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Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript_2019 4th (Special) Nr 10

In dieser Folge der Cannstatt Study Hour mit Christopher Kramp wird die biblische Geschichte von Esra und Nehemia fortgesetzt. Der Fokus liegt auf Nehemia Kapitel 8 und 9, wo die Rückkehr des Volkes Israel und die Wiederherstellung des Gesetzes im Mittelpunkt stehen. Es wird beleuchtet, wie das Volk auf die Verlesung des Gesetzes reagiert, die Bedeutung der Feste wie dem Laubhüttenfest und die tiefe Buße, die daraus resultiert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem eindrucksvollen Gebet in Kapitel 9, das die Heilsgeschichte Israels von der Schöpfung bis zur Gegenwart zusammenfasst und Gottes Treue der menschlichen Untreue gegenüberstellt.


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Serie: Cannstatt Study Hour - Spezial 2019 Q4: Esra & Nehemia

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen gilt auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries zu unserer nächsten Folge unserer Serie über die Bücher Esra und Nehemia. Wir wollen ja in diesen Studien Vers für Vers durch diese beiden so wichtigen Bücher gehen, um herauszufinden, was damals genau passiert ist, als der Tempel und die Stadt Jerusalem wieder aufgebaut worden sind, um wichtige Lektionen zu lernen für unsere Zeit, um zu erkennen, wie das Werk, das Gott uns gegeben hat, in dieser Generation abgeschlossen werden kann.

[0:58] Wir haben uns in den letzten Folgen mit dem Buch Nehemia beschäftigt, nachdem wir am Anfang über Esra gesprochen haben, dort die drei Erlasse von Kyros, Darius und Artaxerxes genauer studiert haben, die verschiedenen Auswanderungswellen. Und im Buch Nehemia haben wir gesehen, wie dann im Jahre 444 innerhalb von nur 52 Tagen die Mauer vollendet worden ist, durch die Tatkraft und das Organisationstalent und den Glaubensmut des Nehemia, der dort ankam im Sommer 444 und am 21. September 444 war die Jerusalemer Mauer vollendet.

[1:42] Und wir haben dann gesehen in der letzten Folge, dass im Anschluss daran das gesamte Volk sich zum Posaunenfest in Jerusalem einfand, als Parallele zu den Ereignissen ganz am Anfang dieses Aufbauwerkes im Jahre 535, 91 Jahre zuvor, als unter Serubbabel und Jeschua der Altar aufgebaut worden war. Nun wurde das Gesetz verlesen. Das war am 1. Tischri 444 und das war fünf Tage nach Vollendung des Mauerbaus.

[2:17] Wir haben gesehen, wie das Buch Nehemia ganz deutlich macht durch die Wiederaufnahme der alten Liste der Rückkehrer aus Esra 2, die wir ausführlich studiert haben. Und dass diese Liste wieder aufgenommen wird, suggeriert quasi, als wäre man fast in der alten Zeit. Und wir haben dann gesehen, wie dieses Zusammenkommen wie ein Mann am ersten Tischri, am Posaunenfest, genau so dargestellt wird, wie das damals bei den Pionieren des Werkes gewesen ist. Wir haben festgestellt, dieses Werk endete mit denselben Prinzipien, wie es begonnen hatte. Und auch das eine wichtige Lektion für uns.

[2:54] Und wir wollen heute weiter studieren. An dieser Stelle in Nehemia 8, Vers 9 wird es weitergehen. Wir werden das Kapitel 8 zu Ende studieren und auch uns das Kapitel 9 anschauen und werden dabei einen wunderschönen Text finden. Und darauf könnt ihr euch schon freuen. Wir wollen jetzt gemeinsam Gott einladen, dass er uns führt im Studium und uns durch seinen Heiligen Geist die Wahrheit offenbart.

[3:18] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für das Buch Nehemia, für das Buch Esra. Wir danken dir, dass wir so viel lernen können aus dieser Zeit, die uns helfen soll, unsere eigene Zeit, unsere eigene Arbeit besser zu verstehen. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch deinen Heiligen Geist zu uns sprichst, dass deine Worte ihre Kraft entfalten, die du hineingelegt hast und dass wir uns festklammern können an den Verheißungen und an der Beschreibung deines Charakters. Herr, auch wenn wir schwach sind, bist du stark. Auch wenn wir untreu gewesen sind, bist du treu. Wenn wir gesündigt haben, bist du doch gerecht und wir können uns immer an dich wenden. Wir wollen das lernen aus dem Buch Nehemia jetzt und wir bitten dich, dass du zu uns sprichst und unsere Herzen reinigst und stärkst. Im Namen Jesu, Amen.

[4:11] Beginnen wir in Nehemia 8 und dort Vers 9. Nehemia 8 und dort Vers 9, dort heißt es: „Und Nehemia, das ist der Statthalter, und Esra, der Priester, der Schriftgelehrte, und die Leviten, die das Volk lehrten, sprachen zu dem ganzen Volk: Dieser Tag ist dem Herrn, eurem Gott, heilig. Darum seid nicht traurig und weint nicht!“ Denn das ganze Volk weinte, als es die Worte des Gesetzes hörte.

[4:40] Nehemia und Esra haben hier dieselbe Funktion wie einst Serubbabel und Jeschua 91 Jahre zuvor, also der Statthalter und der Priester. Die Leviten, die hier genannt sind, die waren ja schon in Nehemia 8, Vers 7 erwähnt worden. Dieser Tag war heilig, weil es war eines der sieben Feste, wie man nachlesen kann, auch in 4. Mose 29, Vers 1, eine heilige Versammlung, das Posaunenfest. Und bei den Festen sollten sich die Israeliten freuen, sie sollten zusammenkommen, insbesondere auf einem Laubhüttenfest.

[5:14] Und dass das Volk weinte, war ja eine durchaus verständliche Reaktion. Man hatte das Gesetz erneut wiederentdeckt, so ähnlich wie auch bei Josia, als die Wiederentdeckung des Gesetzbuches und die Feststellung, was Gott alles vorhergesagt hatte und wie es eins zu eins eingetroffen war im Leben des Volkes, wo diese Entdeckung zu einer tiefgreifenden Reform und einer Gott gewollten Traurigkeit geführt hat.

[5:40] Die Bibel kennt diese Idee, dass es eine Betrübnis gibt, eine Traurigkeit, die von Gott gewirkt wird. Wir kennen sie aus 2. Korinther 7 und dort Vers 10. 2. Korinther 7 und dort Vers 10 heißt es: „Denn die gottgewollte Betrübnis bewirkt eine Buße zum Heil, die man nicht bereuen muss. Die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod.“ Da gibt es also eine Betrübnis, ein Weinen, das durch das Studium der Bibel kommt. Und ich glaube, wir müssen das öfter erleben in unserem Leben, dass wir die Bibel so studieren, dass uns bewusst wird, wir brauchen dringend Hilfe.

[6:21] Bibelstudium sollte uns ab und zu wirklich zu Tränen rühren über unseren eigenen Zustand. Aber Nehemia und Esra verurteilen dieses Weinen. Sie sagen nur: „Jetzt ist ein Fest des Herrn, und die Buße wird ihren Platz haben, wie wir gleich noch sehen werden. Aber zunächst einmal sollte dieses Fest oder sollten die Feste, die jetzt eine Rolle hier spielen, angemessen gefeiert werden.“

[6:45] Vers 10: „Darum sprach er zu ihnen: Geht hin, esst Fettes und trinkt Süßes und sendet Teile davon auch denen, die nichts für sich zubereitet haben. Denn dieser Tag ist unserem Herrn heilig, darum seid nicht bekümmert.“ Jetzt kommt ein sehr schöner Satz: „Denn die Freude am Herrn ist eure Stärke.“

[7:01] Auch Gutes zu genießen ist eine Gabe Gottes, so sagt uns ja Salomo schon in Prediger. Und so dürfen wir auch das Volk Gottes immer wieder ermutigen, sich an Gott zu freuen. Ja, das Bibelstudium erforscht unsere tiefsten Herzenskammern, es zeigt uns, wie wir wirklich sind, und wir müssen auch über unsere Sünden trauern. Aber wir dürfen ja, wir sollen uns auch freuen an dem, was Gott tut.

[7:25] Und Israel, so heißt es im Psalm 149, Vers 2, soll sich an seinem Schöpfer freuen. Ellen White sagt dazu im Großen Kampf: „Das Leben des Christen sollte ein Leben des Glaubens, des Sieges und der Freude in Gott sein.“ Und sie zitiert an einige Bibelstellen, unter anderem Nehemia, auch Paulus, der sagt: „Freut euch in dem Herrn alle Wege. Und abermals sage ich: Freut euch!“ oder „Seid allezeit fröhlich, betet und unterlasst und seid dankbar an allen Dingen, denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.“

[7:55] Die Idee ist, die Stärke für unser geistliches Leben, für unseren Alltag, findet sich daran, wenn wir Freude an Gott haben. Und manchmal passiert uns das allen, dass wir vor lauter Last und vor lauter Sorgen so niedergeschlagen sind, dass alle Kraft entschwindet. Und Nehemia erinnert uns hier daran, dass es die Freude an Gott ist, wenn wir uns an dem freuen, was wir mit ihm erleben und durch ihn erkennen dürfen, dass wir dadurch Stärke bekommen, die uns so oft im Alltag fehlt.

