[0:00] Hallo und herzlich willkommen bei der Cannstatt Study Hour. Diese Woche beschäftigen wir uns vom 17. bis zum 24. November mit dem Thema Einheit im Glauben. Und zu Beginn wollen wir uns den Merkvers anschauen, den wir auch in der Lektion finden. Und hier steht es in Apostelgeschichte 4, Vers 12: "Und in keinem anderen ist das Heil. Auch ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden."
[0:49] Ellen White beklagte zu früherer Zeit einen Misszustand in der Gemeinde. Es ging um einen großen Kongress, so lesen wir auch in der Einführung der Lektion. Und sie sagt, dass wir nicht erwarten sollten, dass jeder in der Gemeinde in jedem Punkt der Auslegung alle Bibelstellen zustimmt. Aber sie betont auch, dass wir Einheit im Verständnis anstreben sollten, wo es um grundlegende adventistische Glaubenspunkte geht. Das lesen wir im "Councils to Writers and Editors", Seite 28 bis 32. Und genau mit dieser Bestrebung wollen wir auch jetzt in die Lektion schauen. Und zwar, was grundlegende biblische adventistische Lehren für uns sind und wie wir dadurch Einheit auch im Glauben formen können.
[1:53] Und so schauen wir uns jetzt erstmal das Heil durch Jesus Christus an. Nun, das Heil durch Jesus Christus. Ich habe hier eine kurze Geschichte aus dem Buch "Allmächtig, ohnmächtig, gerecht" herausgesucht. Es ist ein sehr gutes Buch, um Menschen zu Jesus hinzuführen. Und wir lesen hier auf Seite 91 bis 92.
[2:15] Hier schreibt eben der Autor: Vor einiger Zeit habe ich im Fernsehen einen Bericht über riesige Flutwellen, sogenannte Tsunamis, gesehen. Das Wort bedeutet "große Welle im Hafen". Es ging um die kleine Hafenstadt Hilo auf Hawaii. Die Menschen dort hatten jahrhundertelang unbekümmert gelebt, weil sie noch nie einen Tsunami erlebt hatten. Doch plötzlich stand am 1. April 1946 eine riesige Welle. Die einzige Vorwarnung bestand eben dort darin, dass sich das Meer erst zurückzog und den Meeresboden freilegte. Die Einwohner von Hilo fanden das kurios und liefen hinaus auf den freigelegten Boden, um die herumliegenden Fische einzusammeln. Doch dann türmte sich wie aus dem Nichts eine riesige Flutwelle vor der Küste auf und brach über sie hinein. 159 Menschen starben. Überlebende berichteten, die Flutwelle sei 30 Meter hoch gewesen. Sie richtete eine große Zerstörung an und war durch ein entferntes Seebeben ausgelöst worden.
[3:30] Als Folge dieser Katastrophe errichtete die amerikanische Regierung ein Tsunami-Frühwarnsystem. Dazu gehörten unter anderem Sirenen, die auch in Hilo installiert wurden. Im Mai 1960 ereignete sich vor Chile ein großes Seebeben. Man konnte ziemlich genau vorhersagen, wie viele Stunden später Hawaii von einer Flutwelle getroffen würde. Die Sirenen in Hilo wurden ausgelöst, damit sich alle in Sicherheit bringen konnten. Sie hatten seit ihrer Installierung bereits des Öfteren geheult, aber die Wellen hatten sich immer als verhältnismäßig harmlos erwiesen. Deshalb hatten es sich die Einwohner angewöhnt, beim Sirenenton zum Hafen zu laufen. Sie wollten die großen Wellen bestaunen. So war es auch in jener Mainacht. Tatsächlich waren die ersten beiden Wellen nicht besonders groß. Die dritte aber war eine sogenannte Killerwelle. Sie soll über zehn Meter hoch gewesen sein. Erneut wurde der Ort weitgehend zerstört und viele Menschen verloren ihr Leben, weil sie an der Küste standen.
[4:32] Doch einer der Hafenarbeiter, der in diesem Fernsehbericht interviewt wurde, hatte überlebt, weil er rechtzeitig in ein Schiff geklettert und hinaus gefahren war. Das war seine Arche. Das Schiff überstand den Tsunami, weil es sich nur in Ufernähe zu einer riesigen Welle auftümmte. So, wir lesen jetzt hier von Katastrophen bzw. Stürmen, Problemen im Leben dieser Menschen von Hilo. Und wir lesen auch, dass, nachdem diese Warnsysteme installiert wurden, dieser Hafenarbeiter in sein Boot gestiegen ist und hinausgefahren ist.
[5:16] Jetzt, wir lesen in Psalm 62, Vers 8: "Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre, der Fels meiner Stärke, meine Zuversicht ist auf Gott." Diese Alarmsirene, die diesen Arbeiter, diesen Hafenarbeiter gewarnt hatte, das ist die Warnung, die Gott auch ausspricht. Das heißt, Gottes Wort ist wie diese Alarmsirenen im Hafen.
[5:40] Das nächste lesen wir in Psalm 119, Vers 144: "Die Gerechtigkeit deiner Zeugnisse ist ewig, und erweise mich, so lebe ich." Wir wissen, dass praktisch Gottes Wort uns Leben verspricht. Und wenn wir auf Jesus schauen, wenn wir ihm nachgehen, dann werden wir leben. Das heißt, wir brauchen Gottes Wort als Warnsirenen und wir brauchen Jesus, um Leben zu erhalten.
