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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um den Einzug Jesu in Jerusalem und seine Lehren im Tempel. Es wird beleuchtet, wie die Menschen Jesus als König feiern, aber seine wahre Natur und sein Königreich nicht verstehen. Jesus weint über die Stadt, die seine Friedensbotschaft nicht erkennt. Die Predigt thematisiert auch die Ablehnung prophetischer Botschaften und die menschliche Unfähigkeit, Gottes Wirken anzunehmen, wenn es nicht den eigenen Vorstellungen entspricht.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1092. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns Talente geschenkt hast, danke, dass du uns Gaben und Fähigkeiten geschenkt hast. Jeder einzelne von uns kann etwas beitragen zur Verbreitung des Evangeliums. Und dafür danken wir, ja, dass wir mit dir zusammenarbeiten dürfen. Wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, dass wir unsere Gaben und Fähigkeiten, die du uns geschenkt hast, einsetzen zu deiner Ehre. Dass du sie vermehren kannst zu diesem Zweck. Doch heute zu uns sprich, dass wir verstehen, wie wir für dich arbeiten und wirken können, für dich leuchten können in dieser Welt. Sprichst du zu uns? Und Dank, dass wir mit dir zusammen auch an diesem Tag leben dürfen. Im Namen Jesu. Amen.

[1:22] Wir sind in Lukas Kapitel 19. Jesus hat zwei seiner Jünger losgeschickt, kurz bevor er nach Jerusalem einmarschiert ist, um ein Füllen zu holen von einem bestimmten Ort, das angebunden war. Und hat ihnen auch gesagt, dass, wenn die Besitzer fragen, warum sie das tun, sie antworten sollten, dass der Herr dieses Füllen benötigt. Wir lesen weiter ab Vers 33. Als sie aber das Füllen losbanden, sprachen seine Besitzer zu ihnen: „Warum bindet ihr das Füllen?“ Sie sprachen: „Der Herr braucht es.“ Und sie brachten es zu Jesus und warfen ihre Kleider auf das Füllen und setzten Jesus darauf. Als aber weiter zog, breiteten sie ihre Kleider auch aus auf dem Weg. Und als sie sich von dem Abhang des Ölbergs näherten, fingen die ganze Menge der Jünger freudig an, Gott zu loben mit lauter Stimme wegen all der Wundertaten, die sie gesehen hatten.

[2:26] Interessanterweise ist dieses Lob von Jesus, als er quasi als König in Jerusalem einreitet, nicht nur ein Lob dessen, was man erwartet, was kommen wird, sondern ein Lob über all das, was man mit Jesus erlebt hat. Sie loben Jesus, weil sie seine Wunder gesehen haben, weil sie seine Predigten gehört haben, weil sie seinen Charakter erlebt haben. Und sie freuen sich, dass er König sein wird. Nur verstehen sie nicht wirklich, was jetzt passieren wird und welcher Natur sein Königreich ist. Und sie sprachen: „Gepriesen sei der König, der kommt im Namen des Herrn! Frieden im Himmel und Ehre in der Höhe!“ Die Jünger, nicht nur die 12 Apostel, sondern auch seine die größere Menge an Jüngern, die ihn begleitet hatten, sie alle waren der Meinung: Jetzt war der Moment gekommen, auf den sie so lange gewartet hatten, den sie manchmal schon fast mit Gewalt hatten herbeizwingen wollen, wie damals bei der Speisung der 5000, als die Menschenmenge versucht hatte, Jesus zum König zu machen, und er das abgelehnt hatte. Sie dachten, jetzt, wo die dreieinhalb Zeiten aus der Offenbarung zu Ende gekommen sind, jetzt könnte doch tatsächlich Jesus als König das Zepter Davids in die Hand nehmen. Sie hatten die Offenbarung jedenfalls nicht so gelesen, wie sie hätten tun sollen, denn die Offenbarung hatte ja vorher gesagt, dass nach dreieinhalb Zeiten der Messias sterben würde.

