In dieser Predigt über Epheser 1:15-2:12 beleuchtet Christopher Kramp die überwältigende Gnade und Kraft Gottes. Er erklärt, wie Paulus für die Epheser betet, damit sie die Hoffnung ihrer Berufung und das herrliche Erbe in Christus erkennen. Der Sprecher betont, dass wir einst in Sünden tot waren, aber durch Gottes reiches Erbarmen und seine Liebe mit Christus lebendig gemacht und zu guten Werken neu geschaffen wurden, die Gott bereits für uns vorbereitet hat.
Gott auf (m)einer Seite: Epheser 1:15-2:12
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, EpheserPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Epheser 1, Vers 15 bis Kapitel 2, Vers 12. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, gepriesen sei dein Name. Du bist so unfassbar gut, du hast uns so unglaublich lieb und du tust absolut alles, was dir möglich ist, um uns immer und immer wieder zu dir zu ziehen. Wir danken dir für deine Gnade, wir danken dir für deine Liebe und dass du in deinem Wort zu uns persönlich sprichst. Wir danken dir, dass du dir vorgenommen hast, uns auch heute zu segnen, uns heute zu bewahren, uns heute zu helfen, uns zu stärken, zu ermutigen und uns zu warnen, wenn wir auf falsche Wege gehen wollen. Danke, Herr, dass du auch jetzt durch dein Wort zu uns sprechen wirst. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.
[1:25] Wir sind in Epheser Kapitel 1. Paulus beginnt den Brief an seine geliebten Epheser mit einem großartigen Lob, mit einer Hymne auf die Gnade und Liebe Gottes, seinen Wunsch, dass wir Erlöste sein dürfen, seine Kinder sein können und dass wir alle als Erlöste Teil der kosmischen, der himmlischen Familie sein können. Wir lesen weiter in Vers 15: "Darum lasse auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört habe, nicht auf, für euch zu danken und in meinen Gebeten an euch zu gedenken."
[2:11] Paulus hört ja nicht zum ersten Mal von den Ephesern. Er war jahrelang bei ihnen gewesen, aber jetzt war er einige Zeit von ihnen getrennt gewesen und er hat sich gefragt, ob die Epheser im Glauben standhaft geblieben sind, ob sie weiterhin an Jesus glauben würden und auch weiterhin in ihrem Alltag zeigen würden, wie Gottes Liebe ihr Herz verändert. Und als er die Nachricht bekommt: Die Epheser sind treu, sie glauben weiterhin an Gott, sie halten fest an dem, was sie gelernt haben, an dem Evangelium, da hat Paulus einfach nur Danke sagen wollen, danke sagen können. Er hat gar nicht aufgehört, Gott dafür zu danken, dass Gott die Epheser bewahrt, auch wenn Paulus nicht mehr bei sein konnte.
[2:55] Lieber Freund, liebe Freundin, Gott kümmert sich um die Gemeinde, Gott kümmert sich um die Gläubigen und auch wenn wir als Menschen viel investieren, können wir doch nicht überall sein. Wir können Gott dafür danke sagen, dass er weiter an Menschen wirkt, auch wenn wir ihnen nicht mehr helfen können. Und Paulus betet für sie.
[3:14] Lasst uns mehr – ich möchte mir das persönlich vornehmen – lasst uns mehr für unsere Glaubensgeschwister beten, dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch den Geist der Weisheit und Offenbarung gebe in der Erkenntnis seiner selbst, erleuchtete Augen eures Verständnisses, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung ist, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen ist.
[3:44] Paulus sagt: Ich bete darum, dass ihr Gott erkennt, dass Gott selbst sich euch offenbart, dass ihr nicht einfach versucht, ihn zu verstehen, sondern dass ihr ihn verstehen könnt, weil Gott in eurem Herzen wirkt und eure Augen erleuchtet, dass ihr versteht, was eure Hoffnung ist, was die Hoffnung des ewigen Lebens ist, wozu ihr berufen seid, dass ihr versteht, was für ein herrliches Erbe wir als Erlöste erwarten dürfen.
