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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf die prophetischen Botschaften aus Haggai 1 und 2 ein. Er beleuchtet, wie das Volk Israel nach seiner Rückkehr aus dem Exil den Tempelbau vernachlässigte und sich stattdessen um eigene Belange kümmerte. Die Botschaft betont die Wichtigkeit, Gott und sein Reich an erste Stelle zu setzen, und wie Gottes Gegenwart und Segen dann folgen. Es wird auch die tiefere Bedeutung der Herrlichkeit Gottes, die sich in Jesus Christus offenbart, thematisiert.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 971. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns aufrichtest. Wir wollen heute zu dir kommen, wir möchten wieder leben, dass du zu uns sprichst, und wir möchten dich bitten, dass wir ganz ehrlich unser Leben schauen, dass du uns hilfst zu erkennen, was unser Alltag eigentlich wirklich mit sich bringt, dass wir auf unsere Wege achten und uns selbst hinterfragen, reflektieren und diese Frage stellen, ob du wirklich die oberste Priorität in unserem Leben bist. Sprich du heute durch den Propheten Haggai zu unserem Herzen. Das bitten wir im Namen Jesu und danken dir, dass du es tun wirst, weil du es versprochen hast. Dafür danken wir und lieben dich. Amen.

[1:26] Wir sind in Haggai Kapitel 1 und haben gesehen, dass zu einer Zeit im zweiten Jahr des Königs Darius, als das Volk den Bau am Tempel eingestellt hatte und sich stattdessen einfach nur um sich selbst gekümmert hat, Gott den Propheten Haggai berufen hat, um sie aufzurütteln und sie zu fragen, warum sie so eine große Priorität auf ihre eigenen Bedürfnisse legen, aber sich nicht um den Tempel kümmern. Sie hatten behauptet, das sei nicht die Zeit, aber Gott hatte den Bau erlaubt und Kyros hatte einen entsprechenden Befehl gegeben, der einfach weitermachen sollte, im Glauben, dass Gott auch dieses Hindernis aus dem Weg räumen wird. Stattdessen haben sie sich vor allem auf sich selbst konzentriert und haben nicht den Segen erlebt, den sie dachten, dass sie erleben werden, wenn sie einfach ihre eigenen Bedürfnisse an die erste Stelle setzen. Und wir können daraus lernen, dass wenn wir unsere eigenen Bedürfnisse an die erste Stelle setzen, wir gar nicht das erhalten, was wir uns wünschen. Und das habe ich in meinem eigenen Leben erlebt, und ich denke, du auch, lieber Freund, liebe Freundin. Aber Gott sagt, dass wenn sie den Tempel wieder anfangen zu bauen, dann wird er für sie da sein. Er sagt, Gott sagt dann in Matthäus 6: Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, das alles andere wird euch hinzugefügt werden. Gott weiß, was du und ich benötigen.

[2:57] Wir lesen weiterhin Kapitel 1 und dort, Vers 13: Da sprach Haggai, wir haben das – muss ich noch sagen, wir haben gesehen, dass Serubbabel, der Leiter des Volkes, Jeschua, der Hohepriester, und das Volk allesamt auf die Stimme Gottes gehört haben. Das ist jetzt der Grund, warum die Botschaft kommt, die wir jetzt lesen werden. In Haggai 1, Vers 13: Das sprach Haggai, der Bote des Herrn, eben im Auftrag des Herrn zum Volk: Ich bin mit euch, spricht der Herr. Daher diese Botschaft: Ich bin mit dir, lieber Freunde, sagt Gott immer dann zu dir, wenn du auf seine Stimme hörst, wenn du achtest auf das, was er sagen möchte. Und der Herr erweckte den Geist Serubbabels, des Sohnes Schealtiels von Juda, und den Geist Jeschuas, des Sohnes Jozadaks, des Hohenpriesters, und den Geist des ganzen Überrestes des Volkes, so dass sie kamen und die Arbeit am Haus des Herrn der Heerscharen, ihrer Gottes, in Angriff nahmen, am 24. Tag des 6. Monats im zweiten Jahr des Königs Darius. Das ist eine der ermutigendsten Stellen wahrscheinlich der ganzen Bibel. Hier hat Gott es bewirkt, dass der Leiter des Volkes, und zwar der säkulare Stadthalter, dann der geistliche Leiter des Volkes und das ganze Volk allesamt durch den Heiligen Geist erweckt worden sind und das Werk Gottes in Angriff genommen haben. Oh, dass Gott heute so wirken möchte in meinem Leben und in deinem Leben, dass von der Leitung bis hinunter in das gesamte Volk Gottes erweckt wird, um das Werk Gottes in Angriff zu nehmen.

