In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour 2018 Q3 mit Olaf Schröer geht es um die Apostelgeschichte, speziell um die ersten Leiter der Gemeinde. Es wird beleuchtet, wie die frühe christliche Gemeinde organisiert wurde und welche Rolle die ersten Diakone und Apostel spielten. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Dienst von Stephanus, seiner Verteidigungsrede vor dem Hohen Rat und seiner Vision, die die Bedeutung von Jesus als Richter und Erlöser unterstreicht. Die Lektion erklärt auch die prophetische Zeitlinie aus dem Buch Daniel und wie sie sich auf die Gnadenzeit für die Juden bezieht, sowie die Verbreitung des Evangeliums durch Philippus und die Gründung von Gemeinden.
Die Apostelgeschichte (CSH 2018 Q3): 4. Die ersten Leiter der Gemeinde
Olaf Schröer · Cannstatt Study Hour 2018 Q3: Die Apostelgeschichte ·Themen: Altes Testament, Apostelgeschichte, Bibel, Bibelstudium, Hebräer, Micha, Neues TestamentPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Cannstatt Study Hour
Wir laden verschiedene Sprecher ein um mit uns gemeinsam die Studienhefte der Sabbat Schule des aktuellen Quartals zu studieren. Neue Folgen wöchentlich!
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
- Cannstatt Study Hour 2017 Q4: Der Römerbrief (Reformations-Spezial)
- Cannstatt Study Hour 2018 Q1: Haushalterschaft – Motive des Herzens
- Cannstatt Study Hour 2018 Q3: Die Apostelgeschichte
- Cannstatt Study Hour 2018 Q4: Einheit in Christus
- Cannstatt Study Hour 2019 Q1: Die Offenbarung
- Cannstatt Study Hour 2019 Q2: Familien Zeiten
- Cannstatt Study Hour - Spezial 2019 Q4: Esra & Nehemia
- Cannstatt Study Hour 2020 Q2: Wie legen wir die Bibel aus?
Weitere Aufnahmen
Serie: Cannstatt Study Hour 2018 Q3: Die Apostelgeschichte
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Transkript
[0:00] Herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir haben dieses Mal Lektion Nummer 4 vom dritten Viertel 2018. Das Thema lautet die Apostelgeschichte. Die Lektion 4 hat als Titel die ersten Leiter der Gemeinde. Bevor wir einsteigen in das Thema, lade ich alle ein, dass wir zusammen beten. Himmelschöpfer Vater, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir jetzt wieder zusammen dein Wort studieren können. Wir danken dir, dass wir diese Studienanleitungen haben dürfen, die uns zeigen, wie dein Wort zu verstehen ist und was du damals alles dort hineingelegt hast. Und wir haben den Bericht von der ersten Christenheit. Wir danken dir, dass wir diesen Bericht haben dürfen, als ein Zeugnis für uns, hilft, dass wir auch dafür uns lernen können, was für unsere heutigen Tage wichtig ist. Habt du Dank dafür. In Jesu Namen. Amen.
[1:06] Ja, es geht um die ersten Leiter der Gemeinde. Die Gemeinde war ja gegründet worden, Pfingsten war geschehen und das war ja so der Startschuss für die Gemeinde. Aber nach Pfingsten kamen ja dann auch die vielen Taufen und dann musste ja auch was organisiert werden. Und wenn so eine Bewegung in den Anfangstagen ist, dann ist meistens Organisation eher etwas, was man so skeptisch sieht, was dann erst mit der Zeit wächst mit der Größe. Und so war es hier auch. Da werden wir uns heute anschauen, wie die Gemeinde organisatorisch gewachsen ist und wie Gott das geführt hat, Schritt für Schritt, dass das auch alles in gute Bahn gelaufen ist.
[1:48] Ja, der Merktext dieser Lektion finden wir in der Apostelgeschichte, Kapitel 6, Vers 7. Und das Wort Gottes breitete sich aus und die Zahl der Jünger wurde sehr groß in Jerusalem. Es wurden auch viele Priester dem Glauben gehorsam. Ja, hier können wir übrigens sehen, was die Folge des Handelns der Gemeinde und auch Gottes ist. Wenn der Heilige Geist wirkt, dann sehen wir, dass Gottes Wort sich ausbreitet, dass auch die Gemeinde wächst. Und zwar sie wächst nach innen, dass sie stärker wird, dass sie sich besser organisiert, dass der Glaube zunimmt. Und sie wächst nach außen, dass auch mehr Taufen sind. Und hier steht sogar auch, dass Priester dem Glauben gehorsam wurden. Das ist schon sehr erstaunlich, weil die Priester ja eigentlich die Gegner von Jesus waren. Und das war nicht ganz einfach, diese Menschen zu bewegen, auch Jesus anzunehmen.
[2:37] Ja, ich habe jetzt das so aufgeteilt, fünf Teile von dieser Zeit. Erstens die Nennung der Sieben. Und zwar habe ich das ausgerichtet nach den Tagen, die wir auch jetzt hier in der Lektion vorfinden. Erstens die Nennung der Sieben. Zweitens der Dienst von Stephanus. Drittens vor dem Hohen Rat. Viertens Jesus im himmlischen Gerichtssaal. Und fünftens die Verbreitung des Evangeliums. Und da werde ich jetzt Schritt für Schritt auch immer vorgehen. Und zwar werde ich nicht den ganzen Text lesen, weil das ein sehr langer Text ist. Da sind noch sehr viele Bibeltexte angegeben. Dann wäre schon die Zeit schon vorbei, wenn wir nur den Text lesen würden. Deswegen lade ich euch immer ein, wenn wir zum nächsten Abschnitt kommen, zum nächsten Tag kommen, dass ihr kurz das Video stoppt, den Bibeltext euch durchlest und dann das Video weiter anschaut, das Material zu dem Abschnitt, was gerade aktuell dran ist.
[3:27] Das Erste, die Nennung der Sieben. Das ist Apostelgeschichte Kapitel 6, Verse 1 bis 6. Und zwar, es gab damals in der Urgemeinde ja nur Juden eigentlich. Es waren alles nur Juden Christen. Und es gab judäische Juden und hellenistische Juden. Judäische Juden, das waren vor allen Dingen diejenigen, die ihre Wurzeln in Jerusalem hatten, in Judäa hatten und die eigentlich auch mit dem Tempel, Zeremonien und dem ganzen jüdischen Kult sehr gut vertraut waren. Und die hellenistischen Juden waren eigentlich Juden, die von außerhalb Jerusalems im hellenistischen Raum, im griechischen Raum oder auch im kleinasiatischen Raum groß geworden sind. Teilweise dort auch lebten, teilweise aber auch schon nach Jerusalem gekommen waren. Also es lebte noch eine ganze Reihe hellenistischer Juden in Jerusalem. Und die hatten auch Unterschiede in ihrer Sprache. Die judäischen Juden sprachen natürlich Hebräisch, Griechisch natürlich auch, weil es ja die Schriftsprache war. Aber die hellenistischen Juden konnten nicht immer Hebräisch. Die konnten natürlich vor allen Dingen Griechisch. Die Traditionen unterschieden sich kulturell und auch religiös, dass sie verschiedene Hintergründe hatten kulturell. Und natürlich die Kenntnisse über den Tempeldienst und auch die Offenheit gegenüber den Heiden. Die jüdischen Juden waren gegenüber den Heiden sehr abweisend. Und sie sagten auch, naja, die Heiden sind eigentlich nicht eingeladen, Gottes Wort kennenzulernen. Und wir sind es alleine. Sie hatten dieses Exklusivdenken, wie eigentlich auch die Juden selbst. Hatten auch die jüdischen Christen. Hatten auch dieses Exklusivdenken noch beibehalten. Und die hellenistischen Juden waren auch gegenüber den Heiden sehr viel offener, weil sie auch unter den Heiden groß geworden sind und von daher auch mehr Bezug dazu hatten.
