In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ von Christopher Kramp wird der biblische Text aus Lukas 20:12-40 ausgelegt. Es geht um Gleichnisse Jesu, die seine Autorität in Frage stellen, und um seine Antworten auf Fangfragen zu Steuern und zur Auferstehung. Die Predigt beleuchtet Jesu Weisheit im Umgang mit seinen Gegnern und betont die Bedeutung von Jesus als dem Eckstein, auf dem wir bauen sollen.
Gott auf (m)einer Seite: Lukas 20:12-20:40
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: LukasPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 1093. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch deinen Heiligen Geist auch uns heute zu Hause aufsuchst, dass wir heute deine Stimme hören können, die in unserem Herzen klopft. Herr, danke, dass du uns immer und immer wieder zu dir ziehst. Und wir wünschen uns, dass du dich heute bei uns freuen kannst, dass du nicht traurig bist, wenn du dich ablehnst, sondern dass du dich freust, wenn wir mit offenem Herzen dein Wort hören. Herr, sei du unser Lehrer, das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:11] Wir sind in Lukas Kapitel 20. Jesus erzählt in Jerusalem in der Volksmenge ein Gleichnis von einem Mann, der einen Weinberg hat und ihn dann Weingärtnern verpachtet und selbst längere Zeit außer Landes geht. Und seine Knechte sandte, um von den Weingärtnern die Früchte zu empfangen. Diese aber misshandelten die Knechte und schickten sie ohne Früchte wieder weg. Das Ganze natürlich ein Bild für das Volk Israel, das schon in Jesaja 5 als Weinberg bezeichnet worden ist. Die Knechte standen für die Propheten, die Gott immer wieder gesandt hat, um die Frucht des Geistes einzufordern im Volk Gottes, die aber vor allem auch von den Obersten des Volkes, Jahrhunderte hinweg, immer schlimm behandelt worden sind.
[2:05] Wir wissen weiter in Lukas 20, ab Vers 12: „Und er fuhr fort und sandte einen dritten. Aber auch diesen verwundeten sie und warfen ihn hinaus.“ In der parallel berichtenden Matthäus-Version dieses Gleichnisses wird sogar deutlich, dass Jesus deutlich gemacht hat, dass einige dieser Knechte getötet worden sind, so wie auch Propheten tatsächlich schon im Alten Testament immer wieder getötet worden sind. Da sprach der Herr des Weinbergs: „Was soll ich tun? Ich will meinen Sohn senden, den Geliebten. Wenn sie den sehen, werden sie sich vielleicht schon…“ Gott hatte über Jahrhunderte hinweg Propheten nach Propheten zu seinem Volk gesandt, ohne dass es zu einer dauerhaften Reform gekommen wäre, ohne dass Gottes Volk ihm treu gedient hätte. Nun sandte er seinen eigenen geliebten Sohn Jesus. Der Sohn Gottes wurde Mensch.
[3:04] Als aber die Weingärtner diesen sahen, sprachen sie untereinander: „Das ist der Erbe! Lasst uns ihn töten, damit das Erbgut uns gehört!“ Und sie stießen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn. Was wird nun der Herr des Weinbergs mit ihnen tun? Jesus sagt hier in diesem Gleichnis voraus, dass er von den Obersten seines Volkes dem Tod übergeben werden wird. Er wird kommen und diese Weingärten umbringen und den Weinberg anderen geben. Als das hörten, sprachen sie: „Das sei ferne!“ Jesus sagt hier bereits, die Obersten, die die ganze Zeit planen, wie wir gelesen haben in Lukas 19, 47, Jesus umzubringen. Er sagte, was passieren wird, wenn sie Jesus umbringen, wenn sie die Botschaft des Himmels für immer ablehnen, dann wird Gott letztendlich das Reich Gottes von ihnen nehmen und es einem anderen Folge geben. Denn das Reich Gottes haben sie ja nur wegen dem Erlöser, nur wegen dem, der für alle Menschen sterben würde. Sie waren damit beauftragt, diese Wahrheit der ganzen Welt zu predigen.
