Veröffentlicht am
1.004 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts


Manuskript zue Sendung  >>> CSH_2019_Manuskript_Q2_Lektion 4

Diese Folge der Cannstatt Study Hour mit Thomas Kasunic befasst sich mit dem Thema „Allein“ im Kontext von Familienzeiten. Es wird beleuchtet, wie Gemeinschaft in verschiedenen Lebenssituationen wie Ehelosigkeit, Tod und geistlicher Einsamkeit eine zentrale Rolle spielt. Der Vortrag untersucht biblische Perspektiven auf Einsamkeit, die Bedeutung von Gemeinschaft und die Herausforderungen, denen sich Einzelpersonen und Paare in der heutigen Gesellschaft stellen müssen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Cannstatt Study Hour 2019 Q2: Familien Zeiten

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen hier auf www.joelmedia.de zu einer weiteren Folge der Cannstatt Study Hour. Unter dem Lektionsthema "Allein". Wir betrachten ja in diesem Quartal das Thema Familienzeiten und wollen uns ganz speziell hier einige Themen anschauen, die zu dem Thema "Allein" dazugehören. Wie in dem Sinne, dass wir Gemeinschaft haben oder Menschen, die eben keine Gemeinschaft genießen können, wo sie eben alleine sind, über die Ehelosigkeit, wenn Ehen scheitern, genauso wie der Tod auch eine Rolle im Leben spielt und dadurch Einsamkeit kommt. Oder auch im Gesamten für alle, die eben alleine sind und doch Christus haben, dass sie sogenannte geistliche Singles sind. Wir dürfen doch sehen, wie Gott immer bei uns ist. Und bevor wir einsteigen in dieses Thema, lasst uns gemeinsam mit einem Gebet beginnen. Unser liebevoller Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für dein Wort, das wir haben. Es ist ein Vorrecht, dass wir deine Erkenntnis haben und dass du uns weisen möchtest und führen möchtest. Ganz besonders möchte ich dich bitten, Herr, dass du uns jetzt durch deinen Geist führst, dass wir erkennen, wie wichtig es ist zu wissen, dass Menschen, die alleine sind, Hilfe brauchen. Aber dass auch jeder, der vielleicht doch nicht einsam zu sein glaubt, in manchen Situationen Einsamkeit braucht. Herr, um das richtig zu verstehen und womit alles zusammenhängt, Herr, möchten wir von dir erfahren durch dein Wort. So danken wir dir, Herr, dass du mit uns bist, dass du uns durch dein Wort Weisheit schenkst und dass du uns auch zur richtigen Entscheidung führst. Danke, Herr, für all das, was du für uns tust. Amen.

[2:12] Der Gedanke der Gemeinschaft finden wir schon in 1. Mose, Kapitel 1, Vers 26. In 1. Mose, Kapitel 1, Vers 26, kommt schon der Grundgedanke auf, den Gott uns zeigen möchte, was Gemeinschaft eigentlich ausmacht. Nämlich in 1. Mose, Kapitel 1, Vers 26: "Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, nach unserem Bild uns ähnlich." Weiter heißt es dann: "Sie sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh, über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht." Nun, Gott hat ein Bild in uns geschaffen, das deutlich macht, dass er selbst eine Einheit ist. Das heißt, er lässt uns Menschen machen. Und wir wissen, dass Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist diese Gemeinschaft darstellt. Und das war eigentlich der Ursprung dessen, dass auch in der Schöpfung beigelegt wurde, bei der Erschaffung der Tiere, dass sie, und das durfte ja dann auch Adam sehen, indem er ihnen Namen gab, dass es eine Gemeinschaft gibt unter den Tieren, aber er selbst keine Gemeinschaft hat. Und das wurde ihm deutlich, nachdem er den Tieren, Männlein wie Weiblein, Namen gab. Und deswegen, bekannt aus dem Merkvers in dieser Lektion, in 1. Mose 2, Vers 18, wo Gott dann sprach, nachdem Adam erkannt hatte, dass er eigentlich von seinem Geschlecht alleine ist: "Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht." Das heißt auch in einer anderen Übersetzung: ein Beistand, ein Gegenüber. Etwas, was verbunden werden soll, was wir dann auch später sehen, wo es heißt, dass sie etwas tun sollen. Nämlich, dass sie das, was sie bekommen haben, bebauen und bewahren sollen. Das heißt, dass Gott ihnen nicht nur einfach eine Gemeinschaft gibt, sondern auch einen Sinn dahinter. Dass das, was sie an Aufgabe und Verpflichtung bekamen, nach Gottes Weisung gemeinschaftlich daran arbeiten.

[4:30] Wir sehen aber auch, dass durch diese Gemeinschaft etwas entsteht, was wir auch zukünftig betrachten müssen. Denn sobald wir mit Gott arbeiten und mit anderen zusammen an einem Werk arbeiten, so vermehrt es sich. So erhalten wir es, was Gott uns gegeben hat. Kommt es allerdings vor, dass wir im Falle Evas, als sie in dem Garten war und alleine ging, sie in der Gefahr stand, jetzt zu sündigen durch die Versuchungen Satans. Und dadurch, weil sie sich ja entschieden hatte, zu sündigen, gab es eine Trennung. Eine Trennung zwischen Mensch und Gott. Obwohl Eva mit Adam zwar zusammen war, gab es eine Trennung. Und sie waren quasi allein, aber auch doch nicht allein. Sie sahen Gott nicht mehr mit ihren eigenen Augen wie zuvor. Und das Gefühl, alleine sein zu wollen, merkt man auch darin, dass der Heilige Geist, der sie überführt hat, dass sie gesündigt haben, dass dann Adam sich ja mit Eva versteckt hatte. Sie wollten alleine sein. Denn das war ja die Angst, die sie hatten, dass wenn Gott kommt und es erkennen würde, sie eine Konsequenz erhalten würden. Und das wussten sie auch. Denn Gott hat ja gesagt: "Wenn ihr davon esst, dann werdet ihr sterben." Und es zeigt sich aber auch, wie Gott intervenierte, wie Gott diese Gemeinschaft nicht loslassen wollte, indem er seinen Sohn gab. Dass eine Brücke wiederhergestellt werden kann, damit der Mensch mit Gott wieder vereint werden kann. Und vor allem auch versöhnt werden kann.

[6:25] Nun schauen wir mal einen weiteren Aspekt an, warum Gemeinschaft an sich wichtig ist. Schauen wir mal in Philipper, wie auch in der Lektion beschrieben, in Philipper Kapitel 4 und dort Verse 11 bis 13. Dort schreibt Paulus an die Philipper und sagt, ab Vers 11 in Philipper Kapitel 4: "Nicht wegen des Mangels sage ich. Ich habe nämlich gelernt, mit der Lage zufrieden zu sein, in der ich mich befinde. Denn ich verstehe mich aufs Armsein. Ich verstehe mich aber auch aufs Reichsein. Ich bin mit allem und jedem vertraut, sowohl satt zu sein, als auch zu hungern, sowohl Überfluss zu haben, als auch Mangel zu leiden. Ich vermag alles durch den, der mich stark macht." In einer Situation, so wie auch Eva letzten Endes in diese Situation hineingeriet, wo Satan sie verführt hatte, wäre es doch anders ausgegangen, wenn sie ein Gotteswort festhielt. Aber so geht es uns doch auch. Wenn wir sündigen, trennen wir uns von Gott. Und es ist manchmal schwer, wieder zurückzukehren, die Gemeinschaft mit Gott zu haben. Aber wir müssen eins vor Augen haben: In unserer Schwachheit, wenn wir sie bekennen und wissen, wie wir Überwinder werden können, dann wissen wir, dass es allein durch Christus ist. Jesus selbst vermochte eigentlich alles zu tun, durch die Gemeinschaft mit dem Vater. Er sagt, dass er selbst derjenige war, der den Willen des Vaters tut. Und deswegen sucht er auch manchmal diese Einsamkeit, das Alleinsein, um Gemeinschaft mit Gott zu haben. Das klingt vielleicht erstmal widersprüchlich, aber es macht ja Sinn. Denn die beste Zeit mit Gott zu haben ist genau diese Zeit, in der ich meine stille Zeit habe, in der ich alleine bin, in der ich mich von nichts anderem ablenken lasse und mich nur darauf konzentriere, was Gott mir zu sagen hat.