[4:27] Am 21. Tag des 7. Monats, also nicht einmal einen ganzen Monat später, erging das Wort des Herrn durch den Propheten folgendermaßen: Rede doch zu Serubbabel, dem Sohn des Statthalters von Juda, und zu Jeschua, dem Sohn Jozadaks, dem Hohen Priester, und zu dem Überrest des Volkes und sprich: Also an genau die, die erwecken lassen, kommt jetzt eine Botschaft: Wer ist unter euch übrig geblieben, der dieses Haus in seiner früheren Herrlichkeit gesehen hat? Und wie seht ihr es jetzt? Ist es nicht zu viel wie nichts in euren Augen? Das Problem, dass schon am Anfang der Rückkehr dieser Israeliten und der – Serubbabel und Jeschua, viele Jahre vorher bestand ja die Rückkehr des Volkes, war ja den ersten im ersten Jahr des Königs Kyros, und der regierte einige Jahre, dann kam Böses. Setzen wir nach dem falschen werde schon im zweiten Jahr des Darius, und immer noch war diese Haltung vorherrschend. Aber der salomonische Tempel war ja viel größer, war ja viel, viel besser. Und ja, stimmt, Kyros hatte eigentlich sogar eine noch größeren Tempel erlaubt, als der salomonische Tempel gewesen war. Aber das Volk war nur gering, die allermeisten Israeliten waren ja in Babylon geblieben. Man hatte getan, was man konnte, und es war nicht richtig. Jetzt ständig vergleichen mit der Vergangenheit anzustellen. Und wir sollten nicht ständig nur in der Vergangenheit schwelgen und sagen: Früher war das besser, früher war mir das und jenes gemacht. Wir dürfen diejenigen, die im Werk Gottes arbeiten, nicht entmutigen, dadurch dass wir immer nur von früher schwärmen.

[6:16] dass wir aber nun seit stark. Serubbabel spricht: Daher auch du, Jeschua, sei stark. Du Sohn Gottes, sei dank, du Priester und alles Volk des Landes, seid stark. Es ist immer dasselbe: Der weltliche Leiter des Volkes, der geistliche Leiter des Volkes, das Volk selbst – sie werden erweckt, sie hören alle drei. Sie werden erweckt und dann bekommen sie eine Botschaft, und sie ist: Sei stark, denn ich bin mit euch, spricht der Herr. Der Herr schon. Vielleicht sind die Umstände nicht so rosig, wie wir uns das wünschen. Vielleicht ist der Erfolg nicht so grandios, sondern nicht so offensichtlich, wie wir uns das vielleicht vorgestellt haben. Oh Gott, sagt: Ich bin mit dir, wenn was immer du anfängst für das Werk Gottes, und sei es eine morgendliche und abendliche Andacht mit deiner Familie, und sei es, dass du dir selbst persönlich täglich stille Zeit nimmst, das heißt, dass du ein Hauskreis drin ist oder dich einbringst in deiner Gemeinde und andere Geschwister ermutigst, dasselbe zu tun, statt ständig nur zu kritisieren und Fehler zu finden. Wenn du anfängst an den Ruinen zu arbeiten, wenn du anfängst über das Wort Gottes zu predigen oder durch dein Leben zeigst, was Gott im Herzen eines Menschen verändern kann, nur praktisch Menschen hilfst, was immer du tust, wirst du auch, wenn andere den Eindruck haben, es ist nicht so großartig wie das, das andere früher getan haben, bis zu – Gott ist mit dir.

