändern? Möchtest du nicht zu Christus kommen? Gott wird dir die Kraft geben, die du brauchst für diese neuen Wege.“ Und das können wir den Menschen versprechen, weil es ist verheißen.

[23:34] Es kommt nicht auf deine Frömmigkeit oder deinen großen Glauben an. Es kommt auch nicht auf die Kraft an, die du hast. Sondern es kommt darauf an, ob derjenige dem Zeugnis glaubt, das du ihm gibst. Denn du bist berufen, dem anderen ein Zeuge zu sein. Wenn er dieses Zeugnis annimmt, wird Gott sich um ihn kümmern. Und mehr können wir nicht. Wenn die Menschen es nicht annehmen, dann können wir sie nicht zwingen, das zu tun. Aber wenn die Menschen das annehmen, dann kann Gott der Herr viel in ihnen tun. Ob es nun Heilung ist von Krankheit, ob es eine Herzensumkehr ist, ob es Umstände sind im Leben, die Gott verändern kann. Gott kann in alle Bereiche des Lebens eingreifen. Aber das müssen wir glauben und das müssen diejenigen glauben, denen wir das sagen. Denn dann kann Gott mächtig wirken, mächtig handeln. Auf den Glauben hin werden große Dinge gemacht.

[24:27] Apostelgeschichte 4, wir gehen mal weiter. Apostelgeschichte 4, 1-3. „Während sie aber zum Volk redeten, kamen die Priester und der Hauptmann des Tempels und die Sadduzäer auf sie zu. Sie waren aufgebracht darüber, dass sie das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung aus den Toten verkündigten. Und sie legten Hand an sie und brachten sie ins Gefängnis bis zum folgenden Morgen, denn es war schon Abend.“

[24:52] Nun Petrus verkündigt, er spricht, er hält seine aufrufende Predigt und jetzt hören es die Sadduzäer. Und die Sadduzäer, das war so ein Volk, die stellten auf die Priesterschaft, die Sadduzäer. Das waren so ein bisschen die besser Begüteten im Volk, die auch so eine religiös-politische Gruppe waren wie die Pharisäer. Nur deutlich kleiner die Sadduzäer, dafür oft einflussreicher. Aber diese Sadduzäer, sie glaubten nicht an die Auferstehung. Für sie war die Auferstehung ein Märchen. Sie haben vieles angenommen, viele Dinge, die wir heute aus dem Alten Testament kennen. Aber die Auferstehung haben sie immer kategorisch abgelehnt. Jetzt kommen da Petrus und Johannes und verkündigen in Vollmacht die Auferstehung. Die Auferstehung von Jesus und dass auch wir auferstehen können aus den Toten. Und natürlich waren sie nicht besonders glücklich. Jetzt hatten sie nicht nur die Pharisäer, sondern auch die Sadduzäer gegen sich. Und die haben natürlich gleich den Hauptmann hier gerufen, den Hauptmann der Wache. Priester kamen dazu und sie haben jetzt dafür gesorgt, dass sie ins Gefängnis gebracht werden.

[25:57] Aber dann heißt es hier im Vers 4: „Aber viele von denen, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig. Und die Zahl der Männer stieg auf etwa 5.000.“ Plötzlich, Petrus und Johannes hatten gepredigt, sie hatten die Chance benutzt, vor dem Volk zu sprechen und zu sagen: „Bitte bekehrt euch.“ Sie haben es ja voller Liebe gemacht, kein zorniger Aufruf, sondern voller Liebe. „Bitte ändert euer Leben. Über die Zeit der Unwissenheit zieht der Herr hinweg. Ihr wusstet nicht, dass ihr falsch gehandelt habt. Aber nun könnt ihr es schaffen. Geht jetzt den richtigen Weg und der Herr wird euch segnen.“

[26:32] Nun die Sadduzäer natürlich völlig aufgebracht und sie stecken jetzt ins Gefängnis. Aber aufgrund von dieser Botschaft hier heißt es: „Viele von denen, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig. Die Gemeinde wuchs auf etwa 5.000 Mann.“ Also sie verdoppelte sich ungefähr. Knapp. In kürzester Zeit war das Gemeindewachstum verdoppelt. Also nicht das Wachstum, sondern die Mitgliederzahl. Viel, viel mehr kam dazu. Durch das ehrliche Zeugnis und den ehrlichen Aufruf von Petrus konnte der Geist den Herzen der Menschen wirken und sie konnten eine ehrliche Antwort geben. Und diese Antwort haben sie dem Geist gegeben: „Bitte hilf mir, ich möchte auch dazu gehören. Bitte hilf mir, ich möchte zu deiner Gemeinde gehören.“