[3:55] Und etliche der Pharisäer unter der Volksmenge sprachen sie im Meister: „Weise deine Jünger zurecht!“ Und er antwortete und sprach: „Ich sage euch: Wenn diese schweigen sollten, dann würden die Steine schreien!“ Heute gibt es immer wieder Menschen, die wollen verhindern, dass das wahre Evangelium über Jesus und sein Königtum, sein Königreich, unterdrückt wird, dass es nicht laut gepredigt wird. Die Menschen versuchen davon abzuhalten, die ganze Wahrheit über das Evangelium zu predigen. Aber Jesus macht ganz deutlich: Man kann die Verkündigung der Wahrheit nicht aufhalten. Er würde die Steine schreien lassen, wenn Menschen nicht mehr über Jesus und seine Herrlichkeit sprechen.

[4:36] Und als er näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie und sprach: „Wenn doch auch du erkannt hättest, wenigstens noch an diesem deinem Tag, hast du deinem Frieden! Nun aber ist es vor deinen Augen verborgen. Was für ein Moment! Der König des Universums und der laute Jubelruf, der Triumph, gesehen auf einem Eselsfüllen reitend. Plötzlich, als er vom Ölberg aus Jerusalem sieht, fängt er plötzlich an zu weinen, zu weinen über diese Stadt, die verloren geht, obwohl viele ihn jetzt als König preisen.

[5:27] Er weint, weil er immer und immer wieder versucht hat, die Aufmerksamkeit dieser Stadt, dieser Menschen, die Aufmerksamkeit zu erreichen, dass sie verstehen, warum er gekommen ist, dass sie doch verstehen, was ihrem Frieden helfen würde, was zu dem Frieden dient. Er sah eine Stadt, die sich brüstete, Gottes Volk zu sein und nicht einmal merkte, dass sie auf dem Weg war, für immer verloren zu gehen. Und Jesus sah in dieser Stadt ein Symbol für die Welt. Sie glaubt, moralisch richtig zu handeln, sie glaubt, das Richtige zu tun, sie glaubt, auf dem richtigen Weg des Fortschritts zu sein und nicht erkennt, dass sie auf dem Weg ins ewige Verderben ist. Wenn du die Menschen siehst in dieser Welt auf dem Weg sind, verloren zu gehen, ist das auch so traurig wie Jesus.

[6:25] „Denn es werden Tage über dich kommen, da deine Feinde einen Wall um dich aufschütten, dich ringsum einschließen und von allen Seiten bedrängen werden. Sie werden dich dem Erdboden gleich machen, auch deine Kinder in dir, und keinen Stein auf dem anderen lassen, weil du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast.“ Jesus kam, die Heimsuchung war nicht deine Plage, die er brachte, sondern die Heimsuchung ist der Moment, wenn ein Gott uns besucht, so wie er die Israeliten in Ägypten heimsuchte mit einer Heimsuchung und sie aus Ägypten herausführte als Erlösung. So steht Jesus heute vor unserer Tür und klopft an. In der Gemeinde, erkennen wir die Zeit, in der wir leben? Erkennen wir den Klang des Klopfens von Jesus an meiner und deiner Herzenstür?

[7:13] Oder gegen den Tempel hinein und fing an, die Verkäufer und Käufer hinauszutreiben und sprach: „Da steht geschrieben: Mein Haus ist ein Bethaus! Ihr habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!“ Diese Räuberhöhle geht zurück auf Jeremia 7, wo Menschen glaubten, dass nur weil sie den Tempel in Jerusalem hatten, dass sie weiterhin Gottes Gebote brechen konnten und gleichzeitig errettet sind, weil sie ja den Tempel hatten, als wäre der Tempel eine Höhle, in der man als Verbrecher, als Sünder, sich verstecken kann und nicht bestraft wird. Aber der Tempel sollte ein Bethaus sein, ein Haus, wo alle Völker zusammenkommen, um Gott anzubeten, nicht um sich in bestehender Sünde weiter zu verbergen. Dafür ist Gottes Gemeinde nie gemacht worden. Dafür ist auch Gottes Heiligtum im Himmel nicht gemacht worden.

