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In diesem Video teilt Hermann Krämer seine persönliche Geschichte über Gebundenheit und Befreiung. Er berichtet von seinen Erfahrungen mit okkulten Praktiken, die er unwissentlich ausübte, und wie diese ihn in eine tiefe Abhängigkeit führten. Krämer schildert seinen Weg aus der Dunkelheit hin zur Erkenntnis und wie er durch Gottes Eingreifen schließlich befreit wurde. Ein bewegendes Zeugnis über die Macht der Erlösung durch Jesus Christus.


Weitere Aufnahmen

Serie: Okkulte Praktiken - Gebundenheit und Befreiung

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Transkript

[0:35] Ja, nach so einem Chorlied schwebt man völlig hierher zum Podium. Vielen Dank. Ich komme eigentlich aus dem Süden, österreichische Grenze. Dort bin ich aufgewachsen. Jetzt wohne ich so zwischen Lindau und Bregenz, also ein Stück weiter nach Stuttgart. Und jetzt bin ich so, habe ich gemerkt, das erste Mal hier in Stuttgart in einer der Gemeinden zu predigen, also mitten im Schwabenland. Aber mein Opa war aus Stuttgart und mein Onkel, also ich bin zumindest zu einem Viertel ein Schwabe. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum ich mich bei euch so wohl fühle.

[1:27] Gut, wir haben gestern Abend schon begonnen mit diesem Thema Magie, die unerkannte Gefahr. Ich möchte noch mal darauf hinweisen, dass ihr alle Unterlagen, auch die ganzen Videoclips, die heute nachmittags noch dabei sind, und auch Vorträge von anderen Referenten, Franz Krakolinik, Olaf Schröer und anderen, könnt ihr alle haben, wenn ihr einen Stick dabei habt. Kann man das überspielen. Der Techniker hat die ganzen Vorträge. Ihr bekommt auch die ganzen Folien mit den Texten. Und wer keinen Stick hat, ich habe welche dabei, dann könnt ihr von mir welche bekommen.

[2:05] Gut, Magie, die unerkannte Gefahr war gestern Abend der Vortrag. Prüft die Geister, werden wir aufgefordert von Johannes. Und ich war in der Magie tätig. Und heute in meiner Predigt, die den Titel hat: Gebundenheit und Befreiung, möchte ich euch ein wenig darüber erzählen, meine Geschichte, wo ich drin gesteckt bin und vor allem, dass Gott stärker war und er mich wieder rausgeholt hat. Ja, meine Predigt ist ein Tatsachenbericht. Erstens die Tatsache der Gebundenheit, dass ich in den Händen des Gegners war, sozusagen. Und das zweite ist die Tatsache, dass ich befreit wurde, die noch wichtigere Tat sein. Ja, in der Predigt werde ich aber keine Anleitung geben für Menschen, die vielleicht kultbelastet sind. Ich möchte nur durch die Predigt alle motivieren, den Weg, den ich gegangen bin, zu gehen. Auf diesen Videos, die noch mit dabei sind, bekommt ihr genaue Anleitungen, weil es ist von Fall zu Fall verschieden. Aber ich möchte euch motivieren, geht den Weg, auch wenn er ein schwerer Weg ist. Ja.

[3:27] Meine Geschichte beginnt in einem kleinen Gebirgstal und ich habe diesen Text sozusagen ausgewählt für meine Situation. Es ist ein Text von Paulus, wo er sagt in 1. Korinther 15,10: "Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen." Ich bin aufgewachsen in einem kleinen Gebirgstal, Österreich, deutsche Grenze. Und dort war oder ist der Okkultismus auch zu Hause. Die Menschen dort richten sich nach den Mondphasen, sie richten sich nach allen möglichen Symbolen in magischer Weise. Sie gehen dort zu Leuten, die Warzen wegbeten. Sie behandeln ihr Vieh manchmal mit diesen magischen Praktiken. Und dort bin ich aufgewachsen. Das heißt, ich war wahrscheinlich schon seit meiner Geburt belastet, weil, wenn ihr an gestern Abend denkt, bis in die vierte Generation wird das übertragen, wenn deine Vorfahren sich mit solchen Dingen beschäftigt haben. Und wenn ihr mal zählt, vierte Generation, das sind bis zu 14 Personen. Nicht nur das, ich selbst habe diese Dinge dann an mir praktizieren lassen, oft unwissend. Als kleiner Junge hatte ich Warzen und mein Vater hat dann gesagt: "Ja, ich kenne da einen alten Mann auf einer Alm, wir gehen zu dem, der streicht darüber, der spricht da irgendwelche Sprüche und die sind weg." Irgendwann und ich habe gesagt: "Das glaube ich nicht." Ja, und ich habe das dann machen lassen. Und tatsächlich, nach einiger Zeit waren die Warzen weg.

[5:31] Und heute weiß ich etwas Wichtiges. Das habe ich gestern Abend schon gesagt: Wenn du dich mit dem Gegner einlässt, bei Heilungen von der Gegenseite, da musst du nicht dran glauben. Weil Jesus, bei Gott ist es anders. Jesus sagte immer: "Dein Glaube hat dir geholfen." "Ein Glaube hat dich gerettet." Weil die Gegenseite ist nur wichtig, dass du dich den Dingen aussetzt, dass du sie praktizierst, dass du dich einlässt. Ja. Dieses Warzenbesprechen nennt man magisches Besprechen. Ja.

[6:09] In der Schulzeit bin ich dann oft über die Eltern mit so einem Heilpraktiker, der hat sogenannte Irisdiagnose gemacht. Wir werden heute Nachmittag noch mehr darüber hören, wo man über die Iris im Auge eben Krankheiten feststellen kann. Und ich kann mir erinnern, als ich dann schon einen Führerschein hatte, bin ich mit meinem Onkel, der ziemlich krank war, zu einem Heiler in Südtirol gefahren. Und der hat die Hände aufgelegt und es wurde dann ganz warm. Und ich habe für mich gedacht: "Ja, kann ja nicht schaden, soll bei mir auch machen." Hat zwar irgendwie nichts geholfen, ich war ja nicht krank. Ja.

[6:48] Ja, ich weiß auch, meine Eltern haben immer mit Homöopathen gearbeitet, mit so Globuli. Ihr kennt das, so Kügelchen. Es war dann sogar so, dass sie eine ganze Kiste mit diesem Kügelchen bekamen, mit roten, grünen, gelben, blauen. Und sie mussten gar nicht mehr mit den Kindern zu der Heilpraktikerin und zum Heilpraktiker gehen. Es reichte, wenn man angerufen hat, hat die Krankheit erklärt und dann hat geheißen: "Nimm fünf rote und zwei grüne." Und das hat geholfen. Ja. Also, es hat geholfen.

[7:24] Durch diese Beschäftigung mit diesen Dingen bekam ich mediale Fähigkeiten. Ich konnte zum Beispiel mit der Wünschelrute gehen. Ich wusste aber nicht, was das bringen soll. Ja, ich kannte mich da noch nicht aus. Ich weiß, in meiner Ausbildungszeit, in der Ingenieurszeit, war ich in einer LKW-Werkstatt tätig. Und damals hat man noch mit Schweißen, mit autogen geschweißt. Da gibt's so Kupferdrähte, vielleicht kennt ihr die. Und wenn man diese Kupferdrähte abwinkelt und so hält, dann stehen die beide nach vorne. Und wenn ich dann zu einem LKW-Kühler hingegangen bin, haben diese Drähte angefangen zu schwingen in alle Richtungen. Heute weiß ich, ich hatte mediale Fähigkeiten. Ich wusste damals nicht, was damit anfangen. Ja.

[8:14] Also, meine Geschichte beginnt eigentlich im Dunkeln, aber Gott wirkte schon im Dunkeln. Ich habe als Ingenieur gearbeitet, fast 15 Jahre. Und ich wurde dann arbeitslos. Ich hatte Mobbing erlebt und es ging mir sehr schlecht. Ja, ich kam in ein seelisches Tief. Und ich habe mir dann überlegt, was kannst du tun? Weil ich war arbeitslos, ich musste immer wieder beim Arbeitsamt in einer Schlange anstehen mit all denen, die arbeitslos waren. Der Herr Ingenieur, eine schlimme Demütigung. Und da kam mir die Idee: "Du musst etwas machen, wo du anderen Menschen hilfst." Eigentlich eine gute Idee. Und so ging ich, weil ich in den Bergen wohnte, zur Bergwacht, zur Bergrettung. Und ich ging zum Roten Kreuz. Ich habe die Ausbildung zum Rettungssanitäter gemacht.