[8:27] Und ich denke, wir können uns heute entscheiden, ich und du, dass wir uns mehr an Gott freuen wollen und dankbar sind für das, was er in unserem Leben getan hat. Ich muss ehrlich sagen, Gott hat so viel Großes in meinem Leben getan, immer wieder Tag für Tag, dass ich manchmal erstaunt bin, dass ich so wenig dankbar bin. Wir können viel dankbarer sein für all das Gute, was Gott tut. Und das werden wir jetzt im Laufe dieses Studiums hier noch mehr sehen.

[8:51] In Vers 11 heißt es: „Und die Leviten beruhigten das ganze Volk und sprachen: Seid still, denn der Tag ist heilig, seid nicht bekümmert.“ Offensichtlich war die Betroffenheit sehr groß. Das erste Wort von Nehemia hat gar nicht ausgereicht. Die Leviten mussten wahrscheinlich in Gruppen das Volk sehr deutlich beruhigen und sagen: „Jetzt ist Posaunenfest, jetzt sind erstmal die heiligen Feste dran.“ Die Betroffenheit muss sehr groß gewesen sein. Es war keine oberflächliche Trauer, die das Wort Gottes erzeugt hat hier im Volk Gottes.

[9:23] Und das ist ein interessantes Phänomen. Vers 12: „Und das ganze Volk ging hin, um zu essen und zu trinken und Teile davon zu senden und ein großes Freudenfest zu machen, denn sie hatten die Worte verstanden, die man ihnen verkündigt hatte.“ Und hier sehen wir, sehr interessant, das Volk hatte verstanden und deswegen gehorcht das Volk. Gehorsam hat auch mit Verständnis zu tun. Die Verbindung wird in diesem Vers sehr deutlich.

[9:57] Nur wer wirklich verstanden hat, worum es geht, kann auch wirklich intelligent gehorsam sein. Deswegen ist es wichtig, dass das Wort Gottes auch gepredigt wird, dass wir Gottes Charakter, sein Wesen, seine Bestimmung verstehen, soweit es uns als Menschen möglich ist. Manches ist natürlich für Menschen unbegreiflich, aber soweit wir es verstehen können, soweit sich Gott offenbart hat, sollen wir es verstehen, damit wir ihm aus Liebe und Überzeugung auch gehorsam sein können.

[10:21] All das, was hier steht, passiert am Nachmittag, denn den ganzen Vormittag bis zum Mittag hat man ja das Wort Gottes gehört und entsprechend darüber geweint. Vers 13: „Und am zweiten Tag versammelten sich die Familienhäupter des ganzen Volkes, die Priester und die Leviten zu Esra, dem Schriftgelehrten, damit er sie in den Worten des Gesetzes unterrichte.“

[10:37] Es gibt jetzt hier eine offizielle Versammlung der leitenden Personen, der Familienhäupter und alle, die irgendwie Leitungsautorität haben. Sie kommen jetzt in einer Studiengruppe zusammen. Nachdem das Wort Gottes dem ganzen Volk verkündet worden ist, haben die Leiter den Eindruck: „Wir müssen Gottes Wort besser verstehen.“ Diejenigen, die offiziell beauftragt sind, das Wort Gottes auszulegen, realisieren, dass sie eine tiefere Erkenntnis brauchen.

[11:04] Und Jesus hat ja auch deutlich gemacht, auch der Schriftgelehrte muss über das Reich Gottes unterrichtet werden. Wir können noch so viel Fakten über die Bibel kennen und wissen, was wo wie steht. Wenn wir nicht das Wesen Gottes begreifen, dann nützt es uns wenig. Wir müssen immer mehr hineintauchen in sein Wort.

[11:20] Das heißt auf Deutsch ganz praktisch: Niemand ist in der Kenntnis des Wortes Gottes so weit fortgeschritten, dass er nichts mehr auch von anderen lernen kann. Lasst uns niemals zu dem Punkt kommen, dass wir denken: „Ich kann biblisch nichts mehr lernen.“ Lasst uns immer wieder auch bereit sein, Neues zu entdecken oder die Schrift noch tiefer, noch weiter zu erforschen.

[11:41] So wie es diese Leiter getan haben. Ein Kennzeichen wahrer Erweckung und Reformation ist nicht nur, dass es da große Veranstaltungen gibt, sondern dass insbesondere auch die Leiter die Erkenntnis haben: „Mir, uns fehlt es. Mir fehlt es noch an echter Erkenntnis. Wir müssen tiefer graben im Wort Gottes.“ Und dass sie sich zusammenfinden, um gemeinsam herauszufinden, was Gottes Wille ist.

[12:04] Vers 14: „Und sie fanden im Gesetz, also ihr Studium bringt jetzt Resultate, Gott zeigt ihnen etwas. Und sie fanden im Gesetz, das der Herr durch Mose geboten hatte, geschrieben, dass die Kinder Israels am Fest im siebten Monat in Laubhütten wohnen sollen.“ Es geht hier also um das Laubhüttenfest.

[12:29] Das gemeinsame Studium der Leiter führt zu einer Wiederentdeckung von einem lange vergessenen Detail. Was würde passieren, wenn heute alle, die Leitungsfunktionen und Autorität haben, zusammenkommen und sagen: „Lasst uns Gottes Wort besser studieren. Wir wollen noch mehr verstehen.“ Könnte es sein, dass es manche Details gibt, die seit langer, langer Zeit vergessen sind, wie wir gleich sehen werden, die wiederentdeckt werden könnten?

[12:49] Nun, die Pioniere des Werkes, Esra und Serubbabel, hatten ja schon das Laubhüttenfest gefeiert. In Esra 3, Vers 4 heißt es sogar: „wie es vorgeschrieben steht.“ Das heißt es: „Und sie feierten das Laubhüttenfest so, wie es geschrieben steht, und opferten Brandopfer Tag für Tag in der vorgeschriebenen Zahl für das, was für jeden Tag bestimmt war.“ Also bezüglich der Opfer hatte man sich schon bei Serubbabel und Esra sehr genau am Wort Gottes orientiert.

[13:15] Das war auch der Fall zum Beispiel bei Salomo in 2. Chronik 7, Verse 8 bis 10. Das Laubhüttenfest war natürlich das siebte, das letzte der sieben großen Feste. Und wir lernen aus 3. Mose 23, wo diese sieben Feste aufgeführt sind, dass es als Erinnerung an den Auszug aus Ägypten dienen sollte.

[13:44] Und interessanterweise hatte der Prophet Sacharja gesagt, der ja nur einige Jahrzehnte vorher gewirkt hatte, dass dieses Laubhüttenfest nach dem Exil zu einem Rückgrat der israelitischen Mission, der jüdischen Mission unter den Heiden sein sollte. Das können wir kurz lesen in Sacharja 14 und dort Verse 16 bis 19.

[14:00] „Es wird geschehen, dass alle übrig geblieben sind von all den Heidenvölkern, die gegen Jerusalem gezogen sind, Jahr für Jahr heraufkommen werden, um den König, den Herrn der Herrschaft, anzubeten und das Laubhüttenfest zu feiern. Und es wird geschehen, dass jenige von den Geschlechtern der Erde, das nicht nach Jerusalem hinaufziehen wird, um den König, den Herrn der Herrschaft, anzubeten, über dieses wird kein Regen fallen und so weiter.“

[14:29] Das heißt, wir sehen hier, das Laubhüttenfest war von den Propheten als ein besonderes Fest bezeichnet worden. Und man lernt aber jetzt über dieses Laubhüttenfest etwas, was man bisher seit langem nicht beachtet hatte. Und das zeigt uns, man muss immer in der Position eines Lernenden verbleiben.

[14:46] In Vers 15 heißt es: „Und so ließen sie es verkünden und in allen ihren Städten und in Jerusalem ausrufen und sagen: Geht hinaus auf die Berge und holt Ölzweige, Zweige vom wilden Ölbaum, Myrtenzweige, Palmzweige und Zweige von dicht belaubten Bäumen, um Laubhütten zu machen, wie es geschrieben steht.“ Und wir wissen aus 5. Mose 16, Vers 16, das Laubhüttenfest war eines der Feste, das in Jerusalem gefeiert werden musste.

[15:14] Vers 16: „Und das Volk ging hinaus, und sie holten die Zweige und machten sich Laubhütten, jeder auf seinem Dach und in ihren Höfen und in den Höfen am Haus Gottes und auf dem Platz am Wassertor und auf dem Platz am Tor Ephraim.“ Das sind verschiedene Orte. Wir haben in den letzten Sendemanuskripten ab und zu eine Karte mit dabei gehabt. Verschiedene Orte in Jerusalem.

[15:36] Das Wassertor ist im Osten, das Tor Ephraim ist im Westen, der Tempel ist im Norden. Also die Laubhütten wurden an verschiedenen Orten aufgestellt, auf den Dächern auch. Die Dächer waren ja damals flach, weil man konnte darauf gehen. Haben ein paar Parallelstellen hier im Sendemanuskript als Belege.

[15:52] Vers 17: „Und jetzt kommt ein außergewöhnlicher Vers. Und die ganze Gemeinde derer, die aus der Gefangenschaft zurückgekehrt waren, machten Laubhütten und wohnten in den Hütten, denn die Kinder Israels hatten es seit der Zeit Josuas, des Sohnes Nuns, bis zu diesem Tag nicht so gemacht, und sie hatten sehr große Freude.“ Das ist spektakulär.

