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Diese Ausgabe der Cannstatt Study Hour beschäftigt sich mit der ersten Missionsreise des Apostels Paulus, wie sie in Apostelgeschichte 13 und 14 beschrieben wird. Andreas Buchholz beleuchtet die einzelnen Stationen der Reise, die Herausforderungen und Widerstände, denen Paulus und Barnabas begegneten, und die tiefgreifenden Lektionen, die sie daraus zogen. Der Vortrag betont die göttliche Führung hinter der Mission, die Bedeutung der Verkündigung des Evangeliums für alle Völker und die persönliche Entwicklung, die durch Leiden und Treue im Dienst Gottes erfahren wird.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2018 Q3: Die Apostelgeschichte

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Transkript

[0:00] Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Cannstatt Study Hour. Dieses Quartal geht es ja um die Apostelgeschichte. Und heute wollen wir ein sehr, sehr interessantes, spannendes, wirklich spannendes Thema betrachten, nämlich die erste Missionsreise des Paulus. Das ist das Thema Nummer sieben. Und wir wollen uns zunächst erstmal ein bisschen die Geschichte anschauen. Es geht ja grundlegend um Apostelgeschichte 13 und 14, diese beiden Kapitel. Sie sind relativ lang, deswegen werden wir sie nicht am Stück irgendwie durchlesen. Wir werden sie aber erstmal überfliegen und dann ein paar Dinge uns genauer betrachten. Und dann natürlich noch das Wichtigste. Wir wollen ja nicht nur die Geschichte studieren, sondern wollen etwas für unser Leben daraus ziehen. Deswegen noch eine kleine Anwendung zum Schluss. Aber ich lade uns ein, dass wir einfach, bevor wir Gottes Wort studieren, ein kurzes Gebet haben. Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir die Möglichkeit haben, die Geschichte des Paulus, seine erste Missionsreise, jetzt etwas genauer zu betrachten. Und ich bitte dich, dass du unsere Gedanken führst und dass dein Heiliger Geist uns hilft. All das, was wir lesen und hören, nicht einfach nur hören, sondern auch wirklich in uns aufnehmen, sodass wir verändert sind und näher zu dir hingezogen werden. Wir danken dir für deinen Segen, den du uns jetzt geben magst. Im Namen Jesu. Amen.

[1:33] Wir wollen, wie gesagt, ein bisschen jetzt uns die Geschichte anschauen und deswegen einfach mal die einzelnen Stationen dieser Reise uns anschauen. Schauen, in welcher Stadt pausiert wurde, was die einzelnen Aktivitäten dort gewesen sind. Und deswegen gehen wir erst mal in Apostelgeschichte Kapitel 13. Und dort haben wir in den ersten vier Versen ein bisschen beschrieben, wie diese Reise losging. Und es ist so, dass Paulus und Barnabas dort in dieser Gemeinde in Antiochia waren. Antiochia scheint eine Gemeinde gewesen zu sein, wo unterschiedliche Menschen zusammenkamen, sowohl Juden als auch Heiden oder ursprünglich griechische Leute, die dann sich der Gemeinde angeschlossen haben. Und so war es ein bunter Mix von Menschen von unterschiedlichen Hintergründen. Aber sie waren alle so geeint durch den Heiligen Geist, der an ihren Herzen wirkte, dass sie eine sehr, sehr eifrige Gemeinde gewesen zu sein scheinen. Vieles passiert und die Gemeinde hat gefastet, hat gebetet und sie wollten Missionare aussenden. Und wie es dann in diesen Versen heißt, ist es dann aber letzten Endes auch der Heilige Geist, der Paulus und Barnabas aussondert, für ein besonderes Werk vorbereitet und aussendet. Aber wir sehen, dass die Gemeinde letzten Endes ist, die um die Apostel herum ist und sie auf den Weg schickt.

[3:10] Von Antiochia gehen sie dann erstmal an die Küste nach Seleuzia und fahren mit einem Schiff dann von Seleuzia aus Richtung Zypern. In Zypern landen sie als erstes, und das können wir dann in den Versen 4 und 5 lesen, in der Stadt Salamis. In Salamis besuchen sie Synagogen und fangen dort an zu verkündigen. Und sie scheinen ja nicht nur zufällig irgendwo lang zu gehen, sondern sie scheinen einen konkreten Plan zu haben, wie die ganze Reise aussehen soll. Und so kommen sie, wie gesagt, erstmal in Salamis an, aber dann scheinen sie die Insel zu durchziehen. Und Salamis, man sieht es auf der Karte, man kann es im Manuskript sich dort anschauen, sie fangen im Osten an und scheinen dann in Zypern zu durchziehen, bis sie dann nach Paphos kommen.

[4:02] In Paphos wird dann etwas genauer berichtet, was vor sich geht in dieser Stadt. Denn dort ist ein römischer Stadthalter mit Namen Sergius Paulus und ein römischer Mensch mit Hintergrund, wahrscheinlich nicht jüdisch. Und insofern ist es erstmal erstaunlich, dass er Interesse hat, das Wort Gottes gleich von Anfang an zu hören. Er erscheint von diesen Aposteln, die da verkündigen, gehört zu haben und lässt sie zu sich rufen, weil er Interesse daran hat. Aber es gibt nicht nur den Sergius Paulus in dieser Stadt als Stadthalter, sondern es gibt auch beispielsweise einen Juden mit dem Namen Bar-Jesus, ein falscher Prophet, wie die Bibel sagt. Und Zauberer wird er auch genannt und mit anderem Namen heißt er Elimas. Und dieser Elimas scheint nicht davon begeistert zu sein, dass Paulus und Barnabas an Einfluss gewinnen, dass sie den Stadthalter vielleicht auf diesen Weg des Christentums wegführen von dem Weg, den er vielleicht für den Stadthalter vorgesehen hat. Und so scheint es, dass Elimas um Einfluss fürchtet und so arbeitet er dagegen. Und so wird in diesen Versen etwas genauer beschrieben, in den Versen 6 bis 12, wie die Geschichte dann dort weitergeht, nämlich dass an einem gewissen Punkt Paulus diesem Elimas, dem Bar-Jesus widersteht und ihn zurechtweist und sagt, stopp, so kann das nicht gehen. Willst du andauernd gegen Gott hier ankämpfen? Und dann passiert etwas, was in der Reise vorher noch nicht geschehen ist, nämlich Paulus vollbringt ein Wunder in dem Sinne, dass er sagt, die Hand Gottes wird über dich kommen und du wirst mit Blindheit geschlagen. Ist es eine Blindheit, welche die Augen komplett kaputt gemacht hat? Nein, aber es ist quasi so etwas wie ein Warnschuss, den Gott ihm gibt, damit er dann zum Nachdenken kommt und darüber nachdenken kann, ob er sich wirklich auf dem richtigen Weg befindet oder halt nicht. Und durch diese Begebenheit wird der Stadthalter noch mehr beeindruckt von der Sache und es wird quasi in diesen Versen darüber berichtet, dass er wirklich gläubig geworden ist und durch das Wunder noch bestärkt wurde in seiner Entscheidung. Und so haben wir den ersten Widerstand, den die Apostel da in Paphos erleben mussten. Aber wir sehen schon da, dass der Widerstand durch Gottes Eingreifen nicht nur zunichte gemacht wurde, sondern sogar ins Gegenteil verkehrt wurde, dass daraus noch Frucht entstanden ist und die Situation danach eigentlich besser ist als vor dem Widerstand.

