In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp biblische Passagen aus Lukas 13:26-14:14. Er thematisiert die Bedeutung der wahren Nachfolge Jesu, die über bloße religiöse Praktiken hinausgeht, und betont die Wichtigkeit von Demut und Selbsterniedrigung. Die Botschaft fordert dazu auf, das Evangelium nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern es auch praktisch im Alltag anzuwenden, indem man anderen dient, besonders denen, die nichts zurückgeben können.
Gott auf (m)einer Seite: Lukas 13:26-14:14
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, LukasPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:43] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1084. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du uns lieb hast und danke sagen, dass dein Wort zu uns jeden Tag spricht. Und danke, dass du uns führst und wir uns jetzt auf dich verlassen dürfen. Und Herr, du weißt von unserem Leben, Dinge sind, die falsch laufen. Du siehst das besser als wir selbst und wir möchten dich bitten, lass uns diese Dinge auch offenbarst, dass wir verstehen, wo wir Buße tun müssen, um wirklich ganz mit dir leben zu können. Sprich du heute zu uns, das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:25] Wir sind in Lukas Kapitel 13. Jesus hat darüber gesprochen, als er auf dem Weg nach Jerusalem war und durch verschiedene Städte und Dörfer kam. Als jemand ihn fragte, ob es wenige sind, die gerettet werden. Es darauf ankommt, dass wir durch die enge Pforte hindurchgehen. Und dass viele zwar gerettet werden wollen, aber am Ende nicht gerettet werden, weil sie sich niemals wirklich dafür entscheiden, ihr Leben ganz Gott zu übergeben. Und viele werden dann anklopfen und sagen: "Ja, mach es auf! Sie werden ihn Herr, Herr, anrufen", aber Jesus wird sie wegschicken, weil er sie nicht kennt.
[2:06] Wie wir das schon in der Bergpredigt, Matthäus 7, gelesen haben. Und dann lesen wir weiter: "Dann werdet ihr anfangen zu sagen: Wir haben vor dir gegessen und getrunken und auf unseren Gassen hast du gelehrt." Das sind Menschen, die haben Jesu Worte gehört, sie haben Predigten gehört, sie haben wahrscheinlich am Abend mal teilgenommen, sie haben mit ihm gegessen und getrunken. Und er wird antworten: "Ich sage euch, ich weiß nicht, woher ihr seid. Weicht alle von mir, ihr Übeltäter, die die Ungerechtigkeit tun." Wenn wir Predigten hören und zum Gottesdienst gehen und gleichzeitig an Sünde festhalten und uns nicht bekehren lassen wollen, dann betrachtet uns Jesus, als ob wir ihn gar nicht kennen würden.
[2:53] Denn der Bund, das wird Jesus verbindet, das ist ein Gesetz durch das Evangelium. Wenn wir von der Schuld befreit sind, die Trennung wird aufgehoben, aber dann müssen wir auch mit ihm zusammen leben. Oder Gottes Gesetz übertreten, nützen alle anderen religiösen Übungen nichts. Und das macht Jesus hier sehr, sehr deutlich. Wir müssen uns wirklich die Frage stellen: Lebe ich in Übereinstimmung mit Gottes Willen?
[3:21] Da wird das Heulen und das Zähneknirschen sein, wenn ihr Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes seht, euch selbst aber hinausgestoßen. Sie werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden und zu Tisch sitzen im Reich Gottes. Und siehe, es sind letzte, die werden erste sein, und das sind erste, die werden letzte sein.
[3:43] An demselben Tag traten etliche Pharisäer hinzu und sagten zu ihm: "Geh fort und reise ab von hier, denn Herodes will dich töten." Und er sprach zu ihnen: "Geht hin und sagt diesem Fuchs: Jesus wusste sehr genau, wie böse und gottlos der Herodes gewesen ist. Er war nicht naiv, wusste ganz genau, welche bösen Machenschaften dieser Mann schon getan hatte. Siehe, ich treibe Dämonen aus und vollbringe Heilung heute und morgen, oder am dritten Tag bin ich am Ziel. Doch muss ich heute und morgen und übermorgen reisen, denn es geht nicht an, dass ein Prophet außerhalb von Jerusalem umkommt."
[4:22] Hier Jesus erneut angekündigt, dass er in Jerusalem sterben wird. Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind. Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt. Jesus hatte schon oft, als er noch im Himmel war, durch Propheten sein Volk zur Buße aufgerufen. Jesus hat immer und immer und immer wieder versucht, die Menschen zur Umkehr zu bringen.
