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In dieser Cannstatt Study Hour-Ausgabe konzentriert sich Andreas Buchholz auf die Bedeutung der Anbetung im christlichen Glauben. Er beleuchtet, was Anbetung im Kern bedeutet, indem er biblische Beispiele von Cornelius, Johannes und Jesus selbst analysiert. Dabei wird deutlich, dass Anbetung eine Haltung der Demut und Unterordnung gegenüber Gott ist, die sich in Gebet, Vertrauen und Gehorsam ausdrückt. Die Lektion zeigt auch, wie äußere Formen der Anbetung wie Musik oder Rituale nur dann Wert haben, wenn sie von der richtigen inneren Einstellung getragen werden. Abschließend wird die Rolle der Anbetung für die Einheit in der Endzeit thematisiert, wobei die zwei Gruppen von Anbetern – die, die Gott anbeten, und die, die das Tier anbeten – gegenübergestellt werden.

In dieser Cannstatt Study Hour Episode, „Einheit in Anbetung“, untersucht Andreas Buchholz die tiefere Bedeutung von Anbetung. Er beleuchtet, wie Anbetung durch biblische Beispiele wie Cornelius, Johannes und Jesus selbst definiert wird, und betont die Notwendigkeit von Demut und Unterordnung gegenüber Gott. Die Lektion erklärt, dass wahre Anbetung nicht nur äußerliche Handlungen, sondern eine innere Haltung ist, die sich in Gebet, Vertrauen und Gehorsam ausdrückt. Abschließend wird die Verbindung zwischen Anbetung und Einheit in der Endzeit thematisiert, wobei die zwei Gruppen von Anbetern – jene, die Gott anbeten, und jene, die sich anderen Mächten unterwerfen – herausgearbeitet werden.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2018 Q4: Einheit in Christus

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Transkript

[0:00] Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Cannstatt Study Hour. Dieses Quartal studieren wir ja das Thema Einheit und heute geht es um das Thema Einheit in der Anbetung. Wir wollen uns heute Gedanken darüber machen, was bedeutet eigentlich Anbetung und was heißt es ganz praktisch, wie sieht es aus, wie manifestiert es sich in unserem Leben. Aber bevor wir in das Studium einsteigen, möchte ich gerne Gott bitten, dass er uns die Augen öffnet für das, was wir jetzt anschauen. Vater im Himmel, wir danken dir, dass du mit uns bist, dass wir jetzt, wenn wir dein Wort studieren, durch deinen Geist wirklich geführt werden und dass wir wirklich sehen können, Herr, was Anbetung bedeutet, wie wir dir begegnen können und wie wir mit dir zusammenarbeiten können. So segne uns, erleuchte unseren Verstand im Namen Jesu. Amen.

[1:18] Was bedeutet Anbetung? Ich habe einfach mal ein paar Verse rausgesucht aus dem Neuen Testament, die ein bestimmtes Konzept schildern und darlegen. Und zwar wird in diesen drei Versen, die wir uns jetzt als erstes anschauen werden, immer diese Redewendung verwendet, dass jemand niederfällt und anbetet. Niederfallen, um anzubeten.

[1:44] Und die erste Stelle, die ich mir gerne mit euch anschauen möchte, steht in Apostelgeschichte Kapitel 10. Und Apostelgeschichte Kapitel 10 ist die Episode, wo zunächst erst Petrus eine Vision erhält. Und es geht darum, dass Tiere kommen runter, Gott oder eine Stimme vom Himmel sagt, schlachte und iss. Und Petrus lernt dadurch, dass er da in dem Sinne dann keine Unterscheidung mehr machen soll zwischen dem Umgang mit Juden, was sie ja gewohnt waren, aber jetzt halt auch mit dem Umgang von Gläubigen, Nichtjuden, also Heiden. Und nach dieser Vision wird er dann gerufen zu einem gewissen Cornelius. Und er kommt dann in dieses Haus des Cornelius und wir lesen in Apostelgeschichte 10, was Cornelius dann macht. Wir lesen einfach mal Verse 24 und 25.

[2:39] Und am ersten Tag kam sie nach Cäsarea, Cornelius aber wartete auf sie und hatte seine Verwandten und seine vertrauten Freunde zusammengerufen. Vers 25, als nun Petrus gerade hineinkam, ging ihm Cornelius entgegen und fiel ihm zu Füßen und huldigte ihn. Andere Übersetzungen sagen und betete ihn an, weil das ist genau das gleiche Wort, was an anderer Stelle für Anbetung verwendet wird. Sprich, hier haben wir eine Episode, dass ein Mensch, Cornelius, sich vor einem anderen Menschen, Petrus, niederwirft, weil er denkt, er ist ein höheres Wesen, weil sie haben ja um göttliche Führung gebetet. Und dann kommt Petrus als Antwort auf dieses Gebet und so denkt er, das ist vielleicht Gott persönlich, das ist ein Engel, das ist irgendjemand Höheres. Und er fällt vor ihm nieder, um quasi ihn anzubeten. Aber wie reagiert Petrus? Natürlich sagt er in Vers 26, Petrus aber richtete ihn auf und sprach, steh auf, auch ich bin ein Mensch. Also Petrus stellt ganz von Anfang an klar, Anbetung gehört nicht mir, ich bin nur ein Mensch, du bist ein Mensch, fall nicht vor mir nieder. Und das ist die Episode, wo jemand fälschlicherweise vor einem Menschen niederfällt und ihn anbetet.

[4:04] Das gleiche Konzept finden wir an einer anderen Stelle. Beispielsweise in der Offenbarung gibt es sogar zwei Stellen, die ziemlich exakt das Gleiche sagen. Einmal ist es Offenbarung Kapitel 19, was wir uns jetzt anschauen und dann gibt es das Gleiche noch einmal in Offenbarung Kapitel 22. Aber in Kapitel 19 erstmal der Vers 10. Und natürlich, wir wissen, die Offenbarung ist von Johannes geschrieben und er interagiert mit himmlischen Wesen, er kriegt Visionen und in einer dieser Kontakte mit dem Engel passiert Folgendes. Offenbarung Kapitel 19, Vers 10. Und ich fiel vor seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten. Also wieder genau die gleiche Phrase, die wir schon einmal dort in der Apostelgeschichte gesehen hatten. Und dann heißt es hier und er sprach zu mir, sieh dich vor, tu es nicht. Ich bin dein Mitknecht und dein Brüder und so weiter und so fort. Der Rest interessiert uns an der Stelle nicht mehr wirklich. Es geht hier erstmal darum, Johannes fällt vor dem Engel nieder, weil er denkt, es ist ein höheres Wesen. Wir wissen ja nicht, wie die Erscheinung genau ausgesehen hat. Wir wissen nicht ganz genau, was da den Eindruck auf ihn gemacht hat, aber der Eindruck war für ihn, das könnte Jesus selbst sein. Also ist er vor ihm niedergefallen und hat versucht anzubeten. Aber der Engel sagt natürlich ganz klar, nein, nein, nein, sieh dich vor, tu es nicht, weil ja, ich bin vielleicht ein höheres Wesen, weil die Engel sind ja höher gestellt als wir Menschen. Aber trotzdem sagt er, ich bin im Grunde genommen ein Mitknecht. Wir dienen beide Gott. Wir sind beides Geschöpfe Gottes. Also vor mir, auch wenn ich vielleicht höher bin, mich bitte nicht anbeten, sieh dich vor, tu es nicht.

