[0:00] Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Cannstatt Study Hour. Wir haben ja in diesem Quartal das wunderschöne Thema über Familie, Familienzeiten. Und heute haben wir ein ganz besonderes Thema, nämlich es geht um gläubige Familien. Und ich denke, das ist nicht nur ein schönes Thema, sondern auch ein wichtiges Thema, das tiefer zu verstehen. Und weil ich mir selber nicht zutraue, dass ich alleine von mir aus Weisheit über dieses Thema habe, möchte ich, dass wir gemeinsam jetzt um Gottes Segen bitten, für mich, dass ich die Gedanken präsentiere, aber für uns alle, dass wir verstehen, was Gott uns mit diesem Thema sagen möchte.
[0:53] Vater im Himmel, von Herzen sagen wir Dir Dank für die Möglichkeit, Dein Wort aufzuschlagen, dass wir durch dieses Studium erkennen wollen, was Du uns sagen möchtest, Herr. Was hat es mit Familien auf sich? Was möchtest Du uns als Gedanken und Ratschläge für Familien, für gläubige Familien mitgeben? Und so bitten wir Dich, Herr, um Weisheit, dass Du uns führst in unseren Gedanken. Und hilf, Herr, dass es auch ganz praktische, positive Auswirkungen hat, weil wir von Dir geleitet sind. Wir danken Dir für Deine Gegenwart im Namen Jesu. Amen.
[1:29] Gläubige Familien. Wenn wir über dieses Thema nachdenken, ist es natürlich interessant. Es gibt verschiedene Abschnitte, die wir betrachten werden. Es geht ja um das Verhältnis von einer gläubigen Familie zu der Umwelt. Wie reagiert man auf die Umwelt? Was für einen Einfluss hat man selber als Familie auf die Umwelt? Und all diese Dinge wollen wir heute ein bisschen ansprechen, diskutieren. Aber bevor wir in die einzelnen Themen, in diese einzelnen Bereiche einsteigen, denke ich, ist es ganz wichtig, am Anfang erstmal zu klären, was ist denn überhaupt eine gläubige Familie? Wir wissen alle, was Familie ist. Die Lektion spricht davon ja, dass es sie in unterschiedlichen Ausführungen gibt. Aber Familie in der Grundidee besteht ja aus Eltern und Kindern, die eine Familie gründen. Und mit dieser Familie hat Gott ja einen Plan. Aber was heißt es nun, eine gläubige Familie zu sein? Und ich denke, grundsätzlich haben wir dann natürlich eine gewisse Vorstellung, was es heißt, erstmal gläubig zu sein. Und dann auch, was es bedeutet, eine gläubige Familie zu sein.
[2:40] Und zunächst sehen wir natürlich immer erstmal das, was wir vor Augen haben, was wir buchstäblich sehen. Nämlich das, was man beobachten kann. Die äußerlichen Dinge, das Verhalten, die Gegebenheiten, was man einfach sehen kann. Und so könnte man ja den Glauben danach bewerten, indem man sagt, okay, wie verbringt jemand seine Zeit? Hat er ein aktives Bibelstudium? Betet er regelmäßig? Geht jemand in die Gemeinde? Hat jemand bestimmte Ämter? Arbeitet jemand für Gott? Und wie er sich in verschiedenen Situationen verhält? Das könnten ja alles Indizien dafür sein, wie der Glaube ist. Ob jemand wirklich ein gläubiger Mensch ist. Und genauso auch in der Familie. Man könnte auch die Familie, eine gläubige Familie danach beurteilen, durch das, was man sieht. Indem man sieht, hat die Familie eine regelmäßige Morgenandacht als Familie zusammen? Beten sie zu den Mahlzeiten? Sind sie Gott dankbar? Wie reagieren sie in bestimmten Situationen? Sprich, das, was man sieht, ist erstmal ein, ja, das, was wir vielleicht als erstes einschätzen würden, was etwas über den Glauben aussagt.
[3:56] Und dennoch wollen wir uns jetzt am Beginn einfach einmal einen Text anschauen, der eine biblische Sichtweise auf das Thema Glaube und gläubige Familien richtet. Und da lade ich uns alle ein, dass wir den Römerbrief aufschlagen. Und im Römerbrief, Kapitel 2, spricht er Paulus über Juden. Und er sagt, du bist ein Jude und du sagst, dass du das Gesetz hältst und du willst andere lehren, weil du ja zum Volk Gottes gehörst. Und dann schließt er aber diesen Abschnitt am Ende von Kapitel 2 mit zwei Versen, nämlich den Versen 28 und 29 und sagt dort, denn nicht das ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht, sondern das ist ein Jude, der es innerlich ist und seine Beschneidung geschieht am Herzen, im Geist, nicht dem Buchstaben nach. Seine Anerkennung kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.
[5:05] Und ich denke, das ist eine richtungsweisende Sichtweise auf das Thema Glauben. Hier heißt es natürlich, ist jemand ein Jude, also jemand, der zugehörig ist zum Volk Gottes. Was ist heutzutage das Zeichen der Zugehörigkeit zur Gemeinde Gottes? Es ist doch die Taufe, dass wir in der Taufe unser Leben Gott übergeben haben, dass wir mit Christus gestorben sind und auferstanden sind. Und so sagen wir ja auch, dass wir, wenn wir getauft werden, in die Gemeinde aufgenommen werden, weil wir sollen ja nicht als Gläubige einzeln sein, sondern wir sind Teil einer Familie, einer Glaubensfamilie. Und so könnte man jetzt hingehen und sagen, wenn das damals die Beschneidung war als äußerliches Zeichen, dass jemand zum Volk Gottes gehört hat, so wäre heute vielleicht der Gemeindebrief, dass man eine Gemeindezugehörigkeit hat, das Zeichen, das äußerliche Zeichen, dass jemand ein gläubiger Mensch ist, zum Volk Gottes gehört, oder? Aber Paulus spricht hier halt an, dass das nicht ausreicht. Die Beschneidung, die man äußerlich sehen konnte, überprüfen konnte, war kein Indiz dafür, dass man ein wahrhafter Jude ist, dass man ein gläubiger Mensch war, der zum Volk Gottes gehört. Ja, das sind äußerliche Dinge, die als Zeichen da sein sollen. Aber Paulus sagt hier ganz klar, die Beschneidung sollte nicht am äußerlichen Fleisch geschehen, sondern in allererster Linie am Herz, an dem, was im Geist falsch ist. Da sollte das Herz verändert werden. Und Paulus sagt, wenn das im Herzen nicht ist, dann kann die Fassade noch so schön sein, kann das Äußerliche noch so präsent sein, aber Glaube ist nicht da. Glaube bezieht sich auf das Innerliche, auf das, was im Herzen geschieht.
