In dieser Cannstatt Study Hour Lektion mit Daniel Heibutzki geht es um die Mission Jesu in den Städten. Der Vortrag beleuchtet Jesu Auftrag, seine Zielgruppe und seine missionarische Wirkungsweise. Anhand biblischer Beispiele und persönlicher Geschichten wird die Bedeutung der Jüngerschaft und des Dienstes am Nächsten hervorgehoben. Es wird dazu aufgerufen, die Liebe Gottes aktiv weiterzugeben und als „Salz der Erde“ im eigenen Umfeld missionarisch tätig zu werden.
Die Rolle der Gemeinde in der Gesellschaft (CSH 2016 Q1): 5. Jesus auf Mission in den Städten
Daniel Heibutzki · Cannstatt Study Hour 2016 Q3: Die Rolle der Gemeinde in der Gesellschaft ·Themen: Altes Testament, Bibel, Bibelstudium, Gemeinde, Jesaja, Johannes, Lukas, Matthäus, Mission, Neues TestamentWeitere Aufnahmen
Serie: Cannstatt Study Hour 2016 Q3: Die Rolle der Gemeinde in der Gesellschaft
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Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Dieses Viertel beschäftigen wir uns mit der Rolle der Gemeinde in der Gesellschaft und da haben wir hier die Lektion der Weltfeldausgabe der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und wir schauen uns diese Woche Lektion Nummer 5 an mit dem Thema Jesus auf Mission in den Städten.
[0:48] Wir wollen am Anfang noch einmal gemeinsam beten und ich lade euch alle dazu aufzustehen oder niederzuknien, je nachdem, wie es für euch möglich ist. Beten wir gemeinsam. Herr Jesus, wenn wir jetzt dein Wort öffnen, wenn wir dein Wort jetzt studieren, möchten wir dich einladen, dass du hier mitten unter uns bist. Wir möchten dich bitten, dass du die Verheißung aus Psalm 119, Vers 130 jetzt hier an uns und in uns erfüllst, wo du sagst, wenn wir dein Wort öffnen, dass du uns dann erleuchtest, uns erfreust. Lass uns das jetzt hier an dieser Stelle erfahren. Im Namen Jesu bitten wir dies. Amen.
[1:25] Frederik Rösenberger war ein lebhafter, starker, sportlicher Junge. Im Alter von vier Jahren erkrankte er an Sepsis, eine schreckliche Krankheit. Die Ärzte versetzten ihn in einen künstlichen Tiefschlaf und man hat dann herausgefunden, dass diese Krankheit die Blutbahnen verstopft. Die Fingerkuppen haben sich bei dem Kind schwarz gefärbt und Frederik war leider erkrankt an einer besonderen, aggressiven Form und das ist im medizinischen Sprachgebrauch das White-Cloud-Syndrom. Und da verlaufen fast alle Fälle tödlich.
[2:06] Die Eltern von diesem kleinen Jungen mussten schreckliche Entscheidungen treffen, denn da mussten Gliedmaßen amputiert werden, um sein Leben zu retten. Das war zum Beispiel der rechte Unterarm oder auch ein Teil von der linken Hand. Und Frederik, der kämpfte um sein Leben. Die Eltern haben gehofft, gebangt, gebetet, dass irgendwie ein Wunder passieren würde, aber irgendwann dann war Frederik nur noch angeschlossen an Maschinen. Und der Vater sagte, kein normaler Mensch kann nachvollziehen, was es für die Eltern bedeutet, so ein Kind in solch einer Situation zu haben.
[2:45] Die Medikamente wurden dann irgendwann abgesetzt, aber Frederik wachte nicht auf. Die Ärzte stellten dann fest, dass sein Gehirn schlimme Folgen davontragen würde und so empfahlen sie dann, diese lebenserhaltenden Maschinen, Geräte abzustellen. Frederiks Eltern stimmten zu und so starb dann dieser kleine Junge neun Tage später in den Armen seiner Mutter.
[3:09] Wie grausam muss das sein für Eltern, wenn sie ihr eigenes Kind verlieren. Doch wie viel mehr muss Jesus leiden, wenn er erlebt, wenn er sieht, wie die Menschen, die eigentlich geboren wurden, um in aller Ewigkeit mit ihm zu leben, wie diese Menschen, wie seine Geschöpfe leiden, wie sie aufgrund der Sünde ihren eigenen Körper zerstören und wie sie dann einfach aufhören zu existieren. Jesus hat das niemals gewollt. Und wenn er erlebt, wie Menschen um uns herum sterben, wie die vielen Menschen, die keine Hoffnung auf das ewige Leben haben, Menschen, die dann bei der zweiten Auferstehung mit dabei sein werden und Menschen, die für immer von Gott getrennt sein werden, dann leidet Jesus viel mehr als die Eltern von Frederik.
[4:02] In Hesekiel, Kapitel 18, Vers 32, da lesen wir, wie Jesus sagt: „Ich habe keinen Gefallen am Tod dessen, der sterben muss. So kehrt nun um, und ihr sollt leben.“ Und weiter in Jeremia 29, Vers 11, da ist die Verheißung Gottes an uns heute ganz persönlich und an die ganze Welt, wo er sagt: „Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft zu geben, so spricht der Herr.“
[4:32] Gott hatte nur einen Sohn. Dieser Sohn war Missionar. Dieser Sohn war Jesus Christus, der kam auf diese Erde und sein Ziel war, Menschen zu retten, damit wir wieder ewiges Leben haben können. Jesus war dieser perfekte Missionar und er war Gott in menschlicher Gestalt. Wenn wir heute sein Leben anschauen, wollen wir uns mit drei Fragen beschäftigen. Erstens, was war der Auftrag Jesu? Zweitens, wer war die Zielgruppe Jesu? Und drittens, wie hat Jesus missionarisch gewirkt?
[5:12] Punkt Nummer 1, da geht es um den Auftrag Jesu. Punkt Nummer 2, die Zielgruppe Jesu. Was war der Auftrag Jesu? Wir möchten gemeinsam Lukas 4, Verse 16 bis 21 lesen. Lukas 4, Verse 16 bis 21. Und er, Jesus, kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. Und es wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gegeben. „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wieder sehend werden, Zerschlagenen Freiheit zu setzen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.“ Und er rollte die Buchrolle zusammen und er setzte sich und alle Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Er aber fing an, ihnen zu sagen: „Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren.“
[6:24] Da wurde Jesus eines Sabbats aufgefordert, die Buchrolle zu nehmen, sie zu öffnen und er fand dann den Text aus Jesaja, Kapitel 61, Verse 1 und 2. Und da frage ich mich, was bedeutet das konkret? Warum zitiert Jesus das? Was hat er damit gemeint? Was wollte er damit sagen? Ist Jesus auf die Erde gekommen, um kranke Menschen zu heilen, um die Gebrechen von den Menschen zu nehmen? Natürlich, das war auch seine Mission. In Matthäus 4, Vers 23 lesen wir davon, dass Jesus alle Krankheiten und Gebrechen im Volk heilte. Der Sohn Gottes hatte größte Freude daran, den Blinden wieder sehend zu machen und den Lahmen wieder laufen zu sehen.
[7:08] Aber Jesus Christus hatte noch einen viel größeren Plan, eine viel größere Aufgabe. Er war gekommen, aus 1. Timotheus 2, Vers 4, er war gekommen, damit Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Und so diente jede Wundertat Jesu nur dem Zweck, nur dem Ziel, dass letztendlich Menschen in Berührung mit Jesus Christus kommen und ewiges Leben erhalten und von Satan, Sünde und Tod getrennt werden.