[16:20] Also erstmal geht es um temporäre Wohnungen. Es geht um Zelte, Laubhütten oder im Vergleich wie Zelte. Das sollte ein Symbol sein für das Pilgerleben der Gläubigen. Wir wissen aus dem Hebräerbrief ja auch, dass nicht ohne Grund die Patriarchen in Zelten lebten, weil sie die eigentliche Stadt Gottes erwarteten. Und das ist ein Bild auch für unser Leben. Wir sollten unsere Hoffnung und unser Fundament nicht auf diese Erde legen, sondern auf die zukünftige.

[16:49] Und hier wird uns jetzt gesagt, dass seit den Tagen von Josua das Laubhüttenfest nicht mehr genau so mit den Laubhütten gefeiert worden war, wie es jetzt gefeiert worden ist. Und Josua war natürlich der Nachfolger von Mose, der das Volk Israel in das gelobte Land geführt hat. Der Auszug aus Ägypten wird unterschiedlich datiert, aber eine Möglichkeit ist das Jahr 1446 vor Christus. Also dann ist die Landnahme unter Josua so ungefähr 1400 vor Christus.

[17:20] Das heißt, etwa 950 Jahre lang war das Laubhüttenfest nicht exakt korrekt gefeiert worden. Das heißt, selbst bei den besten Königen, bei David und bei Salomo, bei den größten Propheten zur Zeit von Samuel, wann immer man in der Zwischenzeit große Gottesmänner ausmachen kann, niemals, selbst unter Serubbabel oder vorher unter Josia, niemals ist das Laubhüttenfest exakt so gefeiert worden, wie es im Gesetz Gottes stand.

[17:56] Und das ist eine sehr interessante Tatsache, denn das bedeutet, dass die Tatsache, dass eine bestimmte biblische Wahrheit über Jahrhunderte von großen Gottesmännern nicht praktiziert worden ist, macht sie nicht weniger wahr. Das ist ein wichtiger Punkt, wenn man über den Sabbat redet. Man findet dort über Jahrhunderte in der Kirchengeschichte gläubige Männer, Männer Gottes, Reformatoren, die den Sabbat nicht gefeiert haben, nicht beachtet haben. Und das ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Sabbat der wahre Ruhetag ist. Hier haben wir in einem anderen Bereich dasselbe Prinzip.

[18:21] Wir finden ähnliche Gegebenheiten bei Hiskia. Dort wird uns gesagt, dass sie ein Passah gefeiert haben, wie es seit den Tagen Davids nicht gefeiert worden war. Das waren so circa 250 Jahre. Unter Josia hat man das Passah noch genauer gefeiert und da heißt es, es war seit den Tagen Samuels nicht mehr so gefeiert worden. Das waren also ungefähr 430 Jahre. Und jetzt wurde hier etwas wieder entdeckt, was fast ein Jahrtausend in Vergessenheit geraten war.

[18:55] In Vers 18 heißt es: „Und es wurde im Buch des Gesetzes Gottes gelesen, Tag für Tag, vom ersten Tag bis zum letzten Tag. Und sie feierten das Fest sieben Tage lang und am achten Tag war eine Festversammlung nach der Vorschrift.“ Also sieben Tage lang sollte geopfert werden, so sagt es 3. Mose 23, Abvers 36.

[19:16] Und wenn man das jetzt so ein bisschen vergleicht mit Esra 3, wo ja auch das Laubhüttenfest gefeiert worden ist und die Opfer wieder aufgenommen worden sind, dann suggeriert das hier, dass das Opfern, wie es in Esra 3 so betont wird, und das Studium der Heiligen Schrift, was hier im Zusammenhang mit dem Laubhüttenfest so bedeutsam ist, dass das in einem engen Verhältnis zueinander steht.

[19:42] Mit anderen Worten, so wie Serubbabel und Jeschua, als sie zurückkamen im siebten Monat, zur Zeit des Laubhüttenfestes, das Opfern wieder einführten, so sind hier Nehemia und Esra, die Israeliten, dabei, sich für das Wort Gottes zu interessieren, auch zur Zeit des Laubhüttenfestes. Und das zeigt uns, dass beides zusammengehört: die Bibelkenntnis und das Opfer.

[20:12] Die Juden glaubten ja später, zur Zeit von Jesus, dass ein Opfer und eine Bibelkenntnis ohne Jesus ausreicht, aber beides weist direkt auf Jesus. Sowohl das Opfer weist auf Jesus als auch das Bibelstudium. Johannes 5, Vers 39 sagt das ja ganz deutlich. Und Jesus hat selbst über das Laubhüttenfest gesprochen, als er in Johannes 7, Verse 37 bis 39 folgendes sagte.

[20:39] Johannes 7 und dort ab Vers 37 und dort bis 39: „Aber am letzten, dem großen Tag des Festes, stand Jesus auf und rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke. Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“

[21:02] Was sagt er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben? Denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war. Jesus sagt hier beim Laubhüttenfest: „Kommt zu mir.“ Das gesamte Laubhüttenfest mit seinen Opfern und mit der Schriftlesung, beides sollte zu Jesus führen. Was immer wir an gottesdienstlichen Handlungen vornehmen, was immer wir in der Bibel studieren, es sollte uns zu Jesus bringen.

[21:29] Interessant ist, wie er sagt: „Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt.“ So war also dieses Laubhüttenfest auch zur Zeit von Nehemia ein Typus, ein Hinweis auf den kommenden Erlöser. Und daher kam die geistliche Kraft, die die Israeliten hier spürten, das, was das Fundament der Erweckung der Reformation war. Es war ein Laubhüttenfest, wie es die Schrift sagt, und darin besteht die Kraft. Wenn wir Gott glauben, ihm vertrauen, auch in den Details, dann kann er uns besonders segnen.

[21:54] Kommen wir zu Kapitel 9. In Vers 1 heißt es aber: „Am 24. Tag dieses Monats, das ist der siebte Monat, der Monat Tischri, kamen die Kinder Israel zusammen und erfassten in Sacktuch gekleidet und mit Erde auf ihren Häuptern.“ Das war wohl der 19. Oktober 444 v. Chr. Am 10. Tischri, am 5. Oktober, war der große Versöhnungstag gewesen und vom 15. bis zum 22., also vom 10. bis 17. Oktober, das Laubhüttenfest, von dem wir gerade gesprochen haben.

[22:38] Ist ganz interessant, ist nicht ganz klar, warum. Aber der große Versöhnungstag wird hier nicht explizit erwähnt, aber man sollte den auch mitdenken. Der hat hier auch eine große Rolle gespielt vom Termin her. Aber das Laubhüttenfest ist jetzt vorbei und zwar am 17. Oktober, am 22. Tischri, dann ist ein Tag Pause und schon am übernächsten Tag, am 24. Tischri, am 19. Oktober, kommt das Volk wieder zusammen.

[23:03] Das, was man seit dem ersten Tag des Monats, seit dem Posaunenfest auf dem Herzen hat, das soll jetzt voll und ganz ausgesprochen werden. Das Sündenbekenntnis wird nicht aufgehoben, nur weil die Segnungen der Feste uns geistlich gestärkt haben. Also ich kann nicht sagen: „Naja, ich bin eigentlich ein schwerer Sünder, jetzt bin ich im Gottesdienst und das war so gesegnet dort, die Predigt war so toll, ich habe mich so gesegnet gefühlt, ich habe so viel gelernt, da muss ich vielleicht meine Sünde gar nicht mehr bekennen.“ Nein, nein, nein, nein. Geh nach dem Gottesdienst nach Hause, nach der Predigt, die du gehört hast, die dich gesegnet hat, und bekenne dann trotzdem mit aller Reue deine Sünde und kehre von Herzen um, so wie es die Israeliten hier auch gemacht haben.

[23:48] Mit Fasten, so auch wie in Esra Kapitel 8 und auch in anderen Stellen. Und es wird ja schon in Joel, wurde den Israeliten ganz deutlich empfohlen zu fasten und zusammen zu kommen und zu beten. Ihr kennt die Stelle in Joel Kapitel 1 und dort Fest 13 und 14. „Heiligt ein Fasten, ruft eine allgemeine Versammlung, versammelt die Ältesten, alle Bewohner des Landes zum Haus des Herrn, eures Gottes, und schreit zum Herrn.“

[24:23] Genau das passiert dann in Kapitel 2 in Joel. Und als das Volk gemeinsam betet und um Sündenvergebung bittet, dann sendet Gott seinen Heiligen Geist und das Buch Joel nimmt dann plötzlich eine ganz spektakuläre Wendung. Dazu mehr in unserer Predigt-Serie über das Buch Joel.

[24:42] Erde auf den Häuptern ist ein sehr eindrückliches Symbol, das wird nach der Niederlage von Ai in Josua 7 erwähnt, auch nach dem Verlust der Bundeslade, nach einer Niederlage gegen die Philister. In 1. Samuel 4 auch Hiobs Freunde werfen sich Staub auf die Erde. Also das sind wirklich wesentliche Niederlagen, das ist ganz tragisch, katastrophale Niederlagen, die hier eigentlich angesprochen werden.