[4:55] Weißt du, dass Jesus auch sich sehr um dich und mich bemüht, immer und immer wieder? Lasst uns das Angebot von Jesus nicht abschlagen. Lasst uns ihm folgen. Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden, und wahrlich, ich sage euch, ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis die Zeit kommt, da ihr sprechen werdet: "Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn."
[5:18] Und es begab sich, als er am Sabbat in das Haus eines Obersten der Pharisäer ging, um zu speisen, da beobachteten sie ihn. Und siehe, da war ein wassersüchtiger Mensch vor ihm. Und Jesus griff das Wort und redete zu den Gesetzesgelehrten und Pharisäern, indem er sprach: "Ist es erlaubt am Sabbat zu heilen?" Sie verschwiegen das. Das war immer das Thema zwischen den Pharisäern und Jesus. Darf man am Sabbat Gutes tun?
[5:44] Da rührte er ihn an, machte ihn gesund und endlich sehen. Und er begann und sprach zu ihnen: "Wer von euch, wenn ihm sein Esel oder Ochse in den Brunnen fällt, wird ihn nicht so gleich herausziehen?" Aber was, und sie konnten ihm nichts dagegen antworten.
[5:59] Er sagte aber zu den Gästen ein Gleichnis. Er bemerkte, wie sie sich die ersten Plätze aussuchen und sprach zu ihnen: "Wenn du von jemand zur Hochzeit eingeladen bist, so setze dich nicht auf den obersten Platz, damit nicht etwa ein Vornehmer als du von ihm eingeladen ist und nun der, der dich und ihn eingeladen hat, kommt und zu dir sagt: 'Mache diesen Platz!', und du dann beschämt den letzten Platz einnehmen musst. Sondern wenn du eingeladen bist, so geh hin und setze dich auf den letzten Platz, damit der, welcher dich eingeladen hat, wenn er kommt, zu dir spricht: 'Freund, rücke hinauf!', dann bist du geehrt vor denen, die mit dir zu Tisch sitzen."
[6:35] Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden. Wir kennen dieses Prinzip. Wir wissen, dass der Luzifer im Himmel sich selbst erhöht hat und so Satan wurde und dann aus dem Himmel geworfen wurde. Wir wissen, dass Jesus den Philipper 2 sich selbst erniedrigt hat und Gott ihn erhöht hat über alle Maßen.
[6:57] Und dieses Gleichnis zeigt, dass das nicht nur eine theologische Wahrheit im Universum ist, sondern dass sie eine direkte Auswirkung hat auf unseren Alltag. Sind wir bereit, uns an die unterste Stelle zu stellen? Sind wir bereit, anderen einen besseren Platz einzuräumen? Wenn wir versuchen, selbst uns zu ehren, dann werden wir beschämt werden. Wenn wir uns aber darüber freuen, wenn andere einen besseren Platz bekommen als wir, dann können wir nur noch geehrt werden.
[7:31] Er sagte aber auch zu dem, der eingeladen hatte: "Wenn du ein Mittags- oder Abendmahl machst, so lade nicht deine Freunde, doch deine Brüder, noch deine Verwandten, noch reiche Nachbarn ein, damit ich etwa auch sie dich wieder einladen und dir vergolten wird. Sondern wenn du ein Gastmahl machst, so lade Arme, Lahme, Blinde ein, so wirst du glückselig sein, denn weil sie es dir nicht vergelten können, wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten."
[7:59] Wenn wir nur mit denen Kontakt haben, die uns auch wieder Gutes tun können, dann haben wir das Wesen des Evangeliums nicht wirklich verstanden. Denn Jesus, Gott selbst, er hat Gemeinschaft mit uns, obwohl er weiß, dass wir ihm niemals das wieder zurückgeben können, was er uns geschenkt hat. Weil wir das verstanden haben, dann werden wir auch gerne Menschen helfen, auch wenn wir niemals das zurückbekommen, was wir in sie hinein investiert haben.
[8:34] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, vergib uns, wo wir uns in unseren Gedanken oder vielleicht sogar in Worten und unserem Handeln selbst erhöht haben, wo wir uns über andere gestellt haben, wo wir uns für besser gehalten haben als andere. Herr, schenk uns einen echten Blick auf das Evangelium, ein echtes Verständnis dafür, was es bedeutet, dir nachzufolgen, demütig zu sein und denen zu helfen, die uns niemals das zurückgeben können. Einfach aus Liebe, weil du so mit uns umgehst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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