Veröffentlicht am
1.104 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts


Manuskript zur Sendung >>> CSH 2.Q.19L5 – Sendemanuskript_Weise Worte für Familien

In dieser Folge der Cannstatt Study Hour, „Familien Zeiten“, teilt Monja Ströck weise Worte für Familien, basierend auf den Sprüchen Salomos. Sie beleuchtet die Bedeutung von Vertrauen auf Gott, die Rolle von Eltern als Vorbilder und die Prinzipien einer gesunden Ehe und Familie. Die Lektion betont die Wichtigkeit von Selbstbeherrschung, liebevoller Zucht und der ständigen Ausrichtung auf Jesus, um ein harmonisches und gottgefälliges Familienleben zu führen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Cannstatt Study Hour 2019 Q2: Familien Zeiten

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Cannstatt Study Hour. Diese Woche beschäftigen wir uns mit weisen Worten für Familien. Und bevor wir ins Studium gehen, möchte ich gerne einmal beten. Vater im Himmel, ich möchte dir danken, dass wir dein Wort wieder studieren dürfen. Ich möchte dir danken, dass wir daraus Ratschläge für das Familienleben ziehen dürfen. Und ich möchte dich beten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass wir dein Wort verstehen und umsetzen können. Und dafür danke ich dir im Namen Jesu. Amen. Der Merkvers für diese Woche steht in Sprüche 3 Vers 5 bis 6. Und dort heißt es: „Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich rechtführen.“

[1:07] Ich habe mich lange gefragt, warum gerade das der Merkvers für diese Woche ist. Und ich glaube, dass er eigentlich den Kern der Botschaft dieser Woche zeigt. Weil wenn ich meinen Willen zurücknehme, wenn ich mich auf Jesus verlasse, wenn ich wie Johannes sage: „Ich muss abnehmen, du aber musst in mir wachsen“, dann kann Jesus seinen Charakter in uns vollkommen ausbilden. Und wir werden gemeinsam, wenn jeder das in der Familie macht, eine harmonische Gemeinschaft und ein glückliches Familienleben haben.

[1:51] In dieser Woche haben wir uns nur mit Sprüchen beschäftigt. Und die Sprüche sind von Salomo an seinen Sohn gesandt. Das hört man ganz oft, wenn es überall heißt: „Mein Sohn, achte auf das, mein Sohn, mein Sohn.“ Und ich weiß nicht, ob ihr Eltern oder Kinder seid und ob ihr das schon mal mitbekommen habt, dass jemand einem einen guten Ratschlag gegeben hat. Und oft ist es so, wenn Kinder vielleicht auf Klassenfahrt fahren oder ausziehen oder irgendwie ein neuer Lebensabschnitt beginnt, wenn sie in eine neue Schule wechseln oder dann später anfangen zu studieren oder eine Ausbildung machen, dann ist es ganz oft so, dass die Eltern weise Ratschläge geben. Und warum machen sie das? Sie geben Ratschläge, nicht, um den Kindern zu sagen, was sie alles tun und machen sollen, sondern weil sie nur das Beste für die Kinder wollen. Und deswegen geben sie ihnen Ratschläge, wie sie vielleicht in manchen Entscheidungen entscheiden können, um sie vielleicht auch vor Fehlern oder vor Dingen zu bewahren, die sie vielleicht jetzt nicht überblicken können. Oft vielleicht auch, weil Eltern in eigener Erfahrung diese Erfahrungen schon gemacht haben und die Kinder vielleicht davor bewahren wollen, weil sie sie lieb haben. Und mit diesem Hintergedanken wollen wir uns jetzt die ganzen Sprüche anschauen, die Salomo seinem Sohn gegeben hat, damit er ein glückliches Familienleben führen kann.

[3:14] Zu Beginn in Sprüche 5, da wird man gewarnt vor Ehebruch und es wird ermutigt, einer Frau treu zu bleiben. Ihr könnt das ganze Kapitel 5 lesen, da seht ihr immer wieder, dass es heißt: „Behüte dich davor, die Ehe zu brechen.“ Und das gleiche Prinzip findet man auch im Neuen Testament in Hebräer 13 Vers 4. Da heißt es: „Die Ehe soll von allen in Ehren gehalten werden und das Ehebett unbefleckt. Die Unzüchtigen und Ehebrecher aber wird Gott richten.“ Also Gott, es ist ganz wichtig, dass die Ehe unbefleckt gehalten wird. Und die Ehe ist eines, was schon im Garten Eden eingesetzt wurde, zwischen Adam und Eva. Und die Ehe und die Familie, die bilden die Grundlage der Gesellschaft. Wenn es keine Familien geben würde, dann würde es keine Gesellschaft geben. Dann könnten die Kinder nicht groß werden und die Gesellschaft wäre aus dem Lot. Weil Gott die Ehe so wichtig ist, hat er sie im Garten Eden eingesetzt und später in den 10 Geboten hat er sie auch wieder erwähnt. Und die Ehe an sich wird im 7. Gebot erwähnt: „Du sollst nicht Ehe brechen.“ Aber auch, was unsere Familie angeht, im 5. Gebot wird die Familie geschützt. Den Kindern wird gesagt: „Du sollst Vater und Mutter ehren.“ Weil es auch ein Abbild ist davon, wie Gott seine Kinder liebt, so wie der Vater seine Kinder liebt.

[4:51] In der Bergpredigt wird das Gebot „Du sollst nicht Ehe brechen“ nochmal aufgegriffen. Und zwar in Matthäus 5. Und dort die Verse 27-28. Dort steht: „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.“ Hier bricht Jesus das noch auf eine viel tiefere Ebene. Und zwar sagt er, dass jede Handlung mit einem Gedanken beginnt. Und selbst wenn eine Handlung nie ausgeführt wird, zeigen doch die Gedanken die Motive des Herzens. Und Jesus als einer, der die Gedanken lesen kann, der weiß, was tief im Herzen für Motive sind. Und deshalb sagt Jesus hier: „Behüte dein Herz. Fang nicht an, im Herzen schon Ehebruch zu begehen, sondern behüte dein Herz. Bleib deiner Frau oder deinem Mann treu.“

[5:50] Es war jetzt so ganz am Anfang, haben wir uns angeschaut, was man nicht machen soll. Und damit es gar nicht so weit kommt, wollen wir uns jetzt anschauen, wie Gott sich Familie und Ehe gedacht hat, damit es harmonisch ist und damit es Gottes Bild widerspiegelt. Und wir fangen bei den Eigenschaften des Vaters an. Und da habe ich ein Zitat von Ellen White. Und zwar heißt es dort: „Die ganzen Zitate, die ich jetzt lese, es werden einige sein, die werdet ihr auch im Sendemanuskript dann mitverfolgen können, so dass ihr euch ja alles mitlesen könnt.“ Dort heißt es: „Wenn der Geist Christi den Mann beherrscht, wird die Hingabe der Frau nur zu Ruhe und Segen führen, denn er wird von ihr nur das verlangen, was zu Gutem führt, und zwar in der gleichen Weise, wie Christus von der Gemeinde Hingabe verlangt. Wenn der Ehemann den edlen Charakter, die Reinheit des Herzens und die Erhöhung des Geistes besitzt, die jeder wahre Christ haben sollte, wird dies in der Ehe zum Ausdruck kommen. Wenn er den Verstand Christi hat, wird er kein Zerstörer des Leibes sein, sondern voller zärtlicher Liebe und bemüht sein, den höchsten Standard in Christus zu erreichen. Er wird versuchen, seine Frau gesund und ermutigt zu halten. Der Herr Jesus wurde in seinem Verhältnis zur Gemeinde durch viele Ehemänner in ihrem Verhältnis zu ihren Frauen nicht richtig dargestellt, denn sie halten den Weg des Herrn nicht ein. Es war nicht der Plan Gottes, dass der Mann als Hausherr die Kontrolle haben sollte, wenn er sich selbst nicht Christus unterwirft.“

[7:19] Hier werden schon einige wichtige Eigenschaften des Vaters angesprochen. Der Geist Christi soll den Mann beherrschen. Er soll einen edlen Charakter haben. Er soll ein reines Herz haben. Und sein Geist soll erhöht werden. Und er soll in zärtlicher Liebe bemüht sein, die Familie zu binden.