[7:03] Dann von Paphos gehen sie weiter, das können wir in Apostelgeschichte 13 Vers 13 lesen, dass sie weiterziehen und nach Perge übersetzen mit dem Schiff und in Perge wird nicht direkt berichtet, was sie dort Besonderes planen, sondern es wird vielmehr gesagt, dass sie eigentlich nur weiterziehen wollen nach Antiochia in Pisidien und trotzdem ist dieser Vers eine interessante Geschichte, weil an der Stelle wird erwähnt, wir können es ja einfach mal ganz kurz lesen in Apostelgeschichte 13 Vers 13, Paulus und seine Gefährten aber fuhren von Paphos ab und kamen nach Perge in Pamphylien. Johannes, Johannes Markus wird er auch genannt an einer Stelle, trennte sich jedoch von ihnen und kehrte nach Jerusalem zurück. Warum trennt sich jemand von Aposteln, die offensichtlich im Auftrag Gottes unterwegs sind? Höchstwahrscheinlich, weil er entmutigt worden ist von dem, was er schon miterleben musste, nämlich dass der Widerstand da war, dass Probleme waren, Herausforderungen da waren und wir werden später noch ein ganzes Stück darauf eingehen, dass ja sogar vorher schon dem Paulus voraus prophezeit wurde, wie viel er leiden müsse, wie viele Herausforderungen er denn erleben müsste und so scheint es an der Stelle schon nach wenigen Stationen zu viel gewesen zu sein für Johannes Markus und er kehrt nach Jerusalem zurück und an anderer Stelle wissen wir, dass Paulus nicht besonders begeistert war von dieser Entscheidung des Johannes Markus, sondern dass er enttäuscht war. Wir wissen an anderen Stellen darum wieder, dass er hinterher Markus wieder zu sich nimmt und sagt, er ist mir ein nützliches Werkzeug, aber an der Stelle zumindest war er enttäuscht von der Feigheit, von dem Zurückweichen, was Johannes Markus an den Tag gelegt hatte. Und so sind halt nun jetzt Barnabas und Paulus und die anderen Jünger alleine unterwegs und begeben sich nun nach Antiochia in Pisidien.

[9:18] Und in Antiochia in Pisidien, das lesen wir in Apostelgeschichte 13 ab Vers 14 und die ganze Begebenheit geht bis Vers 52. Es ist ein sehr sehr langer Abschnitt, in dem zum großen Teil die Verkündigung des Paulus beschrieben wird. Sicherlich ist es nicht alles, was er gesagt hat, aber trotzdem kann man einen kleinen Einblick darin gewinnen, was Paulus denn verkündigt hat. Und es kam ja so, dass er in die Synagoge kam und er von den Leitern in der Synagoge gefragt wurde, hat irgendjemand ein Wort des Herrn für uns? Und so ist er dann aufgestanden und hat in allererster Linie erst mal die Juden angesprochen. Und so fängt er an, die Geschichte des Volkes zu beschreiben und die Geschichte des Messias im Grunde genommen. Nämlich er redet viel über David und dass aus der Linie Davids später der Messias hervorgehen wird. Und dann weist er letzten Endes auf Jesus hin und was Jesus wirklich bedeutet. Und wir haben ja auch als Merkverse nämlich genau diesen Höhepunkt aus der Verkündigung des Paulus an dieser Stelle. Und wir können es einfach mal ganz kurz lesen. Das sind die Verse 38 und 39 in Apostelgeschichte 13. So sollt ihr nun wissen, ihr Männer und Brüder, dass euch durch diesen Vergebung der Sünden verkündigt wird und von allem, wovon ihr durch das Gesetz Moses nicht gerechtfertigt werden konntet, wird durch diesen jeder gerechtfertigt, der glaubt. Und das ist halt der Höhepunkt quasi. Was vollbringt der Messias? Er kann Sünden vergeben. Und wie erlangt man das? Einfach nur in Häkchen, dass man glaubt. Man kann nicht durch eigene Anstrengungen, durch das, was man vor Gott selber irgendwie tun kann, gerechtfertigt werden, sondern indem man glaubt, indem man vertraut, indem man seine Hoffnung zu 100 Prozent auf den Messias, auf den Erlöser, auf Jesus Christus setzt. Und das ist der Höhepunkt, wo er sagt, der, der umgebracht wurde, der auferstanden ist, der ist derjenige, an den wir uns wenden können, durch den wir gerecht werden können.

[11:43] Und so ist das Echo in dieser Stadt erstmal positiv. Da ist eine gewisse Annahme von dem, was verkündigt wird. Und speziell die Gläubigen, die nicht Juden, also die nicht ursprünglich jüdisch sind, die sich vielleicht für den Glauben die ganze Zeit schon interessiert haben, aber sich noch nicht der Religion des Judentums angeschlossen haben, vor allem bei denen war eine große, große positive Resonanz. Und das ist die eine Seite, dass viele die Botschaft angenommen haben, aber von anderer Seite gab es auch Widerspruch und Lästerung. Und nicht jeder war mit der Botschaft dann einverstanden. Und so ist dann die Entscheidung letzten Endes von Paulus und Barnabas, dass sie die Stadt verlassen. Sie schütteln den Staub von ihren Füßen und Schuhen und sagen, so, wenn ihr es nicht hören wollt, dann ziehen wir halt weiter. Also haben sie sich an der Stelle aus freien Stücken entschieden und gesagt, wir gehen weiter, weil wir es für richtig halten, weiter zu ziehen und an anderer Stelle zu wirken. Dass es nicht immer so ist, das werden wir dann gleich noch in den späteren Versen sehen.

[12:59] Und dann, nachdem sie aus Antiochia weggegangen sind, kommen sie nach Ikoneum. Und in Ikoneum ist das ähnlich. Es gibt einige, die die Botschaft annehmen, die sich ansprechen lassen von dem Evangelium, was verkündigt wird. Aber es ist interessant, an der Stelle gibt es gewissermaßen eine Teilung der Stadt, eine Zweiteilung. Die eine Hälfte lässt sich von den Aposteln ansprechen und die andere Hälfte lässt sich wieder zurückholen. Und so ist es wirklich relativ zweigeteilt. Und aufgrund dessen, dass da eine gewisse Aggression einfach herrschte und es so zweigeteilt war, es auch einige Feinde, viele Feinde gab, sind sie diesmal nicht freiwillig einfach so unterwegs, sondern sie müssen ein Stück weit fliehen. Und so fliehen sie nach Lystra und Derbe. Und wie gesagt, um das nachzulesen, Apostelgeschichte 14, die Verse 1 bis 7, da kann man das im Kontext einfach genau lesen.

