[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen auch all denjenigen, die auf Amazing Discoveries zuschauen. Schön, dass ihr eingeschaltet habt, um mit uns gemeinsam die Bibel, das Wort Gottes, zu studieren.
[1:29] An dieser Stelle möchten wir uns ganz kurz noch einmal entschuldigen für die Planungspanne letzte Woche, dass wir keine Cannstatt Study Hour produziert haben. Es sei aber darauf hingewiesen, dass wir sie noch nachholen werden. Alle diejenigen, die dann noch einmal das nachsehen wollen, sich dieses Thema auch noch einmal vertieft zu Gemüte führen möchten oder einmal die ganze Serie dann bei sich zu Hause downloaden wollen, können das dann in Kürze tun auf www.joelmedia.de. Dort wird also Nummer 10 dann noch zur Verfügung stehen.
[1:57] Heute wollen wir uns aber mit Folge Nummer 11 beschäftigen, unserer Serie Erweckung und Reformation. Und der spezielle Aspekt, den wir heute betrachten wollen, ist überschrieben mit der Überschrift: „Reformation: Neue Gedanken denken“. Wir wollen uns damit beschäftigen, wie unser Gehirn, wie unsere Gedanken, unsere Gesinnung reformiert werden können. Damit bereiten wir uns vor auf das Bibelgespräch am 14. September.
[2:23] Und wir wollen auch hier eine kleine Neuerung einführen in der CSH, wie es meine Vertreter schon getan haben in der Sommerpause. Wir wollen ein kurzes Gebet zu Beginn sprechen und dann direkt ins Thema hinein starten.
[2:37] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr, dass wir jetzt die Gelegenheit haben, dein Wort zu studieren. Bitte schenkst du uns tatsächlich diese neuen Gedanken, die wir brauchen, um täglich überwintert sein zu können und dass wir dein Wort mit ganz neuen Augen sehen. Wir danken dir, dass du das möglich machst und dass du bei uns sein wirst. In Jesu Namen bitten wir. Amen.
[2:58] In Kolosser 3 und dort Vers 1 und 2, Kolosser 3 und dort Vers 1 und 2 lesen wir folgende Worte: „Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Er betrachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.“
[3:21] Paulus spricht hier zu Menschen, die auferweckt worden sind mit Christus. Wir sprechen über Erweckung und Reformation. Er spricht heute zu Menschen, die bereits erweckt sind, die eine persönliche Bekehrung oder Wiederbekehrung erlebt haben, die aus dem geistlichen Schlummer herausgerissen worden sind, die jetzt mit Christus lebendig gemacht worden sind. Und er ermahnt sie jetzt, wo sie lebendig geworden sind, ihren Blick, ihren geistigen und geistlichen Blick auf etwas ganz Besonderes zu lenken, nämlich auf Jesus Christus.
[3:52] Und Jesus Christus, obwohl wir ihm überall in gewisser Weise begegnen können, wir können seine Liebe überall sehen, aber er selbst als Person ist nicht auf der Erde, sondern im Himmel. Deswegen sagt Paulus, sollen unsere Gedanken zuallererst im Himmel sein, dort bei Christus.
[4:10] Er sagt in Vers 2 ganz deutlich: „Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.“ Und wenn wir ganz ehrlich sind, dann ist schon dieser erste Abschnitt hier, dieser Vers 2, etwas, was uns direkt betrifft in unserem persönlichen Leben. Denn wie oft gehen wir als bekennende Christen durch das Leben und denken fast ausschließlich über irdische Dinge nach.
[4:31] Wann war das letzte Mal, dass du über Jesus Christus im himmlischen Heiligtum nachgedacht hast? Wann war das letzte Mal, dass du über Dinge nachgedacht hast, die dort oben im Himmel stattfinden? Ja, wir bekennen oft, dass Jesus unser Hoherpriester ist, dass er bald wiederkommen wird, dass er von seinem Kreuz gestorben ist, aber wir denken so selten darüber nach.
[4:50] Und dieses Thema wird mir immer wichtiger, je mehr ich es studiere: die Wichtigkeit unserer Gedanken im täglichen Leben. Und aus diesem Grund wollen wir es auch diese Woche behandeln und wollen uns fragen, wie unsere Gedanken reformiert werden können.
[5:07] Paulus sagt ganz deutlich, warum wir an Christus denken sollen, der dort droben ist, wie es hier heißt, sitzend zur Rechten Gottes. Es gibt nämlich einen Grund, warum er dort zur Rechten Gottes sitzt, und diesen Grund erfahren wir im Hebräerbrief in Hebräer 8 und dort Vers 1 und 2.
[5:27] Da sagt Paulus folgendes: Hebräer 8 und dort Vers 1 und 2: „Die Hauptsache aber bei dem, was wir sagen, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel, Vers 2: einen Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Stiftete, der Herr errichtet hat und nicht ein Mensch.“ Übrigens, in wenigen Wochen beginnen wir mit unserer neuen CSH-Serie über das Heiligtum, und das dürft ihr unter gar keinen Umständen verpassen. Freut euch jetzt schon darauf auf eine sehr gründliche und detaillierte Betrachtung des Heiligtums.
[6:00] Hier sehen wir, dass der Grund, warum wir an Christus denken sollen, warum unsere Gedanken nach droben gehen sollen in den Himmel, der ist, dass Jesus Christus dort unser Hoherpriester ist. Paulus sagt sogar, es ist die Hauptsache von dem, was wir sagen.
[6:15] Wenn wir das ganz praktisch runterbrechen, dann könnten wir sagen: Christus als der Hoherpriester ist das Hauptgesprächsthema eines jeden wahren Christen. Prüft euch ja mal selbst, und ich versuche das auch gerade mit mir zu tun: Wie oft reden wir über Jesus als unseren Hohenpriester? Paulus sagt, es ist die Hauptsache von dem, was wir sagen.
[6:37] Könnte es sein, dass wir so wenig über Jesus als unseren Hohenpriester reden, weil wir so wenig darüber nachdenken? Ist es nicht wahr, dass wir meistens über das reden, worüber wir uns auch insgeheim Gedanken machen und womit wir uns in Gedanken beschäftigen? Könnte es sein, dass wir zwar wissen, dass Jesus unser Hoherpriester ist, aber dass das nicht unsere gedankliche und dann auch unsere verbale Priorität hat in unserem Leben?