[25:09] Die Israeliten haben ihre Sünde nicht bagatellisiert, sie haben nicht versucht irgendwie zu rationalisieren und sagen: „Naja, das war deswegen und so.“ So genau sie waren mit der Einhaltung des Wortes Gottes, so präzise haben sie erkannt, wie schwerwiegend die Sünde ihrer Väter und ihre eigene Sünde gewesen ist.

[25:27] Vers 2: „Und der Same Israels sonderte sich von allen Kindern der Fremden ab, und sie taten hin und bekannten ihre Sünden und die Missetaten ihrer Väter.“ Offensichtlich hatte es erneut Vermischungen mit den Heiden gegeben, wie schon zwölf Jahre zuvor, als nach der Ankunft von Esra dort eine gewaltige Reformation stattfand.

[25:52] Und es kommt jetzt zu einem Sündenbekenntnis. Und zwar, das kennen wir schon, wir kennen es von Daniel aus Daniel 9, wir kennen es aus Esra von Esra 9 und wir kennen es von Nehemia aus Nehemia 1. Dort waren es immer Einzelpersonen, Glaubensmänner. Hier betet jetzt das ganze Volk. Und auch das ist ein wichtiger Punkt.

[26:10] Diese großen Gebete von Daniel, von Nehemia, von Esra sollen uns Vorbilder sein, aber was wichtig ist, dass die ganze Gemeinde zusammenkommt und gemeinsam betet und Sünden bekennt. Und echtes Sündenbekenntnis wird immer die Vergebung Gottes zur Folge haben. Das versichert uns 1. Johannes 7, Vers 9: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“

[26:35] Vers 3: „Und sie standen auf an ihrem Platz. Man las dem Buch des Gesetzes des Herrn, ihres Gottes, während eines Viertels des Tages. Und sie bekannten ihre Sünden und warfen sich nieder vor dem Herrn, ihrem Gott, während eines anderen Viertels des Tages.“ Wir hatten ja gesehen, dass am ersten Tischri, wie beim Posaunenfest, der ganze Vormittag vorgelesen wurde. Jetzt wird die Zeit aufgeteilt zwischen Bibelstudium und Gebet.

[26:58] Das ist vielleicht auch eine interessante Beobachtung. Vielleicht sollten auch wir noch mehr Zeit dem Gebet widmen, auch in unseren Gottesdiensten, in unseren Versammlungen, wo immer wir zusammenkommen, um Gottes Wort zu studieren.

[27:17] Vers 4: „Und Jeschua, Banni, Kadmiel, Sebanias, Buni, Seribja, Bani und Kenani traten auf das Podest der Leviten und schrien laut zu dem Herrn, ihrem Gott.“ Einige von denen sind wohl identisch mit den erwähnten in Nehemia 8, Vers 7. Und dieses Lautschreien erinnert an 2. Chronik 20, Vers 19, wo die Leviten auch mit lauter Stimme, mit schallender Stimme loben.

[27:45] Vers 5: „Und die Leviten Jeschua, Kadmiel, Bani, Hasabneja, Seribja, Hodia, Sebanias und Pataja sprachen: Steht auf! Lobt den Herrn, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und man lobe den Namen deiner Herrlichkeit, der über alle Danksagungen und über alles Lob erhaben ist.“ Dieses „steht auf“ ist in Harmonie mit Nehemia 8, Vers 5, wo auch das Volk aufstand, als das Wort Gottes gelesen worden ist.

[28:13] Das Loben kennen wir auch schon aus anderen einschlägigen Stellen. Esra 3, Vers 11 war da zum Beispiel eine. Interessant an diesem Vers ist, wie innerhalb des Verses sich die Perspektive wechselt. Zuerst reden die Leviten zum Volk und sagen: „Steht auf! Lobt den Herrn, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit!“ Und dann wechselt quasi der Adressat. Die sprechen nicht mehr zum Volk, sondern sprechen plötzlich schon Gott an.

[28:34] Und man lobe den Namen deiner Herrlichkeit, der über alle Danksagungen und über alles Lob erhaben ist. Sehr schön, wie diese Aufforderung ins Gebet ganz harmonisch in das Gebet selbst einmündet. Und das ist jetzt eines der schönsten Gebete der ganzen Bibel. Es ist eigentlich eine Hymne.

[28:50] Wir sehen ja in den Büchern Esra, Nehemia eine ganze Reihe von verschiedenen Textsorten. Wir haben historische Berichte, wir haben Erlasse, offizielle Dekrete, wir haben offizielle Briefe der Verwaltung, wir haben Listen, Berichte über Bauberichte, wir haben die verschiedensten, wir haben Gebete, verschiedenste Textgattungen. Und hier haben wir eine wunderschöne Gottesdienst-Hymne, ein Gebet, wie wir gleich sehen werden, dass sich in vielem auch thematisch an den Psalmen orientiert.

[29:23] Der Name der Herrlichkeit, da haben wir ein paar Parallelstellen hier mit auf dem Manuskript. Und interessant ist auch die Idee, der über alle Danksagungen und alles Lob erhaben ist. Egal wie sehr man Gott lobt, man trifft nie den vollen Umfang dessen, was Gott alles getan hat. Mit anderen Worten, man kann Gott gar nicht genug loben.

[29:51] Vers 6: „Jetzt beginnt diese Hymne, die an Schönheit kaum zu übertreffen ist. Du bist der Herr, du allein. Du hast den Himmel gemacht, aller Himmel, Himmel samt ihrem ganzen Heer, die Erde und alles, was auf ihr ist, die Meere und alles, was in ihnen ist. Du erhältst alles am Leben, und das Heer des Himmels betet dich an.“

[30:07] Von hier an bis ans Ende des Kapitels haben wir dieses wunderbare, schöne Gebet, diese Gebetshymne, und sie beginnt ganz vorne. Zunächst einmal, bevor sie bei der Schöpfung beginnt, beginnt sie mit diesem: „Du bist der Herr, du allein.“ Das ist ein direkter Bezug zum Glaubensbekenntnis der Israeliten, zur vielleicht wichtigsten Stelle des ganzen Alttestamentes.

[30:28] 5. Mose 6, Vers 4: „Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein! Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.“ Damit geht es los. Dort, wo in 5. Mose 6, haben wir einiges ja schon auch dazu in unserer Serie „Höre Israel“ gesagt, wo das Herz des Himmels quasi schlägt, dort beginnt diese Hymne.

[30:53] „Du bist der Herr, du allein.“ Und dann geht es chronologisch los mit der Schöpfung, wie wir gesehen haben. Der Bezug natürlich zu 1. Mose Kapitel 1. Die schöpferische Kraft Gottes ist der Grund für seine Anbetung, so wissen wir aus Offenbarung 4 und deswegen ein entscheidender Teil des Endzeitevangeliums, wie wir es in Offenbarung 14 finden.

[31:15] Er ist nicht nur der Schöpfer, sondern auch der Erhalter des Lebens, so sagt uns Kolosser 1, Vers 17, auch Hebräer 1, Vers 3. Und das Heer des Himmels sind die Engel, da haben wir einige Stellen hier aufgeschrieben. Und nach Hebräer 1, Vers 6 wird auch Jesus von den Engeln angebetet.

[31:33] Vers 7: „Du, Herr, bist der Gott, der Abraham erwählt und aus Ur in Chaldäa herausgeführt und mit dem Namen Abraham benannt hat.“ Jetzt beginnt die Erzählung der Heilsgeschichte im engeren Sinne seit der Zeit Abrahams. Und wir haben hier natürlich die Geschichten, die wir kennen aus 1. Mose 12, auch in Apostelgeschichte 7 noch mal erwähnt. Jesaja 41, Verse 8 und 9 sagt uns, dass Abraham Gottes Freund gewesen ist.

[32:00] Es beginnt mit der Schöpfung, mit der Idee, dass Gott Freunde hat, Freunde macht und sie führt. Ur in Chaldäa natürlich der Ort in Südmesopotamien, in Babylonien, der dort damals noch relativ am Golf lag, in 1. Mose 11 und 1. Mose 15 erwähnt wird. Der Name Abraham wurde Gott gegeben in 1. Mose 17, dort im Zusammenhang mit der Erneuerung des Bundes und der Verheißung des verheißenen Sohnes.

[32:29] Vers 8: „Und du hast sein Herz treu vor dir gefunden und den Bund mit ihm geschlossen, das Land der Kanaaniter, der Hethiter, Amoriter, Perisiter, Jebusiter und Girgasiter seinem Namen zu geben, und du hast dein Wort gehalten, denn du bist gerecht.“ Ein toller Vers.

[32:44] Der Glaube Abrahams wird in 1. Mose 15, Vers 6 ja beschrieben. Er glaubte Gott und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet. Der Bund auch in 1. Mose 15, dann erneuert in 1. Mose 17 und nochmal in 1. Mose 22. Und der Grund, die Grundlage dieses Bundes war immer die Liebe Gottes. Das sagt uns 5. Mose 7, Verse 8 und 9.

[33:05] Weil er die Väter liebte, hat er sie oder weil er das Volk Israel liebt, hat er diesen Bund mit ihnen geschlossen. Dieser Bund zielte auf das Kommen des Erlösers, so sagt uns Lukas 1, Verse 72 und 73. Das heißt, wir sehen hier von Anfang an, dass diese ganze Heilslinie auf den Erlöser hin zielt.

