In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf verschiedene Gleichnisse und Begebenheiten aus Lukas 12-13 ein. Er beleuchtet die Bedeutung von Wachsamkeit und Vorbereitung auf Gottes Wiederkunft, die Notwendigkeit, Konflikte friedlich zu lösen, und die tieferen Bedeutungen von Heilung und Erlösung. Die Gleichnisse vom Senfkorn und Sauerteig verdeutlichen das Wachstum und die transformative Kraft des Reiches Gottes. Abschließend wird die Wichtigkeit betont, durch die enge Pforte zu gehen und sich nicht von der Masse leiten zu lassen, sondern Jesus nachzufolgen.
Gott auf (m)einer Seite: Lukas 12:58-13:25
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: LukasPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 1083. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du in deinem Wort sprichst. Wir möchten wachsam sein, wir möchten uns vorbereiten auf deine Wiederkunft. Und wenn du kommst, möchten wir ja liebevolle, fleißige Arbeit an deinem Weinberg gewesen sein, die zur rechten Zeit Speise ausgeteilt haben. Herr, zünde du dein Licht in unserem Herzen an, dass wir es nicht verstecken, sondern Herr, leuchten lassen. Und dass wir wachen und wachsam sind und vorbereitet auf dein Kommen. Sprich du heute durch dein Wort zu uns und gib, dass wir dadurch verstehen, in welcher Zeit wir leben und was jetzt wichtig ist in unserem Leben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:22] Wir sind in Lukas Kapitel 12. Jesus hat die Menschen aufgefordert, nicht nur äußere Wetterphänomene zu beobachten, sondern die Zeichen der Zeit zu studieren, um zu wissen, in welcher prophetischen Zeit sie leben. Wir lesen weiterhin Vers 58: "Denn wenn du mit deinem Widersacher zur Obrigkeit gehst, so gib dir auf dem Weg Mühe, von dem loszukommen, damit er dich nicht vor den Richter schleppt, und der Richter dich dem Gericht übergibt, und der Gerichtsdiener dich ins Gefängnis wirft. Ich sage dir, du wirst von dort nicht herauskommen, bis du auch den letzten Groschen bezahlt hast." Die Idee ist, dass wenn wir wissen, dass jemand mit uns seinen Streit hat, sollen wir es nicht eskalieren lassen. Wir sollen es nicht darauf ankommen lassen, sondern wir sollen versuchen, so schnell wie möglich, so weit es an uns liegt, eine Einigung zu erzielen. Wir sollen versuchen, persönlich zu sein, wir sollten versuchen, eine Eskalation des Konfliktes möglichst zu vermeiden und dem Feind sozusagen, dem gegenüber so gnädig wie möglich und so freundlich wie möglich zu sein.
[2:40] Es waren aber zur selben Zeit etliche eingetroffen, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Opfern vermischt hatte. Pilatus war ganz offensichtlich ein sehr grausamer Prokurator dort für die römische Besatzungsmacht und hat oft oder immer wieder Blutbäder anrichten lassen durch seine Soldaten. Das ist wichtig, wenn man sich dann vor Augen führt, wie Jesus auch mit Pilatus umgegangen ist später in Johannes 18. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: "Meint ihr, dass diese Galiläer größere Sünder gewesen sind als alle anderen Galiläer, weil sie so etwas erlitten haben?" Wir nein, mal einen simplen Mechanismus zu konstruieren von Ursache und Wirkung, dass sie, wenn jemandem etwas Schlimmes widerfährt, er deswegen auch schuld sein muss und bestraft wird. Das stimmt schon bei der Geschichte von hier nicht so und erst recht nicht natürlich bei der Geschichte von Jesus.
[3:40] Und andersrum heißt es auch nicht nur, weil mir gerade nichts Schlimmes widerfährt, nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, sagt Jesus, werdet ihr alle auch so umkommen. Oder jene 18, auf die der Turm in Siloah fiel und sie erschlug. Und meint ihr, dass diese schuldiger gewesen sind als alle anderen Leute, die in Jerusalem wohnten? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, so werdet ihr alle auch so umkommen.
[4:11] Und er sagte dieses Gleichnis: "Es hatte jemand einen Feigenbaum, der war in seinem Weinberg gepflanzt, und er kam und suchte Frucht darauf und fand keine. Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. Hau ihn ab, warum macht er das Land unnütz?" Der Weinberg ist ein Symbol in Jesaja 5 und natürlich dann in Matthäus 21 für das Volk Gottes. Und der Feigenbaum, auch den kennen wir schon, ist ein Symbol. Eigentlich sehen wollte, aber nicht sehen nicht sah, nicht finden konnte, nämlich echte, echte Gottesfurcht, echte Frömmigkeit, ein echtes Glaubensleben. Interessanterweise kommt hier in diesem Gleichnis der Mann dreimal zu den Weingärten und dreimal findet er beim Feigenbaum keine Frucht. Jesus kam drei Jahre lang immer wieder mal nach Jerusalem, da war das Passah im Jahre 28 und das Passah im Jahre 29 und dann war das Jahr 30 beim Passah. Nicht in die Hose, dann aber auch es dann später noch mal in die Russland gewesen, nämlich beim Laubhüttenfest. Immer wieder ist Jesus für drei Jahre lang in Jerusalem gewesen und hat nach Frucht ausgeschaut, aber da war keine Frucht. Und wir kennen das Gleichnis und das wir kennen die Geschichte dann von dem verdorrten Feigenbaum. Und hier ist interessant, dass hier nach drei Jahren bereits die Aufforderung kommt: "Hau ihn ab, warum macht er das Land unnütz?" Er beantwortet und spricht zu ihm: "Herr, lass ihn noch dieses Jahr, dass ich um ihn gegraben habe und gedüngt habe, aber vielleicht doch noch Frucht bringt. Wenn nicht, so hau ihn danach ab." Ihr seht also, dass auch nach drei Jahren Dienst von Jesus und drei Jahren Ablehnung durch die Obersten und viele im Volk immer noch Hoffnung gab, Jesus würde noch einmal alles versuchen, was wirklich gewesen ist. Er würde noch einmal versuchen, mit der ganzen Kraft des Evangeliums, die Menschen zur Umkehr zu bringen.