[6:07] Die dritte Geschichte, die wir uns im Neuen Testament anschauen wollen, befindet sich in Matthäus Kapitel 4. Und Matthäus Kapitel 4 ist die Versuchung Jesu in der Wüste. Es heißt ja, dass Jesus vom Geist Gottes in die Wüste geführt wird, um versucht zu werden. Und er begegnet dann Luzifer in Form einer Engelerscheinung. Und es kommen ja drei Versuchungen an Jesus heran. Und die ultimative Versuchung, die größte, da wo es Satan eigentlich letzten Endes ja darum geht, ist die folgende, die wir in Matthäus Kapitel 4 und dort der Vers 9 lesen. Matthäus Kapitel 4 und Vers 9 sagt, oder lesen wir schon Vers 8 dazu, damit wir den Kontext wissen. Vers 8, wiederum nimmt ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit. Vers 9, und spricht zu ihm, dieses alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.

[7:29] Niederfallen und anbeten, offensichtlich geht es ja bei all diesen Elementen darum, dass jemand, der niederfällt, sich niedriger sieht als der andere. Bei Petrus war das so, dass Cornelius dachte, Petrus ist höher, Cornelius ist niedriger, also fällt er vor ihm nieder. In der Offenbarung, Johannes war sich bewusst, dass er niedriger ist, dass es wirklich real so ist, aber er missinterpretiert es und er weiß ja eigentlich, dass man nur Gott anbeten darf und der Engel weist ihn dann darauf hin. Hier haben wir eine ganz interessante Konstellation, nämlich dass ja eigentlich ein Geschöpf, Luzifer ist ja das höchste Geschöpf, das erste Geschöpf gewesen, dass dieses Geschöpf jetzt auf seinen Schöpfer zugeht und ja, Jesus war in menschlicher Form dort und er war völlig abhängig von seinem Vater, aber trotzdem, es war ja noch Jesus, es war ja noch der Schöpfer und insofern ist es eine sehr, sehr interessante Konstellation, dass das Geschöpf zum Schöpfer kommt und sagt, fall vor mir nieder, bete mich an, achte mich als jemand Höheres, richte dich nach mir und dann will ich dir alles geben. Und natürlich war Jesus ganz klar, dass das kein Engel Gottes sein konnte, der ihm jetzt einfach von seinem Vater etwas mitbringen, mitgeben wollte, sondern natürlich hat er Satan entdecken können in diesen Aussagen. Für ihn war ganz klar, dass nur Satan, der ja der Urheber der ganzen Sünde und der Rebellion war, dass er so etwas sagen konnte, so etwas fordern konnte.

[9:14] Aber aus diesen drei Geschichten würde ich sagen, halten wir einfach diesen einen Punkt wirklich erstmal ganz klar fest. Anbetung hat immer diesen Charakter, dass ein niedrigeres Wesen, nämlich ein Geschöpf, sich an ein höheres Wesen, den Schöpfer, richtet. Und der Kerngedanke von Anbetung ist nicht zwangsläufig das Äußerliche, sondern diese Einstellung, dass man derjenige, der anbetet, dass er sich niedriger fühlt, dass er sich niedriger stellt, dass er sich demütigt, dass er sich unterordnet und all diese Dinge.

[10:03] Wenn wir in der Bibel ein bisschen weiter nach vorne schauen, es ist ja immer ganz interessant zu schauen, wo kommt ein Wort oder ein Konzept, das erste Mal vor. Und das erste Mal, wo Anbetung in der Bibel vorkommt, ist im ersten Buch Mose, aber nicht schon im Garteneden oder in den direkten Geschichten danach, sondern es kommt erst später auf, nämlich im Kapitel 22. Erste Mose, Kapitel 22, ist die Geschichte von Abraham, wie er Isaak opfern soll. Und es ist ganz interessant, wir schauen uns einfach erst mal an der Stelle nur zwei Verse aus diesem Kapitel an, die uns ein kleines bisschen weiteren Einblick reingeben können, was Anbetung im Kern bedeutet. Und wir gehen dann später noch auf weitere Details und weitere Elemente davon ein.

[10:51] Zunächst erst einmal in Erste Mose 22 lesen wir die ersten beiden Verse. Und es geschah nach diesen Begebenheiten, da prüfte Gott den Abraham und sprach zu ihm, Abraham, und er antwortete, hier bin ich. Vers 2, und er sprach, nimm doch deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, Isaak, und geh hin in das Land Moria und bringe ihn dort zum Brandopfer da, auf einem der Berge, den ich dir nennen werde.

[11:30] Für uns wirkt das vielleicht auf den ersten Blick erstmal befremdlich. Wie kann Gott überhaupt so etwas fordern? Menschenopfer? Auf der anderen Seite mag es uns verwundern, genauso wie es Abraham vielleicht verwundert hat oder sicherlich verwundert hat, weil es hieß ja vorher als Verheißung zu ihm, in Isaak sollst du ein großes Volk werden. Durch Isaak hast du viele, viele Nachkommen. Und jetzt soll ich ihn opfern? Fragt sich Abraham. Und wir könnten denken, wie passt das denn zusammen? Aber es ist interessant, wie Abraham dann diese Sache auffasst. Er, ohne es mit irgendjemandem zu besprechen oder so, heißt es in Vers 3, da stand Abraham am Morgen früh auf, sattelte seinen Esel und er nahm zwei Knechte mit sich und seinen Sohn Isaak und er spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, den ihm Gott genannt hatte. Sprich, er zögert nicht. Er hinterfragt es vielleicht innerlich schon, aber seine Handlungen bezeugen, dass er einfach das tut, was Gott sagt, weil er ihm vertraut, weil er ihn kennt. Auch wenn er vielleicht nicht jedes Detail versteht, er hält sich einfach an das ganz klar, wie es Gott gesagt hat.

[13:02] Und dann in Vers 5 nennt er es folgendermaßen, da sprach Abraham zu seinem Knecht, bleibt ihr hier? Also nachdem sie dort bis kurz vor den Berg gekommen sind, da sprach Abraham zu seinem Knecht, bleibt ihr hier mit dem Esel? Ich aber und der Knabe wollen dorthin gehen und anbeten und dann wollen wir wieder zu euch kommen. Er weiß, dass er seinen Sohn opfern soll. Er sagt, das, was wir da machen, ist Anbetung und er soll ihn opfern und sagt, wir beide werden wieder zurückkommen. Steckt da nicht wunderbarer Glaube drin?

[13:41] Und das Interessante ist ja, das Neue Testament kann uns ein kleines bisschen Aufschluss darüber geben, was Abraham auch an der Stelle gedacht hat. Wenn wir in den Hebräerbrief schauen, Hebräer Kapitel 11, wo ja Abraham, der Vater des Glaubens, eine große Rolle einnimmt und länger sogar beschrieben wird, da heißt es in Hebräer 11 Vers 19, er, also Abraham, zählte darauf, dass Gott imstande ist, auch aus den Toten aufzuerwecken, weshalb er ihn auch als ein Gleichnis wieder erhielt. Und das Interessante daran ist ja, hatte Abraham schon irgendwie Erlebnisse darin, dass Tote auferstehen. Wusste er, dass Gott das schon regelmäßig getan hat? Und naja, klar, was wir schon längst kennen, das kann er in der Zukunft natürlich auch machen, oder? Nein, bei ihm war es natürlich anders. Vorher gab es noch nie jemanden, der gestorben war, der wieder zum Leben auferweckt wurde. Dieses Konzept mag er vielleicht natürlich gekannt haben, weil es gibt ja die Verheißung, die Verheißung des Evangeliums, dass man, egal ob man auch stirbt, dass man wieder leben kann. Aber manifestiert hatte es sich noch nicht. Praktisch hat er es noch nie gesehen, so wie später beispielsweise die Menschen sehen konnten, dass ein Lazarus, der schon lange verstorben war, dann wieder zum Leben aufersteht und aus dem Grab herauskommt, lebendig. Die Menschen, die das gesehen haben, konnten sich natürlich vielleicht erst nicht glauben, dass das wirklich so alles geschehen ist. Aber wenn man es einmal gesehen hat, dann weiß man ja, aha, so kann es wieder funktionieren. Aber Abraham hatte noch nicht so ein Zeugnis vorher gehabt. Er musste es im reinen Glauben tun. Und so heißt es dann im Hebräerbrief, dass er es als ein Gleichnis wieder erhielt, weil er glaubte und vertraute, derjenige, den er anbetete, derjenige, von dem er wusste, dass er höher ist als er, ihm traute er zu, dass auch wenn er es selber noch nie gesehen hatte, also Abraham, dass Tote auferstehen können durch die Kraft Gottes. Und insofern ist Abraham natürlich ein schönes Beispiel für jemanden, der diese Rolle in der Anbetung wunderbar eingenommen hat, nämlich sich vor Gott zu demütigen und zu sagen, auch wenn ich es vielleicht nicht verstehe, ich vertraue dir, ich folge dir, ich gehorche dir und du wirst es richtig tun.