[5:34] Und diese Unterschiede gab es nicht nur zwischen den Juden. Das gab es natürlich auch dann zwischen den Juden Christen. Als dann die 3000 getauft wurden und auch noch jeweils mehr, noch Hunderte und Tausende danach getauft wurden, waren es sowohl jüdische Juden als auch Juden Christen als auch hellenistische Juden Christen. Dass es die Heiden selbst getauft wurden, das war es später. Denn die ersten dreieinhalb Jahre haben die Apostel und auch die Urgemeinde nur den Juden verkündigt. Und danach fängt erst die Heidenmission an. Aber da werden wir uns nachher ein bisschen mehr auseinandersetzen mit dieser Thematik. Und so gab es eben diese Unterschiede. Und das war auch ein Problem dann in der ersten Christenheit. Nämlich es gab eine angebliche Vernachlässigung der griechischen Witwen. Das bedeutete, dass sie versorgt worden sind von der Gemeinde. Und da hatten einige dann gesagt, die griechischen Witwen sind nicht so versorgt worden wie die anderen, wie die jüdischen Witwen.
[6:38] Und da haben sie eine Lösung vorgeschlagen. Die haben dann überlegt, was sie machen können. Sie sind zusammengekommen, die Apostel. Und die Lösung war, sie wollten sieben Diakone wählen. Und zwar, hier ist das griechische Wort Diakoneo. Und das heißt eigentlich dienen. Das heißt, sie wollten dann sieben Personen wählen, weil die Apostel sagten, wenn wir noch alles dafür sorgen müssen für die Organisation, dann wird es uns zu viel. Das war ähnlich wie bei Mose damals, als er das ganze Volk, die zwei Millionen da aus Ägypten geführt hat. Da sah man, dass der Mose von morgens bis abends nur damit zu tun hatte, das ganze Volk zu richten und zu schlichten und war überfordert, hat er gesagt, setz doch andere Leute ein, die das auch machen können. Und du sollst nur die schwierigsten und wichtigsten Fälle denn selbst übernehmen. Und so haben sie hier jetzt auch gesagt, wir müssen die alle aber selber machen, sondern wir müssen es aufteilen. Und so haben sie sieben Diakone gewählt, die sieben Diener, die eigentlich jetzt das übernehmen sollten, den Dienst an den Menschen, an den Witwen, an der Versorgung, an der Organisation der Gemeinde. Und zwar haben sie eigentlich hier unterschieden. Sie haben gesagt, wir, nämlich die Apostel, wollen bleiben beim Dienst am Wort und beim Gebet. Und die Diakone sollen dann bleiben beim Dienst zu Tisch. Beides ist das Wort Diakoneo. Also beide sollen dienen, aber dienen auf eine verschiedene Art und Weise. Einmal am Wort und einmal zu Tisch. Und zu Tisch war eigentlich mehr dann die Organisation. Deswegen waren die Diakone hier eigentlich nicht, wie wir es heute verstehen, Diakone oder erste Diakone, sondern eigentlich waren das mehr Gemeindeleiter. Das heißt, die hatten die Aufgabe, die Dinge der Gemeinde zu organisieren, die Organisationsstrukturen aufrecht zu erhalten und zu gucken, dass alles in rechten Bahnen lief. Deswegen, ihre Aufgaben waren mehr die Aufgaben eines Gemeindeleiters als eines Diakons.
[8:27] Ja, wie wurde die Wahl durchgeführt? Jetzt haben sie gesagt, wir möchten gerne sieben Diakone wählen. Warum es gerade sieben waren, weiß ich nicht. Sieben ist eine gute Zahl. Steht auch nicht im Text drin, warum es gerade die Zahl sieben sein sollte. Aber sie haben dann gesagt, wir müssen Kriterien aufstellen. Kriterien aufstellen, warum, wen wir wählen können. Denn nicht jeder eignet sich dazu. Und zwar haben sie gesagt, erstens, er muss einen guten Ruf haben. Zweitens, er muss voller Heiligen Geistes sein. Und drittens, er muss Weisheit haben. Wie man das sehen kann, dass jemand voller Heiligen Geistes ist, weiß ich auch nicht genau. Aber irgendwie haben sie doch gesagt und gemerkt, ja okay, hier ist jemand, der vom Heiligen Geist geführt ist, der erfüllt ist vom Heiligen Geist. Damals haben sie das Wirken des Heiligen Geistes sehr viel deutlicher direkt erlebt und gespürt, ob das die Sprachengabe war, diese Zungenrede, oder ob das andere Zeichen der Wunder waren, oder auch Bekehrungen. Also man hat das Wirken des Heiligen Geistes damals sehr viel deutlicher gespürt und direkt gesehen. So hat man gesagt, es sollten also Personen sein, die einen guten Ruf haben, den Heiligen Geist, der durch sie wirkt, vom Heiligen Geist erfüllt sein und natürlich auch Weisheit haben für ihre Aufgabe. Die ganze Gemeinde hat gewählt. Das heißt, es wurden dann sieben Personen vorgeschlagen. Die Gemeinde hat dann gewählt und dann hat man sie eingesegnet zum Dienst durch Handauflegung. Es war damals eben so, dass man eben sagte, die Handauflegung hatte mehrere Aufgaben, mehrere Überlegungen. Erstens, dass man sagte, dass derjenige auch seinen Heiligen Geist bekommt für seine Aufgabe. Natürlich musste er vorher schon einen Heiligen Geist haben für sein christliches Leben, aber jetzt sollte er für die spezielle Aufgabe auch vom Heiligen Geist ausgerüstet sein. Zweitens, dass es auch eine Anerkennung der Gabe war, die Gott diesem Menschen gegeben hat. Und drittens eine Frage der Autorität, dass die Gemeinde diese Personen bevollmächtigt für diese Arbeit, für diese Aufgabe, das auch zu tun. Und von daher denke ich, auch wenn wir heute jemanden einsegnen, ist das wichtig, dass man diese Bereiche auch mit berücksichtigt, dass das dazugehört. Und die Handauflegung ist übrigens hier auch nur bei der Einsegnung, auch nur einmalig. Die haben nicht jeden Tag ihnen die Hände aufgelegt, sondern das war nur einmal bei der Berufung zu dieser Aufgabe.