[6:17] Wir lesen, dass Apostel Paulus den Korinthern schrieb, dass es eine gute Nachricht ist, dass Gott in Christus war und die Welt mit sich versöhnte. Jetzt, das lesen wir in 2. Korinther 5, Vers 19: "Ja, so ist es, Gott war es, der in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht zurechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte." Wir wissen also, es war Gott, der durch Jesus Christus uns diese Rettung vor der Flut, vor dem eigenen Tod, ja, dieses ewige Leben zugesichert hat.
[6:52] Nun können wir weiterschauen in Römer 3, Verse 24 bis 25. Hier lesen wir: "Und wir werden ohne Verdienst gerechtfertigt aus seiner Gnade durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist." Das heißt, durch diese Gnade, die wir durch Jesus Christus haben, haben wir die Rechtfertigung. Wir lesen weiter, Vers 25: "Welchen Gott dargestellt hat als Sühnopfer durch den Glauben in seinem Blut zur Erweisung seiner Gerechtigkeit wegen der Nachsicht mit den vorher geschehenen Sünden unter der Geduld Gottes." Also unter Nachsicht, unter Gottes Geduld sind wir gerettet. Nun, wir sind oft nicht nachsichtig Jesus Christus gegenüber, aber er war nachsichtig mit dir und mir.
[8:02] Lesen wir weiter in 1. Johannes, Kapitel 2, Vers 2: "Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein, sondern auch für die der ganzen Welt." Nun ist er jetzt nicht nur nachsichtig mit mir und mit dir, er ist auch nachsichtig mit der ganzen Welt.
[8:28] Nun, was hat uns jetzt Jesus Christus, sein Erlösungswerk gekostet? Was war es, dass wir dazutun mussten? In 1. Johannes 4, Vers 10 steht: "Hierin ist die Liebe nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden." Sprich, zu Beginn haben wir Gott eigentlich nicht geliebt, er war es. Uns hat es nichts gekostet. Unser Problem: Wir gehen oft sehr nachsichtig mit den Sachen um, die wir uns gar nicht erarbeitet haben, die kostenlos waren, die schmeißen wir weg. Aber das, was wirklich uns wichtig ist, das pflegen wir und hegen wir, wir schauen, dass es in Schuss bleibt, wir kümmern uns darum. Meine Frage heute an dich ist: Hast du schon mal Jesus Christi, seine Liebe, seine Erlösung, seine Warnsignale weggeschmissen?
[9:24] Ich sage dir, ich habe das schon oft getan. Zum Beispiel, wenn ich Jesus hätte bezeugen können vor Arbeitskollegen, vor Freunden, und ich habe darüber geredet, was ich mir neulich gekauft habe, irgendeine belanglose Sache. Lass uns nicht über Triviales nachdenken und reden, lass uns darüber nachdenken, dass Jesus Christus wirklich alles für uns getan hat und lass das anderen Menschen mitteilen.
[9:45] Das finden wir in 1. Petrus 2, Verse 21-24. Ich lese jetzt nur den Vers 21: "Denn hierzu sind wir berufen worden. Denn auch Christus hat für uns gelitten und uns ein Beispiel hinterlassen, damit wir seinen Fußspuren nachfolgen." Wir sollen seinen Fußspuren nachfolgen. Wir sollen wie er auch für andere leiden und uns an ihnen Anteil nehmen, mit ihnen mitleiden. Lass uns das, was wir umsonst bekommen haben, auch umsonst weitergeben. Wir wissen, dass die wichtigsten Dinge eigentlich kostenlos sind, wie zum Beispiel Lächeln, ein gutes Wort, Anteilnahme und eben auch zuletzt die Hoffnung durch das Heil Jesu Christi, das wir durch ihn bekommen haben. Das können wir kostenlos weitergeben.
[10:38] Nun kommen wir zum nächsten Glaubenspunkt. Wir glauben an eine Wiederkunft von Jesus Christus. Wir glauben nicht nur, dass er für uns starb und dass es ein unverdientes Opfer war. Wir glauben auch, dass er bald wiederkommt.
[10:52] Wir lesen in Apostelgeschichte 1, Vers 11: "Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr und seht gern Himmel? Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen in den Himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt, gern Himmel fahren." So standen hier die Jünger und schauten in den Himmel und wussten nicht, wann wird er wiederkommen. Aber wie verbindet uns das jetzt miteinander? Wir reden ja über Einheit im Glauben. Und zwar, wenn ich diese Hoffnung habe, dass Jesus Christus wiederkommt, dann kann ich jedem Leid und Schmerz und Probleme an ihn abgeben.
[11:35] Ich möchte euch da etwas erzählen von meinem Arbeitskollegen. Ich war mit ihm am Essenstisch gesessen und er ist zurzeit im Krankenhaus, er hatte eine OP. Und er sagte, wenn mich jemand fragt, wie es mir geht, das hat er noch vor der OP gesagt, ja, dann sage ich zu den Leuten: Was wollen sie denn hören? Mir geht es gut, weil das ist ja nicht die Wahrheit. Und so hat er mir sein Herz ausgeschüttet, wie es ihm schlecht geht und sich darüber beschwert, dass, wenn die Leute ihn fragen, dass es die Leute doch eigentlich gar nicht interessiert. Nun, ich habe mir das angehört und mir sind seine Worte im Kopf hängen geblieben. Und ich habe einen anderen Freund auf der Arbeit, der Christ ist, und ich habe ihm gesagt: Ach, weißt du was, es ist doch wirklich so schön, all seine Sorgen bei Gott abladen zu können. Er hat gegrinst und hat mich angeschaut und hat gesagt: Ja, ich stimme dir zu.
