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Manuskript: CSH_Manuskript_2013 1st Nr 3

In dieser Folge der Cannstatt Study Hour mit Christopher Kramp wird die fundamentale Rolle des Wortes Gottes für Erweckung und Reformation beleuchtet. Anhand zahlreicher Bibelstellen, insbesondere aus Psalm 119, wird aufgezeigt, wie das Wort Gottes belebt, leitet und Weisheit schenkt. Es wird betont, dass wahre Erweckung nur auf der Grundlage eines tiefen Studiums und der Anwendung der Heiligen Schrift möglich ist.

In dieser Folge der Cannstatt Study Hour mit Christopher Kramp wird die zentrale Rolle des Wortes Gottes für Erweckung und Reformation beleuchtet. Es wird dargelegt, dass ohne ein tiefes Studium und die Anwendung der Bibel keine echte geistliche Erneuerung stattfinden kann. Der Vortrag erklärt, wie das Wort Gottes belebt, leitet und Weisheit schenkt, und betont seine lebendige und wirksame Kraft, die zur Heiligung und Transformation führt.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2013 Q3: Erweckung und Reformation

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Transkript

[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf joelmedia.de. Herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries. Wir freuen uns, dass ihr wieder eingeschaltet habt zu unserer dritten Folge dieser kleinen Serie: Erweckung und Reformation.

[1:29] Wir haben in den ersten beiden Folgen schon gesehen, welche Bedeutung Erweckung und Reformation haben. Wir haben darüber gesprochen, dass wir als Laodizea-Christen dringend eine Erweckung und Reformation brauchen. Und heute wollen wir uns Gedanken machen über das Wort Gottes, nachdem wir letztes Mal über das Gebet gesprochen haben. Demzufolge ist unser Thema auch überschrieben: Das Wort Gottes – die Grundlage der Erweckung. Damit bereiten wir uns vor auf das Bibelgespräch am 20. Juli.

[2:00] Und wir wollen gleich hineingehen in das Studium und wir wollen beginnen in dem längsten Kapitel der Bibel, in Psalm 119, das sich vor allem um das Wort Gottes, um das Gesetz dreht. In Psalm 119, Vers 154 wird uns gesagt, warum die Bibel so wichtig ist im Kontext der Erweckung und Reformation. In Psalm 119 und dort Vers 154 heißt es: „Führe meine Sache und erlöse mich, belebe mich nach deinem Wort.“ David sagt uns ganz deutlich hier, und er betet das zu Gott, dass Wiederbelebung durch das Wort Gottes geschieht. Es ist also unmöglich, eine Erweckung zu erleben, wenn es nicht durch das Wort Gottes, durch das Studium und die Anwendung des Wortes Gottes geschieht. Ohne eine gründliche Basis im Wort Gottes gibt es da keine echte biblische Erweckung.

[3:01] Und diese Erweckung, die durch die Bibel hervorgerufen wird, hat eine ganz bestimmte Wirkung. In Psalm 119 und dort Vers 50 lesen wir: „Das ist mein Trost in meinem Elend, dass dein Wort mich belebt.“ Die haben die gleiche Idee, und sie kommt noch ganz oft vor in Psalm 119, dass das Wort Gottes belebende Wirkung hat, und David sagt: „Das ist mein Trost im Elend.“ Manchmal fühlen wir uns elend, ist ja auch schon so gegangen. Wir fühlen uns vielleicht elend, weil man uns schlecht behandelt hat. Man fühlt sich elend vielleicht, weil man nicht weiß, wie es weitergehen soll in der Zukunft. Man fühlt sich manchmal elend wegen der Sünde, die man getan hat, und der Schuld, mit der man nicht fertig wird. Aber die Bibel sagt, es gibt einen Trost in all dem Elend, das ist das Wort Gottes, das uns belebt. Und vielleicht, lieber Freund, liebe Freundin, fühlst du dich gerade elend und denkst: „Ich kann nicht mehr, oder ich will nicht mehr, oder ich weiß nicht mehr weiter.“ Dann ist es das Wort Gottes, das uns neue Kraft gibt und uns neu auf den Weg bringt und uns tatsächlich wiederbelebt. Lieber Freund, liebe Freundin, lass dich heute durch diese Folge wiederbeleben durch das Wort, denn das Wort Gottes hat eine ungeheure Wirkung in unserem Leben.

[4:20] In Psalm 119, Vers 105, in dem bekannten Vers, da lesen wir, wie David zu Gott sagt: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“ Wir alle gehen auf einem Weg, und hoffentlich ist es der richtige Weg. Aber dieser Weg ist immer dunkel, denn wir wissen nicht, was in der Zukunft kommen wird. Wir können nicht vorausschauen auf unserem Lebensweg. Aber da gibt es etwas, was Licht wirft in die Zukunft, Licht wirft auch auf unser Schicksal, Licht wirft auf unsere Hoffnung. Das ist das Wort Gottes. Und wenn wir wissen, was vor uns liegt, dann sind wir mindestens so weit, wie wir es brauchen. Dann können wir sicher gehen. Wir müssen nicht straucheln, wir müssen nicht fallen, wir müssen nicht vom Weg abkommen, wenn wir das Wort Gottes benutzen. Aber viele Christen kennen zwar das Wort oder wissen, dass es das Wort gibt, benutzen es aber nicht als eine wirkliche Lampe auf ihrem Weg. Benutzt du, liebe Freunde, liebe Freundinnen, die Bibel als eine Leuchte, die auf deinem Weg scheint? Weißt du anhand der Bibel, was auf dich zukommt, welche Schritte du in deinem persönlichen Leben gehen solltest? Nur dann entfaltet die Bibel ihre belebende Wirkung.

[5:39] Und diese belebende Wirkung hat keinerlei Limit. Im gleichen Kapitel, in Psalm 119 und Vers 99 lesen wir, wie David folgendes Interessantes sagt: Er sagt: „Ich bin verständiger geworden als alle meine Lehrer.“ Das ist eine meiner Lieblingsverse. Das Wort Gottes ist ohne jede Grenze, und je mehr wir uns damit beschäftigen, je tiefer wir eindringen in seine Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten, desto weiser werden wir. Wir können also sogar weiser werden als die berühmten Prophetieausleger unserer Zeit, die berühmten Prediger, die berühmten Männer und Frauen. Du, lieber Freund, liebe Freundin, kannst weiser sein als sie alle zusammen. Ich weiß nicht, wie genau du diesen Vers jemals an dein Herz herangelassen hast, ob du wirklich davon überzeugt bist, dass du mehr wissen kannst als alle, die dir jemals was aus der Bibel erklärt haben. Aber das ist die Verheißung, die hier steht, und ich denke, diese Verheißung dürfen wir im Glauben ergreifen und daran festhalten und sie ausprobieren.