[10:46] Ja, der nächste Abschnitt, der Dienst von Stephanus, Apostelgeschichte, Kapitel 6, Verse 7 bis 15. Stephanus war einer von den Sieben und er war jetzt besonders bevollmächtigt, kann man sagen. Die anderen werden weniger erwähnt, der Philippus nachher auch noch, aber der Stephanus wird hier besonders hervorgehoben. Und er war hellenistischer Jude, das heißt, er hat vor allen Dingen auch unter seinen Bekannten und seinem Volk, den hellenistischen Juden, auch gewirkt und verkündigt. Er predigte in den Synagogen von den hellenistischen Juden und das war natürlich, da hat er auch viel Erfolg gehabt. Und sein Thema war natürlich, was von der Urgemeinde generell das Thema war, Jesus Christus ist der Messias. Er ist gestorben, er ist von unseren Obersten zum Tode überliefert worden, er ist gestorben, es ist vorausgesagt worden, dass er gestorben ist für unsere Sünden. Er ist auferstanden und er ist jetzt im Himmel unser Hoher Priester. Das war das Hauptthema der ersten Christen und natürlich auch von Stephanus. Und es heißt in der Bibel, dass er voll Gnade und Kraft war. Also er muss jemand gewesen sein, der sehr starke Verkündigung hatte und bevollmächtigt war in der Verkündigung. Er hat zeichnende Wunder getan oder Gott hat durch ihn zeichnende Wunder getan. Und er war voll Weisheit und voll Heiligen Geistes. Das muss schon ein besonderer Mensch gewesen sein. Ein Leiter der Gemeinde, der Einfluss hatte und natürlich auch Einfluss hatte nach außen. Und wir sehen eigentlich, dass der Dienst, den er jetzt getan hat, über das eines Diakons, eines Leiters hinausging. Also er war eigentlich einer, der ähnlich, kann man sagen, bevollmächtigt wie die Apostel auch selbst. Die Apostel hatten natürlich den Unterschied, dass sie eine Autorität hatten, weil sie selbst mit Jesus gegangen waren. Und das hieß, dass sie in Lehrfragen Autoritäten waren, die natürlich die Diakone nicht haben konnten. Deswegen waren die Apostel immer noch, auch das Apostelkonzil war immer noch das oberste Gremium, was dann noch drüber stand.
[13:03] Ja, natürlich hat, wenn Gottes Geist wirkt und wenn der Heilige Geist im besonderen Maße die Menschen überzeugt und viele auch zum Glauben finden, versucht Satan natürlich auch was dagegen zu unternehmen. So gab es auch eine Gegnerschaft unter den hellenistischen Juden. Die haben das nicht gern gesehen, dass er viele von ihnen zum Glauben an Jesus geführt hat. Und so haben sie gegen ihn versucht zu argumentieren, ihn erstmal argumentativ einzuschüchtern. Aber sie konnten ihm nicht widerstehen. Er war so weise und so geschickt und vom Heiligen Geist erfüllt, dass das, was er gesagt hat aus dem Wort, was ja auch stimmte, die ganzen Prophezeiungen auf den Messias. Und das hat er alles zitiert und hat dann gezeigt, dass Jesus Christus das erfüllt hat in seinem Leben. Und dann haben sie eben halt, falls sie nicht das nicht anders wussten oder nicht anders sich helfen konnten, haben sie falsche Zeugen aufgestellt, wie bei Jesus auch. Da haben sie ja nicht genügend Zeugen gehabt für Aussagen, wo sie wirklich hätten verurteilen können. Aber jetzt haben sie auch hier falsche Zeugen. Und zwar machen die das meistens so, die falschen Zeugen, dass sie Worte, die er wirklich gesagt hat, verdrehen. Das heißt, es sind so Halbwahrheiten, aber trotzdem auch noch so natürliche Unterstellungen dabei, was gar nicht damit gemeint war. Das ist immer sehr schwierig, mit solchen Halbwahrheiten und Verdrehungen umzugehen. Da wird einem das Wort im Munde umgedreht und das war sehr schwierig. Was hat man ihm vorgeworfen? Man ihm vorgeworfen, dass er gegen den Tempel wäre und gegen die Grundsätze des Alten Testamentes und gegen das mosaische Gesetz und so weiter.
[14:36] Der dritte Punkt ist jetzt vor dem Hohen Rat. Da könnt ihr gerne lesen, Apostelgeschichte, Kapitel 7, Verse 1 bis 53. Stephanus wurde festgenommen von seinen Feinden. Er wurde jetzt vor den Hohen Rat gestellt und jetzt hat man die Anklage an ihn vorgebracht und er sollte sich verteidigen. Diese Verteidigungsrede von Stephanus ist übrigens die längste Rede, die wir in der ganzen Apostelgeschichte haben. Die ist sehr erstaunlich und sehr gut. Er hat eigentlich gar nicht die Rede zu Ende gebracht, aber da kommen wir gleich noch drauf. Wo fängt er an? Er erzählt in seiner Predigt vor dem Hohen Rat, erzählt er und fängt an bei den Wurzeln, bei den hebräischen Wurzeln. Nämlich bei Abraham, Isaak, Jakob, wie sie Gott vertraut haben, Gott geglaubt haben, Gott gefolgt sind, wie Gott sie geführt hat und wie der Glaube Abrahams und Isaaks und Jakobs eigentlich denn so die Grundlage geworden ist für das ganze Volk Israels. Dann natürlich auch die zwölf Stämme Israels, die zwölf Söhne Israels. Denn Josef, der besonders auch hier Gott treu war und in Ägypten zweiter Pharao geworden ist. Mose, der das Volk aus Ägypten geführt hat. Joshua, David, Salomo, all die erwähnt. Das sind alles die wichtigsten Personen, gerade der David. Abraham und David waren die beiden wichtigsten Personen, die in der Geschichte der Juden eine große Rolle gespielt haben. Und die erwähnt er alle und zeigt damit eigentlich, wie Gott das jetzt geführt hat und wie Gott sein Volk geführt hat. Und dann steckt er jetzt die Brücke vom David, vom Salomo, vom Tempel und stößt jetzt die Brücke und sagt, jetzt gibt es noch einen. Und zwar als er merkte, dass die Gegnerschaft der Juden zu groß geworden ist und dass sie hier nicht mehr weiter zuhören wollten, hat er seine Predigt abgebrochen. Er hätte noch weiter predigen können über Elia und über Jona und alle möglichen anderen Leute noch. Aber er hat abgebrochen und ging dann direkt zu Jesus und hat gezeigt, Jesus Christus war der Messias. Die Propheten haben ihn vorausgesagt und er sagt, ihr habt den Messias getötet und hat ihn vorgeworfen, dass eigentlich wie auch schon vorher immer schon die Könige und auch die Obersten des Volkes in der Vergangenheit die Propheten getötet haben. So hat er gesagt, ihr habt auch jetzt den Propheten, den Messias, den Gesandten Gottes getötet. Und natürlich war das eine Beschuldigung, ein Gerichtsurteil über sie, was sie überhaupt nicht hören konnten oder hören wollten.
[17:17] Stephanus hat sich selbst nicht verteidigt. Er hat nicht gesagt, ich bin aber hier und das stimmt ja gar nicht und er hat überhaupt gar nicht über seine eigenen Personen gesprochen. Er hat nicht gesagt, das habe ich so gesagt, das habe ich so nicht gesagt. Er hat sie überhaupt nicht verteidigt. Er hat Gottes Riff, Gottes Gericht verkündigt gegen sie. Damit kann man eigentlich sagen, er war eigentlich wie ein Prophet, wie ein alttestamentlicher Prophet, der Gott ja gesandt zu den Königen, zu den Fürsten oder zu den religiösen leitenden Leuten und hat ihnen gesagt, so spricht der Herr und er hat das Gericht verkündigt über sie und hat sie zur Buße aufgerufen. Und genau das macht Stephanus auch. Stephanus hat die gleiche Aufgabe, dass er von Gott gesandt war und eine Botschaft verkündigt an sie und hat sie aufgerufen und Gottes Gericht über sie verkündigt.
