In dieser Predigt behandelt Christopher Kramp Lukas 16, beginnend mit dem Gleichnis vom ungerechten Verwalter. Er erklärt, wie weltliche Menschen oft klüger handeln als Gläubige, wenn es um die Zukunft geht. Weiterhin wird das Gleichnis vom reichen Mann und Lazarus beleuchtet, das die Konsequenzen eines Lebens im Reichtum versus einem Leben in Armut und Gottesfurcht aufzeigt. Die Botschaft betont die Wichtigkeit von Treue in kleinen Dingen und die Entscheidung zwischen Gott und dem Mammon.
Gott auf (m)einer Seite: Lukas 16:1-16:25
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: LukasPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Transkript
[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 1087. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du Freude hast, wenn wir zu dir zurückkehren, dass du dich freust, wenn wir unsere Fehler eingestehen und bei dir Gnade und Vergebung suchen. Danke, dass du uns gerne vergibst und dass du gerne für uns da bist und dass du uns gerne zurückholst. Herr, dafür danken wir dir von ganzem Herzen und möchten dich bitten, dass du auch jetzt durch dein Wort zu uns sprichst, dass du dein Wort verstehen lässt. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
Wir beginnen heute mit Lukas Kapitel 16. Wir haben in Lukas Kapitel 15 gesehen, wie Jesus in drei Gleichnissen vom verlorenen Schaf, von der verlorenen Drachme und dem verlorenen Sohn immer wieder deutlich den Punkt herausgestellt hat, dass Gott sich freut, wenn ein Sünder sich bekehrt. Wir beginnen jetzt mit Lukas 16 und dort Vers 1.
Er sagte aber auch zu seinen Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hat einen Haushalt, und dieser wurde bei ihm verklagt, dass er seine Güter verschleudere. Und er rief ihn zu sich und sprach zu ihm: Was höre ich davon dir? Lege Rechenschaft ab von deiner Verwaltung, denn du kannst künftig nicht mehr Haushalt sein. Hier war jemand, der hatte die Verantwortung für den Besitz seines Herrn und ist damit nicht gut umgegangen, hat sich selbst bereichert, hat den Besitz des Herrn falsch angewendet, hat ihn verschleudert. Er ist seiner Aufgabe als Haushalter nicht gerecht geworden und jetzt muss er dafür gerade stehen.
Das sprach der Haushalter dabei sich selbst: Was soll ich tun? Da mein Herr mir die Verwaltung nimmt, graben kann ich nicht, zu betteln schäme ich mich. Es gab drei Möglichkeiten: Arbeiten, betteln oder sterben, verhungern. Ich weiß, was ich tun will, damit sie mich, wenn ich von der Verwaltung entfernt bin, in ihre Häuser aufnehmen. Oder rief jeden von den Schuldnern an seines Herrn zu sich und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Der aber sprach: 100 Watt Öl. Und der sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setze dich und schreibe schnell 50.
Danach sprach er zu einem anderen: Du aber, wie viel bist du schuldig? Der aber sagte: 100 Chorwalzen. Er sprach sie ihm: Nimm dein Schuldschein und schreibe 80. Was hat dieser Mann gemacht? Er hat sich überlegt: Ich werde an diesem Posten, wo ich bin, nicht bleiben. Ich werde entfernt werden, weil, wenn ich meinen Bericht gebe, deutlich werden wird, dass ich nicht ein treuer Haushalter gewesen bin. Also, was und da ich nicht arbeiten kann und ich betteln möchte, muss ich irgendwie mir eine Möglichkeit schaffen, wie ich danach überlebe.
Und er hat sich folgendes überlegt. Er hat gedacht, ich kann mich bei den Schuldnern beliebt machen. Ich kann ihm quasi einen Freundschaftsdienst erweisen. Ich kann dafür sorgen, dass ihre Schuld ungerechtfertigterweise natürlich minimiert wird, so dass sie dann weniger bezahlen müssen und dann mir wohlgesonnen sind, so dass, wenn ich dann entfernt werde von meinem Herrn, bei ihnen aufgenommen werden kann, weil sie mich in guter Erinnerung haben. Das war natürlich ein Betrug und er hat sogar seine Mitmenschen zum Betrug noch mit angestiftet. Also aus biblisch-moralischer Sicht absolut nicht richtig und falsch.