[27:20] Nun weiter geht es hier, wenn wir jetzt die nächsten Verse lesen, 5 bis 10. Dann heißt es hier: „Es geschah aber am folgenden Morgen, dass sich ihre Obersten und Ältesten und Schriftgelehrten in Jerusalem versammelten, auch Hannas der Hohepriester und Kaiaphas und Johannes und Alexander und alle, die aus hohepriesterlichem Geschlecht waren. Und sie stellten sie in ihre Mitte und fragten sie: Durch welche Kraft oder in welchem Namen habt ihr das getan? Da sprach Petrus vom Heiligen Geist erfüllt zu ihnen: Ihr Obersten des Volkes und die Ältesten von Israel, wenn wir heute wegen der Wohltat an einen kranken Menschen verhört werden, durch wen er geheilt worden ist, so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel bekannt gemacht, dass durch den Namen Jesu Christi, des Nazareners, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten, dass dieser durch ihn gesund vor euch steht.“

[28:13] Nun, Petrus bekennt hier zunächst Christus. „Warum sind wir hier? Warum fragt ihr uns, durch welche Kraft der gesund gemacht worden ist? Es ist Jesus, der Nazarener.“ Also ganz erstes Zeugnis auf Christus. Christus war es. Denn auch die Menschen, die Obersten, die Priester, auch sie müssen das Zeugnis Jesu hören, denn auch von ihnen werden sich Menschen bekehren. Wir kennen das ja, dass sogar einige Pharisäer sich bekehrt haben. Joseph von Arimathea ist so ein Beispiel oder auch Nikodemus oder auch Saulus von Tarsus später. Das sind ja alles auch Pharisäer gewesen, die sich bekehrt haben. Und jetzt wird hier ein Zeugnis gegeben vor dem Hohen Rat oder vor dem obersten Volk. Sogar der Hohepriester war dabei, also der Vorsitzende des Hohen Rates. Und da stehen die nun und müssen sich verantworten.

[29:03] Und es ist auch interessant, dass die Bibel schon gesagt hat, Christus sagt zu seinen Jüngern: „Habt keine Angst, wenn sie euch vor die Obersten und vor die Gerichte stellen. Überlegt nicht, was ihr in dem Moment sagen sollt, denn der Geist wird durch euch sprechen.“ Und genau hier lesen wir dieses Zeugnis. Sie werden vorgeführt vor die Obersten. Und es heißt hier: „Und der Geist Gottes war in Petrus und er half.“ So der Geist Gottes half nun Petrus in dieser Lage und der Geist Gottes gibt ein Zeugnis. Er gibt ein Zeugnis gegenüber den Oberen hier. Und Petrus, und das wollen wir hier noch mal unterstreichen, er ist sehr, sehr höflich gegenüber dem Hohen Rat. Und das wollen wir auch sein, wenn man uns zitiert vor die hohen Positionen, damit wir da Rede und Antwort stehen. Wir wollen höflich und liebevoll sein.

[29:46] Lesen wir mal Vers 11 bis 14. Petrus geht nun weiter und er sagt: „Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verworfen wurde, der zum Eckstein geworden ist. Und es ist in keinem anderen das Heil, denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen.“ „Als sie aber die Freimütigkeit von Petrus und Johannes sahen und erfuhren, dass die ungelehrten Leute und Laien seien, verwunderten sie sich und sie erkannten, dass sie mit Jesus gewesen waren. Da sie aber den Menschen bei ihnen stehen sahen, der geheilt worden war, konnten sie nichts dagegen sagen. Und noch immer stand der geheilte Mann neben ihnen als ein Zeugnis.“