[33:34] Lukas 1 und dort Verse 72 und 73, dort heißt es: „Um Barmherzigkeit zu erweisen an unseren Vätern und zu gedenken an seinen heiligen Bund und zu gedenken an den Eid, den er unserem Vater Abraham geschworen hat, uns zu geben, dass wir, erlöst aus der Hand unserer Feinde, im Dienst ohne Furcht in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm alle Tage unseres Lebens.“

[33:48] Gott sendet dann später Jesus, um genau diesen Bund, den er mit Abraham gemacht hat, zu erfüllen. Er hat sein Wort gehalten, das ist sehr deutlich. Später heißt es in Josua 21, dass nichts von den Worten Gottes gefehlt hat. Alles hat sich genauestens erfüllt.

[34:10] Und es ist ein sehr wichtiger, interessanter Gedanke, den wir uns durch den Kopf gehen lassen wollen. Die Gerechtigkeit Gottes ist der Grund für die Einhaltung seiner Verheißungen. Titus 1, Vers 2 sagt uns ja, dass Gott nicht lügen kann. Und weil das so ist, weil Gott seine Verheißungen erhält, weil er gerecht ist, deswegen können wir auch die Gerechtigkeit Gottes nur erhalten durch die Verheißungen, durch den Glauben an sein Wort.

[34:34] Und da sagt uns ja Römer 1, Verse 16 und 17 ganz deutlich, wenn man es mit Matthäus 4, Vers 4 vergleicht: „Der Mensch lebt aus dem Glauben, der Mensch lebt aus jedem Wort.“ Römer 10, Vers 17 sagt, dass der Glaube aus der Verkündigung des Wortes kommt.

[34:51] Vers 9: „Du hast das Elend unserer Väter in Ägypten angesehen und ihr Schreien am Schilfmeer erhört.“ Das bezieht sich auf 2. Mose 2 und 3, wo Gott sagt: „Ich habe ihr Elend gesehen, ich kenne ihre Schmerzen.“ Er hat jede Träne bemerkt. Das Schreien am Schilfmeer natürlich in 2. Mose 14, als sie eingeschlossen waren von Bergen, Meer und Ägypten.

[35:16] Vers 10: „Und du hast Zeichen und Wunder getan an Pharao und an all seinen Knechten und an allem Volk seines Landes, denn du wusstest wohl, dass sie Übermut mit ihnen getrieben hatten. Und du hast dir einen Namen gemacht, wie es am heutigen Tag offenbar ist.“ Merken wir uns den Begriff „Übermut“?

[35:30] Es bezieht sich auf die 10 Plagen, die Vernichtung der ägyptischen Armee am Schilfmeer. Das kennen wir aus dem Buch 2. Mose, wird dann immer wieder auch aufgegriffen. Und was wir hier sehen werden, was wir jetzt nicht jedes Mal hier erwähnen werden, aber im Sendemanuskript ganz präzise aufgeschrieben haben, ist, all diese Verse sprechen über Themen der Heilsgeschichte, die immer wieder auch in einschlägigen Psalmen, wie Psalm 78, Psalm 105, Psalm 106 erwähnt werden und dort auch poetisch aufgearbeitet werden.

[36:02] Gott hat sich einen Namen gemacht, wie es am heutigen Tag offenbar ist. Gott hatte schon dem Pharao gesagt, in 2. Mose 9, Vers 16, dass aufgrund seines Handelns er sich der ganzen Welt offenbaren wird. Das finden wir in 2. Mose 9 und dort Vers 16 als wichtiger Gedanke, der deutlich macht, dass diese Geschichten nicht einfach nur da sind, damit wir wissen, was passiert ist, sondern sie sollen das Wesen Gottes offenbaren.

[36:21] Dafür gibt es Heilsgeschichte und deswegen wird sie immer wieder gepredigt und gesungen und gebetet. 2. Mose 9, Vers 16 sagt Gott zu Pharao: „Aber ich habe dich eben dazu bestehen lassen.“ Er sagt: „Ich hätte dich schon längst umbringen lassen können, aber ich habe dich bestehen lassen, dass ich an dir meine Macht erweise und dass mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde.“

[36:42] Die gesamte Exodus-Geschichte mit allem, was daraus folgte, sollte Gottes Namen in der Welt erneut bekannt machen. Und Gott hat sich einen ewigen Namen gemacht dadurch und das wird auch sehr deutlich in anderen Bibelstellen.

[36:52] Vers 11: „Du hast das Meer vor ihnen zerteilt und sie gingen mitten durchs Meer auf dem Trocknen, aber ihre Verfolger hast du in die Tiefe geschleudert, wie einen Stein in mächtige Wasser.“ Das mit dem Stein ist wörtlich ein Zitat aus 2. Mose 15, wo ja die ganze Geschichte dann nochmal dargestellt wird. In 2. Mose 14 und 15 haben wir diese Geschichte.

[37:15] 2. Mose 15, Vers 5, in dem Lied heißt es: „Die Tiefe hat sie bedeckt, sie sanken auf den Grund wie ein Stein.“ Es geht weiter in Vers 12: „Du hast sie geleitet, bei Tag mit einer Wolkensäule und bei Nacht mit einer Feuersäule, um ihnen den Weg zu erleuchten, auf dem sie ziehen sollten.“

[37:34] Auch das finden wir natürlich in 2. Mose 13 und auch in den Psalmen erwähnt. Und wir haben hier ein paar englische Ellen White-Zitate, die auch deutlich machen, dass Jesus selbst in der Wolken- und Feuersäule gegenwärtig gewesen ist.

[37:51] Vers 13: „Du bist auf dem Berg Sinai herabgefahren.“ Also wir haben jetzt den Auszug aus Ägypten, das Wunderschilfmeer, wir haben die Leitung Gottes, jetzt kommt der Sinai, die Verkündigung des Gesetzes Gottes. „Du bist auf dem Berg Sinai herabgefahren und hast mit ihnen vom Himmel her geredet und ihnen richtige Ordnungen und wahrhaftige Gesetze gegeben, gute Satzungen und Gebote.“

[38:10] Hier geht es um Gottes Offenbarung am Sinai, wie wir sie in 2. Mose 19 und 20 kennen. Wir wissen, dass Gott mit ihnen geredet hat, dass er zu ihnen allen sprach und zwar Angesicht zu Angesicht, sagt 5. Mose 5, Vers 4 als Metapher, um deutlich zu machen, dass Gott ihr Freund sein wollte.

[38:31] Es waren gute Gebote, 5. Mose 4, Vers 8 sagt, dass selbst die Heiden, wenn sie von diesen Geboten hören würden, zugeben würden, dass sie von überragender Qualität seien. Gottes Gesetz ist gut, das macht die Bibel immer wieder deutlich, Psalm 19, Römer 7 sagen das ganz deutlich.

[38:55] Dann geht es weiter in Vers 14. Interessanterweise wird hier ein Gebot besonders betont und das ist deswegen interessant, weil wir schon gesehen haben, dass in Nehemia in vielerlei Hinsicht wir eine Parallele zu Jesaja 58 haben, mit dem Aufbau der Mauern, der Wiederherstellung der Straßen, der Vermauerung der Breschen, die Idee von guten Werken für den Nächsten als wahres Fasten, was wir mit Nehemia 5 in Verbindung gebracht haben.

[39:21] Und auch hier haben wir jetzt den Sabbat, der auch in Jesaja 58, diesem Endzeitkapitel, eine große Rolle am Ende spielt. „Deinen heiligen Sabbat hast du ihnen verkündet und ihnen Gebote, Satzungen und ein Gesetz geboten durch deinen Knecht Mose.“

[39:35] Wir haben hier also einmal den Sabbat, den wir aus verschiedenen Bibelstellen natürlich sehr gut kennen, wir haben sie alle hier auch einige aufgeführt, aber es werden auch die Satzungen besprochen oder angesprochen, die durch Mose gegeben wurden. Also wir haben die Gebote in Vers 13, die Gott geredet hat, aber auch die Gebote, die dann durch den Knecht Mose gegeben worden sind, das umfasst dann auch zusätzlich das Zeremonialgesetz mit all den verschiedenen Bestimmungen, die wir in den Mosebüchern finden.

[40:07] Vers 15: „Brot vom Himmel hast du ihnen gegeben, als sie hungerten, und Wasser aus dem Felsen hast du für sie hervorgebracht, als sie dürsteten, und du hast ihnen befohlen, hineinzugehen und das Land einzunehmen, über das du deine Hand zum Schwur erhoben hattest, es ihnen zu geben.“

[40:22] Wir kennen die Geschichten vom Manna, zum Beispiel 2. Mose 16, das Wasser aus dem Felsen, 2. Mose 17, beides war nach 1. Korinther 10, Verse 3 und 4 ein Symbol für Christus. Also in dieser schönen Beschreibung der Heilsgeschichte werden immer wieder die Elemente besonders herausgegriffen, die auf Christus verweisen. Seine Leitung durch die Wolken- und Feuersäule, das Manna und das Wasser, beide Symbole für Christus. Das Gesetz selbst, das ja von Christus gegeben worden ist.

[40:47] So sehen wir, dass eigentlich bei genauer Betrachtung diese Hymne eigentlich auch eine Hymne über Jesus ist. Und Gott hatte geschworen, sie hineinzubringen.

