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Manuskript zur Sendung >>> CSH 8 3rd Q. 2020

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour 2020 Q3 geht Rabea Kramp darauf ein, wie Jesus diente und wie wir seinem Beispiel folgen können. Sie beleuchtet Jesu Methode, sich unter die Menschen zu mischen, ihre Bedürfnisse zu erkennen und ihr Vertrauen zu gewinnen, bevor er sie in den Dienst rief. Anhand biblischer Beispiele wird gezeigt, wie wichtig Mitgefühl, bedingungslose Liebe und das Sehen des Guten in jedem Menschen sind, selbst in denen, die uns feindlich gesinnt sind. Die Lektion betont, dass wahre Nachfolge Jesu bedeutet, andere besser zu behandeln, als sie uns behandeln, und dass dies eine tiefe, von Gott geschenkte Liebe erfordert.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2020 Q3: Freunde für Gott gewinnen

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Transkript

[0:03] Musik und Applaus.

[0:21] Ich freue mich, dass ihr wieder eingeschaltet habt zur CSH, der Study Hour Nummer 8 mit dem Titel „Wie Jesus dienen“. Wir bereiten uns auf Sabbat, den 22. August, vor. Wie Jesus dienen – darüber haben viele von euch vielleicht schon einiges gehört. Aber es lohnt sich nochmal, sich einiges vor Augen zu führen, wie Jesus hier auf der Erde gedient hat, wie er als Mensch war, wie er das menschliche Herz erkannt hat und wie er den menschlichen Herzen gedient hat.

[0:58] Ich möchte mit euch unbedingt ein Zitat teilen, das sehr berühmt ist aus dem Buch „Ministry of Healing“ – im Deutschen „Der Dienst für die Kranken“ oder „Auf dem Fußboden des großen Arztes“. Dieses Zitat ist so bekannt, weil es wie ein Blueprint, wie eine Schablone für den Dienst ist, den Jesus getan hat hier auf der Erde. Es ist wie eine Inhaltsangabe dessen, wie Jesus hier auf der Erde war und wie er natürlich jetzt auch im himmlischen Heiligtum dient. Dort heißt es im englischen Original auf Seite 143: „Der Erlöser mischte sich unter die Menschen als einer, der ihnen Gutes wünschte. Er zeigte ihnen seine Sympathie, diente ihren Bedürfnissen und gewann ihr Vertrauen. Dann bat er sie: ‚Folge mir nach.‘“

[1:54] Wir haben hier so ein paar Stationen, die Jesus durchläuft. Er mischt sich unter die Menschen, er möchte ihr Bestes, gewinnt ihre Sympathie und ihr Vertrauen. Und wenn er das alles hinter sich hat, dann erst ruft er Menschen in den Dienst. Jesus war mehr als alles andere daran interessiert, dass es anderen gut geht. Ihr habt nicht zuerst sein Wohlergehen gesucht. Er hat sich zurückgenommen, er stellte sich nie in den Vordergrund und er ließ sich auch nicht für seinen Dienst feiern oder in den Himmel heben. Immer bescheiden und zurückhaltend. Oft wollte er gar nicht, dass die Geheilten anderen berichten, was er an ihnen getan hatte.

[2:41] Jesus hatte sehr großes Mitleid mit den Menschen, vor allem mit denen, die Nöte hatten. Er ist ein liebevoller Mit-Leidender, so lesen wir im Hebräerbrief. Er kümmerte sich um die körperlichen, um die mentalen und um die emotionalen Bedürfnisse. Und weil er das tat, weil er so holistisch gearbeitet hat, weil er den ganzen Menschen in Betracht gezogen hat, dadurch hat es erreicht, dass sich Menschenherzen für das Evangelium geöffnet haben.

[3:14] Und das ist auch die Methode, die wir verwenden müssen, wenn wir Erfolg haben wollen in der Mission, in der ganz persönlichen als Gemeinde und auch als weltweite Gemeinschaft. Dann ist die Methode Jesu der Blueprint für all unsere Missionsbemühungen. Denn wenn wir dieses verfolgen, dann ist uns der Erfolg gewiss. Die Welt braucht sozusagen eine Veranschaulichung des Evangeliums. Es reicht nicht nur die bloße Verkündigung in einer vielleicht neutralen oder vielleicht auch etwas nicht so freundlichen Art. Nein, wir müssen auch das an uns sichtbar machen, was das Evangelium beinhaltet. Wir müssen das ausstrahlen, die Liebe Gottes, dieses liebevolle Mitleid, was Jesus hatte. Das müssen wir in der Verkündigung mit einbeziehen.

[4:07] Wie seine Nachfolger müssen wir das ewige Evangelium veranschaulichen durch unseren Charakter, durch unsere Freundlichkeit, durch unsere Höflichkeit, durch unsere Güte und viele andere Dinge.

[4:26] Jesus hatte eine Haltung zu Menschen, die ganz besonders war. Ich habe schon erwähnt, er sah das Gute in den Menschen, er wollte das Beste aus ihnen herausholen. Und als Pädagogin kann ich mich gut in diesen Ansatz hineinversetzen, weil auch ein Pädagoge immer das Beste in seinem Schüler sehen muss. Du musst immer daran glauben, dass der Schüler das bewältigen kann, dass er die Aufgabe gut erfüllen kann. Es gibt sogar Studien dazu, die zeigen, dass wenn ein Lehrer in seinem Schüler einen Hochbegabten sieht oder jemanden, der es mal zu etwas bringen wird, dann wird dieser Schüler sehr wahrscheinlich dieses Ziel auch erreichen. Es liegt also an uns, wie wir andere Menschen sehen und was dann aus ihnen werden kann.

