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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp beginnt die Serie „Gott auf (m)einer Seite“ mit einer tiefgehenden Einführung in den Kolosserbrief. Er beleuchtet die ersten Verse (Kolosser 1:1-15), die Paulus aus der Gefangenschaft an die Gemeinde in Kolossä schreibt. Der Sprecher betont die Bedeutung von Glaube, Liebe und Hoffnung, die Frucht des Evangeliums im Leben der Gläubigen, sowie Gottes stärkende Kraft und die Erlösung durch Jesus Christus. Es wird hervorgehoben, wie Jesus als Ebenbild Gottes und Schöpfer die Vergebung der Sünden ermöglicht und zu einem Leben in geistlicher Weisheit und Fruchtbarkeit aufruft.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Seite 1240. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du immer für uns da bist, dass wir in jeder Lebenslage zu dir kommen dürfen, dass du gerade in den schwierigen Situationen des Lebens in besonderer Weise ein Auge auf uns hast, dass du all unseren Mangel ausfüllst, dass wir bei dir volle Genüge haben. Danke, dass du uns auch manchmal in schwierige Situationen bringst, nicht weil es dir Freude macht, sondern weil du möchtest, dass wir Vertrauen lernen. Und Herr, vergib uns, wenn wir das nicht immer gleich sofort erkennen, sondern hilf uns zu sehen, dass du uns immer so führst, wie es für uns am besten ist. Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt auch durch die Worte im Kolosserbrief zu uns persönlich sprichst. Sei du unser Lehrer und hab Dank dafür im Namen Jesu. Amen.

[1:26] Wir beginnen heute den Kolosserbrief. Paulus schreibt aus Rom in der Gefangenschaft einen Brief an die Gemeinde in Kolossä, die er bis dahin noch nie persönlich besucht hat. Ein Brief, der zur gleichen Zeit oder ungefähr zur gleichen Zeit verfasst worden ist wie auch der Epheserbrief und auch der Philipperbrief. Und gerade zum Epheserbrief werden wir sehen, gibt es eine ganze Reihe von inhaltlichen Parallelen und Bezügen. Kolossä war eine Gemeinde in Kleinasien, ganz in der Nähe von Laodizea, eine Gemeinde, die auch dann kurz in diesem Brief erwähnt werden wird.

[2:07] Wir beginnen in Kolosser 1 und dort Vers 1: „Paulus, Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes.“ Eine Formulierung, die genauso auch am Anfang des Epheserbriefes zu finden ist. „Und der Bruder Timotheus.“ Wir haben ja gesehen, dass Paulus immer wieder Briefe schreibt in der Gegenwart von Mitarbeitern. „An die Heiligen und treuen Brüder in Christus in Kolossä. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.“

[2:34] „Wir danken dem Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, indem wir allezeit für euch beten.“ Paulus hat, wie wir das schon öfter festgestellt haben, fast immer seine Briefe mit Dank begonnen, mit dem Hinweis, dass er nicht nur ab und zu, nicht nur sporadisch, sondern grundsätzlich allezeit immer und immer wieder für die verschiedenen Gläubigen, für die Gemeinden gebetet hat. Sind auch wir dankbar für unsere Glaubensgeschwister und beten wir beständig für sie?

[3:07] „Da wir gehört haben von eurem Glauben an Christus Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen.“ Das klingt fast identisch mit dem, was wir in Epheser 1 ab Vers 15 auch gelesen haben. „Um der Hoffnung willen, die euch aufbewahrt ist im Himmel, von der ihr zuvor gehört habt durch das Wort der Wahrheit des Evangeliums, das zu euch gekommen ist, wie es auch in der ganzen Welt ist und Frucht bringt, so wie auch in euch von dem Tag an, da ihr von der Gnade Gottes gehört und sie in Wahrheit erkannt habt.“