[7:33] Wir werden jetzt chronologisch durch die Verse in Sprüche gehen, die wir in dieser Woche gelesen haben. Und zwar fangen wir an mit Sprüche 13, Vers 22. Sprüche 13, Vers 22. „Was ein guter Mensch hinterlässt, geht über auf Kindeskinder. Das Vermögen des Sünders aber wird für den Gerechten aufbewahrt.“ Hier sehen wir, dass das, was gut ist, dass das auch auf die Kinder übergeht. Dass der Mann ein Vorbild ist und die Kinder sich das zum Vorbild nehmen, wenn es Gutes ist.

[8:16] Wir lesen weiter in Sprüche 14, Vers 6. Sprüche 14, Vers 6. Dort heißt es: „Ein Spötter sucht Weisheit und findet sie nicht. Doch für den Verständigen ist Erkenntnis leicht.“ Hier zeigt es, dass es wichtig ist, wenn man verständlich ist, wenn man Erkenntnis gelangt und wenn man das, was man verstanden hat, auch umsetzt.

[8:33] Sprüche 15, Vers 1. „Ein sanfter Antwort wendet den Zorn ab, ein verletzendes Wort aber reizt zum Zorn.“ Ich glaube, jeder von uns hat schon erlebt, was es bedeutet, ein verletzendes Wort zu bekommen und wie es sich hochschaukeln kann, wenn man dann dagegen eifert und vielleicht zurückverletzt. Und wie es sich dann hochschaukelt und schließlich eskaliert. Aber hier rät Salomo: „Eine sanfte Antwort wendet den Zorn ab.“

[9:07] Und in Vers 18 im gleichen Kapitel steht: „Ein zorniger Mann erregt Streit, aber ein langmütiger stillt den Zank.“

[9:15] Sprüche 16, Vers 32. „Besser ein Langmütiger als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, als wer eine Stadt bezwingt.“ Hier wird Langmut angesprochen und Selbstbeherrschung. Auch etwas, was sehr wichtig ist in einer Familie. Sich selbst zu beherrschen und zurückzunehmen.

[9:34] Und zum Schluss noch Sprüche 15, Vers 27. „Wer sich unrechtmäßigen Gewinn verschafft, der richtet sein Haus zugrunde. Wer aber Bestechungsgeschenke hasst, der wird leben.“ Hier wird Aufrichtigkeit angesprochen. Vor allem Aufrichtigkeit im Gewinn, aber das wird sich auch auf andere Lebensbereiche übertragen.

[10:00] Ellen White schreibt zu manchen Bibelstellen einen Kommentar und wir wollen uns das jetzt mal anschauen, was sie schreibt, um es einfach noch in anderen Worten auszudrücken.

[10:11] Zu Sprüche 15, Vers 1. „Eine sanfte Antwort wendet den Zorn ab.“ Schreibt sie: „Wenn ungeduldige Worte zu dir gesprochen werden, antworte nicht mit demselben Geist. Erinnere dich, dass eine sanfte Antwort den Zorn abwendet. Und in der Stille ist eine wunderbare Macht. Worte, die zu einer ärgerlichen Person gesprochen werden, bringen oft nur Verärgerung. Aber Ärger, dem mit Stille begegnet wird, mit einem sanften, nachsichtigen Geist, verschwindet schnell.“

[10:43] Woanders schreibt sie: „Seid vorsichtig mit euren Manieren, denn ihr seid ein Vertreter Christi. Achtet sorgfältig auf eure Worte und arbeitet ernsthaft für die Überführung und Bekehrung der Sünde. Erhebe das Herz im Gebet zu Gott. Wenn unfreundliche, unrichtige Worte zu dir gesprochen werden, verliere nicht die Kontrolle über dich selbst. Denke daran, dass eine sanfte Antwort den Zorn abwendet und dass derjenige, der seinen Geist regiert, größer ist als derjenige, der eine Stadt einnimmt.“

[11:14] Was wir hier sehen, dass unser Verhalten bzw. sanfte Antworten nicht nur ein glückliches Familienleben hervorrufen, sondern dass es auch ein Zeugnis ist für die Sünde, für diejenigen, die Christus vielleicht noch nicht kennen. Warum? Weil sie dann Christus in unserem Leben sehen.

[11:36] Zu Sprüche 16, Vers 32, das war der Vers über die Selbstkontrolle, ich lese ihn nochmal. „Besser ein Langmütiger als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, als wer eine Stadt bezwingt.“ Dazu schreibt sie: „Salomo stellt die Selbstkontrolle über die Taten der tapfersten und erfolgreichsten Helden. Es ist eine moralische Größe, geduldig unter Prüfungen und Herausforderungen zu sein. Wer sich selbst beherrscht, ist besser als wer eine Stadt bezwingt. Es erfordert Disziplin und Standhaftigkeit, der Leidenschaft nicht Ausdruck zu verleihen, sondern immer darauf zu achten, dass keine Worte den Lippen entkommen, die den christlichen Charakter entehren. Selbstbeherrschung wird eine wertvolle Errungenschaft sein und Eltern sollten ihre Kinder durch Weisung und Vorbild diese wertvollen Lektionen der Geduld und Selbstbeherrschung lehren.“

[12:25] In dem Buch „Ein glückliches Heim“ gibt es mehrere Kapitel, die sowohl über den Vater als auch über die Mutter und später über Kinder handeln. Und ich kann nur empfehlen, dass wir diese Kapitel immer mal wieder lesen und einfach schauen, was wir davon in unser Familienleben übertragen können. Und wir wollen hier uns einige Abschnitte anschauen und jetzt erst einmal über den Vater.

[12:54] Da schreibt sie: „Die Aufgabe, das Heim glücklich zu gestalten, liegt nicht allein bei der Mutter. Der Vater hat dabei einen wichtigen Teil zu erfüllen. Der Ehemann ist der Haushalter der heimischen Schätze, der die Mitglieder des Hauses, Mutter und Kinder, durch seine starke, ernste und ergebende Zuneigung mit den stärksten Bändern der Einigkeit zusammenbindet.“ Also hier wird der Vater als jemand beschrieben, der die Familie bindet. Und das nicht durch irgendwas, sondern durch Zuneigung. Durch Liebe bindet er die ganze Familie an sich.