[16:25] Anbetung hat etwas mit Gehorsam, hat etwas damit zu tun, dass wir Gott einfach als Maßstab für unser Denken, Fühlen und Handeln, für unser ganzes Sein haben. Und wir wissen ja, Gott ist selbstlos, also müssen wir keine Angst haben, dass es ihm um ihn selber gehen würde, sondern alles, was er in unser Leben lässt, dient ja zu unserem Besten. Und insofern hat Abraham das wunderbar umgesetzt, dass er Gott vertraute und sich ihm untergeordnet hat in diesen Sachen.

[16:57] Dann wollen wir einfach ein kleines bisschen reinschauen, was sich alles im Bereich der Anbetung befindet. Welche Elemente, wie kann man es beschreiben, was ist das eigentlich ganz praktisch? Und Anbetung hat natürlich in allererster Linie etwas mit Gebet zu tun. Und Gebet hat häufig etwas mit Bitten zu tun. Und die Punkte, die wir uns jetzt alle anschauen, haben immer wieder diesen Grundgedanken, den wir eben angeschaut haben, als Grundlage, dass man sich in der Anbetung unter Gott demütigt, dass man anerkennt, dass Gott höher ist und nicht nur etwas höher, sondern das ultimative Höchste, unter das wir uns unterordnen können.

[17:45] Insofern, wenn wir uns jetzt beispielsweise anschauen, dass Menschen etwas bitten, wenn wir mit Bitten zu Gott kommen im Gebet, dann ist das ein Ausdruck dieser Haltung. Schauen wir uns einfach mal Matthäus, Kapitel 15, Vers 25 an.

[18:03] Matthäus, Kapitel 15, Vers 25. Und dort haben wir die Geschichte einer kananäischen Frau. Und die kananäischen Frau hat eine Tochter, die von einem Dämon besessen ist. Und die Mutter möchte natürlich, dass die Tochter frei davon wird. Und so weiß sie, vielleicht geht das ja schon eine Weile, vielleicht wusste sie lange Zeit nicht, wie sie damit umgehen kann, wer ihr denn letzten Endes helfen kann. Aber dann tritt Jesus auf in der Gegend und sie hört von ihm. Und sie denkt sich, er ist sicherlich derjenige, der mir helfen kann. Und dann geht sie dort in die Nähe von Jesus hin.

[18:57] Und wir lesen einfach mal ein kleines bisschen in Matthäus, Kapitel 15, vielleicht schon vor dem Vers 25, vielleicht auch Vers 22, um den Kontext besser zu verstehen. Und sie, eine kananäische Frau, kam aus jener Gegend, rief ihn, Jesus, an und sprach, erbarme dich über mich, Herr, du Sohn Davids, meine Tochter ist schlimm besessen. Vers 23, er beantwortete, ihr nicht ein Wort. Da traten seine Jünger herzu, baten ihn und sprachen, fertige sie ab, denn sie schreit uns nach. Vers 24, er beantwortete und sprach, ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Vers 25, da kam sie, die Frau, fiel vor ihm nieder und sprach, Herr, hilf mir.

[19:55] Und das Schöne an den Bitten, die wir vor Gott bringen können, ist ja, dass in vielen Fällen Gott die einzige Quelle für jegliche Hilfe ist. Dass Gott ja wirklich weiß, dass wir angewiesen sind auf ihn. Wo sollten wir sonst hingehen, um Vergebung zu bekommen? Vergebung ist nur bei Gott möglich. Wo sollten wir Liebe herbekommen? Wir können Liebe nicht selber produzieren, wir müssen die Liebe von Gott nehmen. Alles, was wir in unserem Leben umsetzen können, wir müssen es von Gott erst nehmen. Wir sind völlig abhängig von ihm und Gott weiß das ja. Und deswegen heißt es beispielsweise im Jakobusbrief sehr, sehr schön, Jakobus Kapitel 1 und dort der Vers 5 sagt nämlich, wenn es jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott. Wenn ich also als Geschöpf weiß, in mir steckt keine Weisheit, ich habe nichts, was wirklich mich weiterbringt in meinem Leben, an weisen Entscheidungen, an Kriterien, die ich anwenden kann, dann wende ich mich an Gott, weil ich weiß, bei ihm ist Weisheit. Ich habe sie nicht, er hat sie, also bin ich ja darauf angewiesen, dass er sie mir gibt. Und ich finde es so schön, wie der Satz hier weitergeht in Vers 5, denn da heißt es, so erbitte er sie von Gott, die Weisheit, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden. Der allen gern und ohne Vorwurf gibt. Warum sollte Gott uns auch etwas vorwerfen, wenn wir ihn bitten, weil wenn er die einzige Quelle ist, dann müssen wir es ja von ihm besorgen. Dann müssen wir ja zu ihm kommen und es von ihm holen. Insofern, er gibt gerne und ohne Vorwurf. Und nicht nur auf die Weisheit bezogen, das ist ein grundlegendes Prinzip natürlich.

[21:59] Und so wendet sich natürlich auch hier in Matthäus Kapitel 15 die Frau an Jesus, weil sie weiß, er ist der Einzige, der mein Bedürfnis stillen kann. Vielleicht hat sie schon vorher andere Sachen probiert, vielleicht ist sie schon zu den Geistlichen gegangen und sie konnten mit der Besessenheit nichts tun. Wie auch immer die Vorgeschichte war, sie wusste, sie war völlig davon überzeugt, sie hatte dieses grundlegende Vertrauen, dass Jesus der Sohn Gottes ist, der Sohn Davids, wie sie hier sagt, und dass er die Fähigkeit hat, die Macht hat. Sie wusste, er ist über mir und sie demütigt sich unter ihn, bittet ihn, nimmt diese demütige Haltung ein und sagt, Herr, hilf mir. Hilf du mir. Niemand anders, sondern bitte du. Und Jesus geht darauf ein und zur selben Stunde wurde die Tochter gesund. Das ist also das eine Grundprinzip, dass wir mit unseren Bitten im Gebet zu Gott kommen können und dass das ein Element von Anbetungen wirklich ist. Und was ist die Motivation hinter dieser Sache? Die Motivation ist, ich brauche etwas, was ich nur bei Gott bekommen kann, also wende ich mich an ihn. Und Gott gibt gerne und geht darauf ein.