[7:41] In diesem Kontext sind auch diese Worte hier aus Jesaja, Kapitel 61, Verse 1 und 2 zu verstehen. Wenn wir das auf die geistliche Ebene nehmen, dann möchte hier Jesus den geistlich armen Menschen, die ihre Not vor Gott erkennen, siehe Matthäus 5, Vers 3, echte Hoffnung und Heilsgewissheit geben. Und dann, zweitens, sehnt sich Jesus danach, die Menschen, die zerbrochenen Herzens sind, also die laut Matthäus 5, Vers 4 ihre Sünden einsehen, bekennen und bereuen, echte Vergebung zu geben. Und dann ist es Jesu Wille, den geistlich gefangenen Menschen aus den Fesseln Satans zu entreißen. Satan hat Freude daran, den Menschen zu knechten, ihn zu quälen. Und Jesus kam, damit wieder Menschen ewiges Leben haben, ohne Leid, ohne Schmerzen. Und dann ist es auch Jesus, der Menschen oder den Menschen, die auf der Suche sind, ihre Augen zu öffnen, sodass sie ihren geistlichen Zustand erkennen. Und da fällt uns der Text aus Offenbarung 3, Vers 18 ein. Denn wenn wir unseren echten geistlichen Zustand erkennen, dann wird uns bewusst, dass wir in diese Abhängigkeit zu Gott kommen müssen und dass wir auch in diese Abhängigkeit mit ihm leben sollen.
[9:01] Weiter möchte Jesus den zerschlagenen Menschen, das heißt die Menschen, die aufgrund ihrer Sünde niedergebeugt und enttäuscht sind, er möchte diese Menschen wieder aufrichten. Und er kam, damit Menschen von ihrer Schuld befreit werden. Und dann schließlich hat Jesus das angenehme Ja des Herrn verkündigt. Was heißt das konkret? In 3. Mose, Kapitel 25, da haben wir dieses angenehme Ja des Herrn, das ist dieses Erlass-Ja im Volk Israel. Und da wurden die Sklaven wieder frei, die Schuld wurde erlassen und entliehenes Land wurde dem Originalbesitzer wieder zurückgegeben. Durch den Tod Jesu, im Endeffekt, kann jeder Mensch wieder Frieden mit Gott haben.
[9:41] Dann fällt uns aber auf, hier in Lukas, Kapitel 4, wo Jesus das Wort aus Jesaja 61, Verse 1 und 2 zitiert, dass er einen Teil aus Vers 2 auslässt. Welcher Teil ist das? Jesaja 61, Vers 2, der letzte Abschnitt, da lässt Jesus die Worte aus: „und einen Tag der Vergeltung unseres Gottes.“ Warum das? Die Juden damals, die waren ja von sich überzeugt, die waren stolz und die haben darauf gewartet, dass Jesus kommen würde und das Volk Israel aus der römischen Knechtschaft zu befreien oder aus dieser politischen Unterdrückung zu entreißen. Aber Jesus hat einen ganz anderen Weg eingeschlagen.
[10:25] Und dort war Jesus in der Synagoge und er sprach über die Befreiung von Schuld, Sünde und er meinte damit natürlich primär das Volk Israel, die Zuhörer in der Synagoge. Aber sie wollten ihre Schuld nicht eingesehen. Sie waren zu stolz, zu sehr von sich überzeugt. Sie wollten nicht verstehen, dass sie es waren, die Vergebung von Sünde brauchten.
[10:49] Ellen White sagt dazu im Leben Jesu auf Seite 223: „Unser Verhältnis zu Gott hängt nicht davon ab, wie viel Licht wir erhalten haben, sondern davon, was wir aus dem machen, was wir empfangen haben. Deshalb stehen Heiden, die nach dem besten Vermögen und Verständnis das Rechte zu tun bemüht sind, Gott näher als Menschen, die großes Licht empfangen haben und angeblich Gott dienen, dieses Licht aber nicht beachten und durch ihr tägliches Leben ihrem Bekenntnis widersprechen.“
[11:25] Wir haben großes Licht empfangen aus dem Wort Gottes. Und wenn ich daran denke, welche kostbaren Wahrheiten Gott uns als Gemeinde geschenkt hat, dann sollen wir nicht stolz werden, sondern im Gegenteil demütig und in dieser totalen Abhängigkeit zu Gott von Tag zu Tag leben. Wenn wir dieses Licht, das wir empfangen haben, in unser Herz nehmen und mit der Kraft Gottes danach leben, dann sind wir Menschen, die gesegnet sind. Aber auf der anderen Seite, wenn wir das Licht Gottes zwar registrieren und es irgendwo da oben ankommt im Gehirn, aber es nicht umgesetzt wird, dann können wir auch ein Geruch des Todes sein für andere Menschen.
[12:05] Jetzt stellt sich natürlich die Frage, haben wir als Gemeinde auch einen Auftrag? Natürlich. Und dieser Auftrag, der ist sehr ähnlich dem Auftrag Jesu. Auf der Offenbarung 14, Vers 6, da haben wir diesen wichtigen Text, und ich sah einen anderen Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen, den, die auf Erden wohnen, allen Nationen, Stämmen und Sprachen und Völkern. Dieser Engel steht hier für wen? Für die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die der ganzen Welt die dreifache Engelsbotschaft bringt, und dann wird Jesus Christus wiederkommen in den Wolken des Himmels.
[12:41] Wie können wir diesen Auftrag, den Jesus an die Gemeinde gegeben hat, in einem Satz formulieren? Vielleicht so. Und das ist bis jetzt eine der besten Formulierungen, die ich bis jetzt gefunden habe: „Die Gemeinde ist Gottes Volk, das die Welt körperlich, geistig und geistlich auf die Wiederkunft Jesu vorbereitet.“ Nochmal: „Die Gemeinde ist Gottes Volk, das die Welt körperlich, geistig und geistlich auf die Wiederkunft Jesu vorbereitet.“
[13:09] Wir kommen von dem Auftrag Jesu jetzt zur zweiten Frage, und die lautet: Wer war die Zielgruppe Jesu? Als Jesus das Volk lehrte, da kam eines Tages ein Schriftgelehrter zu ihm und versuchte ihn und sprach: „Meister, was muss ich tun, damit ich das ewige Leben habe?“ Und an einer atemloser Spannung haben die Priester und Schriftgelehrten vor Ort die Antwort Jesu erwartet. Was würde er antworten? Denn das war eine Fangfrage. Und Jesus schaute diesen Schriftgelehrten an und stellte einfach eine Gegenfrage: „Was liest du im Gesetz?“
[13:45] Und Jesus stellte ihm diese Gegenfrage und dann kam der Schriftgelehrte, der erwiderte: „Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften, von ganzem Gemüt und deinem Nächsten wie dich selbst.“ So gab Jesus dann als Antwort zurück: „Ja, tu das und so wirst du leben.“ Das Wort Gottes hatte den Schriftgelehrten getroffen und er sah ein, dass er in seinem Leben nicht in Übereinstimmung mit dem Gesetz lebte. Aber er wollte sein Gesicht nicht verlieren. Und vor allem die ganzen Menschen, die da versammelt waren, naja, was würden sie von ihm denken, wenn er jetzt da öffentlich Buße tun würde und zu Jesus kommen würde und Vergebung bitten würde. Und so versuchte er sich zu rechtfertigen und stellte diese eine Frage: „Wer ist mein Nächster?“
[14:33] Und diese Frage, wer ist mein Nächster, das war so eine große Streitfrage. Da trafen sich die Leute gerne, damals in der Zeit Jesu, vor allem so die Schriftgelehrten, die Priester, die Pharisäer und da hat man diskutiert, oft stundenlang über diese eine Frage: Wer ist mein Nächster? Und Jesus gab eine Antwort in Form eines Gleichnisses auf diese Frage. Lukas 10, 30 bis 37. Lukas 10, die Verse 30 bis 37.