[5:18] Und Jesus sah in den Sündern Erlöste. Er sah das, was aus ihnen werden würde. Jesus machte keine Unterschiede zwischen den Menschen. Die Reichen behandelte er genauso wie die Armen, die Gebildeten genauso wie die Ungebildeten. Die Kinder waren Jesus sehr wichtig, auch sie hat er in seinen Dienst mit einbezogen.

[5:40] Das hat Jesus sehr unterschieden von den Leitern des Volkes Israel, von den Pharisäern, von den Schriftgelehrten und von den Sadduzäern. Sie haben ganz anders ihren Dienst und ihren Glauben ausgelebt. Sie haben zu bestimmten Völkern, Bevölkerungsgruppen Abstand gehalten. Sie wollten sich zum Beispiel mit Zöllnern überhaupt nicht abgeben, mit Bevölkerungsgruppen, von denen sie sagten, sie wären korrupt oder sündig. Sie befürchteten sich sozusagen, mit der Sünde zu infizieren.

[6:17] Aber Jesus war anders. Jesus ist zu allen Menschen gegangen, besonders zu denen, die sonst nie mit dem Evangelium in Kontakt gekommen wären. Hätten nur die Pharisäer ja geherrscht und das Volk Gottes geführt, Jesus' Verhalten war in gewisser Weise revolutionär. Er war auffällig, obwohl er demütig war.

[6:46] Es gibt ein schönes oder zwei schöne Verse in Matthäus 5, die ihr ja alle gut kennt, in Matthäus 5, Vers 13 und 14, wo es heißt: „Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird. Ihr seid das Licht der Welt.“

[7:10] Da haben wir diese zwei Bilder: das Salz und das Licht. Und diese Regel richtet Jesus an die Jünger. Sie sind das Salz und das Licht. In der Lektion wurde das aufgegriffen und davon geschrieben. Das Salz war früher ein sehr, sehr wertvoller Rohstoff, dass er sehr teuer, sehr kostspielig war. Aber es gibt noch andere Bedeutungen, die genauso an Wichtigkeit in unserem Kopf gewinnen sollten.

[7:53] Ich habe eine tolle Aussage gefunden bei Ellen White in dem anderen Buch „Conflict and Crisis“ – im Englischen ist es die Seite 224. Dort heißt es: „Wenn Gott seine Kinder mit Salz vergleicht, dann möchte er sie lehren, dass seine Absicht, sie zu Gegenständen seiner Gnade zu machen, die ist, dass die Agenten der Seelengewinnung werden sollen.“

[8:21] Salz muss mit einer Substanz vermischt werden, zu der sie hinzugefügt wird. Es muss sie durchdringen und durchziehen, so dass sie haltbar wird. So ist es durch den persönlichen Kontakt, dass Menschen durch die rettende Kraft des Evangeliums erlöst werden.

[8:41] Sehr interessante Dinge finden wir in dieser Aussage. Das Evangelium muss haften, muss haltbar machen. Wenn das Evangelium in einem Menschen einen fruchtbaren Boden findet, dann helfen die Jünger als das Salz der Erde, dass dieses Evangelium, das ja auch Salz ist, dass es haltbar wird, dass das Evangelium in den Menschen Wurzeln schlägt. Aber dazu muss man erst mal mit diesen Menschen in Kontakt kommen. Das, was die Pharisäer nicht wollten. Man muss sich unter die Menschen mischen, so wie Jesus es vorgemacht hat. Denn wenn das Salz nicht mit den Sündern vermischt wird, dann wird auch kein Evangelium daran haften bleiben.

[9:34] In Philipper 2, Vers 14 und 15, finden wir eine hilfreiche Aussage dazu, dass wir uns unter die Menschen mischen sollten. In Philipper 2, das 14 und 15, dort heißt es: „Tut alles ohne Murren und Bedenken, damit ihr untadelig und lauter seid, Kinder Gottes ohne Tadel inmitten eines verkehrten und bösen Geschlechts, unter denen ihr leuchtet als Lichter in der Welt.“

[10:11] Tut alles ohne Murren und Bedenken. Das Evangelium zu verkündigen ist eine schöne Sache. Manchmal ist es nicht so einfach. Deswegen sagt die Bibel: „Sei bereit zur rechten Zeit und zur Unzeit.“ Sagt die gute Botschaft weiter: „Zur Zeit und zur Unzeit.“

[10:32] Jesus traut seinen Jüngern zu, wenn sie tief in der Wahrheit gegründet sind, in Jesus Christus Halt haben, dann traut er seinen Nachfolgern zu, auch zu Sündern zu gehen und diese zu Gott zu führen. Wir sollten uns zwar von der Sünde fernhalten, aber wir sollten uns nie von den Sündern fernhalten, denn sie brauchen das Evangelium.

[10:55] In Johannes 17 finden wir eine schöne, sehr bekannte und schöne Aussage. Johannes 17, und dort in den Versen 15 bis 18, dort spricht Jesus: „Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, gleich wie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit. Gleich wie du mich in die Welt gesandt hast, so sende auch ich sie in die Welt.“

[11:38] Wenn wir in dieser Wahrheit gegründet sind, durch diese Wahrheit geheiligt sind, die erste Text sagt, dann kann uns Gott auch von den Bösen bewahren. Die Bedingung ist, dass wir diese feste und lebendige Beziehung mit Jesus halten und uns nicht in falscher Sicherheit wiegen. Und dann ist es auch Gottes Wille, dass wir gestärkt unter die Sünder gehen und ihm von Gott erzählen.

