[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge der Cannstatt Study Hour hier auf joelmedia.de. Wir schauen uns ein neues Kapitel an in unserer Lektionsreihe Familienzeiten und zwar Lektion Nummer 8 mit dem Thema Lebensphase Elternschaft. Ein sehr spannendes und ein sehr lehrreiches Thema.
[0:38] Wir wollen uns jetzt von den Versen, die hier in der Lektion angedeutet sind, einfach noch ein paar Ansichten und Perspektiven anschauen und vielleicht noch ein bisschen schauen, welche Bereiche hier über die Elternschaft durch das Wort Gottes spricht. Wir werden auch sehen, wie Gott hier alles in seinen Händen führt, wie er alles leitet, warum er auch das alles in der ganzen Erfahrung der Menschen, die er geführt hat, auch wir heute etwas lernen dürfen und sollen.
[1:22] Und bevor wir einsteigen, lade ich uns ein, dass wir noch kurz ein Gebet sprechen. Unser himmlischer Vater, wir danken dir so sehr für dein Wort. Wir danken dir, dass du uns diese Elternschaft geschenkt hast. Herr, du bist unser Vater und du weißt am besten, wie es ist, ein Vater zu sein. Herr, du hast uns gemacht. Du hast auch Vater und Mutter so geschaffen, dass auch sie Nachkommen haben können und auch sie weitere Generationen gründen, um dein Wort zu verkündigen und das Evangelium zu verbreiten. Herr, schenk uns Weisheit durch deinen Heiligen Geist, indem wir dich bitten, dass wir genau verstehen, was du für uns in dieser Zeit zu sagen hast. Herr, wir legen es in deine Hände und danken dir, dass wir dir vertrauen dürfen und all dies bitten dürfen in deinem Namen, Jesus. Amen.
[2:13] Nun, der Einstieg zu diesem Thema haben wir im Merkvers, dem Psalm 127, Vers 3. Ich würde aber gerne mit euch den ganzen Vers, also den ganzen Psalm 127 mal vorlesen oder besser gesagt, dass wir es gemeinsam lesen. Ich hoffe, ihr habt eure Bibeln dabei. Psalm 127, dort heißt es: Wenn der Herr nicht das Haus baut, dann arbeiten umsonst die, die daran bauen. Wenn der Herr nicht die Stadt behütet, dann wacht der Wächter umsonst. Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und spät aufbleibt und sauer erworbenes Brot esst. Solches gibt er seinen Geliebten im Schlaf. Siehe, Kinder sind eine Gabe des Herrn. Die Leibesfrucht ist eine Belohnung. Wie Pfeile in der Hand eines Helden, so sind die Söhne der Jugend. Wohl dem Mann, der seinen Köcher mit ihnen gefüllt hat. Sie werden nicht zu Schanden, wenn sie mit den Widersachern reden im Tor.
[3:26] Nun, dieser Psalm beinhaltet schon recht viele Fundamente dessen, was Elternschaft eigentlich bedeutet. Grundsätzlich, ohne Gott existiert nichts. Alles, was von Gott kommt, alles, was wir im Glauben von ihm empfangen, das ist eine Gnade und das ist auch die Belohnung, die er uns gibt. Nun, so auch die Familie. Es ist eigentlich die Familie, die letzten Endes die kleinste soziale Einheit, die kleinste soziale Gruppe ist. Denn es ist ja eigentlich auch die Familie, die die Gemeinde baut. Es ist die Familie, die das Dorf, die Stadt, die Nation, ja sogar die Welt aufbaut. Und in all dem hält Gott seine Hand.
[4:06] Und interessant ist ja auch zu sehen, wie in Vers 2 dort zu lesen ist, es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und spät aufbleibt. Also hier sieht man ja auch, wie sehr wir uns in dem, was wir tun, dass wir uns, dass wir arbeiten, dass wir überleben, dass wir unsere Bedürfnisse stillen, eigentlich auch die Zeit hier gedeutet wird, wo wir unsere Morgen- und Abendandacht haben sollen. Nun, Gott ist derjenige, der sich um unser Wohl sorgt. Auch in diesem Fall sieht man auch, es ist alles umsonst. Was man tut, ob ein Haus, das man baut, ob man arbeitet, ob man dem, was wir uns Sorgen machen, was wir essen sollen, damit beschäftigen wir uns mehr. Aber es sollte uns eigentlich nicht so tangieren, denn wir wissen doch eigentlich, dass wir uns nicht danach trachten sollen, wie die Heiden es tun, was wir essen, trinken oder gar anziehen sollen. Denn Gott, der Vater im Himmel, weiß ganz genau, dass wir dies benötigen und dass wir zuerst nach seinem Reich trachten.
[5:18] Denn zu wissen auch, und das ist jetzt auch hier in den weiteren Versen zu lesen, dass er uns Kinder gibt in dem ganzen Prozess des Aufbauens und dass dies eine Gabe ist des Herrn, eine ganz besondere Gabe. Denn es ist die Möglichkeit einer nächsten Generation, nicht nur auf das Leben vorzubereiten, sondern ganz besonders auf die Mission und ganz besonders aber auch, dass diese Kinder in der Generation, in der sie aufwachsen, auch ein Licht sein können.
[5:48] Nun, wir sehen auch in Matthäus Kapitel 6, wenn wir mal aufschlagen, in Matthäus Kapitel 6, Verse 25 bis 33. Darum sage ich euch, sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen, was ihr trinken sollt, noch eurem Leib, was ihr anziehen sollt. Ist das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel des Himmels an, sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in den Scheunen. Und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer kann von euch durch seine Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Zelle hinzusetzen? Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen. Sie mühen sich nicht und spinnen nicht. Ich sage euch aber, dass auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist, wie eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht wie mehr euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen, was werden wir essen oder was werden wir trinken oder womit werden wir uns begleiten. Denn nach all diesen Dingen trachten die Heiden. Aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all das benötigt. Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit. So wird euch all dies hinzugefügt werden. Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den morgigen Tag, denn der morgige Tag wird für das seine Sorgen. Jedem Tag genügt seine eigene Plage.
[7:25] Wichtig ist zu verstehen, dass auch wenn wir in unserem Alltag sind und Verantwortung haben, auch als Eltern, sollte der Fokus nicht darauf ständig in unserem Kopf herumschwirren, was wir in unserem Alltag überwinden müssen, woran wir denken müssen, woran wir planen müssen. Wichtig ist, und das sagt er auch in dem Psalm, in dem letzten Teil, dass wir die Kinder in diesem ganzen Alltag, in diesem ganzen Voranschreiten des Lebens von klein auf so erziehen und gelehrt werden sollten, dass sie sich in ihrem Alltag, wenn sie größer werden, bewähren können. Vor allem und insbesondere im Kampf gegen die finsteren Mächte dieser Weltzeit.
