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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Epheser 3:17-4:21. Er ermutigt die Zuhörer, in Gottes unfassbarer Liebe und Gnade zu wurzeln und die Einheit der Gemeinde zu leben. Der Sprecher erklärt, wie geistliche Gaben dazu dienen, Gläubige auszubilden und zu stärken, um sie gegen Irrlehren zu wappnen. Das Ziel ist ein mündiger, Christus-ähnlicher Lebenswandel, der sich vom weltlichen Denken abhebt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Epheser 3,17. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:39] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch den Epheserbrief in besonderer Weise zu uns sprichst und danke, dass wir deine Gnade und deine Güte erkennen können, dass wir uns neu bewusst machen können, wie wichtig es ist, dass du uns aus Gnade erlöst und dass wir auch als Gemeinde, als ein lebendiger Tempel für dich, der ganzen Welt zeigen sollen, was es bedeutet, mit dir zu leben. Ja, nicht nur der ganzen Welt, sondern sogar dem Universum. Herr, erfülle uns heute in besonderer Weise mit deinem Heiligen Geist. Lass uns heute mit dir gehen, lass uns heute über dein Wort besonders nachdenken, lass uns heute ein lebendiges Zeugnis dafür sein, dass deine Liebe, deine Gnade und deine Kraft ganz ist, Herr. Sprich du jetzt durch dein Wort zu uns und hab Dank dafür im Namen Jesu. Amen.

[1:42] Wir sind in Epheser Kapitel 3. Paulus sagt, dass er Gott bittet, dass er zu Gott betet, dass dieser die Epheser – und ich denke, wir können es auch auf uns beziehen, selbstverständlich – dass Gott nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit uns mit dem Heiligen Geist am inneren Menschen stärkt. Vers 17: "dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit ihr in Liebe gewurzelt und gegründet dazu fähig seid, mit allen Heiligen zu begreifen, was die Breite, die Länge, die Tiefe und die Höhe sei, und die Liebe des Christus zu erkennen, die doch alle Erkenntnis übersteigt, damit ihr erfüllt werdet bis zur ganzen Fülle Gottes." Paulus sagt, ihr sollt gestärkt werden, damit ihr, damit Christus durch den Glauben in euch wohnt, dass der Glaube dazu führt, dass tatsächlich Jesus unser Lebensbegleiter ist und dass wir Wurzeln schlagen in der Liebe, dass wir ein solch festes Fundament in der Liebe Gottes haben, dass uns die Stürme dieser Zeit, von wo sie auch wehen mögen, nicht umhauen können. Dass wir, wie auch alle anderen in der Gemeinde, anfangen zu realisieren, wie groß, wie breit, wie hoch, wie tief die Liebe Gottes ist und bis wir zu dem Punkt kommen, dass wir verstehen: Sie ist so groß, dass wir es letztlich gar nicht begreifen können. Dass wir uns hineintauchen in diesen Ozean der Gnade und Barmherzigkeit unseres himmlischen Vaters, dass wir die Liebe erkennen, die sich in Jesus offenbart hat, der die ganze Fülle Gottes uns offenbart. "Dem aber, der weit über die Maßen mehr zu tun vermag, als wir bitten oder verstehen, gemäß der Kraft, die in uns wirkt, ihm sei die Ehre in der Gemeinde in Christus Jesus auf alle Geschlechter der Ewigkeit der Ewigkeiten. Amen."

[3:48] Hier endet der erste große Hauptteil des Epheserbriefes, in dem Paulus in großartiger Sprache – man hat den Eindruck, es sprudelt so förmlich aus ihm heraus – diese unfassbare Liebe und Gnade Gottes versucht, den Ephesern ein bisschen begreifbar zu machen. Und er wünscht sich so sehr, dass sie selbst immer tiefer graben, dass sie immer besser verstehen, wie sehr Gott sie liebt. Und ich wünsche mir für mich persönlich und für dich, lieber Freund, liebe Freundin, ich wünsche mir auch, dass du es dir wieder für andere wünschst, dass wir Gottes Liebe, seine Gnade, seine Kraft immer besser verstehen, bis wir erkennen: Sie ist so groß, dass sie allen Verstand übersteigt und unsere ganze Aufmerksamkeit bekommt. Denn Gott kann viel mehr für uns tun, als wir uns überhaupt vorstellen können und deswegen auch viel mehr für uns tun, als wir ihn so normalerweise bitten. Egal, was wir verstehen, egal, wie viel wir beten, Gott kann noch viel mehr tun, weil seine Kraft unendlich ist. Es ist eine göttliche Kraft, sie wirkt an uns, sie wirkt in uns, wie er hier sagt. Lass diese Kraft durch den Glauben in dein Leben und du wirst sehen: Gott ist real und seine Gnade und seine Liebe und seine Güte übersteigen alles, was du dir vorstellen kannst. So ist es mir persönlich in meinem Leben gegangen. Gott sei die Ehre dafür.