[12:07] Aber was sagt dieser Vers noch in Philipper 2? Mit diesem „nicht murren und auch nicht bedenken haben“, auch wenn vielleicht deine Gemeinde oder die Leitung der Gemeinde oder auch die Leitung der Vereinigung oder des Verbandes oder der Division oder die GK oder Geschwister in deinem Umfeld umgekehrt sind, dann sollst du nicht murren und sagen: „Ich kann den Auftrag Gottes nicht erfüllen.“

[12:38] Niemand kann einem anderen Menschen verbieten, anderen von Jesus zu erzählen. Und niemand kann dich verbieten, vorzulegen, wie Jesus ist. Auch die Jünger hätten machen können und sagen können: „Die Pharisäer und die Sadduzäer sind gegen uns und bedrohen uns, deswegen können wir das Wort Gottes nicht weitergeben.“ Hätten Paulus und die Mitarbeiter und die Apostel das nach dem Tod Jesu getan, dann wäre das Buch Apostelgeschichte nie geschrieben worden. Denn es gab viele, viele Widerstände.

[13:13] Jesus behandelte Menschen auf eine ganz besondere Weise. Es ist leicht, Menschen gut zu behandeln, die einen selbst gut behandeln, vor allem, wenn man dann noch freundschaftlich mit ihnen verbunden ist. Aber wir wissen, dass Jesus auch lehrte, dass wir die Feinde lieben sollen.

[13:35] Dieses Verhalten wird unter anderem anschaulich in Markus 12 illustriert, und wir wollen zu diesem Kapitel gehen. In Markus 12, hier kommen zuerst die Sadduzäer zu Jesus, und sie stellen neben verhängnisvolle Fragen über die Auferstehung. Die Sadduzäer waren ja immer so die, die die Auferstehung geleugnet haben und das nicht glauben wollten.

[13:58] Und ich möchte mit euch lesen in Markus 12, die Verse 18 bis 27. „Und es kamen Sadduzäer zu ihm, die sagen, es gebe keine Auferstehung, und sie fragten ihn und sprachen: Meister, Mose hat uns geschrieben: Wenn jemandes Bruder stirbt und eine Frau hinterlässt, aber keine Kinder, so soll sein Bruder dessen Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken. Nun waren da sieben Brüder, und der erste nahm eine Frau und starb, und er hinterließ keine Nachkommen. Da nahm sie der zweite, und er starb, und auch er hinterließ keine Nachkommen. Und der dritte ebenso, und es nahmen sie alle sieben, und sie hinterließen keine Nachkommen. Als letzte von allen starb auch die Frau. In der Auferstehung nun, wessen Frau wird sie sein? Denn alle sieben haben sie zur Frau gehabt.“

[15:05] Eine spannende Frage! Ihr hättet ihr geantwortet? Jesus wurde ganz schön in die Enge getrieben von diesen Sadduzäern. Aber hört, was Jesus geantwortet hat. Er sprach zu ihnen: „Ihr irrt euch doch, weil ihr weder die Schriften kennt noch die Kraft Gottes. Denn wenn sie aus den Toten auferstehen, so heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie die Engel, die im Himmel sind. Was aber die Toten anbelangt, dass sie auch verstehen: Habt ihr nicht gelesen im Buch Mose, bei der Stelle von dem brennenden Dornbusch, wie Gott zu ihnen sprach: ‚Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs‘? Er ist nicht der Gott der Toten, sondern der Gott der Lebendigen. Darum irrt ihr sehr.“

[16:07] Die Sadduzäer wussten auf diese Antwort nichts zu sagen. Durch die Worte Jesu wurden diese reduziert zum Schweigen gebracht. Schreibt Ellen White weiter im „Leben Jesu“: „Sie konnten ihm nichts antworten, kein Wort wurde gesprochen, aus dem sie den kleinsten Vorteil hätten schlagen können, um ihn zu verurteilen.“ Seine Feinde hatten nichts erreicht, außer der Geringschätzung der Leute. Sie hatten sich quasi selber in die Ecke gedrängt. Sie hatten versucht, Jesus herauszufordern und in die Ecke zu drängen, aber am Ende ist es auf sie zurückgefallen.

[16:45] Jesus verhielt sich tadellos. Er bot keine Angriffsfläche und er feuerte kein unbedachtes Wort vor die Füße der Sadduzäer. Auch wenn er ihren Hass spürte, behandelte er sie nicht so, wie sie ihn behandelten. Was für ein Vorbild ist das für uns! Stellt euch vor, wir würden im Gemeindeleben immer so agieren. Wir würden Angriffe im Sande verlaufen lassen und würden nicht darauf anspringen und nicht genauso reagieren, wie wir behandelt wurden. Siehe, wenig Gemeindestreit hätten wir in unseren Reihen, wenn wir dienen würden wie Jesus diente.

[17:35] Nach den Sadduzäern kommen die Pharisäer zu Jesus, die Schriftgelehrten, und sie fragten ihn danach, welches das höchste Gebot sei. Das ist der Anschlusstext an den, den wir gerade gelesen haben. Ich fasse es nur kurz zusammen: Ab Vers 28 wird ein Schriftgelehrter vorgeschickt und er fragt: „Herr, was ist das höchste Gebot?“ Und Jesus antwortete ihm: „Das erste Gebot unter allen ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist ein Einziger Herr, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken und mit seiner ganzen Kraft. Das ist das erste Gebot.“ Und dann folgt das zweite Gebot, das Gebot der Nächstenliebe.

[18:21] Die Pharisäer hatten nicht so schnell aufgegeben wie die Sadduzäer. Sie wollten ihn immer noch dazu bringen, etwas zu sagen, dass sie gegen ihn verwenden konnten. Sie traten durch einen bestimmten Schriftgelehrten auf, um Jesus herauszufordern. Sie wollten, genauso wie die Sadduzäer, Jesus in die Enge treiben.