[30:31] Und die Pharisäer und die Sadduzäer oder noch mehr der Hohe Rat, sie wunderten sich jetzt. Denn Petrus und Johannes, eigentlich Laien, also sie hatten keine besondere Ausbildung, sie wurden nicht in den hohen Schulen unterwiesen. Und sie fangen plötzlich an, das Alte Testament zu zitieren. Und das hat sogar den Hohen Rat sehr stutzig gemacht. Und dann sehen sie diesen Menschen daneben stehen, also der Geist Gottes gibt ja ein sehr deutliches Zeugnis. Der Geist Gottes spricht ja durch Petrus. Und Petrus gibt jetzt ein Zeugnis, er zitiert das Alte Testament, aber Petrus ist ein Fischer. Und der Hohe Rat schaut und sagt: „Was ist denn da los? Warum weiß der das? Warum kennen die sich so gut aus in der Schrift? Sie sind doch Laien.“ Jetzt werden sie ein bisschen überführt, zum einen dadurch, dass sie das Zeugnis von Petrus hören, zum anderen dadurch, dass sie auch den Geheilten sehen, der ja immer noch da steht. In ihrem Herzen werden sie eigentlich überführt. Und sie wissen, die hätten vielleicht schon recht. Vielleicht sollten wir uns mal genauer angucken.

[31:31] Aber was passiert, ist genau das Gegenteil. In den nächsten Versen, jetzt wo sie eigentlich das Zeugnis sehen, heißt es hier Vers 15: „Da befahlen sie ihn, aus dem Hohen Rat hinauszugehen und beratstark miteinander und sprachen: Was sollen wir mit diesen Menschen tun? Denn dass ein offenkundiges Zeichen durch sie geschehen ist, das ist allen Bewohnern von Jerusalem bekannt. Und wir können es nicht leugnen. Aber damit es sich nicht weiter an dem Volk verbreitet, wollen wir ihn ernstlich drohen, damit sie künftig zu keinem Menschen mehr in diesem Namen reden.“ Und sie ließen sie rufen und geboten ihn überhaupt nicht mehr, in dem Namen Jesus zu reden noch zu lehren.

[32:14] Nun, interessant, dass hier steht, sie wussten, dass es recht ist, was sie sagen. Also Petrus und Johannes, ihr Zeugnis kam an bei dem Hohen Rat. Und sie mussten auch zugeben: Ja, wir können nicht leugnen, dass hier wirklich ein Wunder geschehen ist. Aber das schafft jetzt zu viel Aufruhr hier in der Stadt. Das wollen wir nicht. Was sollen die Römer, also der Staat von uns, denken, wenn sowas plötzlich passiert und wir hier plötzlich so eine Sektenbildung haben? Und sie beratschlagen untereinander und sagen: „Wir wollen ihnen ein Redeverbot geben.“ Und so wurde ein Redeverbot gegeben an die beiden Apostel.

[32:55] Interessant, also es ging hier nicht darum, ob es wahr oder falsch ist, was sie sagen. Es ging hier mehr um politische Motive, denn sogar der Hohe Rat musste hier bekennen, ihr Zeugnis ist schon wahr. Aber aus irgendeinem Grund, und es werden die politischen Motive sein in dieser Zeit, also der Staat und die Kirche, die sollen irgendwie zusammen, die arbeiten zusammen. Also wird gesagt: „Wisst ihr was, macht lieber nicht so einen großen Aufwand, schweigt lieber stille.“ Genau genommen wollen wir es mal so ausdrücken, wir verbieten euch weiterhin, im Namen Jesu zu reden. Also sie bekommen ein Redeverbot, obwohl sie die Wahrheit gesagt haben.

[33:31] Und wir reagieren, Johannes und Petrus, auf dieses Redeverbot. Ab Vers 19 lesen wir: „Aber Petrus und Johannes antworteten ihnen und sprachen: Entscheidet ihr selbst, ob es vor Gott recht ist, euch mehr zu gehorchen als Gott. Denn es ist uns unmöglich, nicht von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.“ Sie aber drohten ihnen noch weiter und ließen sie frei, weil sie wegen des Volkes keinen Weg fanden, sie zu bestrafen. Denn alle priesen Gott über dem, was geschehen war.

[34:05] Der Mensch, an dem dieses Zeichen der Heilung geschehen war, war nämlich über 40 Jahre alt. Dieser Mensch, der war die ganze Zeit da, und Gott hat ihn sozusagen benutzt als ein Schutz für seine Jünger. Weil das ganze Volk das gesehen hat. Der Mensch stand immer noch neben Petrus und Johannes, seit sie ihm geheilt haben, will er nicht von ihrer Seite. Und selbst jetzt beim Hohen Rat war er mit dabei, und die Menschen wussten das. Und der Hohe Rat konnte eigentlich nichts machen, denn alles stand gegen ihn. Und trotzdem wollen sie sagen: „Macht bloß nicht so einen Aufstand. Redeverbot.“ Und jetzt drohen sie ihn, aber sie können nicht mehr machen. Es steht hier, sie drohen ihn sogar noch schlimmer, mit noch mächtigeren Worten. Aber Petrus und Johannes müssen bekennen: Wem sollen wir mehr gehorchen? Dem Hohen Rat oder Gott?