[5:23] "So ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, dass ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid, indem ihr mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut einander in Liebe ertragt." Hier beginnt der zweite Teil des Epheserbriefes. Paulus möchte den Ephesern jetzt deutlich machen, was all das, was er in so unglaublich schönen, langen, theologisch hochbedeutenden Sätzen ihnen erklärt hat, was das jetzt praktisch im Alltag bedeutet. Paulus war nicht nur jemand, der die Theorie in wunderschöne Gedanken packen konnte, sondern der auch zeigen konnte, wie das praktisch im Alltag aussieht, mit ganz konkreten Beispielen und Anweisungen. Er sagt: "Lebt so, wie es eurer Berufung würdig ist." Lebt so, dass ihr auch wirklich zeigt mit euren Taten und Worten, dass das, was hier in Kapitel 1 bis 3 steht, wirklich in eurem Leben passiert. Und zwar wie? Indem ihr demütig und sanftmütig seid, indem ihr Geduld miteinander habt und euch in Liebe ertragt. Wenn wir das verstehen, was in Kapitel 1 bis 3 steht, dann werden wir demütig sein, wir werden sanftmütig sein, wir werden mit Liebe und Geduld auch unseren Bruder und unsere Schwester, die vielleicht manchmal ganz anders sind als wir, und das so aushalten können. "Ertragt und eifrig bemüht seid, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens." Jeder, der Kapitel 1 bis 3 verstanden hat, wird mit allem, was in ihm ist, versuchen, so viel an ihm liegt, die Einheit, die geistliche Einheit der Gemeinde zu bewahren, indem er Frieden stiftet, wie es auch die siebente Seligpreisung von Jesus in Matthäus 5 uns sagt. "Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, über allen und durch alle und in euch allen." Weil wir nur, weil es nur eine wahre Gemeinde gibt und nur einen Heiligen Geist und nur eine Hoffnung. Es gibt nur einen Himmel, nur eine neue Erde, weil es nur einen Jesus gibt, nur einen rettenden Glauben, weil es nur eine echte biblische Taufe gibt und weil es nur einen Vater im Himmel gibt. Deswegen müssen wir, die wir all das glauben, auch Einigkeit demonstrieren.