[3:40] Warum schreibt Paulus? Er schreibt wegen der Hoffnung, wegen der himmlischen Hoffnung. Und das ist eine Hoffnung, die nicht nur Paulus hatte, die nicht nur die Kolosser hatten, sondern die wir alle haben dürfen: die Hoffnung auf das ewige Leben. Die Kolosser hatten gehört vom Evangelium. Sie hatten das Wort der Wahrheit empfangen, dieses Evangelium, das in der ganzen Welt damals schon, soweit es damals schon möglich war, gepredigt worden ist. Und dieses Wort der Wahrheit hat nicht nur ihre Ohren erreicht, sondern ihre Herzen, denn das Evangelium hat in ihrem Leben Frucht gebracht. Das ist, was das Evangelium tut: Wenn es wirklich in Wahrheit erkannt wird, dann verändert es nicht nur die theologische Einstellung, es verändert nicht nur das Denken, es verändert den ganzen Menschen. Es wird sichtbar, dass Gottes Gnade an einem Menschen wirklich wirkt. Möge Gott auch in unserem Leben durch dasselbe Wort der Wahrheit jeden Tag so wirken, dass reichlich Frucht entsteht.

[4:48] „So habt ihr es ja auch gelernt von Epaphras, unserem geliebten Mitknecht, der ein treuer Diener des Christus für euch ist, der uns auch von eurer Liebe im Geist berichtet hat.“ Paulus war, wie gesagt, bis dahin nie in Kolossä gewesen. Ein anderer, ein Mitarbeiter von Paulus, Epaphras, hat dort das Evangelium verkündigt. Wir sehen, wie die einzelnen Mitarbeiter Gottes, die als Apostel, als Missionare, als Evangelisten unterwegs waren, zusammengearbeitet haben, wie jeder an seinem Ort, an seinem Posten dieselbe Botschaft des Evangeliums gepredigt hat.

[5:26] „Deshalb hören wir auch seit dem Tag, da wir es gehört haben, nicht auf, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht.“ Paulus sagt: „Ich höre nicht auf zu beten. Ich habe das schon mehrfach gebetet, aber ich höre einfach nicht auf, weil es so wichtig ist, dass wir mit aller geistlichen Weisheit und Einsicht gesegnet werden.“ Paulus hatte in Epheser 1, Vers 4 gesagt, dass er Gott preist dafür, dass er uns jeden geistlichen Segen gibt. Und in Epheser 1 hat er auch davon gesprochen, dass er dafür betet, dass die Epheser von Gott erfüllt werden mit dem Geist der Offenbarung und der Weisheit, dass sie Gott erkennen, wie er wirklich ist, mit erleuchteten Augen, dass sie die Hoffnung der Berufung, die Herrlichkeit seiner Gnade, all das verstehen. Das wünscht er sich auch für die Kolosser. Er wünscht sich nicht nur, dass sie einfach in der Gemeinde bleiben, sondern dass sie Gott und Gottes Weisheit immer tiefer verstehen. Ein Wunsch, den Paulus bestimmt auch für dich und für mich hat, dass wir Gottes Wesen immer besser erkennen.

[6:36] „Damit ihr des Herrn würdig wandelt und ihm in allem wohlgefällig seid, in jedem guten Werk fruchtbar und in der Erkenntnis Gottes wachsend.“ Das Ziel alldessen ist nicht nur eine tiefere Erkenntnis, sondern ein praktisches Leben, das zeigt, dass wir Gottes Kinder sind. Das war etwas, was wir auch im Epheserbrief gesehen haben, dass er gesagt hat: „Wandelt würdig der Berufung, mit der ihr berufen worden seid.“ Wir sollen würdig des Herrn wandeln, dass unser Leben tatsächlich ein Zeugnis ist für Jesus. Und die Frage, die ich mir stellen muss und die du dir stellen musst, ist: Ist unser Leben ein Zeugnis für Jesus? Sind wir in jedem guten Werk fruchtbar? Sind alle guten Werke in unserem Leben sichtbar? Wachsen wir in der Erkenntnis Gottes? Kennen wir Gott heute besser als vor einem Jahr, vor fünf Jahren, vor zehn Jahren? Wachsen wir oder schrumpfen wir? Möge Gott uns schenken heute, dass wir, egal was in der Vergangenheit gewesen ist, dass wir wachsen, dass wir weiterwachsen oder wieder wachsen, dass wir Gott besser kennenlernen.

