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In dieser Cannstatt Study Hour-Lektion mit Esther Bettina Nanasi geht es um das Thema „Einheit: Das Band der Erweckung“. Die Lektion beleuchtet die biblischen Grundlagen und die Bedeutung von Einheit innerhalb der Gemeinde und im persönlichen Leben. Es wird betont, wie Einheit durch die Nachahmung von Christi Charakter, die Heiligung durch Gottes Wort und die Gemeinschaft im Gebet und Dienst gefördert wird. Die Bedeutung von Einheit für die Mission und die Auswirkung auf die Welt wird ebenfalls hervorgehoben.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2013 Q3: Erweckung und Reformation

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Transkript

[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour, heute wieder mit einem neuen Thema aus der Sabbatschule-Lektion dieses Quartal mit dem Thema Erweckung und Reformation. Wir haben schon viele spannende Themen angeschaut und das erste Thema war, warum ist Erweckung überhaupt notwendig? Dann haben wir über das Gebet gesprochen und das Wort Gottes, das das Fundament für die Erweckung sein soll, dann über Zeugnis haben wir geredet, Gehorsam und letzte Woche habt ihr Neues gelernt über Bekenntnis und Reue und dieses Mal ist das siebte Thema, möchten wir uns einem ganz besonderen Teil widmen und die Lektion ist überschrieben: Einheit, das Band der Erweckung. Und bevor wir den Merkvers zusammen lesen wollen, möchten wir den Heiligen Geist bitten, dass er uns Weisheit und Weisung schenkt im Studium seines Wortes.

[2:04] Großer Gott, himmlischer Vater, wir kommen voll Dank vor dich für dein Wort, dass wir darin lesen dürfen, dass wir davon lernen dürfen und du Erweckung durch dein Wort in unser Leben hervorrufen möchtest. Wir bitten dich um deinen Heiligen Geist, dass wir verstehen können, was du uns sagen möchtest und wir eine Entscheidung treffen können, dass unser Leben und das Leben unserer Mitmenschen verändert. Darum bitten wir dich und dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.

[2:36] Schlagt gemeinsam auf mit mir in Epheser Kapitel 4, Verse 1 bis 3. Und Paulus ist der Autor dieses Briefes und er schrieb um 60 nach Christus aus der Gefangenschaft in Rom an die Gemeinde in Ephesus. Lasst uns lesen, was er schreibt: So ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, dass ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid, indem ihr mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut einander in Liebe ertragt und eifrig bemüht seid, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens.

[3:15] Also hier schreibt er in Vers 1, der Gebundene im Herrn, er macht eine Verbindung zu seiner Gefangenschaft in Rom und dann gibt er praktische Vorgaben. Was sagt er? Indem ihr mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut einander in Liebe ertragt. Und wie sollen wir das tun? Durch das Band des Friedens. Und warum ist das nochmal so wichtig? Er sagt hier, und seid eifrig bemüht, die Einheit des Geistes zu bewahren. In Vers 1 sagt er, dass ihr der Berufung würdig wandelt. Das Thema ist die Einheit, das Band der Erweckung.

[4:04] Und Paulus schreibt hier in seinem Brief: Einheit und Einigkeit ist keine Option, ist nicht etwas, was ihr wählen könnt. Hier schreibt er ganz klar, es ist eine Berufung. Und eigentlich könnten wir das Thema hier schon beschließen. Es ist eine Berufung, wir sollen es tun, fertig. Aber wir wollen ein Bibelstudium hier anbeginnen zu diesem Thema und wir lesen weiter in Vers 13 einen weiteren Aspekt. Und wir beginnen vielleicht ab Vers 11: Und er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer zur Zurüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus, bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus.

[4:57] In Vers 3 haben wir gelesen, die Einheit des Geistes, aber hier lesen wir in Vers 13, dass es auch eine Einheit des Glaubens gibt. Und so sehen wir, Einheit, das hat verschiedene Ebenen. Es gibt verschiedene Aspekte, die beachtet werden müssen, wenn wir das Thema der Einheit studieren. Und wir möchten uns damit beschäftigen und studieren, was sagt uns die Bibel über Einheit im Geist, im persönlichen Leben, in der Gemeinschaft mit anderen und in der Gemeinde.

[5:25] Und mit welcher Person wäre es dann nicht besser zu beginnen, als mit Jesus. Und deswegen schlagt auf Johannes Kapitel 17. Und es ist eine sehr bekannte Passage, die über Einheit spricht. Und wir wollen lesen von dem Gebet Jesu und hier beginnt es in Vers 1.

[5:46] Dies redete Jesus und hob seine Augen zum Himmel empor und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit auch dein Sohn dich verherrliche. Und wir lesen in den nächsten Versen bis Vers 8 ist das Thema, in dem er dieses Gebet beginnt. Die Kernaussage, dass Gottes Herrlichkeit in Jesus und in seinem Wort offenbart wird. Und zu wem wird es offenbart? Lesen wir in Vers 6.

[6:16] Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein und du hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort bewahrt. Also wem nochmal, den Menschen offenbar gemacht, die du aus der Welt gegeben hast. Und wie sind sie beschrieben? Sie haben dein Wort bewahrt. Jesus spricht hier von und zu den Gläubigen. Er spricht nicht zu den Ungläubigen, die ihn nicht erkennen und ihn nicht gekannt haben. Er spricht zu den Gläubigen, zu den Jüngern. Er hat eine besondere Botschaft für sie.