[6:55] Und wir werden auch noch schauen, was es mit diesem Glauben ja wirklich auf sich hat. Ich lade uns ein, den nächsten Bibeltext aufzuschlagen, steht in Jeremia Kapitel 17. Denn wir bewegen uns ja jetzt hier im Kontext einer Familie, wo zwischenmenschliche Beziehungen sind. Und natürlich haben wir auch zwischenmenschliche Beziehungen zu anderen um uns herum, zur Gesellschaft, zu unseren Arbeitskollegen, wem auch immer. Aber wir sprechen natürlich über Familie und so beziehen wir auch das, was wir jetzt lesen, auf die Familie. Denn in Jeremia Kapitel 17 Vers 5 heißt es, so spricht der Herr, verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz vom Herrn weicht. Es sind starke Worte, es sind harte Worte, aber die Bibel zeichnet ein ganz klares Bild.
[7:50] Jetzt ist die Frage, was ist denn mit Vertrauen gemeint? Wisst ihr, wir hören das manchmal beispielsweise bei einer Eheschließung, dass sich das Ehepaar gegenseitige Treue verspricht und dass man einander vertraut. Was hat es mit Vertrauen auf sich? Was bedeutet denn letzten Endes Vertrauen? Vertrauen bedeutet das, dass man glaubt und hofft und darauf vertraut, dass der andere meine Bedürfnisse stillen kann. Wenn ich ihm vertraue, wenn ich meiner Partnerin vertraue, dass sie mich nicht verlässt, sondern dass sie bei mir bleiben wird, dann vertraue ich ihr, dass mein Bedürfnis nach Sicherheit und Angenommensein und so durch sie gestillt wird. Aber solange das gut läuft, solange man gut und harmonisch miteinander auskommt, solange es keine Streitigkeiten gibt, ist das gegeben und wir merken gar nicht, dass da ein wirkliches Problem ist.
[9:01] Aber komme möglicherweise der Fall, dass man in Streit gerät, dass Missverständnisse da sind, dass man von dem anderen enttäuscht wird. Und enttäuscht heißt ja letzten Endes, dass man vorher getäuscht war. Also man hat auf jemanden vertraut, man war in dieser Täuschung, dass der andere einem die Bedürfnisse stillen kann, das Bedürfnis nach Liebe, das was wir alle ja haben. Und wenn dann aber die Krise kommt, dann sind wir enttäuscht, die Täuschung wird weggenommen und wir merken, dass das so nicht funktionieren kann. Und ich denke auf diese Art und Weise spricht dieser Bibeltext das an. Verflucht ist der Mensch, der Mann, der auf Menschen vertraut. Warum? Weil Menschen keine konstante gute Quelle sein können. Es geht einfach nicht. Es mag eine Zeit lang gut gehen, aber nur Gott letzten Endes kann diese Quelle für all unsere Bedürfnisse sein.
[10:01] Und deswegen sagt auch der Text weiter dann in Vers 7, gesegnet ist der Mann, der auf den Herrn vertraut und dessen Zuversicht der Herr geworden ist. Und so haben wir diese Gegenüberstellung, dass wenn man Menschen vertraut, dass man enttäuscht werden wird, früher oder später. Wenn man aber auf Gott vertraut, dann kann man nicht enttäuscht werden. Es sei denn, man hat einfach sich selber vorher getäuscht. Aber wenn ich von Herzen auf Gott vertraue, dann wird mein Vertrauen niemals enttäuscht werden können. Es geht nicht. Und ich denke, das ist diese Sicherheit, die Gott uns geben möchte. Er möchte uns von diesen löchrigen Zisternen wegnehmen, wo wir unser Vertrauen drauf setzen. Und er möchte uns zu der Quelle führen, die nur gutes Wasser gibt und die niemals versiegt. Wo wir immer und immer daraus schöpfen können und wo es uns gut geht, wenn wir aus dieser Quelle leben.
[10:50] Und deswegen in Bezug auf die Familie bedeutet das, wir sollten uns als Familie, wenn wir eine gläubige Familie sind, in allererster Linie und ausschließlich auf Gott verlassen. Nur ihm vertrauen. Und natürlich ist eine Familie gewissermaßen eine Firma, die zusammenarbeiten muss. Und es muss harmonieren und man muss zusammenkommen. Aber dass man halt im anderen das Lebensbedürfnis, vom anderen das Lebensbedürfnis sich holen möchte, dass das nicht funktionieren kann, das sieht eine gläubige Familie, ein gläubiger Mensch, aber dann auch eine gläubige Familie ein und lebt danach, indem sie nur aus Gott schöpfen. Und ich denke, wenn wir diese Art von Grundlage jetzt für das Studium nehmen, was es bedeutet, gläubig zu sein, nämlich von Herzen etwas zu leben und nicht nur an der Oberfläche und dann ausschließlich Gott vertrauen und nicht auf Menschen zu vertrauen, sondern mit Menschen zusammenarbeiten, aber nicht von ihnen leben, dann haben wir die Grundlage, wo wir viele Dinge ganz gut klären können, was Gott uns sagen möchte über dieses Thema der gläubigen Familie.
[12:05] Am Sonntagsabschnitt haben wir dann ein paar Begebenheiten, die berichtet werden. Zum einen ist das dort die Geschichte von Cornelius, dem Hauptmann, und Petrus, wie sie gläubige Menschen sind, weil über den Cornelius wird berichtet, dass er gläubig war, dass er gottesfürchtig war und dass er auch bereitwillig war, dazuzulernen. Er war offen für das Wirken des Geistes Gottes. Und Petrus auf der anderen Seite, wir wissen ja, dass er noch gewisse Herausforderungen hatte, und auch für ihn war das die allgemeine Ansicht der jüdischen Kultur, dass die Heiden ja nicht Gottes Volk sind, und deswegen hat er da einen Unterschied gemacht. Aber das Schöne, finde ich, ist, dass beide Seiten, sowohl Cornelius als auch Petrus, aufrichtig Gläubige sind. Heißt das jetzt, dass sie beide perfekte Erkenntnisse haben, keine Fehler mehr gemacht haben und alles richtig gesehen haben? Nein, natürlich nicht. Aber was haben sie gehabt? Sie hatten diese Offenheit im Herzen. Sie vertrauten Gott, dass Gott sie führen würde. Und immer dann, wenn Gott etwas in ihr Leben gebracht hat, um ihnen etwas beizubringen, dann waren sie offen dafür und haben es aufgenommen, weil es von ihm, weil es von Gott kam.