[18:45] Ich weiß nicht, wie du dich fühlst, wenn du in einem Verhör sitzt, vielleicht in einem Verhör, wo sogar deine Brüder und Schwestern dir Böses wollen und sie dich in die Enge treiben. Die natürliche menschliche Reaktion ist, dass wir uns verteidigen, dass wir vielleicht sogar emotional werden und dass wir uns aufregen, wie man uns so etwas vorwerfen kann oder uns so behandeln kann. Aber wenn wir dieses Kapitel lesen, dann sehen wir einen Jesus, der ganz ruhig bleibt, eher ausgeglichen ist, der sachlich antwortet. Aber nicht nur das.

[19:28] In Vers 34 lesen wir folgendes: „Und da Jesus sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes.“ Und es getraute sich niemand mehr, ihn weiter zu fragen.

[19:45] Jesus sah den Schriftgelehrten nicht als einen Herausforderer, der ihm Böses wollte. Er sah nicht einen bösen Charakter, sondern er sah einen Menschen, der die Liebe Gottes brauchte. Jesus stimmte ihm zu und ermutigte ihn, wo er nur konnte.

[20:06] Wenn wir dienen wollen, wie Jesus gedient hat, dann ist dieses Verhalten unsere Schablone, dass wir anderen besser begegnen, andere besser behandeln, als sie uns behandeln. Aber das fällt nicht vom Himmel. So eine Art lernt man nicht von heute auf morgen. Es dauert eine Weile, und man muss manchmal auch sehr stark dafür beten, dass Gott einem diese Liebe für andere schenkt, die einen vielleicht sogar hassten.

[20:41] Jesus ging so weit auf den Sünder zu, wie es nur möglich war. Aber warum tat Jesus das? Jesus hatte ein Ziel. Jesus wollte Herzen für das Evangelium öffnen.

[20:56] Er wusste, dass nicht viele Schlüssel zu den Herzen passen. Aber der Schlüssel, der passt, ist der Schlüssel der Liebe, der Schlüssel der Zugewandtheit, der Sympathie, der Schlüssel des Vertrauens. Wenn wir Kritik bekommen, dann nehmen wir Kritik viel lieber von Menschen an, die uns gut kennen, von guten Freunden. Und so ist es auch in der Gemeinde. Wenn wir Kritik von Menschen bekommen, mit denen wir nicht so nah verbandelt sind, mit denen wir vielleicht nicht viele Sympathiewellen teilen, dann schmeckt uns diese Kritik bitter. Und mir geht es genauso. Aber wenn wir behandelt werden von Menschen, die uns nah sind, dann denken wir mal über das nach, was sie sagen.

[21:49] Jesus tadelte nicht viel, als er auf der Erde war. Er hatte einen Jünger in seinen Reihen, der ganz gewiss Korrektur benötigt hätte: Judas. Viele von Jesu Jüngern hatten am Anfang des Dienstes einen Charakter, der noch längst nicht für den Himmel bereit war. Aber Judas tadelte er nie. Er tadelte Johannes und er tadelte Petrus, weil sie eine generelle Offenheit für Jesus und das Evangelium hatten. Johannes und Petrus fand Jesus sehr nah, und deswegen konnte Jesus mit ihnen auch Tacheles reden, konnten auch sagen, wie er sie sah und was ihre Fehler waren. Aber Judas hatte diese Offenheit nicht. Judas liebte Jesus nicht so, wie Johannes Jesus liebte. Und deswegen tadelte Jesus den Judas auch nie. Er wusste, dass dies ihn nur mehr in die Enge treiben wird und in die Ecke stellen würde.

[22:51] Nur eine echte Zuwendung kann Herzen öffnen. Und wenn wir dienen wollen, wie Jesus diente, dann müssen wir dieses Verhalten auch in unseren Gemeinden beherzigen. Auch wenn wir Fehler sehen, vielleicht auch bei den jungen Menschen, die vielleicht ganz frisch im Glauben sind oder auch noch gar nicht wirklich getauft sind und noch gar nicht wirklich wissen, wo ihr Herz eigentlich steht, dann ist es nicht der erste Weg, dass wir sie mit Tadel überhäufen, sondern dass wir ihnen die Liebe Jesu zeigen.

[23:30] Der Tadel muss kommen, dass es keine Frage ist, aber zuerst muss eine generelle Offenheit für das Evangelium und für Gott da sein, bevor Tadel überhaupt wirksam sein kann. Wenn wir ehrlich sind, dann vertauschen wir das oft. Dann bringen wir den Tadel an die erste Stelle, aber bevor wir überhaupt Liebe zeigen können, sind diese Menschen schon längst aus der Gemeinde gegangen.

[23:58] Im Gegensatz zu den Pharisäern stand ein römischer Hauptmann, von dem wir in Matthäus Kapitel 8 lesen. Matthäus Kapitel 8, so rum und dann Vers 5 bis 10. Matthäus Kapitel 8, Vers 5: „Als Jesus aber nach Kapernaum kam, trat ein Hauptmann zu ihm, bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegt daheim gelähmt und ist furchtbar geplagt. Und Jesus spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen. Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach kommst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund werden. Denn ich bin auch ein Mensch, der unter Vorgesetzten steht, und habe Kriegsknechte unter mir. Und wenn ich zu diesem sage: Geh hin!, so geht er; und zu einem andern: Komm her!, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er's.“

[25:11] Als Jesus das hörte, verwunderte es sich und sprach zu denen, die nachfolgten: „Wahrlich, ich sage euch, einen so großen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden.“

[25:22] Dieser römische Hauptmann fühlte sich unwürdig, Jesus überhaupt in sein Haus zu lassen. Aber Jesus zeigt an diesem Hauptmann und...