[14:09] Dann kommen wir zur Apostelgeschichte 14, die Verse 8 bis 20. Und da wird eine in meinen Augen sehr, sehr merkwürdige Szene beschrieben, weil die Szene fängt so an, dass dort ein Gelähmter ist und dann wird von der Bibel gesagt, dass Paulus gesehen hat, dass er Glauben hat, um gesund zu werden. Und darauf geht Paulus natürlich ein. Wenn er so einen Eindruck hat, dann kann er ja nicht ihn einfach da lassen und ihm nicht etwas Gutes tun, sondern er hat den Eindruck, dass er ihm helfen kann und soll. Und so macht er ihn gesund durch die Kraft Gottes. Und was dann passiert, ist halt eine sehr, sehr interessante Episode, nämlich diejenigen, die das dort sehen, Heiden in ihrer heidnischen Religion beheimatet. Sie denken auf einmal, Paulus und Barnabas sind Abgesandte der Götter oder Götter selbst. Und dann fangen sie an, Opfer vorzubereiten. Sie holen schon die Ochsen und die Kränze und alles Mögliche und denken, wenn die Götter da sind, dann müssen wir ihnen huldigen. Und dann versucht natürlich Paulus, sie zu Verstand zu bringen, zu beschwichtigen und zu sagen, wir sind genauso Menschen wie ihr. Ihr könnt uns nicht anbeten. Und dann versucht er, das Geschehen, die Gedanken auf Gott hinzulenken. Wie wir vorher gesehen hatten in der Synagoge in Antiochia, da hat er ja angefangen, speziell für die Juden zu sprechen. Und er hat mit David argumentiert und dies und das und jenes. Wenn man sich diese Verse jetzt anschaut, wendet sich ja Paulus an ein ganz anderes Publikum. Also geht er auf andere Dinge ein und versucht einfach, ihre Gedanken darauf hinzu lenken, dass Gott auch in ihrem Leben derjenige ist, der ihnen Speise gibt und Freude und all das, was ihr Leben ausmacht, dass es von diesem einen Gott kommt und garantiert nicht von ihnen oder von den Göttern, die sie sonst alle verehren könnten.

[16:32] Von der Sache sind die Leute aber nicht begeistert. Sie wollen ja auf der einen Seite sie erst mal verehren als Götter und dann sagen die a, wir sind keine Götter und b, alles, was ihr sonst gemacht habt, ist nicht ganz korrekt. Sie kommen mit der Situation erst mal nicht so ganz zurecht und es scheint ein Wechselbad der Gefühle zu sein, denn von Himmel hoch jauchzend geht es um in genau die andere Richtung, nämlich dass Paulus gesteinigt wird. Wo vorher nur Androhung war oder Ablehnung oder sonst irgendwie etwas, nach dem Versuch der Anbetung kommt es dazu, dass Paulus gesteinigt wird und er wird vor die Stadt geworfen im Glauben, dass er gestorben sei. Und die Jünger stehen um ihn rum, wollen ihn schon beweinen, weil sie denken, das ist das Ende seines Lebens gewesen, aber er steht auf. Er ist nicht tot, sondern er lebt. Er wurde bewahrt durch Gottes Eingreifen und dann ist interessant, was würden wir tun, wenn wir gesteinigt würden? Ich denke, jeder von uns würde erst mal das Weite suchen, sich verstecken und bloß nichts mehr mit diesen Menschen zu tun haben, die einem ja sicherlich nichts Gutes wollen, nachdem sie einen gesteinigt haben.

[18:00] Aber was macht Paulus? Und es wird berichtet, dass sie zurück in die Stadt Lystra gehen und das ist etwas, was uns schon mal ganz zum Nachdenken anregen sollte. Warum macht Paulus das? Warum macht ein Missionar wie er das? Aus der Gefahr heraus sich quasi gleich wieder in Gefahr begeben? Ist das seine Eingebung? Ist das seine Idee? Oder hat auch hier der Geist Gottes ihn geführt, wie auf der ganzen Reise schon? Und ich denke, genau das ist der Fall. Denn lebensmüde ist Paulus ja nicht, denn an anderer Stelle wird ja auch berichtet, dass sie ein Gerücht hören, dass Verfolgung da ist und sie fliehen. Aber an der Stelle gehen sie wieder in die Stadt und setzen sich theoretisch wieder der Gefahr aus. Und nach Lystra wird dann in den Versen 20 und 21 noch beschrieben, dass sie nach Derbe gehen. Und in der Stadt Derbe wird nicht viel berichtet, wie alles vor sich ging, aber es wird halt gesagt, dass eine schöne Zahl Jünger gewonnen wurde. Was das auch immer genau im Einzelnen an Zahlen bedeutet, wissen wir nicht genau, aber es scheint sehr positiven Anklang gehabt zu haben, was dort erreicht werden konnte, durch die Verkündigung des Evangeliums.

[19:30] Und dann in den Versen 21 bis 28 in Apostelgeschichte Kapitel 14 wird dann die Rückreise beschrieben. Und die Rückreise ist auch nicht einfach nur wieder kommt, lasst uns so schnell wie möglich nach Hause gehen, sondern sie gehen die gleiche Reise noch mal rückwärts und besuchen, das wird berichtet, die einzelnen neu gegründeten Gemeinden oder Versammlungen und stärken unterwegs die Gläubigen, die dort dem Glauben sich neu zugewandt haben. Und so gehen sie all die Stellen zurück und kommen letzten Endes dann wieder zurück nach Seleuzia und dann zurück nach Antiochien, wo sie dann auch natürlich der Gemeinde berichten, was auf dieser Reise alles geschehen ist. Und so viel, wie gesagt, erstmal nur allgemein als Überblick, was auf dieser Reise alles passiert ist. Und ich lade uns alle ein, dass wir wirklich diese Kapitel noch mal intensiv durchschauen und versuchen, aus jedem Vers, aus jedem Gedanken etwas für uns persönlich mitzunehmen. Aber unsere Zeit erlaubt es heute nicht, auf alles Mögliche einzugehen, sondern wir wollen uns einfach auf ein paar Dinge konzentrieren.