[9:10] Ja, da gibt es doch einen alten Mann, zu dem bin ich als Junge hingegangen, der hat mir die Warzen da weggebetet. Zu dem gehst du. Und ich bin dann auch zu ihm gegangen. Und der hat mir einen ganzen Nachmittag erzählt, wie viel Menschen er hilft und wie glücklich die Menschen sind. Und dann sagte zu mir noch: "Aber wichtig ist, nimm kein Geld, sei ein Wohltäter." Und da haben wir dann ein paar Bücher mitgegeben, Zauberbücher, weiß ich heute. Und hat gesagt: "Lies da drin und dann probier es aus. Ich bin froh, dass du zu mir kommst. Ich habe diese Gabe, diese Fähigkeiten von meinem Vater, der hat sie von seinem Vater. Und ich bin es, der erste, der keine Kinder hat. Also freue ich mich, wenn du diese Dinge übernimmst." Ja.

[10:07] Bei diesen Büchern, die ich da gelesen habe, da habe ich gemerkt, da war es immer wichtig: Du musst es einem Patienten haben, der irgendwas hat. Und die Mondphase war entscheidend. Also nicht, ob der Mond gerade im Vollmond und im Neumond ist, das war auch ein bisschen entscheidend, aber in welchem Sternzeichen der Mond sich befand. Und dann konntest du hier eine Heilung praktizieren. Und du musst kurz zu machen. Ich habe das dann ausprobiert. Das Problem ist, du hast nicht immer, wenn der Mond passt, gerade einen Patienten. Aber ich war dann bei einem Freund, und der hat einen Hund, einen alten Hund, und der hat hinten auf der linken Seite schon gar keine Haare mehr. Die Haut war wie so Pergament. Und ich dachte mir: "Ja, was bei Menschen hilft, hilft wahrscheinlich bei Tieren auch." Und hat diese Sprüche angewendet. Und nach ein, zwei Monaten habe ich den Hund wieder gesehen. Und ich war völlig überrascht. Das Fell war glänzend schwarz, so dass ich nicht einmal mehr sagen konnte, was es links hinten oder rechts hinten ist. Es ist bei mir so ein unangenehmer Schauer doch meinen Körper gegangen. Also ich das gemerkt habe. Aber ich habe gemerkt, es hilft ja.

[11:30] Ich möchte diesen Text einen Anfang stellen. In Psalm 23, Vers 4 sagt David: "Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir." Ich kannte damals Gott nicht wirklich. Ich wusste nichts von diesem Psalm. Aber heute weiß ich, Gott war bei mir.

[11:54] Ich habe mich also eingelassen mit weißer Magie. Gestern Abend haben wir davon gehört. Ja, es gibt schwarz, es gibt weiße, und die weiße ist eben so gut getan, weil sie ja eigentlich den Menschen hilft. Ja, ich bin also unwissentlich abgestiegen in die Gebundenheit. Ja.

[12:13] In Sprüche 14, Vers 12 heißt es: "Manche scheinen ein Weg recht, aber zuletzt bringt er ihn zum Tode." Und das wäre bei mir der Fall gewesen, bin ich überzeugt, wenn ich da weiter gemacht hätte. Ja. Wichtig ist, haben wir gestern Abend auch gehört, Magie ist immer in Verbindung mit Macht und Kraft. Ja.

[12:43] In Habakuk 1, Vers 11 heißt es: "Mit alledem machen sie ihre Kraft zu ihrem Gott." Du bist plötzlich jemand. Ja. Und heute weiß ich eine wichtige Erkenntnis: Durch das Beschäftigen mit falschen, beziehungsweise von Gott verbotenen Praktiken, geht es dir zuerst einmal besser. Es geht dir gut. Ja, der geistliche Abstieg kommt dir eigentlich vor, erscheint dir wie ein großer Aufstieg. Ja, du erkennst diese Gräuelsünde nicht. Ja, wo du dich jetzt einlässt. Wenn mir damals jemand gesagt hätte: "Du bist ein Zauberer." Ja, du bist ein Hexer. Ja, ich hätte gesagt: "Nein, diese Gabe muss, wenn dann von Gott kommen. Ich helfe ja, und ich verlange nichts." Ja. Also mein Selbstwert stieg. Ich bekam durch diese Tätigkeiten, wo ich gemerkt habe, das können andere nicht, durch diese okkulten Tätigkeiten mehr Selbstwert, aber auch Macht.

[14:07] In Sprüche 2, Vers 7 heißt es: "Gott lässt es den Aufrichtigen gelingen." Ja, ich war aufrichtig unterwegs. Ich wollte sogar Gutes tun, aber ich war auf einem falschen Weg. Vielleicht so ähnlich wie Saulus auf dem Weg nach Damaskus. Er war überzeugt, dass er was Richtiges macht. Er war aufrichtig. Und Gott konnte ihn einbremsen. Und Gott hat begonnen, auch mich einzubremsen. Ja.

[14:38] Es gibt einen schönen Text in Sacharja Kapitel 3, Vers 2. Dort heißt es: "Und der Engel des Herrn sprach zu dem Satan: Der Herr schelte dich, du Satan! Ja, der Herr, der Jerusalem erwählt hat, schelte dich! Ist dieser nicht ein Brandscheid, das aus dem Feuer gerettet ist?" Was ist dein Brandscheid? Das ist ein Stück Holz, das der beiß zu verbrennen. Und wenn man es noch früh genug aus dem Feuer nimmt, dann wird es nicht verbrennen. Ja. Und ich war so ein Brandscheid. Ich wusste es nur noch nicht. Ja.

[15:27] Ich hatte einen Freund mit italienischen Wurzeln, und den habe ich immer wieder besucht. Ich war ja arbeitslos, hatte immer wieder Jobs. Und zudem kamen eines Tages ganz seltsame Leute, ein sogenannter Bautrupp, die wollten ihm helfen, was aufzubauen. Ja. Und diese Leute sind mir aufgefallen. Morgens haben sie gebetet, Mittag haben sie gebetet, abends haben sie gebetet. Aber nicht nur beim Essen, sondern auch zwischendrin. Immer wenn ein Problem war: "Lasst uns beten." Und ich war ja katholisch erzogen, und für mich war das ein wenig unheimlich, wie oft die beten. Und dann, was die gegessen haben. Ihr müsst wissen, zur damaligen Zeit in den 90er Jahren hatte mein Vater noch eine Landwirtschaft, der war Metzger von Beruf. Und wir hatten über 50 Schweine. Meine Ernährung war 80% Schweinefleisch. Und diese Leute, die ich da kennengelernt habe, die aßen so komische Dinge. Ich habe sie Sägemehlwürste genannt, weil sie haben erklärt: "Das ist Soja." Und ich hatte noch nie was gehört von dem. Und sie waren einfach ein bisschen komisch. Ja. Und sie haben mir dann gefragt, mich gefragt: "Was du denn so machst?" Ich sage: "Bin Ingenieur, aber jetzt habe ich gerade eine Flaute, aber ich bin jetzt zum Roten Kreuz gegangen und Menschen zu helfen." "Bah, super, finden wir gut. Ich bin so Bergrettung gegangen, sind mir noch besser." Und habe ich ganz stolz gesagt: "Ich helfe Menschen." Doch Heilungen? Hmm, da waren sie gar nicht begeistert. Ja.

[17:04] Ihr wisst wahrscheinlich, was für Leute das waren. Das wissen ja, die dich da kennengelernt haben. Und sie haben dann mit mir begonnen zu diskutieren, dass das eben schlecht ist, dass das teuflisch ist. Aber sie sind auf Granit gestoßen. Ich habe gesagt: "Ich verlange nichts, das hilft, und damit muss es gut sein."

[17:26] Sie hatten dann eine Idee, eine gute Idee. Weil ich gern lese, haben sie mir ein Buch gegeben. In den 90er Jahren, manche kennt ihr vielleicht noch, "Zauber des Haferglaubens", damals diese Ausführung war damals aktuell. Und weil ich gern lese, habe ich gesagt: "Okay, ich lese in dem Buch." Und ich habe dann ein Buch gelesen, das war sehr spannend. Da stand einiges über Grollsünden und wie schlimm die sind. Da, wo ich warne, nicht bewusst, dass ich da eigentlich betroffen bin. Ich war, wenn ihr gestern Abend denkt, ich war völlig verblendet.