[13:25] Und so ist die Geschichte halt in Apostelgeschichte 10, wo Petrus ja, wie gesagt, immer noch diese Vorstellung davon hatte, dass Heiden nicht zu Gottes Volk gehörten in dem Sinne, aber dass man auch mit ihnen keinen Umgang wirklich pflegen durfte. Und so hat Gott halt eine Vision gebraucht, um ihm zu zeigen, dass da noch etwas in der Schieflage war, dass seine Ansichten noch nicht korrekt waren. Aber es ist interessant, wir wollen da jetzt nicht auf die Details eingehen, aber Gott geht ganz behutsam mit ihm vor. Gott will uns ja zu der richtigen Erkenntnis bringen und er möchte ja uns gebrauchen als Segen für andere. Und ein wahrhaft Gläubiger will sich ja auch gebrauchen lassen zum Segen für andere Menschen. Und so zeigt ihm Gott durch diese Vision, dass es zwar vielleicht unreine Dinge an sich gibt, aber es gibt diese andere Kategorie des unreinen Seins durch etwas mit etwas in Berührung kommen, was unrein ist. Und so sieht er diese Tiere und da sind alle möglichen Tiere, reine Tiere als auch unreine Tiere. Und unreine Tiere, sagt Petrus, habe ich noch nie gegessen, aber auch die, die in Berührung gekommen sind mit etwas Unreinem, auch das habe ich noch nicht gegessen. Und dann sagt Gott aber, das, was mit Unreinem in Berührung gekommen ist, nenne du nicht unrein. Und so zeigt ihm Gott ganz behutsam, dass er da etwas dazu lernen soll. Und er ist dieser Stimme, die er da hört, gehorsam und der Geist bekräftigt auch, es ist okay, geh mit diesen Menschen mit, ich habe sie gesandt und sie lassen dich rufen, weil ich das so möchte.
[15:21] Und so ist Petrus gehorsam, geht mit ihnen mit und dann haben wir in Apostelgeschichte 10, den Vers 34, wo Petrus dann sagt, da tat Petrus den Mund auf und sprach, nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht. Gott sieht die Person nicht an, für Gott sind alle Geschöpfe, alle Menschen gleich, auf der gleichen Ebene. Und er möchte allen gleichermaßen dienen, er möchte allen in gleicher Weise zum Segen sein, er möchte sie alle zur Erkenntnis führen, er möchte sie alle erretten können. Und wir sehen das in der Bibel immer wieder, dass Gott auch wildfremde Menschen, die nicht zum Volk Gottes gehört hatten, die Hurrah haben oder auch immer es war, dass Gott in das Herz gesehen hat, nicht auf die äußerlichen Dinge geschaut hat, wo man vielleicht denken mochte, ja nicht beschnitten, gehört nicht zum Volk Gottes, ja kann nicht mit Gott zu tun haben. Gott sieht ins Herz und er hat in das Herz von Cornelius geschaut und gesehen, dass er es aufrichtig meinte und er hat auch in das Herz von Petrus geschaut und gesehen, dass er es aufrichtig meinte und so führt Gott beide, weil sie im Herzen offen sind, weil sie wahrhaft Gläubige sind und Gott vertrauen.
[16:46] Die andere Begebenheit, wir reißen sie auch nur mit einem einzelnen Vers an, steht in Apostelgeschichte 15 und dort der Vers 28. Dort heißt es und die Situation ist ja folgendes, es steht die Frage im Raum, müssen Heiden beschnitten werden als äußerliches Zeichen, dass sie dann zum Volk Gottes gehören dürfen? Ja, man hat vielleicht schon durch die Erfahrung, die Petrus dort hatte, gemerkt und erfahren, dass man mit den Heiden Kontakt haben darf, dass es Gottes Wille ist, dass auch das Evangelium weitergegeben wird an sie, aber dann haben sie natürlich so gewisse Fragen, wie soll das Zusammenspiel zwischen den Kulturen und dem Volk Gottes und den anderen, den Heiden, die ursprünglich nicht dazu gehört hatten, wie soll das aussehen? Und der Vers 28 in Apostelgeschichte 15 gibt ein kleines bisschen Aufschluss darüber, denn hier heißt es, es hat nämlich dem Heiligen Geist und uns gefallen, euch keine weiteren Lasten aufzuerlegen als diese notwendigen Dinge.
[17:47] Und das Interessante ist halt, dass sie das Ganze als Frage formuliert hatten, was sollen wir jetzt hier tun und haben es vor Gott gebracht und Gott hat ihnen dann Antwort gegeben. Sprich, sie haben nach Gottes Willen gefragt, Gott hat sein Willen offenbart und so konnten sie ihren Willen dem Willen Gottes angleichen, sodass eine Harmonisierung stattgefunden hat. Und so sagen sie dann halt hier im Vers 28, es hat dem Heiligen Geist gefallen, aha, das ist Gottes Wille und uns gefallen, aha, entweder haben wir es vorher noch anders gesehen oder wir haben es gleich so gesehen, aber mittlerweile ist jetzt eine Übereinstimmung zwischen dem, was Gottes Wille ist und was unser Wille ist. Sprich, der gläubige Mensch legt Dinge Gott vor und fragt ihn her, was denkst du darüber? Was ist deine Meinung dazu? Wie sollen wir uns verhalten? Was ist deine Sichtweise? Wir wollen gerne wissen, was du dazu sagst und wir wollen unseren Weg, unseren Willen deinem anpassen, sodass es harmonisiert und übereinstimmt.
[19:03] Und das ist halt, denke ich, die wichtige Grundhaltung, die ein gläubiger Mensch und eine gläubige Familie hat, immer zu fragen her, was ist dein Wille? Und dazu gibt uns die Lektion auch einen sehr schönen Text noch mit an die Hand und der steht in 1. Thessalonicher 5, 1. Thessalonicher 5 und dort die Verse 21 und 22. Dort heißt es, prüft alles, das Gute behaltet, haltet euch fern von dem Bösen in jeglicher Gestalt. Sprich, die Fragestellung, die hier damit verknüpft ist, ist, wir sollen prüfen. Was sollen wir prüfen? Was der Wille Gottes ist. Sprich, fragen her, was möchtest du? Wir sollen alles abwägen, alles, was uns entgegenkommt, alles, was uns vielleicht Fragezeichen aufwirft, sollen wir vor Gott bringen und fragen her, was ist deine Sichtweise auf die Dinge? Und dann können wir abwägen, all das, was Gott für gut befindet, sollen wir annehmen. Alles, was Gott für schlecht befindet, sollen wir ablehnen und meiden.