Und der Herr lobte den ungerechten Haushalter, dass er klug gehandelt habe. Nun, dieses Lob, dieses Herren Gleichnis ist kein Lob von Gott. Gott lobt uns nicht für Ungerechtigkeit. Aber der Punkt von Jesus verfolgender: Denn die Kinder dieser Welt sind ihrem Geschlecht gegenüber klüger als die Kinder des Lichts. Jesus beschreibt in diesem Gleichnis nicht das Verhalten von geistlichen Menschen, sondern von weltlichen Menschen. Und wir wissen, dass, wenn wir weltlich sind und weltlich handeln, wenn wir am Ende verloren gehen. Das heißt, das, was der untreue Haushalter hier tut, ist weltlich. Aber das dahinterliegende Prinzip, jetzt, wo er so viel verkehrt gemacht hat, sich Freunde zu schaffen, damit er dann von diesen aufgenommen wird, ist ein in sich gedacht ein kluges Prinzip.
Und deswegen lobt ihn auch der Haushalter. Denn die Kinder dieser Weltzeit sind ihrem Geschlecht gegenüber klüger als die Kinder des Lichts. Mit anderen Worten: Ein weltlicher Mensch handelt mit seinen weltlichen Methoden oft überlegter, was die Zukunft betrifft, als ein Kind Gottes, das sich überhaupt nicht Gedanken macht, was für die Zukunft notwendig ist.
Man könnte vielleicht auch den Punkt noch da anschließen: Dieses Gleichnis beschreibt auch die jüdische Nation zur Zeit von Jesus. Sie waren Haushalter, dann sie waren untreu gewesen. Und Jesus zeigt ihnen: Wenn ihr tatsächlich noch eine Zukunft haben wollt, dann müsst ihr nach einem anderen Prinzip verfahren. Der Haushalter hatte bisher immer nur für sich gehandelt. Jetzt hat er gemerkt, er kann, obwohl die Methoden, die er anwendet, natürlich falsch waren, aber das Prinzip war: Er hat jetzt auch für andere etwas Gutes getan. Also Anführungsstrichen, wodurch er sich eine Zukunft sichern konnte.
Für die Pharisäer und und die die Schriftgelehrten und alle, die bisher nur immer an sich selbst gedacht haben und Gottes angetraute Geschenke nicht gut verwaltet haben, war die Lehre: Wenn sie anfangen würden, jetzt mit mit anderen Menschen Freundschaft anzufangen, wenn sie anfangen würden für andere Menschen da zu sein, ihnen etwas Gutes zu tun, dass das auch ihnen helfen würde.
Auch ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn ihr Mangel habt, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten. Wir sollten uns auch Freunde machen, aber nicht Freunde mit weltlichen Methoden in dieser Welt, sondern Freunde, die uns, die mit dem ewig mit Ewigkeit mit dem Reich Gottes verbunden sind.
Wir im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu. Und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. Und dieser nächste Satz zeigt deutlich, dass Jesus das konkrete Verhalten des untreuen Haushalters nicht gut geheißen hat. Wenn ihr nun mit dem ungerechten Mammon nicht treu habt, wer wird euch das Wahre anvertrauen? Und wenn ihr mit dem Gut eines anderen nicht treu habt, der wird euch das Eure geben.
Kein Knecht kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Wir müssen uns entscheiden. Wir können nicht gleichzeitig Gott an der obersten Stelle unseres Lebens haben und gleichzeitig unseren eigenen Besitz und unseren eigenen Vorteil. Wir müssen uns in unserem Leben entscheiden, was das, was für uns das Wichtigste sein soll.
Und wir sollen treu sein, auch in den kleinen Dingen. Gibt es Dinge in deinem Leben, die vielleicht unbedeutend erscheinen von Menschen, aber nicht nur ein bisschen unordentlich sind und es fällt niemandem so sehr auf. Lass uns das nicht weiter tun. Lasst uns im Geringsten treu sein, damit Gott uns auch mit großen Aufgaben betrauen kann.
Das alles hörten aber auch die Pharisäer, die geldgierig waren, und sie verspotteten ihn offensichtlich. Weltlichkeit war damals ein ganz großes Problem zur Zeit von Jesus. Und er sprach zu ihnen: Ihr seid es, ihr seid es, die sich selbst rechtfertigen vor den Menschen, aber Gott kennt eure Herzen. Denn was bei den Menschen hoch angesehen ist, das ist ein Gräuel vor Gott.