[18:08] Es ist interessant, dass er, wenn er dieses Riff, Gericht gegen sie verkündigt hat, da hat er schon gesagt, ihr widerstrebt allezeit im Heiligen Geist und er sagt nicht mehr zu ihnen, jetzt kehrt um und schlagt einen neuen Weg ein, sondern er verkündigt ihnen eigentlich schon Gottes Gericht ohne Gnade. Er sagt, ihr seid schon gerichtet, Gott hat schon das Reich von euch weggenommen, ihr habt allezeit dem Heiligen Geist widerstanden, ihr habt den Messias getötet, ihr habt den Sohn Gottes getötet und jetzt seid ihr eigentlich unter Gottes Gericht. Das heißt, er, der selbst vor Gericht stand, hat das Spiel umgedreht und hat gezeigt, dass sie vor Gottes Gericht stehen und das, was er jetzt verkündigt, Gottes Gericht über sie darstellt.
[18:55] Viertens, Jesus im himmlischen Gerichtssaal. Dazu könnt ihr gerne lesen, Apostelgeschichte, Kapitel 7, Verse 54 bis 8, Vers 2. Stephanus war ein echter Prophet und zwar, das kann man daran sehen, er hatte eine Vision und er verkündigte Gottes Gericht. Und zwar, als sie ihn dann hinausstießen und ihn steinigen wollten oder gesteinigt haben, besser gesagt, hat er den Himmel offen gesehen. Er hat gesagt, ich sehe den Himmel offen und sehe den Menschensohn sitzen zur Rechten Gottes. Natürlich, diese Vision war ja schon etwas Besonderes. Aber sie zeigt, dass er ein Prophet gewesen ist und dass Gott seine Botschaft, die er vorher dem Hohen Rat verkündigt hat, dass sie göttlichen Ursprungs war und dass sie wahr gewesen ist. Das ist wirklich Gottes Gericht, das Riff, was Gott über das Volk ausgesprochen hat, beinhaltete.
[19:55] Seine Vision, die Bedeutung, erstens, wenn er sagt, ich sehe den Menschensohn sitzen zur Rechten des Vaters, dann heißt das, Jesus lebt. Er ist wirklich auferstanden und das wollten die Hohen Priester ja verneinen. Sie haben gesagt, nein, das stimmt gar nicht. Die Auferstehung, von der gesprochen wird, ist nicht wirklich wahr. Die Jünger haben heimlich den Leichnam Jesu gestohlen. Diese Version haben sie übrigens auch später immer noch weiter verkündigt, auch Jahre danach noch und haben das aufrecht erhalten. Wenn ihr Stephanus sagt, ich sehe Jesus zur Rechten des Vaters sitzen, dann heißt das, er ist tatsächlich auferstanden. Das ist nicht nur eine Legende, es ist wahr, dass er auferstanden ist. Deswegen wollten sie das nicht wahrhaben und haben ihre Ohren zugehalten und haben noch lauter geschrien. Zweitens, Jesus ist in den Himmel gefahren. Mit dieser Vision, wo er sagt, ich sehe den Menschensohn sitzen zur Rechten des Vaters, sagt er auch, Jesus ist jetzt im Himmel. Er ist auferstanden und in den Himmel gefahren. Und wenn es heißt, er sitzt zur Rechten Gottes, dann ist er damit Richter. Dass Jesus Richter ist. Dass Jesus im himmlischen Gerichtssaal sitzt und dass er über sein Volk, über das Volk der Juden, Gericht hält. Und dass damit eigentlich seine Botschaft, die er vorher verkündigt hat, der Stephanus, dass das genau die Botschaft ist, die Jesus eigentlich jetzt durch ihn seinem Volk sagen wollte. Und sie haben das natürlich nicht angenommen. Sie wollten weder was in Jesus hören, noch von seiner Auferstehung, noch von seiner Himmelfahrt, noch davon, dass er jetzt über sie richtet. Und deswegen haben sie ihn umgebracht, den Stephanus, und damit wollten sie eigentlich auch die Botschaft vernichten und zum Verschwinden bringen. Es war hier kein Ruf zur Buße mehr. Es war schon zu Ende.
[21:45] Die Gnadenzeit war zu Ende. Stephanus hat für seine Mörder und Vergebung gebetet. Das heißt, dass er, wie Jesus Christus selber auch, hier für sie stellvertretend eingetreten ist. Er war sozusagen wie ein Priester für sie, ein Fürsprecher für sie, der Gott gebeten hat, dass Gott ihnen die Sünde wegnehmen würde. Natürlich kann dieses Gebet nur in Erfüllung gehen, wenn diese Menschen, für die er gebetet hat, das auch später eingesehen haben und bereut haben und Vergebung bekommen haben. Wie zum Beispiel der Saulus, da er dabei gewesen ist. Er hat zwar nicht selbst die Steine geworfen, aber er hat die Mäntel von denen, die Kleider von denen aufbewahrt, die hier die Steine geworfen haben. Und es hat ihm auch gut gefallen, dem Saulus. Und deshalb, natürlich bei ihm ist sein Gebet in Erfüllung gegangen, bei den anderen, bei vielen anderen nicht. Stephanus ist damit eigentlich Fürsprecher für andere geworden, für andere, die ihn umgebracht haben. Und natürlich betete er auch für Saulus. Natürlich wusste Stephanus nicht, was in der Zukunft geschehen würde und dass Saulus sich bekehren würde. Aber natürlich war sein Gebet, das er für die Mörder und Vergebung gebeten hat, galt auch für Saulus, war eingeschlossen und das ging in Erfüllung, als Saulus sich dann einige Zeit später bekehrte.
[23:12] Saulus war auch ein Anführer der Gegner. Das heißt, er hat damals schon gegen die Christen gewütet und sie auch zum Ausgeliefert, zum Tode ausgeliefert, auch wenn er an der Stelle hier nicht aktiv beteiligt war. Und zwar diese Botschaft von Stephanus, als er gesteinigt worden war, zeigt, dass die Gnadenzeit für die Juden abgelaufen war, dass jetzt die Zeit zu Ende war, dass sie den Schritt begangen hatten, dass sie die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen hatten. Denn wenn er sagt, ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist, dann wissen wir, dass die Sünde gegen den Heiligen Geist, er bedeutet nicht, dass man irgendeine Tatsünde tut. Denn Jesus sagt, Johannes sagt im ersten Johannes 1, Vers 9, wenn wir unsere Sünde bekennen, bereuen und bekennen, dann ist es der Treue und Gerechte, dass er uns die Sünde vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Das heißt, dass jede Art von Sünde, die wir tun, von Gott vergeben wird. Aber wenn wir dem Heiligen Geist ständig widerstreben und ständig Nein sagen und Nein sagen und wenn er unser Herz versucht zu erleuchten und wir wieder uns dagegen sperren, wird unser Gewissen immer mehr abgestumpft, bis wir gar nicht mehr anders können, bis wir gar nicht mehr offen sind, bis das Gewissen gestorben ist und wir gar nicht mehr den Heiligen Geist in uns spüren können und wirken können. Und wenn wir dann sogar noch das Wirken des Heiligen Geistes als Böse ansehen, wenn wir das Gute Böse, das Böse Gut nennen und das noch verfolgen, dann ist die Gnadenzeit zu Ende. Dann ist die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen und da kann man nicht mehr zurück. Und das hat Stephanus Ihnen hier vorgeworfen. Sicherlich war das nicht bei jedem Einzelnen der Fall. Bei Saulus war es schon nicht, wissen wir ja. Aber ich denke bei vielen anderen, aber für die Juden generell.
