In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf Lukas 19:1-32 ein und beleuchtet die Begegnung Jesu mit Zachäus sowie das Gleichnis von den anvertrauten Talenten. Es wird betont, wie wichtig es ist, Jesus zu suchen und wie seine Liebe und Gnade zu tiefgreifenden Veränderungen im Leben führen können. Das Gleichnis verdeutlicht die Verantwortung, die wir für die uns von Gott gegebenen Gaben und Möglichkeiten tragen.
Gott auf (m)einer Seite: Lukas 19:1-19:32
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: LukasPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1091. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir auch heute dein Wort lesen dürfen, dass du durch deinen Heiligen Geist zu uns sprechen möchtest. Und auch wenn die Wahrheiten, die wir lesen werden, unser Herz herausfordern, möchten wir dich bitten, dass wir bereit sind, alles auf den Altar zu legen, dir ganz zu folgen und nichts zurückzuhalten. Wir möchten dich bitten, dass du uns die ganze Kraft und Schönheit deines Wortes offenbarst und dass wir einen Schatz finden, für den es sich lohnt, alles aufzugeben, nämlich dich selbst. Herr, sei du jetzt bei uns, für uns, durch das Lesen deines Wortes, dein Heiliger Geist. Und Dank dafür. Amen.
[1:25] Wir beginnen heute mit Lukas Kapitel 19. In Lukas Kapitel 18 haben wir zuletzt gesehen, wie Jesus den Blinden in Jericho geheilt hat. Wir lesen weiter in Lukas 19 und dort Vers 1: "Und er kam nach Jericho hinein und zog hindurch. Und siehe, da war ein Mann namens Zachäus, ein Oberzöllner." Also jemand, der nicht nur Steuern eintrieb für die Römer und deswegen als Volksverräter unter den Juden galt, sondern einer, der das Ganze noch anleitete, der das organisierte, der die Oberaufsicht über viele Zöllner hatte. Und dieser war reich. Fraglos ist er reich geworden auch dadurch, dass er immer wieder auch ungerechte, fetteigerweise etwas für sich abgezweigt hatte. Und er wollte gerne Jesus sehen, wer er sei, und konnte es nicht wegen der Volksmenge, denn er war von kleiner Gestalt. Egal was wir getan haben, egal wie geachtet oder verachtet wir sind, hast du den Wunsch, Jesus zu sehen? Wenn wir den Wunsch haben, Jesus kennenzulernen, dann wird sich Jesus in unserem Leben offenbaren. Da lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerbaum, um ihn zu sehen, denn dort sollte er vorbeikommen. Es gab Hindernisse, natürlich seine Körpergröße, aber dieser Mann wollte so gerne Jesus sehen, dass er nach Wegen und Möglichkeiten gesucht hat, irgendwie mit Jesus in Kontakt zu treten. Jesus wird es honorieren, er wird es sehen und merken, wenn du nach Wegen und Möglichkeiten suchst, Jesus kennenzulernen.
[3:04] Und als Jesus an den Ort kam, blickte auf und sah ihn und sprach: "Zachäus, steige schnell herab, denn heute muss ich in deinem Haus einkehren." Zachäus wollte ihn nur sehen, sehen, wer er ist, aber Jesus hatte noch mehr vor. Jesus wollte zu ihm ein Freund werden, wollte sein Leben neu beginnen lassen. Und er stieg schnell herab und nahm ihn auf mit Freuden. Als sie es aber sahen, murrten sie alle und sprachen: "Ist bei einem sündigen Mann eingekehrt, um Herberge zu nehmen?" Für Zachäus war das eine freudige Sache, aber viele andere haben sich nicht mit jedem gefreut, sondern sie haben sich gewundert, sie haben sich daran gestoßen, dass Jesus einem sündigen Menschen, hier im sündigen Menschen, Zeit verbringt und ihn nicht einfach tadelt für dessen Betrug.
