Dieses Video von Christopher Kramp, Teil der Serie „Gott auf (m)einer Seite“, behandelt Kolosser 2:9-3:8. Der Sprecher betont, dass in Jesus die ganze Fülle der Gottheit wohnt und Gläubige in ihm alles finden, was sie brauchen. Er erklärt die geistliche Beschneidung als das Ablegen des alten Menschen und die Abschaffung der Opfergesetze durch Christi Kreuzestod. Das Video ruft dazu auf, den Blick auf das Himmlische zu richten und sündige Verhaltensweisen abzulegen, um ein Leben in Christus zu führen.
Gott auf (m)einer Seite: Kolosser 2:9-3:8
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: KolosserPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Kolosser 2:9-3:8. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:40] Lieber Vater im Himmel, wir kommen zu dir, weil wir so dringend Jesus brauchen, heute auch an diesem Tag. Du hast gesagt, dass in Jesus alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind, dass wir in ihm alles finden: Vergebung, Heilung, Heiligung, Vollkommenheit. Wir brauchen Jesus. Wir möchten ihn besser verstehen. Wir möchten, dass er in unserem Herzen wohnt, die Hoffnung der Herrlichkeit. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch deinen Heiligen Geist zu unseren Herzen sprichst, dass wir Jesus als unseren Erlöser immer besser verstehen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:40] Wir sind in Kolosser Kapitel 2. Paulus spricht über Jesus und er zeigt, dass in Jesus alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind. Er warnt die Kolosser, dass sie sich ja nicht von weltlicher Philosophie, von menschlichen Theorien, von leerem Trug und Geschwätz abbringen lassen sollen von Jesus, sondern dass sie in Jesus bleiben sollen, fest gegründet, dass sie im Alltag mit Jesus leben sollen, dass Christus in ihnen leben soll.
[2:15] Wir lesen weiter in Kolosser 2 Vers 9: "Denn in ihm, in Jesus, wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig." Man kann es gar nicht deutlicher sagen. Jesus ist nicht nur ein göttliches Wesen, er ist nicht ein Halbgott oder nur einer, der in die Nähe Gottes gerückt worden ist, sondern Jesus ist Gott mit uns. Er ist Gott und er wurde Mensch. Er ist ganzer Gott und ganzer Mensch. Und in Christus haben wir alles, wirklich alles, was wir brauchen.
[2:49] "Und ihr seid zur Fülle gebracht in ihm, der das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist." Wenn wir in Jesus sind, fehlt uns nichts, denn in ihm wohnt die ganze Fülle. Alle Weisheit ist bei ihm zu finden. Deswegen brauchen wir keine menschliche Philosophie ohne Christus, wir brauchen keine menschlichen Theorien, keine humanistischen Überlegungen ohne Christus, denn in Christus ist schon alle Wahrheit, die es gibt, alle Weisheit verborgen und zu finden. Wir brauchen nichts anderes, wenn wir Jesus haben, denn in ihm ist die ganze Fülle Gottes. Wer Christus hat, hat Zugang zu all dem, was Gott uns schenken möchte.
[3:36] "In ihm seid ihr auch beschnitten mit einer Beschneidung, die nicht von Menschenhand geschieht, durch das Ablegen des fleischlichen Leibes der Sünde, in der Beschneidung des Christus." Wir haben gesehen im Römerbrief, dass Paulus und auch im Galaterbrief, dass Paulus gesagt hat: "Ich bin mit Christus gekreuzigt." Und hier vergleicht er diesen Vorgang, dass der alte Mensch tatsächlich stirbt, so wie das in Römer 7 und Römer 8 erklärt hat, dass solange der alte Mensch noch lebt, man nicht wirklich mit Jesus dauerhaft leben kann, weil der alte Mensch immer wieder gegen Gottes Gebote rebelliert.