[8:10] Und Gott hat hier in diesem Zusammenhang mit diesem Pfeil, mit diesem Ausdruck, dass er in dem Psalm 127 gelegt hat, deutlich gemacht, was wir auch in 4. Mose lesen können. In 4. Mose 24, 4. Mose 24, Verse 1 bis 8. Dort geht es um Bileam und wo er den Fluch aussprechen sollte über das Volk Israel. Da geschieht jetzt etwas Interessantes. Der Geist Gottes kommt über ihn und er spricht nicht einen Fluch, sondern einen Segensspruch. Und dann heißt es ab Vers 3: So spricht Bileam, der Sohn Beos, und spricht: Der Mann, dessen Augen geöffnet sind. So spricht der, welcher die Worte Gottes hört, der ein Gesicht des Allmächtigen sieht, der niederfällt, aber dessen Augen enthüllt sind. Wie schön sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnungen, Israel. Ihr seht schon auch hier, Gott sorgt für ein Heim. Gott sorgt, dass wir ein Haus über dem Dach haben, damit eine Familie existieren kann. Wie Täler sind sie ausgebreitet, wie Gärten am Strom, wie Aloe Bäume, die der Herr gepflanzt hat, wie Zedern am Wasser. Wasser wird aus seinem Eimer fließen und sein Same wird sein in großen Wassern. Sein König wird höher sein als Agag und sein Reich wird erhöht sein. Gott hat ihn aus Ägypten geführt. Seine Kraft ist wie die eines Büffels. Er wird die Heiden, seine Widersacher fressen und ihre Gebeine zermalmen und sie mit seinen Pfeilen niederstrecken.
[9:55] Was wir verstehen müssen ist, dass es wie hier in einem Kampf sind zwischen Licht und Finsternis. Und Gott möchte, dass sein Volk, das er schützt, das er gepflanzt hat, das er so gegründet hat, dass sie sich vermehren können, dass sie standhalten können gegen den Widersacher. Und deswegen auch diese Pfeile, die abgeschossen werden, die den Feind sozusagen überwinden.
[10:29] Und man sieht ja auch in 1. Mose 1, Vers 28, wo es heißt, dass Gott den Menschen schuf, damit er sich vermehrt. Und Gott selbst begleitete ja letzten Endes und lehrte Adam und Eva durch die Schwangerschaft, durch die Geburt und auch durch die Erziehung ihrer Kinder. Das ihr auch in 1. Mose 4, Vers 1 nachlesen könnt. Also Gott hat im ganzen Zusammenhang dessen, womit Eltern ein Fundament benötigen, alles gesorgt. Aber er achtet ganz besonders darauf, dass diese Einheit, diese Familie, wenn sie sich vermehrt, geschützt wird. Geschützt dadurch, dass sie das Wort Gottes kennen. Dadurch, dass die Eltern ein Vorbild sind und auch, dass die Bedürfnisse zueinander sich füllen.
[11:15] Denn sowohl die Eltern haben ja eigentlich von Grund auf einen Kinderwunsch. Nun, man muss dabei bedenken, in der Zeit des Alten Testamentes war es ja für jedes Ehepaar ein existenzieller Wunsch, Kinder haben zu wollen. Denn es gibt, glaube ich, in der Bibel keine Aussage von Ehepaaren, die sich keine Kinder wünschten. Denn es war ja zu der Zeit auch eine soziale Absicherung. Sie haben sich um Haus und Hof gekümmert und waren dann auch die Versicherung, wenn die Eltern Eltern wurden, Eltern wurden, sodass auch die Kinder später dann auch in der Pflege, die Eltern in Pflege betreut haben. Und es war auch ein soziales Stigma, wenn man keine Kinder bekam. Denn die Bibel sagt ja, dass die Kinder ein Segen sind. Und so glaubte man, dass die Frauen oder die Eltern, die keine Kinder bekamen, unter einem Fluch stehen würden.
[12:10] Nun, wir sehen ja auch hier in unserer Lektion an dem Beispiel von Abraham und Sarah, wie Gott durch Abraham sein Volk vermehren möchte. Als Fundament benutzt er Abraham, der übrigens interessant, er wird ja auch der Vater des Glaubens genannt, weil er wirklich jedem Wort Gottes geglaubt hat und ihm das zur Gerechtigkeit zugerechnet wurde. Und ich glaube, man kann viel von Abraham lernen, auch wenn er einige Fehler zuvor gemacht hat. Ich meine, welche Eltern machen keine Fehler, die dann auch in der Konsequenz sichtbar wird, sowohl im eigenen Handeln und der Entscheidung, die sie treffen oder auch wir treffen als Eltern, wie auch das, was die Kinder davon mitnehmen und umsetzen. Letzten Endes aber muss uns klar sein, dass dahinter Gottes Absicht steht, so viele Menschen zu retten und am besten Familien zu haben, die eine Einheit sind, die so stark ist, dass durch die schlechten und negativen Erfahrungen, die sie gemacht haben, nur noch stärker wurden und letzten Endes sogar Überwinder.
[13:20] So möchte Gott, wenn wir mal lesen in 1. Mose 12, in 1. Mose Kapitel 12, lesen wir in den Versen 1 bis 3. Der Herr aber hatte zu Abraham, damals noch vor dem Bund: Geh hinaus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde. Und ich will dich zu einem großen Volk machen, und jetzt kommt es, und dich segnen und deinen Namen groß machen. Und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen und verfluchen, die dich verfluchen und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter, zukünftige Generation der Erden.
[14:06] Interessant ist, dass hier Gott sagt in Vers 2, dass er den Namen Abrahams groß machen will. Nun, im Vergleich dazu sehen wir in 1. Mose Kapitel 11, in 1. Mose 13, in den Versen 14 bis 16 auch ein System der Einheit, nur mit einem ganz anderen Sinn und Zweck. In 1. Mose 11, in den Versen 4 bis 6, lesen wir: Und sie sprachen: Wohl an, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde zerstreut werden. Hier gibt es diese Menschengruppe, die ein System bauen wollen und somit auch einen Turm als Symbol ihrer Einheit, damit sie sich selbst einen Namen machen können. Nun, der Sinn ist ja, dass Gott sagte, dass man sich vermehren soll. Man soll das ganze Land besiedeln, die ganze Erde. Hier aber versucht man, einen Ort zu finden, wo man sich vereint und nicht auseinandergeht und sich nicht verbreitet und sozusagen die Botschaft des Evangeliums nicht verkündet werden kann.