[6:33] Er lehrte auch in einer der Synagogen am Sabbat. Und siehe, da war eine Frau, die seit 18 Jahren einen Geist der Krankheit hatte, und sie war verkrümmt und konnte sich gar nicht aufrichten. Als nun Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: "Frau, du bist erlöst von deiner Krankheit." Da sehen wir, dass Erlösung nicht nur etwas mit Sünde zu tun hat, sondern man kann auch von einer Krankheit erlöst werden. Und er legte ihr die Hände auf, und sie wurde so gleich wieder gerade und pries Gott. Und das zeigt uns natürlich auch, dass die Heilung dieser Frau wiederum eine Illustration der geistlichen Erlösung von der Sünde ist. Der Synagogenvorsteher war empört darüber, dass Jesus am Sabbat heilte und er griff das Wort und sprach zu der Volksmenge: "Es sind sechs Tage, an denen man arbeiten soll. An diesen kommt und lasst euch heilen und nicht am Tag des Herrn." Nun antwortete der Herr übrigens dieses Thema des Heilens am Sabbat ist eines der ganz großen Themen, die die Evangelien durchziehen. Immer wieder, dass Jesus angeklagt worden ist, weil er am Sabbat heilte. Wir haben in Kapernaum gesehen, dass die Menschen sogar gewartet haben, bis der Sabbat vorbei war, bevor sie sich haben heilen lassen. Der Herr nun antwortete ihm und sprach: "Du Heuchler, löst nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe und führt ihn zur Tränke? Tiere dürfen trinken, aber Menschen sollen nicht wieder gesund gemacht werden dürfen? Diese aber, eine Tochter Abrahams, die der Satan, siehe, schon 18 Jahre gebunden hielt, sollte sie nicht von dieser Bindung gelöst werden am Sabbat?" Und als er das sagte, wurden alle seine Widersacher beschämt, und die ganze Menge freute sich über all die herrlichen Taten, die durch ihn getan wurden. Der Sabbat ist nicht dazu da, Gottes Wirken einzugrenzen oder aufzuhalten, sondern Gottes Wirken hervorzubringen, was immer mit Gottes Wirken, mit Gottes Wesen und seiner Botschaft in Harmonie ist und damit zusammenarbeitet, ist doch am Sabbat erlaubt.
[8:35] Das sprach er: "Wem ist das Reich Gottes gleich und womit soll ich es vergleichen? Es gleicht einem Senfkorn, dass ein Mensch nahm und in seinen Garten warf, und das wuchs und wurde zu einem großen Baum, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen." Und wiederum sprach er: "Womit soll ich das Reich Gottes vergleichen? Es gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich drei Scheffel Mehl hineinmischte, bis das Ganze durchsäuert war." Auch wir kennen diese Gleichnisse schon aus Matthäus 13. Jesus hat auch diese Gleichnisse offenbar öfter erzählt. Es reicht Gottes Sicht klein aus, hat aber gigantische, große Auswirkung. Das Reich Gottes, klein wie es ist, durchsäuert alles, das ist verändert, alles so, wie ja, so wie Sauerteig den gesamten Brotteig durchsäuert und verändert in seiner chemischen Struktur sogar. So verändert das Evangelium, wenn es unser Herz kommt, nach und nach unser ganzes Wesen und Denken.
[9:39] Oder zog durch Städte und Dörfer und lehrte und setzte seine Reise nach Jerusalem fort. Es sprach aber einer zu ihm: "Herr, sind es wenige, die gerettet werden?" Er sprach zu ihnen: "Ringet danach, durch die enge Pforte hineinzugehen, denn viele, sage ich euch, werden hineinzusuchen und es nicht können. Wenn einmal der Hausherr aufgestanden ist und die Tür verschlossen hat, dann werdet ihr anfangen, draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen: Herr, tu uns auf! Dann wird er antworten und sagen: Ich weiß nicht, woher ihr seid."
[10:16] Lieber Freund, liebe Freundin, strebst du danach, ewig leben zu können? Strebst du danach, durch die enge Pforte zu gehen? Viele werden versuchen, Christen zu sein, aber nicht viele sind bereit, wirklich ihr Leben zu geben. Jeder von uns muss täglich die Entscheidung fällen, dem eigenen Ich abzusterben, die enge Pforte zu gehen, das ewige Leben, die Rettung zu erhalten. Wir können nicht auf die Masse schauen, wir können nicht auf die Mehrheit schauen. Also wir können auf Jesus schauen und jeden Schritt, den wir gehen sollen, ist Jesus vor uns gegangen und mit ihm. Wenn wir ans Ziel ankommen, lasst uns gemeinsam beten.
[11:01] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass dein Wort unser ganzes Leben verändern kann. Wie Sauerteig einen Teig völlig durchsäuert, Herr, sieht so klein und unscheinbar aus, das, was dein Königreich betrifft, wenn man als erstes damit in Berührung kommt. Aber in Wirklichkeit enthält es all das, was das gesamte Universum regiert. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass dein Wort, das Evangelium, seine Botschaft vom Reich Gottes und sein ganzes Denken und Handeln und Wesen verändert. Und dass auch, wenn es klein begonnen hat, es große Resultate in unserem Leben bringen wird. Das bitten wir im Namen Jesu.
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