[20:42] Und da schauen wir uns jetzt erstmal grundlegend etwas an, nämlich die Frage, warum überhaupt so eine Missionsreise? Warum denn in die weite Welt gehen und etwas verkündigen? Und ich möchte einfach, dass wir zwei Verse gleich am Anfang von Apostelgeschichte 13 uns anschauen. Ich habe es ja vorhin schon einmal angesprochen, wer der wirklich berufende und aussendende ist. Apostelgeschichte 13, die Verse 2 und 4. Da heißt es nämlich, als sie nun dem Herrn dienten und fasteten, sprach wer? Sprach der Gemeindeleiter? Sprach ein Ältester? Nein, hier heißt es, da sprach der Heilige Geist, sondere mir Barnabas und Saulus aus zu diesem Werk, zu einem Werk, zu dem ich sie berufen habe. Und dann in Vers 4 steht, diese nun ausgesandt von wem? Vom Heiligen Geist, zogen nach Seleuzia und fuhren von dort aus mit dem Schiff nach Zypern. Und das ist ja das, was wir dann schon uns genauer angeschaut haben oder im Überblick zumindest. Es ist also Gott, der die beiden beruft. Es ist Gott, der diesen Trupp auf den Weg schickt. Und an der Stelle wollen wir trotzdem einfach festhalten, auch wenn die Gemeinde involviert ist, Gott ist derjenige, der alles unter Kontrolle hat, der den Plan hat und der beruft Leute, sich in diesen Plan einzufügen. Und er hatte ganz bestimmte Aufgaben für Paulus und Barnabas und die anderen. Aber er hat natürlich auch für jeden Gläubigen einen bestimmten Auftrag. Und wir sind eingeladen, nach diesem Auftrag zu fragen, Herr, was willst du, was wir tun? Und sie haben gefastet und gebetet und sind zu dem Schluss gekommen, dass sie genau diese Reise tun sollten. Und so haben sie diese Reise angefangen. Gott ist der Auftraggeber und sie waren die Ausführenden, die sich einfach eingefügt haben in diesen großen, umfassenden Plan der Mission.

[22:55] Lasst uns einmal kurz in 1. Timotheus einen Vers anschauen. 1. Timotheus, Kapitel 2. Denn manchmal wird ja so ein bisschen gedacht, dass Gott nur sein auserwähltes Volk hätte, speziell im Alten Testament. Jesus sagte zum Beispiel, ich bin dazu gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Da war eine ganz klare Anweisung, nicht woanders hinzugehen, sondern dort vor Ort etwas zu tun. Und Gott hatte ein auserwähltes Volk gehabt. Aber was ist insgesamt Gottes Einstellung zu der Mission und den restlichen Menschen außerhalb seines Volkes? Und da lesen wir in 1. Timotheus 2, die Verse 3 bis 5. Da heißt es, denn dies ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter, Vers 4, welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Jesus Christus. Und warum sendet Gott also Missionare in die weite Welt? Weil er will, dass alle Menschen gerettet werden und dass sie alle zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn ohne die Wahrheit macht sich jeder Mensch kaputt. Jeder Mensch auf diesem Planeten hat nämlich genau das gleiche Problem. Jeder Mensch ist mit einer sündigen Natur auf die Welt gekommen. Wir haben alle ein Herz, was verdorben ist, was unsere Aktivitäten, unser Tun, unser Denken in eine falsche Richtung lenkt, in eine Richtung, die uns in den Tod führt, die uns selbst kaputt macht, die die Menschen um uns herum kaputt macht. Und es gibt genau eine Lösung dafür. Und diese eine Lösung besteht in Jesus Christus, dem Erretter. Und diese Lösung bietet Gott jedem Menschen an. Es gibt ein Problem. Es gibt eine Lösung. Und jeder muss von dieser Lösung erfahren. Und Gott gibt ja die Freiheit, dass sich jeder entscheiden kann, wie er will. Aber jeder muss es hören. Und deswegen sendet Gott Menschen aus. Und so hat er das, wie gesagt, bei Paulus und Barnabas an dieser Stelle in Apostelgeschichte 13 auch getan.

[25:33] Nun haben wir schon in diesen Berichten gesehen, dass es einige Herausforderungen gab, weswegen ja beispielsweise auch Johannes Markus sich abgewandt hat und wieder zurückgegangen ist. Wir wollen uns jetzt ein kleines bisschen anschauen, was denn von Paulus selbst, was über ihn berichtet wird und was von Paulus selbst dann gesagt wird, was er alles durchmachen musste. Und dort wollen wir als allererstes einmal in Apostelgeschichte 9 gehen und uns den Vers 16 durchlesen. Das ist die Situation, wo Paulus blind gemacht wurde zuvor und dass er dann zu Ananias gehen sollte, dass wenn Ananias dem Saulus die Hände auflegt, dass er dann wieder sehend würde. Und der Ananias hat von Paulus gehört und war erstmal so ein bisschen zurückhaltend oder fragt zumindest nach, ist das wirklich so, dass ich das tun soll? Da ist der Gemeinde ja nicht wirklich positiv gegenüber eingestellt. Und dann redet Gott in einer Vision zu Ananias und sagt unter anderem dann halt auch den Vers 16, wo es heißt, denn ich werde ihm, also Paulus, zeigen, wie viel er leiden muss, um meines Namens willen. Und das ist jetzt natürlich die Frage, warum muss denn Paulus leiden? Warum sagt Gott das hier? Ist das ein, er muss leiden im Sinne von, Gott sagt ja an anderer Stelle, wer die Gemeinde antastet, der tastet seinen Augapfel an. Sprich, Paulus, du hast meinen Augapfel angefasst, du hast gegen mich gekämpft, also muss ich jetzt gegen dich vorgehen, ich muss mich an dir rächen und deswegen musst du leiden. Ist das die Einstellung Gottes? Natürlich nicht. In der Situation weiß Gott einfach, Paulus hat sich bekehrt, ist umgekehrt und so will er sich nicht an ihm rächen, sondern er will ihm auf bestimmte Art und Weise unter anderem etwas beibringen. Und er weiß einfach, dass immer dann, wenn man das Evangelium verkündigt, dass ein Kampf stattfinden wird und dass man sich diesem Kampf nicht entziehen kann. Und insofern ist es, was Gott hier eigentlich sagt, einfach nur eine Vorausschau dessen, wovon er weiß, was kommen wird. Er will sich nicht rächen, er will nicht, dass er leiden muss, damit er bestraft wird oder so, sondern er weiß einfach, es wird im Kampf des Glaubens, im Kampf in der Mission, Herausforderungen geben. Und dadurch wird Leiden entstehen, aber es hat ein Ziel, es hat einen Zweck, es ist nicht einfach nur so da.