[18:05] Und dann lese ich in dem Buch weiter und dann lese ich, da gibt es sogenannte Zauberbücher. Und da waren die Titel aufgelistet. Und ich habe meine Bücher angeschaut, die ich von dem alten Mann hatte. Und tatsächlich war genau identisch diese Titel. Da, wo es mir anders, wer hat es so recht? Ja, der das Buch schreibt, der. Da dachte ich: "Okay, geht zu dem alten Mann, frage ihn." Bin zu dem alten Mann und habe gesagt: "Du, hör mal her, ich habe dein Buch bekommen von Christen, und dort steht, dass was du machst und was ich jetzt mache, ist vom Teufel." Und gehört zu mir gesagt: "Ach, weißt du, Papier ist geduldig. Lass dir mal schreiben." Und habe mir wieder einen ganzen Nachmittag erzählt, wie viel Menschen ihr helfen konnte. Und hat gesagt: "Manchmal war es so, wenn sie keine Zeit hatten zu kommen, hat es gereicht, wenn ein anderer kam und hat ein Bild gebracht. Und mit dem Bild konnte er ihn schon wieder helfen." Und dann hat er mich entlassen mit den Worten: "Denk an die vielen, denen du helfen kannst."

[19:20] Ja, was soll ich tun? Aber ich habe wenigstens in dem Buch weiter gelesen. Und da gibt es dann im Kapitel 4 dieses Kapitel mit dem Namen: Befreiung durch Jesus. So ist es. Und dort steht: "Man soll seine Sünden auf Papier schreiben und sie Gott laut bekennen." Und ich war ja katholisch, und ich dachte: "Ja, das ist wie eine Beichte. Du bekennst ja auch dem Priester deine Sünden, nicht ganz laut, aber immerhin, dass es hört." Ja. Und ich dachte mir, eine Beichte kann ja nie schaden.

[20:04] Und dann habe ich mir also niedergekniet an meinem Bett und habe begonnen nachzudenken mit einem Blatt Papier und einem Stift. Was könnte ich hier Jesus bekennen, Gott bekennen? Und wie ich so niederknie und intensiv nachdenke, fällt mir nicht eine einzige Sünde ein. Nichts. Und ich dachte mir: "Hermann, du bist jetzt auch kein Heiliger." Ja, zum katholischen Verständnis, irgendwas muss doch das sein. Nein, es war gar nichts. Ja. Und plötzlich, während ich so niederknie und intensiv nachdenke, merke ich, wie jemand ganz laut zu mir sagt: "Schmeiß dieses Papier weg, diesen Zettel weg. Gott kennt deine Sünden, du musst ihm nicht bekennen." Und plötzlich habe ich gemerkt, wie mir jemand die Kehle zudrückt und ich keine Luft mehr bekam. Der Herr Ingenieur hat angefangen zu zittern. Ich weiß nicht genau, wie lange es ging, 10 Sekunden, 20 Sekunden. Bin einfach ruhig niedergekniet geblieben und irgendwann war's weg.

[21:26] Und dann habe ich mir überlegt, was war das? Ich habe eigentlich nur gebetet, weil es mir schlecht ging. So ein katholisches Verständnis, habe ich immer nur gebetet in Notsituationen: "Lieber Gott, hilf mir. Wieder einmal, dann lasse ich dich lange in Ruhe." Und jetzt war wieder so eine Notsituation. Was war das? Und dann habe ich in meinem katholischen Denken die Entscheidung getroffen: "Ja, es kann nicht von Gott kommen. Wenn du Gott was beichtest, ist ja eigentlich okay. Also kommt es von der Gegenseite." Also hat der, der das Buch schreibt, sauberes Aberglaubensquartal, also hat er recht. Und sofort habe ich die Entscheidung getroffen: "Bring die Zauberbücher zurück."

[22:10] In der Postgeschichte steht, man soll sie verbrennen. Aber sie waren eigentlich meine. Ich konnte das nicht. Ja, ich habe also eine heftige Erfahrung gebraucht. Und wie es hier steht: "Des Menschen Verlegenheiten sind Gottes Gelegenheiten." Ja.

[22:34] Ich wurde wie ein Brandscheid von Gott aus dem Feuer gerettet. Und jetzt begann der Weg meiner Umkehr. Ja.

[22:46] Punkt 3 nenne ich mal meine zweite Chance. Ja, die Umkehr, der schwere Weg zurück zu Gott. Warum ist der Weg schwer? Warum ist er so leicht, dass du hineinkommst in die Dinge, die schlecht sind? Warum ist es so schwer, aus einer Abhängigkeit, aus einer Belastung rauszukommen?

[23:11] Im Buch "Das Leben Jesu" auf Seite 99 steht: "Keiner verlässt die Reihen Satans, um in den Dienst Gottes zu treten, der nicht den schärfsten Angriffen des Bösen ausgesetzt wäre." Und genau das habe ich jetzt gespürt, was es da passiert. Ja.

[23:36] Ich habe auf einmal gemerkt, ich hatte Belastungen, ich hatte Angriffe. Ja, aber die hatte ich erst nach meiner Entscheidung. Vorher ging es mir gut. Ja, die hatte ich erst nach meinem Entschluss. Ich kaufe eine Bibel, weil diese Leute, die ich kennengelernt hatte, sie hatten diesen. Die haben immer wieder in der Bibel gelesen. So seltsam, wie sie mir waren, mit ihren Essgewohnheiten und mit ihrer vielen Bäckerei, umso mehr war ich fasziniert, wenn sie die Bibel aufgeschlagen haben. Darf ich gemerkt, Gott spricht zu mir. Ich muss das hören. Ich muss das hören. Ja.

[24:18] Und weil die nächste Gemeinde fast 100 Kilometer weg war, habe ich gesagt: "Du brauchst eine Bibel selbst." Und dann haben wir eine Bibel bestellt beim Bertelsmann Buchclub für 29 D-Mark und 80 Pfennig. Und ich hatte keine Ahnung von der Bibel. Auf dem Bestellschein habe ich "Bibel mit IE" geschrieben, nur dass sie wisst, was ich eigentlich von der Bibel wusste gar nichts. Ja. Und das war's. Das war die Bibel. Die habe ich damals bekommen, eine Einheitsübersetzung. Wunderschönes Buch. Gibt nur ein Problem: 1500 Seiten. Wo beginnst du jetzt hier zu lesen, wenn du keine Ahnung hast? Ja.

[25:05] Und dann habe ich überlegt und blättere das Buch so durch. Dann lese ich: Jesus Sirach. Dachte, früher vielleicht ein Bekannter von Jesus, ein Verwandter. Fang dort an zu lesen. Merkt ihr, wo fängst du an, wenn du an der falschen Stelle? Ja, ich begann in den Apokryphen zu lesen. Aber egal, wo ich gelesen habe, ich habe alles vergessen. Wenn ich die Bibel zugemacht habe, auch nach einer Stunde Lesezeit, konnte ich euch nicht einmal sagen, welches Buch ich gelesen habe, ob in den Psalmen, in Jesaja oder Jeremia. Egal, wo. Es war einfach weg.

[25:49] Und das zweite war: Beim Lesen wurde ich unheimlich müde, so dass ich schon nach kürzester Zeit mit dem Schlaf kämpfte und nicht mehr weiter lesen konnte. Ja.

[26:04] Und ich merkte noch andere Belastungen. Ich bekam immer mehr Zweifel, ich bekam Angst. Mein Stolz und mein kritischer Geist gegenüber allem, was mit...

[26:13] Geist gegenüber allem, was mit Christentum zu tun hatte, kam immer mehr zum Vorschein. Es waren Süchte und es war eine schlimme Belastung. Die nennt Kurt Hasel Glaubensnöte. Glaubensnöte bedeutet, dass die geistliche Erkenntnis nicht möglich ist. Der Teufel versuchte, den Zugang zu Gott und seinem Wort abzuschließen, abzutrennen. Ja, wir haben gestern schon diesen Text am Abend gelesen. Jesus sagt in Johannes 12, Vers 40: "Er meint ist der Satan. Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstockt, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich ihnen helfe."