[6:48] Und wir wollen weiterlesen in den Versen 9 bis 11. Und hier heißt es: Ich bitte für sie, nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, die du mir gegeben hast, weil sie dein sind. Und alles, was mein ist, das ist dein und was dein ist, das ist mein, und ich bin in ihnen verherrlicht. Und ich bin nicht mehr in der Welt, diese aber sind in der Welt und ich komme zu dir, heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, wie du mir gegeben hast, damit sie eins sind, gleich wie wir.

[7:22] In den Versen 1 bis 8 lesen wir, dass Gott sich in seinem Sohn Jesus Christus offenbart. Aber hier lesen wir ein, ein, ein weiterer Schritt. In den Versen 9 bis 10 heißt es: Und ich bin in ihnen verherrlicht. Jesus möchte sich in den Menschen, in den Gläubigen offenbaren. Aber was ist eigentlich Gottes Herrlichkeit?

[7:44] Ich lade euch ein, aufzuschlagen in 2. Mose. Lesen wir von einer Begebenheit, in der Mose den Wunsch äußert und er spricht mit Gott und er sagt, er fragt ihn: Herr, lass mich deine Herrlichkeit sehen, ich möchte deine Herrlichkeit sehen. Wir wollen diese Passage lesen in 2. Mose 33, Entschuldigung, 2. Mose 33.

[8:09] 2. Mose Kapitel 33 und dort die Verse 17 bis 22. Und der Herr sprach zu Mose: Auch dies, was du jetzt gesagt hast, will ich tun, denn du hast Gnade gefunden vor meinen Augen und ich kenne dich mit Namen. Er aber antwortete: So lass mich doch deine Herrlichkeit sehen. Und der Herr sprach: Ich will alle meine Güte vor deinem Angesicht vorüberziehen lassen und will den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Und wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich. Und er sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht. Doch sprach der Herr: Siehe, es ist ein Ort bei mir, da sollst du auf dem Felsen stehen. Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, so stelle dich in den Felsenkluft und ich will dich mit meiner Hand so lange bedecken, bis ich vorübergegangen bin.

[9:01] Und wir lesen im darauffolgenden Kapitel, was passiert. Ähm, Mose geht auf den Berg und der Herr sprach zu Mose: Hau dir zwei steinerne Tafeln zu, wie die ersten waren, damit ich die Worte darauf schreibe, die auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast. Und sei morgen bereit, dass du früh auf den Berg Sinai steigst und dort zu mir auf die Spitze des Berges trittst und lass niemand mit dir hinaufsteigen, dass niemand um den ganzen Berg her gesehen werde, lass auch keine Schafe noch Rinder gegen diesen Berg hinweiden.

[9:35] Und wir springen zu Vers 6. Und der Herr ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der Herr, der Herr, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue, der tausend Gnade bewahrt und Schuld über Tretung und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt, sondern die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern bis in das dritte und vierte Glied.

[10:07] Dort offenbarte Mose seine Herrlichkeit, indem er ihm zeigte, wie er ist. Und all diese Worte, diese wie-Worte, Adjektive genannt, beschreiben Gottes Charakter. Und daher wissen wir, dass jedes Mal, wenn wir davon lesen von Gottes Herrlichkeit, ist es eigentlich, dass sein Charakter beschrieben wird. Und was bedeutet das hier in Johannes Kapitel 17? Gottes Charakter ist in seinem Sohn Jesus offenbart. Aber Jesu Wunsch ist es, dass sein Charakter auch in uns offenbart werden soll.

[10:37] Lesen wir weiter, Vers 11. Welchen Charakter, welcher Charakter soll wieder gespiegelt werden? Heiliger Vater, ich lese im zweiten Teil von Vers 11. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, damit sie eins sind, gleich wie wir. Jesu Wunsch ist es, die Verbindung, die er zu seinem Vater hat, dass wir diese widerspiegeln sollen.

[11:05] Wir lesen weiter, Verse 12 bis 19 sprechen dann davon, was Jesus getan hat für uns Menschen. Wir wollen nur lesen Vers 14 und Vers 17. Ich habe ihnen dein Wort gegeben und die Welt hasst sie, denn sie sind nicht von der Welt, gleich wie auch ich nicht von der Welt bin. Jesus hat sein Wort gegeben. Dann Vers 17 sagt uns: Heilige sie in der Wahrheit. Dein Wort ist Wahrheit. Und wir werden später sehen, dass der erste Schritt zur Einigkeit Heiligung ist. Und Heiligung, wie geschieht Heiligung? Durch Wahrheit. Und was ist Wahrheit? Sein Wort ist Wahrheit.

[11:47] Und was folgt? Verse 20 bis 23. Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf dass sie alle eins sind, gleich wie du, Vater, in mir und ich in dir, auf dass auch sie in uns eins sind, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins sind, gleich wie wir sind. Jesu Bitte reicht bis unsere heutige Zeit.

[12:27] Wie heißt es hier? Ich bitte aber nicht für diese allein. Und hier spricht er von den Jüngern, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden. Das ist eine der schönsten Prophezeiungen, die Jesus hier gesprochen hat. Jesus ist unser Fürsprecher.

[12:46] Schlagt auf mit mir 1. Timotheus 2, Vers 5. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch, Christus Jesus. Römer 8, Vers 34. Wer will verurteilen? Christus ist es doch, der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt. Und Hebräer 8, Vers 1 und 2 zeigt Jesus als unseren Hohepriester, der einsteht für uns und unsere Bitten vor den Vater bringt.