[25:31] Aber Jesus zeigt an diesem Hauptmann und an dem, was in dieser Geschichte sagte, den Unterschied zwischen den überheblichen Leitern des Volkes Israel und diesem Hauptmann. Auf Jesus machte deutlich, wohin Zweifel führte, nämlich zur Ablehnung Gottes und zur Ablehnung der Erlösung oder zum Verlust der Erlösung. Und was im Kontrast dazu echter Glaube bewirken kann, nämlich Heilung und Erlösung. Und trotz der Ablehnung durch die Leiter des Volkes wandte sich Jesus nicht von ihnen ab. Er versuchte immer noch, die Seelen der Leiter des Volkes Gottes zu gewinnen, auch wenn sie nur ansatzweise eine Offenheit für das Evangelium zeigten. Ein prominenter Pharisäer war Nikodemus.

[26:23] Nikodemus war insgeheim ein Bewunderer von Jesus, aber er traute sich nicht, sich öffentlich zu Jesus zu bekennen. Jesus tadelte ihn nicht dafür, also zu ihm weihnacht kam, dass er sich schämte, mit Jesus zu reden. Jesus nahm sich Zeit für diesen suchenden Nikodemus. Nikodemus war ein sehr reicher Mann, er war sehr bekannt, er war sehr angesehen und er gab an sein Vermögen, das er hatte. Und er war sehr reich. Nach der Kreuzigung Jesu in den Dienst um Menschen für Gottes Evangelium zu gewinnen, das Werk, das die Apostel getan haben, von dem wir nach Apostelgeschichte lesen, hätte ohne das Vermögen von Nikodemus nicht so ausgesehen. Er finanzierte die Missionsarbeit nach außen. Aber er fest schloss nach diesem Gespräch in der Nacht mit Jesus über zwei Jahre lang diese Wahrheiten, die Jesus ihm offenbart hatte, in seinem Herzen. Und erst nach diesen zwei Jahren kam alles hier heraus und Nikodemus bekannte sich zu Jesus. Er verlor alles, er verlor sein Ansehen, er verlor sein Geld, weil das in die Mission gab, aber es war ihm alles wert, das Werk Gottes zu fördern.

[27:53] Das war einfach sehr, der 180-Grad-Wende. Legte Jesus seinen ihm das Potenzial und indem er ihm anhand von der frierenden Schlange das Evangelium erklärte, wurde Nikodemus' Herz bewegt und er wurde verständigt. Ein anderes Beispiel, ein ganz kontrast kontrastierendes Beispiel ist die Frau Samariterin.

[28:12] Braun, ein Kapitel später in 104, Jesus behandelte sie besser als jeder andere Jude es getan hätte. Nicht nur, dass er mit einer Frau sprach, sprach sogar mit einer Samariterin und ist beeindruckte sie, gewann ihr Vertrauen und sie wurde zu einer effektiven Missionarin. Eine andere Frau, die Jesus gewann, war Maria Magdalena. Sie war die Ehebrecherin, die sieben Monate und jeden von ihnen trieb Jesus aus. Immer wieder gab Jesus ihr eine Chance, weil er den Willen in ihr sah, gerettet zu werden. Und am Ende, weil sie die einzige, die Jesus kurz vor seiner Kreuzigung großen Respekt heute, indem sie ihm die Füße und nadel Seite.

[29:05] Nun, was lernen wir aus diesen Geschichten, aus diesen Beispielen, aus dem Verhalten Jesu gegenüber den Menschen, Menschen, die verloren sind? Brauchen andere Menschen, die in ihnen mehr sehen als verlorene Seelen. Sie brauchen Menschen, die daran glauben und dafür beten, dass sie erlöst werden. Sie brauchen Menschen, die sie besser behandeln, als es vielleicht verdient haben.

[29:35] Die Frage ist, wenn ich so ein Mensch bin, ich so wie Jesus, diene ich wie Jesus? Er handlich andere besser, als ich verdient habe? Behandle ich andere besser, als sie mich behandeln?

[29:48] Welche Eigenschaften müssen wir dazu haben, um so zu sein wie Jesus? Wir brauchen Freundlichkeit, wir brauchen Liebe, wir brauchen Sanftmut, wir brauchen liebevolles Mitleid, wir brauchen Güte, Geduld und die Früchte des Geistes, die der Galaterbrief aufzählt. Auf diese Art, wenn wir auf diese Art das Evangelium weitergeben, dann wenden wir die Methode Jesu an und dann wird das Evangelium an Kraft gewinnen. Dann wird das Salz, das Evangelium haltbarmachen in den Herzen der Menschen.

[30:30] Im an das Buch "Konflikt in Korea" auf Seite 2125 heißt es: "Diejenigen, die bekennen, Nachfolger Christi zu sein und zur gleichen Zeit aber grob und unfreundlich und unhöflich sind, haben nichts von Jesus gelernt. Ihre Ernsthaftigkeit mag nicht angezweifelt, ihre Aufrichtigkeit nicht in Frage gestellt werden, aber Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit ersetzen ein Mangel an Freundlichkeit und Höflichkeit nicht."

[31:04] Das ist eine sehr direkte Aussage, die hier gemacht wird. Meine Ernsthaftigkeit um eine Aufrichtigkeit im Glauben können den Mangel an Freundlichkeit und Höflichkeit nicht ausgleichen. Jesus ist es wichtig, dass wir die Freundlichkeit an den Tag legen, die er gezeigt hat.