[28:27] Und dann hatten wir ja schon gesehen in Apostelgeschichte 14, dass ein bisschen was mehr gesagt wurde. Ich habe ja auch schon angesprochen, diese Abschnitte hier in Apostelgeschichte 14, die Verse 5 und 6. Lesen wir einfach ganz kurz. Da heißt es, als sich aber ein Ansturm der Heiden und Juden samt ihrer Obersten erhob, um sie zu misshandeln und zu steinigen. Also, sie hören das und ich hatte ja schon gesagt, sie sind ja nicht lebensmüde, deswegen kommt der Vers 6. Dann bemerkten sie es und entflohen in die Städte Lykaoniens, Lystra und Derbe und in die umliegende Gegend. Sprich, das ist das erste Mal, dass sie richtig von Verfolgung hören, dass jemand ihnen nach dem Leben trachtet und sie gehen weg unter der Führung des Heiligen Geistes natürlich. Aber nur wenige Verse später haben wir ja dann auch schon gesehen, aber wir wollen es jetzt noch wirklich einmal lesen. Die Verse 19 und 20 in Apostelgeschichte 14. Da heißt es, es kam aber aus Antiochia und Ikoneum Juden herbei, die überredeten die Volksmenge und steinigten Paulus und schleiften ihn vor die Stadt hinaus, in der Meinung, er sei gestorben. Und als ihn die Jünger umringten, stand er auf und ging in die Stadt. Und am folgenden Tag zog er mit Barnabas fort nach Derbe. Sprich, das ist halt die Situation, die sich zugespitzt hatte. Erst ist es die Androhung, aber sie können sich noch retten, weil sie davon hören und einfach gehen können. Aber nur wenige, ja also ein bisschen Reise weiter, nur wenige Verse weiter in diesem Kapitel und es kommt zu dem, was angekündigt war und es wird in dem Sinne, so denken die Leute, vollstreckt. Nämlich, dass er umgebracht wird. Sprich, es gibt eine Steigerung in dem, was er durchmachen muss, was an Leiden für den Paulus an der Stelle da war.

[30:46] Dann gibt es aber in 2. Korinther, im 2. Korintherbrief, auch ein Brief des Apostel Paulus, zwei Kapitel, die ein bisschen detaillierter noch beschreiben. Nicht nur, was auf dieser ersten Missionsreise passiert ist, sondern auch, was auf seinen ganzen anderen Missionsreisen und was seine Erfahrung insgesamt war. Das wird alles etwas detaillierter beschrieben. Deswegen möchte ich ganz kurz, dass wir uns ein paar Verse anschauen in 2. Korinther, Kapitel 6, die Verse 4 bis 10. Sondern in allem empfehlen wir uns, als Diener Gottes in vielstandhaftem Ausharren, in Bedrängnissen, in Nöten, in Ängsten. Vers 5, Unterschlägen, in Gefängnissen, in Unruhen, in Mühen, im Wachen, im Fasten, in Keuschheit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im Heiligen Geist und in ungeheuchelter Liebe. Im Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch die Waffen der Gerechtigkeit, in der rechten und in der linken, unter Ehre und Schande, bei böser und guter Nachrede, als Verführer und doch wahrhaftig, als Unbekannte und doch wohlbekannt, als Sterbende und siehe, wir leben, als Gezüchtigte und doch nicht getötet, als Betrübte, aber immer fröhlich, als Arme, die doch viele reich machen, als solche, die nichts haben und doch alles besitzen. Ja, es sind auch viele positive Aspekte hier drin erwähnt, aber es wird auch vieles beschrieben, was negativ ist, was eine Herausforderung war, was an Leiden erinnert, was auf Leiden hindeutet.

[32:44] Und dann gibt es noch ein anderes Kapitel in 2. Korinther, nämlich das Kapitel 11, wo Paulus noch viel mehr darauf eingeht und die geballte Ladung an Erfahrungen schildert. In 2. Korinther 11 wollen wir die Verse 23 bis 28 lesen. Dort heißt es, sie sind Diener des Christus. Ich rede unsinnig. Ich bin es noch mehr. Also er redet über sich selbst. Ich habe weit mehr Mühsal über die Maßen, viele Schläge ausgestanden, war weit mehr in Gefängnissen, öfters in Todesgefahren. Von den Juden habe ich fünfmal 40 Schläge weniger einen empfangen. Dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden. Dreimal habe ich Schiffbruch erlitten. Einen Tag und eine Nacht habe ich in der Tiefe zugebracht. Ich bin oftmals auf Reisen gewesen, in Gefahren, auf Flüssen, in Gefahren durch Räuber, in Gefahren vom eigenen Volk, in Gefahren von Heiden, in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wüste, in Gefahren auf dem Meer, in Gefahren unter falschen Brüdern. In Arbeit und Mühe, oftmals in Nachtwachen, in Hunger und Durst, oftmals in Fasten, in Kälte und Blöße. Zu alledem der tägliche Andrang zu mir, die Sorge für alle Gemeinden.

[34:09] Was Paulus hier beschreibt, ist einfach ein Abriss dessen, was alles für große Herausforderungen in seinem Dienst für Gott da waren. Gott wusste, dass wenn Paulus getreu der Führung Gottes diesen Dienst tun würde, würde er sehr, sehr vielen Hindernissen, vielen Unpestlichkeiten entgegengehen. Er müsste viel leiden, wie es Ananias damals gesagt hatte. Und trotzdem, oder gerade deswegen, sagt Paulus an vielen anderen Stellen bemerkenswerte Sätze. Einer meiner Lieblingsverse steht beispielsweise in Römer Kapitel 8, der Vers 28, wo es heißt, wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, wie viele Dinge zum Besten dienen? Alle Dinge. Der Paulus, der an anderer Stelle berichtet, dass er gesteinigt wurde, Schiffbruch gelitten hat, Hunger gelitten hat, alles Mögliche aushalten musste, geschlagen wurde, verfolgt wurde. Er sagt, alle Dinge dienen zum Besten. Zum Besten für wen? Für Paulus selber? Auch für Paulus selber. Er wusste, dass nichts ein wirkliches Hindernis sein konnte.

[35:46] Und dann geht es in Kapitel 8 im Römerbrief nämlich noch weiter, wo er phänomenale Aussagen trifft ab Vers 35. Lass uns einfach mal 35 bis 39 lesen, wo er sagt, wer will uns scheiden von der Liebe des Christus? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Vers 36, wie geschrieben steht, um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag, wie Schlachtschafe sind wir geachtet. Vers 37, aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentüber, noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukunftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden mag, von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn. Für ihn stand fest, dass letzten Endes Gott die Kontrolle über alles hat und dass die Liebe Gottes bei ihm gegenwärtig war, dass Gott ihm Gnade gegeben hat, die Gnade diesen Dienst auszuführen. Auch wenn es viel Problematisches gab, viel Leid dadurch gab, viele Herausforderungen, wusste er doch, dass nichts davon ihn a. aufhalten kann und b. von Gott trennen kann.