[20:11] Und auf diese Art und Weise ist es eine beständige Verbindung mit Gott, wo wir uns austauschen mit ihm und in Erfahrung bringen, was sein Wille wirklich ist. Das ist das, was ein gläubiger Mensch und eine gläubige Familie regelmäßig tut. Und Gott gibt uns ja verschiedene Wege an die Hand, wie das geschehen kann. Auf der einen Seite haben wir natürlich Gottes Wort, dass wir aus Gottes Wort was er übermittelt hat, Dinge erkennen können. Wir lesen, wir studieren, der Heilige Geist interpretiert es für uns und zeigt uns, aha, so ist Gottes Sichtweise. Sprich, aus dem Studium heraus, aus dem aber auch, was wir in der Natur beobachten können. Das ist ja alles Gottes Stimme, die zu uns sprechen kann. Und so können wir beobachten, lesen, erforschen, was Gottes Wille ist.
[21:07] Aber beispielsweise in Jakobus Kapitel 1 Vers 5 ist auch Folgendes gesagt, wem es an Weisheit mangelt, der bitte Gott, der gerne gibt. Und so wird uns dann die Weisheit gegeben werden, die wir wirklich benötigen. Sprich, Gott lädt uns auch ein, direkt zu ihm zu kommen und ihm direkt auch Fragen zu stellen. Und wir hätten es manchmal natürlich sehr gerne, dass wir ganz konkret direkte, verbale Antworten von Gott bekommen würden. Oder wie im Alten Testament, man kam zum Priester und die Steine haben dann geleuchtet und man hat direkt Antworten gehabt, was Gottes Wille ist. Gott verfehrt heutzutage nicht mehr auf diese Art und Weise zwangsläufig, aber auch ich habe schon selber erlebt, wie Gott ganz konkrete Antworten auf Gebete, die ich an ihn gerichtet habe, mir gegeben hat, mir ein direktes Verständnis gegeben hat. Und so wird Gott auch, wenn wir um Weisheit bitten und wenn wir sagen, Herr, aus mir heraus, wie soll ich es denn bitte wissen? Und ich möchte ja gerne deinen Willen erfahren. Dann ist Gott der Letzte, der das von uns zurückhalten würde. Sondern sehr gerne gibt er uns diese Weisheit zu seiner Zeit, in seiner Art und Weise, weil er am besten weiß, zu welchem Zeitpunkt wir mit welcher Information das Beste anfangen können.
[22:24] Und so gibt es, wie gesagt, die Schrift, Gottes Wort, was uns Antworten gibt. Das Gebet kann uns Antworten eröffnen, die Gott dann an uns richtet. Aber es gibt auch einfach Prinzipien, die wir mit der Zeit einfach lernen können. Und eins dieser Prinzipien ist einfach die Liebe Gottes. Liebe ist Selbstlosigkeit. Und wenn wir dann zum Beispiel irgendetwas sehen in der Gesellschaft, wo wir Selbstlosigkeit sehen, dann wissen wir, dass es eine gute Sache ist. Wenn wir hingegen Egoismus sehen, wenn wir sehen, wie jemand nur für sich lebt und nicht für andere Menschen, dann ist das schon ein Prinzip, wo wir ganz klar erkennen können, dass das nicht der Wille Gottes sein kann. Und so bewerten wir das natürlich auch in unserem eigenen Leben. Wir sehen, wie wir uns verhalten. Bin ich egoistisch? Bin ich selbstlos? Und so haben wir auch durch diese Art von Prinzipien wie die Selbstlosigkeit einen Maßstab, an dem wir prüfen können, was Gottes Wille ist und was nicht Gottes Wille sein kann.
[23:33] Und so denke ich, ist es ganz wichtig, wenn wir immer mit diesem Gedanken an die Sache herangehen, ich von mir aus weiß nicht, was gut ist. Aber wenn ich Prinzipien lernen konnte oder wenn ich durch das Studium Gottes Willen erkennen kann, dann habe ich eine Sicherheit, auf die ich wirklich aufbauen kann. Etwas, was mir Klarheit verschaffen kann, auch im Umgang mit vielleicht schwierigen Situationen, mit herausfordernden Dingen. Und wir haben ja auch in der Lektion verschiedene Beispiele, wo vielleicht eine ganz andere Kultur einem begegnet, wo das Familienleben ganz anders funktioniert. Und wir wissen vielleicht nicht, wie auf den ersten Blick, wie das bewertet wird aus Gottes Sicht. Aber durch das Studium, durch Gebet, durch Prinzipien, die wir kennenlernen dürfen, möchte Gott uns helfen, klar zu sehen und die Dinge richtig einschätzen zu können.
[24:33] Der nächste Abschnitt spricht über die Macht der Kultur auf die Familie oder die Macht der Kultur über die Familie. Und es gibt verschiedene Beispiele auch dort angeführt. Wir wollen uns auf eins an dieser Stelle konzentrieren und einfach mal 1. Mose Kapitel 16 dazu aufschlagen. 1. Mose Kapitel 16 beschreibt die Episode von Abraham und Sarah, wie sie die Verheißung hatten, dass Gott Abraham unzählige Nachkommenschaft geben würde. Das Problem ist nur, da ist kein Kind. Da ist nichts, was im Bauch der Sarah wachsen würde. Kein Kind ist da. Keine Fruchtbarkeit. Und wie soll Gott auf diese Art und Weise denn bitteschön seine Verheißung erfüllen? Aber Sarah hat natürlich ein Auge für das, was um sie herum passiert. Und in der Gesellschaft, in der Kultur damals war es wohl gang und gäbe, dass wenn vielleicht die Hausherrin nicht fruchtbar war, dass man vielleicht über den Umweg, wenn die Magd der Hausherrin schwanger würde, dass sie dann quasi für die Herrin ein Kind gebären würde. Und das galt dann rechtlich gesehen als offizielles Kind des Hauses. Und sie sieht das, die Menschen das so machen und sie denkt sich, naja, wenn mein Körper nicht in der Lage dazu ist, Kinder zu gebären, dann wenn ich nicht fruchtbar bin, dann vielleicht auf diesem Weg will Gott seine Verheißung wahrmachen. Und sie hat diese Gedanken und sie bringt sie vor ihren Mann. Und Abraham hört diese Sachen.