[13:29] Sie schreibt weiter: „Der Vater sollte seinen Teil dazu beitragen, das Heim glücklich zu machen. Was immer auch seine Sorgen und geschäftlichen Schwierigkeiten sein mögen, er sollte es nicht zulassen, dass sie einen Schatten auf seine Familie werfen. Mit heiterer Miene und freundlichen Worten sollte er sein Heim betreten.“

[13:50] Der Vater stellt in seiner Familie den himmlischen Gesetzgeber dar. Er ist Gottes Mitarbeiter, um Gottes gnädigen Absichten auszuführen und um in seinen Kindern rechte Grundsätze zu gründen. Er hat die Seelen seiner Kinder mit dem ausgefüllt, was sie fähig macht, reine und tugendhafte Charaktere zu entwickeln und nicht nur ihren irdischen Eltern, sondern auch ihrem himmlischen Vater zu gehorchen.

[14:14] Hier sehen wir, dass die Aufgabe des Vaters noch darüber hinausgeht. Der Vater soll die Kinder zu Jesus führen und der Vater soll durch sein Vorbild und durch seine Erziehung die Kinder dazu bringen, dass sie nicht nur ihm, sondern auch ihrem himmlischen Vater im Himmel gehorchen.

[14:34] Der Vater soll als Haupt seiner Familie vorstehen, nicht als ein verwilderter und disziplinierter Junge, sondern als ein Mann mit männlichen Charakterzügen, der seine Leidenschaften beherrscht. Er wird zu einem gerechten Leben erzogen. Sein Verhalten wird durch die reinen Grundsätze des Wortes Gottes geleitet und beherrscht. Dann wird er zum vollen Mannesalter in Jesus heranwachsen.

[14:57] Hier haben wir auch wieder das Bild, dass der Vater Selbstkontrolle üben kann, dass er seine Leidenschaften beherrscht und dass die Grundsätze des Wortes Gottes sein Handeln leiten.

[15:09] „Blicke immer überall auf Jesus. Bete mit aufrichtigem Herzen ein stilles Gebet, um zu erfahren, wie du seinen Willen erfüllen kannst. Wenn dann der Feind wie eine Flut kommt, wird der Geist des Herrn für dich ein Banner gegen ihn aufpflanzen. Bist du nahe daran nachzugeben und Geduld und Selbstbeherrschung zu verlieren, so wie hart und anprangend und versuchst Schuld und Anklang zu finden, dann ist der Zeitpunkt gekommen, dieses Gebet zum Himmel zu senden: „Hilf mir, oh Gott, der Versuchung zu widerstehen. Entferne alle Bitterkeit, allen Zorn und alle Anklage aus meinem Herzen. Gib mir deine Sanftmut, deine Bescheidenheit, deine Langmut und deine Liebe. Verlass mich nicht, damit ich meinen Erlöser nicht entehre und die Worte und Beweggründe meiner Frau, meiner Kinder und meiner Glaubensgeschwister nicht verkehrt deute. Hilf mir, dass ich freundlich, erbarmend, weichherzig und zur Vergebung bereit bin. Hilf mir, zu Hause ein wirkliches Hausband zu sein und anderen den Charakter Christi darzustellen.“

[16:07] Wir werden uns nachher noch anschauen, wie man zu diesen Eigenschaften kommen kann, aber hier ist schon ein wichtiger Schlüssel. Blicke immer und überall auf Jesus. Frage dich in Situationen, die schwierig sind: „Was hätte Jesus getan?“ Lerne von ihm und bete ohne Unterlass. Sei immer in Kommunikation mit Gott und erbitte von ihm Hilfe, so wie es dieses Gebet hier auch ausdrückt. Bete für ganz konkrete Situationen, dass Gott dir Geduld schenkt, dass Gott dir Liebe schenkt, die richtigen Worte oder was immer du gerade für die Situation brauchst.

[16:51] An einer anderen Stelle schreibt sie: „Welche Art der Beruf des Vaters auch sein mag und wie groß seine Belastung, so sollte er doch stets mit demselben lächelnden Gesicht und derselben freundlichen Stimme sein Heim betreten, mit denen er tagsüber Besucher und Freunde begrüßte. Die Frau sollte spüren, dass sie an der aufrichtigen Liebe ihres Mannes eine Stütze hat. Ihre Last wird sofort leichter, wenn sein Arm sie stärkt, wenn er ihr all ihren Bemühungen und ihrem Kummer hilft und wenn sein Einfluss sie unterstützt, sehen die Kinder nicht ebenso die Seinen wie die Ihren.“

[17:26] Wenn wir jetzt die ganzen Zitate und alles das, was wir gelesen haben, zusammenfassen, dann sieht man, dass der Vater sanfte Worte wählen soll. Er soll die Familie durch Zuneigung und Liebe zusammenbinden. Er soll eine heitere Miene haben, er soll freundliche Worte haben. Er soll eine freundliche Atmosphäre in das Heim bringen, wenn er nach Hause kommt, abends zum Beispiel. Er soll die Kinder in die richtigen Grundsätze gründen auf das Wort Gottes und sie dazu zu bringen, dass sie ihrem himmlischen Vater gehorchen. Er soll seine Leidenschaften beherrschen und er soll durch das Wort Gottes geleitet werden. Er soll immer auf Jesus blicken, im Gebet die Kraft und Hilfe erfahren und mit einer aufrichtigen Liebe seine Frau und seine Kinder lieben.

[18:19] Auch für die Frau gibt es in den Sprüchen verschiedene Eigenschaften, die genannt werden. Und ganz bekannt ist Sprüche 31. Und wir wollen das Kapitel nicht lesen. Ich denke, das habt ihr in Vorbereitung für die Lektion gelesen, sondern ich möchte ein paar Eigenschaften rausgreifen, die dort stehen. Und zwar heißt es dort, dass der Mann sich auf sie verlässt. Es heißt, dass die Frau dem Mann Gutes erweist. Dass sie sich um Wolle und Flachs kümmert, dass sie diese verarbeitet und verkauft. Also sie kümmert sich darum, dass die Familie Kleidung hat. Sie backt Brot, sie steht morgens im Morgengrauen auf, sie kocht, sie macht Gartenarbeit. Sie stärkt die Arme und hilft den Bedürftigen. Sie ist tüchtig, sie lacht, sie gibt den Kindern freundliche Unterweisung. Sie antwortet mit Weisheit und sie fürchtet den Herrn.

[19:14] Und auch hier wollen wir uns anschauen, was Ellen White über die Frau sagt und über die Aufgaben der Mama. Und zwar sagt sie: „Die Frau sollte die ihr ursprünglich von Gott bestimmte Position als Gehilfin ihres Mannes ausfüllen. Die Welt braucht Mütter, die es nicht nur dem Namen nach sind, sondern wirklich in jeder Beziehung. Mit vollem Recht dürfen wir sagen, dass die Pflichten einer Frau heiliger sind als die des Mannes. Aber die Frau sollte die Heiligkeit ihres Berufes schätzen und in ihrer Kraft und Furcht Gottes ihre Lebensaufgabe anpacken. Sie sollte ihre Kinder für etwas Nützliches in der Welt und für eine Heimat auf der neuen Erde heranbinden.“

[19:56] Hier sehen wir schon eine wichtige Aufgabe. Dass sie die Kinder heranwachsen lässt, damit sie einen nützlichen Dienst in der Welt tun, damit sie erkennen, warum sie auf der Welt sind, dass sie Gottes Willen für ihr Leben erkennen und dass sie wissen, tief im Herzen, dass sie die Heimat nicht auf dieser Erde, sondern im Himmel haben werden.

