In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Lehren Jesu aus Lukas 11:33-12:3. Er spricht über die Bedeutung des inneren Lichts und warnt vor der Heuchelei der Pharisäer, die äußerliche Reinheit über die Herzensreinheit stellen. Die Botschaft betont die Wichtigkeit authentischen Glaubens und die Gefahr, sich von äußerlichen Formen blenden zu lassen.
Gott auf (m)einer Seite: Lukas 11:33-12:3
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: LukasPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 10.
[0:36] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass Jesus so groß ist, so mächtig, so wunderbar. Und dass wir unser ganzes Leben anvertrauen können, Herr. Das möchte ich tun, das möchten wir tun heute an diesem Tag und sein Leben in Jesu Nachfolge überdenken und ihm folgen. Möchte dich bitten, dass du nach deiner Verheißung alle Angriffe des Satans abwehrst, dass wir Sieger sein dürfen mit dir, dass du heute jetzt auch durch dein Wort zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:21] Wir sind in Lukas Kapitel 11. Jesus hat auf die Frage nach einem Zeichen den Menschen erklärt, dass ihnen nur das Zeichen des Propheten Jona gegeben werden werde und dass er, Jesus, ein Zeichen für dieses Geschlecht sein würde, sowie Jona ein Zeichen war für seine Generation. Und er deutlich gemacht, dass er selbst größer ist als Jona, dass er größer ist als Salomo und all die Figuren des Alten Testaments, auf die die Israeliten zu seiner Zeit so stolz zurückgeschaut haben.
[1:57] Wir lesen weiter Vers 33 in Lukas 11: „Niemand aber zündet ein Licht an und setzt es an einen verborgenen Ort, auch nicht unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, damit die Hereinkommenden den Schein sehen.“ Wir haben so etwas ganz Ähnliches schon in Lukas 8 gelesen. Gott zündet ein Licht in unserem Leben an durch das Evangelium, aber nicht, damit es für uns selbst ist.
[2:22] Niemand zündet ein Licht an und stellt es dann an einen verborgenen Ort, damit niemand davon profitieren kann. Gott lässt es über uns leuchten, er lässt unser Herz erleuchten, unser Herz, damit andere von dem Licht, dass er angezündet hat, auch profitieren können. Profitieren Menschen in deiner Umgebung davon, dass du mit dem Evangelium erleuchtet worden bist?
[2:44] „Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn dein Auge lauter ist, so ist auch dein ganzer Leib licht. Wenn es aber böse ist, so ist doch dein Leib finster. So habe nun acht, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist.“ Wenn dein ganzer Leib licht ist, so dass er keinen finsteren Teil mehr hat, so wird er ganz hell sein, wie wenn das Licht mit seinem Strahl dich erleuchtet.
[3:06] Und während er redete, bat ihn ein gewisser Pharisäer, bei ihm zu Mittag zu essen. Er ging hinein und setzte sich zu Tisch. Der Pharisäer aber verwunderte sich, als er sah, dass er sich vor dem Mittagsmahl nicht gewaschen hatte.
[3:19] Da sprach er zu ihm: „Nun, ihr Pharisäer, ihr reinigt das Äußere des Bechers und des Schlüssels, euer Inneres aber ist voll Raub und Bosheit.“ Die Pharisäer waren sehr darauf bedacht, rein zu sein, aber ihre Religiosität bestand vor allem auf äußerliche Reinheit und viele Rituale und Waschungen sollten demonstrieren, wie rein sie sind. Deine kultische Reinheit etablieren, aber Jesus zeigte, dass es um etwas ganz anderes ging als äußerliche Kultur.