[25:02] Warum war sie abgelaufen? Das schauen wir uns ein bisschen genauer an. Da finden wir eine Prophezeiung, eine Weissagung aus dem Buch Daniel. Wir lesen jetzt mal Daniel 9, Verse 24 bis 27. Wir machen einen eigenen Exkurs über Daniel 9 und zeigen auf, wie das aussieht mit der Gnadenzeit für die Juden. Ich lese hier Daniel 9, Verse 24 bis 27. Dort steht, 70 Wochen sind verhängt, das steht im Grundtext eigentlich abgeschnitten, über dein Volk und über deine heilige Stadt. Dann wird im Frevel ein Ende gemacht und die Sünde abgetan und die Schuld gesühnt und es wird ewige Gerechtigkeit gebracht und Gesicht und Weissagung erfüllt und es alle Heiligste gesalbt werden. So wisse nun und gib acht. Von der Zeit an, als das Wort erging, Jerusalem werde wieder aufgebaut werden. Bis ein Gesalbter, ein Fürst kommt, sind es sieben Wochen. Und 72 Wochen lang wird es wieder aufgebaut sein, mehr Plätzen und Gräben, aber in kummervoller Zeit. Und nach den 72 Wochen wird ein Gesalbter ausgerottet werden und nicht mehr sein. Das Volk eines Fürsten wird kommen und die Stadt und das Heiligtum zerstören. Aber dann kommt das Ende durch eine Flut und bis zum Ende wird es Krieg geben und Verwüstung, die längst beschlossen ist. Er wird aber vielen den Bund schwer machen, eine Woche lang. Eigentlich steht im Grundtext, er wird den Bund stärken, eine Woche lang. Und in der Mitte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer abschaffen. Und im Heiligtum wird stehen ein Gräuel, das Verwüstung anrichtet, bis das Verderben, das beschlossen ist, sich über die Verwüstung ergießen wird.
[26:29] Wir werden jetzt nicht alles, alle Einzelheiten hier auslegen, die hier drin stehen. Das würde jetzt den Rahmen sprengen. Das wäre eine ganze Stunde für sich selbst, sondern nur ein paar Dinge hier rausgreifen, die jetzt für Stephanus und für die Gnadenzeit für die Juden von Bedeutung sind. Und zwar, wir haben hier 70 Jahrwochen beschrieben und die sind aufgeteilt in sieben Wochen und 62 Wochen und eine Woche. Und wir wissen, hier sind das nicht wörtliche Wochen, das sind Jahrwochen gemeint. Und die sieben Jahrwochen, ein politischer Tag ist ein wirkliches Jahr. Die sieben Jahrwochen sind dann 49 Jahre, sieben mal sieben. Die 72 Wochen sind 434 Jahre und die eine Woche sind noch mal sieben Jahre. Und zwar ist es folgendes, die erste Spanne, die sieben Wochen gelten für die Stadt, bis die Stadt aufgebaut worden ist, die Stadt Jerusalem. Das war also folgendes, der Daniel war in Babylon gewesen, in der Verbannung, Jerusalem war zerstört worden, der Tempel war zerstört worden. Und jetzt sagte Gott, wenn der Befehl, der Engel sagte zu ihm, wenn der Befehl ertönt, das Wort ergeht, dass Jerusalem wieder aufgebaut werden soll. Dann gerechnet, bis sie fertig sind, sind es sieben Wochen, 49 Jahre. Und bis der Messias kommt, sind es 62 Wochen und da kommt noch mal eine Woche hintendran. Ich habe das hier mal so aufgeschrieben und zwar hier ist folgendes, hier haben wir ein hebräisches Denken, das ist ein bisschen kompliziert hier aufgeschrieben, aber die Struktur des Textes sieht folgendermaßen aus. In Vers 25a ist das Thema Stadt, bis das Jerusalem wieder aufgebaut wird. Vers 45a, bis der Messias kommt, bis der Gesalbte kommt. Das Wort Gesalbte heißt übrigens das gleiche Wort wie Messias. Bis ein Gesalbter, ein Fürst kommt, sind es 72 Wochen, also erst mal sieben Wochen. Das gilt für die Stadt, bis sie wieder aufgebaut ist. Und 62 Wochen, das gilt für den Messias. Und dann wieder für die Stadt, es wird aufgebaut sein mit Plätzen und Gräben, ein Kummer voller Zeit. Und dann für den Messias, nach den 72 Wochen wird er ausgerottet werden. Also das heißt, hier haben wir einen Wechsel zwischen diesen beiden Themen. Stadt, Messias, Stadt, Messias, Stadt, Messias. Und hier sehen wir auch deutlich jetzt, dass die Stadt die sieben Wochen zugeteilt bekommt und der Messias die 62 Wochen. Das heißt, der Messias kommt nicht, wie manche Übersetzungen das hier fälschlicherweise verlauten lassen wollen, nach den sieben Wochen, nach 49 Jahren, der Messias kommt nach den sieben plus 62 Wochen, also nach den 69 Jahrwochen.
[29:10] Ja, wir haben hier drei Zeitperioden. Zuerst haben wir die sieben Wochen, 49 Jahre, so lange brauchten sie, um die Stadt wieder aufzubauen. Dann haben wir die 62 Wochen, die 434 Jahre, das Warten auf den Messias. Und nach dieser Zeit sollte der Messias kommen. Und dann noch mal eine Woche, sieben Jahre, da wird im Vers 27 erklärt, was da noch geschehen wird in dieser letzten Woche. Und das bedeutet, das sind insgesamt 70 Wochen oder 490 Jahre, die hier von Gott vorausgesagt worden sind.
[29:38] Ja, jetzt müssen wir uns anschauen, wie das sich jetzt erfüllt hat. Nämlich, hier steht, wenn das Wort ergeht, Jerusalem soll aufgebaut werden. Das bedeutet, es war damals im Jahre 457 v. Chr., dass der Befehl kam zum Aufbau Jerusalems. Es gab übrigens drei Befehle, aber die ersten beiden waren nicht für die Stadt selbst, sondern teilweise auch nur für den Tempel. Sondern der dritte war der, der auch ausgeführt worden ist. Das war im Jahr 457 v. Chr., im Herbst diesen Jahres. Und genau 49 Jahre später, im Jahr 408, haben sie jetzt eine Stadt gebaut. Und jetzt noch mal 434 Jahre weiter, kommen wir in das Jahr 27 v. Chr. Und da heißt es eben, bis der Gesalbte, der Fürst, der Messias kommt, sollen es eben sieben Wochen und 62 Wochen sein. Also in anderen Worten, wenn diese Periode der 62 Wochen zu Ende geht, in dem Moment soll der Messias kommen. Und genau das ist auch passiert. Nämlich im Jahr 27 v. Chr. ist Jesus Christus getauft worden. Er war 30 Jahre alt, als er getauft worden ist. Und er ist nicht im Jahr 0 geboren, sondern er ist im Jahr 4 v. Chr. geboren. Und seine Taufe war im Herbst des Jahres 27 v. Chr. Es waren also genau vom Herbst 457 bis Herbst 27 waren es genau diese 483 Jahre, die es dauern sollte.