[4:16] Er vergleicht diesen Gedanken mit dem Sterben des alten Menschen, mit der Beschneidung. Die Beschneidung geht zurück auf das Alte Testament, in 1. Mose 17, als Abraham viele Jahre in dem Glauben lebte, er könnte mit Gott leben und gleichzeitig seinen eigenen Wunsch so durchringen und seine Sünde letztlich rationalisieren, die er mit der Hagar begangen hatte, die zum Ismael geführt hat. Aber Gott sagt ganz deutlich, dass er den Bund dort, den er mit Abraham geschlossen hat, erneuern möchte, und zwar indem Abraham den Isaak bekommt durch die Sara, nicht durch die Hagar. Und als Abraham aber seine eigenen Pläne noch einmal vorbringt und sagt: "Schau doch mal, lass doch Ismael vor dir leben", sagt Gott ein simples, aber sehr tiefgründiges Nein. Und dieses Nein ist wie ein Messer, das die Gedanken und Pläne und ja, all das, was nicht gut war im Leben von Abraham, abschneidet. Der alte Mensch soll sterben.
[5:30] Und Paulus erklärt hier, dass es nicht darauf ankommt, menschlich am Körper beschnitten zu sein. Das war dann nur eine Symbolhandlung, die es dem Abraham und seinen Nachkommen erklären sollte, worum es eigentlich geht im Evangelium. Er erklärt, dass wenn wir unser altes Wesen, unseren sündigen Menschen Jesus übergeben, wenn der mitgekreuzigt sein darf, dann ist das wie eine Beschneidung. Das ist die eigentliche Beschneidung. Sind wir beschnitten am Herzen, die Herzensbeschneidung, die die Bibel immer wieder beschreibt.
[6:06] "Da ihr mit ihm begraben seid in der Taufe, in ihm seid ihr auch mit auferweckt worden durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat." Ein Gedanke, den wir öfter bei Paulus finden, auch im Epheserbrief: "Wir sind mitgekreuzigt, wir sind mit auferweckt und mitversetzt in die himmlischen Regionen."
[6:28] "Er hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, mit ihm lebendig gemacht." Das ist genau das, was wir auch im Epheserbrief finden, in Epheser 2, dass die Heiden, wir alle, tot waren, weil wir die Begierden des Fleisches getan haben. "Mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab. Und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete."
[7:04] Hiermit sind nicht die Zehn Gebote gemeint. Die Zehn Gebote sind keine Schuldschrift, sondern hiermit ist genau das gemeint, was über Jahrhunderte praktiziert worden ist, um den Menschen deutlich zu machen, dass die Erlösung noch nicht bezahlt worden ist, nämlich all die Opfer, die Opfergesetze, die immer darauf hinwiesen, dass sie zwar jetzt schon Vergebung von Gott bekommen, wie es im Alten Testament ja deutlich zutage tritt, aber dass diese Erlösung noch nicht bezahlt ist und sozusagen ständig letztlich diese Opfervorschriften ihnen entgegenstanden, weil sie noch nicht juristisch sozusagen beglichen worden waren. Schuldscheine, sozusagen. Diesen Schuldschein hat Jesus am Kreuz ans Kreuz genagelt, indem er den ganzen, vollen Preis für alle deine Sünden und alle meine Sünden und alle Sünden dieser Welt bezahlt hat.
[8:04] "Als er so die Herrschaften und Gewalten entwaffnet hat, stellte er sie öffentlich an den Pranger und triumphierte über sie an dem selben am Kreuz." Dachten die Menschen, dass Jesus dort als Verlierer, als Versager, als Verbrecher hängt. In Wirklichkeit war er der Triumphator. Der Triumphzug war etwas, was römische Generäle und dann Kaiser praktizierten, wenn sie einen bedeutenden, gerechten Krieg aus eigenen Auspizien gewonnen hatten, und wo sie im Triumph ihre Beute mitgeführt haben. Jesus hat nicht irgendeine Schlacht gewonnen, er hat den Kampf schlechthin gewonnen, nicht gegen irgendwelche menschlichen Feinde, sondern gegen den Satan, gegen die Sünde und gegen den Tod. Er triumphiert am Kreuz und hat alle Anklagen des Satans widerlegt und ihn damit vollständig entwaffnet.