[14:57] Da erwiderte Jesus und sprach: „Es ging ein Mensch von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter die Räuber. Die zogen ihn aus und schlugen ihn und liefen davon und ließen ihn halbtot liegen, so wie er war. Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog und als er ihn sah, ging er auf der anderen Straße vorüber. Ebenso kam auch ein Levit, der in der Gegend war, sah ihn und ging auf der anderen Seite vorüber. Ein Samariter aber kam auf seiner Reise in seine Nähe und als er ihn sah, hatte er Erbarmen. Und er ging zu ihm, verband ihm die Wunden und goss Öl und Wein darauf, hob ihn auf sein eigenes Tier, führte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. Und am anderen Tag, als er vorzog, gab er dem Wirt zwei Denare und sprach zu ihm: ‚Pflege ihn. Und was du mehr aufwendest, will ich dir bezahlen, wenn ich wiederkomme.‘“
[15:53] Und dann fragte Jesus: „Welcher von diesen dreien ist deiner Meinung nach nun der Nächste dessen gewesen, der unter die Räuber gefallen war?“ Und der Schriftgelehrte oder dieser Pharisäer, er sagt dann: „Ja, der, der welcher Barmherzigkeit an ihm geübt hat.“ Da sprach Jesus zu ihm: „So geh nun hin und tue ebenso.“
[16:13] Das Gleichnis hier, das war keine erfundene Geschichte. Wir wissen aus dem Leben Jesu, dass der Levit und der Priester, die in diesem Gleichnis vorkamen, also aus dieser realen Geschichte, dass die wirklich vor Ort anwesend waren. Die hörten diese Geschichte aus dem Mund Jesu, die wirklich stattgefunden hatte. Und da, da denken sie zurück an den Tag, wo sie wirklich dort entlang gegangen waren. Und da lag dieser schwer verwundete Mann. Sowohl der Priester als auch der Levit hatten beide da natürlich ein heiliges Amt. Es waren beide, die die Schrift kannten, die diese Schrift ausgelegt haben. Und beide waren berufen von Gott, die Liebe Gottes an den Menschen weiterzugeben. Doch beide gingen einfach an diesen sterbenden Menschen vorbei. Warum? Wie kam das dazu? Ich meine, die waren ja vertraut mit den Lehren der Bibel. Liebe deinen Nächsten, für dich selbst war für die klar, für die beiden angeblichen Männer Gottes. Aber sie waren durch ihren nationalen Eifer stolz und egoistisch. Und sie dachten sich, also, naja, unsere Aufgaben als Priester und Leviten sind jetzt nicht direkt hier vor Ort für die Menschen, die Hilfe brauchen, da jetzt konkret anzupacken. Unsere Aufgaben, wir haben Termine, wir müssen weiter. Das ist nicht hier unser richtiger Platz. Wir sind wichtiger. Wir haben Besseres zu tun. Und dann gehen sie einfach weiter. Und naja, vielleicht dachten sie auch, das könnte ja auch ein Samariter sein, der da liegt, der verwundete Mann. Und wir möchten uns ja nicht verunreinigen.
[18:01] Und dann kommt jemand anderes, der Samariter. Und der Samariter, er wendet sich an diesen Verwundeten, an den ja fast sterbenden Menschen. Und er verbindet ihn, versorgt seine Wunden und bringt ihn dann zu einer Herberge. Und dort wird dann dieser schwer verwundete Mann gepflegt. Mehr noch, der Samariter bezahlt dann auch für den Aufenthalt des sterbenden oder des verletzten Mannes. Und da natürlich kommt die Frage auf, für wen steht dieser Samariter in dem Gleichnis? Natürlich, klar, für wen? Für Jesus Christus.
[18:37] Und wenn wir das jetzt übertragen auf uns heute, da sind wir eigentlich diese Menschen. Ich und du, wir beide. Wir sind von Satan geschlagen, geplagt und verletzt. Und er lässt uns auch dort liegen, sodass wir sterben. Und dann kam Jesus Christus, er verließ seine Herrlichkeit aus dem Himmel. Er wurde Mensch wie wir. Und er kam, um uns zu retten. Und durch den Tod Jesu am Kreuz, da haben wir jetzt die Möglichkeit, ein neues Kleid der Gerechtigkeit zu bekommen. Er bezahlte für unsere Sünden. Und nachdem er dann in den Himmel wieder fuhr, da war sein Stellvertreter der Heilige Geist. Derjenige, der uns begleitet, der bei uns ist. Was mehr hätte Jesus tun können für dich und für mich?
[19:33] Kommen wir zur Frage zurück. Wer war die Zielgruppe Jesu? Das waren natürlich alle Menschen, die auf der Erde sind. Denn Jesus Christus liebt jeden Menschen so sehr, dass er selbst für einen einzigen Menschen auf die Erde gekommen wäre, um für diesen zu sterben. Und dann kommen wir auch gleich zu unserer Ebene. Dann können wir uns auch gleich persönlich fragen, wer ist denn unser Nächster? Wer gehört zu unserer Zielgruppe? Und diese Frage ist eigentlich ein für alle Mal jetzt beantwortet.
[20:01] Unser Nächster ist jeder Mensch, so Ellen White, wieder im Leben Jesu, auf Seite 496: „Unser Nächster ist jeder Mensch, der unmittelbar unsere Hilfe nötig hat. Jede Seele, die verwundet und zerschlagen ist, die von ihrem Widersacher jedes hat, das Gott geschaffen hat und sein Eigentum ist.“ Also letztendlich jeder Mensch um uns herum, das ist unser Nächster.
[20:25] Und wenn wir darüber nachdenken, über die Sünde, über das große Übel, das die Sünde mit den Menschen anstellt, und wenn wir dann um uns herum die Augen offen halten und sehen, wie die Menschen von Satan und Sünde geplagt werden, dann glaube ich, ist es extrem wichtig, dass wir die Liebe Gottes, die wir erfahren haben, weitergeben an diese Menschen. Denn wir haben einen ungeheuren Schatz und das ist der Frieden Gottes, dass Jesus in uns lebt. Und wenn wir das weitergeben, dann können wir den Menschen neue Hoffnung, neuen Mut und neuen Sinn geben. Wer ist dann dein Nächster? Das kann jemand aus deiner Familie sein, natürlich sind das deine Verwandten, das sind Freunde, Bekannte, Nachbarn, Arbeitskollegen, Studienkollegen oder auch Schulkameraden. Überall um uns herum sind die Menschen mein und dein Nächster.
[21:17] Was können wir da konkret tun? Was können wir in unserem Umfeld bewirken? Ich glaube, das größte Übel der Sünde ist letztendlich die Trennung von Gott. Und erstens geht es natürlich darum, dass wir den Menschen dienen, dass wir für sie da sind. Das können wir durch das Gebet machen, das können wir dadurch tun, indem wir einfach Vorbild sind, indem wir praktische Hilfe anbieten, indem wir mit jemandem einkaufen, indem wir dann die Kehrwoche mal übernehmen oder einfach den Rasen mähen, indem wir Zeugnis geben, von Jesus erzählen, indem wir Bücher weitergeben, geistiges Material, Einladungen verteilen, Menschen in den Hauskreis einladen oder auch Bibelstunden starten.