[31:03] Ja, dann waren nochmal sieben Jahre hintendran gesetzt. Und dann steht hier, sieben Jahre sollte er den Bund stärken. Jetzt haben wir die letzte Woche, Vers 27. Und dort steht, dass er in der letzten Woche den Bund stärken wird. Nämlich wem den Bund stärken? Den Juden. Er sagt nämlich in Vers 24, 70 Wochen sind abgeschnitten für dein Volk. Für welches Volk? Für das Volk der Juden. Nämlich, er hatte da vorher von gesprochen, in Daniel 8, Vers 14, von den 2300 Abenden und Morgen, von der großen Zeitspanne von 2300 Jahren. Das ist die Gnade für die ganze Welt. Und dann sagt er, für dein Volk, für die Juden sind von dieser langen Zeitspanne 70 Jahre abgeschnitten. Also 490 Jahre. Und dann entscheidet sich das Schicksal der Juden. Nämlich, ob sie Gottes Volk bleiben oder ob sie nicht Gottes Volk bleiben. Hätten die Juden Jesus angenommen als Messias, dann wären sie Gottes Volk geblieben und dann hätten die Juden den Messias, Jesus verkündigt. Und dann würden alle auf der Welt Juden werden, um gerettet zu werden, dass sie Jesus annehmen. Aber die Juden haben Jesus nicht angenommen. Und so war eben für sie diese Gnadenzeit zu Ende gegangen, als die 70-Jahre-Wochen zu Ende waren. Und deswegen wollte Gott nochmal sieben Jahre lang besonders für die Juden eine Gnadenzeit geben, wo er nochmal die letzten sieben Jahre besonders stark ihnen das Evangelium verkündigt. Und da gucken wir uns jetzt mal genauer an, wie das passiert ist.
[32:26] In der Mitte der Woche steht hier, wird er Schlachtopfer und Speisopfer abschaffen? Das heißt, der Opferdienst ist abgeschafft worden in der Mitte. Und wann ist der Opferdienst abgeschafft worden? Natürlich, als Jesus gestorben ist. Und so war es auch. Im Herbst 27. Christus war seine Taufe. Und genau dreieinhalb Jahre später, also in der Mitte von den sieben Jahren, dreieinhalb Jahre später, war sein Tod im Frühjahr 31. Christus. Und nochmal dreieinhalb Jahre später, im Jahr 34. Christus, war dann die Steinigung Stephanus. Und da gucken wir uns gleich an, was damit im Zusammenhang zu bringen ist. Ja, also wann ist das geschehen? Als Jesus am Kreuz starb. Und das kann man daran sehen, nämlich als Jesus gestorben ist, hat Gott selbst den Vorhang, im Tempel den Vorhang zerrissen, von oben nach unten. Das heißt, man konnte dadurch sehen, dass es kein Mensch gewesen ist, sonst wäre es von unten nach oben zerrissen worden. Sondern Gott hat selbst den Vorhang zerrissen und hat damit gezeigt, dass der Opferdienst, dass der Tempeldienst zu Ende ist, weil das wahre Opfer Jesus Christus gebracht worden ist. Und wir deshalb seit Jesu Tod nicht mehr opfern müssen und die Opfer deswegen bedeutungslos geworden sind. Ja, deswegen ist mit Jesu Tod der Opferdienst zu Ende gegangen.
[33:35] Ja, und jetzt können wir hier nochmal die letzte Woche uns ein bisschen genauer anschauen. Nämlich, wir haben die Taufe Jesu im Herbst 27. Christus, genau 483 Jahre nach dem Befehl zum Aufbau Jerusalems. Denn dreieinhalb Jahre später ist Frühjahr 31, nämlich Ostern, oder Passah, 31. Christus, Jesu Tod. Und Jesus hat dreieinhalb Jahre auf dieser Erde gewirkt als Messias. Und das heißt, das waren dreieinhalb Jahre, wo Gott in besonderem Maße, ich denke, noch nie zuvor in der Welt hat ein Mensch so stark andere aufgerüttelt zur Buße, zur Erweckung, zur Umkehr, zu Gott zu finden, wie Jesus Christus auf dieser Erde. Ja, Gott hat sich in Jesus offenbart, den Menschen. Und das war eine Gnadenzeit für die Juden, wo Gott den Bund mit ihnen gestärkt hat, um sie aufzurütteln, zu sagen, jetzt nehmt ihn an und jetzt geht vorwärts. Aber sie haben es nicht getan. Und dann waren noch einmal dreieinhalb Jahre bis zur Steinigung Stephanus. Das war Herbst 34 nach Christus. Warum war das wichtig? Als Jesus ihnen den Auftrag gegeben hat, die Botschaft zu verkündigen, hat er gesagt, sie sollten anfangen in Jerusalem und dann in Judäa, dann in Samarien und dann bis ans Ende der Welt. Das heißt, sie sollten nicht gleich anfangen, die ganze Welt zu missionieren, sondern sie sollten anfangen am Hause Gottes, bei den verlorenen Schafen Israels. Und da hat auch Jesus seinen Dienst vor allem den Juden verkündigt und auch geheilt und gewirkt. Mit den Heiden hat er nur mal ab und zu zu tun gehabt. Das war nur so am Rande. Und auch die Urgemeinde hat dreieinhalb Jahre lang nur den Juden verkündigt. Das war ihre Aufgabe. Das war Gottes Plan, weil die Juden eine besondere Gnadenzeit hatten, dass sie zuerst von Jesus selbst und dann von der Urgemeinde, von den Aposteln, die Botschaft der Rettung durch Jesus Christus gehört haben. Natürlich war nach Jesu Tod die Verkündigung der Apostel in dem Sinne noch stärker gewesen, weil es erstens mehr gewesen sind und zweitens, weil sie jetzt schon verstanden hatten, dass Jesus am Kreuz für die Sünden der Menschen gestorben ist und dass wir durch Jesu Opfertod Erlösung haben dürfen. Das war in der Zeit vor Jesu Tod noch nicht so gewesen.
[35:54] So sehen wir also, dass Gott sieben Jahre lang besondere Anstrengungen unternommen hat, die Juden zur Bekehrung zu bringen. Und viele haben sich auch bekehrt, aber die Obersten halt nicht. Und als diese sieben Jahre abgelaufen waren, im Herbst 34 nach Christus, hat Stephanus diese Rede gehalten, wo er sagte, ihr seid schuld am Tod Jesu. Ihr habt die Botschaft von Jesus abgelehnt, ihr habt den Tod Jesu abgelehnt, seinen Opfertod, dass er für uns gestorben ist, und auch die Botschaft der Rettung abgelehnt. Und habt dann sogar auch danach noch hier auch noch die Gotteskinder verfolgt. Und damit ist jetzt eure Gnadenzeit abgelaufen. Fertig. Er hat das Gericht über sie verkündigt, dass jetzt ab diesem Moment, Herbst 34 nach Christus, sie nicht mehr Gottes Volk sind. Denn Daniel, der Engel sagt zum Daniel, 70 Jahre sind verhängt über dein Volk. Das heißt, die Juden hatten bis dahin Gnadenzeit. Hätten sie noch eine Woche vorher gesagt, oder noch bei der Rede von Stephanus, hätten sie gesagt, Stephanus, wir sehen es ein, das ist in Ordnung, was du sagst, das ist richtig, wir wollen dem folgen, hätte Gott sie angenommen und sie wären Gottes Volk geblieben. Aber sie haben nicht nur Jesus zur Verurteilung gebracht und getötet, sie haben auch Stephanus umgebracht. Und damit haben sie die Botschaft über Jesus abgelehnt. Und damit haben sie sich ihr eigenes Urteil gesprochen. Und damit war ihre Gnadenzeit zu Ende. Und seit diesem Moment sind die Juden nicht mehr Gottes Volk. Deswegen war diese Steinigung Stephanus, die wir gerade eben besprochen haben, hatte eine große Bedeutung gehabt.