[15:34] Und genau in diesem Konflikt stehen wir auch. Wir leben in einer Welt, wo sich Menschen selbst einen Namen machen wollen, um eine Einheit zu zeigen, in der sie zusammen wachsen. Nun, Gott aber möchte, dass wir eigentlich darauf achten, dass der Name des Herrn groß gemacht wird durch uns. Und das soll nicht geschehen, indem wir uns einfach nur zusammenrotten und an einem Ort bleiben, sondern dass wir uns vermehren, sei es als Familie, sei es als Gemeinde, grundsätzlich, um die Verbreitung der Botschaft Gottes in die Welt zu gewährleisten.
[16:17] Und dann kommt die Situation, wo Mose vor Glaubensprüfungen steht. Wenn wir lesen in 1. Mose 13, Verse 14 bis 16, wo jetzt die Verheißungen Gottes an Abram nochmal erneuert wird, wo er dann sagt, dass das ganze Land, was er sieht, wo er die Augen gegen Norden, Süden, Osten und Westen blicken sollte, was er sieht, will Gott ihm, also dem Abram, und seinen Samen geben auf ewig. Und im Vers 16 heißt es: Und ich will deinen Samen machen wie den Staub auf der Erde. Wenn ein Mensch den Staub auf der Erde zählen kann, so soll man auch deinen Samen zählen können. Und er sagt auch in 1. Mose 15, wo es dann darum geht, dass dieser verheißene Sohn, ich meine, Abram war schon in einem gewissen Alter, und hier nochmal deutlich macht, dass er der Vater sein wird einer großen Generation.
[17:16] Und dann heißt es in Vers 6, nachdem Gott sagte, dass es also praktisch wiederholt, dass der Same so zahlreich sein wird wie die Sterne im Himmel, sagt in Vers 6: Und Abram glaubte dem Herrn. Das kommt übrigens das erste Mal vor in der Bibel, und das rechnete er ihm als Gerechtigkeit an. Also Abram wusste Bescheid, er soll der Vater vieler Nationen werden.
[17:42] Nun, man sieht dann auch die Glaubensprüfung, die sie jetzt miteinander erleben, nämlich durch Hagar, durch das eigenmächtige Handeln Saras eigentlich. Und was daraus entstand, war sehr interessant, nämlich, dass plötzlich Eifersucht und Familienzwist die Folge davon war, weil sie einfach nicht die Geduld hatten, auf diesen verheißenen Samen zu warten. Und da sieht man, wie Gott wieder intervenieren muss in 1. Mose 17, in den Versen 1 bis 8, wo es um den neuen Bund geht, also den Bund der Beschneidung und der Verheißung Isaaks. Und da sieht man dann auch, wie hier Gott wirklich in jeder Situation Herr der Lage ist, damit diese Verheißung erfüllt werden kann, gemäß dessen, wie Gott es vorhergesagt hat.
[18:39] Und da sieht man auch, dass dann auch die Namen sich ändern, nämlich Abram wird zu Abraham und Sarai wird zu Sarah. Dann geschieht etwas, wo man in Vers 15 bis 17 liest, in 1. Mose 17: Und Gott sprach weiter zu Abram: Du sollst deine Frau Sarai nicht mehr Sarai nennen, sondern Sarah soll ihr Name sein, denn ich will sie segnen und will dir auch von ihr einen Sohn geben. Ich will sie segnen und sie soll zu Nationen werden und Könige von Völkern sollen von ihr kommen. Da fiel Abram auf sein Angesicht und lachte und sprach in seinem Herzen: Sollte einem 100-Jährigen ein Kind geboren werden und Sarah, die 90-Jährige, soll gebären?
[19:21] Also hier sieht man schon, wie viel Zeit vergangen ist, als damals die Situation mit der Hagar aufkam und immer noch warten mussten. Wie ist es mit uns heute, wo Eltern sich ein Kind wünschen und lange, lange warten müssen. Selbst ich und meine Frau haben lange dafür gebetet und es war uns bewusst, dass wir einfach nicht nur für ein Kind beten sollten, sondern es sollte uns auch klar sein, im Gebet, wenn wir für ein Kind bitten, sollten wir es Gott überlassen, ob er uns Kinder schenkt.
[19:54] Denn wir müssen wissen, dass Kinder eigentlich ein Geschenk sind. Sie gehören nicht einmal uns, denn Gott hat sie uns geschenkt und es trägt viel Verantwortung mit sich. Und wenn wir im Glaubensleben Prüfungen bestehen müssen, wäre es doch sinnvoller und besser, wenn man gut gerüstet im Glauben, fest verbunden mit Gott, dann Kinder kriegen sollte. Denn wenn man noch unerfahren ist im Glauben und in der Schrift, was soll ich denn meinen Kind lehren? Und so haben auch wir Gott wirklich alles in die Hand gegeben, haben gebeten, weil Gott die Zukunft kennt. Und wir haben gebeten, wenn er sieht, dass wir es wirklich schaffen, als Familie in den Himmel zu kommen, dann sind wir auch bereit, ein Kind zu bekommen. Und das haben wir Gott übergeben und es hat auch seine Zeit gedauert. Und wir sind beschenkt worden und wir sind dankbar, denn es ist ein Riesensegen. Es ist so eine Freude und es ist auch eine Riesenverantwortung.
[21:00] Und wenn wir jetzt weiterschauen, welche Beispiele es sonst noch gab, die von Eltern, die kinderlos waren, zum Beispiel Isaak und Rebekka in 1. Mose 25, Jakob und Rahel oder die Zweitfrau, die Lea, auch da sieht man auch, was die Folge dessen war, nämlich auch Eifersucht und Familienzwist. Und das übrigens überträgt sich dann überhaupt auch auf die Kinder, wenn man sieht, wie unein seine Familie sein kann und Zwisten aufkommen und selbst unter den Kindern Streit und Gruppierungen auftreten können. Dann haben wir noch Elkanah und Hannah in 1. Samuel, sowie auch Zacharias und Elisabeth in Lukas Kapitel 1. Und interessant ist auch, es gibt sieben unfruchtbare Frauen, welche durch ein Wunder ihre Kinder bekamen. Also darunter gehören auch Sarah, Rebekka, Rahel, Hannah, die sunnitische Frau, Elisabeth, die Eltern Simsons und all diese sieben Kinder, diese Jungs, haben einen gewissen Typus auf Jesus. Zum Beispiel Isaak und die Opferung auf einen Berg, das er willig gab oder Josef und der Verrat seiner Brüder und die Vergebung, die danach stattfand und so weiter. Also man sieht auch hier, wie hier dieser rote Faden dieses Samens, das Gott hier gepflanzt hat, auch Christus hinweist und wie sehr sich der Vater im Himmel um all die Angelegenheiten von allen Familien sich kümmert, dass alle gerettet werden können und dass daraus auch der Messias dann kam, der die Welt vor dem Verderben und vor Satan rettete.