[23:26] Das zweite Element, was ich mir einmal angeschaut habe, ist, was wir zum Teil schon in einer Episode gesehen haben in Offenbarung Kapitel 19, nämlich, dass Anbetung zum Teil auch etwas mit etwas Äußerem zu tun haben kann. Nicht nur mit der Einstellung, wie wir gesehen haben, sondern auch mit Äußerlichkeiten. Beispielsweise in Offenbarung 19 war es, dass Johannes sich niedergebeugt hat vor dem Engel, weil er dachte, er würde dadurch Gott anbeten. Und Äußerlichkeiten können aber auch noch anderer Natur sein. Nämlich, wenn wir beispielsweise einmal nach Matthäus Kapitel 4 schauen. Wir waren schon einmal in Matthäus Kapitel 4, aber jetzt gehen wir ein bisschen weiter nach hinten. Ich denke, es ist besser, wenn wir nicht in Matthäus sind, sondern in Johannes Kapitel 4.

[24:49] Johannes Kapitel 4 ist ja die Begebenheit, wo Jesus die Frau aus Samaria trifft. Und sie kommen in ein Gespräch und sie sprechen über unterschiedliche Dinge. Und noch einmal, der Punkt geht ja gerade darum, dass es um äußerliche Dinge geht. Und Jesus im Gespräch geht so ein bisschen auf sie ein und sie versucht teilweise ein bisschen auszuweichen. Und bis letzten Endes kommen sie wirklich im Gespräch so zusammen, dass die Frau völlig überzeugt ist, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes. Aber vorher, in Johannes Kapitel 4, schauen wir beispielsweise mal ab Vers 19. Da heißt es, die Frau spricht zu ihm, Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. Vers 20. Unsere Väter haben auf diesem Berg angebetet und ihr sagt, in Jerusalem sei der Ort, wo man anbeten soll. Sprich, sie lenkt da an der Stelle so ein kleines bisschen das Gespräch um und redet darüber, was ja halt einfach Faktenlage war, dass Gott dem Volk Israel geboten hatte, dass in Jerusalem die Anbetungsstätte ist. Und so sind alle Israeliten, die Juden, immer dorthin gekommen, zu den Jahresfesten, um dort im Tempel anzubeten. Sprich, zu der Zeit gab es eine äußerliche Vorgabe, dass Anbetung mit einem bestimmten Ort verbunden war. Dort, wo die Gegenwart Gottes ist. Und die Frau geht hier ein bisschen darauf ein, spricht das an, aber Jesus sagt ihr dann etwas, weil sie stellt ja die Frage, wo sollen wir denn? Ist es okay da oder können wir auch woanders und so? Und Jesus sagt dann in Vers 24, Gott ist Geist und die, die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Er sagt damit, es geht nicht nicht in der Essenz darum, wo es ist. Natürlich hat Gott im Alten Testament in der Zeit, wo es Stiftshütte und den Tempel und diese ganzen Gebäude gab, gab es natürlich diesen Ort, diese Äußerlichkeit, wo etwas stattfinden sollte. Aber er sagt, es kommt der Zeitpunkt, wo das einfach keine Rolle mehr spielen wird, denn es geht eigentlich um etwas ganz anderes. Es geht um die geistlichen Wahrheiten, die sich dahinter verbergen. Es bringt nichts, wenn du einfach nur äußerlich die Form hast, den Ort einhältst, bestimmte Ritualien und Zeremonien durchführst, sondern es geht um etwas Geistliches, was dahinter steckt. Das ist wieder ein Hinweis darauf, was Anbetung wirklich bedeutet, dass nämlich eine geistliche Realität damit gemeint ist, dass wir, dass unser Geist mit dem Geist Gottes kommuniziert in der geistlichen Welt.

[27:59] Wenn wir jetzt noch einen kleinen Schritt weitergehen und uns nochmal zurückbesinnen auf das, was in 1. Mose 22 gewesen ist, dann hatte ich ja eben schon einmal angesprochen, dass Gott nicht nur den Tempel, also als Ort vorgegeben hat, sondern dass er auch bestimmte Tätigkeiten vorgegeben hatte. Und 1. Mose 22, Abraham hat wahrscheinlich auch vorher schon Brandopfer selber durchgeführt und wusste, das sind einfach Tätigkeiten, die Gott vorgegeben hat, dass man sie befolgen muss. Schon im Garten Eden hat das erste Opfer stattgefunden. Das erste Opfertier wurde geschlachtet von Gott selbst und Kain und Abel haben Opfer dargebracht. Der eine hat es richtig verstanden, der andere hatte es nicht richtig verstanden. Und so durch die Generationen hindurch wusste jeder, dass diese Art von Opfer, diese Rituale, diese Tätigkeiten, dass sie von Gott gefordert sind, gewünscht sind, aber natürlich nicht für Gott selbst, sondern ein bestimmter Zweck war damit verbunden.

[29:12] Und dann ist es halt interessant, wenn man beispielsweise einmal im Propheten Amos liest, dass obwohl Gott an vielen, vielen Stellen explizit minutiös beschrieben hat, wie Opfer durchzuführen sind, weil sie etwas repräsentieren sollen und dass es richtig versteht, sollte es genau sein, ist es ganz interessant, dass in Amos Kapitel 5 etwas beschrieben wird, dass es Gott an der Stelle überhaupt nicht gefallen hat. Amos Kapitel 5, der Vers 22. Wenn ihr mir auch eure Brandopfer und Speisopfer darbringt, so habe ich doch kein Wohlgefallen daran und das Dankopfer von euren Mastkälbern schaue ich gar nicht an. Und das ist doch schon eine ziemlich interessante Aussage, die Gott hier trifft. Er schaut es gar nicht an, er kann es nicht annehmen, er kann es nicht bewerten als etwas Gutes, aber versuchen wir uns die Situation einfach mal vorzustellen. Werden sie an dem Ritual, an den Tätigkeiten, an dem Opfer selbst irgendetwas geändert haben? Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass sie ganz genau das so durchgeführt haben, wie es im Handbuch steht, wie es über Generationen weitergegeben wurde. Ihnen war ganz klar, das und das und das muss getan werden in der Reihenfolge. Auch die Auswahl des Opfertiers spielte eine Rolle. Es musste ohne Fehl sein, es musste keine Gebrechen haben und sie werden sich an alle diese Dinge zu 100 Prozent gehalten haben. Nach außen hin hat sich nichts verändert, da bin ich felsenfest davon überzeugt. Aber warum sagt Gott, ich schaue es mir nicht mal an, ich kann es mir nicht anschauen, ich kann es nicht annehmen. Tu es weg, ich habe keinen Gefallen daran. Es geht Gott einfach um die dahinterliegenden Sachen und wenn unsere Grundhaltung, die wir als erstes besprochen haben, in der Anbetung nicht gegenwärtig ist, dann kann Gott mit den vielleicht äußerlich gut aussehenden und sogar mit dem Übereinstimmenden sein, was er gefordert hat. Aber wenn das Herz nicht bei der Sache ist, wenn die Menschen nicht diese demütige Haltung einnehmen, dass sie sagen, Gott ist mein Schöpfer, ich bin das Geschöpf, ich bin von ihm abhängig, ich bin ihm untergeordnet, ich benötige ihn für alles, was in meinem Leben relevant ist. Dann, wenn sie diese Einstellung nicht haben, dann konnte man machen, was man wollte und es konnte Gott einfach nicht gefallen, weil es geht ihm letzten Endes einfach immer nur darum, dass durch die ganze Opferrituale, durch diese Symbolik immer darauf hingewiesen wurde, auf eine geistliche Realität. Und wenn das Wichtige daran verloren gegangen ist, dann hatte das ganze Opfer null Wert, aber auch wirklich null. Oder? Man könnte sogar sagen, dass es vielleicht im negativen Bereich ist, weil wenn man sich dessen bewusst ist, dass man vielleicht das Wichtige nicht hat, dann kann man es ja anstreben. Aber wenn man denkt, alles ist gut, aber es ist nicht vorhanden, dann ist man eigentlich noch in einer schlechteren Position.