[4:14] Aber nicht nur das, Vers 19: "Was auch die überwältigende Größe seiner Kraftwirkung an uns ist, die wir glauben, gemäß der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke."
[4:26] Paulus betet: Ich wünsche mir, dass ihr erkennt, indem ihr über Gott nachdenkt, welche Kraft er hat, in eurem Leben zu wirken, an euch zu wirken, an eurem Herzen zu wirken und euch Kraft zu geben, mit Gott zu leben, Sünde zu überwinden, einen Charakter zu formen, der einmal in den Himmel passt.
[4:49] Diese Kraft hat er wirksam werden lassen, als er Christus aus den Toten auferweckte und ihn zu seiner Rechten setzte in den himmlischen Regionen, hoch über jedes Fürstentum und jede Gewalt, Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in dieser Weltzeit, sondern auch in der zukünftigen.
[5:10] Die Kraft Gottes, die an uns wirkt, wenn wir wissen wollen, wie stark sie ist, was sie vermag, dann sagt Paulus: Schaut auf das Grab von Jesus. Es ist leer! Die Kraft Gottes, die sich bei der Auferstehung Jesu offenbart hat, die dafür gesorgt hat, dass Jesus in den Himmel aufgefahren ist und die jetzt für uns dient, diese Kraft wirkt an uns und möchte dich und mich dauerhaft gründlich verändern.
[5:42] Und er hat alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben. Wenn Jesus über alle Gewalt, über alle Macht, über alle Herrschaft, über alle Fürstentümer selbst im Himmel regiert, dann ist uns ganz deutlich: Jesus muss auch der Leiter der Gemeinde sein. Jesus führt seine Gemeinde und das bedeutet, dass wir alle, die wir Teil der Gemeinde Gottes sind, uns völlig Jesus unterstellen, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.
[6:18] Und Paulus wird das im Epheserbrief noch weiter ausgestalten. Er hat das ja auch in anderen Briefen schon, die wir gelesen haben, beschrieben, dass die Gemeinde Gottes wie ein Körper ist mit Jesus Christus als dem Kopf, der alles lenkt, mit dem alle Glieder des Körpers verbunden sind.
[6:39] Auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt. Durch die Sünde, durch das Leben im Zeitgeist dieser sündigen Welt, in dem wir die Dinge taten, die Satan erfunden hat und uns damit verführt hat, waren wir geistlich tot.
[7:06] Alle unsere Sünden haben das geistliche Leben in uns kaputt gemacht. Wir waren geistlich tot.
[7:11] Unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten, und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen.
[7:27] Paulus nimmt sich hier nicht heraus. Er sagt: Wir alle, egal wer wir sind, egal was unsere Position ist, egal wie lange wir schon in der Gemeinde gewesen sind, wir alle sind einmal schlimme, schreckliche Sünder gewesen. Wir alle haben das getan, was unsere Triebe uns gesagt haben. Wir alle sind unseren sündigen Gedanken einfach gefolgt.
[7:51] Gott aber – bist du heute dankbar, dass auf diesen Satz, dass wir alle im Fleisch gelebt haben und den Begierden nachgegangen sind, dass Paulus dann schreibt: Gott aber, nicht wir, nicht unsere Überlegung, sondern Gott! Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit Christus lebendig gemacht. Aus Gnade seid ihr errettet!
[8:19] Diese Kraftwirkung bedeutet, dass obwohl wir tot waren in Sünden und Übertretungen, dass Gott in seiner großen, gewaltigen Kraft, der Macht seiner Stärke, wie es ja vorher in Kapitel 1 gesagt hat, nicht nur Jesus auferweckt hat, sondern uns mit ihm auferweckt hat und uns mit ihm in den Himmel gebracht hat durch den Glauben.