[37:12] In diesen Versen ist beschrieben, nichts kann das vollbringen, aber was in den Versen vielleicht nicht direkt angesprochen ist, eine einzige Sache kann das schaffen, nämlich die Entscheidung, dass ich mich zurück zu ihr, dass ich mich entmutigen lasse, dass ich nicht mehr den Willen Gottes ausführen mag. Aber ansonsten wusste Paulus, nichts kann ihm entgegenstehen, ist Gott mit uns? Wer kann gegen uns sein? Und Paulus wusste, dass Gott auf seiner Seite ist.

[37:44] Die Frage ist jetzt natürlich, geht man auf Mission einfach nur, damit auch ja viele Herausforderungen sind? Gibt es denn nichts an diesen Missionsreisen außer Herausforderungen? Natürlich gibt es noch vieles anderes. Wir haben es schon teilweise angesprochen, es geht ja in allererster Linie darum, dass es einen Auftrag gibt, dass es ein Ziel gibt. Und wir wollen das einfach mal aufschlagen, auch wenn wir die Texte sicherlich sehr gut kennen in Matthäus Kapitel 28. Der Missionsauftrag, der wie vielen Gläubigen gilt? Allen. Jeder, der in der Nachfolge Jesu ist, die Wiedergeburt bringt einen Menschen dazu, dass er als Missionar geboren wird. Und in den Versen 19 und 20 steht dann geschrieben, so geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit. Das ist der Auftrag, der nicht nur Paulus damals galt, nicht nur Barnabas und wer sonst noch sich in den Dienst damals gestellt hat, sondern dieser Auftrag gilt auch uns heute. Jeder in der Nachfolge ist aufgerufen, diesen Auftrag auszufüllen, zu allen Menschen zu gehen. Denn wir haben ja vorhin schon gesagt, jeder Mensch hat das Anrecht darauf, die Wahrheit zu hören. Jeder Mensch muss sich frei entscheiden können. Deswegen muss ihnen verkündigt werden. Deswegen muss ihnen vorgelegt werden, für was sie sich entscheiden können. Hören sie es nicht, können sie sich nicht entscheiden. Aber wenn sie es hören, und das müssen sie, denn Gott will ja jeden retten, er muss es jedem anbieten. Und wir sind die Werkzeuge, durch die das geschehen kann.

[39:49] Und dann ist noch ein weiterer Aspekt in Matthäus Kapitel 24, nämlich dort der Vers 14, dort steht, und dieses Evangelium von Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für wen? Für alle Heidenvölker. Und dann wird das Ende kommen. Sprich, das Ziel des ganzen Werkes kann nicht erreicht werden, bis nicht jeder diese Botschaft erfährt. Und deswegen sendet Gott Menschen aus. Deswegen hat er damals Menschen ausgesendet, und Paulus und Barnabas waren dem Aufruf getreu. Und er ruft uns heute, auch in alle Welt zu gehen und jedem Menschen die Möglichkeit zu geben, sich zu entscheiden für das eine oder für das andere. Und ich denke, das ist der wichtigere Aspekt, der Hauptaspekt der Evangeliumsverkündigung.

[40:43] Liebe wird ja als etwas beschrieben, dass man das Beste des Anderen sucht. Also ist das Ziel in allererster Linie, dass Gott einen Auftrag gibt und wir diesen Auftrag ausfüllen, um anderen Menschen das Evangelium zu bringen, also etwas Gutes ihnen zu tun. Es geht dabei nicht um uns, sondern es geht um andere Menschen. Aber geht es nur um andere Menschen? Natürlich nicht, denn es geht primär um sie. Aber die Bibel sagt an verschiedenen Stellen, dass derjenige, der segnet, auch selber gesegnet wird. Und da haben wir beispielsweise einen Text in Jakobus 1, wo Jakobus einfach darüber spricht, dass wir nicht vor Herausforderungen zurückschrecken sollen, vor Versuchungen, Prüfungen, die im Leben da sind, sondern dass dadurch Geduld entwickelt werden kann. In wem? Natürlich in demjenigen, der den Auftrag Gottes ausführt. Sprich, wenn ich mich in den Dienst Gottes stelle und es Schwierigkeiten gibt, bin ich vielleicht versucht, in allererster Linie die Sachen selbst in die Hand zu nehmen. Aber in letzter Konsequenz merkt man, dass Gott es ist, der die Dinge leiten muss, dass ich in Gottes Hand geborgen bin, dass er mich führt, dass ich nicht selber für mich sorgen kann in dem Sinne. Und so müssen wir geduldig auf Gott warten. Und diese Geduld kann nur entstehen, wenn ich mich an Gott wende in diesen Situationen. Und Jakobus drückt es so aus, dass es ein vollkommenes Werk in uns haben soll. Sprich, wenn wir Gottes Auftrag ausfüllen, dann werden auch wir gesegnet in dieser Weise.

[42:29] Oder in Offenbarung 2, Vers 10 wird im Sendschreiben an die Gemeinde zu Smyrna Folgendes gesagt. Smyrna beschreibt ja einen Zeitabschnitt in der Geschichte, wo starke Verfolgung da war. Und dort heißt es dann in Vers 10, sei getreu bis in den Tod, so werde ich dir die Krone des Lebens geben. Sprich, da ist auch ein Ziel vor Augen für denjenigen, der das Werk ausführt. Wenn man treu bleibt, einfach sich nach Gott richtet und seinen Willen tut, dann, egal wie die Umstände sind, egal ob man gesteinigt wird oder was mit einem passiert, am Ende hat Gott immer die Kontrolle darüber. Und egal ob man gestorben ist, man wird leben. Die Krone des Lebens wird einem gegeben, wenn man treu ist.

[43:26] Und dann wollen wir aber noch einen besonderen Aspekt ansprechen, den Paulus ausdrückt, was er aus dieser Sache gelernt hat. Und deswegen wollen wir noch einmal in 2. Korinther 11 reingehen. Wir hatten ja schon uns angeschaut, was für Herausforderungen Paulus dort alles hatte. Wir haben aber nur bis Vers 28 gelesen. Und in Vers 30, in 2. Korinther 11, geht es noch weiter, wo Paulus dann nämlich Folgendes sagt. Er sagt, wenn ich mich rühmen soll, so will ich mich meiner Schwachheit rühmen. Klingt für uns erstmal ein bisschen merkwürdig, aber wenn wir dann in Kapitel 12 uns die Verse 9 und 10 anschauen, da erläutert er das dann ein kleines bisschen mehr. Dort heißt es, und er hat zu mir gesagt, lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen. Darum will ich mich am liebsten viel mehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne. Darum habe ich wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um des Christus willen. Nicht einfach nur irgendwelche Leiden, die ohne Ziel und Zweck sind, aber wenn es Leiden für Gott sind, dann ist etwas ganz Besonderes hier. Nämlich, dann sagt er, Nöten, Verfolgungen, Ängsten um des Christus willen, denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark. Und das ist ein Prinzip, was uns nicht natürlich angeboren ist. Wir müssen dieses Prinzip erst lernen. Wir müssen lernen, dass wir uns auf wen verlassen sollen? Auf unsere eigene Stärke? Auf unsere Fähigkeiten? Auf unsere Kraft? Oh nein, wir müssen uns auf den Herrn verlassen.