[32:44] Interessant ist, wir schauen uns gleich noch den weiteren Vers an, den Vers 23, aber wenn wir den Finger in Amos lassen und einmal ins letzte Kapitel der Psalmen reingehen, dann möchte ich einfach einen Punkt ansprechen, der auch in der Anbetung seinen Teil hat, nämlich den Teil von Loben und Preisen. Was bedeutet es zu loben, Gott zu loben und Gott zu preisen? Zu loben, man lobt jemanden für etwas, was er getan hat. Jemanden zu preisen, wir heben etwas hervor, was uns besonders an den Charaktereigenschaften, am Wesen von jemandem fasziniert oder was wir schön finden. Und so wird hier beispielsweise, und ich nehme das einfach mal als repräsentative Sache für die vielen, vielen Vorkommnisse, vor allem auch in den Psalmen, wo hier gesprochen wird davon, dass wir Gott loben sollen, dass wir ihn erheben wollen durch Worte, aber zum Beispiel auch durch Musik. Und da haben wir jetzt beispielsweise hier ab Vers 3 in Psalm 150, lobt ihn mit Hörnerschall, lobt ihn mit Harfe und Laute, lobt ihn und so weiter. Verschiedene Musikinstrumente werden aufgezählt und es ist einfach ein Beispiel dafür, dass Worte, aber auch Musik ein Ausdruck von Anbetung sein kann. Wir werden aber noch schauen, welche Rolle und in welcher Reihenfolge das alles geschieht.

[34:33] Trotzdem, wenn wir das jetzt im Hinterkopf haben, eine Form der Anbetung ist beispielsweise Musik. Wenn wir dann aber wieder zurückgehen in den Amos-Text und dort der Vers 23 in Kapitel 5, da heißt es, tu nur hinweg von mir den Lärm deiner Lieder und dein Hafenspiel mag ich nicht hören. Genauso wie er es eben in Vers 22 über die Opfer gesagt hatte, dass obwohl er es ja befohlen hat, vorgegeben hat, dass er es gar nicht mehr sehen mag. Genauso sagt er über das, was er ja auch vorgegeben hat, dass Anbetung auch mit Musik und so verbunden sein soll, dass ich hier es nicht hören mag. Weder das, was sie da vielleicht singen, spielen. Hafenlieder sind ja eigentlich etwas Beruhigendes, etwas Schönes, aber er sagt, Hafenlieder, tu es hinweg, ich kann es nicht mehr hören. Und interessant ist natürlich auch an der Stelle wieder, stellen wir uns das vor. Wird sich an den musikalischen Darbietungen irgendetwas geändert haben, so wie es vielleicht von Anfang an eingeführt wurde? Ich bin davon überzeugt nicht. Und es mag sein, dass es die schönsten Chöre sind, die wunderbarsten Instrumentalstücke, wo die herrlichste Musik zur Ehre Gottes gespielt wird, aber wenn die Einstellung der Anbetung, die Grundhaltung, dass ich mich unter Gott demütigen möchte, nicht vorhanden ist, dann nützt die schönste Musik nichts. Sie muss ein Ausdruck dessen sein, was ich im Herzen verspüre. Sie muss ein Ausdruck dessen sein, wie ich mich in Bezug, in Relation zu Gott sehe, dass ich mich wirklich ihm unterordnen möchte. Und das werden die Musiker an der Stelle nicht getan haben. Und deswegen konnte Gott es nicht annehmen als etwas, was ihm gefallen würde. Und so sagt er, tut es hinweg, ich kann es nicht mehr hören.

[36:36] Es gibt aber auch einfach schöne Beispiele von Jesus selber in Matthäus Kapitel 11, wo es über Jesus heißt, dass er anfängt, bestimmte Dinge zu sagen. Matthäus Kapitel 11, Vers 25. Zu jener Zeit begann Jesus und sprach, ich preise dich Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unverständigen, den Unmündigen geoffenbart hast. Hier ist also etwas, was Jesus wahrscheinlich im Nachdenken, im Gebet über Gottes Charakter aufgefallen ist und etwas, was bei ihm sehr resoniert hat. Er war ja auch Mensch und hat Gott als Mensch angebetet. Und in dem Sinne hat er eine besondere Bewunderung in der Situation dann beispielsweise davon gehabt, dass er die Vorgehensweise, wie Gott mit Menschen umgeht und dass er nicht auf das Äußere schaut, das hat ihn so beeindruckt, dass er zu diesen Aussprüchen hier kommt. Ich preise dich Vater, dass du das so und so machst. Es ist wunderbar. Ich finde das eine wunderschöne Sache.

[38:03] Und das ist ein Ausdruck dessen, was wir dann in Matthäus Kapitel 12 sehen, in dem Vers 34. Dort spricht Jesus natürlich zu den Pharisäern und so, aber der zweite Teil von Vers 34 sagt hier, denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund. Und genau das, was er hier beschreibt, ist das, was wir vorher in Kapitel 11 bei Jesus selbst sehen. Sein Herz ist so voller Bewunderung für Gottes Wesen, dass er gar nicht anders kann, als es auszusprechen. Dass er es weitergeben möchte, dass er es anderen bekannt machen möchte, wie wunderschön und wunderbar Gott ist. Und das ist auch einfach ein Ausdruck von Anbetung, dass man darüber spricht, dass man durch Worte Gott erhöht vor anderen Menschen als Zeugnis.

[39:06] Wir haben aber auch jetzt in diesem Abschnitt eben gesehen, dass es verschiedene Elemente gibt, die uns daran hindern, wahre Anbetungen auszuführen. Und ich habe mir einfach ein paar Gedanken auch darüber gemacht. Und was ist denn eigentlich die grundlegendste Sache, die uns daran hindert, Gott wahrhaftig anzubeten? Die richtige Haltung Gott gegenüber einzunehmen? Ich habe mir einen Bibeltext rausgesucht, der das, denke ich mal, relativ gut repräsentiert. Geht mit mir nach Römer Kapitel 8. Und in Römer Kapitel 8 sagt der Apostel Paulus folgendes. Und wir wissen für den Kontext ja einfach, es geht ja in Kapitel 7 darum, dass da ein Kampf ist und dass die Sünde in mir die schlechten Taten tut, die ich ja eigentlich gar nicht will. Und dann kommen wir in Kapitel 8 hinein und da wird noch einmal dieses Bild gezeichnet zwischen Fleisch und Geist. Und da müssen wir einfach ganz kurz noch kurz nachdenken, was bedeuten diese Worte Fleisch und Geist? Und auf den ersten Blick könnte man ja damit meinen, dass es einfach das Geistliche ist und das Körperliche. Aber das ist damit nicht gemeint, sondern es geht um diese zwei Kräfte, die in unserem Herzen, es ist gut, wenn nicht nur das Böse in unserem Herzen ist, sondern zumindest auch das gute Element, sodass diese beiden Dinge miteinander streiten können. Und natürlich ist es das Ziel, dass irgendwann das Geistliche die völlige Kontrolle über unser Herz hat. Aber jeder von uns, der Gott nachfolgt, kennt ja diesen Kampf zwischen dem Geistlichen und dem sogenannten Fleischlichen im Herzen.