[6:48] Noch ein interessanter Vers in Psalm 119. Ein Kapitel, das nicht arm ist an interessanten Versen, das findet sich in Psalm 119, Vers 160. Dort in Vers 160 im 119. Psalm lesen wir folgende Worte: „Die Summe deines Wortes ist Wahrheit, und jede Bestimmung deiner Gerechtigkeit bleibt ewiglich.“ Nun, dieser Vers ist insbesondere interessant, weil es heute immer wieder Menschen gibt, auch Christen, die sagen: „Ja, die Bibel enthält vielleicht Gottes Wort, sie enthält viele Wahrheiten, aber sie ist nicht die Wahrheit, oder sie ist nicht Gottes Wort, sondern es gibt Dinge, die einfach nur menschliche Meinung sind, da gibt es Dinge, die einfach kulturell bedingt sind, heute nicht mehr für uns anzuwenden sind, keine Wahrheit mehr darstellen und so weiter und so fort.“ Aber David sagt hier ganz deutlich: „Die Summe deines Wortes ist Wahrheit.“ Und Summe, das kennen wir aus dem Mathematikunterricht, das ist das, was, wenn man alle Einzelheiten zusammendimmt, die Totalität, die Gesamtheit nennt man Summe. Es sind also nicht nur Wahrheiten hier und dort verstreut und versteckt in der Bibel, sondern die gesamte Bibel, die Summe – 1. Mose, 2. Mose, 3. Mose, 4. Mose, 5. Mose, all die vielen Bücher der Bibel, dann auch im Neuen Testament, alle ihre Verse, alle ihre Ideen, alle Prophezeiungen, alle Verheißungen, alle Geschichten und Psalmen – alles zusammen, die Summe davon ist die Wahrheit. Da gibt es also nichts, was nicht Wahrheit ist in diesem Buch. Und genau so müssen wir an die Bibel herangehen.

[8:16] Und wenn wir verstehen, dass Gottes Wort die Wahrheit ist und nicht nur enthält, dann können wir das erleben, wovon Jesus gesprochen hat in dem berühmten Hohepriesterlichen Gebet in Johannes 17 und dort Vers 17. Es heißt in Johannes 17, Vers 17: „Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit.“ Gottes Wort ist die Wahrheit, und wenn wir in der Wahrheit sind, dann heißt es hier, werden wir geheiligt. Das Wort „heilig“ bedeutet ja abgesondert. Das heißt, wir werden besonders. Wir heben uns ab von der grauen Masse, nicht, weil wir einfach besser wären, sondern weil das Wort Gottes uns besonders macht. Wer sich mit dem Wort Gottes beschäftigt, wird besonders, er wird heilig. Er sondert sich vor allem von dem Bösen, Unreinen und Sündigen dieser Welt immer mehr ab. Und das kann nur die Wahrheit. Das heißt nämlich: „Heilige sie in deiner Wahrheit.“ Heiligung ist ohne Wahrheit nicht möglich, und Wahrheit ist ohne das Wort Gottes nicht zu finden.

[9:26] Wir wollen einige praktische Gedanken hier besprechen über das Wort Gottes, wie es uns hilft in einer Erweckung und Reformation, die wir so dringend haben und die, wie ich glaube, schon mitten unterwegs ist. In Hebräer 4 und dort Vers 12 heißt es: „Denn das Wort Gottes ist lebendig.“ Und das ist der Grund, warum das Wort Gottes lebendig machen kann. Nur Leben kann Leben erzeugen. Tote Bücher, Meinungen von Menschen können keine Erweckung, Reformation erzeugen. Deswegen kann Erweckung niemals einfach ein Programm sein, das befohlen wird. Kein Prediger, kein Evangelist, kein Vorsteher irgendeiner Kirche kann Erweckung herbeizwingen. Man kann auf sie hinweisen, man soll auf sie hinweisen, man soll die Notwendigkeit betonen und Menschen einladen, sie zu erleben. Aber entstehen kann es nur durch das Wort, denn das Wort Gottes ist lebendig und das Wort Gottes kann erwecken.

[10:30] Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam. Wenn wir uns mit dem Wort Gottes beschäftigen, werden wir feststellen, dass das Wort Gottes eine Wirkung entfaltet in meinem Leben und in deinem Leben. Es ist wirksam. Es ist unmöglich, sich aufrichtig mit der richtigen Grundlage an das Wort Gottes zu begeben und das Wort Gottes zu studieren und dann nicht irgendeine Veränderung zu spüren. Es ist wirksam. Und dann heißt es: „Es ist schärfer und zwar schärfer als jedes zweischneidige Schwert.“ Die Bibel macht keine halben Sachen, die Bibel ist nicht vage in ihren Aussagen, sondern sie ist auf den Punkt. Und genau das brauchen wir in einer Erweckung, in einer Eröffnung. Wir brauchen keine Botschaften, die irgendwie, naja, mehrdeutig sind oder voller Kompromisse. Wir brauchen Botschaften, die ganz klar das Problem beim Namen nennen und dann genau das wegschneiden, was nicht zum christlichen Charakter dazugehört. Und genau so eine Botschaft finden wir in der Bibel. Die Bibel ist lebendig, sie ist wirksam, und sie ist auch scharf. Es ist ein scharfes Schwert, sogar schärfer als jedes zweischneidige Schwert.

[11:40] Was heißt hier, was dieses Wort macht? Es heißt, es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein. Da gibt es nichts, was vor dem Wort Gottes verborgen ist. Es kennt sozusagen das gesamte menschliche Wesen, seine Gedanken, sein Wesen, seinen Charakter, alles. Denn es heißt hier: „Es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnung des Herzens.“ Wir können Menschen etwas vormachen, wir können unserem Ehepartner etwas vormachen, wir können unserem Prediger etwas vormachen, unserer Gemeinde. Wir können der Bibel nichts vormachen. Und das ist der Grund, warum so viele gerne christlich sich geben, in einer Gruppe von Christen und gerne salbungsvolle Worte sprechen und sehr religiös tun, aber doch zu Hause nicht wirklich intensiv die Bibel studieren. Denn dort fällt die Maske. Das Wort Gottes dringt hindurch. Aber nur das ist heilsam für uns, und deswegen brauchen wir das Wort Gottes so dringend.

