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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt, basierend auf Lukas 10:25-11:7, beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung von Nächstenliebe und dem Hören auf Gottes Wort. Anhand der Gleichnisse vom barmherzigen Samariter und von Maria und Martha wird verdeutlicht, wie wichtig es ist, Gottes Liebe praktisch anzuwenden und die Priorität auf die Beziehung zu Jesus zu legen. Die Predigt ermutigt dazu, bedingungslos zu lieben und sich Zeit für das Wesentliche zu nehmen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute, ich bin seit 1078. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hier sind wir und wir möchten mit dir zusammen durch den Alltag gehen. Wir möchten ausgesandt werden von dir und die Erfahrung, die wir mit Jesus gemacht haben und jeden Tag machen dürfen, anderen zu erzählen. Herr, hilf uns, dass wir dir vertrauen und dass wir nicht nach weltliche, menschliche Sicherheit streben, sondern erleben dürfen, wie wenn wir für dich wirken, du für uns sorgst. Herr, sprich doch heute durch dein Wort zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:16] Wir sind im Lukas Kapitel 10. Jesus hat seinen Jüngern deutlich gemacht, das war ein enormes und großes Privileg. Sie haben in seiner Gegenwart zu sein und zu hören, was er sagte und zu sehen, was er getan hat. Und das viele Generationen vor ihnen durch die Jahrhunderte hinweg in der Geschichte Israels sich das gewünscht hätten. Auch wir haben ein großes Privileg, dass wir die Bibel haben und dass die gesamte zusammenhängende Wahrheit für unsere Zeit und deutlich offenbar gemacht worden ist. Lasst uns weiterlesen in Lukas 10 und dort Vers 25.

[1:49] Und siehe, ein Gesetzesgelehrter trat auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben? Immer wieder sind insbesondere Theologen gekommen und wollten Jesus fangen. Sie wollten ihn in eine Fangfrage stellen oder irgendwie, ja, in die Ecke treiben. Aber Jesus ließ sich nicht provozieren. Jesus hat immer mit der Bibel geantwortet, auch das mit Prinzipien, die aus dem Wort Gottes stammen. Eine Sache, die auch wir lernen können, wenn uns Menschen versuchen wollen, in die Ecke zu treiben. Und er sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Wie liest du? Hat die Frage zurückgegeben. Hat gesagt: Was steht denn in der Bibel? Du bist Gesetzesgelehrter, was steht dort? Er beantwortete und sprach: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deine Nächsten wie dich selbst. Er sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet. Tue dies, so wirst du leben.

[2:54] Diese beiden Prinzipien aus 5. Mose Kapitel 6 oder aus 3. Mose 19 zeigen ganz deutlich, dass die Liebe Gottes in unserem Herzen die eine Reaktion hervorbringt, nämlich Gott von ganzem Herzen zu leben und den Nächsten wie uns selbst. Dass das die absolute Grundlage, das Zentrum des gesamten Erlösungsplanes ist. Und dieser Gesetzesgelehrte hatte das verstanden, zumindest theoretisch. Er konnte diese Sache richtig wiedergeben. Aber Jesus sagt zu ihm: Das Recht geantwortet. Tue dies, so wirst du leben. Der Mensch lebt nicht, weil er das weiß. Er lebt noch nicht einmal deswegen, weil er es anderen sagt und korrekt wiedergibt und die beiden Verse zusammen nimmt. Er lebt deswegen, weil er es tut.

[3:43] Es reicht nicht, dass wir wissen, was der Erlösungsplan ist. Es reicht auch nicht, dass wir den Erlösungsplan anderen korrekt weitergeben. Man kann den Erlösungsplan korrekt predigen, ohne selbst von ihm zu profitieren. Und Jesus sagt: Tue dies, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Und wer ist mein Nächster? Das ist, was wir tun, wenn wir nicht ganz aufrichtig uns für das Evangelium interessieren. Wir wollen uns selbst rechtfertigen, wir wollen uns recht geben, anstatt Gott recht zu geben. Wir haben schon gesehen, dass die Menschen, die das im Teufel kam, um ihre Sünden zu bekennen, dass sie Gott Recht gegeben haben. David hat in seinem Bekenntnis, als er mit Batseba diese schlimme Sünde begangen hat, in Psalm 51 Gott gesagt: Du bist im Recht.