[13:32] Eines der wichtigsten Aufgaben, die der Hohepriester im Heiligtum hatte, war es, das Räucherwerk, das Räucherwerk vor dem Altar Gottes hinzubringen. Und im Psalm 141, Vers 2 lesen wir, dass das Räucherwerk die Gebete der Heiligen darstellt. Jesus bittet für uns selbst heute.

[13:46] Und was ist dein Wunsch? Vers 21. Auf dass sie alle eins sind, gleich wie du, Vater, in mir und ich in dir, auf dass auch sie in uns eins sind, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Alle sollen eins sein, die gesamte Gemeinde. Und warum? Damit die Welt glaube, dass der Vater Jesus gesandt hat. Jesus wies die Jünger darauf hin, dass die Einigkeit nicht nur einen positiven Nutzen auf ihr persönliches Miteinander hat, nicht nur auf ihre eigene Gruppe, die Jünger in sich, aber der Fokus sollte darauf gelenkt werden, damit die Welt glaube, dass er vom Vater gesandt war. Einheit und Mission gehen Hand in Hand.

[14:43] Und es wird uns über die Jünger gesagt in einem Zitat: Überzeugt vom Heiligen Geist, ihr Ich sterben zu lassen, waren sie vereint in ihrem Ziel und ihrer Mission. Und hier ist eine praktische Anwendungsfrage für dich: Kann die Welt in deinem Umgang mit anderen Jesus in dir sehen?

[15:06] Lass uns weiterlesen, Verse 24 bis 26. Vater, ich will, dass, wo auch ich bin, auch die bei mir sein, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast. Denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt. Gerechter Vater, die Welt erkennt dich nicht. Ich aber erkenne dich und diese erkennen, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen verkündet und werde ihnen verkündigen, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.

[15:39] Jesus' ultimativer Wunsch von Anbeginn der Welt ist, dass er in Verbindung steht mit seinen Geschöpfen. Jesus liebt den Sünder, aber er hasst die Sünde. Und das Problem ist, dass das nach dem Sündenfall aufgekommen ist, dass die Sünde im Menschen ist. Richtig? Und was hat er getan?

[15:53] In 2. Mose 25 lesen wir von der Lösung dieses Problems. 2. Mose 25, Vers 8. Und er sagt hier: Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne. Jesu Wunsch ist es, dass wir bei ihm sind. Und das Gleiche haben wir eben gelesen in Johannes Kapitel 17. Ich wünsche, Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir sein, die du mir gegeben hast.

[16:31] Und wenn wir lesen in 2. Mose 25, wie das Heiligtum aufgebaut war, so sollte das Heiligtum nicht einfach am Rand des ganzen Lagers irgendwo aufgestellt werden, ganz weit weg oder auf einem Berg hoch erhoben. Nein, nein, nein, das Heiligtum sollte im Mittelpunkt und im Zentrum der Israeliten stehen. Und wir werden feststellen, dass wahre Einheit, wahre Einheit gründet sich darauf, wenn wir Jesus in den Mittelpunkt und in das Zentrum unseres Lebens stellen.

[16:56] Lass uns einen weiteren Vers lesen in Epheser Kapitel 4, Vers 32. Und es heißt hier: Und die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Und auch nicht einer sagte, dass etwas von seinen Gütern sein Eigen sei, sondern alle Dinge waren ihnen gemeinsam.

[17:28] Wir sehen eine Steigerung in den Kapiteln in der Apostelgeschichte. Wir sehen erst, die Jünger hatten sich versammelt, um den Heiligen Geist zu erbeten. Und dann im zweiten Kapitel lesen wir dann auch von der Ausgießung des Heiligen Geistes. Und sie sind rausgegangen in die Welt und haben Menschen für das Evangelium gewonnen. Es haben sich viele Menschen getauft. Und hier sehen wir ein faszinierendes, ein faszinierender Vers. Und die Menge der Gläubigen, es war nun nicht nur ein Paar, nicht nur elf Jünger, es war eine Menge. Und sie waren ein Herz und eine Seele. Und auch nicht einer sagte, dass etwas von seinen Gütern sein Eigen sei.

[18:08] Und das ist eine sehr praktische Anwendung für uns. Beachte, dass der Geist Gottes ausgegossen wurde, nachdem die Jünger zur vollkommenen Einigkeit gefunden hatten und nicht länger um den ersten Platz stritten. Sie waren ein Herz und eine Seele. Alle Differenzen waren beseitigt. Sie waren zusammen. Aber ich frage mich, wie war das möglich? Ich habe eine sehr große Familie und manchmal ist es schwierig. Wenn viele Menschen zusammenkommen, gibt es viele Ideen und viele, viele Vorschläge und es scheint, dass es auseinander gehen mag. Aber hier lesen wir von der Menge der Gläubigen und sie waren ein Herz und eine Seele.

[18:55] Und in einem ganz bestimmten Punkt sogar, es wird hier davon gesprochen, dass sie sich selbst materiell unterstützen. Und das hat mir zu denken gegeben. Gott beschenkt uns mit Verantwortung. Und die Bibel nennt das Haushaltsschaft. Und indem wir treue Haushalte sind und in unseren kleinen Dingen unsere Treue zu Gott ausdrücken, wenn kein Eigennutz unser Denken beherrscht, so wird es einen Segen haben. Und es ist interessant, dass die Bibel uns aber auch viele Beispiele gibt, in denen Menschen diesem Rat nicht gefolgt sind. Und gleich im darauffolgenden Kapitel lesen wir von Hananias und Saphira, die ihrem eigenen Sinn und ihrem Eigennutz nachgegangen sind und diesem Beispiel nicht gefolgt sind, dass sie alles geben für den Herrn.