[8:34] Und wir lesen hier zum Beispiel, ihr seht es ja dann auch im Manuskript, da habe ich mehrere Verse aufgeschrieben. Einen davon möchte ich gerne mit euch lesen in Johannes Kapitel 6, wo wir dieses Beispiel sehen, wie diese Verbindung nicht nur gesucht wird, sondern wie sie auch bestehen bleibt. Das werden wir auch später noch sehen. Erstmal Johannes 6, Kapitel 6, Vers 15. Dort heißt es: "Da nun Jesus erkannte, dass sie kommen würden..." und da ging es um die Menschen, die ihn ja hören wollten, um ihn mit Gewalt zum König zu machen, "...zog er sich wiederum auf den Berg zurück, er allein, und suchte die Zeit mit seinem Vater, um sich stärken zu lassen, um Weisung zu bekommen, um Weisheit zu bekommen, um Kraft zu bekommen, um das zu tun, was Gottes Wille ist." Und das ist auch, was Gemeinschaft eigentlich ausmachen sollte. Aber auch sucht Gott die Gemeinschaft mit uns. Und das sehen wir auch, wenn wir schon in Johannes sind, in Johannes Kapitel 17, in Johannes Kapitel 17, Vers 9. Da geht es ja um das Gebet Jesu für seine Jünger. Man kann eigentlich das ganze Kapitel lesen. Ich möchte aber jetzt nur speziell auf den Punkt eingehen, wo die Gemeinschaft deutlich wird. Eigentlich spricht dieses Gebet über die Gemeinschaft. Da heißt es, Vers 9: "Ich bitte für sie, nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast, weil sie dein sind." Und das ist der Gedanke, der dahinter steckt, dass wenn wir mit Christus vereint sind, gehören wir ihm. Wir sind sein Eigentum. Wir haben eine Gemeinschaft mit Gott. Und wenn wir das tun und diese Gemeinschaft mit Christus haben, haben wir auch gleichzeitig Gemeinschaft mit dem Vater.

[10:25] Und weiter heißt es dann in den ab Vers 20: "Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, auf dass sie alle eins seien, gleich wie du, Vater, in mir und ich in dir, auf dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast." Vers 22: "Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleich wie wir eins sind. Ich in ihnen und du in mir, damit sie zur vollendeten Einheit gelangen und damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleich wie du mich liebst." "Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt." Hier wird es ganz deutlich. Jesus Christus stellt in diesem Gebet eindeutig klar, er will uns nicht verlieren. Deswegen ist er auf die Welt gekommen, um die zu suchen, die verloren gegangen sind, die, die keinen Hirten haben, die umherirren ohne einen Hirten und nicht wissen, wohin sie rennen. Und in allen Fällen, wenn sie nicht den wahren Hirten haben, rennen sie ins Verderben. Und so sehen wir auch, dass hier ein Bund gemacht wird, den Jesus hier machen möchte, zwischen den Menschen und ihm und dadurch auch zwischen Mensch und Gott im Vater. Und das ist ein Beispiel eines Gebets für Jesu Nachfolger, ist eigentlich auch ein Gebet der Gemeinschaft.

[12:00] Weitere Beispiele über die Wichtigkeit dieser Gemeinschaft noch zum Ausdruck zu bringen, sehen wir auch in Sachen Mission. Wenn es um Mission geht, möchte Gott, dass wir auch da gemeinschaftlich arbeiten. Als Beispiel haben wir zum Beispiel in 2. Mose Kapitel 4, wo es darum geht, dass nachdem Gott Mose beauftragt hat, nach Ägypten zu gehen und dort anzukündigen, dass Gott der Herr sein Volk befreien möchte aus Ägypten. Und da lesen wir in 2. Mose 4, ab Vers 16, oder eigentlich könnten wir schon früher anfangen, ab Vers 13, da erwiderte Mose: "Ach Herr, sende doch, wen du willst." Er wollte ja erst mal gar nicht gehen. Und er sagte Gott weiter in Vers 14: "Da wurde der Herr zornig, sehr zornig über Mose und sprach: Weiß ich denn nicht, dass dein Bruder Aaron, der Levit, gut reden kann? Und sie, er zieht dir entgegen und wenn er dich sieht, so wird er sich von Herzen freuen. Du sollst zu ihm reden und ihm die Worte in den Mund legen. So will ich mit deinem Mund und mit seinem Mund sein und euch lehren, was ihr tun sollt. Und er soll für dich zum Volk reden und so wird er dein Mund sein und du sollst für ihn an Gottes Stelle sein." Auch wenn wir in die Mission hinausgehen, um Menschen zu erreichen in einer Welt, die, wie wir es eigentlich biblisch kennen, sündhaft ist, wie Ägypten damals zu Zeiten des Alten Testaments, möchte Gott, dass wir gemeinschaftlich am Werk arbeiten, gemeinschaftlich, wie der vierte Engel bald rufen wird: "Kommt raus aus ihr, mein Volk, raus aus Babylon." Und dazu braucht es Menschen, die ihre Gaben Gott ganz zur Verfügung stellen. Und Gott sucht sich diese Menschen auch aus und sieht, welche Gaben am besten zusammen greifen, damit sie, wie der Leib Christi, ein Leib darstellen, der funktioniert und der nicht krankt, der gesund ist.

[14:15] Wir sehen das auch in einem weiteren Beispiel in Markus Kapitel 6, wo Jesus seine Jünger losziehen lässt. Und dort lesen wir in Markus Kapitel 6, Vers 7: "Und er rief die Zwölf zu sich und begann, sie je zwei und zwei auszusenden und gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister." Und wir lesen auch weiter, was sie tun sollten. Und hier sehen wir auch, wie wichtig es ist, dass gerade wenn wir für den Herrn Mission machen, immer darauf zu achten, dass wir es nie alleine tun, wenn möglich, sondern immer mit jemandem dabei haben, der uns stärken kann, der für uns beten kann auf dem Weg, der uns eine Hilfe ist in mancherlei Dinge und Gaben und Fähigkeiten, damit wir Gottes Werk wirklich erfüllen können. Wir haben ja auch in diesem Thema zur Gemeinschaft ja den Vers im Prediger 4, Vers 9 bis 12. Das ist übrigens auch der Text unserer Hochzeit gewesen von meiner Frau und mir. Und wir haben ihn nicht einfach nur so ausgesucht, weil er einfach nur gut klang und es zur Situation passte, sondern es war eigentlich der Grund, weshalb wir verstanden haben, was Gott uns damit eigentlich sagen möchte. In Prediger 4, Vers 9 bis 12.