[45:18] In Sprüche 3 heißt es beispielsweise, verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand. Erkenne ihn auf allen deinen Wegen, so wird er deine Wege ebnen. Gott ist derjenige, bei dem Weisheit ist. Und wir können uns an ihn wenden und er gibt sie gerne. Wenn wir merken, dass wir selber nichts haben, dass wir leer sind, dass wir uns mit Gott und dem, was er uns gibt, füllen müssen, dass wir geistlich abhängig von ihm sind, dann sind wir an einem Punkt angekommen, wo wir wirklich leben können. Denn wir sind als Geschöpfe geschaffen worden. Wir sind nicht schon immer da, sondern wir haben einen Anfang. Gott hat uns geschaffen zu einem Zweck. Und wenn wir erkennen, dass wir Geschöpfe sind, dann wissen wir, dass wir uns an ihn richten müssen, dass wir uns nach ihm richten müssen, dass er der Maßstab unseres Lebens ist. Und wenn wir keine Probleme in unserem Leben haben, wenn alles gut läuft, vergessen wir Gott. Wir sind uns dessen dann nicht so leicht bewusst, dass wir Gott wirklich in allen Lebenssituationen brauchen, dass wir ohne ihn aufgeschmissen sind. Und deswegen sagt Paulus, ich bin so froh über Nöte und Drangsale und all diese Probleme, weil dann merke ich, wie schwach ich eigentlich bin. Und dann kann Gott in mir wirken und durch mich wirken. Und dann erfahre ich das Leben, wie es eigentlich wirklich funktioniert. Und so sagt Paulus hier, dass er durch diese Leiden besonders etwas lernen konnte, dass er nicht nur den anderen Menschen zum Segen werden konnte, sondern dass es ihnen auch gesegnet hat. Aber er hat es ja nicht selbstsüchtig getan. An anderer Stelle sagt er ja, er wünschte sich, dass er verflucht wäre, verbannt wäre, wenn doch seine Brüder, die Juden, doch zu der gleichen Erkenntnis kommen könnten wie er. Sprich, es geht ihm ja nicht um ihn. Es geht immer um die anderen zuerst. Aber Gott verheißt, dass auch wir dann gesegnet werden, wenn wir uns in sein Werk dort stellen.

[47:31] Und der Paulus, der all diese Dinge erlebt hat und der sagt, dass alle Dinge zum Besten dienen, der sagt auch noch in Philipper 4, Vers 4, freut euch alle Zeit. Und abermals sage ich euch, freut euch. Freuen, wenn ich Leiden habe, Freude, wenn ich Nöte habe, all diese Dinge. Es scheint für uns eine große Herausforderung zu sein. Aber warum sollte Paulus sich nicht freuen? Denn er wusste ja ganz genau, was er in Jesus gefunden hatte. Der Merkvers sagt es ja. Erlösung, Befreiung von Sünde, von Schuld, Frieden zu bekommen. Niemand anders kann ihm das geben und das hat er erkannt. Und deswegen war für ihn das das Allerhöchste. Und deswegen achtete er nicht auf diese anderen Dinge in dem Sinne. Er hat sich nicht abhängig gemacht von Umständen. Und das ist ein ganz, ganz wichtiges Prinzip, was wir lernen sollten. Dass wir nicht nach dem schauen, was um uns herum passiert, in erster Linie. Natürlich geht es nicht an uns vorbei, sondern wir leben ja in einer bestimmten Situation. Aber ich habe ein Zitat mitgebracht, ist auch im Manuskript nachzulesen. Dort auf der Seite 16 und ich habe es ins Deutsche übersetzt. Dort heißt es, Freude und Glück, die man von irdischen Quellen bezieht, sind so änderbar, wie veränderliche Umstände es erreichen können. Was heißt das? So wie der Umstand ist, so ist meine Freude und mein Glück. Geht es mir gut, ist die Freude gut, werde ich verfolgt, ist meine Freude schlecht und kein Glück ist da. Sprich, wie die Umstände sind, sich verändern, so ist mein Freudepegel auch. Wenn man sich nach diesen Dingen halt richtet.

[49:34] Und es heißt dann aber hier weiter, aber der Friede Christi ist ein konstanter und bleibender Friede. Er hängt nicht von den Umständen des Lebens ab, von der Menge weltlicher Güter oder der Anzahl irdischer Freunde. Christus ist die Quelle des lebendigen Wassers und Glück und Freude von ihm kann niemals versagen. Und genau das hat Paulus halt lernen dürfen, in all diesen widrigen Umständen, dass er sich halt nicht nach den Umständen richtet, sondern dass er sich alleine nach Gott richtet, dass Gott sein einziger Maßstab ist. Und wenn man sich nach Gott richtet, in Gott gibt es keine Traurigkeit, in Gott gibt es keine anderen negativen Eigenschaften, sondern Gott ist Liebe, Gott ist Friede, Gott ist Freude. Und deswegen kann Paulus sagen, freut euch alle Zeit, indem ihr auf die Umstände schaut und euch danach richtet. Natürlich nicht, weil die können sich verändern ohne Ende. Aber Gott verändert sich nicht. Er ist die Konstante, die uns immer Frieden und Freude im Herzen geben kann. Es ist ein Weg und wir dürfen es alle lernen. Aber lasst uns das als Ziel nehmen, genauso wie Paulus das auch zu lernen, diese Lektion. Und wenn es dazu Herausforderungen braucht, dann lade ich persönlich Gott ein, dass er Herausforderungen in mein Leben bringt, damit ich all diese wichtigen, wichtigen Lektionen lerne.