[19:38] Aber was lesen wir in Vers 33, Apostelgeschichte 4, Vers 33? Und mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnisse ab von der Auferstehung des Herrn Jesus. Und große Gnade war auf ihnen allen. Es war aufgrund, dass sie ein Herz und eine Seele waren, dass sie mit großer Kraft Zeugnis ablegen konnten und so Gottes Wort verkündigen konnten. Einheit und Mission gehen Hand in Hand. Und erfolgreiches Zeugnis geben kann nur dann geschehen, wenn Einigkeit herrscht.

[20:15] 1. Korinther 12, Verse 12 bis 18. Hier schreibt Paulus an die Korinther und er nutzt eine sehr anschauliche Illustration, die Anschaulichkeit des Körpers, um ein wichtiges Prinzip der Einigkeit darzustellen. Und wir wollen lesen, 1. Korinther 12, Verse 12 bis 18.

[20:44] Denn gleich wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des einen Leibes aber, obwohl es viele sind, als Leib eins sind, so auch der Christus. Denn wir sind alle durch einen Geist in einem Leib hineingetauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen, Knechte oder Freie. Und wir sind alle getränkt worden zu einem Geist. Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. Wenn der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum gehöre ich nicht zum Leib. Gehört er deswegen etwa nicht zum Leib? Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum gehöre ich nicht zum Leib. Gehört es deswegen etwa nicht zum Leib? Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Ohr wäre, wo bliebe der Geruchssinn?

[21:27] Nun aber hat Gott die Glieder, jedes einzelne von ihnen, so im Leib eingefügt, wie er gewollt hat. Und hier heißt es in den Taten der Apostel: Durch den Vergleich der Gemeinde mit dem menschlichen Körper veranschaulichte der Apostel das herzliche und einmütige Verhältnis, das unter allen Gliedern der Gemeinde Christi bestehen soll. Der Herr hat jeden Menschen nicht nur unterschiedlich erschaffen, aber auch mit unterschiedlichen Gaben beschenkt. Und die Verschiedenheit, die hier beschrieben wird, durch die verschiedenen Organe, zeigt, dass jeder von uns ein einzigartiger Gedanke Gottes ist.

[22:07] Und wer ist es nochmal, wer ist es nochmal, der die Glieder bestimmt? Vers 18. Nun aber hat Gott die Glieder, jedes einzelne von ihnen, so im Leib eingefügt, wie er gewollt hat. Und hier werden zwei Gruppen beschrieben. Und vielleicht gehörst du zu einer dieser Gruppen. Vielleicht bist du derjenige, der Angst hat, dass er aufgrund seiner bescheidenen Fähigkeiten vielleicht keinen Platz in der Gemeinde hat. Und dann möchte ich, dass du mit mir noch einmal liest, Verse 22 bis 24.

[22:35] Da heißt es: Vielmehr sind gerade die scheinbar schwächeren Glieder des Leibes notwendig. Und die Glieder am Leib, die wir für weniger ehrbar halten, umgeben wir mit desto größerer Ehre. Und umso weniger Anständigen erhalten, umso größere Anständigkeit. Denn unsere Anständigen brauchen es nicht. Gott hat aber den Leib so zusammengefügt, dass er dem geringeren Glied umso größere Ehre gab. Je klein, so klein auch deine Gabe sein mag, der Herr hat sie dir geschenkt. Und der Herr hat dir eine Verantwortung geschenkt, dass du sie auch erfüllst.

[23:06] In 2. Korinther 12, Vers 9 sagt Jesus, er ist, sagt Paulus, und er spricht von Jesus, dass er in den Schwachen mächtig ist. Und Paulus bespricht noch ein weiteres wichtiges Prinzip der Einigkeit. Er sagt auch, dass Einheit nicht Uniformität bedeutet. Unity doesn't mean uniformity. Im Englischen geht es ein bisschen besser. Aber hier ist die zweite Gruppe, die er anspricht.

[23:34] Lass uns lesen, Vers 21. Und das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich brauche dich nicht. Oder das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht. Der Herr gebraucht jedes einzelne Glied in der Gemeinde. Und wenn du das nächste Mal in der Versuchung stehst, zu meinen, dass alles nach deinem eigenen Kopf gehen müsste und dass alle so denken müssen wie du, dann lies noch mal Vers 18. Nun aber hat Gott die Glieder, jedes einzelne von ihnen, so im Leib eingefügt, wie er gewollt hat.

[24:06] Kolosse 1, Vers 18 sagt uns, dass Jesus das Haupt ist. Es geht nicht nach unserem Kopf, aber nach Jesu Kopf. Petrus. Petrus benutzt ein ähnliches Beispiel, um die Gemeinde zu veranschaulichen. Das Prinzip der Einheit in der Gemeinde.

[24:27] Lass uns aufschlagen, 1. Petrus 2, Verse 4 und 5. Und hier benutzt er die Illustration eines Hausbaus. Hausbaus, ja. 1. Petrus 2, Verse 4 und 5.

[24:47] Da ihr zu ihm gekommen seid, zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt und kostbar ist, so lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum und geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind, durch Jesus Christus. Und hier ist natürlich im Vers 4 der Stein, von dem hier die Rede ist, ist Jesus der Eckstein. Jesaja 28, Vers 16 lesen wir: Siehe, ich lege in Zion einen Stein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der fest gegründet ist. Wer glaubt, der flieht nicht. Und in Epheser 2, Verse 19 bis 20 wird uns gesagt, dass Jesus Christus selbst der Eckstein ist.