[40:59] Vers 16: „Aber sie und unsere Väter wurden übermütig.“ Achtung, dasselbe Wort wie in Vers 10 von den Ägyptern. „Sie wurden übermütig und heil-stark, so dass sie deinen Geboten nicht folgten.“ Das Wort „heil-stark“ ist ein Wort, das man in der Geschichte Israels immer wieder findet, auch die einschlägigen Psalmen berichten von dieser Rebellion. Jesaja 63, Vers 10 spricht davon, dass sie den Heiligen Geist betrübten. Etwas, das durch die Geschichte noch hindurchziehen wird.

[41:29] Vers 17: „Und sie weigerten sich zu hören und gedachten nicht an deine Wunder, die du an ihnen getan hattest, sondern wurden heil-stark und gaben sich selbst den Oberhaupt, um in ihrer Widerspenstigkeit in die Knechtschaft zurückzukehren.“ Das ist natürlich die Geschichte bei Kadesch-Barnea in 4. Mose 14, als man tatsächlich nicht nur nicht nach Kanaan hineingehen wollte, sondern zurück nach Ägypten wollte und sich einen Leiter wählen wollte. Und das war so der Gipfel der Rebellion gegen Gott in der ersten Generation.

[42:04] Und es heißt hier weiter: „Aber du bist ein Gott der Vergebung, gnädig und barmherzig, langmütig und von großer Güte, und du hast sie nicht verlassen.“ Das ist einer der Gründe, warum diese Hymne so schön ist, weil Gott den Israeliten immer und immer wieder vergab. Wir finden schon in 4. Mose 14 bei der Geschichte, wie Mose genau diesen Aspekt der Vergebung Gottes besonders betont in seinem Gebet zu Gott.

[42:26] Da finden viele Bibelverse, Micha 7, Verse 18 bis 19: „Wer ist ein Gott wie du?“ Und auch in den Psalmen, die immer wieder deutlich machen: Gottes Gedanken sind höher als unsere Gedanken und Gott vergibt gerne. Die Erlösung besteht darin, dass er uns gerne die Sünden vergeben möchte, trotz unserer Rebellion. Er hat sein Volk nicht verlassen.

[42:54] Vers 18: „Selbst als sie sich ein gegossenes Kalb machten und sprachen: Das ist dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, und große Lästerung führten.“ Jetzt ist ein anderes Beispiel, das chronologisch davor stattfand, nämlich am Sinai schon, 2. Mose 32 angeführt. Das Argument der Leviten ist quasi: Selbst als das passiert ist, als sie ein Götzenbild sich gemacht haben, hat Gott sie nicht verlassen. Er war treu, trotz ihrer Untreue.

[43:15] Vers 19: „Hast du sie nach deiner großen Barmherzigkeit doch nicht verlassen? In der Wüste, die Wolkensäule wich nicht von ihnen am Tag, um sie auf dem Weg zu führen, noch die Feuersäule in der Nacht, um ihnen den Weg zu erleuchten, den sie ziehen sollten.“

[43:33] Was wir sehen können, ist ein Gott, der auch dann sich noch um Menschen kümmert, wenn sie gegen ihn rebellieren. Er sendet seinen Segen, den Sonnenschein und den Regen, auch auf die Gottlosen, auf die, die gegen ihn rebellieren. Er kann zwar gottlose Menschen nicht so sehr segnen, wie er Gläubige segnen kann, aber er segnet jeden Menschen, so viel es ihm möglich ist. Warum ist das so?

[43:57] Die Bibel sagt uns in Maleachi 3, Vers 6, dass Gott immer derselbe ist. In Maleachi 3 und dort, Vers 6, heißt es: „Denn ich, der Herr, verändere mich nicht. Deshalb seid ihr, die Kinder Jakobs, nicht zugrunde gegangen.“ Weil Gott so beständig ist und trotz unserer Untreue treu zu uns ist, deswegen sind wir noch nicht zugrunde gegangen und deswegen hat auch das Volk Israel immer wieder und immer wieder und immer wieder neue Chancen bekommen.

[44:30] Die Wolken- und Feuersäule haben wir in Vers 12 schon gesehen. Gott hat das nicht gemacht, weil sie ihm gehorchten, sondern er tat es, obwohl sie auch gegen ihn rebellierten. Das zeigt uns, dass Gottes Liebe unverdient ist und den Sünder darauf aufmerksam machen soll, was Gott für ihn tun kann, wenn er ihm vertraut.

[44:51] Lasst uns lernen, dass Gott uns so sehr segnet, auch wenn wir gegen ihn rebellieren, weil er in unserem Herzen wirken möchte und uns zeigen möchte, dass er es gut mit uns meint und uns wirklich gern hat, von ganzem Herzen.

[45:12] Vers 20: „Und du gabst ihnen deinen guten Geist, um sie zu unterweisen, und dein Manna nahmst du nicht von ihrem Mund. Und als sie dursteten, gabst du ihnen Wasser.“ Hier wird nicht nur das Manna und das Wasser und die Wolken- und Feuersäule angesprochen, sondern der Heilige Geist selbst, der während der Wüstenwanderung sie führte.

[45:29] Das wird in Jesaja 63, Verse 11 bis 14 sehr schön beschrieben. Jesaja 63 und dort Verse 11 bis 14, dort heißt es: „Da gedachte sein Volk an die alte Zeit an Mose. Wo ist der, welcher sie aus dem Meer führte mit dem Hirten seiner Herde? Wo ist der, der seinen heiligen Geist in ihre Mitte gab, seinen majestätischen Arm zur Rechten Gottes einherziehen ließ, der für ihn das Wasser zerteilte, um sich einen ewigen Namen zu machen? Haben wir es auch. Der sie durch die Wassertiefen führte, wie ein Ross auf der Ebene, ohne dass sie strauchelten, wie das Vieh, das ins Tal hinabsteigt. So brachte der Geist des Herrn sie zur Ruhe. So hast du dein Volk geführt, um dir einen herrlichen Namen zu machen.“

[46:15] Sowohl Jesaja als auch diese Leviten in Nehemia zeigen, das Volk Gottes wurde geführt durch den Heiligen Geist und den brauchen wir so sehr in unserem persönlichen Leben, in unseren Ortsgemeinden als weltweites Adventvolk. Wir brauchen den Heiligen Geist, denn der führt uns, selbst dann, wenn es auch Rebellion in der Gemeinde gibt.

[46:39] Widerstand Gottes Geist ist zwar sehr leicht zu betrüben, wie die Bibel uns offensichtlich auch zeigt, aber trotzdem hört Gott nicht schnell auf, uns zu segnen. Er versucht es immer wieder und immer wieder. Er ist langmütig und gnädig und ist gnädiger, als wir uns das überhaupt vorstellen können.

[46:59] Das Manna, so sagt uns die Bibel, wurde ja bis zum gelobten Land gegeben, 40 Jahre lang. Und in Vers 21 heißt es: „Du versorgtest sie 40 Jahre lang in der Wüste, dass sie nichts mangelte, ihre Kleider zerfielen nicht und ihre Füße schwollen nicht an.“ Das waren Menschen, die gegen Gott rebelliert hatten. 40 Jahre lang wurden sie versorgt.

[47:27] Wir sehen entsprechende Verse in 5. Mose, wie auch in 2. Mose. Ellen White sagt uns auch in Patriarchen und Propheten, dass auch der Stiftshüttendienst ununterbrochen vonstatten ging, damit das Volk immer wusste, es gibt die Möglichkeit umzukehren, es gibt Vergebung. Gott hat sein Volk nicht aufgegeben. Und seine Vorsehung, so sagt sie, sorgte weiter für ihre Bedürfnisse.

[47:48] Vers 22: „Du gabst ihnen Königreiche und Völker und teiltest ihnen das Gebiet aus, dass sie das Land Sihons einnahmen, das Land des Königs von Heschbon und das Land Ogs, des Königs von Baschan.“ Die einschlägige Geschichte in 4. Mose 21 und auch in 5. Mose 2 und 3. Das ist dann schon die zweite Generation, kurz vor der Einnahme Kanaans.

[48:13] Vers 23: „Du machtest ihre Kinder zahlreich wie die Sterne am Himmel und brachtest sie in das Land, von dem du ihren Vätern verheißen hattest, dass sie hineinziehen und es einnehmen würden.“ Diese starke Vermehrung war verheißen worden in 1. Mose 15, Vers 5 und auch 22, 17 und in 5. Mose 1, Vers 10 bestätigt Mose und sagt: „Der Herr hat euch zahlreich gemacht wie die Sterne des Himmels.“

[48:39] Vers 24: „Die Kinder zogen hinein und nahmen das Land ein, also die zweite Generation, und du demütigst vor ihnen die Einwohner des Landes, die Kanaaniter, und gabst sie in ihre Hand ebenso ihre Könige und die Völker im Land, dass sie mit ihnen nach Belieben handelten.“ Die Einnahme Kanaans, die war schon in 4. Mose 14, Vers 31 verheißen worden und die direkte Erfüllung finden wir dann in Josua 21, Verse 43 und 45. Das ganze Josua-Buch beschreibt ja diese Ereignisse.

