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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Dieses Video von Christopher Kramp beleuchtet Wundergeschichten aus 2. Könige 4 und 5. Es beginnt mit der Auferweckung des Sohnes der Schunemiterin durch Elisa und setzt sich fort mit der Reinigung eines vergifteten Eintopfs und der wundersamen Speisung von hundert Männern. Der Sprecher zieht Parallelen zu Jesus als dem größeren Wundertäter und thematisiert anschließend die Heilung des aussätzigen Naeman, wobei er Aussatz als Metapher für Sünde und die Rolle des Glaubens hervorhebt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:31] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“ heute mit Seite 414. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir mit all unseren Sorgen und wirklich mit allen Nöten zu dir kommen können. Danke, dass du uns hörst und für uns da bist und stärkst. Danke, dass ich diese Erfahrung jeden Tag machen darf und danke, dass du jedem Einzelnen, der dieses Video sieht, diese Erfahrung schenken möchtest. Ich möchte dich bitten, dass du auch heute durch dein Wort zu unserem Herzen sprichst und dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.

[1:10] Wir sind in 2. Könige Kapitel 4. Eine vornehme Frau aus Schunem hat einen Sohn erhalten. Sie hatte sich sehr um Elisa gekümmert und er hat zu Gott gebetet und sie hat einen Sohn erhalten, obwohl sie keinen Sohn hatte und ihr Mann schon älter gewesen. Doch dieser Sohn stirbt und sie macht sich auf den Weg zum Propheten und bittet ihn um Hilfe für ihren armen kleinen Sohn, der an Hitzeschlag gestorben ist. Elisa sendet seinen Burschen Gehasi, doch sie insistiert darauf, dass er selbst mit ihr zurückkehrt in das Haus kommt, um dem toten Jungen zu helfen. Wir lesen den Vers 31: Gehasi aber ging vor ihnen hin und legte dem Knaben den Stab auf das Angesicht. Aber da war keine Stimme und kein Aufmerken. Und er kehrte um, ihm entgegen, und berichtete es ihm und sprach: Der Knabe ist nicht aufgewacht.

[2:12] Als nun Elisa in das Haus kam, siehe, da lag der Knabe tot auf seinem Bett. Und er ging hinein und schloss die Tür hinter ihnen beiden zu und betete zu dem Herrn. Dann stieg er hinauf und legte sich auf das Kind, und er legte seinen Mund auf den Mund des Kindes und seine Augen auf dessen Augen und seine Hände auf dessen Hände und breitete sich so über es, dass der Leib des Kindes warm wurde. Danach stand er auf und ging im Haus einmal hierhin, einmal dorthin. Dann stieg er wieder hinauf und breitete sich über ihn. Da nieste der Knabe siebenmal. Danach tat der Knabe die Augen auf. Sowie Elia einen Jungen damals von der Witwe aus Zarpat zum Leben auferweckt, so auch sein Nachfolger Elisa. Beide waren ein Typus auf Jesus, der solch ein Mitleid mit uns Menschen hat, der der Herr des Lebens ist, der von sich selbst gesagt hat, dass er das Leben und die Auferstehung ist, der auf dieser Erde auch Menschen zum Leben auferweckt hat, um zu zeigen, dass er die Kraft hat, jedem Menschen von den Toten aufzuwecken, wie er in Johannes 5 – könnt ihr die Verse selbst finden – bezeugt hat. Und er rief Gehasi und sprach: Rufe die Schunemiterin. Da rief er sie, und als sie zu ihm hereinkam, sprach er: Nimm deinen Sohn. Und sie kam und fiel nieder zu seinen Füßen und neigte sich zur Erde. Und sie nahm ihren Sohn und ging hinaus.

[3:47] Elisa aber kam wieder nach Gilgal, und es war eine Hungersnot im Land. Und die Prophetensöhne saßen vor ihm. Und er sprach zu seinem Burschen: Setze den großen Topf auf und koche ein Gericht für die Prophetensöhne. Da ging einer aufs Feld hinaus, um Kräuter zu sammeln, und er fand ein wildes Rankengewächs und sammelte davon seinen Gewand voll wilde Gurken. Und als er heimkam, zerschnitt er sie in den Gemüsetopf, denn sie kannten sie nicht. Als man es aber den Männern zum Essen vorsetzte und sie von dem Gemüse aßen, schrien sie und sprachen: Der Tod ist im Topf, Mann Gottes! Und sie konnten es nicht essen. Er aber sprach: So holt Mehl herbei! Und er warf es in den Topf und sprach: Setzt es den Leuten vor, dass sie essen. Da war nichts Schlimmes mehr im Topf.

[4:32] Das erinnert ganz interessanterweise auch an die Geschichte mit dem Wasser, das so ungenießbar gewesen ist, kurz zuvor Elisa Salz hineingeworfen hat und auch dann das Wasser wieder in Ordnung gewesen ist.

[4:47] Aber ein Mann von Baal-Schalischa kam und brachte dem Mann Gottes Erstlingsbrot, zwanzig Gerstenbrote und junges Korn in seinem Sack. Er aber sprach: Gib es den Leuten, dass sie essen. Und sein Diener sprach: Wie kann ich das hundert Männern vorsetzen? Er aber sprach: Gib es den Leuten, dass sie essen! Denn so spricht der Herr: Man wird essen und es wird übrig bleiben. Und er legte es ihnen vor, und sie aßen. Es blieb noch übrig nach dem Wort des Herrn.