[25:34] Jesus ist der Eck- und Grundstein des Gebäudes. Genauso wie beim Leib, das Haupt Christus sein, das Haupt Christus sein soll, so ist bei einem Gebäude der Eckstein Jesus. Und eine Freundin hat mir vor nicht allzu langer Zeit gesagt: Weißt du, Esther, je höher ein Baum wächst, umso wichtiger werden seine Wurzeln. Und das gleiche Prinzip kann auch angewendet werden für den Hausbau. Also ich habe noch selbst kein Haus gebaut, aber ich erinnere mich, dass als wir klein waren, mein Bruder und ich, wir oft mit Holzklötzen gespielt haben und wir haben auch unsere Gebäude und Gebilde gebaut. Und ich erinnere mich, dass je höher und je größer dieses Gebäude sein sollte, umso wichtiger war das Fundament. Denn wenn das Fundament nicht gestimmt hat, wenn nur ein Stein verrückt war, so war das ganze Gebäude auf wackeligem Stein gebaut und es fiel um.

[26:24] Im Psalm 92, Vers 15 lesen wir, dass David schreibt, dass der Herr unser Felsen ist. Und es ist auf dem Felsen, dass unsere Gemeinde gebaut werden soll. Und dann, was lesen wir in Vers 5? 2, Vers 5. So lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen. Wer baut die Steine auf? Wer ist der Architekt? Gott, der Herr. Es ist ein passiver oder aktiver Vorgang. Wir lesen hier: So lasst euch nun als lebendige Steine. Habt ihr schon mal lebendige Steine gesehen? Ich habe mich gefragt, was bedeutet es, lebendige Steine? Und ich habe nachgeschaut. Dieses Wort lebendig, zao, bedeutet aktiv. Etwas, das sich bewegt. Etwas, das Leben in sich hat. Und das gleiche Wort wird auch benutzt in Hebräer 4, Vers 12. Gottes Wort ist ein lebendiges Schwert. Und auch in Psalm 19, Vers 2, was lesen wir über Gottes Wort? Da heißt es: Das Gesetz, es erquickt die Seele.

[27:28] Was war der erste Schritt zur wahren Einheit? Heiligung. Heiligung durch Gottes Wort. Um ein lebendiger Stein zu sein, müssen wir auf Gottes Wort gegründet sein. Und wahre Einheit gründet sich auf den Worten Gottes. Deswegen sagt Jesus in Johannes 17, Vers 17: Heilige sie in der Wahrheit, denn dein Wort ist Wahrheit.

[27:58] Beide Passagen, 1. Korinther 12 und 1. Petrus 2 sprechen davon, dass wir eine enge Verbindung zu Jesus haben sollen. Genauso wie das Haupt eng verbunden ist mit den Körpergliedern und genauso wie der Grund- und Eckstein das wichtigste Element ist in einem Hausbau. Genauso soll auch Jesus, unsere Verbindung zu Jesus, zu sein.

[28:21] Und der zweite Punkt ist, beide Passagen sprechen von einer engen Verbindung zwischen den Gläubigen. Genauso wie die Glieder nah beieinander sind, genauso wie die Steine auch nah beieinander gereiht sind, genauso soll auch die Verbindung, unsere Verbindung sein zwischen Gläubigen untereinander. Und Jesus sagt selbst in Johannes 13, Vers 34: Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

[28:54] Und ich möchte mit euch fünf gemeinsame Verse anschauen, was die Bibel sagt, uns noch weiter sagt zur biblischen Einheit. Was sind fünf wichtige Fundamente, die erwähnt werden in der Bibel? Wir wollen ein paar Verse dazu aufschlagen. Der erste findet sich in Apostelgeschichte 17, Vers 26.

[29:21] Und der erste Grund, der genannt wird hier zur Einheit, ist zu lesen: Und er hat aus einem Blut jedes Volk der Menschheit gemacht, dass sie auf dem ganzen Erdboden wohnen sollen und hat im Voraus verordnete Zeiten und die Grenzen ihres Wohnens bestimmt. Und er hat uns aus einem Blut jedes Volk der Menschheit erschaffen. Wir haben einen gemeinsamen Schöpfer. Wir sind aus einem, aus dem Grund eins, da wir einen gemeinsamen Vater haben. Wir lesen, ein weiterer Vers sagt uns: Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Kinder Gottes heißen sollen. Wir haben einen gemeinsamen Schöpfer.

[29:57] Epheser 2, Verse 14 bis 22, treibt durch den Vers auf und liest es selber nach, spricht davon, dass wir einen gemeinsamen Erlöser haben, Jesus Christus. Und 1. Korinther 6, Vers 20 sagt uns, dass wir sind teuer erkauft. Gott hat uns teuer erkauft und hat seinen Sohn gegeben aus Liebe zu uns.

[30:27] Der dritte Punkt, warum wir eins sein sollen: Wir haben eine gemeinsame Erbschaft. Wir haben eben gelesen, 1. Korinther 12, dass Gott einen von uns mit Gaben beschenkt hat. Verschiedene Gaben, in jedem so, wie er es tragen kann. Aber wir haben eine gemeinsame Erbschaft.

[30:38] Der vierte Punkt: Wir haben eine gemeinsame Botschaft. Und was ist unsere Botschaft? Die Jünger, als sie Gottes Wort verkündigten, sie verkündigten Jesus den Gekreuzigten. Und was ist unsere Botschaft? Offenbarung Kapitel 14, die dreifache Engelsbotschaft.