[12:35] Nun, wir haben hier Jesus Christus und wir können alle unser Leid an Jesus Christus abgeben. Und wir haben diese Hoffnung, dass er wiederkommt.
[12:50] Nun, wir lesen auch in der Lektion auf Seite 94, dass Jesus uns auch heute noch bittet, uns aufruft zu wachen und jederzeit bereit zu sein für sein Kommen. Die Frage: Warum bittet uns Jesus das? Weiß er wohl oder ahnt er, dass es etwas länger dauern kann? Dass man vielleicht auch die Geduld verliert? Dass man sagt: Ja, meine Großeltern haben schon darauf gewartet, meine Eltern haben darauf gewartet. Wer weiß, alle haben schon darauf gewartet, vielleicht ist es gar nicht wahr.
[13:32] Nun, wir müssen uns bewusst sein, viele Menschen können nicht warten. Wir wissen, dass warten auf jeden Fall etwas Passives ist. So denken die meisten. Aber eigentlich ist warten aktiv, weil ich kann in dieser Zeit ja etwas tun. Ich muss ja nicht da sitzen und Däumchen drehen. Und unsere heutige Gesellschaft sagt uns aber, dass, wenn wir etwas mal nicht tun und praktisch warten, dass, wenn wir so wirken eben, dass es eben trostlos und langweilig ist und dass wir vielleicht auch faul sind. Und wir sollen ja auch nicht mehr gelangweilt sein. Wir werden beschäftigt noch und nöcher mit Smartphones, mit Medien und wir kommen gar nicht dazu, eigentlich uns noch zu langweilen.
[14:27] Jetzt ist die Frage: Haben wir dann eigentlich auch mal Rastlosigkeit? Haben wir Langeweile? Nun, wir wollen uns mal Langeweile kurz etwas näher anschauen. Langeweile kam auf in der Industrialisierung. Der Grundbegriff erschien zum ersten Mal 1852 und in der Wortform hieß es "Enui" und das lautet Verdruss beziehungsweise Langeweile. Und im Rahmen dieses Sprachgebrauchs wurde es dann somit verbunden in der Industrialisierung, dass man praktisch eigentlich nicht gelangweilt sein darf, weil es ist ein beschäftigungsloser Zustand. Und wenn derjenige gelangweilt ist, dann ist er auch faul. Und deswegen wurde dieses Wort negativ konnotiert. Man hat gesagt: Sei ja nicht gelangweilt, sonst wirkst du faul.
[15:30] Nun fanden aber Hirnforscher heraus, dass der Moment der Langeweile ein Moment des Ausklinkens ist von Aktivitäten und die Hirnaktivität sogar steigert. Nun, nicht in den Arealen, die wir sonst benutzen, wenn wir beschäftigt sind, sondern in anderen Arealen, wo man nachsinnt, wo man Entscheidungen trifft. Und Martin Heidegger, der schrieb, das war ein deutscher Philosoph, dass der Zustand der Langeweile ein fundamentaler Teil unseres Seins ist.
[16:09] Jetzt haben wir aktuell, im Jahr 2011 war das, aktuell ist es noch mehr, vier Milliarden Smartphones, eine Milliarde Computer, eine Milliarde Internetnutzer und 2,5 Milliarden Fernseher. Das ist schon einige Zeit lang her, es hat sich sicherlich gesteigert. Haben wir dann diese Langeweile durch Überbeschäftigung getauscht?
[16:42] Wir wollen uns mal überlegen, was Langeweile in Bezug auf die Wiederkunft Jesu Christi, auf das Warten Jesu Christi für uns bedeuten kann. Langeweile ist Zeit zur Reflexion. Langeweile ist Zeit für Entscheidungen. Und wir kennen den Zyklus: Zwischen Bibel lesen, darüber nachdenken, über das Nachgedachte haben wir neue Emotionen, neue Gefühle und das regt Aktionen an.
[17:17] Und wir wissen zum Beispiel, dass Albert Einstein als Beamter in dem Patentamt von Bern sich unheimlich gelangweilt hat. Und in diesem Patentamt hat er die Relativitätstheorie entwickelt und aufgeschrieben. Das heißt, lasst uns aktiv werden, lasst uns Entscheidungen für Jesus treffen, wenn wir gelangweilt sind. Das heißt nicht, dass wir auf der Arbeit, wenn wir Langeweile haben, andere Sachen tun sollten. Wir sollen treue Arbeiter sein. Aber wir lesen in 1. Korinther 10, Vers 31: "Ob wir nun essen oder trinken, egal was wir tun, so tun wir alles zur Ehre Gottes."
[18:00] Das heißt, selbst wenn wir nicht beschäftigt sind, selbst wenn wir einfachen Sachen nachgehen, soll doch unser Erkennungsmerkmal als Einheit im Glauben dazu dienen, dass wir erkannt werden daran, dass wir vor dem Essen beten, dass wir gute Entscheidungen treffen, loyal sind, freudige Menschen sind. Und das können wir zu unterschiedlichen Zeitpunkten auf der Erde tun. Wir können hier in Deutschland unserer Aufgabe nachgehen und einen guten, positiven Effekt und eine gute Wirkung auf unsere Mitmenschen haben, während in Afrika vielleicht jemand das an einem anderen Tag zu einer anderen Stunde tut oder in Norwegen oder wo auch immer. Und so verbindet uns das trotzdem die Einheit, die wir haben, indem wir uns über Jesus Christus austauschen und beschäftigen.