[8:44] Wir sind durch den Glauben mit Christus gekreuzigt. Paulus sagt das in Galater, sagt in Galater 2, Vers 20: "Ich bin mit Christus gekreuzigt, und lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Und was ich jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich für mich hingegeben hat."
[9:05] Wir sind mit Christus gekreuzigt und mit Christus auferweckt zu einem neuen Leben. Die Kraft Gottes wirkt an uns. Obwohl wir tot waren in Sünden und Übertretungen, müssen wir nicht mehr tot sein. Das heißt, wir müssen nicht mehr in diesen Sünden, diesen Übertretungen, diesem Zeitgeist der heutigen Welt leben. Wir müssen danach nicht mehr leben.
[9:26] Damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus. Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch; Gottes Gabe ist es.
[9:41] Gott ist gnädig mit uns. Diese Gnade, die überströmend er uns widerfahren lassen, wie Kapitel 1 sagt, die gilt für uns alle und wir können sie nicht verdienen. Wir können uns dafür nicht qualifizieren. Wir können nicht Gott überreden. Wir können es ihm glauben, dass er, bevor ich überhaupt geboren worden bin, sich vorgenommen hat, mich zu retten, dass, bevor ich in die Existenz kam, er sich schon vorgenommen hat, ich soll sein Kind sein. Das können wir nur glauben. Wir können ja seine Meinung nicht ändern, die bestand ja schon längst. Wir können es im Glauben annehmen und erfahren.
[10:12] Und ich darf aus eigener Erfahrung bezeugen: Gottes Gnade ist real und Gottes Liebe ist unaufhörlich und seine Kraft verändert wirklich. Das habe ich in meinem Leben erlebt.
[10:32] "Nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvorbereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen."
[10:44] Wir können uns nicht besser machen, aber Gott kann uns neu schaffen. Und wenn Gott etwas schafft, dann ist es immer gut, ja, dann ist es sehr gut, so wie auf den ersten Seiten der Bibel, als Gott die Welt geschaffen hat aus dem Nichts. So kann er auch aus dem Nichts, das unser sündiges Herz darstellt, durch sein Wort etwas Gutes machen.
[11:06] Er kann Werke schaffen, oder die sind, besser gesagt, schon geschaffen, und wir dürfen einfach in diesen Werken wandeln.
[11:13] Gott erlöst uns nicht einfach und sagt dann: "Jetzt probier es noch mal!" Er erlöst uns nicht und lässt uns dann wieder alleine weiterlaufen, sondern er erlöst uns durch seine Gnade. Wir sind mit Jesus gekreuzigt und werden mit auferweckt und im Glauben in den Himmel.
[11:33] Und Gott hat bereits das vorbereitet, wie wir jetzt leben sollen. Der Erlöste tut nicht mehr eigene Werke, sondern die Werke Gottes.
[11:43] Die Frage ist nicht: Glaube oder Werke? Die Frage ist: Eigene Werke oder Gotteswerke? Eigene Werke aus eigener Kraft oder Gotteswerke durch den Glauben, dass sie bereits geschaffen sind, dass wir sie im Glauben annehmen können und dann in ihnen wandeln.
[12:01] Darum gedenkt daran, dass ihr, die ihr einst Heiden im Fleisch wart und Unbeschnittene genannt wurdet von der sogenannten Beschneidung, die am Fleisch mit der Hand geschieht.
[12:15] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke für die Gnade, die du hast. Danke, dass du durch dein Wort heute zu uns gesprochen hast und uns gezeigt hast, dass wir uns die Erlösung nicht verdienen können, dass wir sie nicht erarbeiten können, sondern sie im Glauben annehmen dürfen und dass wir dadurch nicht nur unsere Schuld vergeben bekommen, sondern dass wir neu geschaffen werden und dass du sogar die guten Werke bereits geschaffen hast, die wir tun sollen durch deine Gnade.
[12:47] Herr, das möchten wir heute erneut für uns in Anspruch nehmen und dadurch leben, dass du es gesagt hast und dir vertrauen. In deinem Namen beten wir. Amen.
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