[16:00] "Und wenn man den einen angreift, so können die beiden Widerstand leisten. Und eine dreifache Schnur wird nicht so bald zerrissen." Es gibt Situationen, auch wenn man, wie in dem Fall Mose und Aaron, für eine Mission berufen ist. Wie schnell es doch passieren kann, wenn der eine sich vom anderen entfernt, wie zum Beispiel, dass Mose auf dem Berg musste und Aaron unten beim Volk blieb. Was dann geschah, ist eigentlich für uns unvorstellbar. Aber dennoch, es passiert auch uns heute. Während Mose auf dem Berg war, 40 Tage lang, und das Volk unten in Ägypten am Berg, gerade das Volk, das aus Ägypten gekommen war, hatte doch tatsächlich noch ihr Herz in Ägypten gehabt. Obwohl sie so viele Wunder erlebt hatten, wollten sie nicht geduldig sein, wollten nicht darauf verharren, im Vertrauen, was Gott gesagt hat. Und fingen an, Aaron dazu zu drängen, könnte man fast sagen. Wenn wir mal lesen in 2. Mose 32, in 2. Mose Kapitel 32, dort die Verse 2 bis 4. 2. Mose 32, 2 bis 4. Da sprach Aaron zu ihnen: "Reißt die goldenen Ohrringe ab, die an den Ohren eurer Frauen, eurer Söhne und eurer Töchter sind und bringt sie zu mir." Da riss sich das ganze Volk die goldenen Ohrringe ab, die an ihren Ohren waren und sie brachten sie zu Aaron. Und er nahm es aus ihrer Hand entgegen und bildete es mit einem Meisel und machte ein gegossenes Kalb. Da sprachen sie: "Das sind eure Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten herausgeführt haben." Als Aaron das sah, baute er ein Altar vor ihm und ließ ausrufen und sprach: "Morgen ist ein Fest für den Herrn." Nun, wie wäre es gewesen, wenn Mose zur rechten Zeit wieder da gewesen wäre. Aber es zeigte einfach nur, wie schnell es geschehen kann, wenn man doch auf sich alleine gestellt ist in Situationen, wo die Sünde einen drängt.

[18:37] So wie Ägypten noch in das Denken des Volkes Israel war und doch mehr dafür Ursache trug, sich gegen Gott zu wenden und Dinge zu tun, die eigentlich Gott nicht wollte, war Aaron doch Teilhabe dieser Dinge, obwohl er es hätte besser wissen müssen. Wie geht es uns? Verlassen wir auch manchmal das sichere Gefilde, gerade wenn wir alleine stehen und bekennen müssen vor der Welt, die in Sünde lebt, wen wir anbeten, wen wir dienen. Er gab den Wunsch der Israeliten nach, ab wann beginnen wir an Ereignisse mit Gott zu vergessen, um dem Wunsch der Menschen zu entsprechen. Und das Verhalten von Mose als Fürsprecher ließ Gott dann letzten Endes Gnade erweitern. Das könnt ihr lesen in 5. Mose 9 in Versen 19 und 20. Und das zeigt wieder, wie wichtig es ist, dass man zu zweit ist, dass man jemanden hat, der einen stärkt, der einen aufrichtet. Übrigens, wenn man es genau betrachtet, sieht man das auch in der Freundschaft zwischen David und Jonathan, wo Saul nach dem Leben Davids trachtete. Und David jemanden zur Seite hat, der ihm half, der ein Freund war, der für ihn einstand. Und das gleiche natürlich auch zu sehen bei Daniel und seinen Freunden. Auch sie waren diejenigen, die miteinander waren.

[20:04] Aber noch interessanter ist eigentlich zu sehen, dass gerade da, wo Gemeinschaft ist und Jesus sagte: "Wo sich zwei oder drei in meinen Namen versammeln, da werde ich mitten unter ihnen sein." Und auch in einer Ehe sollte diese dreifache Schnur das sein, dass der Mann und die Frau, und es ist übrigens auch sehr interessant zu sehen, die Peitschen damals, die gemacht wurden, da gab es eine Hauptschnur, eine dicke feste Hauptschnur. Und über diese Hauptschnur wurden zwei Schnüre drum herum gewickelt, sodass sie sehr stabil und ja fast reißfest war. Und so ist auch der Gedanke dahinter, dass Christus im Zentrum ist einer Gemeinschaft. Und diese Schnur kann nicht so leicht zerreißen. Diese Gemeinschaft wird auch deutlich, wir sehen, wie zum Beispiel, wo Jesus, nachdem er oder bevor er in den Himmel auffuhr, seinen Jüngern befahl, dass sie Gemeinschaft haben sollten. Sie sollten in Jerusalem bleiben und Gemeinschaft haben, damit sie den Heiligen Geist bekommen. Wir haben es uns jetzt auch dort in der neuen Gemeinde in Burgstetten, die gegründet wurde, uns vorgenommen, dass wir jetzt jeden Sabbat Potluck haben, um Gemeinschaft zu haben, damit in der Gemeinde dort eine Familie wächst, damit man sich kennenlernt, sich austauscht, gemeinsam betet, singt, sich erbaut, Probleme miteinander bespricht, dass man füreinander da ist. Aber manchmal braucht man doch seine Zeit allein, um letzten Endes für Gott, für Gott da zu sein, eine Gemeinschaft haben und die Zeit sich auch wirklich in der Einsamkeit zu suchen. Denn in der Stille ist, glaube ich, ja, wie soll man sagen, die beste Gelegenheit, um die Stimme Gottes zu hören, gerade in dieser Zeit, die so schnelllebig und laut ist.

[22:07] Und in einer Zeit, wo Ehe einen völlig neuen Trend bekommen hat. Wir kennen den Trend der heutigen Gesellschaft für das Gemeinsamsein. Wilde Ehen, Patchwork-Family. Daher sind die Ansichten von Menschen, die alleine leben, naja, heute relativ, ja, je nachdem, was für ein Ziel der Mensch hat. Die meisten würden gerne ständige neue Partner haben, dass es immer aufregend bleibt. Die meisten auch gerne ohne Kinder, also kinderlos. Und so entwickelt sich auch unsere Gesellschaft in eine Form, die, wenn es auf Dauer so weitergeht, nicht wirklich gesund ist. Ehelosigkeit, jetzt aus der Sicht der Bibel, spricht da ganz andere Bände. Es gibt Dinge, und da sehen wir jetzt in Matthäus Kapitel 19, und das ist jetzt eigentlich so, zusammen mit 1. Korinther 7, bildet jetzt so das Zentrum unserer Betrachtung in diesem Bereich. Und zwar, wenn wir zuerst mal aufschlagen, in Matthäus Kapitel 19, und dort die Verse 1 bis 12.

[23:37] "Es geschah, als Jesus diese Worte beendet hatte, verließ er Galiläa und kam in das Gebiet von Judäa, jenseits des Jordans. Und es folgte ihm eine große Volksmenge nach, und er heilte sie dort. Da traten die Pharisäer zu ihm, versuchten ihn und fragten ihn: Ist es einem Mann erlaubt, aus irgendeinem Grund seine Frau zu entlassen?" Also hier geht es zuerst mal um die Ehescheidung. "Er beantwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer sie am Anfang als Mann und Frau erschuf und sprach: Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein? So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengeführt hat, das soll der Mensch nicht scheiden." Da sprachen sie ihm: "Warum hat denn Mose befohlen, ihr einen Scheidebrief zu geben und sie so zu entlassen?" Er aber sprach zu ihnen: "Mose hat es euch wegen der Hartherzigkeit eures Herzens erlaubt, eure Frauen zu entlassen. Von Anfang an ist es aber nicht so gewesen. Ich sage euch aber, wer seine Frau entlässt, es sei denn wegen Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe, und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe."