[22:35] Nun, der Gedanke, der jetzt auch in der Lektion hier vorkam über die Alleinerziehende, ist auch ein sehr interessanter Aspekt, denn man muss verstehen, dass Alleinerziehende, sei es durch Scheidung, Tod oder andere Umstände, eine Lebensaufgabe haben, die es ganz schön in sich hat. Egal ob männlich oder weiblich, jeder Alleinerziehende muss sich letzten Endes um alles kümmern, um den Haushalt, organisatorisch, Planungen etc. So ist auch eigentlich die Gemeinde dazu da, um solche Geschwister zu unterstützen. Denn auch letzten Endes sind ältere Geschwister geistliche Eltern oder Oma und Opa oder Tanten und Onkel, aber auch da gilt das Gebot Ehre Vater und Mutter. Und das muss eigentlich auch in der Gemeinde möglich sein, solche Geschwister aufzufangen, die überfordert sind, vielleicht auch mit Kindern, eben weil sie keinen Partner haben, der doch einiges auffangen könnte. Und so ist es auch möglich, dass ältere Geschwister hier als Beispiel dafür dienen, im Umgang mit den Kindern, um sie zu lehren, um ihnen zu zeigen, wie man sich auch im Gottesdienst zum Beispiel verhält, aber auch einschreitet, wenn Ungerechtigkeit geschieht, wenn gewisses Verhalten auftritt, um auch hier als Respektperson aufzutreten, aber auch in einer liebevollen Art und Weise zu zeigen, dass wir alle eine Familie sind unter Christi Führung.
[24:15] Nun, Gott ist besonders nah denen, die in solchen Familiensituationen sind. Auch Maria war letzten Endes eine alleinerziehende Mutter, nachdem Josef starb und Gott war doch immer bei ihr. Und so ist er auch bei jedem Alleinerziehenden. Er schenkt seine Hilfe, er weiß um die Not und die Kraft eines jeden Einzelnen, das dafür notwendig ist, um seine Kinder zu erziehen. Und wenn wir mal schauen in Jakobus Kapitel 1, wie Paulus dies auch äußert, wo es heißt in Jakobus Kapitel 1, Vers 27: Eine reine und makellose Frömmigkeit vor Gott, dem Vater, ist es: Waisen und Witwen in ihrer Bedrängnis zu besuchen und sich von der Welt unbefleckt zu bewahren. Also alle, die die Weise sind, sozusagen im Sinne von der Erziehung, von der Familie, ist Gott derjenige, der sie besucht, der sie unbefleckt halten möchte und der alles dafür tut, um ein Zeugnis sein zu können und in Christus zu wachsen und gelehrt zu werden, damit dieses Licht wirklich in dieser Welt auch weiter verbreitet werden kann. Und sie haben auch einen ganz besonderen Segen und Zuwendung von Gott.
[25:49] Das gefällt mir ganz besonders an Gott, wenn man vor allem liest, wie sehr er sich auch um Alleinerziehende kümmert. Wenn wir mal sehen in Jesaja 54, in Jesaja 54, die Verse 6 bis 9. Jesaja 54, Verse 4 bis 9. Fürchte dich nicht, denn du wirst nicht beschämt werden. Schäme dich nicht, denn du sollst nicht zu Schanden werden. Denn du wirst die Schande deiner Jugend vergessen und an die Schmach deiner Witwenschaft wirst du nicht mehr gedenken. Denn dein Schöpfer ist dein Ehemann. Herr der Herrscharen ist sein Name und dein Erlöser ist der Heilige Israels. Er wird Gott der ganzen Erde genannt. Denn wie eine verlassene Frau im Geist, bekümmerte Frau, wird der Herr dich rufen, wie die Frau der Jugendzeit, wenn sie verstoßen ist, spricht dein Gott.
[26:48] Und ein weiteres lesen wir in Matthäus Kapitel 11, in Matthäus Kapitel 11, Vers 28. Matthäus Kapitel 11, Vers 28: Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken. Gott ist jeden Tag für uns da. Gott ist derjenige, der uns all die Last, die in unseren Gedanken, auf unserem Herzen, auf unserem Gemüt drückt, will er an sich reißen, an sich nehmen, dass wir davon nicht heruntergezogen werden. Und er will uns die Kraft geben. Er will uns der Beistand sein in solchen Situationen, wo wir nicht mehr weiter wissen. Und gerade weil wir diese Verantwortung vor Gott haben, diese Kinder, die er uns geschenkt hat, uns ja zur Verantwortung gegeben hat, auch in bestmöglichen Art und Weise gerecht zu werden.
[27:43] Und auch ein weiteres möchte ich hier noch erwähnen, in Philipper 4, Vers 13. Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus. Die Liebe unseres Vaters im Himmel versteht man besser, wenn man ein eigenes Kind hat. Wie viel Zeit investieren wir für die Erziehung und Bildung unserer Kinder? Wie viel Zeit opfert Gott, um uns geistlich zu erziehen und auszubilden? Unsere Kinder vertrauen uns, weil wir uns um sie kümmern, weil wir sie bewahren, weil wir sie auch ganz besonders lieben und führen. Wie vertrauen wir unserem Vater im Himmel nach all dem, was wir aus seinem Wort lesen?
[28:28] Und so möchte ich den Gedanken über die Verantwortung, über die Aufgabe, die Ausbildung, auch die Freude über die Elternschaft zusammenfassen. Und in der letzten Zeit, in der wir leben, ist sehr häufig die Frage: Ist es überhaupt noch verantwortlich, Kinder in die Welt zu setzen? Die einen sagen ja, die anderen sagen nein. Zwar wird die Welt nicht sicherer, und diese Fragen sind natürlich berechtigt, aber wie ist es heutzutage mit dem Wunsch nach Kindern? Ist es eher so ein selbstsüchtiges Verlangen? Nur weil man, was auch verständlich ist, wenn Paare, die andere Paare mit Kindern sehen und dadurch auch ein Bedürfnis, das ja Gott in unsere Herzen geschenkt hat, geweckt wird, Kinder zu bekommen, ist es wirklich, ja, wie soll ich sagen, unsere Entscheidung allein zu entscheiden, ob wir Kinder in diese Welt setzen wollen?
