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Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript_2016 3rd Nr 4

In dieser Cannstatt Study Hour-Folge untersucht Christopher Kramp die Rolle von Gerechtigkeit und Gnade im Alten Testament, insbesondere anhand der prophetischen Visionen Hesekiels. Er beleuchtet, wie die Erweckung der Gemeinde durch das Wort Gottes entscheidend für ihre Relevanz in der Gesellschaft ist. Anhand von Beispielen aus Hesekiel, Jesaja und Jeremia wird die transformative Kraft des lebendigen Wassers Gottes und die Bedeutung eines reinen Herzens für die Nachfolge Christi dargestellt. Die Lektion betont, dass wahre Religion in Gerechtigkeit, Liebe und demütigem Wandel mit Gott liegt und dass die Gemeinde als lebendige Armee Gottes in der Welt wirken soll.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2016 Q3: Die Rolle der Gemeinde in der Gesellschaft

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Herzlich willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries. Wir freuen uns, dass ihr wieder eingeschaltet habt zu einer weiteren Folge in unserer Studienreihe über die Rolle der Gemeinde in der Gesellschaft. Nachdem wir bereits in der letzten Woche uns etwas Gedanken gemacht haben über das Alte Testament, die Begriffe Gerechtigkeit und Gnade dort studiert haben und gesehen haben, wie diese Konzepte uns helfen, unsere Rolle als Gläubige in der Gesellschaft besser zu verstehen, wollen wir an dieser Stelle weitermachen und weitere Texte im Alten Testament uns genau anschauen, die über dieses Thema sprechen oder zu diesem Thema etwas zu sagen haben. Wir bereiten uns damit vor auf das Bibelgespräch am 23. Juli und möchten, wie es unsere gute Gewohnheit ist, vor dem Studium der Bibel noch einmal gemeinsam im Gebet sprechen. Dazu lade ich euch ganz herzlich ein.

[1:20] Lieber Vater im Himmel, herzlichen Dank für diesen Tag. Herzlichen Dank für die Gelegenheit, aus deinem Wort zu lernen. Wir möchten dich jetzt bitten, dass du uns gute Konzentration schenkst und Weisheit, dein Wort so zu verstehen, wie du es gemeint hast. Hilf uns, lass alle Störende fernbleiben und bitte gib, dass dein Wort zu unserem Herzen spricht und damit genau den Zweck erfüllt, wozu du es gesandt hast. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.

[1:53] Wir wollen zunächst einmal beginnen mit einigen Passagen in Hesekiel. In Hesekiel Kapitel 37 und dort Vers 1 finden wir eine interessante Vision. Es ist die Vision von den Totengebeinen. Und die Frage lässt sich gleich am Anfang stellen, was diese Vision jetzt genau mit unserem großen Thema von Gemeinde und Gesellschaft zu tun hat. Wir lesen hier in Hesekiel 37 Vers 1: „Die Hand des Herrn kam über mich und der Herr führte mich im Geist hinaus und ließ mich nieder mitten auf der Ebene, und diese war voller Totengebeine.“ Hesekiel bekommt eine Vision dort in Babylon, wo er seit vielen Jahrzehnten, zumindest Jahren, als Gefangener lebt. Und in dieser Vision wird er in diese Ebene geführt und sieht lauter trockene Skelette.

[2:56] Die Bedeutung dieser Totengebeine wird im selben Kapitel erklärt. In Vers 11 lesen wir: „Und er sprach zu mir: Menschensohn, diese Gebeine sind das ganze Haus Israel.“ Es geht also um eine Vision des Volkes Gottes. Wir wollen uns vor allem deswegen mit diesem Abschnitt beschäftigen, weil es eine Erkenntnis ist, die wir wirklich brauchen: dass eine Gemeinde, wenn sie wirklich ein Faktor des Segens in der Gesellschaft sein will, eine erweckte Gemeinde sein muss. Ohne eine Erweckung in der Gemeinde kann die Gemeinde ihre Rolle in der Gesellschaft nicht ausüben. Und zu oft sind wir vielleicht zu früh bei der Gesellschaft gedanklich und fragen uns, wie wir gesellschaftsrelevant sein können, ohne uns die Frage zu stellen, ob wir überhaupt als Gemeinde lebendigen Glauben haben, der dann in der Gesellschaft etwas bewirken kann.

[3:51] Und zumindest in der Zeit von Hesekiel war die Gemeinde offensichtlich tot. Richtig tot. Zum Zeitpunkt dieser Vision befand sich das Volk Israel, Juda, dann das Südreich – das Nordreich existiert ja nicht mehr – bereits im absoluten Tal, auf dem Tiefpunkt ihrer geistlichen Erfahrung. Sie waren nach Jahrhunderten des Abfalls und der Rebellion endgültig ins babylonische Exil verfrachtet worden. Und Hesekiel hatte nur wenige Kapitel vorher, in Kapitel 33, die niederschmetternde Botschaft erhalten, dass Jerusalem endgültig, sogar vollständig zerstört worden war und jegliche Hoffnung auf ein schnelles Ende des Exils erst einmal dahin war. Die Hoffnung des Volkes war vollkommen begraben.

[4:38] Wir finden das sehr deutlich, wenn wir in Vers 2 lesen: „Und er führte mich ringsherum an ihnen vorüber, und siehe, es waren sehr viele auf der Ebene, und siehe, sie waren sehr dürr.“ Diese Menschen hier sind nicht nur tot, es fehlt ihnen an allem, was irgendwie noch nach Mensch aussieht. Alles Fleisch, alle Haut ist weg, es sind nur noch Knochen übrig. Diese Knochen sind sehr dürr, oder andere sind auch sehr trocken. Und die Bedeutung dieser Passage wird ebenfalls in Vers 11 erklärt: „Er sprach zu den Menschen so: Diese Gebeine sind das ganze Haus Israel. Siehe, sie sprechen: Unsere Hoffnung, unsere Gebeine sind verdorrt und unsere Hoffnung ist verloren. Es ist aus mit uns.“ Israel hatte so viel gesündigt, so viel rebelliert, dass sie schließlich zu einem Punkt kamen, wo sie gemerkt haben oder wo sie dachten, wir sind endgültig abgeschnitten von Gott. Für uns als Gemeinde gibt es keine Hoffnung.

[5:36] Nichts ist so schrecklich, als das Gefühl gescheitert zu sein und dann zu glauben, es gibt keinen Ausweg mehr. Das Volk Israel befand sich in dieser Situation, und obwohl sie mitten umgeben waren von Heiden, haben die meisten von ihnen überhaupt keinen positiven Einfluss auf die Gesellschaft um sie herum ausgeübt. Sie waren so sehr mit sich selbst beschäftigt und mit dem Gedanken, für immer verloren zu sein. Könnte es sein, dass ein Hauptgrund, warum die Gemeinde heute so wenig Strahlkraft nach außen besitzt, das tief in uns, persönlich oder auch auf der Gemeindeebene, dieses Gefühl vorherrscht, dass es hoffnungslos ist, dass wir hoffnungslose Fälle sind, dass wir so oft versagt haben in unserem Leben, dass die Gemeinde vielleicht so oft versagt hat, dass die Gemeinde vielleicht in bestimmten Bereichen, lokal oder überregional, in Ebenen gekommen ist, wo sie scheinbar nicht wieder zurückkehren kann. Hoffnungslosigkeit.