[24:49] Da sprechen, jetzt kommt der eigentliche Vers zu diesem einen Kontext der Ehelosigkeit, da sprechen seine Jünger zu ihm: "Wenn ein Mann solche Pflichten gegen seine Frau hat, so ist es nicht gut zu heiraten." Er aber sprach zu ihnen: "Nicht alle fassen dieses Wort, sondern nur die, denen es gegeben ist." Jetzt kommt der Vers 12: "Denn es gibt Verschnittene, die von Mutterleib so geboren sind, und es gibt Verschnittene, die von Menschen verschnitten sind. Und es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben, um des Reiches des Himmels zu gewinnen. Wer es fassen kann, der fasse es." Nun, Jesus macht hier deutlich, jetzt in dem unteren Teil ab Vers 10, nachdem sie festgestellt hatten, wie hier eine Ehe versucht wird, durch menschliche Vorgaben zu entzweien, wo Jesus eigentlich sagte, das war nicht der Ursprung. Der Ursprung war, was Gott zusammengeführt hat, ist ein Fleisch. Aber es gibt Fälle, sagt Jesus, über die Verschnittenen. Verschnittene bedeutet praktisch im übertragenen Sinne ehelose Menschen. Ehelose Menschen werden von Mutterleib an so geboren, das heißt, sie werden so geboren und bleiben so bis ans Lebensende. Dann gibt es die Menschen, die ehelos werden, verursacht durch Menschen, sei es durch Scheidung, sei es auch durch einen tragischen Tod, in dem sie dann verwitwet sind. Und es gibt diejenigen, die sich ehelos halten, um des Reiches der Himmel willen, weil sie nicht nur für sich leben, sondern in Christus leben. Und da macht es eigentlich klar, warum Jesus hier diese drei Perspektiven hat. Wenn Gott Mann und Frau schuf in einer Einheit, dann soll der Mensch es nicht scheiden.

[27:00] Jetzt, wenn der Mensch es nicht scheiden soll, es aber trotzdem tut oder will, es hat natürlich, wir können es ja mal aufschlagen, wir haben ja hier die Grundverse, die in 1. Korinther 7 stehen. In den Versen 25 bis 38, wo es um den Ratschlag geht von Apostel Paulus an die Unverheirateten. Da sagt er ja: "Was die Jungfrauen angeht, so habe ich keinen Befehl vom Herrn. Ich gebe aber meine eigene Meinung ab, als jemand, der durch die Gnade des Herrn treu ist. Ich halte es daher angesichts der gegenwärtigen Not für gut, dass es so bleibt, wie es ist. Bist du an eine Frau gebunden, so suche keine Trennung von ihr. Bist du frei von einer Frau, so suche keine Frau." Was Paulus damit meint ist, was wäre ein Hindernisgrund für das, wozu er als Person berufen wurde, das Ziel zu erreichen. Wenn er sich jetzt noch hätte verheiraten lassen wollen, so müsste er für sie sorgen, Zeit für sie nehmen, Pflichten nachgehen und hätte somit eigentlich seine eigentliche Berufung, der hundertprozentigen Erfüllung dessen, wozu Gott ihn berufen hat, nicht wirklich erfüllen können. Denn er wäre gebunden an eine Frau, um auch für sie da zu sein und nicht hundertprozentig allein für Gott.

[28:31] Und dann heißt es weiter: "Das sage ich euch, Brüder: Die Zeit ist kurz bemessen. Darum sollen die, welche Frauen haben, so leben, als hätten sie keine; und die, welche weinen, als weinten sie nicht; und die, welche sich freuen, als freuten sie sich nicht; und die, welche kaufen, als besäßen sie es nicht; und die, welche diese Welt gebrauchen, als gebrauchten sie sie gar nicht; denn die Gestalt dieser Welt vergeht. Ich will aber, dass ihr ohne Sorgen seid. Der Unverheiratete ist für die Sache des Herrn besorgt, wie es dem Herrn gefällt." Und das ist eigentlich der Grundgedanke. Die einzigen Sorgen, die ein Eheloser hat, wie auch Paulus in diesem Beispiel, sind die Sorgen des Herrn. Der Verheiratete aber sorgt für die Dinge der Welt, wie er der Frau gefällt. Es ist ein Unterschied zwischen der Ehefrau und der Jungfrau. Die Unverheiratete ist besorgt um die Sache des Herrn, dass sie heilig sei, sowohl am Leib als auch am Geist. Die Verheiratete aber sorgt für die Dinge der Welt, wie sie dem Mann gefällt. Das sage ich aber zu eurem eigenen Nutzen, nicht um euch eine Schlinge um den Hals zu werfen, sondern um des Anstandes willen und damit ihr ohne Ablenkung beständig beim Herrn bleiben könnt." Es ist nicht falsch zu verstehen, dass auch Paare, wenn sie eines Sinnes sind, in der Mission auch hundert Prozent für Gott sorgen können. Dennoch ist es ein Unterschied, ob ich alleine bin und alleine arbeite und alleine für Gott die Werke tue, mit den Menschen, die er mir in den Weg stellt als Helfer in Gemeinschaft für des Herrn Sache, oder ob ich dann doch durch meine emotionale Bindung an eine Person, Frau oder Mann, dann doch eine Verpflichtung habe, eine Aufgabe habe, so wie auch bei Adam und Eva. Aber Paulus möchte hier nur klar machen, dass es auch einen Grund hat, warum Menschen nicht heiraten sollen.

[30:27] Ich kann mich noch daran erinnern, da war ich zu Besuch bei einem Bruder, der gerade mit seinen heranwachsenden Jugendlichen so geredet hatte und da ging es gerade um Mädchen kennenlernen und sich verabreden wollen und er sagte: "Ich empfehle dir, mein Sohn, dass du nicht heiratest, denn dann kannst du für Gott nicht hundert Prozent arbeiten." Ich musste lange über diesen Satz nachdenken, aber umso mehr ich dann auch Paulus in diesem Brief verstehe, desto mehr verstand ich dann auch diese Aussage dieses Bruders. Nun, es gibt auch letzten Endes, und das macht uns hier wieder deutlich, warum Ehelosigkeit vor allem, ich sage jetzt mal, ja, eine Entscheidung darbringt, die mit Kämpfen und Opfern zu tun haben. Wenn wir Matthäus Kapitel 10 aufschlagen, Matthäus Kapitel 10 und dort die Verse 34 bis 39 uns anschauen, Matthäus Kapitel 10 ab Vers 34: "Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter, und die Feinde des Menschen werden seine eigenen Hausgenossen sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird es verlieren, und wer sein Leben verliert um meines Willen, der wird es finden."

[32:18] Auch wenn wir uns überlegen, dass wir Opfer bringen müssen, wenn wir einen Weg einschlagen, der auch dahin führen soll, dass ich mich, wenn ich Christus erkannt habe und aus der Welt komme, so wie auch ich aus der Welt gekommen bin, war mir eins klar, dass ich meine Familie zu verlassen habe, wenn sie selbst nicht Christus nachfolgt. Und da ist es deutlich, dass auch Jesus hier uns zeigen möchte, wie wichtig es ist, wenn Leben erhalten werden soll, dann einzig und allein nur durch ihn. Und Jesus möchte uns auch klar machen, dass er Dinge nicht zusammenlassen kann, wenn jemand einen heiligen Weg gehen möchte und der andere doch hier auf weltliche Dinge und weltliche Begierden festhangeln möchte, dass Jesus Christus durch sein Wort diese Menschen entzweit. Und von daher wird es auch schwierig sein, wenn Menschen diesen Weg gehen allein und auch anderswo niemanden mehr finden können, der mit ihnen den Weg gehen möchte, dann ist es besser, dann doch alleine zu sein und den Kampf mit Christus alleine zu kämpfen.