[7:35] Das Wort, aufgrund dessen ich mit euch einen Bund gemacht habe, als sie aus Ägypten zogen, und mein Geist soll in eurer Mitte bleiben. Fürchtet euch nicht. Gott sagt: Mein Bund, den ich mit Mose und mit Aaron, mit Miriam, mit den Israeliten der ersten Generation gemacht habe, der ist immer noch bestanden, hat immer noch Bestand. Ich habe nicht aufgehört. Ich habe zwar oft aufgehört, diesen Bund zu halten. Und wir haben einen neuen Bund geschlossen, aber es ist immer noch letztendlich derselbe Bund. Gott hat sie nicht geändert. Seine Prinzipien sind dieselben. Seine Liebe und seine Fürsorge, sein Evangelium bleibt bestehen. Lieber Freund, liebe Freundin, der das Wort, aufgrund dessen Gott einen Bund mit Abraham und mit Mose und mit Daniel und mit Jeremia und mit Paulus und mit all den Jüngern Jesu gemacht hat, mit Johannes, mit den Reformatoren, mit den Adventpionieren – dieser Bund besteht heute noch. Immer derselbe Geist, der durch Haggai sprach und damals Jeschua und Serubbabel, das Volk erweckte, kann auch mich und dich und das ganze Volk Gottes erwecken. Ja, er will es sogar. Und vielleicht sind am Anfang die Resultate nicht so gigantisch, nicht so quantitativ so beeindruckend, wie man das vielleicht vorgestellt haben. Aber Gott ist mit uns. Das ist entscheidender.

[8:54] Denn so spricht der Herr, der Herrscher: Noch einmal, eine kurze Weile werde ich den Himmel und die Erde erschüttern, das Meer und das trockene, und ich werde auch alle Heidenvölker erschüttern, und das – der Ersehnte aller Heidenvölker. Übersetzen – der Ersehnte aller Heidenvölker. Im Englischen gibt es das Buch "The Desire of Ages", der Ersehnte aller Zeitalter. Auf Deutsch "Das Leben Jesu" oder heute in der neuen Übersetzung "Der Sieg der Liebe". Übrigens, ganz großartiges Buch, das ich jedem empfehlen möchte zu lesen. Zieht seinen Titel auf diesen Vers. Das erwähnt, oder der Ersehnte aller Heidenvölker wird kommen, und ich werde dieses Haus mit Herrlichkeit füllen. Erfüllen, spricht der Herr der Herrscher. Ja, das Gebäude war vielleicht nicht so groß und nicht so herrlich und nicht so prächtig wie der Tempel Salomos, aber der Ersehnte aller – aller Stärke, der Ersehnte aller Jesus Christus würde selbst kommen und in diesem Tempel kommen und damit die Herrlichkeit Gottes auf eine ganz besondere Weise in den Tempel bringen. Nicht durch die – die Herrlichkeit, die niemand richtig sehen konnte, weil sie verhüllt war, sondern er würde im menschlichen Fleisch kommen, so dass jeder die Herrlichkeit Gottes sehen konnte. Wie Johannes und seine – seine Johannes sagt: Wir sahen seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und voller Herrlichkeit.

[10:24] Meines ist Silber und meines ist Gold, spricht der Herr der Herrscher. Alles Gold und Silber, alles, was wir besitzen, aller unserer – alles, was von unserem Konto ist, gehört Gott. Die letzte Herrlichkeit dieses Hauses wird größer sein als die erste, spricht der Herr der Herrscher. Und an diesem Ort will ich Frieden geben, spricht der Herr der Herrscher. Schon die Herrlichkeit Gottes ist noch größer, wenn sie sich in menschlicher Gestalt offenbart. Ja, im Tempel Salomos, da war all seiner Herrlichkeit, da war die – die Herrlichkeit, da war Gott gegenwärtig. Aber als Jesus in diesem zweiten Tempel war, dabei gegenwärtig, eben Fleisch, als Mensch, Gott mit uns. Und weil Gottes Herrlichkeit sein Charakter ist, sein Wesen, seine Liebe, seine Beständigkeit, seine Heiligkeit, offenbart seine Willigkeit, Mensch zu werden und für alle Ewigkeiten bei uns zu sein, zwischen Gott und uns, offenbar diese – diese Willigkeit von Jesus, die Herrlichkeit Gottes noch mehr, als es die – die Schächte Herrlichkeit im Tempelsaal musste.