[34:55] Nun ist es richtig. Was Petrus und Johannes auch tun und was wir auch von Paulus kennen, man soll sich dem Staat unterordnen. Auch den Obersten, auch den Leitern. Aber man muss Gott in erster Linie gehorchen. Gott steht über allen Königen der Erde. Und Gott sind wir verpflichtet. Natürlich sollen wir uns den Königen der Erde und auch den religiösen Führern unterordnen. Aber wenn Gott uns einen Auftrag gibt, sein Evangelium zu predigen, überall, dann sollen wir das tun. Dafür stehen wir in Verantwortung Gott gegenüber.

[35:31] Und so wurden jetzt die Jünger wieder freigelassen, denn Gott kümmerte sich um sie. Und sie predigten weiter. Wir gucken uns gleich noch mal an, wie das noch größer aussieht. Wie Gott da eingreift. Aber zwischendurch machen wir einen kleinen Sprung, weil wir den in der Lektion auch gemacht haben. Und wir springen jetzt mal in die Geschichte von Hananias und Saphira.

[35:52] Innerhalb der ersten Gemeinde gab es ja nicht nur Menschen, die wirklich so ein Herz und eine Seele waren, weil wir das am Anfang gelesen haben. Sondern es gab so ein paar schwarze Schafe zwischendrin. Während jetzt zum Beispiel der Joses, also der auch Barnabas genannt wird, seinen Acker verkauft hat und das Geld den Aposteln zu Füßen gelegt hat. Und damit ein großes Vorbild war auch für andere Gläubige und er wirklich einen hohen Namen bekam in der Gemeinde und viele zu ihm aufblickten, was er für ein netter Kerl ist und wie treu und wie fromm sein Glaube ist, passierte genau das Gegenteil mit dem Pärchen Hananias und Saphira. Und wir lesen mal die Geschichte in Apostelgeschichte 5, 1-13.

[36:33] „Ein Mann aber mit Namen Hananias verkaufte ein Grundstück zusammen mit seiner Frau Saphira und schaffte etwas von dem Erlös für sich beiseite mit Wissen seiner Frau und er brachte einen Teil davon und legte ihn den Aposteln zu Füßen. Petrus aber sprach: Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, sodass du den Heiligen Geist belogen hast und von dem Erlös des Gutes etwas für dich auf die Seite geschafft hast? Hättest du es nicht als dein Eigentum behalten können? Und als du es verkauft hattest, war es nicht in deiner Gewalt? Warum hast du denn in deinem Herzen diese Tat beschlossen? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott. Als aber Hananias diese Worte hörte, fiel er nieder und verschwand. Und es kam große Furcht über alle, die dies hörten. Und die jungen Männer standen auf, höhlten ihn ein, trugen ihn hinaus und begruben ihn. Und es geschah, dass nach ungefähr drei Stunden auch seine Frau hereinkam, ohne zu wissen, was sie ereignet hatte. Da richtete Petrus das Wort an sie, sage mir, habt ihr das Gut um so und so viel verkauft? Sie sprach: Ja, um so viel. Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid ihr übereingekommen, den Geist des Herrn zu versuchen? Siehe, die Füße derer, die deinen Mann begraben haben, sind vor der Tür, und sie werden auch dich hinaustragen. Da fiel sie sogleich zu seinen Füßen nieder und verschwand. Und als die jungen Männer hereinkamen, fanden sie sie tot und trugen sie hinaus und begruben sie bei ihrem Mann. Und es kam große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die dies hörten.“

[38:01] Vers zwölf. „Durch die Hände der Apostel aber geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volk, und sie waren alle einmütig beisammen in der Halle Salomos. Von den übrigen aber wagte keiner, sich ihnen anzuschließen, doch das Volk schätzte sie hoch.“