[20:20] Der König auf seinem Thron hat kein höheres Amt, als die Mutter es hat. Die Mutter ist die Königin ihres Hauses. Die Charakterformung ihrer Kinder liegt in ihrer Hand, damit diese für das höhere, unsterbliche Leben befähigt werden. Ein Engel könnte keinen höheren Auftrag begehren, denn bei der Erfüllung dieser Aufgabe dient sie Gott. Wenn sie sich des heiligen Charakters ihrer Aufgabe bewusst ist, wird sie das mit Mut erfüllen. Sie sollte an den Wert ihrer Arbeit denken und sich mit der ganzen Waffenrüstung Gottes wappnen, damit sie der Versuchung widerstehen kann, sich dem weltlichen Standard anzupassen. Ihr Werk hat Auswirkungen für Zeit und Ewigkeit.

[21:00] Hier sehen wir die wichtige Aufgabe der Mutter. Es ist nicht einfach nur da, zu kochen, zu putzen, zu waschen, zu schauen, dass die Kinder angezogen sind, sondern es dient dazu, den Charakter zu formen. Es dient dazu, Gottes Liebe in die Herzen der Kinder zu legen. Und mit diesen ganzen Dingen dient sie Gott und ist sie ein Missionar in ihrem Heim.

[21:30] Es reicht nicht nur aus, sie zu Jesus zu führen, die Kinder. Diese Kinder müssen zu Nachfolgern Christi erzogen und ausgebildet werden. „Dass unsere Söhne seien gleich Pflanzen, die großgezogen wurden in ihrer Jugend, unsere Töchter gleich Ecksäulen, poliert nach der Bauart eines Palastes.“ Dieses formende, kultivierende und polierende Werk muss die Mutter tun. Der Charakter des Kindes soll entwickelt werden. Die Mutter muss den Herzenstafeln Lektionen eingravieren, die so beständig wie die Einigkeit sind, und es wird sie gewiss das Missfallen des Herrn treffen, wenn sie dieses geheiligte Werk vernachlässigt oder es zulässt, dass sich irgendetwas anderes mit hinein mischt. Die christliche Mutter hat eine ihr von Gott bestimmte Aufgabe, die sie nicht vernachlässigen wird, wenn sie eng mit Gott verbunden und mit seinem Geist erfüllt ist.

[22:18] Hier wird der Gedanke noch weiter gesponnen. Die Mutter legt die Liebe Gottes in die Herzen der Kinder und sie erzieht sie zu Nachfolgern Christi. Und schön finde ich das Bild, dass die Mutter die Lektionen in die Herzenstafeln eingraviert. Das bedeutet immer wieder das Gleiche, bis es sich eingeprägt hat in den Herzen der Kinder. Und wir wissen, dass auch Gott so an uns arbeitet. Er graviert uns auch seinen Charakter ein, indem wir immer wieder und immer tiefer verstehen, was er für uns getan hat und was seine Prinzipien sind.

[22:57] Die Mutter ist Gottes Vertreterin, um die Familie zum Christentum zu bekehren. Sie soll die biblische Religion veranschaulichen und zeigen, wie deren Einfluss uns in den täglichen Aufgaben und Freuden kontrolliert. Sie soll ihre Kinder lehren, dass sie allein durch Gnade und Glauben, die Geschenke Gottes sind, gerettet werden können. Diese ständigen Belehrungen in dem, was Christus uns und ihnen bedeutet, seine Liebe, seine Güte und sein Erbarmen, offenbart im großartigen Erlösungsplan, werden einen geheiligten Einfluss auf das Herz ausüben.

[23:31] Hier wird ein anderes wichtiges Prinzip wichtig, nämlich das, was die Mutter in den Leben ihrer Kinder hineinlegen möchte, muss sie auch selber veranschaulichen und zeigen, also selber als ein Vorbild fungieren, damit die Kinder dies in ihr sehen und in ihrem Leben adaptieren können.

[23:51] Eine Mutter, die das würdigt, wird ihre Gelegenheiten als unschätzbar ansehen. Sie wird ernstlich darum bemüht sein, in ihrem eigenen Charakter und ihrer Erziehungsweise ihren Kindern das höchste Ideal fortzuführen. Sie wird ernst, geduldig und mutig danach streben, ihre eigenen Fähigkeiten zu verbessern, damit sie die höchsten Geisteskräfte in der Erziehung ihrer Kinder richtig anwenden kann. Bei jedem Schritt wird sie ernstlich fragen: „Was hat Gott geredet?“ Sie wird sorgfältig sein Wort erforschen und stets ihre Augen auf Christus gerichtet halten, damit ihre eigenen täglichen Erfahrungen in dem beschränkten Kreislauf der Sorge und Pflicht ein getreuer Widerschein des wahren Lebens Jesu zu sein.

[24:34] Ihr Mütter, werdet euch der Tatsache bewusst, dass sich euer Einfluss und Beispiel auf den Charakter und das Schicksal eurer Kinder auswirkt. Entwickelt hinsichtlich eurer Verantwortung ein ausgeglichenes Gemüt und einen reinen Charakter, der nur das Wahre, Gute und Schöne widerspiegelt.

[24:52] Was wir hier in allen Zitaten gesehen haben, sowohl die über den Mann als auch die über die Frau, sehen wir, dass Gott eine große Verantwortung auf die Eltern gelegt hat. Dass Gott eine große Verantwortung auf den Vater und die Mutter gelegt hat. Zum einen in der Kindererziehung, dass sie die Kinder auf den richtigen Weg weisen, aber auch auf der anderen Seite, dass sie ein Abbild sind von Jesu Wesenszügen, damit die Welt erkennen kann, dass Jesus in ihnen lebt und damit die Welt Jesus durch das Leben derer erkennen kann.

[25:32] Ich weiß nicht, welche Gedanken euch durch den Kopf gehen, wenn ihr diese ganzen Zitate lest. Vielleicht wünscht man sich so eine Familienatmosphäre. Oder man merkt, dass diese Atmosphäre in der Familie bei einem selber schon vorherrscht und man kann einfach kräftig Amen dazu sagen. Aber vielleicht gibt es auch Punkte, an denen man merkt, vielleicht kann ich da noch Dinge verändern. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es schwierig ist, wenn ich mir jetzt bestimmte Punkte herausgreife und ich versuche das in jeder Situation umzusetzen.

[26:08] Und wenn wir nochmal zurückgehen in Sprüche 31, dann finden wir den Schlüssel, wie wir dieses harmonische Familienleben haben können. In Sprüche 31 und dort Vers 30, im zweiten Teil, da heißt es aber: „Eine Frau, die den Herrn fürchtet, die wird gelobt werden.“ Also der Schlüssel für ein harmonisches Familienleben ist es, den Herrn zu fürchten. Und manche Zitate haben das schon angesprochen, die praktische Ausführung davon, was es bedeutet, den Herrn zu fürchten. Und wir möchten uns das jetzt nochmal genauer anschauen, was die Bibel sagt, wie man den Herrn fürchtet und was wir daraus für unser Leben ziehen können.

[26:51] Und zwar lesen wir zuerst 5. Mose 8, Vers 6. 5. Mose 8, Vers 6. Dort heißt es: „Und bewahre die Gebote des Herrn deines Gottes, dass du in seinen Wegen wandelst und ihn fürchtest.“ Also es heißt, Gott zu fürchten bedeutet, in Gottes Wegen zu wandeln, das zu tun, was Jesus mir sagt.