[11:36] Am 24. Tag des 9. Monats im zweiten Jahr des Darius erging das Wort des Herrn an den Propheten folgendermaßen: So spricht der Herr der Herrscher: Frage doch die Priester über das Gesetz und sprich: Wenn jemand heiliges Fleisch im Zipfel seines Gewandes trägt und mit seinem Zipfel Brot oder ein Gericht oder Wein oder Öl oder irgendeine Speise berührt, wird dieses dadurch heilig? Und die Priester antworteten und sprachen: Nein. Da sprach Haggai: Wenn aber jemand, der sich an einer Leiche verunreinigt hat, eines von diesen Dingen anrührt, wird es dadurch unrein? Und die Priester antworteten und sprachen: Es wird unrein. Da antwortete Haggai und sprach: Ebenso ist doch dieses Volk, diese Nation von mir, spricht der Herr. So ist jedes Werk ihrer Hände und was sie dort opfern, unrein ist es. Und nun achtet doch aufmerksam darauf, wie es euch ergangen ist, vor diesem Tag und früher. Ehe man Steine auf Stein legte am Tempel des Herrn, solange das Volk nicht vom Heiligen Geist erweckt war, waren selbst die Opfergaben, die sie brachten, unrein vor Gott, weil Gottes Werk nicht die oberste Priorität im Leben hat. Wenn wir einfach nur pflichtgemäß, routinemäßig irgendwelche geistlichen Riten abspulen, weil wir denken, damit Gott die Ehre zu geben, dann ist das unrein von Gott. Er möchte, dass wir ihn lieb haben, dass sie mit ihm gehen, dass wir ihn an die oberste Stelle setzen.

[12:54] Und nun achte doch aufmerksam darauf, wie es euch ergangen ist, immer wieder finden wir beim Propheten diese Worte: Achtet doch aufmerksam darauf, wie es euch vergangen ist, vor diesem Tag und früher. Ehe man Stein auf Stein legte am Tempel des Herrn. Achtet darauf, wie es euch gegen – bevor ihr euch eingesetzt habt für Gott, sein Werk und seine Wahrheit und sein Wort. Bevor dies geschah, wenn man zu einem Kornhaufen von 20 Schäffeln kam, so waren es nur zehn. Wenn man zur Kelter Kufe kam, um 50 einmal zu schöpfen, so waren es bloß 20. Bevor Gott sagt: Achtet genau darauf, als ihr auf euch selbst geachtet habt und nicht Gott an oberster Stelle gesetzt habt, dann seid ihr nicht wirklich gesegnet gewesen. Ich schlug euch mit Getreidebrand und mit Vergilben und Hagel, alles wert eure Hände. Dennoch seid ihr nicht umgekehrt zu mir, spricht der Herr. So achtet nun aufmerksam darauf, von diesem Tag an und weiterhin, vom 24. Tag des 9. Monats an, von dem Tag an, da der Grundstein zum Tempel des Herrn gelegt ist. Achte darauf. Gott sagt: Schreibt euch dieses Datum auch nicht nur irgendwie, sondern auf den Tag genommen, von dem Tag, wo ihr anfangt für Gott zur Arbeit, von dem Tag, wo der Grundstein gelegt ist.

[14:02] Geht es anders, ihr werdet den Segen, ihr werdet sehen, ihr werdet sagen können: Dieser Tag ist wie eine Wasserscheide zwischen einem Leben, wo wir an uns selbst primär gedacht haben und keinen Sinn erlebt haben, und einem Leben, wo wir Gott und sein Werk und sein Wort an die erste Stelle gesetzt haben, und wir sind gesegnet worden. Ich weiß aus eigener Erfahrung, den größten, den mit Abstand, mit weitem Abstand größten Segen in meinem Leben habe ich immer dann erlebt und erlebe ich dann, wenn ich Gott an die erste Stelle setze. Und das kannst du auch erleben. Möge Gott dir schenken.

[14:36] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass wir sehen können, dass in Jesus deine Herrlichkeit sich offenbart, noch mehr und noch größer, als es all die Israeliten zur Zeit des Alten Testaments sehen konnten. Denn Jesus zeigt sich all deinen Charakter in menschlicher Form, in menschlicher Sprache, zum Anfassen, so dass die Jünger aussuchen konnten: Wir sahen seine Herrlichkeit. Und er, wir danken dir, dass wir in der Bibel Jesus kennenlernen können, der jetzt als Mensch, als unser älterer Bruder, als unser Freund und König im Himmel für uns Eintritt auf sein Blut, auf seine Verdienste, seine Gerechtigkeit, seinem Gehorsam, seine Heiligkeit wollen wir uns berufen und auf das alle Ängste mit ihm verbunden sein. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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