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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In diesem Video aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ mit Christopher Kramp wird der biblische Bericht von Jesu Verurteilung und Kreuzigung in Lukas 22:71-23:30 beleuchtet. Es wird analysiert, wie Jesus trotz seiner Unschuld von den religiösen und politischen Autoritäten ungerecht behandelt wurde und wie Pilatus und Herodes versuchten, sich der Verantwortung zu entziehen. Das Video thematisiert auch die Rolle des Mobs und die tragische Entscheidung, einen Mörder freizulassen, während Jesus zum Tode verurteilt wird.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1098. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, dass Jesus im Gebet gerungen hat, dass ein Schweißgebutstropfen wurde. Wir haben nur eine ganz schwache Ahnung davon, wie schwer die Entscheidung gewesen ist. Wir lesen, dass er sich dafür entschieden hat, für uns zu sterben. Wir können es gar nicht wirklich fassen, was er damals durchgemacht hat. Wir können es gar nicht begreifen, was es bedeutet, so vollständig von dir getrennt zu sein, weil alle Sünden der Welt auf einen gelegt werden.

[1:29] Lieber Vater, Dank, dass dieser Plan der Erlösung uns zugute kommt. Danke, dass Jesus für uns ans Kreuz gegangen ist. Berühre uns zu Herzen heute, wenn wir dein Wort lesen, genau wie diese Ereignisse, und sprich du zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:54] Wir sind in Lukas Kapitel 22. Jesus ist vor dem Hohen Rat. Er wird misshandelt, er wird ausgelacht, er wird verspottet. Und als man ihn immer wieder fragt: "Bist du der Christus?", macht er deutlich, hier würde das ja eh nicht glauben. Mir, ihr habt kein Interesse mehr an einer echten Unterhaltung. Ihr habt kein Interesse, mich zu verstehen. Und als sie ihn bedrängen und immer wieder sagen: "Bist du also der Christus?", sagt er nach Matthäus, ist er vom Hohen Priester beschworen worden, ob er der Christus sei. Er identifiziert sich ganz mit allem, was er hat, als der Messias, der in der gesamten Bibel vorhergesagt worden ist.

[2:36] Vers 71: Da sprachen sie: "Was brauchen wir ein weiteres Zeugnis? Denn wir haben es selbst aus seinem Mund gehört." Er wird dafür verurteilt, die Erfüllung aller Prophezeiungen zu sein, die er selbst gegeben hat. Er wird dafür abgelehnt, weil er sein Wort hält. Er wird dafür abgelehnt, weil er gekommen ist, um sie zu retten. Das ist die größte Tragödie, die man sich irgendwo vorstellen kann. Sie verurteilen ihn dafür, weil er das tut, was gut für sie ist und sein Versprechen eingehalten hat. Schlimmer kann es gar nicht kommen. Schlimmer kann man mit dem Evangelium nicht umgehen, als wir es hier behandelt wird. Und doch hat Jesus auch das ertragen und ist weiterhin diesen Weg auch für diese Menschen gegangen.

[3:24] Und die ganze Versammlung stand auf und sie führten ihn vor Pilatus. Der war der Prokurator, der Vertreter der römischen Militärmacht hier in Judäa. Sie fangen aber an, ihn zu verklagen und sprachen: "Wir haben gefunden, dass dieser das Volk verführt und es davon abhalten will, dem Kaiser die Steuern zu zahlen. Er behauptet, er sei Christus, der König." Das ist offensichtlich eine Verfälschung der Wahrheit gewesen. Man hat ihm falsche Dinge unterstellt, die nicht stimmen.

[3:53] Da fragte ihn also, wenn es darum geht, dass man dem Kaiser ja keine Steuern zahlen soll. Da fragt den Pilatus, übrigens, interessanterweise, was das etwas ja, was die Juden selbst nicht wollen. Sie wollten nicht im Kaiser Steuern zahlen. Jesus hat ja deutlich gesagt, dass man dem Kaiser geben soll, was des Kaisers ist. Sie haben also das vorgeworfen, was sie eigentlich selbst nicht wirklich, ja, wo sie selbst eigentlich zu kämpfen hatten.