[3:44] Es ging darum, im Herzen rein zu sein. Denn was nützt es, wenn man äußerlich gewaschen ist, aber im Inneren Herzen der ganze Schmutz der Sünde regiert? „Ihr Toren, hat nicht der, welcher das Äußere schuf, auch das Innere gemacht? Gebt nur von dem, was darin ist, Almosen. Siehe, so ist euch alles rein.“
[4:03] „Aber wehe euch, Pharisäern, dass ihr die Minze und die Raute und alles Gemüse verzehntet und das Recht und die Liebe Gottes umgeht. Dieses solltet ihr tun und jenes nicht lassen.“ Jesus war nicht gegen das Geben von Zehnten von Minze und Raute und Gemüse. Das war für ihn kein Problem. Das Problem war, dass die Menschen, dass die Pharisäer nichts von der Liebe Gottes geben wollten, nichts von den Prinzipien der Gerechtigkeit.
[4:28] Sie haben zwar treu, in Anführungsstrichen, ihr Gemüse verzehntet, aber nichts von dem weitergegeben, was Gott ihnen an Liebe eigentlich in seinem Wort gezeigt hat. Sie haben es nicht in ihr Herz aufgenommen.
[4:41] „Wehe euch, Pharisäern, dass ihr den ersten Sitz in den Synagogen und die Begrüßung auf den Märkten liebt. Wehe euch, Schriftgelehrten und Pharisäern, ihr Heuchler, dass ihr wie die unkenntlich gewordenen Gräber seid, über welche die Leute dahin gehen, ohne es zu wissen.“ Jesus tadelt die Obersten seines Volkes, weil sie sich selbst erhöht haben und damit genau die Eigenschaft gezeigt haben, die den Luzifer im Himmel zu Fall brachte.
[5:13] Sie haben es geliebt, vorne zu sitzen, oben zu sitzen, den ersten Platz zu haben, und die Menschen dachten, dass sie heilig sind. So wie unkenntliche Gräber, über die man geht und gar nicht merkt, dass man unrein wird durch die Berührung mit dem Grab. Denn im Alten Testament wurde man ja durch die Berührung eines Toten, durch Kontakt mit dem Grab, unrein. So waren diese Pharisäer so unrein, aber äußerlich scheinbar so heilig, dass Menschen gar nicht merken, wie sie unrein wurden durch das Reden mit den Pharisäern, durch das Nachdenken der Gedanken.
[5:46] Da antwortete einer der Gesetzesgelehrten und sprach: „Meister, mit diesen Worten stehst du auch uns.“ Er war, sprach: „Wehe auch euch, Gesetzesgelehrten!“
[5:56] Denn ihr ladet den Menschen unerträgliche Bürden auf, und ihr selbst rührt die Bürden nicht mit einem Finger an. „Wehe euch, dass ihr die Grabmäler der Propheten baut, eure Väter aber haben sie getötet. So bestätigt also die Taten eurer Väter und habt Wohlgefallen daran.“ Denn jene haben sie getötet, ihr baut ihre Grabmäler.
[6:14] Darum hat auch die Weisheit Gottes gesprochen: Ich will Propheten oder Apostel zu ihnen senden, und sie werden etliche von ihnen töten und verfolgen, damit von diesem Geschlecht das Blut aller Propheten gefordert werde, das seit Grundlegung der Welt vergossen worden ist, vom Blut Abels an bis zum Blut des Zacharias, der zwischen dem Altar und dem Tempel umkam. Ja, ich sage euch, es wird gefordert werden von diesem Geschlecht.
[6:40] Jesus macht hier deutlich, dass diese Generation, die den Eindruck hatte, viel besser zu sein als die ehemaligen Generationen des Volkes Israel, in Wirklichkeit alles zum Höhepunkt treiben würde, der Kulminationspunkt sein würde von all dem Abfall über die Jahrhunderte. Denn sie würden nicht irgendeinen Propheten umbringen, sie würden den Messias selbst umbringen.