[9:11] "So lasst euch von niemand richten wegen Speise oder Trank oder wegen bestimmter Feiertage oder Neumondfeste oder Sabbate." Das ist also eine Schlussfolgerung, deswegen: "So lasst euch von niemand richten." Im Kontext ging es ja um die Frage: Soll man sich noch beschneiden lassen oder nicht? Paulus sagt: "Nein, das müsst ihr nicht. Ihr seid beschnitten am Herzen." Ihr müsst nicht nach den jüdischen Vorschriften leben, die ein Hinweis waren auf das Kreuz hin. Das Kreuz hat diese Dinge erfüllt.
[9:43] Dieser Vers ist oft missverstanden worden, aber eigentlich muss man ihn, kann man ihn ganz einfach verstehen, wenn man versteht, dass Paulus hier einen alttestamentlichen Vers im Hintergrund zitiert, nämlich Hesekiel 45 Vers 17, wo es genau um diese Dinge geht, und zwar um Speisopfer und Trankopfer und um Feiertage, an denen geopfert werden sollte. Es gab damals auch Sabbate, an denen geopfert werden musste. Das waren die sogenannten Festsabbate, die nicht notwendigerweise auf einen Samstag, auf einen Ruhewochentagssabbat fielen, sondern es waren freie Tage, es waren Feiertage, die an bestimmten Daten, zum Beispiel im 14. Nisan oder dem 10. Tischri oder vom dem 15. Tischri dann gefeiert wurden und an denen es verpflichtend gewesen ist, dass man Opfer bringen musste. Man musste zu drei Gelegenheiten auch explizit nach Jerusalem gehen oder dann vorher jeweils dort, wo das Heiligtum war, und musste dort opfern.
[10:48] Und weil das Kreuz von Jesus alle Opfer abgeschafft hat, weil sie ja nur Hinweise waren auf das kommende Kreuz, auf den kommenden Erlöser, deswegen braucht es auch keine Speisopfer und keine Trankopfer und auch keine Neumondfeste, wo geopfert wird, und auch keine Festsabbate, an denen geopfert wird.
[11:11] Etwas völlig anderes dagegen ist der siebte Tag Sabbat. Den gab es schon, bevor es Opfer gab. Den gab es nämlich schon, bevor es Sünde gab. Der siebte Tag Sabbat ist bei der Schöpfung eingesetzt worden als ein Ruhetag von Gott für die Menschen, für die Gemeinschaft mit ihm. Ihn wird es auf der neuen Erde geben, sagt Jesaja 66. Er ist letztlich unabhängig von den Opfern. Man kann einen Sabbat auch ohne Opfer feiern. Und deswegen sind die Siebentags-Sabbate, der Sabbat der Siebentagewoche, der in dem vierten Gebot in den Zehn Geboten explizit uns als Ruhetag genannt wird, natürlich nicht abgeschafft.
[11:57] Es sind diese Opfervorschriften, wie es weiter heißt, die doch nur ein Schatten der Dinge sind, die kommen sollen, wovon aber der Christus das Wesen hat. Es sind die Opfer, die auf den Erlöser hinweisen. Der Sabbat im Garten Eden wies nicht auf einen Erlöser, denn es gab noch gar kein Problem der Sünde auf der Welt.
[12:16] "Lasst nicht zu, dass euch irgendjemand um den Kampfpreis bringt, indem er sich in Demut und Verehrung von Engeln gefällt und sich in Sachen einlässt, die er nicht gesehen hat, wobei er ohne Grund aufgeblasen ist von seiner fleischlichen Gesinnung und nicht festhält an dem Haupt, von dem aus der ganze Leib durch die Gelenke und Bänder unterstützt und zusammengehalten heranwächst in dem von Gott gewirkten Wachstum."