[6:32] Und selbst Hesekiel war sich wohl nicht mehr ganz sicher, ob das Problem noch behoben werden kann. In Vers 3 lesen wir jedenfalls: „Da sprach er zu mir: Menschensohn, können diese Gebeine wieder lebendig werden?“ Das war eine interessante Frage. An anderer Stelle sehen wir, wie Jesus die Jünger fragt in Johannes 6. Und dort Vers 5 und 6 in der berühmten Speisung der 5000, als noch nicht bekannt war oder die Jünger noch nicht damit rechneten, dass Jesus so ein riesiges Wunder tun würde, da heißt es hier in Vers 5: „Da nun Jesus die Augen erhob und sah, dass eine große Volksmenge zu ihm kam, sprach er zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, damit diese essen können?“ Vers 6 macht deutlich: „Das sagte er aber, um ihn auf die Probe zu stellen, denn er selbst wusste wohl, was er tun wollte.“ Er wollte wissen, ob sein Jünger Philippus tatsächlich glaubt, dass Jesus eine scheinbar hoffnungslose Situation lösen kann. Philippus war sich der Sache nicht so sicher. Und selbst Hesekiel, der eine ähnliche Frage gestellt bekommt hier: „Glaubst du, dass all diese Knochen wieder lebendig sein können?“ Er antwortet mit einem schlichten: „Oh Herr, oh Herr, du weißt es.“

[7:52] Manchmal sind wir uns tatsächlich unsicher, ob Gott uns noch retten kann, ob Gott unsere Gemeinde noch retten kann, ob die Gemeinde tatsächlich noch den Auftrag erfüllen wird, von dem wir eigentlich wissen, welchen sie erfüllen sollte. Wir lesen von dem, was sie tun sollte. Wir lesen von dem, was hätte geschehen sollen. Wir schauen zurück in die Vergangenheit und sehen viele Fehler in unserem eigenen Leben oder auch in der Gemeinde und sind vielleicht fast an dem Punkt der Verzweiflung angekommen. „Herr, du weißt es.“

[8:22] Und dann kommt die göttliche Lösung. Vers 4: „Da sprach er zu mir: Weissage über diese Gebeine und sprich zu ihnen: Ihr verdorrten Gebeine, hört das Wort des Herrn.“ Die Lösung, die Jesus hat für das Problem von toten Gemeinden, von trockenen Gemeinden, von Gemeinden, die so gruselig aussehen wie Skelette. Die Lösung, die Jesus hat, ist die Predigt des Wortes Gottes. Ja, um noch genauer zu sagen, die Weissagung, die Geisterweissagung, das heißt, die prophetischen Wahrheiten des Wortes Gottes. Gottes Botschaft, der Prophetie, soll einer trockenen, verdorrten und toten Gemeinde gepredigt werden. Gott sagt nicht: „Mach erst was an den Knochen, damit sie bereit sind für diese Botschaft.“ Nein, diese Botschaft soll direkt auf die Knochen gerichtet werden.

[9:16] Nun, ich weiß nicht, wer von euch schon mal eine Predigt gehalten hat oder eine Andacht, zu mehr als zwei Personen vielleicht gesprochen hat. Wenn man redet, dann möchte man in der Regel gerne jemanden sehen, der irgendwie darauf reagiert, dass man sieht, dass die Worte irgendeinen Effekt haben. Aber zu Knochen, zu Skeletten zu predigen, ist sicherlich keine angenehme Aufgabe. Man stellt sich vielleicht schnell die Frage, was das überhaupt soll. Und vielleicht sind wir manchmal an den Punkt gekommen, dass wir denken, die Botschaft richtet ja scheinbar nichts mehr aus. Die Gemeinde ist zu trocken, zu dürr.

[9:55] Aber Gott verheißt in Vers 5: „So spricht Gott der Herr zu diesen Gemeinden: Seht, ich will Odem in euch kommen lassen, Atem, dass ihr lebendig werdet. Ich will euch Sehnen geben und Fleisch über euch wachsen lassen und euch mit Haut überziehen und Odem in euch geben, dass ihr lebendig werdet, und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin.“ Gleichzeitig gibt es eine Verheißung hier gleich zweimal. Nämlich die Verheißung, dass Gott Odem senden wird, damit sie lebendig werden. Gott verheißt: Wenn mein Wort gepredigt wird, und zwar so, wie er es sagt. Wenn das Wort Gottes, die prophetische Botschaft, unverändert auf eine tote, trockene Gemeinde losgelassen wird, dann wird es die Gemeinde beleben. In diese Verheißung, die wiederholt wird, die doppelt ausgesprochen wird, von dem Odem, den Gott senden wird, in die Mitte hinein sagt er dann auch, dass die Skelette nicht so bleiben werden, wie sie sind, sondern sie werden mit Sehnen, Fleisch und Haut überzogen werden, sodass sie aussehen wie früher.

[10:57] Interessanterweise, diese Formulierung: „Hört das Wort des Herrn“, finden wir schon im Kapitel vorher. Dort finden wir eine ganz ähnliche Grundaussage, allerdings mit anderen Symbolen. In Hesekiel 36, ab Vers 1 heißt es: „Du aber, Menschensohn, weissage doch über die Berge Israels und sprich: Ihr Berge Israels, hört das Wort des Herrn! So spricht Gott der Herr: Weil der Feind über euch gesprochen hat: ‚Ha! Ha! Die ewigen Höhen sind unser Besitz geworden!‘ So weissage doch nun und sprich: So spricht Gott der Herr: Darum ja, darum, weil man euch verwüstet und von allen Seiten nach euch geschnappt hat, so dass ihr den übrigen Völkern zum Besitz geworden seid, und weil ihr ins Gerede der Zunge gekommen und zum Geschwätz der Leute geworden seid, darum, ihr Berge Israels, hört das Wort Gottes des Herrn.“ Hesekiel hatte eine interessante Aufgabe, er musste zu den Bergen predigen, er musste zu den Skeletten predigen. Und immer war das ein Symbol für das Volk Gottes. Die Verheißung in Hesekiel 36 ist übrigens wunderbar, Vers 8. Immer wieder in diesen Kapiteln sendet Gott diese ermutigende Botschaft, dass obwohl sein Volk so schrecklich in die Irre gegangen ist und so konstant seinen Willen nicht getan hat, er doch einen Plan hat, wie er dieses abtrünnige Volk, das so tief in Rebellion verstrickt war, wieder zum Leben erwecken wird und zwar durch seine Botschaft.