[7:02] Dieses Thema der Priorität wird von Jesus ja sehr deutlich angesprochen in der Bergpredigt, und dort in Matthäus 6 finden wir die berühmte Aussage.
[7:10] Matthäus 6 und dort Vers 33: „Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden.“ Jesus sagt ganz deutlich, dass wir zuallererst nach dem Reich Gottes trachten sollen, nicht nur zustimmen und sagen: „Ja, es ist wichtig“, sondern all unserem Denken, unserem Sehnen, unserem Handeln zuallererst die Priorität auf das Reich Gottes haben.
[7:47] So wie Paulus sagt: „Trachtet nach dem, was droben ist und nicht nach dem, was auf der Erde ist“, denn Jesus sagt uns ja, all das wird uns ohnehin hinzugefügt werden, wenn wir zuallererst über Gott und sein Reich nachdenken. Was die Frage stellt, oder uns die Frage stellt: Wie oft tun wir das? Wie oft gehen wir durch das alltägliche Leben, morgen oder übermorgen, und denken wirklich zuallererst in jedem Fall an das Reich Gottes?
[8:14] Und wenn wir verstehen, dass da etwas, ein Mangel ist in unserem Denken, ein Mangel ist in unserem Herzen, dann hat das damit zu tun, dass unser Herz selbst, unser Denken selbst, natürlicherweise, so wie wir es, so wie wir sind ohne göttliche Hilfe, nicht vertrauenswürdig ist.
[8:34] In Jeremia, steht nicht im Sendemanuskript, aber wir können es trotzdem aufschlagen, in Jeremia 17 und dort Vers 9, wird der Grund genannt, warum das so ist.
[8:43] In Jeremia 17, Vers 9 lesen wir: „Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig. Wer kann es ergründen?“ Nun, das Herz, so macht die Bibel ganz deutlich, in Versen wie zum Beispiel Hebräer 4 und dort Vers 12, ist nicht die Blutpumpe, die sich hier in meinem Brustkorb befindet, sondern Hebräer 4, Vers 12 sagt: „Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet, sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.“
[9:24] Die Bibel macht also ganz deutlich, dass das Herz unsere Gedanken, unsere Gesinnungen enthält. Und anatomisch würden wir also sagen, unser Gehirn ist das Herz. Und in diesem Zusammenhang sagt Jeremia uns: „Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig. Wer kann es ergründen?“
[9:41] Lieber Freund, liebe Freundin, wir alle haben natürlicherweise ohne die Hilfe Gottes ein Herz, ein Gehirn sozusagen, wo Gedanken gedacht werden, die wir nicht einmal völlig kontrollieren können. Wir können unsere eigenen Gedanken, unsere eigenen Motive nicht bis ins Letzte ergründen. Das sind Dinge, das sind dunkle Kammern in unserem Gehirn, in die wir keinen Zutritt haben. Es betrügt uns das Herz. Wir werden von unseren eigenen Gedanken betrogen und sie sind überaus bösartig.
[10:15] Ich glaube, jeder, der wirklich ehrlich zu sich selbst ist und nur ein paar Tage auf dieser Welt gelebt hat, der weiß, dass es absolut wahr ist, was die Bibel hier sagt. Wir betrügen uns so oft selbst und unsere Gedanken gehen in alle möglichen Richtungen, wenn nicht unter Gottes Kontrolle. Ja, wir können vielleicht äußerlich sehr fromm tun und fromm aussehen, wir können auch fromme Worte sprechen, aber unsere Gedanken sind manchmal ganz woanders. Überaus trügerisch und bösartig. Und die Frage wird fast verzweifelt ausgesprochen: „Wer kann es ergründen?“
[10:55] Nun, es gibt eine äußerst mutmachende Antwort, auch das nicht im Sendemanuskript, aber wir finden sie in 1. Korinther 2 und dort Vers 10.
[11:11] 1. Korinther 2 und dort Vers 10: „Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes.“ Das ist die gute Nachricht. Der Heilige Geist kann die Kammer in unserem Herzen, unseren Gedanken erforschen, die wir selbst nicht kennen. Du und ich, wir kennen uns nicht wirklich, aber der Heilige Geist kennt uns.
[11:35] Wir selbst können nicht unsere Gedanken unter Kontrolle bringen, wir können keine neuen Gedanken bringen, wir können keine Reformation unseres Denkens erreichen, aber der Heilige Geist kann es. Er hat völlige Kontrolle, wenn wir es ihm erlauben. Er kann alles erforschen.
[11:53] Und in diesem Sinne sagt uns die Bibel in 2. Korinther und dort Kapitel 3, Vers 3, dass dieser Heilige Geist etwas in unser Denken, in unser Herz hineintun möchte.
[12:06] In 2. Korinther 3 und dort Vers 3 lesen wir: „Es ist dir offenbar, dass sie ein Brief des Christus sei, durch unseren Dienst ausgefertigt, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens.“
[12:27] Der Heilige Geist, der alles erforscht, sieht nicht nur, was für schlimme Gedanken dort sind, er kann auch etwas Positives, etwas Gutes hineintun. Er schreibt etwas, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln. Die Anspielung hier geht natürlich auf die 10 Gebote, die auf steinerne Tafeln geschrieben worden sind. Und so wie der Finger Gottes die 10 Gebote auf steinerne Tafeln geschrieben hat, so möchte der Heilige Geist, der im Neuen Testament auch der Finger Gottes genannt wird, die 10 Gebote, die Prinzipien der Regierung Gottes, die Prinzipien der Liebe Gottes und der Gerechtigkeit Gottes in unser Denken hineinschreiben.
[13:13] Dann und nur dann können wir neue Gedanken denken. Wir können auch so viel meditieren oder irgendwelche Übungen machen, wir können keine Veränderung unserer Gedankenwelt aus uns selbst heraus erreichen. Die einzige Möglichkeit, dass unsere Gedankenwelt, dass deine und meine Gesinnung reformiert wird, dass wir neue Gedanken denken können, ist, dass diese Gedanken von außen kommen, dass Prinzipien, die nicht in uns selbst sind, von außen in uns hineingeschrieben und hineingepflanzt werden. Und der Heilige Geist ist derjenige, der es tun möchte.