[26:30] Wir lesen hier 1. Mose Kapitel 16 Vers 1. Und Sarai, Abrahams Frau, gebar ihm keine Kinder, aber sie hatte eine ägyptische Magd, die hieß Hagar. Und Vers 2 sagt, und Sarai sprach zu Abraham, siehe doch, der Herr hat mich verschlossen, dass ich keine Kinder gebären kann. Geh doch ein zu meiner Magd, vielleicht werde ich durch sie Nachkommenschaft empfangen. Und was heißt es dann am Ende von Vers 2? Das ist ja die gesamte Tragik, die hier dann wirklich aufkommt. Weil man kann ja verschiedene Dinge sehen und man kann ja in Häkchen inspiriert werden von dem, wie es funktionieren könnte. Aber dann heißt es halt am Ende hier, und Abraham hörte auf die Stimme Sarais. Andere Übersetzungen sagen, Abraham gehorchte seiner Frau. Nämlich auf jemanden hören bedeutet im biblischen Sinne auch hören, um zu tun, nämlich gehorchen. Sprich, die Idee ist da, Sarai präsentiert es ihm und was macht Abraham jetzt? Geht er zu Gott und fragt Herr, was ist dein Wille in der Sache? Sollen wir das so tun? Der Text hält es ganz kurz, aber was wir ja gesehen haben am Anfang, was bedeutet es wirklich gläubig zu sein? Es bedeutet, sich ganz auf Gott zu verlassen und sich nicht auf Menschen verlassen, nicht auf Menschen vertrauen. Nicht Menschen als Maßstab fürs Leben haben, sondern Gott als Maßstab. Aber was macht Abraham hier? Er richtet sich nicht nach Gott, sondern nach seiner Frau. Er vertraut auf Menschen, vertraut ihrem Wort, gehorcht ihr und wir wissen, was dadurch dann für ein Schlamassel entstanden ist.
[28:17] Nun, Abraham wird später ja der Vater des Glaubens genannt. Denn was änderte sich von dieser Situation bis hin zu dem, wo er die größte Glaubenstat vollbringt? Es geht ja da letzten Endes dann später darum, dass Gott ihm sagt, dass er seinen Sohn, der dann geboren wurde, nämlich nicht von der Magd, sondern von Sarai, seiner Frau, die ja eigentlich unfurchtbar war, er hat endlich diesen Sohn der Verheißung und Gott sagt jetzt, bitte opfere ihn mir. Und was macht Abraham da? Berät er sich mit seinen Knechten, berät er sich mit seiner Frau, spricht er mit den Menschen darüber, richtet er sich nach Menschen? Nein. Er lässt all das beiseite. Er steht sogar in der Früh auf, um gar nicht erst in vielleicht diese Gesprächsatmosphäre mit seiner Frau hineinzukommen, sondern er sagt, ich richte mich nicht nach Menschen, nicht nach irgendwelchen eigenen Vorstellungen, sondern ich richte mich nur nach Gott. Ich vertraue nur auf Gott. Ich kenne seine Stimme mittlerweile und ich vertraue zu 100 Prozent, dass er, wenn er sagt, ich soll ihn töten, dass er ihn auch wieder auferwecken kann. Das ist Gott vertrauen, das ist wahrer Glaube. Aber diesen Glauben hat Abraham zu dieser Zeit hier noch nicht gehabt, in der ersten Mose Kapitel 16. Noch richtet er sich nach Menschen, noch richtet er sich nach seiner Frau und das führt natürlich zu einem Problem.
[29:41] Gott wünscht sich natürlich aber, dass ein anderes Bild vorhanden ist. Er wünscht sich nicht, dass wie Sarah die äußeren Dinge der Kultur gesehen hat und für sich übernommen hat, sondern Gott wünscht sich, dass die Kultur, dass die Außenstehenden auf das Volk Gottes sehen und sehen, dass es gut ist. Und dazu wollen wir einfach mal zwei Texte lesen, die das sehr, sehr schön zum Ausdruck bringen. Der erste Text steht in 5. Mose Kapitel 4, 5. Mose Kapitel 4, die Verse 6 bis 8. Und hier geht es ja, wie gesagt, darum, dass Deuteronomium, Wiederholung des Gesetzes, sprich es geht um die Satzung, die Rechtsbestimmung, all das, was Gott seinem Volk mit auf den Weg gibt, mit einem bestimmten Ziel. Und dieses Ziel wird hier sehr, sehr schön geschildert in 5. Mose Kapitel 4, die Verse 6 bis 8.
[30:39] So bewahrt sie nun und tut sie, denn darin besteht eure Weisheit und euer Verstand. Vor wem? Vor den Augen der Völker. Die Völker sollen ihre Augen darauf gerichtet haben und sehen, was im Volk Gottes vor sich geht, dass sie gläubige Menschen sind, die nach guten Prinzipien leben. Wenn sie all diese Gebote hören, werden sie sagen, wie ist doch dieses große Volk ein so weises und verständiges Volk. Denn wo ist so ein großes Volk, zu dem sich die Götter so nahen, wie der Herr unser Gott es tut, so oft wir ihn anrufen? Vers 8. Und wo ist ein so großes Volk, das so gerechte Satzungen und Rechtsbestimmungen hätte, wie dieses ganze Gesetz, das ich euch heute vorlege?
[31:30] Sprich, Gott hat es sich immer zum Ziel gesetzt, das Volk Gottes zu erhöhen, dass man sieht, wie gut das Leben nach den Prinzipien Gottes funktioniert. Dass, wenn sein Charakter in den Menschen gegenwärtig ist, wenn sie im Vertrauen auf Gott leben, dann richten sie sich ja nach ihm, dann ähneln sie ihm, dann leben sie das aus, was Gottes Prinzipien sind. Sie sind liebevolle Menschen, die liebevoll miteinander umgehen, die weise Entscheidungen treffen können. Das sehen wir ja auch, dass Salomo später, als er Weisheit von Gott erbittet und sie von Gott bekommt, dass aus allen Himmelsrichtungen Menschen ankamen, um die Weisheit zu hören, weil es etwas Attraktives ist, etwas Schönes, etwas, was man gerne studieren möchte, etwas, was man am liebsten für sein eigenes Leben hätte. Und das ist das, was Gottes Plan eigentlich ursprünglich immer war. Dass das Volk Gottes, dass die Gläubigen, dass die gläubigen Familien ein Licht sind, in dem sie nach den Geboten und den Gesetzen und Rechtsbestimmungen und Satzungen Gottes leben.
[32:41] Aber das sind ja nicht, wie gesagt, diese äußerlichen Dinge, dass man einfach nur äußerlich versucht, irgendwie die Fassade schön zu halten, sondern wir haben ja gesagt, gläubig zu sein bedeutet, gläubig von Herzen zu sein. Dass das Gesetz Gottes in unsere Herzen geschrieben ist, dass wir es nicht einfach nur versuchen, nach den Buchstaben zu halten, sondern dass es unser ganzes Leben ausmacht, weil es in unserem Herzen gegenwärtig ist. Und im Neuen Testament heißt es ja von Jesus, dass alles aus unserem Herzen herauskommt, das Gute wie das Schlechte, so wie die Wurzel, so werden die Früchte sein. Und wenn im Herzen Vertrauen zu Gott ist, Gottes Liebe gegenwärtig ist, weil wir von ihm abhängig sind, dann kommt aus uns nur Gutes heraus, was andere sehen können und attraktiv finden. Und das war Gottes Plan und Gottes Wille und Ziel.