[38:19] Und die erste Gemeinde, wir hatten vorhin von dieser Güterteilung schon gelesen, dass sie alle aufeinander achteten, also jeder versuchte, dem anderen etwas Gutes zu tun. Und der Joses tat es. Und jetzt Hananias und Saphira, die tun auch so etwas Ähnliches. Also sie geben auch was in die Gemeinde, aber die Strafe war doch sehr schlimm, wenn wir das lesen. Also sie hatten ein Acker verkauft, hatten dann den Erlös genommen, haben davon einen Teil für sich behalten und haben den anderen Teil in die Gemeinde gebracht. Und es wird scharf getadelt. Warum wird das so scharf getadelt? Wahrscheinlich, weil sie nicht gesagt haben, was sie tun. Sie haben wahrscheinlich gesagt: „Wir werden den Acker verkaufen und den Erlös der Gemeinde geben.“ Und sie haben nicht gesagt: „Wir werden einen Teil davon behalten.“ Hätten sie es am Anfang gesagt, dann wäre das ja okay. Aber sie haben es nicht gesagt, aber sie haben versucht, sich einen hohen Namen in der Gemeinde zu machen. Und sozusagen den Rest davon, den sie jetzt behalten haben, von dem Geld wollten sie jetzt selbst leben. Und das war nicht aufrichtig.

[39:27] Ellen White schreibt dazu. Und wir lesen das mal ganz kurz. In „Gute Nachricht für alle“ 48.1. Da schreibt sie: „In seiner unendlichen Weisheit sah Gott, dass diese aufsehenerregende Bekundung seines Zorns notwendig war, um die junge Gemeinde vor sittlichem Verfall zu bewahren. Ihre Gliederzahlen nahmen schnell zu. Die Gemeinde wäre in Gefahr gekommen, wenn bei dem schnellen Zuwachs an Bekehrten auch Männer und Frauen dazugekommen wären, die zwar beteuerten, Gott zu dienen, sich in Wirklichkeit aber an irdischen Besitz klammern. Dieses Urteil hat bestätigt, dass Menschen Gott nicht täuschen können, dass er die verborgenen Sünden des Herzens aufdeckt und sich nicht spotten lässt. Es sollte der Gemeinde zur Warnung dienen und sie dahin führen, Schein und Heuchelei zu meiden. Sie sollte sich hüten, Gott zu berauben.“

[40:20] Nun, das hatte Petrus nun ja auch dem Hananias gesagt. Warum hast du den Geist Gottes betrogen? Nun, Hananias hat vor allem die Gemeinde Gottes betrogen, aber Petrus sagt: „Warum hast du den Geist Gottes betrogen?“ Hananias hatte ein Gelübde gegeben vor Gott und hat gesagt: „Ich werde diesen Acker verkaufen und das Geld soll in die Gemeinde.“ Und nun, wie viel Gelübde? Die Gemeinde hat gestaunt darüber und gesagt: „Was für ein großes Zeugnis.“ Und als Hananias und Saphira zu Hause waren, haben sie überlegt, was sollen wir da machen? Und sie entschieden dann: Na ja, vielleicht haben wir vorschnell gehandelt, vielleicht haben wir vorschnell gesagt, wir geben das Geld und vielleicht behalten wir doch was davon. Und haben dann den größten Teil von dem Geld behalten. Und den kleineren Teil, den bringen sie jetzt in die Gemeinde. Aber sagen nicht, das ist nur ein Teil, dass sie das meiste behalten haben. Das heißt, die Gemeinde lobt sie und preist sie für das, was sie getan haben, denn es war gut und es war eine barmherzige Tat und zeugt von ihrem frommen Leben. Aber sie belügen jetzt die Gemeinde und so schleicht sich jetzt etwas hinein in die Gemeinde, was da nicht hinein darf: Heuchelei und falscher Schein. Und Gott straft sie sehr dafür. Obwohl sie die Gemeinde belogen haben, haben sie den Geist Gottes betrogen. Obwohl sie die Gemeinde belogen haben, sagt Petrus: „Ihr habt Gottes Geist betrogen.“