[30:56] Und da heißt es: Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkünden, den, die auf Erden wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volkstamm und jeder Sprache und jedem Volk. Und was die erste Engelsbotschaft: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat. Das ist die erste Botschaft. Und die zwei weiteren, die folgen, sind eigentlich Warnungen. Es ist nur eine Botschaft und zwei Warnungen. Und die zweite ist: Gefallen, gefallen ist Babylon. Die dritte Botschaft: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Mahlzeichen auf seine Stirn oder auf seine Hand nimmt, so wird er auch von dem Glutwein des Zornes trinken. Wir haben eine gemeinsame Botschaft.

[31:43] Der fünfte Punkt: Wir haben einen gemeinsamen Missionsauftrag. Die Jünger waren darin vereint, dass sie einen vereinten Missionsauftrag von Jesus erhielten. Wir lesen davon in Matthäus 28. Was war Jesu Missionsauftrag an seine Jünger?

[31:56] Matthäus Kapitel 28, Verse 18 bis 20. Und Jesus trat dazu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit. Amen. Sie hatten einen gemeinsamen Missionsauftrag.

[32:27] Und was haben sie getan? Sie haben genau das getan, was Jesus ihnen aufgetragen hat. Wir wollen lesen, erste Apostelgeschichte Kapitel 1. Lesen wir, dass Jesus ihnen den Auftrag gab, dass sie warten sollten. Worauf sollten sie warten? Auf die Ausgießung des Heiligen Geistes. Und was haben sie getan? Sie haben sich zusammengefunden in einem Raum und sie haben gebetet. Sie haben all ihre selbst- und egozentrischen Gedanken beiseite gelegt. Sie haben ihre Sünden bekannt und um die Ausgießung des Heiligen Geistes gefleht.

[32:54] Wir lesen dies in Kapitel 1, Vers 14. Diese alle blieben beständig und einmütig im Gebet und flehen zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu und mit seinen Brüdern. Kapitel 2, Verse 42 bis 47 erzählen sie uns genau die gleiche Sache. Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brotbrechen und in den Gebeten. Vers 47. Sie loben Gott und waren angesehen bei dem ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.

[33:32] Der erste Schritt zur Einheit war Heiligung durch Gottes Wort. Und hier sehen wir einen weiteren Schritt. Und sie waren in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten. Die Ausgießung des Heiligen Geistes erfolgte in der Gemeinschaft. Die Jünger trafen sich zusammen, sie waren im Gebet zusammen.

[33:50] Und ich möchte einen wichtigen Vers lesen in Hebräer, Kapitel 10, Verse 23 bis 25. Hebräer, Kapitel 10, Verse 23 bis 25. Nur das schätzt dies nicht. Lasst uns festhalten am Bekenntnis der Hoffnung, ohne zu wanken, denn er ist treu, der die Verheißung gegeben hat. Und lasst uns aufeinander achtgeben, damit wir uns gegenseitig anspornen zur Liebe und zu guten Werken, indem wir unsere eigenen Versammlungen nicht verlassen, wie es einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen und das umso mehr, als ihr den Tag herannahmen seht.

[34:22] Lieber Freund, es ist leicht, Einheit zu wahren in seinem eigenen stillen Kämmerlein. Aber wahre Einheit braucht mehr als nur eine Person. Und es gibt ein Sprichwort und es geht so: Wer allein läuft, wird stets Sieger. Gott hat uns nicht als Einzelgänger erschaffen. Er möchte, dass wir in Gemeinschaft sind.

[34:52] Und ich sehe es heute, wir leben in einem Zeitalter, das ist schwierig, denn alles ist so gemacht und alles wird so kreiert, dass wir gar nicht mehr auf unseren Nächsten angewiesen sind. Wir haben unser eigenes Auto, wir haben unser eigenes Zuhause, wir haben Internet, wir haben Zugang zu allen Dingen. Wir brauchen den Nächsten gar nicht mehr. Und vielleicht habt ihr schon mal gehört von manchen Menschen, die sagen: Was, du gehst noch in die Gemeinde? Ach, ich brauche doch keine Gemeinde, ich bin doch zu Hause und dann gehe ich an meinen Computer und mache nur einen Klick auf www.joelmedia.de und dann bin ich gleich schon dabei. Gemeinde, das ist wunderbar, da gibt es keine Kinder, die mich stören im Gottesdienst, die rumlaufen und keine Menschen, die mich krumm ansehen, wenn ich nicht schick gekleidet komme in die Gemeinde. Und weißt du was, ich kann sogar bügeln, während ich die Predigt höre. So viele Dinge machen, das ist doch toll. Ich kann sogar meine Wäsche noch dabei machen.

[35:38] Liebe Geschwister, wir sind Gott sehr dankbar, dass er uns die Technik geschenkt hat und dass wir sie nutzen können und dass viele Menschen dadurch erreicht werden können. Aber versteht ihr das Dilemma? Und vielleicht bist du in einer Situation, in der du sagst: Ja, ich gehe nicht mehr zur Gemeinde, weil meine Gemeinde mich enttäuscht hat. Da gibt es so viele Streitigkeiten, so Uneinigkeiten und ich möchte da eigentlich gar nicht mehr hin. Aber lass mich dir sagen, was haben wir gelesen im 1. Korinther 12? Wer ist es, der die Glieder bestimmt hat? Der Herr. Die Gemeinde ist keine menschlich erfundene oder menschlich erbaute Institution. Die Gemeinde ist eine von Gott gewollte und Gott gedachte Prinzip.

[36:30] In Prediger 4, Verse 11 und 12. Lassen Sie diesen Vers gemeinsam lesen. Prediger 4, Verse 11 und 12. Und Salomo spricht hier, eines der weisesten Menschen auf dieser Erde.