[12:42] Vers 7, Hesekiel 37, Vers 7: „Da weissagte ich, wie mir befohlen war.“ Das heißt, Hesekiel verändert nicht die Botschaft, sondern er predigt genau das, was Gott sagt, eins zu eins. Und das ist, was passiert: „Und als ich weissagte, entstand ein Geräusch.“ Wenn die Botschaft gepredigt wird, wie Gott sie gibt, wird das nie ohne Folgen bleiben. Es wird etwas geschehen. „Und siehe, eine Erschütterung oder manchmal selbst noch ein Erdbeben. Und die Gebeine rückten zusammen, ein Knochen zum anderen.“ Ein erster Effekt der Predigt des Wortes Gottes ist es, dass die toten Glieder der Gemeinde, diese toten alten Knochen, die knirschen, zusammenrücken. Sie waren offensichtlich weit verstreut. Jeder lag für sich so ein bisschen. Aber das erste, was hier passiert ist, sie rücken wieder zusammen. Ein erstes Anzeichen einer Erweckung, ein Zusammengehörigkeitsgefühl.

[13:42] Aber noch mehr. Es heißt in Vers 8: „Und siehe, ich schaute, und sie bekamen Sehnen, und es wuchs Fleisch an ihnen, und es zog sich Haut darüber.“ Interessant ist, dass Gott hier mit diesem ganzen Bild offensichtlich auf die Schöpfung abspielt. Es war ja interessanterweise ausgesprochen die Eva, die aus einem Knochen allein geschaffen worden ist. Gott hatte ja eine Rippe, einen Knochen genommen und hatte daraus einen Menschen geformt als Hilfe, als Frau für den Mann. Und dieses Bild von Mann und Frau, von Ehemann und Ehefrau, ist immer auch schon ein Bild für Gott und seine Gemeinde gewesen. Und wenn jetzt hier die Gemeinde wieder aus Knochen geformt wird, dann ist das fast so wie eine zweite Schöpfung. Denn so wie bei der Schöpfung damals auch, wird zuerst der Mensch geformt, aber noch ist er nicht lebendig. Es heißt ja hier in Vers 8 am Ende: „Aber es war noch kein Odem in ihr.“

[15:01] Und dann heißt es in Vers 9: „Das sprach er zu mir: Errichte eine Weissagung an den Odem.“ Wieder soll das Wort Gottes, die Prophetie, gepredigt werden. „Weissage, Menschensohn, und sprich zum Odem: So spricht Gott daher: Odem, komme von den vier Windrichtungen und hauche diese Getöteten an, dass sie lebendig werden.“ „Hauche diese Getöteten an.“ Sie lebten einst, sie haben ihr Leben vergeudet, sie sind gestorben, geistlich tot, um es gleich auszulegen. Aber der Odem des Herrn, der Geist Gottes, der durch die Predigt der Prophetie zur Gemeinde kommt, erweckt die Gemeinde. Wenn wir versuchen, die Gemeinde zu erwecken, ohne prophetische Predigt des Wortes Gottes, werden wir zum Scheitern verurteilt sein. Aber dieses Kapitel macht deutlich, dass wenn Gottes Wort gepredigt wird, eins zu eins, wie es dort steht, wenn die Weissagung, wenn der Geist, der Odem der Weissagung seine berechtigte Rolle spielen darf, dann wird der Heilige Geist die Gemeinden erwecken.

[16:10] Schon in Vers 6 heißt es ja: „dass ihr lebendig werdet und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin.“ Wenn man das Buch Hesekiel studiert – wir haben nicht die Zeit, die Verse alle aufzuschlagen und zu lesen, aber wir haben im Sendemanuskript einige aufgeschrieben – dann wird man sehen, dass im Buch Hesekiel das eine ständige Phrase ist, die immer wieder kommt: „Ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin.“ Im Buch Hesekiel geht es darum, zu erkennen, wer Gott ist. Die wahre Gotteserkennung, von der Jesus sagte in Johannes 17 und dort Vers 3, dass diese Erkenntnis das ewige Leben ist: „Das aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den, den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“

[16:50] Es geht also um das ewige Leben. Erweckung ist keine Nebensächlichkeit. Erweckung ist nicht ein Programm, mit dem man Gemeinden oft trappelt, sondern mit Erweckung und Reformation verbindet sich das ewige Leben. Die Gemeinde muss geistlich leben. Und dann heißt es hier in Vers 7: „Wie das der Gehorsam des Propheten, der Gehorsam des Predigenden, absolut entscheidend.“ Er predigt einfach das, was Gottes Wort sagt. Und die Reaktion ist sehr interessant: „Da kam der Odem in sie, und sie wurden lebendig und stellten sich auf ihre Füße.“ Und jetzt achten wir, was die Bibel sagt: „Ein sehr, sehr großes Heer.“ Die Bibel betont das ausdrücklich, dass das Heer, das heißt die Gemeinde, ausgesprochen groß ist, mit der Gott jetzt arbeiten kann. Zuvor waren es einfach nur trockene Knochen. Aber jetzt sind es nicht nur ein paar Glaubenshelden, die irgendwie inmitten dieses grausigen Schlachtfeldes noch sagen: „Ich lebe noch, ich lebe noch.“ Nein, Gott wünscht sich, dass eine ganze Gemeinde, ein großes Heer, durch Erweckung und Reformation bereit ist für den Dienst.

[17:58] Gott hat keine Freude daran, wenn ein paar Fast-Tote, die noch aus dem letzten Loch atmen, stolz darauf sind, dass sie noch nicht tot sind und der Rest schon tot ist. Die mit den Fingern zeigen und sagen: „Schau mal, dem fehlt sogar schon das Fleisch.“ Sondern Gott möchte, dass die gesamte Gemeinde vollständig erneuert, vollständig erweckt und vollständig lebendig sich auf ihre Füße stellt und nicht mehr faul als Knochen da liegt. Eine lebendige Gemeinde, eine Armee, ein Heer, ein Heer, das jetzt für den Herrn, für Gott unterwegs ist.

[18:40] Und in Vers 14 wird das sehr deutlich erklärt, was das bedeutet: „Und ich werde meinen Geist in euch legen, und ihr sollt leben.“ Gottes Geist kann eine tote, trockene Gemeinde aufwecken, auch wenn wir das nicht mal mehr glauben, weil wir zu viel gesehen haben von dem, was schief läuft, weil wir zu oft Enttäuschung erlebt haben, weil uns die Hoffnung verlassen hat. Gottes Geist, sein Wort ist kräftig genug in meinem Leben und im Leben meiner ganzen Gemeinde, um Neustart möglich zu machen. „Ihr sollt leben, und ich werde euch wieder in euer Land bringen, und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin. Ich habe es gesagt und werde es auch tun.“ Gottes Worte sind nicht nur Beschreibung. Gottes Worte haben Kraft, das zu tun, wozu sie gesandt sind.