[21:57] Wenn ich da an meine Frau Rebecca denke, dann bin ich erstmal sehr froh, dass Gott mir eine Frau geschenkt hat, dass ich heute zu zweit mit einer Person durchs Leben gehen kann. Das ist nicht selbstverständlich. Und ich bin Gott dankbar, dass er meiner Frau Gaben und Fähigkeiten gegeben hat. Und da denke ich zum Beispiel daran, dass meine Frau sehr gerne mit anderen Menschen das Wort Gottes studiert oder überhaupt generell gerne anderen Menschen Dinge weitergibt, beibringt, also Menschen lehrt. Und meine Frau, sie arbeitet an einer Schule und dort gibt sie Deutsch als Fremdsprache im Unterricht weiter an Immigranten oder auch an Leute, die von Externen kommen. Und da ist sie wirklich eine Hilfe für die Menschen. Das ist das eine. Aber auf der anderen Seite hat meine Frau dann auch überlegt, die Rebecca, ich könnte ja auch mal die Leute unentgeltlich zu Hause besuchen. Einfach so, vielleicht eine kroatische Familie vor Ort mal besuchen und da einfach da sein und noch weiter Unterricht geben. Das hat sie dann angefangen, hat dann einige Familien besucht. Dann kam dazu auch noch Nachhilfe direkt bei uns zu Hause. Und ich habe gemerkt, dass wenn man für Menschen da ist, dass das einen Unterschied macht. Die Rebecca bekommt dann immer ganz viel Kuchen mit. Das muss sie dann alles zu Hause essen, aber ist dann manchmal ein bisschen viel. Naja, aber da ist sehr viel Dankbarkeit dabei.
[23:25] Und dann muss ich daran denken an unsere, wir haben dann auch zu Hause zwei Nachhilfeschüler und dann ist Rebecca da und gibt dann regelmäßig Kinder-Nachhilfe-Unterricht. Und da haben wir dann eines Tages eine Mutter kennengelernt von einer der Nachhilfeschülerinnen, die blieb dann ein bisschen länger an der Tür stehen. Und dann kam es ins Gespräch. Und diese Frau, eine ganz liebe, nette Frau hat dann gefragt, was wir beruflich machen. Und dann konnte ich dann kurz erzählen, ich bin Pastor bei der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Und sie war dann ganz gespannt, ja was ist das und was macht ihr da konkret. Und irgendwann dann kam es ins Gespräch. Erstmal über die normalen Dinge, aber dann auch über die geistlichen Dinge. Und dann sagte sie uns ja, ich bin jetzt bei einem charismatischen Hauskreis mit dabei und es macht ihr Spaß und Freude da. Sie hat auch so ein paar Fragen, die sind noch nicht ganz geklärt für sie, was so auch die Zungenrede angeht. Und dann haben wir gedacht, wir können ihr ja ein Buch weitergeben. Das war dann das Buch „Allmächtig und gerecht“ von Gerhard Paderatz. Das hat sie dann gelesen. Sie fand das so toll, dass sie das dann gleich für den ganzen Hauskreis bestellen wollte. Da haben dann einige Leute das dann direkt vor Ort auch gelesen in einem Hauskreis. Und dann haben wir dann gedacht, wir könnten ja diese Mutter einmal einladen in die Adventgemeinde. Und sie kam dann, war tatsächlich da. Und dann haben wir gedacht, der nächste Schritt könnte ja sein, vielleicht Bibelstunden geben. Aber naja, man hat Angst, möchte nicht so aus einer Komfortzone rausgehen. Was passiert, wenn die Person Nein sagt? Wir haben sie dann einfach gefragt. Und dann haben wir gemeinsam angefangen, das Wort Gottes zu studieren. Das geht jetzt schon einige Wochen, Monate so. Und ich muss sagen, es ist eine große Freude, mit dieser Mutter zu arbeiten. Und gleichzeitig ist dann auch noch manchmal eine zweite oder eine dritte Person mit dabei.
[25:01] Vor einiger Zeit, da meinte die Mutter von einer Nachhilfeschülerin, wie sie sagte zu uns: „Weißt du, Daniel und auch liebe Rebecca, das, was wir gemeinsam studieren, das macht meinem Leben einen Unterschied. Ich merke, wie Gott an meinem Herzen wirkt. Das wirkt sich auf mein Leben positiv aus. Ich möchte das mehr. Ich möchte das weiter. Und ich merke, dass Gott mir mehr Sinn, Hoffnung und Zuversicht schenkt.“
[25:29] Manchmal kostet es Mut und Überwindung, über seinen Schatten zu springen. Für den Nachbarn oder für die Mutter der Nachhilfeschülerin einfach da zu sein, zuzuhören, einfach Mensch zu sein. Das kostet auch Zeit. Aber wenn wir da über unseren eigenen Schatten springen und vor allem unser Ego einfach mal zur Seite legen, dann kann Gott Großes durch uns tun. Und wir können da einen ewigen Unterschied machen, dort in unserem Umfeld mit unserem, mit deinem Nächsten.
[25:57] Kommen wir zur letzten Frage. Wie hat Jesus missionarisch gewirkt? Die letzte, die dritte Frage, da geht es jetzt um den Auftrag Jesu. Und da möchten wir heute gemeinsam das Buch Johannes aufschlagen, Johannes Kapitel 4, die Verse 35 bis 38 lesen. Johannes 4, Verse 35 bis 38. Und dort steht in Johannes 4: „Sagt ihr nicht: Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte? Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und seht die Felder an, sie sind schon weiß zur Ernte. Und wer erntet, der empfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit sich der Sämann und der Schnitter miteinander freuen. Denn hier ist der Spruch wahr: Der eine sät, der andere erntet. Ich habe euch ausgesandt zu ernten, woran ihr nicht gearbeitet habt. Andere haben gearbeitet und ihr seid in die Ernte eingetreten.“
[26:49] Jesus vergleicht hier die Evangelisation oder die Mission mit der Arbeit in der Landwirtschaft. Wenn wir in die Landwirtschaft gehen, da sehen wir, dass die Landwirtschaft immer ein Prozess ist. Das sind verschiedene Phasen und zum Beispiel in der Landwirtschaft, da wissen wir, im Erntefeld sieht die Arbeit so aus: Erstens geht es darum, dass der Samen überhaupt erstmal rausgebracht wird, der Samen wird gesät, dann wird der Samen gepflegt, indem man ihn wässert und Schädlinge bekämpft und dann drittens wird die Ernte eingebracht, viertens wird dann die Ernte sicher aufbewahrt. Zusammenfassend können wir sagen, dass dieser Prozess, diese Phasen aus vier Schritten bestehen: Erstens sehen, zweitens pflegen, drittens ernten, viertens bewahren.
[27:41] Und wenn wir jetzt das übertragen auf das Wort Gottes, auf den Auftrag Jesu, den er uns gegeben hat, siehe Matthäus 28, die Verse 18 bis 20, sehen wir da interessante, spannende Parallelen. Lesen wir das mal gemeinsam, vielleicht noch den Text auswendig: Matthäus 28, die Verse 18 bis 20. Und da sagt Jesus: „Er redete mit ihnen und sprach: ‚Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auch auf Erden.‘ Und dann sagte er: ‚So geht nun hin, macht zu Jüngern alle Völker, taufe sie auf den Namen des Sohnes, des Vaters und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe.‘ Und dann sagt er dann: ‚Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit.‘“
[28:21] Wo finden wir hier diese vier Schritte? Wir haben gesagt, in der Landwirtschaft war das das Sehen, dann die Pflege, dann die Ernte und dann das Bewahren. Wir könnten sagen, Schritt Nummer eins ist das Sehen, da geht es um das Hingehen. Dann Schritt Nummer zwei, das ist dann die Jüngerschaft, mache zu Jüngern, das ist die Pflege. Schritt Nummer drei, das ist die Ernte, da geht es dann um die Taufe oder die Taufentscheidung. Und Schritt Nummer vier schließlich ist dann das Bewahren, lehren sie zu halten, alles, was ich euch befohlen habe. Diese vier Schritte, das letztendlich ist im Groben, wir könnten das dann so formulieren, der Evangelisationszyklus oder die Missionsstrategie Gottes, der Plan Gottes. So können, noch viel mehr, so sollen wir auch in unseren Gemeinden arbeiten.