[13:47] Heute wird viel über den Heiligen Geist gesprochen, aber selten wird darüber nachgedacht, dass der Heilige Geist es ist, der uns hilft, neue Gedanken zu denken. Wenn wir den Heiligen Geist unser Leben lassen, dann sollten wir erleben, dass wir plötzlich Gedanken und Denken und Prinzipien für richtig und wichtig halten, die wir vorher kaum beachtet haben. Das ist das Wirken des Heiligen Geistes.
[14:08] Wir haben schon gesagt, dass der Heilige Geist besonders die 10 Gebote, die Prinzipien der Liebe und Gerechtigkeit Gottes in unser Herz hineinschreiben möchte. Das wird noch deutlicher, wenn wir uns den Hebräerbrief anschauen und dort Hebräer 8, Vers 10, wo wir einen wichtigen Aspekt des Neuen Bundes vorfinden, der dort definiert wird.
[14:29] In Hebräer 8 und dort Vers 10 lesen wir: „Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel schließen werde nach jenen Tagen, spricht der Herr: Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben. Ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.“
[14:48] Gott möchte sein Gesetz in meinen und in deinen Sinn schreiben, in deine Gedanken, in dein Herz. Gottes Wege sind so anders als unsere Wege. Gottes Gesetz ist so ganz anders als das, was der Mensch natürlicherweise in seinem Herzen hat. Und so sind es tatsächlich buchstäblich neue Gedanken, die in unser Denken hineinkommen, wenn wir den Heiligen Geist unser Herz hineinlassen wollen.
[15:13] Hast du den Heiligen Geist dein Herz gelassen? Erlaubst du es ihm, dass er dir neue Gedanken schenken darf? Nur wenn wir das tun, können wir tatsächlich diese Reformation erleben, von der wir die ganze Zeit hier schon miteinander studieren und reden.
[15:31] Das Gesetz wird übrigens in Jakobus 2, Vers 12 auch das Gesetz der Freiheit genannt. Schauen wir das mal an. In Jakobus 2 und dort Vers 12 heißt es: „Redet und handelt als solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen.“ Und wir verstehen, dass das, was wir handeln, das, was wir reden, ist nur die Auswirkung dessen, was wir denken.
[16:00] Wenn ich also reden soll als einer, der durch das Gesetz der Freiheit gerichtet wird, oder handeln als einer, der durch das Gesetz der Freiheit gerichtet wird, dann muss ich denken, wie jemand, der durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden soll. Könnte es sein, dass so viele ständig scheitern in ihrem christlichen Lauf und irgendwann zu der Überzeugung kommen, man kann die Sünde nicht überwinden, weil sie zu spät anfangen in den Prozess, den unsere Gedanken gehen? Dass sie erst bei den Worten, bei den Taten anfangen und nur Worte und Taten überwinden wollen, aber die Gedanken unberührt lassen?
[16:37] Aber ich glaube, es ist unmöglich, sündige Worte und sündige Taten zu überwinden, wenn wir nicht zuerst die sündigen Gedanken überwinden. Denn solange ich sündig denke, wird das irgendwann irgendwo auch wieder in Worten und Taten ausbrechen. Und so müssen wir unsere Aufmerksamkeit im Kampf gegen die Sünde, im Kampf gegen das Ich, vor allem primär auf den Kampf hier in unserem Kopf konzentrieren.
[17:07] Denn wenn wir diesen Kampf gewinnen, dann werden wir auch handeln und reden als solche, die durch dieses Gesetz gerichtet werden sollen. Und dieses Gesetz, wie wir gerade gesagt haben, wird genannt das Gesetz der Freiheit.
[17:21] Das ist sehr interessant, denn wir haben schon gesehen, das ist der Heilige Geist, der dieses Gesetz hineinschreibt. Und wenn wir noch einmal zurückgehen zu 2. Korinther 3, dann machen wir eine erstaunliche Entdeckung über den Heiligen Geist.
[17:37] Es heißt nämlich in 2. Korinther 3 und dort Vers 17: 2. Korinther 3 und dort Vers 17: „Wo also der Heilige Geist wirkt, da ist Freiheit und da ist demzufolge das Gesetz der Freiheit.“ Wo der Heilige Geist nicht wirkt, da ist keine Freiheit.
[17:59] Das Gegenteil von Freiheit offensichtlich ist Sklaverei. Und Jesus hat ja ganz deutlich gesagt in Johannes 8: „Wer die Sünde tut, ist der Sündeknecht.“ Der Geist und die Sünde, die sind konträr zueinander. Je mehr ich also den Heiligen Geist in mein Leben lasse, desto mehr werde ich diese Freiheit in Christus erleben. Diese Freiheit, das sind die Prinzipien der Freiheit, die im Gesetz der Freiheit ausgedrückt sind.
[18:27] Warum ist das Gesetz Gottes das Gesetz der Freiheit? Wenn wir uns die 10 Gebote anschauen, sehen wir gleich zu Beginn, dass sie tatsächlich im buchstäblichsten Sinne das Gesetz der Freiheit sind. Die Israeliten waren über viele Jahrhunderte Fremdlinge und Sklaven, aber dann in 2. Mose 20 beginnen die 10 Gebote in Vers 1 und 2 folgendermaßen: „Und Gott redete alle diese Worte und sprach: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt habe.“
[19:03] Die Grundlage der 10 Gebote ist die Freiheit, die Gott schenkt. Er macht mich frei aus Ägypten, er macht mich frei aus der Knechtschaft, er macht mich frei von der Sünde. Das ist das Fundament, auf dem die 10 Gebote stehen. Gottes Gnade, die freimacht. Und weil er freimacht, gibt er das Gesetz. Da gibt es keine Freiheit ohne Gesetz.
[19:32] Manchmal werden diese beiden Dinge in unserem Kopf gegeneinander ausgespielt, aber in Wirklichkeit ist das Gesetz die Definition der Freiheit. Wer also gegen das Gesetz redet, redet gegen die Freiheit. Wer sagt, das Gesetz ist unwichtig, sagt, Freiheit ist unwichtig. Wer sagt, wir können niemals ganz nach dem Gesetz Gottes leben, sagt, wir können niemals ganz in echter Freiheit in Christus leben. Denn das Gesetz ist das Gesetz der Freiheit.