[19:29] Diese Idee, den Geist Gottes hineinzulegen in die Menschen, die finden wir auch schon im Parallelkapitel vor, in Kapitel 36. Dort in Vers 26, Vers 25 heißt es: „Und ich will reines Wasser über euch sprengen, und ihr werdet rein sein von all eurer Unreinheit, und von allen euren Götzen will ich euch reinigen.“ Die Israeliten haben so viel Götzen angebetet, so viel Unreinheit getan, man würde glauben, es ist unmöglich, sie zu reinigen, aber Gott sagt: „Ich kann es.“ „Ich werde euch nicht nur einmal ein bisschen vergeben, ich werde euch reinigen und zwar von aller Ungerechtigkeit, von aller Unreinheit, von allen Götzen, und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen. Ich werde das steinende Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischendes Herz geben.“ Gott schenkt ein neues Herz, einen neuen Geist, neue Gedanken durch sein Wort, durch den Heiligen Geist.

[20:16] Vers 27: „Ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmung befolgt und tut.“ Diese beiden Kapitel gehen Hand in Hand, sie beschreiben denselben Gedanken. Eine erweckte Gemeinde wird erleben, dass Gott ihnen Gehorsam schenkt. Solange eine Gemeinde darüber diskutiert, ob Gehorsam überhaupt notwendig ist oder nicht, und zwischen Legalismus und Liberalismus hin und her pendelt, kann die Gemeinde nicht anders wirken als tote, trockene Knochen, die beim Aufeinanderknallen auch noch Lärm erzeugen. Aber wenn das Wort Gottes gepredigt wird, so wie Gott es gegeben hat, wenn der Geist der Weissagung seine angemessene Rolle erhält und wenn die Prophetie wieder im Zentrum steht, dann wird man erfahren, dass Gottes Geist mehr ist als nur eine Theorie, sondern dass Gottes Geist vollkommene Vergebung schenken kann und uns reinigen kann durch die Anwendung des Blutes, das Jesus am Kreuz von Golgatha vergossen hat, und uns einen Gehorsam schenken kann, von dem wir heute vielleicht nur träumen. Er will es bewirken.

[21:29] Dann stehen wir auf unseren Füßen. Dann sind wir bereit, für den Herrn zu arbeiten, weil es ja er ist, der in uns wirkt. Das ist die Erweckung, von der Gott sich wünscht, dass sie schon längst begonnen hätte, und von der ich glaube, dass auch diese Lektion ein Moment sein kann, eine Initiative sein kann, wenn wir über diese Texte nachdenken, dass diese Erweckung in unserem persönlichen Leben und in den Gemeinden geschieht. Wir brauchen sie dringend, und Gott ist mehr als bereit, durch sein Wort das möglich zu machen.

[21:58] Interessanterweise hat das Buch Hesekiel dann in den kommenden Kapiteln einen langen Abschnitt über einen Tempel, der nie gebaut worden ist. Offensichtlich hat das Volk Israel niemals das volle Potenzial von dem, was Gott für sie vorgesehen hatte, abrufen können. Dieser Tempel, der nie gebaut worden ist, wird in einigen Details in der Offenbarung wieder aufgegriffen. Aber wir wollen uns heute hier auf einige Verse im 47. Kapitel konzentrieren, die uns etwas sehr Wichtiges sagen wollen. Nachdem hier Hesekiel sehr detailliert die Maße und den Aufbau, die Struktur dieses Tempels genauestens beschreibt, heißt es in Kapitel 47 Vers 1: „Und er führte mich zum Eingang des Hauses zurück. Und siehe, da floss unter der Schwelle des Hauses Wasser heraus nach Osten hin. Denn die Vorderseite des Hauses lag gegen Osten, und das Wasser floss hinab unterhalb der südlichen Seite des Hauses, südlich vom Altar.“

[22:58] Er kommt zum Heiligtum, das übrigens einen inneren Vorhof hat und einen äußeren Vorhof, so dass, wenn man sich das aufzeichnet, der Brandopferaltar genau im Zentrum, wenn sich die Diagonalen schneiden, genau im Zentrum der gesamten Anlage war, um auch die Zentralität des Opfers deutlich zu machen. Als er dort also zum Eingang zum eigentlichen Tempel kommt, sieht er in der Vision, wie Wasser aus dem Tempel herauskommt. Es fließt südlich, das heißt nach Osten, und südlich am Altar vorbei. Und die Frage ist: Was ist dieses Wasser?

[23:39] Wir haben dort einige Bibelstellen in den Propheten, die uns helfen können, das zu verstehen. Fangen wir mal in Jesaja 55 an und dort ab Vers 1. Jesaja 55 Vers 1: „Wohl an, ihr Durstigen, alle, kommt her zum Wasser, und ihr, die kein Geld habt, kommt her, kauft, esst, kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein.“ Da werden Menschen aufgerufen, zum Wasser zu kommen. Interessanterweise wird im Vers vorhin, Kapitel 54 Vers 17, ein Punkt gemacht über die Gerechtigkeit. Und heißt es, Vers 17: „Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen, und alle Zungen, die sich gegen dich vor Gericht erheben, sollst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des Herrn und ihre Gerechtigkeit, die ihnen von mir zuteil wird, spricht der Herr.“ Und dann sagt er: „Kommt her zum Wasser.“ Es geht also um die Gerechtigkeit, die Gott gibt. Deswegen später auch der Aufruf zur Umkehr. Vers 6: „Sucht den Herrn, solange er zu finden ist. Ruft ihn an, während er nahe ist. Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken und er kehre um zu dem Herrn, so wird er sich über ihn erbarmen und zu unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.“

[24:53] Einer Gemeinde, einem Volk, das denkt: „Wir sind zu weit gegangen, es bringt jetzt ohnehin nichts mehr.“ Sagt Gott: „Nein, nein, nein, nein, kommt nur zurück.“ Versacht: „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege, sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ Gott sagt, auch wenn ihr glaubt, dass alle Hoffnung verloren ist, wenn ihr glaubt, dass ihr zu weit gegangen seid, wenn ihr glaubt, dass die Gemeinde nicht mehr zu retten ist, Gott kann sie retten. Gott kann sie erwecken. Gott kann sie zu ganz neuen Höhen führen. Denn seine Gedanken sind so viel höher als unsere Gedanken.

[25:28] Dann natürlich Vers 10 und 11 haben wir die berühmten Worte über die Kraft des Wortes, das ausführt, wozu es gesandt ist, so wie in Hesekiel 37. Aber schauen wir uns noch mehr Texte an. Jeremia 2 und dort Vers 13. Jeremia 2 Vers 13: „Denn mein Volk hat eine zweifache Sünde begangen: Mich, die Quelle des lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zistern zu graben, löchrige Zistern, die kein Wasser halten.“ Jeremia macht also deutlich, oder Gott macht durch Jeremia deutlich, dass er selbst die Quelle dieses Wassers ist. Diese Quelle, die aus dem Tempel hervorströmt als kleiner, aber doch beachtlicher Wasserstrahl, wie wir gleich sehen werden.

[26:07] Joel Kapitel 4 Vers 18: „Und zu jener Zeit wird es geschehen, dass die Berge von Most triefen und die Hügel von Milch überfließen werden. Alle Bäche Judas werden voll Wasser sein, und aus dem Haus des Herrn, des Tempels, wird eine Quelle hervorbrechen und das Tal Sittim bewässern.“ Diese Quelle geht also aus dem Tempelbezirk hinaus in die Landschaft zu jener Zeit. Das ist übrigens jene Zeit hier in der Endzeit, wenn das Kapitel 4 genau studiert wird. Sie sehen, diese Schlacht im Tal Jehoshaphat ist parallel zur Schlacht von Harmagedon. Wenn auf dem Berg Zion, wo die 144.000 Offenbarungen sind, wenn dort Rettung zu finden ist, dann wird dort aus dem Tempel dieses Wasser hervorfließen.