[27:15] Zwei Kapitel vorher, in 5. Mose 6, Vers 2, heißt es: „dass du den Herrn dein Gott fürchtest und alle seine Satzungen und Gebote hältst, die ich dir gebiete, du und deine Kinder und deine Kinder alle Tage deines Lebens, damit du lange lebst.“ Hier wird angesprochen, dass wenn ich den Herrn fürchte, dass ich Gottes Gebote halte.

[27:39] In 1. Samuel 12, 1. Samuel 12, und dort Vers 14 heißt es: „Wenn ihr nur den Herrn fürchtet und ihm dient und seiner Stimme gehorcht und gegen den Befehl des Herrn nicht widerspenstig seid, auch wenn nur ihr und euer König, der über euch herrscht, dem Herrn eurem Gott nachfolgt.“ Also hier wird auch sichtbar, dass wenn wir Jesus nachfolgen, wenn wir ihm dienen, dass wir ihn dann fürchten.

[28:07] Und wir gehen wieder zurück in 5. Mose und dort in Kapitel 10, 5. Mose 10, und dort Vers 12.

[28:34] Das ist ein bisschen eine Zusammenfassung von den einzelnen Versen, die wir vorher gelesen haben. Hier heißt es auch, dass wenn wir Gott fürchten, dass wir in seinen Wegen wandeln, dass wir ihn lieben, dass wir ihm dienen und dass wir seine Gebote halten.

[28:49] In Sprüche 3, Vers 7 gibt es einen anderen Aspekt, den wir noch lesen wollen. Sprüche 3, Vers 7, da heißt es: „Halte dich nicht selbst für weise, fürchte den Herrn und weiche vom Bösen.“ Also hier wird aktiv angesprochen, dass wir uns vom Bösen abwenden sollen, wenn wir den Herrn fürchten.

[29:09] Und Hiob war ein Mann, der Gott gefürchtet hat. Und über ihn heißt es, in Hiob 1, Vers 8.

[29:32] Also auch hier wird angesprochen, dass wenn wir Gott fürchten, dass wir das Böse meiden.

[29:43] Wir lesen ein Vers noch in Prediger 12. Prediger 12 und dort Vers 13. „Lasst uns die Summe aller Lehren hören. Fürchtet Gott und haltet seine Gebote, denn das macht den ganzen Menschen aus.“ Also hier sehen wir, dass wenn wir Gott fürchten, wenn wir seine Gebote halten, dass es das Zentrum ist, was Gott in den Menschen gelegt hat.

[30:14] Und in Jeremia 32, in Jeremia 32, gibt es eine Verheißung. Und da heißt es, Jeremia 32, Vers 39: „Und ich will ihnen ein Herz und einen Wandel geben, dass sie mich alle Zeit fürchten, ihnen selbst zum Besten und ihren Kindern nach ihnen.“

[30:38] Also hier zeigt es, dass wir nicht aus eigener Kraft alles machen müssen, was wir jetzt studiert haben, dass wir ihn lieben, dass wir seine Gebote halten, in seinen Wegen wandeln, dass wir uns vom Bösen abhalten, sondern hier sagt es: „Ich will ihnen ein neues Herz geben und einen neuen Wandel, damit sie mich fürchten.“ Also Gott legt in uns das neue Herz, Gott legt in uns das Verlangen, seine Gebote zu halten. Gott arbeitet in unserem Charakter, dass wir das Böse meiden wollen. Gott hilft uns, dass wir seine Gebote halten können, dass wir ihm vertrauen können, wenn wir dazu bereit sind.

[31:16] Und wenn wir Gott fürchten und das Werk in uns vollbringen lassen, dann gibt es viele Verheißungen. Zum Beispiel heißt es in Psalm 34, Psalm 34, und dort Vers 8: „Der Engel des Herrn lagert sich um die her, die ihn fürchten, und er rettet sie.“ Also Engel Gottes werden uns beschützen.

[31:41] Weiter in dem Psalm, Vers 10 heißt es: „Fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen, denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel.“ Also wir werden keinen Mangel haben.

[31:52] In Psalm 103, Psalm 103, Vers 11. In Vers 11 heißt es: „Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so groß ist seine Gnade über denen, die ihn fürchten.“ Gott ist gnädig über uns.

[32:08] Und im gleichen Kapitel in Vers 17 wird es auch nochmal erwähnt: „Aber die Gnade des Herrn wird währen von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit bis zu den Kindeskindern.“

[32:23] Ebenfalls im gleichen Kapitel in Vers 13 heißt es: „Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, welche ihn fürchten.“ Also wenn wir Gott fürchten, dann erbarmt sich Gott über uns.

[32:36] In Psalm 147, Psalm 147, Vers 11 heißt es: „Der Herr hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, die auf seine Gnade hoffen.“ Also er erfreut sich über uns. Er hat Gefallen an uns.

[32:53] Und schließlich in Maleachi 3, Maleachi 3 und dort Vers 20 gibt es eine wunderschöne Verheißung. Da heißt es: „Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen und Heilung wird unter ihren Flügeln sein. Und ihr werdet herauskommen und hüpfen wie Kälber aus dem Stall.“ Hier geht es um die neue Erde. Also wenn wir Gott fürchten, dann werden wir einmal mit Jesus auf der neuen Erde sein. Und darauf dürfen wir blicken und daran dürfen wir uns freuen und es als Hoffnung festhalten.

[33:30] Ellen White schreibt: „Der Vater wird seine Kinder durch lebendigen Glauben mit dem Thron Gottes verbinden. Er misstraut seiner eigenen Stärke, hängt seine hilflose Seele an Christus und hält an der Stärke des Allerhöchsten fest. Ihr Brüder, betet abends und morgens zu Hause in eurer Familie. Betet ernsthaft in eurer Kammer und erhebt eure Seelen im Gebet zu Gott, während ihr mit eurer täglichen Arbeit beschäftigt seid. So wandelt ihr auch hier noch mit Gott. Das stille, innige Gebet der Seele wird als heiliger Weihrauch zum Thron der Gnade emporsteigen und von Gott ebenso angenommen, als wenn es im Heiligtum geopfert worden wäre. Allen, die ihn auf diese Weise suchen, wird Christus in der Zeit der Not eine gegenwärtige Hilfe sein. Sie werden dann am Tag der Versuchung stark sein.“

[34:16] Also wenn wir Gott fürchten, wenn wir wollen, dass Gott uns seine Kraft gibt, dann sollen wir unsere hilflosen Seelen an Christus hängen und wir sollen beten. Wir sollen ernsthaft beten und Gott um Kraft bitten. Und Gott wird es tun. Das hat er uns verheißen und das haben wir gelesen.

[34:37] Einem Mann, der Ehemann und Vater ist, möchte ich sagen: „Sorge dafür, dass dich eine reine und heilige Atmosphäre umgibt. Du hast täglich von Christus zu lernen. Offenbare zu Hause niemals einen tyrannischen Geist. Wer dies tut, arbeitet mit satanischen Kräften zusammen. Unterwirf deinen Willen dem Willen Gottes. Tu alles in deiner Kraft Stehende, um das Leben deiner Frau angenehm und glücklich zu gestalten. Mach das Wort Gottes zu deinem Ratgeber. Lebe die Lehren des Wortes zu Hause aus, dann wirst du sie auch in der Gemeinde ausleben und sie mit ins Berufsleben nehmen. Himmlische Grundsätze werden alle deine Handlungen veredeln. Gottes Engel werden mit dir zusammenarbeiten und dir helfen, Christus der Welt zu offenbaren.“

[35:22] Wir haben gesehen, dass Beten ganz wichtig ist, dass wir nicht auf eigene Kraft vertrauen, sondern auf Gottes Kraft und gleichzeitig, dass wir uns täglich Zeit nehmen, um von Gott zu lernen, dass wir Gottes Wort zu unserem Ratgeber machen und dass wir das, was wir gelernt haben, was wir gelesen haben, was uns aufgetan wurde, dass wir das auch ausleben mit Gottes Hilfe, dass das die Früchte in unserem Leben vollbringt.