[19:57] Und wo der Geist ist, da ist Freiheit. Und wo der Geist ist, da schreibt er das Gesetz der Freiheit, die 10 Gebote, in unser Herz und macht damit unser Herz frei. Das Blut Jesu macht uns frei und der Heilige Geist pflanzt dann die Prinzipien der Freiheit in unser Herz hinein, sodass wir dort bleiben in der Freiheit.
[20:22] Wenn wir also uns um eine Reformation der Gedanken bemühen, dann geht es nicht darum, unsere Gedanken einzuschränken oder ihnen etwas zu verbieten, sondern unsere Gedanken in die wahre Freiheit zu führen. Das Problem ist, dass unsere Gedanken oftmals eine falsche Freiheit nehmen, eine Freiheit, die in die Sklaverei führt. Weil wir denken, wir können über alles nachdenken und alles uns in Gedanken vorstellen, solange es keiner sieht. Das in Wirklichkeit ist echte Sklaverei, wie wir noch bald genauer sehen werden.
[20:57] Aber wir haben gesehen, die 10 Gebote sind das Gesetz der Freiheit. Und wenn diese Prinzipien der 10 Gebote nicht nur von uns intellektuell anerkannt werden, sondern wenn wir über sie nachdenken, so wie David sagt: „Ich denke über dein Gesetz nach Tag und Nacht“, dann erleben wir echte christliche Freiheit.
[21:17] Lieber Freund, liebe Freundin, wünsche dir, dass du echte Freiheit erlebst, dann beschäftige dich mit der Freiheit. Beschäftige dich mit dem, der dich aus der Knechtschaft erlöst, mit Jesus Christus, der durch Gnade und Gnade allein uns frei macht. Und der dann durch seinen Geist die Prinzipien der Freiheit in dein Denken hineinpflanzen möchte, hineinschreiben möchte, damit du auch frei bleibst.
[21:41] Dieses Nachdenken über Jesus wird uns immer mehr verwandeln. Das sagt 2. Korinther 3, den wir jetzt schon angesprochen haben.
[21:49] In 2. Korinther 3 und dort Vers 18: 2. Korinther 3 und dort Vers 18 heißt es: „Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen, gemeint ist, wenn wir Christus sehen im Alten Testament, wenn wir den Kontext anschauen, wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen, wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn.“
[22:19] Wenn also der Geist des Herrn die Gesetze, das Gesetz der Freiheit in uns hineinschreibt, dann verwandelt uns das komplett. Es ist also nicht nur Information, die dort abgespeichert wird, es ist eine Herzensverwandlung, eine Charakterverwandlung.
[22:33] Was muss geschehen? Es heißt hier: „Wenn wir den Herrn anschauen mit unverhülltem Angesicht.“ Wir haben ja schon am Anfang gelesen in Kolosser, dass wir über Christus nachdenken sollen, dass wir trachten sollen nach dem, was droben ist. Nun, wir können Jesus nicht buchstäblich anschauen. Wie also können wir auf ihn schauen?
[22:54] Im Kontext vorhin, 2. Korinther 3, wird deutlich, dass wir Christus in der Bibel sehen, zum Beispiel im Alten Testament. Wenn wir also die Bibel lesen und wirklich denken, wenn wir nachdenken mit dem, was wir lesen, dann sehen wir Christus sozusagen.
[23:09] Es geht hier also tatsächlich um das Denken. Könnte es sein, dass wir zu oft die Bibel einfach lesen, um Informationen zu bekommen oder unsere Pflicht zu erfüllen, aber nicht, um wirklich uns gedanklich vorzustellen, was Christus uns sagen möchte?
[23:22] Wenn wir wirklich Christus in unserem Denken haben, weil wir über die Bibel nachdenken und darüber meditieren in einem biblischen Sinne, wo wir uns Gedanken machen und nicht die Gedanken verscheuchen, wenn wir die Dinge der Bibel versuchen besser zu verstehen und sie durchdenken, wenn wir Schriftstelle mit Schriftstelle vergleichen, wenn wir Ursache und Wirkung versuchen besser zu verstehen, wenn wir die Aussagen der verschiedenen Schriftstellen der Bibel nebeneinander legen und die Theorie der Wahrheit immer klarer kommt, dann sehen wir Christus und wir werden verwandelt.
[24:02] Wir können neue Gedanken denken. Und jeder, der die Bibel so studiert, wird mir zustimmen, dass man allein dadurch immer wieder ganz neue Gedanken bekommt, die man vorher nie gedacht hat. Gedanken, die nicht einfach nur intellektuell sind, sondern von ganz praktischem Wert für unser Leben.
[24:20] Und es heißt hier ganz deutlich, dass wir, je mehr wir diese Gedanken denken, immer mehr Jesus widerspiegeln werden. Wir werden also immer mehr so wie Jesus denken, in dasselbe Bild verwandelt.
[24:32] Ein Gedanke, der auch in einem anderen Paulusbrief ganz deutlich ausgesprochen wird, nämlich im Kolosserbrief in Kolosser 3 und dort Vers 9 und 10.
[24:43] Kolosser 3 und dort Vers 9 und 10: Paulus sagt uns hier: „Lügt einander nicht an, da ihr ja den alten Menschen ausgezogen habt mit seinen Handlungen.“
[24:56] Ganz wichtig: Manchmal reden wir oder glauben wir, naja, wir waren früher nicht Christen, aber jetzt sind wir Christen, aber die alten Handlungen sind halt irgendwie immer noch dabei. Paulus sagt ganz deutlich: Wenn wir den alten Menschen ausziehen, ziehen wir auch die Handlungen des alten Menschen aus. Wenn wir also immer noch die alten Handlungen haben, dann haben wir vielleicht noch nie wirklich den alten Menschen ausgezogen.
[25:19] Dann heißt das Vers 10: „und den neuen angezogen habt, der erneuert wird, und das Griechische macht hier deutlich, dass es ständig erneuert wird, nicht nur einmal erneuert wird, sondern quasi tagtäglich erneuert wird, immer näher zum Original kommt. Erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat.“
[25:38] Wir werden ständig erneuert und immer näher kommen wir diesem Bild, dem Bild Gottes, so wie wir geschaffen worden sind. So wie es 1. Mose 1, Vers 27 sagt: „Nach dem Bild Gottes wurden wir geschaffen.“ Wir sollten nicht nur körperlich ihn in gewisser Weise reflektieren, sondern auch geistlich, geistlich. In unseren moralischen und unseren gedanklichen Eigenschaften.