[26:57] Noch ein ganz entscheidender, wichtiger Vers ist Zacharja. Zacharja 13 und dort Vers 1. Und dort wird wirklich deutlich, was gemeint ist. Zacharja 13 Vers 1: „An jenem Tag wird für das Haus David und für die Einwohner von Jerusalem ein Quell eröffnet sein gegen Sünde und Unreinheit.“ Diese Quelle, die im Heiligtum ihren Ursprung hat, die in Gott selbst ihren Ursprung hat, ist dieser Quell, dieses Quellwasser, mit dem alle Sünde und alle Unreinheit gewaschen werden kann.

[27:38] Jesus selbst hat von diesem Wasser gesprochen, als er in Johannes 7 und dort Vers 37 ausruft. Johannes 7 und dort Vers 37: „Aber am letzten Tag, dem großen Tag des Festes, stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke.“

[27:59] Lieber Freund, liebe Freundin, dürstest du? Dürstest du nach einer Erfahrung mit Gott? Dürstest du nach Gerechtigkeit? Dürstest du nach Gnade? Nach einer echten Zusicherung, dass Gott dir vergeben hat? Dass auch wenn du so oft gefallen bist, dass die Hoffnung dich verlassen hat, dass dein Herz dich verurteilt und dass du glaubst, es ist zu spät, dann wisse, es gibt einen Quell für dich. Es gibt ein Wasser, das fließt aus dem Allerheiligsten, des himmlischen Heiligtums hinaus. Es bleibt dort nicht, sondern es fließt in die Welt.

[28:40] Am Anfang mag es relativ unscheinbar aussehen. Bei erster Beschäftigung mit ihm mag man den Eindruck bekommen, dass es vielleicht gar nicht so viel ausrichten kann. Wenn man in Hesekiel dieses Wasser verfolgt, dann ist es zunächst einmal recht überschaubar, auf den ersten Blick. In Vers 2 lesen wir: „Und er führte mich durch das nördliche Tor hinaus, das ist das nördliche Tor vom inneren Vorhof, und brachte mich auf dem Weg außen herum zum äußeren Tor, das nach Osten gerichtet ist. Und siehe, da floss von der rechten Seite des Tores das Wasser hinaus.“ Dieses Wasser, das in Gott seinen Ursprung hat, im Tempel des Herrn, bleibt dort nicht. Gott ist eine Quelle, er gibt. Er behält nicht für sich, sondern diese Gerechtigkeit und Gnade, die aus ihm selbst, aus seiner Natur, aus seinem Wesen, aus seinem Charakter herausfließen, behält er nicht für sich, sondern er gibt sie weiter.

[29:32] Vers 3: „Während nun der Mann mit einer Messschnur in seiner Hand nach Osten hinaus ging, maßte er 1000 Ellen, das sind ungefähr 500 Meter, und führte mich durch das Wasser, und das Wasser ging mir bis an die Knöchel.“ Das ist recht überschaubar. Interessant, spannend, aber ja. Aber dann geht es weiter, Vers 4: „Und er maß noch 1000 Ellen und führte mich durch das Wasser, da ging mir das Wasser bis an die Knie.“ Nach einem Kilometer Laufen geht das Wasser bis an die Knie. Übrigens, ich bin an der Ostsee groß geworden, und an der Ostsee, da gibt es natürlich die Ostsee selbst, aber da gibt es auch das Haff. Das Haff ist sehr flach, man kann nicht wirklich darin baden, man läuft hunderte Meter hinein, und es bleibt immer flach, flach, flach, flach. Und irgendwann geht man auf, hineinzulaufen, weil es einfach nicht tiefer wird. Und ich kann mir vorstellen, wenn jemand hier an diesem Fluss entlang geht, und er sieht, es ist hier ziemlich flach, flach, flach, wer geht schon einen Kilometer, um zu sehen, ob es irgendwann tiefer wird. Aber der Engel führt ihn weiter.

[30:35] Noch einmal 1000 Ellen, noch einmal 500 Meter, und jetzt geht das Wasser schon bis an die Lenden. Und es sind weitere 500 Meter, er maß noch einmal 1000 Ellen, da war es ein Strom, den ich nicht durchschreiten konnte, denn das Wasser war so tief, dass man daran schwimmen musste, und es war ein Strom, der nicht zu durchschreiten war.

[30:57] Wenn wir das Evangelium zuerst einmal kennenlernen, dann erscheint es uns erst einmal überschaubar. Aber je länger wir uns damit beschäftigen, desto tiefer und tiefer und undurchdringlicher wird es. Es scheint alles zu überdecken. Wenn wir nur die Geduld haben, mit dem Evangelium mitzugehen, diesem Fluss zu folgen, das Wasser wird immer tiefer. So mag es sein, wenn wir uns das Leben von Jesus betrachten. Scheinbar ein unscheinbares Leben, dort in Nazareth als Zimmermann, dann dreieinhalb Jahre als Wanderprediger in einem relativ begrenzten Territorium. Aber nach 2000 Jahren sehen wir, wie seine Lehre die ganze Welt umspannt. Und selbst dort ist immer noch nicht Schluss.

[31:50] Aber Gott hat noch mehr vor mit diesem lebendigen Wasser. In Jesaja 11, und dort Vers 9. Jesaja 11, und dort Vers 9: „Denn die Erde wird erfüllt sein von der Erkenntnis des Herrn, wie die Wasser den Meeresgrund bedecken.“

[32:19] In Matthäus 13 finden wir das Gleichnis, Vers 31: „Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinem Acker säte. Dieses ist zwar von allen Samenkörnern das kleinste, wenn es aber wächst, so wird es größer als die Gartengewächse und wird ein Baum, sodass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.“

[32:42] Es sah mehrmals so aus im Laufe dieser Universumsgeschichte, als ob Satan siegen würde. Im Himmel sah es so aus, als ob seine Argumente so überzeugend sind, dass man sie nicht belegen kann. Auf Erden sah es zwischenzeitlich so aus, als ob fast niemand mehr an Gott glauben würde. Kurz war das Info zum Beispiel. Immer wieder gab es Situationen, wo es den Anschein hatte vor dem Universum, als ob Satan triumphieren würde. Und bisher hat Gott immer einen Weg gefunden, Satan wiederum besiegt und seine Herrlichkeit noch mehr erweitert. Von kleinen Anfängen, scheinbar kleinen Anfängen, ist die Kraft des Reiches Gottes für jeden, der sich mit ihr beschäftigt, immer tiefer, immer tiefgründiger, bis man irgendwann das Gefühl hat, von der Liebe und Gnade und Güte Gottes überschwemmt zu werden, sich in ihr verlieren zu können.