[19:00] Lass uns also danach streben, bewusster zu leben, bewusster im Hinblick auf Jesu Wiederkunft und was das für uns bedeutet. Ich habe hier noch ein paar Fragen aufgeschrieben in der PowerPoint und wir können uns dafür Zeit nehmen. Wir können uns gerne die Präsentation pausieren und uns darüber Gedanken machen, ob ich bewusst als Christ lebe in der Hinsicht auf Jesu Wiederkunft.
[19:30] Kommen wir zum nächsten Thema, dem Dienst im Heiligtum, der uns auch wirklich verbindet als Adventisten. Wir kennen das Heiligtum, wir haben schon viel darüber gehört und ich möchte heute das Heiligtum von einer anderen Seite mal betrachten. Und zwar, aus der Lektion heißt es, dass im Alten Testament Mose angewiesen hatte, eine Stiftshütte oder ein Heiligtum zu bauen, das als seine Wohnung hier auf der Erde dienen sollte. Durch die dort vollzogenen Dienste war das Heiligtum der Ort, an dem der Erlösungsplan dem Volk Israel gelehrt wurde. Später, zur Zeit von König Salomo, wurde die tragbare Stiftshütte durch einen großartigen Tempel ersetzt. Sowohl die Stiftshütte als auch der Tempel wurden dem himmlischen Heiligtum nachgebildet, dem wahren Heiligtum, das vom Herrn und nicht von Menschen errichtet wurde.
[20:17] Nun, wir wollen uns dieses archäologische, diesen alten Tempel, dieses Heiligtum ansehen. Wie weit konnte man was da finden oder inwieweit ist es archäologisch zu betrachten? Und zwar lesen wir aus dem Buch "Und die Bibel hat doch recht" von Werner Keller, Seite 219.
[20:43] "Eine Vorstellung vom Tempel Salomos, also dann das wortwörtliche Heiligtum, nicht mehr das Zelt, in Jerusalem zu gewinnen ist außerordentlich schwierig, denn Grabungen auf dem Tempelberg sind unmöglich. Welche Reste dieses berühmten Bauwerks unter den gewaltigen Tempelplattformen von Herodes dem Großen und unter dem Felsendom der Omajaden noch liegen mögen, weiß niemand. So sind wir bei Rekonstruktionsversuchen auf die Beschreibung in 1. Könige 5-8 und 2. Chronike 3-6 sowie auf Analogieschlüsse angewiesen. Demnach stand das Heiligtum auf einem Podest. Seinen Eingang flankierten die Säulen Jachin und Boas. Jachin heißt 'er hat gegründet', und Boas, 'in ihm ist Macht'. Der Bau selbst bestand aus drei hintereinanderliegenden Räumen: der Vorhalle (Ulam), der Halle (Hekal) und dem Allerheiligsten (Debir). Das Tageslicht kam überwiegend durch Dachfenster, und der Tempel war von sakristeiähnlichen Kammern ummantelt. Wie für die Architektur sind auch für die Ausstattung die Vorbilder im karnainäisch-phönizischen Raum zu suchen."
[22:06] Wir sehen das jetzt hier, wie sich Archäologen das Heiligtum damals vorgestellt haben. Wir lesen weiter: "Der kupferne Kessel, der im Tempelvorhof der Reinigung von Opferfleisch diente, dürfte kaum viel anders ausgesehen haben, als der Opferkessel auf Rädern, den man in einem etwa zeitgenössischen Grab von Zypern gefunden hat."
[22:28] Das war dieser Kessel aus Zypern. Das heißt, der Opferkessel müsste ungefähr so ähnlich ausgesehen haben im Heiligtum. Wir können das alles nachlesen eben in dem Buch von Werner Keller, "Die Bibel hat doch recht". Es wird also in der ganzen Bibel davon ausgegangen, dass es ein Heiligtum gibt. Und nicht nur dieser Bau, der damals vorherrschte, war das Heiligtum.
[22:57] Wir wissen, dass Jesus Christus dann später in das himmlische Heiligtum aufgefahren ist. Und wenn wir im Gedanken durch dieses irdische Heiligtum gehen, der Vorhof, dann der innere Hof und dann das Innerste, dann stoßen wir auf die ganzen Elemente im Heiligtum. Und so müssen wir uns auch ähnlich das himmlische Heiligtum vorstellen. Und jeder Dienst in diesem irdischen Heiligtum war praktisch eine Mini-Prophezeiung, ein Vorausblick auf den Erlösungsplan und den Dienst Jesu Christi.
[23:34] Nun wollen wir mal hier durch diese einzelnen Abschnitte im Heiligtum gehen. Und zwar mal auf eine andere Weise. Wir sehen am Eingang, da haben wir den Brandopferaltar. Da ist Jesus Christus als das geschlachtete Sündenlamm für uns gestorben. Das ist praktisch die Grundlage. Da ist praktisch die Sünde reingekommen, ganz am Anfang. Wir sehen das so durch die Weltgeschichte hindurch. Und dann musste ein Lamm sterben, um für Adam die Kleider bereitzustellen. Also hier wurde Sünde begangen, hier musste ein Opfer gebracht werden.
[24:26] Dann zweiter Punkt. Wir haben hier dieses Waschbecken. Das war praktisch in der Weltgeschichte die Flut, die über diese Erde kam, hinweg gewaschen. Die Sünden der Welt waren so groß, dass Gott eine Flut schicken musste, die alles hinwegwäscht.