[29:13] Jetzt die große Frage, wenn wir uns diesen Auftrag mal kurz anschauen, gibt es hier etwas, was vielleicht wichtiger ist als das andere? Ich habe früher mal gedacht, das Hingehen ist ganz wichtig. Hauptsache, wir erreichen viele Menschen, haben mit vielen Menschen Kontakt und dann kommen viele zu uns. Da gibt es ja auch diese riesigen McDonald's-Kirchen. Na ja, ihr kennt das, wenn dann Tausende in eine Kirche strömen und dann hält man meistens die Botschaft auch relativ flach. Ist nicht immer so, aber man möchte ja viele Menschen erreichen und die Unterscheidungslehren werden da manchmal ausgeklammert. Ist das der Weg? Oder geht es vielleicht um Schritt Nummer 3, um die Taufe?
[29:45] Wenn wir das Wort Gottes hier im griechischen Grundtext betrachten, sehen wir, dass hier es nur ein Hauptverb gibt. Welches Hauptverb ist das? Oder welcher Schritt könnte das sein? Schritt Nummer 2, richtig. „Mache zu Jüngern alle Völker.“ Darum geht es. Die Jüngerschaft ist das Wichtigste hier in dem Missionsauftrag Jesu. Das ist das ultimative Ziel. Wer oder was ist ein Jünger? Ein Jünger ist ein Mensch, der sich für Jesus entschieden hat und der mit ihm täglich lebt.
[30:21] Wir wollen jetzt einmal kurz, weil das wichtig ist, wenn wir das dann praktisch runterbrechen, das einmal visualisieren. Wenn wir jetzt diese vier Schritte haben, wie kann das konkret in einer Gemeinde aussehen? Was wichtig, was entscheidend ist, ist, dass wir mit dem vierten Schritt starten. Der vierte Schritt ist, was war das noch mal? Das war das Bewahren. Oder hier im biblischen Text, Matthäus 28, da geht es dann um das Behalten. Oder wir könnten auch sagen, um die Ausbildung.
[30:57] Wenn wir das Wort Gottes aufschlagen, lesen wir zum Beispiel Matthäus 4, Vers 19, dass ein Ziel es ist in der Jüngerschaft, dass man ein Menschenfischer wird oder dass auch Gläubige zum Dienst ausgerüstet werden, Epheser 4, Vers 13. Und das kann passieren durch Ausbildung. Da kann man zum Beispiel in der Gemeinde Jüngerschaftsabende anbieten. Das kann an einem Mittwochabend sein, das kann aber auch zum Beispiel an einem Sabbatnachmittag sein. Und in diesen Jüngerschaftsabenden kann man dann in Form einer Trainingsschule die Gemeindeglieder ausbilden. Das heißt zum Beispiel, wie kann ich in meinem persönlichen Leben die Bibel gewinnbringend studieren? Wie kann ich effektiv im Gebet auch Fortschritte machen? Wie kann ich mit meinen Freunden über Jesus reden? Und vor allem, wie kann ich Bibelstunden geben? Da gibt es sehr gutes Material und ich möchte das Material hier empfehlen von Michael Dörnbrack. Das findet ihr auf www.jungerschaftskurs.de. www.jungerschaftskurs.de gibt es sehr viele Themen. Genial, das Material. Das war Schritt Nummer eins. Wir fangen aber jetzt mit dem vierten Schritt an, also Bewahren.
[32:05] Jetzt gehen wir also dann in den nächsten Schritt. Da geht es dann um das Sehen. Und da ist das Ziel natürlich erstmal, dass man Kontakte findet. Wie? Man kann eine Interessiertenkartei starten. Da hat man dann verschiedene Kontakte, also Menschen, die mit der Gemeinde schon mal Kontakt hatten. Dann können wir da Menschen eintragen, die mal in der Gemeinde waren. Also wir reden dann von Backsliders, die nicht mehr kommen. Oder wir können dann auch die Leute eintragen, die Bibelstunden geben wollen. Wir können dann regelmäßig für diese Menschen beten, Material verteilen. Dann auch über eine Internetseite können wir höchst effektives Evangelium in dieser Phase verbreiten. Und dann natürlich auch bedürfnisorientierte Veranstaltungen. Ob das ein veganer Kochkurs ist oder eine Health Expo. Ob man gemeinsam einmal in der Woche Fußball spielt, einen Wandertag anbietet oder einen Schöpfungsfilm hat oder ein Konzert veranstaltet. All diese Dinge sind wichtig in dieser Phase.
[32:57] Dann kommen wir letztendlich zur dritten Phase. Das ist dann die Pflege. Da geht es um die Phase „Mache zu Jüngern“. Da ist das Wort Gottes dann ganz entscheidend, ganz prägend. Denn nur durch das Wort Gottes, durch das Wirken des Heiligen Geistes können Menschen im Weg der Jüngerschaft Fortschritte machen. Was kann man da anbieten? Hauskreise, persönliche Bibelstunden, öffentliche Seminare zum Beispiel, öffentliche Bibelstunden. All das ist effektiv, damit Menschen weiter in der Beziehung zu Jesus wachsen.
[33:25] Dann schließlich Punkt Nummer 4. Das ist dann die Entscheidung zur Taufe. Taufe sie. Wir würden auch sagen dann die Ernte. Und da ist es ganz wichtig, dass wir regelmäßig in unseren Adventgemeinden öffentliche Evangelisationen anbieten. Warum? Menschen müssen regelmäßig aufgerufen werden, Entscheidungen zu treffen. Das machen wir natürlich sensibel, liebevoll. Aber hier geht es um die wichtigste Entscheidung der Welt. Hier geht es um die Entscheidung für ewiges Leben oder ewigen Tod. Und ich glaube, wenn wir regelmäßig nach diesen vier Phasen, nach diesen vier Schritten, nach diesem Evangelisationszyklus arbeiten, dann wird Gott uns, wenn wir die richtige Einstellung haben, das heißt die Liebe und die richtige Botschaft haben, dann wird Gott uns segnen.
[34:09] Warum? Siehe Matthäus 28, Vers 20. Und dort haben wir dann die Verheißung, wie Jesus sagt: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.“ Und diese Verheißung bezieht sich direkt auf den Missionsauftrag. In anderen Worten, Jesus Christus übernimmt die Verantwortung für den Erfolg. Und jetzt ist meine Frage an dich, liebes Gemeindeglied, wie sieht das in deiner Adventgemeinde aus? Ist Mission da die oberste Priorität? Oder gleicht deine Adventgemeinde eher einem Club? Und dann, wer ist da der Missionar in deiner Gemeinde? Ist das der Prediger oder bist du das auch? Vergessen wir nicht, der erfolgreichste Missionar, der erfolgreichste Evangelist ist immer oder fast immer das Gemeindeglied, weil du Menschen im Kontakt bist, die der Prediger, der Evangelist vor Ort gar nicht erreichen kann.