[33:37] Eine Quelle, eine Quelle mit unfassbar weitreichenden Folgen. Wehe uns, wenn wir das Wasser nur nach den ersten Abschnitten beurteilen, wenn wir meinen, es beherrschen zu können und beurteilen zu können. Lasst uns der Kraft des Evangeliums folgen. Lasst uns diesem Wasserstrom folgen, um zu sehen, wie tief er eigentlich wird. Lasst uns Geduld haben und sehen, dass Gott mit seiner Gemeinde Gewaltiges, unvorstellbar Gewaltiges erreichen möchte.

[34:14] Offenbarung 18, Vers 1, sehen wir den Plan, den Gott mit seiner Gemeinde, ja mit dieser Gemeinde, hier auf dieser Erde, mit diesen Geschwistern, die wir alle kennen, die wir selbst sind, mit diesen Menschen, hat er einen Plan. Dort sehen wir in Offenbarung 18, Vers 1: „Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht, und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit.“ Gott möchte, dass das Evangelium, die Kraft seines Charakters, die ganze Erde erleuchtet. Nicht einfach nur hier und dort der Gesellschaft einen Anstoß sein oder einen kleinen Keks geben, um mal nachzudenken. Nein, die Erde soll erleuchtet werden. Die Erde soll erfüllt werden mit der Herrlichkeit Gottes, wie das Wasser den Meeresboden bedeckt.

[35:03] Und das bringt uns zur Mission dessen, der uns vorgelebt hat, was es bedeutet, mit dem Heiligen Geist zu leben. Wir haben gesehen, die Erweckung, die erweckte Gemeinde, die in die Gesellschaft hinausgehen kann, braucht den Heiligen Geist, um nicht mehr totes Gebein zu sein, sondern lebendige Armee. Und Jesus zeigt uns, was es bedeutet, ein lebendiges Instrument für das Wirken des Heiligen Geistes zu sein.

[35:28] In Jesaja finden wir eine Prophezeiung, die er dann selbst in Lukas 4 auf sich und seinen Dienst bezogen hat. In Jesaja 61 Vers 1: „Wenn der Geist uns salbt, wenn wir vom Heiligen Geist erfüllt sind, dann werden wir das Bedürfnis haben, frohe Botschaft, das Evangelium anderen weiterzugeben. Wir werden nach zerbrochenen Herzen Ausschau halten, um sie heilen zu können. Wir werden nach Gefangenen suchen, um sie befreien zu können. Gebundene, sie in die Freiheit zu entlassen.“

[36:19] Vers 2: „Es ist eine frohe Botschaft, die aber die Ernsthaftigkeit der Endzeit niemals aus dem Blickwinkel verlieren wird.“ Vers 3: „Die Botschaft, die eine gute Botschaft ist, eine frohe Botschaft, die aber die Ernsthaftigkeit des Gerichts und des Zornes Gottes im Endgericht nicht ignoriert. Diese Botschaft wird trotz alledem eine fröhliche Botschaft sein. Sie wird den Menschen die Trauer nehmen.“

[36:50] Vers 4: „Ein Segen sein kann, wird nicht ständig nur trauern und klagen und betrübt sein.“ Echtes Christentum bringt Freude ins Leben. Es heißt in Vers 3 weiter, dass sie genannt werden „Bäume der Gerechtigkeit, eine Pflanzung des Herrn zu seinem Ruhm.“ Denn wir sind ja geschaffen zur Ehre Gottes. Wir sollen zeigen, wie er es ist, wir sollen seine Tugenden verkündigen. Bäume der Gerechtigkeit. Und wenn ihr vor zwei Wochen dabei wart, als wir über Nebukadnezar gesprochen haben, über das Reich Gottes, habt ihr gesehen, dass Gott ein Ideal für einen König hat. Wir alle sind ja Könige und Priester im Reich Gottes. Das Ideal für einen König, das ist, dass wir Bäume sind, die anderen helfen, anderen spenden, für andere da sind.

[37:51] Diese Idee, ein Baum zu sein, kommt auch in den Psalm vor, zum Beispiel in Psalm 1. Psalm 1 und dort ab Vers 1: „Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf dem Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn, über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht.“ Dort, wo der Heilige Geist wirkt, der Geist, der diese Propheten und Schreiber der Bibel inspiriert hat. So wie in Hesekiel 37, dass es die Weissagung ist, die Prophetie, das Wort des Herrn, das Erweckung schenkt. Wer das tut, wer seinen eigenen trockenen, knochigen geistlichen Körper an dieses Wort heranlässt, der wird erleben, dass er erweckt wird.

[38:33] Vers 3: „Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und seine Blätter verwelken nicht.“ Und alles, was er tut, gerät wohl. In Hesekiel 47, da sieht man dann später, dass an diesem Fluss des Lebens sozusagen Bäume wachsen, an den Ufern. Und diese Bäume, die tragen Früchte. Und die Blätter sind für die Heilung. So wie dann in der Offenbarung, dass von den Bäumen im Neuen Jerusalem gesagt wird.

[39:03] Und dann schauen wir in Hesekiel, zurück zu Jesaja 61. Jesaja 61 und dort ab Vers 4: „Und sie werden die uralten Trümmer aufbauen und wieder aufrichten, was vor Zeiten zerstört worden ist. Sie werden die verwüsteten Städte erneuern, die von Geschlecht zu Geschlecht in Trümmern lagen.“

[39:28] Diejenigen, die die Gerechtigkeit Jesu annehmen, die aus seiner Gnade leben, die in diesen Quell, der aus dem Heiligtum herauskommt, ihre trockenen, ihre schmutzigen Kleider hineintun. Sie werden erleben, sie werden zu Reformern. Sie werden wieder aufbauen, was zerrissen worden ist. Sie werden vielleicht Reformen durchführen, die seit Jahrzehnten, Jahrhunderten, seit Generationen im Argen liegen. Reformen wiederbringen. Sie werden echte Reformatoren sein.

[39:59] Jesaja 58 hat ja auch diese Idee. Wir können das aus Zeitgründen nicht alles lesen, aber ihr kennt das wahrscheinlich. Ab Vers 5, wo Gott deutlich macht, was ein echtes Fasten ist. Vers 6 heißt es: „Ist nicht das ein Fasten, an dem ich gefallen habe: dass ihr ungerechte Fesseln losmacht, dass ihr die Knoten des Joches löst, dass ihr die Unterdrückten freilasst und jegliches Joch zerbrecht?“ Wenn wir für die Gesellschaft, die Liebe Christi, seinen Charakter, sein Wesen weitergeben, dann, Vers 8, wird ein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte und eine Heilung wird rasche Fortschritte machen.