[33:33] Und wenn wir einfach zwei Kapitel weiter schauen, spricht Gott wieder über diese Dinge in 5. Mose Kapitel 6. Hier lesen wir einfach mal den ganzen Abschnitt, die Verse 4 bis 9. Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen. Wie gesagt, es geht immer um diese gleiche Sache. Gläubig sein heißt von Herzen gläubig sein, im Geiste gläubig zu sein, nicht nur äußerlich. Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst oder wenn du aufstehst. Und du sollst sie zum Zeichen an deine Hand binden und sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein, fürs Neue. Und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und deiner Tore schreiben.
[34:39] Was dieser Text uns einfach mit auf den Weg gibt, ist ja das Folgende. Gott will, dass das Gesetz in unserem Herzen geschrieben ist, dass wir ganz natürlicherweise danach leben, weil es für uns Normalität geworden ist, weil wir gelernt haben, dass ganz persönlich, dass das, was Gott uns damit auf den Weg gibt, das Beste für uns ist, dass es gerecht ist, dass es attraktiv und erstrebenswert ist, danach zu leben. Und dann die Hinweise, wie wir damit umgehen sollen. Wir sollen es beständig in unserem Leben gegenwärtig haben. Wenn wir aufstehen, wenn wir uns niederlegen, an die Türpfosten, immer wenn wir ins Haus gehen, dass wir es sehen. Wir sollen es an die Hand binden und an die Stirn. Wir sollen danach handeln und unser Denken danach ausrichten. Das ist ja das, was harmonisch übereinstimmen soll, dass wir etwas für gut und richtig halten und auch danach leben. Und das soll unser beständiges, gesamtes Leben erfüllen. Und wir sollen das vorleben für unsere Kinder, in den Familien, und wir sollen es vorleben natürlich auch für die Gesellschaft. Weil wenn wir es umsetzen, wenn wir es tun, dann sehen die Menschen, wow, das will ich auch. Das ist wirklich angenehm, wenn man liebevoll miteinander umgeht und nicht egoistisch ist, wie wir es von Natur aus sind.
[36:07] Und so gibt uns Gott Hinweise darauf, wie wir halt damit umgehen sollen. Wenn wir mit anderen Menschen in Kontakt kommen, dann sollten wir uns nicht nach dem richten, was wir vielleicht für klug oder gut erachten, sondern wir sollten uns alleine nach Gott richten. Wir sollten seine Gebote, seine Satzung, all das in unserem Leben so präsent haben, dass wir immer wieder erkennen, wie gut es doch ist, was er uns gesagt hat, wonach wir leben sollen.
[36:50] Dann gibt es einen Abschnitt in der Lektion, wo es heißt, die Familie in Zeiten der Veränderung bewahren. Und es gibt da verschiedene Elemente, die angesprochen werden. Wir wissen ja, dass jeder irgendwo mal durch Krisen geht, durch schwierige Situationen, dass er sich durch Tod, vielleicht auch Familien kaputt gehen könnten oder auseinandergerissen werden. Und die Frage ist jetzt natürlich, wie geht man als gläubige Familie, als gläubiges Individuum, aber dann auch als Familie mit diesen Dingen um? Und ich möchte heute derzeit halber nicht auf jeden Aspekt und jedes Detail darauf eingehen, aber ich habe einfach ein Zitat und eine Geschichte mitgebracht, die für mich das relativ schön charakterisiert, wie man umgeht mit Dingen, die auf einen herein prasseln, die einem nicht schmecken, die einem nicht gefallen, die negativ in sich sind. Wie gehen wir als gläubige Menschen damit um? Da habe ich ein Zitat aus Science of the Times, Zeichen der Zeit vom 19. Mai 1890 und dort heißt es, wenn das Glück aus äußeren Quellen und nicht aus der göttlichen Quelle stammt, wird es so veränderlich sein, wie es unterschiedliche Umstände machen können.
[38:10] Sprich, wenn wir uns nach dem richten, was da passiert, auf die Ereignisse schauen, auf andere Menschen schauen, die vielleicht uns Böses wollen oder wie auch immer, wenn wir uns danach richten, dann wird unser Glück schwankend sein. Es wird mal hoch sein, es wird mal niedrig sein, es wird ein Auf und Ab geben, keine Konstanz wird da sein, wenn man nicht aus dieser göttlichen Quelle trinkt, wenn man sich nicht ausschließlich nach Gott richtet, sondern sein Vertrauen auch auf Menschen setzt. Aber der Friede Christi ist ein ständiger und dauerhafter Friede. Es hängt nicht von irgendwelchen Umständen im Leben, von der Menge der weltlichen Güter oder der Anzahl der irdischen Freunde ab. Christus ist die Quelle lebendigen Wassers und Glück und Frieden, die von ihm kommen, werden nie versagen, denn er ist eine Quelle des Lebens.
[39:11] Diejenigen, die auf ihn vertrauen, können sagen, und dann wird ein Psalmtext zitiert, er steht in Psalm 46 und dort im Deutschen die Verse 2 bis 5. Also diejenigen, die auf Gott vertrauen, können sagen, Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, ein Helfer bewährt in Nöten. Darum fürchten wir uns nicht, wenn auch die Erde umgekehrt wird und die Berge mitten ins Meer sinken, wenn auch seine Wasser wüten und schäumen und die Berge zittern vor seinem Ungestüm. Ein Strom mit seinen Bächen erfreut die Stadt Gottes, das Heiligtum der Wohnungen des Höchsten.
[39:52] Der Bibeltext alleine sagt schon sehr, sehr viel aus an der Stelle. Selbst wenn die Erde sich umdreht, selbst wenn die Berge ins Meer stürzen, wie viel mehr Veränderungen kann es denn bitteschön geben, als wenn das, was eigentlich massiv auf der Erde gegenwärtig ist, was sich nicht verändert, wenn das sich komplett verändert? Starke Veränderungen und negative Veränderungen. Aber wie heißt es da? Wer auf Gott vertraut, kann sagen, er ist unsere Zuflucht und Stärke, ein Helfer bewährt in Nöten. Wir fürchten uns nicht, selbst wenn das alles passieren sollte, selbst wenn es schwierige Umstände in unserem Leben gibt. Wer auf Gott vertraut, wird vielleicht Tränen haben, wird vielleicht auch etwas betrübt sein über das Negative, was da ist. Aber das Vertrauen auf Gott ist größer und es trägt uns durch, weil wir darauf vertrauen, dass Gott keine Fehler macht und uns sicher bis ans Ziel führen wird.