[33:45] Aber es zeigt auch, dass die Ehelosigkeit einen Vorteil hat, wenn wir mal schauen in der Endzeit bezogen, was Jesus sagt in Matthäus 24 Vers 19, wo es heißt: "Wer aber den Schwangeren und den Stillenden an jenen Tagen..." gerade wenn eine Zeit kommen wird und die steht bevor, wo wir verfolgt werden aufgrund unseres Glaubens und wenn da Mütter ja noch Säuglinge haben, die gestillt werden müssen in einer Verfolgung. Wir sehen es auch teilweise in den Nachrichten, wie Menschen fliehen müssen mit kleinen Kindern in den Armen, die gesäugt werden müssen. Wie sehr steht man da vor einer Glaubensprüfung? Wie sehr wird man wirklich bis aufs Äußerste erprobt? Wenn man da keinen festen Glauben hat, wird es schwierig sein, Jesus nachzufolgen, ihm zu vertrauen, gerade durch solche schwere Zeiten. Auch die Männer müssen einiges dann miterleben und mitertragen. Und ich gebe nur ein Beispiel, wenn ein Druck ausgeübt wird, wie sehr man und wie leicht man sich da über Gottes Wort hinwegsetzt, weil man nicht vertraut. Im Fall von Abram und Sarah, als sie vor Ägypten waren und dort der Machthaber die Frau Abrams sah und sie haben wollte und Abram sagt, dass es seine Schwester sei. Welche Gefahr stand da wohl dahinter, hätte Gott nicht eingegriffen. Und es zeigt sich schon auch heute, inwieweit man wirklich sich selbst einsetzt für die Ehe und inwieweit auch nicht.

[35:40] Einen anderen Vers in Lukas 23, in den Versen 28 und 29, da heißt es: "Da wandte sich Jesus zu ihnen und sprach: Ihr Töchter Jerusalems." Da war Jesus gerade auf dem Weg zur Kreuzigung und sagt: "Ihr Töchter Jerusalems, weint nicht über mich, weint vielmehr über euch selbst und über eure Kinder. Denn siehe, es kommen Tage, da man sagen wird: Glückselig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren, und die Brüste, die nicht gestillt haben." Situationen, wo wir am Ende der Zeit ganz auf uns gestellt sein werden, wo Jesus sagt: "Trauert nicht über mich, weint vielmehr um euch selbst. Denn diese Tage, wenn sie kommen werden, dann wäre es besser, man hätte nicht diese Umstände, die Jesus hier gerade beschrieben hat. Denn dieser Glaube, der da herrschen muss, der da vorhanden sein muss, ist enorm. Der ist sehr enorm und man kann es sich gar nicht so wirklich ausmalen, wenn es einen selber trifft, auch wenn man es oftmals in dem Fernsehen sieht. Es ist eine harte Zeit, wo Mütter geprüft werden und auch Väter natürlich.

[37:08] Und so sieht man aber auch, was Ehe betrifft, jetzt nicht nur in der Ehelosigkeit, sondern auch gerade dann, wenn Ehe ist und na ja, in der heutigen Zeit, was ist heute noch Ehe? Ehen zur Zeit Jesu waren nicht anders auch als heute. Man schaute sich mal die Begebenheit an, die Frau im Jakobsbrunnen in Johannes 4, wo Jesus sie fragte, wo denn ihr Mann sei. Und sie sagte, ja, sie hat ja keinen Mann. Und Jesus sagt: "Ja, du hast recht, du hattest einige Männer, aber du hast keinen wirklichen Ehemann." Und so sind auch Ehen in der Endzeit letzten Endes. Und das sieht man vor allem daran, wenn wir mal aufschlagen in Matthäus Kapitel 24, wo Jesus darüber spricht vor seinem Kommen, wie der Zustand in der Welt sein wird. In Matthäus 24 ab Vers 37: "Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein. Denn wie sie in den Tagen vor der Sintflut aßen und tranken, heirateten und verheirateten, bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging und nichts merkten, bis die Sintflut kam und sie alle dahin raffte, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein." Also das ist das, was wir heute erleben. Und das kommt auch nicht von ungefähr. Die Verlockungen in der heutigen Zeit zum Ehebruch sehen wir doch eigentlich, man kann schon fast sagen, 24 Stunden in der Flimmerkiste. Was wird nicht alles gepostet? Was wird nicht alles suggeriert, wie heute Ehen sind?

[38:38] Und wenn wir weiterschauen, wenn wir schon in Matthäus sind, in Matthäus Kapitel 5. In Matthäus Kapitel 5 die Ursache. Matthäus Kapitel 5 Vers 27 und 28: "Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen." Wie sehr versucht Satan unsere Sinne genau dahin zu führen, dass wir gelockt werden von der Sünde, die Begierde, die uns reizen soll, um eine Entscheidung zu treffen, die schon in Gedanken dazu führt, die Ehe zu brechen. Daran sieht man auch, und das hat auch Paulus beschrieben, wie zerstörerisch eigentlich diese Haltung ist.

[39:34] 2. Petrus 2 Vers 14. Dort heißt es, und da geht es nämlich um die Verführung, das Verhalten der frechen Verführer, wo eigentlich dahinter Satan steckt. Da heißt es: "Dabei haben sie Augen voller Ehebruch. Sie hören nie auf zu sündigen und locken die unbefestigten Seelen an sich. Sie haben ein Herz, das geübt ist in Habsucht und sind Kinder des Fluches." Also hier sehen wir, was Satan vorhat. Satan ist einer, der geübt ist, um unsere Gedanken, unsere Herzen zu vereinnahmen, damit sie abgelenkt werden von den Werten und Moralvorstellungen, die Gott uns gegeben hat seit Gründung der Welt. Und das ist es, womit wir heute zu kämpfen haben. Ehescheidungen sind heute so etwas wie eine Möglichkeit, dass heute in der Welt suggeriert wird, Möglichkeiten zu finden, einen Grund zu haben, Ehe legal scheitern lassen zu können. Aber wenn man genau schaut, was dieser Ehebruch oder das Scheitern der Ehe führt, merkt man, dass man schon gegen zwei Gebote auf einmal verstößt. Nämlich einmal: "Du sollst nicht Ehe brechen" und das zweite: "Du sollst nicht begehren." Und im Vergleich dazu sehen wir in dem ersten und zweiten Gebot, dass Gott ja ein eifersüchtiger Gott ist. Er möchte ja einen Bund machen mit uns. Er möchte einen Bund machen mit jedem Einzelnen, der sich für ihn entscheidet. Und diese Liebe, die dahinter steckt, ist so groß, dass wenn wir jemand anderen an unsere erste Stelle stellen, nicht Gott, wie ist es denn, wenn wir in unserer Partnerschaft jemanden haben, den wir hinzuholen und ich mehr Zeit verbringe mit der Person und mehr Freude empfinde mit der Person als mit der Person, mit der ich eigentlich zusammen bin. Und so zeigt sich auch, dass Gott hier uns zeigen möchte, wie es ihm geht, wenn wir mit ihm diesen Bund brechen. Wir sollen nicht begehren Dinge, die Satan eigentlich uns in den Weg stellt. Wir sollen nicht begehren Dinge, die uns von den Moralvorstellungen, von der Verantwortung und der Pflicht Gott gegenüber fernhält und wegzieht.