[35:01] Und dann die andere Frage, gibt es da so einen Zyklus, eine Strategie, wir reden da von diesem Evangelisationszyklus aus Matthäus 28, Verse 18 bis 20. Gibt es da Möglichkeiten mit diesen Menschen, die in der Welt ohne Gott leben, in Kontakt zu kommen? Und vor allem, welche Rolle hat da der Prediger? Ich bin davon überzeugt, dass der Prediger laut dem biblischen Modell und auch laut den Schriften von Ellen White primär Evangelist und Ausbilder ist. Unterstützen wir in unseren Adventgemeinden die Prediger in ihrer biblischen Rollenaufgabe. Natürlich ist Seelsorge auch wichtig, ganz klar, ganz entscheidend, aber wenn der Prediger nur noch verwaltet, verwaltet und verwaltet, und all das um das Verwaltenswillen geht es nicht vorwärts. Gibt es da welche Möglichkeiten vielleicht in deiner Gemeinde, dass du deinen Prediger entlasten kannst, sodass er das biblische Rollenbild des Predigers als Evangelist und als Ausbilder wahrnehmen kann? Dann bietet ihr regelmäßig öffentliche Evangelisationen an. Und ganz wichtig, erlebt deine Gemeinde Erweckung regelmäßig und das fängt bei dir ganz persönlich an. Und ist deine Gemeinde eine Trainingsschule? Vielleicht hast du einige Fragen mit Nein beantwortet. Du kannst in deiner Gemeinde Impulse setzen, dass es langsam vorwärts geht und dass dieser Evangelisationszyklus, der Weg Gottes startet und Gott kann durch dich da vieles bewirken.
[36:25] Letztendlich ist aber etwas anderes viel wichtiger, viel entscheidender als diese Strategie, als dieser Evangelisationszyklus aus Matthäus 28. Ellen White beschreibt es so, sie sagt: „Eine Erweckung wahrer Frömmigkeit unter uns ist das Größte und Dringste unserer Bedürfnisse.“ Und da kommen wir auch jetzt zu Matthäus, Kapitel 5, Vers 13. Matthäus 5, Vers 13. Wir sind immer noch bei der dritten Frage, wie hat Jesus missionarisch gewirkt und wir sind jetzt schon ein bisschen dabei, das zu übertragen, den Auftrag Jesu an uns als Adventgemeinde und da Matthäus 5, Vers 13 sagt er folgendes: „Ihr seid das Salz der Erde, wenn aber das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird.“
[37:13] Also wann ist das Salz nützlich? Wenn man es nimmt und unter andere Elemente mischt, die unterschiedlich sind, also die verschieden vom Salz sind. Und dann ist es wichtig, dass das Salz echt ist. Wenn es fade schmeckt oder wenn es ein falsches Salz ist, dann kann es nicht seinen Zweck erfüllen. Hast du schon mal so fades Salz gegessen? Also ich habe noch kein fades Salz gegessen, aber ich habe schon mal falsches Salz gegessen. Ich war da mit Freunden in einem Haus, die sind dann gerade mal rausgegangen, ich war dann alleine, ich habe mir dann was gekocht in der Küche von den Freunden und da habe ich dann das Salz gesucht. Aber ich habe es einfach nicht gefunden, das war einfach nicht da. Und dann habe ich dann gedacht, irgendwo muss doch hier Salz im Haus sein. Dann habe ich dann wirklich die ganze Küche durchgewühlt, bis ich dann irgendwann so ein kleines Päckchen mit Salz gefunden habe. Ich habe mir das dann genommen und dann auf mein Essen gestreut, war dann glücklich und zufrieden, habe dann dort in aller Ruhe mein Essen mit Salz genossen. Dann kam nach ein paar Minuten einer meiner Freunde rein und dann guckte sie mich so ganz ungläubig an und sagte: „Moment mal, was ist das hier?“ Und dann stellte sich heraus, dass das Salz, was ich dort hatte, das war Spülmaschinensalz.
[38:33] Ist das geeignet zum menschlichen Verzehr? Na, natürlich nicht, auf gar keinen Fall. Ich habe da falsches Salz gegessen. Zum Glück hat es keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei mir hervorgerufen.
[38:45] Wie können wir echt sein? Wie können wir echtes Salz heute in unserer Gesellschaft sein? Denn es ist ganz entscheidend, wenn wir fades oder falsches Salz sind, dann werden wir Menschen nicht weiter zu Gott bringen, sondern von ihm wegführen. Denn wenn wir Heuchler sind, wenn wir etwas vorgeben zu sein, wenn wir etwas predigen, was wir sein würden oder etwas vorgeben zu tun, aber im Endeffekt dann heuchlerisch leben, dann wird es auf diese Menschen, die uns beobachten, einen schrecklichen, einen fatalen Eindruck hinterlassen.
[39:25] Deswegen ist es wichtig, dass wir regelmäßig in diese Helikopterperspektive gehen. Man weiß ja, dass erfolgreiche Menschen das regelmäßig tun, in diese Helikopterperspektive, sie transferieren sich dahin, was ist damit gemeint? Ganz einfach, man reflektiert sich, man überlegt, wer bin ich und wo stehe ich? Wenn wir das übertragen auf die geistliche Ebene, ja, dann muss ich mich auch immer wieder hinterfragen, wie sieht meine Beziehung zu Jesus Christus aus? Mache ich da Fortschritte oder gehe ich rückwärts? Denn Stehenbleiben, das gibt es nicht in der Beziehung zu Jesus. Und da frage ich dich heute ganz konkret, wie sieht das aus in deiner persönlichen Beziehung zu Jesus Christus? Hast du da eine aktive Beziehung zu ihm? Liest du regelmäßig in seinem Wort und redest du mit deinem Vater täglich?
[40:13] Dann, wie ist das mit der Mission? Sehnst du dich danach, dass die Menschen um dich herum, die ohne Gott leben, ewiges Leben bekommen? Hast du eine Liebe für verlorene Menschen oder hast du vielleicht schon deine erste Liebe zu Jesus verlassen und dementsprechend empfindest du auch kein Mitgefühl mehr für deine Mitmenschen? Gehst du gerne und regelmäßig in die Gemeinschaft oder ich sag mal so, in unsere Kirchenversammlungen oder sagst du manchmal dir, ach, das brauche ich nicht, ich schlafe heute einfach mal aus am Sabbatmorgen?
[40:49] Wenn du einer dieser Fragen mit Nein beantwortet hast, und dann sei bitte ganz ehrlich zu dir selber, dann gibt es immer die Möglichkeit umzukehren. Du kannst heute mit Jesus Christus kommen und ihm sagen: „Weißt du, ich habe mich von dir entfernt. Ich möchte mit dir neu starten.“ Heute lädt Jesus dich ein und während du da vielleicht seine Stimme hörst, wie er da anklopft an deine Herzenstür, dann lass ihn doch einfach hinein in dein Leben und lass dir von ihm diese erste Liebe wieder in dir wirksam sein. Denn er kann dir das schenken. Er kann das Stein an deinem Herz wegnehmen und dir ein fleischliches Herz geben. Er kann es und er wird es tun, wenn du zu ihm kommst.
[41:33] Schließlich müssen wir erkennen, dass wenn wir eine echte Beziehung zu Jesus haben und wenn wir das Konzept Jesu mit Liebe fahren und wenn wir das Konzept Jesu mit der richtigen Botschaft fahren, dann wird Jesus Christus uns früher oder später Erfolg schenken. Da fällt uns dann auch der Text ein aus Matthäus und dort die Verse 9 und 10. Matthäus, Kapitel 10, die Verse 9 und 10. Und da sandte Jesus seine Jünger aus und er gab ihm folgende Worte mit auf den Weg. Wir lesen das mal: Matthäus, Kapitel 10, die Verse 9 und 10. „Nehmt weder Gold noch Silber noch Kupfer in eure Gürtel. Keine Tasche auf den Weg, auch nicht zwei Hemden, weder Schuhe noch Stab, denn der Arbeiter ist seiner Nahrung wert.“
[42:21] Warum sandte Jesus seinen Jünger ohne Mittel in die Mission? Ich glaube, Jesus wollte hier seinen Jüngern eine Lektion geben. Er wollte ihnen sagen: Schaut mal, ich bin der Herr der Ernte. Ich wirke durch den Heiligen Geist. Ich bereite den Boden vor. Und das Wichtigste ist, dass ihr in totaler Abhängigkeit zu mir lebt. Denn letztendlich bin ich für den Erfolg der Mission. Es ist meine Botschaft, es ist mein Werk und ich werde es vollenden. Das letztendlich waren die Gedanken Jesu. Und so schickt er sie los und dort sind die Jünger und sie vertrauen ganz auf Gott.