[41:48] Nun, die Bibel, das kennen wir aus Zacharia 2, Vers 12. Da gibt Gott dieses Zeugnis über sein Volk und sagt: „Wer euch antastet, der tastet meinen Augapfel an.“ Und so ist es auch hier zu sehen. Es war ja nicht so, dass es so eine Spontanhandlung war und Hananias und Saphira plötzlich aus einer wilden Laune heraus plötzlich tot umfielen, sondern es muss eine Vorgeschichte gegeben haben. Das heißt, Hananias und Saphira hatten schon in ihrem Herzen falsche, böse Entschlüsse gefasst und der Geist hatte sie schon ermahnt, das nicht zu tun, zurückzugehen. Sie wussten jetzt, was das Richtige ist und haben trotzdem darauf beharrt, das Falsche zu tun, ohne es der Gemeinde zu sagen. Sie hätten eben mit Petrus sprechen können, aber sie wollten diesen Schein bewahren, wollten möglichst heilig dastehen, aber eigentlich wollten sie die Gemeinde beklauen. Denn das Geld, das eigentlich schon der Gemeinde gehörte, haben sie genommen für sich selbst. Damit haben sie Gott beraubt und Gott hat sie dafür schwer gestraft.

[42:48] Nun, wenn wir jetzt noch einmal zurückgehen, wir hatten ja gerade eben schon gelesen von der Verhaftung und wir schauen uns noch mal eine Geschichte an von der Verhaftung, denn das ist auch unser Donnerstagsthema gewesen in unserer Lektion. Schauen wir uns mal in Apostelgeschichte 5 an, die zweite Verhaftung. Apostelgeschichte 5, Verse 14 bis 16.

[43:11] Apostelgeschichte 5, 14 bis 16. Hier heißt es: „Und immer mehr wurden hinzugetan, die an den Herrn glaubten, eine Menge von Männern und Frauen, also noch immer ein Riesenwachstum in der Gemeinde, sodass man die Kranken auf die Gassen hinaustrug und sie auf Betten und Bahren legte, damit, wenn Petrus käme, auch nur sein Schatten auf einen von ihnen fiele. Es kamen aber auch viele aus den umliegenden Städten in Jerusalem zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte, die alle geheilt wurden.“

[43:50] Nun, Petrus war jetzt, oder die Apostel vielmehr, die Apostel waren schon wieder unterwegs und jetzt merkt, die Gemeinde wuchs und wuchs und wuchs und Gott hat jetzt seinen Heiligen Geist gegeben, also immer noch der Frühregen. Und jetzt passiert es so weit, dass die Menschen, immer mehr kamen dazu und jetzt legten die Menschen schon die Kranken auf die Gassen, dass, wenn die Apostel vorbeigingen, dass auch nur der Schatten auf sie fiele und sie geheilt werden. Was für ein gewaltiges Zeugnis für die Apostel. Gott bezeugt: Das ist mein Volk. Und Gott bezeugt: Ich liebe die Menschen, die Kranken, die noch nicht zu meiner Gemeinde gehören. Kommt doch dazu. Sie gehen nur vorbei und die Kranken werden gesund.

[44:32] Schaut euch das mal an, was hier mit Paulus geschehen ist, in Apostelgeschichte 19, Vers 12. Apostelgeschichte 19, Vers 12. Wir lesen Vers 11 und 12. „Und Gott wirkte ungewöhnliche Wunder durch die Hände des Paulus, sodass sogar Schweißtücher oder Gürtel von seinem Leib zu den Kranken gebracht wurden und die Krankheiten von ihnen wichen und die bösen Geister von ihnen ausfuhren.“ Und Gott gab nun Zeugnis: Das sind meine Jünger, das sind meine Knechte. Nur ein Gürtel von Paulus oder ein Schweißtuch von Paulus heilte jetzt schon die Menschen. Gewaltige Zeugnisse, die Gott hier in der Zeit des Frühregens gegeben hat.

[45:13] Der Frühregen ist aber nur ein schwacher Vergleich zu dem mächtigen Spätregen, der am Ende der Zeiten kommt. Also wenn damals schon solche großen Wunder passiert sind, in der ersten Gemeinde zur Zeit des Frühregens, wie viel größere Wunder werden am Ende passieren, wenn der Spätregen kommt, der deutlich mächtiger sein wird als der erste Regen. Ellen White beschreibt das so in „Christi Gleichnisse“ 118, 2. Absatz. „Diese Szenen sollen sich wiederholen und zwar mit noch größerer Kraft. Die Ausgießung des Heiligen Geistes am Pfingsttage war der Frühregen. Der Spätregen wird noch reichlicher fallen. Der Geist Gottes wartet darauf, dass wir nach ihm verlangen und ihn annehmen. Christus soll durch die Kraft des Heiligen Geistes wiederum in seiner Fülle offenbart werden. Menschen werden den Wert der köstlichen Perle erkennen und mit dem Apostel Paulus sagen: Was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden geachtet. Ja, ich achte es noch alles für Schaden gegen die überschwängliche Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn.“