[41:09] Und hier in Vers 7 sagt Paulus folgendes, also Römer Kapitel 8 Vers 7, weil nämlich das Trachten des Fleisches ist Feindschaft gegen Gott. Denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht und, was sagt es hier? Es kann es auch nicht. Das Fleisch kann sich Gott gar nicht wirklich unterwerfen. Es geht einfach nicht. Sprich, die Kernessenz von Anbetung ist ja, sich Gott zu unterwerfen. Und wir haben aber etwas in uns, was nicht nur sich nicht unterwerfen will, sondern es kann sich gar nicht unterwerfen. Unsere sündige Natur, unser Fleisch hindert uns daran, uns Gott zu unterwerfen. Und das ist natürlich ein Problem. Aber das Evangelium löst ja genau dieses Problem, indem unsere sündige Natur sterben kann. Wir sind mit Christus in seinen Tod hineingetauft und können zu neuem Leben auferstehen. Eine neue Kreatur entsteht. Alles ist neu geworden. Sprich, wir müssen nicht mehr dieses Böse in uns haben, was uns immer wieder verführt, sondern das Ziel ist es, dass das in uns stirbt, sodass wir uns dann von ganzem Herzen Gott unterordnen können. Dass wir dann wahre Anbetung tun können. Und insofern ist das einfach dieser Kampf, der im Moment bei jedem von uns stattfindet. Und dieser Kampf geht halt darum, dass wir noch nicht mit ganzem Herzen uns Gott unterordnen können. Aber dass diese Bereiche, in denen wir uns Gott unterordnen, immer mehr werden und immer größer werden. Das ist die Sache.

[43:09] Dann haben wir aber auch beispielsweise in Matthäus Kapitel 6 noch einen anderen Aspekt, warum wir gar nicht wirklich anbeten können. Matthäus Kapitel 6 und dort der Vers 24. Dort heißt es, niemand kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem anderen. Es geht hier einfach darum, dass man grundsätzlich nur einen Gott haben kann. Man kann nur eine Autorität in seinem Leben haben. Für eine bestimmte Fragestellung kann es nur eine Autorität sein. Deswegen entweder machen wir uns von Gott anhängig, richten uns nach ihm oder wir haben andere Quellen der Autorität. Sei es der Staat, der uns was vorgibt oder die Menschen um uns herum oder die Situation, in der wir gerade stecken. Was auch immer uns vorgibt, wie wir zu handeln haben, ist in der Situation unser Gott. Er ist derjenige, nach wem wir uns richten. Und Gott sagt, es gibt in der Sache nur entweder oder. Es gibt keine Grauzone, keinen Mittelweg. Entweder du folgst Gott nach, du ordnest dich ihm unter oder du ordnest dich wem anders unter. Und auch wenn du dich aus Furcht, aus Angst nur auf bestimmte Art und Weisen verhältst, dann richtest du dich nach demjenigen, vor dem du Angst hast. Und Gott sagt, wähl doch mich als einzige Autorität. Wähl mich als denjenigen, der dir zuverlässig und gewinnbringend sagen kann, wie die besten Wege für mich sind. Insofern kennen wir aber diesen Kampf, dass wir nicht immer nur uns nach Gott orientieren, sondern dass wir leider oft verführt sind von unserem Herzen, andere Quellen zu haben. Andere Quellen der Autorität außer Gott. Dass wir andere Herren haben. Dass wir uns nach anderen Menschen oder was auch immer richten.

[45:38] Dann habe ich noch eine dritte Sache rausgesucht, die ich auch sehr, sehr entscheidend finde, was ein Hinderungsgrund daran sein kann, wie wir wirklich Gott wahrhaftig anbeten können. Dass wir die richtige Grundeinstellung zu der Sache haben. Und das ist der Punkt, nämlich die Frage, ob Gott etwas braucht, ob wir Gott etwas geben können. Und ich meine, grundsätzlich wissen wir natürlich, dass die Bibel beschreibt Gott als aus sich selbst heraus existierend. Er ist nicht abhängig von den Dingen, die er geschaffen hat. Er steht über den Dingen. Und so ist er natürlich auch, und wir wissen das, unabhängig von uns. Aber wir kommen manchmal doch ein kleines bisschen ins Schleudern, wenn wir das nicht bis zum Ende durchdenken und für alle Situationen durchdenken. Aber halten wir erst einmal fest, was Jesus über diesen Punkt sagt in Johannes Kapitel 15. Johannes Kapitel 15 ist ein sehr, sehr schönes Kapitel darüber, wie Jesus beschreibt, wie wir mit ihm verbunden sein sollen. Das Bild des Weinstockes, wenn wir mit ihm verbunden sind, dass wir viel Frucht bringen können. Und er sagt hier in Johannes Kapitel 15 Vers 5. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, wie ich es eben schon gesagt habe. Denn getrennt von mir könnt ihr wie viel tun? Nichts tun. Getrennt von mir könnt ihr nichts tun. Wie viel ist nichts? Nicht viel. Wir müssen mit Gott verbunden sein. Wir haben ja in uns nichts. Wir sind leere Gefäße und wir müssen erst gefüllt werden. Wir sind zu 100 Prozent abhängig von Gott. Er ist der Schöpfer. Wir sind die Geschöpfe. Wir brauchen ihn. Und das verstehen wir aber manchmal nicht so ganz.

[47:53] Und ein Beispiel aus der Heiligen Schrift habe ich mir rausgesucht, nämlich Jesaja Kapitel 58. In Jesaja Kapitel 58 stehen die unterschiedlichsten Aspekte. Und es ist ein sehr, sehr bekanntes Kapitel. Auch gerade zum Ende hin kommen noch viele, viele spannende Verse. Aber in Kapitel 58 Vers 3 steht erstmal etwas, was ein bisschen ernüchternd ist. Nämlich da wird von Menschen berichtet, die sich Gott nahen und folgendes tun. Jesaja Kapitel 58 Vers 3. Warum fasten wir und du siehst es nicht? Warum kasteinen wir unsere Seelen und du beachtest es nicht? Seht an eurem Fastentag, geht ihr euren Geschäften nach und treibt alle eure Art Arbeiten, Arbeiter an. Da sind also Leute, die fasten mit einer ganz bestimmten Absicht. Sie fasten nicht einfach, weil sie sich vor Gott demütigen wollen, weil sie diese demütige Haltung einnehmen wollen, sondern was sagen sie im Grunde genau? Wir tun etwas. Wir geben dir Gott etwas. Wir machen etwas und du siehst ja, wie sehr wir uns anstrengen. Wir leisten etwas vor dir. Wir geben dir etwas und jetzther wollen wir bitte etwas zurückhaben. In allererster Linie, dass du es anschaust und als gut befindest. Und dann haben wir ja vielleicht noch ein Gebetsanliegen und wir wollen dich eigentlich überzeugen davon, dass du endlich unsere Meinung annimmst. Bitte tu das so und so, wie wir das wollen. Durch das Fasten geben wir noch ein bisschen Druck dahinter. Können wir Gott etwas geben? Können wir ihm etwas bringen, um ihn umzustimmen, um ihn zu überzeugen, um ihn zu bestechen? Natürlich ist das ein absurder Gedanke und trotzdem denke ich, dass es nicht nur zu der Zeit damals Menschen auf diese Art und Weise gab, die so gehandelt haben. Auch heutzutage denken wir vielleicht nicht immer bewusst, aber unterbewusst, Gott ich war dir doch mein ganzes Leben lang treu, aber warum lässt du das jetzt so und so in meinem Leben zu? Erhöhen wir uns an der Stelle nicht über Gott und kommen nicht so zu ihm, lieber Gott, wir sind mindestens auf einer Ebene. Ich mache was, du machst was oder vielleicht ich gebe dir auch noch vor, was du zu tun hast. Wenn wir denken, dass wir Gott etwas bringen können, ihm etwas geben können, ihm etwas anbieten können, was er braucht oder was ihn umstimmen könnte, dann sind wir auf dem Holzweg. Gott ist völlig autark, aber im Gegensatz dazu ist Gott derjenige, der ja gibt, der uns mit allem ausstattet, damit wir es umsetzen und weiter etwas damit tun können. Wir müssen zuerst uns nach Gott orientieren, uns ihm unterordnen und dann kann er uns segnen, dann kann er uns nämlich den Weg vorgeben, von dem er weiß, dass er der Beste für uns ist. Aber wenn wir in der Haltung zu ihm kommen, wir wissen es besser als du Gott und wir tun jetzt etwas, damit wir dich rumbekommen, dann ist das definitiv die falsche Herangehensweise in der Anbetung.