[26:04] Und deswegen möchte Jesus tatsächlich in unserem Herzen wohnen. Das ist nicht nur ein Ausdruck, den man Kindern beibringt, sondern es ist tatsächlich quasi die Essenz des Evangeliums. Er möchte in unseren Gedanken wohnen. Er möchte nicht nur, dass wir ihm zustimmen, wenn wir gefragt werden, sondern er möchte, dass er der König über unsere Gedanken ist.
[26:28] „Erneuert zu der Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat.“ Was für ein großartiger Gedanke, in unserem Gehirn gedanklich ein Ebenbild Gottes sein zu können. Natürlich nur ein schwaches Ebenbild, nur ein begrenztes Ebenbild Gottes, so unendlich, kein Mensch kann ihn vollkommen widerspiegeln. Aber doch so, dass da nichts anderes noch widerspiegelt. Dass all das, was wir denken, eine Widerspiegelung von Gott ist. Auch wenn da noch mehr ist, was Gott beinhaltet. Aber all das, was in unserem Kopf ist, eine direkte Beziehung zu Gott hat.
[27:06] Zu oft sind wir geteilten Herzens. Und dann kann Jesus nicht wirklich in unserem Herzen wohnen.
[27:15] Wir wollen darüber nachdenken, wie unsere Gedanken, wenn sie einmal diese Verbindung zu Christus erworben haben, wie sie bewahrt werden können. Denn eine der größten Herausforderungen für den Christen ist es nicht, zu Christus zu kommen, sondern bei Christus zu bleiben. Vielleicht hast du das auch erlebt in deinem Leben. Ich habe es ganz sicher in meinem Leben erlebt, dass das die größte Herausforderung ist: Christus nicht gleich wieder zu verlassen.
[27:40] Und wir haben hier eine interessante Verheißung in einem anderen Paulusbrief, in Philipper, Philipperbrief Kapitel 4 und dort Vers 7.
[27:50] Eine ganz bekannte und wunderbare Verheißung: Philipper 4, Vers 7. Dort heißt es: „Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.“
[28:05] Es gibt also eine Möglichkeit, wie meine Gedanken bewahrt werden können. Vielleicht hast du schon einmal erlebt, dass deine Gedanken wild gewesen sind, in alle möglichen Richtungen weggelaufen sind, und du hattest kaum die Chance, sie wieder zurückzuholen. Hier steht, wie unsere Gedanken bewahrt werden können. Durch etwas, was wir Intellektuellen nicht wirklich verstehen können, weil es den Verstand übersteigt. Es ist nichts, was wir erklären können, ausrechnen können und nachvollziehen können. Es ist etwas, was wie ein Wunder uns bewahren kann: der Friede Gottes.
[28:39] Nun, wie bekommen wir diesen Frieden Gottes, der uns bewahren kann? Römer 5 und dort Vers 1 finden wir eine sehr einfache, aber erstaunliche Antwort.
[28:43] Römer 5 und dort Vers 1: Dort heißt es: „Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.“
[29:02] Wodurch kommt der Friede? Er kommt durch die Erfahrung der Rechtfertigung durch den Glauben. Rechtfertigung bedeutet Vergebung. Wenn wir uns bewusst sind, durch den Glauben, durch das Leben aus jedem Wort, weil Gott es sagt, dass er uns vergibt und uns von unseren Sünden gereinigt hat, dann haben wir Frieden.
[29:20] Und dieser Friede, das Bewusstsein der Vergebung, ein Bewusstsein nicht aufgrund von Gefühlen oder von Tradition, sondern ein Bewusstsein, das auf Glauben gegründet ist, auf dem geschriebenen Wort Gottes, auf dem Bewusstsein der Kraft des Wortes Gottes, dieser Friede bewahrt unsere Gedanken.
[29:42] Könnte es also sein, dass wir so oft unseren Gedanken hinterherrennen müssen, weil wir keinen echten Frieden haben, der durch echten Glauben kommt? Dass wir keinen echten Frieden haben, dass wir uns nicht bewusst sind, dass Jesus unsere Sünden vergeben hat, weil wir vielleicht eine Sünde festhalten und deswegen wissen, dass er uns die noch nicht vergeben hat, weil wir sie gar nicht ihm übergeben haben. Und wir deswegen unsere Gedanken in alle möglichen Richtungen laufen, weil dieser bewahrende Friede fehlt.
[30:11] Was ist also die Lösung für das Problem der Gedanken? Wie können unsere Gedanken also reformiert werden? Wir müssen, so einfach wie es klingt und so profund ist es letztendlich, unser ganzes Leben Jesus übergeben. Alle unsere Sünden und im festen Glauben, im Vertrauen auf sein Wort, im Leben aus jedem Wort, weil er es sagt, davon ausgehen und glauben, dass er uns vergibt.
[30:38] Und dieser Friede, der dann unser Herz durchströmt, hat allein die Kraft, unsere Gedanken zu bewahren. Und wenn wir das erlebt haben, dann ist es unsere Aufgabe auch, unsere Gedanken auf gute Dinge zu richten, damit unsere Gedanken sich entwickeln können.
[30:59] In Philipper 4 und dort Vers 8 finden wir so einen Hinweis, der uns im praktischen Alltag helfen kann, zu entscheiden, ob das, was ich mir da gerade angucke im Internet oder im Fernsehen vielleicht sogar, ob das wirklich gut ist für meine Beziehung zu Jesus. Ob das, was ich mir gerade in die Ohren tue, über die Kopfhörer, ob das wirklich meiner Gedankenwelt Vorteile bringt.
[31:24] Es heißt dort in Philipper 4 Vers 8: „Im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht.“
[31:39] Lieber Freund, liebe Freundin, das Buch, das du heute Abend lesen möchtest, oder den Film, den du dir anschauen möchtest, die Musik-CD, die du dir gleich anhören möchtest: Spricht sie von etwas oder singt sie von etwas, das wahrhaftig ist? Geht es dort um die Wahrheit? Ist es ehrbar? Ist es gerecht, oder wird dort Ungerechtigkeit porträtiert? Ist es rein, oder sind dort unreine Dinge zu sehen und zu hören? Ist es liebenswert? Ist es wohllautend, oder doch eher dissonant? Sind dort Tugenden, lobenswerte Dinge im Vordergrund?