[12:39] Was wir nicht brauchen, ist mehr Faktenwissen in der Bibel. Wir brauchen die wirksame Kraft des Wortes, die unsere Gedanken richtet. Heutzutage gibt es viele Menschen, die wollen die Bibel richten. Ihre Gedanken sind dann Richter des Wortes Gottes, aber es soll eigentlich genau andersherum sein. Die Bibel soll der Richter meiner Gedanken sein. Ich bin nicht gerufen zu entscheiden, was da richtig oder falsch ist, was da sinnvoll oder nicht so sinnvoll ist, sondern Gottes Wort ist gerufen zu entscheiden, was in meinen Gedanken richtig und falsch ist, was in meinen Gedanken nicht so sinnvoll ist. Das tut manchmal weh, der Wahrheit ins Auge zu sehen, dass man zwar irgendwie gut gedacht hat, wie man meinte, aber das Ganze trotzdem zum Tod führt. So wie die Bibel sagt: „Mancher Weg erscheint den Menschen richtig, am Ende führt er doch zum Tod.“ Das ist in den Sprüchen. Gottes Wort durchleuchtet also unsere Gedanken, es scannt uns und zeigt uns, wie wir wirklich sind.

[13:33] Aber das Wort Gottes hat nicht nur diese Fähigkeit zu zeigen, wie wir sind, sondern es hat auch eine ganz andere Kraft noch, die wir besonders hier betonen wollen. Als zum ersten Mal das Wort Gottes in der Bibel vorkommt, in 1. Mose 1, Vers 3, finden wir dort ein sehr einfaches Prinzip, das wir schon oft hier in der Cannstatt Study Hour angeschaut haben, aber das so wichtig ist, dass wir es immer wieder wiederholen müssen. In 1. Mose 1 und dort Vers 3 heißt es sehr einfach und simpel, aber doch so tief gehend: „Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.“ Es war Gottes Wort, das in die Finsternis, in das Chaos, in die Leere der Welt Licht gesprochen hat. Gottes Wort schafft Licht. Erweckung und Reformation braucht vor allem derjenige, der in der Finsternis sitzt, der Finsternis der Sünde, der Finsternis der Depression, der Finsternis der Tatenlosigkeit. Gottes Wort bricht Licht hinein in meine und deine Finsternis, die wir Erweckung und Reformation so nötig haben.

[14:39] Und dieser Prozess, dass das Wort Gottes Licht bringt und Licht schafft, ist nicht nur auf die Schöpfung beschränkt, sondern wie wir gerade angedeutet haben, gilt für mich und für dich. Und das macht Paulus so überaus deutlich in 2. Korinther 4 und dort Vers 6. In 2. Korinther 4, Vers 6 heißt es: „Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen Licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.“ Derselbe Gott, der gesprochen hat: „Es werde Licht! Und es wurde Licht.“ Derselbe Gott spricht zu deinem und zu meinem Herz und sagt: „Es werde Licht.“ Mit anderen Worten: Die Kraft für die Erweckung und Reformation findet sich im Wort. Ohne das Wort Gottes ist da nichts, was Licht hineinbringen kann. Aber wenn das Wort Gottes sagt: „Wach auf!“ oder „Reformier dich!“, dann hat das Wort Gottes genau die Kraft, das zu tun, was dort steht.

[15:44] Wenn wir uns also fragen: „Wie können wir sicher gehen, dass wir wirklich eine Erweckung und Reformation erleben?“, gibt es eine ganz einfache Antwort: Studiert die Bibel mit einem aufrichtigen Herzen, und du kannst gar nicht, nicht eine Erweckung und nicht eine Reformation erleben. Das ist die interessante Lehre, die wir aus diesem Studium hier gewinnen können. Die Bibel ist tatsächlich, im wahrsten Sinne des Wortes, wie unser Thema heißt: die Grundlage der Erweckung. Ohne die Bibel, ohne das Wort Gottes, keine Erweckung. Denn da kann nichts Neues entstehen ohne das Wort Gottes. Das hat Johannes sehr deutlich gemacht in seinem Evangelium. Wenn es in Johannes 1 und dort Vers 1 bis 4 folgendermaßen heißt: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war am Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden, und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist.“ Nichts auf dieser Welt ist entstanden ohne das Wort Gottes. Wie können wir dann glauben, dass christlicher Charakter, dass eine Beziehung zu Gott oder gar Erweckung und Reformation entstehen können, ohne ein gründliches Studium des Wortes Gottes? Wenn wir Erweckung und Reformation haben wollen, dann müssen wir die Bibel lesen, wir müssen sie studieren, wir müssen sie predigen und wir müssen sie weitergeben. Nur dort, wo das Wort Gottes verkündigt wird, und zwar in Vollmacht, nur dort kann etwas Neues entstehen. Alle anderen Versuche, etwas Neues hervorzubringen außerhalb der Bibel, neben der Bibel, ohne die Bibel, sind von vornherein zum Scheitern verurteilt.

[17:23] Deswegen ist die wichtigste Aufgabe, liebe Freunde, liebe Freundinnen, für dich in deinem persönlichen Leben, als auch für deine Ortsgemeinde oder wo du dich auch immer befindest, die wichtigste Aufgabe ist, dass die Bibel mit ihrer einfachen, klaren, eigenständigen Botschaft wieder in das Zentrum zurück – aller Bemühungen um Erweckung und Reformation. Wollen wir uns das vornehmen, dass wir die Bibel zum absoluten Zentrum machen, dass wir zurückkehren zu den Wurzeln unseres Glaubens und die Bibel selbst studieren.

[18:00] Diese schöpferische Kraft des Wortes Gottes wird auch in Vers 4 in Johannes 1 noch ganz deutlich werden. Das heißt: „In ihm, in Christus war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.“ Denn wir wissen, das Wort Gottes hat sich manifestiert in Christus. Er selbst ist das Wort Gottes. Dazu werden wir noch dazu kommen. Wir sehen, im Wort ist das Leben, und nur wenn wir uns zum Wort bewegen, können wir in diesem Leben teilhaben und können das Licht bekommen.