[42:57] Wenn wir diesen Gedanken wieder transferieren und auf heute übertragen, ist es ungemein wichtig und von entscheidender Bedeutung, dass wir auch Jesus Christus in der Mission vertrauen, dass wir ihm treu sind, dass wir immer wieder diesen Kreationszyklus mit der richtigen Einstellung, vor allem mit dem Wirken des Heiligen Geistes, mit Liebe und mit der klaren Botschaft immer wieder gehen, diesen Zyklus. Und dann wird Jesus Christus uns auch den Erfolg schenken, wenn wir diese Abhängigkeit zu ihm leben.
[43:29] Im Endeffekt wird Jesus Christus sein Werk abschließen. Er wird die dreifache Engelsbotschaft in der ganzen Welt verkündigen durch das Volk der Übrigen, durch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und dann wird in einer kurzen Zeit werden alle Menschen diese Botschaft hören und eine aktive Entscheidung entweder für oder gegen Jesus treffen. Es wird dann noch zwei Gruppen geben. Die eine Gruppe wird sich für Jesus entschieden haben, die andere Gruppe wird rebellieren. Jesus wird sein Werk vollenden. Die große Frage ist, wird er das auch durch dich tun? Wirst auch du ein Botschafter Jesu in der letzten Zeit sein?
[44:05] Und das fängt alles an mit einer Entscheidung. Ludwig Nummensen wurde 1834 auf dem Nordstrand geboren. Sein Vater war ein armer Schleusenwärter. Ludwig war ein junger, wilder Junge. Im Alter von 13 Jahren erlebte er einen schrecklichen, einen tiefgehenden Einschnitt in seinem Leben. Er ging über die Straße, übersah dann irgendwie ein Fahrzeug und dann wurden beide Beine von ihm überfahren und monatelang hatte dieser Ludwig Schmerzen. Er lag dort auf seinem Lager und die Wunden schlossen sich einfach nicht. Und dann nahm er die Bücher, die er im Haus finden konnte und las sich durch alle Bücher hindurch. Eines Tages fand er die Bibel, das Wort Gottes. Und dann fand er den Text aus Johannes 14, Kapitel 14, wo dann steht: „Was auch immer ihr bitten werdet an meinem Namen, das will ich tun.“
[45:01] Ludwig rief seine Mutter und sagte: „Komm mal her, Mama, ich hab den Text gefunden, gilt er auch für mich?“ Aber die Mutter schaute ihn ausweichend an und gab dann so eine halbe Antwort. Und Ludwig vertraute aber dem Herrn. Er hatte einen Glauben, eine Beziehung zu Jesus entwickelt und durch das Wort sprach ihn der Heilige Geist immer wieder an und er nahm diese Verheißung persönlich. Er klammerte sich von diesem Tag an an dieses Wort und er betete um Heilung. Und er sagte zum Herrn: „Weißt du, mein lieber Heiland, wenn du mich gesund machst, dann werde ich dir geloben, ich werde zu den Heiden gehen und ihnen das Evangelium bringen.“
[45:41] Irgendwann dann kam ein neuer Arzt in die Gegend und er hatte neue Mittel und die wirkten. Ludwig wurde gesünder, wurde ganz geheilt. Jetzt war er ein ernster Junge geworden und er dachte darüber nach, wie könnte er jetzt diesen Missionsauftrag verwirklichen. Und er hat dann im Alter von 20 Jahren endlich dann sein Zuhause verlassen können und hat dann noch mal drei Jahre gewartet, bis er dann endlich bei einem Barmer Missionshaus angenommen wurde. Er lernte eifrig, um seine Wissenslücken zu füllen. Dann war es 1861 soweit. Ludwig wurde nach Sumatra geschickt. Und dort wurden in seinem Geburtsjahr zwei amerikanische Missionare von einem Batak, das war so ein Stamm vor Ort. Diese beiden amerikanischen Missionare haben dort ihren Tod gefunden und wurden dann aufgefressen.
[46:29] Während der langen Seereise lernte Ludwig eifrig die Landessprache der Batak. Aber als Ludwig dort ankam, fand er alles andere als Frieden und Glück. Wenn die Armen eine schlechte Ernte eingefahren hatten, mussten sie sich bei den reichen Häuptlingen was leihen. Und dann war das dann so, dass sie im nächsten Jahr den doppelten Ertrag oder Betrag zurückzahlen mussten. Also viele Menschen waren dann in tiefster Armut gefangen. Und wer dann nicht bezahlen konnte, wanderte mit der Familie in die Sklaverei. Man spielte auch leidenschaftlich. Da wurde gespielt um Felder, um Vieh, auch manchmal um die eigene Freiheit. Der Spielsklave wurde dann, wenn er nicht von seiner eigenen Familie freigekauft werden konnte, weiterverkauft. Und manchmal wurde er dann auch einfach aufgefressen. Und was Ludwig da sah, das schockierte einen. Er ging auf die Märkte und dort wurde neben Fleisch auch Menschenfleisch angeboten. Und Ludwig fragte sich, wie ist das möglich? Wie kann ich hier das Evangelium von Jesus Christus bringen? Und er sagte immer wieder zu Gott im Gebet: „Gott, du musst hier ein Wunder tun, sonst geht hier nichts vorwärts.“
[47:37] In den Dörfern der Heiden wurde Ludwig natürlich nicht freundlich aufgenommen. Immer wieder hörte er die Frage: „Was tust du hier? Was willst du überhaupt von uns? Warum bist du so einen langen Weg angereist? Was ist dein Auftrag hier?“ Aber Ludwig hörte einfach zu. Er war nett und freundlich. Dann drohte man ihn, den Kopf abzuschlagen oder ihn in den Fluss zu werfen, ihn aufzufressen. Aber er sagte immer wieder zu den Batakern: „Ach, mein lieber Freund, du meinst das doch gar nicht so. Ich weiß, du bist verärgert, aber im Grunde bist du nicht so, wie du dich gerade gibst.“ Er wurde als Hundesohn, als Rattensohn, als Ziegenauge beschimpft. Und er lenkte sie ab. Er gab ihnen ein Brennglas, er gab ihnen ein Fernglas, wo sie ihn durchschauen konnten. Er erzählte ihnen spannende Geschichten. Aber den besten Eingang fand Ludwig, indem er den Menschen vor Ort diente. Wie machte er das? Mit den einfachsten Mitteln konnte er die Krankheiten von den Menschen heilen. Und so strömten dann in Massen die Menschen zu ihm, um von ihm geheilt zu werden.
[48:41] Eines Tages da überlegten sich die Feinde, wie sie Ludwig kränken könnten. Und sie hatten einfach seine Wohnung und dort legten sie sich nieder und spuckten in die Ecke, verunreinigten seine ganze Wohnung dort, wo er zu Hause war. Und Ludwig war dann gezwungen, nach draußen zu gehen. Und die Feinde blieben einfach, besetzten seine Wohnung und Ludwig dachte sich: „Jetzt ist es nachts, meine Feinde schlafen hier, was kann ich tun? Was kann ich ihnen Gutes tun?“ Und so nahm er dann seine Decken, alle, die er hatte, seine Kleidung und deckte seine Feinde zu. Am nächsten Tag, da wachten sie auf und fragten sich: „Was ist hier los? Wer hat mich eingedeckt? Wer hat mich geschützt gegen die Kühle der Nacht?“ Und dann mussten sie tief beschämt dann am Morgen sein Haus verlassen.