[46:21] Nun hier bezeugt sie, dass das, was am Anfang war, schon gewaltig war. Aber dass es am Ende kommt, der Spätregen, noch mannigfaltiger sein wird, noch mehr Offenbarungen wird es geben, noch größere Wunder und noch mehr Zeugnisse werden gesehen und gehört werden unter den Heiden. Denn die ganze Erde muss erleuchtet werden von dem Engel, an dem in Offenbarung 18 beschrieben ist. Und auch wir werden durch eine Zeit gehen, in der wir Verfolgung leiden, so wie die erste Gemeinde. Denn auch die erste Gemeinde wurde angegriffen, sie wurde verfolgt, vor allem von den Führern des Volkes. Das ist ein Beispiel auf das, was am Ende passiert. Denn auch wir werden am Ende, wenn diese Verkündigung einsetzen wird, furchtbar verfolgt werden.

[47:04] Aber schaut, was passiert in dieser Verfolgung. Apostelgeschichte 5, wir lesen 17 bis 20, jetzt kommt ja diese Gefangenschaft, und noch Vers 25 dazu, 17 bis 20 und 25. „Es erhob sich aber der Hohepriester und sein ganzer Anhang, nämlich die Richtung der Sadduzäer. Sie waren voll Eifersucht und legten ihre Hände an die Apostel und brachten sie in öffentliche Gewahrsam. Aber ein Engel des Herrn öffnete in der Nacht die Türen des Gefängnisses, führte sie hinaus und sprach: Geht hin, tretet auf und redet im Tempel zum Volk alle Worte dieses Lebens.“ Vers 25. „Da kam jemand und meldete ihn, also den Hohen Priestern, und sprach: Siehe, die Männer, die ihr ins Gefängnis gebracht habt, stehen im Tempel und lehren das Volk.“

[47:53] Nun, Satan hat versucht, das Werk der Evangeliumsverkündigung zu unterbinden in der Zeit des Frühregens, denn es war gewaltig, so viele Menschen nahmen Christus an. Jetzt steckt er die Apostel ins Gefängnis. Gott schickt ein Engel und holt sie wieder raus und sagt: „Geht wieder in den Tempel und erzählt weiter.“ Sie wurden ja festgenommen und sie trafen sich ja sonst üblich im Tempel, jetzt wurden sie festgenommen und wurden eingesperrt. Gott befreit sie aus dem Gefängnis und sagt: „Geht wieder in den Tempel und verkündigt weiter, macht weiter.“ Es erinnert so ein bisschen an die Zeit der Zehn Plagen in Ägypten. Der Pharao hält sie fest und Gott sagt: „Ich befreie sie.“

[48:39] Aber gegen Gott kann man nicht kämpfen und in der Zeit hier, als die Verkündigung ausgeführt werden musste, hat Gott selbst eingegriffen und nicht nur durch seinen Heiligen Geist die Menschen so bewegt, dass sie ein kraftvolles, unendlich mächtiges Zeugnis geben konnten, durch Zeichen, Wunder und durch ihre Worte, sondern er hat sogar Engel geschickt, um sie vor Gefahren zu bewahren, um niemanden eingesperrt zu lassen, denn sie hatten ja eine Aufgabe zu tun.

[49:05] Ein sehr interessantes Beispiel für das, was uns bevorsteht, denn auch wir werden ja in diese Verfolgung hineinkommen. Wenn wir verkünden, werden wir Gegner haben, besonders staatliche und Oberste aus den Religionen, so wie damals die Sadduzäer oder die Pharisäer, die Hohepriester. Sie werden gegen das einfache Evangelium sein, das wir aber mit aller Kraft und mit aller Macht und mit allem Einsatz der Welt verkünden wollen. Man wird uns verfolgen, man wird uns vielleicht in Gefängnisse stecken. Einige werden auch dort bleiben, aber viele werden auch wieder rausgeholt werden durch Wunder und Zeichen. Und wir werden verkündigen, wie wir noch nie vorher verkündigt haben.