[3:59] Zachäus aber trat hin und sprach zu dem Herrn: "Siehe, Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und wenn ich jemand betrogen habe, so gebe ich es vierfältig zurück." Jesus hat den Zachäus nicht einfach von außen getadelt und ihn beschimpft, sondern er hat sich ihm offenbart, seine Liebe und seine Güte ihm gezeigt, so dass Zachäus aufgrund dieser Erfahrung der Gnade Gottes von alleine bereit war, das, was er falsch getan hat, wieder gut zu machen, sich entschuldigt und darüber hinaus Menschen geholfen hat, seinen Reichtum so eingesetzt, wie Gott es sich gewünscht hat. Wenn wir die Liebe Gottes und die Gnade Gottes verstehen, dann werden wir auch tatsächlich unserem Leben die Veränderung nur vornehmen, die notwendig sind. Das heißt, dass auch wir, wenn wir Menschen sehen, die Falsches getan haben, wenn wir wünschen, dass sie sich ändern, dann müssen wir in die Liebe und die Gnade Jesu zeigen.
[5:01] Und Jesus sprach zu ihm: "Heute ist diesem Haus Heil widerfahren, weil doch er ein Sohn Abrams ist." Ja, er hat vielleicht seine Volksgenossen verraten, ja, er hat sich durch Betrug bereichert, aber auch er ist dein Sohn Abrams, auch er hat ein Recht darauf, Erlösung finden zu dürfen. Auch er ist ein Mensch, für den Jesus dann gestorben ist, denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. Lieber Freund, liebe Freundin, Jesus kam auf diese Welt, um auch dich und mich zu retten, weil wir verloren sind. Hat Jesus ein Interesse an uns, nicht obwohl wir verloren sind, sondern weil wir verloren sind? Mag Jesus uns und möchte uns zu sich ziehen, und deswegen ist er gekommen, um uns zu suchen und uns zu retten. Wir dürfen zu Jesus kommen, wie wir sind.
[5:49] Als er über die Söhne fuhr, sprach er fort und sagte ein Gleichnis, weil er nahe bei Jerusalem war und sie meinten, das Reich Gottes würde unverzüglich erscheinen. Die Menschen dachten, wenn Jesus jetzt in Jerusalem einziehen würde, dann würde er als König über Israel endlich, so dachten sie, die Römer vertreiben und das Königreich Israel neu gründen und zu einem großen Weltreich machen. Er sprach: "Nun, ein Edelmann zog in ein fernes Land, um sich die Königswürde zu holen und dann wieder zu kommen." Übrigens ist genau das, was Jesus dann auch nach seiner Kreuzigung und Auferstehung und Himmelfahrt getan hat. Ist in den Himmel aufgefahren, um dort im himmlischen Heiligtum für uns zu dienen, um dann im Gericht ab 1844, wie das im Buch Daniel gesehen haben, die Königswürde zu erlangen, um dann als gekrönter König auf die Erde zurückzukehren, um uns zu sich zu holen und dann später mit uns die Erde zu besitzen.
[6:47] Oder rief sie in seiner Knechte gab ihnen zehn Pfund und sprach zu ihnen: "Handelt damit, bis ich wiederkomme." Seine Bürger aber hassten ihn und schickten ihm eine Gesandtschaft nach und ließen sagen: "Sie wollen nicht, dass dieser über uns herrschte." Wie viele Menschen sagen heute: "Wir wollen nicht, dass Jesus über uns herrscht." Sagen wir das manchmal auch? Lasst uns niemals wieder durch Worte, nur durch Gedanken, noch durch unsere Taten die Aussage treffen, dass wir nicht möchten, dass Jesus über uns herrscht.
[7:22] Und es geschah, als er wieder kam, nachdem er die Königswürde empfangen haben hatte, da ließ er die Knechte, denen er das Geld gegeben hatte, vor sich rufen, um zu erfahren, was jeder erhandelt habe. Da kam der erste und sprach: "Herr, dein Unter zehn Pfund zugewonnen." Oder sprach zu ihm: "Recht so, so guter Knecht, weil du im Geringsten treu gewesen bist, sollst du Vollmacht über zehn Städte haben." Und der zweite kam und sprach: "Herr, dein Pfund hat fünf Pfund erworben." Er sprach auch zu diesem: "Du sollst du auch über fünf Städte gesetzt sein." Wir kennen dieses Gleichnis auch schon aus Matthäus 25, wo Jesus es mit ein bisschen anderen Zahlen, ein bisschen anderen Parametern erzählt hat. Lass uns zeigt, dass Jesus bestimmte Veranschaulichungen immer wieder verwendet hat und sie zum Teil auch ein bisschen angepasst hat, dann diese Situation ein bisschen verändert hat, aber die Grundgedanken auf dieselben geblieben sind.