[52:00] Aber was bedeutet es nun dann, wenn wir an verschiedenen Stellen ja dennoch lesen, dass wir Gott etwas geben können? Denn beispielsweise gab es ja im Merkvers, der Merkvers ist ja auf Maron Kapitel 14, die Verse 6 und 7, Erste Engelsbotschaft, da heißt es ja, gibt ihm Gott die Ehre. Was bedeutet es nun, Gott Ehre zu geben? Und ich denke, das ist eine wichtige Frage, die, wenn wir es dann jetzt richtig verstehen, uns ein schönes Gesamtbild weiterhin geben wird. Gott etwas zu geben, können wir an verschiedenen Stellen sehen. Beispielsweise beschreibt der Apostel Paulus im Römerbrief noch einmal etwas über Abraham. Römer Kapitel 4, die Verse 20 und 21. Er, Abraham, zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark durch den Glauben, indem er Gott die Ehre gab. Also hat Gott Ehre von ihm bekommen? Ja, natürlich. Die Frage ist nur, auf welchem Weg und wie ist das passiert? Nämlich, in Vers 21 heißt es dann, er gab ihm die Ehre und er war völlig überzeugt, dass er das, was er verheißen hat, auch zu tun vermag. Sprich, es geht in dem Text grundlegend darum, Abraham hat sich Gott untergeordnet, er hat ihm vertraut, er hat sich nach ihm gerichtet, er war sich seiner Rolle bewusst, dass Gott über ihm steht und indem er einfach genau Gott gefolgt ist in diesen Anweisungen und Dingen, war es unvermeidbar, dass dadurch etwas entsteht, was letzten Endes Gott Ehre bringt. Nämlich, indem er Vertrauen ausgeübt hat und danach gehandelt hat, hat es Gott geehrt. Das sagt der Text.

[54:23] Eine andere Begebenheit sehen wir in Matthäus Kapitel 5. Matthäus Kapitel 5 in der Bergpredigt sagt Jesus in Vers 16. So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euch deshalb dafür preisen. Heißt es so? Nein, es heißt, wenn ihr die guten Werke tut und die Leute sie sehen, dann werden sie euren Vater im Himmel preisen. Sprich, was bedeutet es, gute Werke zu tun? Werke, die daraus resultieren, dass ich als Geschöpf Gottes mich unter Gott unterordne und ihm vertraue und ihm nachfolge, ihm gehorsam bin, mich nach ihm richte in allem, was ich denke, fühle, tue. Und wenn ich ihm auf diese Art und Weise nachfolge, und es heißt ja sogar im Epheserbrief, dass Gott Werke vorbereitet, in denen ich nur zu wandeln habe. Und wenn Gott das alles schon vorbereitet hat und ich nur der Ausführende quasi in der Sache bin, dann kann ich mich freuen, dass ich Gottes Willen erfülle. Und andere Menschen werden es sehen und werden sagen, wie wunderbar ist Gott. Sprich, der Ausgangspunkt wieder, dass der Menschen sind, die gute Werke tun, was einfach heißt, dass sie gottwohlgefährliche Sachen tun. Das heißt, das sind ja Dinge, in denen sie sich nach Gott gerichtet haben. Die Unterordnung, die wahre Anbetung ist halt als Element präsent und andere Menschen sehen das und das hat einfach eine Auswirkung. Und es kommt wieder zu Gott zurück als Ehre, als Lobpreis, als Dankbarkeit Gott gegenüber, als derjenige, der alles tut und schafft und vollbringt.

[56:21] Wir haben noch eine andere Sache in Matthäus Kapitel 25. Und dort der Vers 40. Dort heißt es, und es geht ja darum, dass der König sagt, ihr habt mich besucht, ihr habt mich gekleidet, ihr habt mir zu essen gegeben und die Leute werden sagen, wann haben wir dich besucht? Wann haben wir dir das alles getan? Und in Vers 40 heißt es dann, und der König wird ihnen antworten und sagen, wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Sprich, wenn wir etwas von Gott nehmen, seine Liebe in Empfang nehmen und sie einfach ausführen, sie weitergeben an andere Menschen, dann ist das quasi so, wie wenn wir Gott direkt etwas getan haben. Wir tun es zwar eigentlich an anderen Menschen, wir kleiden sie, wir geben ihnen zu essen, wir lieben sie einfach, aber trotzdem tun wir es eigentlich Gott letzten Endes. Und so kommt wieder etwas zu Gott zurück. Wir geben auf diesem Wege direkt, indirekt Gott etwas. Aber nicht, weil es aus uns herauskommt, dass wir etwas in uns produzieren, irgendetwas Gutes aus uns herauskommt, was wir dann sagen, hier Gott, es ist von uns. Nein, nein, nein, nein. Sondern es geht immer darum, es muss zuerst etwas von Gott genommen werden. Es geht von ihm aus. Wir führen etwas aus, tun etwas mit dem, was wir von Gott bekommen, geben es weiter und das bringt eine Frucht, gibt Gott einfach wieder die Ehre, weil die anderen Menschen es sehen werden und sagen, wie wunderbar ist Gott, dass er durch Menschen so handeln kann.

[58:20] Und dieses Prinzip können wir noch einfach mit einem Vers aus Jesaja 55 abschließen. Alles im ganzen Universum beginnt immer mit Gott und es endet immer mit Gott. Und dieses Prinzip wird schön beschrieben in Jesaja Kapitel 55, dort die Verse 10 und 11. Denn gleich wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Seemann Samen gegeben hat und Brot dem, der isst, Vers 11, genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Munde hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt und durchführen, wozu ich es gesandt habe. Es kommt alles wieder, wie der Regen ein Kreislauf ist. So geht es auch immer von Gott aus und am Ende kommt immer etwas zurück. Es kommt immer Frucht zu Gott zurück. Sei es Lob, Dank, Ehre, Dinge, die getan werden, die, wie er sagt, ihm letzten Endes ja getan werden, sei es gut oder sei es schlecht. Aber es kommt immer wieder zu Gott zurück.

[59:28] Was lernen wir also aus dem Studium über Anbetung? Was nehmen wir mit aus der Sache? Und ich denke, es ist halt ganz wichtig, noch einmal als Fundament wirklich zu haben, in der Anbetung, egal in welcher Ausprägung es ist, sei es jetzt durch Worte, die wir sprechen, durch Gebete, die wir an Gott richten, durch Musik oder was es auch immer ist, es muss immer von diesem Grundsatz getragen werden, dass wir wissen, welche Positionen wir Gott gegenüber einnehmen, dass wir in demütiger Haltung zu ihm kommen. Und dann alles, was aus dieser Haltung herauskommt, ist einfach etwas, was Leben gibt, was wirklich funktioniert und Gott die Ehre gibt.