[27:12] Und genau das war bei mir der Fall. Ich war verblendet, mein Herz war verstockt. Ich konnte mit den Augen nicht sehen, mit dem Herzen nicht verstehen. Ich habe so eine Bibel gelesen, aber es war alles weg. Ich möchte noch ein bisschen mehr über diese Art der Belastung nachdenken, weil es war meine Belastung. Glaubensnöte, ja. Wie hat sich das noch geäußert? Die Geschwister, die ja 100 Kilometer weg waren in der Gemeinde, die haben gesagt: "Hermann, lerne Bibeltexte auswendig, das ist wichtig." Und mein erster Text, den ich versucht habe, auswendig zu lernen, war Hebräer Kapitel 11, Vers 1. Wisst ihr, was da steht? "Der Glaube ist eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht." Aber ich konnte mit den Texten nicht auswendig lernen. Die ersten drei, vier Tage keine fünf Worte konnte ich mir behalten. Was Ingenieur, der ich hunderte von Formen auswendig lernen musste, es war ganz komisch, es ging einfach nicht.

[28:23] Man kann sich erinnern, er hatte damals einen Job als Omnibusfahrer und es war Sommer und es war heiß. Und ich hatte einen Tag frei und ich kam wieder in Dienst und der Fahrer vom Vortag hatte eine Bild-Zeitung liegen gelassen. Ich weiß nicht, wie es heute ist, aber damals auf dem Titelblatt der Bild-Zeitung, gerade im Sommer, wenn es heiß ist, da war immer was ganz Besonderes abgebildet. Wisst ihr, was? Eine Nackedei, so nenne ich sie mal, ja. Und ich sah das und habe zack die Bild-Zeitung zu mir genommen, hat diesen Artikel durchgelesen. Und es ist 30 Jahre her und ich könnte euch heute noch sagen, was da drauf gestanden ist und wie diese Frau ausgesehen hat. Aber gleichzeitig konnte ich mir keine Bibeltexte auswendig merken. Ich konnte nichts tun.

[29:25] Jesus sagt in Matthäus 13, Vers 19: "Wenn jemand das Wort vom Reich hört und nicht versteht, so kommt der Böse und reißt ihn weg, was in sein Herz gesät ist." Ich konnte keine freien Gebete sprechen. Das war für mich das allerschlimmste, ja. In der katholischen Kirche, wenn alle aufgestanden sind zum Vaterunser, das ging. Aber Adventisten hatten die Eigenart, immer wieder in kleine Gruppen: "Wir stehen zusammen, wir beten."

[30:00] Ich schwitze runtergelaufen kam. Ich erinnere mich, ich war damals, weil mich Gottes Wort zu interessiert hat, auf einem Vortrag auf der Diepoldsburg mit Kanun Dio. Vielleicht kennt er eine andere den Namen. Was war ein unheimlich guter Vortrag. Aber immer wieder zwischendrin hat es geheißen: "Jetzt stellen wir uns zusammen in kleinen Gruppen und beten." Und das war für mich fast nicht durchführbar. Und ich habe geplant zu gehen. Ich habe gesagt: "Ich halte es nicht mehr aus." Und ich habe gebetet wieder: "Gott, hilf mir!" Und dann hatte mir jemand gezeigt, der auch kein Adventist war und die Person hatte die gleichen Probleme wie ich. Und so haben wir uns zusammengetan und wir sind dann beide geblieben.

[30:46] Also, freie Gebete war nicht möglich. In Apostelgeschichte steht: "Diese alle gemeint sind die Apostel, die jetzt warten auf die Ausgießung des Heiligen Geistes am Pfingsten. Diese alle waren stets beieinander, einmütig im Gebet." Das ist das Ziel. Einmütig heißt eines Geistes. Sie sind alle vom Heiligen Geist gelenkt in ihrem Gebeten. Und bei mir war es ein anderer Geist, der hier gewirkt hat. Dagegen, ja.

[31:21] Christliche Lieder in kleinen Gruppen. Wenn ich in die Christmette ging am Heiligen Abend und die ganze Kirche hat gesungen: "Stille Nacht, heilige Nacht", da konnte ich mitsingen. Aber wir wissen, sind zwei, drei Leute, eine hat eine Gitarre, ach, wir singen ein Lied. Und ich dachte immer: "Dreistimmig verkehrt, ich kann das nicht hören." Ja, es sind Dinge, die eigentlich nicht logisch erklärbar sind. Es waren Belastungen, ja.

[31:52] Der Böse setzte mich den stärksten Angriffen aus. Er hat versucht alles zu unternehmen, dass ich nicht wieder zu Gott zurückkomme. Glaubensnöte.

[32:06] Die an den Dissten, die meine Freunde immer mehr wurden, haben wir dann gesagt: "Ach, wir geben dir ein gutes Buch, liest das." Vielleicht kennt es der 90er Jahre: "Der große Kampf". Ich war immer geschichtlich interessiert und ich habe das voller Begeisterung gelesen. Ich hatte von Kirchengeschichte noch nie so her Dinge gehört.

[32:36] Und wie ich das Buch so lese, komme ich an eine bestimmte Stelle und da konnte ich nicht mehr weiterlesen. Die Schrift war verschwommen, es ging nicht. Dann habe ich einfach ein, zwei Seiten zurückgeblättert, da ging alles. Und als ich wieder an der Stelle war, ich habe an dieser Stelle ungefähr 30 Mal oder öfter aufgehört zu lesen. Und darum, meine, das Buch aufmacht, das klappt diese Stelle. Jetzt erklärt einem Ingenieur, wieso das nicht funktioniert.

[33:10] Gleichzeitig eine Bild-Zeitung mit einer Nackedei kannst du alles lesen, die alles merken. Was ist das für ein Buch? Von wem ist es geschrieben? Von einer Prophetin, ja. Was ist das Ziel der Prophetie? 2. Petrus 1, Vers 9: "Ich wusste, dass damals nicht, heute weiß ich es, darum sage ich es euch ja." Petrus sagt: "Umso fester haben wir das prophetische Wort, und es tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das erscheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen." Was ist das Ziel der Prophetie? Dass der Morgenstern aufgehe in unseren Herzen. Weißt du, Morgenstern? Jesus.

[34:13] Nach Offenbarung 22, Vers 16 ist es Jesus. Ja. Und wenn er aufgeht in euren Herzen, eine aufgeht in meinem Herzen, dann bricht der Tag an, dann hört die Dunkelheit auf. Ja.

[34:29] Es gibt nur ein Problem: Wenn du dich mit Magie, mit verbotenen Praktiken beschäftigst, dann geht ein anderer Morgenstern auf in deinem Herzen. Der steht in Jesaja, Kapitel 14, Vers 12. Dort heißt es: "Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern?" Wisst ihr, was ist der Gegner? Ja.

[34:58] Und diese beiden passen nicht im Herzen. Der eine kämpft gegen den anderen, ja.

[35:05] Mein Gedanke bei diesem Buch war natürlich, weil ich das nicht lesen konnte. Ja, das ist also doch von einer Sekte und Gott will verhindern, dass es liest. Das war meine Überzeugung, ja. Ich konnte es auch nicht lesen. Es hat lange gedauert, bis ich es lesen konnte.

[35:33] Irgendwann haben diese Freunde, die Adventisten, mir gesagt: "Komm doch mal in unsere Gemeinde." Damals war Bregenz, ja, das war die nächste Gemeinde von mir, so 80, 90 km. Lindau war so 110 Kilometer weg. Und mir hat Gottes Wort interessiert. Ich wollte Gottes Wort hören. Und so habe ich mir gedacht: "Ich fahr da mal hin." Aber hatte große Angst. Es ist doch eine Sekte dort, wo ich aufgewachsen bin. Da gab es die katholische Kirche und die evangelische und alle anderen kannte man nicht oder waren...

[36:11] Und so habe ich wieder einmal in einer Notsituation gebetet und habe gesagt: "Mich zieht es in die Gemeinde, das Wort die Leute nicht so, die sind ein bisschen komisch, ja." Aber ich habe Angst. Jetzt machen wir es so. Ich kenne übrigens ein weniger Verb, keine Ahnung, wo die Gemeinde ist. Navigationsgeräte gab es nicht. Ich mache es jetzt so: Ich fahre nach Bregenz mitten rein und dann fahre ich einfach, wie du mich lenkst, bei der ersten Kreuzung geradeaus, bei der zweiten links oder rechts. Und wenn ich innerhalb von einer halben Stunde bei der Gemeinde bin, dann soll es ein Zeichen sein, dass ich dort hin soll. Und wenn nicht, dann fahre ich nach Hause.