[5:14] Über Jahrhunderte gab es nur eine Geschichte, die gläubige Menschen sich immer wieder erzählten, wenn sie an die wundersame Essensvermehrung dachten, nämlich die Geschichte von Elisa, in dessen Zeit durch sein Gebet und durch das Wort des Herrn hundert Männer satt wurden von einigen Erstlingsbroten, zwanzig Gerstenbroten und jungem Korn. Und das war eine erstaunliche Geschichte für die damalige Zeit.

[5:42] Aber dann kam Jesus und speiste fünftausend Männer plus Frauen plus Kinder mit den berühmten fünf Broten und zwei Fischen, um deutlich zu machen, dass er der Antitypus ist, auf den Elisa hier typologisch hingewiesen hat, aber dass er noch weitaus größer ist, als Elisa es je sein konnte. Hier sehen wir sehr schön, wie das Alte Testament auf Jesus hinweist und wie doch Jesus größer ist als die Bilder, die das Alte Testament verwendet, um auf ihn hinzuweisen.

[6:18] Naeman, der Heerführer des Königs von Aram, war ein hoch angesehener Mann vor seinem Herrn und geschätzt. Durch ihn gab der Herr den Aramäern Sieg. Interessante Formulierung, dass Gott durch diesen Naeman die Aramäer militärisch begünstigt hatte. Aber dieser gewaltige, tapfere Mann, war aussätzig. Das war damals eine schlimme Krankheit, ist auch heute noch eine schlimme Krankheit, aber damals war das eigentlich fast wie ein Todesurteil. Man war oft ausgestoßen von der Gesellschaft und es galt als unheilbar. Und die Aramäer waren in Scharen ausgezogen und hatten ein kleines Mädchen aus dem Land Israel entführt, das nun im Dienst von Naemans Frau. Und sie sprach zu ihrer Herrin: Ach, dass mein Herr bei dem Propheten wäre, der in Samaria wohnt! Der würde ihn von seinem Aussatz befreien.

[7:12] In der Bibel, vor allem im Denken des Alten Testamentes, war sehr deutlich, dass Aussatz auch eine Metapher war, die benutzt wurde, um das schreckliche Wesen der Sünde zu illustrieren.

[7:26] Dieses junge Mädchen wusste, welche Kraft Gott hat. Sie kannte die Macht ihres Erlösers. Und obwohl sie in Gefangenschaft war und wahrscheinlich mit Gewalt geraubt gewesen ist, hat sie doch so viel Mitleid gehabt mit ihren Feinden, dass sie bereit war, ihnen zu helfen in einer wirklichen Notsituation. Wir sehen hier ein ganz praktisches Beispiel von Feindesliebe im Alten Testament, von dem wir lernen können. Und sie weiß ganz genau: Es gibt Hilfe für den Aussatz, nämlich beim Propheten des Herrn. Und das soll uns zeigen, dass es Hilfe gibt für das Sündenproblem bei dem prophetischen Wort Gottes, dem Evangelium, das die Propheten bezeugt haben. Das gilt für jeden Menschen, nicht nur für die Israeliten, die Propheten schon gut kennen, sondern für jeden Menschen, egal wer.

[8:19] Da geht Naeman hinein zu seinem Herrn und sagt es ihm und sprach: So und so hat das Mädchen aus dem Land Israel geredet. Da sprach der König von Aram: Geh du hin, und ich will dem König von Israel einen Brief schicken. Da ging er hin und nahm zehn Talente Silber und sechstausend Goldstücke und zehn Festgewänder mit sich. Und er brachte dem König von Israel den Brief, darin stand: Und nun, wenn dieser Brief zu dir kommt, so siehe, ich habe meinen Knecht Naeman zu dir gesandt, damit du ihn von seinem Aussatz befreist.

[8:52] Die Idee des Mädchens war missverstanden worden. Der König glaubte, an falscher Stelle für die Rettung suchen zu müssen. Und so kann es durchaus passieren, wenn wir das Evangelium weitergeben, dass es zunächst einmal völlig falsch verstanden wird und in den falschen Hals gerät und man sich eher an Menschen orientiert als an dem Wort Gottes. Aber Gott weiß alles und sieht alles und lenkt alles so, dass am Ende doch sein Plan in Erfüllung geht.

[9:20] Und es geschah, als der König von Israel den Brief gelesen hatte, dass er seine Kleider zerriss und sprach: Bin ich denn Gott, dass ich töten und lebendig machen könnte, dass dieser von mir verlangt, ich solle einen Mann von seinem Aussatz befreien? Da erkennt doch und siehe, dass er einen Anlass zum Streit mit mir sucht.

[9:33] Nun, das stimmt: Die Aramäer haben oft Krieg geführt mit den Israeliten. Und doch war es in diesem Fall nicht so. Oder das zeigt uns, dass wir nicht aufgrund von schlechten Erfahrungen notwendigerweise auf schlechte Intentionen im Einzelfall schließen können. Wie oft kommt es vor, dass wir das nicht verstehen und sofort vermuten, dass der andere uns etwas Böses will, nur weil er uns vorher immer wieder Böses getan hat. Aber hier sieht man, wie leicht man sich auch scheinbar berechtigt irren kann und dabei eine goldene Gelegenheit verpassen kann, etwas über Gott und sein Wesen weiterzugeben.

[10:12] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du weißt, wie oft wir Situationen falsch einschätzen und Menschen etwas Schlimmes unterstellen, was in Wirklichkeit gar nicht so gemeint gewesen ist. Hilf uns, dass wir stattdessen in jeder Situation, auch in denen, die wir nicht begreifen können, die uns ja unbegreiflich erscheinen, deine Führung sehen und sehen, wie wir das, was uns nicht verständlich ist, doch so nutzen können, um Menschen zu dir und zu deinem Evangelium zu bringen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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