[24:50] Dann haben wir Punkt 3, dass Christus in die Welt kam als sein Licht. Das ist der siebenarmige Leuchter. Hier wurde ein Licht angezündet für die Welt.
[24:58] Dann haben wir Punkt 4, den Schaubrot-Tisch, wo die Schaubrote drauf lagen. Und wir wissen, dass Jesus Christus als ein Brot kam, in die Welt gebrochen zu werden für uns. Das wurde dann praktisch an seinem Tod für uns vollbracht.
[25:24] Und hier der fünfte Element, da haben wir den Weihrauch-Altar. Das ist der Punkt, an dem Christus als Rauch, als Dampf in den Himmel aufgestiegen ist und für uns nun ein Fürsprecher ist. Ja, so können wir durch die komplette Geschichte gehen.
[25:45] Und dann das sechste Element, natürlich die Bundeslade mit dem Thron Gottes drauf und den zwei Cherubim. Wir warten auf die Wiederkunft Jesu. Wir warten darauf, dass wir auf diesen Thron Gottes, der vom Himmel mehr oder weniger herabfahren wird. Darauf warten wir. Und Gott sitzt natürlich als Richter auf diesem Thron.
[26:17] Nun, wir sehen, das Heiligtum hat so viele Facetten und so viele schöne Seiten. Es lohnt sich wirklich, das zu studieren. Und es eint uns in der Lehre und im Glauben.
[26:34] Wir lesen in Hebräer 9, dass Christus für uns gekommen ist als Hoherpriester der zukünftigen Güter und ist durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht ist, das himmlische Heiligtum, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist, und nicht mit Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für alle Mal in das Heiligtum hineingegangen ist und hat eine ewige Erlösung erfunden. Das ist in Hebräer 9, die Verse 11 bis 12. Er hat es erfunden, er hat es gemacht, er hat es möglich gemacht. Erlösung durch seinen Dienst im Heiligtum, durch seinen Opfertod.
[27:05] Nun, in Hebräer 7, Vers 25 lesen wir weiter. Lass uns das noch zusammen aufschlagen. Das ist auch ein elementarer Text für uns. Hebräer 7, Vers 25.
[27:29] "Er kann uns völlig erretten." Wie macht er das? Er verwendet sich für uns. Das heißt, er steht im himmlischen Heiligtum. Er tritt für uns ein. Er ist das gebrochene Brot. Er hat die ganze Linie hindurch das Element für uns, zeigt er sich. Er wäscht uns ab. Er wäscht unsere Sünden ab. Er hat sich für uns geopfert. Er ist als Licht für uns da. Er ist das gebrochene Brot. Er vertritt unsere Gebete. Und er wird neben Gott zur Rechten wiederkommen.
[28:15] Wir lesen auch in Psalm 77, Vers 13: "Gott, dein Weg ist im Heiligtum. Wer ist so ein großer Gott wie du?" Das ist genau dieser Weg, den wir uns jetzt angeschaut haben.
[28:32] Nun, in der heutigen Zeit wird der Glaube sehr oft angefochten. Wir wissen, dass es nicht mehr so einfach ist, zu sagen: Ja doch, es war so und wir haben genügend Beweise. Aber einfach, um ein paar schöne Elemente noch hervorzuheben, habe ich mir noch mal die Mühe gemacht und habe ein paar Sachen aus dem Britischen Museum hier mitgebracht für euch.
[28:53] Und zwar wussten die Wissenschaftler auch durch die Bibel, welche Münzen in Jerusalem verwendet wurden. Und wir sehen hier eben die Schekel von Tyrus. Und das sind Schekel aus dem ersten Jahrhundert. Und das war die Tempelsteuer, die jedermann bezahlen musste. Der Schekel wird im Neuen Testament zwar nicht erwähnt, aber wir wissen, dass der Diatrachme von Matthäus 17, Vers 24 als die Tempelsteuer bekannt war. Und so entsprach ein halber Schekel daher dem Diatrachmen. Und daher beziehen sich auch viele Übersetzungen auf die halbe Schekelsteuer. Dies wurde jährlich eben von jedem jüdischen Mann bezahlt. Und die Tempelbehörden bestanden auf die Zahlung von Münzen aus Tyrus. Und das ist eben genau so eine Münze, da diese aus höherwertigem Silber bestand.
[30:08] Es gab unterschiedliche Silberbestandteile, die Reinheit auch. Deshalb waren die Geldwechsler im Tempel an einem lukrativen Handel beteiligt. Das heißt, sie hatten die besseren Münzen im Tempel und konnten dadurch praktisch Gewinn machen. Die Münze, die Petrus im Mund von dem Fisch fand, die war eben ein Stater und entspricht vier Diatrachmen, also praktisch zwei Schekel. Und diese war auch aus Tyrus. Und sie reichten somit also für Jesus und für ihn zwei Stück.
[30:48] Ein weiterer Beweis hier von der Zeit, dass die Bibel übereinstimmt einfach mit dem, was wir auch in der Archäologie finden. Das ist eine sogenannte silberne Denare. Und die sind aus der Zeit von Tiberius. Und hier haben wir genau so einen Penny, so einen Denar, mit Tiberius drauf. Und die fand man von 14 bis 37 n. Chr. Und sie wurde als Steuermünze bezeichnet und wird in der Frage-Antwort-Geschichte von Matthäus 22, Vers 19 benutzt, wo Jesus mit den Pharisäern sich auseinandersetzt. Und da Tiberius eben den größten Teil des Erwachsenenlebens von Christus auch der Kaiser war, war es eine Münze wie diese gewesen, die ihm gezeigt wurde.