[36:55] Das habe ich gemacht und es hat keine Viertelstunde gedauert und ich fahre eine Straße entlang und auf einmal merke ich, wie die Leute auf die Straße rennen und winken. Und dann habe ich die Freunde, meine Freunde, die Adventisten, kennengelernt und sie haben gesagt: "Ja, schön, dass du hergefunden hast. Wir freuen uns riesig." Und ich habe nicht gewusst, soll ich mich jetzt freuen oder nicht, weil ich hatte Angst, ja. Ich hatte Angst, ich hatte Furcht.

[37:25] Und ich habe mir dann nicht getraut, hineinzugehen. Und hat eine mich links, eine rechts gepackt und das immer reingegangen. Und ich habe mich gefühlt, ich sag's, wie es ist. Wie wenn du zu einer Hinrichtung geführt wirst, so schlimm war das. Ihr könnt euch doch vorstellen, aber ihr merkt, wie tief ich drin war in schwierigen Dingen, ja.

[37:47] Furcht ist nicht in der Liebe, ja, weil die Liebe zu Gott war noch nicht in meinem Herzen, ja.

[37:54] Vielleicht noch was anderes. Zuerst, ich ging dann einmal nach Lindau. Die Geschwister haben gesagt: "Ach, wir haben auch eine Gemeinde Lindau. Lernt doch die mal kennen." Und dann bin ich nach Lindau. Und ich komme in die Gemeinde, da kommt so eine kleinere Schwester auf mich zu und sagt: "Mein lieber Bruder." Ich habe sie angeschaut, ich bin nicht dein Bruder. Wir haben uns noch nie gesehen. Und sie hat dann so komisch geschaut und brachte mir ein Buch und sagt: "Möchtest du dich nicht in unser Gästebuch eintragen?" Wahrscheinlich dann habt ihr meinen Namen und dann wollte nur meine Kontonummer und irgendwann, ja, merkt ihr, ich hatte Angst, ja.

[38:38] Und dann war ich trotzdem Gottesdienst. Und dann habe ich gemerkt, die sammeln gleich zweimal Gaben. Kurdische Kirche sammelt einmal zuerst, hieß es: "Wir sammeln jetzt die Sabbat-School-Gaben." Doch zahle ich nichts. Und dann haben sie gesagt: "Später, ja, wir sammeln jetzt noch für die Gemeinde, für die Heizung und so weiter." Okay, dann gab ich. Ja, ich habe das nicht verstanden. Für mich war das alles so komisch, ja.

[39:04] Ich konnte keine Predigtkassetten hören, keine Videokassetten anschauen, die christlich waren. Die Adventisten mit, aber entweder bin ich eingeschlafen oder ich bin irgendwo aufgeregt worden. Ich konnte die Dinge nicht hören und ich sehen. Damals habe ich die Kassettenserie von Werner Renz bekommen. Ihr kennt die vielleicht: "Sinnbilder der Liebe Gottes". Wunderbare Bibelstunden. Aber ich bin immer eingeschlafen oder ich bin so verrückt geworden, dass ich sie in eine Ecke geschmissen habe, weil es mich innerlich aufgeregt hat, ja.

[39:44] Jesus sagt in Matthäus 13, 14: "Mit den Ohren werdet ihr hören und werdet es nicht verstehen, und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht erkennen." Das war meine Situation. Ich habe es gelesen, habe es nicht verstanden, habe mir aufgeregt, eingeschlafen, ja.

[40:07] Ich konnte den Erlösungsplan nicht verstehen. Ich weiß, meine ersten Bibelstunden, die Geschwister haben sich redlich bemüht, mir zu erklären, warum Jesus auf die Erde kam. Und meine Logik hat gesagt: "Nee, irgendwas stimmt mit dem Jesus nicht." Weil, wenn der vorher weiß, was mit ihm passiert und dass die Leute nicht nur ablehnen, sondern sogar umbringen, ja, wieso geht das dann? Wieso machst du das? Ich habe es nicht verstanden, ja.

[40:36] Den Ungläubigen, St. Paulus, denen der Gott dieser Welt, weißt du, Gott dieser Welt, das hat dann denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums. Denkt dann gestern Abend, Paulus schreibt an die Galater, an die Christen in Galatien: "Oh, ihr unverständigen Galater, wer hat euch verblendet?" Sie waren auch verblendet als Christen, so wie ich, ja.

[41:08] Daniel, Offenbarung, prophetische Bücher waren für mich absolut verschlossene Bücher. Ich habe nichts verstanden, ja.

[41:19] Ich bin aber schon aktiv für Gott geworden, aber ich hatte noch keine geistliche Kraft. Ich war, wenn ich konnte, immer am Sabbat in der Gemeinde, habe mich gefreut, weil dort waren genau die Referenten Gottes so geführt, die ich verstanden habe, da konnte was mitnehmen.

[41:37] Und eines Tages komme ich am Samstag Nachmittag nach Hause und mein Vater sagt: "Gut, dass du kommst. Du mit deiner Bibel, da ist gerade ein Mann da, der verkauft uns Heilsteine. Die hängt man an einen Schnur und den Hals und diese Heilsteine, die schützen dich vor allen möglichen Strahlen, zum Beispiel magnetischen Strahlen oder damals gab es noch keine Handys, aber diese schnurlosen Telefone, die sind sehr gefährlich, diese Strahlen."

[42:13] Und ich habe dann gesagt: "Nein, das glaube ich nicht." Und das sagt mein Vater: "Ja, das haben wir schon gedacht. Du mit deiner Bibel und mit deiner neuen Religion, macht doch einen Versuch." Der Mann hat gesagt: "Es hilft und er gibt sogar eine Garantie auf diese Steine von ein paar Monaten. Wenn sie nicht wirklich helfen, tauscht er sie wieder um." Ein Stein kostet 300 D-Mark.

[42:40] Ja, und dann habe ich gesagt: "Das nicht." Und dann hat der Mann gesagt: "Gut, dann machen wir Versuch." Hat gesagt: "Okay, jetzt nimmst du diese schnurlose Telefon in die linke Hand und die rechte streckst du aus." Und dann ging er her mit seiner rechten Hand mit dem stärksten Finger und hat meine Hand nach unten gedrückt und hat gesagt: "Siehst du, wie diese schnurlose Telefon dich schwächt? Du hast keine Kraft." Und hat gesagt: "Und jetzt nimmst du in diese leere Hand meinen Stein." Und wieder links das schnurlose Telefon und ich habe die Hand ausgestreckt und hat so gut er konnte gedrückt. Nicht einen Zentimeter. Und ich habe dann gesagt: "Ja, beim ersten Mal hast halt weniger stark gedrückt, ja. Oder beim zweiten Mal jetzt..."

[43:29] Ja. Gut, dann tauschen wir. Dann hat er das schnurlose Telefon genommen, die rechte Hand ausgestreckt und ich mit meinem Mittelfinger, zack, habe sie runter gedrückt. Dann habe ich gesagt: "So, und jetzt merkst du, wie stark meine Steine helfen." Hat er den Steinen, rechte Hand, links wieder der schnurlose Telefon. Und ich weiß es noch wie heute, weil ich meinte, ich breche mir meinen Finger ab. Ich habe gedrückt mit all meiner Kraft und nicht einen Zentimeter konnte schaffen.

[44:03] Und dann hat er gesagt: "Ja, und jetzt drück halt stärker." Und meine Eltern und mein Schwager waren begeistert, wie die Steine helfen. Und jeder hat ihn gekauft und 300 D-Mark.

[44:22] Es steht in Jeremia 2, Vers 27: "Die zum Holz sagen: Du bist mein Vater, und zum Stein: Du hast mich geboren." Denn sie kehren mir den Rücken zu und nicht das Angesicht. Eine bewusst, was meine Eltern machen, ist verkehrt, ja. Sie kehren Gott den Rücken zu, aber die Vorführung klappt bei mir nicht, ja, wie ich mir das erhofft habe. Und viel Geld war weg, ja.