[40:59] Und ich hörte mal von einer Geschichte, die das auch ganz praktisch sehr schön illustriert. Ich habe sie leider nicht mehr jetzt finden können. Ich las es einmal als Zeitungsartikel im Internet und es war eine weltliche Zeitung, die dort einen Artikel verfasst hatte über ein bestimmtes Geschehen. Und das Geschehen ging um eine adventistische Familie in den USA. Sie hatte mehrere Kinder, mindestens zwei Söhne und sie waren noch relativ jung, vielleicht so zwischen sechs und zehn, Grundschulalter würde ich mal sagen. Und der jüngere Sohn wurde irgendwie bedroht und schlecht angemacht in der Schule. Und wenn ich mich recht erinnere, ist irgendwie der größere Bruder dazugekommen und hat sich dann schützend zu seinem Bruder gesellt und daraufhin hat das Gegenüber eine Pistole gezogen und hat den großen Bruder erschossen. Mord ist natürlich eine schlechte Sache, aber dann diese weltliche Zeitung, die darüber geschrieben hatte, zitiert dann den Vater, wie er etwas zu seiner Familie sagt in dieser Situation.
[42:11] Und er sagt, sie berichteten da, dass der Vater zu seiner Familie sagte, ihr Lieben, jetzt in dieser Situation können wir zeigen, was es bedeutet, wahrhaft gläubig zu sein, was es bedeutet, Christen zu sein, dass wir auf Gott vertrauen, selbst in dieser schwierigen Situation, dass wir eine Hoffnung über den Tod hinaus haben, dass das Leben, so wie wir es kennen, hier nicht ein abruptes Ende finden muss, sondern dass Gott eine Zukunft für uns hat. Ja, es mag schwierig sein, aber Gott wird uns durchtragen. Das kam aus diesen wenigen Sätzen, die die Zeitung dort geschrieben hatte, rüber. Und ich fand das beeindruckend, weil das ist ein Bild dessen, und es ist ja eine wahre Geschichte, aber es ist ein Bild dessen, was eine gläubige Familie ausmacht, dass sie in allererster Linie sich nach Gott richtet und nicht nach den Umständen, egal wie schwierig sie auch sein mögen.
[43:19] Und ich denke, das hilft uns auch, für den nächsten Punkt genauer zu verstehen, was es nämlich bedeutet. In der Überschrift heißt es, hin zum Glauben der Väter. Die Frage, die da aufgeworfen wird, ist ja, wie geben wir etwas an die späteren Generationen beispielsweise weiter? Wie geben Eltern etwas an ihre Kinder weiter? Oder auch mehrere Generationen? Weil die Problematik wird in der Betrachtung so geschildert, dass diejenigen, die den Glauben herausfinden, für sich als allererstes, dass sie voll Feuer und Flamme sind und dass sie nicht so leicht davon weichen, was sie an neuen Erkenntnissen gewonnen haben. Und dass dann irgendwie an Generationen danach, das zwar weitergegeben wird, aber dass man da in der Gefahr steht, das mehr vielleicht als Form weiterzuführen, aber nicht als das, was wir ja vorhin gesagt haben, dass etwas von innen heraus ist, was wie eine Flamme weiter brennt.
[44:30] Und ich denke, eine Sache, die uns da hilft, ist wirklich Folgendes zu verstehen, was Johannes in seinem Evangelium hier aufschreibt. Es ist etwas, was Jesus sagt. Es ist ein Text, der hier in der Lektion genannt wird, Johannes Kapitel 3, Vers 7. Dort heißt es, Jesus spricht ja zu Nikodemus hier, wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe, ihr müsst von neuem geboren werden. Und ich denke, das ist so eine wichtige, wichtige, wichtige Erkenntnis, die wir haben müssen. Jeder Mensch muss von neuem geboren werden. Und in der Lektion heißt es ja, Gott hat keine Enkel, sondern nur Kinder. Weil Kinder sind immer die, die durch ihn von neuem geboren werden. Da muss etwas in unserem Herzen passieren. Unser Herz muss verändert werden. Wir müssen ein neues Herz von Gott bekommen. In Zusammenarbeit mit ihm muss da in uns etwas absterben und etwas Neues zum Leben aufkommen.
[45:29] Und wenn wir dieses Verständnis haben, dass eine Neugeburt stattfinden muss, wenn wir Gott wirklich notwendig haben, wenn wir diese Neugeburt notwendig haben und das beständig gegenwärtig ist in unseren Gedanken, dass es ein Prozess ist, der beständig am Laufen sein kann und sollte, dann kommen wir gar nicht in dieses Fahrwasser, wo wir sagen, na ja, jetzt ist es nur noch die Form, die wir irgendwie ausleben, sondern ich weiß, dass ich jeden Tag Gott brauche. Ich weiß, dass ich ohne ihn keine Weisheit aus mir heraus produzieren kann, keine Liebe aus mir heraus produzieren kann. Ich brauche ihn. Und deswegen muss ich jeden Tag zu Gott gehen und ihn bitten, hilf mir, zeig mir, wie ich damit umgehen kann, zeig mir, wie ich das interpretieren soll, zeig mir, wie ich mit Menschen umgehen kann. Ich brauche Gott. Ich brauche ihn für alles, was mein Leben ausmacht.
[46:26] Und ich denke, wenn wir diese Gesinnung beispielsweise dann als Eltern haben, dass wir eine Abhängigkeit, eine absolute Abhängigkeit zu Gott haben, dann sehen das auch die Kinder, dann sehen das andere Menschen und es ist leichter, dass auch sie das dann adaptieren. Und Jesus sagt ja im Neuen Testament beispielsweise, ich bin das Brot des Lebens. Müssen wir unsere Kinder davon überzeugen, dass es gut ist, etwas physisches zu essen? Nein, ihr Magen wird es ihnen irgendwann schon genügend zeigen, dass es gut ist, etwas zu essen. Und wenn der Hunger groß genug ist, dann werden sie auf jeden Fall auf den Gedanken kommen, etwas physisches in ihren Mund zu nehmen, zu kauen, runterzuschlucken, sich dadurch zu ernähren. Wir müssen einfach verstehen, dass wir Gott in unserem Leben mindestens so sehr brauchen wie die physische Speise. Dass wir natürlich Gott eigentlich noch viel mehr brauchen, aber wenn es mindestens das ist, dann heißt es, wir wissen, wie es sich anfühlt, hungrig zu sein. Wir wissen, wie es ist, dass wir physische Speise brauchen, aber wir brauchen Gott mindestens so viel, mindestens genau auf diesem Level und noch darüber hinaus natürlich.