[42:05] Und das sieht man auch an dem Eifersuchtsbeispiel von Abraham und Sarah, wegen der Magd, wegen Ismael, dass sie dadurch so eine Eifersucht bekam, weshalb dann auch da eine Beziehung scheiterte, weil sie nicht vertrauten, weil sie nicht auf Gott gehorcht haben, weil sie ihm nicht vertraut haben. Und es gibt sogar eigentlich ein eigenes Opfer dafür, für die Eifersucht. Das könnt ihr selber mal nachlesen in 4. Mose 5 in den Versen 11 bis 31. Und daran sieht man auch, wenn wir das im geistlichen Verständnis für uns mal mitnehmen, wie Gott eigentlich das Ganze sieht, wenn Ehen scheitern, welche Gründe es dafür gibt und was Gott tut und tun möchte, damit Ehen, die kurz vor dem Scheitern stehen, eigentlich heilen möchte.

[42:55] Und da ist die Frage für mich dann auch, wie wir damit umgehen. Wir wissen, dass von unserem Herzen böse Gedanken kommen. Und das Erste, was dann ansteht, ist Ehebruch, wie es beschrieben wird in Markus Kapitel 7 Vers 21. Und warum Jesus dort gerade das Ehebruch als erstes nennt, kommt ja nicht von ungefähr. Denn das, was Gott als erstes zusammengebracht hat in der Schöpfung, hat Satan auseinandergerissen. Das war das erste Werk, das Satan getan hat bei den Menschen durch die Sünde Trennung. Und dagegen schreibt eigentlich Paulus an uns, wie wir dagegenhalten können, wie wir dem entgegentreten können. Und zwar in Galater Kapitel 5 Vers 16 bis 26. Dort heißt es, da sind wir in Galater Kapitel 5.

[44:04] "Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch. Und diese widerstreben einander, sodass ihr nicht das tut, was ihr wollt. Wenn ihr aber vom Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind..." und er kommt auch wieder gleich als erstes genannt: "...Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit, Götzendienst und so weiter und so fort." Und dann heißt es später im Vers 22: "Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz. Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt, samt den Leidenschaften und Lüsten. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln. Lasst uns nicht nach leerem Ruhm streben, einander nicht herausfordern, noch einander beneiden."

[45:05] Das ist die Gefahr, die Satan uns eigentlich in den Weg stellen möchte, damit wir an unseren eigenen Gelüsten festhalten und nicht die Gabe des Geistes und die Frucht des Geistes annehmen. Die Frage ist dann eigentlich, suchen wir eigentlich einen Grund, um die von Gott gegebene Ehe scheiden lassen zu können und damit unser Verhalten zu entschuldigen? Heute ist es wohl relativ einfach gedacht. Und ich kann mich noch gut daran erinnern, in den Zeiten, wo es nur drei Programme gab, solche Themen wie Ehescheidungen oder gerade in Filmen oder Serien war fast nie zu sehen. Und erst so ab einer Zeit, so wo in den späten 80er, frühen 90er nach und nach Serien kamen, wo dann auch über Ehebruch gesprochen wurde und auch wirklich, naja, zelebriert wurde vor dem Fernsehen und man mehrere Bekanntschaften und Liebschaften neben dran hatte, wurde das immer mehr etabliert. Und wenn man sich heute mal die Kanäle anschaut, tja, wo scheitert denn nicht die Ehe? Wo wird denn nicht suggeriert, heute den, morgen den? Suchen wir einen Grund, damit wir die Ehe, die Gott gegeben hat, scheiden lassen zu dürfen, damit wir eine Entschuldigung haben?

[46:39] Das Problem ist, haben wir nicht. Römer 1 macht uns hier ganz deutlich, dass, weil wir, und ich spreche jetzt auch zu all denen, die sowas selbst erlebt haben, sehen wir in Römer 1 ab Vers 18 folgende Aussage: "Denn es wird offenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat." Gott hat uns genau gezeigt und deutlich gemacht durch sein Wort, was Ehe bedeutet und wo allein Gott ein Scheitern der Ehe akzeptiert, aber es nicht eigentlich sein Wille war. Dann heißt es weiter: "Denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen." Jetzt kommt: "Dass sie keine Entschuldigung haben. Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Waren verfallen und ihr unverständliches Herz wurde verfinstert."

[48:06] Liebe Freunde, liebe Freundinnen, verfinstern wir unser Herz nur, weil es mal in der Ehe kracht, weil es mal nicht vorangeht? Wenn doch eine Ehe, wie Gott sie zeigt durch Prediger 4, Vers 12, dass sie eine dreifache Schnur bilden soll, damit sie standhalten kann, warum schauen wir nicht danach? Warum suchen wir dann Entschuldigungen, wie auch Jesus versucht wurde von dem Pfarrer, wo sie versucht hatten, ja, hat der Mose uns nicht diesen Scheidebrief gegeben, wie wir gelesen haben in Matthäus 19, dass man sich doch freikaufen kann? Nein, das war nicht der Grund. Selbst wenn wir schauen in 1. Korinther 7, so wie Paulus auch geschrieben hatte, in 1. Korinther 7, ab Vers 10, dort heißt es: "Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, dass eine Frau sich nicht scheiden soll von dem Mann. Wenn sie aber schon geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet und versöhne sich mit dem Mann, und dass der Mann die Frau nicht entlassen soll."

[49:04] "Den Übrigen aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat und diese ist einverstanden, bei ihm zu wohnen, so soll er sie nicht entlassen. Und eine Frau, die einen ungläubigen Mann hat, der einverstanden ist, bei ihr zu wohnen, soll ihn nicht verlassen. Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durch die Frau, und die ungläubige Frau ist geheiligt durch den Mann. Sonst wäre ja eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig. Wenn sich der Ungläubige scheiden will, so scheide er sich. Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden. In Frieden aber hat uns Gott berufen. Denn was weißt du, Frau, ob du den Mann retten kannst? Oder was weißt du, Mann, ob du die Frau retten kannst?" Das ist der Gedanke, der dahinter steckt. Wir sind verantwortlich für den Partner, den Gott uns gegeben hat. Und gerade, weil wir gläubig sind, haben wir erst recht diese Verantwortung. Wenn wir einen Partner haben, dann mit ihm zusammen im Himmel zu sein. Denn wozu hat uns denn Gott berufen? Zu sammeln, helfen zu sammeln oder zu zerstreuen. Das hier ist die Frage. Wenn ich zerstreuen will, dann brauche ich eine Entschuldigung, nicht wahr? Um genau das Gegenteil tun zu dürfen, was Gott eigentlich möchte. Aber wie wir in Römer gelesen haben, das, was wir erkannt haben, dafür haben wir keine Entschuldigung, genau das Gegenteil tun zu dürfen. Denn wenn, ja, was soll Gott denn tun? Außer das, was wir dann später gelesen haben in Römer Kapitel 1, dass unser Herz dadurch verfinstert, härter wird, unerreichbarer vor Gott.

[50:52] Oder sind wir diejenigen, die wir bekennen in unserem Leben, dass wir diesen Willen Gottes tun wollen, weil uns Gott dazu berufen hat? Auch besonders in einer Ehe, so wie wir auch lesen können in Markus Kapitel 8, in Markus Kapitel 8 Vers 38, wo es heißt: "Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln."