[32:22] Wenn nicht, dann ist es ein Schaden für unsere Gedanken. Könnte es sein, dass wir Gott damit ermüden, dass wir immer wieder sagen: „Herr, hilf uns zu überwinden“ und statt dem einfachen Ratschlag Gottes zu folgen, wie wir überwinden können, wir uns ständig wieder füttern mit Dingen, die dann wieder zur Sünde führen? Dass wir unsere Gedanken trainieren zur Sünde und dann aber Gott bitten, nicht zu sündigen, dass wir nicht sündigen?
[32:53] Statt einfach zu begreifen, dass Gott uns ein Mittel in die Hand gibt, durch diese Bibelverse, die wir jetzt lesen, wie wir das Übel bei der Wurzel packen können und mit seiner Hilfe, durch seinen Heiligen Geist, durch seine Gnade zu echten, wahren Überwinden werden können.
[33:12] Wir brauchen also ein erneuertes Denken. Das sagt der Paulus auch in Römer 12 und dort Vers 2.
[33:22] In Römer 12, Vers 2 sagt er: „Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“
[33:36] Mit anderen Worten, wenn wir das hier zusammenfassen, dann ist eine Erneuerung unseres Sinnes eine völlige Verwandlung unseres ganzen Wesens. Wenn unser Denken reformiert ist, dann sind wir ganz reformiert.
[33:47] Deswegen ist der Satan so sehr bemüht, unsere Gedanken fern von Gott zu halten. Dann sind wir zwar beschäftigt mit äußeren Reformen, mit Kleidungsreformen, mit Gesundheitsreformen, mit allen möglichen Arten von Reformen, aber solange unsere Gedanken nicht reformiert sind, nützt das alles nichts. Denn dann sind wir nicht wirklich entfernt vom Weltlauf, von den Dingen dieser Welt, dem Geist dieser Welt.
[34:14] Nur wenn unser Denken erneuert ist, wenn wir neue Gedanken denken, durch das Wirken des Heiligen Geistes, wie wir gerade erklärt und beschrieben haben, dann können wir auch wirklich erkennen, was Gottes Wille ist.
[34:24] So viele Menschen fragen sich: Was ist Gottes Wille für mein Leben? Was ist Gottes Wille in dieser Angelegenheit? Was möchte Gott, dass ich tun soll? Wenn du den guten und den wohlgefälligen und den vollkommenen Willen Gottes kennenlernen möchtest, dann musst du einen erneuerten Sinn haben.
[34:37] Dieser erneuerte Sinn übrigens ist kein Fanatismus, ist kein irrationales Schweben auf Wolke 7, denn ein Vers vorher heißt es, ich ermahne euch nun in Vers 1, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, gottwohlgefälliges Opfer. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.
[34:59] Ein erneuerter Sinn bringt immer auch etwas zurück, was man vielleicht im Volksmund gesunden Menschenverstand nennen würde. Ein balanciert sein. Und wir haben ja schon eine ganze Folge über diese gesunde Urteilskraft auch gehabt.
[35:17] In 2. Korinther 10 und dort Vers 3 und 4 macht Herr Paulus einige interessante Aussagen über diesen Kampf, den wir in unserem Denken zu kämpfen haben.
[35:27] Es heißt hier in 2. Korinther 10 und Vers 3 und 4: „Denn obgleich wir im Fleisch wandeln, so kämpfen wir doch nicht nach Art des Fleisches. Denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig durch Gott zur Zerstörung von Festungen.“
[35:41] Was Herr Paulus hier sagt, ist ziemlich interessant. Er sagt, obwohl wir im sündigen Fleisch sind, müssen wir nicht durch dieses sündige Fleisch kämpfen. Ja, wir werden bis zur Wiederkunft sündliches Fleisch haben. Wir werden immer schwach sein. Diese Tendenz wird da sein. Aber wir müssen ihr offensichtlich nicht gehorchen. Die innere Versuchung wird nicht von uns genommen werden. Aber der Sieg über die Versuchung ist uns verheißen. Wir können auf eine andere Art und Weise kämpfen. Nicht nach der Art des Fleisches, sondern nach Gottes Art.
[36:18] Und dieser Kampf Gottes, diese Waffen Gottes sind mächtig. Und sie zerstören sogar Festungen. Dinge, die wir für uneinnehmbar halten. Vielleicht gibt es manche Gedankengänge, die hältst du für unlöschbar aus deinem Gehirn, weil du sie seit Jahren, vielleicht seit Jahrzehnten immer in der gleichen Richtung denkst. Aber diese Festung in deinem Gehirn kann eingenommen werden durch das Wirken des Heiligen Geistes.
[36:40] Denn er erforscht alles, sogar die Tiefen Gottes. Und diese Wahrheit, dass wir zwar im Fleisch sind, aber nicht nach dem Fleisch wandeln müssen, nicht nach dem Fleisch kämpfen und vor allem nicht denken müssen, die hat Paulus auch im Römerbrief deutlich gemacht.
[36:52] In Römer 8 und dort Vers 13. Vorher schon Vers 12. Vers 12 und 13.
[37:01] Römer 8, Vers 12 und 13: Ganz emphatisch: „So sind wir also, ihr Brüder, dem Fleisch nicht verpflichtet, gemäß dem Fleisch zu leben.“ Ja, wir sind dem Fleisch, aber wir müssen nicht nach dem Fleisch leben. Ja, es gibt dort auch innere Versuchungen, aber wir müssen ihnen nicht nachgeben, wir sind nicht dazu verpflichtet. Was für eine gute Nachricht.
[37:20] Vers 13: „Denn wenn ihr gemäß dem Fleisch lebt, so müsst ihr sterben. Wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet ihr leben.“
[37:28] Was sind die Taten des Leibes? Natürlich die Sünden, die sündigen Taten, die sündigen Worte und auch die sündigen Gedanken.
[37:35] Lieber Freund, liebe Freundin, was hier steht, ist, dass der Heilige Geist imstande ist, sündige Gedanken zu töten. Vielleicht kämpfst du mit unreinen Gedanken, mit bitteren Gedanken, mit feindlichen Gedanken, und du denkst, du kannst sie nicht überwinden, sie sind wie eine Festung. Aber die Bibel sagt, Gott kann sie durch seinen Geist töten.