[18:27] Diese schöpferische Kraft des Wortes, die wird auch in Psalm 33 noch betont. Das heißt in Psalm 33, Vers 6: „Die Himmel sind durch das Wort des Herrn gemacht, und ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes.“ In Vers 9 wird dann noch hinzugefügt: „Denn er sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da.“ Alles, was wir sehen auf diesem Planeten und im Universum, entstand durch das Wort Gottes. Er sprach, und es war da. Wenn wir uns also unter Gottes Wort stellen, wird da Erweckung sein, wird da Reformation sein, genauso wie eine Sonne und ein Mond und Sterne da standen, als Gottes Wort es gesagt hat.

[19:13] Und dass wir eine Erweckung, Reformation brauchen, dass Gott sie wünscht, haben wir bereits gesehen. Gott möchte, dass wir eine Erweckung erleben. Er möchte, dass wir eine Reformation erleben in unserem eigenen Leben und als Volk Gottes im Ganzen. Und so müssen wir nichts weiter tun, als uns unter das Wort Gottes zu stellen, uns vom Wort Gottes ansprechen zu lassen und das Wort Gottes in unser Leben zu lassen, damit es in uns diese Veränderung bewirkt. Denn Gottes Wort tut, was immer es sagt.

[19:44] Genau das sagt uns auch der Prophet Jesaja in Jesaja 55 und dort Vers 11. Wir können Vers 10 und 11 gemeinsam lesen. Vers 10 und 11 heißt es hier: „Denn gleich wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Sämann Samen gegeben hat und Brot dem, der isst, genau so soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe.“ Gottes Wort tut das, was Gott gefällt. Und wenn wir Gottes Wort wirken lassen in uns, dann werden wir Gott wohlgefällig sein. Wenn wir das tun, was das Wort Gottes in uns tut, dann werden wir das tun, was Gott wohlgefällig ist. Denn Gottes Wort tut, was Gott wohlgefällt, was ihm gefällt. Das ist ein interessanter Gedanke.

[20:34] Alles, was wir tun müssen, ist uns unter das Wort Gottes zu stellen, das Wort Gottes in unser Leben zu lassen, denn so wie der Regen die Erde wiederbelebt und aus einer trockenen Wüste wieder ein Blumenfeld machen kann, wenn es nur lange genug regnet, die Feuchtigkeit die Erde tränkt und lebenspendende Energie dadurch wieder zugeführt wird. So ist es mit dem Wort Gottes, wenn es auf unser Leben regnet. Wie viel Wort Gottes-Regen hat dein Leben in der letzten Zeit erlebt? Wie sehr ist das Leben, das im Wort Gottes steht, deinem Herz eingepflanzt gewesen?

[21:21] Diese Kraft, die wir für unser tägliches Leben brauchen, wird wahrscheinlich nirgendwo eindrücklicher und gewaltiger beschrieben, als im zweiten Petrusbrief. Dort im zweiten Petrus 1 und dort Vers 3 und 4 lesen wir folgende Worte. Zweiter Petrus 1 und dort Vers 3 und 4. Da heißt es: „Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zum Wandel in Gottesfurcht dient.“ Das ist ein gewaltiger Vers. Die Bibel sagt uns, wie wir leben sollen. Sie sagt uns, dass wir Gott fürchten sollen. Sie sagt uns, was ein Wandel in Gottesfurcht darstellt. Und viele Christen verzweifeln, wenn sie den Maßstab sehen und sagen: „Das schaffe ich nie.“ Sie fangen dann an, den biblischen Maßstab herunterzusetzen und sagen: „Das ist keine Lösungsfrage, das ist unwichtig, das brauchen wir nicht.“ Aber ich glaube, das Problem wird da an der falschen Seite gelöst. Der Maßstab ist in der Bibel unverändert. Nirgendwo haben wir eine Herausforderung, den Maßstab zu verändern oder Gottes Plan und Ideal für seine Kinder irgendwie herabzusetzen. Die Lösung für das scheinbare Problem, dass wir das nicht erreichen können, liegt ganz woanders, nämlich in der Tatsache, dass es göttliche Kraft ist, von der wir wissen, dass sie allmächtig ist, von der es gesagt wird hier, dass sie uns alles schenkt, was dazu notwendig ist, diesen Maßstab zu erreichen. Ein gewaltiger Vers.

[22:55] Liebe Freunde, ich hoffe, du hast diesen Gedanken richtig verstanden. Alles das, was in der Bibel zu einem christlichen Charakter gehört, ist erreichbar. Alles das, was beschrieben wird, was ein Christ tun sollte, wie er leben sollte, das sind nicht nur ideale Zeichnungen, sondern es ist erreichbar. Wodurch? Durch die Kraft Gottes. Und das Beste: Es wird uns alles geschenkt. Das heißt hier, dass seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zum Wandel in Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat, durch seine Herrlichkeit und Tugend. Durch diese Erkenntnis der Herrlichkeit haben wir gesehen, kommt durch das Licht, das in unser Herz hineingegossen wird.

[23:37] So haben wir in 2. Korinther 4, Vers 6 gelesen: „Den Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch Licht werden lassen in unserem Herzen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.“ Diese Erkenntnis ist es also, die uns Kraft gibt, nicht nur, dass wir jetzt erweckt werden, sondern dass wir auch gründlich reformiert werden, damit wir den Standard, die Maßstäbe Gottes, den Maßstab Gottes erreichen.

[24:00] Durch die Erkenntnis dessen, heißt es hier, der uns berufen hat, durch seine Herrlichkeit und Tugend, durch welche er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch dieselben göttliche Natur teilhaftig werdet. Was für ein gewaltiger Vers. Verheißungen sind Versprechungen. Das sind solche Stellen der Bibel, in denen Gott sagt: „Wenn das und das und das passiert oder diese Bedingung erfüllt ist, dann werde ich folgendes tun.“ Beispiel zum Beispiel ist 1. Johannes 1, Vers 9: „Wenn wir unsere Sünden bekennen“ – Bedingung – „und jetzt kommt die Verheißung, dann ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünde vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ Überaus kostbare Verheißungen. Anderes Beispiel: Philippa 4, Vers 13: „Alles vermag ich durch den, der mich stark macht, Jesus Christus.“ Was für eine Verheißung, eine Versprechung. Oder aber Jesaja 1, Vers 18: „Kommt und lasst uns miteinander rechten, spricht der Herr. Eure Sünden rot sind wie Scharlach, sollen sie weiß werden wie Schnee.“ Und wir finden viele andere Verheißungen in der Bibel.