[49:10] Vers 25: „Und sie eroberten feste Städte und ein fettes Land. Und jetzt Achtung, gut zuhören. Und nahmen Häuser besitzt mit allerlei Gut gefüllt, ausgehauene Brunnen, Weinberge, Ölbäume und Obstbäume in Menge. Und sie aßen und wurden satt und fett und ließen sich’s wohl sein in deiner großen Güte.“

[49:25] Das klingt erstmal ganz unverdächtig, aber hier ist ein ganz entscheidender Punkt. Denn diese Formulierungen sind ein direktes Zitat aus 5. Mose Kapitel 6. Dort im Zusammenhang mit diesem berühmten Glaubensbekenntnis, mit dem ja die Hymne begann. Dort heißt es nämlich in Vers 10, und das muss man sich jetzt auf der Zunge zergehen lassen, was diese Leviten ja mit welchem Feingefühl und Taktgefühl sie jetzt diesen Bibelstelle hier einflechten.

[49:54] Das heißt in Vers 10 von 5. Mose 6: „Wenn dich nun der Herr, dein Gott, in das Land bringen wird, von dem er deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, es dir zu geben, große und gute Städte, die du nicht gebaut hast, und Häuser voll von allem Guten, die du nicht gefüllt hast, und ausgehauene Zisternen, die du nicht ausgehauen hast, Weinberge und Ölbäume, die du nicht gepflanzt hast, und wenn du isst und satt geworden bist...“

[50:12] Und dann kommt Vers 12: „So hüte dich davor, den Herrn zu vergessen, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt hat.“ Und jetzt sagen die Leviten: „Wir haben genau das erlebt. Wir haben als Volk die Weinberge, die Ölbäume, die ausgehauenen Brunnen, die Häuser mit Besitz, das fette Land, die festen Städte, wir haben all das bekommen, und die nächsten Verse machen deutlich: Genau das, wovor Gott uns gewarnt hatte, nämlich den Herrn zu vergessen, genau das ist passiert.“

[50:41] Und das macht einen Teil, das ist ein wesentliches Element dieser Trauer, dass sie feststellen: Genau das, wovor Gott sie gewarnt hatte, genau das war eingetreten. Sie hätten es besser wissen können. Es ist eine Sache, wenn man einen Fehler macht und es nicht gewusst hat und sich dafür schämt und es einem leid tut. Eine andere Sache, wenn man merkt: Gott hat mich eindeutig gewarnt, und ich bin trotzdem in die Richtung gelaufen, und es ist all das Unheil gekommen, was er verheißen hat. Das treibt einem die Schamröte ins Gesicht.

[51:10] Und genau das passiert dem Volk Israel hier erneut in Nehemia 9, können wir das ganz deutlich sehen. Vers 26: „Das sehen wir jetzt an diesem nächsten Vers, aber sie wurden widerspenstig.“ Das ist sozusagen genau das, was nach 5. Mose 6 nicht hätte passieren dürfen, nicht passieren sollen. Sie wurden widerspenstig und lehnten sich auf gegen dich und warfen dein Gesetz hinter ihren Rücken, oder schlugen deine Propheten, die gegen sie Zeugnis ablegten, um sie zu dir zurückzuführen, und verübten große Lästerung.

[51:43] Nachdem sie so oft von Gott gesegnet worden waren, trotz ihrer Rebellion, und so viel erhalten hatten, haben sie trotzdem sich wieder gegen ihn abgewandt. Wie oft passiert es in unserem Leben, dass wir gegen Gott rebelliert haben, er uns trotzdem segnet, er Gutes tut, er uns wirklich von Herzen segnet, und wir dann trotzdem wieder ihn enttäuschen, gegen ihn rebellieren, sein Gesetz ignorieren? Ist dir das schon passiert?

[52:06] Und der Satan steht dann da und sagt uns: „Du bist zu weit gegangen, jetzt ist es vorbei, Gott mag dich nicht mehr.“ Aber diese Hymne zeigt, dass Gott immer und immer wieder mit seiner Liebe das Volk zurückholen möchte zu sich. Immer und immer wieder.

[52:18] Diese großen Lästerungen, die hier angesprochen sind, die sind natürlich ein Bezug auf die Richterzeit, und was wir jetzt in den nächsten Versen sehen, ist eigentlich nichts weiter als eine Zusammenfassung des Richterbuches. Das sehen wir hier jetzt in Vers 27.

[52:28] „Darum gabst du sie in die Hand ihrer Feinde, die sie bedrängten. Doch zur Zeit ihrer Drangsal schrien sie zu dir, und du erhörtest sie vom Himmel her, und gabst ihnen nach deiner großen Barmherzigkeit Retter.“ Das sind die Richter. Du hast sie oftmals errettet, nach deiner großen Barmherzigkeit. Das ist so ein Zyklus im Richterbuch.

[52:48] Vers 29. Und du liestest ihnen bezeugen… Vers 28, Entschuldigung. „Aber sobald sie Ruhe hatten, taten sie wiederum Böses vor dir, da hast du sie in der Hand ihrer Feinde überlassen. Die herrschten über sie. Wenn sie dann wieder zu dir schrien, erhörtest du sie vom Himmel her und hast sie oftmals errettet, nach deiner großen Barmherzigkeit.“

[53:05] Wir sehen hier diesen Zyklus, der immer wieder durch das Richterbuch sich zieht. Das Volk fällt ab. Das Volk gerät in Gefangenschaft, in Abhängigkeit, in Leid und Drangsal. Es betet vor Verzweiflung und sagt: „Herr, rette uns.“ Gott rettet sie, und sie haben Frieden und vergessen, was Gott für sie getan hat. Wie oft das ist, was in unserem Leben passiert.

[53:27] Und das steht nicht da, dass wir sagen: „Ach, na ja, dann ist das einfach so.“ Sondern es steht dazu da, dass genau das passiert, was bei den Israeliten unter Nehemia hier passierte, dass einem bewusst wird: So soll es nicht sein. Sollte einen traurig machen und zur Buße führen, zur Umkehr und zu einer echten Herzensreformation, die ich und du, die wir alle so dringend brauchen.

[53:59] Vers 29: „Und du liestest ihnen bezeugen, dass sie zu deinem Gesetz zurückkehren sollten, aber sie waren übermütig und folgten deinen Geboten nicht, sondern sündigten gegen deine Bestimmung, durch die der Mensch leben wird, wenn er sie tut. Und sie entzogen dir widerspenstig ihre Schulter und waren halsstarrig und folgten nicht.“ Bezeugt haben das die Propheten. Wir haben etliche Belegstellen hier auch dann in der späteren Königszeit in den Chroniken und Königen, wo das deutlich wird.

[54:17] Dieser Übermut, der schon in Vers 16 auftauchte, bei der ersten Generation auf dem Weg nach Kanaan. Dieser Übermut, der eigentlich auf die Rebellion der Ägypter in dieser Hymne hinwies. In Vers 10. Also in Vers 10 sind es die Ägypter, die übermütig sind gegen Gott. In Vers 16 ist es die erste Generation der Israeliten, die bei Kadesch-Barnea übermütig sind. Und jetzt sind es hier die nachfolgenden Generationen Israeliten, die immer wieder dieselbe Rebellion zeigen.

[54:44] Die Rebellion, die einen Ursprung hatte im Himmel bei Luzifer, der zu Satan wurde.

[54:50] Vers 30: „Du aber hattest viele Jahre lang Geduld mit ihnen und hast gegen sie Zeugnisse ablegen lassen durch deinen Geist, durch deine Propheten. Aber sie wollten nicht hören. Darum hast du sie in die Hand der Völker, der Länder gegeben.“

[55:07] Gott hatte lange Geduld und die Bibel hat viele Verse, die diese lange Geduld Gottes deutlich machen. Das Zeugnis kam durch die Propheten. Wenn wir die vielen Jahre anschauen, reden wir von Jahrhunderten, die Gott mit seinem Volk Geduld hatte. Die Propheten kamen und gingen, aber sie wollten nicht hören.

[55:25] Interessant ist, dass die Bibel hier sehr deutlich macht, dass durch die Propheten der Geist Gottes spricht, der sie nach Kanaan geführt hatte. Dieser Geist, der sie in der Wüste versorgt und geleitet hatte, der spricht durch die Propheten. Wie oft hören wir das Wort der Propheten? Ja, der Propheten. Und denken vielleicht, das ist nicht so wichtig, interessiert uns nicht, aber es spricht Gottes Geist durch sie und möchte uns ermahnen, möchte Zeugnis ablegen gegen uns, damit wir aufhören, widerspenstig zu sein in all den Bereichen unseres Lebens, wo Gott uns ermahnen muss.

[55:59] Und es heißt dann am Ende: „Darum hast du sie in die Hand der Völker, der Länder gegeben.“ Hier endet eigentlich sozusagen der geschichtliche Abriss dieser Hymne. Es sind die großen Wegmarken der Heilsgeschichte Israels besungen. Fast alle dieser Elemente, dieser Ereignisse werden auch in den bekannten Psalmen, wie wir sie schon erwähnt haben und einige andere auch, immer wieder aufgenommen.

[56:33] Das heißt, im Grunde genommen hatten die Leviten hier die alten Psalmen, die diese Heilsgeschichte oft als Erzählung zusammengefasst haben. Vor Augen ist es eigentlich selbst ein eigener Psalm, kann man sagen. Der einzige im Buch Nehemia sozusagen. Ein Psalmgebet, das Gottes Wirken zeigt und einen scharfen Kontrast erstellt zwischen der Untreue der Menschen und der überwältigenden Liebe und Geduld Gottes.