[44:51] Ich war völlig machtlos trotz meinem Gebet. Und heute weiß ich den Grund. Ich fühlte mich zu selbstsicher. Ich habe gesagt: "Ja, bei mir hilft es nicht." Ja, ich hatte zu wenig Demut. Ich behauptete: "Ich glaube nicht daran, es wird bei mir nicht funktionieren. Ich kenne die Bibel. Lass den Mann reden und vorführen. Mein Gebet hilft mir das." Erinnert mich an Petrus. Petrus hat auch gesagt: "Ja, und wenn ich sterben müsste, ja, ich verlasse dich nicht." Er war zu selbstsicher und ich auch, ja.

[45:29] Und ich habe mir gedacht, was kannst du machen? Was kannst du machen? Und dann kam eine Idee. Ich habe meine neuen, neuen Freunde, die Adventisten, angerufen und habe ihnen das erklärt und habe gesagt: "Wisst ihr was? Ihr müsst zu mir kommen, zu meinen Eltern, und dann machen wir, oder ihr Adventisten, unter euch diesen Versuch."

[45:50] Sie waren also nicht begeistert, sie wollten das nicht. Ja, aber sie haben meine Situation gesehen und sie haben dann angerufen, gesagt: "Okay, bekommen." Ich weiß heute, dass sie viel gebetet haben. Und sie kamen. Sie haben genau diese Versuche auch gemacht und es hat nicht funktioniert. Nicht.

[46:11] Das Problem war nur, meine Eltern, wir haben sie für das nicht mehr interessiert. Die haben vor kurzem 300 D-Mark jeder bezahlt und sie waren wie abwesend. Sie haben das nicht mitbekommen. Ich habe meine Zusicherung, meine Bestätigung gehabt: Es ist falsch. Und die Eltern waren so verblendet, sie haben das nicht mitbekommen, ja.

[46:36] Gemerkt, manchmal spielt er mit der Technik bei diesen Vorträgen, Seminaren habe ich schon erlebt, dass die Technik komplett zusammengebrochen ist, dass die Übertragungen nicht funktioniert haben, dass die Laptops auf einmal aufgefallen sind. Also, ich danke euch für eure Gebete, weil mit der Technik versucht der Gegner zu spielen. Ja, ich kann mir erinnern, damals in meiner Bekehrungszeit am Anfang. Ich kam nach Lindau, dort war Bruder Haub, weil der Prediger, der hat eine Predigt gehalten über die unsterbliche Seele. Und das habe ich noch nie gehört als Katholik. Und ich habe mir die Kassette geben lassen und dachte mir: "Jetzt schreibst du die mal auf, dann hast du die. Du lernst auch das Computerschreiben." Und ihr wisst, wie schwierig das ist. Du drückst auf Recorder, du hörst einen Satz, drückst auf Stopp, schreibst den Satz und so bis die Predigt rum ist.

[47:25] Und dann drücke ich irgendeine Taste und alles war weg. Alles war weg.

[47:36] Ich habe damals auch evangelikale Christen kennengelernt. Sie hatten die gleiche Bibel, ja, die gleiche Lutherbibel wie ich. Und ich dachte, die glauben mir alles klar. Plötzlich habe ich gemerkt, ein Sabbat, den haben sie nicht erkannt. Und ich dachte für mich: "Ja, vielleicht kann ich ihnen helfen." Weil ich habe dann in Psalm 119 gelesen. Dort steht Gottes ewig gültiges Gesetz, Gottes Gesetz, also seine zehn Gebote gelten ewig. Und ich dachte mir: "Ja, wahrscheinlich kennen die den Psalm 119 gar nicht." Und habe den rauskopiert, diese Stellen und wollte es ihnen mit Faxgeräten schicken. Ich bin dann zu meinem Bruder gegangen, also: "Kannst du mir diese zwei Blätter faxen?" Und sagt: "Ja, gerne." Ging nicht.

[48:33] Dann bin ich mit diesen Blättern zu meinem Chef vom Omnibusunternehmen. Ja, habe gerade was gefragt. Er legt die Blätter rein, geht nicht. Darf ich gemerkt, ist eine andere Kraft, merkt ihr? Und ich habe wieder gebetet. Und irgendwann hat es dann funktioniert. Irgendwann, ja.

[48:52] Prediger setzen, weil ich so weit weg war, haben wir die Adventisten Prediger mitgegeben. Und ich hatte damals auch einen Job als Nachttaxifahrer, wo ich so von abends um 8 Uhr bis morgens um 5 Uhr Taxidienst hatte. Und wenn wenig los war, bin ich immer auf den Parkplatz und habe diese Predigtkassetten. Der Prediger hat immer wieder gesagt: "So, und jetzt sage ich euch einen ganz wichtigen Bibeltext, den dürft ihr niemals vergessen." Und also ihm sagen wollte, hat das Telefon gestellt. Ich musste wieder ein Fahrgast fahren. Ja, kein Problem. Nach dem Fahren habe ich mich wieder auf den Parkplatz gestellt, zurückgespult und wieder auf Play. Und wieder, also sagte: "Jetzt kommt dieser Text." Hat selfie geschält.

[49:42] Und das viermal hintereinander, immer zu klein Zeit, als ich predigte. Und da habe ich gemerkt, andere Kräfte. Da bin ich wieder auf den Parkplatz, Haupt zurückgespult. Und hat nicht auf Play gedrückt. Und eine halbe Stunde hat es Telefon nicht geläutet. Und ich drücke auf Play.

[50:12] Und das, Ingenieur, glaubst du schon an Zufälle? Aber nicht an so viele. Und Gott musste das alles in meinem Leben zulassen, damit ich nachdenken auffahre. Ja, ich habe eine Videokassette bekommen: "New Age, die Macht von morgen." Eine sehr gute Kassette, original Schauplätze. Die Geschwister aus Bregenz haben sie gegeben. Wenn ihr meine Unterlagen habt, man kann es jetzt im Internet anschauen, anschauen. Alles da, sehr sehenswert, diese Kassette. Ich wollte sie anschauen, aber ich bin eingeschlafen. Ich konnte sie nicht anschauen. Aber ich wusste, es wertvoll, wenn ich mit der Kassette in eine Videothek habe gesagt: "Kannst du mir die überspielen? Zahl dir was." Ja, okay, mache ich.

[50:53] Ich habe dann wieder Taxidienst gehabt und so noch ein, zwei Stunden. Ruft er mich an und sagt: "Du, diese Kassette läuft jetzt schon eine halbe Stunde, aber es ist nichts drauf." Und dann habe ich Angst bekommen, weil die Kassette hat 100 D-Mark gekostet damals. Ich dachte: "Hoffentlich hat mein Videogerät nichts gelöscht." Ja.

[51:15] Und irgendwann einige Zeit später ruft an, sagt: "Jetzt geht's, was so spannend. Ich werde sie mir auch gleich kopieren." Also, merkt ihr, was da passiert, ja. Es gibt einen Text im Buch von...

[51:27] Es gibt einen Text im Buch "Botschafter der Hoffnung", Evangelium von Haus zu Haus, hieß es früher. Und dort schreibt Schwester weiter: "Lasst niemals den Mut sinken, sprecht nicht Worte des Unglaubens, weil sich die äußeren Verhältnisse gegen euch zu richten scheinen." Und das ist das wichtigste Wort in diesem Zitat: "scheinen". Wenn es scheint, nur so, als ob alles gegen euch ist. In Wirklichkeit hat Gott alles im Griff.

[52:04] Eine wichtige Erkenntnis: Der schwere Weg zu Gott, die Umkehr, ist trotzdem der richtige Weg. Ja, obwohl es bei mir im Psyche, im Beruf immer wieder und immer mehr abging. Gott hatte seinen Plan, weil der Weg der Umkehr zu Gott, das ist der Weg, von dem Jesus sagt, Matthäus 7,14: "Wie schmal ist der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden." Und Lukas 13, Vers 24: "Ring darum, und diese Pforte, ja, ring darum, dass sie hineingeht." Oder Paulus in Philipper 2, Vers 13, sagt: "Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht." Ich kann nichts tun.

[53:00] Ich mache das, ich lese das Zitat weiter von vorher. Sie schreibt dann weiter: "Wenn ihr für den Meister arbeitet, werdet ihr den Mangel an Kraft spüren. Doch der Herr wird eure Bitten um Hilfe hören und beantworten." Ganz wichtig, ja.

[53:20] Und so bin ich immer wieder zur Gemeinde, ich bin gewachsen, wenn es auch langsam war. Die Widerstände waren heftig. '93, im April, habe ich die Adventisten kennengelernt in Mittelitalien. Und '97 habe ich entschieden: Ich lasse mich taufen. Nach viereinhalb Jahren, ja.