[31:43] Das heißt, zwei Dinge waren an dieser Münze so anstößig für die Juden. Und zwar das Erste war, dass die Darstellung des Bildes von dem Kaiser darauf war. Das war gegen das zweite Gebot: "Du sollst keine anderen Götter neben dir haben." Und das Nächste war der Titel, dass Tiberius, steht drauf, der Sohn von Divus Augustus, dem göttlichen Augustus, war. Und so ist es natürlich auch falsch, das zu benutzen und dahinter zu stehen und zu sagen: Ja, der göttliche Augustus war der Vater praktisch.
[32:20] Und nach Matthäus 20, Vers 2 wurde eben der Denar auch als Tageslohn benutzt für einen Arbeiter. Das heißt, ein Denar für einen Tag. Und es war auch der Tageslohn von einem römischen Soldaten. Und wir wissen auch noch, dass das Gleichnis vom barmherzigen Samariter diese Denare beinhaltet. Und zwar kaufte der Kaufmann, der beim barmherzigen Samariter, dem Wirt zwei Denare, in Lukas 10, Vers 45. Und diese Form vom Wert ungefähr dafür gereicht, um dem armen Wirt, also dem armen Mann, den Wirt zu zahlen für Verpflegung und Unterkunft, bis er zurückkommt.
[33:11] Also wir haben verschiedene archäologische Funde. Wir haben verschiedene Beispiele. Und man kann da wirklich tiefer gehen, um doch irgendwo auch seinen Mitmenschen das klar zu geben und klar mitzugeben, dass die Bibel sich bestätigt und bewahrheitet und dass wir dadurch Einheit haben, wenn wir diese Glaubenslehren annehmen. Ich habe hier diese Münzen aus dem Buch "Das Britische Museum". Das ist hier ein Ratgeber und kann ich sehr empfehlen, wenn man nach London ins Britische Museum geht. Da hat man dann die passenden Beschreibungen. Wirklich verschiedenste Sachen drin.
[33:56] Nun gut, schauen wir uns noch zwei weitere Themen an. Die Lektion ist doch sehr vielseitig für diese Woche und zwar den Sabbat und den Tod und die Auferstehung. Nun, wir wissen, wie es mit dem Sabbat ist. Wir bereiten uns vorher in der Woche und freuen uns eigentlich auch drauf, dass der Sabbat ein Ruhetag ist, an dem wir alles andere stehen und liegen lassen dürfen.
[34:28] Nun, das Heiligtum und der Sabbat hat auch direkt miteinander zu tun. Das lesen wir in 3. Mose 26, Vers 2. Schauen wir uns das kurz an. 3. Mose 26, Vers 2.
[34:48] "Haltet meine Sabbate und fürchtet euch vor meinem Heiligtum. Ich bin der Herr." Also genauso wie Jesus im Heiligtum anwesend ist, möchte er auch im Sabbat anwesend sein. Warum sonst sollten wir uns dann davor fürchten?
[35:04] Wir redeten am Montagsthema über die Wiederkunft Jesu und da war ein Erkennungsmerkmal eines Adventisten, zum Beispiel alles zur Ehre Gottes zu tun. Und hierfür ist der Sabbat ein weiteres Merkmal. Wir können den Sabbat halten und andere sehen's, andere denken sich: Der fährt einkaufen und der fährt in den Gottesdienst und das jeden Samstag. Wir fallen dadurch auf.
[35:42] Und eine Geschichte, die ich dazu erzählen möchte, ist, als ich in der Berufsschule war, damals eine Ausbildung gemacht habe, da gab es eine Religionslehrerin und wir haben uns über die Bibel und die Sechstagesschöpfung unterhalten und sie konnte das nicht für ernst nehmen, die Sechstagesschöpfung. Ich habe gesagt: Ich glaube daran, so wie es in der Bibel steht. Und da sagte sie: Dann musst du aber auch am Sabbat in den Gottesdienst, wie die Juden. Sagte ich: Ja, so mache ich es. Ich gehe am Samstag in den Gottesdienst.
[36:11] Und es vergingen zwei oder drei Jahre, bin mir nicht mehr ganz sicher. Und es ist eine aus meiner Gemeinde, die Katharina, in diese Berufsschule gekommen. Und sie hat meine Religionslehrerin von damals als Lehrerin bekommen. Und es kam zur Sprache, dass sie auch Adventistin ist und da hat die Religionslehrerin gesagt: Mensch, kennst du den Mark Kynast? Der war mal mein Schüler, der ist auch Adventist. Und so hat sie das bestätigt und es war ein Erkennungsmerkmal. Und tatsächlich, die Religionslehrerin ist auch mal mit in den Gottesdienst am Samstag gekommen. Wir haben uns sehr gefreut und es war ein schönes Wiedersehen. Und es ist einfach wichtig, den Sabbat zu haben als Einheit.
[37:04] Ja, lasst uns auch weiterhin Leute zu diesem besonderen Tag einladen. Es ist unheimlich wichtig. Es ist keine Sache, die wir für uns so in der Gemeinschaft nur haben sollten. David Aschek hat mal gesagt: Wenn eine Gemeinde nicht regelmäßig Besucher hat, dann ist ihre Gemeinde tot. Und das soll uns doch schon zum Nachdenken auch geben.
[37:24] In 1. Johannes 1, Vers 7 steht: "So wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander. Und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde." Wenn wir in Jesus Christus wandeln, haben wir Gemeinschaft untereinander. Wir wollen uns dieses Wort Gemeinschaft aus 1. Johannes 1, Vers 7 anschauen. Dieses Wort ist griechisch und es bedeutet "koinonia". Nicht so einfach.