[40:32] Was wir brauchen, ist eine Gemeinde, die das Wort Gottes beim Wort nimmt. Die nicht diskutiert, ob das möglich ist oder theologisch richtig oder wichtig oder überhaupt notwendig oder ob das nur ein Schlagwort ist oder ein Gesetz oder dies und jenes. Sondern die einfach aus dem Wort Gottes lebt. Die das Wort Gottes so, wie es steht, ungefiltert in das Leben lässt und von dort in die Gesellschaft hinein lässt. Eine Gemeinde, die nicht ein verstopftes Rohr ist für das Wort Gottes, sondern ein durchlässiges Rohr, sodass das Wort Gottes in Fülle in die Gesellschaft weitergeleitet werden kann. Eine Gemeinde, die es liebt, über Gottes Wort nachzudenken und die dann in ihrem Leben das zeigt. Selbstverständlich, die sich nicht anstrengt und versucht, etwas zu machen, was in der Bibel steht, sondern die sich so sehr mit Gottes Wort beschäftigt, dass es zu einer Selbstverständlichkeit wird, freundlich und liebevoll und nett zu sein.

[41:23] Dann heißt es natürlich: „Die aus dir hervorgehen, werden die Trümmer der Vorzeit wieder aufbauen, so wie in Jesaja 61.“ „Du wirst die Grundmauern früherer Geschlechter wieder aufrichten, und man wird dich nennen: der die Breschen vermauert und die Straßen wiederherstellt, damit man dort wohnen kann.“ Interessanterweise ist die Reform des Sabbats damit verbunden. Vers 13 und 14 machen das deutlich. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Es ist ein wichtiger Punkt, weil es darum geht, dass das, was wir tun, nicht dadurch abgeschafft wird, sondern vielmehr dadurch seine echte Bedeutung bekommt. Mit anderen Worten, wir können so viel über richtige Kalender reden und richtige Tage. Wenn wir nicht das tun, was Jesaja 58 sagt, echte medizinische Missionsarbeit, die Gnade, die Gott an unserem Leben bewirkt hat, anderen weitergeben, dann ist das ein wichtiger Punkt.

[41:11] In Jesaja 61, Vers 10: „Ich freue mich sehr in dem Herrn, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott, denn er hat mir Kleider des Heils angezogen.“ Das fehlt noch, lautet der Zeher. Laudet der Zeher ist nackt. Deswegen sagt Jesus: „Ich biete dir an Gold, das ihm vorher geläutert ist, und weiße Kleider, damit du dich bedeckst und deine Schande nicht gesehen werden kann.“ So in etwa drückt er sich aus. Kleider des Heils mit dem Mantel der Gerechtigkeit mich bekleidet. Gott möchte uns bekleiden mit seiner Gerechtigkeit. Er möchte uns seine Gerechtigkeit schenken. Und diese Gerechtigkeit wird nicht einfach Sünde bedecken, an denen wir festhalten, die wir lieben und die wir nicht aufgeben wollen. Aber diese Gerechtigkeit wird waschen, sie wird reinigen, so wie Wasser. So wie es heißt in Hesekiel 47, dass alles, was mit diesem Wasser in Kontakt kommt, wird gesund werden.

[43:03] Lieber Freund, liebe Freundin, hast du ein sündenkrankes Herz? Dann tauche es in diesen Quell des lebendigen Wassers, der seinen Ursprung im Heiligtum hat, am Thron Gottes, in Gott, in Christus selbst. Wir werden niemals der Gesellschaft irgendeinen Nutzen bringen können, wenn wir nicht selbst unser Herz in diesem Quell des lebendigen Wassers reinigen. Von aller Sünde, von aller Unreinheit. Und es wird uns schon gar nichts bringen, wenn wir uns von dem Heiligtum distanzieren. Die Quelle für diese Reinheit, die Quelle für diese Gerechtigkeit ist im Heiligtum. Das macht Hesekiel 47 so deutlich. Es ist zwar ein Heiligtum, das heißt etwas, was abgesondert ist. Und man würde denken, abgesondert ist das Gegenteil von Gesellschaft. Im Heiligtum fließt das Wasser des Lebens in die ganze Welt. Die ganze Gesellschaft ist abhängig von dem Heiligtum. Und wir als Adventgläubige sind in die Welt gestellt, nicht weil wir mehr über biblische, prophetische Daten wissen, so sehr, sondern weil wir das Heiligtum kennen. Wobei natürlich die prophetischen Daten eine Rolle dabei spielen. Weil wir das Heiligtum kennen. Das Heiligtum, von dem aus Gott die ganze Welt segnen möchte.

[44:31] Wäre es nicht fatal, wenn wir anfangen, an dem Heiligtum herumzudoktern, das Heiligtum als unwichtig zu betrachten, vielleicht sogar als abzulehnen, als Sonderlehre auf den Abfallberg zu werfen? Wäre das nicht eine Katastrophe? Würde es dann nicht bedeuten, dass wir unsere Relevanz für die Gesellschaft abschneiden in dem Moment, wo wir unsere Heiligtumslehre aufgeben? Lass mich das nochmal deutlich sagen, lieber Freund, liebe Freundin, das Heiligtum, die Lehre vom himmlischen Heiligtum ist der Grund, warum wir als Gläubige der Gesellschaft helfen können. Alles, was wir durch die Gesellschaft tun können, sei es medizinische Missionsarbeit, sei es theologische Dinge, was immer wir heiliges Leben, heiliger Charakter, was immer wir der Gesellschaft Gutes tun können, hat seine Wurzel und seinen Anker im Heiligtum. Das macht Hesekiel ganz deutlich.

[45:27] Wir brauchen dieses Kleid der Gerechtigkeit. Wir sind zwar Laodicea, aber wir können es bekommen. Und das ist die gute Nachricht. Selbst wenn wir tot sind, trocken wie Knochengemeine. Wir können durch das Wort Gottes lebendig werden, und darauf sollen wir uns und müssen wir uns konzentrieren.

[45:45] Zum Abschluss einige wenige Gedanken und Verse aus Micha. Micha Kapitel 6. Ein Zeitgenosse von Jesaja. Micha Kapitel 6 und dort Vers 1. Gott sagt deutlich, dass er mit dem, was seine Gemeinde damals tat, nicht einverstanden war. Hört doch, Vers 1, was der Herr spricht: „Mache dich auf und führe den Rechtsstreit angesichts der Berge, und lass die Hügel deine Stimme hören.“ „Hört doch, ihr Berge, den Rechtsstreit des Herrn, und achte darauf, ihr unwandelbaren Grundfesten der Erde.“ Gott wendet sich an die Berge, an die Fundamente der Erde, die unwandelbar sind, weil er selbst unwandelbar ist.

[46:23] Vers 2: „Denn der Herr hat einen Rechtsstreit mit seinem Volk und mit Israel will er sich auseinandersetzen.“ Gott versteht etwas nicht. Er versteht nicht, warum sein Volk nicht das weitergibt, was es bekommt. Er versteht nicht, warum es so ein verstopftes Rohr ist und die Gesellschaft so gut wie gar nicht profitiert. Die alten heidnischen Völker haben von Israel so gut wie nie profitiert. Israel sollte ein Licht sein für die Gesellschaft um sie herum, und das ist fast passiert.