[1:00:23] Wir besprechen aber nun in diesem Quartal das Thema Einheit. Was hat jetzt Anbetung wirklich mit Einheit zu tun? Und ich denke, Einheit entsteht dadurch, wenn mehrere Individuen sich diesem gleichen Grundsatz der Anbetung widmen, auf dem gleichen Weg gehen. Und das haben wir beispielsweise ja schon gesehen in Offenbarung Kapitel 19, wo eigentlich zwei unterschiedlich hohe Wesen, nämlich der Engel und Johannes, zu sehen sind. Und sie sprechen miteinander und Johannes will ihnen fälschlicherweise anbeten, aber der Engel sagt, nein, tu es nicht, bete nur Gott an. Und dann sagt er ja aber, ich bin ein Mitknecht. Wir sind beides Geschöpfe, wir sind beides Diener Gottes, wir sind in der Position, in der Aufgabe auf einer Ebene. Und das eint die beiden an der Stelle schon. Und ich denke, das ist als Prinzip etwas, was wir mitnehmen können, dass wenn wir von der gleichen Quelle nehmen, wenn wir uns alle nach Gott richten und uns ihm unterordnen, dass wir genauso zu einer Einheit zusammenwachsen.

[1:01:32] Und die Lektion spricht auch dieses Thema von Einheit in der Endzeit an. Und es gibt am Ende zwei Gruppen von Einheit, die sich manifestieren wird. Die eine Gruppe ist nämlich diejenige, die wir, wenn wir in Offenbarung 13 schauen, der Vers 15, wo es ja heißt, wir wissen die beiden Tiere und so, wir haben jetzt nicht die Zeit, das im Detail noch alles zu schauen, aber Vers 15 sagt, und es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres einen Geist zu verleihen, so dass das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten. In der Endzeit geht es um Anbetung. Wen betest du an? Vorher hatten wir gelesen, man kann nicht zwei Herren dienen, entweder der eine Herr oder der andere Herr. Es geht nicht anders. Und es läuft auf diese Grüppchenbildung hinaus, wo innerhalb von diesen beiden Gruppen die Einheit immer stärker wird, immer enger wird, immer mehr wird. Und die zweite Gruppe, weil das ist jetzt die eine Gruppe, die beschrieben wird, die das Bild des Tieres oder das Tier letzten Endes dadurch anbeten, sie wachsen zu einer Einheit zusammen, weil sie jemanden anbeten, an dem sie sich orientieren. Und wir haben beispielsweise in Johannes Kapitel 8, wo Jesus, glaube ich, mit den Pharisäern redet. Und es geht darum, dass sie, so sagt Jesus, den Teufel zum Vater haben, denn sie wollen das tun, was ihr Vater vor ihnen schon getan hat. In ihm ist die Lüge entstanden und er ist ein Mörder von Anfang an und sie wollen ihn töten. Also folgen sie ihrem Vater nach. Sie beten in dem Sinne Anbetung, Unterwerfung, sie beten den Teufel an. Und das ist die Gruppe, die das Tier als Anführer hat. Das Bild des Tieres gibt etwas vor.

[1:04:01] Und dann gibt es die zweite Gruppe, die halt in Kapitel 14 etwas besser beschrieben wird, beispielsweise in Offenbarung Kapitel 14. Und das ist ja Teil des Merkvers, Vers 7. Der Engel sprach mit lauter Stimme, fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre. Was heißt es, Gott zu fürchten? Paulus beschreibt es beispielsweise, die Obrigkeit hat das Schwert nicht umsonst, deswegen sollte man sich vor der Obrigkeit fürchten. Man sollte sich ihr unterordnen. Fürchtet Gott heißt, ordnet euch ihm unter und gebt ihm die Ehre. Haben wir ja vorhin auch schon besprochen, was es bedeutet, Gott die Ehre zu geben, dass wir ihm vertrauen, wie Abraham es beispielsweise getan hat. Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Er ist derjenige, der entscheiden kann. Er ist der Oberste, unter dem wir uns unterordnen. Und betet den an, der Himmel und Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat. Sprich, es ist eine Referenz zum Sabbatgebot, wo ganz klar gesagt wird, es gibt einen Schöpfer und es gibt Schöpfung. Und wir sind als Menschen Teil der Schöpfung. Wir sind abhängig von Gott. Wir stehen unter dem Schöpfer. Die ganz klare Reihenfolge wird hier für diese Gruppe definiert und auch diese Gruppe wird sich mit der Zeit immer einiger werden. Sie werden zusammenwachsen, weil sie sich immer mehr und mehr nur nach Gott richten. Nur nach Gott. Keine andere Herren mehr haben, sondern nur Gott. Und so haben wir am Ende der Zeit diese beiden Gruppen, die ganz klar auseinanderdriften und klar unterscheidbar sind. Und dann kommt es natürlich durch das Mahlzeichen des Tieres zur letztendlichen Entscheidung, in welcher Gruppe jeder von uns sich befinden wird. Wer das Mahlzeichen des Tieres annimmt, richtet sich nach dem Tier, richtet sich nach dem Bild des Tieres, gehört zu der Gruppe der Verlorenen. Diejenigen, die das Mahlzeichen des Tieres nicht annehmen, sondern im Gegenzug das Siegel Gottes an ihren Stirn haben, sie werden mit Gott eine Einheit bilden. Sie bilden untereinander eine Einheit, weil sie sich von Gott abhängig machen. Nur von Gott abhängig machen. Und jeder von uns erlebt diesen Kampf für die eine oder die andere Gruppe jeden Tag in unserem Leben. Jeden Tag stehen wir vor Entscheidungen, die uns vorbereiten für die große Abschlussprüfung, die da heißt Mahlzeichen des Tieres. Wer wird es empfangen? Diejenigen, die sich nicht darauf vorbereiten, nur Gott als ihre Richtschnur zu haben.

[1:06:56] Und so kommt es nur als letzte Konsequenz, dass Gott in der dritten Engelsbotschaft, auf dem Beispiel Kapitel 14, Verse 9 bis 12, erspitzt es quasi auf diesen einen Punkt zu und sagt, wenn du das Mahlzeichen des Tieres annimmst, ist das die Besiegelung deines Schicksals. Du hast es in der Hand. Bereite dich darauf vor. Wenn du das tust, weißt du, wie es weitergeht mit dir. Wenn du es nicht annimmst, dann bist du auf meiner Seite. Dann hast du offensichtlich gelernt, mir zu vertrauen, nur mir zu vertrauen. Und es klingt erst mal, wenn man die Verse sich so durchliest, ein bisschen ungewöhnlich. Der wird mit dem Zornes, mit der Zornesglut Gottes konfrontiert sein. Sprache, die ziemlich heftig etwas darstellt. Aber es bricht sich runter auf nur diesen einen Punkt. Wen betest du an? Nach wem richtest du dich? Wer ist deine Autorität? Es kann nur zwei oder es kann nur eine Autorität geben. Und wenn es zwei gibt, musst du dich entscheiden. Und im Moment ist es vielleicht nicht hundertprozentig klar, aber es wird in der Zukunft ganz klar werden. Und deswegen ist jetzt die Frage für mich und für dich auch, wofür wollen wir uns vorbereiten? Wollen wir nicht in den kleinen Dingen des Alltags schon heute lernen, uns immer und nur unter Gott zu demütigen, uns nur nach ihm zu richten? Ich denke, es ist das das Schönste, was man tun kann. Die beste Entscheidung, die man täglich treffen kann. Und ich habe immer festgestellt, dass Gott zu vertrauen der beste Weg ist. Auch wenn man vielleicht nicht immer wie Abraham damals in der Situation ganz genau sehen konnte, wie es weiter geht, wie Dinge funktionieren, wie Gott seinen Plan trotzdem durchführt. Aber nehmen wir Gott beim Wort. Halten wir fest an den Verheißungen und den Aussagen, die er getroffen hat. Klammern wir uns an ihn und nur an ihn im Glauben. Und wir wissen, dass wir dann sicher sein können. So segne dich Gott in deinen Entscheidungen, die du diese Woche treffen kannst, dass du lernst und es immer mehr verinnerlichst, dass nur Gott allein deine einzige Richtschnur sein mag. Gott möge dich segnen dabei. Amen.


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