[25:20] All diese Verheißungen, sagt uns Petrus, sind überaus kostbar. Warum? Weil wir durch dieselben, also durch diese Verheißungen, Teilhaber der göttlichen Natur sind. Wir können mit Gott in eine Beziehung gehen, wir können teilhaben an seinem Wesen durch die Verheißung, durch diese Versprechungen, die im Wort Gottes zu finden sind. Die Frage ist: Schätzen wir das Wort Gottes genau so, dass wir dadurch zu einer Gemeinschaft mit Gott kommen? Lesen wir die Verheißungen wirklich so, dass wir die Kraft zum gotteswürdigen Leben daraus bekommen? Oder sagen wir nur: „Ach, interessant, ist ja erbaulich, ist ja schön“ und machen die Bibel wieder zu und haben kaum Gewinn davon?

[26:02] „Durch welche uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch dieselben göttliche Natur teilhaftig werdet, nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das durch die Begierde in der Welt ist.“ Wir entfliehen dem Verderben durch das Wort Gottes, und wir werden durch das Wort Gottes gestärkt, das zu tun, was Gottes Wort sagt. Denn jede Bitte im Wort Gottes ist eigentlich eine Befähigung. Wenn Gott sagt: „Tu das!“, dann sagt er nicht nur: „Tu das!“, sondern mit dieser Bitte kommt die Fähigkeit, es auch zu tun. Deswegen kann da niemand sagen: „Ich bin erlöst durch die Gnade Gottes und ich liebe Jesus so sehr, aber die Gebote Gottes kann ich nicht halten.“ Wer so etwas sagt, hat ein noch begrenztes, unvollkommenes, unvollständiges Bild von der Gnade Gottes und von der Fähigkeit des Wortes Gottes.

[27:01] Diese Fähigkeit des Wortes Gottes ist es, die auch in 2. Timotheus 3, Vers 16 und 17 angesprochen ist. Auch das sind recht bekannte Verse, die auch eine gute Grundlage bieten, wenn es um die Bibel im Allgemeinen geht. 2. Timotheus 3, Vers 16 und 17 heißt dort: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit.“ Nicht nur das oder jenes, was mir gefällt, sondern alle Schrift ist eingegeben, ist inspiriert, wie es auch übersetzt werden kann, von Gott. Und sie erfüllt einen vierfachen Zweck, die Bibel, das Wort Gottes.

[27:46] Zunächst einmal sollen wir belehrt werden. Das heißt, die Bibel gibt uns eine klare Lehre. Sie sagt uns zum Beispiel, wie wir erlöst werden können. Sie sagt uns, wann der biblische Ruhetag ist. Sie sagt uns, was in der Zukunft geschehen wird. Sie sagt uns, was mit den Toten passiert. Das sind also Lehren. Sie sagt uns, wie wir als Christen leben sollten. Das sind Lehren. Aber es ist noch mehr. Viele hören dort auf, aber verpassen damit 75 Prozent dessen, was die Bibel in meinem und in deinem Leben tun kann.

[28:17] Nicht nur ist sie nützlich zur Belehrung, sondern auch zur Überführung. Wir werden überführt. Man benutzt das Wort „überführen“ ja ganz oft, wenn es um Kriminelle geht, die einer Straftat überführt worden sind. Wenn wir die Bibel lesen, dann sollen wir uns entdecken. Wir sollen entdecken, wo wir falsch liegen, was wir falsch gemacht haben, was wir falsch gesagt haben, wo wir falsch gedacht haben. Das kann schmerzhaft sein. Es ist dieser Prozess des zweischneidigen Schwertes, das hindurchdringt. Ist es dir in letzter Zeit so gegangen, dass du beim Bibellesen dich selbst entdeckt hast und gesehen hast: „Das hätte ich nicht tun dürfen. Diesen Charakterzug mag Gott nicht. Das muss sich schleunigst ändern.“ Wenn es uns nicht so geht, dann lesen wir die Bibel nicht richtig. Wir sollten genau darauf achten, denn dazu ist die Bibel uns gegeben. Und dann kann sie uns helfen, eben nicht nur eine Erweckung, sondern auch eine wirkliche Reformation in unserem Leben auszulösen.

[29:06] Denn es heißt weiter: Sie ist nicht nur nützlich zur Belehrung und zur Überführung, sondern auch zur Zurechtweisung. Wir werden zum Recht gewiesen. Wir werden wieder auf den richtigen Weg gebracht. Und genau das ist ja die Bedeutung von Reformation. Etwas wird wieder in die richtige Form gebracht. Reformation ist kein Fanatismus oder irgendwie etwas Merkwürdiges sagen oder hören. Reformation bedeutet eigentlich zurückkehren zu dem, was ursprünglich von Gott geplant war. Und auch so müssen wir in meinem und in deinem Leben manchmal immer wieder zurückkehren zu dem, was Gott ursprünglich uns gesagt hat, was wir vielleicht schon mal praktiziert haben, wo wir von uns aber entfernt haben. Denn ich denke, du weißt, liebe Freunde, dass wir ganz oft Dinge erkannt haben und dann doch wieder manchmal schnell, manchmal langsam wieder davon ablassen. Und Gott ruft uns auf zu einer Reformation. Dazu müssen wir erweckt werden und dann uns neu besinnen. Wir müssen uns zurechtweisen lassen zu dem, was Gott uns gesagt hat in seinem Wort.

[29:59] Und dann heißt es: zur Erziehung in der Gerechtigkeit. Es gibt so viele Dinge zu lernen. Gott möchte uns erziehen. Wir sind wie Kinder in seiner Obhut, aber diese Kinder sollen wachsen, wachsen in der Erkenntnis. Wie viel hast du dazu gelernt in den letzten Wochen und Monaten aus dem Wort Gottes? Hat Gott dich erzogen, oder zehrst du noch von dem, was du vor 10 oder 5 Jahren aus dem Wort Gottes gelernt hast? Erlebst du, dass Gott dich ständig, kontinuierlich erzieht und unterrichtet aus seinem Wort? Das ist das, was wir brauchen.