[4:18] Da fragt den Pilatus und sprach: "Bist du der König der Juden?" Er antwortete ihm und sprach: "Du sagst es." Das sprach Pilatus zu den obersten Priestern und der Volksmenge: "Ich finde keine Schuld an diesem Menschen." Das ausführliche Gespräch davon werden wir in Johannes 18 kennenlernen.

[4:34] Sie aber bestanden darauf und sprachen: "Er wiegelt das Volk auf, indem er in ganz Galiläa..." So der Lehrer hat angefangen, Galiläa bis hierher. Das römische Rechtssystem galt als besonders gerecht, aber an diesem Tag ist es gescheitert und hat gezeigt, es hat sich gezeigt, wie benutzt, was das ist, wenn der Satan alle Register zieht.

[4:59] Pilatus hätte eigentlich Jesus einfach freilassen sollen, aber das Volk, die Pharisäer, die Schriftgelehrten, das Volk aufwickeln versuchen ihn jetzt in die Enge zu treiben. Als Pilatus hörte, als Pilatus von Galiläa hörte, fragt er: "Ob der Mensch ein Galiläa sei?" Und als er hörte, dass er aus dem Herrschaftsgebiet des Herodes sei, sandte er ihn zu Herodes, der in diesen Tagen auch selbst in Judäa war. Das war Herodes Antipas, der in Galiläa und in Perea der Tetrarch, der Vierfürst war, der schon dafür verantwortlich gewesen war, dass Johannes der Täufer enthauptet worden war und der gerade in Judäa war, was nicht zu seinem Herrschaftsbereich gehört hatte. Aber Pilatus dachte sich: "Okay, dann bin ich gar nicht zuständig. Soll sich doch Herodes um ihn kümmern."

[5:41] Herodes aber freute sich sehr, als er Jesus blickte, denn er hätte ihn schon längst gerne gesehen, weil er viel von ihm gehört hatte und er hoffte, zu sehen, wie ein Zeichen von ihm vollbracht wurde. Herodes freut sich, Jesus zu sehen, aber nicht um Vergebung der Sünden zu bekommen, nicht um sein gefühltes Gewissen heilen zu lassen, nachdem wir Johannes den Täufer getötet hatte, sondern einfach nur aus reiner Kuriosität.

[6:04] Wir uns, wenn wir einfach nur aus reiner Kuriosität an Gott Interesse haben und nicht wirklich unser Herz verändern lassen wollen. Er legte ihm dennoch viele Fragen vor, aber er gab ihm keine Antwort. Wenn wir nicht wirklich lernen wollen, werden wir von Gott keine einzige Frage, die wir so haben und die wir Gott stellen, beantwortet bekommen. Nur wenn du wirklich ein offenes Herz hast, wenn wir Veränderungen zulassen wollen, kann Gott uns auch antworten.

[6:33] Die obersten Priester aber und die Schriftgelehrten standen da und verklagten ihn heftig. Und Herodes behandelt ihn verächtlich und verspottete ihn samt seinen Kriegsleuten und schickt ihn, nachdem er ihm ein Prachtgewand angelegt hat, wieder zu Pilatus. An demselben Tag schlossen Pilatus und Herodes Freundschaft miteinander, denn zuvor waren sie einander Feind gewesen.

[6:57] Es ist der Kampf gegen Jesus, der aus Feinden Freunde macht. Pilatus und Herodes waren tatsächlich gefallene, aber sie wurden zu Freunden, weil sie gegen Jesus vorgegangen sind. So gibt es auch in dieser Welt zwischen den politischen Mächten tatsächlicher, realer Feindschaften, und sie werden erst dann alle zusammenarbeiten, wenn das Evangelium so hält, strahlt, dass der Charakter Jesu sich offenbart in seiner Gemeinde, und das dann alle gegen Gott und seine Botschaft kämpfen werden. Wird dazu führen, dass sie alle, die vorher verfeindet waren, noch heute noch verfeindet sind, sich miteinander verbinden werden für kurze Zeit, aber sie werden nicht ineinander haften.