[37:55] Die Frage ist nur, lieber Freund, liebe Freundin, gibst du diese bösen Gedanken zum Abschuss frei? Darf Gott sie wegnehmen? Denn er wird nichts zerstören in dir, was du ihm nicht zur Zerstörung übergibst. Darf er diese Gedanken kaputt machen, die uns sonst den Tod bringen würden? Darf er in deinem Leben diese Gedanken des Fleisches, die Taten des Fleisches, darf er sie töten? Durch den Geist, durch den Heiligen Geist, der wie ein Feuer alle Sünde verzehren möchte in uns.
[38:40] In 2. Korinther 10 und dort Vers 5 dann, sagt der Paulus, dass tatsächlich wir unsere Gedanken kontrollieren können.
[39:02] 2. Korinther 10 und dort Vers 5: Er sagt: „So dass wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt.“ Das heißt, vielleicht hast du damit schon mal zu kämpfen gehabt, dass dein Stolz sich gegen Gottes Wort, gegen Gottes Erkenntnis erhebt, oder du dir in deinem Kopf bestimmte Dinge einfach nicht erklären konntest, gesagt hast: „Ich kann das nicht glauben, weil ich denke, es müsste anders sein.“
[39:29] All das kann besiegt werden durch den Heiligen Geist, die in der Vernunftschluss, die sogenannten, das heißt also menschliche Vernünfteleien, wie sie es im Anschluss übersetzen, jede Selbsterhöhung, auch in Gedanken, kann besiegt werden.
[39:46] Und es heißt ja: „und jeden Gedanken gefangen nehmen zum Gehorsam gegen Christus.“ Ich weiß nicht, wie viele Gedanken wir pro Tag denken. Es werden sicherlich sehr, sehr viele sein. Aber hier steht, dass nicht nur manche Gedanken, oder die Gedanken an jedem siebten Tag, oder einige ausgewählte Gedanken, sondern jeder Gedanke kann in den Gehorsam zu Christus genommen werden.
[40:10] Was würde passieren, liebe Freunde, liebe Freunde, wenn mit jedem Gedanken, den wir denken, die Christus gehorsam sind, dann würden auch all unsere Worte von Christus, von Gehorsam zu Christus zeigen. Und all unsere Taten wären Gehorsam zu Christus und unser Charakter wäre dann Gehorsam zu Christus.
[40:38] Und genau das ist das Geheimnis zum Überwinden in der Endzeit. Genau das ist das Geheimnis der 144.000, die sagen: „Hier sind die, die erhalten, die Gebote Gottes und haben den Glauben Jesu.“ Es ist keine Zwangsmaßnahme Gottes, der plötzlich seine Kinder daran hindert, zu sündigen, sondern es ist die Operation des Heiligen Geistes, der im Herzen, im Denken, eine Reformation umsetzt, eine buchstäbliche Reform, da wird etwas neu formiert, die Sünde wird ausgelöscht und dieser Computer hier oben wird neu formatiert, sozusagen.
[41:20] Stück für Stück, Linie auf Linie, Satzung auf Satzung, so wie der Finger Gottes die 10 Gebote auf die Steintafeln schrieb. „Jeder Gedanke gefangen genommen zum Gehorsam gegen Christus.“ Das ist der Schlüssel. Und der Satan möchte nicht, dass wir es verstehen. Aber wenn wir es verstehen, und es ist möglich, dass wir es verstehen, es ist möglich, dass wir es erleben, dann sind wir auf dem richtigen Weg zu dem, was uns in 1. Thessalonicher 5, Vers 23 und 24 beschrieben wird.
[41:56] Paulus, wie auch Petrus, schreibt in all seinen Briefen von diesem Thema. In 1. Thessalonicher 5, Vers 23 und 24 heißt es: „Er selbst aber, der Gott des Friedens, dieser Friede, der allen Verstand übersteigt und unsere Gedanken bewahrt in Jesus Christus, er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch.“
[42:18] Heiligung ist nicht etwas, was äußerlich geschieht, was über uns gesprochen wird, aber was keine Wirkung für unser Leben hat. Nein, es ist etwas, was durch und durch geht. Es heißt hier: „Euer ganzes Wesen, der Geist, die Seele und der Leib muss untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus.“
[42:36] Heiligung ist ein gründliches Werk. Es ist nicht nur ein bisschen Sahne oben auf dem Rechtfertigungskuchen, wie man es manchmal darstellt: Hauptsache, ich habe die Erlösung durch Jesus, weil er für mich am Kreuz gestorben ist, und dann gibt es noch ein bisschen Heiligung, aber das ist nicht zu wichtig. Nein, Heiligung geschieht durch und durch bis zu einem Ziel. Das Ziel ist nämlich, dass wir bei der Wiederkunft untadelig bewahrt sind. Untadelig in unserem Tun und Handeln, untadelig in unseren Worten, aber auch untadelig in unseren Gedanken.
[43:10] Das ist ja das, was die 144.000 letztendlich ausmacht. Und vielleicht sagst du immer noch in deinem Herzen: Ist das wirklich möglich? Dann lies den nächsten Vers, den Vers 24, wo uns diese wunderbare Verheißung entgegenschallt: „Treu ist der, der euch beruft, er wird es auch tun.“
[43:30] Er ist treu. Genauso treu wie er ist, wenn wir unsere Sünden bekennen, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit, wie es in 1. Johannes 1, Vers 9 steht. Genauso treu ist er, wenn wir uns dem Wirken des Heiligen Geistes übergeben, dass er uns durch und durch heiligt, bis Geist, Seele und Leib untadelig bewahrt sind bei der Wiederkunft Jesu. Er wird es tun.
[43:56] Ich bin mir sicher, dass die Heiligung dieses Ziel erreichen kann, weil das Wort Gottes es sagt. Aber nicht nur hat diese Reformation der Gedanken Auswirkungen auf die allerletzte Zeit und auf die Ewigkeit. Wenn wir unsere Gedanken von Jesus reformieren lassen, dann ist das schon jetzt diesseits der Wiederkunft, und das ist zum Vorteil.
[44:26] Nicht umsonst hat Jesus gesagt in Johannes 10, Vers 10: „Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben.“ Schon jetzt, wenn wir unsere Gedanken reformieren lassen, wenn wir neue Gedanken denken, dann wird unser Leben an Qualität und an Freude und an Überfluss zunehmen.