[51:23] Die Ehen können nicht scheitern, und das sage ich jetzt bewusst. Die Ehen können nicht scheitern, wenn die Ehen Gottes Wort beachten. Und das, was zu beachten gilt, im Grundsatz dessen, was wir erkannt haben, lesen wir in Epheser als Beispiel in Epheser Kapitel 5, Epheser Kapitel 5, die Verse 22 bis 33. "Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter, als dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, und er ist der Retter des Leibes. Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem. Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleich wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat."

[52:23] Kämpfen wir heute noch so in der Ehe? Halten wir uns an diese Grundgedanken, wie wir miteinander in einer Ehe leben, damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort, damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so dass sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei. Ebenso die Männer verpflichtet, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. Ist das nicht das Gebot, was Gott uns auch gegeben hat? Gott liebt uns, und wir sagen, Gott liebt mit unserem ganzen Herzen, mit unserer ganzen Kraft, mit allem, was wir sind, und unseren Nächsten wie uns selbst. Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein. Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dieses Geheimnis ist groß. Ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde. Doch auch ihr, jeder von euch, liebe seine Frau so wie sich selbst. Die Frau aber erweise dem Mann Ehrfurcht."

[53:31] Wenn Ehen, die zu scheitern drohen, darin gemeinsam studieren und nach Weisung und Weisheit Gottes fragen und bitten für Kraft, für Demut, dann wird auch Gott, wie wir es am Anfang gelesen haben, in der Schwachheit mächtig sein. In Christus vermag ich alles, auch eine Überwindung dessen, das was zu scheitern droht.

[54:10] Auf der anderen Seite ist das Alleinsein auch ein Ereignis, was durch einen tragischen Fall von Tod kommen kann. Wir denken dabei einfach auch an gewisse Dinge, wo der Mann oder die Frau den Ehepartner verliert oder enge Freundschaften. Aber in den meisten Fällen ist es dann doch eher, wo es um Partnerschaften geht, wo der Partner verstirbt. Und da zeigt uns eigentlich auch die Bibel, dass es Möglichkeiten gibt, aus dieser Einsamkeit, die dann entsteht und dieser Verlust, den man hat, aus dieser Einsamkeit herauszukommen.

[54:50] Wenn wir nochmal den 1. Korinther aufschlagen, in Kapitel 7 und dort die Verse 8 und 9 lesen, da lesen wir: "Ich sage aber den Lebendigen und den Witwen: Es ist gut für sie, wenn sie bleiben wie ich." Paulus meint hier wieder, es ist besser, wenn man jetzt allein ist und die restliche Zeit, die man hat, jetzt ganz für Gott einsetzt. Aber er sagt: "Wenn sie sich aber nicht enthalten können, so sollen sie heiraten, denn heiraten ist besser, als in Glut zu geraten." Es ist besser, jemanden wieder an seiner Seite zu haben, aber nicht irgendwen. Ich denke, wir haben jetzt gesehen, wie wichtig es ist, jemanden bei sich zu haben, der bereit ist, mit einem zusammen, wie im Prediger, Vers 9 bis 12 oder Vers 12, eine dreifache Schnur ergeben mit Christus. Denn wie sehr fällt doch einer, wenn er alleine ist, wenn er nicht stark in Christus gebunden ist, wenn doch das Herz mehr in Ägypten in der Sünde herrscht, bleiben möchte und verweilen möchte. Aber man sieht es doch auch bei Abraham nach dem Tod Saras. In der 1. Mose 5 hat er ja eine weitere Frau sich genommen. Oder wenn wir lesen von den Witwen, wie Paulus dann auch beschreibt, welche Möglichkeiten sie in ihrer Einsamkeit oder aus ihrer Einsamkeit bekommen können oder erreichen können. In 1. Timotheus 5, Vers 3 bis 16, ihr könnt es dann noch nachlesen, steht im Sendemanuskript.

[56:26] Ich habe mich dann auch sehr oft gefragt und ich war bei manchen Beerdigungen dabei, insbesondere nachdem ich zum Glauben kam. Und ich kann mich an die allererste Grabesrede erinnern, die ich gehört habe und zwar bei der Beerdigung von der Großmutter meiner Frau. Und das war eigentlich keine traurige Ansprache, sondern eigentlich eher eine fröhliche Ansprache. Und dann habe ich mich auch gefragt, warum trauern wir als Adventisten um den Verlust eines Partners, der doch in Christus gestorben ist. Natürlich, emotional keine Frage. Es ist wie als ob eine Leere entstehen würde, wenn man seinen Partner verliert. Und die Einsamkeit, die dadurch kommt und die ganzen Probleme, die sich einem auftürmen, ist sehr wohl verständlich. Dennoch habe ich mich gefragt, warum, denn eigentlich ist er doch gerettet. Diese Person ist doch gerettet in Christus. Das heißt, wenn er wiederkommt, wird er auferstehen. Und eigentlich müsste ich doch um mich selber trauern, der ich noch am Leben bin und diesen Wettlauf noch gehen muss und rennen muss. Das heißt, der einzige Trost, der dadurch eigentlich entsteht und sein soll, ist durch Christus. Denn durch seinen Tod und Auferstehung dürfen wir in Ewigkeit leben. Und das sehen wir auch, wo Paulus hier an die Thessalonicher schrieb.

[58:05] Erster Thessalonicherbrief in Kapitel 4, Vers 13 bis 18. Dort heißt es: "Ich will euch, Brüder und Schwestern, sage ich jetzt noch dazu, nicht in Unwissenheit lassen über den Schlafenden, damit ihr nicht traurig seid wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen. Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrig bleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen. Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihm entrückt werden, in Wolken zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft. Und so werden wir bei dem Herrn sein alle Zeit. So tröstet man einander mit diesen Worten." Das ist unser Trost. Wenn du, lieber Bruder, liebe Schwester, eine Einsamkeit erlebst, weil du einen Geliebten verloren hast, dann soll das der Trost sein, dass dein Partner, der in Christus starb, auferstehen wird in Christus. Und er wird leben in Ewigkeit.

[59:24] Und weiter sehen wir auch, dass wir jetzt, wo wir leben, darauf achten sollen und über unseren Verbleib, über den restlichen Verbleib unseres Lebens, dass Gott uns schenkt. Wir sollten es genauso weiterhin bewahren, was er uns gegeben hat, wozu er uns berufen hat, wozu er uns Gaben und Fähigkeiten gegeben hat. Und deswegen schauen wir dann nochmal in 1. Korinther, diesmal nicht Kapitel 7, sondern in Kapitel 15. Und dort die Verse 50 bis 57. Dort heißt es: "Dass aber sage ich euch, Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können. Auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, aber alle verwandelt werden. Plötzlich, in einem Augenblick zur Zeit der letzten Posaune. Denn die Posaune wird erschallen und die Toten werden auferweckt werden, unverweslich. Und wir werden verwandelt werden. Denn dieses Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen. Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: Der Tod ist verschlungen im Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? Der Stachel des Todes aber ist die Sünde. Die Kraft der Sünde aber ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus."

[1:00:58] Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in den Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn. Darauf sollte unser Fokus gerichtet sein. Wir haben noch eine Arbeit zu erfüllen. Es gibt noch einen Grund, weshalb ich lebe. Weshalb Gott mir noch Leben schenkt. Er möchte mich noch gebrauchen. Es gibt noch etwas zu tun. Bin ich bereit, dann auch über den Trost hinweg zu sehen, auf Christus zu vertrauen, dass auch er mich noch gebrauchen möchte, solange er mir Atem und Odem schenkt. Und wenn es nicht anders gehen soll alleine, dann sagt Paulus, wenn es nicht anders geht, dann suche dir einen Partner. Aber suche nicht irgendeinen Partner. Suche einen, der Christus liebt und der die Verantwortung erkannt hat, dass wenn er mit dir einen Bund eingehen möchte, dass es so ist, wie in Prediger Kapitel 4, Vers 12 geschrieben steht, dass es eine dreifache Schnur ist.