[53:44] Aber erinnert euch: Keiner verlässt die Reihen Satans, um in den Dienst Gottes zu treten, der nicht den schärfsten Angriffen des Bösen ausgesetzt wird. Und nach meiner Taufe-Entscheidung im Frühjahr '97 hat sich das alles noch erhöht, diese Angriffe, diese Anfechtungen. Ja, es war wie so ein Endkampf von innen und von außen. Ja, je näher der Termin kam, desto mehr hatte ich Angriffe. Alles lief irgendwie schief in meinem Leben.

[54:18] Von innen hatte ich Depressionen, ich hatte Aggressionen, ich war gereizt, ich hatte Zweifel, ich hatte Furcht vor der Zukunft. Hatte ich nie sonst. Von außen: Diese Freikirchen, die ich kannte, die haben gemerkt, ich bin mit Adventisten beim Bibelstudium. Und die haben mir dann Bücher und Schriften gegen unsere Gemeinde gegeben, haben mich gewarnt. Ja, meine Arbeitskollegen waren seltsam, sie waren auch wieder gegen mich. Ich wollte korrekt sein und sie sagten: "Nein, wir machen manchmal Dinge, die sind nicht korrekt. Und wenn du nicht mitmachst, haben wir mit dir ein Problem."

[54:53] Also, es war eigentlich ganz schlimm. Ich werde fast verzweifelt. Aber Gott hat mir dann einen Text gezeigt, den Jesaja Kapitel 42, Vers 3: "Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen." Manchmal ging es mir so schlecht, dass ich gesagt habe: "Leopard, lösch den Docht aus! Ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr."

[55:22] Aber in der schwierigen Zeit hatte ich viel im Buch gelesen, weil Hiob hat auch viel mitgemacht, Angriffe. Und dieser Text in Hiob 17, Vers 9, der hat mich begleitet und gestärkt: "Aber der Gerechte hält fest an seinem Weg, und wer reine Hände hat, nimmt an Stärke zu." Und das hat sich bewahrheitet.

[55:53] Und meine Taufe war am 6. Dezember '97 in Bregenz. 6. Dezember, es ist der einzige Nikolaustag, den ich nie mehr in meinem Leben vergessen werde. Ja, also Jesus beginnt immer mehr zu siegen in meinem Leben.

[56:10] Nach meiner Taufe habe ich gemerkt, der Hunger nach Gottes Wort war ungebrochen. Ich muss noch mehr studieren. In meiner Bekehrungszeit war ich ab und zu im Bogenhofen für eine Woche. Da gab es die sogenannte Gemeindeakademie, jetzt nennt sich das kurz Bibelschule. Vielleicht hört ihr das schon, habt ihr sie gehört. Und dann habe ich gemerkt, das ist mir auch zu wenig. Ich muss ein ganzes Jahr hin. Und ich habe mir für ein Schuljahr Bogenhofen angemeldet.

[56:42] Aber es war alles nicht so leicht. Ich habe dort angefangen und plötzlich hatte ich die besten Angebote in meinem Berufsleben. Die Seilbahn, bei der ich früher gearbeitet habe, die hat mich angerufen, hat gesagt: "Hermann, was machst du? Komm wieder zu uns zurück. Derjenige, der statt dir angefangen hat, den konnten wir nicht länger halten, der ist gegangen. Er hat hunderttausend D-Mark Jahresgehalt gehabt. Komm wieder." Und ich war gerade zwei Monaten.

[57:14] Vom Roten Kreuz habe ich ein Angebot bekommen. Beste Angebote. Und ich habe gesagt: "Was soll ich tun?" Ja, die Erinnerungen an mein früheres Leben waren immer wieder und immer stärker da. Und immer wieder kam der Gedanke: "Im Bogenhofen, hör auf!" Ja, wir mussten zum Beispiel im Studium dann in diesen Bibelkunde, Patronen und Propheten lesen, die ersten Kapitel. Wisst ihr, was dort steht? Propheten der ersten Kapitel, Luzifer und sein Fall. Ich konnte es nicht verstehen. Es war einfach weg.

[57:52] Die ganzen Fächer mit Prophetie, Daniel, Offenbarung, Geist der Weissagung. Blackout. Konnte nichts verstehen. Die Kollegen, die Schulkollegen in Bogenhofen haben Gebetskreise für mich begonnen, ja, gegründet, nur mir zu helfen.

[58:07] Ja, und immer wieder kam innerlich die Stimme: "Hör auf!" Ja.

[58:14] '98, im Herbst, habe ich angefangen, Bogenhofen. Und da war nett, 98 Leute. Erinnert euch noch, und wir hatten als Studenten die Aufgabe, nur diese Flyer, die Einladungsflyer, in Briefkästen zu stecken. Ja, nicht die Leute ansprechen. Habe ich, konnte ich es nicht.

[58:31] Mission ist ganz schwierig, wenn du im Okkultismus warst oder bist. Ja.

[58:41] Ich weiß, der Direktor damals, Bruder Vogel, bin für den Vogel. Ich habe immer am Anfang gesagt: "Nur, dass du es weißt, ich werde nie eine Andacht halten und noch viel weniger eine Predigt, weil ich solche Angst habe. Ich kann nicht verleugnen reden." Ihr seht, es ist alles anders geworden.

[59:01] Aber Gott hat mich dann durch ein Versprechen zu meiner ersten Andacht nachgebracht. Ich musste ihm was versprechen, wo ich gedacht habe, das würde eh nie erfüllen. Und er hat es erfüllt. Eine eigene Geschichte.

[59:12] Und habe meine erste Andacht gehalten mit Furcht und Zittern. Und danach sind die Schüler gekommen. Und das war echt, kannst nicht wieder einhalten. Ja, also nur, dass sie wisst, wie schwer alles war für mich.

[59:25] Ja. Im Bogenhofen machst du Buch-Evangelisation, eine eigene Geschichte. Weil dort bist du an der Front, du bist bei den Menschen, willst ihnen was geben. Eine eigene Geschichte, was ich da erlebt habe.

[59:38] Aber Gott war stärker. Jesus war der Sieger.

[59:43] Mein unstillbarer Hunger nach Gottes Wort war geweckt. Ich suchte Gott mit ganzem Herzen. Jeremia 29, Verse 13 und 14, das heißt es: "Ihr werdet mich suchen und finden, denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der Herr."

[1:00:08] Ich habe mich in dieser schweren Zeit oft gefragt: "Warum muss ich das alles miterleben?" Vor meiner Bekehrung, als ich in diesen schlechten Dingen drin war, da hatte ich nie das Problem. Da ging es mir immer gut. Aber jetzt, Weg zu Gott, war ging mir schlecht. Und ihr habt mir Gott gerungen. Und dann hat er immer einen Text gezeigt, den hat er für Paulus gehabt. Und er gesagt: "Hermann, das ist dein Text." Apostelgeschichte 26, Vers 17: "Und ich will dich erretten von deinem Volk und von den Heiden, zu denen ich dich sende, um ihnen die Augen aufzutun, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott."

[1:01:01] Das war Gottes Plan, oder ist Gottes Plan in mir. Aber zuerst musste er meine Augen öffnen, mich Demut lernen. Ja. Und das Vertrauen in manche Versprechen von Gott, das wurde meine Stütze, das wurde mein Halt. Ja.

[1:01:19] Und so habe ich immer weiter gemacht. Damals ist diese Predigt über die Schnecke entstanden. Ja, die Schnecke erreichte die Arche Noah. Niemand hat sie eingetragen. Gott hat einfach gesagt: "Mach weiter." Das war die Lösung.

[1:01:37] Hebräer 10, 35-36: "Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welch seine große Belohnung haben. Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt."

[1:01:56] Ich komme langsam zum Ende und ich wollte euch einfach zeigen, wie viel stärker Gott ist. Ja, gerade wie eine Tabelle. Sie hat alles begonnen. Ja, Sommer '93. Bibel-Lese-Beginn war in den Apokryphen. Und alles war weg. Ich konnte mir nichts merken.

[1:02:21] Heute alle biblischen Bücher habe ich gelesen, viele mehrmals. Das Buch "Der große Kampf" war für mich nicht lesbar. Ich hatte den Gedanken: "Es ist so eine Sekte, hör auf zu lesen." Der Gedanke kam nicht von Gott. Ja, ihr wisst es.