[4:32] Und auch in Römer 3, wo es um die Frage von Sünde und Erlösung geht, greift Paulus das auf und sagt, dass wir Gott Recht geben sollen, denn wir sind die Lügner und er soll rein und gerecht. Da steht im Gericht. Dieser Gelehrte stellt also die Frage: Wer ist mein Nächster? Wen soll ich denn lieben? Wer ist das, würde ich in Anführungsstrichen geliebt zu werden, so dass ich ewiges Leben bekommen kann? Das ist so ein bisschen die Frage, die er stellt. Wen muss ich alles lieben, damit ich auf jeden Fall, was ist sozusagen die Mindestanforderung, um ewiges Leben haben zu können?

[5:14] Er erwiderte Jesus und sprach: Es ging ein Mensch von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter die Räuber. Die zogen ihn aus und schlugen ihn und liefen davon und ließen ihn halb tot liegen, so wie er war. Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog und als er ihn sah, ging er auf der anderen Straße vorüber. Ebenso kam auch ein Levit der Gegend, sah ihn und ging auf der anderen Straße vorüber. Das sind Menschen, die die Bibel sehr gut kannten, die im Tempel, die Dienst im Gottesdienst aktiv beteiligt waren. Zu den anderen Menschen auch schon, aber sie taten nicht das Naheliegende. Sie halfen nicht einem todkranken, einem halbtot geschlagenen Menschen.

[5:58] Ein Samariter aber kam auf seiner Reise in seiner Nähe und als er ihn sah, hatte er Erbarmen. Samariter sind ja die Todfeinde der Juden gewesen und doch hatte er Erbarmen mit diesem Mann. Er ging zu ihm hin und verband ihm die Wunden und goss Öl und Wein darauf. Hob ihn auf sein eigenes Tier, führte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. Und am anderen Tag, als er fortfuhr, gab er dem Wirt zwei Denare und sprach zu ihm: Pflege ihn und was du mehr aufwendest, will ich dir bezahlen, wenn ich wiederkomme.

[6:27] Auf eigene Kosten, mit eigener Initiative hat dieser Samariter diesen bedürftigen Mann gepflegt. Hat Zeit investiert, Geld investiert, Energie investiert, um diesen Menschen zu helfen, obwohl dieser Mensch wahrscheinlich, wenn er gesund gewesen wäre, ihn nicht einmal gegrüßt hätte.

[6:55] Welche von diesen dreien ist deiner Meinung nach nun der Nächste, dessen gewesen, der unter die Räuber gefallen ist? Er sprach: Der, welcher die Barmherzigkeit an ihm geübt hat. Der Pharisäer und der Gesetzesgelehrte ist so voller Vorteil, dass er nicht einmal den nicht mal aussprechen möchte, der Samariter.

[7:11] Das sprach Jesus zu ihm: So geh du hin und handle ebenso. Mit anderen Worten: Zeige Gottes Liebe jedem, der sie braucht, ganz egal, welche Kultur, welche Hautfarbe, welche Religion, welcher gesellschaftlichen Schicht er auch angehören mag.

[7:30] Es begab sich aber, als sie weiterreisten, dass er an ein gewisses Dorf kam und eine Frau namens Marta nahm ihn auf in ihr Haus. Und diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß, die setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seinem Wort zu. Marta aber befasste sich viel zu schaffen mit der Bedienung und sie trat er zu und sprach: Herr, kümmerst du dich nicht darum, dass mich meine Schwester allein gehen lässt? Sag ihr doch, dass sie mir hilft.