[30:40] In Vers 17 heißt es dann: „Damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“ Viele sagen: „Ich würde zwar gerne ein besserer Christ sein, aber ich kann nicht.“ Könnte es sein, dass es nicht daran liegt, weil die Vorschriften oder der Maßstab Gottes zu groß ist oder zu hoch, sondern dass wir vielmehr diese Ausbildung, diese Reformation, diese Erweckung durch das Wort Gottes vernachlässigt haben und deswegen nur unvollkommen zubereitet sind, unvollkommen ausgerüstet? Weil wir zwar die Bibel im Schrank haben und jedes Wochenende dort herausholen, um dann mal wieder vielleicht mitzulesen mit dem, was gesagt wird, aber weil wir es versäumt haben, Tag für Tag selbst zu forschen, selbst zu suchen, uns Gedanken zu machen und zu studieren, was Gottes Wort uns sagen will.

[31:29] Lieber Freund, liebe Freundin, es ist allerhöchste Zeit, dass wir uns völlig ausrüsten lassen für die großen Aufgaben, die vor uns stehen. Denn wenn wir jetzt nicht anfangen, eine echte Erweckung, Reformation zu erleben auf der Grundlage des Wortes Gottes, wann dann? Wann wollen wir uns dann ausrüsten lassen, erziehen lassen, zubereiten lassen für die letzte große Krise, die unmittelbar vor uns steht? Lieber Freund, entscheide dich noch heute, die Bibel zu deinem Textbuch zu machen, zu deinem Studienbuch, und lass, wenn es sein muss, alles andere beiseite. Aber kenne die Bibel. Es gibt nichts, was den Platz davon einnehmen kann. Keine Entschuldigung, kein Job, kein Hobby, kein anderes gutes religiöses Buch. Wir müssen gegründet sein in der Bibel.

[32:19] In Johannes 1, Vers 14, da wird uns gesagt, wie wir schon angesprochen haben, dass das Wort Gottes eben nicht nur aus Buchstaben besteht, sondern sich in einer Person manifestiert. Offenbar, das heißt es in Johannes 1, Vers 14: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Das Wort Gottes ist eben nicht nur ein Buch, das Wort Gottes wurde Mensch. Jesus Christus ist das Wort Gottes, und in Christus sehen wir auch die wahre Bedeutung dann der Bibel. Man kann die Bibel von Jesus nicht trennen, und so oft wird das getan. Manche Menschen reden nur von Jesus, wollen von der Bibel nicht so viel wissen, halten das für Theorie. Manche interessieren sich für alle möglichen theoretischen Fakten zur Bibel, wollen mit einer persönlichen Beziehung zu Jesus nichts wissen. Aber beides gehört zusammen. Nur dann entfaltet sich die Kraft von Erweckung und Reformation.

[33:10] Und das führt uns dazu, dass die gesamte Bibel eine Offenbarung von Jesus ist. Jesus hat das selbst gesagt in Johannes 5 und dort Vers 39. Er sagt zu den berühmten Schriftgelehrten und Theologen seiner Zeit: „Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen.“ Könnte es sein, dass auch wir heute das gleiche Problem haben, dass wir trocken geworden sind, dass wir schläfrig, manchmal sogar tot geworden sind, weil wir rein theologisch die Bibel durchforscht haben und meinten, allein das theologische Wissen um die Bibel wäre schon das ewige Leben? Jesus sagt: „Ihr erforscht die Schriften und meint in ihnen das ewige Leben zu haben, aber sie sind es, die von mir zeugen.“ Wenn wir nicht Christus in der Schrift finden, ist alles vergebens. Dann können wir die Bibel, wie die Pharisäer, auswendig können, vielleicht sogar auf Hebräisch. Wenn wir nicht zu Jesus kommen und mit ihm leben, ist alles umsonst.

[34:06] Dieser Gedanke wird ausgedrückt in 2. Korinther 3 und dort ab Vers 14. 2. Korinther 3, Vers 14 bis 18. Das heißt: „Aber ihre Gedanken wurden verstockt, denn bis zum heutigen Tag bleibt beim Lesen des Alten Testamentes diese Decke unaufgedeckt, die in Christus weggetan wird. Doch bis zum heutigen Tag liegt die Decke auf ihrem Herzen, also auf ihren Gedanken, so oft Mose gelesen wird. Sobald es sich aber zum Herrn bekehrt, wird die Decke weggenommen werden.“ Wann verstehen wir wirklich etwas in der Bibel, wenn wir uns zum Herrn bekehren? Viele, die sich im Volk Gottes befinden, in der Gemeinde, sagen, sie verstehen die Bibel nicht richtig. Könnte es sein, dass es daran liegt, dass wir vielleicht nicht mal eine echte, wirkliche Herzensbekehrung erlebt haben? So wie wir es in Laodizea auch studiert haben, dass Laodizea im Wesentlichen unbekehrt ist.

[35:09] Wenn wir zu Christus kommen, wenn wir unsere Sündhaftigkeit erkennen, wenn wir unsere Erweckungs- und Reformationsbedürftigkeit aufrichtig bekennen, dann werden wir plötzlich Dinge in der Bibel sehen, die wir vorher nie gesehen haben. Wenn wir Christus erkennen im Alten Testament, im Neuen Testament, das heißt Vers 17: „Der Herr aber ist der Geist, und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“ Vers 18: „Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen, wieder im Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn.“ Wenn wir Christus sehen in der Bibel, werden wir verwandelt, wir werden reformiert.

[35:56] Hier steht, was wahre Reformation, wahre Erweckungs- und Reformation auslöst, nämlich das Betrachten von Jesus in der Bibel. Nicht einfach nur die Bibel lesen und wissen, was überall steht, sondern Christus, sein Wesen, sein Charakter, sein Leben in den alttestamentlichen Prophezeiungen, in den Typen, in den Geschichten entdecken. Manchmal sehr deutlich, manchmal versteckt, aber überall gegenwärtig. Und dann natürlich im Neuen Testament, wo es in Klarheit erklärt wird, das, was im Alten Testament schon gegenwärtig war. Wir werden, wenn wir das sehen, verwandelt in dasselbe Bild.

[36:29] Jesus hat genau diese Methode selbst gehabt, wenn er die Bibel studiert hat. In Lukas 24, Vers 27 heißt es: „Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht.“ Ich nenne das das ABC des Bibelstudiums. A steht für Anfang. Jesus fing vorne an, er war systematisch sein Bibelstudium. B steht für die ganze Bibel. Er hat alle Schriften, alle Propheten zusammengenommen, um ein Thema zu verstehen. Er hat nicht einen Vers rausgenommen und darauf seine Theorie gebaut, sondern er hat sich Zeit genommen, dem biblischen Thema durch die ganze Schrift zu verfolgen. Und C natürlich: Christus. Alles, was er studierte, bezog es auf Christus. Er wusste, dass in allen alttestamentlichen Geschichten, Prophezeiungen und weiteren Textpassagen es immer um Jesus ging. Mal deutlicher, mal weniger deutlich. Aber das war seine Methode, und diese müssen wir auch annehmen. Und wir können sie ganz einfach befolgen. Es ist nicht schwer.