[31:27] Nur das Richtige zu wissen, das Richtige zu sagen und das richtige Evangelium zu kennen, macht uns nicht zu guten Missionaren. Das macht uns auch nicht zu Erlösten. Sondern wenn wir den Charakter Jesu widerspiegeln, dann dürfen wir wahrnehmen und wissen, dass wir in einem Prozess stehen, Prozess der Heiligung und der schreitet nur voran, wenn wir täglich mit Jesus in Kontakt sind.

[31:56] In Kolosser 4, Vers 4 bis 5 finden wir eine weiterführende Aussage dazu. Closer 4, 1, 4 bis 5 dort heißt es: "Damit ich es so offenbar mache, wie ich rede soll, wandelt in Weisheit denen gegenüber, die außerhalb der Gemeinde sind und kauft die Zeit aus." Paulus schreibt, dass wir Weisheit brauchen, wie wir mit anderen Menschen umgehen sollen, vor allem mit Menschen, die mit Jesus gar nichts am Hut haben.

[32:34] Jesus brauchte diese Weisheit auch und er hat sie bei seinem Vater gesucht im Gebet. Jesus hat im wahrsten Sinne des Wortes die Zeit ausgenutzt. Keine Minute war verschwendet in seinem Leben. Jesus kaufte die Zeit aus, indem er predigte, lehrte und heilte.

[32:58] Wir als Gemeinde des Siebenten-Tags-Adventisten sind von Gott beauftragt, alle diese Aspekte von Jesu Dienst weiterzuführen: zu predigen, zu lehren und zu heilen.

[33:13] In Matthäus 4, 1, 25 finden wir dazu eine Aussage. Matthäus 4, 23 bis 25: "Und Jesus durchzog ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und verkündete das Evangelium von dem Reich und heilte alle Kranken und alle Gebrechen im Volk. Und sein Ruf verbreitete sich in ganz Syrien, und sie brachten alle Kranken zu ihnen, die von mancherlei Krankheiten und Schmerzen geplagt waren, und Besessene und Süchtige und Lahme und Erhalt sie. Und es folgt ihm eine große Volksmenge nach aus Galiläa und aus dem Gebiet zehn Städte und aus Jerusalem und Judäa und von jenseits des Jordan." Auch die Apostel von Jesus lehrten, predigten und heilten.

[34:11] Im Englischen sagt man so schön: "Putting, pitching, feeling." In der Apostelgeschichte 3, z.B. finden wir Jesus, wie Petrus einen Gelähmten heilt. Und wenn ihr die Geschichte mal richtig schön durchstudiert, dann werdet ihr merken, die Petrus eigentlich in jedem Aspekt seiner Handlung und seiner Worte Jesus reflektiert, wie sehr ihn kopiert hat.

[34:36] Wir haben durch die Bibel und durch die Bücher von Ellen White ganz besondere Gesundheitsgrundsätze bekommen, die wir verfolgen sollen. Wir haben die Aufgabe, diese Grundsätze der Gesundheit im Sinne von Kolosser 4 weiterzugeben.

[34:56] Nicht jeder von uns muss ein Arzt und eine Krankenschwester werden, um diese Gesundheitskonzepte weiterzugeben. Nicht jeder muss eine Gesundheitsschule besucht haben, um anderen helfen zu können.

[35:09] Oft sind es die kleinen Dinge, die das Leben verbessern und die wichtig sind. Zum Beispiel, wenn wir für einen Kranken, ein Bekannten, ein gutes und gesundes Essen kochen, wenn wir ein paar Tipps geben können, die man abnehmen kann, oder wie man Stress bewältigen kann, wie man mit Sorgen umgeht, oder wie man Entscheidungen trifft, mit denen man sich schwer tut. Das Heilen hat viele Aspekte. Es geht nicht nur um den Körper, es geht auch um das Mentale. Es gibt so viele Aspekte der Heilung, wie es Bedürfnisse gibt. Jeder von euch kennt hoffentlich diese acht Ärzte, diese acht Gesundheitsprinzipien, die wir beauftragt sind weiterzugeben.

[35:59] Sie sind so einfach, aber so wirkungsvoll. Aber Jesus linderte nicht nur die körperlichen Leiden, sondern er wollte auch jeden Menschen wieder mit Gott versöhnen.

[36:11] Oft finden die Heilungsberichte, in denen Jesus das Heilen mit der Sündenvergebung vergab, verband und ein Beispiel finden wir in Matthäus Kapitel 9.

[36:20] Gleich am Anfang des Kapitels Matthäus Kapitel 9 und dort vor allem den Vers 2. Ich lese bis 1: "Und er trat ins Schiff, fuhr hinüber und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie einen Gelähmten zu ihm, der auf einer Liege matte lag. Und als Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben." Und siehe, etliche der Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert. Und da Jesus ihre Gedanken versprach, er: "Warum denkt ihr Böses in eurem Herzen? Was ist denn leichter zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben, oder zu sagen: Steh auf und geh umher?"

[37:05] "Damit ihr wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat auf Erden, Sünden zu vergeben." Sprach zu dem Gelähmten: "Steh auf, nimm deine Liege, matte und geh heim." Und er stand auf und ging heim.

[37:20] Jesus war es wichtig, nicht nur den Körper wiederherzustellen, sondern auch das Herz, den Verstand, das Denken gesund zu machen. Die Menschen von der Last der Sünde zu befreien.