[29:33] Man muss auch bedenken, denn gleichzeitig steht man ja auch in Gefahr, die Verbreitung des Evangeliums in die nächste Generation zu minimieren. Und man muss auch bedenken, dass Kinder ja einen enormen Einfluss in dieser Welt haben. Sie sind uns ja anvertraut worden, und wie steht es da letzten Endes um die Erziehung unserer Kinder? Erziehen wir die Kinder nach Gottes Ratschlägen und Weisungen?
[29:56] Und man soll ja auch darüber nachdenken, das und nüchtern natürlich und auch sehr ausgewogen, wie auch Paulus ja meinte, dass es besser sei, man sei weder verheiratet, noch man hätte Kinder, sage ich jetzt noch dazu. Denn in Zeiten der Not, was wir in Matthäus 24 lesen, in Vers 19, wo Jesus sagte: Wehe denen, die noch Säuglinge haben, in der Zeit der Verfolgung. Man muss auch betrachten, dass Maria und Josef ja auch in einer Zeit der Verfolgung lebten. Und auch andere Beispiele sehen wir, wie sein Volk unter Verfolgung litt und auch die Kinder darunter zu leiden hatten. Aber dennoch war Gott derjenige, der sie beschützt hat. Und aus diesen Kindern waren dann die Patriarchen, die Propheten, die Großen, die Gottes Söhne, die so einen Einfluss hatten in dieser Welt, dass Gott verherrlicht wurde.
[30:58] Nun, dennoch ist die Frage, wie erziehen wir unsere Kinder? Erziehen wir sie nach Gottes Ratschlägen und Weisungen? Wenn wir 5. Mose schauen, 5. Mose Kapitel 6, hat Gott da schon ein Fundament gelegt, was wir eigentlich auf gar keinen Fall aus den Augen verlieren sollten. In 5. Mose Kapitel 6, 4 bis 9. Und da beginnt es schon mit der Aussage: Höre, Israel! Der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen. Also, was wir tun sollen, ist, die Worte Gottes unseren Kindern gedanklich zu vermitteln. Und du sollst deinen Kindern, du sollst sie deinen Kindern einschärfen. Und einschärfen meint jetzt nicht irgendwie mit Schlägen oder so oder mit Gewalt oder mit Androhung, sondern in einem permanenten, kontinuierlichen Prozess, der nicht unterbrochen werden sollte. Jeden Tag sollte die Zeit sein, dass das Kind mit Gott in Verbindung kommt. Durch Andachten, durch Gebet, insbesondere gerade auch am Sabbat.
[32:20] Und weiter heißt es: Wenn du in deinem Haus sitzt oder auf den Weg gehst, also zu jeder Zeit. Auch David sagt im Psalm 1: Ich sinne über dein Wort nach Tag und Nacht. Und auch hier heißt es: Wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst, das heißt Morgenandacht, Abendandacht. Das sind genau die Prozesse, die ein Kind an uns erkennen soll, dass wir es zuerst tun. Denn daraus merkt ja auch ein Kind, wie sehr wir es ernst nehmen, um mit Gott verbunden zu sein, um seine Ratschläge zu befolgen, um uns einzuschärfen, die Worte in unserem Herzen zu tragen. Und du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden, also danach handeln. Und sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein, also ständig darüber nachdenken, darüber nachsinnen, studieren. Und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und deiner Tore schreiben. Das Haus, in dem man wohnt als Familie, ist ein sichtbares Zeichen für die ganze Nachbarschaft und der Umgebung. Hier wohnen Christen, die Gott lieben und nach seinem Willen leben. Und auch daran sieht man dann auch, wie Kinder Einfluss haben auf andere Kinder, mit denen sie spielen in der Nachbarschaft und eigentlich dadurch zum Positiven wendet.
[33:32] Nun, auch ein anderes Beispiel sieht man bei Hannah in der Erziehung zu Samuel inmitten korrupter Priester, wo wir uns auch fragen müssen, wie sieht es mit unseren adventistischen Schulen aus? Wie ist es mit Literatur für Kinder und Eltern? Natürlich haben wir, und das ist auch sehr zu empfehlen, die Bücher von Ellen White, Erziehung, wie führe ich mein Kind oder Adventist Home, Familie wie Gott sie meint. Aber es gibt noch viel mehr, dass wir übersetzen könnten in unsere Sprache und auch wirklich mehr anbieten könnten für Eltern in Sachen Erziehung oder auch für Kinder, dass sie in ihrer Literatur, in ihrem Alter gemäß geistlich wachsen können und auch etwas haben, was sie gerne lesen.
[34:27] Und wir sind ja auch das Beispiel unserer Kinder. Heißt, was lehren wir den Kindern oder wie belehren wir sie oder belehren wir sie nur? Und wenn wir mal schauen in Sprüche, das ist auch in der Lektion eingetragen, in Sprüche 22, Verse 6 bis 9, ein sehr wichtiger Vers: Gewöhne den Knaben an den Weg, den er gehen soll. Also von klein auf schon immer wieder dran zu bleiben, was der Weg des Kindes sein soll. Natürlich haben sie einen freien Willen, aber manchmal hört man auch: Ach, lass sie doch erst mal experimentieren und sich selbst entfalten. Ich weiß nicht, ob das der Ratschlag Gottes ist. Ich glaube eher, dass die Eltern einen Weg aufzeigen sollen, mit denen sie gemeinsam Schritt für Schritt in der Geschwindigkeit der Erziehung des Kindes begleiten sollen. Gewöhne den Knaben an den Weg, den er gehen soll. So wird er nicht davon weichen, wenn er alt wird. Und das sollte für uns auch ein Ansporn dafür sein, von klein auf die Kinder diszipliniert, regelmäßig vorzubereiten.
[35:44] Und da kommt eben auch die Frage auf, wenn wir schon unsere Kinder erziehen und lehren und belehren, ist es in der Frage des Lebensstils, in der Frage des Glaubens, des Charakters, Willenskraft, Disziplin, Demut, selbstkritisches Denken in Entscheidungen oder eben auch Konsequenzen von den Entscheidungen, sowie auch Disziplin und Logik. Und wir sehen auch hier in 5. Mose, wenn wir weiterlesen, wir hatten es ja vorhin schon aufgeschlagen, in 5. Mose Kapitel 6, wenn wir noch die Verse 6 bis 9 noch dazu gelesen haben, merken wir auch, dass die Eltern eigentlich den Charakter Christi widerspiegeln sollten, damit die Kinder auch darin die Liebe Gottes sehen.