[47:53] Wenn wir dieses Verständnis haben und wenn wir das in unserem Leben praktizieren, dann werden unsere Gebete nicht aufhören, sondern wir werden ja jeden Tag um Weisheit bitten und Herr, hilf uns. Und wenn wir das als Individuen tun und wenn wir das als Familien tun, dann ist das der beste Weg, um Kindern zu zeigen, auch du brauchst Gott. Gott ist keine Option, sondern Gott ist Leben. Du brauchst ihn wie das tägliche Brot. Du brauchst ihn wirklich. Und ich denke, da können wir daran arbeiten, dass wir uns zuallererst selbst ins Bewusstsein rufen und dann wird es sich schon so ergeben, dass wenn wir es dann ganz praktisch ausleben, dass auch die Umstehenden inklusive unserer Kinder das dann sehen und es für sich selber übernehmen können.
[48:41] Es gibt ein Lied, was ich weiß nicht, ob ihr kennt, Daryl Sawyer, ein Musiker, er singt dieses Lied, ich weiß jetzt gar nicht genau der Titel, aber der Refrain da drin heißt, I'd rather see a sermon than hear one any day. Ich schaue jeden Tag lieber eine Predigt, als dass ich ihr zuhören würde. Sprich, durch Worte kann man zwar durchaus etwas vermitteln, aber in dem Lied heißt es dann weiter, die Augen sind viel bessere Schüler als die Ohren. Sprich, das, was man sieht, so wie die Eltern, wie Menschen etwas vorleben, hat viel viel größeren Einfluss als nur das, was man sagt. Aber wenn natürlich beides miteinander gekoppelt ist, hat es die beste Kraft, die besten Auswirkungen. Und so denke ich, auf diese Art und Weise, wenn wir einfach nur wahrhaft Gläubige sind, die sich nur nach Gott richten, die wissen, dass sie Gott brauchen, dann geht es gar nicht anders, als dass andere Menschen sehen, wie Leben funktioniert, dass es gut ist, was Gott an Prinzipien für unser Leben uns mitgegeben hat.
[50:00] Und dann, der letzte Abschnitt beschäftigt sich ja mit dem Thema Läufer im 21. Jahrhundert. Natürlich die Frage, nicht nur, wie gibt man es an die eigenen Kinder und die Generationen weiter, sondern dann an die Gesellschaft im Allgemeinen. Wie verbreitet man das Evangelium? Und auch da habe ich einfach ein Zitat. Aber beziehungsweise, bevor wir das lesen, schauen wir einfach noch mal kurz in den Römerbrief. Ich denke, auch das ist noch mal etwas, was das Ganze sehr schön illustriert. Denn Römer, Kapitel 1, ist ja der Anfang des Römerbriefs, wo Paulus über das Evangelium spricht. Und dieser Vers 16 ist ja ein entscheidender Vers für die Reformation in Deutschland gewesen, wie Martin Luther ihn verstanden hat. Und dort in Vers 1, Vers 16 heißt es, denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht, denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt. Zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen.
[51:02] Er schämt sich des Evangeliums nicht. Warum? Weil es eine wunderbare Theorie ist, die harmonisch ineinander greift, die ein Weltbild erklären kann, wo man philosophisch darüber nachdenken kann und sagen kann, das ist gut. Ist es das, was er meint? Nein. Er sagt, es ist nicht eine wunderbar ausgeklügelte Theorie, sondern es ist Gottes Kraft. Das Evangelium hat Kraft, Leben zu verändern, hat Kraft, uns Kraft zu geben für den Alltag, hat Kraft, Menschen, die unbekehrt sind, zu bekehren, hat Kraft, Heil zu schenken, hat Kraft, Vertrauen auf Gott zu stärken, sodass wir aus Gott leben und nicht mehr aus anderen Menschen, aus Umständen oder was es auch immer ist. Dieses Evangelium, wenn wir es ausleben, wenn wir diese Kraft in unserem Leben offenbaren, dann ist das Ziel erreicht, was Gott eigentlich will, nämlich das, was wir vorhin gelesen haben. Das Volk Gottes sollte einfach es ausleben und alle anderen würden es dann sehen. Die Augen der anderen wären dann auf das Volk gerichtet. Sie würden erkennen, so gut und so gerecht ist Gott.
[52:10] Und das Zitat, was ich eben angesprochen hatte, kommt aus den Fußspuren des großen Arztes, auf der Seite 106. Die Welt braucht heute das, was sie auch vor 2000 Jahren brauchte, eine Offenbarung Jesu Christi. Was ist diese Offenbarung? Ist es einfach nur eine Offenbarung, dass man sagt, hier steht geschrieben, lies und alles ist gut? Nein. Die Offenbarung Jesu Christi, die wirklich die Welt verändern wird, ist die, sodass in der Beisehr sich Jesu Leben in unserem Leben manifestiert, wo wir ihn wirklich widerspiegeln, weil wir uns nach wem richten? Nach Menschen? Nach dem geopolitischen System, nach dem großen religiösen System? Nein, sondern ausschließlich nur nach Gott. Unser ganzes Vertrauen ist nicht auf Menschen gesetzt, sondern nur auf Gott gesetzt.
[53:13] Wenn das in unserem Leben praktisch sichtbar wird, dann ist das manifestiert, was sich Gott für das Individuum, für den gläubigen Menschen, aber auch für die Familien wünscht. Nämlich, wenn wir von Gott abhängig sind, wenn wir unser Leben nach ihm ausrichten, dann sind wir ein Licht, dann geht es gar nicht anders. Wenn unser Herz mit seiner Liebe erfüllt ist, wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund. Wir können gar nicht anders als das, wenn es in unserem Herzen ist, dass es rauskommt und dann hören und sehen es andere Menschen. Aber vor allem, indem wir es ausleben, lernen Menschen Gott kennen. Und das wird den Unterschied machen, heute schon und natürlich in der Zukunft noch in viel größerem Maße. Denn ich vertraue darauf, dass Gott uns vorbereitet, dass wir Schritt für Schritt lernen, wahrhaft Gläubige zu werden, hundertprozentig gläubige Menschen zu werden, die ihr Vertrauen komplett von Menschen und Umständen weggenommen haben und ganz ihr Herz Gott geweiht haben, ein neues Herz haben, was nur Gott vertraut. Und das wird den Unterschied machen für uns als Individuen und als gläubige Familien. Amen.