[35:51] Und wenn wir das jetzt alles zusammenfassen, dann zeigt es uns, dass eine wahrhaftige Herzensbekehrung wichtig ist, damit das Familienleben wirklich harmonisch und nach den Grundsätzen Gottes ausgeführt werden kann. Wenn wir Gott lieben, wenn wir von ihm lernen, wenn wir beständig auf ihn blicken, wenn wir von ihm Kraft erbeten und diese auch ausleben, wenn wir Dinge, die wir in Gottes Wort erkennen, durch seine Kraft ausleben können, dann werden wir ein glückliches Familienleben führen können und die ganzen Anforderungen oder Situationen, die wir vorhin gelesen haben, auch gut bewältigen können. Das heißt, das Glück der Familie hängt davon ab, dass jedes Familienmitglied Gott an die erste Stelle seines Lebens setzt und sich mit ihm beschäftigt. Dann wird der Charakter veredelt werden und das wird sich positiv auch auf die Familie auswirken.

[36:47] Und dann haben wir den Bezug zu unserem Merkvers. Sprüche 3, 5 bis 6. „Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.“ Und wenn jeder in der Familie das ausführt, dann werden wir alle zusammen Christus ähnlicher und wir werden seinen Frieden in unserem Herzen haben und diese Atmosphäre des Himmels in unseren Familien.

[37:15] Ein Punkt, der in der Lektion noch angesprochen wurde, war die Erziehung, ganz besonders die Zucht. Und auch dort wollen wir uns die Verse in Sprüche anschauen, die davon handeln.

[37:27] Sprüche 10, Vers 17. Das ist unser erster Vers. Sprüche 10, Vers 17. „Wer auf die Unterweisung achtet, geht den Weg zum Leben. Wer aber aus der Schule läuft, gerät auf Irrwege.“

[37:42] Sprüche 13, Vers 24. „Wer seine Rute spart, der hasst seinen Sohn. Wer ihn aber lieb hat, der züchtigt ihn bei Zeiten.“

[37:53] Oder Sprüche 19, Vers 18. „Züchtige deinen Sohn, solange noch Hoffnung vorhanden ist und lass dir nicht in den Sinn kommen, ihm den Tod preiszugeben.“

[38:05] Sprüche 23, Vers 13-14.

[38:21] Sprüche 29, Vers 1.

[38:29] Und Vers 15. „Ein sich selbst überlassener Knabe bereitet seiner Mutter Schande.“

[38:38] Und zum Schluss Vers 17.

[38:45] Was in den Versen rauskommt, ist, dass dem Vater geraten wird, sein Kind zu züchtigen, damit er auf den richtigen Weg geht. Und es wird gesagt, wenn du deinen Sohn liebst, dann züchtigst du ihn. Und ich weiß nicht, was euch für Gedanken durch den Kopf kommen oder auch für Gefühle, wenn ihr an züchtigen denkt. Oft ist dieses Wort sehr negativ behaftet, vielleicht mit Aggression oder Wut, mit Schlagen, vielleicht aber auch mit Angst, mit Strafen, mit Unverständnis, mit Hilflosigkeit.

[39:20] Und ich habe mich gefragt, wenn es hier heißt, wir sollen die Kinder züchtigen, der Vater soll seinen Sohn züchtigen, wie züchtigt Gott? Und züchtigen kann auch bedeuten unterweisen oder belehren, erziehen, zurechtweisen, ermahnen oder auch als Substantiv dann Erziehung, Mahnung und Warnung.

[39:47] Und in Sprüche 3, in Sprüche 3 Vers 11-12 heißt es: „Mein Sohn, verwirf nicht die Züchtigung des Herrn und sei nicht unwillig über seine Zurechtweisung, denn wen der Herr liebt, den züchtigt er, wie ein Vater den Sohn, an dem er Wohlgefallen hat.“

[40:05] Und dieser Vers wird im Neuen Testament nochmal zitiert, und zwar in Hebräer 12, in Hebräer 12 und dort Vers 4-11, da heißt es: „Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde und habt das Trostwort vergessen, das zu euch als zu Söhnen spricht: Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm zurechtgewiesen bist, denn wen der Herr liebt, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt. Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als Söhne, denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? Wenn ihr aber ohne Züchtigung seid, an der sie alle Anteil bekommen haben, so seid ihr ja unehelich und keine Söhne. Zudem hatten wir ja unsere leiblichen Väter als Erzieher und scheuten uns vor ihnen. Sollten wir uns da nicht vielmehr dem Vater der Geister unterwerfen und leben? Denn jene haben uns für wenige Tage gezüchtigt, so wie es ihnen erschien, er aber zu unserem Besten, damit wir seiner Heiligkeit teilhaftig wären. Alle Züchtigung aber scheint uns für den Augenblick nicht zur Freude, sondern zur Traurigkeit zu dienen. Danach aber ergibt sie eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die durch sie geübt sind.“

[41:21] Hier sehen wir den Grund, warum Gott uns züchtigt. Er möchte uns nicht strafen oder uns irgendetwas Böses antun, sondern weil er uns so lieb hat, bringt er uns auf seinen Weg und er züchtigt uns, damit unser Charakter heilig wird und damit, wie es hier in Vers 11 heißt, die Frucht der Gerechtigkeit in unserem Leben sichtbar wird.

[41:45] Auch an dem Sendschreiben an Laodizea in Offenbarung 3 Vers 19 heißt es: „Alle, die ich lieb habe, die überführe und züchtige ich, so sei nun eifrig und tue Buße.“ Also weil er uns liebt und weil er unseren Charakter heiligen möchte, deswegen erzieht er uns, deswegen unterweist er uns, deswegen ermahnt er uns, was hier in diesem Wort „züchtigen“ steckt.

[42:12] In Psalm 94 und dort die Verse 12 bis 13 da heißt es: „Wohl dem Mann, den du, Herr, züchtigst und den du aus deinem Gesetz belehrst, um ihm Ruhe zu geben vor den Tagen des Unglücks, bis dem Gottlosen die Grube gegraben wird, denn der Herr wird sein Volk nicht verstoßen.“ Entschuldigung, Vers 12: „Wohl dem Mann, den du, Herr, züchtigst und den du aus deinem Gesetz belehrst, um ihm Ruhe zu geben vor den Tagen des Unglücks, bis dem Gottlosen die Grube gegraben wird.“

[42:51] Also Gott züchtigt uns, um uns vorzubereiten auf den Tag seiner Wiederkunft, damit unser Charakter veredelt wird.

[43:00] In Jeremia 10, Jeremia 10 Vers 24: „Züchtige du mich, Herr, doch mit rechtem Maß und nicht in deinem Zorn, damit du mich nicht zu nichts machst.“ Also wird es hier als Gebet gebetet, dass Gott uns züchtigt, dass Gott uns auf den richtigen Weg weist, damit wir seinen Willen erkennen und seinen Charakter in unserem Leben widerspiegeln.