[56:55] Die Israeliten zur Zeit von Nehemia, die schauen jetzt zurück über die lange Heilszeit, über 1000 Jahre Heilsgeschichte, die sie schon kannten und merken: Die einzige Konstante, die es gibt, ist die Rebellion der Sünder und die unfassbare Geduld und Liebe Gottes. Wenn man sich manchmal auch etwas zurücklehnt und die Heilsgeschichte im Großen sieht, dann sieht man, es ist erstaunlich, was Gott alles erträgt und mit welch einer unglaublichen Geduld er immer und immer wieder seinem Volk nachgeht.

[57:30] Und wenn man das sieht, dann darf man glauben, dass auch Gott in unserem Leben, egal was wir verbrochen haben, egal wie wir gegen ihn rebelliert haben oder wie oft wir ihn enttäuscht haben, dass er nicht müde wird, nach uns nachzugehen. Wenn wir uns nach ihm ausstrecken, wenn wir ihm es erlauben wollen, dann kann er uns auch nach fortgesetzter Rebellion wieder zu sich zurückbringen.

[57:51] Die Völker der Länder, die hier angesprochen sind in Vers 30, das sind natürlich die Assyrer und die Babylonier ganz besonders, die Israel und Juda besiegten und dann die Einwohner ins Exil verschleppten.

[58:01] Vers 31: „Aber nach deiner großen Barmherzigkeit hast du sie nicht völlig vertilgt und sie nicht verlassen, denn du bist ein gnädiger und barmherziger Gott.“ Selbst als das Volk aus dem Land vertrieben wurde und manche Stämme sind ja nie wieder zurückgekehrt, hat Gott sie nicht ganz vertilgt. Nicht verlassen, denn er ist gnädig und barmherzig. Er geht notfalls mit ins Exil, um dort bei ihnen zu sein.

[58:27] Vers 32: „Nun, unser Gott, du großer Gott, mächtig und furchtgebietend, der du den Bund und die Gnade bewahrst, achte nicht gering an all das Elend, das uns getroffen hat, unsere Könige, unsere Fürsten, unsere Priester, unsere Propheten, unsere Väter und dein ganzes Volk seit der Zeit der Könige von Assyrien bis zum heutigen Tag.“

[58:49] Die Formulierungen sind sehr bedeutsam. „Unser Gott“ ist eine Lieblingsformulierung von Nehemia selbst, der „den Bund und die Gnade bewahrt“. Das kommt aus 5. Mose 7, Vers 9, auch in Daniels Gebet, Daniel 9, Vers 4 natürlich ganz prominent vertreten. Auch andere Formulierungen wie „unsere Könige, unsere Fürsten“ kommen aus dem Gebet aus Daniel 9. Wir sehen also, das haben wir im Laufe der Zeit hier sehr deutlich herausgearbeitet, dass dieses Gebet von Daniel 9 eine starke Wirkung auch auf die nächsten Generationen gehabt hat. Esra imitiert es und Nehemia imitiert es. Auch hier wird es wieder imitiert.

[59:25] Der erste König der Assyrer, der angefangen hatte, Israel zu bedrängen, war Pul, Tiglat-Pileser III. Der assyrische Name ist Kulti-Apil-Eschara. Und der war seit 745 König von Assyrien. Das heißt, knapp 300 Jahre lang ist jetzt dieser Zustand, den sie hier beschreiben. Die Assyrer haben sie bedrückt, die Babylonier und jetzt die Perser.

[59:47] Vers 33: „Du bist gerecht in allem, was über uns gekommen ist, denn du hast Treue bewiesen, wir aber sind gottlos gewesen.“ Das ist eine Zusammenfassung dieses ganzen Hymnus und eine Zusammenfassung des ganzen Gebetes von Daniel 9.

[59:59] Vers 34: „Und unsere Könige, unsere Fürsten, unsere Priester und unsere Väter, haben nicht nach deinem Gesetz gehandelt und haben nicht geachtet auf deine Gebote und auf deine Zeugnisse, die du ihnen hast bezeugen lassen.“ Immer und immer wieder bringen sie diesen Punkt sehr deutlich. Wenn sie gehört hätten, wenn sie geglaubt hätten, wenn sie Gottes Wort ernst genommen hätten und seine Gebote befolgt hätten, wäre das alles nicht passiert.

[1:00:21] Der Segen und der Fluch hängen davon ab, ob wir Gott glauben und seine Gesetze halten oder nicht. Sowohl damals als auch heute. Ob es in unseren Gemeinden Segen oder Fluch gibt, ob es unseren Familien in unserem persönlichen Leben Segen oder Fluch gibt, hängt davon ab, ob wir Gott glauben, seinem Wort vertrauen und seine Gebote deswegen halten wollen durch seinen Heiligen Geist.

[1:00:43] Und es heißt Vers 35: „Sie haben dir nicht gedient in ihrem Königreich, trotz deiner großen Wohltat, die du ihnen erwiesen hast, und trotz des weiten, fetten Landes, das du ihnen gegeben hast.“ Das ist diese Idee aus 5. Mose 6. Und sie haben sich von ihren bösen Taten nicht abgewandt.

[1:01:00] Vers 36: „Siehe, wir sind heute Knechte. Ja, in dem Land, das du unseren Vätern gegeben hast, damit sie seine Früchte und Güter genießen sollten. Siehe, in dem sind wir nun Knechte.“ Sie sagen: „Ja, wir sind zurückgekehrt. Wir sind zurückgekehrt in das Land Kanaan, aber wir sind hier nicht mehr autonom, wie damals zur Zeit von Samuel und David und Salomo.“

[1:01:28] Vers 37: „Und sein Ertrag mehrt sich für die Könige, das sind die persischen Könige, die du über uns gesetzt hast, um unsere Sünden willen, und sie herrschen über unsere Leiber und über unser Vieh nach ihrem Wohlgefallen, und wir sind in großer Bedrängnis.“

[1:01:44] Die Leviten verstehen hier, sie haben zwar den Tempel wieder aufgebaut, sie haben die Stadtmauern aufgebaut, aber noch immer sind sie nicht wirklich frei. Und sie werden auch nicht mehr frei werden, das ist jetzt die Klammer für die nächsten Jahrhunderte, denn nach den Persern werden die Griechen kommen und nach

[1:02:04] den Griechen werden die Römer kommen. All das lässt Gott zu, damit die Israeliten wirklich von ganzem Herzen sich auf den freuen, der echte Freiheit bringt. Und zwar nicht Freiheit von den Römern, sondern Freiheit von dem eigentlichen Feind. Der eigentliche Feind der Israeliten war ja nie die Moabiter oder die Ägypter oder die Aramäer oder wie all die Völker hießen, die gegen Israel Krieg führten. Das Problem der Israeliten war nicht die verschiedenen Völker, die in der Richterzeit immer mal wieder einfielen. Das Problem, das wird sehr deutlich, das Problem des Volkes war die Sünde, das war der Feind. Und es sieht so aus, als ob Gott ganz bewusst die Israeliten zurückführte, aber sie unter einer fremden Herrschaft beließ, um ihnen zu illustrieren das Wesen der Knechtschaft, damit sie verstehen, das wahre Problem, das gelöst werden muss, ist das Problem der Knechtschaft. Aber nicht das Problem der Knechtschaft zu den Persern oder den Griechen oder den Römern. Das wahre Problem ist das Problem der Knechtschaft der Sünde.

[1:03:05] Der Messias würde kommen, der König, der König der Gerechtigkeit, der diese echte Freiheit bringen würde. Dieses Gebet endet mit der Sehnsucht nach völliger Wiederherstellung, nach Aufhebung aller Knechtschaft und ist damit ein direkter Fingerzeig in die Zukunft auf den kommenden Messias. Die Israeliten haben das immer dann falsch verstanden. Sie dachten, der kommende Messias wird sie von der unterdrückenden Militärmacht befreien, der Römer. Aber wenn wir Nehemia 9 richtig lesen, ist der Feind in Wirklichkeit die Rebellion gegen Gottes Gesetz, sprich die Gesetzlosigkeit, sprich die Sünde und die muss besiegt werden.

[1:03:55] Und dazu ist Jesus gekommen, um die Sünde und ihre Folgen zu besiegen, damit wir echte Erlösung, echten Frieden und Freiheit in ihm haben durch seinen Heiligen Geist. Möchtest du, lieber Freund, liebe Freundin, so wie die Leviten damals und das Volk Israel zur Zeit von Nehemia, möchtest du aus der Heilsgeschichte lernen? Nicht nur die Geschichten lesen und sagen, aha, interessant, was früher passiert ist, sondern lernen, was die großen Prinzipien sind der Gerechtigkeit Gottes und der Sünde, die großen Prinzipien der Gnade Gottes und der Rebellion, die sich in der Geschichte immer und immer wieder zeigen, dass wir diese Prinzipien lernen und die Fehler nicht wiederholen, die Generationen vor uns gemacht haben, sondern dass wir eine echte Erweckung, Reformation erleben in unserem persönlichen Leben und in unseren Gemeinden. Ist das dein Wunsch? Gott segne deine Entscheidung. Nächste Woche werden wir hier weiter studieren und uns dann den nächsten Abschnitt in diesem Buch anschauen. Bis dahin wünsche ich Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.


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