[7:37] Die uns Daniel 2 sagte, können den Vers dort selbst finden. Pilatus aber rief die obersten Priester und die führenden Männer und das Volk zusammen und sprach zu ihnen: "Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht, als mache er das Volk abtrünnig. Und siehe, als ich ihn für euch verhörte, habe ich an diesem Menschen keine Schuld gefunden, deren wegen ihr ihn anklagt. Aber auch Herodes nicht, denn ich habe euch zu ihm gesagt, und siehe, es ist nichts von ihm verübt worden, was des Todes würdig wäre. Darum will ich ihn züchtigen und einen freilassen."

[8:08] Hier sehen wir schon den Kompromiss, den Pilatus eingeht. Eigentlich hätte er ihn sofort freilassen sollen, aber er will ihn noch quälen, er will noch foltern, um so ein bisschen dem Volk, den Anklägern etwas zu geben. Er muss den aber anlässlich des Festes einen freigegeben. Es war also nicht nur so, dass nach der Rechtslage, nach der Aufnahme, alle Beweise, ähm, Pilatus sind sowieso hätte freilassen sollen. Es gab dazu noch der besonderen Moment dazu, dass man die Gewohnheit dort hatte beim Passahfest, einen Gefangenen freizulassen.

[8:45] Das schrie über die ganze Menge und sprach: "Hinweg mit diesem und gib uns frei!" Der war wegen eines in der Stadt vorgefallenen Aufruhrs und Mordes ins Gefängnis geworfen worden. Der hatte tatsächlich einen Aufruhr gegangen. Das wussten alle. Das muss doch Pilatus, ein Aufrührer sollte freilassen werden, während ein unschuldiger, sündloser Mensch wegen vermeintlichem Aufruhr, den man nicht beweisen konnte, denn bei keinem Gerichtsurteil festgestellt worden ist, umgebracht werden sollte. Hier zeigt sich, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht. Hier zeigt sich, wie sehr Satan das ganze versuchte zu manipulieren.

[9:23] Jetzt zeigt sich die Ungerechtigkeit der Sünde. Auf Jesus wurde alles in der Welt gelegt, und obwohl er selbst unschuldig war, wurde er jetzt wie entschuldigend behandelt.

[9:45] Nun redete ihnen Pilatus noch einmal zu, weil er Jesus freilassen wollte. Sie aber riefen dagegen und sprachen: "Kreuzige ihn, kreuzige ihn!" Pilatus wollte das Richtige, aber konnte sich nicht dazu durchringen, eine unbequeme Entscheidung zu fällen. Er wollte ihn freilassen, er wollte Kompromisse machen, aber er wollte den freilassen. Aber es kam dazu: Es reicht nicht, wenn wir Christ sein wollen, aber uns vor den unbequemen Entscheidungen, ja, vor ihnen zurückschrecken, weil wir Angst haben, dann vor anderen Menschen schlechter zu stehen. Es reicht nicht, dass wir eine gute Absicht hatten. Wir müssen auch das tun, was richtig ist, ganz egal, was die Welt um uns herum sagt. Das Richtige tun, weil das das Richtige ist. Solche Männer und Frauen sucht Gott heute.

[10:30] Und zum dritten Mal sprach er zu ihnen: "Was hat dieser denn Böses getan? Ich habe keine des Todes würdige Schuld an ihm gefunden. Darum will ich ihn züchtigen und dann verlassen." Das ist eigentlich völlig unsinnig. Erster Richter, er konnte entscheiden, erst unschuldig, dann frei. Stattdessen fragte eine aufgebrachte einen Mob, als ob der sinnvoll argumentieren könnte, als ob der besonnen ein Urteil fällen konnte.