[8:06] "Jedem einzelnen von uns aber ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe des Christus." Wir alle bekommen, damit wir an dieser Einheit der Gemeinde mitwirken können, Gaben von Gott geschenkt, jeder nach einem bestimmten Maß. "Darum heißt es: Er ist hinaufgestiegen zur Höhe, hat Gefangene weggeführt und den Menschen Gaben gegeben." Paulus zeigt ja deutlich diese Idee, dass jeder von uns Gaben bekommen, geistliche Gaben, ist schon im Alten Testament verheißen worden. "Das Wort aber: Er ist hinaufgestiegen – also in den Himmel –, was bedeutet es anderes, als dass er auch zuvor hinabgestiegen ist zu den Niederungen der Erde? Der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, damit er alles erfülle." Und welche Gaben hat er jetzt in diesem Zuge der Gemeinde gegeben? "Und er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer." Und wir merken schon, nicht alle haben dieselbe Aufgabe. Wozu sind diese Gaben gegeben worden? "Zur Zurüstung der Heiligen", das heißt zur Ausbildung der Gemeindegeschwister. Wozu? "Für das Werk des Dienstes", damit die ganze Gemeinde dient. Wozu? "Für die Erbauung des Leibes des Christus." Dieser Körper soll gebaut werden, die Gemeinde soll gebaut werden, der Tempel soll errichtet werden. Und dazu braucht es Dienst. Die Geschwister in der Gemeinde müssen dienen und dazu müssen sie ausgebildet werden, sie müssen zugerüstet werden. Und dafür gibt es die Gaben. Die geistlichen Gaben gibt es nicht dafür, dass wir uns selbst rühmen, dass wir uns auf ein Podest stellen, dass wir irgendwie dann Lob für uns erheischen wollen, sondern die geistlichen Gaben gibt es, damit wir andere ausbilden, damit auch sie befähigt werden zu dienen, damit die Gemeinde gebaut wird, "bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus." Die ganze Gemeinde soll Glaubenseinheit haben. In Gottes Gemeinde gibt es nicht eine Glaubensvielfalt, auch wenn das heute manchmal behauptet wird. Gottes Gemeinde kennzeichnet sich nicht dadurch aus, dass jeder etwas anderes glaubt und jeder so glaubt, wie er denkt, sondern dass wir durch die geistlichen Gaben in eine Einheit kommen, eine Einheit des Glaubens, dass wir einheitlich erkennen, wer Jesus ist, was er tut, was er für uns getan hat, wie wichtig er für die Gemeinde ist, "damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen." Auch wir leben heute in Zeiten, in denen Irrlehren von links und rechts auf die Gemeinde einprasseln. Diese Irrlehren, diese gefährlichen Fallwinde dürfen uns nicht zu Fall bringen. Und wie? Indem wir durch den Dienst, durch den Aufbau der Gemeinde, durch die Einheit des Glaubens nicht mehr Unmündige sind. Gott möchte, dass jeder einzelne in seiner Gemeinde weiß, was er glaubt und warum er es glaubt. Dazu gibt es Evangelisten und dazu gibt es Gemeindeleiter und Hirten und Prediger und Lehrer. Diese ganzen Gaben gibt es, um die Geschwister auszubilden, selbst zu verstehen, warum sie glauben, was sie glauben, damit sie nicht mehr von Menschen abhängig sind, sondern mündig sind, dass, wenn die Irrlehren der Endzeit durch die Gemeinde fegen, die wahren Gläubigen alle stehen bleiben, weil sie auferbaut sind auf der Grundlage der Apostel und Propheten, wobei Jesus Christus der Eckstein ist. "Sondern wahrhaftig in der Liebe heranwachsen in allen Stücken zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus." Das Gegenstück zu Irrlehre ist: Wachsen in Jesus, hin zu Jesus. Wenn Jesus das Ziel meines Lebens ist, wenn ich mehr so werden möchte wie Jesus, wenn ich auf das vertraue, was Gottes Wort sagt, weil ich in Liebe immer Jesus ähnlicher werden möchte, dann habe ich das Geheimrezept gegen Irrlehre gefunden. "Von ihm aus vollbringt der ganze Leib, zusammengefügt und verbunden durch alle Gelenke, die einander Handreichung tun, nach dem Maß der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes das Wachstum des Leibes zur Auferbauung seiner selbst in Liebe." Der Körper, die Gemeinde, baut durch Jesus sich auf. Jesus, oder besser gesagt, Jesus baut durch die Gemeinde seine Gemeinde. Die einzelnen Glieder geben einander Handreichung, das heißt, wir sollen miteinander zusammenarbeiten, jeder nach dem Maß seiner Fähigkeit. Jemand hat vielleicht viele Gaben, andere hat weniger viele Gaben, aber alle Gaben sind entscheidend. Man kann auf keine Gaben verzichten. Es sind nicht die größten Körperteile, die manchmal die wichtigsten sind, nicht die, die man äußerlich sieht, sind die zum Leben notwendigen, gerade die, die man nicht sieht: das Herz, die Lunge. Ohne die könnten wir gar nicht leben. Wir können mit einem Finger, ohne ein... wir können einen Finger verschmerzen, vielleicht notfalls. Wir könnten vielleicht sogar ohne Hand leben, aber ohne Herz geht es nicht. Da gibt es gerade innerliche Organe und Körperteile, die absolut zwingend notwendig sind, nicht die, die man in der Gemeinde meistens sieht, von vorne sind vielleicht die notwendigsten, sondern gerade die, die man nicht sieht, vollbringen einen ganz besonders wertvollen Dienst, dass die Gemeinde mündig wird und zur Glaubenseinheit gelangt.

[13:44] "Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, dass ihr nicht mehr so wandeln sollt, wie die übrigen Heiden wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes." Erlöste leben nicht mehr wie die Welt, deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens. Die Welt lebt so weltlich, weil sie Gott nicht kennt. Die Welt ist so sündig, weil sie sich dem Leben, wie es Gott gedacht hat, entfremdet haben. Und wer aber die Welt imitiert und meint, damit gleichzeitig Christ sein zu können, der täuscht sich ganz dramatisch. "Die, nachdem sie alles Empfinden verloren haben, sich der Zügellosigkeit ergeben haben, um jede Art von Unreinheit zu verüben mit unersättlicher Gier." Wer Gott ablehnt, der verliert das feine Unterscheidungsvermögen, was richtig und was falsch ist, und das zeigt sich dann in einem Leben der Sünde. "Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt." Jesus ist nicht weltlich und das Leben mit Jesus kann niemals so aussehen wie das Leben ohne Jesus. "Wenn ihr wirklich auf ihn gehört habt und in ihm gelehrt worden seid, wie es auch Wahrheit ist in Jesus." Lieber Freund, liebe Freundin, folgen wir wirklich der Wahrheit, wie sie in Jesus ist?

[15:13] Lasst uns darüber nachdenken, ob wir in unserem Alltag, mit unserem Lebenswandel, wirklich mit Jesus zusammen durch den Alltag gehen. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns zeigst, dass das Evangelium nicht nur wunderbare, herzerfrischende Theologie ist, sondern auch tatsächlich herzverändernde, praktische Realität. Wir möchten dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass wir heute an diesem Tag das umsetzen, was wir gelernt haben, dass wir die Gaben, die du uns geschenkt hast, dazu benutzen, um andere auszubilden, um andere zu ermutigen, zu stärken, dass wir alle als Gemeinde geeint werden und im Glauben feststehen, dass die Irrlehren unserer Zeit uns nichts anhaben können und dass wir uns von aller Unreinheit, von aller Sünde, von aller Befleckung des Fleisches künftig uns enthalten durch deine Kraft und dir folgen in allen Dingen, auch im Alltag. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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