[36:34] Jetzt, wenn wir jemanden repräsentieren, das sehe ich ja auch an meinem Sohn. Es gibt das beste Beispiel, die Kinder nehmen uns nicht nur als Beispiel in dem, was wir tun, sondern auch was wir sagen, welche Entscheidungen wir treffen. Und die Kinder saugen das relativ schnell auf, wie ein Schwamm. Und gerade weil wir ja ihre Vorbilder sind, da versuchen sie alles gerne selber nachzuahmen und auch nachzusprechen.
[36:55] Und ich kann mich sehr wohl an eine Situation erinnern, da sind wir mit einem Auto auf einer Bundesstraße unterwegs gewesen, zweispurig, mein Sohn war damals drei Jahre alt, er saß neben mir im Kindersitz und ich war auf der linken Spur und wollte überholen und da ist das Auto rechts einfach rübergezogen, ohne zu blinken, es war relativ schon nah an der Stoßstange bei mir vorne und in meinem Affekt, in dieser Aufregung hob ich die Hand und rief: Ja, geht's noch? Keine Woche später wieder auf dieser Bundesstraße, wieder ich mit meinem Sohn unterwegs, er saß neben mir, fuhr ich wieder links, um zu überholen. In interessanter Weise genau dieselbe Situation. Man sieht, Gott gibt uns immer wieder Glaubensprüfungen, was wir erkannt haben, was wir ändern sollen. Und ich sehe, dass das Auto wieder ganz eng vor mir reinfällt, ohne zu blinken und bevor ich loslegen konnte, mich aufzuregen, höre ich plötzlich nebenan: Ja, geht's noch? Und ich schaute ihn an und sah mich darin wieder. Ich sehe meinen Charakterfehler, meine Schwächen, natürlich auch das Positive, aber auch eben die schlechte Seiten an meinem Sohn.
[38:18] Und da ist die Frage, wie repräsentiere ich Gott vor den Menschen? So ist es sehr wichtig, dass wir wirklich den Charakter Gottes zuerst empfangen, dass wir eine Veränderung erlebt haben, bevor wir unsere Kinder darin lehren sollten. Und dann merkt man auch, wenn man zum Beispiel 2. Korinther Kapitel 3 liest, dass es genau in diesem Zusammenhang, in diesem Kontext steht. In 2. Korinther 3 Vers 17 und 18 heißt es: Der Herr aber ist der Geist und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen, wie in einem Spiegel, Achtung, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn. Unser Glaubensprozess soll dahin führen, dass wir nach und nach nicht unser Spiegelbild sehen, sondern Christus im Spiegel sehen. Und das in einem Prozess, in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, von der nächsten Überwindung der Sünde zur nächsten Überwindung der Sünde.
[39:27] Und das ist eigentlich grundsätzlich wichtig, dass bevor wir unsere Kinder ausbilden, egal in welchem Bereich, dass wir zuerst die Lehre Christi nicht nur verstanden haben, sondern sie auch leben. Und das können wir auch lesen in 1. Korinther 13, da wird es auch nochmal deutlich. In 1. Korinther 13, Verse 11 bis 13, dort heißt es: Als ich ein Unmündiger war, hier redet es schon genauso wie in Hebräer 5, wo es heißt, dass die, die noch Milch genießen, unmündig sind und die, die die feste Speise genießen, sind mündig vor dem Herrn und können auch unterscheiden zwischen Gut und Böse durch die Schrift, durch das Nachsinnen des Wortes Gottes. Als ich ein Unmündiger war, redete ich wie ein Unmündiger, dachte wie ein Unmündiger und urteilte wie ein Unmündiger. Als ich aber ein Mann wurde, tat ich weg, was zum Unmündig sein gehört.
[40:23] Auch wir wollen unsere Kinder dahin erziehen, dass sie mündig werden, selbstkritisch nachdenken, hinterfragen, prüfen, gemäß Gottes Wort. Denn wir sehen jetzt mittel eines Spiegels, wie im Rätsel, dann aber von Angesicht zu Angesicht, gemeint ist unser Angesicht mit Christi Angesicht, jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen gleich, wie ich erkannt bin. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Die größte aber von diesen ist die Liebe und das ist das, worauf eigentlich alles aufgebaut ist. Christi Charakter, die zehn Gebote, der Charakter der Liebe Gottes, das wir widerspiegeln sollen und es ist eine riesen Herausforderung.
[41:04] Und ich weiß noch, dass Ellen White schrieb, dass vor allem Kinder für diejenigen eine sehr gute Lehre ist, für diejenigen, die sehr selbstsüchtig sind und egoistisch. Und ja, man muss sehr, sehr oft über seinen persönlichen Schatten springen. Aber ganz ehrlich, wie oft ist Jesus über seinen Schatten gesprungen für andere? Wie sehr hat er sich eingesetzt, dass die Liebe eines Vaters, der sich um alle kümmert, der unser großer Vater ist, zu zeigen. Denn wer Jesus sah, der hat auch den Vater gesehen.
[41:37] Aber auch die Gefahr der Missachtung dessen, was Gott uns gezeigt hat, wie wir leben sollen, wie wir ein Vorbild für unsere nächste Generation sein sollen und die Aufgabe zu übermitteln, die sie haben sollen, weil eigentlich, wenn man schon sagt, dass die Familie die kleinste Einheit ist und somit eigentlich auch die kleinste Gemeinde, ist der Vater letzten Endes der Hohepriester. Und der Hohepriester hat seine Aufgaben. Und insbesondere hat er seine Aufgaben auch darin zu lehren und zu unterrichten, so wie auch in einer Prophetenschule er die junge Generation, da winke ich nochmal mit dem Zaunpfahl, was adventistische Schulen betrifft, gibt es eine klare, wie soll ich sagen, eine Richtlinie, wie Gott eine Schule eigentlich sieht in der letzten Zeit, wie wir unsere Kinder auf die letzte Zeit vorbereiten haben.