[46:51] Vers 3: „Mein Volk, was habe ich dir angetan und womit habe ich dich beleidigt? Lege Zeugnis ab gegen mich.“ Gott sagt: „Führe doch einen Gerichtsfall gegen mich. Gibt es irgendetwas, was ich hätte besser machen können? Habe ich irgendwas falsch gemacht?“ Wenn wir in unserem Leben zurückschauen, können wir ehrlich sagen, dass Gott irgendwas falsch gemacht hat. Hat er uns nicht über alle Maßen gesegnet? Hier in Vers 4 heißt es: „Habe ich dich doch aus dem Land Ägypten heraufgeführt und dich aus dem Haus der Knechtschaft erlöst und Mose, Aaron und Miriam von dir her gesandt.“ Gott hat uns erlöst aus der Knechtschaft der Sünde.

[47:19] Vers 5: „Mein Volk, bedenke doch, was Balak, der König von Moab, vorhatte, was Bileam, der Sohn Beors, ihm anforderte und was geschah von Sittim bis Gilgal, damit du die gerechten Taten des Herrn erkennst.“ Nimm dir die Zeit, das genau anzuschauen. Aber die Geschichte geht so, dass der Balak den Bileam holte, um das Volk zu verfluchen, und viermal hat er, dreimal hat Bileam versucht zu fluchen, aber er konnte nicht. Insgesamt viermal sandte dann Gott seinen Segen durch den Mund dessen, der eigentlich bezahlt werden sollte, das Volk zu verfluchen. Die Lektion ist ja einfach: Äußere Feinde können dem Volk keinen Schaden zufügen. Der Satan würde so gern die Gemeinde einfach von außen vernichten, aber er kann nicht. Selbst der größte Fluch wird im Segen umgekehrt durch das Wirken Gottes. Das ist die Gerechtigkeit Gottes. Sie beschützt, sie bewahrt uns vor all dem, was außerhalb unserer Kontrolle ist.

[48:15] Und dann kommen diese wichtigen Verse, mit denen wir es schließen wollen. Vers 6: „Womit soll ich vor den Herrn treten? Mich beugen vor dem erhabenen Gott? Was sollen wir tun?“ Wir sehen, was Gott für uns getan hat. „Soll ich mit Brandopfern, mit einjährigen Kälbern vor ihn treten? Hat der Herr Wohlgefallen an Tausenden von Widdern oder an unzähligen Strömen von Öl?“ Micha stellt eine interessante Frage: Wenn ich jetzt ein Brandopfer bringe, mag mich Gott dann? Wenn es ein einjähriges Kalb ist? Wenn es tausend Opfer sind, mag er mich dann? Wenn es unzählige Ströme von Öl sind? Wenn ich vielleicht sogar extrem werde und meinen Erstgeborenen gebe? Für meine Übertretung, die Furcht meines Leibes, für die Sünde meiner Seele, kann ich mir Erlösung erkaufen?

[49:15] Vers 8: „All das ist offensichtlicher Unsinn. Es ist dir gesagt, oh Herr, es ist dir gesagt, oh Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: Was anders als Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott.“ Gott sagt, Religion ist nicht schwierig. Religion besteht nicht aus einer riesigen Masse an Regeln, die, wenn wir sie nur ordentlich genug eingehalten haben, dann irgendwie Gott besänftigt haben oder irgendwie ihn beeindruckt haben. Gott ist nicht beeindruckt, egal ob wir einen Widder geben oder 10.000. Gott ist nicht beeindruckt, wenn wir einen Bibelfers auswendig gelernt haben oder die ganze Bibel rückwärts auswendig können. Gott ist nicht zu beeindrucken.

[49:59] Aber Gottes beeindruckendes Wirken für uns soll reflektiert werden. Wir müssen Gott nicht überzeugen. Wir müssen endgültig überzeugt sein, dass Gott es gut mit uns meint. Und dann so leben, als würde wirklich Gott der beste Gott sein, den es gibt. Dann so leben, als gäbe es keine bessere Option, als so zu leben wie Gott. Kein besseres Leben als Gottes Charakter. Kein besserer Charakter als Gottes Charakter. Kein besseres Wirken als Gottes Wirken. So wie er: Recht tun, Liebe üben, demütig wandeln. Gibt es etwas Besseres als das? Gott fragt: Warum macht er das nicht einfach? Warum schaut er nicht auf mich und folgt mir einfach? Warum lasst ihr mich nicht einfach wirken in eurem Leben?

[50:43] Das ist die Religion, nach der Gott sich sehnt. Das ist die Religion, die die gesamte Gemeinde als sehr, sehr großes Heer in die Welt tragen soll, erweckt durch die Predigt des Wortes Gottes. Lieber Freund, liebe Freundin, vielleicht sitzt du heute vor deinem Computer und denkst, mein Fall ist hoffnungslos. Vielleicht denkst du, Gott kann durch dich nicht wirken. Vielleicht denkst du, dass du ein trockener Knochen bist. Höre, lieber Freund, das Wort Gottes hat Kraft, dich zu einem Teil einer gewaltigen Armee zu machen. Der Heilige Geist hat schon schwierigere Fälle gelöst als dich. Er kann mich und dich zu erweckten Gliedern seiner Endzeitgemeinde machen, die Recht üben, die Liebe praktizieren und die demütig wandern und damit Gottes Charakter eins zu eins widerspiegeln, die in ihrem Charakter das Bild Gottes zeigen. Wie in 1. Mose 1, Vers 26, die ursprüngliche Identität eines jeden Menschen gewesen ist.

[51:53] Möchtest du heute diese reinigende Kraft und Gnade in deinem Leben erleben und weitergeben? Möchtest du eine Quelle sein, die, wie es in Johannes 4, Vers 14 heißt – du kannst das zum Abschluss noch lesen – in Johannes 4 und dort, Vers 14: „Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben geht.“ Die Quelle war im Heiligtum. Unsere Quelle ist im himmlischen Heiligtum, aber auch wir sind ein Heiligtum für den Heiligen Geist. Wir selbst sollen zu einer Quelle werden für andere Menschen.

[52:41] Möchtest du selbst erleben, was für eine reinigende Quelle Jesus Christus und seine Gerechtigkeit ist, dass er dich von aller Sünde, von aller Schuld, von aller Ungerechtigkeit reinigen kann, die dir vergibt und dich reinwäscht und dass du dann andere Menschen zu Jesus führen darfst, dass du für sie zu einer Quelle werden kannst und sie zu Christus und seinem Heiligen Geist bringen kannst? Das ist dein Wunsch, dann wirst du ein Licht sein in dieser Welt und die Erde wird erfüllt werden mit der Herrlichkeit Gottes, auch wenn dein Beitrag vielleicht klein zu sein scheint, über einen langen Zeitraum, wird er unermesslich sein, weil es nicht du bist, der wirkt, sondern es ist Gott, der dann durch dich wirkt und seine Wirkungsprinzipien sind immer dieselben. Gott segne dich in deinen Entscheidungen.

[53:31] Nächste Woche werden wir weiter studieren, werden ins Neue Testament gehen und sehen, was uns das Neue Testament über unsere Rolle als Gemeinde in der Gesellschaft sagt. Bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.

[53:49] Musik


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