[8:14] Und er lehrte täglich im Tempel. Die obersten Priester, die Schriftgelehrten und die vornehmsten des Volkes trachteten danach, ihn umzubringen. Was sie fanden, keinen Weg, wie sie es tun sollten, denn das ganze Volk hing an ihm und hörte ihm zu. Aber das würde nicht ewig so bleiben. Es kam der Zeitpunkt, wo auch das Volk...

[8:36] Als er das Volk im Tempel lehrte und das Evangelium verkündete, da traten die obersten Priester und die Schriftgelehrten samt den Ältesten dazu und redeten mit ihm und sprachen: „Sage uns, in welcher Vollmacht tust du das und wer hat dir diese Vollmacht gegeben?“ Meines ihre größten Probleme war, dass Jesus nicht kontrollieren konnten. Er war nicht Teil des Systems, er hatte nicht in ihren Schulen studiert, hatte keinen Abschluss, kein Zertifikat. Er hat einfach mit Gott in Verbindung gelebt und hat Gottes Wort gepredigt und Vollmacht. Und sie konnten ihm nicht verbieten, konnten ihn nicht lenken, konnten ihn nicht kontrollieren. Wie oft ist es heute noch so, dass Menschen versuchen, das Werk Gottes zu kontrollieren und sind irritiert, wenn Gott Wege hat, von denen sie nichts wissen?

[9:13] Er antwortete und sprach zu ihnen auch: „Ich will euch ein Wort fragen. So sagt mir: Weil die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen?“ Überlegten sie sich bei sich selbst und sprachen: „Wenn wir sagen: Vom Himmel, so wird er fragen: Warum habt ihr da nicht geglaubt? Wenn wir aber sagen: Von Menschen, so wird das ganze Volk uns steinigen, denn es ist überzeugt, dass Johannes ein Prophet war.“ Und sie antworteten: „Sie wüssten nicht.“

[9:40] Diese Menschen waren zu feige für das einzustehen, wovon sie überzeugt waren, und zu stolz, sich einzugestehen, dass sie einen Fehler gemacht hatten, als Johannes verworfen haben. Sie hatten einen Geist der Politik. Sie wollten, dass ich mit niemand so richtig verderbe.

[10:02] Und waren unfähig, die Wahrheit, die Jesus und auf die ganze Täufer gepredigt hatten, anzunehmen. Darauf sagte Jesus zu ihnen: „So sage ich euch auch nicht, in welcher Vollmacht ich dies tue.“ Weil sie die Botschaft von Johannes dem Täufer abgelehnt hatten, waren sie auch nicht vorbereitet für die Botschaft von Jesus. Wenn wir die prophetische Botschaft ablehnen und ignorieren, werden wir auch die größeren Tiefen des Evangeliums nicht wirklich verstehen können.

[10:30] Er fing aber an dem Volk dieses Gleichnis zu sagen: „Ein gewisser Mensch pflanzte einen Weinberg und verpachtete ihn an Weingärtner und hielt sich längere Zeit aus dem Lande auf. Und als es Zeit war, sandte er einen Knecht zu den Weingärtnern, damit sie ihm seinen Anteil von der Frucht des Weinwerks gäben. Der Weingärtner aber schlug ihn und schickte ihn mit leeren Händen fort. Oder vor Ort und sagte: „Einen anderen Knecht, sie überschlugen auch diesen und beschimpften ihn und jagten ihn mit leeren Händen davon.“

[10:59] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, bitte hilf uns, dass wir niemals versuchen, dein Werk zu kontrollieren, dass wir niemals versuchen, das unsere eigene Hand zu nehmen und andere Menschen zu behindern und ihn zu wehren und sie aufzuhalten. Er schenkt uns Demut und Augen, die sehen, wie du wirkst und wie du führst. Das bitten wir im Namen Jesu.


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