[37:20] Und die Folge dessen war dann auch, dass dann eine Verfolgung begann, nämlich dass die Juden anfingen, die Christen zu verfolgen. Das war genau in diesem Moment geschehen. Die Juden waren abgefallen und Gott hat sich dann zu seinem Volk, natürlich waren die Christen ja auch schon Gottes Volk. In diesen dreieinhalb Jahren gab es zweimal Gottes Volk. Einmal die Juden, die es noch waren, vom Alten Testament her, und dann aber schon die christliche Gemeinde, die ja auch schon da war, die ab Pfingsten entstanden war, die ja auch Gemeinde Gottes Volk gewesen ist. Aber damals waren es halt, wie gesagt, nur Juden Christen. Und die Heidenmission begann erst nach 34 nach Christus, nach der Steinigung Stephanus begann erst die Heidenmission. Nämlich dann hatten wir dann die Bekehrung des Paulus, des Saulus, war erst danach. Und wir haben dann auch die Situation, dass dann, was wir auch gleich anschauen werden, dass dann der Philippus nach Samarien gegangen ist, das waren ja so Halbheiden, und dort viele geglaubigt geworden sind. Und dann nachher finden wir in einer der nächsten Lektionen, dass Petrus zum Cornelius gerufen worden ist, einem heidnischen Hauptmann. Und das war eigentlich auch der Startschuss, auch für die Apostel zu erkennen, mit dieser Vision von den unreinen Tieren, zu erkennen, dass sie jetzt auch den Heiden das Evangelium verkündigen sollten. Sie haben bis jetzt nur geglaubt, dass sie nur den Juden verkündigen sollten. Sollten sie auch erst mal nur. Aber Gott musste dann ihnen helfen, zu verstehen, dass sie jetzt auch ein größeres Werk zu tun hatten. In Samarien und in der ganzen Welt die Botschaft von Jesu Erlösung weiterzugeben.
[39:10] Ja, mit Jesu Tod haben sich also die Voraussagungen von Vers 24, Daniel 9, Vers 24, haben sich erfüllt. Nämlich, dem Frevel wurde ein Ende gemacht, die Sünde abgetan, die Schuld gesühnt, ewige Gerechtigkeit gebracht, Gesicht und Weissagung erfüllt, das Allerheiligste gesalbt. Das war alles geschehen mit dem Tod Jesu, mit der Auferstehung Jesu, mit der Himmelfahrt Jesu. Dass die Sünde gesühnt war, dass damit Satans Aufstand ein Ende gemacht worden ist. Satan hat verloren, dass die Gerechtigkeit von Gott wieder eingesetzt worden ist. Natürlich wird sie erst zur vollen Erfüllung kommen, wenn Jesus wiederkommt, nach tausend Jahren, wenn das Bösewesen beseitigt ist. Aber hier ist schon mal die Grundlage gelegt worden, dass Gottes ewige Gerechtigkeit empfohlen worden ist. Die Weissagungen auf den Messias haben sich erfüllt und natürlich das Allerheiligste gesalbt ist, dass das Heiligtum, als Jesus in den Himmel gefahren ist, in Funktion getreten ist. Das himmlische Heiligtum ist nach Jesu Himmelfahrt erst in Funktion getreten. Vorher war ja das irdische Heiligtum in Funktion und ab Jesu Himmelfahrt war dann das himmlische Heiligtum in Funktion.
[40:16] Ja, so zeigt die erfüllte Prophezeiung von Daniel 9. Jesus Christus ist wirklich der vorhergesagte Messias. Er ist von Gott über 500 Jahre vorher, ja auch 484 Jahre vorher vorausgesagt worden und es hat sich genau erfüllt. Genau der Zeitpunkt, genau das Jahr, genau der Monat, genau die Jahreszeit, vielleicht sogar, wissen wir nicht ganz genau, vielleicht sogar auch genau der Tag, hat sich erfüllt. Ja, wo Jesus getauft worden ist, wo er seinen Messiasdienst begonnen hat, wo er gestorben ist in der Mitte der Woche und wo am Ende die Gnadenzeit für die Juden abgelaufen ist.
[40:55] Ja gut, der Exkurs zu Ende. Kommen wir zurück zum Thema unserer Lektion. Der letzte Abschnitt heißt fünftens die Verbreitung des Evangeliums. Zum Lesen ist Apostelgeschichte, Kapitel 8, Verse 4 bis 40. Jetzt kommen wir zum Dienst des Philippus. Philippus war auch einer der Leiter der Gemeinde damals, nicht einer der Apostel, sondern einer der Leiter. Und er hat in Samarien gepredigt und er tat auch große Zeichen und Wunder. Gott hat damals sehr viel durch Zeichen und Wunder gewirkt und auch getan und es hat damals auch eine Verkündigung des Werkes einen großen Aufschwung gegeben. Ja, da wurden viele Hunderte und Tausende von Menschen dem Evangelium gläubig. Und jetzt hat man in Samarien eine Weckung gehabt. Also da waren viele Samariter, die jetzt auch das angenommen haben. Natürlich war das auch eine Frucht des Wirkens von Jesus Christus. Denn Jesus war ja auch öfter in Samarien. Und wenn er von Galiläa nach Judäa gezogen ist, nach Jerusalem gezogen ist, vom Nazareth wieder nach Jerusalem oder zurück, dann ist er ja immer durch Samarien durchgezogen. Und da gab es auch die Situation, dass die Samariter ihn denn nicht aufnehmen wollten. Und dann wollten die Jünger ja schon das Feuer vom Himmel fallen lassen. Oder eine andere Situation war, wo er dann am Jakobsbrunnen saß und dann die Frau zum Jakobsbrunnen kam und dann ist er dann dort geblieben. Und dann haben viele Samariter an ihn geglaubt. Und sicherlich waren das dann teilweise auch Samariter, die als Philippus in Samarien war, in der Hauptstadt von den Samaritern, dass da auch denn viele Samariter gläubig wurden. Das war sicherlich, dass sie selbst Jesus gehört hatten, wie sie wirken kannten und jetzt diese Botschaft von Philippus angenommen haben. Bestätigt und bekräftigt durch die Zeichen der Wunder.