[43:30] Und zum Schluss möchten wir noch Hosea lesen. Hosea 7, Verse 13 bis 15. „Wehe ihnen, dass sie von mir weggeflohen sind, Verderben komme über sie, dass sie von mir abgefallen sind. Ich möchte sie erlösen, aber sie reden Lügen gegen mich, und sie rufen nicht von Herzen zu mir, sondern jammern auf ihren Lagern. Wegen Korn und Most laufen sie zusammen, von mir aber weichen sie ab. Und ich lehrte und stärkte doch ihren Arm, aber sie ersehen Böses gegen mich.“

[44:01] Also Gott möchte die Menschen erlösen, und deswegen lehrt er sie, und deswegen stärkt er sie. Und weil Gott uns liebt, möchte er nur das Beste für uns. Das heißt, Zucht in Gottes Augen meint nicht Strafe, meint nicht Willkür, Aggression, Streit, Wut oder Angst, sondern Zucht meint, dass der Charakter geformt wird und dass der Charakter wieder in das Ebenbild Gottes geformt wird. Und so wie Gott an uns den Charakter formt, so sollen auch die Eltern den Charakter ihrer Kinder formen.

[44:39] Und dafür schreibt es in Epheser, Epheser 6, Vers 4, da heißt es: „Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn.“ Also hier, hier heißt es ganz deutlich, dass wir die Kinder nicht zornig machen sollen, sondern dass wir sie liebevoll den Charakter formen sollen, damit auch sie den Charakter Jesu widerspiegeln.

[45:07] Ellen White schreibt: „Das wahre Ziel der Erziehung besteht darin, Gottes Bild im Menschen wiederherzustellen. Am Anfang schuf Gott den Menschen nach seinem Bild und rüstete ihn mit edlen Eigenschaften aus. Sein Verstand war ausgeglichen und alle Kräfte seines Wesens standen in einem harmonischen Verhältnis zueinander. Aber der Sündenfall und seine Folgen haben diese Gaben verdorben. Er hat das Bild Gottes im Menschen entstellt und nahezu ausgelöscht. Um es wiederherzustellen, wurde der Erlösungsplan erdacht und dem Menschen im Leben eine Probezeit gewährt. Das große Lebensziel, das allen anderen zugrunde liegt, besteht darin, ihn zur Vollkommenheit zurückzubringen, in der er am Anfang geschaffen wurde.“

[45:49] Eltern und Lehrer haben die Aufgabe, bei der Erziehung der Jugend mit Gott zusammenzuarbeiten. Wenn sie das tun, sind sie Gottes Mitarbeiter.

[45:57] Wenn ein Baum ganz jung ist und so der erste kleine, dünne Stamm aus der Erde schaut, dann kann man ihn formen. Und ganz oft wird er deswegen an einen Pfahl getan, damit er nicht in irgendeine Richtung wächst, sondern damit er gerade wächst, so wie er wachsen soll. Und wenn man sich einen alten Baum anschaut, der schon viele Jahre hinter sich hat, den kann man nicht mehr formen. Der Stamm ist fest, der ist in eine bestimmte Richtung gewachsen, den kann man nicht mehr formen. Und solange die Kinder noch jung sind, so kann man auch ihre Charaktere formen. Gott kann immer an den Menschen arbeiten. Und auch wenn Kinder schon älter sind, kann man an ihnen arbeiten, oder auch an uns Erwachsenen arbeitet Gott. Aber er hat die Eltern mit der Aufgabe versehen, dass sie die Kinder in ihren jungen Jahren richtig formen, damit sie ihm dienen.

[46:53] Wir haben in der Bibel zwei Beispiele von Eltern, die ein bisschen zu nachsichtig waren. Unter anderem zwei Beispiele. Und wir möchten uns da kurze Zitate anschauen. Und zwar über Eli und Samuel.

[47:05] Über Eli heißt es: „Eli war als Vater nachgiebig. Er liebte Ruhe und Frieden und setzte seine Autorität nicht dazu ein, den bösen Gewohnheiten und Leidenschaften seiner Kinder Einhalt zu gebieten. Statt sich ihnen mit einem deutlichen Verbot entgegenzustellen und sie zu bestrafen, gab er ihrem Willen immer wieder nach und ließ sie ihre Wege gehen. Anstatt die Erziehung seiner eigenen Söhne als eine seiner wichtigsten Verantwortungen zu betrachten, behandelte er diese Angelegenheiten, als hätte sie kaum irgendwelche Folgen. Gott hatte den Hohenpriester und Richter Israels nicht in Ungewissenheit darüber gelassen, dass er die ihm anvertrauten Kinder in Schranken zu weisen und zu lenken habe. Aber diese Pflicht scheute er, denn das hatte bedeutet, ihnen in die Quere zu treten, ihnen manches zu versagen und sie zu bestrafen, ohne die schrecklichen Konsequenzen zu bedenken, die seinem Verhalten folgen würden. Gab er ihnen in all ihren Begehren nach und versäumte es, sie für den Dienst Gottes und für die Pflichten des Lebens zuzurüsten.“

[48:07] Hier sehen wir, was es bedeutet hat für Eli, dass er zu nachsichtig mit seinen Söhnen umgegangen ist. Das Gleiche wird leider auch über Samuel gesagt.

[48:17] Über Samuels Söhne heißt es: „Sie beachten die Vorschriften nicht, die ihnen Samuel einzuprägen versucht hatte. Sie hatten sich das reine, selbstlose Leben ihres Vaters nicht zum Vorbild genommen. Die an Eli gerichtete Warnung hatte bei Samuel nicht die Wirkung erzielt, die sie haben sollte. Auch er war in gewisser Weise zu nachsichtig mit seinen Söhnen gewesen. Die Folge zeigte sich jetzt in ihrem Charakter und Lebenswandel.“

[48:43] Ich möchte zum Abschluss noch ein paar Zitate lesen, wie Ellen White beschreibt, wie man Kinder auf den richtigen Weg führen kann, wie man sie quasi züchtigen kann.

[48:53] „Der Vater sollte sich nicht um die Aufgabe herumdrücken, seinen Kindern eine zeitliche und ewige Erziehung zu geben. Er muss an diesen Verantwortungen teilhaben. Die Verpflichtung gilt für Vater und Mutter. Gegenseitige Liebe und Achtung müssen von Eltern praktiziert werden, wenn sie diese Eigenschaften auch in ihren Kindern entwickelt sehen wollen.“ Also hier steht im Vordergrund nicht das Züchtigen, sondern die Liebe und die Achtung.

[49:19] An einer anderen Stelle schreibt sie: „Väter sollten ihre falsche Würde ablegen und sich einige oberflächliche, selbstzüchtige Freuden in ihrer Freizeit versagen, um mit ihren Kindern zusammen zu sein und mit ihnen in ihren kleinen Nöten mitzufühlen. So binden sie ihre Kinder durch die starken Bande der Liebe an ihr Herz und erlangen auf ihren formbaren Geist einen solchen Einfluss, dass ihr Rat als geheiligt angesehen wird.“ Also ein Kern, der hier angesprochen wird, ist Zeit. Kinder buchstabieren Liebe mit Zeit. Und wenn Vater und Mutter sich Zeit nehmen für sie, dann entsteht eine Beziehung, in der man den Charakter auch formen kann.