[1:02:37] Es heute, bis heute habe ich "Der große Kampf" öfter schon gelesen. Ich bin begeistert, überzeugt von Ellen White als Prophetin Gottes. Ja.

[1:02:55] Niemand kam mir abbringen von ihr. Für das Auswendiglernen vom ersten Bibeltext, Hebräer 11, Vers 1, braucht... mehr als zehn Tage. Ich lernte im Studium mehrere hundert Texte. Und ich kann zu Gottes Ehre sagen, es gab nicht eine einzige Bibeltext-Prüfung. Ich habe dann dieses Bibelkunde ja verlängert und habe Theologie studiert, fünf Jahre.

[1:03:21] Es gab nicht eine einzige Prüfung, wo ich nicht mindestens 90% aller Texte gewusst habe. So ist Gott. Ja.

[1:03:33] Ich konnte nicht öffentlich beten. Heute leite ich Gebets- und Andachtskreise. Ich konnte nicht öffentlich sprechen. Ja. Meine erste Andacht im Bogenhofen war für mich der Horror. Und heute bin ich Prediger. Ich halte Andachten, Predigten und Seminare.

[1:03:58] Meine erste Predigt habe ich stundenlang mit dem PC geschrieben und dann war alles weg. Ich war fast verzweifelt. Heute schreibe ich viele eigene Predigten auf dem PC mit großer Freude. Es geht schon viel schneller.

[1:04:14] Ich musste fliehen bei christlichen Veranstaltungen. Heute habe ich große Freude dabei und lade viele ein. Ich musste fliehen beim Gesang. Ich habe dann gesungen im Bogenchor und ich liebe heute den Gesang auch in kleinen Gruppen. Ja.

[1:04:29] Ich hatte unerklärliche Angst in die Gemeinden. Ich hatte Angst in der Gemeinde Lindau, in der Gästebuch-Eintragung. Ja.

[1:04:41] Ich liebe heute die Gemeinden. Unsere Gemeinden. Und heute bin ich Prediger und wüsste, wo meine erste Stelle war in Baden-Württemberg, in Lindau. Dort hatte ich meine ersten Bibelstunden und dort habe ich damals zu der Schwester gesagt: "Ich trage mich nicht in eine neue Gästebuch." Und dann wurde ich eingetragen in der Gemeinde-Liste.

[1:05:11] Im Herbst '98 habe ich im Bogenhofen begonnen und ich konnte nicht einmal Einladungen für Vorträge verteilen. So gehandicapt. Heute halte ich selbst Vorträge, Seminare. Im Herbst 2000 buche Evangelisationen. Das erste Jahr. Eine eigene Geschichte.

[1:05:31] Fast unmöglich für mich. Aber insgesamt habe ich zweimal 350 PE-Stunden im Theologiestudium geleistet. Und nach dem Theologiestudium hat Gott mich berufen als PE-Leiter.

[1:05:47] Eine eigene Geschichte. Ich habe damals geweint, hier gesagt: "Lieber Gott, das kann ich nicht." Aber er hat sagte: "Doch, du musst noch mehr Demut lernen." Ja, in der Buche fanden. Nichts da. Da kannst du Ingenieur sein oder was du willst.

[1:06:01] Ich erinnere mich über ein Tirol unterwegs mit den Büchern und sagt ein Tiroler zu mir: "Hättest was Gescheites gelernt. Mir ist es nicht mit Bircher Oma umgehen." Ja.

[1:06:14] Aber du lernst Demut. Ja.

[1:06:19] Ich konnte Ellen White Büchern nicht lesen. Mein Gedanke war: "Sie sind nicht von Gott. Finger weg!" Zuerst. Bis heute habe ich fast alle gelesen in Deutsch, alle. Und in der PE konnte ich sogar hunderte dieser wertvollen Bücher weitergeben. Und heute bin ich überzeugt, sie sind von Gott für Gottes Volk. Kein Zweifel. Ja.

[1:06:41] In den Anfangsjahren der Teufel wollte mit dem Zutritt zu Gott verbauen, doch Glaubensnöte, ja, meine Zukunft vermiesen. Heute darf ich anderen in Zukunft Zutritt zu Gott zeigen und Menschen zu Jesus führen. Merkt er sich, stark Gottes.

[1:07:02] Im Jahre Taufe 1997, alle nur möglichen Kräfte waren gegen mich und meine Taufe, von innen und von außen. Sechs Jahre später, 2003, bin ich im Abschlussjahr von Theologie. Seit 2006 bin ich Prediger in drei verschiedenen Bezirken. Und bis heute durfte ich selbst schon Menschen taufen.

[1:07:19] Merk dir, wie stark Gottes. Damit komme ich zum Schluss.

[1:07:28] Einer der Texte, den ich dann nach Hebräer 11 lernen wollte, war Prediger 7,8: "Der Ausgang einer Sache ist besser sehr anfangen. Ein Geduldiger ist besser als ein Starker." Ich weiß nicht, wie mein Leben ausgeht, aber der Ausgang von damals ist schon viel besser geworden. Und ich bin immer noch dabei, Geduld zu lernen. Ja.

[1:07:56] Vergesst eins nicht: Jesus liebt euch. Und Satan ist ein besiegter Feind. Doch er kämpft um jede Seele, verkleidet als ein Engel des Lichts. Ja.

[1:08:11] Und darum ist es für mich so ein Anliegen, euch zu informieren, euch aufzuklären und zu warnen. Es gibt ein wunderbares Buch von Rene Gehring: "Luzifers Agenda für die Endzeit". Ich habe leider alle meine Exemplare verschenkt. Im Augenblick gibt es nicht mehr. Wenn ihr das irgendwo bekommen kann, sehr wertvoll zum Lesen. Ja.

[1:08:34] Was ist das Wichtigste, was es zu lernen gilt auf dem Weg zurück zu Gott? Erstens: Jesus ist Sieger. Er liebt dich und er siegt für dich. Und es scheint nur so, als ob du nicht diesen Weg schaffst. Es scheint nur so. Also, Jesus ist Sieger.

[1:08:59] Was ist das zweitwichtigste auf dem Weg zurück zu Gott? Demut.

[1:09:11] Was ist das drittwichtigste? Demut. Das viertwichtigste: Demut.

[1:09:22] Gott widersteht den Hochmütigen, aber einem Demütigen gibt er Gnade. Jesus ist der Sieger. Und deshalb mein Appell am Ende dieser Predigt. Es ist ein Appell von Jesus. Matthäus 11, 28-29: "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir." Gestern Abend haben wir gehört: Lernen von Jesus, nicht von der Gegenseite. Ja, "denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen."

[1:10:11] Wenn Esoterik/Okkultismus in der Magie tätig ist, wird niemals Ruhe finden für seine Seele. Jesus sagt in Johannes 6,37: "Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen."

[1:10:31] Und Jesus sagt in Johannes 7, Vers 10: "Wenn jemand Gottes Willen tun will, ja, wenn er Gottes Willen tun will." Was sage ich hinzu? Da bekommt er immer eine zweite Chance zur Umkehr, zurückkehrt zu Gott. Ja, denn Gott will nicht, dass auch nur ein einziger verloren geht.

[1:10:58] Und ich ende wieder mit meinem Text vom Anfang: "Doch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen." Egal was kommt in eurem Leben, egal wie tief ihr irgendwo drin steckt oder gesteckt seid. Ich will euch durch diese Predigt ermutigen: Geht mit Gott den Weg zurück. Er ist stärker.

[1:11:35] Näher, mein Gott, zu dir. Du hast unser gesungenes Gebet gehört, Herr Jesus. Und das ist unsere einzige Chance. Du gibst dann jedem eine zweite Chance. Aber sie besteht darin, näher, mein Gott, zu dir zu kommen.

[1:11:55] Wenn ich diese Seminare halte, wird mir einmal mehr bewusst, was du für ein gnädiger Gott bist, wo ich drin gesteckt bin. Und es erfüllt mich mit großer Freude und Dankbarkeit. Hier würde ich ein Zeuge zu sein. Du kennst alle, die da sind, und du weißt, ob vielleicht der eine oder andere auch eine Belastung hat, irgendwo drin steckt, in irgendwelchen Züchten. Herr, näher zu dir, das ist die Lösung. Dein heiliger Geist im Herzen bringt Befreiung. Nicht bitte dich für einen jeden, dass du ihm das zeigst und dass er diesen Weg geht.


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