[42:35] Jetzt hat die Urgemeinde in Jerusalem davon gehört und jetzt haben sie gesagt, wir wissen nicht genau, was das jetzt ist, wie das einzuordnen ist. Jetzt haben sie Petrus und Johannes dorthin geschickt. Nämlich das waren so die Leiter damals. Auch die wichtigsten Apostel. Und sie sollten jetzt nachschauen, wie das jetzt dort aussah. Der Zauberer Simon wurde gläubig. Und er hat sich taufen lassen. Und als er dann sah, wie auch Petrus und Johannes und auch Philippus Zeichen der Wunder getan haben, wollte er das auch gerne. Er hat auch selbst vorher schon Zeichen der Wunder getan und wollte jetzt mit Geld sich das auch erkaufen, dass er auch die Hände auflegen konnte und es dann auch Zeichen der Wunder geschahen. Aber da hat natürlich Petrus und Johannes haben ihm dann gesagt, hör mal zu, haben ihnen gesagt, dass du zur Hölle fährst mit deiner Zauberei. Sie haben ihn deutlich in die Schranken gewiesen, haben gesagt, du bist auf dem falschen Weg. Kehr um, tu Buße, sonst wirst du verloren gehen. Hier kann man sehen, wie auch damals schon Satan versucht hat, in die Christenheit Menschen einzuführen, die nicht nur den ganzen Herzen bekehrt waren, sondern die hier auch dann ihre eigene Gedanken, ihre eigene Dinge mit hineingebracht haben. Und dadurch auch der Gemeinde Gefahr stand, auf den falschen Weg zu kommen, auch mit Okkulten, mit Zauberei hier geführt zu werden. Aber da hat Gott das verhindert, indem er hier deutliche Schranken aufgestellt hat, auch für den Zauberer Simon.
[43:54] Ja, dann haben wir die schöne Geschichte von Philippus. Übrigens auch Petrus und Johannes haben dann auch gesehen, dass Philippus viele getauft hatte, aber er hatte nur auf den Namen Jesu getauft. Und deswegen hatten sie noch nicht den Heiligen Geist empfangen. Und da haben sie nochmal die Hände aufgelegt und den Heiligen Geist empfangen, dass sie dann auch das Ganze bekommen haben. Normalerweise wird ja auch bei der Taufe im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft. Und deswegen ist auch die Geistestaufe mit der Wassertaufe verbunden. Das ist eins. Das war in dem Fall wohl noch nicht so gewesen. Deswegen haben sie dann da auch nachgeholfen.
[44:38] Philippus hat jetzt natürlich sich von Gott führen lassen und dann sagte der Geist Gottes zu ihm, Philippus, geh auf die Straße, die nach Gaza führt. Und ihr kennt die Geschichte. Er kam dann zu dem Schatzmeister aus Äthiopien und der Heilige Geist hat ihm gesagt, halt dich daran, geh zu ihm. Und dann ist er hingegangen, hat gefragt, verstehst du, was du liestest? Und dann hat er gesagt, ja, nein, ich habe niemanden, der mich anleitet. Und dann hat er Philippus ihm von Jesaja, aus dem Jesaja-Buch gelesen und hat ihm dann aus dem Jesaja und aus dem Alten Testament, hat er ihm dann Jesus Christus gepredigt. Denn der Schatzmeister war schon gläubig. Er war aus Äthiopien, ein Schwarzer, und er war der Schatzmeister von der Königin. Also er war einer der höchsten Beamten dort. Er war ab und zu in Jerusalem, um Gott anzubeten, aber er hatte noch nichts von Jesus gehört. Deswegen hat Philippus ihm von Jesus erzählt und das hat er angenommen. Und dann hat er sich taufen lassen unterwegs auf dem Weg. Nach der Taufe hat Gott den Philippus wieder entrückt, woanders hingebracht. Und er hat dann seine Straße fröhlich nach Hause gezogen in Äthiopien. Und wir wissen, dass dieser Schatzmeister aus Äthiopien, dass er wohl in Äthiopien eine Gemeinde gegründet hat, die sehr stark gewesen ist, die auch sehr treu war und auch selbst als in Europa von Rom ausgehend der Abfall gewesen ist, der römisch-katholischen Kirche des Papsttums, gerade so im vierten, fünften Jahrhundert, im dritten schon angefangen, dass in Äthiopien sie lange Zeit davon unberührt das wahre Evangelium hochgehalten haben, dass sie den Sabbat dort gehalten haben und auch Gott treu geblieben sind. Und die sind wahrscheinlich von diesem Schatzmeister aus Äthiopien damals gegründet worden.
[46:15] Ja, die Gemeinde hat damals unter der Kraft des Heiligen Geistes gewirkt. Gott hat gewirkt und die Prophezeiungen sind in Erfüllung gegangen. Und Gott ruft auch uns dazu auf, seine Zeugen zu sein. Gott möchte, dass auch wir diesen Auftrag, den er der Gemeinde gegeben hat, hat er damals Petrus und den Aposteln gegeben. Aber sie haben angefangen damit und sie glaubten auch, sie wären nach den ersten 100 Jahren fertig, weil die ganze Welt eigentlich erfüllt war davon. Aber sie waren noch nicht fertig. Es gab noch mehr zu tun. Und ich denke, wenn wir uns heute die Welt anschauen, dann sehen wir auch, dass wir dabei sind, Matthäus 24, Vers 14 steht, dass das Evangelium vom Reich in der ganzen Welt gepredigt werden wird, zum Zeugnis für alle Völker. Und dann wird das Ende kommen. Das ist das letzte Zeichen der Zeit, was sich noch nicht erfüllt hat. Alle anderen haben sich schon erfüllt. Kriege und Hungersnöte und Katastrophen und solche und so weiter. Aber das letzte Zeichen, dass das Evangelium in der ganzen Welt verkündet worden ist und das erfüllt sich aber jetzt vor unseren Augen, in unseren Tagen. Und Gott ruft uns auf, wie die ersten Christen auch, seine Zeugen zu sein, dass wir uns vom Heiligen Geist füllen lassen, dass wir um den Heiligen Geist beten, dass wir im Gebet zusammenstehen, dass wir Organisationsstrukturen haben, die uns helfen, den Auftrag zu erfüllen und dass wir Einigkeit haben und vorwärts gehen, Gottes Botschaft, diese Engelsbotschaft zu verkündigen, dass die Welt gewarnt wird und Jesus bald wiederkommen kann.
[47:28] Ich lade euch ein zu einem abschließenden Gebet. Himmelscher Vater, wir danken dir von ganzem Herzen. Wir danken dir, dass wir dein Wort haben dürfen, dass du uns zeigst, wie die ersten Christen dein Wort verkündigt haben, mit Vollmacht, mit Zeichen und Wundern. Herr, wir bitten dich, schenk du uns auch den Heiligen Geist im besonderen Maße. Habt Dank, dass du ihn damals ausgegossen hast, zu Pfingsten. Wir bitten dich, dass du auch heute, in der heutigen Zeit, auch den Spätregen wieder ausgießen möchtest. Herr, dass du uns bereit machst dafür. Schenk du uns eine Einstellung des Dienstes, dass wir dein Wort den Menschen weitersagen und dass wir doch viele Menschen noch für dein Reich gewinnen können. Hilf, dass dein Werk bald zum Abschluss kommen kann und dass bald jeder Mensch davon gehört hat und dass du bald kommen kannst, Herr Jesus. Darauf freuen wir uns und darum bitten wir dich. In Jesu Namen. Amen.
[48:10] Ja, das war Lektion Nummer 4. Herzliche Einladung zu unserer nächsten Lektion, die Bekehrung von Paulus, Lektion Nummer 5. Bis dahin.
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