[37:42] Und wenn wir das tun, wenn wir großartige Dinge entdecken in seinem Wort. In Esra 7, Vers 10 sehen wir dann den größeren Rahmen des Bibelstudiums. Esra 7 und dort Vers 10, da finden wir die folgenden interessanten Worte. Esra 7 und dort Vers 10. Dort heißt es: „Denn Esra hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des Herrn zu erforschen und zu tun und in Israel Gesetz und Recht zu lehren.“ Esra hatte, bevor er das Gesetz erforschte, hat er sein Herz darauf gerichtet. Was wir brauchen, bevor wir die Bibel aufschlagen, ist eine Zeit, eine angemessene Zeit, wo wir unser Herz vorbereiten. Logischerweise natürlich im Gebet, wo wir unsere Sünden bekennen, wo wir uns öffnen im Geist Gottes, wo wir darüber nachdenken, was wir brauchen. Wo wir uns geistlich auf Gott einstellen, all die Dinge ablegen, die uns bisher belastet haben, stören, damit wir wirklich den größtmöglichen Nutzen aus dem Wort Gottes herausziehen können. Diese Zeit ist sehr wichtig.

[39:00] Das Herz vorbereiten, das Herz darauf richten, dann das Gesetz Gottes nicht nur zu lesen, sondern zu erforschen. Das ist der zweite Schritt. Das heißt, ein wirklich gründliches Studium nach Schätzen, so wie es auch Jesus betrieben hat. Und dann drittens heißt es: Nachdem er es erforscht hat, hat er es getan. Nichts ist wichtiger, als das, was ich lese, auch umzusetzen. Wenn ich das nicht tue, dann bleibt alles Bibelstudium umsonst. Dann wird es keine Werke und Reformationen durch die Bibel geben. Wir müssen das, was wir erkennen in der Bibel, auch umsetzen, praktizieren und tun. Und dann heißt es: um in Israel Gesetz und Recht zu lehren. Esra hat nicht nur umgesetzt, was er selbst studiert hatte, er hat es auch anderen weitergegeben, er hat es gelehrt. Und das bedeutet für uns: Nachdem wir unser Herz darauf gerichtet haben, Gott besser zu verstehen, nachdem wir die Bibel durchforscht haben und es auch praktiziert haben, ist der nächste Schritt, dass wir anderen beibringen, was wir gelernt haben. Das ist eine ganz natürliche Herangehensweise, ganz selbstverständlich, eigentlich. Und wenn sie geschieht, dann wird es Werke und Reformationen geben, wie sie auch zur Zeit von Esra gewaltig stattfand, dort im Volk Israel. Es ist nicht ohne Grund, dass die Bibel genau an dieser Stelle dieses Prinzip hier erwähnt. Esra, der die Übrigen zum Heiligtum, einer Weckung und Reformation damals unter dem Volk Gottes.

[40:28] Wie wir schon gerade gesagt haben, reines Bibellesen nützt kaum etwas. Und das wird sehr deutlich, wenn wir in Hebräer 4 uns das anschauen. Hebräer 4 und dort Vers 1 und 2. Dort wird das Beispiel der Israeliten genommen, um diesen Punkt zu illustrieren. Das heißt, Hebräer 4, Vers 1 und 2. „So lasst uns nun mit Furcht darauf bedacht sein, dass ihr nicht etwa bei jemand von euch herausstellt, dass er zurückgeblieben ist, während doch die Verheißung zum Eingang in seine Ruhe noch besteht. Denn auch uns ist eine Heilsbotschaft verkündigt worden, gleich wie jenen. Aber das Wort der Verkündigung hat jenen nicht geholfen, weil es bei den Hörern nicht mit dem Glauben verbunden war.“

[41:19] Da gab es also Menschen, die haben das Evangelium gehört. Die haben das Evangelium gesehen als Stiftshütte, die vor ihnen her wanderte. Die sahen Christus sozusagen in der Wolken- und Feuersäule, direkt vor ihnen. Die haben durch alle möglichen Zeichen und Wunder, durch das Blut des Lammes, durch den Durchzug durch das Rote Meer, durch das Schlagen des Felsens, immer wieder die Lektionen des Glaubens gesehen, gehört, betastet. Der komplette Heiligtumsdienst war das Evangelium für alle Sinne. Sie haben das Wort Gottes gehört vom Altar. Man konnte den Rauch riechen, man konnte das Licht sehen, die Brote konnte man schmecken und das Opfer konnte man fühlen. Aber all das hat ihnen nichts genützt, weil sie nicht geglaubt haben. Sie haben zwar alles gekannt, sind trotzdem verloren gegangen.

[42:27] Könnte es sein, dass Laodizea genau in dieser Situation ist, dass sie alles gehört haben, alles gesehen haben, alles betastet haben, aber nicht umgesetzt haben, weil sie nicht geglaubt haben? Die wahre Erweckung der Reformation geschieht dann, wenn wir Gottes Wort tatsächlich so glauben, wie es dort steht. Umsetzen – aus Glauben.

[42:45] In der Bibel sagt uns in Römer 1, Vers 17, das kennen wahrscheinlich viele, die die CSH schon länger anschauen, aber wir werden es hier wiederholen für alle, die auch neu dazugekommen sind in den letzten Wochen. In Römer 1, Vers 17 heißt es: „Denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes, aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben.“ Und dann sagt uns Jesus in Matthäus 4 und dort Vers 4: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht.“ Paulus sagt: „Der Gerechte lebt aus Glauben.“ Jesus sagt: „Der Mensch lebt aus jedem Wort.“ Was ist Glaube? Glaube ist Leben aus jedem Wort, das Gott spricht. Denn im Wort ist das Leben. Nimm das Leben aus dem Wort Gottes. Nimm die Kraft aus den Verheißungen. Zieh deine Beziehung zu Jesus aus der Bibel heraus. Das ist die wahre Erweckung der Reformation.