[42:37] In 1. Samuel, wobei es könnt ihr dann auch selber lesen im Manuskript, 1. Samuel 3, 11-13, geht es eigentlich um die Missachtung dessen, was Gott damals gezeigt hatte. Wobei, lasst uns vielleicht doch kurz lesen, damit ihr seht, wie wichtig sowas ist. Und zwar in 1. Samuel 3, die Verse 11-13. Und der Herr sprach zusammen: Siehe, ich will eine Sache in Israel tun, dass jedem, der es hören wird, beide Ohren gellen werden. An jedem Tag will ich an Eli alles in Erfüllung gehen lassen, was ich gegen sein Haus geredet habe. Ich will es anfangen und vollenden. Denn ich habe ihm gesagt, dass ich sein Haus auf ewig richten werde, wegen der Sünde, von der er wusste, weil seine Söhne sich den Fluch zugezogen haben. Und er hat ihnen nicht gewehrt.
[43:36] Ich habe das vorhin angesprochen gehabt, wo es um Samuel ging, in seiner Ausbildung, dass die Mutter sich sehr darum gekümmert hatte, inmitten von korrupten Priestern. Und genau das waren die zwei, die eigentlich ein Vorbild sein sollten. Genau wie auch letztendlich in der Gemeinde Jugendliche vor den Kindern ein Vorbild sein sollen. Genauso wie die älteren Erwachsenen ein Vorbild für die Jugend und die Kinder sein sollen. Genauso wie Opas und Omas Generationen ein Vorbild für die Eltern, für die Jugend und für die Kinder sein sollte. Ihr seht, die Familie an sich ist ein Riesenkomplex und die Verantworten haben nicht nur, klar, Eltern in ihrer Familie, aber auch in der Gemeinde für all die, die sowohl Opas und Omas für alle sein könnten oder eben auch Eltern oder auch Bruder und Schwester der älteren Generation.
[44:24] Und genauso sehen wir das ja auch, wenn wir Offenbarung aufschlagen, in Offenbarung Kapitel 3, wie töricht es wäre, dieses, was Gott eigentlich seiner Gemeinde Laodicea rät, anzunehmen, nämlich das Gold, die weißen Kleider und die Augensalbe, weil nämlich Gott sagt im Vers 19 Offenbarung Kapitel 3: Alle, die ich lieb habe, die überführe, Überführung der Sünden, und erziehe ich, also züchtige ich, so sei nun eifrig und busse. Und das muss uns bewusst sein. Wir können nicht einfach gedankenlos in eine Lebensphase eintreten, das so viel Verantwortung mit sich trägt, wenn wir nicht selbst die Zucht, die Erziehung Gottes persönlich erlebt haben.
[45:10] Nun, wie soll unsere Antwort sein, wenn es darum geht, als Eltern ein Beispiel zu sein? Ich möchte mit euch Josua Kapitel 24 aufschlagen. Und da möchte ich im Vorfeld schon sagen, dass wir eigentlich genauso in einer Zeit leben, in einer Generation, wo wir eine Josua-Generation heranziehen sollten, damit endlich Kanaan, das geistliche Kanaan, eingenommen werden kann. In Josua 24, Vers 15, so heißt es: Wenn es euch aber nicht gefällt, dem Herrn zu dienen, so erwählt auch heute, wen ihr dienen wollt, den Göttern, denen eure Väter jenseits des Stromes gedient haben, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen. Das sollte ein Rechtsspruch sein, eine Aussage, die eigentlich uns darin stärken sollte, zu sagen, wir wollen gemäß Gottes Ordnung Lehre und Aufgabe leben und auch erfüllen.
[46:38] Denn der Kampf ist noch nicht vorbei. Und Satan hat es ganz besonders eben auf Familien abgesehen. Und wie wichtig ist es da, dass eine Familie wirklich geschützt ist, geschützt vor den Einflüssen Satans. Die Frage ist auch immer wieder zu stellen: Kenne ich das Umfeld meines Kindes? Achte ich darauf, womit es spielt, wie es spricht, wie es sich verhält? Und jedes nur Erdenkliche, was Satan versuchen wird, die Kinder davon abzuziehen, nach der Weise Gottes zu leben und auch den Eltern Gehorsam zu leisten. Weil, wenn schon die Kinder den Eltern nicht gehorsam sind, wie sollen sie dann später Gottgehorsam sein? Und das ist ein Kampf, der uns wirklich, wirklich all unsere Kraft und Aufmerksamkeit fordert.
[47:26] So haben wir zum Beispiel auch genau diese Gegenüberstellung. Gott kämpft um jeden Menschen und er hat noch viele, um die er kämpfen muss. Denn Satan hat schon sehr viele Kinder auf seine Seite gezogen. Wie viel mehr muss Gott kämpfen, damit Menschen gerettet werden? Nun, so wie er um unsere Kinder kämpft, wenn sie Gefahr sind verloren zu gehen, sollen auch wir um unsere Kinder kämpfen. Und wir haben ein Beispiel vom verlorenen Sohn. Und da zeigt sich eigentlich das Verhalten des Vaters anhand seiner Liebe, Geduld und sicherlich auch der ganz vielen Gebete, die er gesprochen hat, als sein Sohn hinausgegangen ist mit seinem Erbteil und das ganze Erbteil auf den Kopf geschlagen hat und zurück nach Hause zu seinem Vater kam.
[48:12] Wenn wir nicht für unsere Kinder beten und ich muss ehrlich sagen, ich hatte schon oft Gespräche mit Müttern gehabt, die darum trauerten, dass ihre Kinder nicht in der Gemeinde sind, sondern in der Welt. Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich finde es persönlich schlimmer, wenn mein Sohn in der Welt wäre und dadurch verloren geht, als wenn er als Kind stirbt und aber in Christus gestorben ist. Weil ich weiß, er wird wieder auferstehen und es auch davon von mir abhängig sein wird, wie ich im Verlauf meines noch gebliebenen Lebens treu zu Gott bin. Denn ich weiß, dass an dem Tag, an dem er kommt, wird er, wenn die Gräber aufgehen werden, die Kinder zurückführen zu den Eltern. Aber wenn ich wüsste, dass mein Kind in der Welt ist und nichts mehr von Gott wissen will, ich glaube etwas Schlimmeres kann es nicht geben. Weil man darin nicht nur das sieht, was einem lieb geworden ist, verloren geht.
[49:16] Und da muss man auch verstehen, wie Gott über die Menschen denkt, die verloren gehen. Es ist für ihn ein enormer Herzschmerz und eine Trauer. Aber man sieht auch an dem Beispiel des verlorenen Sohnes, wie das Verhalten des Vaters dazu führte, dass durch Gebet und durch Fasten der Heilige Geist das Herz dieses jungen Mannes zurück zum Vaterhaus führte. Und man sieht auch etwas Interessantes, nämlich, wenn Satan unsere Kinder in seiner Gewalt hat, was eigentlich hier notwendig ist, um sie aus den Fängen Satans zu reißen.