[12:41] Paulus sagt: "Haltet euch fern von allen, die nicht Christus im Zentrum haben. Haltet euch fern von allen, die nicht mit Jesus zusammen am Aufbau der Gemeinde wirken, sondern die sich scheinbar demütig und scheinbar religiös in Dinge versteigen, die nicht auf dem Wort Gottes basieren, wie die Verehrung von Engeln, die in Offenbarung zweimal explizit verboten wird."
[13:02] "Wenn ihr nun mit Christus den Grundsätzen der Welt gestorben seid, weshalb lasst ihr euch Satzungen auferlegen, als ob ihr noch in der Welt lebtet? 'Rühre das nicht an, koste jenes nicht, betaste dies nicht!'" Wir sollen als Christen keine menschengemachten, weltlichen, religiösen Regeln annehmen, die nur von menschlicher Autorität herrühren. Jesus hat all diese menschlichen Satzungen beiseitegeschoben.
[13:29] "Was doch alles zum durch den Gebrauch der Vernichtung anheimfällt, Gebote nach den Weisungen und Lehren der Menschen." Hier geht es also nicht darum, dass göttliche Gebote abgeschafft werden, ganz und gar nicht, denn göttliche Gebote sind keine Gebote der Welt und keine Gebote der Menschen.
[13:44] "Die freilich einen Schein von Weisheit haben in selbstgewähltem Gottesdienst und Demut und Kasteiung des Leibes und doch wertlos sind und zur Befriedigung des Fleisches dienen." Die Irrlehre kommt religiös daher, sie scheint weise zu sein, sie scheint gottesdienstlich zu sein, aber das ist alles selbst gewählt, es ist nicht von Gott befohlen. Paulus spricht nicht davon, dass Dinge, die in der Bibel klar von uns gefordert werden, abgeschafft sind, ganz und gar nicht.
[14:11] "Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes." Lasst uns unseren Blick auf das himmlische Heiligtum wenden, sagt Paulus. Lasst uns über das nachdenken, was im Himmel auf uns vorbereitet, für uns vorbereitet ist. "Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist." Wie viele, wie oft passiert uns das, dass wir zwar uns zu Christus bekennen, aber doch unser ganzer Fokus, unsere ganze Intention allein auf die Erde gerichtet ist. Lasst uns unseren Blick im Geist zum Himmel hinwenden.
[14:43] "Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. Wenn der Christus, unser Leben, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit." Und das hat eine praktische Konsequenz: "Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist." Wir haben in Römer 8 gesehen, dass Paulus sagt, dass durch den Heiligen Geist die Taten des Leibes getötet werden sollen. Unser alter Mensch soll tot sein.
[15:16] "Um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. Unter ihnen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet. Jetzt aber legt auch ihr das alles ab: Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, hässliche Redensarten aus eurem Mund."
[15:33] Lieber Freund, liebe Freundin, wir können nicht dauerhaft Christen sein und zornig sein, wütend sein, Bosheit praktizieren, andere Menschen lästern, hässlich reden. All das verträgt sich mit Christus nicht. Lasst uns das ablegen, egal wie viel wir davon in der Vergangenheit praktiziert haben, egal ob sich das vielleicht auch bisher in unser christliches Leben immer wieder mal so eingeschlichen hat. Lasst uns heute die Entscheidung fällen, mit Gottes Hilfe durch seinen Heiligen Geist diese Dinge zu töten, dass unser alter Mensch mit Christus gestorben ist, dass unser alter Mensch abgeschnitten wird durch eine geistliche Beschneidung. Wenn wir diese Entscheidung treffen, lasst uns gemeinsam beten.
[16:11] Lieber Vater im Himmel, danke, dass Jesus am Kreuz triumphiert hat über alle Anklagen Satans, über die Sünde, am Ende sogar über den Tod. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass wir das immer besser verstehen, was das bedeutet, dass wir mit Jesus getötet sind, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist und dass wir mit auferweckt sind und jetzt im Glauben so leben können, dass unser Blick nicht auf die Erde gerichtet ist, sondern auf den Himmel. Herr, schenk uns das, schenk uns das jeden Tag. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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