[36:57] Er spricht hier und er sagt: Auch wenn zwei beieinander liegen, so werden sie sich gegenseitig. Aber wie soll einer warm werden, wenn er allein ist? Und wenn man den einen angreift, so können die beiden Widerstand leisten. Und eine dreifache Schnur wird nicht so bald zerrissen. Die Jünger wussten, dass bis sie nicht vereint waren, konnten sie den Heiligen Geist nicht empfangen und konnten sie Gottes Wort nicht in Fülle, nicht in Fülle verkündigen. Und die Verheißung ist gegeben: Wo zwei oder drei versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Und das ist, was die Apostel getan haben.

[37:35] Apostelgeschichte 5, Vers 42. Die Reihe geht weiter. Wir haben den ersten Kapitel gelesen, sie waren zusammen. Zweites Kapitel, sie waren zusammen. Fünftes Kapitel, Vers 42. Und sie hörten nicht auf, jeden Tag im Tempel und in Häusern zu lehren und das Evangelium von Jesus dem Christus zu verkündigen. Kapitel 6, Vers 7. Und das Wort Gottes breitete sich aus und die Zahl der Jünger mehrte sich sehr in Jerusalem. Auch eine große Zahl von Priestern wurden dem Glauben gehorsam. Kapitel 9, Vers 31. So hatten nun die Gemeinden Frieden in ganz Judäa und Galiläa und Samaria und wurden aufgebaut und wandelten in der Furcht des Herrn und wuchsen durch den Beistand des Heiligen Geistes. Die Gemeinde wächst.

[38:15] Kapitel 12, Vers 5. Petrus befindet sich in Gefangenschaft. Und was macht die Gemeinde? So wurde Petrus nun im Gefängnis bewacht. Von der Gemeinde aber wurde unablässig für ihn zu Gott gebetet. Sie hatten Einheit und Gemeinschaft im Miteinander und sie hatten Einheit in ihrem Ziel, Menschen für Jesus zu erreichen.

[38:35] Es gibt ein anderes Sprichwort, das sagt: Schneeflocken sind eines der gebrechlichsten Dinge der Natur. Aber schau nur, was sie tun können, wenn sie zusammenhaften. Gott möchte, dass seine Gemeinde vereint ist in der Lehre, die sie tun, in der Gemeinsamkeit, im Gebet, im Wort Gottes, im Brotbrechen und sie möchte auch, dass wir Einheit haben in dem Ziel, das wir haben, in der Mission.

[39:11] Welche Rolle spielt Gemeindeorganisation in dieser Frage? Apostelgeschichte 15. In Apostelgeschichte 15 wird uns der zweite Schritt gezeigt. Wir haben gesagt, Heiligung durch Gottes Wort und der zweite Schritt ist, Demut seiner Weisung zu folgen. Und in Apostelgeschichte 15 lesen wir, wie die Gemeinde verschiedene Schritte befolgt hat, verschiedene Schritte befolgt hat, um Einheit zu schaffen in der Gemeinde. Es gab hier eine Streitfrage und wir lesen da vorne in Vers 1.

[39:50] Und aus Judäa kamen einige herab und lehrten die Brüder: Wenn ihr euch nicht nach dem Gebrauch Moses beschneiden lasst, so könnt ihr nicht gerettet werden. Es gibt diese Frage und es gibt die gläubige Gemeinde und sie haben sich erhoben und gesagt: Beschneidung ist wichtig und es war ein Zwiespalt, da die Heiden nichts zu tun hatten. Und so kamen sie zu Paulus. Wir lesen da vorne in Vers 2.

[40:10] Und da nun Zwiespalt aufkam und Paulus und Barnabas eine nicht geringe Auseinandersetzung mit ihm hatten, bestimmten sie, dass Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen wegen dieser Streitfrage zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem hinausziehen sollten. Die Streitfrage kommt auf. Paulus und Barnabas beschließen sich, dass der Gemeinderat eingeschaltet werden soll. Und das wird getan. Sie gehen zu den Aposteln und dann lesen wir, dass sie sich zusammentreffen.

[40:42] Vers 6. Da kamen die Aposteln und die Ältesten zusammen, um diese Sache zu untersuchen. Männer vom Geist Gottes erfüllt kamen zusammen, um diese Sache zu besprechen. Und was haben sie getan? Sie forschten nach Gottes Plan. Wir lesen davon in den Versen 7 bis 11. Und Petrus spricht hier und weist sie zurück auf das, was Jesus ihnen gesagt hatte, als er noch bei ihnen war. Und ein wichtiges Prinzip auch der Einheit ist, wenn jemand spricht, lasst die Leute aussprechen. Und das haben sie getan. Petrus sprach und sie ließen ihn aussprechen.

[41:17] Und was passierte? Vers 12. Da schwieg die ganze Menge und hörte Barnabas und Paulus zu. Sie erzählten, wie viele Zeichen und Wunder Gott durch sie unter den Heiden getan hatte. Sie forschten nach Gottes Plan. Dieser Plan wurde bestätigt durch andere. Erst Paulus und Barnabas und später steigt auch noch Jakobus auf. Und sie bestätigen diesen Plan. Und dann in Vers 22 lesen wir: Daraufhin beschlossen die Apostel und die Ältesten zusammen mit der ganzen Gemeinde, Männer aus ihrer Mitte zu erwählen und mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu senden. Nämlich Judas mit dem Beinamen Barabas und Silas, führende Männer unter den Brüdern. Sie haben einen Konsens gefunden und sie schicken diese Männer Gottes nach Antiochia.