[44:52] Denn in Wirklichkeit sind es unsere schlechten Gedanken, unsere um sich selbst kreisenden Gedanken, unsere um Sünde und um Schuld und um Bitterkeit kreisenden Gedanken, die unser Leben so miserabel machen. Wenn unsere Gedanken reformiert sind, dann können auch die Widrigkeiten dieses Lebens viel einfacher und besser angenommen werden und ertragen werden. Wir können ein viel besseres Leben haben, wenn wir jetzt schon unsere Gedanken Jesus übergeben.
[45:20] Also, egal ob große oder kleine Dinge, alles soll zur Ehre Gottes geschehen, so wie es in 1. Korinther 10 auch ausgedrückt ist.
[45:28] 1. Korinther 10, Vers 31: „Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes.“ Wenn du trinkst, trinke zur Ehre Gottes. Wenn du isst, esse zur Ehre Gottes. Wenn du an deinem Fenster sitzt und zehn Minuten einfach deine Gedanken schweifen lässt, lass deine Gedanken zur Ehre Gottes schweifen. Wenn du einen Tagtraum hast, wenn du bis nachts einschlafen möchtest und noch über etwas nachdenkst, lass es zur Ehre Gottes sein.
[45:58] Darauf kommt es an. Egal was wir tun. Ob essen, trinken oder was es auch ist. Denken. Zur Ehre Gottes soll es sein.
[46:10] Und wenn wir so über Gottes Wort nachdenken und zu seiner Ehre denken, dann werden wir auch früher oder später darauf stoßen, dass Jesus möchte, dass wir uns Gedanken machen über unsere Rolle in der Welt.
[46:22] In Matthäus 5, da stößt er uns förmlich darauf. In Matthäus 5, Verse 13-16 dort heißt es: „Ihr, er meint seine Jünger, ihr seid das Salz der Erde.“ Und damit meint er natürlich uns alle. „Wenn aber das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr, wenn es nicht zertreten wird. Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben.“
[46:52] Liebe Freunde, liebe Freundinnen, was denkst du über dich und über deine Aufgabe in dieser Welt? Denkst du und siehst du dich als das Licht der Welt, als das Salz der Welt?
[47:02] In Vers 15 sagt Jesus: „Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, so leuchtet es allen, die im Haus sind.“ Und wenn du darüber nachdenkst, wie dein Einfluss ist in dieser Welt, bist du so ein leuchtendes Licht, oder hast du dein Licht buchstäblich unter den Scheffel gestellt? Hast dein Glauben verborgen und verschwiegen?
[47:26] Ich glaube, wenn wir echte Gedankenreformationen erleben, wenn wir neue Gedanken denken, wir werden ganz von natürlich das Licht der Welt sein.
[47:36] Vers 16 heißt es: „So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, die euch und euren Vater im Himmel preisen.“ Es ist an der Zeit, neue Gedanken zu denken. Und in dieser Vers 16 heißt es: „Macht euch auf, Vers 1, werdet Licht.“
[47:54] Unser letzter Abschnitt, der findet sich in Philipper 2, den wir dann schließen wollen. Philipper 2 hat einiges zu sagen über das Denken. Wir wollen hier nur zwei Schlüsselaussagen herausgreifen.
[48:06] Zunächst einmal in Vers 14-16. Wenn wir das Licht der Welt sind und die Menschen auf uns schauen, dann werden sie Folgendes beobachten. In Philipper 2, Verse 14-16: „Tut alles, ohne Murren und Bedenken, damit ihr unsträflich und lauter seid, unschuldige Kinder Gottes, inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter welchem ihr leuchtet als Licht in der Welt, indem ihr das Wort des Lebens darbietet, mir zum Ruhm am Tag des Christus, dass ich nicht vergeblich gelaufen bin, noch vergeblich gearbeitet habe.“
[48:38] Nicht, indem wir das Licht der Welt sein können, indem wir das Wort des Lebens darbieten. Nicht, indem wir einfach nur lächeln, das ist auch wichtig. Aber Licht der Welt ist man dann, wenn man das Wort des Lebens darbietet.
[48:50] Und er sagt weiter, dass wir dann das Licht der Welt sind, wenn wir alles, egal ob positiv oder negativ, ohne Murren und ohne Bedenken erdulden. Und jetzt können wir uns selbst prüfen: Wie oft fangen wir an zu murren, wenn Dinge in unseren Weg kommen, mit denen wir nicht gerechnet haben, die wir für unnötig halten, oder die uns Sorgen machen? Wie oft murren wir, wie oft haben wir Bedenken?
[49:16] Könnte es sein, dass wir deswegen so selten das Licht der Welt sind? Weil irgendwie diese schlechte Geisteshaltung sich dann doch in unseren Worten und Taten äußert? Deswegen sagt der Paulus: „Tut alles ohne Murren, ohne Bedenken, damit wir das Licht der Welt sind, damit wir leuchten als unsträflich und lauter, inmitten dieses verkehrten Geschlechts, damit wir sehen, was möglich ist, wenn ein Mensch Christus ins Herz lässt, dass es sogar möglich ist, Motive und Gedanken, Dinge, die so tief in uns drin sind, zu ändern, zu besiegen und neue Gedanken zu denken.“
[49:48] Das große Ziel, auf das wir zulaufen, auch in unseren Gedanken, das steht in Philipper 2, Vers 5.
[49:56] Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war. Was für eine unfassbare Verheißung. Denn jede Bitte ist eine Befähigung. Jesus möchte uns befähigen, so zu denken, wie er hier gedacht hat, als er auf der Erde gelebt hat. Deine Gedanken können das denken, was Jesus Christus gedacht hat.
[50:24] Und in diesem Sinne wünsche ich dir, dass du das erlebst. Es ist dein Wunsch, dass Gott diese heiligen Gedanken, die auch in Jesus waren, als er auf dieser Erde gelebt hat, dass die in deinem Kopf auch sind. Dass deine Gedanken transformiert werden, durch Anschauung, dass du immer mehr in das Bild Gottes verändert wirst. Sodass du das Licht der Welt sein wirst.
[50:50] Gott segne dich in deiner Entscheidung und in deinem Nachdenken über Jesus. Nächste Woche sehen wir uns wieder und werden dann einen weiteren Aspekt der Reformation betrachten. Seid da herzlich zu eingeladen. Bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen und viel Freude beim Studium seines Wortes. Amen.
[51:28] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft! Amen.