[7:04] Du willst auch am Ende sein, dass wenn am Ende eine letzte Generation das Evangelium in einer Fülle und Vollmacht predigen wird auf der ganzen Welt, wie nie zuvor, dass Menschen, die sich für sehr aufgeklärt halten, die sich für sehr zivilisiert halten, als vielleicht zur Zeit des Mittelalters oder der Antike, all das, was an Verfolgungen den Jahrhunderten zuvor geschehen ist, ging das Evangelium wieder aufleben lassen und auf die Spitze treiben werden.
[7:34] „Wehe euch, Gesetzesgelehrten! Denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen. Ihr selbst seid nicht hineingegangen und die, welche hineingehen wollten, habt ihr daran gehindert.“ Diese Menschen kannten die Bibel zwar theoretisch, aber sie haben nicht wirklich sich für die Botschaft Gottes interessiert. Und sie haben durch ihre Verdrehung der biblischen Botschaft auch andere daran gehindert, dass Gott direkt zu ihnen sprechen konnte.
[7:56] Wer sich in der Bibel auskennt und die Aufgabe auf sich nimmt, die Bibel zu unterrichten, eine feierliche Aufgabe, die wir nicht leichtfertig auf uns nehmen sollten, sondern bewusst werden, dass wenn wir das Wort Gottes verdrehen, wir auch anderen Menschen ein Hindernis bilden auf dem Weg zum ewigen Leben.
[8:22] Und als er dies zu ihnen sagte, fingen die Schriftgelehrten und Pharisäer an, ihm hart zuzusetzen und ihn über vieles auszufragen, wobei sie ihm auflauern und versuchten, etwas aus seinem Mund aufzufangen, damit sie ihn verklagen könnten. Als sich inzwischen das Volk zu Tausenden gesammelt hatte, so dass sie aufeinander traten, begann er zuerst seine Jünger zu sprechen: „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, welcher die Heuchelei ist.“
[8:51] Jesus warnte ganz explizit am Ende vor den Pharisäern, obwohl die so hoch angesehen waren, weil diese nur äußerlich Gott nachfolgten oder den Anschein erweckten, innerlich aber sich gar nicht für das interessierten, was der wahre Gott wirklich zu den Herzen sagen wollte. Und diese Heuchelei, dieses nach außen tragen des Glaubens, ohne dass es das innere Herz verändert, ist gefährlich.
[9:15] Er wirkt wie Sauerteig, denn man glaubt, dass man dann ein guter Gläubiger sein kann, ohne sein Herz, seinen Charakter verändern zu müssen. Und das ist äußerst attraktiv. Und deswegen müssen wir uns davor hüten. Wir dürfen nicht denken: Na ja, jemand anders ist ja auch hoch angesehen, hat er auch diese Position, ist dieser Prediger, Lehrer, Professor, und sein Charakter ist eigentlich auch ziemlich daneben, aber er hatte diese hohe Position und der ist ja so sehr geehrt. Deswegen ist es auch für uns okay, wenn wir mal über die Stränge schlagen.
[9:41] Nein, wir müssen uns vor diesem Sauerteig hüten und dürfen uns davon nicht beeinflussen lassen. Es ist aber nichts verdeckt, das nicht aufgedeckt werden wird, und nichts verborgen, das nicht bekannt werden wird. Alles, was ihr im Finstern redet, wird man darum im Licht hören, und was ihr in den Kammern ins Ohr gesprochen habt, wird auf den Dächern verkündigt werden.
[10:01] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, bitte bewahre uns vor Heuchelei, bewahre uns davor, nur nach außen etwas zu spielen, was unserem Herzen uns gar nicht wirklich interessiert. Bewahre uns davor, nur eine Form zu wahren und meine Position zu halten, um Ansehen und Bewunderung zu erlangen.
[10:23] Ergib, dass wir wirklich von ganzem Herzen die Tiefe deines Evangeliums erkennen und echte, im tiefsten Herzen und in der tiefsten Tiefe unseres Herzens, echte Christen sind. Das bitte ich dich im Namen Jesu.
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