[41:59] Und was passiert dann? Diese Entscheidung, die getroffen wurde, wird schriftlich festgehalten. Und sie sandten durch ihre Hand folgendes Schreiben. Und dieses Schreiben wird an alle Gemeinden gesandt. Es wird an die Gemeinden verbreitet. Und Vers 31, was war die Folge dieses Vorgehens? Und als sie es gelesen hatten, freuten sie sich über den Trost.

[42:24] Was wäre passiert, hätte Paulus und Barnabas nicht in Demut die Sache vor den Rat der Apostel gebracht? Was wäre, wenn sie einfach ihren eigenen Kopf durchgesetzt hätten? Es hätte vielleicht nicht so ein friedliches Ende gefunden, wie es in diesem Kapitel beschrieben wird. Und Salomo schreibt in Sprüche 11 bis 14, wo es an weiser Führung fehlt, kommt ein Volk zu Fall. Wo aber viele Ratgeber sind, da geht es ihm gut. Der Herr möchte, dass in wahrer Einheit, dass wir uns zusammentun und nicht unsere eigenen Gedanken austauschen, sondern um Gottes Wort zu studieren.

[43:09] Wir wollen zum Abschluss noch einmal den Vers, den wir zu Beginn gelesen haben. Epheser 4, Verse 1 bis 3. Und hier heißt es: So ermahne ich nun, ich, der Gebundene im Herrn, dass ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid, indem ihr mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut einander in Liebe ertragt und eifrig bemüht seid, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens.

[43:41] Jesu Wunsch ist es, dass sein Charakter in unserem Leben offenbar wird. Und es ist ein inniger Wunsch, dass Einigkeit und Einheit herrscht in unserer Gemeinde unter den Brüdern. Und die Frage ist, ist das auch dein Wunsch? Ich möchte schließen mit einem Gedicht über die Gemeinde Jesu. Und ich habe dieses Gedicht gefunden, von einer Frau geschrieben im vergangenen Jahr. Und es basiert auf der Passage in 1. Korinther Kapitel 12.

[44:07] Jesus, das Haupt, wir seine Glieder. So sagt es die Bibel immer wieder. Eine Verbindung, die nie gelöst werden kann, sieht man das Ganze sich bildlich an. Ohne Haupt hat der Leib kein Leben, denn Leben kann es mit dem Haupt nur geben. Das Haupt ist Jesus, ist vollkommen und rein, so sollen es auch die Glieder sein. Doch wie ist es, Gottes Leib, so oft und so schwach und oft so krank, wie fehlt für das Leben durch das Haupt oft der Dank? Die Glieder gebrochen, vor Krankheit ganz matt, man isst sich am Brot des Lebens nicht satt. Welch elendes Dasein, wen lockt sowas schon? Wundern wir uns über den ungläubigen Hohn? Es fehlt auch oft an Liebe und Herz. Der Leib ist gekennzeichnet von Kummer und Schmerz. Jedoch Jesus wollte für uns Freude und Frieden. Er wollte, dass wir uns annehmen und lieben, wollte Geduld im Miteinander sehen, dass auch wir aufeinander zugehen und verstehen.

[45:17] Wir brauchen Erneuerung, Buße und Heilung, nicht Streit, Zerwürfnis und Zerteilung. Nur so kann der Leib wieder voll genießen. Das können wir im Wort Gottes klar lesen. Nur durch Jesus werden wir rein, mit ihm im Leben ein Zeugnis sein. Unser Licht wird leuchten in die Welt, sodass noch manch Dunkel wird erhellt.

[45:43] In den letzten beiden Strophen heißt es: Wir brauchen Erneuerung, Buße und Heilung, nicht Streit, Zerwürfnis und Teilung. Nur durch Jesus werden wir rein, mit ihm im Leben ein Zeugnis sein. Unser Licht wird leuchten in die Welt, sodass noch manch Dunkel wird erhellt.

[46:07] Jesus möchte seinen Charakter in deinem Leben widerspiegeln. Die Frage ist, möchtest du das auch? Wenn es dein Wunsch ist, dann bitte ich dich aufzustehen und mit mir zu beten und Jesus dieses Anliegen vorzubringen.

[46:21] Großer Gott, himmlischer Vater, wir danken dir, Herr, für dein Wort und wir danken dir, dass du eintrittst für uns im Gebet, so wie wir gelesen haben. Es gibt einen Mittler und du stehst vor dem Thron Gottes und bringst unsere Bitten vor den Vater. Wir kommen vor dich und bitten dich um Vergebung, wo wir deinem Wort nicht gefolgt sind, indem wir vielleicht selbst Uneinigkeit geschaffen haben zwischen Brüdern und indem wir nicht in Demut vor dich gekommen sind. Sei es in der Gemeinde, in den Versammlungen, zu Hause, in der Familie.

[47:04] Vater im Himmel, wir haben gesehen, es ist dein Wunsch, dass wir durch dein Wort geheiligt werden. Ich bitte dich, dass du uns dieses Verlangen jeden Tag schenkst, in deinem Wort zu studieren, dass du unser Leben erneuern kannst und dass wir auch einmal dort sein können, wo du bist. Denn das ist dein Wunsch und es ist auch unser Wunsch, dass wir einmal dort sind, wo du bist. Ich danke dir, Herr, dafür, dass du uns als Gemeinde nicht aufgibst, dass du noch immer für uns bittest, dass wir eins sein sollen und das Wort verkündigen, dass deine Wiederkunft nahe bevorsteht. Und wir danken dir, Herr, dafür, dass du lebst und du wiederkommen wirst. Bereite uns darauf vor. Im Namen Jesu. Amen.


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