[49:25] Am 27. August 1865 konnte dann Ludwig die ersten Batakker taufen. Das waren dann vier Männer mit ihren Frauen und Kindern und darüber hat sich natürlich der Zorn der Heiden vergrößert. Eines Tages, da versuchte man Ludwig umzubringen, indem man ihm ein wenig Gift in seinen Morgenbrei tat. Und da wurde erstmal der Dienstjunge dann geholt, der dann alles arrangiert und dann hat man erstmal diesem Morgenbrei dem Hund von Ludwig gegeben. Der Hund verstarb dann innerhalb von kurzer Zeit, aber Ludwig aß diesen Morgenbrei und ihm passierte nichts. Das Gift wirkte nicht an ihm.
[50:01] Einmal sollte Ludwig bei einem großen Ahnenfest getötet werden. Freund und Feind mahnten ihn, das Land zu verlassen. Und dann kamen tausende bewaffnete Menschen, die versammelten sich und gingen direkt auf die Wohnung von Ludwig zu. Und Ludwig ging einfach in der Kraft des Heiligen Geistes aus seiner Wohnung hinaus und er stand dann mitten unter diesen Menschen und er sagte ihnen: „Legt doch einfach eure Waffen ab.“ Und die Menschen, sie fielen bei einem Blitz getroffen, standen sie dort, legten ihre Waffen ab und kehrten dann wieder um. Ein anderes Mal, da wollte ein Oberpriester aus einem anderen Dorf, aus einer anderen Gegend dort seine Krieger losschicken, damit man Ludwig töten würde. Und dann hatten sie alles vorbereitet, sie wollten marschieren und den Ludwig umbringen. Aber dann blieb dieses Unternehmen stecken, weil dort eine riesige Pockenepidemie ausbrach.
[50:57] So entstand dann unter Todesgefahr eine christliche Gemeinde. Ludwig setzte Älteste ein, er gründete neue Gemeinden und machte die Gemeinden selbstständig, als Evangelist und als Ausbilder. Und er weckte unter dem Batak einen Missionssinn. Als dann Ludwig Nummensen nach 20-jähriger Tätigkeit dann mal nach Deutschland ging und wieder zurückkehrte von seinem Besuch, da musste er stundenlang tausenden von Menschen die Hände schütteln. Und seine rechte Hand tat noch tagelang weh. Ludwig Nummensen war ein Mann Gottes. Er hat vor Ort unter den widrigsten Umständen mit der Kraft Gottes Gewaltiges bewirkt. Er wirkte insgesamt 56 Jahre in Sumatra. Immer mehr Menschen schlossen sich dem Evangelium dieser Zeit an. Als Ludwig dann eines Tages starb, sprach der älteste Mitarbeiter über ihn dieses eine Wort aus 2. Timotheus Kapitel 4, Verse 7 bis 8: „Ich habe einen guten Kampf gekämpft. Ich habe den Lauf vollendet. Ich habe den Glauben gehalten.“
[52:09] Gott hat auch dich berufen, das Evangelium weiterzubringen in die Welt, die voller Angst, voll den Dingen, die auf sie zukommen, hin und her geworfen werden. Menschen, die keine Hoffnung haben. Menschen, die den Tod vor Augen haben und zu diesen Menschen, die Knechte Satans sind, hat Gott dich geschickt. Und vielleicht gehörst du auch zu den Menschen, die wie Ludwig Nummensen berufen sind, in das weite ferne Erntefeld zu gehen. Vielleicht ruft Gott dich ein Missionar im Ausland zu sein. Vielleicht hörst du, wie Gott zu dir spricht. Dann höre auf den Ruf Gottes und gehe in das Land, um dort das Evangelium den Heiden zu bringen.
[53:01] Vielleicht bist du aber auch ein Missionar Gottes vor Ort. Gott ruft dich auf. Er sagt dir: Werde vor Ort dort, wo du bist, in deinem Umfeld missionarisch tätig. Wer ist das? Wer sind deine nächsten Menschen? Das haben wir heute geklärt. Das ist deine Familie, deine Verwandten, deine Freunde, deine Bekannten, deine Nachbarn, deine Arbeitskollegen, deine Studienkollegen. Dort hat Gott dich hingestellt und dort kannst du das Salz der Erde sein.
[53:29] Und wie kannst du das tun? Durch vielfältige Art und Weise. Gott hat dir Gaben und Fähigkeiten gegeben, aber ich glaube, der Schlüssel und das Wichtigste ist das Wirken des Heiligen Geistes. Wie wäre es, wenn wir beide uns heute vornähmen würden, wenn du heute sagen würdest: Ja, ich möchte regelmäßig für Menschen beten. Für Menschen beten, die dort meine Nächsten sind in meinem Umfeld, die Jesus Christus nicht kennen oder falsch kennen. Wie wäre es, wenn du anfängst für 5 Menschen regelmäßig täglich zu beten? Wenn heute vielleicht 500 Personen, 500 Menschen diese Aufzeichnung sehen. Dieses Programm, das Joel Media hier als Cannstatt Study Hour regelmäßig bringt. Wenn du vielleicht einer dieser 500 Menschen bist und wenn du regelmäßig für 5 Menschen betest, dann beten wir für viele Menschen, für 2500 Personen regelmäßig immer wieder. 25.000, Entschuldigung, für 25.000 Personen immer wieder. Und dann kann Gott große Wunder tun, wenn wir im Gebet zu ihm kommen.
[54:41] Möchtest du heute mit mir gemeinsam sagen: Ja, ich möchte für 5 Menschen beten. Ich möchte im Gebet Gott anflehen, dass er Wunder tut in dem Leben dieser Menschen und ich möchte mich als Zeuge Gottes gebrauchen lassen. Wenn das heute dein Wunsch ist, dann lade ich dich ein, jetzt gemeinsam aufzustehen und mir zu beten. Dort, immer wo du auch gerade bist. Beten wir gemeinsam und wenden wir uns Gott jetzt in diesem Moment.
[55:09] Unser himmlischer Vater, wir haben erkannt, dass du ein großer, ein gnädiger, ein guter Gott bist. Deinen Auftrag, den hast du auf der Erde klar formuliert und du hast uns auch einen Auftrag gegeben. Herr, wir sind das Salz der Erde, aber wir müssen oft bekennen, dass wir von dir weglaufen, dass wir dich enttäuschen, dass wir in Sünde fallen und dass wir dann mit unserer Art und Weise, mit unserem Leben, das nicht so ist, wie es sein sollte, auch manchmal einen schlechten Einfluss auf andere Menschen sind. Ich möchte dich bitten, dass du am Anfang uns erneuerst, dass du uns regelmäßig täglich Erweckung schenkst und dass wir von innen heraus ein Licht für die Welt sind. Und dann möchte ich dich bitten, Herr, dass du uns auch gebrauchst in der Mission, in unseren Gaben und Fähigkeiten, da, wo wir sind. Und Herr, lege uns doch fünf Menschen aufs Herz, für die wir regelmäßig beten können. Und danke dafür, dass wenn wir für diese fünf Menschen beten, dass dann ein großes Wunder passieren kann. Warum? Weil du mit der Kraft des Heiligen Geistes wirken wirst. Und wenn wir beten, dann öffnest du den Himmel und du schickst tausende und zehntausende Engel auf diese Erde, damit sie wirken an diese Menschen. Danke dafür, dass wir an dieser Freude teilhaben können. Herr Jesus, wir freuen uns auf dein Kommen. Wir freuen uns, wenn du uns eines Tages am Himmel zeigen wirst, was all das, was du durch uns getan hast, Frucht gebracht hat. Hab Dank dafür, dass wir das eines Tages sehen werden. Amen.
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