[7:43] „Mit aller Kraft gestärkt gemäß der Macht seiner Herrlichkeit zu allem standhaften Ausharren und aller Langmut mit Freuden, indem ihr dem Vater Dank sagt, der uns tüchtig gemacht hat, teilzuhaben am Erbe der Heiligen.“ Nämlich, was für komprimierte Sätze, wo so viel Wahrheit, so viel Evangelium, so viel Licht in wenigen Worten zusammengefasst ist! Paulus sagt: Gott möchte euch stärken. Auch das haben wir im Epheserbrief gesehen: die Macht seiner Stärke, seine Kraft. All das wurde dort sehr stark betont. Gottes Macht ist herrlich und er möchte in uns wirken, er möchte an uns wirken, und zwar damit wir standhaft ausharren. Gottes Kraft hilft uns, geduldig zu sein. Gottes Kraft hilft uns, sanftmütig zu sein. Gottes Kraft hilft uns, mit Freuden durch das Leben zu gehen. Und zwar, wie geschieht das? Indem wir Gott danken. Und das ist wahrscheinlich auch einer der wesentlichen Gründe, warum Paulus so viel dankt, weil er weiß, dass durch den Dank er die Kraft Gottes, die Kraftquelle quasi anzapft. Indem wir Gott danken, drücken wir unser Vertrauen aus, unsere Liebe aus. Wir verbinden uns mit Gott, dessen Kraft in uns wirken kann.

[9:01] „Denn Gott ist es, der uns tüchtig macht. Er ist es, der uns vorbereitet darauf, dass wir einmal unser Erbe im Himmel antreten können. Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, durch Gottes Erlösungsplan sind wir aus der Finsternis, aus dem Herrschaftsbereich des Satans herausgerettet worden und sind jetzt im Reich Jesu, im Königreich Jesu Christi, indem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.“ Auch das ganz ähnlich in Epheser, wo die Erlösung erklärt als die Vergebung der Übertretungen. Erlösung bedeutet, dass die Sünden, die du und ich begangen haben in unserem Leben, tatsächlich buchstäblich wirklich vergeben werden, weil Jesus am Kreuz dafür gestorben ist. Und es gibt bestimmt jemanden heute, der diese tiefste Wahrheit des Evangeliums erneut hören muss. Vielleicht hast du das aus den Augen verloren, vielleicht ist es nicht mehr dir so präsent. Du darfst heute wissen: Jesus ist für deine Sünden gestorben. Er kann und will dir vergeben, sodass du rein vor ihm stehst.

[10:25] Über diesen Jesus sagt Paulus weiter: „Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes.“ Später wird im Hebräerbrief gesagt, der genaue Ausdruck seines Wesens. „Der Erstgeborene, der über alle Schöpfung ist.“ Jesus ist König, er steht weit über der Schöpfung. Ja, die Bibel sagt, dass er der Schöpfer ist. In ihm ist alles gemacht worden, sagt schon Johannes 1, Vers 3. Lasst uns ihm Dank sagen, dass seine Erlösung an und in uns wirkt, unser Leben verändert.

[11:01] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns mit dem Evangelium erreicht hast. Danke, dass wir Vergebung haben dürfen, dass, wenn wir unsere Sünden zu dir bringen, dass wir das Blut von Jesus in Anspruch nehmen dürfen für jede Sünde, die wir begangen haben. Herr, und wenn es Sünden gibt, die wir noch nicht bekannt haben, dann wirke durch den Heiligen Geist in unseren Herzen, offenbare sie uns, damit wir auch dafür das reinigende Blut von Jesus in Anspruch nehmen dürfen. Herr, Dank für das Evangelium und gib, dass wir es immer besser verstehen, dass wir dich und deinen Charakter immer besser verstehen und dass wir auch entsprechend im Alltag leben und Frucht bringen für jedes gute Werk, das du schon vorbereitet hast, damit wir daran wandeln. Hab Dank dafür im Namen Jesu. Amen.

[12:18] [Musik]


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