[1:01:59] Und so sehen wir doch auch, dass in Offenbarung 21, Vers 4 Gott die Tränen abwischen wird. Es keinen Tod mehr geben wird. Das ist doch unser Ziel. Das ist unsere Hoffnung. Das ist eigentlich der Ursprung dessen, was Gott geschaffen hat. Ein Leben in Gemeinschaft mit all unseren Liebenden in Christus vereint, ohne Tod zu schmecken in Ewigkeit. Und somit alle, die durch welche Umstände auch immer alleine sind und sich so fühlen, wie der Psalmist sagt in Psalm 102, Vers 8: "Ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dach." Wir dürfen gewiss sein, dass was in Hebräer Kapitel 13 steht, gilt für uns alle, die alleine sind oder sich alleine fühlen. In Hebräer Kapitel 13, Vers 1-8: "Bleibt fest in brüderlicher Liebe. Vernachlässigt nicht die Gastfreundschaft, denn durch sie haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt. Gedenkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene und derer, die misshandelt werden, als solche, die selbst auch noch im Leib leben. Die Ehe soll von allen in Ehren gehalten werden und das Ehebett unbefleckt. Die Unzüchtigen und Ehebrecher aber wird Gott richten. Euer Lebenswandel sei frei von Geldliebe. Begnügt euch mit dem, was vorhanden ist, denn er selbst hat gesagt: Ich will dich nicht aufgeben. Ich will dich nicht aufgeben und dich niemals, niemals verlassen." So können wir nur zuversichtlich sagen: "Der Herr ist mein Helfer, und deshalb fürchte ich mich nicht vor dem, was ein Mensch mir antun könnte." Gedenkt an eure Führer, die euch das Wort Gottes gesagt haben. Schaut das Ende ihres Wandels an und ahmt ihren Glauben nach. Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und auch in Ewigkeit.

[1:03:45] Und Jesus hat es versprochen. Jesus hat es versprochen für alle Arbeitende im Werk Gottes. In Matthäus 28. Wer hat sie alles, was ich euch gesagt habe? Wir können es ja gerne noch mal aufschlagen in Matthäus Kapitel 28, Versen 18 bis 20. Und Jesus trat zu, redete mit ihnen, sprach: "Mir ist gegeben, alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe, und ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Amen." Jesus wird uns nicht verlassen. Jesus ist auch bei dir, wenn du alleine bist. Jesus ist bei dir, wenn du im Werk bist. Jesus ist bei dir, wenn du in der Ehe bist. Jesus ist bei dir, wenn du keinen Partner hast.

[1:04:53] Und gerade auch für die Witwen gibt es einen wunderbaren Vers, den Gott dir zuruft. In Jesaja Kapitel 54, Verse 4 bis 9. "Fürchte dich nicht, denn du wirst nicht beschämt werden. Schäme dich nicht, denn du sollst nicht zu Schande werden, denn du wirst die Schande deiner Jugend vergessen und an die Schmach deiner Witwenschaft wirst du nicht mehr gedenken, denn dein Schöpfer ist dein Ehemann. Herr der Herrscharen ist dein Name und dein Erlöser ist der Heilige Israels. Er wird Gott der ganzen Erde genannt. Denn wie er eine verlassene und im Geist bekümmerte Frau wird der Herr dich rufen, wie die Frau der Jugendzeit, wenn sie verstoßen ist, spricht: Dein Gott. Einen kleinen Augenblick habe ich dich verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit werde ich dich sammeln." Gott ist in jeder Lebenslänge immer bei uns. Von daher sind wir eigentlich nie allein, weil es uns bewusst ist, dass selbst Engel uns dienen und egal wie wir uns fühlen, es darf nicht das Gefühl übermannen, unsere Gedanken und dieses Negative uns vereinnahmen in Gedanken und Entscheidungen. Wir müssen immer klar und nüchtern vor Augen halten, dass wir nie alleine sind. Gott möchte uns helfen in der Gemeinschaft und gerade von denen, wo wir wissen, auch in der eigenen Gemeinde, wo es Menschen gibt, die alleine sind, wird es Zeit, dass wir, wie wir es auch vorhin gelesen haben, dass wir sie integrieren in eine Gemeinschaft. Eigentlich sind wir eine Großfamilie, Brüder und Schwestern zusammen. Dort wird es glaube ich niemanden geben im Himmel, den wir meiden würden wollen, oder? Das ist die Liebe zueinander und daran wird auch die Welt erkennen, dass wir Gemeinschaft mit Christus haben, weil wir Liebe untereinander haben.

[1:06:42] Haben wir Liebe untereinander, haben auch die, die ehelos sind, eine Gemeinschaft, weil man sie aufnimmt in ein Kollektiv, das Christus angehört. Auch die, die verwitwet sind, finden Trost, finden Stütze unter Brüdern und Schwestern und auch alle, die geistlich alleine sind in Orten, wo es finster ist und vielleicht auch niemanden in der Gemeinde haben, die auch nach der Geistlichkeit suchen. Vergiss nie, Christus ist bei dir und er kennt unsere Kummer, er kennt unsere Sorgen, er kennt unsere Einsamkeit. Aber lasst uns die Einsamkeit da nutzen, wo sie auch wirklich Sinn macht, wenn wir Gott aufsuchen. Das ist die einzige Zeit, wo wir für uns persönlich in unserem Umfeld alleine sind und das ist gut so, denn dann haben wir Gemeinschaft mit Gott.

[1:07:38] Ihr Lieben, ich wünsche euch, dass wir alle erkennen, dass es Einsamkeit als solches, aus der Sicht der Bibel betrachtet, so nicht gibt, weil Gott immer da ist. Aber das Zwischenmenschliche ist eine Verantwortung, die wir auch wirklich selber übernehmen müssen in allen Lebenssituationen und Lebenslagen. Und die Entscheidung, die wir dabei treffen müssen ist, dass ich für meine Nächsten eine Verantwortung habe, sei es mein Lebenspartner, mein Ehemann oder meine Ehefrau, sei es ein Freund, sei es jemand, der aus der Welt kommt und Christus kennenlernen möchte oder wenn man jemanden verliert. Es gilt, die Verantwortung vor Gott zu haben, denn wir werden einmal alle allein vor Gott stehen und dass wir danach trachten, wenn Ehen scheitern oder in Gefahr stehen zu scheitern, dass wir nicht aufgeben und eine Entschuldigung suchen, wie es die Welt tut, um eine Ehe dadurch annullieren zu können, sondern dass wir den Willen Gottes tun und dafür kämpfen, dass es eine Einheit bleibt, dass es ein Fleisch bleibt. Und Gott hat uns alle Möglichkeiten gegeben, damit wir dies erreichen können. Möge das immer in unseren Gedanken sein und dass Gott uns darin segnen möchte, in diese Erkenntnis zu wandeln. Gott segne dich darin, auch im Studium gerade dieses besonderen Themas und wir werden uns das nächste Mal wiedersehen zur nächsten Folge, wo es heißt: "Weise Worte für Familien." Bis dahin wünsche ich euch Gottes reichen Segen, ganz besonders in seinem Studium und auch in den Gesprächen bei der Sabbatschule. Gott mit euch. Amen.


Lizenz

Copyright ©2019 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.