[4:08] Er aber blickte sie an und sprach: „Was bedeutet denn das, was geschrieben steht? Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Jeder, der auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert werden. Auf wen er aber fällt, den wird er zermalmen.“ Jesus ist der Eckstein, den die Bauleute verworfen haben, den die Obersten des Volkes für falsch hielten, den sie nicht haben wollen, den sie verachtet haben. Der Eckstein ist, auf dem das gesamte Gebäude der Wahrheit, das gesamte Gebäude der Gemeinde Gottes über alle Zeitalter hinweg passiert. Wer auf diesen Stein fällt, der zerbricht dann. Jesus, der wird gerettet. Wer aber sich weigert, an Jesus sein eigenes Ich zerbrechen zu lassen, der wird einmal, wie die Statue in Daniels 2, von dem wiederkommenden Stein, von Christus selbst, zerschmettert werden, zermalmt werden.
[5:10] Versuchten die Obersten Priester und die Schriftgelehrten Hand an ihn zu legen in derselben Stunde, aber sie fürchteten das Volk, denn sie erkannten, dass er dieses Gleichnis im Blick auf sie gesagt hatte. Sie wussten genau, dass er sie meint, und sie wollten ihn töten. Und damit im Grunde genommen haben sie eigentlich genau das erfüllt, was Jesus hier gesagt hatte. Und sie lauerten ihm auf und sandten Spione ab, die sich stellen sollten, als wären sie redlich, um ihn bei einem Wort zu fassen, damit sie ihn der Obrigkeit und der Gewalt des Statthalters ausliefern könnten. Jesus hatte es mit Spionen zu tun, er hat es mit Infiltration zu tun. Die Pharisäer, die Schriftgelehrten infiltrierten seine Jüngerschaft mit Leuten, die so taten, als ob sie gerne seine Jünger sein wollten, in Wirklichkeit aber ihn fassen wollten.
[5:53] Und sie fragten ihn und sprachen: „Meister, wir wissen, dass du richtig redest und lehrst und nicht die Person ansiehst, sondern den Weg Gottes der Wahrheit gemäß lehrst. Ist es uns erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben oder nicht?“ Hier sehen wir, es gibt Menschen, die reden davon, dass sie Jesus ganz folgen wollen. Sie reden gut über Jesus, reden gut über sein Wort und trotzdem wollen sie eigentlich gegen Gottes Werk und Wort kämpfen. Wir brauchen Augensalbe, wir brauchen geistliche Erkenntnis, so wie Jesus sie hatte, um zu erkennen, wenn Menschen trotz ihrer Worte in Wirklichkeit Gottes Werk beschädigen wollen.
[6:27] Da er aber ihre Arglist erkannte, sprach er zu ihnen: „Was versucht ihr mich? Zeigt mir einen Denar!“ Sie brachten ihm einen. „Wessen Bild und Aufschrift trägt er?“ Sie antworteten: „Des Kaisers.“ Er aber sagte ihnen: „So gebt doch dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“ Und sie konnten ihn nicht bei diesem Wort fassen, von dem Volk. Und sie verwunderten sich über seine Antwort und flogen. Jesus war eng mit dem Vater verbunden. Wenn wir eng mit Gott verbunden sind, dann müssen wir keine Angst haben vor schwierigen Fragen. Wir müssen keine Angst haben vor Menschen, die vielleicht unsere uns infiltrieren, um uns ja in Bedrängnis zu bringen. Das Einzige, wofür wir Angst haben müssen, ist, dass wir uns von Gott trennen. Wenn wir mit Gott verbunden sind, dann werden wir kluge, geistliche Antworten geben können, die Gott die Ehre geben.