[49:57] „Väter, verbindet Liebe mit Autorität, Freundlichkeit und Anteilnahme mit durchgreifender Zucht. Wird mit manchen Musestunden euren Kindern, werdet mit ihnen bekannt, nehmt Teil an ihrer Arbeit und ihrem Spiel und gewinnt ihr Vertrauen. Pflegt Freundschaft mit ihnen, besonders mit euren Söhnen, dann werdet ihr einen starken Einfluss zum Guten haben.“ Auch hier wird das Wort Zeit sehr wichtig gesehen. Anteil haben. Nicht denken, die Probleme der Kinder sind doch so klein. Sie ernst zu nehmen und zu verstehen, was die Nöte sind, was die Herausforderungen gerade sind, die für die Kinder vielleicht größer sind als irgendein Berg. Und dann hat man die Möglichkeit, die Kinder zu formen und sie auf den richtigen Weg des Lebens zu führen.

[50:43] Über die Mutter wird gesagt: „Die Aufgabe als Mutter ist ihr von Gott gegeben, damit sie ihre Kinder in der Erziehung und der Ermahnung des Herrn großzieht. Die Liebe und Frucht Gottes sollte ihren zarten Gemütern immer vor Augen gehalten werden. Bei Zurechtweisungen sollten sie gelehrt werden, dass sie sich von Gott ermahnt fühlen und er mit Betrug und Untreue und falschem Handeln unzufrieden ist. Auf diese Weise können die Gedanken der Kleinen so sehr mit Gott verbunden sein, dass alles, was sie tun und sagen zur Verherrlichung seiner Herrlichkeit ist. Und später einmal werden sie nicht wie ein Schilf im Wind sein, ständig schwankend zwischen Neigung und Pflicht.“

[51:21] Hier sehen wir, dass wenn wir die Kinder auf den Weg Gottes führen, dass sie ihre Gedanken auch himmelwärts heben und dass es einen Unterschied macht, ob sie sich mit Jesus in den Gedanken beschäftigen oder mit anderen Sachen. Und das erreichen wir, indem wir die Liebe und die Frucht Gottes ihnen immer wieder vor Augen führen und auch selber im Herzen leben.

[51:49] Zum Abschluss möchte ich ein längeres Zitat lesen, das viele Prinzipien nochmal zusammenfasst. Dort schreibt Ellen White: „Die erste Aufgabe, die euch als Vätern und Müttern obliegt, ist es, euren Kindern eine angemessene Grundlage zu geben. Das erste, was sie tun müssen, ist, dass ihre Kinder den bedingungslosen Gehorsam gegenüber ihrem Wort lernen. Wenn du sie das gelehrt hast, hast du ihnen das Prinzip des Gehorsams gegenüber Gott gelehrt. Aber zu oft haben die Kinder die Zügel in ihren eigenen Händen. Und in solchen Fällen sündigen die Eltern gegen Gott. Es ist deine Pflicht, vollkommenen Gehorsam zu verlangen. Die erste Arbeit für Kinder soll von den Eltern erledigt werden. Wenn die Kinder die Prägung der Welt erhalten, sind sie ruiniert. Deshalb musst du dich intensiv für sie interessieren. Erziehe sie, sodass sie ohne schlechte und unangemessene Gewohnheiten aufwachsen. Junge Männer lernen oft Unmäßigkeit am Tisch ihrer eigenen Mutter. Vielleicht hast du den Weinbecher noch nie an deine Kinder verteilt, aber vielleicht hast du es noch schlimmer gemacht. Du hast sie vielleicht ihren eigenen Weg gehen oder sie der Leidenschaft verfallen lassen. Wenn du das erlaubst, werden sie im Gericht auftauchen und sagen, dass du verantwortlich bist. Die erste Erscheinung von Leidenschaft sollte überprüft werden. Kinder sollten sich nicht vorstellen, dass sie ihren eigenen Weg gehen können. Das Wort der Eltern muss Gesetz sein. Verleugne ihnen nicht den richtigen Genuss, sondern prüfe Leichtigkeit und Frechheit, Kirchen und so weiter. Diese Leichtigkeit der Mütter, die sie Liebe nennen und die es den Kindern erlaubt, die Situation selbst zu bestimmen, ist die schlimmste Art der Liebe. Wenn du deine Kinder verwöhnst und streichelst, tust du etwas Falsches und positionierst sie dort, wo sie keine Kraft haben, der Versuchung zu widerstehen. Lass sie in bescheidene Kleidung gekleidet sein und nicht tun, was andere tun, nur weil sie es tun. In diesem Zeitalter der Welt muss man eine entschiedene Haltung einnehmen. Geh zu Gott. Studiere die Thematik, um zu erfahren, was deine Pflichten für dich selbst sind. Du musst ständig voranschreiten und den heiligen Tempel für Gott vorbereiten. Du musst ständig Erfahrungen machen. Wenn deine Kinder dich kontrollieren wollen, studiere mit ihnen das Wort Gottes und zeige ihnen, dass du dich ihren Impulsen nicht unterwerfen und der Mode der Welt nicht nachgeben kannst. Bringt eure Kinder her, wie die Israeliten in Ägypten, durch das Blut Jesu von der Welt getrennt. Wenn du die Wahrheit nicht angenommen hast, dass deine Kinder teilweise erwachsen geworden sind, umso mehr bedarf es ernsthafter Anstrengungen. Glaube nicht, dass du träge sein kannst und dann ein Pastor kommen lässt, der deiner ganzen Arbeit entgegenwirkt. Korrigiere nicht im Zorn, schlage nicht überall zu, sondern nimm deine Kinder ruhig und freundlich und sage ihnen, dass du sie nicht dazu bringen kannst, falsche Dinge zu tun. Um Kindern die Selbstbeherrschung beizubringen, musst du lernen, dich selbst zu beherrschen. Ich habe meinen Kindern nie einen Schlag versetzt, bevor ich zuerst mit ihnen gebetet hatte. Und lasst mich euch sagen, dass ihr, wenn ihr das tut, selten Gelegenheit haben werdet, einen Schlag auszuführen. Kinder undiszipliniert aufwachsen zu lassen, ist wie unkultivierten Bohnen liegen zu lassen. Der Teufel wird bei der Arbeit sein, während du untätig bist. Kinder, die auf diese Weise verlassen werden, sind nie glücklich. Aber ein sich selbst überlassener Knabe bereitet seiner Mutter Schande. Ein undiszipliniertes Kind wird Hunderte von anderen ruinieren. Und wer ist für all dieses Unheil verantwortlich, außer der Mutter, die das Kind zuerst seinen eigenen Weg gehen ließ? Gott hat uns Gebote und Wahrheiten gegeben, Stück für Stück und wir müssen sie nehmen und bei unseren Kindern anwenden. Eltern sollten sich zuerst richtig ausbilden und dann ihre Kinder.“

[55:21] Also, was wir in dem ganzen Studium gesehen haben, ist, dass Mann und Frau sehr hohe und heilige Pflichten haben und dass sie sie nur erfüllen können, wenn sie sich von ganzem Herzen zu Gott kehren, wenn sie von ihm Kraft erlangen, wenn von ihm die Herzen und die Charaktere verändert werden und wenn sie ständig auf ihn blicken, in seinem Wort lesen, mit ihm kommunizieren und seine Wege erkennen. Und dann kommt eine Atmosphäre des Himmels in die Heime, die auch ungläubige Seelen und die ein großes Zeugnis ist für Jesus.

[55:59] Lasst uns für unsere Familien beten und lasst uns jeder einzeln tagtäglich die Entscheidung treffen, Gott an erste Stelle in unserem Leben zu setzen und Gott nachzufolgen. Amen.

[56:15] Musik


Lizenz

Copyright ©2019 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.