[38:01] Und für was steht dieses griechische Wort? Es bedeutet Gemeinschaft, Intimität, ein geteiltes Leben, ein verbundenes Zusammenleben, Zeit miteinander teilen, Leben miteinander teilen. Und wie schaffen wir das?
[38:26] Es gibt noch eine Geschichte in Apostelgeschichte 2, Verse 40-47. Ich empfehle euch das auch nochmal jetzt zu Hause zu lesen, vielleicht auch mit in die Lektion reinzunehmen, was diese Sabbat-Gemeinschaft heißt. Wir lesen davon im Zusammensein der Jünger ganz am Anfang, der ersten Gemeinde. Und wir können vier Lehren aus dieser Gemeinschaft ziehen.
[38:49] Die Lehre Nummer 1 ist: Alle, die sich dieser Gemeinschaft, so steht es im Bibeltext, angeschlossen haben, die wurden gerettet. Gerettet ist hier wieder aus dem Griechischen und heißt "sozo" und das heißt heilen, wiederherstellen, ganz machen. Also wer sich der Gemeinschaft anschließt, wer am Sabbat mit in den Gottesdienst kommt, erfährt Heilung, Wiederherstellung.
[39:21] Die zweite Lehre ist: In der Gemeinschaft ist es da, um die Bibel zu studieren, in der Wahrheit zu studieren und miteinander zu beten, Zeit zu verbringen. Das heißt, wir erfahren mehr Wahrheit, wir lernen Wahrheit besser kennen.
[39:33] Das Dritte, worüber wir profitieren können, ist: Wer in eine Gemeinde geht, der kann sich wohltätig einsetzen, der soll sich wohltätig einsetzen. Das heißt, wohltätige Hilfe für Bedürftige. Und auch gerne durch Spenden, auch gerne durch Zeiteinsatz. Es wird ein Erkennungsmerkmal sein, es wird Einheit schaffen.
[39:59] Und der vierte Punkt ist: Die Auswirkungen auf das Umliegende. Wir haben den Bericht eben in zweiter Apostelgeschichte, dass die Gemeinde attraktiv war, angesehen war, geprägt von der Liebe zu Gott und den Mitmenschen. Und das sind alles Eigenschaften, die wir auch haben können und dürfen durch die Gnade Jesu Christi, wenn wir uns in der Gemeinde einbringen, wenn wir unsere Zeit dafür verwenden.
[40:32] Lassen Sie uns also jede Woche so eine kleine neue Wiederkunft haben. Freitagabend ist der Rüsttag. Wir können uns freuen, dass Jesus Christus am Freitag gestorben ist, am Sabbat geruht hat, am Sonntag aufgestanden ist. Und wir können inwendig unsere Kleider waschen durch den Dienst Jesu Christi im Heiligtum. Und wir können die Lektion machen oder auch die Cannstatt Study Hour anhören. Aber am besten beides. Schließlich wollen wir ja gemeinsam Austausch am Sabbat haben. Wir wollen wachsen.
[41:06] Und am Sabbat, da können wir jede Woche neu uns darauf besinnen, dass er wiederkommen will, dass er zurückkommen will und uns neues Leben schenken möchte. Und so haben wir schon gehört, dass wir nicht nur bewusst erleben können im Umgang zu unseren Mitmenschen, sondern wir können das auch bewusst erleben. Ja, wir können Gemeinschaft bewusst erleben, den Gottesdienst und das Miteinander. Lassen uns also bewusst erleben und bewusst erleben.
[41:33] Nun, zuletzt schauen wir uns noch den Tod und die Auferstehung an. Ich habe hier ein Zitat von David Wilkerson für euch ins Deutsche übersetzt. Es ist normalerweise in Englisch aus dem Buch "Have you felt like giving up lately?". Also hast du dich schon so gefühlt, als ob du aufgeben möchtest? Vor kurzem erst. Und ja, da schreibt er hier auf Seite 152-153 die folgenden Worte.
[42:05] Und zwar: "Es ist sicherlich von menschlicher Natur, über Gestorbene zu klagen und zu weinen. Auch der Tod eines gerechten Christen ist für die Hinterbliebenen schmerzhaft. Aber als Nachfolger Christi, welcher die Schlüssel zum Tod in seiner Hand hält, sollten wir es nicht einmal wagen, daran zu glauben, dass der Tod als ein durch Satan initiierter Unfall sei. Satan kann kein einziges Kind Gottes zerstören. Satan durfte zwar Hiobs Körper anlangen und schädigen, aber er konnte nicht sein Leben nehmen. Gottes Kinder sterben immer zum von Gott gegebenen Zeitpunkt, nicht eine Sekunde zu früh und nicht eine zu spät. Wenn die Schritte eines Gerechten durch Gott, unserem Herrn, gelenkt werden, so werden auch die letzten durch ihn gelenkt. Der Tod ist nicht die ultimative Heilung. Die Auferstehung ist es."
[43:09] Der Tod ist ein Abschnitt und oftmals kann dieser Lebensabschnitt sehr schmerzhaft sein, sogar qualvoll. Er schreibt: "Ich habe schon viele Kinder Gottes unter enormen Schmerzen sterben sehen. Aber Paulus gibt uns eine gute Antwort. Er verkündigt: 'Denn ich halte es dafür, dass dieser Zeitleiden der Herrlichkeit nicht wert sei, die an uns soll offenbart werden.' Ganz gleich, wie viel Schmerz und Leid an uns verheerende Schäden anrichtet. Dies ist nicht einmal wert, mit der unaussprechlichen Herrlichkeit verglichen zu werden, welche die erwartet, die in Treue durchhalten."