[49:46] In Matthäus 17, Vers 14, da ging es um die Heilung des mundsüchtigen Knaben, wo dieser Vater zu Jesus kommt und ihm bittet, dass er ihn doch befreien möchte. Und dieser Vater sagte dann auch, dass die Jünger Jesu es nicht zustande gebracht haben, diesen Jungen von Satan zu befreien, von den Fängen der Dämonen zu befreien. Und da sagte Jesus im Vers 17: O du ungläubiges und verkehrtes Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn her zu mir. Und Jesus befahl dem Dämon und er fuhr von ihm aus. Und der Knabe war gesund von jener Stunde an. Da traten Jünger allein zu Jesus und sprachen: Warum konnten wir ihn nicht austreiben? Jesus aber sprach zu ihnen: Um eures Unglaubens willen. Denn wahrlich, ich sage euch, wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Berg sprechen: Hebe dich weg von hier dorthin, und er würde sich hinwegheben, und nichts würde euch unmöglich sein.
[50:59] Und jetzt kommt der eigentliche Vers, Vers 21. Aber diese Art, das heißt, diese Art des Einflusses Satans und des gebunden Seins fährt nicht aus, außer durchs Gebet und durch Fasten. Und ich glaube, das ist unsere Aufgabe als Eltern, als Opas, Omas der Gemeinden, als Tanten und Onkels der Gemeinden. Beten und Fasten ist ein ganz besonderer Schutz für unsere junge Generation. Denn dadurch hat Satan keine Befugnis, ein Kind Gottes anzutasten. Und das sieht man auch bei Hiskia, er betete und fastete für seinen Sohn Manasse und er bekehrte sich noch nach vielen Jahren, trotz nach dem Tod seines Vaters.
[51:56] Auch wenn wir als Eltern dadurch versagt haben, dass unsere Kinder sich gegen Gott abgewandt haben, sollten auch wir für uns die Verheißung in Anspruch nehmen, wie zum Beispiel in Philipper. Das ist auch, glaube ich, eingetragen in der Lektion in Philipper Kapitel 3. In Philipper Kapitel 3, die Verse 13 und 14, wo es heißt: Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe. Eines aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten ist. Egal, was wir auch angestellt haben, das dazu geführt haben sollte, dass sich unsere Kinder von Gott abwenden. Wir sollten nach vorne schauen. Wir sollten nicht auf die Fehler schauen, was damals passiert ist. Ich strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt. Ich weiß, dass wenn ich es Gott überlasse, dass wenn ich um seine Hilfe bitte, durch Beten und Fasten, durch persönliche Buße, wird er mir den Sieg schenken und mich zum Ziel führen. Und jage auf das Ziel zu den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.
[53:01] Noch einen weiteren verheißungsvollen Vers finden wir in Joel, in Joel Kapitel 3. Wir haben es gleich. In Joel Kapitel 2, da sind wir. Joel Kapitel 2, Vers 25. Und ich werde euch die Jahre zurückerstatten, welche die Heuschrecke, der Fresser, der Verwüster und der Nager gefressen haben. Mein großes Kriegsherr, das ich gegen euch gesandt habe. Gott wird alles dafür tun, dass diese Zeit, die wir am liebsten wieder zurückdrehen würden, wird Gott uns zurückerstatten. Wenn wir erkannt haben, was wir falsch gemacht haben und es besser machen wollen.
[53:56] Jede Zeit, die wir verbringen können, in der Lehre, in der Erziehung von klein auf, sollten wir nutzen. Und auch ich versuche regelmäßig, jeden Tag, morgens und abends, mit meinem Sohn Andacht zu machen. Jeden Tag über Gott zu sprechen. Jeden Tag Geschichten, dass er sich Geschichten anhört, biblische Geschichten oder Geschichten, wo es um die Moral geht, die in der Bibel beschrieben werden. Alles, was zu Christus führt, alles, was seine Gedanken darin schärft, jeden Tag davon zu hören, habe ich eine größere Sicherheit, weil ich weiß, dass Gott sich darum kümmern wird.
[54:33] Und natürlich ist jede Lebensphase eines Kindes sehr unterschiedlich, wenn es in die Zeit des Erwachsenens werden kommt. Aber ich weiß, solange ich ein Vorbild bin und dass die Lehre Gottes zuerst meine persönliche Lehre wird, in der ich lebe, kann ich auch ein besseres Vorbild für mein Kind sein. Und das wünsche ich uns allen. Für alle, die die Eltern sind und auch selbst in ihrem Alter Eltern sein könnten, innerhalb der Gemeinde, Opas und Omas, lasst uns darauf schauen, dass in dieser Zeit wir unsere Kinder darin heranziehen, dass sie werden wie der vierte Engel in Offenbarung 18, gekleidet mit der Herrlichkeit, mit der Gerechtigkeit Gottes, mit der Gerechtigkeit Jesu, die das Werk abschließt, junge Menschen, Kinder auf den Straßen predigen, dass Jesus bald wiederkommen kann und dass wir schauen, dass unsere Schulen, die besten Schulen, so wie Gott sagte durch Ellen White, die besten Schulen der Welt sein sollen. Wir können es erreichen, sofern wir nach Gottes Ratschluss handeln und seinen Geist wirklich wirken lassen, darum beten, fasten und darum kämpfen. Denn diese Generation, die wir heranziehen, wird dann später den Einfluss darin haben, wie es das Evangelium verbreiten kann, in welcher Vollmacht.
[55:56] Aber wir dürfen auch wissen, dass Jesus alles in seinen Händen hält, dass er da sein wird bis an das Weltende. Und das soll unsere Ermutigung sein, so wie wir gelesen haben in Josua: Ich und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen. Das soll unser Wunsch sein, das soll unser Ziel sein, das soll unser tägliches Gebet sein. Und das wünsche ich uns allen und ich wünsche auch euch bei diesem Gespräch, es würde noch sehr viel mehr darüber zu sprechen geben, aber ihr seht schon, auch in der Lektion gibt es schon genug Beispiele und auch Verse und Texte, die das Ganze noch mal verdeutlichen. Wir haben hier jetzt noch mal einen kleinen Aspekt hinzugefügt in einer Vertiefung. Das nächste Mal in der nächsten Lektion heißt es: Zeit des Verlustes. Bis dahin wünsche ich euch gottesreichen Segen, viel Kraft und ganz besonders ganz viel Segen im Studium seines Wortes. Gott segne euch. Amen.
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