[49:39] Nur heute müssen wir die Anfänge machen. Das heißt in der Bibel, was müssen wir tun? „Tut Buße und an jedem von euch lasst euch taufen.“ So werden wir die Gabe Gottes empfangen. Das heißt, wir müssen heute eine Lebensumkehr machen. Wir müssen Buße tun, wir müssen Gott unsere Sünden bringen und wir müssen unser Leben ändern wollen. Das zeigen wir durch die Taufe. Ich möchte mein altes Leben abgeben, möchte neu anfangen. Die Taufe ein Symbol für: Ich lege mein altes Leben in den Tod und stehe zu einem neuen Leben auf. Paulus sagte: „Ich sterbe täglich.“ Das muss auch unser Leitsatz sein jeden Tag. Ich möchte den alten Menschen sterben. Ich möchte ein neuer Mensch sein.

[50:16] Und dann verheißt Gott: Ihr werdet die Gabe aus dem Himmel empfangen. Der Heilige Geist wird kommen, der Spätregen wird fallen. Aber der Spätregen fällt nur da, wo auch der Frühregen gefallen ist. Wenn du Christus deinem Leben schon angenommen hast, dann ist es heute die Zeit, das Leben zu heiligen. Die Wahrheiten, die man kennt, auch umzusetzen. Tun wir das? Wird in unserer Mitte ein solches Zusammenhalt sein, dass dieses Zeugnis der Welt nicht verborgen sein kann? Denn an eurer Liebe werden sie euch erkennen. Und dann wird der Spätregen ausgegossen auf euch und das Zeugnis, das heute vielleicht noch so behindert wird in der Welt, wird plötzlich mit einer Vollmacht herausgehen, dass niemand dieses Zeugnis mehr zurückhalten kann. Und dann sind wir ganz kurz, ganz kurz vor der Ernte. Christus kommt wieder und wird sein Volk befreien. Die Toten werden auferstehen und wir werden gemeinsam in den Himmel zu Christus kommen. Auf die Zeit freue ich mich.

[51:12] Und schon heute können wir Vorbereitungen treffen. Aber in unserem Leben muss es anfangen. In unserem Herz muss es anfangen. Diese Reformation, diese Veränderung, diese Heiligung. Lasst uns gemeinsam das tun und die Geschwister um uns herum in unseren jeweiligen Gemeinden unterstützen. Sie nicht verurteilen, wenn sie falsche Dinge machen, sondern sie unterstützen, ihnen helfen. So wie Petrus mit den Menschen gesprochen hat, ob es nun religiöse Menschen waren oder Heiden waren. So viel Liebe, wie er sprach, müssen wir auch sprechen. Und ich lade ein, dass wir gemeinsam dafür beten und Gott bitten, dass er das in uns auch umsetzt.

[51:45] Lasst uns beten. Unser lieber Vater im Himmel, wir danken dir dafür, dass wir dieses Zeugnis aus der ersten Gemeinde haben, wie sie gelebt haben in der Zeit des Frühregens. Und Herr, wir wissen, dass bald der Spätregen fällt. Und Herr, wir möchten bereit sein dafür, um dann gewaltig in der Welt zu wirken. Dass deine Kraft in der Welt sichtbar wird und Menschen sich bekehren. Bitte, Herr, heilige deine Gemeinde, heilige unsere Herzen, heile uns von der Gewalt der Sünde und verändere uns, damit wir deinen Charakter an uns tragen und die Welt es in uns sehen kann, dass sie sieht, dass dein Volk heute noch auf dieser Erde lebt und dass noch Rettung vorhanden ist. Viele können noch gerufen werden. Lieber Vater, bitte fang in unserem Herzen damit an und lass dieses Werk die ganze Welt ergreifen. Und hab Dank dafür. Im Namen Jesu. Amen.

[53:37] Vielen Dank, dass wir gemeinsam studieren durften. Es ist schön zu sehen, wie die erste Gemeinde gelebt hat. Und es wäre vielleicht für uns heute an der Zeit, genau das Gleiche zu tun. So zu leben, wie damals die Jünger gelebt haben. Fest zu sein in der Lehre der Apostel. Abzuweichen von dem ewigen Evangelium und es zu verkünden, wo wir können, aber in Liebe. Um mit Vollmacht Aufrufe zu machen: Willst du nicht Christus folgen? Denn dafür hat Christus uns gesandt. Gottes Segen euch dafür für den Dienst in seinem Weinberg. Und bis zum nächsten Mal.


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