[7:53] Wie oft passiert es, dass wir so beschäftigt sind, dass wir keine Zeit haben, einfach zuzuhören, was Jesus zu sagen hat? Vielleicht wollen wir viel wie Jesus arbeiten, wollen für Jesus die und haben keine Zeit zuzuhören, was Jesus uns selbst sagen möchte.

[8:10] Und dann wollen wir vielleicht sogar noch Jesus benutzen, damit er sozusagen unseren Unmut gegenüber anderen noch bestätigt und wir ihn sozusagen dafür instrumentalisieren wollen. Aber Jesus macht er nicht mit. Jesus hat eine viel wichtigere Botschaft an uns selbst.

[8:29] Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, übrigens eine der zehn Stellen in der Bibel, wo Gott zweimal ruft. Martha, Martha, du machst dir Sorge und Unruhe und vieles eines aber ist not. Maria aber hat das gute Teil erwählt, das soll nicht von ihr genommen werden.

[8:50] Eine Sache ist wirklich wichtig. Auch wenn wir viel beschäftigt sind im Alltag, wenn wir ein volles E-Mail-Postfach haben, wenn wir viele Aufgaben haben, von denen wir kaum wissen, wie wir sie heute bewältigen können, ist eine Sache wichtig. Eine Sache, auf eine Sache dürfen wir niemals verzichten, eine Sache niemals opfern. Es gibt andere Dinge, die wir beiseite legen können, aber das niemals. Wir brauchen unsere Zeit, unsere stille Zeit mit Jesus. Ohne die können wir den Alltag nicht bewältigen.

[9:21] Eines ist nur, das ist das, was wir nicht verlieren werden. Andere Dinge, die wir vielleicht bewerkstelligt haben, wenn wir wieder verlieren. Wir werden zwar unsere Aufgaben abarbeiten, was wir neue Aufgaben dazu kommen. Aber das hier, ein zu Jesu Füßen zu sitzen, das bleibt, das bleibt, das kann für die Ewigkeit bleiben, wenn wir Füßen Jesu sitzen bleiben.

[9:41] Und es begab sich, dass er an einem Ort im Gebet war und als er aufhörte, sprachen, sprach einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte.

[9:58] Er wollte wissen, wie man wirklich betet. Möchtest du wissen, wie man so betet, dass die Gebete auch wirklich gehört werden? Jesus hat seine Jünger gelehrt. Er sprach zu ihnen: Wenn ihr betet, sprecht: Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden. Gib uns unser nötiges täglich unser nötiges Brot und vergib uns unsere Sünden, denn auch wir vergeben jedem, der uns etwas schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

[10:32] Jesus gibt das Vaterunser noch einmal als Lektion, so wie es auch schon den Aposteln, den Jüngern auf dem Berg der Seligpreisung, bei der Bergpredigt gegeben hat. Da sehen wir, dass Jesus also bestimmte Dinge immer wieder auch wiederholt hat. Er hat nicht immer neue Sachen erfunden, sondern Dinge, die ihm wichtig waren, immer und immer wieder gepredigt und auch unterrichtet.

[10:58] Oder sprach zu ihnen: Wenn einer von euch einen Freund hätte und ginge zu ihm um Mitternacht und spräche zu ihm: Freund, leihe mir drei Brote, denn mein Freund ist von der Reise zu mir gekommen und ich habe nichts, was ich ihm vorsetzen kann. Und jeder würde von innen antworten und sagen: Mache mir keine Mühe, die Tür ist schon verschlossen und meine Kinder sind bei mir in der Kammer. Ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben.

[11:22] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich von Herzen bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst. Wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, dass wir in jedem Menschen den Nächsten erblicken, den du liebst. Vergib uns, wo wir Menschen nicht mit deiner Liebe behandelt haben, nicht mit deiner Liebe gesehen haben. Lass uns lernen von der Geschichte von barmherzigen Samariter. Bist du bereit, auch unseren Todfeinden Liebe und Respekt entgegenzubringen und etwas für sie einzusetzen, um ihnen zu helfen? Schenk uns das. Das bitten wir im Namen Jesu.


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