[51:02] Man könnte noch über viele, viele andere Dinge sprechen, die wir mitnehmen können aus dieser Begebenheit der ersten Missionsreise. Aber ich möchte einfach nur mit zwei Gedanken zum Abschluss kommen. Der erste Gedanke bringt uns noch einmal zurück in die Situation, wo sie in Ikoneum gewesen sind oder zuerst in Antiochia in Pisidien und dann nach Ikoneum gegangen sind. Und dann sind sie geflohen und kamen dann nach Lystra und Derbe. Und in diesen Situationen gab es Juden, die sie verfolgt haben. Die dachten, sie tun Gott einen Gefallen damit, indem sie gegen Paulus, Barnabas und die Jünger vorgehen. Und so sind sie zu Antimissionaren geworden, die nicht nur verfolgt haben den Weg, sondern auch die Leute selbst. Und das ist, denke ich mal, ein wichtiger Aspekt, den wir auch aus dieser Geschichte mitnehmen können. Nämlich jeder, der verfolgt, jeder, der zwingt, jeder, der Gewalt anwendet, kann nicht richtig liegen. Geht einfach nicht. In Gott gibt es kein Zwang. In Gott gibt es keine Gewalt. In Gott gibt es diese ganzen Eigenschaften nicht. Und wenn man richtig liegt, auf dem richtigen Weg ist, Gott wirklich nachfolgt, gibt es das auch in unserem Leben nicht. Und da muss ich mich natürlich auch fragen und frage du dich auch, wollen wir manchmal das Gute erzwingen? Wir sind überzeugt von der Sache und vielleicht, vielleicht sind wir ja sogar richtig. Aber wie sagte einmal dieser jüdische Gelehrte, dieser Gamaliel war es glaube ich, wo er sagte, was lehnen wir uns dagegen auf? Ist die Sache von Gott, kannst du eh nichts dagegen ausrichten. Ist sie nicht von Gott, wird sie sowieso untergehen. Wir können die Dinge Gott überlassen. Wir müssen nicht nach unserer Vorstellung das Gute erzwingen. Wir dürfen die Geduld haben, dass Gott alles zum Besten rausführt, durch welche Umstände auch immer. Aber immer dann, wenn ich Druck in mir habe, andere zwingen will, meiner Überzeugung zu folgen, egal ob das inhaltlich richtig sein mag, es ist immer falsch. Und deswegen prüfen wir uns selbst, ob wir in der Sache immer auf Gottes Seite sind oder manchmal leider die Werke des Teufels tun.

[53:45] Der zweite Aspekt, den ich am Schluss noch kurz ansprechen möchte, ist der Aspekt, dass wir haben ja den Missionsauftrag gelesen, er gilt uns allen und wir wissen, dass er da ist. Der Auftrag ist klar und jeder von uns will ja auch ein Stück weit ihn ausführen, in welcher Kapazität auch immer. Nicht jeder hat ja die gleichen Gaben, nicht jeder hat den gleichen Ruf und insofern mag es ja auf unterschiedliche Arten und Weisen sein. Aber ich möchte einfach zwei Prinzipien der Motivation, der Ausführung des Werkes gegenüberstellen. Das erste Prinzip ist die Frage, was kann ich erübrigen? Wir sehen gleich, was es damit auf sich hat. Was kann ich erübrigen? Und der zweite Aspekt ist die Frage, was ist notwendig? Erübrigen oder notwendig? Sprich, was kann ich erübrigen, ist die Frage, womit komme ich gerade noch irgendwo durch? Lieber Gott, ich gebe ja schon meinen Zehnten und ich gebe noch Missionsgaben und ich mache ja mit, Flyer zu verteilen und ich bin doch aktiv in der Gemeinde und ich mache doch. Was könnte ich denn vielleicht noch irgendwie für eine Kleinigkeit zusätzlich tun? Ich will ja was Gutes tun. Was kann ich noch erübrigen? Was geht gerade noch so in meinen sowieso schon vollen Terminkalender rein? Oder das zweite Prinzip, die Frage, was ist notwendig? Und ich denke, Paulus ist jemand, der sich die zweite Frage gestellt hat. Was ist notwendig, um das Werk wirklich zum Abschluss zu bringen? Und wisst ihr, wenn man ins Missionsfeld geht, wenn man die Not auf der Welt sieht, die physische Not, die geistliche Not, es ist so viel Not auf der Welt da. Was ist notwendig, um dieser Not zu begegnen? Um die Welt endlich zu diesem Abschluss zu bringen, zu dem Ziel, wo Gott dann in Offenbarung 21 sagen kann, es gibt kein Leid mehr, kein Geschrei mehr, kein Tod mehr. All diese Dinge sind vorbei. Was ist notwendig, um das zu erreichen? Oder das kann ich gerade noch tun, damit vielleicht meine Erlösung gesichert ist, aber mehr kann ich halt nicht.

[56:07] Ich denke, aus der Geschichte des Paulus können wir ganz klar sehen, er wusste, es ist notwendig, auf diese Reise zu gehen. Er wusste, es ist notwendig, in Bedrängnisse zu geraten. Und diese Bedrängnisse sind ja nicht nur einfach so gewesen, sondern sie haben ja etwas bewirkt. Gott hat ja immer ein Ziel mit Dingen. Und Gott hat ihn ja bewahrt. Er ist gesteinigt worden, hat es überlebt. Und dann hinterher auf der Rückreise geht er zurück in diese Gemeinden, zu diesen Gläubigen. Und er kann ihnen sagen, wir müssen durch Drangsal, durch Nöte in das Reich Gottes eintreten. In Apostelgeschichte 13, ich glaube, Vers 20 oder so steht das. Es geht nicht anders, als dass wir sowas erleiden müssen. Und das war ein Zeugnis, was er ablegen konnte. Und das hat den Gläubigen dann wieder Hoffnung und Stärke und Mut gegeben. Sprich, Paulus wusste, dass alles, was ihm passiert, egal ob der Schiffbruch, egal ob die Steinigung, egal was es ist, dass es zum Besten dient, dass Gott einen Plan dahinter hat. Wenn es notwendig ist, Herr, dann lass das geschehen. Was ist unsere Einstellung? Wollen wir mit all dem, was wir sind und haben, uns dafür einsetzen, das Ziel zu erreichen? Oder fragen wir nur nach einer Minimallösung?

[57:33] Ich lade uns alle ein, dass wir uns nicht damit zufrieden geben, nur das Minimum zu tun. Denn wenn wir nur das Minimum tun, wie lange soll es denn noch gehen? Aber wenn wir uns einsetzen, von ganzem Herzen, so wie Paulus es getan hat, so wie Barnabas es getan hat, so wie die anderen Apostel es getan haben, so wie die Urgemeinde es als Gesamtes getan hat, wie schnell könnte Jesus wiederkommen? Wie schnell könnte all dieses Leid hier auf dieser Erde beendet werden? Wie schnell könnten wir selber die Erlösung aus diesen ganzen Umständen erreichen? Ich lade dich ein, dass auch du heute an diesem Tag eine neue Entscheidung triffst. Wie willst du dich entscheiden? Willst du dein ganzes Herz für Gott einsetzen? Er wird durch dich segnen und er wird dich segnen und du wirst Frieden im Herzen haben. Du wirst Freude dabei haben und du wirst lernen, dass du abhängig von Gott bist. Aber diese Abhängigkeit ist etwas Gutes. Es wird dir Freude bereiten, im Dienst Gottes zu stehen. Möge Gott uns segnen, dass wir nicht nur die Geschichte des Paulus als Geschichte von damals lesen, sondern dass wir uns inspirieren und motivieren lassen und überzeugen lassen, dass wir in die Fußstapfen dieses Paulus treten wollen, in die Nachfolge Gottes. Amen.


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