[7:21] Da traten aber etliche Sadduzäer, die die Auferstehung leugneten, zu ihm und sie fragten ihn. Da gab es also viele Theologen, die Sadduzäer waren, die die Leitung vor allem Volk hatten, die klare Aussagen der Bibel leugneten, die der Meinung waren, dass das nicht vernünftig genug sei, die das sozusagen kritisch hinterfragten, was die Bibel sagte, so wie es heute auch viele Theologen gibt, viele auch in hoher Position, die die Worte der Bibel kritisch hinterfragen, die mit der sogenannten historisch-kritischen Methode die Bibel zerpflücken und entscheiden, was jetzt wahr und was nicht wahr ist.
[8:04] Und sprachen: „Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn jemand des Bruders Frau hat und kinderlos stirbt, so soll dessen Bruder die Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken. Nun waren das sieben Brüder. Der erste nahm eine Frau und starb kinderlos. Dann nahm der zweite die Frau und starb auch kinderlos. Und der dritte, da haben sie ebenso alle sieben, und sie ließen keine Kinder bei ihrem Tod. Zuletzt aber starb nach allen auch die Frau. Wessen Frau wird sie nun in der Auferstehung sein? Denn alle sieben haben sie zur Frau gehabt.“ Als offensichtlich wollten also sehr mit dieser Geschichte die biblische Lehre irgendwie ins Lächerliche ziehen.
[8:41] Und Jesus antwortete ihnen und sprach: „Die Kinder dieser Weltzeit heiraten und lassen sich heiraten. Diejenigen aber, die gewürdigt werden, jene Weltzeit zu erlangen und die Auferstehung aus den Toten, die werden weder heiraten noch sich heiraten lassen, denn sie können nicht mehr sterben, denn sie sind gleich Engeln und Söhne Gottes, da sie Söhne der Auferstehung sind. Dass aber die Toten auferstehen, hat auch Mose angedeutet bei der Stelle von dem Dornbusch, wo er den Herrn, den Gott Abrahams und den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt. Er ist aber nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden, denn für ihn leben alle.“ Gott lebt in der Vergangenheit und in der Zukunft. Also Gott sieht die Vergangenheit, er sieht die Zukunft. Für ihn ist es ganz real, das, was wir uns in tausend Jahren, in einer Million Jahre passieren wird. Er sieht das an, das Ende und den Anfang.
[9:30] Und obwohl zur Zeit von Mose und doch jetzt noch Abraham, Isaak und Jakob tatsächlich tot waren und tot sind, weiß Gott, dass diese drei und noch viele andere, die an ihn geglaubt haben, einmal für alle Ewigkeit bei ihm sein werden. Und er sieht sie schon in der Zukunft für immer bei ihm sein. Er ist ein Gott der Lebenden. Und wir sehen hier an Jesus, dass er nicht nur die Fangfrage geistlich und gut beantwortet, sondern dass er das dahinterliegende Problem sieht. Er sieht, warum sie diese Frage stellen. Er weiß das ganz genau und geht auch auf eigentlich das Problem ein, erlöst ja ihre eigentliche Frage, die sich hinter dieser Fangfrage verbirgt. Das können wir auch von Jesus lernen, dass wir versuchen zu verstehen, was ist das eigentliche, wirkliche Problem, wenn ein Mensch an bestimmten Aussagen der Bibel Kritik übt oder etwas ins Lächerliche zieht.
[10:26] Da antworteten etliche Schriftgelehrte und sprachen: „Meister, du hast gut geantwortet!“ Und sie getrauten sich nicht mehr, ihn etwas zu fragen.
[10:35] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten nicht von ganzem Herzen bitten, dass wir heute an diesem Tag durch deine Kraft auf den Eckstein, auf Jesus, bauen, auch wenn die Welt ihn verwirft, auch wenn Menschen uns dafür auslachen wollen. Wir unser eigenes Ich an diesem Felsen zerschmettern lassen, damit wir durch deine Gnade neu gebaut, neu geschaffen werden können und ein festes Fundament für unseren Alltag haben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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