Wir können unser eigenes Leben nicht beurteilen, nachdem wie Menschen es sehen. Wir müssen uns die Frage stellen: Wie sieht Gott mich? Das Gesetz und die Propheten weiß sagen bis auf Johannes. Von da an wird das Reich Gottes verkündigt, und jedermann drängt sich mit Gewalt hinein. Es ist aber leichter, dass Himmel und Erde vergehen, als dass ein einziges Strichlein des Gesetzes falle. Jeder, der sich von seiner Frau scheidet und eine andere heiratet, der bricht die Ehe. Und jeder, der eine von ihrem Mann geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.
Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbarer Leinwand und lebte alle Tage herrlich und den Freunden. Es war aber ein armer namens Lazarus, der lag vor dessen Tür, voller Geschwüre und begehrte sich zu sättigen von den Brosamen, die vom Tisch des reichen fielen. Es kamen sogar Hunde und leckten seine Geschwüre.
Diese beiden Männer sind Symbole. Der eine steht für das Volk Gottes, das mit kostbaren Dingen aus dem Wort Gottes ausgestattet worden ist, das kostbare Wein erhalten hat und jeden Tag ein Fest guter Dinge haben konnte aus dem Wort Gottes. Und das ist der andere, sowohl für die Heiden, für die wenig wussten von Gott, die in Sünden und in den schlechten Gewohnheiten, ja, ein miserables Leben zum Teil lebten. Und er sich so sehr sehnte nach ein bisschen Wahrheit und ein bisschen von dem, was vielleicht hier und dort mal auch den Heiden weitergegeben worden ist.
Es geschah aber, dass der Arme starb und von den Engeln dem Abraham Schoß getragen wurde. Er starb aber auch der Reiche und wurde begraben. Hier wird ganz deutlich, dass dieses Gleichnis handelt, denn nicht alle Geretteten können im buchstäblichen Schoß von Abraham sitzen. Einfach im Schoß ist ein Bild für Abrahams Same. Die Idee ist, dass dieser arme Lazarus als ein Kind Abrahams angesehen wurde und dann als Geretteter, weil er ein Nachkomme Abrahams war. Wir wissen ja aus Galater Kapitel 3, könnte den versetzt finden, dass jeder, der Christus angehört, ein Kind Abrahams ist und nach der Verheißung Erbe.
Und als er, der Reiche, im Totenreich seine Augen erhob, da er Qualle nicht, sieht er Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. Wir wissen aus der Bibel aus vielen Stellen, Prediger 9, Vers 5 und 10 und viele andere Stellen, dass im Tod wir schlafen. Das ist ein Gleichnis. Und das Augen erheben hier und dann das Sprechen, das gleich kommen wird, deutet darauf hin, dass sozusagen symbolisch, wenn die Berichte der Menschen im Gericht geöffnet werden, ihre ihr Lebenswerk sozusagen spricht.
Und hier der ethnisch zum Volk Gottes gehörende, verglichen wird mit dem Heiden, der man wirklich dem Volk Gottes zugehörig angerechnet wird. Und der rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich über mich und sende Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle, wenn ich leider keine dieser Flammen.
Der Anspruch, den der Israelit gab, seine war das Art von seinem Vater, ist aber sein Leben beweist, dass er gar nicht ein Kind Abrahams gewesen ist, sondern der Platz aus ist im Abschluss. Er ist tatsächlich ein Kind Abrahams. Aber Abraham sprach: Sohn, bedenke, dass du dein Gut empfangen hast in deinem Leben und Lazarus gleichermaßen das Böse. Nun wird er getröstet, du aber wirst geeinigt.
Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du uns auch in diesen Textstellen, die nicht immer ganz einfach zu verstehen sind, kostbare und wertvolle Wahrheit mitteilst. Und Herr, wir möchten lernen, dass wir im Geringsten treu sind, das, was immer du uns aufträgst, was immer du uns anvertraust, was immer du uns gibst, dass wir es schätzen und dass wir treu zu dir bleiben. Treu handeln, damit du uns mit größeren Aufgaben betrauen kannst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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