[10:57] Sie aber hielten dann lieber, hielten an mit lautem Geschrei und forderten, dass er gekreuzigt werde. Und ihr Geschrei und dass der obersten Priester Namen überhand. Da entschied Pilatus, dass ihre Forderung erfüllt werden sollte. Er wollte den Fall lassen, aber entschied das Gegenteil. Er wollte ihn nicht verurteilen, aber entschied sich für das Gegenteil und gab ihnen den Fall, den sie begehrten.

[11:18] Welche eines Aufruhrs und Mordes wegen ins Gefängnis geworfen worden war. Der Lukas wiederholt, dass der Tod, das Jesus aber übergab er ihrem Willen.

[11:31] Pilatus, der Repräsentant des so sehr gefeierten römischen Rechtssystems war, war nicht in der Lage, das durchzusetzen, was wirklich Recht und Gesetz gewesen wäre. Er überlässt Jesus dem Willen eines Mobs, eines aufrührerischen Mobs, mit der Begründung, der Jesus umbringen will, weil der angeblich einen Aufruhr gegangen hätte. Jesus wird für das getötet, was eigentlich seine Ankläger gerade tun.

[12:01] Und als sie ihn hinführten, ergriffen sie einen gewissen Simon von Kyrene, der vom Feld kam, und legten ihm das Kreuz auf, damit, dass Jesus nach Tage was wäre passiert, wenn Simon Petrus nicht so selbstsicher gewesen wäre, wenn Simon Petrus nah bei Jesus geblieben wäre, wenn er gebetet hätte im Garten Gethsemane, verstanden hätte, was Jesaja 53 sagt. Hätte nicht auch Simon Petrus für Jesus das Kreuz tragen können, als Jesus es am meisten brauchte? War nicht da ein anderer Simon, Simon von Kyrene, trug ihm das Kreuz.

[12:34] Es folgt ihm aber eine große Menge des Volkes und dazu Frauen, die ihn auch beklagten und betrauerten. Da wandte sich Jesus zu ihnen und sprach: "Ihr Töchter Judäas, weint nicht über mich, weint viel mehr über euch selbst und über eure Kinder. Denn es kommen Tage, da man sagen wird: Glückselig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren, und die Brüste, die nicht gestillt haben." Dann wird man anfangen zu den Bergen zu sagen: "Fallt über uns!" und zu den Hügeln: "Bedeckt uns!"

[13:01] Jesus wusste, es kommt großes Unheil über Judäa und dieses Unheil über Jerusalem, das war nur ein Symbol für das Unheil über diese ganze Welt. Offenbarung 6 finden wir Menschen, die werden Jesus wiederkommen wird als König der Könige und Herr der Herren, die zu den Bergen Fall sagen werden: "Fallt auf uns und bedeckt uns!"

[13:33] Jesus hatte Trauer, als alle ihn bemitleideten. Hat er Trauer um die Menschen, die verloren gehen würden, obwohl er für sie sterben würde.

[13:42] Das ist nicht zu, lieber Freund, liebe Freundin, dass Jesus sein Blut für dich umsonst vergossen hat. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass Jesus uns gestorben ist. Wir wünschen uns von ganzem Herzen, dass das, was er für uns getan hat, nicht ohne Folgen bleibt in unserem Leben, dass wir es von ganzem Herzen wollen, wir es annehmen, dass dieses Blut für uns redet, dass Jesus nicht umsonst von uns gestorben ist, sondern dass er, der all unsere Sünden getragen hat, dass wir dies auch tatsächlich zustimmen, dass er tatsächlich unsere Sünden getragen hat und dass wir seine Gerechtigkeit, die er uns schenken möchte, in Anspruch nehmen.

[14:32] Herr, wir geben dir recht, wir haben gesündigt. Wir können uns niemals alleine retten. Aber Jesus kann uns retten, und dafür wollen wir irgendwann von ganzem Herzen Danke sagen.


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