[43:48] Niemand hat das besser verstanden, als jener Hauptmann, von dem Jesus dann sagte, Matthäus 8, dass er einen großen Glauben hatte. Matthäus 8, lesen wir ab Vers 8. „Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach kommst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund werden. Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Vorgesetzten steht, und habe Kriegsknechte unter mir. Und wenn ich zu diesem sage: Geh hin, so geht er. Zu einem anderen: Komm her, so kommt er. Und zu einem Knecht: Tu das, so tut er es.“ Dieser Hauptmann, als ein Mann des Militärs, verstand das Prinzip der Autorität. Und er wusste: Gottes Wort hat Autorität. Wenn der Oberbefehlshaber sagt: „Tu das!“, gibt es keine Option, das nicht zu tun. Und wie viel mehr mit dem Wort Gottes? Wenn Gottes Wort sagt: „Es werde Licht!“, gibt es da keine Option, dass kein Licht entsteht. Wenn wir Gottes Wort in unser Herz lassen und es sagt, dass wir gerecht sind, gibt es keine Option, dass wir ungerecht sind. Solange wir das Wort Gottes behalten, festhalten und uns daran klammern.

[45:00] Verse heißt es, als Jesus das hörte, verwunderte er sich und sprach zu denen, die nachfolgen: „Wahrlich, ich sage euch, einen so großen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden.“ Die Menschen, die die Bibel seit Generationen hatten, hatten diesen Glauben nicht entwickelt. Aber dieser Mann, dieser Hauptmann, verstand, was wahrer Glaube ist.

[45:16] Weißt du, lieber Freund, befreundet, dass das eine gute Nachricht ist. Vielleicht bist du ganz neu im Glauben, vielleicht noch nicht einmal getauft, vielleicht bist du ganz frisch mit der Bibel unterwegs, aber du kannst mehr Glauben haben als die, die vielleicht in dritter, vierter, fünfter Generation zum Volk Gottes dazugehören, wenn du dieses Prinzip verstehst und anwendest.

[45:34] Denn Gottes Wort ist wie ein Samen. Er muss in uns wachsen. In 1. Petrus 1 und dort Vers 22 und 23 heißt es: „Da ihr eure Seelen im Gehorsam gegen die Wahrheit gereinigt habt, durch den Geist zu ungeheuchelter Bruderliebe, so liebt ihr einander beharrlich und aus reinem Herzen, denn ihr seid wiedergeboren, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt.“ Wir sind wiedergeboren, wir sind wiederbelebt, erweckt durch den wahren Samen, durch den lebendigen Samen des Wortes Gottes.

[46:18] In Lukas 8 wird uns ja auch gesagt, dass das Wort Gottes der Samen ist, der ausgestreut wird, und dieser Samen muss wachsen. So sagt uns ja Markus 4, Vers 26 bis 29: Er muss wachsen, er ist der Halm, dann die Ähre, dann der volle Weizen in der Ähre. Und wenn die Frucht es zulässt, wenn dieser Glaube in uns gewachsen ist, gewachsen ist, wenn das Wort Gottes in uns immer mehr Gestalt gewinnt bis zur Frucht des Geistes, dann schickt er sogleich die Sicherheit, Jesus wird genau dann wiederkommen.

[46:48] In Jakobus 1, Vers 21 und 22 lesen wir folgendes. Jakobus 1, Vers 21 und 22. Das heißt es: „Darum legt ab allen Schmutz und allen Rest von Bosheit.“ Lieber Freund, liebe Freundin, vielleicht hast du vieles abgelegt, aber da ist noch ein Rest von Bosheit irgendwo in deinem Herzen, den du aufbewahrst für den Fall der Fälle. Lieber Freund, liebe Freundin, legt diesen Rest ab, noch heute, noch hier, noch jetzt.

[47:17] „Und nehmt mit sanftem Mut das euch eingepflanzte Wort Gottes auf, das die Kraft hat, eure Seelen zu retten.“ Das Wort Gottes wird durch den Heiligen Geist in unser Herz eingepflanzt, und es hat die Kraft, uns zu retten. Hast du dich jemals gefragt, ob du gerettet werden kannst? Lieber Freund, liebe Freundin, die Kraft ist nicht in dir, die Kraft ist im Wort Gottes. Lass uns das Wort Gottes zu deinem Herz nehmen, lass uns darüber nachdenken, lass es in uns Wurzeln schlagen, bis wir die Frucht voll ausgereift in unserem Leben sehen.

[47:46] Das heißt: „Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen.“ Lieber Freund, liebe Freundin, betrüge dich selbst, tu, was das Wort Gottes sagt, denn es gibt dir die Kraft dazu.

[47:57] Der letzte Vers für heute findet sich in 1. Johannes 2, Vers 14, eine der mutmachendsten Verse der ganzen Bibel. Das heißt hier in 1. Johannes 2, Vers 14: „Ich habe euch geschrieben, ihr Väter, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist. Ich habe euch geschrieben, ihr jungen Männer, weil ihr stark seid und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden habt.“ Johannes sagt, da gibt es Menschen, die haben überwunden, die sind geistlich stark, weil das Wort Gottes in ihnen bleibt.

[48:26] Lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du dich entscheiden, das Wort Gottes ganz neu, mit neuen Augen zu sehen, neu zu studieren, Tag für Tag, nach der Methode Jesu, nach den Prinzipien Esras, so zu studieren, wie er es möchte, bis diese Erweckung, Reformation in deinem Leben ganz sicher Gestalt gewinnt? Möchtest du, dass das Wort Gottes in deinem Herzen bleibt, damit du dauerhaft Überwinder sein kannst? Denn die Bibel sagt, wir können es. Ich möchte das heute neu für mich entscheiden. Wie ist es mit dir? Gott segne dich in deiner Entscheidung.

[48:55] Lass uns darum beten, dass das Wort Gottes eine Erweckung anzündet unter seinem Volk, wie sie bisher noch nicht gesehen worden ist. Und ein ganz praktischer Tipp dazu: Wenn du mehr wissen willst über, wie kann ich die Bibel studieren, wie kann das ganz praktisch aussehen, dann laden wir dich ganz recht herzlich ein. Komm zum Army Bible Camp vom 2. bis 6. Oktober 2013 in Blaubeuren. Und ihr könnt euch jetzt anmelden, die Registration ist freigeschaltet unter www.armybiblecamp.de. Wartet nicht zu lange, die Plätze werden schnell weg sein, und dort sehen wir uns dann wieder. Gottes Segen für euch und bis zum nächsten Mal.


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