[37:36] Eine andere Heilungsgeschichte, die auch sehr interessant ist, ist die Frau mit den Blutfluss. Diese Geschichte finden wir zum Beispiel in Markus 5. In Markus 5 und dort auf fast 25. Ich werde die Geschichte jetzt nicht lesen. Ich denke, dass wir sie alle gut kennt, oder ihr könnt kurz das Video stoppen, wenn ihr sie lesen möchtet. Aber dieser Frau, die zwölf Jahre an diesem Blutfluss gelitten hatte, sie war von Arzt zu Arzt gerannt, um geheilt zu werden, hatte all ihr Erspartes für Ärzte ausgegeben. Was für ein Leben hatte diese Frau noch? Was für eine Belastung war dieser Verlust der Lebensqualität, der Verlust ihres Vermögens.

[38:28] Sie war gebeutelt von der Krankheit, von der sie keiner befreien konnte. Eine Krankheit ohne Hoffnung auf Heilung.

[38:37] Vielleicht, dass du auch jemand, der krank ist und eine Hoffnung auf Heilung hat. Denn, dass du wissen, dass Jesus bei dir ist und dass Jesus genau weiß, wie es dir geht.

[38:48] Jesus wusste genau, wie es dieser Frau ging. Der hatten ihr Herz gesund. Er wusste, was ihr größter Wunsch war: gesund zu werden.

[39:01] Warum machte Jesus das, dass er die Sündenvergebung mit der Heilung verband? Wenn uns Schuld tief niederdrückt und wenn wir mit etwas belastet sind, hat das oft auch Auswirkungen auf unsere Gesundheit.

[39:16] Ich habe ein sehr interessantes Zitat für euch gefunden in "Councils and Hers" im Englischen auf Seite 3149. Dort heißt es: "Nur wenige verstehen, welche Kraft des Denkens auf den Körper ausübt. Ein Großteil der Krankheiten, die die Menschen treffen, haben ihren Ursprung im Denken und können nur geheilt werden, indem man das gesunde Denken wiederherstellt." Es gibt viel mehr Menschen als wir denken, die mental krank sind.

[39:50] Wenn das Herz schwer ist, löst das bei vielen Verdauungsprobleme aus. Im Englischen steht, dass psychische, denn mentale Probleme haben einen lähmenden Einfluss auf die Verdauungsorgane. Das ist nur ein Aspekt, der hier genannt wird. Ein niedergeschlagener Geist, ein schweres Herz löst sich oder wirkt sich auf die Verdauungsorgane aus. Vielleicht hat der ein oder andere das schon mal gemerkt. Ich habe das in meinem Leben vor einigen Jahren schon mal erlebt und weiß, dass das so ist.

[40:28] Daher ist es so wichtig, dass wir, wenn wir anderen helfen wollen, dass wir nicht nur die Symptome versuchen zu lindern, sondern dass wir die Ursprünge der Krankheit erforschen.

[40:38] Aber ich möchte auch sagen, dass nicht jede Krankheit eine mentale Belastung zum Hintergrund hat. Das ist mir sehr wichtig, dass ich nicht falsch verstanden werde. Nicht jede Krankheit hat eine mentale Belastung als Hintergrund. Das können wir zum Beispiel an Hiob sehen. Aber oft geht die mentale Niedergeschlagenheit der körperlichen Beeinträchtigungen voraus.

[41:01] Im gleichen Buch "Counseling" erst auf Seite 3130 im Englischen heißt es: "Denn in neun von zehn Fällen würde das Wissen über einen Sünden vergeben, erlöse sowohl das Denken als auch den Körper heilen." Was sie hier sagt ist, wir können den Menschen helfen mit ihrer Krankheit, aber wenn wir sie wirklich heilen wollen, dann müssen wir ihnen vom Evangelium erzählen.

[41:28] Vielleicht habt ihr das schon mal erlebt bei Menschen, die sehr, sehr schwer krank waren, die gehadert haben mit ihrem Schicksal, die gefragt haben: "Warum ich? Warum jetzt? Warum muss ich solche Schmerzen haben?" Aber manchmal ist es so, wenn diese Menschen dann Jesus kennenlernen und treffen durch diese Krankheit, dann können sie es annehmen und dann können sie manchmal auch in Frieden sterben, sofern Jesus sie nicht gesund macht.

[41:57] Was heißt das nun für uns? Das bedeutet, dass es viele Menschen um uns herum gibt, die nicht nur körperlich krank sind, sondern auch mental und geistlich wirklich große Lasten mit sich schleppen.

[42:09] Nicht jeder von uns ist ein Arzt und kann jemanden behandeln, medizinisch behandeln. Aber was jeder von uns tun kann, ist Hoffnung geben, vom Evangelium erzählen, von der Liebe Gottes, von Jesus, wie er war und wie er ist, und dass er wiederkommt.

[42:30] Umsonst ist der 8. Arzt, das Gottvertrauen. Würden wir diesen Arzt nicht beachten, wäre alles andere davor nur Stückwerk. Und wir können den Menschen nicht wirklich helfen. Die richtige Ernährung ist nicht wichtiger als eine gesunde, tiefe Beziehung zu Gott. Auch genug Ruhe und Schlaf ist nicht wichtiger als die Gewissheit der Geborgenheit in Gott und tiefer Freedom.

[42:53] Herzen in diese machten Arzt münden alle guten Bemühungen um körperliche Gesundheit. Er ist eigentlich der wirklich wichtige Arzt, der, der alles zu einem guten er bringt. Dieser Arbeit an anderen Menschen erfordert von uns eine tiefe Verbindung zu Gott.

[43:13] Die Befolgung der Gesundheitsprinzipien allein reicht nicht aus. Sie sollten begleitet sein von Gebet und in dem wir so handeln, in den Gebeten, den Menschen Gutes tun und ihr Vertrauen gewinnen.