[8:12] Und ein anderer kam und sprach: "Herr, siehe, hier ist dein Pfund, das ich im Schweißtuch aufbewahrt habe, denn ich fürchtete dich, weil du ein strenger Mann bist, so du nimmst, was du nicht eingelegt und erntest, was du nicht gesehen hast." Das sprach zu ihm: "Nach dem Wort deines Mundes will ich dich richten, du böser Knecht. Wusstest du, dass ich ein strenger Mann bin, dass ich nehme, was ich nicht eingelegt und ernte, was ich nicht gesehen habe? Warum hast du dann mein Geld nicht auf der Bank angelegt, so dass ich es bei meiner Ankunft mit Zinsen hätte einziehen können?"
[8:44] Lieber Freunde, wir alle haben etwas von Jesus geschenkt bekommen: Talente, Gaben, Fähigkeiten, Möglichkeiten, Optionen, die wir nutzen können, Gelegenheiten. Und die Frage ist: Nutzen wir das, was Gott uns geschenkt hat, zu seiner Ehre? Vermehren wir das, was er uns gegeben hat, oder haben wir einfach nur Angst vor ihm und tun nichts mit dem, was Gott uns gezeigt hat? Gott möchte, dass während Jesus im Himmel des Königreich empfängt und bald wiederkommt, um uns zu sich zu holen, dass wir seinen Schatz, das Evangelium, das uns anvertraut hat, dass wir es vermehren, in dem Sinne, dass noch viel mehr Menschen das Evangelium verstehen, dass mehr Menschen gewonnen werden, dass die Gaben, die er uns gelegt hat, dass sie zunehmen, indem wir sie benutzen, indem sie wachsen können.
[9:38] Und zu den Umstehenden sprach er: "Nehmt ihm das von weg und gebt es dem, der die zehn Pfund hat." Da sagten sie zu ihm: "Herr, er hat schon zehn Pfund, denn ich sage euch, wer hat, dem wird gegeben werden, von dem, aber der nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er hat." Doch jede meine Feinde, die nicht wollten, dass ich König über sie werde, drängt sie her und erschlagt sie vor mir." Nachdem wir das gesagt hatte, fuhr er weiter und reiste auf nach Jerusalem.
[10:02] Und es geschah, als er in die Nähe von Bethphage und Bethanien kam, zu dem Berg, welcher Ölberg hieß, sandte er zwar seine Jünger und sprach: "Geht in das Dorf, das vor euch liegt, und wenn ihr hineinkommt, werdet ihr einen Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet es los und führt es her. Und wenn euch jemand fragt, warum bindet ihr es los, dann sprecht so zu ihm: Der Herr braucht es." Da gingen die Abgesandten hin und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte.
[10:30] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du dich uns offenbarst, wenn wir Jesus sehen möchten. Danke, dass egal was wir getan haben und egal wie sehr Menschen auf uns herabschauen, vielleicht, dass wir deine Gnade und deine Güte erleben dürfen. Danke, dass Jesus gekommen ist, um mich zu retten und um jeden einzelnen von uns zu retten. Dank, dass du uns die Freude schenkst zu wissen, dass du bei uns einkehren möchtest. So hast du es auch gesagt für Jesus in der Botschaft an lautet Zehe, dass du an der Tür klopfst und dass, wenn wir die Tür aufmachen, dass du zu uns hineinkehren möchtest und das Mahl mit uns halten möchtest. Hör auf, wenn wir unwürdig sind, laden wir dich ein, denn du bist würdig. Dank dafür im Namen Jesu. Amen.
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