[43:45] Ja, starke Aussagen hier. Und David Wilkerson selber lebt auch nicht mehr. Und er hat auch diese Hoffnung auf die Auferstehung. Und er sagt, es ist nicht wert, das mit den Qualen auf dieser Welt zu vergleichen. Wir haben Einheit im Glauben durch diesen Hinblick auf die Wiederkunft. Und es ist ganz gleich, wie viel Schmerz und Leid die Schäden an unserem Körper hervorrufen uns entgegen. Wir dürfen im Hinblick auf die Wiederkunft Jesu Christi freudig sein.
[44:28] Lesen wir noch Jesaja 25, Vers 8. Auch ein schöner Text in dem Bezug auf die Wiederkunft. Jesaja 25, Vers 8.
[44:45] "Er wird den Tod verschlingen, ewiglich. Und der Herr wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen und wird aufheben die Schmach seines Volkes in allen Landen. Denn der Herr hat es gesagt." Wenn wir uns heutzutage auf keine Aussage mehr verlassen können, wenn wir enttäuscht werden von anderen Menschen, auf Gottes Wort dürfen wir uns gründen. Er hat es gesagt. Er hat gesagt, er wird die Tränen abwischen.
[45:15] Wir lesen in dem Hohelied ein Liebesgedicht zwischen Salomo und Sulamit. Und Sulamit sagt ihm gegen Ende des Hoheliedes in Hohelied 8, Verse 6 bis 7 ein paar Worte. Und wir wissen, dass die Worte der Bibel auch für uns gelten, dass sie auch Gottes Worte sind. Und so wollen wir das uns anschauen im Hohelied. Und zwar, ich habe es auch rausgesucht, das kleine Buch.
[46:00] Und zwar, ja, er wird hier geschrieben: "Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz und wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod und Eifer ist fest wie die Hölle. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des Herrn, dass auch viel Wasser nicht mögen die Liebe auslöschen, noch die Ströme sie ersäufen. Wenn einer alles Gut in seinem Hause um die Liebe geben wollte, so gelte es alles nichts."
[46:28] Nun, Liebe ist so fest wie die Hölle und sie ist eine feurige Flamme des Herrn. Das heißt, hier haben sie eindeutig erkannt: Liebe kommt von Gott. Liebe ist das, was in uns hineingelegt wird von Gott. Und Liebe ist das, was den Tod überwindet.
[46:55] Nun, hier ist ein biblisches Geheimnis. Jesus hat durch Liebe den Tod überwunden, durch seine Liebe zu uns. Gottes Liebe ist stark wie der Tod und ich würde sagen sogar noch stärker. Er kann den Bann des Todes aufheben. Gottes Liebe zu seinen Nachfolgern ist nicht auszulöschen. Wir können Gottes Liebe nicht auslöschen. Und Gottes Liebe ist nicht käuflich. Gottes Liebe ist beständig. Wir können sie nicht erwerben. Wir können sie nur annehmen. Und durch diese Liebe und durch diese Hoffnung auf ein neues Wiedersehen haben wir ebenfalls Einheit im Glauben.
[47:44] Und deswegen ist meine Aufforderung an dich heute, dass du Gottes Liebe in dein Herz lässt, dass du diesem Heilen nachgehst und Einheit im Glauben findest. Auch wenn hier oder da vielleicht andere Ansichten herrschen, dass wir doch in den grundlegenden Punkten, wie Ellen White am Anfang schrieb und wie ich es auch zitiert habe, Einheit finden. Und dass wir diese Punkte nicht loslassen, weiter studieren, auch im Verlauf unseres Lebens. Dass wir sie nicht abtun, sondern dass wir Argumente finden, andere Leute darauf aufmerksam zu machen, sie zum Nachdenken zu bringen, sie vielleicht auch mal in die Gemeinde einzuladen. Und das bringt uns freudige Hoffnung. Das bringt uns Freude und Hoffnung für unsere Mitmenschen. Und das ist mein Wunsch für dich. Und ich hoffe, dass du profitiert hast von diesen Einblicken in diese Glaubensthemen und sie mit in die Lektion am Samstag nehmen kannst.
[48:50] Zum Schluss möchte ich noch für euch beten und euch dem Herrn anvertrauen. Großer, allmächtiger Gott, du hast die Worte gehört und du weißt, sie sind wahrhaftig. Du hast Archäologen losgeschickt, um verschiedenste Themen aus deinem Wort zu bestärken, zu erforschen. Du hast uns losgeschickt, um dein Wort zu studieren und andere Menschen zu erreichen. Herr, wir leben in einer Zeit, in der Einheit schwierig ist, weil wir überbeschäftigt sind, weil wir nicht mehr reflektieren und weil wir uns auch oft viel zu wichtig nehmen. Herr, lass uns nebeneinander stehen als Band der Einheit und auf deine Wiederkunft uns freuen und hoffen. Und hilf, dass wir in deiner Liebe bleiben, großer Gott, wie wir gehört haben. So legen wir alles in deine Hände und wir danken dir. In deinem Namen. Amen.
[50:01] Ja, vielen Dank für das Zuhören. Vielen Dank für das Einschalten. Jede Woche neu und seid auch nächste Woche wieder dabei. Und bis dahin studiert die Bibel und bleibt Gott treu. Bis bald.