[43:27] Kopieren wie Jesus, der seine Heilungsstunden stets mit viel Gebet verband und trug. Wir lesen, dass zum Beispiel den Markus Kapitel 1 Vers 32.

[43:45] Jetzt muss ich einmal gucken, Vers 22. Muss es heißt nicht 32, ab Vers 22: "Und sie erstaunten über seine Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten. Und es war in der Synagoge ein Mensch mit einem unreinen Geist, der schrie und sprach: Lass ab! Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, um uns zu verderben? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes." Aber Jesus befahl und sprach: "Verstumme und fahre aus von ihm!" Er zerrte ihn, der unreine Geist hin und her und schrie mit lauter Stimme und fuhr von ihm aus. Und sie erstaunten alle, so dass sie sich untereinander fragten und sprachen: "Was ist das? Was für eine neue Lehre ist dies? Mit Vollmacht gebietet er auch den unreinen Geistern, und sie gehorchen ihm." Und das Gerücht von ihm verbreitete sich sogleich in die ganze umliegende Gegend von Galiläa.

[44:47] Auch im folgenden Abschnitt lesen wir von Menschen, die von Dämonen befreit werden durch Jesus. Und diese Art von Heilung, die es heute immer noch gibt, das ist eine Art der Heilung, die viel Gebet und Fasten braucht, um die nur mit Gebet und Fasten bewältigt werden kann.

[45:13] Wir lesen zum Beispiel Matthäus 17, Vers 21, wo es von dem mondsüchtigen Knaben handelt. Matthäus 17 bis 21: "Aber diese Art fährt nicht aus, außer durch Gebet und Fasten."

[45:32] Viele von euch kennen auch diesen Abschnitt in Jakobus Kapitel 5, wo es über die Krankensalbung geht. Das heißt, es in Jakobus 5, 15 und 16: "Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn der Sünden begangen hat, so wird ihm vergeben werden."

[45:54] Sie kennt einander über die übertretungen und betet für einander, damit geheilt werden. Das Gebet eines Gerechten für maxime, wenn es ernstlich ist. Der Krankensalbung muss eine Vergebung der Sünden vorausgehen und durch anhaltendes und intensives Gebet begleitet werden.

[46:17] Zum Schluss wollen wir darüber nachdenken, was für Jesus zählt. Darüber, wenn wir Jesus als Diener betrachten, Jesus gedient hat auf der Erde, was ist wirklich das, was für Jesus zählt? Denn das ist ja auch das, was für uns zählt. Was auch immer wir anderen tun, es soll Jesus widerspiegeln und es soll diesen einen Zweck erfüllen: nämlich Menschen für das Reich Gottes zu gewinnen.

[46:50] Im Matthäus 24 kennt ihr alle den Vers, dass die Welt erst das ist, ewige Evangelium gehört werden haben muss, bevor Jesus wiederkommen kann. Und diese berühmte Endzeitrede mündet in drei Gleichnisse in Kapitel 25: Das Gleichnis über die zehn Jungfrauen, das Gleichnis über die Talente und das Gleichnis über die Schafe und Böcke. Wir wollen uns ein paar Gedanken machen zum Schluss über dieses letzte Gleichnis, der Schafe und Böcke.

[47:23] Jesus hat zwei Menschengruppen, die die ihnen reflektiert haben, Jesus ist, und die, die gedacht haben, sie würden Jesus nachfragen, aber eigentlich keine Heilung erlebt haben, keine echte Verbindung, keine echte Beziehung zu ihm gehabt haben. Aber diese Schafe, sie waren waren echte Nachfolger. Sie haben einen echten christlichen Charakter entwickelt, mit den Früchten des Geistes. Sie haben den Dienst am Nächsten getan. Sie waren so selbstlos wie Jesus. Sie haben sich unter die Menschen gemischt wie Jesus. Sie haben ihre Sympathie gewonnen wie Jesus. Sie haben das Vertrauen der Menschen gewonnen wie Jesus. Und dann haben sie sie gelehrt und dann haben sie Nachfolger für das Werk Gottes gewonnen.

[48:14] Diese Schafe haben sich um die Bedürfnisse gekümmert, die andere hatten. Sie haben sie mit den wichtigsten Dingen versorgt, mit der Nahrung, mit dem Dach überm Kopf, mit einem aufmunternden Worte, als sie krank waren. Diese Schafe hatten offene Augen für ihre Mitmenschen. Sie haben sich nicht zuerst um sich gedreht, sondern das Wohl der anderen.

[48:42] Sie haben den Charakter von Jesus kopiert. Sie haben Anteil an den Nöten der Menschen genommen, nicht nur an den körperlichen, geistigen, sondern auch an den geistlichen Bedürfnissen.

[48:55] In der Lektion gab es in dem Freitagsabschnitt eine schöne Aussage, die ich hier nochmal nennen will: "Der selbstlose Dienst Jesu öffnete Herzen, brach mit Vorurteilen und kreierte eine Empfänglichkeit für das Evangelium." Wenn wir als Nachfolger diese Atmosphäre schaffen können, dass Menschen für das Evangelium empfänglich werden, dann haben wir alles getan, was dieses braucht, um Menschen zu erreichen.

[49:27] Mögen auch wir Jesus in dieser Weise reflektieren und die Menschen mit seinen Augen sehen und jeden Tag darin wachsen, mehr so zu sein. Jesus, das wünsche ich euch, dass ihr darin wächst und dass ihr Menschen zu Jesus führen könnt. Bis zur nächsten CSH wünsche ich euch alles Gute und Gottes Segen.


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